Literaturgefluester

2014-08-21

Amazon-Bashing

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:34

Da habe ich während ich im Elsaß Rad fuhr, Wein verkostete, etc, offenbar etwas versäumt, nämlich die Empörung der Schriftsteller, Verlage, etc gegen „Amazon“, den bösen Monopolisten, der zwar, was ich eigentlich sehr toll finde, den Selbstpublishern Tore und Türen geöffnet hat, aber offenbar auch die Verlage verdrängen oder abschaffen will, schlechte Arbeitsbedingungen hat, etc.
Denn da gab es einige Briefe von deutschsprachigen und auch amerikanischen Autoren, die sich gegen den Monopolisten und seine Praktiken empörte und auch eine Umfrage an Autoren, ob sie bei „Amazon“ kaufen und ihre Bücher dort vertreiben lassen?
Und die ist sehr interessant, zeigt sie nämlich wieder einmal sehr deutlich das menschliche Wesen, daß zuerst fast alle, mit Ausnahme von Kathrin Passig, die da offenbar sehr fortschrittlich ist „Nein!“, schreien.
„Da kaufen wir natürlich nicht oder höchstens mal ein englisches Buch, das wir sonst nicht bekommen würden!“
Aber wenn es um die Frage geht, ob sie ihr eigenes Geschäft mit dem Riesen machen wollen, ist es wieder differenzierter und die Antwort heißt „Na ja, das können wir nicht entscheiden, beeinflußen, im Prinzip nicht aber, etc!“
Daß sich die Buchhandlungen schon lange gegen den Versandhandel des Riesens zur Wehr setzen, ist bekannt, fürchten sie ja um ihr Geschäft, beziehungsweise, um ihre Buchhandlungen, die eingehen könnte, wenn keiner mehr in die schöne liebe kleine Buchhandlung gehen würde, weil der Riese viel schneller versendet und sagen dann „Wir können das auch, wir bezahlen das Porto, kommt doch zu uns, wir beraten euch!, etc!“
Das das dann ein wenig schwierig ist, wenn man beispielsweise in eine Wiener Buchhandlung geht und nach den Leseproben des deutschen Buchpreises fragt, habe ich vor fünf Jahren erfahren, heuer aber in Ansbach wieder eine viel positivere Erfahrung gemacht und ich kaufe eigentlich nicht bei „Amazon“ nur einmal habe ich einen Buchgutschein dafür gewonnen und ihn eingelöst, was wie ich mich erinnern kann, auch etwas schwierig war, weil das gewünschte Buch nicht lieferbar, nicht vorhanden, etc.
Die anderen tun das aber, glaube ich, schon sehr gerne, so nehme ich um Weihnachten öfter die „Amazon Päckchen“ meiner Nachbarn entgegen, der Alfred tut es auch und sagt ebenfalls, daß die englischen Bücher sonst nicht zu bekommen sind.
Ich kaufe, wenn ich kaufe, in den Buchhandlungen, da aber fast ausschließlich aus den Abverkaufskisten, die ein bis zwei Euro Bücher. Da kann man jetzt einiges dagegen einwenden, ich weiß, ich tue es aber trotzdem, würde mich also als eine Buchhändler-Kundin bezeichnen und am „Welttag des Buches“ war ich auch bei der Anna Jeller, um mir dort ihr „Blind Date“, eines ihrer verpackten hundert Leseexemplare abzuholen und sie war auch nicht so besonders freundlich zu mir, konnte aber auch nicht wissen, daß ich eine ihrer indirekten Kundinnen bin, denn der Alfred kauft bei ihr, was ich mir zu Weihnachten und zum Geburtstag wünsche.
Die engagierte Buchhändlerin und Krimiautorin Petra Hartlieb ist ja eine besondere Amazon-Bekämpferin, denn sie rühmt sich damit, die Leute, die sie mit „Amazon-Päckchen“ auf der Straße oder am Postamt sieht, darauf anzusprechen und zu fragen „Entschuldigen Sie, ist da ein Buch darin und warum kaufen Sie das nicht in der kleinen lieben Buchhandlung!“
Das, denke ich mir, geht zu weit und auch, Sibyille Lewitscharoffs Eröffnungsrede zur „Buch Wien“, wo sie dem Internetriesen alles Böse wünschte, hat mir nicht gefallen.
Damals hat sie, glaube ich, von den Buchhändlerin großes Lob bekommen, seit der „Dresdner Rede“, wo sie Retortenkinder als Halbwesen bezeichnete, ist das aus und wird jetzt selbst als „alberne schwäbische Hausfrau“ bezeichnet und ich denke, man sollte das Ganze, differenzierter sehen, obwohl ich natürlich den Kampf des Davids gegen den Goliath verstehen kann und eigentlich gar nichts dagegen sagen sollte, denn ich kaufe keine Bücher zum Normalpreis, bin eine große Freundin der offenen Bücherschränke, freue mich, daß es sie gibt und die werden ja, glaube ich, sogar vom Hauptverband des Buchhandels unterstützt und der unterstützt auch mich und läßt mich jedes Jahr gratis auf die „Buch-Wien“, denn ich bin eine Leserin und denke auch immer, daß das das Wichtigste ist, obwohl ich die Kämpfe gegen die Giganten, die alles andere vom Markt wischen wollen, verstehen kann.
In meinen Fall ist das aber wieder anders, denn ich habe ja sehr darunter gelitten, daß die Leute meine Bücher nicht ansehen und „Pfui, Eigenverlag wollen wir nicht!“, sagen und das hat sich, glaube ich, durch „Amazon“ sehr geändert. Denn da kann ja jetzt jeder, sehr leicht und einfach, wie ich immer höre, seine Bücher selbermachen und bekommt noch siebzig Prozent dafür und einige Autoren, wie Martina Gercke, Bela Bolten etc sind ja auch sehr erfolgreich dabei.
Ich selber habe mich noch nicht dazu durchgerungen das zu tun und auch die „Brüderschaft“, die vor zwei Tagen erschienen ist, gibt es nicht auf „Amazon“ sondern nur über mich zu bestellen und als gedrucktes Buch, weil mich da vielleicht schon ein bißchen die kapitalistischen Strukturen abschrecken, vielleicht ist es auch mein Masochismus oder der Gedanke, daß, das wahrscheinlich ohnehin nichts bringt und man die Bücher auch bei mir bestellen kann und wenn es auf meiner Website nicht geht, warum soll es dann ausgerechnet bei „Amazon“ passieren?
So rufe ich also wieder zur mehr Toleranz und natürlich zu mehr Lesen auf und denke, es ist ganz egal, wo man seine Bücher bestellt. Man kann sie sich auch aus den Bücherschränken ziehen oder aus den Bibbliotheken ausborgen und muß auch nicht immer nur das Gewinnerbuch des dBps lesen, sondern kann das auch mit einem aus der Hotlist oder einem Selbstgemachten tun. Wahrscheinlich sollte man auch da mischen und es wird auch unfreundliche Buchhändler geben, die nicht wissen, was der deutsche Buchpreis ist und mit ihren Lehrlingen ausbeuterisch umgeben.
Das Lesen ist wichtig und das Schreiben, aber natürlich auch das gut und solidarisch miteinander handeln und wenn man am Land lebt und keine Buchhandlung in seiner Nähe hat, sollte man sich nicht heimlich auf das Postamt schleichen müssen und „O je, da kommt die Frau Hartlieb, schnell weg!“, sagen müssen und natürlich sollte man schlechte Arbeitsbedingungen und ausbeuterische Methoden kritisieren und zu verändern versuchen.
Die Frau Hartlieb hat übrigens auch ein Buch über ihre Buchhandlung geschrieben, das demnächst erscheinen wird oder schon erschienen ist und über das ich mich sehr freuen würde, wenn ich es in einem der offenen Bücherschränke finden sollte.

2020-06-19

Preisgeschehen

Filed under: Literaturpreise — jancak @ 00:20
Tags: , ,

Während in Klagenfurt, vor den Fernsehapparaten oder den Laptops alle gespannt auf den diesjährigen Bachmannpreisträger – Preisträgerin warten, tut sich auch sonst, da der Kulturbetrieb langsam, langsam hochgefahren wird, einiges und die ersten Gewinner der heurigen Literaturpreise werden bekanntgegeben.

Regelmäßige Leser meines Blogs werden ja wahrscheinlich wissen, daß ich mir da auch gerne einen wünsche, habe aber seit 2005, glaube ich keinen solchen mehr bekommen und damals war es der Literaturbewerb der städtischen Büchereifiliale in der Pannaschgasse, da war, glaube ich, Mozart-Jahr und es wurde ein Text über diesen gesucht und nach der Lesung, wo über den Gewinner beraten wurde, gab es, glaube ich, eine Einlage einer jungen Musikgruppe, die sehr schöne Lieder gesungen haben, aber nicht und nicht damit aufhören wollten, so daß ich sich die Bekanntgabe der Gewinner verzögert hat.

Da habe icheinen „Thalia-Büchergutschein“ gewonnen, den ich mit der Anna geteilt habe.

Ich weiß schon, ein Preiserl, werden meine kritischen Leser jetzt sagen und nicht relevant für den Literaturbetrieb. Ja natürlich, aber mehr, als die Preiserln waren nicht darin, obwohl einmal habe ich den „Theodor Körner Preis, zwanzigtausend Schilling, eine Urkunde und keine Feier, glaube ich, bekommen, aber den bekommt wahrscheinlich auch jeder einmal, wenn er mehr oder weniger regelmäßig schreibt und dann habe ich natürlich in den Achtzigerjahren, diese Ausschreibung für das nicht rollenspezifische Kinderbuch, das später einen Teil des „Wiener Kinderbuchpreises“ bekommen hat.

Das ist lange her. Dann war noch ein „Hörbuch-Preis“, der fand in der „Thalia-Filiale“ in der Mariahilferstraße statt.

Man mußte seinen Text auf eine Cassette aufsprechen und einschicken. Das war schon mal sehr schwierig jemanden zu finden, der ein Aufnahmegerät hatte. Dann waren da auch eher die nicht so professionellen Autoren angetreten. Es war eine Liveabstimmung, wie damals in der Pannaschgasse und ich hatte offenbar genug Fans mit, so daß ich den dritten Preis, ein Buch und einen Gutschein für Hörbücher bekommen habe und das Publikum hat, glaube ich, auch je einen zehn Euro „Thalia-Gutschein“ bekommen.

Das war nicht sehr viel und nicht sehr löblich und so male ich mir noch immer gelegentlich aus, wie es wäre, wenn ich einmal den „Veza Canetti- Preis“, den „Erich Fried-Preis“, den „Wildgans-Preis“, für den ich, wie mir Barbara Neuwirth aber einmal verlautete, schon zu alt wäre bekomme, früher hat es immer geheißen, ich wäre noch zu jung und müßte oder sollte geduldiger sein, aber natürlich wenn man so, wie ich so außerhalb des Literurbetriebs steht, hat man wohl keine Chance vorgeschlagen zu werden und bei der Selfpublisher-Szene passt es auch nicht so richtig, denn dazu habe ich wohl Erstens wahrscheinlich nicht das richtige Genre und Zweitens stelle ich meine Bücher ja nicht bei „Amazon“ ein, sondern lasse sie mir ohne ISBN-Nummer fünfzigmal drucken und dann passt es auch wieder nicht, als professionell zu gelten und bevor ich jetzt die ersten Preisträger, die heuer den Preis bekommen werden, den ich auch gern haben würde, bekanntgebe, kann ich noch vermelden, daß ich es auch zwei oder dreimal versucht habe, bei dem hehren „Bachmannpreis“ einzureichen, für den ich mich, gaube ich, schon interessiert habe, als die GAV und die IG noch geschrieen hat, daß man dort nicht lesen soll!

Aber da hieß es zuerst, da darf man nicht selber einreichen, sondern muß ausgesucht werden, dann habe ich zwei oder dreimal einen Text verschickt. Später hieß es dann, man braucht eine Empfehlung eines Verlages und die habe ich auch nicht und „Eigenverlag, natürlich, pfui, das wollen wir nicht“

So und nun genug der Jammerei, der Uli wird des mir danken und ich gebe bekannt, daß langsam, langsam die ersten Preisträger, der Preise, die diese dann im Herbst oder Winter bekommen werden, bekanntgegeben wurden und da kann ich vermelden, daß Gerhard Ruiss der langjährige Geschäftsführer der IG-Autoren, der aber auch ein unermüdlicher Lyriker ist und als Sänger auftritt, den „H.C. Artmann-Preis“ bekommen wird und das ist der, bei dessen Preisverleihung ich noch nicht so oft war weil da ja meistens zeitgleich der „Leo Perutz-Krimipreis“ vergeben wurde, aber Krimis schreibe ich genauso wenig oder zumindestens keine richtigen, wie Lyrik, obwohl es da ja schon ein Corona-Gedicht gibt und den „Erich Fried-Preis“, der mich ja sehr interessierten würde, bekommt heuer Esther Kinsky, die ich, glaube ich, von den diversen Buchpreislisten kenne, aber noch nicht wirklich was von ihr gelesen habe, die einzigeJurorin, ist Maja Haderlap und die hat ja auch einmal den „Bachmannpreis“ gewonnen und dann ist der „Wildgans-Preisträger“ auch schon bekanntgegeben worden, den wird heuer Reinhard Kaiser-Mühlecker bekommen, von dem ich schon einiges gelesen habe und auch bei einigen seiner Lesungen war.j

Jetzt warte ich nur auf die Bekanntgabe der heurigen „Veza Canetti Preisträgerin“, auf den Gewinner des Büchnerpreises und dann ist natürlich noch die Frage offen, wie das mit den Veranstaltungsbesuchen, ab Herbst werden wird?

Da spricht man ja jetzt schon von einer zweiten Welle, weil die Leute nicht alle, den Babyelefantenabstand einhalten und sich zu fünfhzigtausend oder zu ein paar hunderten dicht gedrängt am Victor Adler Markt zu einer FPÖ- Wahlveranstaltung einfinden oder sich am Donaukanal vergnügen.

Da wird es vielleicht schwierig sein für den „Alpha“ oder den „Österreichen Buchpreis“ eine Einladung zu bekommen, aber wieder mal sehen, ich bin schon sehr gespannt und warte jetzt nur noch auf das O Töne-Programm und auf die Beantwortung der Frage, ob man dort ohne Maske und ohne Voranmeldung hingehen kann?

2020-04-12

Allegro Pastell

Jetzt kommt das dritte Buch der Belletristik-Schiene des „Leipziger-Buchpreises“, „Allegro Pastell“, des 1983 in Frankfurt am Main geborenen Leif Randt, den ich durch seine „Bachmannpreis-Lesung“ kennenlernte und dessen „Leuchtspielhaus“ ich mir einmal aus einer Abverkaufsliste einer Traffik gezogen haben.

Ein Buch, das das Lebensgefühl der Dreißigjährigen spiegeln soll. Ein schrilles schräges Buch in dem seitenweise  Ausdrücke verwendet werden, die ich nicht verstehe, weil ich dafür wahrscheinlich dreißig Jahre zu alt bin, um das Lebensgefühl zu verstehen, wie die Bücher von Katrin Weissling etwa, vielleicht noch zugespitzer oder sachlicher erzählt bzw. beschrieben. Der Erzählton erinnert manchmal an die Streeruwitz und die ist, kleiner Trost für mich, ja, glaube ich, drei Jahre älter als ich.

Es geht um Tanja und Jerome. Sie ist eine Kultautorin und hat gerade ihren dreißigsten Geburtstag gefeiert, das Buch spielt in mehreren Phasen von Frühling 2018 bis Sommer 2019. Er ist, glaube ich, Webdesigner und lebt  in Frankfurt, sie in Berlin. Sie führen also eine Fernbeziehung, besuchen sich also zu gewissen Zeiten, an gewissen Orten, trinken  Kaffee und feiern Partys, beziehungsweise, den Silvester in einer dafür gemieteten Hochhauswohnung, die für die Feier dreihundert Euro kostet und nachher aufgeräumt werden muß.

Sie haben nebenbei noch andere Beziehungen, so schreiben sie einander  Mails, skypen, chatten und interessant ist, daß Jerome, als sich Tanja zögernd „entschließt ihm zu fragen, ob er Lust hätte mit ihr im <oktober eine Woche auf die kanarischen Insel zu fliegen“, antwortet, daß er das  nicht könne, da er zu dieser Zeit Vater würde, es also ungünstig ist.

Vorher oder nachher wird noch, die Entscheidungsfindung beschrieben, die man offenbar derzeit macht, wenn ein Baby geplant ist oder sich schon angekündigt hat. Ist das nun gut oder schlecht für die C02 Belastung? Was kann man ihm bieten? Wie wird es das Leben einschränken?  und so weiter und so fort.

Tanja hat auch eine depressive Schwester, die sich öfter in psychiatrischer Behandlung befindet, Tanja muß sich dann um den Hund kümmern, den sie eigentlich betreut.

Es ist also ganz schön kompliziert das Leben der überforderten Dreißigjährigen, die einerseits im Luxus leben, koksen, feiern, trinken, asiatisch essen, wie es ihnen gefällt, aber auch ihre Instragram und andere Homestorys auf ihre Seiten stellen.

Ronja von Rönne und Helene Hegemann haben auch darüber geschrieben und die leben, glaube ich, auch in Berlin, in dieser Kultstadt, die, wie ich in den rechten Videos höre, sich derzeit in Verfall befindet und gar nicht mehr so lebenswert ist.

Um der Schwester Sarah, die weinachtliche Heimreise nach Kiel zu den Eltern zu ersparen, veranstaltet Tanja, die Weihnachtsfeier in ihrer Zweizimmerwohnung, dafür bestellt sei bei „Amazon“ gebrauchten Weihnachtsschmuck und ich, glaube, asiatisches Essen. Der Vater, ein Arzt, hat zu süßliches Parfum, sie begrüßt aber ihre Mutter mit „Merry Christmas, Miss Douglas!“

Der Vater verläßt später auch die Mutter Ulla, eine Psychotherapeutin, um zu seiner Freundin nach Bremen zu ziehen und teilt das seiner Tochter mit und vorher kommt  noch eine interessante Stelle, nämlich eine Lesung im Literaturhaus Wien.

Das muß ich, die ich ja auch öfter darüber schreibe, natürlich besonders erwähnen und das Kapitel beginnt, daß sich Tanja während des Anfluges nach Wien „Entschieden hat sich nicht für dieses Stadt zu begeistern.“

Das sagt schon viel aus über das lebensgefühl und des Stil des buches. Weil der Flieger Verspätung hat, zahlt ihr das Literaturhaus das Taxi. Das wird  real schon so sein. Spannend ist dann, daß die Lesung im „gelben Scheinwerferlicht vor einem Bücherregal“, stattfand, wo ich mich dann fragte, ob Leif Randt schon jemals im Wiener Literaturhaus war, bevor ich seinen Namen nachgooglete und so erfuhr, daß er, 2016 dort in der Bibliothek den „Fried-Preis“ bekommen hat.

Daß die Hälfte des Publkums aus Studierenden „aus mutmaßlichgeisteswissenschaftlicher Fakultäten“, die andere Hälfte aus „Seniorinnen und Senioren aus mutmaßlich gehobenen Einkommenschichten“, bestehen, wird manchmal zutreffen, manchmal auch nicht und ich fragte mich, wie genau man ein Literturhaus kennen muß, um darüber zu schreiben?

Da kann ich mich  selber an der Nase nehmen, denn ich schreibe ja auch öfter über Orte, an denen ich nie persönlich war und es geht dann auch weiter nach der Lesung, wo die  Veranstalter mit den Autoren nachher essen gehen. Das tun sie im Literaturhaus machmal, das weiß ich. Der Leiter heißt aber Robert Huez und die Programmverantwortliche Barbara Zwiefelhofer und nicht  Beatrix.

Spätestens da habe ich aufgegeben ihn bei nächster Gelegenheit, wenn ich das Literaturhaus wieder besuchen kann, was wohl nicht vor dem Sommer passieren wird, darauf aufmerksam zu machen.

Vielleicht hat Leif Randt das auch  absichtlich so entfremdet, weil man das so macht oder vielleicht auch das Lebensgeühl beschreibt und man kann nicht nur in Zeiten, wie diesen, wo das hier Beschriebene momentan ja gar nicht möglich ist und sich der CO2-Haushalt durch die Krise vielleicht gerade erholt über das Buch nachdenken und ich weiß auch gar nicht, was ich darüber denken soll, außer, daß ich es interessant gefunden habe, aber, um es wirklich zu verstehen, wohl dreißig Jahre zu alt bin, was Leif Randt wahrscheinlich anmerken würde, aber man soll sich ja für alles interessieren und Tanja, füge ich hinzu, schreibt ja auch an einen Text über eine adelige Pflegerin eines Seniorenheims, weil ihre Großmutter dort verstorben ist.

„Leif Randt erzählt vom Gück. Von Tanja und Jermome, von einer Fernbeziehung zwischen Berlin und Maintal, von Badminton, idealen Zuständen und den Hochzeiten der anderen. Eine Lovestory aus den späten Zehnerjahren“, steht am Buchrücken, der, das sa auch interessant aus einem beigen Leinenband mit einem Rhombus artigen Sechseck besteht, also eigentlich nicht dem Zeitgeist entspricht.

2020-03-29

Leben im dystopischen Raum

Filed under: Alltagsgeplauder,Glosse — jancak @ 00:52
Tags:

Wenn ich vor einigen Monaten jemanden erzählt hätte, daß man in Wien und auch sonstwo nicht mehr auf die Straße gehen  soll und, daß man, wenn man es trotzdem tut und sich in einem Park oder am Donaukanal auf eine Bank setzt, ein Polizist kommen und sechshundert Euro oder was auch immer Strafe von einem verlangen kann. Man in der  U-Bahn einen Berechtigungsschein vorweisen muß, daß man zur Arbeit fährt und, daß die die Hausärzte einen nicht mehr in ihre Praxis lassen und sich auch weigern die E-Cards anzugreifen, also nur über das Internet ordinieren und womöglich darüber Ferndiagnose abgeben, hätte man mich wahrscheinlich für verrückt gehalten oder bestensfall gefragt, ob ich nicht zuviele Horrorromane lese und wenn ich das in einem solchen aufgeschrieben und an „Rowohlt“ oder auch nur oder „Droschl“ oder „Arovell“ geschickt hätte, hätte ich wahrscheinlich keine Antwort bekommen oder das das zu phantastisch wäre, obwohl ich in den letzten Jahren einige solcher Dystopien gelesen habe.

Das erste Mal bin ich auf den Ausdruck Dystopie, vorher hätte ich utopischer Roman gesagt, glaube ich, 2015 aufmerksam geworden, als ich beim „Deutschen Buchpreisbloggen“ auf Heinz Helles „Eigentlich müßten wir tanzen“ gelesen habe. Dann hat Stephan Teichgräber ein Workshop zur utopischen Literatur abgehalten, wo ich noch einmal in George Orwells „1984“ hineingeblättert habe und mir dachte, das haben wir ja längst erreicht.

Jetzt schreiben wir das Jahr 2020 und eine weltweite Pandemie ist ausgebrochen, die sich von China über die ganze Welt erstreckte.

Jetzt hebt China die Ausgangssperren langsam wieder auf und öffnet am Montag, glaube ich, die Einkaufszentren , dafür ist die USA, wo Präsident Trump zuerst sehr lange, die Gefährlichkeit des Corona Virus leugnete zum Spitzenherd der Infiszierten angestiegen und er hat notgedrungen auch Ausgangssperren eingeführt, die er aber jetzt wieder aufzuheben will, weil ja die Wirtschafts darunter leidet.

Ein Dilemma natürlich und es weiß wahrscheinlich keiner, wie man sich verhalten soll?

Durch strikte Maßnahmen, wie diese, daß jetzt die Polizisten durch die Straßen laufen und jeden der sich dort befindet,  ermahnt und sich dadurch natürlich selber einer erhöhten Ansteckungsgefahr aussetzt und auch der, daß genervte und wahrscheinlich psychisch nicht so stabile Bürger ausrasten und zu spucken und zu schreien anfangen, was in den zwei Wochen in denen es diese Maßnahmen schon gibt, zu hunderttausend Arbeitslosen und Kurzarbeitern führte.

Die Wirtschaft schreit auf, wir halten das nicht durch, fangt endlich an zu testen und haltet nur die alten, also, die über fünundsechzig, wo ich auch betroffen bin, von den Straßen fern, also vielleicht dreitausend Euro Strafe, wenn ich  einen Brief einwerfe, als wenn da ein Virus auf mich zurasen würde oder die Laissez faire-Methode, die auf  sogenannte Herdenimmunität setzt, wo ich mich eigentlich auch anschließen würde, denn die Jüngeren werden ja  kaum krank, wenn die dann vierzehn Tage zu Hause bleiben, sind sie immun und können wieder hinaus und das Leben kann halbwegs weitergehen. England hat das, glaube ich, praktiziert oder es so wollen, nur die Alten wegschließen, worauf es, glaube ich, zu einem Aufschrei kam und die Taktik geändert wurde, zu spät wahrscheinlich, denn jetzt sind sowohl Prinz Charles, als auch der Premiermistister infisziertund Angela Merkel wurde glaube ich, nachdem sie von einem positiven getestet Arzt geimpft wurde, als negativ erkannt.

Sehr viel Verwirrung also, wenn man jetzt zu Hause sitzt und im Fernsehen die ansteigenden Zahlen hört und, daß da jetzt schon wieder so und soviele Leute erkrankt sind.

Sie sind positiv getestet worden und wenn wüßte, wieviel Leute schon immun sind hilft das wahrscheinlich weiter und auch, wenn die Leute dann selber die vierzehn Tage zu Hause bleiben.

Das ist eine Methode, auf die ich setzen würde und sich das Ganze dann irgendwann in drei Monaten vielleicht, wie in China, ich weiß, da verwendete man noch drastischer Methoden an, als hier, wo ja nur die Polizisten kontrollieren und, die jungen Reporterinnen von Oe24 auf der Straße stehen, den leeren Graben zeigen und die alten Damen, wie die Frau B., die Tochter von einem einmal sehr bekannten Schriftsteller schief anschauen, wenn sie ihren Hund äußerln führen oder sich ihre Milch einkaufen.

Eine schwierige Situation und das Schlimmste, was die nach 1945 Geborenen wohl erlebt haben. Die Krise als Chance gibt es natürlich auch, ist aber warhscheinlich nicht so leicht umzusetzen, wenn ich ständig höre, schon wieder so und so viel Leute infisziert und die Zahl der Todesfälle nimmt zu und zu.

Die Kinder, die jetzt zu Hause mit ihren freigestellten im Homeoffice werkenen Mütter  lernen,  werden aber vielleicht verhaltensauffällig, wenn sie nicht in den Park dürfen und wenn sich dann die älteren zu viert oder auch mehr treffen um ein Bier zu trinken und das Corona-Party nennen, gleich die Polizei zu holfen, ist vielleicht auch nicht die Lösung.

Eine schwierige Situatuon, der Alfred hat gestern vor der Garage eine offensichtlich verwirrte Frau mit viel Gepäck getroffen, die nicht so genau wuße, wo sie hin soll?

Das hat mir die Frau auf der Krisenhotline, die ich angerufen habe, auch nicht so genau sagen können, so ist sie dann mit einem Taxi irgendwohin gefahren, ich hoffe sie ist gut angekommen und im Netz kann man sich, ich wiederhole es und betreibe es auch selber momentan sehr gut beschäftigen, deshalb habe ich auch wegen meines Veranstaltungsstop keine Entzugserscheinungen, sondern arbeite  mit  einem Teil meiner Klienten per Telefon, habe mich für die Krisenhotline des Berufsverbandes der Psychotherapeuten und auch für Krisensupervisionen zur Verfügung gestellt und auch bei Büchern scheint es einen Verzögerungsstop zu geben, da „Amazon“, bei dem aber, wie ich immer höre, ohnehin nicht bestellen soll, sich derzeit bevorzugt auf die Auslieferung von Klopapier und Hygienemittel zu konzentrieren scheint und die anderen Bücher, auf die ich  warte, von den Botendiensten ohne eine Unterschrift zu verlangen, vor die Tür gelegt werden sollen.

Innerhalb Österreichs scheint das zu funktionieren, da habe ich diese woche ein Buch bekommen, „Rowohlt“ hat mir geschrieben, daß sie derzeit sehr viele Bücher zurück bekommen und mir den neuen Camilleri als E-Book geschickt. Die lese ich zwar nicht so gern, aber in der Not frißt die Teufelinin  ja angeblich Fliegen und so ist Nele Pollatscheks „Dear Oxbridge“ auf diesen Weg jetzt doch zu mir bekommen, obwohl der Verlag es zweimal normal an mich verschickte.

Dann korrigiere ich natürlich viel, bin, wie ich hoffe mit dem „Fräulein No“ demnächst fertig, habe da zwei neue nicht mehr im Text enthaltene Szenen als eigene Geschichten im Text eingestellt und bereite mich  natürlich schon auf das Schreiben in Zeiten von Corona vor, plane also darüber zu schreiben, obwohl, das wahrscheinlich nicht so leicht sein wird, weil man da ja noch nicht die nötige Distanz dazu hat und das Ganze wahrscheinlich erst in einigen Jahren so richtig beurteilen kann.

Und hier mein Corona-Textarchiv 1 2 3 4 5 6 7 8

2020-03-10

Ins Erzählen flüchten

Filed under: Bücher — jancak @ 19:45
Tags: , , ,

Jetzt kommt wieder etwas Schreibtechnisches, beziehungsweise drei Poetikvorlesungen, die der 1976 in der Schweiz geborene und in München lebenden Jonas Lüscher der 2013 mit seiner Novelle „Frühling der Barbaren“ und 2017 mit „Kraft“ auf der dBp-Liste stand, die er 2019 in St. Gallen in einem Literaturraum  und nicht an der Hochschule gehalten hat, so daß, wie er betont, das Publikum eher aus interessierten Lesern, als aus Literaturstudenten bestand, so daß er sich bemühte, was sicher sehr zu empfehlen ist, seine Vorträge verständlich zu gestalten und beginnt den Titel „Ins Erzählen flüchten“ damit zu erklären, daß für ihn das Schreiben, wie ja auch für mich,  eine Lebenshaltung ist und das Schreiben, würde ich ihn verstehen, ein wichtiges Regulativ, um den Alltag zu bewältigen, die Probleme zu lösen, die Phantasien auszulösen….

Jonas Lüscher hat, glaube ich, Philosophie studiert und dann, als er mit seiner Novelle gleich sehr erfolgreich wurde, das Studium aufgegeben und sich fortan dem Narrativen gewidmet.

Bei mir ist das ja aus- und der Brotberuf wichtig geblieben, Hobbyautorin würde ich trotz einer Bemerkung der Anna vor vielen Jahren und eines Instistieren meines Freundes Uli nicht nennen, die Lebensform stimmt schon besser und das Narrative ist ja auch meines.

Da gibt es ja immer noch  große Diskussionen, ob jetzt das oder das Experimentelle wichtiger ist, oder ob man überhaupt erzählen darf  und nicht schon alles auserzählt ist, wie man man in der ersten Vorlesung, die sich „Quantitative Blendung und narrative Beliebigkeit“, also auch nicht unbedingt sehr verständlich oder „Eine Beziehungsgeschichte“ nennt, nachlesen kann, denn C.H. Beck hat die drei Vorlesungen in einem dünnen hundert Seiten Bändchen herausgebracht.

Dann gehts hinein in die literatischen Fluchtgeschichten und da landen wir natürlich bei Homer und der „Odyssee“.

An Hand eines Werks von Paul Feyerabend, den er für seinen Lieblingsphilosophen hält, geht es durch die Geschichte bis hinauf in die Gegenwart und hier unterscheidet Jonas Lüscher das Narrative oder das Leben vom Wissenschaftlichen, Philosophischen, Mathematischen, etcetera.

In der nächsten Vorlesung geht es zum Biographischen und wieder grenzt sich Lüscher vom bloß Messbaren ab, im Vietnamkrieg hat man zum Beispiel die Zahl der Toten gemessen, um daraus eine Theorie des möglichen Erfolgs zu bekommen, wenn man aber nicht über die inneren Beweggründe Bescheid weiß, wird man sich irren.

Und „Google“ oder „Amazon“ verlegen sich ja auch aufs Messen, hat man einen E-Book Reader bekommen sie die Daten, wann der Leser das Buch abgebrochen oder was er unterstrichen hat und dann melden sich die Verlage beim Autor und mahnen „Schreiben Sie spannender!“

Deshalb hat Lüscher auch einen Widerstand gegen das allzu Voraussagbare entwickelt und geht beim Schreiben auf Distanz, als Beispiele dazu führt er dieHelden in seiner Novelle und seinem Roman an, das sind sehr unzuverläßige Erzähler und der Leser kann sich nicht auf sie verlassen und muß sich selbst sein Bild machen, füge ich hinzu und dann geht Lüscher wieder in seine Biografie.

Er ist in einem kleinen Schweizer Dorf aufgewachsen, das später durch seine Fremdenfeindlichkeit brillierte, die Eltern gaben den Söhnen keinen Fernseher, sondern schickten sie in die Bücherei, das tat der Zehnjährige, als er seine Ferien in Bern, wohin die Familie gezogen war und er noch keine Freunde hatte.

Dann kam er zum Film und das Theater, zog nach München und arbeitete, als Dramaturg beim Film, als ihm, die dort ausgewählten Filme zu voraussehbar waren, verlegte er sich aufs eigene Schreiben und kellnerte am Abend. Die damals entstandenen Romane blieben unveröffentlicht, so begann er Philosophie zu studieren, entdeckte vorerst da seine Leidenschaft und entwickelte, den Glauben damit das non plus ultra, wie einen Trichter in den man die Weisheit hineinfüllen kann, gefunden zu haben.

Das, das auch nicht so klappte, hat er schon in seiner Einleitung geschrieben, hat er  ja die Doktorarbeit aufgebenen und gleich eine Longlistnovelle geschrieben.

Die dritte Vorlesung heißt „Vom Schreiben engagierter Literatur zum engagierten Schriftsteller“ und ist ein wenig kryptisch, das heißt, mir ist nicht so ganz klar geworden, was Lüscher damit meint, der mit, was er in seinem Vorwort andeutet, mit einer Zusammenfassung der esten beiden Vorträge beginnt.

Dann führt er zwei Arten des Schreibens an, die von Friederike Mayröcker, die sich  immer sehr energisch äußert und betont, daß sie nichts von Erzählen hält, weil ja alles alles nur Sprache ist und das andere, wie sie, glaube ich, meint, nichts wert ist.

Eine Haltung, die vor allem in Österreich sehr verbreitet ist, Jonas Lüscher stellt sich mit seinem Plädoyer dagegen zu stellen und sein Gegenbeispiel ist eine engagierte Journalistin.

Dann kommt er zu einem Gleichnis, das ich nicht ganz verstanden habe, denn, das Friederike Mayröcker nichts vom Erzählen hält, kann ich akzeptieren, obwohl ich ja anderer Meinung bin und das auch betreibe, Lüscher zitiert aber ein buch von Isaiah und besteht darauf ein „Fuchs“ zu sein.

Wie geschrieben, was das bedeutet, habe ich nicht so ganz herausbekommen, wahrscheinlich ist es aber der wache forschende Geist im Gegensatz zum beharrlich alles umfassendes und da sind wir schon bei der engagierten politischen Literatur, die ja immer als ein wenig anrüchig gilt. Lüscher meint da, wir müssen uns von den Begriffen der „Heden“ und der „Ehre“ trennen und nennt da, als Beispiel, daß heute warhscheinlich keiner mehr einen Roman über „gefalleneMädchen“ aber dafür einen über „alleinerziehende Mütter“, schreiben. Was ja eigentlich das selbe ist, der Schwerpunkt der Schilderung, wird aber ein anderer sein und was die“Helden“ betrifft, die Lüscher abschaffen will, obwohl er ja sehr für das Narrative ist, da würde ich ihn nach der „Heldenreise“ fragen, nach der ja angeblich jeder spannende Roman konzipiert sein sollte, aber ich weiß auch, das gilt vielleicht nicht für so ganz professionell und zählt eher zur Genre- oder zur Hobbyliteratur.

Am Schluß führt er noch ein, mir wieder nicht ganz verständliches Beispiel an, nämlich, ob sich ein autor lieber politisch engagieren, also zu einer Demo aufrufen, beispielsweise oder lieber darüber schreiben sollte?

Lüscher, der narrative, ist wohl dafür, sich, wenn auch sehr engagiert, dorthin zu flüchten und führt das mit einer Textseite an, bei der ich mir mit dem Verständnis schwer getan habe, obwohl sie schön geschrieben war und wohl ein Versuch des Autors war, seinem Volkshochschulpublikum, die Literatur nahezubringen und ich habe ein interesantes Buch gelesen, über das man sicher nachdenken kann und das Interessante war dabei, daß ich es zum Teil in der Badewanne gelesen habe, wo auch ein bißchen Wasser darüber schwappte, so daß ich es trocknen mußte und es jetzt sehr zerlesen ist, als auch bei dem „Hörspielfestival“ in der“Alten Schmiede,“ wo ja auch eher Experimentelles und nicht sehr Narratives geboten wurde, weil das ja in Wien immer noch als  „besser“ gilt.

Interessant wäre aber sicher auch Jonas Lüscher einmal zu einer Vorlesung oder einer Klasse in die „Schule für Dichtung“ oder in den „Lehrgang für Sprachkunst“ beispielsweise über die „Kunst des Erzählens einzuladen. Aber vielleicht war er schon dort und ich habe es nur nicht mitbekommen.

2020-02-23

Bei den IG-Autoren

Filed under: Literaturbetrieb,Veranstaltungen — jancak @ 13:49
Tags: , ,

Generalversammlung der IG-Autoren, deshalb sind wir ja einen Tag früher aus Hinthertal abgefahren, die Ruth, die länger geblieben ist, wird wohl erst am Sonntag zu der Wahl zustoßen, aber ich bin ja ein gwissenhafter Typ und gehe eigentlich immer zu den IG-Autoren, seit dem ich einmal vor zig Jahren als Einzelmitglied nominiert wurde und diesmal war es auch besonders wichtig, denn ich habe ja einen Antrag wegen Selfpublishing gestellt, weil die IG ja grundsätzlich alle Autoren vertritt für die Selfpublisher, wie Gerhard Ruiss immer sagt, nichts machen kann, aber da nennt er es Eigen oder Selbstverlag und das hatte ja früher ein Schmuddelimage und war, glaube ich, den Zuschußverlagen zuzuorden oder wird das immer noch.

Bis vor zehn Jahren war das ja, glaube ich, so, daß das Selberverlegen, das letzte war und man das nur machte, wenn man keinen Verlag fand und das stimmt ja auch, ich habe bis auf die „Hierarchien“ in der „Edition Wortbrücke“ keinen gefunden, obwohl ich, bis 2004, glaube ich, meine Mansuskripte immer mehr oder weniger ausschickte, bis zweiundvierzig Mal habe ich das, glaube ich, getan, von „Rowohlt“, „Suhrkamp“, angefangen über „Residenz“ „Haymon“ bis zum „Resistenz-Verlag“ und keiner hat es machen wollen, bis der Alfred die „Wiener Verhältnisse“, 2000, glaube ich, selber machte und sie mir zum Geburtstag schenkte.

Inzwischen habe ich fast fünfzig selbstgemachte Bücher, die genaue Zahl vergesse ich immer, es sind  auch immer einige in Vorbereitung, ich lasse sie mir fünfzigmal drucken, verzichte auf die ISBN-Nummer und würde sie aber trotzdem gerne bei Lesungen präsentieren und bei Preisen einreichen, beziehungsweise einen „Buchpreis“ damit gewinnen, geht aber nicht, denn „Selfpublishing“ ausgeschloßen, heißt es da ja meistens und das heißt es auch bei den Rezensenten, zumindestens hat das Doris Kloimstein so gesagt, daß sie  nicht wüßte, wie und wo, man, die unterbringen könnte und das stimmt ja auch, denn, wie heißt es ja so schön „Selfpublishing wollen wir nicht!“, obwohl sich das Bild in Deutschland ja schon so ungefähr vor zehn Jahren geändert hat, weil dort ja „Amazon“ den „Selfpublishern“ Tür und Tore geöffnet haben und seither, die Selbstverleger boomen, alle drei Monate ein neues Buch auf den Markt schmeißen und damit erst recht, die Ausschreibungen und Wettbewerbe überfordern, die sich dann die Kritierien suchen, um die Einreichungen zu beschränken und, wie heißt das so schön beim „Bachmannpreis“  oder wo auch immer, „Selfpublishing wollen wir nicht!“

Aber ich greife vor, noch sind wir nicht so weit, noch kam zuerst das Frühstücksbuffet und die Begrüßung, sowie die Feststellung der Beschlußfähigkeit und dann wurde ein Antrag nach dem anderen besprochen, von denen Gerhard Ruiss  betonte, daß es diesmal viele wären, so daß es von einer Stunde Mittagspause unterbrochen, wo es wieder die tradtionellen Würstln gab, ein dichtes Arbeiten war und ein Antrag war meiner, der ziemlich am Schluß besprochen wurde.

Vorher ging es noch um die neue Regierungsbildung und was sich die Autorenschaft von der grünen Staatssekretärin Ulrike Lunacek erwarten kann und die Rolle des Deutschunterrichts in den Schulen wurde auch besprochen.

Dann kam, wie schon erwähnt ein Antrag der Doris Kloimstein, die eine bessere Unterscheidung zwischen den Verlags- und den Zuschußverlagen wünschte, weil diese oft nicht mehr so leicht zu erkennen sind.

Natürlich, denn ich kann mir ja die ISBN-Nummer kaufen und „Eva“, „Erika“ oder was auch immer Verlag darauf schreiben und auch wenn man eine ISBN-Nummer hat, heißt das ja noch lange nicht, daß man das Buch dann in der Buchhandlung bestellen kann.

Die „Hierachen“ haben ja eine solche und da habe ich  noch einige Schachteln in Harland stehen, sie erst vor kurzem in das neue Bücherregal umgeräumt und beschloßen, da jetzt immer eines in die Telefonzelle in Altmannsdorf bzw. in die bei der „Seedose“ zu legen, wenn ich da vorüberkomme.

Dann durfte ich meinen Antrag vortragen, bekam den Vorschlag, daß ich eine „Selfpublisherplattform“ gründen soll, aber das ist ja, glaube ich, nicht das was ich will.

Ich will mehr Anerkennung für meine Bücher, will daß sie beachtet werden und gebe ja jetzt bald mein „Vorlaßbuch“ heraus, wo man sich ja auch ein bißchen über „Mein Schreiben, meine Bücher“ informieren kann und denke und das habe ich gerade Margit Heumann als Kommentar geschrieben, steter Tropfen höhlt den Stein und jetzt kommen ja auch Selfpublisher zu den Generalversammlungen und mit denen kann ich mich, Plattform hin, Plattfrom her, wirklich ein bißchen verbünden, obwohl ich ja eigentlich nichts weiter, als den Zusatzparagraphen bei Ausschreibungen „Selfpublishing wollen wir nicht!“,  abschaffen, was mir, wie ich fürchte, so bald nicht gelingen wird, bin aber beim Abendbuffet mit zwei netten Kollegen ins Gespräch gekommen, habe einer ein Buch gegeben, mit der Doris Klomstein noch ein bißchen geplaudert und die Sylvia Treudl gefragt, ob ich mich bei „Literatur und Wein“ , weil ich ja darüber blogge, vielleicht auch, wie in Basel akkreditieren könnte?

Am Sonntag gab es dann noch ein paar Anträge, darunter die  Hochhausdebatte bezüglich der Weltkulturerbediskussion, die Gerhard Ruiss schon ein paar Jahre diskutiert und dann die Wahl.

Renate Welsh, Peter Turrini und Anna Migutsch wurden wieder als Präsidenten und Vizepräsidenten bestätigt, die anderen wiedergewählt. Ich habe mich für das Schiedsgericht gemeldet. Mit jemanden noch über das Selfpublishing diskutiert, dann ging es nach Hause, weil Margit Kröll, die in den letzten Jahren immer die Einladungen zur anderen Buchmesse, die ja auch irgendwie etwas selbstgemachtes war, diesmal nicht gekommen war.

2020-01-06

Zum neuen Romanschreibjahr

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 17:14
Tags: , ,

Ich bin ja, auch meine Leser mir das nicht glauben und mich für eine Hobbyautorin halten, absolut keine Schreibanfängerin. Nicht sehr erfolgreich ja, aber absolut schreiberfahren, da ich das ja nun schon seit fast fünfzig Jahre kontinuierlich betreibe und auch schon in der Volksschule am Wochenende Ausätze schrieb, die ich dann meiner Lehrerin, einer Frau Theresia Keiler zeigte und in der Hauptschule ein Krippenstück, daß ich mich dann nicht der Lehrerin, Frau Else Linser, zu zeigen traute, fast fünzig selbstgemachte Bücher, bald zwölf Jahre „Literaturgeflüster“, meine Leser wissen das ebenfalls und ich beschäftige mich auch kontiniuierlich mit der Kunst des Schreibens, gehe mehrmals in der Woche zu literarischen Veranstaltungen, lese sehr viele Bücher, die ich darauf hin abklopfe, was da besser als das meine ist, habe da erst vor kurzem Gustav Ernst Schreibratgeber durchstudiert und mache derzeit wieder, wie im vorigen Jahr Jurenka Jurks Mini – Kurs „Plan dein Romanjahr 2020“, die tut das höchstwahrscheinlich,  um Teilnehmer für ihre „Romanschule“, die sie ab Jänner wieder anbietet, zu gewinnen, ich tue es aus Interesse und Lust am Schreiben, profitiere aber sicherlich damit, hat sich doch daraus im letzten Jahr mein „Zweites Literaturgeflüster BuchMein Schreiben meine Bücher“ entwickelt, das aus den Schreibartikel, die im Blog seit 2008 oder seit 2012, um genauso zu sein, entstanden sind und den Probekapitel der siebeununzwanzig Bücher, die ich herausgegeben habe, seit es das „Literaturgeflüster“ gibt, an dem ich seit Juni letztes Jahres mehr oder weniger lustlos korrigiere.

Denn eigentlich ist ja jeder Artikel, jedes Kapitel schon fertig, das heißt veröffentlicht, aber der Teufel liegt auch hier, wie wahrscheinlich überall, im Detail, also an den Beistrichen, den Anführungszeichen und den doppelten Wortwiederholungen, die sich ja doch hin und wieder eingeschlichen haben. Außerdem scheine ich über ein veraltetes oder defektes Schreibprogramm zu verfügen, so bleiben, die einkopierten Texte immer  an bestimmten Stellen hängen und die Seitenzahl stimmt dann nicht und am Freitag habe ich mir überhaupt einen Hund eingebaut, daß ich schon gedacht habe, ich könnte wieder von vorne anfangen oder ich werde nie damit fertig, dabei wartet ja schon mein siebenter „Nanowrimo“, seit Ende November auf das Korrigeren und da habe ich mir ja auch vorgenommen, mir beim Überarbeiten Jurenka Jurks Romanfahrplan oder Gustav Ernsts „Romane schreiben-Buch“ vorzunehmen, um das Ganze vielleicht doch einmal so spannend zu machen, daß es meine Leser interessiert, ich einen Verlag finde, auf eine Buchpreisliste komme, etcetera, was ich mir vielleicht wünsche und dann auch wieder nicht, denn ich schicke ja nicht mehr zu Verlage, stelle die Bücher auch nicht bei „Amazon“ ein, sondern lasse sie ja bekanntlich seit 2000 fünfzigmal drucken und mache dann seit einigen Jahren auf meinen Blog ein Gewinnspiel und rufe zu einer Leserunde aus, bei der sich keiner meldet, für mich aber trotzdem sehr wichtig ist, weil ich mein Schreiben, was ich als meinen „Vorlaß“ bezeichnen würde, wenigstens auf dieser Art und Weise präsentieren kann.

Jetzt habe ich mich wieder gefangen, das Ganze seit letzten Freitag ein paar Mal ausgedruckt, zwei Schachteln Papier dabei verbraucht. Jetzt stimmt es wieder und ich hoffe in ein paar Durchgängen so weit fertig damit zu sein, daß ich es dem Alfi zur Formatierung übergeben und mich den „Fräulein No“ widmen kann und dieses dann vielleicht bis Oktober oder November fertig korrigieren kann, daß ich dann vielleicht beim nächsten „Nanowrimo“ das „Heldenreisemodell“ vielleicht doch endlich einmal anwenden kann.

Und während ich das schreibe, beziehungsweise mich die letzten Tage durch meine zweihundertsechzig oder zweihundertsiebzig Seiten quälte, schickt Jurenka Jurk jeden Tag ein Arbeitsblatt, wo man sich über seine Motivation zum Schreiben und seinen diesbezüglichen Status quo klarwerden kann. Gestern gab es ein diesbezügliches Webinar am Abend, heute ein Video dazu und die Arbeitsblätter habe ich auch nicht so wirklich ausgefüllt, sondern bisher nur eher überflogen, denn ich weiß ja eigentlich, wie wichtig mir das Schreiben ist?

„Sehr!“, würde ich sagen und ich habe auch eine Arbeitshaltung und für 2020 auch den Plan, das „Mein Schreiben-meine Bücher-Buch“- fertigwerden lassen, dann auf dem Blog eine Leserunde machen, wo sich vielleicht ein paar Leute melden, aber das kann ich ja nicht beeindlußen.

Ich werde es aber ein bißchen ausschicken, an den ORF, an die „Alte Schmiede“, an die Frau Danielcyck, etcetera, dann am „Fräulein No“ arbeiten und wenn noch Zeit bleibt, für das nächste Buch, wo ich noch wirklich keine Ahnung habe, ob ich noch ein einundfünfzigsten oder so, schreiben will, ein bißchen genauer recherchieren.

Warum ich schreibe, weiß ich eigentlich auch nicht so genau.

Um mich selbst zu verwirklichen, wahrscheinlich, was immer das auch heißt. Um mich auszudrücken, um der Nachwelt was zu hinterlassen, was jetzt schon ein bißchen pathetisch klingt, aber durch meine Bücher werde ich sicher Spuren hinterlassen und man kann alles nachlesen.

Das zum gestrigen Arbeitsblatt, das heutige beschäftigt sich mit der Frage, was ich zur Verwirklichung meiner Pläne noch alles brauchen würde? Und da ist wahrscheinlich, das sogenannte „Handwerkzeug“ gemeint, daß ich mir durch die Buchung des Kurses aneignen könnte.

Da bin ich mir gar nicht so sicher, was mir da  noch fehlt, denn durch die vielen Probeseminare, die ich schon absolvierte, den Schnuppertagen beim Writersstudio, den Schreibratgebern, weiß ich eigentlich, wie man einen Romn schreiben soll.

Meine fallen dann trotzdem nicht so auf. Woran liegt es? An der Spannung und den Rechtschreibfehlern und, daß es mir nicht so gelingt, das Interesse meiner Leser zu erschaffen, würde ich meinen und könnte auf das Blatt unter dem Punkt, was ich noch brauche, mehr Aufmerksamkeit, mehr Leser, einen Verlag, einen Förderer, einen Preis vielleicht, hineinschreiben oder vielleicht auch nur eine etwas größere Leserunde auf dem Blog mit einer etwas größeresn Diskussion.

Das ist das, was ich mir wünsche, aber selbst wahrscheinlich nicht herstellen kann. Aber eines ist mir sicher wieder durch dieses Webinar gelungen, meine Pläne klarer vor mir zu sehen, habe ich ja, wie, ich glaube, ein gutes Zeitmanagement und habe die Hemmung und die inneren und die äußeren Kritiker jetzt auch so weit im Griff, daß ich mich am Schreiben nicht mehr hindern lasse und da hilft mir das „Literaturgeflüster“ und wenn mir in den letzten Jahren, seit ich blogge oder auch schon länger, etwas gelungen ist, dann das, daß ich selbstgewußter geworden ist.

Resignierter bezüglich es mangeldens Feedback und daß es mir nicht und nicht gelingt, natürlich auch, aber eigentlich ist mir das auch schon egal, auch wenn das jetzt sicher etwas mißverständlich klingt und mißverstanden werden kann und, was ich schön finde, ist auch was sich alles bezüglich des Schreibens in den letzten dreißig vierzig Jahren verändert hat.

Als ich angefangen habe, habe ich  irgendwann gehört, das erste Mal war es in der „Alten Schmiede“, als da einer sein selbstgemachgtes Heftchen vorstellte, daß man das nie und niemmer und unter keinen Umständen selber machen kann.

Das hat sich, wenn auch nur vielleicht qualitativ und an der Oberfläche geändert, es gibt die Selfpublisher, die ganze Hallen in Leipzig und in Frankfurt füllen, wie ich immer schreibe, die aber auch keine Buchpreise gewinnen und wenn dann nur ganz bestimmte, für sie gemachte und es gibt das „Writersstudio“, wo Leute, die gern schreiben und auch das Geld haben sich so einen Kurs oder ein Retreat zu leisten und es gibt Jurenka Jurk, die bei ihren „Webinaren“ ja, glaube ich, über tausend Teilnehmer hat, die alle schreiben wollen, sich ihren Traum dazu mehr oder weniger erlauben und das fertige Buch, wenn es das wird, dann auch sehr leicht bei „Amazon“ oder sonst veröffentlichen können.

Es schreiben also jetzt sicher viel mehr Leute, als früher und brauchen das auch nicht mehr wirklich nur für die Schublade tun. Sie können sich das Handwerk, das man sicher braucht, auch leicht in einem Kurs oder einer Romanschule erkaufen, bekommen dann auch das entsprechende konstruktive Feedback, an dem hat es ja mir früher gemangelt und das finde ich sehr schön.

Ob dann wirklich viele Leute diese vielen Bücher lesen, da wäre ich sehr skeptisch, ich lese aber viel, bin an vielen interessiert, habe jetzt erst meine Debutempfehlungen abgegeben und werde, wenn ich mit diesen Artikel fertig bin, wieder mein Schreibe-Manuskript vornehmen, bei dem ich vor kurzem bis auf Seite hundertfünzig ohne einen Fehler zu finden, vorangekommen bin.

Dann mich auf die restlichen Arbeitsblätter, Videos und Webinare konzentrieren, das am Donnerstag werde ich wohl auslassen, weil ich da wahrscheinlich in die „Alte Schmiede“ oder ins Literaturhaus gehe und so mit meinem Schreiben, in mein Romanjahr 2020 starten, wo es hoffentlich zwei Bücher geben wird, mein „Vorlaßbuch“ und mein „Fräulein No“ und, ob ich dann schreitechnisch in Pension gehe, was ich ja altersmäßig könnte oder es noch einmal oder jetzt doch mit der „Heldenreise“ oder etwas anderen probiere, wird man sehen, ich bin jedenfalls gespannt.

2019-10-26

Leseglück

Filed under: Bücher — jancak @ 00:57
Tags: , ,

Jetzt kommt gleich wieder eine Unterbrechung meines dreifachen  Buchpreislesens, das derzeit immer noch aus den deutschen Büchpreisbüchern besteht, aber dann hole ich auf und konzentriere mich auf die letzten sechs, bis es zuerst auf die „Buch-Wien“ und dann auf die „Buch-Basel“ geht und daran bin ich selber schuld, denn als ich beim Anfragen der Buchpreisbücher Ende August auf die „Netgalley“ stieß, wo man jetzt ja sowohl die deutschen als auch die österreichischen Bücher in der E-Bookform haben kann, bin ich auf ein besonderes Buch oder eigentlich auf eine Bücherreihe aufmerksam geworden, auf die ich schon durch Marreike Fallwickl gestoßen bin und die ist eine Bloggerein, aus Hallein, in Salzburg, auf die ich vor Jahren aufmerksam wurde, als sie versuchte ihren SUB aufzulesen und durch die Blogs bin ich ja auf die verschiedensten Büchern und nicht zuletzt auf das „Buchpreisbloggen“ aufmerksam geworden.

Das war „Buzzaldrin“ und dieser Blog hat mich auch auf das Buch „Tolstoy und der lila Sessel“ aufmerksam gemacht“, wo eine Frau ihre Schwester verloren hat und dann zum Trost ein Jahr lang jeden Tag ein Buch gelesen hat.

Das war auch die Zeit der „Romantherapie“, ein Buch, das ich noch immer nicht gelesen, aber ein bißchen darüber geschrieben habe und da habe ich dann auch Bücher übers Lesen und über Buchhandlungen gesammelt.

Die Meisten von ihren habe ich auch noch nicht gelesen, es gibt ja soviel, aber Friederike Manners Buch habe ich ja zumindestens in die „Gesellschaft“ mitgenommen, als dort ihr wiederaufgelegter Roman vorgestellt wurde.

Es gibt die „Wunderbare Buchhandlung“ von der Buchhändlerin und Buchpreisjurorin Petra Hartlieb, das Buch habe ich mal im Schrank gefunden und auch noch nicht gelesen, wohl aber die „Weihnachten in der Buchhandlung“, denn das habe ich mir im letzten Jahr von Margit Heumanns Geburtstgsbuchschein gekauft, in der Buchhandlung Thalia auf der „Buch-Wien“ also etwas was die Autorin, die ja eine strikte „Amazon“ und Großbuchhandlungsgegnerin ist, vielleicht gar nicht so gerne mag, aber dort gab es nichts anderes und die Blogger haben ja auch angefangen, sich als die Schreiber von bibliphilen Büchern zu entpuppen.

So gab es ein Buch übers Lesen und Florian Valerlius der Buchhändler und „Literaische Nerd“, der ja, glaube ich, den ersten „Buchblogger-Award“ gewonnen hat, hat sich jetzt mit Mareicke Fallwickl zusammengetan, die im Vorjahr mit ihrem zweiten Buch auf die österreichische Longlist gekommen ist und jetzt ein neues Buch bei FVA herausgebracht hat, wow, manche Blogger machen sich und überholen mich, die ich ja offensichtlich nichts zusammenbringe, obwohl mein Blog, glaube ich, ja eigentlich auch ganz ansehlich und umfangreich ist.

Es gibt da jedenfalls eine ganze Reihe, „Leseglück: 99 Bücher, die gute Lauen machn“, ist da eins davon, dann gibt es auch eine Romantherapie „Bücher auf Rezept“ geheißen und und und, daß Bücher gute Laune machen, ist eine These, die ich stark bezweifle, bei den Buchwerbern aber offenbar nicht so ankommt natürlich, aber lies einmal „Das wunschlose Unglück“, das „Tagebuch der Anne Frank“ und und und, genug davon.

Es ist, glaube ich, herübergekommen, was ich damit meine und ich bin ja auch eine Vielleserin, die das Lesen schon in der Kinderstube, bei den Eltern im Gemeindebuch mit ihrem Bücherkasten erlernt hat und die jetzt gerade die „Offenen Bücherschränke“ nach Bilderbüchern und Elternratgebern durchforstet und die der Anna nach Harland schleppt. Früher habe ich der Schwiegermutter, die „Readers Digest-Bände“ nach St.Pölten gebracht, aber die liest nicht mehr, so daß wir sieb ald wieder in die „Seedose“ oder nach Altmannsdort zurückbringen können und ich habe durch die neunundneunzig Bücher, die da Florian Valerlus und Mareicke Fallwickl, schön nach Kapitel gegliedert und das alles noch schöner von Franziska Misselwitz illustriert, meine eigenen Leselücken entdeckt und mein Leseverhalten hat sich, das habe ich vielleicht noch nicht so beschrieben, durch mein Bloggen oder durch die „Offenen Bücherschränke“ und das „Buchpreislesen“ stark verändert, denn, als das mit den „Offenen Bücherschränken“  begonnen hat, hat sich die Sammlerin nach ihren Leselücken orientiert und da manche Lücken aufgelesen, so zum Beispiel „Kaff auch Mare Crisium“ wenn schon nicht „Zettels Traum“ der bei den neunundneunzig Vorschlägen auch vorkommt. Jetzt nehme ich diese Bücherlücken auch mit, zum Lesen komme ich aber eher nicht mehr, weil ich inzwischen durch das „Buchpreisbloggen“ und die „Büchervorschauen“ auch zu einer Neuerscheinungsleserin geworden ist.

Was vielleicht gar nichts macht, denn dann brauche ich, was ich ja nächstes Jahr tun will, beim „Buchpreisbacklistlesen“ nur bis zum Jahr 2014 kommen. Aber Bücher, wie dieses helfen einem wahrscheinlich auf seine Leselücken zu kommen und da habe ich, obwohl meine Lesebiografie wahrscheinlich im Kleinkindalter angefangen hat. In den Kindergarten bin ich nie gegangen, war aber ein Jahr beim Herrn Aschenbrenner, der mir, glaube ich, sehr verzweifelt das „s“ bei bringen sollte.

Hat er geschafft, aber ich bin nicht sicher, ob ich nicht vorher lesen konnte, was wahrscheinlich nur ein Nebeneffekt war, was meine Volksschullehrerin Frau Theresia Keiler wahrscheinlich etwas verzweifeln ließ, weil ich es  schon konnte, als ich in die Schule kam.

Aber Leselücken gab es da auch. So habe ich die „Alice im Wunderland“ nicht gelesen und auch nicht den „Mogli“, was mir dann damals im Graz beim Ö1- Qizz Schwierigkeiten machte.

Andere Bücher, wie etwa die „Pippi Langstrumpf“ habe ich erst durchs Vorlesen der Anna entdeckt und das war, glaube ich, damals kurz nach dem Fall der Mauer, als es die DDR noch gab, wir in Berlin waren, aber man schon problemlos von West nach Ost und umgekehrt fahren konnte.

So ist eines der ersten Kapitel auch das Lesenlernen oder die Kinderbücher. Alles schön illustriert und mit Zitaten unterlegt. Listen, die man ausfüllen kann, gibt es auch und das ist auch ein Hinweis auf den letzten BuK, wo es ja um die Kinderliteratur und die Kinder in den Buchhandlungen ging.

Lesen fängt durch die Eltern an und wenn die das nicht tun, werden es auch die Kinder nicht machen und dann geht es durch die Tierwelt.

Da erwähne ich nur den „Pfau“, den ich in Margot Kollers Bücherkoje gefunden und kürzlich gelesen habe. Lange Bücher gibt es auch, da wurde schon der Arno Schmidt erwähnt und natürlich der „Mann ohne Eigenschaften“, den ich im Sommer nach meiner Matura gelesen, aber sicher nicht verstanden habe und dann geht es zu den Short Stories.

Da werden Erzählbände erwähnt. Von Peter Stamm habe ich ja „Wir fliegen“ gelesen, da wird, glaube ich ein anderes Buch erwähnt und auch von der Alice Munro, der Nobelpreisträgerin, ein anderes Buch und Karen Köhler „Wir haben Raketen geangelt“, das ich vor kurzem gefunden, aber auch noch nicht gelesen habe, dafür aber das Buchpreisbuch „Miroloi“, da ja, glaube ich, auch die Lesegemüter erregt hat.

Beim „Leseglück“ geht es weiter mit „Der Lust am Bösen“ oder mit den Krimis. Ja, die werden auch erwähnt, obwohl sich manche Literaturblogger davor drücken, weil nein, das sind ja keine guten Bücher!

Da habe ich von den erwähnten Ingrid Nolls „Der Hahn ist tot“, gelesen.

Dann gehts zu den schönen Titeln, wie beispielsweise „Zusammen ist man weniger allein“, auch im Schrank gefunden. Man sieht die büchhänder haben an mir wahrscheinlich keine Freude, das war aber auch eine „Eine Stadt-ein Buch- Aktion“ und wurde zu hunderttausend Exemplare an die Wiener verschenkt und ist in dieser Ausgabe jetzt auch im Schrank zu finden.

Die Lieblingsaccounts werden angegeben und man kann die Bücherblogs in eine Liste schreiben, die man am liebsten mag. Dann geht es an die „Süßen Seiten des Lesens“.

An das Tasten, Riechen, Schmecken. Da kann ich bei diesem Buch nicht mithalten, habe ich das „Leseglück“, ja digital gelesen und kann also auch nichts hineinschreiben.

Dann gehts ans Reisen.

„Ich bin dann mal weg“ und kann in eine Liste schreiben, welches Land ich gerne literarisch bereisen will oder das schon habe.

„Was mich glücklich macht“, ist die nächste Leseliste. Ich kann die Bücher aufschreiben, die für mich ein Genuß waren und dann kommt gleich ein Zitat von Voltaire „Lesen stärkt die Seele“, wie wahr.

Liebesbücher müßen natürlich auch folgen, da wird Ruth Cerhas „Bora“ angegeben, was ich von „Buzzaldrin“ bei ihrem Gewinnspiel 2015 gewonnen habe.

„Gut gegen Nordwind“ habe ich gelesen und, glaube ich, als Geburtstagsbuch im Schrank in der Zieglergasse gefunden, bevor ich ins Literaturhaus ging.

Dann kommt natürlich der Sex und von den hier angeführten Büchern habe ich Helmuth Krausser „Geschehnisse während der Weltmeisterschaft“ gelesen.

„Das Delta der Venus“ habe ich in meinen Schränken, aber noch nicht gelesen und interessant ist, daß bei den berühmten Titeln, die Josephine Mutzenbach als „anonym“ angegeben wird. Das wissen wir vielleicht ein bißchen besser oder auch nicht natürlich, denn Felix Salten hat sich da bekanntlich ausgeschwiegen und seine Erben den Prozeß verloren und „Giovannis Zimmer“ muß ich unter anderen auch noch lesen.

Dann gehts zur Musik, was mich ein wenig ratlos machte, denn wie passt das zusammen?Aber natürlich man kann beim Lesen auch den Kopfhörer mitlaufen lassen, tue ich aber eher nicht und wenn man das Printbuch hat, kann man die besten Freundschaftssongs anführen.

Dann gibts noch ein paar Wohlfühltitel, beispielsweise Wilhelm Genanzinos „Liebe unterm Regenschirm“. Habe ich das gelesen? in meinen Regalen steht es jedenfalls.

Die „Bücher des Lebens“ werden erwähnt, beziehungsweise, kann man sie aufschreiben und anführen und am Schluß, bei Buch 99, geht es natürlich ans Unglück und zu Paul Watzlawick. Aber vorher werden noch Andrea Gerk „Lob der schlechten Laune“ und Alexandra  Reinwarths „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ erwähnt.

Man sieht, die beiden Biliophilen, die dann ihre Danksagung machen und ihre Biografie vorstellen, nehmen es genau. Es gibt, das hätte ich jetzt fast vergessen, auch einige Bücherquizz, wo man sein Wissen etsten und damit bei der nächsten Gesellschaft, bei denen, die das Buchnicht gelesen haben, brillieren kann.

Ansonsten kann ich diese Reihe  nur empfehlen und auch auf die „Frankfurter Buchmesse“ hinweisen, die ja vor kurzem war und da haben die Beiden ihre Bücher, glaube ich, auch vorgestellt.

 

2019-10-10

Nobelpreis an Peter Handke und Olga Tokarczuk

Im Vorjahr hat es ja keinen „Nobelpreis für Literatur“ gegeben, weil sich die Kommission zerstritten oder in einen Vergewaltigungs- oder Mobbingskandal  verwickelt hat, dafür gibt es 2019 zwei, hat die Jury reurig verkündet, als die Diskussion laut wurde, ob man einen solchen Preis überhaupt braucht oder nicht besser abschaffen soll?

Geht wahrscheinlich nicht, weil vom Alfred Nobel testamentarisch festgelegt und wäre auch schade, weil ich ihn ja gerne haben will, aber natürlich weiß, daß man das, was sich wahrscheinlich auch andere denken, nicht laut sagen oder schreiben darf, weil man sonst für betrunken oder narzistisch gilt.

Aber stimmt, ich hätte ihn gerne, weil für mich wahrscheinlich das Synomym für die literarische Anerkennung, die mir ja so fehlt, obwohl gestern mein sechsundvierzigtes Selbstgemachtes aus der Druckerei gekommen ist und ich deshalb fast zu spät zu Stephan Teichgräbers „Centrope-Workshop“ gekommen wäre, aber das ist nicht das Buch in dem es auch einige „Nobelpreis-Szenen“ gibt, die Bloggerin Lilly Schmidt diesen aber nicht bekommt, weil der ja 2017 an Kazuo Ishiguro gegangen ist, dessen „Begrabenen Riesen“ ich noch immer nicht gelesen habe, obwohl ich das Buch 2015 bei einem Gewinnspiel von „Buzzaldrin“ gewonnen habe.

Also voriges Jahr kein Preis, dafür heuer zwei und die wären fast an mir vorbeigegangen, weil der Preis ja meistens zeitgleich mit der Frankfurter Messe vergeben wird und die fängt ja erst nächste Woche an, aber gestern habe ich im Radio gehört, an wem der „Nobelpreis für Chemie“ vergeben wurde und dann kam auch irgendwann die Nachricht, heute ist es soweit.

„Aha!“, habe ich gedacht und wahrscheinlich, daß der wieder an zwei Männer gehen wird, von denen ich noch nie etwas gehört habe, was mir ja schon öfter passierte.

An Philiph Roth nicht mehr, denn der ist ja inzwischen gestorben, aber an Margret Atwood vielleicht oder an Haruki Murakami, also die Namen, die sich die meisten lesenden Frauen oder Deutschlehrerinnen wünschen.

Ich habe aber dann doch das Mittagsjournal, was ich jetzt nicht mehr so oft mache, aufgedreht und erfahren, daß die Preisträger zwar erst nachher bekanntgegeben wird, aber man in der Folgesendung erfahren kann, wer es geworden ist.

„Bleiben sie also daran!“

Wenn der Preisträger während der  „Frankfurter Buchmesse“ vergeben wird, verkündet dann das „Blaue Sofa“ die Namen und an den Ständen borgen sie sich, wenn es jemand unerwarteter geworden ist, die Sektgläser von dem Stand aus, der sie schon vorsorglich mitgenommen hat.

Um halb eins wird dann angeblich der oder die angerufen und Philip Roth ist deshalb wieder angeblich viele Jahre um diese Zeit nie aus dem Haus gegangen und habe mir, ich gebe es zu, auch schon machmal vorgestellt, daß jetzt das Telefon läutet. Das hat es auch manchmal getan, es war aber immer jemand anderer dran.

Also die Namen in der Sendung „Punkt Eins“, wie sie jetzt heißt, die polnische Autorin Olga Tokarczuk und welch Überraschung und eigentlich ein bißchen Freude, denn das mit der Serbiengeschichte vor nun schon einigen Jahren ist mir egal, Peter Handke.

„Da wird sich die Frau Mayröcker“, habe ich nur gedacht,“- wieder ärgern, wenn jetzt die Journalisten zu ihr pilgern und fragen, was sie davon hält?“ Nichts natürlich, aber das darf man auch nicht zugeben und Peter Handke soll angeblich auf Deutsch gefragt habe, ist das wahr?“

Ist es wohl und toll, denn nach der Jelinek 2004 habe ich ja gehört, daß jetzt nie mehr und unter gar keinen Umständen ein Österreicher diesen Preis  bekommt.

So kann man sich täuschen und beide Autoren, was ich sehr angenehm finde, sind mir bekannt und das habe ich mir schon gedacht, als zuerst die „Nobelpreisträgerin“ für 2018 bekanntgeben wurde, denn ich habe den Namen Olga Tokarczuk, 1962 in Sulechow geboren und Psychologin wie ich, 2000 wohl das erste Mal gehört, als ich da das erste Mal in Frankfurt war und damals Polen das Gastland war.

Seither ist mir der Name immer wieder aufgefallen und wenn ich mich nicht irre, habe ich sie vielleicht auch einmal in der „Alten Schmiede“ gehört.

In meinem „Poesie und Brotberuf-Essay“, habe ich sie erwähnt, gelesen aber, glaube ich, nicht viel von ihr, bin dann aber gleich zufällig in meinen Regalen auf einen Bücherschrankfund, nämlich „Annain in den Katakomben“ gestoßen und der „Schöffling-Verlag“ hat mir freundlicherweise inzwischen auch das PDF von „Der Gesang der Fledermäuse“ übersetzt von Daureen Daume geschickt, die ich glaube ich schon bei der „Literatur im Herbst“ gesehen habe.

Olga Tokarczuk also die große Überraschung und dann Peter Handke, der Grand Signeur, der österreichischen Literatur, 1942 in Griffen geboren und als ich 1995 oder 1996 in Hamburg war, hat mir Rudolf Blazejewski, der dort Pastor war, das „Wunschlose Unglück“ für die Heimfahrt mitgeben wollen, ich habe abgelehnt, weil ich es für zu experimentell gehalten habe, „Welch ein Irrtum!“, würde Ernst Jandl wieder sagen, denn das habe ich inzwischen gelesen, aber sonst nicht sehr viel.

Ein Buch über den jungen Handke zwar und bei einigen Vorträgen über ihn bin ich gewesen, einige Bücher haben sich bei mir auch inzwischen angesammelt und vor Jahren, als der „Thalia“ vielleicht noch „Amadeo“ hieß oder war es der „Libro“ habe ich einen Vorschlag für eine Buchdiskussion „Wie wird ein Buch zum Bestseller?“ gemacht und habe mir dafür „In einer dunklen Nacht ging ich aus meinem stillen Haus“ aussuchen können, das Buch gelesen und es als Vorlage für meine „Verwechslung“ genommen.

Ja, die Phantasie kann mit einer durchgehen, früher, jetzt nicht mehr sosehr. Jetzt habe ich beobachtet, daß ich stolz oder froh auf und über diesen österreichischen Nobelpreisträger bin, ob ich sehr schnell zum Lesen eines seiner Bücher komme, weiß ich nicht, warten ja immer noch dreißig Neuerscheinungen bezüglich meines dreifachen Buchpreislesens auf mich und da wird ja am Montag der heurige deutsche Preisträger bekanntgegeben und da kann ich auch ein Bonmot bekanntgeben, als 2009 Herta Müller den NP bekommen hat, ist sie auf der Shortlist gestanden und ich war sicher, sie bekommt den Preis und es kann mir auch passieren, daß ich wenn mich schnell jemand danach fragt, Herta Müller statt Eva Schmidt sage und auch darüber habe ich bei meinem ersten „Nanowrimo“ geschrieben“.

Man sieht der „Nobelpreis“ ist wenigstens literarisch inspirierend für mich, war ja auch die Jelinek das Vorbild für die Larissa Lichtblau in den „Fluchtbewegungen“ und bezüglich „Deutschen Buchpreis“, wo ich derzeit ja am Lesen des dreizehnten Buches bin und meinen Favoriten vorläufig in Emanuel Maess gefunden habe, der nicht auf der Shortlist steht und sonst entweder Raphaela Edelbauer, Norbert Scheuer oder Sasa Stanisic, dessen Buch ich noch nicht gelesen habe, tippen würde, kann ich auch einen kleinen Aufreger vermelden, auf den mich der Alfred aufmerksam machte.

Petra Hartlieb, die engagierte Buchhändlerin die ja angeblich jeden, den sie mit einem „Amazon-Packerl“ erwischt, darauf anspricht und diesjähriges Jurymitglied hat sich wieder über die unverständlichen Bücher, die die Literaturwissenschaftler auswählen und die Leute dann nicht kaufen wollen, beschwert, einen Artikel in der „Presse“ geschrieben, den man im Netz aber nicht umsonst bekommt und angeblich auch mit dem zweiten Buchhändler dagegen etwas unternommen. Deshalb wahrscheinlich die sieben Debutanten und „Miroloi“ was vielleicht ein halbes Jugendfantasy sein könnte.

Ich weiß es nicht, finde die heurige Buchliste, wo ich gerade bei Alexander Osang angekommen bin, aber sehr gut und freue mich auf die Verleihung am Montag, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich da nicht zu den „Wilden Worten“ gehe, statt mir den Livestream anzusehen und „Ohrenschmaus-Jurysitzung“ ist auch.

2019-09-25

Der Buchhandel und die Kinder

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:15
Tags: , , ,

„BuK“, der „Verein zur Vernetzung der Buch und Medienbranche“, dem ehemaligen „Pup`n Pub“, dem Stefanie Jaksch von „Kremayr &Scheriau“, Brigitte Kaserer von „Zsolnay/Deuticke“, Johannes Kößler von der „Seeseiten Buchhandlung“, Anita Luttenberger vom „Braumüller“ und Michael Winroither ebenfalls von „Zsolnay/Deuticke“ angehören, lädt viermal im Jahr zu Veranstaltungen zum Thema Buch in verschiedenen Pubs und Beiseln ein.

Bei einigen von ihnen bin ich gewesen und diesmal wurde im Spektakel in der Hamburgerstraße zum Thema Leseförderung unter dem Titel „Da sind Kinder in meiner Buchhandlung“ diskutiert und dazu am Podium Friedrich Hinterschweiger von der steirischen WKO, Albert Hoffmann, dem Entwickler von einigen Online Portalen, Heidi <lexe von der „STUBE-Wien“ und Franziska Schweizer von der  Pippilotta-Kinderbuchhandlung eingeladen, was, wie sich alsbald herausstellen sollte, ein sehr widersprüchiges Thema ist, obwohl ich es gar nicht dafür gehalten haben und es mich  eigentlich nicht so  interessiert, weil ich ja keine Kinderbuchleserin mehr bin, aber dann doch natürlich einen pädagogischen Ansatz habe und da ich  schon  lange bei keiner „BuK-Veranstaltung“ mehr war, bin ich hingegangen, denn das in Zeiten des E Books, der Digitalisierung und dieser Studie, die in Vorjahr zeigte, daß dem Buchhandel die Käufer abhanden gekommen sind, die Buchhandler alarmiert sind,  ist ganz klar und irgendwie ist auch der Titel irritierend,  hätte ich doch gedacht, daß sich der kleine beruatungsaffine Buchhändler, der ja immer propagiert wird, sich über seine Leser von morgen freut und dann müssen ja die Kinder lesen, werden in der Schule mit Büchern konfrontiert, werden zur „Buch-Wien“ geschleift, es gibt Vorlesetage, Vorlesepaten,die in die Schule kommen, Gratisbücher, die zu Ferienbeginn verteilt werden und dann lesen sie trotzdem immer weniger, weil es ja Computerspiele, Tablets, Serien und vieles andere gibt und dann auch noch zwanzig Prozent von ihnen als schlechte Leser aus den Schulen kommen.

Ein widerspüchiges Problem, was auch, wie schon erwähnt,  sehr widersprüchig diskutier wurde und auch nicht immer ganz klar herüber kam, was  der Buchhandel von den Kindern will?

Die Eltern sollen ihnen vorlesen, ganz klar, denn wenn die Eltern selbsgt nicht lesen, werden es dieKinder auch nicht tun, aber dann gab es in Deutschland, was offenbar an mir vorbei gegangen ist, vor kurzem eine Aktion, wo „Amazon“, „Hugendubel“ und „Thalia“, eine Million Märchenbücher verschenkte, was, als sinnlos bezeichnen wurde, wenn nicht noch andere Leseförderaktionen damit verknüpft sind.

Na gut, da ist der „Böse Amazon“ beteiligt, den die kleinen Buchhändler nicht so wollen,  aber die Stadt Wien tut das zu Ferienbeginn auch, hat ihre „Eine Stadt- ein Buch-Aktion“, die die Buchhändler auch kritisch betrachten, derHauptverband verschenkt aber selber am „Tag des Buches“ ein Gratisbuch und meine Meinung ist ja immer das Bücher zu teuer sind, eine Meinung, die die Buchhändler sicherlich nicht teilen werden.

So ging die Diskussion sehr vielschichtig durcheinander.

Albert Hoffmann erzählte von seinem Enkel, der in Amerika zwischen zwei Computereltern zum Leser wurde und ein Vater im Publium erzählte, daß seine drei Kinder ein sehr unterschiedliches Leseverhalten hätten.  Diskutiert wurde noch, daß die Leute ihre Bücher, weil sie keinen Platz mehr für sie hätten, in die Bibliotheken brächten, die sie dann auch nicht wollen, was eigentlich wieder für das E Book spricht, könnte man da motzen.

Im Publikum befanden sich auch einige Autorinnen, die viele Ideen für die Leseförderung hatten.

Der Vorlesetag wurde propagiert und ich denke, tolerant, wie ich bin, die Vielseitigkeit ist alles und spannend ist ja auch, was ich ja schon seit elf Jahren so eifrig betreibe, daß man  das Printbuchlesen, dann  in Blogs oder Vlogs im Internet ausbreiten kann, so wünschte sich Albert Hoffmann auch in seinen Portalen Videos von lesenden Kindern, die über Bücher diskutieren.

Spannend, spannend für eine, die in Zeiten, wo es keine Tabletts und E Books gab, vielleicht auch nicht in der bildungsbürgerlichsten Umgebung aufgewachsen ist, aber jedes Jahr von den „Kinderfreunden“ ein Buch meist von Friedrich Feld, Vera Ferra-Mikura, etcetera unter dem Christbaum gelegt bekommen hat, dann in der Hauptschule von der Schulbibliothek begeistert war und mit diesen Büchern, die meisten Nachmittage verbrachte.

Die städtische Bücher habe ich dann weniger konsultiert, mit ihnen auch nicht die besten Erfahrungen gemacht, sondern die Bücher haben und besitzen wollen, als Studentin viel gekauft, jetzt eine leidenschaftliche Benützerin der „Bücherschränke“ und Vielleserin ohne zwanzig Euro pro Buch auszugeben und meine Tochter  hat von mir sehr viel, was bei der Diskussion eigentlich allgemein bejaht wurde, vorgelesen bekommen.

Ich denke, sie gibt es an die kleine Lia weiter und da habe ich und das wird den Buchhandel wahrscheinlich auch nicht freuen, am Sonntag im „Wortschatz“ einen großen Fund von verschieden Weihnachts- und Osterbilderbüchern gemacht, aus denen die Anna ihr wahrscheinlich demnächst vorlesen wird.

Für die „Buch-Wien“, die ich ja diesmal nur ganz kurz besuchen werde, hat sich die Vielleserin, die gerade beim achten dBp und beim ersten österreichischen Debut ist, inzwischen auch schon akkredidiert.

 

Nächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.