Literaturgefluester

2021-06-30

Lichtschaden.Zement

Filed under: Bücher — jancak @ 00:35
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Von Amerika komme ich jetzt in die Schweiz und zu einen „philosophischen Liebeskrimi und intellektuellen Liebesroman der 1959 in Giessen geborenen und seit 1980 am Genfersee lebenden Literaturwissenschaftlerin Sabine Haupt.

Das klingt interessant und ist auch genereübergreifend. Die Probleme der Welt umfassend wird da die Lebesgeschichte zwischen der Hotelmanagerin Hella und dem ehemaligen Priester Raffaele, der nach Panikattacken, als Verwalter in einer Zementfabrik arbeitet, beschrieben. Zement ist auch das treibende Thema, um das sich in dem sehr schön gestalteten Buch, das im Verlag „die brotsuppe“, erschienen ist, wo die beiden Protagonisten kapitelübergreifend ihre Geschicthe erzählen,alles dreht.

Es geht auch in die Vergangenheit zurück und in die Zukunft, beziehungsweise in die Gegenwart, wo die Zementmafia in Europa eine Mauer bauen will, um die Flüchtlinge nicht ins Land zu lassen und ins Mühlviertel ins Lager Gusen, wo Hitler offenbar auch ein Zementwerk aufbauen wollte und Raffaeles Vater dort traumatisert wurde. So schreit er nächtens auf, was nicht nur Raffaele, sondern auch dessen Bruder Angelo sehr irritiert. Der erleidet eine Psychose, hält sich für einen Dämon und wird in der Psychiatrie interniert, wo er am Ende des Buches auszubrechen versucht. Hella will dagegen im SPA-Bereich ihres Hotels eine Zementtherapie einführen, vor allem, um Raffaeles Verknöcherungen, er leidet an Rückenproblemen, zu heilen.

Klingt ganz schön kompliziert und ist es auch. Sehr genau und sorgsam ausgearbeitet und wahrscheinlich auch gut recherchiert, auch wenn vermutlich viel zu viel in die dreihundert Seiten hineingepackt wurde, wo man wahrscheinlich zehn Romane schreiben hätte können.

Es geht auch, um die Frage nach der unsterblichne Seele, an die die pragmatische Hella nicht glaubt und den nicht so philosophisch orientierten Leser werden vielleicht die Handlung und die Spannung fehlen, obwohl es die natürlich gibt. Vor allem am Schluß werden die Protagonisten durch einen unterirdischen Stollen getrieben, geraten der Mafia in die Hände und ich habe wiedermal erfahren, wie vielseitig die Gegenwartsliteratur ist und wieviel sie, den über den Tellerrand schauenden Leser bieten kann.

2021-06-29

Nora Gomringers Gedichtbände

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:59
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Noch einmal Nora Gomringer in der „Alten Schmiede“, die zum Saisonschluß noch einmal, mehrfach verschoben, ihre Gedichtbände vorstellte. Jana Volkmann moderierte und es gibt in einer der „Hammer- Zeitungen“ auch ein Interview zwischen ihr und der19 80 geborenen Tochter einer Literaturwissenschafterin und des Dichters Eugen Gomringers,.

„Monster – Morbus- Moden“ und die „Gottersanbeterin“ beides bei „Volant & Quist“ erschienen und die „Gottesanbeterin“ hat sie, glaube ich, auch bei dem „Leipziger Online Messetag“ im Vorjahr vorgestellt. Ich habe Nora Gomringer, glaubeich,das erste Mal in Göttweig bei einer „Literatur und Wein“ kennengelernt und da als sehr berühmte Lyrikerin erlebt, dann kam ihre „Bachmann-Lesung“, wo sie vulminant von Nora Bossong las und beim „Shamrock-Festival“ im Literaturhaus habe ich auch mit ihr gesprochen und war beeindruckt von ihrer Freundlichkeit. Mieze Medusa hat sie auch in ihrer „Hip-hop- Reihe“ vorgestellt, die gestern in der „AS“ nachgeholt wurde undjetzt noch einmal Nora Gomringer, die freundliche Frau,dieerzählte, daß Monster-Morbus-Moden“ zuerst in Einzelbänden 2013, 2015 und2017 erschienen sind.Je fünfundzwanzig Gedichte mit fünfundzwanzig Iluustrationen, die Nora Gomringer stolz vorzeigte und von ihren Nachbarn erzählte, der offebar illustriert hat und diejetztin einem Einzelband zusammen erschinen sind.

„Monster“, da gibt es ja den „Frankenstein“ und das“Monster und die Mädchen“: „So sprach das Mädchen das Mädchen bin ich-so sprach dasMonster und das Monster bin ich“.

Es gibt die „Toteninsel“,das ist ein Bild von Arnold Böcklin und als das Buch in Norwegen erscherschienen ist, fehlte dieses Gedicht,weil Norwegen Anders Preivig, der darin vorkommt, nicht literarisiert haben wollten.Es wird ein Haus beschrieben mit seinen vielen Zimmern und während der Band sehr erfolgreich war, ist es, wie Nora Gomringer erzählte, um „Morbus“viel stiller geworden. Das wurde eher in Arztpraxen vorgetellt. Da gibt es ein Gedicht über Depression und die Frage, wie man die thematisieren kann, daß es die Menschen annehmen? Spricht man vom schwarzen Hund, der Wand, etcetera.

Und die“ Gottesanbeterin“ beschäftigt sich, wie schon der Titel sagt mit derReligion. .Da hat Nora Gomringer auchverschiedeneVorlesunge <nngehalten und das Buch in fünf Teilen, wie ein Katechismusaufgebaut.

„Widmung“, „Zeugnis“, „Tim“, das ist ein verstorbener Freund und das Gedicht beschreibt sehr beeindruckend, wie der Vater die Wohnung ausräumt und den Namen von der Tür entfernt und „Angebot“ und am Schluß wie es Nora Gomringer noch auf zwei Gedichtbände auf vietnamnesisch hin, die man sich zur freien Etnahme nehmen konnte, hin. Ich weiß nich,t ob Vietnamnesen im Publikum waren, bin aber wieder bestätigt worden, daß es sich bei Nora Gomringer, um eine interessante Dichterin handelt und, daß man sich vielleicht überhaupt mehr mit Lyrik beschäftigen soll, also lesen und vielleichtauch selber solche schreiben.

2021-06-28

Sukini aka Sookee und Nora Gomringer in der AS

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:41
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„Ist das schon Kunst oder kann das Rap“ ist ein Projekt, das Mieze Medusa in der „Alten Schmiede“ geplant, aber offenbar nicht ganz ausführen konnte. Die ersten zwei Teile habe ich, glaube ich, im Dezember gehört und bin, kann ich schreiben, weder eine Slam, noch ein Hip-Hop- Spezialistin. Von Raps und Hip- Hops schon gar nicht. Von der Poetry Slam- Szene habe ich im Laufe meines Lebens, weil ich mich ja sehr für Literatur interessiere, schon einiges mitbekommen. Mein erster Poetry Slam war der im Cafe Stein, wo man sich noch bei „Droschl“ bewerben mußte und ich nichtgenommen wurde, weil ich eher konventionell bin, wie mir Anette Koch damals schrieb, dann habe ich, ich glaube,das war so um 2008 Mieze Medusa kennengelernt, die damals ihr erstes Buch im Frauenverlag hatte, das ich immer noch nichtgelesen habe. Die hat dann mit Markus Köhle auf verschiedenen Orten Poetry Slams aufgeführt und jetzt diese Reihe, wo sie im Dezember Robert Prosser und Yasmin Hafedh vorstellte und Nora Gomringer offenbar lockdownbedingt nicht kommen konnte und Nora Gominger, die 1980 geborenene schweizdeutsche Lyrikerin und Tochter von Eugen Gomringer, die 2015 den „Bachmann-Preis“ gewonnen hat, hat, wie ich Wikipedia entnehme, 2006 mit den Slams aufgehört und leitet jetzt das Lteraturhaus in Bamburg. Sie ist eine sehr freundliche extravertierte Person,ich habe einmal im Literaturhaus beim Schamrock-Festival mit ihr gesprochen und jetzt bin ich, weil wir von Harland nach Wien gefahren sind und ich dann noch lange telefonieren mußte,zu spät in den Stream gekommen und konnte heute leider auch den verpassten Anfang nicht hören. Mieze Medusa saß also schon mit Nora Gomringer am Vortragspult und hat sich mit ihr, glaube ich, über die feministische Poetry oder Hip-Hopp Szene unterhalten und Nora Gomringer erzählte, daß sie sowohl Schauspielerin, als auch Ärztin werden wollte und mit vielen Halbbrüdern aufgewachsen ist und jetzt sehr viel Lyrik schreibt. Eines ihrer Bände wird morgen in der „Schmiede“vorgestellt. Mieze Medusa hielt ein anderes Buch hoch oder ließ es von der Assistentin bringen, die, wie Nora Gomringer erwähnte von ihr beschäftigt wird. Sie sagte dann noch, daß sie keine Kinder wollte, bevor sie ein paar feministische Poetry Texte, die von einer Frau ohne Worte, ohne Kinder, etcetera handelten, was ich alles für mein Buchprojekt mit dem ich mich auch mit dem Feminismus beschäftigte,brauchen kann, der mir in der Poetry Slam-Szene, wo ich jetzt ja regelmäßig die Slam Bs im Literaturhaus höre, entgangen ist und dann kam Sukini oder So kee auf die Bühne,die gleich erzählte, daß sie eigentlich auch Nora heißen würde. Nora Hantzsch, wie ich Wikipedia entnehme, 1983 in Pasewalk geboren, die unter den Namen Sookee, wie weiter steht und anderen Pseudonymen als Rapperin gegen Antisemitismus und Rassismus einsetzt. Jetzt hat sie sich offenbar in Sukini umgewandelt, weil sie einAlbumfür iKndernamens“Schmetterlingskacke“ herausgegeben hat und Mieze Medusa bedauerte, daß die Feuilletons und die Rezentenden Hip-Hopp wie die Slams eher ignorieren und forderte dann das Publikum auf, nicht nur, weil man sich endlich wieder live treffen kann, Applaus zu geben,“Geht außer euch!“,sagt Diana Köhle da ja immer, sondern auch an FM4 zu schreiben, damit das Album dort Einzug findet. Das kann man ja machen und Nora Gomringer hat ja auch einen Text in der „Wie wir hassen-Anthologie“ und wird morgen von Jana Volkmann noch einmal in der „Schmiede“ vorgeststellt, bevor die dann in den Sommer geht und dann im Herbst, wie ich hörte, in den Innenräumen, die Masken fallen, wenn man nur 3 Gs brav beibehält.

2021-06-27

Österreichische Staatspreise für literarische Übersetzungen 2019 und 2020

Filed under: Literaturpreise — jancak @ 12:49
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Ich schreibe ja immer, daß ich mich eigentlich für alles Literarische interessiere, da ich gern über den Tellerrand schaue und das gilt auch für Übersetzungen. Inzwischen lese ich nur mehr übersetzte Bücher, auch die, die ich vielleicht in Englisch lesen könnte, weil mir alles andere zu schwieirig ist. Ich bin aber daraufgekommen, daß man da vielleichtet, was ganz anderes, als das Original zu lesen bekommt und auf einmal „Schuld und Sühne““Verbrechen und Strafe“,heißt, was mich ein wenig stört, wenn Bücher immer wieder neu übersetzt werden, während das Original ja gleich bleibt. So habe ich in Zeiten, wo ich noch zu Veranstaltungen gehen konnte,mir auch einige Übersetzerabende und Diskussionen gegönnt, ob ich aber bei der Verleihung des „Österreichischen Staatspreises“ dabei gewesen bin, weiß ich gar nicht, finden die ja meistens zu einer Zeit statt, wo wir in Harland sind und so kann ich wieder den Vorteil der livesreams loben und bin in den Gesprächs und Lesungsabend am Freitag ins Literaturhaus hineingeswitscht, wo wieder wahrscheinlich lockdown bedingt die Preise für zwei Jahre verliehen wurde und Alexander Nitzberg und Stefan Vevar die Preise für 2019 und Erna Pfeifer und Iva Ivanova für2020 bekamen. Die für 2021 stehen wohl noch aus und werden später vergeben und es waren auch nur Stefan Vevar und Erna Pfeifer da, da sich Alexander Nitzberg aus Moskau zurückgekommen, offenbar gerade in Quaratän ebefindet und die bulgarische Übersetzerin vielleicht nicht kommen konnte. Robert Stocker vom Ministerium hielt die Einleitungsrede, RenateWelsh die selbst auch einmal ins Englische übersetzt hat, die Laudatio und Erwin Köstler der slowenische Übersetzer, der auch schon den Staatspreis bekommen hat, moderierte und stellte die beiden anwesenden Übersetzer, den 1953 geborenen Solwenen Stefan Vevar, der sowohl Kafka, als auch Ransmayr und Maja Haderlap ins Slowenische übersetzt. Er las ein Stück von seiner Kafka Übersetzung und erzählte,wie schwierig es war, Maja Haderlaps„Engel des Vergessens“ins Slowenische zu übersetzen, da die ja selber Kärntner Slowenin ist und ihre Gedichte auf slowenisch schreibt oder geschrieben hat und die ebenfalls 1953 in Graz geborenene Romanistin Erna Pfeifer übersetzt spanische und lateinamerikanische Autoren,las ein Stück aus Luisa Futoranskys „Formosa“ und erzählte,daß sie einmal nach Peru geflogen ist,weil sie sich von dem Autor, den sie übersetzen sollte, die Gräser und die Gegend zeigen lassen wollte. Das führte dann zu der Frage, wie gut oder schlecht die Übersetzungen bezahlt werden und wieviel Mühe sie machen. Renate Welshsagte, daß sie ihre Texte dreimal übersetzt. Zuerst sehr eng am Original, dann eher frei und dann wieder werkgetreuer und Erna Pfeifer führte an, daß sie gehört habe, daß die jungen Übersetzter sieben Euro pro Normseite bekommen. Da verdienen die Putzfrauen mehr, wurde beklagt.

Am Sonntag gab es dann Musik, Robert Huez begrüßte. Erna Pfeifer und Stefan Vevar waren anwesend und für Iva Ivanova und Alexander Nitzberg, den ich ja einmal auf einer Demo getroffen habe, sind die Botschafter gekommen. Erwin Köstler stellte wieder die Preisträger vor und gabAuszüge aus Renate Welschs Festtrede wieder . Robert Stocker übergab statt Andrea Mayer die Urkunden und erwähnte wieder die Wichtigkeit der Übersetzer das Babylonische den Lesern verständlich hinüberzubringenn. Die Dankesreden der nicht anwesenden Preisträgerwurden verlesen. Alexander Nitzberg drückte seine Besorgnis über die zunehmende Spatltung der Gesellschaft aus und sich wieder sehr kritisch gegen das Freitesten aus,was ich Angesichts der Masken,dien zu sehen waren,sehr spannend fand.Stefan Vevarsn Vevars Peisreden beschäftigte sich mit den „Erfahrungen eines literarischen Sinnschmugglers mit dem Schatzkästchen der österreichis chen Lteratur“ und gab einen Parcour durch die österreicischgen GegenwartsauAutoren,die er übersetzt hat. Erna Pfeifer schilderte ihre Gefühle die sie erfasste, als sie das „Preisbriefchen“ zu Faschingsbeginn bekommen hat und dankte ihren mann und ihren Söhnen.

Erwin Köslter verlas die Preisrede iva Ivanovas, deren Urgroßbater von Wien nach Sofia zog, um Leibarzt desdamaligen Königs zu werden. Jetzt lebt sie in München, dem Vorort von Wien, wie sie launig meinte und wies darauf hin, daß der bulgarische Leser nicht Zweig oder Kafka liest,sondern das, was der Übersetzer daraus gemacht hat. Robert Huez beendete die Veransgtaltung und die schwierige Saison. Mal sehen wie es im Herbst weitergehen wird?

2021-06-26

Muttermilch

Filed under: Bücher — jancak @ 00:28
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Wir bleiben in Los Angeles und Hollywood, gehen nur hundert Jahre nach vor und kommen zu Melissa Broder, von der ich schon „Fische“ gelesen habe, das mich nicht so beeindrucht hat. Bei „Muttermilch“ ist das anders, denn das ist sehr beeindruckendes Buch, das alle Tabus zu brechen weiß. Liebe zwischen Frauen das moderne Judentum, Eßstörungen oder einfach eine ganz moderne tabulose Coming out Geschichte. Da ist Rachel, die ist, glaube ich, soMitte zwanzig, hat wie auch anders, ein Problem mit ihrer Mutter und eine Eßstörung. Das heißt, sie kaut Nikotinkaugummis, ißt zu Mittag, einen Salat und Proteinpulver und wenn sie mit ihrem Chef, sie arbeitet in irgendeiner Filmproduktionsfirma als Assistentin zu einem Arbeitsessen gehen muß, geht sie aufs Klo, ihren Powerriegel essen und hat dann Probleme, wenn daneben eine Frau sitzt, die wartet, daß sie verschwindet, damit sie scheißen kann und dann scheißt sie los und Rachel kann ihren Riegel nicht essen. Sie geht auch manchmal in ein Frozen Joghurt Shop, um sich da eine Miniportion mit alles ohne zu kaufen. Da trifft sie aber einmal auf die fette Miriam, die Tochter des Kettenbesitzers, die sie verführt. Zuerst hört sie nicht auf Rachel und gießt ihr ihren Becher besonders voll. „Kostet dasselbe!“ und haut auch alle mögliche Toppings darauf. Rachel will den Becher wegschmeißen. Aber Miriam steht rauchend dort, wo sie den Becher hinschmeißen will und lädt sie in einaltes Hollwoodykino, das heißt, vorher in ein chinesisches Restaurant ein. Dort fallen dann die Schranken Sie essen zusammen vier oder noch mehr Portionen und Rachel sagtsich, jetzt kann ich einen Tag alles essen und kauft Unmengen Fastfood ein. Sie nimmt sehr schnell sechs Kilo zu und Miriam lädt sie zu sich nach Hause zum Sabbat ein. Sie kommt aus einer orthodoxen Familie, ihr Bruder, der Rachel mit Schläfenlocken vorher das Eis verkaufte, ist beim Militär in Israel und die Familie ist sehr nett zu Rachel. Das Essen köstlich und dann fragt Rachel, die sich in Miriam verliebthat, ob eine orthodoxe Jüdin eine Freundin küssen kann. Miriam wehrt zuerst ab. Dann kommt sie in Rachels Wohnung, der Sex ist toll. Es gibt aber auch einen Schauspieler in Rachels Agentur, der sich um sie kümmert oder sie verführen will. Rachel will zum nächsten Sabbat noch einmal zu den Schwebels. Das endet in einer Kathastrophe, denn am Sabbat darf ja gar nichts tun, das heißt auch keinen Sex haben. Rachel kommt trotzdem in Miriams Zimmer. Die Schwester und die Mutter merken es und dann beginnt Rachel auch noch die Palästenenser zu veteidigen, so daß die Mutter sie aus dem Haus schmeißt. Es kommt zum Sex mit dem Schauspieler, der ist zwar nicht so befriedigend und laut Vertrag darf Rachel auch keinen mit ihm haben. Miriam erscheint nocheinmal verschwindet dann aber. Rachel wird entlassen und ruft dann am dreiundfünfzigstn Tag, das habe ich jetzt vergessen, doch ihre Mutter an. Die Kassentheraeutin, was ein wenig abschätzend erwähnt wird, bei der sie am Anfang war, hat ihr ein Mutterkommunikationsverbot verordnet und in der letzten Stunde auch eine Skulpur machen lassen, die zwischendurch verschwindet, dann aber wieder auftaucht. Sie schenkt sie Miriam und drei Jahre später sieht Rachel sie wieder. Miriam schiebt einen Kinderwagen mit Zwillingen. Rachel hat wieder Kontakt zu ihrer Mutter und sowohl hertero als auch lesbische Bezihungen. Wieviele Kilo siezu oder abgenommen hat, ist nicht ganz klar, aber ein spannendes Buch das die alten Themen wirklich neu und tablos beschreibt, hat mir gut gefallen und wird auf den Klappentexten auch hochgelobt. So schreibt die Vogue „Melissa Broda hat eine schwindelerregende Geschichte über Liebe, Lust, Abhängigkeit, mütterliche Sehnsucht und …Frozen Joghurt“ geschrieben und Oprah Magazine meint sogar „So wenig jugendfrei, dassselbst Philip Roth erröten würde. Muttermilch ist ein Buch, das man an einem Stückverschlingen wird.“

2021-06-25

Ein anderes Land

Filed under: Bücher — jancak @ 00:54
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Von james Baldwin, dem 1924 in New York geborenen Schriftsteller und Bürgerrechter habe ich das erste Mal bei einer „Literatur im Herbst“gehört, als dort ein Film über ihn ausgestrahlt wurde. Dann habe ich „Giovannis Zimmer“, in einem Schrank gefunden,das jetzt,wie auch die anderen Baldwien-Bücher neu übersetzt werden. So ist „Ein anderes Land „zu mir gekommen, auf das ich sehr neugierig war und bin jezt ein wenig verwirrt. Fehlt mir doch irgendwie der rote Faden, ansonsten könnte ich sagen, es ist eine Art Reigen, die sehr deutlich die Gewalt zeigt, die in den Neunzehnhundertsechhzigerjahren zwischen den Schwarzen und den Weißen herrschte. Deshalb ist das Buch wahrscheinlich auch lesenswert und deshalb als Folge, der Black live matter – Bewegung wird Baldwin wahrscheinlich wieder aufgelegt. Der klappentext klingt noch ganz klar und spannend.

„Dies ist eine Geschichte von Scham und Schuld, von Liebe und Einsamkeit im New York, der Fünfzigerjahre. Warum hat Rufus Scott, ein begnadeter schwarzer Jazzer aus Harlem, sich das Leben genommen? Seine Schwester Ida und eine Handvoll Freunde suche nverzweifelt nach einer Erklärung. Aber sind finden nur Wahrheiten, die neue Wunden schlagen – auch über sich selbst.“

Dann liest man im ersten Teil von einem sehr heruntergekommenen Rufus und seiner Liebe zu der weißen Südstaatlerin Leona,die Liebe endet tödlich. Rufus springt von einer Brücke. Leona wurde von ihrer Familie zurückgeholt und in ein Iirrenhaus gesteckt. Ihr Mann hat schon vorher ihr ihr Kind weggenommen und die Liebe zwischen beiden ist gescheitert, weil ein Schwarzer keine Beziehungs zu einer Südsaatlerin haben darf. So meint es jedenfalls seine Schwester Ida. Vorher hat er aber Leona geschlagen, getrunken und viel Gewalt ausgelöst. Da hatte ich schon Schwierigkeiten, weil ich die Gewalt in der Liebe nicht verstanden habe.

Dann sucht Ida ihren Bruder und wir kommen nach Greenwich in eine Künstlerkolonie, zu Rufus Freunde. Da gibt es Eric, einen Schauspieler, der ist aber gerade in Frankreich und liebt den jungen Yves, es gibtRichard , das ist ein Pole und seine Frau Cass.Sie haben zwei Kinder.Cass ist vordergründig eine Hausfrau, dann fährt sie im Taxi zu ihren Liebhabern, zum Beispiel zu Vivaldo. Beide Männer sind Schriftsteller. Der Eine wird dami tberühmt, der andere eher nicht und arbeitet in einer Buchhandlung un daußer, daß sich die Paare gegenseitig betrügen, gibt es auch eine Beziehung zwischen Vivaldo und Eric, während Vivaldo mit Ida zusammenlebt und Cass betrüg tRichard mit Eric.

Es ist die Gewalt,die in dem Buch sehr offen beschrieben wird,,die mich am meisten beeindruckte. Nicht der Liebesreigen,den ich bei Schnitzler wahrscheinlich besser gelesen habe. Es sind die Diskurse, die zwischen den Weißen undSchwarzen, die hier sehr deutlich beschrieben werden. Die Gewalt der Polizisten, die die schwarzen Kinder zusammenschlagen oder sind es die weißen Kinder, die das tun. Es geht aber und das hat mic hauch erstaunt, die Gewalt oft auch von den Schwearzen aus. ich zitiere ida:“ Aber Cass,frag dich doch mal, guck raus und frag dich: Würdest du nicht auch alle Weißen hassen, wenn man dich hier in dieses Gefängnis sperrenwürde? – Vivaldo wollte nicht wissen,dass mein Bruder zugrunde ging,weil er nicht wissen will,dass mein Bruder noch am leben wäre, wenn er nicht so auf die Welt gekommen wäre,als Schwarzer.“

Das Buch wurdevon Miriam Mandelkow übersetzt, die in einem Nachwort und das finde ich interessant , sich Gedanken über den Gebrauch der verschiedenen „N“-Wörter macht.“Negro“ steht,glaube ich einmal imText. Dann gibt es noch die „Farbigen“, also die „Colored“ und Rene Aguigah hat das Nachwort geschrieben.

2021-06-24

Das dritte Corona-Buch

Filed under: Buchpromotion — jancak @ 00:16
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Hurrah, hurra es ist da das dritte Buch in dem ich im Vorjahr die Corona-krise, die mich ja sehr beschäftigen, beschrieben habe und wie ich in meiner selbstgemachten Bücherreihe abgezählt habe, mein einundfünfzigstes sogenanntes Indie-Buch, die ich mir, da ich bei den Verlagen ja leider nicht sehr erfolgreich war, seit circa zweitausend selber herausgebe, das heißt der Alfred macht es verlagsfertig und ich lasse es mir dann fünfzigmal drucken, bin damit leider völlig vom Literaturbetrieb abgedriftet, versuche meine Bücher wie hier aber selber auf meinen Blog vorzustellen.
Daher löse ich jetzt die drei Fragen, die ich meinen Lesern bei der Vorschau stellte auf:

  1. Die beiden anderen Corona-Bücher sind “Kein Frühlingserwachsen mehr“. Da habe ich vor Ausbruch der Krise die Beziehungs zwischen einer Frau zu einem jungen Mann, die einen älteren zu pflegen hat, beschreiben wollen. Ich habe dann die erste Lockdownphase hineingenommen und die Auswirkungen, die das auf die Roswitha, den Egon und den Viktor hatte beschrieben und “Das braunrot karierte Notizbuch“ wurde im Sommer vorwiegend in Harland und in der „Seedose“ am Viehofner See geschrieben, denn das gibt es eine Bücherzelle“ und da habe ich einmal ein Notizbuch gefunden, in dem schon ein bißchen was gestanden ist, was ich dann weiterfortfabulierte und die sommerlichen Corona-Entwicklungen, wo die Maskenpflicht wieder eingeführt wurde, sind auch darin beschrieben.
  2. Das Dystopische ist eigentlich sehr wenig oder doch sehr viel. Denn man kann ja über etwas in das man Mitten drin verwickelt ist nicht wirklich objektiv schreiben.
    Mir ist aber und kommt die Corona-Krise immer noch sehr dystopisch vor. Das habe ich schon im“Frühlingserwachsen“ beschreiben wollen, in dem ich den dementen Egon eiine Marsinvasion erleben ließ und bei Buch drei schwebten mir die Erlebnisse einer Maskenverweigerin,die ich ja selber bin vor. So habe ich dem Ganzen eine Rahmenhandlung gegeben, in dem am Anfang eine Rücksendung eines Verlages steht.
    „Nein, das können wir nicht nehmen, das ist zu unrealistisch. Dann zieht die Mathilde, die ihre Enkeltochternie gesehen hat, in eine Ni-Wohnung in ein sogenanntes „Nicht Geimpften Ghetto“ um, die Wirklichkeit können wir jetzt schon in den drei Gs die,es damals noch nicht gegeben hat, denn ich habe das Buch im November im Rahmen des „National Writing Months“ an dem ich ja immer gerne teilnehme, geschrieben, vergleichen,wie die Regierung das Dystopischeviel eleganter gelöst und einbezogen hat.
    Und dann wird das Jahr 2020 beschrieben und damit das Ganze doch ein bißchen dystopischer wird, habe ich
  3. die spanische Grippe einbezogen und die Mathilde ein Tagebuch ihrer daran verstorbenen Großmutter finden lassen und dann wird sie von ihrer Großtante Aloisia, die schon 1946 gestorben ist, aber die Mutter aufzug besucht.

Noch eine kleine Amerkung. Bei den einundfünzig selbstgemachten Büchern sind zwei Erzählbände die “Best of Bücher“, mitden gesammelten Kurzgeschichten enthalten, die ich früher viel an Ausschreibungen schickte und zwei „Literaturgeflüster-Texte-Bücher“, das erste mit den zum Zeitpunkt des Erscheines besten literarischeren Texten und dann ein Buch über „Mein Schreiben – meine Bücher“ in dem ich die Texte vorstellte, mit denen ich mein Schreiben beschrieben habe. Ein drittens „Corona-Textebuch“ mit den in Blog entstandenen Corona-Texten wird es auch bald geben.
Leider hat sich wieder niemand gemeldet, der die Fragen auflösen und das Buch gewinnen wollte.
Aber vielleicht gibt es jetzt jemanden, der es lesen und mir im Blog seine Meinung darüber schreiben will, so daß ich trotzig unentwegt wieder eine Leserunde eröffne und sich zum Daranbeteiligen aufrufe.
Das Coverfoto hat wieder der Alfred geschossen und es stammt von einer Anti-Corona-Demonstration an der wir im Frühling teilgenommen haben, was ja auch ein wenig dystopisch ist, denn bei der Demonstation an der die Mathilde teilgenommen hat, hat der Polizeieinsatz anders ausgesehen.

2021-06-23

Zwischen Lese.Auslese und Gesellschaftsräume der Literatur

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:09
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ich sitze im Garten in der Krongassenpraxiswohnung, der Wasserschlauch ist eingeschaltet, es ist heiß und ich bin in Zeiten,wie diesen die nun schon eineinhalb Jahre dauern am Abend zu Hause und nicht, wie es früher üblich war, in der „Alten Schmiede“ oder der „Gesellschaft für Literatur“ und da wäre die Wahl ohnehin schwer gefallen oder auch nicht.

Denn die „Gesellschaftsräume der Literatur“ eine Konferenz mit Leopold Federmair, Olga Martynova, Robert Stripling,Anna Weidenholzer und der Supervision durch Ferdinand Schmatz moderiert von Kurt Neumann klang interessant, begann aber schon um siebzehn Uhr und da hatte ich zweiStunden. Aber eigentlich hatte ich mir schon vor Jahren angewöhnt kurz vor Weihnachten und vor Saisonschluß in die „Gesellschaft für Literatur“ zur „Lese.Auslese“ zu gehen, wo Cornelius Hell und Katja Gasser immer ihre persölnlichen Empfehlungen geben und da gab es einmal Punsch und Kekse und das andere Mal Bowle und Knabbereien.

Das fällt seit einem Jahr zwar weg, aber Traditionen soll man einhalten und mit Maske, Anmeldung, Registration, Impfnachweis, Reisepaß etcetera gehe ich in keinen Veranstaltungen und in der „Gesellschaft“ fangen dieVeranstaltungen wahrscheinlich Lockdownbedingt schon um achtzehn Uhr an, was zwar nichts macht, denn dasVideo kann man zurückdrehen.

Als ich mich vor sieben mit dem Rest meines Erdbeercocktails in den Garten setzte, fand ich zwar die Veranstaltung, das Video war aber nochnicht eingestellt, obwohl es schon bald sieben vorbei war. Also doch in die „Alte Schmiede“, vielleicht läuft diese Veranstaltung noch. Tat sie auch, zumindestens konnte ich mir wie es in der „Alten Schmiede“ üblich ist, den Anfang ansehen.

Da saß Olga Martynova von der ich schon einiges gelesen und gehört habe, am Lesetisch.Kurt Neumann saß daneben und erklärte den Sinn der Veranstaltung .Leopold Federmair, der seit 2006 in Hiroshima lebt, war zugechaltet. Die Veranstaltung hätte schon früher stattfinden sollen, wurde also nachgeholt. Ursprüglich hätte auch Peter Henisch was zur Zukunft des Romans, alsVertreter der älteren Generation sagen sollen. Jetzt supervidierte Ferdinand Schmatz, ein alter Bekannter, der „Alten Schmiede“, wie Kurt Neumann ausführlicherklärte. Anna Weidenholzer sollte zur jüngeren Generation was sagen, war aber krank und hatte einen Text beigesteuert. Leopold Federmair auch, denn in Hiroscima war es schon Mitternacht. Also klappte die Übertragung nicht. So begann Kurt Neumann mit den dem Verlesen seines Textes. Ich hörte zu, schaute immer nach, ob das Video der „Gesellschaft“ schon sichtbar ist.

Auf einmal war das „Alte Schmiede“ Video aus. Das ist dort so, eine Zeitlang kann man nachsehen. Dann muß man verzichten oder auf später warten, wenn es eingestellt wird. Also nichts mit Lieratur im Krongassengarten. Macht auch nichts, denn ich kann ja mit James Baldwin in die Badewanne gehen oder nachsehen, was Katja Gasser und Cornelius Hell empfehlen. Mir die Bücher dann besorgen oder bei „Amazon“ nachschauen

Als ich das erste Mal bei einer „Lese.Auslese“ war, hat mir Helmut H. Niederle, die Liste einen Tag früher gegeben. Also was empfehlen, die zwei? Ljuba Arnautovic „Junischnee“, dieFortsetzung ihrer Familiengeschichte, da habe ich sie schon am Volksstimmefest vor zwei Jahren ein Stück darauf lesen gehört und bei „Rund um die Burg“ war sie auch. Dann Anna Bar „Nil“, das wurde, glaube ich, in der „Gesellschaft“ vorgestellt, habe ich aber versäumt.

Marica Bodrozic „Pantherzeit“ klingt interessant,„Tito ist tot“ habe ich von ihr gelesen, ein paar andere Bücher vonihr, habe ich in den Regalen. Albert Camus und Maria Casares“Schreib ohne Furcht und viel“, ein Briefwechsel. Klingt interessant und wurde, glaube ich, schon in „Ex Libris“ vorgestellt. Wolfgang Hermann „Herr Faustini bekommt Besuch/2021/04/12/seltsames-aus-dem-limbus-verlag/“ da habe ich mir den Livestream der „Gesellschaft“ angehört. Ivan Ivanji „Corona in Buchenwald“ klingt interessant und macht neugierig. Ich habe aber schon einiges von dem Autor und noch soviel anderes zu lesen. Dzevad Karahasan „Tagebuch der Übersiedlung“, Eva Schmidt „Die Welt gegenüber“ und und Adam Zagajewski „Poesie für Anfänger.“

Klingt alles interessant und reißt mich nicht vom Sessel. Bestellen werde ich mir wahrscheinlich nichts davon. Vielleicht kommt was auf die Bücherlisten oder auf anderen Weg zu mir und was nehme ich mit von diesem Abend?

Man kann also während die Welt beim Fußballfviewing ist, auch im Garten sitzen und über zwei Literaturveranstaltungen wo man in normalen Zeiten bei einer gewesen wäre ,schreiben. Corona macht es möglich und das ist füge ich an, derzeit auch sehr interessant, weil keine positiven Fällen mehr, aber die Delta- Variante kommt bestimmt und hält die Welt in Atem. Also impfen, impfen und ja nicht die Maske ablegen, wie man eigentlich im Juli sollte und wenn man in die Disko will, dann nur mit einem G. Aber dort will ich zum Glück bestimmt nicht hin

Und literarisch kann ich noch vermelden, die Fahnen für das „Noah-Buch“sind gekommen.

2021-06-22

Dicht-Fest mit Maske und 3G

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:16
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Die letzten zwei „DichtFeste„in der“Alten Schmiede“haben, glaube ich, ohne Publikum stattgefunden. Jetzt ist das ja wieder gestattet und ich schreibe ja immer, daß es mich sehrwundert, daß sich da jemand freiwillig mit Maske hineinsetzt und es ist auch immer schön zu sehen, wie dann die Vortragenden und Moderierenden ihre Masken auf-und absetzen. Interessanterweise fanden die zwei letzten Feste auch ohne Christine Huber, sondern moderiert von Johannes Tröndle statt, denn sie hat ja die Gav-Veranstaltung vor Jahren eingeführt. Auch der Rahmen hat sich etwas geändert, Denn das Dicht-Fest war ja immer eine sehr schöne Veranstaltung. Wo immer drei Autoren vorgestellt von Christine Huber gelesen haben, dann gabs eine Pause und nachher Wein und Gespräche und zweimal bin ich vomLiteratumuseum hingegangen, als es schon fast aus war, um einmal Elisabeth Wandler-Deck zu treffen.Ja das waren noch Zeiten. jJetztgab es keine Pause.Johannes Tröndle stellte die Autoren jeweils vor und gab ihnen eine zehn minütige Lsezeit und die erste Autorin und ihre Sonette habe ich auch schon gekannt, wurde mit Kirstin Breitenfeldner ja die Lyrik im März in der „Gesellschaft“ nachgeholt. Dann kam Birgit Schwaner mit ihrem „Podium-Portrait“ und ich weiß nicht, ob ich schon geschrieben habe, daß ich die 1960 in Freiburg geborene vom Lesetheater kenne. Ihre erste Publikation hieß, glaube ich, „Flaschenpost“ und Birgit Schwaner, die sehr experimentell ist, begründete auch weshalb, Johannes Tröndle erklärte noch daß in ihren Texten viele Tiernahmen vorkommen und sie ja selber einen solchen trägt. Ob es die „Podium- Sommerlesereihe“, die sie organisiert, heuer geben wird und wann sie anfangen wird, weiß ich nicht, aber wegen drei Gs und Maske gehe ich ja nicht hin ,kann also auch da nicht selber lesen, obwohl ich das ja sehr gern gtäte. Der dritte Leser war Christian Katt, hatte auch ein „Podium-Portrait“ und ich kenne ihn auc hvom <lesetheater. Er las, glaube ich, Reisegedichte und Udo Kawassers, 1965 geboren, Band „die blaue reise. doanu.bosporus“ ist bei „Limbus“ erschienen, enthält, wie man ahnen kann, Reisegedichte.

„Erklär mir Wien!“, Erklär mir Istanbul!“ Da denkt man wahrscheinlich an die Liebe und er forderte das Publikum auch auf, dieAugen zu schließen und goß sich langsam und bedächtig Wasser ein und ich habe Udo Kawasser das letzte Mal bei diesem Zieglergassenfest gesehen. Da hat er mich angesprochen, ich habe mich nicht an ihn erinnern können, obwohl ich schon bei einer seiner Lesungen war. Dann kam Robert Streibel, der ist oder war der Direktor der VHS Hitzing hat ein Buch über den „April in Stein“ geschrieben und jetzt offenbar auch Gedichtte. „Pilgers Paaradies undHölle“ in der „Editon der Provinz“ erschienen und Augusta Laar, die ja auch das „Schamrock-Festival“ organisiert, ist, glaube ich, eine Beat-Poein, als sehr experimentell. Noch mehr als Birgit Schwaner, zumindest hießen ihre Texte „AVEC BEAT, Kurzformen, Mischungen, Loops“ oder waren so angekündigt. Nachher, da hat, glaube ich, schon Christian Katt darauf hingewiesen, konnte man die Bücher kontaktlos über die Straße oder so kaufen,nd jetzt kann es inden Sommer gehen undim herbst können wirschauen, ob eswieder mit oder ohneChristine huber weitergeht und dasGlasRotwein und g-lose undmaskenlose Präsenz wäre auch sehr schön.

2021-06-21

Sommerliche Corona-Text-Recherche

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 21:16
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Nach dem „Bachmann-Lesen“,das mich ja in den letzten Tagen sehr beschäftigte,kommt wieder ein Schreibbericht bezüglich meines neuen Projekts, das wahrscheinlich „Wo wir waren-Hundert Seiten Depression“ heißen wird, das was soll ich sagen, einmal gut, geht und dann wieder nicht, wo ich anstehe, denke, ich kann es nicht und bringe es nicht fertig jeden meiner drei Handlungsstränge in Schwung zu bringen.Und da ich ja nicht viel Ansporn habe,muß ich alleine weiterkämpfen, tue es auch, werde mein höchstwahrscheinlich dreiundfünffzigstes selbstgemachtes Buch zu Ende bringen in den Blog stellen und das wars dann auch und das ist wahrscheinlich ein wenig frustrierend. Trotzdem weiß ich, daß ich das Schreiben wahrscheinlich nie aufgeben werde, schon zweiundfünfzig literarische Bücher habe, einundfünfzig selbstgemacht.

Aber zurück zum Schreiben und zu meinen neuen Buchprojekt, da habe ich ja schon in den Sommerplänen einiges darüber geschrieben, inzwischen gibt es dreiunddreißig Szenen 15754 Worte und dreizehnszenen und es ist eine drei Strang eine Großmutter-Sohn-Enkeltochter Geschichte, die ich mir ein bißchen vom Mieze Medusa abgekupfert habe, die meinte, daß es in der Literatur nur wenig ältere Frauen gibt.

Lore, die Großmutter ist siebzig, also etwas älter als ich und eine alte Feministin, der Sohn ist fünfzig, Journalist und wurde von seiner Zeitung entlassen, weil er zu Corona kritisch war und auf einer diesbezüglichen Demo war. Man sieht, ich kann das nicht lassen. Die Enkeltochter ist eine sogenannte Corona-Maturantin zieht nach dieser von Weitra, wo sie bisher bei der Großmutter lebte, wieder nach Wien zum Vater zurück und erfährt da von seiner Nachbarin, daß ihr das Jugendamt ihr neugeborenes Kind weggenommen hat.

Der Dritte, der Amelia Strang ist bis jetzt am Flüßigsten. Die Nachbarin bittet Amelia mit ins Besuchscafe zu gehen, dann rastet sie aus, rennt weg, Amelia geht der Pflegemutter mit dem Baby nach und wird dessen Babysitterin. Also wohl genügend Spannung ,wenn mir gelingt damit richtig umzugehen, aber was mach ich mit den beiden anderen Figuren, wo die eine ja ihre Memoiren zu hundert Seiten Depression und der Sohn seine Dokumentation zu fünfhundert Tage Corona- Wahnsinnn, Gesundheitsdiktatur oder Verschwörungstheorien aufschreiben will.

Das floß mir bisher nicht so flott von der Hand und da dachte ich bis gestern, ich kann es nicht, bin damit schon wieder zu Ende, schreibe die Jugendamtsgeschichte fertig. Die Nachbarin bekommt ihr Knd zurück,beschließt doch nicht Gender zu studieren, sondern Sozialarbeitin zu werden, um künftig solche Fälle zu verhindern und kann sich dann mit Vater und Oma bei irgendweiner Buchpräsentation treffen, wenn Corona wieder vorüber ist und beide Bücher vorgestellt werden. Der Vater ist rehablitert, wird wieder angestellt, die Großmutter har ihr Leben mit ihren Memoiren erfolgreich beendet und das Ganze hat vierzig bis fünfzig Seiten, ist also eine eher kurze Kurzgeschichte, was ja nichts macht weils ohnehin keiner bemerkt.

Achtung Ironie, so soll es selbstverständlich nicht werden und ich habe schon die Fäden gespannt, um weiterzuerzählen, aber wenn ich etwas in den fast fünzig Jahren meines erfolglosen Schreibens gelernt habe, dann das in zwei Wochen kann man keinen Roman schreiben. Also stattdessen „Mensch ärgere dich nicht!“, spielen und immer wenn man hinausgeflogen ist, wieder von vorne anfangen, bis man alle Steine im Stall hat und das Buch dick und rund geworden ist und die Handlung stimmt und das ist ja noch etwas, was ich in dem Sommertext aber auch schon früher geschrieben habe, immer wenn ich mit einem Text fertig bin, beginne ich die Fenster zu putzen und ziehe in der Stadt herum, um Recherchen für das Neue zu sammeln, aber wie macht man das in Corona-Zeiten, wo man bis Ostern ja um acht oder überhaupt den ganzen Tag zu Hause sein und im Schlimmsten Fall, der Polizei beweisen mußte, warum man gerade kurz auf der Bank oder Luftschnappen war und da ich ja keine Maske tragen will, kann ich auch nicht zum Mc Donalds gehen und mir einen Cheeseburger kaufen, wie ich das früher immer machte./2021/05/24/gesund-frei-widerstandig/

Dann bin ich aber vor zwei Wochen, sowohl mit dem dritten Corona-Buch fertig geworden, das inzwischen auch schon von der Druckerei gekommen ist und mit dem Korrigieren meine Corona-Texte auch, da bin ich mir zwar nicht sicher, ob da nicht vielleicht noch neue hinzukommen, etwa wenn die Deltavarinate kommt und man dann doch im Juli die Maske nicht fallen darf, obwohl es ja nur mehr hundert tägliche Infizierte gibt.

Aber an dem Wochenende nachdem ich fertig geworden bin, bin ich auch zwar ohne meinem Notizbuch hinausgekommen, war bei einer Anti-Impfung-Demo, da hatte ich, glaube ich, das Buch mit, dann noch bei einem Flaschmob am Platz der Menschnrechte, wo die jungen Neos mit Busenhalter und Regenbogenfahnen herumfuhren, habe dort einen „Hugo“ getrunken und am nächsten Tag war ich noch am Karlsplatz, weil da die Polizei zwei Tage vorher gegen die Jugendlichen aufgetreten ist, die dort Musik hörten und das wäre ja auch etwas für meine Amelia.

Dann habe ich das Rechercheprojekt aber nicht mehr weiter verfolgt, weil geschrieben und geschrieben und letzten Montag in Harland war ich dann soweit, daß ich dachte, ich kann es doch nicht, ich bin schon ausgeschrieben und es wird wohl nichts.

Dann kam der „Bachmann-Preis“,der mich diesbezüglich wieder etwas inspirierte und ich habe viel daraus gelernt und heute ist der /literaturgefluester.wordpress.com/blogwart/Alfred mit seiner Wandergruppe zur Preintalerhütte aufgebrochen. ich nicht mit wegen den drei Gs, die braucht man dort zwar angeblich nicht, ist aber doch nicht so sicher, daß nicht irgendein Wirt sagt, zeig mal her, so hat sich der Alfred heute morgen testen lassen, wie er das nach zwei Tagen macht, ist unklar aber vielleicht liegen in der Hütte Selbsttest auf.

Ich teilte mir am Montag keine Stundern ein, weil der Alfred, wenn er auf den Berg wandert, ja nicht wie ausgemacht auf das Baby aufpassen kann, weil die Anna wieder arbeiten ist. Dann rief die Anna an und sagte, sie hat doch jemanden in Harland, so daß das Baby nicht nach Wien fahren muß und ich dachte, wenn ich schon nicht weiterschreiben kann, dann gehe ich recherchieren und schaue, ob ich für den Richard etwas zusammenbringe, denn der hat ja, nachdem er entlassen wurde, sein Onlineportal aufgebaut und wollte den Gesundheitsminister interviewen und da hörte ich kürztlich, ein Interview zur Impfpflicht für die Kinder und was man macht wenn sich doch nicht fünfundachtzig Prozent impfen lassen? Wie bringt man sie dazu? Mit Zwang natürlich., Man schafft das Test-G, das man erst erzwungen hat, ab oder sagt, kostet dreißig oder fünzig Euro jeden zweiten Tag oder du bleibst zu Hause und dein Arbeitesgeber kann auch von dir verlangen, daß du dich impfen läßt. Ansonsten sind alle schäbig, die das nicht für die anderen tun und Nebenwirkungen gibt es nicht oder sind vernachläßigbar und im Herbst werden auch die Kinder geimpft sein müßen und wenn nicht, kommt das Jugendamt, weil es ja Schulpflicht gibt.

Gibt es nicht füge ich an, bis Ende juli kann man sein Kind für den häuslichen Unterricht anmelden. Aber das schaffen wohl nicht alle und ist wahrscheinlich auch nicht für alle gut, weil da wirklich Bildungsdefizite entstehen könnten.

Da habe ich übrigens, als ich von meinem Rechercvhetag früher als erwartet, wegen der Hitze, die mich ziemlich niedergeprackt hat, auf einer Parkband Halt machte, um mir den Schweißp abzuwischen, habe ich ein Pickerl gesehen: Zwei Hamster oder wahrscheinlich Kaninchen, weil Ex-Miniser Kickl ja sehr gerügt wurde, als er sagte, die, die sich impfen lassen, sind Versuchskaninchen, sind sie nicht, weil sie Menschen sind, aber schon, weil die Impfung ja erst ihre Wirkung oderNervebenwirkung beweisen muß und das kann man wohl erst nach einigen Jahren feststellen, wie gut sie gewirkt hat.

Also zwei Kaninchen, fragte eines das andere „Läßt du dich stechen?“- „Ich warte erst die Ergebnisse der Menschenversuche ab!“, antwortet das andere.

Das ist also etwas, womit der Richard arbeiten konnte und ich habe auf meinen Recherchegang auch etwas interessantes bei einem Friseur gesehen, der die ganzen Anweisungen an seiner Tür hängen hatte.

„Kommen Sie nur, wenn Sie gesund sind, setzen Sie die FFP2-Maske auf, zeigen Sie die drei Gs, es gibt keine Getränke und folgen Sie den Anweisungen des Friseurs!“

Das klingt sehr martialisch und ist wahrscheinlich,das was mich stört,, so daß ich wahrscheinlich beim Selberschneiden bleibe. Auch das kann der Richard verwenden und sich vielleicht eine Haarschneidemaschine kaufen.

Nun aber zu meinen Rechercehtag,in der ärgsten Hitze, aber es gibt keine Maskenpflicht im Freien mehr.Ich kann zwar nicht zum Mc Donalds gehen, aber beim Würstlstand oder beim „Nodrsee“ kann man sich beim Buffet was kaufen und das dann, glaube ich, auch fünfzehn Minuten essen, ohne sich fünfzig Meter weiter zu begeben.

Also bin ich mit meinen Notizbüchern zuerst zu den Bücherschränken aufgebrochen. Beim „Wortschatz“ gab es nichts. Dann bin ich zu dem in der Stiftgasse, wo die Christa Stippinger ihre Bücher hineinlegt und da fand ich, o Glück,was mir ja leider abging, die „Exilpreis-Anthologie“ von 2020 und einen kleinen Park gibt es da auch. Also setzte ich mich mit meinen Notizüchern und meinen Funden zum Kinderspielplatz. Ein kleiner Bub hüpfte da, unterstützt von seinem Vater herum. Dann kam die Mutter mit dem Kinderwagen. Von der gegenüberliegenden Volksschule zogen die Kinder vorbei. Ein Vater holte seine Tochter ab und war dann auch kurz am Spielplatz. Ein Mann telefonierte, eine Frau führte ihren kleien Hund herum, alle sehr luftig angezogen und ich schrieb und schrieb. Konzipierte die nächste Richard und die nächste Lore Szene, wo es um Gendern und die korrekte Sprache gehen wird und natürlich auch, um Paula, Amelias Mutter, die sich sechs Wochen nach der Geburt, Leben nahm, so daß Melia von der feministischen Großmutter aufgezogen wurde.

Dann kam eine Kindergruppe, das Amerlinghaus ist ja nebenan und „Das ist unser Park!“, erklärte mir die Betreuerin und der Schrank der „Edition Exil“,die ja auch im Amerlinghaus angesiedelt ist oder war, ist auch da. Die Kindergärtnin sang dann noch „Näher mein Gott zu dir!““ und fragte die Kollgin ,ob sie gläubig sei? Während sich die Kinder ausgezogen hatten und unter dem Hydranten ein Schaffel aufgestellt hatten. Also alles sehr idyllisch und kann ich vielleicht fürdie nächste Amelia- Szene brauchen. Denn da trifft sich die Amelia ja mit der Jenny mit der Ricki im Park und versucht ihre acht Tage alte Tochter zu stillen, während vielleicht eine Kindergruppe herum planscht und dieKindergärtnerin singt .

Also hätte die Recherchetag etwas gebracht. Als ich mich etwas deplaziert fühlte, ich hatte ja kein Kind dabei und meine Sachen einpackte, sagte die Kindergärtnerin „ist es Ihnen zu laut?“ und erklärte mir das vom Amerlinghaus und ich ging in die Zieglergasse, an einer Apotheke mit einem total vermummten Tester vorbei. Da fand ich auch etwas. Hatte also eine volle Tasche. Es war schon Mittag, sehr heiß und die mitgebrachte Wasserflasche halb leer. Also etwas essen gehen.Zur „Nordsee“, auf der Mariahilferstraße wares näher als zur Kärtnerstraße und beim Golfplatz am Platz der Menschenrechte kann ich eunen „Hugo“ trinken. Das habe ich mit dem Alfred schon gemacht und vor einem Jahr,als es wieder hinausging und ich dem Baby etwas in dem schönen Kinderspielgeschäft kaufte, kann ich jetzt noch nicht, war ich auch bei der „Nordsee“ und es war sehr heiß und ich habe mir ein Backfischmenu gekauft. Diesmal habe ich eine mittlere Portion Fish und Chips genommen.

„Wollen sie einen Garnelenspieß dazu!“, fragte die Verkäuferin und ein Zehner war schon weg. Aber jetzt habe ich lange nichts ausgegeben. Dann kaufte ich mir noch eine Kugel Zitroneneis, setzte mich mit dem „Hugo“ ins Museumsquartier, schrieb weiter und dachte, will ich jetzt wirklich noch zum Donaukanal, um um sechs rechtzeitig für das „Dichtfest“ zu Hause zu sein?

Zu heiß, ich kann ja jetzt die nächsten Szenen schreiben und am Mittwoch nach der sechs Uhr Stunde kann ich noch auf den Karlsplatz und an den Donaukanal schauen und einen „Hugo“ trinken, denn dorthin geht die Amelia auch ganz gern.

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