Literaturgefluester

2012-08-23

Übers Krimischreiben

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:13

Jetzt hätte ich fast den neuen Literaturskandal versäumt. Die Sommerlöcher neigen sich zum Ende, die Herbsproduktion beginnt und neben den Listenfavoriten, gibt es noch viele andere „Schreibe-Möchtegerns“ und da ist der Krimi sehr beliebt, denn den wollen ja sehr viele Leute lesen und so gibt einen regelrechten Boom an Regional- Stadt- Land- Hard- oder Softscorekrimis und die aus Schweden sind besonders beliebt.
Da gibt es, die von Per Wahlöö und Maj Sjöwall aus den frühen Siebzigerjahren mit sozialkritischen Inhalt und die von Henning Mankell und weil die so erfolreich waren, folgten dann noch Hakan Nesser und Ake Edwardson, die ich auf der Leseliste von 2015 habe, etc und über die des 2004 verstorbenen Stieg Larsson gibt es in dem Spiegel, den der Alfred in Nida kaufte, einen Bericht. Sie wurden nach seinem Tod sehr erfolgreich, die Millionen erbten dann der Vater und der Bruder und die Lebensgefährtin ging leer aus und hat jetzt ein Buch darüber geschrieben und im August soll oder sollte ein neuer Schwedenkrimi herauskommen.
Per Johansson „Der Sturm“, der in Schonen spielt, wie die Krimis von Wallander und einen ermodeten Zeitungsstarjournalisten zum Inhalt hat.
Hat es da nicht etwas Ähnliches 2002 mit Martin Walsers „Tod eines Kritikers“ gegeben?
Richtig, der Journalismus hat es inzwischen entlarvt. Per Johansson gibt es nicht und der Krimi wurde von einem Arzt und einem Reporter der Süddeutschen Zeitung geschrieben, der ermordete Journalist könnte, sollte Frank Schirrmacher sein und der Skandal ist da, was ja in Zeiten nach der Buchpreislistenbekanntgabe einige sehr interessante Fragen aufwirft, die ich in der Hitze der Harlander Terrasse, die es zu Mittag gab, gerne beantworten will, denn, daß die die schreiben wollen, sich bevorzugt in Krimis versuchen, ist ja zu bemerken.
Anni Bürkl hat das getan und bei Gmeiner inzwischen schon einige herausgebracht. Edith Kneifl hat einen neuen bei Haymon, den mir der Alfred gestern nicht öffnen konnte, er erscheint aber ohnehin erst im September und die E-Book Autoren versuchen sich, wie z. B der Schreibtischtäter Matthias Brömmelhaus alias Bela Bolten auch damit.
Die verwenden dann auch oft Pseudonyme, um ihre Idetität oder ihre anderen Karrieren zu schützen oder, wie es die bissigen Reporter schreiben, weil von einem Feuilletonchef der Süddeutschen ja keiner einen Krimi nehmen würde, was eigentlich sehr schade ist,
Mit dem schwedischen Namen kann er aber bei Fischer erscheinen und die Leute stürzen sich darauf, so oder so.
Ich stehe den Pseudonymen ja sehr skeptisch gegennüber und würde nie eines verwenden, obwohl ich ja eigentlich einen Doppelnamen habe, aber unter Jancak habe ich schon geschrieben, als ich noch nicht verheiratet war und die sogenannten Gebrauchsautoren, habe ich inzwischen begriffen, müßen das tun, denen schlagen die Verlage das vor, warum und wieso habe ich auch nicht sehr verstanden.
Frank Schirrmacher und die anderen Journalisten haben sich und ihn aber erkannt und nun scheint es wieder eine Diskussion über „Schlüßelromane“, die man ja angeblich nicht schreiben darf, zu geben, obwohl die Autoren, wie ich lesen konnte, fassungslos waren, von Zufall sprachen und Herrn Sch. gar nicht damit meinten.
Als 2002, der „Tod eines Kritikers“ erschienen ist, war ich erfreut, denn ich habe ja im „Tod eines Jurymitglieds“ einige Jahre früher versucht, einen Krimis zu schreiben, obwohl ich das gar nicht kann oder will.
Denn ich möchte keine Gewalt verbreiten und halte das viele Morden, das in den Krimis passiert für unrealistisch. So sind die Morde bei mir keine und so werden meine Opfer meistens von Ästen erschlagen und dann sind es keine wirklichen Krimis, sondern nur Satiren darauf und mir ist wieder mal ein Fenster zum Literaturbetrieb verschlossen geblieben.
Mit dem Schreiben habe ich also meine Schwierigkeiten, obwohl ich es mit „Tauben füttern“ dann noch einmal versuchte, mit dem Lesen eher nicht. Denn eigentlich lese ich Krimis ja sehr gern. Sie sind spannend, oft auch sozialkritisch und man kann sie auch in den Bücherkästen finden, weil sie ja in großen Auflagen erscheinen. So hat sich bei mir nach und nach die ganze Donna Leon Reihe angesammelt und von Andrea Camillieri findet man auch sehr viel.
Auf die Bürkl Krimis muß ich noch warten, aber erst am Montag einen bei Molden 2012 erschienen Krimi, der ganz neu zu sein schien und dessen Autor, Mitglied in der Glauser Jury ist, gefunden und auch einmal ein kleines Büchlein, das bei einem Krimi Workshop entstanden ist und Einblicke gibt, wie man Krimis schreiben und was man in solchen Kursen lernen kann.
Ich kann auch noch hinzufügen, daß Jens Linder ja bei Piper auch einemal einen Krimi geschrieben hat, der denen von Janet Evanovich so ähnlich war, daß der Verlag ihn vom Markt genommen hat.
Ja, ja, die Leute wollen schreiben und die Leser, den berühmten Namen und die, die selber Krimis schreiben beklagen, daß jetzt immer mehr sogenannter „E-Book-Krimischund“ erscheint oder stürzen sich mit Wonne auf die Entlarvung, des vermeintlichen schwedischen Starautors.
Die verdienen mit ihren Krimis sehr viel Geld, die E-book Schreiber hoffen darauf mit ihren Gratisaktionen und die, die die Volkshochschulkurse besuchen, fallen vielleicht immer noch den Zuschußaverlagen herein. Solche Bücher habe ich auch schon gefunden und ich lese sie auch gern, denn ich bin und das halte ich auch für die Lösung des Problems sehr offen, schaue gerne über den Tellerrand hinaus und interessiere mich für alles.
Für mich muß ein Buch keinen Starautor zum Verfasser haben und auch nicht bei Rohwolt oder Fischer erschienen sein, aber eine derartig überfüllte Bücherwelt, wie wir sie haben, braucht wohl ihre Skandale, um überhaupt auzufallen und macht sie sich vielleicht auch selbst. Für die Sommerlöcher ist das sicher gut und für den Herbst, wenn das Weihnachtsbucheinkaufen beginnt, wahrscheinlich auch.
Und was die Aufregungen betrifft, so würde ich Thomas Steinfeld rechtgeben, wenn er sagt, daß in jedem anständigen Krimi ein Mord passieren muß, so wollens die Leser und in denen der weniger prominenten Autoren passiert wahrscheinlich auch, daß sie dabei beispielsweise an ihre Tante denken, ohne daß sie ihr natürlich Böses wollen, aber sie hat ja so charakteristische Eigenschaften und bei einem Debut wird man sich überhaupt an Bekanntes halten und so nimmt ein Reporter eben seinen Chef als Vorbild, sein Pech ist nur, daß den auch die Feuilltonkollegen kennen, sich mit Wonne darauf stürzen und das Buch dann gleich als schlecht bezeichnen, was es vielleicht gar nicht wäre, wenn ein Unbekannter das Debut geschrieben hätte, aber dann wärs wahrscheinlich auch BoD und nicht bei S. Fischer erschienen. Was mir persönlich mißfällt ist, daß in der noch unentdeckten Erstform, die jetzt offenbar eingestampft wird, eine Übersetzerin aus dem Schwedischen angegeben wurde und das ist ja, was mich an den Pseudonymen stört, daß da die Leser getäuscht werden, die sich das offenbar auch gerne lassen.
Daß das Ganze „Der Sturm“ heißt, ist natürlich auch sehr interessant, waren die Aufregungen also vielleicht doch gewollt, um die Leute zum Kaufen zu bewegen?

2012-06-09

Literaturgeflüster-Texte-Buch

Filed under: Uncategorized — jancak @ 09:14

Kleine Vorschau auf das geplante Buch:

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

Sommerfrische

Bücher, Bücher

Bestseller

Wochenendrecherchen

Nanowrimo-Writing

Studien im Schnee

12. Februar

Gerstl-Begräbnis

Bachmannpreisgeflüster

Wunderschöner Tintentraum

1 Jahr Literaturgeflüster

Spurensuche

Rechtschreibfragen

Schreiben lernen

Lesebuch zur Longlist Deutscher Buchpreis 09

Fehlerkultur

Weihnachten

Erinnerung an Helmut Eisendle

Leben ohne Geld

Das alltägliche Leben

Zum Tod von Andreas Okopenko

Sommerlöcher

Besuch im Residenz Verlag und „Sophie Hungers für den offenen Bücherschrank“

Zu Doris Kloimstein durch die Hochsicherheitszone

Fünfhundermal

Warum wird mein Manuskript nicht….

Erinnerungen

Werbefahrt mit Joseph Roth

Leselisten

Auf den Spuren Mayor Bronsteins

Das neue Bücherregal

Transformationsfragen

Erzählprobleme und Protagonistenmeinungen

Hundert Bücher

Momentaufnahme

Radtouren

Klagenfurt-Tratsch und mehr

Bücherkastentour

Unter Dreißig

Das Schiff auf den Schienen

Im Storchendorf

Campingfreuden

Nikoleiken

Leselistenleiden

Gedanken zu nine elefen

„Sophie Hungers“ fast allein

Bestandsaufnahme

Sogenannte Indie-Bücher

Beobachtungen zur Krise

Auf Romansuche

Tausendmal

Rückzugsgedanken

Osterspaziergang ins Neulerchenfeld

Laut und Luise als fünftausendste Veranstaltung

Post-Frühstück

Erlesenes Pfingsten

Sommer am Wasser

Kuriose Suchanfragen

Samstag in Litauen

Best Camp of Town

Wochenende in Saaremaa

Litauischer Literaturstreifzug

Bücherschrank-Geschichten

Übers Krimischreiben

Nanowrimoschreiben 2012

Drei Bücher von Linda Stift

Achter Dezember

Die zweite Reise

Kommentierfrequenz

Ins Jubiläumsjahr

Bela Boltens Indie-Krimis

Die Zahl dreizehn

Vergessener Superstar

Ungelesen

Bücherbeschränkung

Ostern im Schnee

63,69

Weinwandern

Rand-oder Kultfigur?

wer schreibt diese poetischen momente fest? wer erfrecht sich? wer geht von einer lesung zur anderen? bei wind, wetter und nachts? welche person ist das? wird die person hochbezahlt vom ministerium? ist sie eine verhinderte kommissarin? ist sie eine wichtigmacherin? auf alle fälle ist sie eine meisterschreiberin. eine, die verstanden hat, wie wichtig das DARÜBERSCHREIBEN in einer zeit, wo hauptsächlich DARÜBERGESCHRIEBEN/DRÜBERGEHAUT wird.
der blog LITERATURGEFLÜSTER ist ein schrei für die freiheit aller lebewesen, der blog ist ein schrei gegen die VERNICHTUNG der welt, für mich ist der blog wesentlich. wesentlicher als die täglichen zeitungen. wesentlicher als die propagandablätter des neoliberalismus!
danke eva – danke eva- danke
Stephan Eibl Erzberg

Eva Jancak verfügt über eine geradezu unerschöpfliche Lese- und Anhörkapazität. Wer mit der Maus in ihrem Blog „Literaturgeflüster“ blättert, erfährt den Spiegel des gegenwärtigen Literaturerlebnisses Wien.
Berichte von besuchten Leseabenden, Büchermessen und Rezeptionen der Bände ihrer ständig wachsenden Bibliothek reihen sich dort neben die Ankündigungen und das Echo ihrer eigenen Auftritte und geben einen stets aktuellen Einblick in die Szene.Ein ständiges Ein- und Ausmatmen belletristischer Zeichen, die durch unsere Stadt schwirren.
Franz Blaha, Schreibinteressen

So, das ist die vorläufige Textauswahl. Jetzt hätte ich gern Rückmeldungen, wie gefällt die Textzusammenstellung? Außer den im Netz entstandenen literarischen Texten, ist auch die Literaturgeflüster-Geschichte drin, Rezensionen fehlen und von den Veranstaltungen gibt es nur ein paar Schmankerln. Und alle, die mir gern ein kurzes Textchen schicken wollen, was das Literaturgeflüster für sie bedeutet, sind willkommen und bekommen ein Belegexemplar.
Das fertige Buch in Papierform wird dann wahrscheinlich in einem Jahr zu bestellen und zu bewundern sein.

2017-09-23

Fünfzehn Jahre Writersstudio

Das Writersstudio gibt es jetzt schon fünfzehn Jhre, daß heißt, daß Judith Wolfersberger oder Huber, wie sie früher hieß 2002 mit dem Freewriting angefangen hat. Sie hat auch ein Buch geschrieben, daß sich mit den Schreibblockaden bei Studenten beschäftigt hat. Das wurde einmal in der Sigmund Freud Uni vorgestellt. Da bin ich hingegangen und habe ihre Seminare auch einmal einer Kientin und später einer Bloggerin empfohlen.

Ich bin auch zweimal in ihr Studio im siebenten Bezirk in die Kaiserstraße, glaube ich, gegangen, um an einen der kostenlosen Infoabende teilzunehmen, dann ist das Studio in die Pramergasse, in ein ehemaliges Zuckergeschäft übersiedelt und seither gibt es die „Tage der offenen Tür“ mit den kostenlosen Seminaren und seither gehe ich auch regelmäßig hin, erstens weil mich ja alles Schreiben interessiert und zweites, weil ich  auch möglichst umfangreich darüber bloggen möchte, was ew im Bereich des Schreibens so alles gibt.

Man kann an den kostenlosen vierzig Minuten Workshops die Entwicklung des „Writersstudios“ ganz schön ablesen, Zuerst hat es da einen Tag gegeben, dann waren es schon zwei und dann wurde auch das berufliche vom literarischen Schreiben abgetrennt.

Ich bin dann eine Zeilang nur mehr zu dem Tag gegangen, wo das Passion writing, also  Shortstory, Memoir, etcetera angeboten wurde, weil ich ja nicht unbedingt journalistisch und auch keine Werbetexte schreiben will.

Vor zwei Jahren bin ich dann auch um die Abendveranstaltung gekommen, weil die Anna unbedcingt mit mir ins Kino gehen wollte und im vorjahr werden wir wohl in Harland gewesen sein.

Aber heuer hat es gepasst, mir wieder alles zu geben und da waren, die zwei Tage auch wieder anders eingeteilt. So hat es am Freitag mit „Diary“ also dem Tagebuchschreiben begoggen und als ich da, um fünf vor neun da war, war das Studio schon voll.

Ein full House gleich vom Beginn und ich habe gerade noch einen Platz an dem großen Tisch gefunden und begonnen hat es wieder mit den Morgenseiten, beziehungsweise mit den Regeln ohne den Bleistift abzusetzen  zehn Minuten vor sich hinzuschreiben. Das ist von Julia Cameron und deren Buch habe ich ja auch gefunden und gelesen und ich habe mir heute auch ein Programm vorgenommen, bin ich ja beim Schreiben meiner „Unsichtbaren Frau“ und komme da nicht recht weiter, aber eigentlich habe ich gar nicht so viel Zeit dazu und gestern ist mir auch wieder eine Idee  für eine Amanda Siebenstern Geschichte eingefallen, also habe ich mir vorgenommen, möglichst in jedem der Miniworkshops daranzubleiben und darüber zu schreiben und das war bei den Morgenseiten auch sehr passend.

Vor ein paar Jahren, als ich an meiner „Sterbehilfegeschichte „ geschrieben habe, habe ich das auch so gemacht.

Dann ging es weiter mit Johanna Vedral, die, glaube ich, außer Schreibtrainerin auch Psychologin ist und die hat ja das Collagenschreiben als Weg zum Unbewußten weiter gentwickelt.

Da muß man sich immer ein Bild nehmen und darüber schreiben und ich erwischte eines mit einer gütigen alten Frau und einer jüngeren. die irgendwie ekstatisch wirkte. Das passte nun nicht so gut zu meiner Tarnkappengeschichte über das Vermummungsverbot , aber dann kam Birigt Schreiber aus Bremen mit den nichtabschickten Briefen und da habe ich schon einmal einen langen an den Herrn Kurz geschrieben, mit meiner Nachbarin, einer AHS- und Yogalehrerin, habe ich mich dann darüber unterhalten und dann wurde es vollends kreativ, nämlich mit „Picken, stempeln, sprayen“ Judith Wolfersberger packte den Tisch voll mit Wasserfarben und anderen Malutensilien und erzählte, wie sie da am Morgen meistens noch im Bett mit den Faben spielt und einmal haben wir in einem Workshop auch ein bißchen die Kalliographie probiert und daraus ist dann mein Cover für das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ entstanden.

Das wars dann mit dem Unbewußten, dann ist es in den Beruf gegangen und da kam gleich wiederJohanna Vedral mit den „WriterTricks“, ich glaube, da ist es um das Einstiegen in den Text gegangen und das ist ja auch etwas was mich momentan beschäftigt, bevor Simone Leonhardsberger kam, bei der ich  schon einmal einen Mini-Workshop machte und die uns unter dem Titel „Rasende Reporterin“ wieder mit dem wie warum wieso eine Nachricht schreiben ließ, ich erwischte eine mit einer Gefängnisrevolte und habe mir da ein bißchen schwer getan, weil ich ja eigentlich wieder über meine Amanda mit der Tarnkappe schreiben wollte, aber damit war es vorläufig Schluß, denn es ging gleich mit dem Aufbereiten der eigenen Texte für die Presse weiter. Dann kam die Krimi Autorin und Coachin Michaela Muschitz und erzählte etwas übers „Newsletter“ schreiben, bevor der FM4-Sieger Markus Fischer kam und uns zu den „Knalligen Überschriften“ texten ließ.

Am Samstag ging es am Vormittag weiter mit dem „New Meomoir“, da begann Anna Laturner, die ihre Seminare immer sehr sorgfältig vorbereitet und viele Anleitungen und Übungen mit gibt mit einer Übung, wo man die Graphic  mit dem Wort verband. Das heißt, man zeichnete Kreise und Wellenlinien und schrieb dann, wennn es kam, ein Wort hinein. Mein Kreis hieß „Kunstprojekt“, da habe ich wohl meine Erinnerungen an den öffentlichen Raum hineingepackt und die Worte „Kunst“ „Recht haben, „künstlich“ Aha“.

Dann gabs wieder Zettelchen, ich erwischte eines mit dem Text „Hast du Geschwister? Erinnerungen an den Bruder die Schwester“.

Das wurde dann  ein Speedwriting, absolut unlesbar, aber ich glaube ziemlich klärend „Tell me, Ursula, an was kannst du dich, kann ich mich an dich erinnern?“

Ana Zidnar machte weiter und bot den Einstieg in das litarische Schreiben, den „Short Story Kurs“ mit den drei Regeln „Herzblut, Origininalität, show not tell“ für eine spannende Geschichte. Das gab mir wieder Gelegenheit die Tarnkappe aufzusetzen. Das machte ich dann, glaube ich, auch bei dem „Personal Essay-Workshop“ von Judith Wolfersberger, irgendwie und irgendwann geriet ich dann von der VHS in eine Hietziger oder Döblinger Villa und Amanda Siebenstern war bei Minister Basti gelandet. Ich glaube, das war dann mein „Personal Essay“, während Judith Wolfersberger etwas von dem Verlust ihres Notizbuches vorlas.

Mit Ana Znidar ging es mit dem „neuen Memoir“ weiter und den Erinnerungen mit den Sinnen „Ich erinne mich“ mit Szenen aus der Kindheit, aus denen sich dann später in dem Seminar, wenn man das bucht, ein ganzes Buch oder Text formen läßt.

Dann gings in das „Classic Liiterary“ und da gabs zum ersten Mal ein Workshp zur Kinderliteratur mit einem echten Amerikaner, einem New Yorker, der seit einigen Jahren im neunten Bezirk wohnt. Keith Mc Gowan, der mit starken Akzent sehr gut Deutsch sprach, seine Bücher, die in verschiedenen Sprachen übersetzt sind, zeigte und uns eine phantastische Figur ausdenken ließ und da kam dann endlich der Aha Effekt und es klappte, bei mir als er sagte, daß man seine phantastische Figur sehr real aussehen lassen soll.

Also ging die Amanda in ihr Badezimmer frisierte und schminkte sich, setzte sich dann die Tarnkappe auf und landete, siehe oben bei Minister Basti in der Villa und das Ganze, die Ergebnisse von einigen Mini Workshops werden sich zu meiner Szene sechs formen lassen, beziehungsweise der Beginn eines neuen Handlungstranges sein, denn zwischen Amanda und dem Minister könnte sich ja auch etwas  entwickeln.

Dann kam eine kleine Amanda Pause oder die „Ode an die Zwiebel“ beziehungsweise an das „Kaffeehäferl“ oder „Poetry“ vorgetragen von Gundi Haigner, aber die „Ode an die Zwiebel“, habe ich schon einmal mit einer anderen Trainerin geschrieben.

Ana Zidnar „Travel-Workshop“ habe ich auch schon einige Male gemacht und habe mich kurz wieder einmal nach Trogir begeben, um zu sehen, zu riechen, zu schmecken und zu hören und dann gibt ein neues Seminar, das Markus Fischer, der inzwischen die „Leonharder Akademie“ absolvierte, anbietet, nämlich  Veröffentlichungsmöglichkeiten mit den Teilnehmern zu besprechen. Er teilteLiteraturzeitschriften aus, sagte „Dum“ wäre gut geeignet, „Kolik“ eher nicht, denn die nehmen nur Insider (sprich vermehrt Absolventen der Leonharder Akademie oder spätere „Priessnitzpreisträger“ – Anmerkung von mir) und ließ uns dann eine Szene schreiben und verbessern, in dem man sie von rückwärts wiederholte, verkürzt oder in einem Satz schrieb.

Da war ich dann wieder in der Volkshochschule, denn in der Szene sollten sich zwei Menschen auf der Straße treffen, die einander nicht begenen wollten.

Amanda trifft da die Männer ihrer Schülerinnen und will ihnen nicht begegnen, weil die ja nicht ohne Schleier oder Kopftuch in den Kurs kommen wollen. Mit dieser Szene war ich nicht so recht zufrieden, beziehungsweise war sie noch nicht fertig, so habe ich in der Verkurzung versucht sie zu verändern.

Dann kiam wieder Michaela Muschitz mit dem Krimischreiben. Meinte, spannend wird die Geschichte durch die Figuren und den Schauplatz und wir sollten uns einen ausdenken, wo unsere Geschichte spielt. Meine spielt in Wien und in New York und vor allem wahrscheinlich auch im Netz. Da ich aber nicht wieder in die Volkshochschule wollte, ging gleich in die Szene sieben, nämlich nach Stockholm, obwohl Michaela Muschitz meinte, man solle die Orte kennen, über die man schreibt und stellte mal meinen Jonathan Larsen vor, der todunglücklich ist, weil er seine Frau Wiebke an Krebs verloren hat. Das ist die Ausgangslage, warum er sich in seiner Depression mit Blogs beschäftigt und da auf den von Lily und Slavenka kommt.

Das wars dann mit den Mini Workshops. Dann gabs Wein, Käse und Brot und eine Festansprache von Judith Wolfersberger zum fünzehnten Jubiläum mit ihren Erinnerungen, wie es begonnen hat.Birigt Schreiber hielt dann noch eine Lecture über das neue Tagebuchschreiben, davor und danach gab es die übliche Verlosung von Gutscheinen zu Schreibkursen. Gewonnen habe ich wieder nichts. Aber diesmal gab es einen Trostpreis für alle, beziehungsweise einen fünzehntägigen Schreibmarathon der mit einer Haloweenparty am 31. Oktober beginnt und am fünzehnen November endet. Da kann man kommen und an seinem Proekt schreiben und sich Feed back holen und da ich ja wieder beim „Nanowrimo“,  mitmachen will, von dem ich übrigens das erste Mal übers „Writersseminar“ hörte, habe ich auch vor das mit meiner „Unsichtbaren Frau“ zu tun und soviel wie möglich zu kommen. Das heißt, meine Praxis muß ich natürlich machen und die „Buch Wien“ ist in dieser Zeit ja auch.

2012-08-28

Letzte Sommerfrischenwoche und neue österreichische Literaturtalente

Filed under: Uncategorized — jancak @ 17:43

Jetzt gehts bald in die letzte Ferienwoche, dieses Sommers, der ja trotz aller Hektik, bezüglich der Pflege von Alfreds Vaters, sehr schreibintensiv war und ich korrigiere auch gerade an der Wiedergeborenenen, habe mir „Kerstins Achterln“ neu ausgedruckt und für das Literaturgeflüster-Texte-Buch sind auch ein paar neue Texte hinzugekommen, das ich ja als nächstes fertig machen will und während ich in Harland weitab vom literarischen Geschehen geruhsam auf der Terrasse sitze und alte Bücher lese, als nächstes steht noch eine Villon-Biographie von Fritz Habek an, bevor ich mir aussuchen werde, ob ich Georg Haderers „Engel und Dämonen“, als E-Book oder in Printform lesen werde, denn der Alfred hat mir jetzt einen neuen E-Bookreader installiert, so daß ich die Auswahl habe, hat um mich herum die Herbstproduktion angefangen und da erlebe ich derzeit meine Überraschungen, gibt es ja nicht nur die zwanzig Langlisttitel für den deutschen Buchpreis, auf der auch Clemens J. Setz „Indigo“ steht, das überall sehr gelobt und gelesen wird, obwohl es noch gar nicht richtig erschienen ist. Den neuen Krimiskandal mit den verschiedenen Meinungen über Schlüßelromane, schlechte Bücher und das Verwenden von Pseudonymen gibt es auch und das ist ja eine sehr widersprüchliche Geschichte mit einer angeblichen Übersetzerin und einen schwedischen Originaltitel, den es nicht gibt, einer Hunderttausendstückauflage und dazu einen Autor, der keine Interviews gibt, scheinbar sehr naive Journalistenfragen und dann die sehr schnelle Abklassifizierung als schlechten Roman. Interessant ist auch, daß das Buch, auf einer Vorableseliste war und als die Diskussion begann, hat es der Verlag von dort wieder hinuntergenommen und den ausgewählten Vorablesern ein anderes Buch versprochen.
Daß man sehr viel tun muß, um ein Buch unter die Leute zu bringen, habe ich schon begriffen, deshalb bin ich nicht erfolgreich, denn ich schreibe ja sehr unbemerkt vor mich hin und bringe meine selbstgemchte Fünfzigstückauflage kaum an.
Dann höre ich aber Ex-Libris und da wird ein bei DVA erschienenes Buch eines Martin Horvath „Mohr im Hemd oder wie ich auszog um die Welt zu retten“ vorgestellt, ein Roman über die sehr wichtige Asylfrage, von einem Autor, von dem ich noch nie etwas gehört habe und ich kenne mich in der Literatur ja ganz gut aus und glaube auch Bescheid zu wissen, wie der Betrieb läuft.
Es gibt aber eben immer wieder Überraschungen und Senkrechtstarter und das trifft bei Marjana Gaponeko gar nicht zu, denn die hat ja 2009 bei Residenz „Annuschka Blume“ herausgebracht und jetzt bei Suhrkamp „Wer ist Martha“ und die 1981 in Odessa geborene Autorin, scheint auch eine Zeitlang in Wien gelebt zu haben, zumindestens spielt ihr neuer Roman dort.
Also Neuerscheinungen, wo hin man sieht, wenn man da nur auf die Buchpreisliste fixiert ist, bekommt man vieles nicht mit. Ich lese aber Blogs und da wird derzeit auch Vea Kaisers „Blasmusikpopp oder wie die Wissenschaft in die Berge kam“ viel besprochen und auch diese Autorin war mir unbekannt, wurde 1988 geboren und hat in Wien studiert. Ihr Debut ist bei Kiepenhauer und Witsch erschienen und sie scheint schon in Hildesheim Schreiben zu unterrichten oder dort zu coachen.
Wow, wie machen das die anderen nur? Da könnte man ja neidisch werden. Wenn man auf You Tube geht, sieht man eine schöne junge Frau, die beim Burgtheater mit der Straßenbahn fährt und den Unterschied zwischen dem euporischen und dem manischen Schreiben erklärt.
Da kenne ich auch beide Phasen ganz gut und würde sie auch als sehr ähnlich empfinden. Also nicht abschrecken lassen und weitermachen, im Literaturgeflüster und mit meinen Buch-Projekten und da kann ich auch flüstern, daß sich schon Ideen für das nächste Work in Progress sammeln, an dem ich ich erst nach dem Literaturgeflüster-Texte-Buch schreiben will und dazwischen die „Paula Nebel“ und „Kerstins Achterl“ korrigieren, wenn ich mit der „Wiedergeborenen“ fertig bin.
Zu lesen habe ich auch sehr viel, bin ich jetzt ja in der Haymon-Vorableseliste und da warten noch zwei Krimis auf mich und Ingrid Führer, die mich im März angeschrieben hat und mir einige Krimis zum Rezensieren angeboten hat, hat mich zum Leo Perutz Preis eingeladen, der am 12. 9. im Hauptverband vergeben wird.
Da wäre ich zwar ohnehin hingegangen, lese ich ja regelmäßig http://www.buecher.at, aber vielleicht macht sie auch die Pressearbeit für den Alpha Literaturpreis, das wäre ja sehr schön und da habe ich gerade nachgesehen, ist Marjana Gaponeko mit „Annuschka Blume“ im letzten Jahr, wo sie mich nicht hineingelassen haben, auf der Shortlist gestanden.
Jetzt gibts noch ein paar Ferientage mit zwei Büchern und viel Korrigierarbeit, bevor es zum Volksstimmefest geht und dafür habe ich mir den „Langen Brief an den Herrn Kurz“ schon ausgedruckt. Zur Erinnerung, ich werde am Samstag als Dritte lesen. Als erster wäre Manfred Bauer dran gewesen, aber der ist am 11. August ganz überraschend verstorben und hat auch politische Krimis geschrieben, die vielleicht nicht so bekannt geworden sind.

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