Literaturgefluester

2020-07-21

Hahnrei Wolf Käfers und Thomas Northoffs Nachtgeschichten

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:15
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Nach dem verpatzten oder verpassten O-Tönen letzte Woche geht es, denn jetzt kann man ja noch maskenlos ein Lokal betreten, gleich weiter mit den Lesungen und diesmal war es in dem CafePrückl Hinterraum auch sehr voll. Die Ruth ist schon an einem Tisch gesessen, Hansjörg Liebscher, Susanne Schneider, die Nahid Bagheri-Goldschmid und und waren da und gelesen haben zwei Bekannte, die ich beide letzte Woche gehört und gesehen habe.

Nämlich als erster Hahnrei Wolf Käfer der hier nur als Wolf aufgetreten ist und den ich ja eigentlich mit der anderen Lesereihe im Weinhaus Sittl assoziiert hätte, in dem heute, glaube ich, Christa Kern einen Nestroy veranstaltete, Birgit Schwaner, die ja immer sehr abgehoben deutet, leitete mit einem Zitat ein, daß die Nacht, sowohl eine Metahpher für den Tod, als auch für ein schönes Erlebnis am Würstelstand dienen können.

Das hat es eigentlich in sich und Hahnrei Wolf Käfer, der von Birgit Schwaner, als wieder sehr genau und präzise Schreibender vorgestellt wurde, las in seinem Nachtportrait von einer Melanie Nacht, einer alten Lehrerin an einer Privatschule, die sich von ihrem Partner namens Sunrise, ebenfalls Lehrer, der zwei Schüler zum Selbstmord bringt, langsam verfremdet.

Interessant der Sprachstil, die Ruth hat ihn mit Thomas Mann verglichen und dann ging es gleich zu den Graffitis, einem alten Widerstandskämpfer und einer Liebesgeschichte von Thomas Northoff, die wie Birgit Schwaner erklärte im letzten „Podium“ erschienen ist und da überraschte mich die Sprache, denn Thomas Northoff hat ja einen sehr speziellen experimentellen Stil, wie er auch am Dienstag in Strobl präsentierte, aber jetzt war es umgangsprachlich realistisch und las von einem alten Widerstandskämpfer, den er zu einem Graffitisymposium einladen wollte.

„Hör ma auf mit Graffitis, das sind doch Schmierereien!“, fuhr er ihn an, hat aber in Nazizeiten selber Widerstandsparaolen auf die Straße gemalt und dabei die Liebe seines Lebens kennengelernt, jetzt ist die eine alte Frau und sehr krank und ist dann zwei Wochen bevor er auf dem Symposium auftrat gestorben.

Interessant die Vielfalt der Nachgeschichten. Am Mittwoch kommt die mir unbekannte Nathalie Rouanet und der mir bekannte Gerald Jatzek, mal sehen, ob ich da noch gehen kann, aber in dem Hinterzimmer ist man ja schnell drinnen. Dann gäbe es noch einen Montag mit Monika Vasik und Stefan Schmitzer, aber da werden wir wahrscheinlich in Harland in der Sommerfrische sein.

3 Kommentare »

  1. Zu Lesungen bin ich nie so gern gegangen,
    ich fühlte mich so seltsam eingefangen,
    in einem Kreis, dem ich nicht zugeteilt,
    weshalb ich schnell jeweils enteilt.
    Jetzt hätte ich ja all guten Grund
    zu sagen ich will sein daheim gesund.
    Doch diese Maskenpflicht im Lande,
    hält mich noch mehr ganz arg am Rande.
    Wissenschaftlich gibt es Meinung A und B,
    doch die Politik sagt C und vehement oje!
    Ein Psychiater namens Bonelli fand auf Youtube eine Erklärung,
    weshalb ich habe für mein Verhalten die Bescherung.
    Die Maskenpflicht finde ich wie den Gessler-Hut,
    weshalb sie mir tut gar nicht gut.
    Wilhelm Tell werf´ ich erklärend in die Runde,
    und schreibe jetzt nur poetisch eine Stunde.
    So ist es mit der Reimerei jetzt Schluss,
    mit dem Schreibzeug ich beginnen muss.

    Doris Kloimstein

    Kommentar von schreibzeug123 — 2020-07-21 @ 08:55 | Antworten

  2. Meiner Meinung nach ist es sehr schade, daß du zu keinen Lesungen gehst, denn erstens versäumst du wahrscheinlich einiges dabei, zweitens brauchen die Autoren Publikum, obwohl ich schon ein paarmal vor fast keinem Publikum gelesen habe und das inzwischen auch aushalten kann.
    Zur Maskenpflicht, ja das ist ein sehr seltsames Phänmen über das man mehr als einen dystopischen Roman schreiben könnte, wenn man nicht so mitten drin steckte, daß das derzeit wahrscheinlich nicht geht, sehr seltsam, denn warum sind plötzlich alle so happig, beziehungsweise oe 24 schon seit zwei Wochen Stimmung macht, daß man sie unbedingt wieder einführen muß?
    Ist es die Angst vor dem, was da im Herbst auf uns zukommen könnte, wenn sich die Corona Viren lustig mit denen der Grippe mischen, ist es wirklich nur deshalb, weil die Maskenfabriken ihr Geschäft damit machen wollen oder die Regierung zuviele davon eingekauft hat, die dann ablaufen würden oder weil es ja sehr verlockend ist, die Leute zu verunsichern, zu Kindern zu degradieren und sie per Vorschriften oder Apps zu überwachen, ich würde das Erste und das Letzte eher vermuten und das Video habe ich gesehen und für sehr gut empfunden.
    Denn jetzt weiß ich endlich, was ich gegen die Maske habe und warum ich sie partout nicht aufsetzen will, es ist die Entmündigung und der Zwang, weil ich sie und da gibt es ja genügend Gegenargumente für nicht wirklich sinnvoll und notwendig halte.
    Man braucht sich ja nur an die ersten Aussagen von Kanzler Kurz und auch die einiger Ärzte erinnern, die ja mal sagten, daß sie bei Laien, die sie noch dazu falsch verwenden, eher eine gegenteilige Wirkung haben und dann hörte ich damals von Kanzler Kurz im April, daß die Masken nur die anderen und nicht einen selber schützen. Jetzt hörte ich von einer Reporterin, daß sie das nur bei sich selber tun und in einen Video wurde dann verlautbart die Wissenschaft hätte herausgefunden, sie schütz beide, während es genug Leute gibt, die immer noch sagen, die Stoffmasken schützen nicht und es ist nicht gut, wenn man zuviel Co2 einatmet, also sehr widersprüchig!
    Interessant was jetzt geschehen wird, ich bin ja zum Glück so priveligiert, daß ich mich bisher weitgehend entziehen konnte und außerdem sehr begierig, die Lage in der Hoffnung, das vielleicht in dem großen Roman verarbeiten zu können, beobachte, liebe Grüße, du hast ja jetzt Pech mit dem Zug, weil die ja, wie ich gestern ständig bei oe 24 sah, nun sehr scharf kontrollieren und auch schauen, daß du sie nicht nur auf dem Mund sondern auch auf der Nase hast!

    Kommentar von jancak — 2020-07-21 @ 09:43 | Antworten

  3. Ich war schon immer wirklich scheu,
    für viele Leute scheint das neu.
    Ich wirke ja sehr kommunikativ,
    hab nur gelernt zu bluffen zeimlich vif.
    Doch mit den Jahren kommt dann doch heraus,
    dass ich bin hezrlich gern allein zu Haus.
    Die Österreich-Card ich nicht erneuern tu,
    somit hab´ ich betreffend Zugfahr´n meine Ruh´.
    Das Auto ist mir wieder wichtig,
    auch wenn es umweltmäßig ist nicht richtig.
    Doch auch die Maskenpflicht ist nicht o.k.
    Sie macht die Menschen ängstlich nur, oh weh!
    Ich reg´ mich ja auch gar nicht auf,
    so nimmt die Weltgeschichte ohne mich ihr´n Lauf.

    Doris Kloimstein

    Kommentar von schreibzeug123 — 2020-07-21 @ 20:17 | Antworten


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