Literaturgefluester

2010-05-06

Anita C. Schaub

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:10

Im Amerlinghaus gabs heute die von Hilde Schmözer veranstaltete Lesetheateraufführung von Anita C. Schaubs, 2008 bei Resistenz erschienener Erzählung „Tanzende Rose“, außerdem haben noch Monika Giller und Gabriela Schmoll mitgewirkt.
Von Anita C. Schaub hab ich schon einige Mal geschrieben. Kennengelernt hab ich sie bei dem von Rolf Schwendter organisierten „Tag der Freiheit des Wortes“ 2002.
Da hat sie mich, Elfriede Haslehner und andere Frauen angesprochen, daß sie eine Lesetheaterfrauengruppen gründen will. Sie ist 1959 geboren, hat in Kärnten gelebt, Philologie, Pädagogik und Psychologie studiert, kam 2001 nach Wien und hat als Beratungslehrerin gearbeitet. Vor allem hat sie sich für den Feminismus und die Frauenforschung interessiert und erschien mir da immer sehr konsequent. So ist 2004 „FrauenSchreiben“ Gespräche mit siebzehn Autorinnen entstanden. Sie hat dann auch literarisch zu schreiben begonnen und ist inzwischen GAV Mitglied.
Über das 2009 bei Arovell erschienene „Fremdenzimmer“ habe ich schon geschrieben.
„Tanzende Rose“ ist eine Erzählung in drei Teilen, im „Tag danach“ schimpft eine alte Frau im Endlosmonolog vor sich hin. Sie ist frühpensionierte Lehrerin, scheint, obwohl sie davon spricht, viel Geld zu haben, in einem Zinshaus zu leben und unter den Nachbarn und den angepinkelten, stinkenden Hausfluren sehr zu leiden und darunter, daß ihre Psychoanalytikerin, bei der sie seit achtzehn Jahren fünfmal in der Woche war, in Pension gegangen ist. Denn außer ihr scheint es nur einen Neffen zu geben, der Mann ist ihr verlorengegangen, der Vater, der Bruder, die manisch depressive Schwester haben sich umgebracht, die Mutter ist gestorben. Sehr viel Einsamkeit, Grant, Ängste und Unsicherheit und dann gibt es noch das Zigarettenkippensammeln, daß sie von ihrem Mann übernommen hat.
Neben sehr starken Bildern also ein paar Klischees und Widersprüche, berührend ist die Verzweiflung und die Abhängigkeit von der Analytikerin, aber vom Analytikerbubi wurde sie natürlich verführt.
Das zweite Kapitel heißt „Lächeln“, da ist der Erbneffe auf den Plan getreten und hat dem Tantchen, das nicht so genannt werden will, eine Reise nach Stockholm geschenkt. Dort blüht die alte Dame auf, beginnt sich für Kaffeehäuser und Menschen zu interessieren, geht zum Friseur, kauft sich einen Badeanzug und lernt zuerst einen zahnlosen Fleischhauer, dann eine Kapitänin kennen, die sie von ihren Klaustrophobien befreit und sie mit ihrer Freundin, das Glück des Feminismus lehrt. Total verjüngt kehrt sie nach zwei Wochen zu ihrem Neffen zurück, der sie gar nicht mehr erkennt, ihr aber die kleine Chris präsentiert, was das Glück der Großtante verstärkt, obwohl sie auch Sehnsucht nach Karla und deren Freundin hat. Sie ändert das Testament zu Gunsten der kleinen Nichte, um im dritten Kapitel ein paar Jahre später, selber Psychoanalytikerin zu sein, den Menschen zuzuhören, ein Häuschen im Grünen zu besitzen und lächelnd, wie eine tanzende Rose durch das Leben zu wandeln, weil doch alles so einfach ist.
Sehr widersprüchig und es ist auch sehr viel hineingepackt. Aber schöne starke Bilder, viel Feminismus, auch in der Sprache, dann gibt es wieder viele Männerbeziehungen, was ja auch in Ordnung ist.
Unglaubwürdig ist die Wandlung zur Psychoanalytikerin, scheint es sich doch, um eine alte Frau zu handeln und, daß ein Stockholmurlaub von zwei Wochen, das erreicht, was achtzehn Jahre Analyse und noch ein paar andere in Pension gegangene Analytikerinnen nicht erreichen konnten, ist wohl nur als Parodie zu betrachten, als Märchen ist es aber schön und das was man sich wünschen sollte.
Das Vorwort hat Elfriede Hammerl geschrieben, auf der Einladung steht etwas von unterhaltsamen Lesevergnügen, als das würde ich es nicht betrachten, dafür sind die Bilder zu stark und das Elend zu dicht. Ich kann mir schon das Ottakringer Zinshaus vorstellen, wo die alten Frauen grantig schauen, die Männer in den Lift pinkeln und nach der beschriebenen Lebensgeschichte sind die Ängste, Unsicherheiten, Traumen sicherlich so ausgeprägt, daß sie sich nicht so einfach verändern lassen. Ich habe, da ich Anita Schaub ja gut kenne, lange über die Geschichte nachgegrübelt und denke, das ist Stoff aus dem man mehrere Romane machen kann.
Am Heimweg habe ich im offenen Bücherschrank Elfriede Hammerls „Der verpasste Mann“ und Lisa Fritschs Gedichte „Landsat“ gefunden, sowie Ingeborg Reisner getroffen, die gerade vom Literaturhaus kam und mir von einem beeindruckenden 1912, geborenen Fotografen erzählte, der dort sein Buch präsentierte und Cornelia Travniceks Milena Anthologie „How I fucked Jamal“ wurde im Badeschiff auch vorgestellt.

2020-06-03

Die letzte Partie

Filed under: Bücher — jancak @ 00:02
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Das nächste Backlistbuch habe ich einmal im Schrank gefunden und mir genommen, weil es von „müry salzman“ war, dem kleinen feinen Verlag, in dem Laura Freudenthaler, die ja heuer beim Bachmann-Digital liest, ihr ersten Buch herausgebracht hat, Malte Borsdorf „Flutgebiet“ ist dort erschienen und noch ein paar Bücher aufstrebender Jungautoren.

Den Namen Regine Koth Afzelius, habe ich glaube ich nicht gekannt oder habe ich gewußt, daß sie ein GAV-Mitglied ist? Kennengelernt habe ich sie bei dem einzigen GAV-Jour fix bei dem ich war, da bin ich neben ihr gesessen, mit ihr ins Gesoräch gekommen und wurde an das Buch erinnert.

Inzwischen gibt es von der 1962 geborenen Autorin, noch ein zweites von mir im Schrank gefundes Buch , „Der Kunstliebhaber“ das in der Edition Roesner“ erschienen ist, wo Anita C. Schaub ihr Frauenbuch, wo auch ein Portrait von mir enthalten ist herausgab und auch die Bruni einiges verlegte.

Dieses Buch ist neuer als die 2016 erschienene „Letzte Partie“ denn es wäre, glaube ich, eine Woche nach dem Shutdown bei den Textvorstellungen“ glaube ich, vorgestellt worden. Das ist also entfallen, das Buch muß ich noch lesen, die „Letzte Partie“ stand aber schon auf meiner Leseliste und ich war sehr gespannt den Stil der mir literarisch noch unbekannten Kollegin kennenzulernen.

Im Klappentext ist es auch sehr schön beschrieben, vielleicht nicht gerade besonders neu und originell de Geschichte von der Eva, die in einem Restaurant ihren Adam kennenlernt. Da würden bei mir die Kritiker wahrscheinlich wieder wegen der sprechenden Namen den Kopf schütteln, sie sieht den Traummann in ihm. Er will aber nicht bei ihr bleiben, das stürzt sie in eine Krise aus der ihr eine Freundin und ein Therapeut heraushelfen. Am Ende beschließt sie sich selbst zu finden und droht Rache an.

So weit, so gut und auch sehr klar. Die folgenden zweihundert Seiten sind dann viel unübersichtlicher und man könnte meinen die Handlung verschwimmt in viele Nebensächlichkeiten und vieles kommt lange nicht so klar, wie in der Beschreibung heraus.

So passiert die geschilderte Begegnung mit Adam in den Restaurant, glaube ich, auf ein oder zwei Seiten, dann ist es schon vorbei und das Paar hetzt durch das Kapitel. Eine Freundin namens Judith gibt es auch. Dann trennt Eva sich und zieht zu einem skurillen Tierarzt, der wie ein Hund bellt, ins Konzert zu spät kommt oder ist das Eva, die das tut?

Wahrscheinlich, denn er schaut sich dort mit dem Operngugger, die schönen Damen im Orchester an. Er führt Eva auch zu einer Sadomasoparty und als der Fensehkontrolleur nachschauen kommt, versteckt er im fünf Minuten Tempo alle Fernseher und tritt dann naß aus der Dusche dem Kontrollor entgegen. Das klingt originell, ist aber, glaube ich, schon veraltet, weil jetzt kein Kontrolleur mehr kommt.

Das mit der krebskranken Freundin und dem Therapeuten Otto kommt dann wieder nur etwas verschwommen heraus, da dachte ich eher die Freundin Judith wäre die therapeutin. Einen Erwin, der sich von einem Robert trennte und wieder versöhnt, gibt es auch und ein Kuchenrezept auf Italienisch.

Das alles sehr hastig mit einer schönen Sprache und vielen literarischen und auch anderen Anspielungen erzählt.

Ich bin ein wenig ratlos und auch überfordertgewesen und jetzt auf das neue Buch grspannt, da ich es ja gerne strukturierter und realisitischer habe.

2020-04-30

Interview mit Cornelia Stahl

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:17
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Ich habe die Journalistin, Lyrikerin und Erwachsenenbildnerin, cornelia Stahl, die auch Schriftführerin bei der LitGes ist bei der „Anderen Buchmesse“ kennengelernt, denn da habe ich ja einige Jahre bei den Literaturslams gelesen, aber leider nie etwas gewonnen und da hat sie mich bei dem der in einem der Stadtbahnbögen stattfand, angesprochen und mir gesagt, sie wolle mich im Juni interwiewen.

Das war im März  2014, seither habe ich sie mehr oder weniger regelmäßig in der „Alten Schmiede“ oder bei anderen Veranstaltungen getroffen, habe ihr meine Bücher gezeigt und auch das „Log“, wo die sehr gute Rezension des „Literaturgeflüsterbuchs I“ drinnen ist und habe sie immer mehr oder weniger geduldig gefragt, wann das Interview  stattfinden wird?

Sie hat mir dann von dem „Literaturfenster“ das  sie fürs Radio Orange machen will erzählt, das sie organisert, das war auch schon vor einigen Jahren und ich habe mir gedacht, “ Das ist wieder eine, die Vorurteile gegen das „Selbermachen“ hat und habe mich  ein bißchen geärgert, weil das ja nicht das erste Mal wäre, daß mir soetwas passiert und das Ganze dann mehr oder minder aufgegeben.

Das heißt, so ganz natürlich nicht, denn es war mir schon sehr wichtig und so habe ich sie am achten März, als ich nach der „Hörspielwerkstatt“ mit dem Alfred beim Frauentag der Grünen war und sie dort traf, noch einmal darauf angesprochen und jetzt schien es zu klappen, denn sie hat mir gleich einen Termin gegeben , beziehungsweise mich zwischen den siebenundzwanzigsten und dreißigsten April aussuchen lassen. Ich habe mich für den Dreißigsten entschieden und dann, als dann kurz darauf die Ausgangsperren kamen, gedacht, jetzt klappt es wieder nicht und ich habe schon sehr viel literarisches Pech.

Manchmal auch Glück, denn das Interview hat stattgefunden und die Sendung wirds, wie ich hoffe, im Juni im „Radio Orange“ geben und das ist etwas, was mich freut und seit es das „Literaturgeflüster“, sei Juli 2008 gibt, hat es auch einige Interviews gegeben. Das Erste hat, glaube ich, Robert Eglhofer 2010 fürs „Etcetera“, die Zeitschrift der „LitGes“ mit mir gemacht, ich war dann auch bei der Jubiläusveranstaltung. Ilse Kilic hat mich einmal mit dem „Literaturgeflüster“ ins Amerlinghaus eingeladen und hat die Veranstaltung das „Alltägliche Leben“ genannt.

Nun so alltäglich finde ich mein literarisches Leben nicht, halte mich auch nicht für eine Hobbyautorin und als ich im jahr 2013 fürs Fünfjahresjubiläum  mein Gewinnspiel vorbereitet habe, hat mich Wally Rettenbbacher fürs „Radio Fro“ interviewt.

Ein bißchen kann ich mich also in Szene setzen und mich und mein literarisches Außenseitertum präsentieren und ich bereite ja jetzt mein „Literaturgeflüster-Schreibebuch“ vor, in dem die meisten „Literaturgeflüster-Artikel“ übers Schreiben enthalten sind mit den Leseproben der siebenundzwanzig Bücher, die, seit dem es das „Literaturgeflüster“ gibt, entstanden sind.

Das Dummie davon ist schon da, wenn ich keine Fehler finde, kann das Buch an die Druckerei gehen und das habe ich ja vor,  sowohl an die Stadt Wien, also an die Frau Danielcyck, als auch an Gerhard Ruiss zu den IG-Autoren zu schicken, denn ich habe da ja bei der letzten GV einen Selfpublisherantrag in dem Bemühen, daß die vielleicht ein bißchen mehr gesehen und ein bißchen ernster genommen werden, gestellt.

Das hatte zur Folge, daß sich eine Studentin bei mir meldete, die ihre Dissertation über das „Selfpublishing“ machen will, die war am 12. 3. also knapp vor der Ausgangssperre bei mir und hat mich interveiewt und Cornelia Stahl hat mir auch sehr viel Fragen gestellt und wollte meine Sicht auf das weibliche Schreiben, beziehungsweise Erzählperspektiven ausleuchten und die sind ja sehr interessant, denn als Anita C. Schaubs „Frau sein und Schreiben-Buch“, in dem es auch ein Portrait von mir gibt, in der „Gesellschaft für Literatur“ vorgestellt wurde, kann ich mich erinnern, daß ich vor Marianne Gruber behauptet habe, daß ich, wenn ich ein Blanco-Buch lesen würde, erkennen könnte, ob es von einem Mann oder einer Frau geschrieben wurde?

Da bin ich mir zwar nicht mehr so ganz sicher, ob ich das wirklich kann, aber beim „Deutschen Buchpreislesen“ stoße ich ja öfter auf Bücher über mittelalte Männer, die über ihr Leiden am Sex, den Frauen und dem Älterwerden schreiben und da denke, ich daß die Frauen schon ein wenig anders schreiben und ich wurde ja auch in den Siebzigerjahren im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ literarisiert, und in dieser Zeit wurde ja auch der „Wiener Frauenverlag“ gegründet, der heute „Milena“ heißt und längst nicht nur Frauen mehr verlegt und das Bild der weiblichen Autoren oder auch der männlichen hat sich inzwischen auch verändert.

So hat  Cornelia Stahl, Marie Louise Kaschitz zitiert, die von den am Küchentisch schreibenden Frauen gesprochen hat und da ist es dann nicht mehr weit zu Virigna Wollfes Forderung nach einem „Zimmer für sich allein, und ein Gehalt“, glaube ich, um nicht von den männlichen Günsten abhängig zu sein.

Da habe ich es ja mit meinem Psychologiestudium von dem ich ja immer leben konnte, gut getroffen, während es mir nicht so gut gelungen ist, in den Literaturbetrieb einzudringen. Aber ich schreibe immer noch, unentwegt seit fast fünzig Jahren könnte man so sagen, fast fünfzig selbstgemachte Bücher sind seither entstanden, die ich ja selbst herausgeben. Also fünfzig Mal bei „Druck.at“ drucken lassen, weil es mir leider außer den „Hierarchien“ nie gelungen ist, einen Verlag zu finden.

Ich las bisher aber immer beim Volksstimmefest und seit den achtziger Jahren auch gelegentlich bei den Textvorstellungen in der „Alten Schmiede“, die „Linke Wort-Lesung“ wird es, glaube ich, ja nicht mehr geben und heuer höchstwahrscheinlich Corona bedingt auch kein Volksstimmefest, dafür aber demnächst ein neues Buch, nämich das „Literaturgeflüster-Schreibebuch „, das einen guten Einblick in mein Schreiben geben könnte und dafür, daß ich auf meinen Bücherregalen Platz  habe, wenn demnächst die fünfzig Stück-Lieferung kommt, habe ich am Montag auch mein Wohnzimmerregal, das inzwischen schon sehr überfüllt ist, frei geräumt, denn als ich 2018 beim Gewinnspiel vonm „ZehnJahre-Literaturgeflüster“ Manfred Lagler-Regall meinen treuen Blogkommentierer seinen gewünschten Gewinn „Das Haus“ schicken wollte, habe ich festgestellt, es ist vergriffen und als ich 2018 bei der „Buch Wien“ die „Mimi“ vorstellte, habe ich das Buch, das ich dorthin mitnehmen wollte, auch nicht gefunden, aber aus Platzgründen alles durcheinandergemischt.

Aber ich habe mir zum Jahresanfang für Harland zwei neue Bücherregale gekauft, die derzeit noch durch teilweise Leere glänzen, also bringe ich ein paar Bücher dorthin und habe mein Bücherlager geordnet.

Das „Fräulein No“ kommt ja, wenn ich Glück habe, in diesem Jahr auch noch dazu und wem es interessiert, dem kann ich, wenn es klappt,  das „Lliteraturfenster“ von Juni, am vierten Dienstag soll es stattfinden, schon sehr empfehlen und ich habe ja auch einmal vor Jahren mein „Tauben füttern“ mit der „Frauen lesen Frauengruppe des ersten Wiener Lesetheaters“ bei Radio Orange, ich glaube, gemeinsam mit der Bruni, der Elfriede Haslehner, wenn ich mich nicht irre, der Marlen Schachinger und der Judith Gruber-Rizy, beziehungsweise Hilde Schmölzer und der Mechthild Podzeit-Lütjen vorgestellt und am 30. 4, dem „Tag der Arbeitslosen“, 2003 bin ich wenn ich mich nicht wieder irre, auch zu „Radio Orange“ marschiert und den „Tag der Freiheit des Wortes“, den ich damals das erste Mal im Literaturhaus organisierte, dort vorzustellen weil das Literaturhaus dort  eine Programmschiene hatte.

Es tut sich also doch ein bißchen in Sachen Literatur, auch wenn ich schon manchmal an das Aufgeben und resignieren denke, aber ich schreibe und lese weiter und Cornelia Stahl hat mich auch nach meinem Leseverhalten gefragt, da lese ich gerade die „Rote Kreuze“ von Sasha Filipenko und Lutz Seilers „Stern 111“, das Buch, das Cornelia Stahl, glaube ich, demnächst rezensiert, habe ich auch schon gelesen.

2019-11-29

Poet Night

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:59
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Publikum

Publikum

Während im Literaturhaus die hochkarätigen und perfekt durchorganisierten  internationale „Erich-Fried-Tage“ abliefen, fand im Kulturcafe „Siebenstern“ die Poet-Night des ersten Wiener Lesetheaters statt, wo von achtzehn Uhr bis Mitternacht im sieben Minuten Takt,  Lyrik, Prosa, satirische Texte, etcetera gelesen wurden.

Rolf Schwendter hat die Veranstaltung, glaube ich, eingeführt, damit die Lesetheatermitglieder, die auch schreiben, ihre Texte präsentieren können. Nach seinem Tod haben Hahnrei Wolf Käfer und Andrea Pauli, die Organisation übernommen, die Veranstaltung etwas gekürzt und ich war heuer, als letzte im dritten Block, der von halb zehn bis dreiundzwanzig Uhr stattfand, eingeteilt.

Also hätte ich im Literaturhaus bleiben können und mir die Präsentation von Josef Haslingers neuem Buch, was mich eigentlich interessierte, anhören können, habe mich aber im Siebenstern mit einigen Leuten, wie mit meiner Hauptschulfreundin Christa verabredet, die ich nicht warten lassen wollte, so bin ich nach sieben, als die Extremismusdiskussion mit Julia Ebner, Sherko Fatah und Jörg-Uwe-Albig, die ich sehr interssant fand, gegangen und bin vor dem Literaturhauseingang mit Robert Schindel und Bettina Balaka zusammengestoßen, die im ersten Block gelesen haben, denn Hahnrei Wolf Käfer und Andrea Pauli laden auch immer ein paar Starautoren ein.

So sind vor dem Veranstaltungszimmer Gerhard Ruiss und Antonio Fian gestanden, die auch schon gelesen habe und ich bin gerade zu Richard Weihs zurechtgekommen, der wieder seine Wunschgedichte gelesen hat.

Eva Nagl-Jancak

Eva Jancak

Dann kam Karin Gayer, die ich vom Volksstimmefest kenne und Anita C. Schaub, die wie Linda Kreiss einen Reisetext las.

Thomas Havlik war wieder sehr experimentell und Christa Kern las eine Geschichte von einer jungen Frau, die den Tod ihrer Großmutter bewältigen muß, das passte zu Hilde Schmölzers Text, die sich wieder, wie im „Vaterhaus“ mit der Beziehung zu ihren Eltern beschäftigte.

Susanne Schneider las davon, wie sie ihr chinesisches Adoptivkind von Peking nach Wien brachte und Hans Jörg Liebschers Text war sehr lang und sehr theoretisch.

Nach Christian Katt folgte im dritten Block Judith Gruber-Rizy, die wieder aus ihrem „Mann im Goldrahmen“ las und dann kam die mir bisher unbekannte Marjolijn Sleeswijk, die auf Holländisch zwei Gedichte von zwei holländischen Dichtern, also nichts Eigenes las. Sie teilte dazu allerdings ihre deutsche Übersertzung aus.

Ruth Aspöck brachte Naturbetrachtungen, Christl Greller las aus ihrem letzten Gedichtband, wies dann auf das „Fried-Tage“ hin und brachte dann ihr Lieblings-Fried-Gedicht und Monika Schmatzberger beschäftigte sich mit dem Ärger, den man hat, wenn man eine neue Waschmaschine braucht oder ein Laufband kaufen will.

Dann kam ich mit meiner „Magdalena Kirchberg“. Ingrid Jantzen las einen Text, der sich mit ihrer Rolle, als Mädchen oder Frau, die trotzdem ihren Mann stellt, beschäftigt und am Schluß kam Hahnrei Wolf Käfer, dier sich in seinen Kyokos, die er er neuerdings schreibt mit dem Klimwandel beschäftigte.

Und so weiter und so fort. Einige der Lesende habe ich ausgelassen, einige versäumt. Es gibt heuer auch weniger Fotos, obwohl mir sogar Christl Greller eines schickte, ich war anschließend, ob der ganzen Literatur auch sehr müde und der Kopf hat mir geraucht. Die Frage, ob das alles sinnvoll und wem es interessiert, hat sich auch wieder mal gestellt.

Mich lautet, immer noch die Antwort und ich denke, obwohl ich ja schon im zweiten Jahr meiner „Poet-Night Berichterstattung“ einen kritischen Kommentar erhielt,  nach wie vor, das Wiener Literaturleben ist sehr vielfältig, es gibt das Kleine und das Große, das Bekannte und das vielleicht Unbekannte. Die „Poet-Night“ des „Wiener Lesetheaters“ gehört aber sicherlich dazu und man sollte sie nicht versäumen.

 

2019-06-28

Wir und das Fremde

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:31
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Vor einigen Tagen habe ich von Judith Gruber-Rizy eine Einladung zu ihrer Lesung aus „Der Mann im Goldrahmen“ in die Galerie Sandpeck in der Florianigasse bekommen, die am Freitag um 19 Uhr stattfand und dahin hätte ich gehen können, da wir eines Sommerfestes, das der Alfred besucht, erst am Samstag nach Harland fahren, aber aus dem „Mann im Goldrahmen“ habe ich Judith Gruber-Rizy schön öfter lesen gehört und da ich nicht gerne zu doppelten Veranstaltungen gehe, habe ich gedacht, was mache ich dann, weil es mich am Abend ja meistens aus dem Haus treibt und ich eigentlich auch einen Blogbeitrag brauchte?

Die   Alternative wäre ein neuerlicher Beitrag über den „Bachmann-Preis“ und ein Jammern darüber, daß ich dazu nicht eingeladen werde und wenn, sicherlich verrissen werden würde, so daß es gut ist, daß…

Aber ich soll ja nicht so viel jammern, weil das die Leser vielleicht nicht hören wollen, ein bißchen in der Stadt herummarschienen wollte ich ja eigentlich auch und so bin ich, als die Lesungen in Klagenfurt beendet waren und ich die Monatsabrechnung gemacht hatte und auch noch Fahrscheine brauchte, um fünf in Richtung Florianigasse  aufgebrochen und war,  als ich die Galerie beim Uhlplatz erreichte,  erstaunt, daß es sich eine von Linda Kreiss zum Thema „Wir und das Fremde -Leben im Ausland“, organisierte GAV-Veranstaltung handelte, bei der außer Judith Gruber-Rizy, noch Dine Petrik und Alaka Chural lassen.

Musikbeiträge von Nadja Offinger und Begleitung gab es auch und ein paar bekannte Stammbesucherinnen habe ich gleich vor oder in der Galerie getroffen.

Linda Kreiss ein neueres GAV-Mitglied, habe ich glaube ich einmal bei einer von Anita C. Schaub organisierten Veranstaltung im Amerlinghaus gehört und sie hat ein paar Bücher über Nepal geschrieben, deshalb wahrscheinlich das Thema, das ja in Zeiten, wie diesen  ein sehr wichtiges ist.

Die Galeristin hat begrüßt, die Sängerin und Gitaristin Nadja Offinger das Einleitungslied gesungen, dann hat Linda Kreiss etwas zu der Veranstaltung erklärt und Dine Petrik vorgestellt, die aus ihren „Stahlrosen zur Nacht“ aus denen ich,glaube ich, schon  einmal bei einer Lesung war, gelesen hat und zwar eine Stelle von einer Tante aus Lemberg, die von dort offenbar ins Burgenland zu der  jungen Dine und ihrer Familie geflüchtet ist.

Judith Gruber-Rizy, ersten in der „Edition Wortreich“ erschienen Roman, die dann folgte, habe ich auch schon zum Teil gekannt, weil ich da ja bei einer Lesung war, da geht eine Frau, die, ich weiß nicht, ob sie Rosa heißt, ein Jahr in ein Häuschen aufs Land, um sich von ihrem Sohn zu trennen und auch jeden Tag ein Foto vom Kirschbaum in ihrem Garten zu machen.

Dann las Linda Kreiss aus ihrem Nepalbuch „Der den Mond trägt“ und stellte anschließend ihre Freundin Alakaa Chural aus dem Nepal vor, die seit elf Jahren mit ihrer Familie in Wien lebt und hier an der Uni tätig ist und die sang begleitet von Nadja Offinger, ein Lied, das sie geschrieben hat, um sich über das Heimweh, das sie nach Nepal hat, hinwegzuhelfen.

Eine interessante Veranstaltung und auch eine interessante Alternaitive zum „Bachmannlesen“ und am Heimweg habe ich auch einige der Bücherschränke gestürmt und dabei ein paar interessante Bücher, zum Beispiel, das Buch zum Film von Wladyslaw Szpilman „Der Pianist“, das ich schon immer lesen wollte.

2019-02-10

Erika Kronabitters Geburtstagsfest

Filed under: Lesung,Veranstaltungen — jancak @ 23:35
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Lesung

„An diesen Punkt werden wir nie mehr zurückkommen“, hat Wittgenstein gesagt

Anfang Jänner habe ich von  geborenen Erika Kronabitter ein Mail bekommen, in dem sie mich unter obigen Motto:  „Anfang Februar ist so ein Punkt, den ich gern mit euch feiern möchte. Ein Punkt der auch ein Wendepunkt ist“ in der Galerie Nuu eingeladen hat, die ich schon kannte, weil dort die Ruth einige ihrer Veranstaltungen machte.

Und die 1959 in Hartberg geborene Erika Kronabitter kenne ich, glaube ich, seit 2000, zumindesten kann ich mich da in den tiefsten Zeiten der schwarz blauen Regierung und den heftigen Widerstand dagegen, an eine Auktion im Lieraturhaus erinnern, wo man einiges ersteigern konnte, so hat das Wolf Haas, glaube ich, mit einem Hut von Elfriede Gerstl getan und Erika Kronabitter hat, glaube ich, ein Nachthemd zur Verfügung gestellt, das ich zwar nicht ersteigert habe, aber an die „Friederikenbriefe“ ein Buch, das sie für Friederike Mayröcker geschrieben hat kann ich mich erinnern, ich war dann mit ihr auch einmal in einer diesbezüglichen Veranstaltung im kunsthistorischen Museum, wo Friederike Mayröcker einen Text zu einem Bild las und als die grand dame neunzig wurde, hat Erika Kronatbitter auch eine Anthologie von Huldigungstexten zusammengestellt und ihr gewidmet.

Erine sehr freundliche rührige Person, die viele Ideen hat, vieles auf die Beine stellt, vieles organisiert und als Kind und Jugendliche mit ihrer Familie aus der Steiermark nach Vorarlberg gezogen ist und seither, glaube ich, mehrmals in der Woche von dort nach Wien pendelt, weil sie viele Funktionen und auch viele Lesungen hat.

Musik

2005 hat sie mich zu der „Text und Kritik-Werkstatt“ auf die Silvrettahöhe eingeladen. Da gab es auch eine Llesung in einer Galerie in Bregenz und als wir in mit der Ruth um den Bodensee gefahren sind, haben wir einen Extratag in Bregenz Halt gemacht und sie besucht und als sie mich 2008 nicht mehr die „Mittleren“ im Literaturhaus machen ließen, ich aber Erika Kronabitter dazu einladen wollte, hat sie es ermöglicht, daß die Lesung doch und zwar in Feldkirch, wo sie damals wohnte, stattfand.

Eine sehr bemühte Autorinnenkollegin also, die im Februar ihren sechzigsten Geburtstagfeierte, das auf eine sehr originelle Art und Weise veranstaltete und sich dazu auch Text – Musik – Tanz oder anderer Beiträge von den Eingeladenen wünschte und so habe ich wieder einmal die Szene vier, glaube ich, aus der „Unsichtbaren Frau“, die, wo die Amanda das erste Mal den Minister Basti besucht gelesen.

Aber zuerst gab es eine Begrüßung der Galeristin Denise Narick, die mit zwei Helferinnen das Buffet zusammengestellt hat, es gab Huhn, Thali, Reis und einen Salat, sowie Kaffee und Kuchen und Erika Kronabitters Mann, Hubert hat sozusagen eine Laudatio auf sie gehalten, Bilder projeziert und auch auf ihr Werk hingeweisen.

„La Leguna“ habe ich  von ihren Büchern gelesen, sie im Amerlinghaus und sicher auch sonstwo ein paar Mal gehört und an die „Morgengesichter“ kann ich mich auch erinnern, denn sie ist auch bildnerisch tätig und arbeitet grenzüberschreitet, worauf Hubert in seiner Einleitungsrede auch hinwies und dann gab es ein dichtes Programm, das ein bißchen unorganisert stattfand, das heißt man mußte selber mit einer Glocke läuten und für Ruhe sorgen.

Müde

es gab aber außer Musikbeiträgen, sehr viele Gedichte von der Ruth, der Irene Wondratsch, Gerald Nigl, Susanne Toth, Angelika Stallhofer, Richard Weihs, etcetera und einige Filmbeiträger von Anita C. Schaub und Sigrun Höllriegl, eine Bilderschleife von befreundete Autoren Kollegen wurde projeziert, dann darauf, auf, die Menschen, die sie durch ihr Leben begleitegt haben, wurden hingewiesen, Manfred Chobot und Herbert J. Wimmer haben gelesen, andere autoren wie Luis Stabauer, Margit Heumann, Günter Vallaster, Gerhard Ruiss, Patricia Brooks waren nur da – und haben zugehört, beziehungsweise hat Patricia Brooks das „Podium-Üortraitheftchen“, das zu Erika Kronabitters sechzigsten Geburtstag herausgegeben wurde, mitgebracht und  das Zeichnungen und Gedichte enthält, die ich mir noch durchlesen und studieren kann, habe ein schönes Fest und eine  schöne Privatlesung erlebt und wünsche Erika Kronabitter für ihr weiteres Leben alles Gute!

2018-10-17

Verwechslungen bei der Veza Canetti-Preisverleihung

Nachdem der Veza-Canetti-Preis vor zwei Jahren an Ilse Kilic der damaligen GAV- Generalsekretärin gegangen ist, geht er heuer an Petra Ganglbauer, der GAV-Präsidentin und die hat ja entgegen der meisten bisher anderen Preisträgerinnen einen Bezug zu Veza Magd oder Veronika Knecht, hat sie doch zu deren fünfzigsten Todestag, mit Gertrude Moser-Wagner die mich höre und staune für Waltraud Seidlhofer gehalten hat, ein Projekt veranstaltet und die Anthologie „Veza lebt“ herausgegeben, die heurige Autorinnen feiern Autorinnen Vorlesung hat sie auch gehalten und ich habe sie in der letzten Zeit auf mehreren Veranstaltungen aus mehreren Büchern lesen gehört.

Also ganz toll und das Interessante an der 1958 in Wien geborenen, die schon länger in Wien lebt, ist wohl die Verbinduing zwischen der experimentellen Literatur und dem Gesellschaftsbezug, so wurde sie, glaube ich, von der Stadträtin, die die Veranstaltung im MUSA einleitete oder auch vom Laudator Klaus Zeyringer vorgestellt und ich kenne sie schon lange, wahrscheinlich seit ich in den Achtzigerjahren in die GAV gekommen bin, habe etwas von ihr gelesen, sie hat einige Bücher von mir rezensiert, das Institut für Schreipädagogik geleitet oder gegründet, deren Präsidentin sie auch ist, also auch eine Doppelpräsentschaft, „Wasser im Gespräch“ habe ich rezensiert und jetzt hat die slowenische Musikerin Maya Osojnik, die Veranstaltung mit einer Performance eröffnet und auch beendet.

Dazwischen hat Julia Danielcyk begrüßt, Klaus Zeyringer vom besonderen Wert der experimentellen Literatur gesprochen, denn die braucht den Leser ja nicht abzuholen, wo er steht, sondern soll ihn fordern, obwohl der Buchhadel, weil er in der letzten Zeit ja viele Leser verloren hat, um deren Gunst buhlt und alles noch leichter verdaulich machen will.

Petra Ganglbauer widersetzt sich dem Trend und hat aus ihrem im nächsten Jahr erscheinend sollenden Gedichtband „Gefeuerte Sätze“ gelesen.

Auf den Sitzen in dem sehr vollen MUSA in dem ich gerade noch einen Platz in der dritten Reihe gefunden habe, lagen kleine Schiffchen auf , die aus Seiten aus dem Ganglbauer Buch „Wie eine Landschaft aus dem Jahre Schnee“ gefaltet wurde, man sollte es im Anschluß entfalten und laut zu der Musik von Maja Osonjik daraus vorlesen und dann gab es wieder Brot und Wein und diesmal war das gesamte „Fröhliche Wohnzimmer“, beziehungsweise die GAV-Familie gekommen und ich wurde, oh Wunder nicht nur für Waltraud Seidlhoferm als auch für Ilse Kilic gehalten, obwohl ich beiden ja nicht ähnlich sehe und Daniel Wisser hat mich angesprochen, ob ich sein Buch jun schon bekommen habe, habe ich noch nicht und lese mich gerade auch durch den Thome, aber wenn ich es bekommen sollte, würde es sich mit dem Lesen bis zur Preisverleihung gerade noch ausgehen und ist es nun gut oder schlecht, ob ich im MUSA so viel verwechselt wurde?

Anita C. Schaub hat mich jedenfalls nicht verwechselt, sondern sich nach meinen „Mittleren“ erkundigt, aber die gibt es schon lang nicht mehr.

2018-04-09

Literaturhausflohmarkt und noch einmal Amerlinghaus

Daß es im Literaturhaus einen Flohmarkt gibt, wo regelmäßig einmal im Jahr die Neuerscheinungen, um ein paar Euro abverkauft werden, bin ich erst vor zwei Jahren draufgekommen. Das heißt, so richtig, denn, als ich noch meine „Freiheit des Wortes“ dort machte, hat mir Silvia Bartl einmal davon erzählt, ich dachte aber, da gibts ein paar alte übergebliebene Bücher um zehn Euro oder mehr und bin nie hingegangen.

Vor zwei Jahren war ich in Zuge meiner Weihnachtsrecherche dort, habe  Daniel Zippls „Eine Hand voll Rosinen“ in die Hand genommen und wieder hingelegt, weil ich es mir als Rezensionsexemplar schicken lassen hätte können,  das aber verabsäumt hatte.

Als ich es dann am nächsten Tag, vor meiner Lesung im „Readingroom“ kaufen wollte, war es natürlich nicht mehr da und im Jahr darauf bin ich schon mit zwei vollen Säcken davon gegangen, denn da habe ich den letzten Tag erwischt und alles hat nur einen Euro oder so gekostet.

Jetzt habe ich den ersten Tag erwischt, da waren die Preise natürlich höher, ich habe aber worauf ich spekulierte, einige Neuerscheinungen bekommen, darunter Hans Pleschinkys „Wiesenstein“ das ich zwar angefragt habe, es mir C. H. Beck aber nicht geschickt hat.

Jetzt habe ich fünf Euro für das Leseexemplar  investiert und frage mich, wann ich es lesen werde, denn die beiden Andrea Winkler Bücher von vor zwei Jahren liegen ja noch immer ungelesen in meinen Stapel.

Anneke Reinekes „Leinsee“, die ja beim „Diogenes-Bloggertreffen“ in Leipzig kurz vorgelesen hat, hat dagegen nur drei Euro gekostet, bei Serhij Zhadans war das ebenso und noch bei zwei anderen schon etwas älteren Bücher. Mareike Fallwickls „Dunkelgrün fast schwarz“, die morgen im Literaturhaus lesen wird, auf das ich fast gehofft hätte, war leider nicht dabei und auch nicht das Buch der Ljuba Arnautovic, das „Picus“ mir leider nicht geschickt hat.

Vielleicht frage ich bezüglich Mareike Fallwickl noch mal an, wird doch das Buch in den Blogs sehr hochgelobt und dann ist es am Abend noch einmal ins Amerlinghaus gegangen, von den göttlichen Frauen der Anita C. Schaub ist es diesmal zu den „Wilden Wortes“ des Richard Weihs gegangen und da war ein Stefan Reiser heute Gast.

Stefan Reiser

Stefan Reiser

Stefan Reiser, Richard Weihs

Stefan Reiser, Richard Weihs

Stefan Reiser, kenne ich nicht, habe ich beim Hingehen gedacht und dann in der Galerie einen großen jungen Mann getroffen, der am Büchertisch einige „Kolik-Hefte“ und einige „Rampen“ fein säuberlich mit einem Preisschild versehen, ausgestellt hatte.

Des schönen Wetters wegen wahrscheinlich nur sehr wenige Leute, aber Thomas Northoff war da und Susanne Toth, die mit dem, wie ich inztwischen weiß 1981 in OÖ geborenen Dichter befreundet scheint und der brachte eine Reihe von Minitatiren und Prosaskizzen, die er alle theatralisch langsam mit ausdruckvollen Blicken vortrug, in dem es, mir sehr ähnlich und nicht unbekannt, um das Schreiben oder die Verkennung des Künstlers geht.

„Kann man die vom Schreiben leben?“, lautete doch die Frage, der Mutter eines Kindergartenfreundes, den der Erzähler am Ostermarkt von Eggerding traf, dann ging es nach Wien und Rom.

In Rom war er vielleicht einmal in dieser Stipendiumswohnung. In Wien hat er einige Freunde getroffen, die ihm von Projekten vorschwärmten, die dann nie stattgefunden haben oder nein, das war schon im Zug von Linz nach wien in St. Pölten.

Eine audiovisuelle Performance mit einer „Vernissage in zwanzig Bildern“ gab es auch und am Schluß wurde es, wie Stefan Reisner sagte, noch experimentell. Denn da kam das Mantra „Ab sofort bin ich unendlich erfolgreich….

„Etwas was man im „Literaturgeflüster“ wohl auch öfter finden kann und ich damit wahrscheinlich schon manche meiner Leser nervte und jetzt habe ich noch seinen Text für die „Funkhausanthologie“: „Warum mein  Freund Alexander das Funkhaus verkauft“ vergessen, auf den ich ihm am Schluß ansprach und dabei die Erfahrung machte, daß ich den Autor schon einmal in der „Kolik-Lounge“, die es ja nicht mehr gibt gehört habe und GAV-Mitglied ist er seit 2015 auch , also ein deja vue Erlebnis, eine interessante Wiedergebgegnung und jetzt bin ich wieder gespannt, was ich von dem  Autor vielleicht noch alles lesen und hören werde.

Und einen uralten Martin Walser, eine „Rororo-Taschenbuchausgabe“ aus dem Jahr 1963, von der sich schon das Cover gelöst hat, habe ich im „Wortschatz“ auch noch gefunden.

2018-04-06

Grüß Göttin

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:42
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Anita C. Schaub

Anita C. Schaub

Denise Kronabitter

Denise Kronabitter

Die 1959 geborene Anita C. Schaub hat uns, Elfriede Haslehner, Judith Gruber-Rizy, Hilde Langthaler, vielleicht einmal im Literaturhaus, ich glaube, an dem Abend, wo Rolf Schwendter, den „Tag der Freiheit des Wortes“ veranstaltet hat, angesprochen und gefragt, ob wir mit ihr eine Frauengruppe des ersten Wiener Lesetheaters machen wollen.

Sie ist dann bald ausstiegen, die Gruppe heißt jetzt „Frauen lesen Frauen“ und wird von Judith Gruber-Rizy organisiert und Anita C. Schaub, die Schreibpädagogin und Germanistin hat dann auch das Buch „Frau sein und Schreiben“ herausgebracht, in dem auch ein Portrait von mir enthalten ist.

Sie hat inzwischen mehrere, meist frauenbewegte Bücher herausgebracht, ist GAV-Mitglied und organisiert da regelmäßig Veranstaltungen mit frauenspezifischen Themen.

Bei einer zum Frauentag vor ein paar Jahren im Amerlinghaus bin ich einmal gewsen und als ich vor ein paar Tagen nach einem Programmpunkt für den heutigen Freitag suchte, bin ich auf die „Veranstaltung „Grüß Göttin – von weiblichen Gotteheiten und göttlichen Weibern gerstoßen“ und das klingt schon einmal interessant und als ich dann noch gesehen habe, daß Denise Kroanabitter die Tochter der Erika, die wir ja vor einem Jahr während unserer Bodenseerundfahrt mit der Ruth in Vaduz getroffen haben, die Musik dazu macht, ist sogar der Alfred mitgekommen.

„Grüß Göttin“ ist auch auf einem Plakat vor dem Eingang in die Galerie im Amerlinghaus gestanden und drinnen waren bekanne Gesichter der Frauenbewegegung, Elfriede Haslehner, die Ruth, ectetera.

Linda Kreiss

Linda Kreiss

Elisabeth Schrattenholzer

Elisabeth Schrattenholzer

„Grüß Göttin!“, hat Anita C. Schaub die Veranstaltung auch eingeleitet, Denise Kronabitter hat vorher musikalisch begonnen und Anita C. Schaub hat erzählt, daß eine Künstlerin in Kärnten vor Jahren so ein Schild auf die Autobahn gestellt hat. Anita C. Schaub hat es jetzt sozusagen nach Wien importiert und die erste Lesende, die 1956 in Süddeutschland geoborene, Linda Kreiss, die mehrere Jahre in Kathmandu lebte, GAV-Mitglied ist und auch mehrere Lesungen in Wien hatte, vorgestellt.

Sie las zwei Geschichten, die in Nepal spielen,, die erste erzählte von der einzigen Bildhauerin in Nepal, die zweite führte in einen Tempel, der der Sexgöttin gewidmet ist.

Dnn kam Antia C. Schaub mit eine,r wie sie sagte, unveröffentlichten Erzählung, die von der Begegnung der Erzählerin mit einem Jind, die sie dann in ihre Kindheit und wieder zurück, an Hand von Pudding mit Bimbeersaft und Schololade Erdbeer Vanilleeis und wieder zurückführte und die dritte  Lesende, die Kommunikation und Sprachtrainerin Elisabeth Schrattenholzer war mit ihrem 2012 bei „Septime“ erschienenen Roman „Jesus war eine Frau“ auch sehr esoterisch. Ging es da ja um eine <jordanienreise einer Frau namens Petra, die dort einen Berg bestieg und dabei eine Reihe von sehr außergewöhnlichen Erlebnissen hatte.

Dazwischen immer wieder Musik von Denise kronabitter und nachher sind wir noch länger im Amerlingbeisl gesessen und haben und mit Erika kronabitter und einigen anderen unterhalten.

2017-11-10

Poet Night 2017

Die „Poet Night“ ist eine Veranstaltung des ersten Wiener Lesetheaters, die einmal im Jahr  stattfindet undd die Mitglieder, die auch selber schreiben, einander ihre Texte, bei Rolf Schwendter war es von vier Uhr Nachmittag bis zwei Uhr früh, ihre Texte vorzulesen.

Jetzt wird die Veranstaltung von Andrea Pauli und Hahnrei Wolf Käfer moderiert, beginnt um sechs und geht bis Mitternacht und gelesen wird im Kulturcafe Siebenstern.

2009 habe ich mich mit meiner Leserin Maria Haidegger darüber gestritten, ob es Sinn macht, daß da fünfzig Leute ihre Texte einander „fast unter Ausschluß“ der Öffentlichkeit“ einander vorlesen, sehr viel Werbung wird ja, glaube ich, nicht dafür gemacht.

Es steht im „Lesezeichen“ in der Aussendung des „Wiener Lesetheaters“, aber glaube ich nicht einmal an der Türe des Veranstaltungszimmers angekündigt sind, aber diesmal war es, als ich um sechs gekommen bin und eigentlich dachte, da wird noch niemand da sein,  erstaunlich voll und Hahnrei Wolf Käfer und Andrea Pauli haben auch sehr straff organisiert und ziemlich pünktlich angefangen.

Begonnen hat der mir bisher unbekannte Werner Krotz, der Gedichte über das Meer geschrieben hat, die mir sehr gefallen hat.

Dann folgte Mechthild Podzeit-Lütjen mit ihrem neuen Buch in dem es um ein ziemlich unbekanntes Nebenlager von Mauthausen geht.

Angelika Mairose-Parovsky hatte eine witzige Geschichte namens „French Toast“, wo es, um eine um Jahre zurückliegende Begegnung eines Mannes mit einer Frau an einem Hippieort namens „Hell“ ging, der sich immer noch an sie erinnert, obwohl sie nur einen einziges Satz, nämlich „You have to try the French Toast, the are the best!“, zu ihm sagte.

Hilde Schmölzer brachte ein Kapitel aus ihrem wiederaufgelegten Buch „A schöne Leich. Der Wiener und sein Verhältnis zum Tod“ und Anita C. Schaub hatte auch eine Geschichte aus ihrem neuen Buch, wo es um eine Begegnung von zwei Frauen ging, die, wie sie sagte, den zur Veranstaltung passenden Namen „Sommer der Poetinnen“ trug.

Christa Meiss brachte wieder gekonnt launig einen Auszug aus ihren Haikus und anderen Gedichten, zeigte Bilder aus ihrem „Wolkenkalender“, sowie aus ihrem Wienerischen „Struwelpeter“.

Karin Geyer, die ich vom „Volksstimmefest“ kenne und bei einer ihrer Lesungen im Amerlinghaus war, brachte Gedichte.

Dann kam die Ruth, die ja kürzlich in Brüssel war und las uns eine paar ihrer diesbezüglichen Notizen vor und Susanne Ayoub brachte wieder etwas aus ihrem „Medea Stück“, aus dem sie auch beim letzten Volksstimmefest gelesen hat.

Gerhard Jatzek hatte auch einen Gedichtband und Renate Welsh-Rabady, jetzt sind wir schon beim „Prominentenblock“, den es auch diesmal gab, hatte eine sehr berührende Geschichte von zwei alten Leuten, die jedes Jahr zum Gedenken des „zwölften Februar“, den damals Hingerichteten eine Kerze anzündeten, die ihr ihr Mann, der ihr Hausarzt war, erzählt hat.

Eugen Bartner hatte vier Gedichte, darunter zwei die von Kampfhunden hanelten, eines davon war von Christian Katt, was sehr gut war, denn wir sind nach meinem Block, ich hab um neun gelesen gegangen, weil die letzten Wochen ja sehr anstrengend waren, so daß ich Christian Katts Lesung versäumte.

Dann kam Astrid Wiesenröcker und dann noch ein Prominenter, nämlich Antonio Fian, der auch im Vorjahr gelesen hatte, er hatte auch Gedichte aus seinem neuen Buch, das demnächst bei „Droschl“ erscheinen wird, also eine Premiere.

Der nächste Star der Runde war Robert Schindel mit Gedichten und dann folgte, wie Hahnrei Wolf Käfer launig moderierte, etwas ganz anderes, nämlich Richard Weihs mit einer Auswahl seiner „Wunschgedichte“ aus dem letzten Jahr.

Und dann wieder etwas anderes, nämlich Christl Grellers poetische Gedichte und Elmer Hanke, den ich  regelmäßig bei den „Poet-Nächten“ sehe, hatte seinen Text den er lesen wollte, im Zug vergessen, so hat er ihn nacherzählt und brachte dann noch einen anderen.

Christa Kern brachte wieder ihren Text, der in den letzten „Entladungen“ erschienen ist, dann folgte wieder sehr bekannt, weil ich schon einige seiner Bücher gelesen habe, Axel Karner mit einem seiner Gedichtzyklen und Judith Gruber Rizy deren neues Buch ja erst  am Erscheinen ist, brachte einen Auszug aus ihrem „Schwimmfüchslein“, das ich schon gelesen habe, wo es um die Künstlerin Gabriele Münter geht, in einem Kapitel aber auch die erste Frau von Albert Einstein vorkommt, die eine eifrige Studentin war, dann ihr Studium der Kinder wegen aufgab, aber bei der Scheidung einen Anteil an seinem Nobelpreisgeld haben wollte.

Helmut Rizy brachte wieder einen Auszug aus seinem neuen Roman, wo es um zwei Brüder einen lesenden und einen handwerklich begabten ging, der eine hat immer Bücher geschenkt bekommen, der andere einen Handwerkkoffer, in dem er dann die vom Bruder stibizten Bücher versteckte.

Renate Woltron und Manuel Gierisch brachten wieder ihre Duette unter anderen von einem Paar, das sich in einer Bar trifft und dann gemeinsam ziemlich gelangweilt abzischt, da habe ich aber schon vorher gelesen und wieder die Szene aus meinem „Bbliotheksgespenst“, von dem ich übrigens gerade die Fahnen von der Druckerei bekommen habe, vom Fabian nach der Aktion gelesen habe, die ich schon beim „Volksstimmefest“ vorstellte und die man auch auf meiner Website nachlesen kann.

Werner Grüner zeigte uns seine Gedanken, die ihm auf Ausstellungen und beim Zeitungslesen und Fernsehen kamen, nur zu „Strache“ und „Kern“ ist ihm nichts eingefallen, wie er launig anmerkte, als schon die Eieruhr klingelte, die das Überschreiten der Lesezeit gab.

Dazwischen verteilte Andrea Pauli Rosen an Ruth Aspöck und an mich, weil ich ja Geburtstag hatte, ein Schicksal was ich allerging auch mit Hans Jörg Liebscher teilte, der nach mir eine seiner Hymnen vorstellte, während sich Susanne Schneider wieder, wie gewohnt realistisch in ihrer Autobiografie mit dem Älterwerden und den Beschwerden und den Schmerzen die man da hat und die einen zum Arzt treiben und von dem Glück wenn einem dann chinesische Touristen nachwinken und an die Vergangenheit erinnern, beschäftigte.

Dann kam wieder eine Pause und dann habe ich mich verabschiedet und diesmal Christina Vivenz, Erich Leder, Ingrid Jansen, Ottwald John, Christian Katt und viele andere versäumte, aber ich war sehr müde, die letzten Wochen, wie schon beschrieben sehr intensiv, die „Buch-Wien“ wartet und das Geburtstagsfest, aber wie beschrieben, ich finde es sehr schön und wichtig auch über das Dichten der die vielleicht abseits vom Literaturbetrieb schreiben, zu erfahren und habe wieder viel gelernt.

 

Werner Krotz

Werner Krotz

Mechthild Podzeit-Lütjen

Mechthild Podzeit-Lütjen

Angelika Mairose-Parovsky

Angelika Mairose-Parovsky

Hilde Schmölzer

Hilde Schmölzer

Christa Meissner

Christa Meissner

Anita Schaub

Anita Schaub

Karin Gayer

Karin Gayer

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Susanne Ayoub

Susanne Ayoub

Renate Welsh-Rabady

Renate Welsh-Rabady

Eugen Barthmer

Eugen Barthmer

Antonio Fian

Antonio Fian

Gerald Jatzek

Gerald Jatzek

Robert Schindel

Robert Schindel

Richard Weihs

Richard Weihs

Christl Greller

Christl Greller

Elmar Hanke

Elmar Hanke

Christa Kern

Christa Kern

Axel Karner

Axel Karner

Judith Gruber-Rizy

Judith Gruber-Rizy

Helmut Rizy

Helmut Rizy

Eva Jancak

Eva Jancak

Renate Woltron

Renate Woltron

Manuel Girisch

Manuel Girisch

Werner Grüner

Werner Grüner

H.J. Liebscher

H.J. Liebscher

Susanne Schneider

Susanne Schneider

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