Literaturgefluester

2022-06-19

Sommerpläne schmieden

Von den literatouristischen Ausflug nach Neuberg an der Mürz, einen Tag vor Ende, weil wir den dritten Geburtstag der kleinen Lia im Gasthaus Ambichl feiern wollten, zurückgekommen, sitze ich im lila Spaghettileiberl bei über dreißig Grad in Harland auf der Terrasse und gehe die nächsten Tage durch.

Der Juni hat seine zweite Hälfte überschritten, es gibt noch zwei Wochen Literaturprogramme und in der nächsten Woche das „Bachmann-Lesen“, das wieder mit 2G oder nicht, in Klagenfurt live vor sich gehen wird und ich per Stream verfolgen werde. Ende Juni werden wir wieder ein paar Tage mit der Wandergruppe des Herrn Sladky in die Berge gehen. Dann käme die Sommerfrische, die ich ja seit Jahren in Harland mit Rad fahren, schreiben und lesen verbringe.

Solange der Alfred noch voll arbeitete, war das Mittwoch bis Sonntag. Dann ging er in Altersteilzeit und jetzt ist er in Pension und die Sommerfrische mutierte zu Sommerfrischenwochenenden, das heißt wir fuhren Donnerstag Abend nach den Ö-Tönen nach Harland und kamen Montagabend oder Dienstag früh nach Wien zurück, damit ich meine Stunden machen kann.

In den Urlaub sind wir auch immer gefahren. Einige Zeit lang sehr viel nach Italien. Dann kam das Wandern in der hohen Tatra. im Wir waren im Elsaß, in den Masuren, in den baltischen Staaten und in der Schweiz auch ein paarmal. Dann kam Corona und da gabs seit 2020, wo wir den Rhein oder den Main hinunterradeln wollten , eigentlich keinen mehr.

2020 haben wir ein paar literarischen Ausflüge gemacht, 2021 waren wir zwei Wochenenden bei der Ruth in der Steiermark in der Kittner-Stiftung und heuer befinden wir uns gerade in der Corona- Sommerpause oder eigentlich auch nicht wirklich, denn die Sommerwelle ist, wie ich höre, bei derzeit circa sechstausend täglichen Infektionen, schon da und an die Wintermaskenpflicht von Oktober bis Ostern sollen wir uns, wie ich ebenfalls höre, wie an die Winterreifenpflicht gewöhnen, damit es keine Grippe mehr gibt.

Aber jetzt darf man noch G-los ins Ausland fahren und von dort wieder zurückkommen, obwohl an der Scharfstellung der Impflicht im Herbst schon eifrig gearbeitet wird und des da eine Verkehrsbeschränkung auch bei „geringer epidemologischer Gefahr“ bei Covid verdächtigen Personen geben soll, damit die auf keine Demonstrationen gehen können, geben soll.

Aber noch Pläne, der Alfred macht sie schon und will im Juli nach Kroatien, Albanien, Montenegro, Kosovo oder vielleicht auch nur nach Kroatien fahren, um dort seinen neuen Campinganhänger ausprobieren und im August hat er schon ein Hotel in Bück gebucht, wo wir mit der Anna, dem Andreas und der kleinen Lia und mir ein paar Tage hinfahren will.

Also wirds wenns so bleibt ein intensiver Sommer. Nach den Wandertagen noch ein paar Tage Praxis und eigentlich will ich ja endlich an das Backlistlesen kommen. Da liegen ja noch die Geburtstagsgeschenke der letzten Jahre in den Regalen und wenn im August die deutsche Buchpreisliste bekanntgegeben wird, komme ich dann ohnehin nicht mehr dazu, sondern lese mich den Rest des Jahres durch die deutsche, die österreichische, die Schweizer Liste und dann noch durch das Bloggerdebut.

Aber wenn wir wieder nach Kroatien fahren brauche ich kroatische Bücher und habe da auch schon meine Leselisten durchorstet, denn da hat sich ja schon einiges angesammelt.

Also werde ich wenn wir nach Kroatien fahren Adriana Altaras „Titos Brille“, Edo Popovis „Die Spieler“ und „Den Aufstand der Ungenießbaren“, Miljenko Jergovis „Ruth Tannenbaum“ und seinen „Vater“ mitnehmen. Und für Ungarn steht schon lang Georgy Dragoman „Der Scheiterhaufen“ und Terezia Moras „Der einzige Mann auf dem Kontinent“, obwohl die ja eine deutsche Buchpreisträgerin ist, auf meiner Liste.

Ein paar Bücher, die im Juli und im August erscheinen, habe ich auch noch auf meiner Liste, die Elke Heidenreich liegt halbgelesen am Harlander Klo und den Elias Hirschl will ich auch unbedingt lesen, wenn dann auch der Peter Henisch, die Eva Menasse und der Michael Köhlmeier liegenbleiben, weil dann schon das Buchpreislesen kommt und dann gibt es noch das Schreiben und da bin ich ja öfter im Sommer nach Harland in eine Schreibwerkstatt gegangen und jetzt laboriere ich immer noch an meinen „Socialkredit-Text“, herum, der inzwischen „In den Wolken leben oder die Verkehrsverschränkung“ heißen könnte, aktuell aus sechs Szenen, vierzehn Seiten und 6400 Wörtern besteht, ich aber immer noch nicht weiß, wie ich die aktuelle Covid Situation beschreiben soll und wie gefährlich die ist und mich dann beim, „Du mußt ja nichts schreiben, hast du doch ohnehin schon sehr oder zuviel getan, leg mal eine Pause ein!“, ertappe und dazu wäre der Sommer vielleicht ganz gut. Denn nach Kroatien nehme ich den Laptop nicht mit und bringe vielleicht auch wieder ein Buch oder eine Idee als Souvenier zurück, denn ich könnte ja auch über etwas anderes als über Corona schreiben und über etwas anderes, als das wieder eine ältere oder jüngere Frau einen Roman darüber versucht.

Also in den Sommer, mal sehen, wie er wird und ob die Sommerwellen uns überrollen. Die O-Töne gibts ja wahrscheinlich auch und die Lesetheater-Sommerlesereihe ist auch schon geplant und natürlich gibts am dritten Juli wenn wir von den Wanderwochenende zurückkommen auch vierzehn Jahre „Literaturgeflüster“ zu feiern und im nächsten Jahr gibts überhaupt ein ganz großes Jubiläum. Nämlich fünfzig Jahre Matura und literarisches Schreiben und da was daraus geworden ist? Wahrscheinlich sechzig selbstgemachte Bücher und fünfzehn Jahre „Literaturgeflüster“.

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