Literaturgefluester

2021-04-07

DAVE

Filed under: Bücher — jancak @ 00:13
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Die Pandemie regt offenbar zum Verfassen dystopischer Romane an, ich versuche das ja auch ständig, scheitere aber an der Realität, die mir schwer fällt hinter mich zu lassen. Man muß es woh anders machen, denn wenn ich Minister Anschober in eine Nußschale setze, damit er auf mich hört, schreien wohl alle „Das ist aggressiv und verschwörerisch, denndie Krankheit ist ja da, wir wollen nicht daran sterben und da sind uns etwaige Freiheitsbeschränkungen egal!

Also keine Krankheit, kein Corona, aber dafür die künstliche Intelligenz, denn das ist ein Modell, das wir alle brauchen und von dem alle reden und kurz bevor ich im letzten Jahr zu meinen letzten Ferrienaufenthalt aufgebrochen bin, war ich wieder in der SFU und habe ein Symposium darüber gehört.

Es gibt ja schon einige berühmte dystopische Romane, „1984“ist wohl der bekannteste, der jetzt auch mehrmals neu übersetzt worden und ob sich die1990 geborene Raphaela Edelbauer, die den Lehrgang der Sprachkunst besuchte, jetzt dort unterricht, in Rauris gewonnen hat, in Klagenfurt und 2020 zweimal aufder Buchpreiste stand, sich an Corona und „1984“ orientierte, weiß ich nicht. Sie hat jedenfalls einen SF-Roman geschrieben, schreibt in ihrem Nachwort von ihren Phantasien und Spinnereien und ich, die ich ja vom „Flüßigen Land“ begeistert war, muß schreiben, ich kenne mich bei „DAVE“nicht so aus. Was heißt, daß ich denke, dawurde ein Horrorszenario nach dem anderen aufgereiht oder eigentlich nur angedeutet und nicht näher ausgeführt und der Tututor eigentlich sagen müßte „Jetzt arbeite daseinmal ordentlich aus!“, so daß ich mich nicht so recht auskannte, worum esgeht, aber weil das ja wohl mein Thmea ist, mehrmal an die Pandemie dachte und darübersinnierte, wie weit das bei uns auch schon vorhanden ist?

Das Ganze spielt in einem Labor, denn die Welt ist wohl untergegangen oder verwüstet, die Geschichte scheint in der Zukunft zu spielen und die Menschen sind über hundert jahre alt und hausen in dem Labor in verschiedenen Stockwerken. Unten, wenn ich es recht verstanden habe, wie bei Nestroy, das Proletariat, oben die Elite und alle werden überwacht und registriert, die Gesundheitsdaten werden gemessen und alle sind Programmierer und wollen Dave, die künstliche Intelligenz programmieren, die die Menschheit dann retten soll.

Da gibt es einen Syz, das ist ein Programmierer, dessen Vater ihn immer zur Mathematik gezwungen hat. Der soll eine junge Ärztin einschulen und verliebt sich in sie, dann kommt es zu einem Absturz, alle rennen herum und Syz findet eine Identitätskarte und steckt sie ein. Dann dringen die Sicherheitskräfte in seine Kammer, wo er haust und führen ihn mit verbundenen Augen in das Zentrallabor, wo ihn ein Prof Fröhlich erwartet und ihm erklärt daß er dazu ausgewählt wurde Dave menschliche Zügezu verleihen, damitdie Progmation besser gelingt. Das heißt, er soll Ereignisse seines Lebens erzählen, die werden dann in Dave einprogrammiert. Script nennt sich das und Prof Fröhlich fügt noch hinzu, daß schon einmal ein Arthur Witteg dazu ausgewählt wurde, aber der ist verrückt geworden.

In der Mensa macht Syz dann noch die Bekanntschaft mit einem Herrn Mandelbrot, einem Architekten und er dringt dann in das Archiv ein, um an die Akten von Arthur Witteg zu kommen. Einen Freund namens Pawel und einen der Felis heißt, gibt esauch und als er auf eine Party geht, trifft er die Ärzti Khatun wieder, die ihm von einem Gartenzweig erzählt, die er ihr geschenkt hätte, aber er hat sie schon seit drei Monaten nicht gesehen und kommt in Wittegs Akte darauf, daß Khatun dessen Frau warund ihr den Gartenzwerg zur Hochzeit schenkte.

Verwirrend verwirrend, Syz bekommt auch seltsame Briefe, verläßt das Labor, kommt darauf, draußen ist doch nicht alles so kaputt, sondern es gibt ein Restaurant namens „Himmelreich“ in dem er Witteg findet, der ihm einen Stick gibt und von ihm verlangt, daß er ihm töten soll, aber, daß Syz und Witteg dieselbe Person sind, hat er schon erkannt und es gibt auch keinen Mandelbrot in der Kartei und den, den er findet trägt Wittegs Züge.

Verwirrend verwirrend, er muß dann zu DAVE, um ihn nochmals zu programmieren oder zu zerstören, ganz habe ich das nichtverstanden, läßt sich dazu in einem Computer hinschmuggeln. Die Menschen irren verwirrt herum und im Labor erwartet ihn Professor Fröhlich, der offenbar das Ganze inzenierte.

Ein neues“1984″ in Zeiten, wie diesen, wo man sich vielleicht ohnehin schon fragt, wie weit sind wir schon in diesem Szenario angekommen? Und es ist wieder spannend,ob und auf welche Buchpreislisten das Buch kommen wird und wie es von der literarischen Welt aufgenommen wird und die künstliche Intellgenz ist wahrscheinlich nicht aufzuhalten. Wir sollten aber aufpassen, daß sie sich nicht gegen uns stellt und das ist wahrscheinlich die Botschaft des Buches und Raphaela Edelbauer wohl eine Sprachkünstlerin die die verschiedenesten Stil beherrscht.

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