Literaturgefluester

2021-08-04

Noahs Fest – Eine Art Stundenbuch

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:04
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„NOAH,/ein Ackerbauer,/war derErste,/der einen Weinberg pflanzte/ Genesis 9/20 -In Wahrheit war dieSinftflut der erste Lockdown. – Zitat-Urheber/in gesucht“, steht am Rücken des rotgelben Bandes mit dem ich eine Woche biblischen Schreibaufenthalt nachhzuholen versuche. Denn da gab es ja im vorigen Herbst niederösterreichischen Bibelwochen mit einer Unmenge von Veranstaltungen. Eine davon war das Skriptorium im Stift Steitenstetten, wo sieben Literaten und sieben bildende Künstler mit drei Kuratorinnen ein paar Tage zum Thema „Noahs Fest“ schreiben, zeichnen, malen, etcetera, sollten.

Meine liebe Freundin Doris Kloimstein hat mich wahrscheinlich schon 2019 dazu eingeladen und ich war begeistert. Ein paar Tage in einem Kloster leben, schreiben, spazierengehen mit schreibenden und bildenden Menschen zusammenkommen. Sowas habe ich ja nicht oft. Sowas fehlt mir, der sehr am Rande des Literaturbetriebes stehenden, meistens. Zwar war ich einmal im Jägermayerhof eingeladen, weil ich meine Texte ein paar Jahre beim „Max von der Grün-Preis“ einreichte, da habe ich Rudi Lasselsberger kennengelernt, Traude Korosa und noch einige andere. Sonst war nicht viel mit Stipendien und literarischen Aufenthalten, also toll und, daß das Thema die Bibel ist, war der Atheistin auch egal, schließlich kann man kann ich über alles schreiben. Dann kam Corona, ich zweifelte, daß das Ganze stattfinden würde.

Es statt fand, aber als ich mich schon darauf vorbereitete, kam die Nachricht, im Speisesaal Maske! Die Doris hätte mir zwar das Essen ins Zimmer nachgetragen!Aber nein, man muß nicht alles haben und über „Noahs Fest“ kann man ja auch zu Hause schreiben, was ich auch getan habe und weil ich in dieser Zeit keine Stunden eingetragen hatte, habe ich auch versucht mich ein bißchen mit dem Versäumten zu beschäftigen. Habe die Teilnehmer nachgegoogelt. Aber natürlich, das, was dort geschehen ist und, was die anderen malten oder schrieben, nicht mitbekommen.

Bis vor kurzem war das so, denn jetzt liegt das schon erwähnte Buch, die in Folge erschienene Anthologie vor mir. Doris sei Dank, mein Text ist auch drinnen und was mich besonders freute, am Ende gibt es ein Bild vom Stift Seitenstetten und eines, wo ich mir eine Vorstellung machen kann, wie das Zimmer ausgesehen hat, in das die Doris mir das Essen bringen hätte können.

Die Doris hat auch das Vorwort geschrieben .Die Theologin Karin Hintersteiner, die „10 Tage für die Bibel und Künstler/innenklausur im Stift Seitenstetten erklärt, Außer Doris Kloimstein wurde das Event noch von der bildenden Künstlerin und Galeristin Renate Minarz und Ursula Fischer kuratiert und dann kommen wir zu dem, was ich wirklich in meiner Heimklausur, wo ich mich ja auf das Corona-Geschehen konhzentrierte, versäumte, nämlich die Bibelstellen, die sich auf die Sintflut und Noah, dem ersten Weinbauern der Geschichte, bezog und einen Vortrag hat es am ersten Tag, gleich nach dem Mittagessen, damit man auf das Projekt eingestimmt wurde, von Eiisabeth Birnbaum auch gegeben. Den habe ich jetzt nachgelesen, bevor es an die literarischen Texte der sieben, nein zehn Autoren geht, denn Doris Kloimstein, die Kuratorin hat sich auch daran beteiligt und wieder in ihrer sehr klaren Art nach dem „Genetiv oder Genitiv“ beziehungsweise danach „Wessen Fest hier gefeiert wird?“, gefragt. Ich füge an, Doris Kloimstein wurde 1959 in Linz geboren. Ich habe sie bei einer Regionalversammlung der IG autoren in St. Pölten kennengelernt. Sie war auch in unserer Schreibgruppe und jetzt treffe ich sie regelmäßig am Markt und habe auch einiges von ihr gelesen, Der nächste der eingeladenen Autoren war der 1970 in der Südsteiermark geborene Christian Teissel, Mitgliid des „Podiums“ von dem ich glaube ich schon einiges gehört habe, der zwei Gedichte nämlich ein „Portrait von Noah“ und dann „Noahs Fest“ beigesteuert hat.

Interessant das Interview, dasdem mir bisher unbekannte, 1940 geborene Hans Bäck dazu eingefallen ist, ließ er doch einen Reporter nach den damaligen Ereignissen fragen und endet mit dem Satz: „Die Sintflut haben wir uns schon hinter uns (Was kann uns da noch passieren – höchstens daß Trump noch vier Jahre reagiert“, „ist nicht eingetreten“, hat Doris Kloimstein dazugeschrieben und das was uns das Corona-Virus noch so alles bringen wird, wissen wir nicht, wieviele Lockdowns und freiwillige Zwangsimpfungen wir da noch erleben werden? Aber hoffen wir auf das Beste und gehen mit den Texten weiter. Da gibt es einen von dem mir ebenfalls unbekannten Walter Siess Bergmann und die in Kroatien geborene Tatjana Cristelbauer hat Noah tanzen lassen „auf Dis-Tanz,/ruhend/mit der rechten Fußspitze über dem Boden kreisend/einander mit beiden Ellen-Bogen-berühren/“

Der in Linz geborene Psychologein Claudia Thaller sind „Vier Freudesgesänge für vier Frauen“ zu diesem Thema eingefallen, der 1980 geborene Josef Paul Beneder der seit 2020 Präsident des Turmbundes in Innsbrucks ist, hat drei Gedichte dazugeschrieben und dann kommt der bildende Teil, die Trptichen und Aqarelle der bildenden Künstler. Einer konnte nicht kommen, weil er sich in Quarantäne befand. Ich habe wegen der verdammten Maske abgesagt und Nagdalena Tschurlovits vom Pen, die schon gemeinsam mit der Doris im Liiteraturhaus aufgetreten ist, bei ihrem Geburtstagsfest war und eine interessante Handtasche hat, konnte Corona bedingt wahrscheinlich auch nicht kommen, hat aber einen interessanten Text beigesteuert, der mit „Nein, also glauben Sie jetzt bitte nicht dass ich Ihnen aus der Bibel die schöne Geschichte von Noah und seiner Arche nacherzählen werde.“, beginnt.

Die 1945 geborene und in Innsbruck lebende Margit Jordan konnte auch nicht kommen und hat ein Gedicht beigesteuert und ich habe einen kleinen Eindruck von den Texten und den Bildern, die im Skriptoriums entstanden sind, bekommen. Die Antholige wird auch, wie mir die Doris mailte, präsentiert werden, so daß man mit den Künstlern ins Gespräch kommen könnte. 3G bedingt, wird mir das wahrscheinlich auch nicht möglich sein und den anderen Interessierten kann ich die Anthologie, die man, wie mir die Doris versichert hat, schon bestellen kann, wärmstens empfehlen.

Denn, wie heißt es so schön am am Buchrücken „In Wahrheit war die Sintflut der ersteLlockdown. Jetzt haben wir schon ein paar Weitere erlebt.

Meine gesammelten Corona-Texte, die immer mehr werden, wird es hoffentlich auch bald in Buchform geben und der „Holzbaum Verlag“ und Oliver Ottistsch haben sich auch einmal „Noah“ bzw. seinen Fleischwaren humoristisch angenähert.

6 Kommentare »

  1. Das Noah-Buch, jetzt ist es fertig,
    und ich bin der Kritik gewärtig.
    Jedoch, I did my very best,
    und feiere wie Noah jetzt ein Fest.

    Doris Kloimstein

    Kommentar von schreibzeug123 — 2021-08-04 @ 20:40 | Antworten

  2. Ist ein schönes Buch, mit, wie eben gemailt, eher kurzen Texten für drei Tage Schreibaufenthalt!
    Ich habe wieder versucht mir das Versäumte zu imaginieren und endlich wieder ein Belexexemplar, weil es die Volksstimmeanthologien schon länger nicht mehr gibt!
    Ein Schreibnachweis für die Biografie, obwohl ich das ohnehin nicht brauche und meine selbstgemachten Bücher habe!

    Kommentar von jancak — 2021-08-04 @ 21:03 | Antworten

  3. In einem Kloster ists beschaulich,
    darum, jeder Satz zuviel – viel zu vertraulich.
    Und auch die Küche war sehr fein,
    dazu recht edler kösterlicher Wein.
    Da muss man seine Zunge zügeln
    um nachher nichts zurecht zu bügeln.
    Auch, in der Kürze liegt die Würze, heißt der Spruch.
    Die Texte deshalb, lang genug, ansonsten huch!!

    Doris Kloimstein

    Kommentar von schreibzeug123 — 2021-08-05 @ 08:09 | Antworten

  4. Aber vielleicht wurden die alten autoritären Regeln durch die Erkenntnisse der modernen Pyschologie überholt, die besagt Offenheit ist wichtig, um kein Magengeschwür oder eine Depression zu bekommen! Ehrliches Aussprechen von dem, was eine stört, damit ein gedeihliches Miteinander möglich ist, sonst wuchert das Verdrängte munter unterm Teppich und, daß das nicht gut ist, hat schon Papa Freud erkannt und beschrieben!

    Kommentar von jancak — 2021-08-05 @ 09:14 | Antworten

  5. Zu tief geschürft beim Lesen meiner Reime,
    es ist nix, was so unterm Teppich scheine,
    und wuchere nach psychologisch Schürfen,
    man wird schon noch ein wenig Blödeln dürfen.
    Zum gedeihlich´ Miteinander hätt´ im Allgemeinen ich zu sagen,
    ganz vieler Menschen Ego ist doch wahrlich zu beklagen,
    egal, wo die sich schön gruppieren,
    kannst staunend deren Psyche du genau studieren.
    Den Freud, den guten Alten, les´ ich gerne,
    und blick´ dann lieber nächtens einsam in die Sterne.
    Beruflich Gruppen coachen tu´ ich auch,
    und das ist manchmal physisch (sic!) dann „ein Schlauch“.
    Doch bin ich jetzt sehr abgeschwiffen,
    in Noahs Arche wollt´ ich literarisch schiffen.

    Doris Kloimstein

    Kommentar von schreibzeug123 — 2021-08-05 @ 11:21 | Antworten

  6. Dann viel Spaß beim Sterneschnuppern!

    Kommentar von jancak — 2021-08-05 @ 12:25 | Antworten


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