Literaturgefluester

2021-06-26

Muttermilch

Filed under: Bücher — jancak @ 00:28
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Wir bleiben in Los Angeles und Hollywood, gehen nur hundert Jahre nach vor und kommen zu Melissa Broder, von der ich schon „Fische“ gelesen habe, das mich nicht so beeindrucht hat. Bei „Muttermilch“ ist das anders, denn das ist sehr beeindruckendes Buch, das alle Tabus zu brechen weiß. Liebe zwischen Frauen das moderne Judentum, Eßstörungen oder einfach eine ganz moderne tabulose Coming out Geschichte. Da ist Rachel, die ist, glaube ich, soMitte zwanzig, hat wie auch anders, ein Problem mit ihrer Mutter und eine Eßstörung. Das heißt, sie kaut Nikotinkaugummis, ißt zu Mittag, einen Salat und Proteinpulver und wenn sie mit ihrem Chef, sie arbeitet in irgendeiner Filmproduktionsfirma als Assistentin zu einem Arbeitsessen gehen muß, geht sie aufs Klo, ihren Powerriegel essen und hat dann Probleme, wenn daneben eine Frau sitzt, die wartet, daß sie verschwindet, damit sie scheißen kann und dann scheißt sie los und Rachel kann ihren Riegel nicht essen. Sie geht auch manchmal in ein Frozen Joghurt Shop, um sich da eine Miniportion mit alles ohne zu kaufen. Da trifft sie aber einmal auf die fette Miriam, die Tochter des Kettenbesitzers, die sie verführt. Zuerst hört sie nicht auf Rachel und gießt ihr ihren Becher besonders voll. „Kostet dasselbe!“ und haut auch alle mögliche Toppings darauf. Rachel will den Becher wegschmeißen. Aber Miriam steht rauchend dort, wo sie den Becher hinschmeißen will und lädt sie in einaltes Hollwoodykino, das heißt, vorher in ein chinesisches Restaurant ein. Dort fallen dann die Schranken Sie essen zusammen vier oder noch mehr Portionen und Rachel sagtsich, jetzt kann ich einen Tag alles essen und kauft Unmengen Fastfood ein. Sie nimmt sehr schnell sechs Kilo zu und Miriam lädt sie zu sich nach Hause zum Sabbat ein. Sie kommt aus einer orthodoxen Familie, ihr Bruder, der Rachel mit Schläfenlocken vorher das Eis verkaufte, ist beim Militär in Israel und die Familie ist sehr nett zu Rachel. Das Essen köstlich und dann fragt Rachel, die sich in Miriam verliebthat, ob eine orthodoxe Jüdin eine Freundin küssen kann. Miriam wehrt zuerst ab. Dann kommt sie in Rachels Wohnung, der Sex ist toll. Es gibt aber auch einen Schauspieler in Rachels Agentur, der sich um sie kümmert oder sie verführen will. Rachel will zum nächsten Sabbat noch einmal zu den Schwebels. Das endet in einer Kathastrophe, denn am Sabbat darf ja gar nichts tun, das heißt auch keinen Sex haben. Rachel kommt trotzdem in Miriams Zimmer. Die Schwester und die Mutter merken es und dann beginnt Rachel auch noch die Palästenenser zu veteidigen, so daß die Mutter sie aus dem Haus schmeißt. Es kommt zum Sex mit dem Schauspieler, der ist zwar nicht so befriedigend und laut Vertrag darf Rachel auch keinen mit ihm haben. Miriam erscheint nocheinmal verschwindet dann aber. Rachel wird entlassen und ruft dann am dreiundfünfzigstn Tag, das habe ich jetzt vergessen, doch ihre Mutter an. Die Kassentheraeutin, was ein wenig abschätzend erwähnt wird, bei der sie am Anfang war, hat ihr ein Mutterkommunikationsverbot verordnet und in der letzten Stunde auch eine Skulpur machen lassen, die zwischendurch verschwindet, dann aber wieder auftaucht. Sie schenkt sie Miriam und drei Jahre später sieht Rachel sie wieder. Miriam schiebt einen Kinderwagen mit Zwillingen. Rachel hat wieder Kontakt zu ihrer Mutter und sowohl hertero als auch lesbische Bezihungen. Wieviele Kilo siezu oder abgenommen hat, ist nicht ganz klar, aber ein spannendes Buch das die alten Themen wirklich neu und tablos beschreibt, hat mir gut gefallen und wird auf den Klappentexten auch hochgelobt. So schreibt die Vogue „Melissa Broda hat eine schwindelerregende Geschichte über Liebe, Lust, Abhängigkeit, mütterliche Sehnsucht und …Frozen Joghurt“ geschrieben und Oprah Magazine meint sogar „So wenig jugendfrei, dassselbst Philip Roth erröten würde. Muttermilch ist ein Buch, das man an einem Stückverschlingen wird.“

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