Literaturgefluester

2022-03-28

Die gestohlenen Jahre

Da habe ich ja am Donnerstag wahrscheinlich mit zu vielen Anführungszeichen, wie meine Kritiker meinen könnten, die „Uhren“ abgeschlossen und dem Alfredübergeben und bin dann das Wochenende in Harland ziemlich orientierungslos herumgetappt.

Ich weiß nicht über was ich schreiben soll? Aber das muß ich doch, sonst fühl ich mich leer. Denn was soll ich außer meinen Stunden sonst anderes tun? Lesen ja. Aber das Spazierengehen und das andere ist ja derzeit immer noch sehr eingeschränkt. Ich habe dann meine Bücher geordnet.

Es gibt, herhören vierundfünfzig Selbstgemachte, dann die „Hierarchien“ aus der „Edition Wortbrücke“ des Jack Unterwegers,, die zwei Fach–und Sachbücher übers Stottern und dann die drei, die noch fertig werden müßen.

Der „Arbeitstitel“, wo noch das Cover fehlt, sonst könnte es schon an die Druckerei gehen , dann das „Frauenleiden“ und die „Uhren“. Ich habe wieder ein bißchen in den Romanideenartikele der Jurenka Jurk gesurft. Da Wörter aus Bücher schreiben oder Clustern. Aber über was, wenn ich da drei Wörter habe und über Corona will ich eigentlich nicht mehr, was aber sonst?

Dann bin ich am Sonntag mit dem Alfred auf die Rudolfshöhe gegangen und da sind wir dann „Die gestohlenen Jahre“ eingefallen. Ja da habe ich und all die anderen zwei Jahre plus nach oben offen verloren.

Die Kinder und die Jugendlichen betrifft das ja besonders und wie man jetzt an dem Geschrei über die Gratistests, die es ab ersten April nicht mehr unbegrenzt gibt hört, sind ja alle traumatisiert. Beschimpfen den Gesundheitsminister, daß er schon wieder versagt hat. Aber wenn er was sagt, schreien alle „Das wollen wir nicht!“

Wie kommen wir aus der Situation heraus? Das ist ja die Frage. Nicht mehr testen, Maske tragen, wenn man will. Ansonsten aufpassen, denke ich. Aber ein Drittel schreit nach mehr Maßnahmen, das andere will alles öffnen und das dritte steht dazwischen und Eigenverantwortlichkeit ist überhaupt kein Thema.

Nein, denn alles muß von oben angeordnet sein und dann hört man immer alles wird teurer. Die Semmeln, die Ostereier, die Energie und wir müßen uns entscheiden essen oder heizen? Dann könnte auch noch der Atomkrieg kommen. Also alles sehr beschissen und noch viel mehr Jahre verloren. Was ja wieder mein Problem sein könnte, wenn ich so tue, als wär schon alles vorbei! Ach nein, denn im Herbst kommt vielleicht schon der nächste Virus und gegen Atomkrieg helfen die Masken auch, wie ich von Werner Gruber hörte, der ja alles sehr viel besser weiß, so daß wir die vielleicht nie mehr loswerden und ich nie mehr einkaufen kann.

Also ein paar Jahre in die Zukunft gehen. Da gibt es eine Barbara, die gerade in Medizin promoviert. Sie ist fünfundzwanzig und am 13. 3. 2020, als die Pandemie begann, achtzehn geworden. Da gab es keine Party oder nur ein heimliches Treffen mit ihrem Freund Simon. Jetzt hat sie promoviert. Die Facharztausbildung in Anästhesie wartet und die Großtante Hedwig, achtzig, eine gewesene Journalistin schenkt ihr ein Buch, das die „Gestohlenen Jahre“ heißt, das von einem Simon Bauer stammt. Sie wohnt bei der Großtante und der Großmutter Anna, fünfundsiebzig, ehemals praktische Ärztin. Ist 2022 nachdem ihr Vater Franz und Statistiker, bei dem nach der zweiten Impfung ein Krebs ausgebrochen ist, an Covid verstarb und sich die Mutter Margit, eine Sozialarbeiterin, deshalb eine Überdosis Schlaftabletten nahm, zu ihr gezogen.

Da hat sie sich auch mit ihren Freund Simon, mit dem sie im selben Gymnasium war, zerstritten, der an der WU studierte. Da gab es 2G und er ist verschwunden. Vorher waren sie sich uneinig, denn Simon wollte mit ihr immer auf Demos gehen und war Corona kritisch. Sie war eigentlich angepasst und geimpft, wie die Großmutter und die Mutter, deren Weltbild nach dem Tod des Vaters zerbrach. Die Tante war da kritischer und jetzt liest die traumatisierte Barbara, die die letzten Jahre durchtauchte und angepasst fertig studierte, das Buch und macht sich auf die suche nach Simon, denn sie dann bei einer Lesung in der „AS“ wiedertrifft.

So weit, so what. Das ist die Grundidee, wo ich schon ein paar Notizen und Charakterbögen habe. Auch die Arbeitsbögen der Jurenke Jurk sind ausgefüllt. Was ich mir erwarte ist, daß ich endlich einen längeren Text, der zumindestens „Nano-Maße“ erreicht. Das ich mir Zeit lassen kann, ist klar. Da bin ich jetzt ja eher hektisch. Den Roman kommen, wachsen lassen und das lang und genau beschreiben, wie die Pandemie, das Leben der zwei jungen Leute zerstörte und dazwischen das Zeitgeschehen beobachten. Anschauungsmaterial habe ich ja genug. Also wieder was Neues, Freunde es, geht weiter und wird das einundsechzigste Buch. Ich werde darüber berichten, mal sehen wie es euch gefällt?

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