Literaturgefluester

2021-04-18

Beautiful Fools

Filed under: Bücher — jancak @ 00:29
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Wir bleiben am Beginn des vorigen Jahrhunderts, gehen aber in die Neunzehnhundertdreißigerjahre und da in die USA beziehungsweise nach Kuba und zu Zelda und F. Scott Fitzgerald, denn der amerikanische Schriftsteller, Journalist und<kulturkritiker R. Clifton Spargo hat 2013 einen Roman über das berühmte Paar unter diesem Titel geschrieben, der jetzt bei „ebersbach & Simon“ auf Deutsch, übersetzt von Heddi Feilhauser herausgekommen ist, die und das finde ich interessant, obwohl ich eigentlich nicht so für das „Denglisch“ bin, das wir jetzt alle sprechen, bei dem amerikanischen Titel geblieben ist.

F. Scott Fitzgerald wurde 1896 inMinnesota geboren und ist 1940 in Hollywood gestorben und hat in den Zwanzigerjahren seine berühmten Romane, wie beispielsweise den „Großen Gatsby“ geschrieben, galt in den Neunzehnunderzanzigerjahren mit seiner Frau, als der große Dandy, Emily Walton hat darüber auch einen Roman oder Biografie geschrieben, den ich gelesen habe, war in den Neunzehnhundertdreißiger Jahren, wie ich „Wikipedia“ entnehme, wieder vergessen, verdingte sich in Hollywood mehr schlecht, als recht als Drehbuchschreiber, litt unter Alkoholexzesse und hatte auch Probleme mit der psychischen Erkrankung seiner Frau Zelda, die in dieser Zeit in Psychiatrien untergebracht war.

Da steigt R. Clifton Spargo ein, nämlich am 12 Februar 1932, da fährt Fitzergald mit seiner Frau im Zug, um sie zu dieser Klinik zu bringen, wo er für sie sorgt, sich von ihr auch nicht scheiden läßt, aber längst in Hollywood mit anderen Frauen zusammenlebt. Der zweite, längere Teil spielt dann im April 1939, Fitzgerald hat eine Geliebte namens Sheilah Graham, trennt sich aber von ihr, um mit Zelda, wie versprochen noch einmal einen schönen Urlaub in Kuba zu verbringen, wo sich dann, wie im Klappentext steht, „die Ereignisse überstürzen“.

Ich weiß nicht und kann das auch nicht „Wikipedia“ entnehmen, ob es diese Reise wirklich gegeben hat. Clifton Spargo schreibt jedenfalls einen Roman darüber und bettet ihn in eine spannende Handlung ein, die er wahrscheinlich erfunden hat. Man erfährt aber viel dabei vom Leben des berühmten Skandalspaar und ansonsten kann man sich auch, was wahrscheinlich anzuraten ist, in Fitzgeralds Bücher einlesen, ich habe auch ein paar in meinen Regalen, ihn im Original aber noch nicht gelesen.

Die Beiden kommen in Havanna an, mieten sich in einem Hotel ein. Über die Freundschaft zu Ernest Hemingway wird berichtet, der kommt in dem Buch aber nicht vor. Zelda wird als labil beschrieben, sie fühlt sich verfolgt, will aber ihre Ehe mit Fitzgerald wieder aufleben lassen. Er will das nicht so recht und weicht ihr aus und während sie sich in ihrem Zimmer befindet, wird er an der Bar von einem Fremden angesprochen, der ihm erzählt, daß er lange in den USA war, er ist Immobilienmakler und will sich um Schott kümmern.

Das tut er sehr aufdringlich, bringt Scott und Zelda dann in eine Bar, wo es zu einer Schlägerei kommt, Zelda, die sie sich wieder verfolgt fühlt, hat sie ausgelöst und Mateo Cardona rät ihm vor der Polizei zu füchten. Er taucht dann immer wieder auf, beziehungsweise schickt er ihnen einen Fremdenführer. Scott und Zelda reisen auf eine Insel ab und lernen da einen Spanier und seine französische Freundin kennen, die sich als Flüchtlinge zu erkennen geben. Die Paare freunden sich an, Zelda organisert einen Ausflug und ein Picknick läßt sich von einer Wahrsagerin die Zukunft sagen, verschwindet dann verstört und nach dem sie alle suchen, findet Scott sie im Zimmer wieder.

Der Fremdenführer von Mateo taucht auch wieder auf und Scott will mit Aurelo, das ist der Spanier, einen Hahnenkampf besuchen, um darüber zu schreiben. Zelda bleibt im Hotel zurück. Der Hahnenkampf wird sehr genau beschrieben und Scott, wie immer betrunken, will ihm aus Mitleid mit den Hähnen, die dabei getötet werden, unterbrechen. Es kommt zu einer Schlägerei in die auch der Fremdenführer verwickelt ist.

Scott wird verletzt in das Ressort gebracht, der Fremdenführer, ein Senor Famosa Garcia, rät Zelda sich mit Senor Cardona in Verbindung zu bringen, der Scott in Havanna in einem Sptal unterbringen soll.

Nun erweist Zelda ihre Stärke. Panisch beginnt sie zu packen, weiß nicht, wo die Flugtickets und das Geld ist und der Leser vermutet, daß die Fitzgeralds von dem Kubaner ausgenützt werden. Zelda besteht aber darauf nicht in Havanna zu bleiben, sondern zurück in die USA zu fliegen, was auch gelingt. Senor Cardona regelt alles und ein paar Monate später ist Fitzgerald, wie in dem Buch noch steht, in den Armen seiner Geliebten gestorben.

Zelda wird aus der Klinik entlassen und kehrt in die Obhut ihrer Mutter zurück. Sie ist, entnehme ich wieder „Wikipedia“ 1948 in Asheville gestorben und R. Clifton Spargo hat, glaube ich, einen spannungsgeladenen Roman über die Beiden geschrieben, der, wie schon erwähnt einem das Werk des großen Amerikaners näherbringen soll.

Interessant finde ich auch, daß ein „Moleskine“ immer wieder eine Rolle spielt, in dem Scott Fitzgerald immer wieder seine Notizen aufnotiert, um sie später in seinen Romanen zu verwenden und ich weiß gar nicht, ob es in den Dreißigerjahren schon „Molekines“ gegeben hat? Es gibt auch immer wieder Briefe von Zelda an Scott, wo ich auch nicht weiß, ob es sich dabei, um Originaldokumente handelt oder sie aus der Clifton Spargos Feder stammen? Werde da wohl nicht weiter recherchieren, nehme mir aber vor, den „Großen Gatsby“ und auch meine anderen Fitzgerald-Bücher wenn ich dazu kommen sollte, zu lesen.

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