Literaturgefluester

2022-04-30

Kleiner Einblick in Stephan Eibels neuen Roman

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 01:22
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Nach fast zwei Jahren Lockdowns und 2G Regime stürze ich mich seit einer Woche ziemlich hektisch in das Veranstaltungsgeschehen, denn da gibt es nicht nur Nachholbedarf, es ist auch sehr viel los. Nach der „Literatur und Wein“ letztes Wochenende, war am Montag Franz Schuh in der „Alten Schmiede“ und am Mittwoch ist es gleich weiter mit dem „Barbara Frischmuth-Symposium“ gegangen.Aber damit nicht genug, denn als ich am Mittwoch von der „Schmiede“ nach Hause gekommen bin, hatte ich eine Einladung von den feministischen Autorinnen zu einer „Buchpräsentation und Sprachkunstlesung“ im Amtshaus Margareten, wo es auch ein Buffet gegeben hat und am Montag hat mich Stephan Eibel in der „AS“ angesprochen und mir gesagt, daß er Freitag im Literaturhaus ist.

„Ist da nicht noch das Symposium?“, habe ich geantwortet. Aber das war am Freitag in der Breitegasse im Debot und um achtzehn Uhr aus, da ist sich also ein Besuch im Literaturhaus locker ausgegangen, also habe ich mich am Buffet mit Wein, Käse und Schinken gestärkt und bin dann in der Siebensterngasse über ein Modeatelier, bzw über eine Hose, die ich probieren wollte gestolpert und habe dort, weil gerade eine Vernissage auch ein Glas Proseco bekommen und die freundliche Schneiderin hat mich noch durch ihre Werkstatt geführt.

Es ist also nach den Maßnahmenlockerungen sehr viel los in Wien, von Corona nicht viel zu merken, dafür hört man überall von den Teuerungen, der Inflation, dem Gastop, dem Krieg in der Ukraine, etcetera, also über den Bücherschrank, wo es auch etwas zu holen gab, ins Literaturhaus, wo mich Stephan Eibel, den ich ja schon lange kenne, der auch auf meinen Geburtstagsfesten öfter gelesen hat, freundlich begrüßte und jetzt hat er oder möchte einen Roman über seine Eisenerzer-Erlebnisse oder eine Jugend dort in den Siebzigerjahren schreiben oder diesen bzw. die Entwürfe, die er dazu schon hat, im Gespräch mit Andrea Maria Dusl, die, wie Barbara Frischmuth aus Aussee zu stammten scheint, vorstellte. „Sabine und Thomas“ soll der Roman heißen, wo mir nicht ganz klar war, wie viel Stephan Eibel davon schon hat, denn er hat, glaube ich, darüber schon eine Sendung in Ö1 gehabt. Da hat ihm die Lesung des Schauspielers nicht gefallen, so daß er ein Kapitel gleich verworfen hat. Andererseits hat Barbara Zwiefelhofer Zettel ausgeteilt, wo man seine Eindrücke über die Siebzigerjahren aufschreiben sollte und da muß ich sagen, daß die offenbar im Gegensatz zu Stephan Eibel, der wie ich, 1953 geboren wurde, die beste Zeit meines Lebens war. Denn da habe ich studiert, da war Bruno Kreisky mit seinen Sozialreformen, die AKW-Bewegung und Zwentendorf war auch, sowie die sexuelle Revolution und die freie Liebe, die ist mir aber nicht eingefallen und es scheint in dem Buch auch um einen Elias zu gehen. Der ist in den Siebzigerjahren offenbar zehn oder zwölf und will Indianer werden. Dafür muß er einige Mutproben bestehen und Elias scheint in einer Ingeineursiedlung zu leben, obwohl seine Eltern Arbeiter sind und da ist sicher viel Autobiografisches von Stephan Eibel, der sich ja auch Erzberg nennt und dort aufgewachsen ist, dabei. Andrea Maria Dusl brachte einige Musikbeispiele dazu und Stephan Eibel erzählte, daß die Gymnasiaten „Ganz in Weiß“ bei der Juke Box wählte, während die Lehrilinge etwas ganz anderes hörte. Das Gespräch drehte sich auch über Wahrheit und übers Lügen, was Stehan Eibel lockerer als ich sieht.

Er las auch einige Kapitel vor. Ein interessantes Buch, aber wahrscheinlich nicht so ganz neu. Im nächsten Jahr soll es erscheinen und nach konnte man sich die früheren Bücher oder die der Andrea Dusel wieder mit Maske signieren lassen und Wein hat es auch keinen gegeben, aber den hatte ich ja schon getrunken und bin mit dem Alfred anschließend auch in eine Pizzeria gegangen.

2022-04-29

Barbara Frischmuths Kinder und Jugendliteratur

In der „Alten Schmiede“ gibt es jetzt ein dreitägiges Symposium unter dem „Unter die Wolken fallen fast aus den Wolken“, das sich mit den Kindern- und Jugendbüchern Barbara Frischmuths, die im vorigen Juli achtzig wurde, beschäftigt.

Peter Clar, Anna Babka, Silvana Cimenti und Heidi Lexe haben es in Zusammenarbeit mit der „Alten Schmiede“ organisiert und ich kenne mich bei Barbara Frischmuths Kinderbüchern nicht so aus, beziehungsweise hatte ich keine Ahnung, daß sie so viele solche beschrieben hat, obwohl ich mich ja seit den Siebzigerjahren sehr mit ihr beschäftigte und auch schon viel von ihr gelesen habe oder mir früher die frühen „Residenz-Bücher“ regelmäßig kaufte.

Als ich mich für Literatur zu interessieren begonnen habe, nach meiner Matura, hat sie gerade die „Sternwieser-Trilogie“ geschrieben, den zweiten Band habe ich mir nach meiner Promotion in einer Buchhandlung auf der Ringstraße gekauft, die es längst nicht mehr gibt und bin damit, die Promotionsrolle in einem großen Sack ins Burgtheater gegangen und habe die Rolle an der Garderobe abgegeben.

Später hat sich Barbara Frischmuth die Türkisch und Ungarisch studierte auch mit der türkischen oder arabischen Kultur beschäftigt und noch später einige Gartenbücher geschrieben.

Die Kinder und Jugendbücher also, daß die „Klosterschule“ ihr erstes veröffentliches Buch, dazu gezählt wird, hat mich erstaunt, die „Ferienfamilie“ hätte ich eigentlich auch nicht dazu gerechnet. Die „Feenromane“ vielleicht schon, es gibt aber noch vieles anderes das bisher an mir vorbeigegangen scheint.

„Die amoralische Kinderklapper“ ist aber schon 1969 erschienen, dann gibts die „Philomena Muckenschnabel“, „Die Prinzessin auf der Zwirnspule“, „Grizzly Dickbauch und Frau Nuff“, „Ida und Ob“, „Machtnix oder der Lauf den die Welt nahm“, etcetera, darüber haben Heidi Lexe und Elisabeth Steinkellner nach der Begrüßung mit „Fragen, Antworten, Einordnungen und Fortschreibungen“ referiert und einen Einblick in die Bücher gegeben.

Barbara Frischmuth ist in der ersten Reihe gesessen und hat den nächsten Referenten, Ernst Seibert, der ein Doyen der Kinderliteratur zu sein scheint, auch Auskunft auf seine Fragen gegeben, der über die „Variationen des Themas Kindheit“ bei ihr referierte und hat einiges, wie das wohl so üblich ist, überinterpretiert.

Dann kamen Paulus Hochgatterer mit Gabriele Kögl und Cornelius Hell, der ein Selbstportrait mit Barbara Frischmuth“ gab, aber das habe ich versäumt, denn um fünf eine Stunde, die sich nicht verschieben ließ, so bin ich in die Praxiswohnung und dann noch einmal in die „AS“ gegangen. Ich habe da ja ohnehin noch Bewegungsnachholbedarf„, denn da hat Barbara Frischmuth aus ihren Buch „Machtnix“ glesen. Das ist 1993 erschienen und wurde 2018 vom neuen „Residenz“ wieder aufgelegt und auch in der „AS“ präsentiert, wo ich bei der Lesung war.

Das Buch war, glaube ich, ihre Reaktion auf den Jugoslawienkrieg und da flüchtet ein traumatisiertes Mädchen, das nicht mehr an ihr Haus und an ihre Familie denken will und zu allen nur noch „machtnix“ sagt, dann eine Kröte trifft und schließlich einem toten Soldaten das Brot aus dem Tornister zieht, wo zuerst eine Maus herauskommt.

Diese Stelle hat Barbara Frischmuth, glaube ich, auch 2018 gelesen und diesmal gab es vorher ein Gespräch zwischen Barbara Frischmuth und Klaus Reichert, der glaube ich, Lektor bei „Suhrkamp“ war und das erste Mal 1964 in Wien bei einer Romantagtung wahrscheinlich in der „Gesellschaft für Literatur“ wo er Ernst Jandl, Friederike Mayröcker und eine junge Studentin kennenlernte. Da hat ihn Barbara Frischmuth widersprochen und gemeint, sie hat das anderes im Gedächtnis und ihn, wie sie glaubt, beim literarischen Colloquium kennengelernt.

Das Gespräch drehte sich um englische Kinderliteratur und den Humor den es in Deutschland in der Literatur nicht gibt. Barbara Frischmuth, die den ersten Feenromane geschrieben hat, betonte, daß sie aus der Tradition von Raimund her,kommt, der ja auch Zauberspiele hat und Barbara Frischmuth hat im Gründungsjahr 1975 das erste Mal und dann noch sehr oft in der „AS“ gelesen.

Am Donnerstag ging es dann um die geschlechterspezifischen Fragen bei „Ida und Ob“, denn das wird ein Kind namens Olivia zur Erholung aufs Land zu Onkel Ferri geschickt, der früher Pferderennfahrer war. Jetzt hat er ein Gestüt. So heißt die spätere Auflage auch „Ida, die Pferde und Ob“, denn das Mädchen hat sich selbstbewußt in eine Ida umbenannt, bringt dem rumänischen Hilfarbeiter, der dort in einem Wohnwagen lebt, schreiben und lesen bei und freundet sich mit der Hausfrau Wanda an.

Das kann man alles gendermäßig aufbereiten, denn inzwischen gibt es ja Genderstudies und die Vortragenden scheinen von dort zu kommen. Das Bilderbuch „Der Pluderich“ wurde auch besprochen. Julia Rabinowich, hätte über „Die Sächsin meines Gartens“, sprechen solle, hatte aber offenbar auch Corona oder eine andere Verhinderung. Am Nachmittag hatte ich wieder Stunden, so daß ich Oliver Ruf, Stefan Slupetzky, Peter Clar und Heinz Janisch sowie Annalena Stabauer und Andreas Jungwirth, die über das „Kindsein in Barbara Frischmuths Hörspiele“ referieren, nicht hören konnte. Das ja ein Schwerpunkt der „Schmiede-Symposien, daß sie die Literatur mit der Wissenschaft verbinden.

Am Freitag ging es dann im Debut in der Breitegasse weiter. Da gab es auch Kaffee und Kuchen und Lena Brandauer, die ich von der „AS“ kenne, referierte über die Kind-Erwachsenen-Beziehungen in Barbara Frischmuths Büchern. Dann kam Elias Hirschl, der Jungstar der Literatur, „Priessnitz-Preisträger“ und Slammeister, der etwa zehn Minuten lang einen Text über das Absurde am Beispiel der „Philomena Muckenschnabel“ , die er gleich in Mückstein umbenannte, worauf alle lachte, einen eigenen Text vortrug und Silvana Cimenti, die, glaube ich, die Idee zu diesem Symposium hatte, sprach über die realen Räumen in den Bilderbüchern.

Da gibt es ja „Donna und Dario“, wo Katzen aus den Fenstern springen und dann eine Art Kanalgang bilden und da scheint der Ort Wien und der Donaukanal zu sein. Ataussee kommt natürlich auch vor, etcetera. Es gibt die „Gutenachtgeschichte für Maria Carolina“ und das „Vom Mädchen, das übers Wasser ging“, darüber referierte, glaube ich, auch die Schweizerin Christine Lötscher und dazu wurde Andrea Grill, die ja auch Biologin ist, eingeladen, die ihren literarischen Text „Gutenachtgeschichte mit Fischotter, Maus und Kröte“ nannte.

Dann gabs eine Mittagpause, wo ich wieder zum McDonals ging und dann über die Mariahilferstraße marschierte, um endlich einmal Besorgungen zu machen, was ich fast zwei Jahre lang nicht konnte und danach wieder einen literarischen Text, diesmal von Verena Stauffer, die sowohl Lyrik als auch Prosa schreibt und, als Erstes erzählte, daß es ihr schwer gefallen ist, einen Text auf Barbara Frischmuths Texte zu schreiben. Dann ist ihr aber doch eine fantastische Geschichte eingefallen, die auch viel Applaus bekam und die Kinderbuchillustratorin Verena Hochleitner gab am Schluß noch mit Gittarrebegleitung eine Lifedemonstration zu „Einem Mann der Polsterer hieß“ Dann gabs Blumen für Barbara Frischmuth und ein Buffet mit Wein, Käse und Schinkenn und es war eine schöne Veranstaltung. Ich habe viel gelernt und mich auch ein bißchen mit Peter Clar unterhalten, der mich als eine sehr verläßliche Literaturveranstaltungsbesucherin lobte.

2022-04-28

Die Sprachkunst feministischen Autorinnen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Als ich am Mittwoch von der „Alten Schmiede“ nach Hause gekommen bin, habe ich ein Mail der feminstischen Autorinnen eingefunden, die mich zu einer Lesungd ins Amtshaus Margareten eingeladen haben, wo Renate Aichinger, Verena Mermer, Tara Meister, Angeika Sgallhofer und Verena Dolovai lsen sollten, eingeladen und mir versprochen haben, daß es ein Corona gerechtes Buffet geben würde.

Hui, was ist das ein Sprung zurück in die Normalitärt, wo ich ja die letzte Woche unmaskierte unter mehr oder weniger Maskierten gesessen bin und im Amtshaus Margareten hat es ja früher die Art Margareten gegeben, wo ich auch ein paarmal gelesen habe und Lesungen der „Sprachkunst“, „Liebe Sprachkunstküstlerinnen!“ ,hat die Einladung gelautet.

Sind alle der Autorinnen, wo ich vier kannte, die gelesen haben, Absolventinnen der „Sprachkunst?“ und wie ist das mit der IG feministischer Atorinnen?

Da konnte ich mich vage erinnern, daß es wahrscheinlich bei der GAV- GV von 2019 ein paar feministischen Autorinnen aufgetreten sind, die mich zu einem Autorinnen Jour fix eingeladen haben.

Da hab ich mich angemeldet, bin aber, Corona hats wahrscheinlich verhindert oder war es meine Schücterheit, nie hingegangen und habe die feministischen Autroinnen inzwischen vergessen.

Das heßt, nicht so ganz denn die „Hundert Seiten“ sind ja ein feministisches Buch und eigentlich habe ich überlegt, ob ich nach meinen drei Nachmittag Stunden wieder in die „AS“ gehen soll, um Annalena Staubauer und Anderas Jungwirth zu hören. Also habe ich mich, wie erwartet angemeldet und gefragt, wie ich es immer tue, ob ich ohnehin ohne Maske und 2 oder 3G Kontrollen hingehen kann?

Antwort ist keine gekommen, sondern ein weiteres Mail mit einer Einladung zu Workshops und dem Jour fixe und so bin ich hingegangen. Das Amtshaus Margareten ist ja nicht weit entfert und das Buffet lockte auch, will ich ja wieder meine Normalität, die junge Frau die vor dem verschlossenen Festsaal nach meinen Namen fragte, sie hatte mein Mail offenbar noch nicht gekommen, erkundigte sich nach meinen 2G-Ausweis.

Habe ich keinen obwohl ich wahscheinlich einen hätte,, wenn ich mich testen hätte lasse, aber meine Gesundhsheitsddaten weise ich ohnehin niemanden vor, blogge zwar darüber, aber sonst gehen sie niemanden etwas an.

„Macht nichts!“, sagte die junge Frau und dann hat mich gleich Margit Heumann angesprochen von der ich ja seit dem Sommer nichts mehr gehört habe.

Die Präsidentin der IG reöffnete, sehr aufmüpfige junge Frauen, die eine Auschreibung verastaltet haben, wo sich ein paar hundert Autorinnen, da sieht man ja ganz gut, wie die literarische Lage ist, gemeldet haben. Das Buch ist jetzt erschienen und die schon erwähnten, mir bekannte Autoreninnen, die aber, glaube ich, eher nicht „Sprachkunst“ studierten, zur Lesung eingeladen haben und die erste war Renate Aichinger. Ihr Text hieß „#Still. Pause“ und sie hatte, glaube ich, auch ihr kleines Kind dabei. Dann folgte die mir bisher unbekannte Verena Dolovai mit zwei starken Texten. Eine schilderte das Schicksa einer Bauerntochter, die sich abrackerte, aber trotzdem enterbt wurde. Der andere eine Mißbrauchgeschichte und die daraufolgende Traumatisierung oder auffälliges Verhalten.

Tara Meister kenne ich von Slam B sie hat aber glaube ich auch in der „AS“ gelesen und Angelika Stallhofer, deren Debut ich gelesen habe und sie auch bei den“Wlden Worten“ hörte, hatte drei Gedichte und Verena Mermer eine sehr starke Geschichte, wo eine Frau die zuviel Gin Tonic getrunken hat, sowohl den vergewaltigenden Großvater, als auch sein Opfer, ihre Leblingstante aus dem Zetralfriedhof wieder ausbuddelte.

Nachher gabs das Corona gerechte Butffet, also Wein, Obst und Soletti und ich habe mich sehr intensiv mit Anita C Schaub ,die ja auch irgendwie eine feministische Pionierin ist und Margit Heumann unterhalten und bin sozusagen wieder in den Literaturbetrieb zurückgekommen oder auch nicht, denn ich habe bezüglich der Anthologie keine Texte hingeschickt, aber trotzdem ein feministisches Buch geschrieben und das ist auch mein vierter oder fünfter Corona-Text ,mit dem ich weil es ja keine „Männerhassenden Feministen“, geben darf nicht beim „Volksstimmefest“ lesen durfte.

Loslassen

Filed under: Alltagsgeplauder,Gesellschaftspolitik,Glosse — jancak @ 00:12

Vor zwei Jahren oder so hat die ehemalige Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky in OE24TV gesagt, daß Viren auch einmal von so verschwinden können. Dazu passen die Aussagen von Exex-Bundeskanzler Kurz, der wieder, wie ich höre, in die Politik zurückkommen soll, vom Licht am Ende des Tunnes, gut, die Auferstehung zu Ostern haben wir 2020 versäumt, aber dann kam, wenn alle ein Impfangebot haben, ist die Pandemie vorbei.

Wofür die Regierung, die das auch im Vorjahr plakatieren ließ, sehr gescholten, sie hätten nichts für den Herbst getan, 2020 und 2021 war das so, denn dann kam das Virus und die Lockdowns wieder, die Delta- Variante im Vorjahr. Omikron zuerst sehr gefürchtet, weil ja sehr sehr ansteckend und eine Durchseuchung wollen wir nicht. Die natürliche Immunsierung geht ebenfalls nicht. Alles muß die Impfung machen, deshalb muß ja auch die Impfpflicht her. Hat sich dann vielleicht doch als ein grippaler Infekt, das darf man, glaube ich, noch immer nicht sagen, erwiesen, aber alle kriegten es, die meisten waren nicht sehr krank. Milder Verlauf oder Schnupfen hörte man und dann auch, daß man Omikron als Weihnachtsgeschenk betrachten könnte, um aus der Pandemie herauszukommen.

Das hat, glaube ich, ein Virologe oder Corona-Spezialist gesagt, aber wenn man zwei Jahre tägliche Angstsinjektionen abbekommen hat, Lockdowns uud Absonderungsbescheide erlebte, ist es nicht so leicht daran zu glauben, daß die Pandemie wieder vorbeigehen kann. Obwohl da hat man schon gehört, wenn das Omikron wirklich so leichte Verläufe hat und die Spitäler nicht überfüllt, könnte man es im Herbst, wie eine Epidemie oder ein Grippe betrachten.

Das war dann auch nur eine Einzelmeinung, die schnell von den rufen „Die Pandemie ist nicht vorbei!“, übertönt wurden und „Heuer muß die Regierung wirklich etwas machen!!

Was soll sie tun? Die Spitaäler aufstocken natürlich, könnte man meinen und sagt wahrscheinlich der Hausverstand. Das medizinische Personal ebenfalls erhöhen und vielleicht vermehrt ausbilden oder umschulen. Es ist aber, glaube ich, die Impfpflicht damit gemeint, obwohl sich inzwischen, glaube ich, als ziemlich sicher herausgestellt hat, daß die Impfung zumindest gegen Omikron nicht hilft und das Maskentragen darf in den Supermärkten nicht aufgehoben werden, denn die Bevölkerung sollte ja nicht vergessen, daß die Pandemie nicht vorbei ist und außerdem hilft es gegen die Grippe, die es seit zwei Jahren nicht mehr zu geben scheint und auch, wie ich ebenfalls in OE24 hörte, gegen die Radioaktivität. Das ist, glaube ich, eher umstritten, aber höchstwahscheinlich kann man mit Masken schon virale Infekte abwehren, also das, was früher die Abwehrkräfte taten und wenn schon die Kinder nicht mehr mit Viren in Berührung kommen und sie nicht mehr natürlich bekämpfen können, sind sie wahrscheinlich immer auf Impfungen angewiesen, wie ja auch das Fieber früher ein Abwehrmechanismus des Körpers war.

Nun ja, nun ja, die spanische Grippe habe ich gehört oder gelesen ist nach drei Jahren verschwunden. Also habe ich gedacht, wird das auch hier so sein. Viren hat es immer gegeben und im Winter war man halt verschnupft, hat Zitronensaft in den Tee getan und Hustenbonbons gelutscht.

Natürlich, aber damals hat oder konnte man die Viren nicht so erforschen und wer suchtet, der findet, heißt es im Sprichwort. Ich weiß, die und der Volksmund sind heute nicht mehr so gefragt und wer an den Hausverstand und angeblich nicht an die Wissenschaft glaubt, ist ein Schwurbler.

Das ist auch so ein Problem, das mich beschäftigt, daß plötzlich jeder Kritiker zum Nazi erklärt wurde. Warum oder was hat das damit zu tun?, frage ich mich noch immer und, daß man an ein Impfstoff, der sehr schnell erzeugt wurde, glauben muß weil man sonst, als ungebildet und als wissenschaftsfeindlich gilt, ist vielleicht auch hinterfragtbar. Die Wissenschaft und ihre Erforschung ist sicher wichtig, aber wenn man sie hinterfragen kann, glaubt man vielleicht eher daran und läßt sich vielleicht freiwillig impfen, als wenn man dazu gezwungen wird, weil man sonst nicht mehr arbeiten, ins Kino oder ins Restaurant gehen darf.

Aber das ist jetzt vorbei. Momentan nur mehr Maskenpflicht im Supermarkt und wenn man in ein Einkaufszentrum geht, in dem sich ein solcher befindet und es wäre jetzt das Loslassen angesagt. Wer sich impfen lassen möchte, soll das tun, wer Maske tragen will, auch und die Wissenschaft kann die Viren ja epidemologisch erforschen und beobachten.

Aber man hört ja schon „Die Pandemie ist nicht vorbei!“

Was ist die, bitte schön, noch einmal? Nach der neuesten Definition, wenn der Virus weltweit auftritt und von Mensch zu Mensch übertragbar ist, no na und Gesundheitsminister Lauterbach warnt in Deutschland schon vor einem Killervirus, das im Herbst (sicher) kommt und dabei übersieht, daß die Viren ja immer schwächer und schwächer werden, wie man auch überall hört.

Aber wer suchet, der findet und da ist, habe ich gehört in London schon eine neue Omikon- Variante vorhanden. Sie ist zwar bis jetzt noch nicht zu uns gekommen. Wird aber sicher werden, wenn man das will. Und wenn die Bevölkerung mit den Viren, anders als früher, nämlich mit Angst und Panik umgeht, züchten wir vielleicht die Hypochonder heran.

Aber das ist ein anderes Thema und eine Sommervariante hat Karl Lauterbach gesagt wird oder kann es auch geben.

Loslassen, sagt da die Verhaltenstherapeutin und in die Eigenverantwortlichkeit übergeben! Auf sich selber aufpassen, gut mit sich umgehen und das Immunssystem durch Licht, Sonne, Bewegung, gesunde Ernährung und positive Gedanken stärken. So könnte es vielleicht auch gehen.

2022-04-27

Zurückkommen

Filed under: Alltagsgeplauder,Literaturbetrieb — jancak @ 00:54
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Da bin ich ja die letzten zwei Jahre weg vom Fenster gewesen, bin in Wien kaum aus dem Haus gegangen und habe mich durch die Literaturveranstaltungen nur gestreamt statt aktiv hinzugehen. Die Pandemie hat das verursacht und daß das auch mein literarisches Leben verändern wird, habe ich schon sehr früh gedacht,

Im Jahr 2000 oder so, wo ich noch viel herumgelaufen bin, oft mehrmals täglich zu Veranstaltungen, habe ich mir gedacht, jetzt mache in ein Experiment, bleibe zu Hause, damit ich mehr Zeit zu mschreiben habe. Nach einiger Zeit habe ich das aufgegeben, weil ich fürchtete, dann bin ich für den Literaturbetrieb verloren und bin wieder hingegegangen. Geschrieben habe ich in dieser Zeit auch nicht mehr und vermißt worden, bin ich, glaube ich, auch nicht.

2019 kam dann mein Absturz. Ein Gips und wieder ein Veranstaltungsstop für sechs Wochen, glaube ich. Danach habe ich gemerkt, daß ich eigentlich nicht mehr so gern in die „AS“ oder ins Literaturhaus gehe. Denn was soll ich dort, die Leute ignorieren mich, ich darf dort nicht lesen und nur herumsitzen und mich für die Literatur der anderen zu interessieren ist vielleicht zu wenig.

Ich bin aber trotzdem weiter hingegangen bis Anfang März, denn dann kamen die Lockdowns und die Ausgangssperren oder die Pandemie und das hat in mehr oder weniger abgespeckter Form bis heute angehalten.

Denn in die „Alte Schmiede“, etcetera konnte man dann ja wieder mit Maske, 3 oder zwei G und Ausweiskontrolle wieder gehen, ich aber nicht. Ich habe gestreamt und gedacht, ganz das Wahre ist es nicht, besser als nichts, aber dort bin ich nicht sichtbar. Also ein aus für mein literarisches Leben? Stimmt auch nicht ganz, denn ich habe in dieser Zeit geschrieben und geschrieben wie nie, neun erzählende Corona-Texte und das Corona-Texte- Buch mit texten aus dem „Literaturgeflüster“. Aber das gilt, weil ich ja sehr kritisch bin, vielleicht als Schwurblerliteratur. Deshalb konnte ich die Szene zwei aus den „Hundert Seiten“ auch nicht beim Volksstimmefest lesen. Das hatte vielleicht auch andere Gründe und 3G mit einem Bändchen gab es auch und im Sommer habe ich von der Ruth, gehört, daß der oder die sich nicht mit Ungeimpften treffen will. Das wurde von der Politik und den Medien ja geschürt „Neben Ungeimpften „will ich nicht im Restaurant sitzen!“, hörte man da ständig und ich dachte „Glauben die das wirklich?“ und dann auch über den Lockdwonn für Ungeimpften gestaunt, der mich, das muß ich auch erwähnen, nicht wirklich tangierte. Da wir ja zum Glück nicht in China leben und man aus dem Haus durfte, wenn man einkaufen oder spazieren wollte, was man ja immer konnte. Habe ich aber gar nicht soviel, denn da ich keine Maske tragen will, ging ich nicht in den „Spar“, am Abend habe ich gestreamt, meine Stunden telfonisch gemacht, alles klar. Aber weil ich nicht so viel spazieren gehe, sonder früher am Abend in die „Alte Schmiede“ und ins Literaturhaus und das jetzt zwei Jahre nicht mehr tat, hat auch meine Kondition abgenommen, was ich zu Weihnachten in Harland beim Radfahren merkte, ist also auch nicht so gut. Aber jetzt wird es den Sommer über wieder normal und ich kann wieder in die „Alte Schmiede“ gehen. Die Bewegung ist also da und das war auch der Grund warum ich vorige Woche, als ich hörte, daß ich jetzt wieder zu Veranstaltungen kann, den Kopf schüttelte, als ich mich fragte, soll ich das überhaupt?

Im Stream geht es ja auch und soviel Unterschied ist es nicht, ob ich da jetzt alleine herum sitze, die Leute, die noch Maske tragen, nicht erkenne und mich die Leute auch nicht mehr kennen. Bequemer ist es, es weiter im Stream zu tun, die Bewegung ist aber gesund. Also zurück zur alten neuen Normalität und natürlich wollte ich wissen, wer mich jetzt fragt, wo ich die letzten zwei Jahre gewesen bin?

Das hat bisher keiner getan, also hat mich keiner vermißt und die jungen Organisatoren kennen mich auch nicht mehr und Eigenverlag, eh klar wollen wir noch immer nicht und neun Covid-Romane, das schon gar nicht, etcetera.

Das sind so meine Gedanken, ob das wirklich so zutrifft, weiß ich noch nicht, gehhe ich ja erst seit voriger Woche in der „Schmiede“ und im Literaturhaus, da hat mich keiner angesprochen und ich habe außer den Leuten, die dort arbeiten und die mich auch grüßten, keinen gekannt. Am Wochenende war ich in Krems und in Göttweig, dort zähle ich aber zum Publikum und die Literaten sitzen im abgegrenzten Bereich, wo man nicht hineinkann und trfft sie höchstens auf der Terrasse, wenn das Wetter schön ist.

Aber jetzt kann ich, wenigstens bis zum Herbst, wieder ins literarische und sonstige Leben zurück und habe das auch vor, weil das ja gesünder ist und die Gesundheit ist ja wichtig, auch die psychische, nicht nur die virale. Also wieder am Abend zu den Veranstaltung und abwarten, ob doch wer fragt, wo warst du in den letztenJahren und was hast du geschrieben? Das haben in Krems und Göttweig aber schon einige Personen getan.

Also geht es weiter, wie normal. Drei meiner Bücher müssen noch erscheinen. Wenn das passiert, schicke ich sie ja auch ein bißchen aus, eines an die „Alte Schmiede“, beispielsweise. An die „Gesellschaft“ habe ich einmal eines geschickt, etcetera, aber da nicht viel gehört.

Nun ja, nun ja, daß ich nur für mich schreibe, das habe ich schon begriffen, aber jetzt doch wieder ins Leben zurück. Sei es auch nur um Bewegung zu machen. Soziale Kontakte hatte ich in letzter Zeit ja nur mit der Ruth und der Doris Kloimstein und ob ich im November, wenn man das darf, wieder ein literarisches Geburtstagsfest, machen werde weiß ich nicht, weil ich ja den Kontakt zu den meisten meiner bekannten verloren habe und ob ich den zu Leuten, von denen ich seit Jahren nicht gehört habe, wieder aufnehmen soll, bin ich nicht so sicher. Reagieren statt agieren habe ich mir in den letzten zwei Jahren angewöhnt und will eigentlich dabei bleiben.

Also weiterschreiben, über Covid oder auch was anderes. Da denke ich jetzt, etwas über die neuen sozialen Systeme, wie in China mit der künstlichen Intelligenz und Digitalisierung, wäre vielleicht ganz gut. Wieder, wenn man kann ,zu Veranstaltungen gehen und wenn es geht versuchen mit den Leuten wieder in Kontakt kommen und abwarten, was mit Covid weiter passiert, ob das jetzt vorbei ist oder sich wiederbelebt und dann gibt es ja noch den Krieg in der Ukraine und die Verteuerung, die Inflation.

Die Leute wissen nicht, ob sie heizen oder essen sollen?, höre ich jetzt immer. Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber wenn es so weitergeht, ist das auch nicht gut.

Bücher gibt es aber immer noch in den Bücherschränken und den Bibliotheken zu finden und die Veranstaltungen gibt es auch. Vom Volksstimmefest, das jetzt einen neuen Organisator hat, habe ich nichts gehört. Da habe ich ja früher jährlich gelesen. Das scheint jetzt auch vorbei, wie die „Textvorstellungen“, was bleibt also über?

Nicht sehr viel, nicht viel weniger als früher, natürlich auch, denn wo nichts da ist, kann man auch nichts verlieren. Ich schreibe aber weiter, blogge, stelle meine Bücher dort vor, lege auch immer was in den Bücherschrank und das ist ja auch schon etwas, auch wenn ich natürlich mehr möchte. Also eingeladen werden, einen Preis bekommen, vielleicht auch einen Verlag, etcetera. Mals sehen, wie es weitergeht. Ich bin gespannt und stürze mich wieder etwas mehr in das literarische leben, wenn es geht.

2022-04-26

Die Literaturgesellschaft und das Exil

Die österreichische Gesellschaft für Literatur von Wolfgang Kraus gegründet wird heuer sechzig Jahre alt. Aus diesem Grund gibt es schon seit Jahresbeginn eine diesbezügliche Veranstaltung, aber ich bin ja jetzt schon über zwei Jahre nicht mehr live dort gewesen und habe heute nach meinen „Alte Schmiede“ und Literaturhaus Versuchen wieder sozusagen aus meinem zweijährigen Exil zurückgekommen., bin ich doch erinnern wir uns im März vor zwei Jahren als Exexkanzler Kurz, die Maßnahmen verkündet hat, man aber noch bis zu hundertfünfzig Personen, glaube ich, zu Veranstaltung gehen konnte, dort aber als zwei junge Dame meine Adresse wollten ,gleich wieder umdrehten, obwohl die die „Gesellschaft“ ohnehin schon hatte.

Dann mußte man mit Maske, Impf- und Personalausweis kommen und das ist jetzt, wie eigentlich bei allen Veranstaltungen, die ich angefragt habe, zum Glück vorbei.

Also ein Zurückkommen und ein schöner Abend, denn es ist um die „Gesellschaft“ und das Exil gegangen und dazu hat Manfred Müller drei Experten, wie den ehemaligen Klagenfurter Germanistikprofessor Klaus Amann, Ursula Seeber, die die Exil Dokumentationsstelle im Literaturhaus leitete und Daniela Strigl, die Literaturhausexpertin schlechthin, die ihre Disser- oder Habilitation über Theodor Kramer geschrieben hat. Zuerst hat aber Ursula Ebel und eine andere Mitarbeiterin eingeleitet und ein bißchen was über Wolfgang Kraus und seine Einstellung zum Exil erzählt. Ich weiß nicht sehr viel über Wolfgang Kraus, außer, daß er der legendäre „Gesellschaftsgründer“ war, denn 1962 hat es in Wien, glaube ich, sonst keine literarischen Veranstalter gegeben, wurde die „Alte Schmiede“ erst Anfang der Siebzigerjahre gegründet und das Literaturhaus noch viel später. Die Veranstaltungen waren, glaube ich, noch sehr lange im Palais Palfy und im Palais Wilczek, wo jetzt die Veranstaltungen sind, war das Büro von Wolfgang Kraus, der offenbar sehr gute Beziehungen zu den damaligen Bundeskanzlern hatte und eine Autorenwohnung gab es in der Pfeilgasse auch. So hat Wolfgang Kraus schon sehr bald die Exilautoren zu Lesungen eingeladen und ihnen dann auch die Staatsbürgerschaft und Orden oder Preise verschafft.

Ursula Ebel und ihre Kollegin listeten dann auch gleich die Namen der Rückkehrer auf und interessant, daß Wolfgang Kraus in seinen Briefen, das Wort Exil erst viel später erwähnte. Der erste Heimkehrer war also Erich Fried, im Jahr 1962, dann Manes Sperber mit dem Wolfgang Kraus offenbar befreundet war, Franz Theodor Czokor folgte. Dann kam schon Hans Weigel, der, glaube ich, auch den „Tag der Lyrik“ in der „Gesellschaft“ einführte und Jakov Lind, von dem ich, glaube ich, in den siebziger Jahre beim „Libro“ einige Bücher fand, obwohl mir der Name damals völlig fremd war.

Ja in den Sechzigerjahren bin ich in die Volksschule und nicht ins Palais Palfy gegangen, dann Johannes Urzidil, Fritz Hochwälder, Elias Canetti, der spätere Nobelpreisträger, der seine Briefe, glaube ich von seiner Frau schreiben ließ und da sind wir schon bei einer Frage, die ich mir langsam stellte und die dann auch von Manfred Müller aufgegriffen wurde, wo die Frauen sind?

Ja eine gab es, nämlich Hilde Spiel die eingeladen wurde. Es gab aber schon einige andere, wie Elisabeth Freundlich, Vicki Baum, Friederike Manner ,etcetera, aber die waren wahrscheinlich nicht so berühmt um in die „Gesellschaft“ eingeladen zu werden. Das ist ja etwas, was mich auch betrifft, denn ich habe nur zweimal in der Gesellschaft gelesen und das war bei den Faschingsfesten, wo man das durfte und dann gabs schon das Podiumgespräch mit Manfred Müller und Klaus Amann zitierte dann auch die anderen Bestrebungen, die es in den Sechzigerjahren gab, die Exilanten zurückzuholen. Da war nicht viel los, denn man wollte keine Kommunisten und da gab es ja auch den Brecht-Boykott von Hans Weigl und Friedrich Torberg. Es hat aber den PEN gegeben, der irgendwie auch mit der „Gesellschaft“ konkurrierte und dann gab es auch noch Rudolf Henz und Klaus Amann hat dann eine Lste von Exilautoren angeführt, die in den Fünfzigerjahren Preise bekommen hätte können. Bekommen haben die dann Max Mell und Franz Nabel, aber einmal hätte es eine Veranstaltung über Franz Kafka geben sollen, wo tausend Leute gekommen sind und Wolfgang Kraus dann vierhundert wegschicken mußte, etwas wovon Manfred Müller, wie er sagte, nur träumt.

Eine interessante Veranstaltung und ein interessante Streifzug sechzig Jahre zurück in die Geschichte und wieder einige Bekannte gesehen oder sagen wir ich habe wahrscheinlich einige nicht erkannt, denn fast alle maskiert. Die Frau Schmid -Dengler war aber, glaube ich, da, die Dine Petrik und noch andrer und im nächsten Monat wird es wieder eine Veranstaltung geben, wo dann Franz Schuh und Kurt Neumann auftreten werden.

2022-04-25

Das Gute, Wahre, Schlechte, Schöne des Franz Schuh

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:09
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Der Philosoph, Schriftsteller und Essayist Franz Schuh wurde am fünfzehnten März fünfundsiebzig Jahre alt und deshalb hat Bernhard Kraller zwei Bücher über ihn herausgebracht und zwei weitere sind noch in Planung und in der „Alten Schmiede“ gabs eine Präsentation und ein Gespräch mit dem Autor und dem Rechtsanwalt Franz Noll und der Musiker, offenbar ein Freund, hat ein Stück für ihn geschrieben.

Eigentlich war ich der Meinung, ich bin rechtzeitig von zu Hause weggegangen, dann war, als ich die Stiegen hintergestiegen bin, schon alles voll oder die Plätze besetzt bzw. für die VOPS zu denen ich ja nicht gehöre, reserviert.

Ach scheiße, ich hätte zwar in den Schmiedesaal hinaufgehen können, um den Stream anzusehen, das tue ich nicht, habe ich früher mal gesagt, es jetzt die letzten zwei Jahre von zu Hause doch getan, bin aber stehen geblieben, mich von Stephan Eibel begrüßen lassen, eine Weile neben Ronald Pohl,i der ja mit mir gleichzeitg in die GAV aufgenommen wurde, gestanden, der hat dann einen Platz angeboten bekommen und ich habe mich schließlich, als es begonnen hat, auf einen der Sessel, die im Foyer aufgestellt sind, neben Kurt Neumann gesetzt. So habe ich den Einzug der Musiker beobachten können. Walter Famler hat begrüßt und Franz Schuh, von dem ich zuletzt das öst Buchpreisbuch gelesen habe, in dem er seine über seine überstandene Krankheit , beschrieben hat, hat ein auf Wienerisch übersetztes Gedichgt von Fernando Pessoa gelesen und das hatte es in sich. Es beginnt mit einem Trafikanten und dann mit dem gescheiterten Leben, ich habe mehr geschrieben als Goethe und Kant, das trifft, was den literarischen Teil betrifft, auf mich auch zu und Franz Schuh hat das auch brillant gelesen.

Das nächste Mal ein Hörbuch, hat, glaube ich Bernhard Kraller gesagt und dann kam das Gespräch mit Alfred Noll. Armin Thurnher, den ich ja schon einmal mit Franz Schuh im Schauspielhaus hörte, ist im Programm gestanden, war aber nicht da und das Gespräch begann mit der Frage, wie man im einundzwanzigsten Jahrhundert leben kann oder soll?

„Ich bin kein Ratgeber!“, hat Franz Schuh, der ja sehr intellektuell ist und für mich öfter unverständlich war, geantwortet und dann ist es zu der Frage des Krieges und wie man sich diesbezüglich verhalten kann, gehalten. Franz Schuh hat wieder brillant geantwortet und das ist eine sehr wichtige Frage, denn eigentlich kann man nichts dagegen tun. Ich, die im Hintergrund Bloggende und erfolglose Autorin nicht und auch nicht unser neuer Bundeskanzler, obwohl der das ja versucht hat und nach Moskau hingefahren ist.

Franz Schuh natürlich ebenfalls nicht, hat es aber in brillante Worte gekleidet und nachher konnte man sich die Bücher signieren lassen und da hat man diesmal glaube ich auch keine Maske gebraucht, obwohl die Leute, die vor mir die Stiegen hinuntergegangen sind, diese in der Hand hielt und danach fragten und die junge Frau, die die Programme und die neue „Sichel“ austeilte, erklärte das, was man mir auch von der „Gesellschaft“ mailte: „Wir empfehlen es sehr!“

2022-04-24

Wieder Literatur und Wein

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 18:07
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Zu der „Literatur und Wein“ vom niederösterreichischen Lteraurhaus bzw. Sylvia Treudl organisiert, wo vier Tage in Krems und in Göttweig internationale Mainstreamliteratur bei Eintritt geboten und dazu Weine präsentiert werden, gibt es, glaube ich, schon seit über zwanzig Jahren.

Sylvia Treudl

Seit 2013 sind wir, glaube ich, dabei. 2019 mit Gips weil wir die Karten schon hatte, 2020 hätten wir ausgelassen, weil ich dachte, daß ich wegen meines Bloggens eigenlich dafür nicht zahlen will, wie es ja auch in Basel, bei der „Buch Wien“ und auch in Leipzig Bei Literatur und Wein ging das aber eher nicht, das Festival hat aber Pandemie bedingt ohnehin nicht stattgefunden. Ich habe dann aus dem Programmheft darüber berichtet. Voriges Jahr gabs glaube ich auch keines oder man hätte mit 2 oder 3G oder Maske hingehen können und heuer war das auch sehr lang nicht klar.

Daß das Festival stattfinden wird schon. 3G war da glaube ich angesagt, aber dann gabs ja vor einer Woche den zweite sogenannte Freiheitsversuch, wo man jetzt zwar, wenn man in ein Einkaufszentrum will, eine Maske aufsetzen muß, die aber wenn man nur Bücher und Schuhe kaufen kann, wieder abnehmen kann, aber man kann wieder zum Friseur und zu Veranstaltungen gehen.

Taras Czubaj

Das habe ich mit einem etwas flauen Gefühl am Dienstag und am Mittwoch schon ausprobiert und beim ersten Freiheitsversuch im März habe ich ja noch gedacht, ich weiß nicht, ob ich mich da wirklich in den Brunnensaal setzen will? Dann bin ich am siebenen März, glaube ich, zu Ruths Vortrag, gegangen und am Freitag darauf hatte der Alfred Gliederschmerzen und dann, weil er unbedingt zu „Werners Tour“ gehen wollte, einen positiven Test. Den hätte ich wahrscheinlich auch und am Mittwoch darauf einen Schwächeanfall, das heißt immer noch Gliederschmerzen und ein blaues Auge, aber sonst haben wir auch ungeimpft eigentlich nicht einmal einen milden Verlauf gehabt und wenn die Genesung laut Regierung sechs Monate anhält, brauche ich mir keine Sorgen machen oder kann das ausprobieren.

Klaus Zeyringer, Marc Elsberg

Also doch nach Krems und das war sehr interessant. Erstens im Gegensatz zum Literaturhaus gestern, wo man sich beim Signieren verhüllen sollte, habe ich kaum Masken gesehen. Niederösterreich ist da offenbar lockerer und das Programm dann auch, nämlich ein Thrillerautor im Gespräch mit Klaus Zeyringer. Hui, was ist das? Das ist doch keine hehre Literatur mit dem sich die hehren Literaturwissenschaftler beschäftigen. Aber der 1967 in Wien als Markus Rafelsberger geborene Marc Elsberg hat ja 2012 wahrscheinlich eher zufälig einen Roman geschrieben, der jetzt in aller Munde ist, nämlich „Blackout“ ein Stromaufall, der ganz Europa oder die ganze Welt erfaßt und das war für das Literaturhaus offenbar ein Grund es mal anders zu beginnen und Sylvia Treudl hat in ihrer Einleiterung natürlich auch den Angriffskrieg auf die Ukraine erwähnt und, um Spenden gebeten, um einen Kastwagen voller Medikamente dorthin zu schicken und ein ukrainischer Sänger hat auch zuerst zwei Lieder, eines nach einem Text von Juri Andruchowytsch, dargebracht.

Klaus Zeyringer, Juan Gabriel Vásquez

Dann ging es ins Jahr 2012 und zu „Blackout“ und hier hat Marc Elsberg ziemlich genau in seine Schreibwerkstatt schauen lassen. Er ist ein Planer, er recherchiert die Namen und erzählte über die Entstehungsgeschichte. Dann hat er ein Stück daraus gelesen und Kaus Zeyringer stellte anschließend die anderen Thriller vor.

bratfisch

Da gabs 2014 „Zero“, da wurde auch ein Stück gelesen. Bei „Helix“ gehts um die Gentechnik. Dann gibts noch ein Buch mit dem Namen Gier“ da gehts um die Wirtschaft und das letzte Buch heißt „Der Fall des Präsidenten“, da wird ein amerikanischer Präsident am Flughafen von Athen verhaftet und da gabs natürlich die Frage, ist das jetzt Donald Trump. G. W. Bush oder Barak Obama oder eine Mischung aus den dreien. So ist es natürlich aus rechtlichen Gründen und am Freitag ginges dann im Brunnensaal mit Kerstin Hensel weiter, die ich ich ja ein oder zweimal in der Linienstraße in Berlin Ost besucht habe und auch öfter in Leipzig traf und die aus einem Buch namens „Regenbeins Farben“ las, wo sich drei Witwen immer auf einem Friedhof treffen und dort offenbar einen Witwer treffen. Ein Thema, das ich in meinen Büchern auch schon mal hatte und interessant ist auch, daß es da offenbar um alte Frauen in der Literatur geht und Monika Helfer, die als nächste ihr „Löwenherz“ vorstellte ist auch nicht mehr so jung, nämlich schon 1947 geboren. Dazwischen gabs immer die Weinverkostungspausen, ein „Weinalphabet“ hat es vorher auch gegeben und es traten wieder die Winzer auf, die ihre Weine und ihre Weingüter vorstellten.

Den 1973 in Bogota geborenen Juan Gabriel Vasquez offenbar ein sehr bekannter kolumbianischer Dichter habe ich nicht gekannt. Hier hat Klaus Zeyringer die deutschen Passageen aus seinem Roman, die „Gestalt der Ruinen“ gelesen. Eva Menasse, mit ihrem „Dunkelblum“ ein Roman den ich noch lesen muß, der aber in Harland schon über dem Bett liegt, folgte. Die musikalische Umrahmung kam diesmal vom Weltstadtquartett „Bratfisch“, die die Wienermusiktradition neu ummischt und auch sehr lebendig auftrat. Dann kam der Schweizer Poetryslammeister Christoph Simon, der lustig vor sich hinplaudernd seine zwei im Lockdown entstandenen Bücher vorstellte.

Am Samstag gings zwei Stöcke höher in der Artothek mit zwei „Blauen Stunden der Lyrik“ weiter, am Vormittag stellten da die Slowenin Anja Golub, die Ungarin Kinga Toth und Gerhard Ruiss ihre neuen Gedichtbände vor, beziehungs switschte der letztere von seinen Oswald von Wolkenstein Übertragungen zu seinen Kanzlergedichte und seinen „Liebesgedichtband“ hin und her und am Nachmittag trat wieder Kerstin Hensel mit ihren Gedichtband „Cinderella räumt auf“, vorher hat schon Julian Schutting aus seiner „Winterreise“ gelesen und nachher stellte Christoph W. Bauervon dem ich schon einiges gelesen habe, seinen neuen Band „an den hunden erkennst du die zeiten“ vor.

Dazwischen bin ich nach Krems gegangen, habe bei der „Nordsee“ einen Champignonfisch gegessen und mir ein Shirt gekauft, sowie einen Kaffee getrunken und bevor es mit dem Bus wieder zum Brunnensaal ging, bin ich ein bißchen die Donau entlang spaziert, zur Frauenkirche hinaufgegangen und habe mich im Shop des Karikaturenmuseums umgeschaut. Mit Cornelia Stahl und Kerstin Hensel habe ich auch gesprochen und im Brunnensaal ging es nach der Begrüßung durch den Archivar des Klosters, der die Gemeinsamkeiten zwischen den Bücher und der Weinlese erwähnte, mit dem Schweizer Urs Mannhart weiter, der auch Bio Bauer ist und seinen neuen Roman „Gschwind oder Das mutmaßlich zweckfreie Zirpen der Grillen“ vorstellte. Katja Oskamp von der ich schon „Halbschwimmer,“ gelesen habe folgte mit ihren Erfahrungen einer Fußpflegerin und stellte da zwei Portraits ihrer Kunden vor. Alois Hotschnig las aus seinem Roman „Der Silberfuchs meiner Mutter“, das schon in der „Alten Schmiede“vorgestellt wurde, ein Kapitel vor.

Dann hätte Karl Markus Gauß folgen sollen, aber den hatte offensichtlich das Virus erwischt, wie auch die ausgewählte Musikgruppe. Karl Markus Gauß wurde durch Fiston Mwanza Mulija und seinen „Tanz der Teufel“, ersetzt. Die Musikgruppe durch ein Jazzduo, das den guten Wein bei dem Literaturfestival lobte und davon schon reichlich getrunken zu haben schien, was ihre Spielleistung ziemlich beeinträchtigt hat, so daß die meisten Leute und schließlich auch wir noch vor dem Ende weggegangen sind.

Vorher trat aber wieder, wie ich in der Artothek, Taras Chubay auf und Antonio Fian hat auch aus seinen „Wurstfragen“ gelesen, das wurde auch schon vorgestellt. Ein paar der Dramulette waren aber neu für mich und die Weine wurden auch wieder vorgestellt und man aufgefordert sich seinen Lieblingswein auszuwählen, was für mich bei einem Rose Frizante zutraf und ein bißchen konnte man sich am Samstag auch auf die Terrasse stellen und auf das Land hinuntersehen, was ja auch eine Attraktion des Festival ist.

Am Sonntag gings dann zu der legendären Sektmatinee. Allerdings waren wir wegen des Wien-Marathons nicht sicher, rechtzeitig hinzukommen, denn bis Schönbrunn war alles abgesperrt und wir sind gekreist und gekreist und dann vom dreizehnten Bezirk in die Hadik-Gasse gekommen. Hat aber doch geklappt und einen guten Platz konnten wir uns auch sichern. Die Eva Riebler und eine Dame von der LitGes haben wir gesehen, Antonio Fian“ hat mich begrüßt und dann gings zu „Dorothy Parkers Teufelkreis“.

Nora Gomringer

Das heißt Taras Chubay hat wieder ein paar Lieder gesungen und Christoph Maunz, der bei den Matineen immer auftritt, hat Texte von James Thurner gelesen, der zu dem zitierten Teufelskreis gehörte. Nach einer Pause trat Nora Gomringer mit zwei Musikern auf und hat Texte der 1893 in New Jersey geborenen und 1967 in New York verstorben Schriftstellerin und Literaturkriterin mit großer Leidenschaft performt.

Schön und auch ein bißchen anstrengend nach zwei Jahren live Veranstaltungsabstinenz wieder live in die Literaturwelt einzutauchen. Schade ist natürlich, daß ich da das „Luftsprung-Fest“ des „Ohrenschmauses“ versäumtes, zu man, für mich überraschend auch ohne Masken und sonstige Kontrollen teilnehmen konnte, aber das hat von zwei bis vier im Badeschaff stattgefunden und da waren wir noch in Krems.

2022-04-23

New York und der Rest der Welt

Filed under: Bücher — jancak @ 23:37
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Jetzt kommt offensichtlich ein hipper Kolumnenband, jedenfalls ist das Cover von Fran Lebowitz „Rowohlt-Buch“ auf vielen Blogs zu sehen und am Klappentext steht zu lesen, daß Fan Lebowitz Taxifahrerin und Putzfrau war, bis sie von Andy Wahrhol entdeckt wurde. Jetzt ist sie offensichtlich ein New Yorker Star und sie hat auch einen sehr frischen frechen Stil.

Das Buch ist in verschiedene Teile geteilt und beginnt, was man vielleicht schon ahnen kann, mit dem „Großstadtleben“ oder mit der Einführung, wie ein Tag der Fran Lebowitz beginnt. Sie träumt vom Nobelpreis, quasselt dann mit verschiedenen Verlegern oder Anrufern, geht in Pubs, fährt im Taxi und kommt wieder nach Hause und dann kommt sie zum Kapitel „Manieren“, das wieder in verschiedene Unterkapitel eingeteilt ist und da arbeit Fran Lebwotz offenbar gern mit Fragebögen. Sie beginnt aber damit „Ich bin keineswegs gefühllos. Ich finde, alle Menschen sollten warme Kleidung, ausreichend zu essen und eine angemessene Unterkunft haben. Ich finde aber auch, daß sie sich gut einpacken, irgendetwas essen und gleich zu Hause bleiben sollten, wenn sie nicht bereit sind, sich halbweghs vernünftig zu benehmen“, aha könnte man da sagen und irgendwo später steht da noch, daß nicht alle Leute glauben sollten, daß sie Talente haben und vielleicht einen Roman über Familiengeschichte schreiben können, weil sie glauben, daß das jemanden interessiert.

Fran Lebowitz schreibt dann gleich eine solche über ihre Großmutter Margaret Lebowitz, die im Fin de Siecle im ungarischen Ghetto Point aufgewachsen ist mit dem Titel „Auf die Herkunft kommt es an.“

Vorher gibt es noch die schon erwähnten Listen, die die „Nebenwirkungen von Unterdrückung und/ oder Repession“ bzw. „Die Nebenwirkungen von Freiheit und/ oder Freizügigkeit“ bei „Teenagern“ „Homosexuellen“ ,“Juden“ und „Frauen“ beschreibt.

Es gibt dann auch eine „Berufsberatung für die wahrwahft Ehrgeizigen“. Da kann man einen Fragebogen ausfüllen, wenn man beispielsweise „Papst“, „reiche Erbin“,“ unumschränkter Diktator“, „Aufsteiger“ oder „Kaiserin“ werden will.

Dann geht es um den „Sport heute“ oder wie man den am besten in einer Großstadt betreibt. Es geht um „Disco-Tipps der neuen Etikette“ und darum, wie lange man in Russland bzw. USA arbeiten muß, um einen „Laib Brot“ oder einen „Fernseher“ kaufen kann oder, wie lange ein „Kommunist“ bzw. ein „New Yorker“, braucht um ein Abo des „New Yorkers“ zu erwerben. Das hat sich in der letzten Zeit vielleicht geändert. Die Kolumnen scheinen aber schon vor längerer Zeit geschrieben zu sein.

Es geht aber gleich über das „Pro oder contra Kinder?“ weiter. Es gibt ein „Training für Mieter“. Da erwähne ich nur die Frage, ob ein Vermieter einen begehbaren Schrank als Zimmer benennen kann?

In „Erfolgreich ohne College“ werden die verschiedenen „Mütter-Typen beschrieben. Da gibt es die „Bühnenmutter“, die „Architektenmutter“, die „Talkshow-Moderatoren-Mutter“, die „Bestatter-Mutter“, die „Oberkellner-Mutter“ und die „Restaurantkritiker-Mutter“.

Ein Kapitel pber die „First-Women Bank“ gibt es auch und dann unter der Überschrift „Jeder hat das Recht, zu tun und zu lassen, was ich für richtig halte“, um Gesetze und im „Ein Blick in die Welt“ geht es um das Reisen. Da wird Italien und Frankreich beflogen. Aber wir wissen schon, an New York kommt natürlich keiner ran. Also kann man vielleicht auch zu Hause bleiben.

Dann gehts zur „Wissenschaft“ und da gibts eine Kolumne über die Nagelstudio oder die „Nagelbank“, wo Fran Lebowiz darüber phantasiert, wie man zu schönen Nägeln kommt. Dann macht sie sich Gedanken über das Telefonieren und macht Vorschläge über die besten Sprechunterstützer, wie den „Oskar Wilde“ oder „Dorothy Parker-Typ“.

Ums Schlafen geht es auch und dann natürlich über das Wetter. Da behauptet sie „dass das kühle Wetter im Sommer von New York nch Southhampton zieht, weil es keine Lust hat, mit lauter unterbezahlten Autoren und Puerto Ricanern in New York zu bleiben.“

Pflanzen sind für sie „Die Wurzeln allen Üblels“ und dann gehts zur „Kunst“, die wird erstmal in die verschiedenen Sparten aufgeteilt und dann gehts nach Soho und da wird geklärt wieso „Mr. Art nichts mit der Kunst anfangen kann.“ und dann zur „Literatur“ und da ist ja schon angeklungen, daß Fran Lebowitz nicht davon hält, daß sich ihre Leser für das Schreiben interessieren, weil das ja ein sehr „unangenehmer Beruf“ ist.

„Nur weil man in der Highschool keine Freund hatte, ist das noch kein Grund, ein Buch zu schreiben“ oder „Daß man in der Highschool viele Freunde hatte, sollte einen genügen. Das muss die lesende Öffentlichkeit nicht erfahren.“ und über „Lyrik -Sollten Sie der Meinung sein, dass Selbstmordgedanken bereits von einer poetischen Natur zeugen, dann vergessen Sie nicht, dass es auf Taten ankommt, nicht auf Worte“, denn „Schreiben“ ist für Fran Lebowitz, wie schon erwähnt offensichtlich „Eine lebenslängliche Strafe“. Daher gibt gleich die Listen „Woran Sie merken, dass ihr Kind ein Autor ist“

„Vor der Geburt- Wenn Ihr Geburtshelfer beim Aufsetzen des Stethokops aus dem Bauch ausreden hört.“

Bei der „Geburt -Das Baby kommt mindestens drei Wochen zu spät, weil es kein Ende finden konnte.“

„Das Baby schläft sofort die Nacht durch. Den Tag auch.“ im „Krabbelalter lehnt der Kleine Teddybären als Plagiat ab“, während „Mit sieben denkt er über eine Namensänderung nach. Und einen Geschlechtswechsel“. Jetzt wissen wir es und können darauf reagieren und beispielsweise unserem Nachwuchs dieses Buch entziehen, damit er es nicht nachahmen kann.

Was „CB“ ist, habe ich dagegen immer noch nicht verstanden. Aber vielleicht habe ich zu schnell gelesen.

Über „Schriftsteller im Streik“ geht es natürlich auch und da habe ich vergessen, daß das Autorenkind seinen Lehrern sagt, „dass es keine Hausaufgaben machen konnte, weil es eine Schreibblockade hatte.“

Jetzt ruft ein Autor einen anderen Autor an und unterhält sich mit ihm darüber, daßzu er nicht schreiben kann und dazu gibts dann ein paar Varianten. Also „Lieber keine Nachrichten“, auch wenn sie “ wichtig, informativ oder unterhaltsam“ sein können, schließt Fran Lebowitz diesen Leseteil.

Dann gehts zu Teil zwei, den „Sozialstudien“,wo im Kapiel „Leute“ Ratschläge gegeben werden, wie sich reiche Leute einen armen Partner oder umgekehrt fischen können und Fran Lebowitz in ihrem frechen Ton die verschiedensten Milieustudien gibt oder diese umdeutet.

Dann wird ein neuer Papst besucht, er heißt Ron und hat Frau und Kind, man sieht wieder Fran Lebowitz ist sehr originell und so gehts gleich mit Portraits von zeitgenössischen Heiligen weiter.

Weiter gehts mit dem Dienstbotenproblem, da sucht Fran Lebowitz eine Putzfrau, bestellt sich ein paar Kanditaten, der erste ist ein Mann der gleich ihr Schlafzimmer besichtigt, dann kommen ein paar Frauen, die aber nicht in der Nacht putzen wollen und die will ihr Haus nicht verlassen, so daß der Versuch schließlich scheitert.

Dann werden noch die Kapitel „Dinge“, „Orte“ und „Ideen“ von Fran Lebowitz erforscht und bei den Dingen gibts gleich „Hinweise für Haustiere“, beziehungsweise gibt die bekennende Nichttierliebhaberin Ratschläge für die solchen wie „Wenn du ein Hund bist und dein Besitzer findet, dass du ein Mäntelchen tragen sollst… schlage ihm vor, dass er sich einen Schwanz anschafft“ oder „Kein Tier sollte je auf ein Esszimmermöbel springen, sofern es nicht absolut sicher ist, dass es sich beim Tischgespräch behaupten kann“, was wieder ein Beispiel für den Lebowitschen Humor ist..

Dann gehts zur „Frances-Ann-Lebowitz-Sammlung“, da werden alte Herdplatten oder Toaster angepriesen und bei den „Orten“ wird Los Angeles beschrieben. Ein „Tagebuch einer New Yorker Wohnungssuchenden“ gibt es auch.

„Ideen“ hat Fran Lebowitz auch sehr viele. Sie beginnt wieder mit Listen, erklärt den Unterschied von Einfällen und Ideen und empfiehlt uns eine Wunderdiät. Du kannst essen soviel dein Magen erlaubt, wenn du nachher nur genügend Streß hast und dich über deinen Anwalt oder Agenten ärgerst, geht alles wieder weg.

Ähnlich ist es mit der Steuererklärung. Da sieht man den Unterschied zwischen den Armen und den Reichen, denn die ersten müssen, weil kein Geld, keine Steuern zahlen und fühlen sich dadurch ungerecht behandelt und keine Frage, daß Fran Lebowitz dagegen Abhilfe weiß.

Ein interessantes Buch mit dessen Humor ich manchmal meine Schwierigkeiten hatte oder ihn schlicht und einfach nicht verstanden habe, während sich die Lobsagungen am Buchrücken überhäufen.

„Der Goldstandard für Intelligenz und Humor. Jetzt und immerdar“, schreibt beispielsweise David Sedaris. Aber mit den habe ich ja auch meine Schwierigkeiten.

2022-04-22

Ein Buch aus der Zukunft

Filed under: Buchpromotion — jancak @ 00:00
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Hurrah, hurrah, das dritte Buch in diesem Jahr, drei sind schon geschrieben oder am Fertigwerden und alles dreht sich wiederum um Corona.

Diesmal sind wir schon im Jahr 2053 und die Drehbuchautorin Joana Bernard fliegt von New York nach Wien um ein Drehbuch über die Pandemie von 2021 zu schreiben.

Es ist mein kürzestes Buch bis jetzt, glaube ich und ich habe es von November und Dezember 2021 geschrieben und danach korrigiert.

Jetzt zu den Fragen aus der Vorschau:

  1. Das Foto befindet sich auf den „Wiener Verhältnis“, denn da fliegt Hanna Richter von Wien nach New York um über Jakob Mandelbaum zu forschen, der 1938 von dort nach New York emigrierte. Sie verliebt sich in dessen Enkel Henry und schreibt ein Buch darüber. Mein erstes Digibuch, das inzwischen leider vergriffen ist.

2.Jakob Mandelbaum wie schon beschrieben und es ist, glaube ich, der Ururgroßvater

3.Sachertorte und Walzer im Stadtpark, damits ganz schön Wienerisch wird.

Leider hat die Fragen bisher niemand aufgelöst. Es gibt aber hier wieder die Möglichkeit einer Leserunde. Also wer das Buch lesen und hier darüber diskutieren will, bitte melden

und die drei Bücher die noch fertigwerden müßen sind:

„Frauenleben-Frauenleiden“

„Die Uhren haben ihre Zeit verloren oder Fritzi Jelinek schreibt einen Roman – ein Verschwörungsroman in vierzehn Episoden“ und

„Die gestohlenen Jahren“, das wäre dann der neunte erzählenden Covid Text. Das „Corona-Texte-Buch“ gibt es auch noch und hier noch einen Quiz. Wen den vielleicht jemand auflösen möchte.

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