Literaturgefluester

2021-11-09

Wieder kein literarisches Geburtstagsfest

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 23:10
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Ich habe ja 1987 oder so begonnen zu meinem Geburtstag ein literarisches Geburtstagsfest ,zu veranstalten. Das heißt, ich habe meine Freunde eingeladen. So etwa fünfzig Einladungen ausgeschickt, cirka fünfundzwanzig Leute sind gekommen, habe aus meinen Texten gelesen und jeweils drei bis fünf andere Autoren zum Lesen eingeladen. Zuerst waren es die Arbeitskreisfrauen, die Elfriede Haslehner , die Bruni, vielleicht auch die Valerie Szabo, später die Ruth, die Hilde Schmölzer, der Rudi Lasselsberger, der Lidio Mosca–Bustamante, der Stephan Eibel Erzberg, etcetera, es hat einmal auch die Elfriede Gerstl gelesen und einmal die Cornelia Travnicek, habe am Anfang gebangt, das keine Leute kommen, aber es kamen immer welche und es war immer sehr schön.

Einige Male habe ich es ausgelassen, einmal so, einmal weil ich vorher mein Praxiseröffnungfest hatte und 2019 weil wir nach Basel fuhren und im Vorjahr war es nicht möglich wegen des Lockdown.

Da habe ich eine Zeitlang noch überlegt, ob ich nicht zehn bis fünfzehn Leute einladen soll, sieben bis zehn kommen dann und die Ruth und die Doris Kloimstein zum Lesen, aber dann war ja Kontaktbeschränkung, also nur ein Mittagessen mit der Ruth und der Hilde Schmölzer ,und heuer könnte ich glaube ich, trotz 2G ja ein paar Leute einladen, ich dürfte halt keinen Cluster bilden, aber da ich die meisten der Einzuladenden jetzt schon zwei Jahre nicht mehr gesehen habe und auch von einigen gehört habe mit Ungetimpften treffen wir uns nicht, habe ich das gar nicht erst angedacht und denke auch das war es jetzt mit dem Geburtstaglesungen, obwohl das ja eine gute Idee war und so etwas wie Hausmusik, aber ich habe es schon geschrieben Corona ist so etwas wie ein aus meiner „literarischen Karriere“, wo ich mich die letzten Jahre vielleicht wirklich ein wenig aufgedrängt habe Leute zu meinen Lesungen zu bekommen, was oft auch nicht nicht wirklich geklappt hat und so denke ich, es muß nicht sein und wenn ich nächstes Jahr, wenn überhaupt möglich, versuche da zwanzig Leute zusammenzukratzen, kommt vielleicht niemand, weil mein Kontakt derzeit hauptsächlich aus der Ruth und der Doris Kloimstein besteht und die werden auch zu meinen heurigen Geburtstagsfest kommen.

Früher hat mich der Alfred mit der Anna da ja auch zum Essen eingeladen. Geht auch auch nicht mehr. Im Vorjahr Lockdown, heuer 2G, aber kochen kann und darf man ja, also ein sehr privates Geburtstagsfest. Aber natürlich literarisch, denn erstens sind das ja schreibende Frauen, zweitens gibt es Bücher und da habe ich mir ja schon vor Wochen als man in St. Pölten den „Thalia“ noch ohne Maske betreten durfte vom Alfred Michael Köhlmeiers „Mitou“ gewünscht und Eva Menasses „Dunklelblum“, die Bücher liegen jetzt in Harland und werden noch nicht gelesen, weil sie nicht auf den Buchpreislisten standen. In Wien liegt auf dem Tischen im Schlafzimmer Elias Hirschl „Salonfähig“, weil es da um Kanzler Kurz oder die österreichische korrupte Gesellschaft gehen soll und dann Brandon Taylors „Real live“ weil er mich während der Frankfurter Buchmesse, fragte, ob ich ein Buch haben will und dann noch das „Virenregime“, da ist er zu einer Geschäftsauflösung gegangen und hat das Buch mitgebracht und gestern während ich mir in Ö1 die österreichische Buchpreisverleihung anhörte, ist er zu den „Wilden Worten“ gegangen, weil dort Margit Heumann wieder gelesen hat, die auch schon mal bei meinem literarischen Geburtstagsfest war und hat mir ihr neues Buch „Briefe wie diese “ mitgebracht.

Also Bücher, Bücher, Bücher. Ein paar Geburtstagsgutscheine von der „Grünen Erde“ gibt es auch immer und im Vorjahr, da ist die Anna mit der kleinen Lia, glaube ich, am Geburtstagstag gekommen und die Ruth und die Hilde Schmölzer , glaube ich, einen Tag früher gekommen und hat mir den dicken Dos Passos gebracht, der dann auf der Leipziger Buchpreisliste stand. Heuer kommt die Anna nicht und wir waren letzten Wochenende auch nicht in Harland, weil ich da immer Angst habe nicht ausreisen zu können. Also kein Gansl mit der Doris Kloimstein, die wir dort immer am Markt treffen und auch noch keine Bücher von der Anna.

Die Ruth hat mir schon gesagt, daß sie mir keine Bücher schenken wolle, weil ich schon so viele habe. Das hat die Anna früher auch gesagt und das stimmt ja auch, aber wenn schon kein Geburtstagsfest und keine live Buchpreisverleihung, was sich in den letzten Jahren immer irgendwie verlappte und „Nanowrimos“, wenn ich mitgeschrieben habe, meistens auch oder war ich da damit schon fertig und bin auf die „Buch Wien“ gegangen, das fällt heuer auch weg, obwohl sie morgen eröffnet wird und ich sogar zur Akkredtierung aufgefordert wurde, kann ich eine Bücherschranktour machen, habe ich, wie im Vorjahr gedacht und da einen großen Sack nach Hause geschleppt, wo ich noch nicht alles gelesen habe und heuer eine kurze Tour, denn es war ja die Ruth und die Doris eingeladen und der Alfred hat Tafelspitz gemacht.

Das war der Plan. Am Sonntag Gansl in Harland, am Dienstag Tafelspitz und wir laden dazu die Ruth ein. Aber die studiert ja Theologie, nimmt das sehr ernst und hat Vorlesung. Also nicht zum Mittag, sondern erst danach und wenn schon nicht in Harland, kann die Doris Kloimstein vielleich nach Wien kommen habe ich gedacht und sie eingeladen, weil ja ein Geburtstag etwas besonders ist.

Habe mir also nur eine zehn Uhr stunde eingeteilt und wollte dann die Kurztour bis zur Zieglergasse und zur Burggasse machen. Aber dann hat das Telefon geläutet. Die Christa, meine Hauptschulfreundin, die ich jetzt auch schon lange nicht gesehen habe, hat angerufen und zum Geburtstag gratuliert, die Ute hat aus Leipzig ein Mail geschrieben und die Zahui eine Geburtstagskarte und bin erst nach dem Mittagessen, Tafelspitz und Birnentorte vom Fruth, auf die Büchertour gegangen, die diesmal nicht so intensiv, wie die im Vorjahr war, aber zum Schweizer Buchpreis passend, den ich mir ja vor zwei Jahren life in Basel gegeben habe, passend ein Buch von dem Schweizer Autor Hans Manz und dann „Berner Blut“, die Anthologie zur „Criminale 2013“, wo aber auch Sabine Naber, Nina George und Roul Biltgen enthalten sind.

Von der Ruth gab es statt Bücher Wäsche, in Zeiten der Maskenpflicht in den Geschäften, passend und die Doris ,hat mir ein Buch, das ich zwar schon gelesen aber nicht in Printform habe, also das letzte deutsche Buchpreisbuch und es gab zwar keine Lesung, aber doch ein paar literarische Gespräche und natürlich wie auch anders Diskussionen über Corona, Schinken, Käse, Sturm und Wein und der 2G Geburtstag ist vorbei und was die Buch-Wien betrifft, die ja morgen eröffnet wird, kann ich noch eine Meldung aus dem heutigen Morgenjournal wiedergeben, nämlich, daß das Papier knapp ist, die die Verlage Schwierigkeiten bekommen, ihre Weihnachtsaufträge zu erfüllen, aber da habe ich ohnehin schon Weihnachtslektüre in meinem Badezimmer liegen.

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2 Kommentare »

  1. Hallo, Eva Jancak, auf diesem Wege ALLES GUTE UND LIEBE zum Geburtstag! Schickst du mir bitte deine Emailadr. und Tel.nr.? Ich les ja zu wenig oft im Geflüster, du bist einfach zu fleißig! Aber macht nix, kann ich ja nachlesen wann immer es passt, das ist schön! Liebe Grüße auch an Alfred! Und vor allem: BRAVSEIN! herzlichst Rudi (rudolf.lasselsberger@aon.at)

    Kommentar von rudolf lasselsberger — 2021-11-13 @ 02:23 | Antworten

  2. Hallo Rudi! Vielen Dank, hab mir schon Sorgen gemachtt, was mit dir ist, weil ich schon so lange nichts mehr von dir hörte! Geht es dir gut? Habe übrigens vor ein paar Monaten etwas von dir und Eva Scheuffler im „Wortschatz“ gefunden! Hast du das hineingelegt?
    P.S. Brav bin ich ohnehin und weil ich soviel zu lesen habe, wird auch mein Weihnachten sicher gemütlich werden!

    Kommentar von jancak — 2021-11-13 @ 10:30 | Antworten


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