Literaturgefluester

2020-09-19

Neuerlicher Demoversuch

Ich bin ja eine, die, als im Februar der Corona Virus von China über Italien zu uns hinüberschwappte, die Leute begannen Vorräte zu hamstern und das Klopapier einzukaufen und die Polizei vor dem Gymnasium in der Albertgasse auftauchte, als es dort einen Corona-Verdacht bei einer Lehrerin gab und man Gerüchte hörte, daß das Geld abgeschafft und Bill Gates, die ganze Welt impfen will, sich schon da mehr vor der Einschränkung der Freiheitsrechte und der Bevormundung, als vor dem Virus fürchtete, weil man ja da schon hörte, daß es zwar sehr ansteckend ist, aber nur bei sehr wenigen Leute Smptome auslöste und, daß eigentlich nur die Risikogruppen mit Mehrfacherkrankungen und ab fünfundsechzig gefährdet sind, habe das, glaube ich, bei der letzten Veranstaltung im Literaturhaus bei der ich war, Elfriede Haslehner und Erika Parovsky so gesagt.

Dann kam der Lockdown, die Maskenflicht, die Freiheitsbeschränkungen mit den vier Gründen aus dem Haus zu gehen und dem Babyabbstand, was später als verfassungswidrig erkannt wurde. Man wußte nicht, ob man sich auf eine Parkbank setzen durfte oder nicht.

Schulen, Geschäfte und Restaurants wurden geschlossen, Operationen und Routineuntersuchungen wurden aufgeschoben und die Zahlen gingen zurück, so daß ab Ostern, wo die Kinder auch noch nicht ihre Großeltern besuchten durften, die Maßnahmen wieder gelockert und langsam die Geschäfte und Restaurants wieder geöffnet wurden.

Es gab Parties am Donaukanal, große Demonstrationen gegen black live matters, wo fünfzigtausend Menschen hinkamen und kleinere gegen die Coronamaßnahmen und da war lustig oder auch verrückt, daß sich plötzlich die FPÖ und Ex-Minister Kickl für die Freiheit einsetzen und „Stopp den Corona Wahnsinn“ forderten, während die Grünen, weil in der Regierung die Maßnahmen mitrugen.

Bis Ende Juni ging das alles gut, die Grenzen wurde wieder geöffnet, man konnte auf Urlaub fahren und sich bis auf einige Ausnahmen wieder normal benehmen, aber dann stiegen die Zahlen wieder an und die Maskenpflicht, die es nur mehr beim Friseur, in den Apotheken oder beim Arzt gab, wurde wieder vehement eingefordert und wird jetzt, da schon ganz Österreich auf gelber oder oranger Ampelschaltung, wieder allgemein eingeführt,

Reisewarunungen werden ausgesprochen, in den Schulen gibt es Maskenpflicht und es wird, weil man ja das Virus ausrotten und nicht auf die sogenannte Herdenimmunität setzen will, getestest und getestet, jeder der Positiv reagiert zehn oder vierzehn Tage isoliert und es kommen nur wenige Stimmen, die sich fragen, ob man mit dem Virus nicht anders umgehen kann?

Es gibt auch keine wissenschaftliche Diskussion zwischen den Ärzten, die das anders sehen, wie Prof Bhakdi, Dr. Wodard, Martin Spenger und denen, die, die Maßnahmen befürworten und die Teilnehmer an den Demonstrationen werden als Coronaleugner und Verschwörungstheoretiker diffamiert und einige kritische Ärzte entlassen.

Ich bin eigentlich schon am ersten Mai, als die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben wurden, auf einigen Demonstrationen gewesen. Da gab es ja, die, der Künstler, die sich für ihr Auftrittsrecht einsetzen, eine am Donaukanal, die, glaube ich, von Jennifer Klauninger intitiert wurde, eine am Ballhausplatz, wo ich neben einigen Identitären stand und ich wunderte mich, daß die Demos in Wien eigentlich eher klein waren und ins rechte Eck gedrängt wurden, so daß ich und weil ich im Sommer auch nicht in Wien war, nicht mehr hinging.

Anfang September, da gab es in Berlin schon große Demonstrationen, die verboten werden sollten, bin ich wieder auf eine gegangen, die aber, weil dort eine Fahne mit einem Herz, die, wie eine Regenbogenfahne aussah, zerissen worden, in Verruf geriet, obwohl es Jennifer Klauniger,, die das tat, glaube ich, mehr um Pädophilie, als um Homophobie ging und sie dieses Herz für ein Pädophilensymbol hielt.

Also keine Demo mehr. Aber wo drücke ich dann meinen Unmut, gegen den Umbau in einen autoritären Staat, den man nachher vielleicht nicht mehr los wird und gegen das neue Covidgesetz, wo Räume gestürmt, Akten eigensehen werden und einem die Benützung seinen Autos verboten werden kann, aus?

Und wenn man, obwohl die Pandemie vielleicht wirklich herbeigetestet wird und man bis die Impfung kommt, nur mehr mit Maske aus dem Haus gehen darf, bin ich sehr eingeschränkt.

Da sollte man etwas tun, habe ich gedacht und war dann wieder beruhigt, als ich von Eva Brenner aufgefordert wurde, gegen das neue Gesetz Einspruch zu erheben. Das habe ich schon Ende August getan und heute hat es wieder eine Demonstration gegeben, wo auch Alexander Nizberg, den mir ja einmal Christl Fallenstein vorgestellt hat und bei dem ich auch in der „Alte Schmiede“ war, aufgetreten ist und seinen Unmut äußerte.

Nächste Woche gibt es wieder eine Demonstration am Heldenplatz, aber da werden wir in Harland sein und am ersten Oktober eine am Ballhausplatz, da werde ich, wenn das mit der Maskenpflicht nicht vielleicht noch einmal verschrärft wird, beim „Skriptorium“ im Stift Seitenstetten sein, wo mich Doris Kloimstein eingelanden hat mit anderen Literatuen und bildenden Künstlern einen Text im Rahmen der Bibelwoche zu schreiben.

Also wird es wieder eine Demopause geben und inzwischen werden wir sehen, wie weit die Zahlen steigen und, ob wir, wenn wir jetzt auch mit Maske ins Restaurant und nicht mehr ohne auf den Markt gehen und uns auch nur mehr zu zehnt treffen können, was ja mein literarisches Geburtstagsfest betrifft oder einschränkt, den zweiten Lockdown verhindern können?

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