Literaturgefluester

2021-07-06

Sommerliches Mittagessen mit der Ruth

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 22:12
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Ruth Aspöck, die frauenbewegte Frau, die einige Jahre lang ihren Verlag „Die Donau hinunter“, hatte und jetzt evangelische Theologie studiertit, ist eine alte Freundin. 2007 haben wir sie auf ihrer Radreise von Ybbs nach Regensburg begleitet, Zu ihren Buchpräsenttionen bin ich gegangen, ihre Bücher habe ich gelesen und besprochen und jetzt in den Corona-Zeiten gehört sie eigentlich neben Doris Kloimstein zu den wenigen Literaten zu denen ich noch Kontakt habe.

Früher hat sie zu Saisonschluß Feste veranstaltet und ist dann in ihr Haus im Mühlviertel aufgebrochen. Das gibt es jetzt nicht mehr. Zu einem sommerlichen Mittagessen hat sie uns heute aber trotzdem eingeladen, nach dem sie mit ihren Prüfungen fertig ist. Wui, könnte ich sagen und halte ein Zweitstudium für ein besonderes Gedächtnistraining, das ich mir beispielsweise nicht antun würde, aber ich habe ja immer noch meine Praxis und dann mein Schreiben und seit es das Corona-Virus gibt, lebe ich in Wien ja eigentlich sehr eremitisch, bin manchmal auf Demonstrationen und auch auf die Bank gegangen, um meine Zahlscheine zu beheben, die Ruth haben wir auch öfter getroffen oder sie zum Mittagessen eingeladen und jetzt ein sommerliches Mittagessen.

Was bringe ich da, die ich immer noch mein „Literaturgeflüster“ feiere zu diesem Ereignis mit?

Richtig, mein neues und das dritte Corona-Buch „Mathilde im Coronaland“ und dann noch die „Wunderkammer der deutschen Sprache“, denn da gibt es jetzt ein Buch über die „Reisen in Deutschland“, Das habe ich mir betellt, aber das mit der „Wunderkamer der Sprache“ bekommen. Also ein schönes Geschenk. Der Alfred hat ein paar Flaschen Wein mitgebracht, die er dann auch eifrig getrunken hat und zum Essen gab es eine Kartoffel-Artischcokensuppe, Karpfen mit Paprika und dann noch Eismarillenknödel. Das klingt toll und war es auch und dann noch ein bißchen im Stadtpark flanieren. Da war es mit den drei G-Regeln dann etwas schwierig, obwohl die Ruth ja geimpft ist. Aber auf denKarlsplatz kann man sich ja auf eine Parkbanksetzen und da einen Aperol Spritzer, einen Campari Soda und ein Bier trinken. Da haben wir dann auch den Georg Becker gesehen, der zu einem Theaterabend aufgebrochen ist und zu besprechen gab es auch einiges. So hat uns die Ruth in die Steiermark eingeladen, wo sie eine Sommerwohnung gemietet hat und wir unseren Campinganhänger aufstellen können. Da ist es dann auch die Frage, wie es mit den drei Gs werden wird.

Die Ruth schreibt an ihren neuen Roman. Ich habe die „Alte Frauen-Geschichte“gerade beendet und es ist die Frage, wie es mit der Literautur weitergehen wird. Die Sommerlesereihe im Cafe Prückl hat gestern begonnen. Dazu hat mich die Christl Greller eingeladen und die Birgit Schwaner kontrollierte, die 3Gs. Wie es mit dem Volksstimmefest, das es jetzt wieder geben wird, ist auch nicht so klar. Ich gehe mit den drei Gs ja nicht hin.

Richard Schubert,der heuer den“Kramer-Preis“ bekommen wird, hat es aber schon auf dem Programm und worüber kann man noch literarisch diskutieren? Über die Bücher, die erscheinen werden und di e, die man selber schreibt. Vielleicht auch über das Fußballmatsch Italien gegen Spanien, das heute im Halbfinale stattfindenwird. Ich interessiere mich ja nicht so sehr dafür. Also bleibe ich bei den Büchern,werde morgen einen intensiven Praxistag erleben und dann mit dem Alfred wieder nach Harland fahren, um dort den neunundachtzigsten Geburtstag der Schwiegermutter feiern.

Mal sehen, ob mich das Bootshaus, das läßt. Ich wünsche ihr alles Gute und breche nach dem mogigen Praxistag in die literarische Sommerfrische auf,wo ich „Wer wir waren korrigiere und vielleicht einen schönen Sommer erleben werde. Ich bin gespannt und werde bis zum Fünfzehnten noch weiter mein „Literaturgeflüster“ feiern und eine Deutschlandsreise, die ich noch lesen muß, ist dai scher auch sehr interessant.

4 Kommentare »

  1. Ruth Aspöck schätz ich wirklich sehr,
    ich sollte schreiben noch viel mehr,
    wie sie mit Umsicht hat betreut –
    Autoren*innen ihres Verlags – für die hat keine Mühe sie gescheut.
    Mir aber stockt das lock´re Schreiben,
    so lass ich es jetzt lieber bleiben.
    Sag´ nur noch, danke, liebe Ruth
    und zieh´ ganz feministisch meinen Sonnenhut.

    Doris Kloimstein

    Kommentar von schreibzeug123 — 2021-07-07 @ 16:46 | Antworten

  2. War ein tolles literarisches Mittagessen und ein toller Beitrag für mein dreizehnjähriges „Literaturgeflüster“ feiern, was ich hoffe mit dir am Samstag wiederholen zu können, seid ihr beide derzeit ja fast ausschließlich meine einzigen literarischen Kontakte! Ich habe auch gehört, daß ihr euch beim Mayröcker Begräbnis getroffen habt!

    Kommentar von jancak — 2021-07-07 @ 16:51 | Antworten

  3. Beim Mayröcker-Begräbnis war ich in der Tat, ein seelisch Muss,
    kein „schluddrig“ Reim jetzt – Schluss …

    Das Literaturgeflüster-Jubiläum lass uns morgen dann begießen,
    heute sollen kreative Gedanken bei mir vormittags dann sprießen …
    Am St. Pöltner Mark zu festgesetzter Zeit,
    werd´ sagen PROST ich – morgen ists so weit!

    Doris Kloimstein

    Kommentar von schreibzeug123 — 2021-07-09 @ 08:20 | Antworten

  4. Hast du sie persönlich gekannt? Mir hat sie einmal zum Geburtstag gratuliert, als Christl Fallenstein mich ihr bei den Fried-Tagen, die ja zu dieser Zeit im Literaturhaus stattfanden, vorstellte. Da Bachmannpreis, Klienten und der Zentralfriedhof ja weit zu gehen wäre und ich sie eigentlich auch nicht persönlich kannte, habe ich es ausgelassen, beim Andreas Okopenko bin ich am Grinzinger Friedhof gewesen und dann lang das Bernhard- Grab gesucht und nicht gefunden, beim Gerstl- Begräbnis war ich, beim dem der Friedl Hofbauer, der Heidi Pataki, des Gerhard Koflers und der Ingrid Wald bei dem vom Jandl ebenfalls nicht!
    Also bis morgen und gestern wurde der neunundachtzigsten Geburtstag der Schwiegermutter im Bootshaus gefeiert!
    Ich lese jetzt übrigens endlich dein Buch „Machtkampf im Ministerium“
    Veraltet könnte man sagen, obwohl sich die Probleme ja seither durch das Dauertesten, das Maskentragen, den wenigen Schulunterricht und der wahrscheinlich mangelnden digitalen Ausstattung der Problemschüler wahrscheinlich noch verschärft haben und ihre Deutschkenntnisse wohl auch nicht besser wurden!

    Kommentar von jancak — 2021-07-09 @ 09:51 | Antworten


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