Literaturgefluester

2021-03-15

Preis der Literaturhäuser 2020

Ziemlich genau zum Jahrestag ein Jahr Corona geht es um ein Jahr zurück, meine Corona-Eindrücke sind ja ziemlich genau in diesen Blog zu finden, so daß man dieses Jahr, seine Entwicklung und Veränderung gut nachvollziehen kann, geht es ein Jahr zurück, denn da wären wir ja in Leipzig gewesen und wären da auch auf das blaue Sofa zur Verleihung des „Preises der Literaturhäuser“ gewesen, den damals Marlene Streeruwitz bekommen hatte.

Der „Preis der Literaturhäuser“ wird ja seit 2012 von vierzehn Literaturhäusern, inzwischen ist auch Wien dabei, immer an einen Autor, eine Autorin vergeben wird, der oder die dann in diese vierzehn Literaturhäuser Deutschlands, Österreichs und der Schweiz jeweils zu einer Lesung eingeladen werden. Da gibt es dann immer einen Folder, wo man die Termine ablesen kann, der dann in Leipzig auch verteilt wird. Der vom letzten Jahr ist irgendwie anders zu mir gekommen, weil wir ja nicht mehr nach Leipzig kamen und ist, glaube ich, lange auf meiner Pinwand in meinem Praxiszimmer gehangen und Marlene Streeruwitz ist, glaube ich, lockdownbedingt nicht zu ihrer Lesereise gekommen.

Sie hat sich anderswertig beschäftigt, nämlich einen Covid-Roman oder vierten Wahlkampfroman geschrieben, der mich irgendwie auch zu meinen ersten Covid-Text angeregt oder diesbezüglich unterstützt hat, sie dann mit ihrem Internetroman, der inzwischen auch bei „Bahoe-Books“erschienen ist, sowohl in der „Alten Schmiede“ zu einer Lesung als auch bei der Literatur im Herbst, die Corona mäßig auch der „Alten Schmiede“statt fand, aufgetreten und ich bin ja, wie ich immer schreibe, nicht unbedingt,eine Marlene Streeruwitz Spezialistin, habe Dank der Bücherschränke und anderen Spendern, sehr viel fastalles von ihr gelesen, habe sie auch bei verschiedenen Lesungen gehört, verstehe nicht alles ihrer Radikalität, bin aber wahrscheinlich trotzdem sehr fasziniert von ihr.

Also heute in das Literaturhaus streamen, fast hätte ich das versäumt, weil die Veranstaltung nicht im Programm angekündet ist und es ist auch, soviel ich es verstanden habe, die heutige Veranstaltung der Ersatz für die vierzehn Lesungen und sogar die Preisverleihung, die ja, weil Leipzig im Vorjahr ausgefallen ist auch nicht stattgefunden hat und ob es schon einen Preisträger für 2021 gibt, weiß ich nicht, weil die Messe ja wieder ausfällt oder im Mai, glaube ich, halb digital oder wie auch immer stattfindet.

Also die Preisverleihung in Wien und da hat Hauke Hückstädt im Literaturhaus Frankfurt zuerst eine Grußbotschaft geschickt, dann kam Daniela Strigl als Laudatorin, also war es eine verspätete Preisverleihung und zählte MarleneStreeruwitzs Werk und ihre literarische Bedeutung in sieben Punkte auf und die Autorin erklärte,dann, daß sie der Preis, den sie ja offenbar nicht,wie geplant abgelesen hat, über das Jahr 2020 hinübergerettet hat,dennvomStaat hatsie nur siebenhundert Euro Entschädigung oder Umsatzersatz bekommen. Sie wird für ihre Romane wahrscheinlich schon Tantiemen und für ihre Lesungen auch Honora rbekommen haben und sie ist, glaube ich, auch eine die sichbezüglich Coronaengagiert. Ob sie auf Demos mitgeht, weiß ich nicht, sie hat aber einen Covi-d Roman geschrieben und offenbar auch einen Standard-Artikel, in dem sie sich kritisch äußerte und auch die Sprache in Corona-Zeiten thematisierte und da auch gleich in das Rechtsradikalen Eck gelandet ist.

Das passiert, wie ich gerade bei OE24- TV und von Marika Lichter hörte, jetzt ja sehr schnell, wenn man nur keine Maske, aus welchen Gründen auch immer.tragen, will ist man offenbar schon ein oder eine solche und Marlene Streeruwitz hat ja auch ihre eigene Meinung über die Testungen, bezog sich aber eher auf ihren Roman „Flammenwand“, der ja, glaube ich, 2019 erschienen ist und da ja auch auf der dBp-Liste stand,da war ich, wie das heute genannt wurde, bei der Lektoratslesung in der „Alten Schmiede“, habe das Buch gelesen und das interessante daran ist ja, daß Marlene Streeuwitz die politischen Geschehenvon schwarz-blau von 2018 in ihren Roman aufgenommen hat. Da hat sie einige Stellen daraus vorgelesen und nachher mit Stefan Gmünder, dem Standard- Literaturkritiker darüber diskutiert. Da war für mich wieder nicht alles zu verstehen, denn Marlene Streeruwitz zieht ja ihre Kreise sehr weit, ging gleich zu Franz dem ersten oder zweiten zurück und dann zu der Hausgewalt, die erst 1975 abgeschafft wurde und jetzt hat Covid, die Emanzipation, der Frau wieder um einige Stufen zurückgeworfen. Eine sehr interessante Diskussion also, ich kann das Nachsehen und Nachören des Videos, das vier Wochen auf der Literaturhausseite möglich ist, wirklich nur empfehlen und weil es ja eine Preisverleihung war, richtig Urkunde hat es keines gegeben, nur einen Blumenstrauß, der am Tischchen zwischen den zwei Lesepulten gestanden ist, gab es nachher ein Konzert oder ein Muskstück von Nina Simone, das sich Marlene Streruwitz offenbar ausgesucht hat. Eine interessante Veranstaltung also und jetzt bin ich gespannt, wer der Preisträger oder die Preisträgerin von 2021 ist und ob der oder die im Nai bekannt gegeben wird und 2022 ist ja Österreich überhaupt das Gastland in Leipzig und dann wird es sicher interessant, obwohl ich mit Test, Maske und was auch immer sicherlich nicht dorthin gehen werde.

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