Literaturgefluester

2013-08-05

Achtzig Rohseiten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:12

Juchu, ich bin mit der Rohfassung meines „13-Kapitel-Textes“ fertig, achtzig Rohseiten und auch dreizehn Kapitel, wie geplant, sind es geworden und ich bin am Freitag, nachdem ich meinen Schreibbericht geschrieben habe, auch sehr fleißig gewesen.
Habe zunächst zwei Szenen bzw. Kapiteln geschrieben, das des Stefan Horetzky, das jetzt „Eine Aktentasche mit Symbol“ heißen wird, und „Die Suche nach der verlorenen Frau“, dann bin ich essen und Radfahren gegangen und habe mich, nach dem ich ein bißchen, wie ich es ganz gerne tue, in meinen eigenen Büchern geblättert habe, um nachzuschauen, wo ich mich vielleicht wiederhole, noch einmal auf die Terrasse gesetzt, das gelbe Buch hergenommen und nachgeschaut, ob ich wirklich, die andalusische Krankenschwester Dolores zur Protagonistin von Kapitel zwölf machen soll?
Habe ich und ich glaube es ist ganz gut gelungen und das dreizehnten Kapitel, spielt, wie schon beschrieben nicht zehn Jahre später, sondern auf Lauras Pensionsanfangsparty zu der Nika, Laurenz Wolkner und Stefan Horetzky kommen.
Achtzig Rohseiten, bzw. knapp zweiunddreißigtausend Wörter hat es nun. Jetzt werde ich es ausdrucken, durchsehen und zumindestens am ersten Kapitel noch etwas verändern.
Es ist mir also in den letzten zwei Wochen bei meiner Schreibklausur sehr gut gegangen und ich bin zumindest was die Rohkonzepte betrifft, sehr schnell unterwegs. Zu schnell, meint der Alfred, aber ich denke es kommt aus mir heraus, so daß es sinnlos wäre, etwas dagegen zu tun, denn es ist ja auch sehr schön so produktiv zu sein und ich weiß, beim Korrigieren werde ich schon noch genügend fluchen, weil ja wahrscheinlich noch nicht alles so sitzen wird, aber eigentlich ist es mir ganz gut gelungen und das Experiment aus dreizehn Kapitel einen Roman zu machen, denn das war es ja, hat sehr gut geklappt.
Es ist zwar wahrscheinlich eher eine Erzählung als ein Roman, aber ich denke, es reißt einige, mich sehr bewegende Themen an und wenn ich beim nächsten Text länger werde, ist es gut, wenn nicht ist auch egal, denn jeder schreibt, wie er oder sie es kann.
Der Rest des Sommers werde ich also wieder an den Beginn der Sommerfrischen-Schreibwerkstatt zurückkommen und korrigeren, nach Herzogenburg und dorthin Radfahren, wo ich noch nicht war, kann ich auch, bzw. vielleicht auch wieder einen Stadtschreibertag machen oder einen solchen Text schreiben.
Mal sehen wie es wird, bisher war es ja ein wirklich sehr gelungener schreibintensiver Sommer, der noch dazu ein traumhaft schönes Wetter hatte und mir macht die Hitze eigentlich nicht viel aus.
Ich werde also jetzt die nächste Zeit an den „Dreizehn Kapiteln“ korrigieren, ob ich bis zum Nanowrimo damit fertig bin, weiß ich nicht, wahrscheinlich eher nicht und ich habe dann wahrscheinlich auch keine Idee, an was ich schreiben soll, beziehungsweise gibt es ja die, aus der Nika Weihnachtsfrau einen Adventkalender zu machen, aber das passt ja mehr in den Dezember.
Mal sehen wie es wird. Momentan bin ich noch etwas von dem Wochenende gesch.aucht, da wir ja bei der Hitze auf den Hochschwab hinaufgewandert sind.
Etwas ist vielleicht noch ganz interessant zu erwähnen, da hat Petra van Cronenburg am Donnerstag von einer Art-Sendung geschrieben, die ich, glaube ich schon vor zwei Jahren bei Thomas Wollinger kennenlernte. Da wurde Jonathan Safran Foer vorgestellt und der erzählte über sich und über das Schreiben und wie man oft durch ganz banale Zufälle zu seinen großen Romanen kommt und Petra van Cronenburg zeigte sich enttäuscht, daß der Meister so in seine Karten schauen ließ.
Da habe ich und an meine Schreibberichte gedacht und mich gefragt, ob die, da ich ja sehr offen bin und auch von dem, was nicht so klappt, berichte, vielleicht nerven?
Allerdings sind mir Schreibberichte sehr wichtig und ich finde es immer sehr spannend, wenn Autoren sich in ihre Karten und Schreibstuben schauen lassen, weil man ja nur so lernt. Andererseits enttarnt das wieder Mythos des Genies und die Geschmäcker sind wahrscheinlich auch sehr verschieden.
Die einen wollen, daß man über sich und sein Schreiben erzählt, die anderen finden es vielleicht aufdringlich und indiskret.
Mir hat der Film, den ich vor zwei Jahren, glaube ich, bei Thomas Wollinger gesehen habe, aber sehr gefallen und wenn es jemanden interessieren sollte, wie es mir beim Schreiben geht, freut mich das sehr. Für die die es nervt, sei verraten, daß vorläufig wahrscheinlich ohnehin keine Schreibberichte mehr kommen werden, weil ich ja die nächste Zeit korrigieren und vielleicht auch etwas weniger bloggen werde, weil es ja noch keine Veranstaltungen gibt und ich nur zwei oder drei Bücher pro Woche lese. Mal sehen, wie es wird?
Vielleicht wird wieder alles anders, jetzt bin ich erst einmal sehr mit mir und meinen „Dreizehn Kapiteln“ zufrieden.

2010-02-03

Aktueller Werkstattbericht

Filed under: Uncategorized — jancak @ 20:05

Nach den vielen Lesungen der letzten Wochen, der neun im Jänner gelesenen Bücher, Leselustfrust hat mich wirklich da ein bißchen animiert, bewußter mit meinen SUBs umzugehen, wenn ich hundert Bücher im Jahr lese und noch an die fünfundzwanzig Jahre Zeit habe, könnte ich ja wirklich alles, was ich geerbt und angesammelt habe, lesen, wenn man seine Bücher nicht auch nochmals lesen sollte, ich zumindest den Ein Euro Schnäppchen selten widerstehe und mir vermehrt mit Hinweis auf das Literaturgeflüster nicht Bücher schnorren würde…., könnte man meinen, die eigene Schreibwerkstatt ist etwas in den Hintergrund geraten.
Meine liebe Kollegin Irmgard Gelter hat sich bei ihrem Besuch Anfang Jänner auch erkundigt, ob ich meine Schreibaktivitäten auf das Literaturgeflüster verlegt habe?
Entwarnung, dem ist nicht so, auch wenn das Bloggen für mich sehr wichtig ist und ich in der Gesellschaft für Literatur, gestern in der alten Schmiede und auch bei der Eugenie Gedenklesung schon darauf angesprochen werde, das eigene Schreiben steht natürlich nach wie vor ganz vorn und da bin ich auch gut unterwegs.
Habe ich 2009 ja zwei kürzere Erzählungen und die die „Krisenwelt“ verfaßt.
„Sophie Hungers Krisenwelt“ liegt immer noch auf Alfreds Schreibtisch, der es jetzt setzen oder, wie man das bei der Internetelektronik nennt, soll. Bis Seite 106 ist er, glaube ich, schon gekommen. Dann geht es wieder an das Korrigieren. Die ersten Fotoversuche für das Titelbild haben wir auch schon gemacht. Eine Messie-Wohnung wäre passend und in Harland gibt es ein paar sehr angeräumte Zimmer, den Klappentext hat mir die Andrea Stift versprochen.
Ich korrigiere derzeit an „Heimsuchung oder halb eins“ und bin mir da noch nicht ganz sicher, ob das jetzt eine Erzählung oder ein Roman geworden ist?
Wahrscheinlich ein Zwischending. Knapp achtzig Rohseiten mit derzeit 45.384 Wörtern sind es jetzt und ich denke, daß ich mit dem Korrigieren in der Endphase bin, obwohl ich mir bis März dafür Zeit genommen habe. Wenn ich mit der Rohfassung zufrieden bin, brauche ich noch ein Nachwort. Ich werde ja den Untertitel „Ein Nanowrimo-Novel“, anfügen und das Titelbild mit dem Winner oder dem Teilnehmerlogo bzw. dem Zertifikat grafisch gestalten. Da sollte ich im Anhang erklären, was der „Nanowrimo“ ist?
Dazu habe ich gedacht, fasse ich die Berichte zusammen, die ich für Jacqueline Vellguth geschrieben habe. Vom Cover habe ich also schon Vorstellungen, auch von wem ich gern den Text hätte, angefragt habe ich noch nicht und korrigiere derzeit neben meiner Praxis, den Veranstaltungen und dem Lesen fleißig vor mich.
Die Organisation des Tags der Freiheit des Wortes fällt nun ja weg, dafür hat mich Petra Ganglbauer, die das jetzt macht, vor ein paar Tagen angeschrieben und mich zu der Veranstaltung eingeladen. Der Anlaß der Bücherverbrennung scheint jetzt zu fehlen, denn die Veranstaltung wird am 9. Juni am Uni Campus sein. Themenschwerpunkte werden die Beschränkung der geistigen Freiheit, Scheinfreiheit, Sprachverrohung und Zensur sein. Dazu habe ich natürlich allgemein was zu sagen und speziell sind „Die Schmerzansichten der Kätzin Murana“ passend und mit den maximal sieben Leseminuten werde ich auch hinkommen.
Die „Mittleren Teil IV“ müssen weiter organisiert werden, das Flugblatt entwerfen, die Lesenden zu einer Vorbesprechung einladen und ich habe mir auch vorgenommen, ein neues Vorwort schreiben, bisher habe ich immer dieselbe Einleitung verwendet, da die Veranstaltung ja an anderen Orten stattgefunden hat. 2006 im Literaturhaus, 2008 in Vorarlberg, 2009 im Amerlinghaus.
Jetzt will ich mir was Neues einfallen lassen und bewerben muß ich es in ein paar Wochen auch. Wenn ich dazwischen noch meine Steuererklärung schreibe, wird sich das wahrscheinlich ganz gut so ausgehen, daß ich mich ab März an das Schreiben von etwas Neuem machen kann. Die ersten vagen Ideen gibts bereits, habe ich schon geflüstert.
Aber auch den ernstgemeinten Vorsatz, mir dazu wirklich Zeit zu lassen. Im Vorjahr war ich nach dem „Haus“ ein wenig ausgebrannt. Das ist diesmal nicht so. Ich glaube im Gegenteil, daß ich durch das fleißige Blogschreiben und mein intensives Privatstudium der Sprachkunst, einen Schritt nach vorn gekommen bin und wieder einmal optimistisch an den neuen großen Roman denke, der mich sowohl von innen als auch nach außen weiterbringen kann. Das denke ich zwar jedes Jahr, bin aber wirklich zuversichtlich.
Im März werden wir nach Leipzig zur Messe fahren und haben das mit den Hundertmarks schon ausgemacht, danach ist die Frauenlesung und bezüglich des Frauenschreibworkshops, an dem ich im vorigen November im Rahmen der Mariahilfer Frauenwochen teilgenommen habe, ist da die Idee gekommen, 2010 aus den Texten vorzulesen. Da kam vor einigen Tagen die Anfrage einer Frau vom Bezirk und ich habe zugesagt.
Es ist also viel los und ich habe noch einen Haufen anderer Pläne, was ich 2010 alles machen und gewinnen könnte, aber dazu brauchts Feedback und Unterstützung anderer und daran haperts ja bei mir. Also mich auf das, was ich geben kann, konzentrieren und heute werde ich, nach dem ich die fünfzehn Euro für den Krenek Abend doch nicht zahlen wollte, mit Ludwig Lahers Einleben in die Badewanne verschwinden und da habe ich noch einen Nachtrag.
War bei Rudi Lasselsbergers freundlichen Büchergaben, mit denen er mich gestern überschüttet hat, doch auch „Europa erlesen“ mit dem Schwerpunkt Linz, das 2008 von Ludwig Laher herausgegeben wurde und eine umfangreiche Sammlung von Linz Texten darstellt. Rudi Lasselsberger hat einiges drinnen, Judith Gruber Rizy, Ruth Aspöck seltsamerweise nicht, obwohl sie dort gelebt hat, aber natürlich Eugenie Kain, da gibt es Ausschnitte aus den „Flüsterliedern“ und dem „Hohe Wasser“.
Also sehr spannend darin zu schmökern, aber jetzt werde ich mich der starken Johanna und der kleinen Steffi mit dem Down Syndrom widmen.

2009-11-19

50.687 Worte

Filed under: Uncategorized — jancak @ 15:48

Gerade habe ich die letzte unkorrigierte Szene hochgeladen und am neunzehnten Tag 50.687 Worte meines Nanowrimo-Novels „Heimsuchung oder halb eins“ geschrieben. In Wirklichkeit waren es ein paar tausend Worte mehr, denn ich habe es nicht geschafft, ohne zu korrigieren und das Geschriebene durchzulesen, vor mich hinzuschreiben, sondern nicht alle Szenen, aber sehr viele, einmal durchkorrigiert und auch ein paar Fehler, damit die Handlung wieder stimmt, ausgemerzt.
Die Geschichte ist jetzt fertig. Eine Erzählung über eine Frau, die die Grippe hat, in dieser Zeit nicht aus dem Haus geht und während der Nobelpreis an Herta Müller geht, sich mit den verschiedenen Blogs, die sie gern liest, beschäftigt, so daß auf diese Art und Weise wieder ein realistisches Bild des Literaturbetriebs mit dem Hintergrund des Unistreiks etc. entstanden ist.
Jetzt muß ich das Ganze noch einmal durchgehen, noch vorhandene Fehler herausnehmen, dadurch werden es sicher wieder weniger als fünfzigtausend Worte, aber wahrscheinlich schon an die achtzig bis fünfundachtzig Rohseiten.
Die Arbeit war sehr spannend und ist sehr flott dahingegangen. In gewisser Weise bin ich wirklich eine Marathonschreiberin. Wenn man aber auf die Statistikseite von schriftsteller-werden.de geht, sieht man, daß zum jetzigen Zeitpunkt schon zehn Leute fertig sind und freakingmuse ist schon über die sechzigtausend Wortgrenze hinaufgeklettert. Es gibt also auch andere Leute, die schnell und viel schreiben.
Was hat es mir gebracht? Viel Spaß und ein intensives Schreiberlebnis, obwohl der November für mich ein eher ungünstiger Schreibemonat ist, denn ich habe nur tageweise geschrieben. An einigen Tagen viel und flott, an anderen wieder gar nicht, dadurch habe ich mich manchmal ein bißchen herausgerissen gefühlt, obwohl mir schnell klar war, worauf ich hinaus will und was in die Geschichte hineinkommen soll.
Es ist kein Roman, sondern eine Novelle, die, wenn ich sie durchkorrigiere, wieder unter den fünfzigtausend Worten sein wird. Eine kürzere Erzählung über das Schreiben, nach der langen und diesmal ganz genau geplant.
Wie mache ich jetzt weiter, denn das Nanowrimo Monat ist ja noch nicht vorbei?
Das weiß ich schon, da ich auf meiner Profilseite jetzt die fünfzigtausend Worte stehen habe, werde ich das Vor- oder Nachwort über den Schreibprozeß des Nanowrimoschreibens erst später machen, die letzte Novemberwoche dazu benützen, das Ganze noch einmal durchzugehen und wenn es wieder um tausend Worte kürzer wird, nicht mehr in den Zähler eingeben, sondern die jetzt vorhandene Wortezahl ab nächsten Mittwoch hochzuladen versuchen, wenn ich das schaffe, da ich jetzt allein bin und mich mit der Technik nicht so auskenne.
Wenn nicht, ist es auch egal, denn ich brauche dieses „Winner-Logo“ ja nicht wirklich, obwohl es sich für das Buchcover eignen würde, denn es wird natürlich ein Buch daraus. Ein Nanowrimo-Novel, das wäre dann mein einundzwanzigstes Digitalbuch, wenn ich mich nicht irre und nichts durcheinander bringe und „Sophie Hungers Krisenwelt“ vorher oder wahrscheinlich gleichzeitig erscheint.
Also einmal alles durchgehen, damit die größten Fehler hinausfallen, dann wird der November vorbei sein und ich lasse es liegen, um „Sophie Hungers Krisenwelt“ fertigzukorrigieren und wenn ich ein Zeitfenster habe, werde ich wieder etwas lesen, denn ich bin mit „Atemschaukel“ noch immer auf Seite neunundzwanzig, obwohl ich inzwischen viele neue Bücher habe und den Briefwechsel Bachmann-Celan würde ich auch gern lesen.
Es war ein schöner Schreibprozeß, den ich mir einmal gönnen wollte, so wie ich einmal auf eigene Kosten nach Klagenfurt gefahren bin, um beim Bachmann Spektakel zuzuhören und zweimal mit dem Alfred nach Frankfurt, beides mache ich jetzt nur mehr übers Internet und wahrscheinlich auch kein Nanowrimo Writing, außer es geht sich gerade aus, aber der Novemberdruck wird höchstwahrscheinlich derselbe sein und daß ich, wenn ich in der Stimmung bin, achtzig Seiten Text zusammenbringe, habe ich nicht bezweifelt, denn ich weiß ja, daß ich schreiben kann und das auch schon lang und viel tue.
Der amerikanische Ansatz nur das Schreiben ist wichtig, nicht lesen, nicht korrigieren, nicht den Bleistift absetzen und dann hipp hipp hurra, ist mir immer noch ein wenig fremd, weil die Frage, was mache ich dann, schon vorhanden ist. Aber ich habe ja die Antwort, das wahrscheinlich einundzwanzigste Digitaldruckbuch, wie gehabt. Ich würde also mehr Unterstützung auf der Anerkennungsseite brauchen, aber das war auch ein Thema des Interviews, das am Montag zu hören ist und amerikanisches Schreiben ist halt anders, als das deutsche oder österreichische, obwohl sich hier langsam etwas ändert und es sehr viele junge deutsche Schreiber gibt, die noch zur Schule gehen und mit ihren fünfzigtausend Worten bald fertig werden. Die schreien „Hurra!“ und sind damit zufrieden. Ich bin es aber auch, denn wenn ich es als Nanowrimo-Novelle deklariere, kann man darüber reden, was das ist.
Gerade war im Radio im “ Von Tag zu Tag“ Robert Menasse, der sich sehr für den Studentenpotest engagiert und das passt ja auch zum Thema. Warum können nicht alle studieren oder schreiben, die das wollen und nur die angeblich sechzehn besten unter z.B. 375 Bewerbern?
Das Nanowrimowritig ist ein bißchen das Gegengewicht und was ich in den drei Wochen gelernt habe, ist, daß ich mir jetzt genauer vorstellen kann, wieviele Seiten fünfzigtausend Worte sind und ich auch weiß, in wievielen Tagen man sie schreiben kann.
Freakingmuse hat zehn dazu gebraucht, ich neunzehn, aber an sechs oder sieben Tagen nichts geschrieben und auch ein paar tausend Worte wieder weggelöscht und bis das Nanowrimo-Novel in die Druckerei gehen kann, werde ich zwei bis drei Monate korrigieren, das sind alles mir wieder sehr bekannte Prozesse und natürlich hat mich das Schreiben, wie überhaupt das ganze Literaturgeflüster noch ein bißchen selbstbewußter gemacht und lustig war es auch, das zwar zu Hause, in seinem Zimmer, aber trotzdem in Gesellschaft, zu tun, immer wieder die Schreibstatistik anzuklicken oder sich bei den Profilen der anderen anzusehen, was sie schreiben, wo sie wohnen, wie alt sie sind und welche Interessen sie haben, war sehr interessant und ich finde es sehr schade, daß auf der österreichischen Profiseite kein Mensch darüber etwas weiß.

2019-07-17

PEN-Sommerfest und Neues vom Schreiben

Als ich anläßlich des achtzigsten Geburtstages von Peter Paul Wiplinger im Pressecub-Concoida war, hat mich Helmut Niederle zum Sommerfest in den Hof des Hauses in der Bankgasse Nur acht, eingeladen.

„Kommen Sie, das wird sicher schön!“ hat er gesagt!“ und da ich ja sehr neugierig bin und auch sehr begierig bezüglich meines Blogs, das vielseitige Literaturleben zu erfassen, bin ich heute hingegangen.

Vorher hatte ich nur um fünf und um sechs eine Stunde und daher Zeit für einen allseitigen literarischen Tag. Da habe ich mir im Sommer ja einiges vorgenommen und wollte mich auch von meinen literarischen Figuren, wie die Fritzi Jelinek, die Lisbeth Hahnenpicher und den Theo Hardenberg begleiten lassen, das ist aber Mangels des tatsäclichen Feedback nicht so leicht, das wirklich in die Praxis umzusetzen, obwohl ich schon ein diesbezügliches Notizbuch habe.

Die literarischen Anforderungen kamen aber ohnehin, hat doch Alfred, die „Magdalena“ fertig korrigert, ich habe sie durchgesehen, keinen Fehler mehr gefunden.

Kunststück habe ich das letzte halbe Jahr sehr lange und auch sehr laut daran korrigiert, das heißt mir das Ganze immer und immer wieder vorgelesen.

Jetzt bräuchten wir noch das Cover, damit es in die Druckerei gehen kann und als ich am Morgen im Garten, das Unkraut ausrupfte, hat mich der Alfred zu sich gefrufen und gemeint, er müsse mir etwas zeigen.

Denn auf der Facebookseite des „Globusverlages“ war ein Bild von mir in dem schicken schwarzen Leiberl mit der Aufschrift „Es ist wieder Donnerstag“, denn Christoph Kepplinger hat heuer etwas Besonderes vor, die Autoren des „Linken Wortes des Volksstimmefestes“ vorzustellen. Jeden Tag kommt ein anderer, eine andere und weil er aktuelles Bild vor mir haben wollte, habe ich mich dafür entschieden.

Also ganz schön literarisch, um so mehr da ja noch der Eindruck von der gestrigen Lesung, die eine sehr gute und auch gut besucht war, in mir wach ist.

Trotzdem habe ich dann bis zum Nachmittag gebraucht, bis ich mich an die Korrekturen des „Literaturgeflüsterbuches  Nummer zwei“ machen konnte, was ja, wie ich ahnte, ein wenig schwierig werden könnte, weil zweihundertsechzig Rohseiten und wo setze ich jetzt die Aprostrophe und wo nicht, damit schließlich alles stimmt, trotzdem trage ich mich mit der Idee, daß ich, falls ich bis November nicht mit damit fertig bin, mich bei der Arbeit unterbreche und mich im Rahmen meines siebenten „Nanowrimos“ meinem „Fräulein No“, dem Ulricht Blumenbach und der Gerti Schuster widmen werde.

Allerding werden wir dann bald zur „Buch Basel“ fahren, denn da habe ich schon angefragt, die Karten und der Festivalpaß werden reserviert, die Bahntickets und das Hotelzimmer ist schon bestellt.

Also nur ganz langsam mit meinem Schreibbuch weitergekommen. Die Farbe meines Druckers ist auch schon fast leer, die in Harland ebenso, aber das Buch, beziehungsweise die Schreibartikel, die im „Literaturgeflüster“ so nach und nach entstanden sind, gefallen mir eigentlich sehr gut und ich denke, da ist schon was zusammengekommen, auch wenn das niemand merken will.

Um dreiviertel sieben, nach meiner sechs Uhr Stunde, bin ich  in Richtung Bankgasse aufgebrochen und habe dort im Hof dann gleich Helmut Niederle, Peter Paul Wipplinger und andere getroffen, die dort schwatzend bei einem Gläschen und beim Buffet herumstanden.

Trotzdem gab es auch einen Veranstaltungsraum mit Lesungen und dort moderierte, glaube ich,  Helmuth Niederles Frau und es gab eine Reihe von Kurzlesungen, ein Buch wurde, glaube ich, auch vorgestellt.

Da die autoren nur mit ihrem Vornamen vorgestellt wurden und ich ja kein Pen-Mitglied bin, habe ich mir entsprechend schwer getan, aber Anna Mwangi zuorden können, deren „Kinder des Genossen Rakosi“ ich ja gelesen habe.Jetzt hat sie eine Geschichte von einem Vater, der unbedingt wollte, daß sein Sohn die Matura machen und dann ingenieur werden sollte, obwohl der das gar nicht wollte, gelesen.

Dann kam Ishraga Mustafa, die, ich, glaube ich, schon vom „Milena Verlag“ und der Vernissage die Doris Kloimstein in St. Pölten einmal veranstaltete, kannte.

Helga Neumayr hat einen interessanten Text gelesen, in dem sie ihr Aufwachsen mit der Vielsprachigkeit thematisierte und auch viele andere, deren Namen ich nicht kannte.

Gespräche gab es auch , mit einem Studienkollegen vom Alfred, einem niederösterreischen Kulturbeamten, den ich immer wieder bei Veranstaltungen sehe, Helmut H. Niederle hat mir ein Glas ausgewaschen, so daß ich Rotwein trinken konnte. Der Kuchen war schon ziemlich aus, aber Soletti und Knabberstanden hat es noch gegeben.

Sonja Henisch und Alexander Peer, dessen Lesung im Cafe Prückl ich gestern wegen meiner Lesung versäumte, habe ich gesehen und der Franz hat sich, glaube ich, mit Dietmar Grieser lange unterhalten, aber den habe ich nicht erkannt.

2019-06-16

In die Schreibwerkstatt

Ich habe ja die Sommer, als ich mich noch die „richtige Sommerfrische“ begeben habe, also Montag, Dienstag meine Praxistage machte und dann nach Harland fuhr meistens mit einer sogenannten Schreibwerkstatt begonnen oder mir auch vorgestellt, daß ich jetzt Stadtschreiberin von St. Pölten wäre und auch einige diesbezügliche Texte verfaßt.

Lesemarathone habe ich da auch manchmal veranstaltet und meistens an einem „Work on Progress“ gearbeitet, daß ich dann diesbezüglich geschrieben habe.

Meine Art mich im Literaturbetrieb festzuhalten, von dem ich, seit ich blogge ja vielleicht noch ein wenig weiter draußen bin und vielleicht noch weniger ernst oder wahrgenommen werde, obwohl das natürlich ein Paradoxon ist, weil man ja auf einem oder ein paar Klicks in mein gesamtes literarisches Schaffen oder zumindestens in das das, was seit dem Sommer 2008 passiert ist, eintauchen kann.

Das Interesse daran hält sich in Grenzen, für mich ist mein Blog, der ja demnächst seinen elften Geburtstag hat, sehr wichtig, obwohl ich ihn ja  immer mehr nur für mich betreibe.

Es ist aber eine sehr gute Reflexion über mich, mein Schreiben, die siebenundzwanzig Bücher, die seither, glaube ich, entstanden sind und natürlich über die, die ich lese. Das ist ja ein Vorteil des Bloggen, daß einem die Bücher angeboten werden, ich sie ziemlich ungeniert anfrage und die Bücherschränke gibt es ja seit 2010 auch und die Veranstaltungen, die ich besuche.

Mein Blog ist also der ausdruck meines literarischen Lebens und seit der Alfred in Altersteilzeit ist, als nur Dienstag bis Donnerstag arbeitet, gibt es die klassische Sommerfrische nicht mehr, denn da fahre ich dann im Sommer jede Woche, sonst nur jede zweite oder dritte am Donnerstag nach Harald und komme Montag oder Dienstag früh zurück nach Wien.

Donnerstags erst sehr spät, denn da gibt es in Wien ja die O-Töne, die ich vorher versäumt habe, die aber sehr interessant und wichtig sind, weil man sich da ja ganz gut ausrechnen kann, was dann später auf den Buchpreis und Debutpreislisten stehen wird und Montagabend verlocken auch die Sittl-Sommerlesungen, so daß die Sommerfrische eigentlich keine mehr ist, denn am Freitag will der Alfred meistens, daß ich ihm im Garten helfe, am Samstag fahren wir zum Markt und am Sonntag üblicherweise auf die Rudolfshöhe, so daß für ein wirkliches Eintauchen in eine Schreibwerkstatt eigentlich keine Zeit ist

Das wird heuer vielleicht auch ein bißchen anders und ein Schreibwerkstadtprojekt habe ich dieses Jahr auch, sogar ein monumentales und umfassendes, das weit mehr, als bis in den August, wo wir ja wieder in die Schweiz und diesmal nach Locarno zum Filmfestival fahren werden, dauern wird.

Habe ich doch vorige Woche endlich die erste Korrekturphase der „Magdalena Kirchberg“ beendet und nach meinen üblichen Ritualen, wie Fensterputzen oder Bücherräumen bin ich zu meinem nächsten Monsterprojekt, das mich wahrscheinlich mindestens bis Ende des Jahres, wenn nicht noch länger, falls ich es nicht für den „Nanowrimo“ unterbrechen, beschäftigen werde.

Habe ich doch vor ein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ herauszugeben, das sich diesmal mit meinen Schreiben und den siebenundzwanzig Bücher, die seit es den Blog gibt, beschäftigten wird.

Denn irgendwann habe ich ja angefangen, den Blog zum Vermarkten meiner Bücher oder der Vorstellung meines Schreibens zu benützen, daß das nicht funktioniert hat, habe ich schon geschrieben. Das heißt, das Interesse meiner Leser, die sich wahrscheinlich nicht wirklich für mein selbstgemachtes Schreiben, mit den falschen scharfen „ß“ interessieren, habe ich nicht geweckt, aber ich habe für mich selbst mein Schreiben reflektiert, die Themen zusammengefaßt und da vorallem im vorigen Jahr im Jubiläumsjahr zehn Jahre  einige diesbezügliche Artikel verfaßt, die ich jetzt in Buchform zusammenfassen möchte, damit man, wenn man es so will, schön alles hintereinander und in einem lesen kann.

Da habe ich dann auch die in der Website erhaltenen Probekapitel der bücher seit der „Radiosonate“ und der „Magdalena Kirchberg“ zusammengestellt und werde dann im nächsten oder übernächsten Jahr wieder ein sehr dickes Buch haben.

Nämlich eines, das derzeit im Rohtext 269 Seiten und 97.981 Worte hat, die bin ich jetzt dabei durchzusehen. Vorläufig löse ich noch die Verlinkungen auf und schreibe die Buchbeschreibungen aus der Website neu. Dann werde ich mir das ganz ausdrucken und korrigieren und korrigieren, was zwar einerseits leichter sein müßte, da es sich ja schon, um veröffentlichte Texte handelt, ew werden aber, würde ich jetzt einmal schätzen, auch sehr viele Wiederholungen darin sein, von denen ich entscheiden muß, was ich drinnen lassen und was ich verändern muß.

Ein Glossar, um die Namen und die Anspielungen zu verstehen, wenn ich die Verlinkungen weglasse, werde ich vielleicht auch noch brauchen und und und…..

Seit einer Woche gehe ich jetzt schon durch den Text, bin derzeit bei der Hälfte und denke, daß es ein sehr spannendes Projekt ist, das mir Einsicht in mein schon vorhandenes Schreiben gibt und da denke ich wohl, so viel habe ich schon und so genau habe ich das beschrieben und verlinkt und keinem fällt es auf und ist daran interessiert.

Schade eigentlich, es ist aber auch egal, für mich ist es wichtig, habe ich schon oben geschrieben und da wird es auch sicher spannend sein, sich das nächste halbe Jahr oder länger mit meinem Schreiben zu beschäftigen und auf einem Blick ein schönes Stück Literaturgeschichte in der Hand zu haben, obwohl ich mir schon öfter dachte, daß der Vorteil im Blog, die Verlinkungen sind, die im Buch dann wegfallen.

Die Bilder tun es auch. Dafür hat man alles auf einem Blick zusammen und kann, wenn man das möchte, sich in mein literarisches Schaffen einlesen.

Ich weiß nicht, wer und wieviele das möchten, bin jedenfalls gespannt und freue mich sehr auf das nächste, schreiben wir mal, halbe Jahr, wo ich mich intensiver mit meinem Schreiben befassen werde und da habe ich auch vor, nicht nur im Blog, sondern auch in einem eigenen Schreibjournal darauf zu reagieren und zwar habe ich ja kurz nach dem ich mit der „Magdalena“ fertiggeworden bin, mir eines der schönen Notizbücher, die ich in meinen Regalen liegen habe, genommen und mir vorgestellt, daß mich die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek bekannt aus der „Absturzgefahr“ und der „Pensionsschockdepresseion“ ja bei meinem nächsten „Work on progess“ begleiten werden.

Das war dann für den nächsten Roman geplant, wo ich ja mit Hilfe der „Heldenreise“ oder Jurenka Jurks „Romanfahrplan“, die Geschichte eines Arztes beschreiben will, der einer Psychose wegen seine Berufslaufbahn unterbrechen muß und in einem Cafe sowohl eine literaturinteressiere Obdachlose, als auch die Schauspielschülerin Fräulein No, die dort kellnert, kennenlert.

Das wird  noch ein bißchen dauern, bis ich dazukomme, aber über meine Schreibwerkstattberichte könnte ich ja Buch führen und da könnte ich auch die Fritzi ein bißchen über meine Schultern schauen lassen und vielleicht Notizen über das schon vorhandene oder auch schon das Neue einfließen lassen.

Also das Buch mitnehmen, wenn ich mich in zwei wochen in meine verkürzte Sommerfrische oder verlängerten Wochenenden begeben werde und das Buch vielleicht auch in die Handtasche stecke, wenn ich vielleicht doch längere oder kürzere Rechercheschnupperzüge machen.

Da habe ich ja auch gedacht, daß ich mich, wenn mir mal fad ist und nichts weitergeht, damit neben den „Wortschatz“ oder anderen Bücherschrank setzen können und aufnotieren, was die Autorin Eja Augustin, die ja wieder einen Roman schreiben will und das nicht so kann, vielleicht erlebt.

Mal sehen, noch bin ich ja noch nicht so weit oder es liegt noch ein Restwochenende vor mir, wo ich den Samstag ja zuerst bei der Regenbogenparade, auf dem Wehrgassen-Straßenfest und dann bei der Besichtigung von Ruths neuer Wohnung verbracht habe, vor mir, wo ich  mein Mankuskript durchgehen kann, dann ein verlängertes Wochenende in Harland, bevor es in den Sommer geht und da folgt diesmal das Bachmannlesen vor meinem elften Geburtstagfest.

Eine Lesung gibt es im Juli auch und Ende August, die Lesung beim „Linken Wort am Volksstimmefest“, wo ich diesmal aus der „Magdalena“, eine der „Maria Mattuschek-Szenen“ lesen werde, ich weiß noch nicht genau welche, aber eine wird auch in das „Literaturgeflüsterbuch“ über das Schreiben hineinkommen.

Und noch ein Nachsatz für alle, die es interessiert, die kleine Lia wurde Samstagmittag im Universitätsklinikum St. Pölten auf die Welt geholt und sieht derzeit noch ein wenig verschlafen aus.

2017-01-21

Rohtext fertig

Ich habe es ja schon gestern kurz angedeutet mit dem Rohtext von „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ bin ich jetzt fertig, 93 Seiten, 44 Szenen und ein kurzer Epilog, derzeit 45 766 Worte, weil ich vorhin noch ein paar Zeilen angefügt habe, um den Titel, der mir einmal so spontan eingefallen ist, als ich noch gar nichts hatte und lange eigentlich nicht wußte, wie er zu meiner depressiven Endstationreisenden, beziehungsweise mit meiner Frau, die in einer Bibliothek wohnt, passten könnte.

Dann bin ich aber dabei geblieben und habe gedacht, ich erkläre das in der letzten Doro Szene, denn so könnt es gehen, habe aber gestern darauf vergessen, so daß ich es heute noch anfügte und ich bin wieder einmal nicht zufrieden.

Ich hoffe, es schreibt mir jetzt keiner „Sag ich doch immer, Sie können es nicht!“ oder „Gehen Sie doch in ein Schreibseminar!“, aber ich denke schon wieder „Unvollkommen, nicht so geworden, wie es sollte, ich kann es doch nicht, etcetera!“

Natürlich, Freunde, das habe ich jetzt schon begriffen, es ist ein Rohtext und kann, muß, soll entsprechend überarbeitet werden, aber darin war ich ja bisher nie sehr gut und habe es dann meistens doch mehr oder weniger so gelassen, wie es nach dem Rohtext war, wenn ich auch ein paar Monate zum Korrigieren gebraucht habe.

Diesmal bin ich ja sehr schnell von meinen vagen Ideen die ich wahrscheinlich zu Weihnachten hatte, in die Handlung hineingekommen.

Ich bin nicht sicher, ob mir da der Satz „Sie haben nur Fregmente und jedes Kind weiß doch, daß man einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben soll!“, meines Kritiker Ulis geholfen hat, denke aber doch, denn dann ist sehr schnell konkret geworden und ich habe die letzten Wochen geschrieben und geschrieben und die Handlung wuchs auch in meinem Notizbuch und die Lücken wurden immer weniger, vor allem auf vorigen Freitag und Samstag trifft das, glaube ich, besonders zu.

Diese Woche war es dann ein bißchen anders, da habe ich zwar am Mittwoch auch sehr viel geschrieben, da war ich ungefähr an der Stelle, wo die Therese von Salzburg nach Berlin gefahren ist, die Szenen wurden aber immer kürzer, immer flüchtiger, eigentlich mehr ein Handlungsgerüst und als ich dann die wunderbaren Wortschöpfungen des Wilhelm Genazinos in der „Alten Schmiede“ hörte, dachte ich, so machst du das auch, du nimmst jetzt dein Rohkonzept und formst zweiundvierzig sprachlich ausgearbeitete Geschichten daraus.

Nun gut, bei allen Szenen wird das vielleicht nicht gehen, ein Reiz des Textes ist ja vielleicht auch, daß sich die Handlung von Szene zu Szene beziehungsweise von Beobachtung zu Beobachtung oder aus den SMS, die sich Karo und Tessi hauptsächlich schreiben, ergibt.

Aber die Berlinszenen sind sehr kurz und haben eingentlich keine Handlung, da könnte ich Beobachtungen einfließen lassen, die die Therese beispielsweise im Brecht Haus oder auch im Bus macht. Da habe ich ja auf der Reise nach Belgrad einiges, wenn auch die Gespräche mit der bosnischen Frau und dem Chauffeur, Mirko, glaube ich, heißt er· vielleicht nicht so etwas unbedingt Neues ist oder etwas, was in meinen früheren Sachen auch vorkommt.

Die Aktion in Graz, das Werfen mit der Scheiße auf die Aktionkunst ist dagegen sehr konkret und da habe ich die Szenenentwicklung beim Schreiben auch sehr spannend gefunden.

Eine tolle Idee, das Gerüst sprachlich so auszuarbeiten, daß mir „Fischer“ oder „Suhrkamp“ schreiben: „Unbedingt!“ machen wir!“

Daß das vielleicht dann doch nicht so einfach ist, habe ich gemerkt, als ich mir meine Szenenfragmente durchgelesen, beziehungsweise den Rohtext gestern fertig geschrieben habe.

Denn da ist wirklich vieles noch nicht fertig und es passt auch einiges noch nicht zusammen. Zwar habe ich jetzt eine Lösung dafür gefunden, daß die Handlung eigentlich so um den zwanzigsten Dezember fertig ist, die Bundespräsidentenangelobung aber erst ein Monat später stattfindet. Das wird in einem Epilog angedeutet. Der ist zwar sehr kurz, aber die Sophie sagt, dem Fabi, den sie  in ein Cafe mitnimmt „Du bist eine Figur in einem Roman einer Freundin meiner Schwester!“, das ist, glaube ich, ganz gut.

Aber, daß die Doro sich vor der Karo versteckt, beziehungsweise sich mit ihrer Tiefkühltasche Samstagabend an ihr vorbeidrückt, das ist schon auf Seite 80 und dann zehn Seiten später, nach dem sie Montagfrüh das Hinterzimmer verläßt, fröhlich mit dem Schlüßel auf das Dach hinaufgeht und „Hallo Karo, ich bin fertig!“, sagt, ist wahrscheinlich viel zu schnell, das müßte noch genauer ausgearbeitet werden und ich sollte dazu kommen, das zu können.

Solche Unklarheiten gibt es mehrere, die Tage stimmen immer noch nicht so ganz, denn die Doro ist schon in der Bibliothek am Samstag und am Sonntag und kommt das Montag früh aufs Dach, der Anschlag in Berlin war aber erst am Montagabend. Da werde ich mich vielleicht ein bißchen durchschummeln müssen und es ist auch die Frage, ob es wirklich so konkret sein muß und eigentlich das Ganze  auch ein Roman, den die Dorothea schreibt, auch wenn der mit der Wirklichkeit sehr verwoben ist und aus dem besteht, was die Tessi, der Karo SMSst beziehungsweise die Sophie mit dem Fabi erlebt.

Das gefällt mir ganz gut, könnte mir aber vorstellen, daß die Leser schreien „Das ist viel zu banal, da passiert doch nichts! Das habe ich schon auf Seite eins durchschaut!“, wenn ich auch denke, daß es vielleicht mein Stil ist, aber  natürlich noch  ausgearbeitet werden sollte.

Soweit bin ich jetzt, beziehungsweise war ich das schon heute früh nach dem Aufwachen und wollte diesen Artikel eigentlich auch schon zu diesem Zeitpunkt schreiben.

Dann dachte ich aber, da ich ja schon gestern geschrieben habe, daß ich fertig bin, ich brauche den Artikel gar nicht,  und habe gemerkt, daß ich gedtrödelt habe und getrödelt und der innere Widerstand mir sagte, ich will nicht zu bearbeiten anfangen und will mir auch meine sprachlich unvollkommenen dahingeschludderten Rohseiten, nicht ansehen.

Dann habe ich mir Booktube Videos angeschaut, auf die ich in den letzten Tagen gekommen bin. Und, daß die interessant sind, daran gibt es keinen Zweifel und da gibt es ja inzwischen schon sehr viele meist junge Frauen und eigentlich fast keine Männer, die ein Buch hochhalten und was ich, weil es mich ja auch betrifft und mich die letzten Tage neben meines Schreibens beschäftigte, erzählen, wie sie es mit ihrem Sub so halten.

Und mein SUB ist ja, glaube ich, besonders hoch, weil ich schon über vierzig Jahre sammle und jetzt habe ich mir die Zahl der Bücher ausgerechnet, die von den Frühahrsvorschauen zu mir kommen werden, das werden etwa zwanzig sein, achtzig alte habe ich auf meiner neuen Leseliste, wenn ich wieder Buchpreisblogge was ich ja eigentlich will, kommen nochmals so zwischen dreißig und fünfunddreißig Bücher dazu und dann dürfte ich eigentlich keine neuen Bücher mehr annehmen und wenn ich was Tolle in den offenen Bücherschränken finde, wie beispielsweise vor ein paar Tagen Sabine Grubers „Dalvadossi“ dann weiß ich eigentlich gar nicht, wann ich das lesen werde?

Das sind Luxusprobleme und eigenlich nicht wirklich solche, denn dann lese ich halt den alten Arno Geiger oder den alten Kehlmann nicht, ist auch nicht wirklich schlimm, weil es ja egal ist, ob ich das Buch jetzt in meinem Regal habe oder ob es nur in der Buchhandlung steht, wo ich es auch nicht lese.

Also spannend diese Videos und vielleicht auch noch ganz besonders, weil es unter diesen jungen Frauen auch eine Konkurrenz zu geben scheint, die aber nur angedeutet wird, was ja dann noch besonders neugierig macht, so daß man zu suchen anfängt, ob man vielleicht nicht was darüber findet.

Es ist wahrscheinlich das alte Thema, das andere Bloger oder Vlogger angeblich so viel schlechter sind oder das mit den Rezensionsexemplaren, was ich noch immer nicht verstehe, daß das so viel Unruhe macht, weil ich seit ich Buchpreisblogge mich über die Anfragen nicht beklagen kann.

Aber mehr, als daß ich die Bücher dann lese und nicht zu meinen auf der Liste komme, kann ja nicht passieren. Und  das tue ich auch mehr oder weniger gehetzt, merke aber auch, daß manchen Bloggern meine etwas schlampige Art und mein Spoilern oder vielleicht auch das Buchpreisbloggen vielleicht nicht so gefallen dürfte und mir auf meine Kommentare meist nicht antworten.

Das ist aber auch kein Problem, weil ich es, wie das Schreiben für mich selber tue und ich eher die Gefahr sehe, vor lauter Videos anschauen, nicht zum Korrigieren zu kommen.

Da gibt es aber auch die Schreibschulregel, daß man den Rohtext erst einmal liegen lassen soll, bevor man ihn überarbeitet. Also brauche ich das Trödeln wohl, wenn es überschaubar ist, denn ich muß mich ja selber herausholen, weil es sonst  keiner tut.

Also habe ich mir gedacht, ich schaue mir ruhig ein paar der interessanten Videos an, wenn ich weiß, was ich anschließend tue.

Eine Hilfe ist wahrscheinlich auch dieser Artikel, auch wenn ich ihn nur alleine lese. Dann werde ich mein Notizbuch noch einmal hernehmen und mir vielleicht anmerken, was ich jetzt  verändern muß und dann wahrscheinlich, weil ich es das erste Mal zwischen Weihnachten und Silvester nur sehr oberflächlich tat, beziehungsweise irgendwann statt zu lesen nur mehr überflogen habe, die „Viertagebuchfrau“ nochmals hernehmen. Denn die kommt vor in dem Text, die Doro schreibt  eine Fortsetzung, beziehungsweise liest sie darin und das gehört auch noch besser ausgearbeitet.

Und dann ab morgen, das Rohkonzept durchgehen und schauen, wieviel ich es verändern kann oder muß, daß vielleicht doch ein brauchbarer Roman herauskommt.

Da habe ich vielleicht einige Leser, die jetzt schreien „Sie können das ohnehin nicht!“ und da antworte ich vorsichtig „Da bin ich mir nicht so sicher!“

Denn ich habe gestern ein Buch angeboten bekommen, in dem es um eine Frau geht, die nach einer Krebsdiagnose einen Bus kauft und damit durch die Welt fährt und damit ihr Leben  verändert und das ist in einem Publikumsverlag erscheinen und da habe ich ja einige Bücher, wo es um dasselbe geht.

Ich zitiere mal die „Dreizehn Kapitel“, „Und Trotzdem“, „Im Namen des Vaters“

Um einen blauen Bus geht es auch in der Kroatiengeschichte, allerdings um keinen Krebs, aber den haben die Helga Schwarz in „Und Trotzdem“ und die fährt ihm mit dem Rad die Donau hinauf oder hinunter jedenfalls bis ans schwarze Meer, davon, während sich die Veronika Sieberer einfach nicht behandeln lasse.

Wenn ich  davon ausgehe, daß meine Bücher einfach noch nicht genügend überarbeitet sind, weil ich sie immer  zu schnell beendet habe, könnte ich da jetzt lernen, wie das die anderen machen, um ihren Roman zu einem großen Verlag zu bringen, denn die Themen oder das Handlungsgerüst ist ja offenbar da.

Also wird es vielleicht doch an der Grammatik und an der Sprache liegen. Mal sehen, vielleicht bekomme ich den Knick noch einmal heraus, denn so blöd, daß ausgerechnet ich es nicht kann und immer ganz unten bleiben, bin ich ja wirklich nicht und wenn es mir gelingt aus dem Rohgerüst vielleicht doch einen brauchbaren Roman zu machen, wäre dassehr schön.

Ein Problem habe ich vielleicht trotzdem noch, das ist, daß ich ja sehr dicht am aktuellen Geschehen bin, kommt ja beispielsweise nicht nur die Bundespräsidentenwahl sondern sogar der Anschlag in Berlin vor und davor wird ja auch immer abgeraten, zu aktuell zu sein, obwohl Marlene Streeuweitz, deren Wahlroman ich zur Einstimmung gelesen habe, das auch so macht und der Hans Fallada war ja, wie in seiner Biografie gelesen habe, sogar so aktuell, daß er in einem Nazi Gefängnis seinen Unmut über das dritte Reich aufschrieb, also kann man eigentlich über alles schreiben.

Sprachlich besser werden, kann aber nicht schaden und auf den Blog ein bißchen neugierig auf mein Schreiben zu machen, so daß sich, wenn ich dann die Vorschau habe, vielleicht doch einmal einer auf mein Gewinnspiel reagiert, wäre auch sehr schön.

Das wird aber noch ein bißchen dauern, bis ich da soweit bin, vorher kommt  noch die Vorschau zu „Claire-Klara-Clarisse“ heraus, das der Alfred gerade korrigiert.

2016-01-17

Erneuter Schreibbericht

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 12:00
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Wer wissen will, wie es weitergegangen ist? Es ist natürlich, selbstverständlich, am Freitag habe ich die bis dato vorhandenen elf Szenen durchkorrigiert und, um ein paar Worte verkürzt. Die Idee mit dem Vater, der Diabetes hat, operiert werden soll und sich mit der Tochter versöhnen will, ist mir da schon gekommen und auch die, daß es mit dem Vater weitergehen könnte und auch eine Margarita Strähne war vorstellbar.

Dann ging es wieder. Samstags in der Badewanne kamen beim Lesen von Brigitte Konauers „Teufesbruck“, ein sehr anspruchsvolles poetisches Buch, das volle Aufmerksamkeit verlangt, die Idee, daß der Vater, den Paula ja am Abend davor vielleicht an der Kreuzung gesehen hat, anruft, sie legt auf, verschüttet Milch und Kaffe, geht dann wieder Jogen, trifft die Kollegin und den ehemaligen Chef vor dem „Sigmund Freud Museum“, sie wohnt in der Währingerstraße, während Paul inzwischen in seiner Firma sitzt, an Paula denkt, Irene ruft an, mach sich Sorgen um Margarita.

So weit, so what und bis jetzt aufgeschrieben, das heißt vier Szenen sind jetzt wieder dazu gekommen und wir halten bei 18 144 Worten, 39 Seiten und 15 Szenen und dann war es wieder aus.

Das heißt ein paar Blogs von sehr jungen Frauen, die dort selbstbewußt Schreibtips geben, von  Stufenplänen, Heldenreisen und, wie man an Material für seine Texte kommt, schreiben, habe ich inzwischen auch entdeckt.

Man geht in eine Bibliothek, greift blind nach dem ersten Buch und schreibt, sich einen Satz oder Wort heraus. Das tut man vier, fünf Mal, dann hat man vielleicht  den Plot der nächsten Geschichte.

Daran habe ich auch schon gedacht, es bisher aber noch nicht ausprobiert, denn, daß der Kurt nach der Operation im Koma liegen könnte oder stirbt, war mir schon eingefallen.

Dann bin ich mit der Brigitte Konauer wieder in die Badewanne gegangen und habe weitergedacht, ihre poetisch schönen Sätze, die von Vogelvolieren und vieles anderen handeln und  an Valerie Fritsch erinnern, dazu laden dazu und eigentlich ist es auch ganz einfach.

Der Paul singt wieder in der „Villa“ Margarita hat sich mit ihrer Freundin Jana hingeschlichen, die Mutter erlaubt es ja nicht und erzählt, sie probt mit ihrer Freundin für die Faschingsparty in der Schule auch einen Zarah Leander Auftritt. Paul bringt die Beiden heim und dann auch Paula, die sich ja vor einer Begegnung mit Kurt fürchtet.

Dabei treffen sie seinen Arbeitskollegen Stefan Slopetzky, der prompt „Ist das deine Freundin?“, den Singel fragt. Und das könnte das Bonmot sein, der Aufhänger und das, was alle fragen werden, Frau Huber, Dr. Scherzer, die Typen am Donaukanal, etcera.

Bei der Jause am Samstag bei Irene kommt ein Anruf von Paulas Mutter, Kurt liegt auf der Intensivstation.

„Willst du ihn nicht besuchen?“

Sie will eigentlich nicht, aber Paul bietet sich als Begleiter an, weil sie vielleicht nur so wirklich abschließen und später keine Schuldgefühle haben braucht.

Sie kommen dann von dort zurück, gehen zur Magaritas Faschingsparty, Dr. Scherzer fragt „Ist das ihr Freund, Fräulein Paula?“, er sagt fröhlich ja und sie fügt zu seiner Kondulation „Das macht mir nichts aus, Herr Doktor!“ hinzu und richtig, Elektrotechnik wird sie ab dem Sommersemester auch studieren.

So weit, so what und eigentlich sehr gut, nicht wahr? Hat nur einen kleinen Haken. Das Ganze wird, wenn es so bleibt, keine dreißigtausend Worte und etwa fünfzig Rohseiten haben, ein halber Nanowrimo also, für den ich für das Aufschreiben, an die zwei Wochen brauchte, wo bleibt der Vorsatz ein Jahr dafür zu brauchen, Frau Dr. Jancak?

Scheint wieder nicht zu gehen, weil ich vielleicht eine Kurze und Schnelle bin und natürlich ein wenig ausgeschrieben, aber es sind neue Wege und nicht sehr viel Abgelutschtes schon zig Mal Angeschriebens drinnen. Der offene Bücherschrank kommt zum Beispiel kein einziges Mal vor und es wird, glaube ich, auch kein Buchtitel erwähnt.

Bei der „Paula Nebel“, das habe ich vor ein paar Jahren schon geschrieben, ist es mir auch so ergangen. Fott dahin geschrieben, dann war ich nach fünfzig Seiten Rohtext fertig. Das fertige Buch hat vierundachtzig und  „Miranda Schutzengelchen“ hundertvier.

Das geht mir manchmal so, daß ich schnell fertig bin und daß es kürzere Geschichten oder Erzählungen werden.

Muß nicht schlecht sein und wenn ich mich so bei meinen vierzig Büchern umblicke, habe ich einige recht dünne und dann auch sehr dicke, wie die „Radiosonate“ oder „Das Literaturgeflüster-Texte-Buch“.

In die Krise werde ich also nicht stürzen, sondern die geplanten Szenen aufschreiben, dann das Ganze ordentlich korrigieren und auch noch etwas straffen, um beispielsweise die Beziehung der Beiden klar herauszuarbeiten.

„Ist das deine Freundin?“, als Schlüßelsatz, mehr braucht eigentlich nicht sein.

Bei den Namen werde ich auch noch etwas ändern und sie vielleicht klingender und sprechender machen, eine Irmi Engländer vielleicht, einen Dr. Wilfinger, zu dem geht Paula in Hormonbehandlung, Pauli wird in ihren Papieren stehen und Mag P. Billinger oder Pauli Billinger am Türschild und das „Fräulein Paula!“ ist  auch so eine Metapher, beziehungsweise tritt  Paul, als solche in der „Villa“ auf und singt Zarah Leander und Edith Piaf.

Die Krise könnte dann natürlich schon irgendwie wieder kommen, denn erstens ist es nicht gerade lustig, wenn ich mit dem Buch in einem Jahr oder so im „Literaturhaus“ stehe, es herzeigen will und keiner schaut es an und die Frage, was kommt danach?, wird sich auch wieder stellen und wenn ich so weiter mache, komme ich vielleicht wirklich in Jacqueline Vellguths Nähe, mit ihrem zwölf Bücher pro Jahr-Projekt, um damit berühmt zu werden.

Nun, ich werde das sicher nicht und mir wird wahrscheinlich auch nicht so viel einfallen, daß ich 2016 noch elf andere Projekte zusammen bringe, abgesehen davon, daß dann der Alfred durchdrehen würde, der jetzt schon die Nika mit der Sandra und der Selma durcheinanderbringt und „Schreib nicht so viel!“, stöhnt.

Denn da haben wir  am Freitag das Bild für die „Pensionsschockdepression-Promotion“ gemacht und am Samstag, die Vorschau „Für die „Ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer Literaturstudentinnen“, wird am Mittwoch, beziehungsweise Donnerstag im „Literaturgeflüster“ erscheinen und ich kann nur schreiben, daß ich ja wieder Ideen für Geschichten sammeln kann, vielleicht ein „Best of III“ herausgeben oder ein weiteres „Literaturgeflüsterbuch“.

Mal sehen, ich bin sehr gespannt und jetzt wartet sowieso noch sehr viel Arbeit auf mich, bevor ich den Rohtext, ganz egal, wieviel Seiten er  haben wird, meinen Probeleser übergeben kann.

2014-02-09

Dreizehn Kapitel

Filed under: Uncategorized — nagl @ 00:31

dreizehn

Kann man kapitelweise einen Roman schreiben? Beziehungsweise wird ein solcher daraus, wenn sich das Geschehen von einer Person zu der nächsten hinüberspinnt?
Eine interessante Frage, die mich in diesem Jahr beschäftigt hat, so daß es eine Erzählung wurde, die aus dreizehn Kapitel besteht, in der eigentlich die Themen enthalten sind, die mich in meinem nun schon vierzigjährigen Schreiberinnenleben beschäftigten und noch immer beschäftigen.
Es beginnt mit Laura Augustin, einer Büchersammlerin, die sich in Pension begibt und sich in dieser mit der Frage auseinandersetzt, wie sie es schaffen soll, alle ihre ungelesenen Bücher aufzulesen, während sich ihre Freundin Uschy Bischof mit einem alten blauen VW-Bus auf Weltreise begibt.
Der ehemalige Kulturstadtrat Laurenz Wolkner ist an Alzheimer erkrankt und wird in seiner Seniorenresidenz sowohl von dem jüngeren Psychiater Stefan Horetzky, als auch von der Oberschwester Dolores, die des Arbeitsplatzes wegen von Granada nach Wien kam und nun an Heimweh leidet, betreut.
Eine Frau am Fenster gibt es auch und eine Therapeutin, die einen Klienten hat, der in einen Plagiatsskandal verwickelt ist, während sich ihre Freundin, die Menschenrechtsanwältin Ruth Horvath, eine Schwester für ihr Töchterlein Zoe-Philipa wünscht.

Das ist wieder eine kleine Vorschau auf das neue Buch, das hoffentlich bald erscheinen wird. Geschrieben habe ich es im Sommer, nach einer Idee, die ich auf der „Buch-Wien 2012“ bekommen habe. Hier geht es zu den Entstehungsartikeln 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Das Probekapitel gibt es da.

2014-02-08

Wochenbericht

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:00

Ich gehe derzeit ja, meine Leser werden es bemerkt haben, fast täglich von Montag bis Donnerstag zu einer Veranstaltung und dann gibt es noch an die drei Buchberichte, so daß ich meistens vorausblogge und wenn ich auch ein bißchen über mein Schreiben und die literarischen Ereignisse berichten will, gibts Samstag noch meistens einen Wochenbericht, denn es passiert ja noch anderes, als daß ich Veranstaltungen besuche und Bücher lese.
Wenn auch bezüglich meines eigenen Schreibens, nicht so viel, wie ich gerne hätte, aber doch etwas.
Die „Dreizehn Kapitel“ sind beim Digiataldruck. Morgen gibts die Vorschau und am Dienstag soll das Dummie kommen. Also bald das zweiunddreißigste Indie, juchu wie schön. Als E-Book zu Amazon stelle ich es wahrscheinlich nicht, denn erstens glaube ich nicht wirklich, daß es jemand bestellt, zweites sehe ich den Versandhändler auch ein wenig kritisch, so daß ich mich nicht dazu aufraffen kann, obwohl ich heute wieder hörte, daß jemand durch ein E-Book zu einem Verlag fand.
Ich wahrscheinlich nicht, denkt es da in mir, obwohl ich nicht recht weiß, wieso, war es bisher immer so.
Aber doch noch etwas Literarisches, hat sich Christoph Kepplinger doch bei mir gemeldet und mir die Korrekturfahnen, das heißt doch noch immer so, des „Mißbräuchlichen Maigebrauch“ und „Lieber Rolf Schwendter“, den beiden Texten, die in die neue Linke-Wort-Anthologie kommen, geschickt und ich habe geduldig meine Fehler korrigiert und die Texte zurückgeschickt.
Zu der „Brüderschaft“, bin ich diese Woche dann nicht gekommen. Dazu gab es zu viel Diagnostik und Psychotherapie, bürokratischen Ärger und die Steuererklärung war auch zu machen.
Ideen für das neue Projekt gibt es wieder, auch wenn es nur die Alten sind. Von einer Buchhändlerin und ihren Kampf gegen das Vergessen, könnte ich schreiben, ist mir etwa eingefallen und habe ich in mein inzwischen chinesisches neues Notizbuch, das eigentlich ein ganz altes und schon halb herausgerissenes ist, notiert.
Was tut sich auf der anderen Seite der literarischen Welt? Da gabs die Nominierungen zum Leipziger Buchpreis. Da steht Sasa Stanisic mit seinem neuen Buch, die letzte Bachmannpreisträgerin mit „Vielleicht Ester“, Martin Mosebach und noch zwei, die ich nicht kenne, auf der Belletristikliste, die Übersetzerin des neuen Murakami ist nominiert und auch der, der das Buch des ehemaligen rumänischen Ministers übersetzte, den ich auf der Buch-Wien hörte und eigentlich dachte, daß das nicht sehr literarisch sei.
Nun bin ich wieder gespannt, wer gewinnen wird, obwohl es mir eigentlich egal sein kann. Die Murakami-Übersetzerin vielleicht, denn der ist ja jetzt in aller Munde, bei der Belletristik würde ich auf Katja Petrowskaja tippen und habe bei der Publikumsabstimmung so gevotet. die Abstimmer dort sehen es vielleicht anders und ich werde all die Bücher wahrscheinlich nicht oder erst später lesen, habe ich inzwischen ja genügend andere auf meiner Leseliste.
Für den Rauriser Literaturpreis ist Sakia Hennig von Lange nominiert, die ich ich im Frühjahr bei „Rund um die Burg“ hörte und dann noch Renate Aichinger. Da werde ich wahrscheinlich nicht hinkommen, nach Leipzig vermutlich schon und dort gibts ja jetzt auch einen Indie-Preis, aber da kann man sich nur bewerben, wenn man sein Buch bei Amazon oder einen anderen Anbieter hat.
Also wieder was, wo ich mich selber durchfallen lasse, aber so technisch schön sind meine Bücher wahrscheinlich nicht, daß ich einen Preis gewänne. Obwohl das „Literaturgeflüster-Textebuch“ halte ich schon für ziemlich einzigartig. Aber da bin ich bis jetzt auch allein und habe auf meine Aussendung, außer durch ein Mail von Edith Ulla Gasser noch nicht viel gehört. Nur daß es wahrscheinlich nichts mit der Literaturhaus-Rezension wird und Gerhard Jaschke hat es sehr gelobt, aber das hat er mir nur persönlich gesagt bez. geschrieben und verändert nicht viel nach außen.
Wolfgang Tischer vom literaturcafe, der in der Jury sitzt macht, aber demnächst ein E-Book Seminar in Wien, aber das werde ich aber auch nicht besuchen. Nur ein wenig jammern und weitermachen wie bisher und da drehe ich mich ja im Kreis, beziehungsweise geht im Stillstand nicht viel weiter.
Ich habe aber vor, wenn es die „Dreizehn Kapitel“ gibt und die übliche Miniaussendung gemacht ist, meine Leser können es bestellen, rezensieren, lesen, tauschen, das Probe-Kapitel lesen, etc, wieder mit mehr Schwung, die „Brüderschaft“ fertigzumachen, um mich dann dem neuen Projekt zu widmen und herauszufinden, ob ich da zu neuen Themen finden oder mich an den alten wiederholen werde, was bei einer mit zwei- oder dreiunddreißig selbstgemachten Büchern, einem in einem Kleinstverlag, zwei Sachbüchern in großen und doch einigen Anthologien und Texten in Literaturzeitschriften, gar nicht so viel macht.
Und Ruth und Roberts Schreibgruppe gibt es nächste Woche auch, da kann ich mich wieder im Vorausschreiben üben oder den Text, der dann entsteht, nächsten Freitag ins Literaturgeflüster stellen, mal sehen wie es wird, ich bin gespannt.

2014-02-01

Wochenendgeflüster

Filed under: Uncategorized — jancak @ 14:49

Ein Wochenende in Wien im Bett und in der Badewanne, da es ja am Abend ins Gasthaus Sittl beziehungsweise ins Pelikanstüberl zum sechsten Wiener Katzenfasching geht, wo ich Rolf Schwendter in Katzenform wiederauferstehen lasse und obwohl ich eigentlich die „Dreizehn Kapitel“ durchsehen sollte, ist vielleicht auch Zeit über die Woche zu berichten.
Denn ein bißchen was Literarisches ist da ja geschehen. So hat sich beispielsweise Margit Kröll bei mir gemeldet, um mich wieder zum Literaturslam der fünften „Anderen Buchmesse“, die wieder nach der GV der IG-Autoren, Ende Februar stattfinden wird, einzuladen.
Und ich habe obwohl die letzten drei Male dort ja immer junge Schauspieler, die gut vortragen konnten, mit ihren lustigen Tiergeschichten gewannen, die mir nicht unbedingt am literarischsten erschienen, gewannen, wieder zugesagt, mein „Gruftiemädel“ dort zu lesen.
Denn ich lese ja sehr gern und denke immer, es müßte ja einmal klappen, auch einmal zu gewinnen, obwohl dort vielleicht nicht der richtige Ort für meine Texte ist.
Aber was weiß man schon so genau und wo ist der überhaupt? Heute Abend beim „Katzenfasching“ vielleicht, über den ich sicher berichten werde.
Ansonsten habe ich in meiner Praxis diese Woche relativ viel zu tun gehabt und gestern, nach einigen Stunden und einer Diagnostik auch noch abgerechnet, so daß ich mit den Korrigieren nicht wirklich weit gekommen bin. Vielleicht trödle ich auch noch immer oder denke, es ist ohnehin schon egal oder „Schreibe nicht soviel!“
Obwohl die Idee für etwas Neues, kam mir vorhin in der Badewanne, beziehungsweise ist das eine Neuauflage meiner gehabten Themen, so daß ich mir in mein Notizbuch das Szenario einer Eja oder Emma Augustin 60 aufschreiben werde, depressviv, vielleicht hat sie auch Alzheimer und sie hat drei Freunde, bzw. Figuren früheren Texte, die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek, den Psychiater Theo Hardenberg, die Lebenskünstlerin und obdachlose Sandlerin Felizitas Fee und dann ihre Bücher und das Internet, als einzigen Kontakt und durch die liest sie sich, erlebt den Alltag und bekommt vielleicht auch noch Kontakt mit M.K. einen pensionierten Literaturmenschen.
Auch nichts Neues, aber etwas, was sich vielleicht als Idee verfolgen lassen könnte, solange ich noch dahin trödle und da bin ich diese Woche, angeregt, durch das Radiokolleg in Ö1, sehr bald zu You-Tube Filmen über „Alzheimer“ gekommen, von denen sich im Netz einige sehr Gute finden lassen. Und das ist ja ein Thema das mich sehr interessiert.
Bei den Bloggern erregte dagegen Henning Mankells Krebsdiagnose und die Tatsache, daß der schon ein paar Tage nach dem Erhalt der solchen darüber schreibt, teilweise Unmut.
„Ja, darf er denn das und interessiert uns das? Wollen wir das hören?“
Lautete eine Frage der Blogger und ein FAZ-Journalist hat sich, glaube ich, auch einmal geoutet, das er das nicht will.
Mich regt das immer etwas auf und erinnert mich daran, das ich, noch als Studentin, mich um Opernkarten anstellte und sich da jemand aufregte, daß sich Erwin Ringl mit seinem Rollstuhl auf die Opernbühne fahren ließ, um dort über seine MS oder auch über Opern zu erzählen.
Das macht Angst und erzeugt Abwehr und und empfindet es vielleicht deshalb als Belästigung. Das verstehe ich schon, obwohl mich solche Outings immmer sehr interessieren und ich mich auch beruflich sehr viel mit diesen Themen beschäftige, so daß ich eigentlich nicht wirklich nachvollziehen kann kann, wenn jemand etwas über Krebs und Alzheimer nichts hören will.
„Verdrängt nicht so!“, würde ich am liebsten antworten. Oder auch „Seien wir nicht so egoistisch!“
Wenn es Henning Mankell hilft, über seinen Krebs zu schreiben, soll er das tun. Ist das ja das, was er am besten kann und wer es lesen will, kann es. Es muß ja keiner tun.
Auch wenn es schon stimmt, daß nur die Priveligierten den Zugang zur Feder haben und ihre Krise vielleicht dadurch bewältigen, während die anderen offenbar verdrängen.
Ob mir die Berichte anderer bei einer eigenen Bewältigung helfen würde, weiß ich nicht, aber ich würde auch darüber schreiben und die „FAZ würde es nicht drucken“, habe ich auf einen Blog kommentiert.
Ja, ja das Leben ist ungerecht. Aber das Schreiben ist sicher eine gute Therapie und es ist auch sehr erstaunlich, was man alles über „Alzheimer“ im Internet finden kann.
Das lenkt mich zwar vom Korrigieren ab, hilft mir aber vielleicht beim nächsten Projekt. Vielleicht finde ich da aber auch ein etwas weniger abgelutschtes Thema.
Wie schon geschrieben, für Hinweise, Ideen und Anregungen, bin ich dankbar. Aber da geschieht bei mir ja nicht viel. Obwohl ich diese Woche einige Kommentare bekommen habe und auch Adressantin einer Autorin wurde, die ihr Buch der Bloggergemeinde anbot und da sehr selbstbewußt Werbung für sich machte.
Ich habe da ja keine Berührungsängste, obwohl ein Buch über den Einsatz der Kobra vielleicht nicht zu meinen bevorzugten Lesegebieten gehört. Oder doch natürlich, bin ich ja politisch interessiert und zu sehen, wie die Polizeispezialgruppen ausgebildet werden und, wie sie arbeiten ist sicher interessant.
So geht es also dahin, ein wenig faul und lustlos, aber vielleicht muß ich erst Kräfte sammeln, bevor mir der nächste Wurf gelingt und wenn ich blogge, schreibe ich ja auch und, daß ich zuviel und zu schnell schreibe, höre ich ja öfter.
Vielleicht ist ein bißchen trödeln also gut, obwohl ich da sicher aufpassen mjuß, da mich ja niemand aus dem Loch, in das ich fallen könnte, herausholt. Das muß ich schon selber tun!

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