Literaturgefluester

2021-07-18

Im Landhaus der Dietrich Kittner-Stiftung

Wochenende in der Steiermark in Dedenitz bei Bad Radkersburg, weil da hat sich die Ruth bei der Dietrich Kittner Stiftung, das war ein Kabarettist, der dort ein Kulturzetrum mit Theater aufgebaut hat,das jetzt von der steierischen KÖP und von Ernst Kaltenegger verwaltet und als Ferienwohnungen meistens an Künstler vergeben wird, eingemietet und uns eingeladen dort im Garten unser Zelt bzw. den neuen Campingwagen aufzubauen und ein bißchen Urlaub ist in Corona- Zeiten, wo man ohne 3G ja nicht sehr viel herumkommt, ganz gut. Vor der ruth war in der großn Wohnung, die wahrscheinlich ein ehemaliges Bauernhaus ist, Erich Hackl und hat vielleicht ein paar seiner Bücher hinterlassen oder waren sie schon dort. Ein sehr idyllischer Hof,der fast ein bißchen an das Künstlerdorf erinnert wo wir im Vorjahr waren. Den neuen Campinganhänger den sich derAlfred mit dem Karli im Oktober geholt hat unter einem Baum aufgestellt und ein bißchen probegeschlafen und dann mi tden Klapprädern, die wi rmitgenommen haben nach Bad Radkersburg vier Kilometer auf einen schönen Radweg gefahren.

Am Hauptplatz direkt neben der ästhetisch schönen Bücherzelle, wo die städtische Bibliothek ihre Plakate angebracht hat, die Räder abgestellt und zur Frauenkirche gewandert alles ästhetisch schön. Das Finanzamt schaut wie ein Theater aus, dabneben steht das Russendenkmal, das, glaube ich, vom Hauptplatz verlegt wurde, dann zu einer anderen Kirche, die sehr schön war und davor gab es eine Ausstellung über das Sterben mit einem alten Totenwagen,woman sich einbißchen in dieVergangenheit begeben konnte.

Dann sind wr zurückgeradelt, ein bißchen hat es geregnet und in der Nacht gab es ein Gewitter, so daß das neue Zelt, das sehr weich und bequem war gleich zumEinstand naß geworden ist und dasWetter am Samstag schlecht, wo die Ruth ihre Schwester und ihren Schwager erwartet, die aus Stuttgart kommen sollen und amSonntag soll auch noch ihr Sohn mit seiner Familie kommen, so daß es ein richtigs Familientreffen geben wird.

Zum Frühstück kam der Bäckerwagen, es gab Kipferl und Eiern vom Bauern von angeblich glücklichen Hühnern. Das Internet war, was mich in Schrecken versetzte, eine Weile aus, denn was tut man Mitten am Land im Regen? Allerdings gibt es ja meinen „Hundert Seiten-Text“, den ich auch ohne Netz korrigieren kann und da auch noch viel Arbeit habe.

Dann bekamen wir Besuch von einem einheimischen Naturburschen, der Alfreds Zelt besichtigen wollte. Ruth kochte zum Mittagessen Champignons mit Reis und der Alfred,der unbedingt Fleisch haben wollte, fuhr zum Lindenhof um zwei Portionen Schweinsbraten und drei Cremeschnittenzu holen und den drei G-Regeln zu entgehen. Danach ein Spaziergang anderslowenischen Grenze durch den Wald, was Erinnerungen in mir weckte, bin ich doch vor fast vierzig Jahren mit dem Herrn Benesch in einem Bauernhof an der slowenischen Grenze gewesen und dortbeim Scheammerlsuchen ein bißcfhen zu weit in das ehemalige Jugoslawien gekommen. Das ist diesmal nicht passiert, sondern ein schöner Gang durch einen schönen Wald in einem schönen Erholungsgebiet und das Wetter war auch wieder schön.

Am Abend während Ruth auf ihre Schwester wartete, sind wir noch einmal zum Lindenhof geradelt, um Getränke zu holen und da in ein Gewitter geraten. Zum Glück aber nicht zu naß geworden. Die Schwester und der Schwager sind dann erst sehr spät, weil in einem Stau geraten, gekommen. Am Sonntag war dann das Wetter nach einer ruhigen Nacht wieder schlecht.

Überall gibt es Hochwasser und Überschwemmungen. In Deutschlandf sind über hundert Menschen daran gestorben, Hallein ist überflute und Amstetten.

So sind wir in Ruths Wohnung geblieben, ich habe meinen Text korrigiert und noch einmal das Bücherregal durchgesehen. Dietrich Kittner hat, glaube ich, eine Bibliothek mit zehntausend Büchern hinterlassen. Da habe ich nur ein Foto gesehen. In dem Bücherregal in derWohnung gab es aber ein Buch mit Kittner Texten, das ich durchgeblättert habe und was ich besonders interessant fand, auch eines von Louis Mahrer nämlich „Bora“, das Robert Streibel herausgebracht hat, ich habe bei einer KritLit davon gehört in der Kittner Stiftung gibt es also besondere kritische Bücher und zum Mttagessen hat der Alfred aus dem Gasthaus Backhendl geholt. Die Ruth hat Gurkensalat gemacht. Cremeschnitten gab es noch von gestern und dann sind wir über Graz und Mariazell zurückgefahren und haben die Option nächste Woche wiederzukommen und da noch einmal ein Wochenende an der steirisch slowenischen Grenze zu erleben, wenn das Wetter vielleicht besser ist.

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