Literaturgefluester

2021-06-06

Sommerpläne

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:48
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Was macht man diesen Sommer? Reisen natürlich, die neue Freiheit genießen, das Versäumte nachholen. Ganz klar, werden wohl die meisten Geimpften, Gensenen, Getesteten antworten. Ein paar werden hinzufügen, machen wir nicht, weil zu teuer, weil das Arbeitslosengeld zu gering und soll auch noch gekürzt werden und ich schreibe wieder, wie schon am dritten Juli 2008, als ich diesen Blog begonnen habe, der bald dreizehn wird, was ich auch entsprechend feiern werde, ich gehe in meine Sommerfrische nach Harland in St. Pölten.

Nein, das tue ich eigentlich schon länger nicht mehr. War derAlfred ja in den letzten Jahren in Altersteilzeit, daher waren es eher Sommerfrische- Wochenenden. Jetzt ist der Alfred seit letzten August in Pension und wir setzen die verlängerten Wochenenden fort, von Donerstagabend bis Montagabend oder Dienstag früh in Harland. Schreiben, radfahren, den Sommer genießen und das im Juli und August jedes Wochenende und nicht nur wie sonst, alle zwei oder noch weniger Wochen. Große Urlaubsreise stehen Gs bedingt nicht an. Wir werden wahrscheinich ein paar Tage in die Steiermark fahren, denn da hat die Ruth, glaube ich, ein literarisches Sommerquartier und da können wir im Garten den Campinganhänger aufstellen, den der Alfred im letzten Herbst gekauft hat und ihn infolgedessen ausprobieren. Die Ruth macht dort wahrscheinlich einen Schreibaufenthalt, um ihren neuen Roman, der um eine jüdische Familie geht, fertig zu bringen und ich habe Jahr für Jahr dasselbe vor, den Sommer mit einem Schreibaufenthalt zu verbinden. Mir selber sozusagen einen Stadtschreiberaufenthalt genehmigen und über St. Pölten schreiben. Das habe ich einen Sommer so gemacht. Meistens habe ich ja ein bestimmtes Projekt im Auge, das ich beginnen oder fortsetzen will oder ich korrigiere.

Derzeit korrigiere ich an meinen Corona-Texten, um siie in einem dritten Literaturgeflüsterbuch herauszubringen. Das ist ein Faß ohne Boden, denn Corona ist ja noch nicht vorbei, so daß, wie auch vorgestern immer wieder neue Texte dazu kommen. Ansonsten hoffe ich bald mit den Durchsehen fertig zu werden, um mich auf das neue Projekt auf zu machen. Da habe ich noch den ganzen Juni Zeit und wenn ich die dazu benützen kann. An den Freitagen, wo der Alfred in Harland ist, in der Stadt herumzuspazieren, um auf Ideen für das neue Projekt zu bringen, wäre das fein. Denn da habe ich noch nicht sehr viel. Zwar bin ich einmal nach der Buchpräsentation der Mieze Medusa auf ein paar Ideen gekommen, die ich mir aufnotierte, weiß aber nicht, ob ich dabei bleiben will und sie soviel hergeben, einen ganzen Roman daraus zu machen. Das Corona-Thema ist wohl zu abgelutscht, um was Viertes daraus zu machen. Zumindestens so knapp an der Realität. Über die Veränderungen, die sich daraus ergeben könnten, kann man natürlich schreiben. Daher wäre eine verlängerte Recherchephase gut und da kann ich auch die Bücherkisten abklappern, mich in den Stadtpark oder Rathauspark setzen und schauen, was ich so erlebe.

Die Cafes fallen noch aus, höchstens ein Würstl könnte ich mir von einer Kebabbude holen. Aber ich trinke ja lieber Kaiserspritzer und Hugos, als weiße Spritzer aus dem Flascherl und die Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl zu der ich in den letzten Jahren regelmäßig gegangen bin, fällt wohl aus, wenn man da noch Test, Registrierung und Maske braucht. Meine Adresse ist dem Lesetheater zwar bekannt. Aber extra schreibe ich sie in keine Liste und für die Podium Sommerlesungen im Cafe Prückl wird wohl dasselbe gelten. Blieben nur die O-Töne, die ich ja, seit der Alfred in Altersteilzeit war, gern besuchte. Wenn die Maskenpflicht im Freien diese Woche fällt, kann ich mich vielleicht wieder vor das Absperrgitter, wie im letzten Jahr, stellen.

Da sich die Bedingungen aber seither verschärft haben, bin ich nicht sicher, ob das geht. Ansonsten also in Harland meine Schreibwerkstätten machen, um in das neue Projekt hineinzukommen. Ich habe schon geschrieben, vor Jahren habe ich mich einmal, um eine Schreibwerkstatt beim „Standard“ beworben oder wollte sie im Rahmen eines Gewinnspiels bekommen. Dann mach ichs halt allein und bin ratlos herumgelaufen, denn ich wußte nicht, wie das das geht?

Jetzt denke ich, ich fahre mit dem Rad herum, setze mich auf ein Bankerl. Das Mineralwasser kann ich mir ja mitnehmen und schreibe über irgend ein Thema. Sammle mir so Notizen zusammen oder ich schnappe mir ein Wort oder einen Satz aus einer Zeitung oder Buch, schreibe dann darüber und komme so vielleicht zu einen Text.

Ansonsten wie gehabt, in Harland radfahren. Rudolfshöhe, Wilhelmsburg, Herzogenburg. Das Einkaufszentrum in Willhelmsburg fällt viellleicht auch flach. Die Rudolfhöhe geht, wie wir schon bemerkten. Bei der Radlerschenke in Ochsenburg werde ich, wenn es keine Maskenpflicht im Freien mehr gibt, wohl meinen Spritzer bekommen und trinke den innerhalb von fünfzehn Minuten aus oder notiere auf dem Bankerl daneben meine Beobachtungen. Wie das mit der „Seedose“ wird, weiß ich noch nicht. Aber zum See kann ich mich legen und die Bücherzelle davor ist sicher interessant.

Da kann ich gleich anmerken, in Harland beim Amtshaus und in Stattersdorf wurden jetzt auch zwei Telefeonzellen, die braucht man ja nicht mehr, zu Bücherzellen umfunktioniert. Darüber kann man vielleicht auch schreiben, über diese Veränderungen des Lebens, die die drei oder auch fünf Gs zu uns brachten.

Am achten Juli feiert die Oma ihren Geburtstag. Da hat der Alfred im Bootshaus bestellt und läßt sich dafür testen. Wie ich das mache, weiß ich noch nicht. Aber ein Kurzbesuch ohne Konsumation wird wohl möglich sein oder die berühmten fünfzehn Minuten ausnützen. Man sieht das neue Leben ist sehr kompliziert, wenn man es korrekt gestalten will.

Die Lia hat schon nächste Woche ihren zweiten Geburtstag. Da habe ich ihr im Vorjahr ja ein Schaf im Traisen Enkaufscenter und mir eine Jeans gekauft. Das fällt jetzt genauso aus, wie der Besuch des Restaurants, wo wir Annas Geburtstag feierten. Wir werden aber grillen und ein Geschenk abgesehen von einem Fünfziger in einem Kuvert habe ich schon im „Wortschatz“ gefunden. Also wieder sehr seltsam. Aber die kleine Lia bekommt wahrscheinlich noch nicht viel davon mit, beziehungsweise hat sie jetzt schon fast ihr ganzes Leben mit Masken verbracht und geht jetzt auch dreimal in der Woche in eine Kindergruppe, wo es ihr gefällt.

Der Alfred hat nächste Woche auch ein großes Fest, obwohl er nicht Geburtstag hat. Die WU feiert aber seinen und wohl auch den von einigen anderen, Pensionsantritt nach und lädt ihn ein mit einer Person zu einer Feier zu kommen. Das bin ich, frei,gesund und widerständig nicht. Aber die Anna ist schon geimpft, fängt sie ja nach Lias zweiten Geburtstag wieder zu arbeiten an. So begleitet sie den Alfred und mit der kleinen Lia. Mal sehen, wie es ihr gefällt und wie lange sie es aushält?

Es ist also wie man sieht, einiges los und das Wetter kann ich schreiben, wird endlichähnlich auch schön und warm. Bisher wars ja eher kalt, so daß wir in Harland noch vorige Woche eingeheitzt haben. Aber jetzt wird der Sommer kommen, den ich genießen und beschreiben werde und da man ohne Maske ja Radfahren kann, kann ich meine Abwehrkräfte stärken, um gesund zu bleiben. Vielleicht wird es also ein schöner schreibintensiver Sommer. Ich bin gespannt.

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