Literaturgefluester

2022-08-03

Zurück von den kroatischen Inseln

Filed under: Alltagsgeplauder,Reisebericht — jancak @ 23:42
Tags:
Leibnitz
Senji

Zurück vom Urlaub, seit 2019 hatten wir Corona bedingt ja keinen richtigen, damals waren wir einige Male in der Schweiz und 2016 in Kroatien.

Damals sind wir zwei Tage nach dem ersten Durchgang der Bundespräsidentenwahl, wo Alexander van der Bellen, knapp gewonnen hat, weggefahren und als wir zurückgekommen sind, habe ich schon bei der Rückfahrt in der Zeitung gelesen, die Wahl wird wiederholt.

Jetzt gibt es im Oktober, glaube ich, wieder eine Bundespräsidentenwahl und ich werde Alexander van der Bellen, für den ich damals sehr gekämpft habe und große Angst hatte, daß er die Wahl verlieren könnte, nicht mehr wählen.

Restoran Kapela
Camping Bacinska Jezera

Aber zurück nach Kroatien, wo der Alfred, der schon im Mai mit dem Karli dort war, die kroatischen Inseln auswählte, also eine Route, die für mich ziemlich unbekannt war und kleinere Orte betraf.

Mein erster Kroatienurlaub hat mich also sehr geprägt und ich habe mir ein Buch mitgenommen, beziehungsweise eines darüber geschrieben und diesmal hatte ich auch eine ganze Tasche von KroatienBücher mit und habe da, darüber werde ich noch schreiben, ganz zufällig und ohne es zu wissen, eine gute Auswahl getroffen.

Am zwölften Juli sind wir also mit dem Anhänger, den sich der Alfred zu Beginn der Pandemie gekauft hat und dem alten Auto losgefahren und weil es der Alfred langsam angehen wollten, sind wir nur bis Leibnitz gefahren und haben dort auf einen schönen Campingplatz gleich neben dem Bad übernachtet. Dann ist es bis Senj gegangen, das ist eine kleine Stadt an der Adria.

Kreuzfahrtschiff vor Korcula
Mostar

„Jadran heißt die Adria“ habe ich von meiner Freundin Ruth Aspöck gelernt oder darüber gelesen und „Doar dan“ heißt „Guten Tag“. Das ist ungefähr das Einzige, was ich auf Kroatisch kann. Mehr braucht es auch nicht, weil die Orte, die wir bereisten, alle auf Tourismus ausgerichtet ist und man mit Englisch oder Deutsch sehr gut durchkommt.

Auf die Festung Nehaj gegangen, wo die Uskoken im sechzehnten Jahrhundert gegen die Türken kämpften und so sind in dem Städtchen auch überall Kanonen aufgestellt. Der Campingplatz war sehr klein, eigentlich nur ein Parkstraße, wo man sein Wohnmobil aufstellen konnte. Aber sehr funktional, gleich am Meer gelegen, so daß man dort, glaube ich, sehr gut seinen Sommerurlaub mit am Tag schwimmen, segeln, surfen und am Abend grillen oder über die Promenade flanieren und einen Drink nehmen, verbringen kann.

Kornaten
Makarska

Wir sind aber gleich am nächsten Tag nach Trogir gefahren, wo wir ja vor sechs Jahren länger waren und meine Erzählung auch auf dem Campinglatz Rozak, wo wir wieder übernachteten, zum großen Teil spielt.

Dann ist es nach Ploce auf einen Campingplatz gegangen, der an einem kleinen See gelegen ist, was ein spannender Kontrast zum Meer, darstellte und es viele französische, belgische Kinder und auch viele Gelsen gab.

Da sind wir einige Tage geblieben, haben öfter die Fähren benützt, um an die Halb- oder Ganzinseln zu kommen und sind auch einen Tag nach Mostar gefahren, um die berühmte Brücke, die im Krieg zerstört wurde und inzwischen wieder nachgebaut wurde, zu besichtigten.

Wir sind auf der Insel Cres auf einen sehr schönen Campingplagtz gewesen, wo es zweimal in der Woche eine Grillparty gibt, wo man Sardinen, die Cevapcici, Calamari und auch Pommes Frites genießen konnte.

Camp Kovacine in Cres
Grillfest im Camp Kovacine

Wir sind ja keine Schwimmer, sondern sind herumgefahren und haben uns die kleinen Städten mit ihren Kirchen und ihren Türmen angeschaut. Haben immer gut gegessen und einmal sogar einen Bücherschrank gefunden, wo es zwar kroatische Bücher gegeben hat, was ich aber auch interessant gefunden haben.

Einmal haben wir eine Kornatenrundfahrt gemacht. Das heißt wir sind den ganzen Tag mit einem Schiff, um die Inseln herumgefahren. Ein freundlicher Maat oder Kapitän uns alles erklärt, wo es eine Kirche oder eine Thunfischfarm gab. Zu Mittag gab es Fisch oder Fleisch zur Auswahl und zweimal einen Aufenthalt zum Schwimmen.

Auf dem Campingplatz in Moscenica Draga sind wir auch schon vor sechs Jahren gewesen. Da haben wir Ausflüge nach Rijeka und Opatija gemacht, wo es die berühmte Promenade gibt, die schon in der K u K Monarchie gegründet wurde und da sind wir von Dalmatien schon nach Istrien gekommen.

Dort gibt es den „Johnson“, ein berühmtes Fischrestaurant, das wir damals besuchten und auch am letzten Sonntag waren und dann in der Nähe von Pula, wo wir die Anna, den Andreas und die kleine Lia getroffen haben, die dort in einen Resort in der Nähe ein paar Tage verbringen. Da haben wir mit ihnen einen Nachmittag am Strand verbracht und ich habe meine Füße ins Wasser gesteckt. Ich bin ja, wie erwähnt, keine Schwimmerin, weil ich als Kind ein mal fast ertrunken wäre und sind dann am dritten August über Slowenien zurückgefahren.

Mošćenička Draga

Die Bücher sind gelesen. Ein paar Ideen für mein Romanprojekt und ein paar Reisegeschichten, die ich nach und nach einfügen werde, gibt es auch. Aber diesmal wahrscheinlich keine eigene Kroatien- Geschichte nur die Erkenntnis, daß man den Sommer in Kroatien trotz der vielen Krisen mit Baden Schwimmen, Segeln, Surfen verbringen oder auch durch die kleinen Orte marschieren, um sich die Festungen und die Burgen anschauen kann.

Zum Frühstick Kaffee und meist ein Schokoladecroissant, das man auch Brioche nennen kann. Zu Mittag Calamari, Fische oder Cevapicici. Sardinen gab es interessanterweise diesmal weniger, obwohl die am billigsten sind, aber an einigen Orten Spanferkel, die vor allem den Alfred sehr begeistert haben, mir eher weniger schmeckte und alles war sehr teuer, was aber auch in Österreich inzwischen so ist, da wir ja die größte Inflation seit 1945 haben und was Corona betrifft, konnte ich mich nur wundern, daß es das in Kroatien offenbar nicht gibt.

Zwar waren auf allen Campingplätzen Desinfektionsflaschen zu finden und Plakate, die zeigten, wie das richtige Hände waschen geht. Masken habe ich in den drei Wochen aber nur jeden zweiten, dritten Tag eine oder zwei gesehen und die waren meistens auch noch falsch aufgesetzt.

So geht es auch, denke ich und bin jetzt wieder in eine Welt zurückgekommen, wo sich einige über die Rücknahme der Quarantänmaßnahmen aufregen, die Zahlen aber zurückgehen und wie, die Zahlen in Kroatien waren, habe ich gar nicht mitgekommen.

Jetzt gibt es eine kleine Urlaubserholungspause in Harland. Morgen werden wir auch nach Wien fahren, um die Post nachzusehen und die Blumen zu gießen und am Abend werden wir zu den O- Tönen gehen, bevor es nächste Woche mit der Anna, dem Andreas und der Llia nach Ungarn geht, um eine andere Urlaubsvariante zu erleben und braungebrannt bin ich inzwischen auch.

9 Kommentare »

  1. mit van der bellen geht es mir leider sehr ähnlich. hab ihn 2016 nicht nur in sämtlichen drei wahlgängen gewählt, sondern vor der stichwahl auch (das einzige mal in meinem bisherigen leben) an meinen gesamten freundeskreis damals eine klare wahlempfehlung verschickt. und bis märz 2020 war ich mit seiner amtsführung auch grundsätzlich zufrieden. aber auch für mich ist er definitiv nicht mehr wählbar. menschenrechtswidrige repressive corona-gesetze brav zu unterschreiben, geht für mich einfach nicht. punkt. übrigens gibt es nicht nur die wahl an sich, sondern damit wer überhaupt am stimmzettel steht, sind 6.000 unterstützungsunterschriften nötig, die zwischen 9.8. und 2.9. gesammelt werden.

    Kommentar von andi pianka — 2022-08-04 @ 17:17 | Antworten

    • auch hier die Frage: wer ist die Alternative?

      Kommentar von foto39 — 2022-08-08 @ 00:07 | Antworten

  2. Ja, aber ich werde nicht sammeln gehen, für die El Awadalla habe ich aber damals unterschrieben und sogar einen Text über die „Präsidentin am Opernball“ geschrieben.

    Kommentar von jancak — 2022-08-04 @ 22:45 | Antworten

  3. Mich würd interessieren, wer die Alternative zu van der Bellen bei der Bundespräsidentenwahl für dich ist. LG

    Kommentar von foto39 — 2022-08-05 @ 21:25 | Antworten

    • Warum nicht Dominik Wlazny (alias Marco Pogo)?

      Kommentar von nagl — 2022-08-05 @ 23:34 | Antworten

      • „Dem derzeitigen Amtsinhaber zollt Pogo seinen Respekt. In vielen Situationen in den vergangenen Monaten hätte er nicht gerne in seiner Haut gesteckt, so der Bierpartei-Chef. Pogo spricht sich für die an den Tag gelegte Zurückhaltung des Bundespräsidenten aus, hätte sich vor dem Hintergrund der turbulenten politischen Zeiten zuletzt aber doch klarere und lautere Worte von Van der Bellen gewünscht.“ lese ich in ZackZack. Also was wird der Pogo anders machen? Ich habs (noch?) nicht herausgefunden. Da ist er für mich keine Alternative. Also für mich entweder wieder van der Bellen (höchstwahrscheinlich) oder gar nicht wählen (aber ein schlechtes demokratisches Zeichen).

        Kommentar von foto39 — 2022-08-08 @ 00:06

      • Marco Pogo
        Sehr geehrter Hr. Alexander Van der Bellen,
        ich beantworte gerne Ihre Frage: Mein Lebensweg führte mich aus der Medizin in die Musik. Im Jahr 2014 waren letztlich die Arbeitszeiten und Nachtdienste im Krankenhaus mit meinem damaligen Zweitjob Musiker nicht mehr unter einen Hut zu bringen.
        So habe ich mich entschlossen, fortan hauptberuflich als Musiker zu arbeiten. Weil ich es gerne mache und es mir eine immense Freude bereitet. Der Erfolg gibt mir recht: Ich wurde zwei Mal mit dem wichtigsten heimischen Musikpreis ausgezeichnet, insgesamt fünf Mal dafür nominiert (unter anderem „Best Live Act“). Meine Alben erreichten die Spitzenpositionen in den heimischen Charts und ich war in 20 Ländern dieser Erde auf Tour. Zu meinen Konzerten kommen tausende Menschen, meine Musik begeistert Unzählige im In- und Ausland.
        Vom Musiker wurde ich auch zum Unternehmer und betreibe mit „Pogo’s Empire“ eine Plattenfirma, eine Agentur und einen Shop. Ja, ich verkaufe auch Bier. In meinem Unternehmen sind ein Dutzend Menschen beschäftigt, 50 weitere arbeiten freiberuflich zu. Damit habe ich Arbeitsplätze geschaffen und zahle meine Steuern.
        Das Leben besteht aus Veränderung – auch mein Berufsleben ist im ständigen Wandel. Als politischer Mensch möchte ich Österreich weiterentwickeln und mich mit Ideen einbringen. Das könnte ich als Bundespräsident, deswegen möchte ich mich der Wahl stellen.
        Vielleicht arbeite ich später in meinem Leben auch wieder mal als Arzt, die Ausbildung dazu hab ich mir ja erarbeitet.
        Zu Ihrem Angebot: Ja, wir können uns gerne auf ein Bier treffen. Ihre offenen Fragen zu meinem beruflichen Werdegang hab ich jetzt hoffentlich alle beantwortet. Sprechen wir nun über die wirklich relevanten Themen, welche die Menschen in unserem Land beschäftigen.
        Ich freu mich auf ein Bier mit Ihnen.
        Beste Grüße,
        Dominik Wlazny

        Kommentar von nagl — 2022-08-13 @ 21:14

  4. Tja lieber Otto, da gibt es wahrscheinlich keine, denn mit dem Herrn Brunner würde es wohl auch nicht klappen, wen wirst du wählen?

    Kommentar von jancak — 2022-08-05 @ 21:49 | Antworten

  5. Und jetzt wieder zurück zu den kroatischen Inseln, denn da hat es auch Bier gegeben! Obwohl Heini Staudinger wär vielleicht auch ein Kanditat und der ist, wie ich höre, ungeimpft!

    Kommentar von jancak — 2022-08-13 @ 21:52 | Antworten


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