Literaturgefluester

2021-06-02

Wo man in Niederösterreich Kunst zeigt

Filed under: Bücher — jancak @ 00:37
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Der „Holzbaum-Verlag“, der ja, glaube ich der erste war, der mir Rezensionsexemplare schickte, so daß ich ihn auch entsprechend gelesen habe und meinen unterentwickelten Hang zum Humor ein wenig erweitert hat, eine „..in leiwanden Grafiken-Serie“, wo der Humor in den Unterschriften zu den verschieden bunten Kugeln liegt. Die habe ich mir eher wenig bestellt, weil ja ein bißchen eintönig.

Bei „Niederösterreich in leiwanden Grafiken“, mußte ich eine Ausnahme machen, weil ja in St.Pölten einen Zeitwohnsitz und habe das schmale längliche Büchlein also am Wochenende sowohl am Klo als auch in der Harlander Badewanne durchgeblättert und muß sagen, es unterscheidet sich ein wenig von den anderen, weil man von Nebenschriften wohl wirklich ein bißchen Info über NÖ bekommt. Natürlich auch ein bissen bissig, wie beispielsweise, die Frage nach den berühmten Kellern. Da würde man ja an die Weinkeller denken, aber weit gefehlt, der von Josef Fritzl und der von Wolfgang Prikopil, das ist wohl der, der Natascha Kampusch entführte, der andere hat seine Tochter dort jahrelang festgehalten. Eigentlich schade, daß es das Erstens gibt und Zweitens, daß es soviel Aufmerksamkeit findet.

Das Frequency Festival ist mir bestens bekannt, nicht wegen der Bands, die dort auftreten, sondern weil es dann öfter Wirbel gab mit dem Rad an der Traisen entlangzufahren.

Die schönsten Friseursalons in NÖ heißen „Come Hair“ in Gramatneusiedl, da muß ich bekennen, daß ich das immer noch in Burgenland lokalisierte, das „elemtHAAR“ in Traun. Dann gibts „Fön X“ in Traisen. Da fahr ich manchmal mit den Rad hin und die „Vier Haareszeiten“ in Traiskirchen.

Einschlafhilfen in NÖ: Strommasten zählen, Kreisverkehre zählen, Kellergassen zähelen, etcetera, etcetera. Die Grundausstattung in den Kaffs finde ich auch interessant. Da gibt es die Kirche, den Nah&Frisch, die Raiffeisenbank, das Gasthaus zur Post oder den Kirchenwirt und dann natürlich den ÖVP-Bürgermeister. Die kulturellen Highlighst sind angeblich das Kürbisfest, das Erdäpfelfest, das Zwiebelfest, der Pfarrheurige und die Wahl zur Weinkönigin. Da war ich schon einmal auf einem Erdäpfelfest und bei einem Kellergassenfest glaube ich auch.

Das Landleben besteht laut „Holzbaum“ aus „Wespen verjagen, Fliegen erschlagen und Gelsen begraben“. Da steige ich als gar nicht so Tierliebende aus. Die Alternativen zu Corona sind das „Schremser, das Schwechater, das Zwettler“, etcetera. Ich füge an, am Markt von St. Pölten gibt es noch verschiedene andere Bierkreationen aus Haus und Hof-Brauereien. Risiken sind die betrunkenen Traktorfahrer. Da muß man wahrscheinlich aufpassen. Die schönsten Gebäude sind das „Römertor in Traismauer, das Loisium Langenlois, das Stift Dürnstein. Melk wurde da, muß ich anfügen vergessen und beim Heurigen werden sowohl „Schweinsbraten, Liptauer, Soletti als auch Tutti Frutti“ gegessen.

„Trifftige Gründe NÖ zu besuchen“ ist angeblich das Wein trinken. Ich fahre dorthin, weil in Harland in St. Pölten einen Nebenwohnsitz habe und dort an der Traisen Radfahren kann. Den Wein habe ich zu Hause. Aber auf manchen Kirtagen und Kellerfesten, sowie natürlich bei der „Literatur und Wein“ war ich auch schon.

„Wachau-Tourismus besteht also auch im Weintrinken, das Schiffahren und das Marillenknödel essen“ kommt weitab. Ich bin ein paarmal mit dem Rad hingefahren und hab mir dann die Marillen vom Boden aufgeklaubt.

Den kratzigen Pullover zieht man angeblich nicht an, weil es kalt ist, sondern weil die Oma danach fragt. Das wird wohl auch in anderen Landstrichen so passieren. Der Bus fährt angeblich nie in NÖ. Ich würde sagen, eher selten, fahr aber eh mit dem Rad.

Die Chance Bürgermeister erhöht sich angeblich mit der OVP-Mitgliedschaft. Wir haben in St. Pölten aber einen Roten. Im Waldviertel gibt es Wackelsteine, menschenleere Landstriche und vor allem laut der Graffik Rauschmittel also „Whisky, Vodka, Bier und Mohn“

Als Vegetarisch gelten in den Gasthäusern sowohl die „Linsen mit Speck, Grammelknödel, Backhendlsalat, als auch die Gemüseleibchen und die gebachkenen Champignos“. Finde ich interessant und habe jetzt auch die Forelle Müllerin vergessen. Das Marchfeld ist wegen dem „Iglo-Gemüse und sonst wegen nichts bekannt.“

Am Schluß werden die weiteren leiwanden Bücher aus dem „Holzbaum-Verlag“ also das „Autofahren“, die „Babys“, die „Katzen“, „Österreich“ und „Wien“ angeführt. Mal sehen, was ich davon gelesen habe und jetzt kann ich das Büchlein, das wieder ein Print-Exemplar ist, in Harland ins Regal stellen und bin am Sonntag auf der Rudolfshöhe gewesen, wo es auch Wein gegeben hat.

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