Literaturgefluester

2021-02-25

Felix Kucher in der „Gesellschaft“

Heute hätte eigentlich Norbert Gstrein seinen neuen Roman „Der zweite Jakob“ vorstellen sollen was mich insofern interessiert hätte, weil ich wissen wollte, ob das der Roman ist ,dessen Anfang Norbert Gstrein 2019 vorlesen lies, als er den österreichischen Buchpreis gewann und krankenehishalber nicht kommen konnte. Jetzt ist er offenbar von Hamburg, wo er, glaube ich, lebt auch nicht nach Wien gekommen und da ist wahrscheinlich Corona schuld daran mit seinen Reisewarnungen, in Salzburg hat er oder hätte er auch in Literaturhaus lesen sollen, da bin ich, glaube ich, vorige Woche durch mein Veranstaltungsstreaming draufgekommen, aber da hätte man ein Ticket kaufen müßen, also auf die „AS“ gefreut, dann gemerkt, die Veranstaltung findet nichts statt, was dann beginnen mit dem Donnerstagabend? Ich könnte wieder zum Platz der Menschenrechte auf diese Donnerstagsdemo schauen, habe ich gedacht, aber da steht man ja nur herum, sollte Abstand halten, Maske aufsetzen und vielleicht ist auch Polizei dabei, war das letzte Mal als ich dort war, zwar nicht, aber dann hat mir der „Picus-Verlag“ einen Lnk geschickt,beziehungsmweise mich auf eine Veranstaltung in der „Gesellschaft der Literatur“ aufmerksam gemacht,wo der 1965 in Klagenfurt geborene und dort lebende Felix Kucher sein drittes Buch vorstellte und den habe ich, glaube ich, einmal bei einem Ö1 Wettbewerb im Radio- Kulturcafe kennenglernt, dann habe ich mir sein erstes oder zweites Buch bestellt, was nicht gekommen ist und jetzt das dritte Buch, der historische Roman „Sie haben mich nicht gekriegt“ in dem, wie Manfred Müller, der moderierte, erklärte zwei historische Frauengestalten zur Fiktion verknüpft wurden und zwar die 1896 in Udine geborene und 1943in Mexiko-Stadt verstorbene Arbeiterin, Künsterlin und Revolutionärin Tina Modotti und die 1900 in Fürth, Bayern geborene Marie Rosenberg, die als Mary S. Rosenberg in New York einen Buchverlag gründete, der heute noch besteht.

Felix Kucher erklärte, daß er auf das Thema gekommen ist, als er darauf gekommen ist, daß Tina Modotti, die bekannter, als die Buchhändlerin ist, eine Zeitlang in Kärnten lebte, mit Siebzehn ist sie aber nach Amerika ausgewandert,beziehungsweise ihrem Vater der schon dort war, nachgereist und da gibt es eine fiktive Stelle, wo die dreizehnjährige Marie mit ihrem Vater nach Venedig reist, und der ausreisenden Tina im Bahnhof von Verona begegnet, die schon mit Zwölf als Arbeiterin gearbeitet hat und damit ihre Familie ernährte, die kleine Marie wollte damals noch nicht die Buchhandlung ihres Vaters übernehmen, sondern Medizin studieren, dann hat sie die Buchhandlung doch übernommen, die ihr dann von den Nazis 1933 gekündigt wurde. So hat sie die Buchhandlung vorerst in ihre Wohnung verlegt. Da las Felix Kucher eine Stelle, wo sie 1934 Canettis „Blendung las und dann noch eine Stelle, wo Tina Modotti im spanischen Bürgerkrieg sich an der Befreiung Malagas beteiligte. Felix Kucher erklärte, daß es über Tina Modotti widersprüchliche Lebensbeschreibungen gibt. Sie ist jedenfalls von San Fransico nach Nexiko gekommen, hat dort Frieda Kahlo und Diego Rievera kennengelerte, war Schauspielerin, Fotografin, später Revolutionärin und Manfred Müller fragte Felix Kucher wieder wie man die Fiktion mit der Wirklichkeit verknüpft und was in dem Buch wirklich und was erfunden ist? Die beiden Frauen, habe ich verstanden, haben sich nie kennengelernt. Felix Kucher hat einige Begegnungen erfunden. Die erste 1913 auf dem Bahnhof, dann hat er noch erfunden, daß Tina Modotti auf dem Schiff nach Amerika Ridolph Valentino, der auch in dieser Zeit nach Amerika reiste, kennenlernte und Albert Einstein hat in Marys Rosenbergs Buchhandlung offenbar wirklich eingekauft und als ein Buch über Tina Modotti erscheint, erinnert sich Mary fiktiv an die fiktive Begegnung in Verona.

Interessant, interessant was, wie und worüber die Autoren schreiben und, wie man zum Stoff zu seinen romanen kommt? Felix Kucher sagte, daß er zur Recherce viel gelesen hat und das jüdische Museum in Franken besuchte, wo er viel Material gefunden hat und Fürth hat er auch besucht, weil die realen Fakten natürlich stimmen müssen, was ich, glaube ich, kürzlich auch bei einer Lesung hörte, wo Hanna Sukare einen fiktiven Ort erfand, um keine falschen Fakten zu beschreiben.

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