Literaturgefluester

2020-09-28

Untopische Insel beim Radio Rosa

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:24
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Das „Radio Rosa“, keine Ahnung woher der Name kommt, ist eine Reihe die Patricia Brooks nun schon das vierzehnte Mal im Rahmen der GAV veranstaltet, dabei immer eine Reihe von Literaten einlädt, um zu einem bestimmten Thema eine experimentelle Performance zu gestalten, könnte man, glaube ich, in etwa sagen.

2009 bin ich im Amerlinghaus das erste Mal, glaube ich, darauf gestoßen und seither zwei Mal und heute wieder im Literaturhaus das vierzehnte „Radio Rosa“, wie zuerst Robert Huez in seiner Einleitung und dann auch Patricia Brooks erwähnte zum Thema „U(n)topische Insel“ was immer das auch heißen mag, mit dem GAV- Mitglied und Musiker Michael Fischer, der ja auch die Performancereihe mit Herbert J. Wimmer und Marion Steinbacher gestaltet, Sophie Reyer, die wenn ich mich nicht irre schon einmal beim „Radio Rosa“ war und Magda Woitzuck, die schon einige Hörspielpreise gewonnen hat und deren „Elis“ ich gelesen habe und Thomas Ballhausen, der sich auch für den Film und Comic sehr interessiert, einen Vortrag über Sigmund Freud gehalten und den „Reinhard Priessnitz- Preis“ gewonnen und utopisch ist wohl auch das ganze Szenario, zumindest empfinde ich es so, wenn ich mich per Livestream ins Literaturhaus schalte, weil ich dort nicht mit Maske auftreten will und mich nicht registrieren lassen möchte, was, wie Robert Huez einmal richtig vermerkte, ohnehin nicht nötig wäre, schließlich war ich ja in den letzten Jahren mehrmals in der Woche dort, bin in der Kartei und habe auch schon einige Veranstaltungen, zugegeben, das ist länger her, dort organisiert.

Also die Maskierung nur per livestream beobachtet und dann begann schon die akustische Einleitung von Michael Fischer und dann riß eigentlich Magda Woitzeck das Geschehen an sich, als sie von den Wildschweinen begann, die ihrer Meinung nach auf jeder Insel leben würden. Sophie Reyer las dann noch von der Lillifee. Dann wurde es ein Zwiegespräch zwischen den beiden Damen, wo sich Thomas Ballhausen nur eher wenig einmischte und von seinem Schreiben und seinem Vater berichtete, während Magda Woizeck auf die Müllberge zu sprechen kam, von den Plastikbergen mit manchen Mundschutzmasken, die die Insel überfüllte. Dann kam sie zu Gott Chronos, der seine Kinder fraß, bis ihn Zeus besiegte und auf die Insel der Seligen verbannte, immer unterbrochen von der szenischen Begleitung Michael Fischers und ganz schön surreal, sich das ganze in der Corona-Welt vorzustellen, wo wir jetzt ja noch nicht wissen, ob und wie wir da herauskommen und ich nicht weiß, wann und ob und bei welchen „Radio Rosa“, ich wieder real ins Literaturhhaus komme?

Und richtig, einmal, ich glaube, bei meinem ersten Besuch hat mir Patrica Brooks auch versprochen, mich einmal zu ihrer Reihe einzuladen, aber dazu schreibe ich wahrscheinlich zu wenig experimentell und plane derzeit ja nach meinem „Klostertext“ schon den dritten Corona-Roman, der wahrscheinlich auch ein bißchen dystopisch werden wird.

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