Literaturgefluester

2020-10-25

In einer komplizierten Beziehung mit Österreich

Pünktlich vorm Nationalfeiertag, als der letzte Soldat Österreich verließ und wir in der Hauptschule, als es den Nationalfeiertag noch nicht gegeben hat, in den Prater gingen, ich das aber, wenn ich mich nicht irre und nichts durcheinanderbringe, nichtmit durfte, bleibt es, bevor es weiter mit dem „Deutschen Buchpreislesen“ geht, noch ein bißchen zu Österreich und geht zu dem 1983 im Waldviertel geborenen Martin Peichl, der mit seinem Debutroman „Wie man Dinge repariert“, der mir sehr gut gefallen hat, sowohl für den „Alpha“ als auch für den „Blogger Debutpreis“ nominiert war. Von daher habe ich das Buch, den „Alpha 2020“ scheint es nicht zu geben, vielleicht wurde er wegen der „Casino Affaire“ eingespart, aber mit Maske wäre ich ohnehin nicht hingegangen, also wieder ein Event weniger. aber Martin Peichl habe ich ja in der „Kühlen Meile Zieglergasse“ aus beiden Büchern lesen gehört, was eine der letzten Veranstaltungen außer dem Amerlinghaus war, bei denen ich gewesen bin und man jetzt ja schon über die Maskenpflicht im Freien diskutiert, aber Bücher kann man ja zu Hause lesen und da sticht Martin Peichls bei „Kremayr und Scheriau“ erscheinenes Buch heraus.

Ist es doch Erstens in quadratischer Form erschienen und dann ist es ein Bierdeckelbuch, mit sogar einem echten, die anderen führen die Bierdeckelgeschichen an, in denen Martin Peichl eben von seiner Beziehung zu Österreich, beziehungsweise zu den Frauen erzählt.

So heißt die Geschichte zum dem Bierdeckel „Ab und zu zeiht es mich zu dir hin a love story „Tal ohne Schluss“ und da erzählt Martha zwischen sehr vielen Schnäpsen ihren Freunden, die immer gleichen Geschichten von ihren Männern.

Der Bierdeckel zum „Kessler-Effekt“ heißt „Wir lieben uns mit Messer Gabel Schere Licht“ und da geht es um die Beziehungs zu der Kroatin jelena.

Beim Bierdeckel „Schon lange widme ich dir alle meine Hangover“ wird gespielt „Wir sind acht- Wir spielen UNO: wir lernen, dass es schlecht ist, viele Karten, dass es gut ist, nur eine Karte in der Hand zu haben“ oder „Wir sind sechs-Wir spielen MENSCH ÄRGERE DICH NICHT“ oder bei „MONOPOLY“ lernen wir „Wie sich kapitalismus anfühlt und dass das wenige Geld, das wird jedes Mal am Start bekommen, eine Art Mindestsicherung, nicht einmal für das billigste Hotel reicht“, etcetera und so weiter und den „Blinden Passagieren“-„Bin mit mitte Dreißig vielleicht ein Schrottplatz geworden“, wo es um das „Durchs Glas gehen“ und um Ameisen geht.

Es gibt immer wieder „Staffeln zwischen Schalko und Pichler“, was sich offenbar auf den „Tatort“ bezieht.

„Männer ohne Eigenschaften“ und einen Bericht über die „Tschernobyl-Kinder, wo Jakob auf Terschnobyreise geht und den Reaktor und die dort noch Lebenden besucht.

In der Buchmitte gibt es überhaupt nur Bierdeckeln immer schön auf dem karierten Tischtuchhintergrund drapiert zu sehen „Wir haben aufgehört unsere Eskalationsstufen zu zählen“, „Das ist ein Chemiebaukasten wo du aufhörst und ich beginne“,“Wenn ich mein Bier verschütte, dann immer in deine Richtung“, „Am Wochendende bin ich dann endlich für alle zu haben“, „Hier endet der Text und hier beginnt das Verhör“ und so weiter und so fort.

Es geht wahrscheinlich trotz Nationalfeiertag mehr um Beziehungsgeschichten und um das reale oder fiktive Leben des Autor. So wird anhand von verzerrten Fotos die Beziehung zum Vater dargestellt, die Großmutter, eine Tschechin, weshalb der Erzähler ein Achteltscheche ist, steht in ihrem Garten. Mit der Kroatin Jelena gibt es Schwierigkeiten und die Marta, die wir schon kennen, erzählt uns von ihren Dates und zählt dabei die „Männer ohne Eigenschaften“ auf. Listen scheinen überhaupt etwas zu sein, was Martin Peichl fasziniert. Listen und Aphorismen, den Beziehungsstatus gibt es auch und die Frage, was aus den handelnden Personen geworden ist, wie sie sich eiterentwickelt haben, wird auch beantwortet.

Sehr viel von allem, manches vielleicht nur angerissen, manches vielleicht auch zu übertrieben darsgestellt, könnte das abschließende Urteile, wie es meine Leser ja von mir zu wollen scheinen, lauten.

Also, ich habe ein interessantes Buch gelesen, das ich weiterempfehlen kann und wie sagt man doch in der „Gesellschaft“: „Weihnachten kommt bald!“

Also kaufen Sie das Buch! Notfalls läßt es sich bestellen und wird vom maskierten Fahrradboten nach Hause gebracht und richtig, die Pandemie und die Krise in der wir derzeit leben, ist in dem Buch auch schon thematisiert.

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