Literaturgefluester

2021-12-16

Leben als NI

Wir leben ja, seit es den sogenannten Lockdown für Ungeimpfte gibt, in sehr seltsamen Zeiten, wo man wahrscheinlich früher vor zwei, drei Jahren den Kopf geschüttelt hätte und nein, das kann ich mir nicht vorstellen, das kann und wird niemals so passieren!

Ja so schnell kann es gehen, daß Unmögliches möglich wird, die Corona Debatte ist schuld daran und hat offenbar sehr viel von links nach rechts und von rechts nach links gerückt.

Ich kann mich erinnern und das ist, glaube ich, vor einem Jahr gewesen, daß aus England, die Detatte kam, da würde es einen „Zrück in die Freiheit-Paß“ geben und ich habe den Kopf geschüttelt und habe es nicht gelaubt.

Dann kamen und das war vor einem Jahr von Exex-Kanzler <kurz die Aufforderung zu einer sogenannten Massentestung. Da sind nur wenige Leute hingegangen und man kannte hören, wer das nicht tut gefährdet fünf Arbeitsplätze.

Das habe ich bis heute nicht verstanden. Dann kam das Freitesten oder das 3G und man durfte nur geimpft oder getestet in Restaurants, Veranstaltungen, Friseure und ich habe mich gewundert wie schnell das angenommen wurde und wie bereitwillig die Leute sich testen ließen oder in der „Alten Schmiede“ die FFP2-Maske aufsetzten.

Viele ließen sich dann impfen, um ihre Freiheit, sprich auf Urlaub fahren zu können und ins Kino zu gehen, denn man hörte ohne Impfung kommt man in kein Flugzeug mehr hinein.

Ich bin ja eine die nicht gerne Dinge macht, die ihr nicht logisch erscheinen und, daß man im Freien einen Impfpaß oder einen Testnachweis braucht, um einen Kaffee zu trinken ist es das nicht wirklich, wenn man sich den vom Würstlstand holen und das Eis halt aus dem Stanitzl schlecken kann.

Der Herr Elmayer, der das Essen im Freien für nicht fein hält, würde zwar den Kopf vor so viel Unfeinheit schütteln, aber der ist schon gestorben und da ich ja nicht gerne Masken trage und mich auch nicht testen lassen möchte, befinde ich mich eigentlich schon seit März 2020 im Lockdown und komme eigentlich recht gut damit zurecht.

Dem Alfred der die Maßnahmen schlechter als ich verträgt, geht einkaufen und kauft soviel, daß ich auch seine Urlaube verkrafte„, statt in die „Alte Schmiede“ zu gehen, streame ich mich halt hin, auf die Bank muß ich alle paar Wochen und zum Bücherschrank gehe ich auch und in Harland Radfahren, das ist auch wichtig, denn zu den vielen Widersprüchigkeiten und Fehlern, die da in der Pandemiebekämpfung aufgetreten sind, gehörte wohl, daß im Frühjahr 2020, die Parks und die Spielplätze abgesperrt wurden und man die Leute bestrafte, die auf einer Parkbank saßen, denn man soll und muß sich ja bewegen, um gesund zu bleiben und seine Abwehrkräfte zu stärken und wenn man da ewig im Lockdown vor dem Fernseher sitzt, denn da darf man ja nur aus vier berühmten Gründen hinaus, frustriert Chips und Bier in sich hineinstopft, nimmt man zu, wird adipös, bekommt Bluthochdurck oder Diabetes und zählt im Falle einer Ansteckung zu den Risikopatienten.

Nun gut, im Sommer 2020 wurde ja gelockert. Aber dann kam der zweite Lockdown, der in Wien bis Ostern anhielt, da mußte man zeitweilig auch am Donaukanal und am Karlsplatz Maske tragen. Es gab den grünen Paß, den man überall vorweisen mußte und einen relativ schönen Sommer, den Kanzler Kurz ja versprochen hat, daß da das Licht im Tunnel zu sehen sein wird und für die Geimpften die Pandemie vorbei. Das war dann nicht so, weil die Delta Variante plötzlich da, die viel viel ansteckender zu sein schien. In Wien mußte man auch in Nonfood-Geschäften Masken tragen und sich die Knder testen lassen, wenn sie ins Schwimmbad wollten.

Dann kam der Herbst und die Pandemie war offenbar auch für die Geimpften nicht vorbei, denn die Zahlen stiegen wieder an und so wurde der sogenannte Dreistufenplan kreiiert, der dann auf fünf erhöht wurde, wobei Stufe vier, glaube ich, die 2G Regel also geimpft und genesen und Stufe fünf dann einen Lockdown für Ungeimpfte bedeutete.

„Ich betone, daß diese Maßnahmen nur die Ungeimpften betreffen!“, verkündete der neue Bundeskanzler Schallenberg, denn wie kommen die dazu, die alles richtig machten, daß sie sich einschränken müßen. Das hat dann, weil die Zahlen weiter stiegen, nicht lange angehalten. Es gab Konflikte zwischen Kanzler und Gesundheitsminister und dann wurde im November, glaube ich, neben einem dreiwöchigen Lockdown für alle auch eine Impfpflicht ab Februar eingeführt und so befinde ich mich seit November im sogenannten Locown für Ungeimpfte, der mir, weil ich das ja schon viel länger bin, wie geschrieben, nicht viel ausmacht und ich mich in Wien außer auf die Bank eigentlich nur an den Samstagen auf Demos ,begebe, aber da war ich weil wir ja auch manchmal in Harland sind, nicht auf allen.

Nur auf der Letzten und da schleche ich mich wegen der Maskenpflicht eher am Rand herum, also dort wo man maskenlos stehen darf und ich halte auch Abstand. Mache meine Stunden hauptsächich telefonisch, treffe am Markt in St. Pölten regelmäßig die Doris Kloimsteinn und machmal in Wien die Ruth und denke, daß ich mich auf diese Art und Weise nicht anstecken kann, also keine Gefährderin bin, mich von der Regierung nicht schützen lassen und auch kein schlechtes Gewissen zu haben brauche.

Dem Alfred der gerne im Wirtshaus Fußballspiele gesehen hat, geht es da viel schlechter als mir, mir geht es nicht so sehr ab, daß ich jetzt in der „Alten Schmiede“ oder Literaturhaus nicht mehr ignoriert werde und streame mich in die Veranstaltungen und außerdem lese und schreibe. ich ja sehr viel. Ich bin wahrscheinlich auch da die, die bis jetzt am meisten über Corona geschrieben hat.

Mein „Corona-Texte Buch“ mit den Blogartikeln bis Oktober wird demnächst erscheinen und ich kann es allen sehr empfehlen, weil man da, glaube ich, recht gut die Veränderungen und Vertschärfungen beobachten kann.

Sonst gibts das „Frühjahrserwachen“ wo die Roswitha mit Schal in die Bank und in ihr Museum schleicht. Das ginge jetzt nicht mehr. Dann das „Braunrot karierte Notizbuch“, das ich einmal in der Seedosen-Zelle gefunden habe und das den eigentlich sehr schönen Corona-Sommer 2020 beschreibt.

Dann das „Leben im Corona-Raum“ mit der Mathilde, das endet im November 2020 und da war die NI-Wohnung noch Utopie. Jetzt ist es das offenbar nicht mehr ganz so sehr, hat doch die Frau Verfassungsministerin Edtstadler schon angedeutet, daß man, wenn es die Impflicht gibt, sich nicht mehr legal in Österreich aufhalten kann! Was das heißt weiß ich nicht so genau. Denn nach Deutschland oder sonst nach Europa kann ich wohl auch nicht auswandern und will das auch nicht. Habe aber gehört, daß ich gekündigt werden und meine Wohnung verlieren kann. Auch mein Auto und Führerschein darf ich keinen machen. Ob die Arzte mich behandeln dürfen, ist nicht so klar. Der Ärztekammerpräsident sagt „Ja!“, aber wenn ich dorthin gehe, meine Abwehrkörper zeige und frage, ob ich mich jetzt impfen lassen soll? Darf der Arzt nicht „Nein!“, sagen, weil er sonst diszipliniert wird und es gibt auch Forderungen, daß man dann gefälligst seine Intensivbehandlungen bezahlen muß und angezeigt wird, wenn man jemanden angesteckt hat!

Also alles nicht sehr lustig und ungemütlich. Da hat der inzwischen auch schon wieder Ex-Kanzler und Außenminister Schallenberg leider recht und eine Spaltung der Gesellschaft, wie man schon seit Monaten hört. Wenn man dann die Leute auf der Straße befragt, ob es eine Impfpflicht geben soll? Sagen die meisten „Ja, denn wie kommen wir dazu neben einem Ungeimpften im gleichen Raum zu sitzen?“

Als ob die per se ansteckend wären? Sind sie nicht, denn es hat sich inzwischen herausgestellt, daß die Impfung keine sterile Immunität entwickelt und offenbar eine so schwache Wirkung hat, daß sie allle vier bis sechs Monate wiederholt werden muß, was eigentich gegen eine Impflicht spricht. Aber gut, die kommt wahrscheinlich ab Februar und, wie man dagegen Einspruch erheben kann, sagt mir wahrscheinlich die FPÖ oder die MFG und nicht die Grünen, denn die sehen ja in jeden Impfgegner einen Rechtsradikalen, was auch ein wenig seltsam ist!

Die Zahlen stiegen also hoch. Als sie bei fünfzehntausend waren, gabs dann einen dreiwöchigen allgemeinen Lockdown, der jetzt mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen wieder zu Ende ist. Das heißt, die Geschäfte haben wieder offen. Die Restaurants werden in Wien erst wieder nächste Woche öffnen und damit man was zum Fürchten hat, ist prompt die nächste, viel, viel ansteckendere Variante namens Omikron schon wieder da, was ich fast erwartet habe. Jetzt fürchten sich alle davor. Allerdings hört man da, daß die zwar vielleicht ansteckender, aber milde Verläufe hat und so war das, glaube ich, auch vor hundert Jahren bei der spanischen Grippe. Denn dann sind alle verseucht und das Ganze ist vorbei, worauf ich hoffe! Allerdings bin ich wegen der Maßnahmenrücknahme skeptisch, denn so schauts derzeit nicht aus. Wäre aber ein Hoffnungschimmer!

Also nicht in Panik verfallen, sich nicht fertig machen und auch nicht spalten lassen! Mit Abstand halten, Händewaschen und Lüften müßte es eigentlich gehen! Die Maske kann sich ja jeder aufsetzen, der das möchte und sich auch ohne jede Kontrolle testen oder impfen lassen! Schauen wir uns an, was noch passiert und wie lange der Lockdown für die Ungeimpften noch anhalten wird, schaut momentan so aus als ob das ewig wäre!

Mir macht das nicht so viel aus, habe ich schon geschrieben. Ich habe da einen langen Atem, weil schon in Pension und keine Kinder in der Schule und keine Eltern in einem Pflegeheim, die ich besuchen müßte. Lesen kann ich zu Hause, in die „Alte Schmiede“ streamen und über Corona schreiben auch.

Die die sich das nicht leisten können, werden sich vielleicht wehren und weiter auf Demos gehen und das tue ich auch.

2 Kommentare »

  1. ich denk mir auch, dass es wichtig ist, der eigenen ethik und moral treu zu bleiben. wer sich an fragwürdigen medizinischen experimenten beteiligen möchte, zu denen es keinerlei langzeitstudien gibt – o.k., der/die darf das ja ruhig tun. allerdings ganz fix nicht mit mir. ich beteilige mich sicher nicht an einem medizinischen experiment in einem eugenischen (also am erbgut arbeitenden) bereich, zu dem es keinerlei langzeitstudien gibt. und vor zwei jahren hätten das wohl noch die meisten menschen auch noch so gesehen. heute sind leider die meisten…nun ja…anscheinend nicht mehr nachdenkend….

    Kommentar von andi pianka — 2021-12-16 @ 23:23 | Antworten

  2. Eigentlich ein Wahnsinn, daß man, weil man nicht geimpft ist, zu keinen Friseur gehen und sich keine Schuhe kaufen kann und noch einmal ein Wahnsinn, daß das offenbar so hingenommen wird! Wenn ich das vor drei Jahren geschrieben hätte, hätte mir das Manuskript sicher zurückgeschickt „Wow as für eine Phantasie!“, gesagt und empfohlen zum Psychiater zu gehen!
    Was kann man aber auch außer demonstrieren und darüber schreiben dagegen tun?
    Das mit der eigenen Ethik und der eigenen Moral ist, glaube ich, nicht so einfach, weil du wahrscheinlich schon in Pension oder freiberuflich sein mußt, um dir das leisten zu können!
    Hast du den Gesetzentwurf schon begutachtet und deine Einwände gebracht!

    Kommentar von jancak — 2021-12-16 @ 23:36 | Antworten


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