Literaturgefluester

2020-11-27

Leben im Corona-Raum

„Ist das jetzt ein dystopischer Roman?“, dachte Mathilde und sah auf das vor ihr liegende Manuskript.

„Möchte ich doch so gerne einen dystopischen Roman über unsere Situation schreiben, die ich immer noch und wahrhaftig für eine solche halte.

Das Leben nach oder in der Klimakrise, wo die Flüchtlingssituaton von 2015 und dem Krieg in Syrien nicht nur die Menschenmassen in Boote über die Meere zu uns brachte, sondern sich auch die Rechten, wie die Schwammerln vermehrten oder die Wohlstandsverlierer, die sich um ihre Pension, Wohlstand und den sozialen Frieden gebracht sahen, den sie selbst durch fortwährende Veröffentlichung angeblicher oder tatsächlicher Vergewaltigungen und kriminellen Taten von Aslwerbern erst rechtdurcheinander brachten und dann kam noch die Klimakrise, die „Fridays for future-Bewegung“ mit der kleinen Greta aus dem schönen Schweden, die erst recht die Gemüter erhitzte und die Schüler in Massen am Freitag auf die Straßen brachten, was vielen, wie dem inzwischen nicht mehr gewählten Präsidenten, der nicht verlieren kann, auf die Palme brachte und dann dann kam das kleine Virus aus dem chinesischen Wuhan und löste so viele Unruhen aus.

Hat die Welt auf einen Schlag verändert, in acht, neun, zehn Monaten hat es das getan, wo nun soviel anders wurde. Was die Leute vor einem Jahr, wenn ich geschrieben hätte, im nächsten Jahr dürfen wir nur noch mit Maske aus unserer Wohnung gehen, müssen den Einkaufswagen im Supermarkt desinfizieren und der Sucuritmann schön verhüllt mit Schutzanzug und Maske läßt uns nur nach einem Fiebercheck oder einem Schnelltest in den solchen hinein!“, den Kopf schütteln hätten lassen und hätten mich für verrückt erklärt!

Inzwischen erklärt man dazu die sogenannten Corona-Leugner oder Skeptiker und will mit ihnen gar nicht reden, sich deren Arugmente, daß es ja jedes Jahr Grippewellen gab, die unsere Spitäler zur Übefüllung und das Spitalspersonal zur Erschöpfung brachte, nicht anhören und auch nicht darüber nachdenken, daß man mit einem Virus, daß vielleicht gar nicht so gefährlich ist, weil die meisten ja gar nicht daran erkranken, wie es die vor Angst erstarrten sehen, auch anders umgehen könnte.

Schweden ist das Vorbild, das berühmte Schweden mit der kleinen Greta, Schweden setzt auf Eigenverantwortlichkeit und Herdenimmunität, aber die gibt es ja nur durch die Impfung und da sind wir schon bei den Impfgegnern, den sogenannten Aluhutträgern oder Verschwörungsgegnern und bei der Freiwilligkeit. Freiheit unser höchstes Gut in allen Demokratien, aber die wurde durch das Seuchengesetz weitgehend ausgesetzt und die angsterstarrten Menschen vielleicht ganz bewußt und möglicherweise auch aus Angst entmüdigt, so daß die jetzt angsterstarrt die Regierungsämter fragen „Darf ich mir noch nach acht im Restaurant eine Pizza holen? Darf ich mit meinen Nachbarn sprechen oder meine Großmutter besuchen?“

Vielleicht auch „Darf ich mit meinem Partner ohne Maske Sex betreiben?“, denn, daß die höchste Ansteckungsgefahr im häuslichen Raum liegt, ist inzwischen ebenfalls bekannt und muß ich die Polzei hineinlassen, um zu kontrollieren, ob ich nicht doch klammheimlich einen Freund oder eine Freundin in meine Bude geschleppt habe, um mit ihnen ohne Maske „Mensch ärgere dich nicht“ zu spielen und dazu ein Glas Bier oder Rotwein zu trinken?“

„Fragen über Fragen und keine Antwort wissen“, dachte Mathilde und sah immer noch vor sich hin.

In ihrem ersten Corona-Text der Erzählung „Kein Frühlingserwachen mehr“, im ersten Lockdown-Frühling geschrieben, hat sie ihren dementen Egon auf der Josefstädterstraße noch die Invasion vom Mars oder den Weltkrieg drei erleben lassen, als derdort Polizisten, den sogenannten Sicherheitsabstand mit dem Maßband kontrollieren sah.

Im zweiten Text im wunderschönen fast Corona befreiten Sommer ist es dann um ein verlorenes Notizbuch, ein Handy, das sich in einem Blumentopf wiederfand und die zweite Welle, sowie die Wiedereinführung der sowieso nicht ganz abgeschafften Maskenpflicht gegangen und nun ist die zweite Welle da, die Zahlen die so gut waren, sind massenhaft angestiegen und die Spitäler, sowie die Intensivstationen überfüllt, so daß sich verzweifelte Krankenschwestern an die Öffenlichkeit wandten und diese anflehten „Setzt doch euche FFP2-Masken auf!“

Aber nützen die Massentestungen an Gesunden wirklich und hätte man die dafür nötigen Kapazitäten nicht vielleicht doch besser in die Stärkung der Infrastruktur in den Spitäer setzen sollen, wo doch die Sterblichkeit an diesem Virus, wie man immer hört, nicht viel höher als im Vorjahr ist?

„Die Alten besser schützen!“, hörte man da immer. Aber die Worte wegsperren, einsperren absondern, der Heiminsaßen und der vulnerablen Gruppen, löst nicht nur in der selber nicht sehr so ganz jungen Mathilde Abwehrkräfte auf und läßt sogar an Victor Klemperers Sprachforschungen denken. Die hat er zwar im dritten Reich betrieben, aber muß man wirklich von Einsperren, Absondern und Isolieren der positiv Getesteten sprechen und müßen die mit Polizeigewalt eingefangen und kontrolliert, bis zur Fußfessel von sogenannten Quarantäneverweigern werden? Denn das löst doch auch Angst aus. So gibt es die sowohl bei den sogenannten Gesundheitsaposteln als auch bei den Freiheitskämpfern, die, wenn sie dürfen immer noch zu Demos auf die Straße gehen, da aber oftmals neben den Rechten stehen und von der Presse als Coronaleugner und Gefährder beschimpftwerden.

„Leben im dystopischen Raum!“, dachte Mathilde und sah noch einmal auf ihrMansukript, das dritte der sogenannten Corona-Trilogie.

„Leben im Corona-Raum und da ist sie, wie es die Utopie erwünscht, schon ein ganzes Jahr nach vor gerückt. Man schreibt Dezember 2021 und Mathilde, die Heldin oder Alterego ist als sogenannte Impfverweigerin dabei in eine sogenanntes „NI-Wohnung“ oder „Nichtgeimpftes Ghetto“ zu übersiedeln und schreibt bevor sie das tut einen brief an ihre leider noch nie gesehene Enkeltochter.

Das ist Dystopie natürlich ganz klar und soweit von der Realität entrückt, daß der Schreiberin dieses Romans vom Verlag das Manuskript zurückgeschickt wurde. Denn die Impfung hört man allethalben und überall, wird und muß oder sollte, wie auch die Massentests, die sich jetzt über die Bevölkerung ergießen freiwillig sein. Natürlich, selbstverständlich, ganz klar. Etwas anderes ist in einer Demokratie auch nicht möglich, beziehungsweise schreckt man dadurch die Bevölkerung ab und erweckt ihren Widerstand. Aber in England soll es, hört man einen „Zurück zur Normalität-Paß“ geben, mit dem Massengetestete oder sogar schon Geimpfte einkaufen oder auf die Straße gehen dürfen und die Fluggesellschaften hört man, lassen einen nur mit einem solchen Nachweis einsteigen, wie man ja auch bald nur damit ins Ausland fahren oder sich ins Restaurant, beziehungsweise zum Wintersport begeben kann?

Fragen über Fragen und keine Antwort darauf wissen. Ist das jetzt der dystopischer Raum in dem wir leben oder doch nur die ganz normale alte neue oder aber auf jeden Fall sehr veränderte Realität?

Kommentar verfassen »

Du hast noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Bloggen auf WordPress.com.

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: