Literaturgefluester

2021-02-02

Wieder Wien-Reihe

Als Julia Danielczyk das Literaturreferat der Stadt Wien übernommen hat, hat sie die Literatur im Musa eingeführt, das heißt in dem dem Rathaus gegenüberliegenden Museum, das jetzt zu dem der Stadt Wien gehört, einmal monatlich die Preisträger und Stipendiaten der Stadt Wien vorzustellen, was ich sehr interessant und wichtig fand, die literarischen Stimme und deren Texte kennenzulernen, die von der Stadt Wien ausgezeichnet wurden und bin eigentlich fast immer dort gewesen, bin dort oder auch ein bißchen später nämlich bei einer Buch-Wien mit Julia Danielczyk persönlich in Kontakt gekommen, die mich darauf angesprochen hat, daß sie mich im Musa gesehen hat. Das Musa wurde dann zum Wien-Museum und die Literatur im Musa ist dann als Wien-Reihe in die „Alte Schmiede“ übersiedelt, da war ich nicht mehrso oft, weil der Alfred einmal ins Kino wollte, etcetera und dann kam Corona und da wollte ich mich ja nicht mit Maske in die „Alte Schmiede“ setzten und einmal kann ich mich erinnern habe ich nur kurz hineingeschnuppert, weil ich eine Stunde hatte oder vielleicht auch nicht darüber bloggen wollte.

Also ein bißchen den Kontakt zu den Stipendianten und dem Literaturgeschehen der Stadt Wien verloren, das ja oder die Musa-Abende sehr beeindruckend waren, nachher gabs im Musa Brot und Wein, ich bin entweder alleine neben dem Tisch der Ines Varga gestanden oder habe mich mit der Angela und dem Josef unterhalten, die ich dort kennengelernt habe, also durch den Lockdown oder auch schon ein bißchen früher den Kontakt zu der Wien-Reihe verloren, aber heute hat es geklappt und da stellte Julia Danielcyck den Stadt-Wien Stipendiaten Norbert Kröll und die Canetti-Stipendiatin Andrea Winkler vor.

Den 1981 in Villach geborenen Norbert Kröll habe ich, glaube ich, im Musa kennengelernt, weil er schon einmal Stipendiat war. Das ist es um seinen Roman „Sanfter Asphalt“ vorgestellt, der mir sehr experimentell vorgekommen ist. In der „AS“ und bei dieser Benefizlesung im Amerlinghaus habe ich Norbert Kröll dann noch einmal gehört und im Frühling während des Lockdown wurde dann sein Roman „Wer wir wären“ im Rahmen der Corona-Lesungen vorgestellt. Jetzt hat er auch daraus gelesen und ich war sehr erstaunt, wie realistisch der junge Autor inzwischen geworden ist und sprachlich sehr genau und eindruckvoll bearbeitet füge ich hinzu „Ein Punkt, irgenwann kommt ein Punkt“, beispielsweise, zwei Stellen hat der Autor aus seinem Buch gelesen. Die Erste, wo der Erzähler Albert seine Frau Elisabeth verlässt, in der Zweiten geht es um einen Freund, der ihn gemalt hat, weil er ein „Einfaches Gesicht“ hat und dann in eine Schizophrenie verschwindet und auf diese Art und Weise Albert verläßt.

Im Gespräch mit Julia Danielczyk ging es dann um Schuld und Verrat und Julia Danielczyk fragte ihn dann nach den autorbiografischen Anteilen. Denn der erste Roman kommt vor und der Norbert hat mit dem Albert die letzte Silbe gemein. Der Autor wich elegant aus und dann folgte Andrea Winkler mit der und ihrer Sprache ich mich auf diesen Blog ja schon sehr intensiv beschäftigt habe, aber jetzt, wie ich unlängst bemerkte, schon länger nicht mehr hörte.

Am Anfang meines Blogens habe ich ein Namensspiel mit Andrea Grill und Evelyn Grill, ihr, Andrea und Linda Stift, gemacht, denn ihren ersten Roman „Hanna und ich“, den ich, glaube ich, inzwischen schon gefunden habe, ich, glaube ich, einfach vor 2008 im Literaturhaus kennenlern, als sie noch eine ganz junge Autorin war.

2009 hat sie dann, glaube ich, beim „Bachmannpreis“ gelesen und ist mit ihrem „Zug im kleinsten Bahnhof der Welt“ nicht sehr gut weggekommen. Den „Priessnitz-Preis“, hat sie auch gewonnen und ich war bei einigen ihrer Lesungen, zum Beispiel in der „Alten Schmiede“ und in der „Gesellschaft“, habe mich ein bißchen über ihrer Sprachräusche mokiert und nach der Handlung in ihren Texen gesucht, die sie ja, wie viele andere Sprachkunstautoren nicht so sehr interessiert, die „VierTöne“ und den „Hofnarr und Volk“ habe ich dann bei einem der Literaturhaus Flohmärlte gekauft und, ich gestehe, noch immer nicht gelesen und jetzt ist sie Elias Canetti-Stipendiatin und hat vier kurze Texte gelesen, die, wie sie erklärte im Zusammenhang mit Musik oder bildender Kunst aufgeführt werden hätte solche und ich betone wieder die präszise schöne Sprache, die Julia Danielczyk dann genau themastisierte und die Autorin danach befragte und meinte, daß die präzise Ausdrucksform ins Schweigen übergeht, weil man ja nicht alles aussprechen kann, wo Andrea Winkler dann betonte, daß sie nichts verschweigen wollte, man aber nicht alles bennen und ausdrücken könnte.

Am Schluß erwähnte Julia Danielczyk dann die nächste Wien-Reihe im April und im März wird es eine Sonderveranstaltung geben. Der Wein und das Brot haben natürlich gefehlt, aber man kann sich sein Glas natürlich selber eingießen und auch Online, beispielsweise auf diesen Blog darüber diskutieren und Julia Danielczyk merke ich an, hat vielleicht genauso ein Luxusproblem, wie ich, leben wir ja in Lockdown Zeiten, wo man derzeit nicht zum Friseur gehen darf, aber ab nächster Woche mit Test Ausweispflicht und FFP2- Maske wieder möglich sein wird.

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