Literaturgefluester

2022-07-24

Sonntag in Mostar

Filed under: Reisebericht — jancak @ 21:45
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An einem heißen Sonntagmorgen von Ploce nach Mostar fahren, um die berühmte Brücke anzusehen, die im Jugoslawienkrieg zerstört und jetzt wieder aufgebaut wurde, zu besichtigen.

Auf der einen Seite fahren die Autos über die bosnische Grenze, auf der anderen Seite fahren die Bosnier nach Kroatien ans Meer. Das sind mehr Autos, obwohl es in Mostar sehr rege ist und es viele Besucher gibt, die die berühmte Brücke sehen wollen.

Ploce
Neretva

In den Gassen Restaurants, Souvenierjobs und da wird alles angeboten. Cevapcici, Burek, Döner, Pizza, Burgers, Cocktails, Bier oder ein Touristenmenü und die Souvenirs, Kleider, Taschen, Schmuck, Sonnenhüte, kann man sowohl mit konvertiblen Marks, die Landeswährung oder in Euro bezahlen.

Die berühmte Brücke ist dann wieder sehr voll. Alle wollen darüber gehen, schauen, staunen, fotografieren und in der Mitte steht ein Mann in einer Badehose, der wie ich später feststellen soll, in die Neretva springen wird. Da sitze ich schon am Fluß in einer Cafebar, trinke Orangeade und schaue in das Wasser.

Am Fluß kann man Boote mieten und die Neretva entlangfahren und viele Frauen mit Kopftuch sind zu sehen, die ihre Füße ins Wasser stecken oder ein bißchen darin entlangbalancieren.

Mostar
Blagaj

Die Hauptstraßen sind sehr elegant. Es gibt alles zu kaufen und zu essen. Man sieht aber auch viele Bettler und es gibt einige Kriegs- und Brückenmuseen.

Geht man ein wenig abseits, ist es schon weniger schön. So ist der Weg der zur Neretva führt, sehr besprayt und mit Müll überladen und dann ein Restaurant suchen.

Es gibt sehr viele davon und wir finden auch eines in dem es eine große Auswahl gibt und die Kellner fink die Tische abräumen, wo sehr viel übergeblieben ist.

Počitelj
Bootsregatta am Bacinska Jezera

Cevapcici, Pljescavica mit Pommes Frites, Fladen und Salat. Die Kellner sind freundlich und eine blonde weißgekleidete Frau mit kurzer Hose fällt auf, die an der Theke steht und die ich zuerst für eine Gästin halte. Später räumt sie einige Tische ab, plaudert mit den Kellnern und als ich das Klo aufsuchte, sah ich sie auch dort den Boden schrubben.

Die Pljeskavica und der Wein, den ich dazu trank waren sehr gut. Dann ein Geschenk für die Enkeltochter kaufen und zu einem Wasserfall fahren, der ein wenig an die in der Schweiz erinnern. Sehr idyllisch war das im Führer beschrieben. Das Auto abstellen und an den Souveniershops vorbei den Fluß hinuntergehen. Wieder viele verschleierte Frauen, die ich später imRestaurantgastgarten sitzen sehen. Sieben Kopftuchträgerinnen allein an einen Tisch, die sehr lange und umständlich bestellen, während ich mein Mineralwasser trinke. Wir sitzen dicht am Wasser, wo immer wieder Kinder hinuntersteigen, um ihre Füße hineinzustecken oder sich das Gesicht zu waschen und noch ein idyllisches Städtchen gab es zu besichtigen, wo man zu einer Moschee hinaufgehen konnte.

Frauen verkauften selbstgemacht Säfte um einen Euro und wollen keine Marks. Die sind uns, weil man zwar im Restaurant und auch die Souveniers in Euro zahlen konnte, aber nicht den Parkplatz, übergeblieben, so daß wir noch etwas tranken und die Touristen aus Polen, Holland, etcetera beim Cevapcici essen beobachten konnten.

Ein schöner Ausflug, ein bißchen sehr touristisch und das Elend scheint es gleich nebenan zu geben. Dann wieder nach Ploce auf den Campingplatz mit dem kleinen See zurückfahren und die bosnischen Autos beachten, die von ihrem Badetag zurückkommen, während am Camp gerade eine Bootregatta stattfand.

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