Literaturgefluester

2014-02-27

Besuch von Judith Grohmann und Diskussion zum FPÖ-Ball

Filed under: Uncategorized — jancak @ 20:56

Am Dienstag gab es noch eine Veranstaltung zum Februarkampf von der „Theodor Kramer-Gesellschaft“ im Republikanischen Club, „Februar 1934 und seine Nachwirkungen“ über den ich nicht besonders bloggte, weil es, trotz Neda Bei und Konstantin Kaiser am Podium, nicht besonders literarisch war, ist es doch um den Bankencrash der neunzehnhundertzwanziger Jahre, die Auflösung des Parlaments und die Einführung eines katholischen Ständestaates gegangen, bei dem ich schon Paralellen zu heute sehe, wo ja auch die „Hypo“ gerettet werden muß und die ÖVP-Minister bei der Regierungsangelobung, nicht nur „So wahr mir Gott helfe!“, sondern auch noch was vom „Herzen Jesu“ dazufügen, was mit immer autoritäreren Strukturen und wachsender Arbeitslosigkeit wahrhaft beängstigend ist, ich wollte aber nicht darüber bloggen und habe so den freigehaltenen Platz mit der Rezension von Judith Katzirs sehr freizügigen Roman gefülllt. Für Mittwoch war schon die Besprechung von „In geheimer Mission“ geplant und da ich ziemlich sicher war, daß Judith Grohmann, der ich diesen Termin gemailt habe, nachschauen würde, habe ich es so gelassen und den Artikel nicht, was ich sonst getan hätte, um einen Tag vorverlegt.
Judith Grohmann hat sich dann auch gleich am Mittwoch bei mir gemeldet und wir haben ein Treffen ausgemacht, für das es auch einen schönen Anlaß gegeben hätte, nämlich am Tag des Opernballs, wo die Polizei sicher wieder alles genau absuchte, absperrte und ausräumte, wie ich schon am Montag und Dienstag merken konnte, als ich an der Oper vorbei in die „Alte Schmiede“ bzw. in die Rockgasse ging, eine Diskussionsveranstaltung im Bezirksmuseum Mariahilf, zu der mich die Bezirksrätin Elisabeth Zoumboulakis-Rottenberg eingeladen hat: „Anschlag auf die Demokratie- Ereignisse rund um den FPÖ-Ball und die Demos“.
Leider hatte sie da keine Zeit, so haben wir uns um elf in meinem Wohnzimmer mit dem neuen jetzt auch schon wieder vollgeräumten Bücherregal getroffen und ich habe ihr einen Kaffee gekocht.
Vorher hat mir Ingrid Führer noch das Österreichprogramm auf der Leipziger Buchmesse geschickt. Es gibt am Donnerstag um fünf wieder einen Empfang bzw. Umtrunk im Österreichcafe vom Hauptverband und ich habe das an Mara Giese von „buzzaldrin“ weitergeschickt, die heuer auch am Donnerstag nach Leipzig kommt, um sie dort zu treffen.
Die ebenfalls im Bezirk wohnende Judith Grohmann, interessant, daß ja sowohl die Leselustfrustbloggerin. als auch die Evi von „Zwillingsleiden“ hier angesiedelt sind, kam sehr pünktlich, erzählte mir, daß sie eine Psychologentochter, Karl Grohmann war ihr Vater, ist und sie sich statt die Praxis zu übernehmen, für das Schreiben entschieden hat.
Ich bin ja den doppelten Weg gegangen und Judith Grohmann, 1966 geboren, die beim „Profil“, bei der „Presse“, beim „Standard“, etc, gearbeitet hat, hat schon viele Sachbücher geschrieben, bis sie auf die Idee mit den Polizeieinsatztruppen gekommen ist, die sie so begeistert hat, daß sie jetzt an einem Thirller schreibt. Es war ein spannendes Gespräch und eine interessante Begegnung, aus der auch ein Foto entstanden ist und ein englischer Eintrag auf Judith Grohmanns Blog, sowie ein reger Mailwechsel.
Dann hatte ich einige Stunden, die letzte leider erst um sechs, was insofern ein bißchen schwierig war, da die Diskussion schon um halb sieben begann. Zum Glück ist die Mollardgasse nicht sehr weit entfernt. Die erste Podiumsrunde war aber trotzdem schon vorbei, als ich nach sieben eingetroffen bin. Ein paar Bekannte im Publikum. Herr Blaha, Elfi Resch und dann ein paar Gesichter, wo ich die Namen nicht kenne, viele Demonstrationsteilnehmer, am Podium Susanne Scholl, ein Polizeigewerkschafter, eine junge Demonstrantin und die vorwiegenden älteren Leute im Publikum empörten sich auch über die Unverhältnismäßigkeit dieses Polizeieinsatzes, wo eine ganze Stadt wegen einem Burschenschafterball lahm gelegt, beziehungsweise in Ausnahmezustand, mit Absperrungen, Vermummungsverbot, etc versetzt wurde und das Ganze dann auch noch eskalierte.
Da war ich ja nicht dabei, sondern in Harland und habe mir das Ganze erst am nächsten Morgen in Videos angesehen. Ob es jetzt eine Opernballdemo gegeben hat, über die ich ja einmal in „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“ eine Szene geschrieben und sie beim „Ersten Wiener Dichterfasching“ einmal in der „Gesellschaft der Literatur“ vorgelesen habe, weiß ich auch nicht. Es war aber eine interessante Ergänzung zu Judith Grohmanns Buch und auf ihren Thriller bin ich natürlich auch schon sehr gespannt.

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2014-11-08

Geburtstagsliteratur

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:37

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Und wieder einmal literisch Geburtstagsfest, seit den Achtzigerjahren tue ich das ja schon, daß ich zu meinem Geburtstas meistens am Freitag eine Lesung veranstaltet, meine Freunde einlade und nachher gibts ein Buffet.
Begonnen hat es noch in der Otto Bauergasse. 1986 wollte ich da, glaube ich, einen literarisches Salon veranstalten, dann gesehen, ich habe zu wenig Sozialkontakte für monatliche Veranstaltungen. So wurde es ein Geburtstagstagsfest. Erst in der Otto Bauergasse, dann in der Gumpendorferstraße, in der Reinprechtsdorferstraße, schließlich in der Krongasse. Nicht jedes Jahr, zweimal habe ich es auch ausgelassen und zweimal gabs statt dessen ein Praxiseröffnungsfest ohne Lesung.
Am Anfang immer Hangen und Bangen kommen genug Leute. Diesmal war es umgekehrt, da hatten soviele zugesagt, daß ich dachte, es werden zuviel, denn mehr als zwanzig höchstens fünfundzwanzig gehen in das Zimmer nicht hinein. Habe ich ja ungefähr zwanzig Einladungszettel immer in der Handtasche getragen und bei den Veranstaltungen auf denen ich war, an die Stammbesucher verteilt, so daß auch von ihnen einige gekommen sind, sowie an die Journalistin Judith Grohmann, die sich Anfangs des Jahres bei mir meldete, um mich zu fragen, ob ich ihr tolles Buch nicht auf meinen tollen Blog besprechen will? Sie ist auch auf dem Eingangsfoto ganz oben mit mir zu sehen, denn der Alfred stellt sich ja immer an die Tür, wenn es läutet,um die Eintretenden zu fotografieren.
Am Anfang habe ich die Frauen aus dem Arbeitskreis zum Lesen eingeladen, die Elfriede Haslehner, die Hilde Langthaler, Valerie Szabo-Lorenz später die Ruth Aspöck, die Judith Gruber Rizy, einmal waren auch Elfriede Gerstl da und Cornelia Travnicek, einmal gab es eine reine Männerlesung, zum fünfzigsten und zum sechzigsten Geburtstag habe ich allein gelesen. Heuer waren wir wieder zu sechst und dieses Mal gemischt, drei Männer und drei Frauen oder wenn man es so will, auch je dreieinhalb. Hilde Schmölzer und der argentinische Schriftsteller Lidio Mosca Bustamante lesen gern bei mir. Ruth Aspöck hat schon öfter gelesen, dieses Mal auch der Robert Eglhofer und Klaus Khittl, den ich als Studentin als Musikkritiker der „Presse“ in der Oper kennengelernt hat und der sich in der letzten Zeit der Schriftstellerei widmet und an einem Roman schreibt, als Gloria G.
Der Alfred hat wieder das Buffet gemacht, am Anfang habe ich Salzstangerl und Käsewürfel hingestellt, dann kam der Alfred mit den Roastbeefbrötchen, dem Lungenbraten im Blätterteig und zum Nachtisch Topfenstrudel. Das letzte Jahr hat er es liefern lassen. Diesmal gab es Apfelstrudel, den geplanten Mandelkuchen hat er weggelassen, weil er sehr verkühlt war.

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Das betraf auch meine Gäste, so kamen heute Absagen von den Heislers und die Trude Kloiber ist gekommen und hat mir Marlene Streeruwitz „Nachkommen“ gebracht. Leider hatte ich mir das schon vom Alfred gewüscht, vor ein paar Jahren ist mir das auch bei der Maja Haderlap so passiert.
Da denkt man, es gibt soviele Bücher und dann sind es doch nur ein paar Neuerscheinungen, die durch alle Munde gehen. Dann bekam ich aber noch Dave Eggers „Cercle“ vom Karl, das hatte ich mir gewünscht und von der Hilde Schmölzer ihr „Trakl-Buch“.
Vom lieben Rudi eine Anthologie aus dem „Mostviertel“, von meinem Psychologiekollegen Wolfram Huber, der ja jetzt in Sachen Suttner in Gotha war, ein Buch über Goethes Freundes in Gothar und Weimar“, dann noch eines über den Carl Djerassi und vom Herrn Blaha eine Märchensammlung eines armenischen Dichters und dann noch Blumen, Süßigkeiten, Wein und von der Ruth Aspöck eine Haube, die sie mir aus Banja Luka mitbrachte, weil sie vor kurzem dort war, um für ihr neues Buch Recherchen zu machen.
Ganz sinnvoll war noch ein rotes Moleskino von der Erika Parovsky, weil ich ohnehin bald einen Notzblock für die Veranstaltungen brauche und ich die mir meines aus Blöcken selber zusammenbinde. Ein Bild von der Galerie Lindner gab es auch.
Und weil heuer soviele Leute zugesagt haben, war die Küche bald voll und bald war es halb acht vorbei und die Lesung hat begonnen und die war diesmal, wie immer eigentlich besonders interessant, so begann Ruth Aspöck mit einem Text über das „Alte und das Neue“, wo es auch um das Aussortieren und das Wegwerfen ging und dann von der ehemaligen „Donauverlegerin“ natürlich einen Donautext.

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Dann folgte Robert Eglhofer mit zwei Gedichten aus Englisch und einem Ausschnitt aus seinem Schulroman, der inzwischen ein Schulkrimi geworden ist. Der Direktor liegt im Schlafsack tot in seinem Zimmer, wo ihn dann der Schulwart findet und Gloria G.s Text führte nach Venedig in die Oper. Wo es dann noch eine Warnung von Klaus Khittl gab, sich niemals im November in Venedig „Hofmanns Erzählungen“ anzusehen, weil da triff man vielleicht auf Skelette und das Verwirrspiel, um die Ich Identiät die Bubenmädchen oder die Mädchenbuben gab es dabei auch.
Dazu passte Hilde Schmölzers Textausschnitt aus ihrem Trakl-Buch ganz ausgezeichnet, erstens weil es da ja auch um eine verbotene Liebe zwischen Georg Trakl und seiner Schwester Margarete gab und zweites hat sich Georg Trakl vor fast genau hundert Jahren an einer Überdosis Kokain das Leben genommen, weil er die Schrecken des ersten Weltkrieges nicht mehr ausgehalten hat und das passte wieder gut zu meinem „Schutzengelchen“, wo es ja auch um den ersten Weltkrieg geht und um eine vor hundert Jahren verstorbene Ururgroßmutter, die nach Donezk fährt, um dort eine Zeugin des Flugzeugabsturzes kennenzulernen. Ich habe allerdings zum Fest passend, die Stelle mit den Schwedenbomben gelesen und dann ging es weiter mit dem Buffet und Gespräch. Die Literatur im Herbst, die zeitgleich begann habe ich dabei zwar versäumt, werde aber Samstag Nachmittag und am Sonntag hingehen können und dann gibt es auch sehr bald die „Alpha Gala“, wo ich sehr gespannt bin, ob der „Weiße Elefant“ oder die „Quasikristalle“ gewinnen werden und bezüglich meines Schreibprojekts, habe ich in der Nacht auf Freitag ein bißchen an meinem Plot geplant und am Freitag immerhin drei Szenen oder dreitausenddreihundert Wörter geschrieben, so daß auch das nicht zu kurz gekommen ist.

2014-05-20

Zwischen zwei Welten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:45

Die gemeinsam mit seinem Sekretär und seinem Textdichter herausgegebene Autobiografie „Mein Leben“ zum fünfundsiebzigsten Geburtstag des am 14. Juli in Pilsen geborenen Karl Gott, habe ich vom „Riva-Verlag“ geschickt bekommen, der mir, seit Judith Grohmann meinen Blog gefunden hat, seine Bücher anbietet und wieder könnte man sagen, die Biografie eines Schlagersängers interessiert mich nicht, aber als 1953 geborene, die bei ihren Eltern öfter vor dem Fernseher sah, bin ich, um den Sänger nicht herumgekommen und als Jugendliche habe ich mich öfter gefragt, wieso ein Tscheche Deutsch singt, Gott heißt, obwohl er im Kommunismus lebt, lebt er überhaupt dort und wie geht es ihm damit?
Fragen, die ich damals nicht beantworten konnte und so ist diese Autobiografie, die ja schon das Antwortgeben im Titel andeutet, besonders interessant und es hat mich auch erstaunt, daß ich, die ich jetzt fernsehlos, schon jahrelang nichts mehr von dem Sänger gehört habe, in dem Buch erfahren habe, daß er immer noch singt, nicht daran denkt, damit aufzuhören, sondern sogar etwas von der „Mitte des Lebens“ schreibt, in dem er sich befindet. Nun ja Zeitgeschichte interessiert mich und so habe ich wiedermal viel gelernt und Neues erfahren.
Es beginnt mit einer Einleitung in Las Vegas, denn dort ist der Sänger 1967 zu einem monatlangen Gastspiel eingeladen, lernt Frank Sinatra, Sammy Davis Jr., etc kennen und wird von den Veranstaltern, als der Mann aus dem Kommunismus gehandelt, was ihm ein wenig peinlich ist.
Hier kommen auch die Sätze, wie dem Publikum alles geben und daß man, um jeden Preis singen muß, auch wenn die Stimme nicht mehr kann und das Atteste von HNO-Ärzten, etc. nichts nützen.
Dann gehts zurück nach Pilsen bzw. in die CSSR und zu dem Bekenntnis, daß Karel, der wirklich Gott heißt und keinen Künstlernamen hat, eigentlich Maler werden wollte, die Kunstakademie hat ihn nicht aufgenommen.
So machte er eine Lehre und sang in seiner Freizeit in verschiedenen Clubs, machte dann eine Ausbildung zum Opernsänger und die Karriere begann.
Auslandsaufenthalte, Shows, etc, nicht das große Geld, denn das behielt die CSSR sich ein und gab sozusagen nur eine Aufwandsentschädigung an die Künstler ab und 1968, Karel Gott hat, wie er betonte und ich auch im Netz nachlesen kann, immer die Musik von der Politik getrennt, gab es einen Flug nach Hamburg.
Alle dachten, er käme nicht zurück, aber die Eltern waren da und hätte er sein Publikum nicht enttäuscht und die „goldene Stimme aus Prag“ hätte es dann auch nicht mehr gegeben. So dementierte er in einer Pressekonferenz, war dann aber viel in Deutschland, auch in der DDR, aber dort war es mit der westlichen Dekadenz etwas schwierig, sang mit Udo Jürgens oder für ihm beim Songcontest, trat in den Shows von Peter Alexander auf und dachte dann doch wiedermal daran, im Ausland zu bleiben, dementierte wieder, bzw wurde er von den Tschechen wieder aufgenommen.
In „Wikipedia“ kann man etwas von einer umstrittenen Rolle nach 1968 lesen, Gott schreibt, daß man ihn in Berlin einmal die Schlagzeile der Bildzeitung unter die Nase hielt, die ihn als Spion outete und alle lachte, aber von den Wanzen in den Hotelzimmern und, daß man bei Interviews höllisch aufpassen muß, was man sagt, hat er schon gewußt.
Das nächste Kapitel sind die Frauen, von denen wird ein Schlagersänger mit der „Schicksalsmelodie“ ja sehr umjubelt, im Netz liest man etwas von einem „Schuhfetischisten“ und Karel Gott gibt zu immer Beziehungen, manchmal auch mehrere auf einmal gehabt zu haben, es gibt eine 1973 geborene Tochter namens Dominika, von der er erst nach ihrer Geburt erfuhr, dann noch eine andere und eine sehr späte Ehe, die 2008 in Las Vegas geschlossen wurde, mit zwei kleinen Töchtern und dazu den lapidaren Satz, daß es doch schön ist, einer der wenigen zu sein, mit der Rente auch Kindergeld zu bekommen.
Im beruflichen Bereich ging es weiter mit der „Biene Maja“, die Karel Gott zuerst gar nicht singen wollte, dann ein Welterfolg wurde, für die er auch 2012 von Stadtrat Mailath-Pokorny im Wiener Rathaus eine Auszeichnung bekam.
1989 kam die Wende, da dachte Karel Gott kurz daran, beruflich abzutreten, im Gespräch „for President“ war er, nachdem Vaclav Havel nicht mehr kanditieren durfte, auch und große Reisen, wie in die Carnegy Hall mit einundsechzig Jahren kamen ebenfalls.
Auf den Malediven erlebte er einen Tsunami und was die Ehrungen betraf, so ist er in einem Wachsfigurenkabinett dargestellt und hatte eine Zeitlang auch sein eigenes Museum.
Im zweiten Teil des Buches gibt es Themenkapitel. So ist eines seinen Russlandreisen gewidmet, wo er ein großes Fanpublikum hat und während er durch Armenien reiste, sehr viel Cognac trinken mußte.
Die schnellen Autos und die Unfälle, die er damit hatte, gehören auch zu seinem Künstlerleben. Im Filmen hat er sich öfter selbst gespielt und nicht die Charakterrollen bekommen, die er gerne hätte, ähnlich ist das in seinem Tenorleben, da gab es auch einige Ausflüge in die Opernwelt, um die großen Mozart-Arien ist er aber gekommen und dann gibt es noch das Kapitel Malen in seinem Leben, das eine große Rolle spielt, so hat er sich ja schon als Kind gerne Kunstbücher angeschaut und dann trotz nicht bestandener Aufnahmsprüfung 1954 weitergemalt. Zu seiner Freude und zur Streßbewältigung, trotzdem gab es viele Ausstellungen und Johannes Mario Simmel hat sich auch etwas von ihm illustrieren lassen, den eigenen Stil hat er aber, wie er schreibt nicht so ganz gefunden.
In der Mitte des Buches gibt es einen Fototeil mit einigen Schnappschüßen aus dem Privatalbum. Einen Anhang mit der Albendiskografie, den Preisen und Auszeichnungen, sowie den Glückwünschen und Worten von Kollegen und Freunden, gibt es auch und was das Buch, vielleicht besonders macht, hat Karel Gott auch immer seine Meinungen über Politik, Kindererziehung, den Gefahren von Facebook, Internet, etc eingeflochten, die Einblick in das Künstlerleben geben, bei dem es ihm, wie er schreibt, immer wichtig war „nicht nur ein guter Sänger, sondern auch ein guter Mensch gewesen zu sein.“
Ein interessantes Buch für alle Karel Gott Fans, das die Welten des Künstlers sehr gut zeigt.

2014-04-08

Sprachkunst in der Zwischenwelt

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:08

Jugend goes „Zwischenwelt“, die Zeitschrift für Kultur und Literatur des Exils und Widerstands der „Theodor Kramer Gesellschaft“ herausgegeben von Konstantin Kaiser, könnte man so sagen oder nicht, denn normalerweise sind die Autoren der Texte die dort enthalten sind, schon sehr betagt oder bereits gestorben, bei der letzten Lesung in der „Alten Schmiede“ war das aber anders, da trat mit Maya Rinderer eine sehr sehr junge Autorin auf und dann bekam ich ein Mail von Konstantin Kaiser beziehungsweise hörte ich im „Leporello“ im Radio, als wir vorigen Montag früh von Harland nach Wien fuhren von der Veranstaltung „Die Welt schreibend erkunden“ wo Vladimir Vertlib, Redaktionsmitglied der Zeitschrift und Lektor der Hochschule für Sprachkunst, drei junge Autorinnen am 8. April im Republikanischen Club vorstellt, die seine Studententinnen waren und deren Texte in der „Zwischenwelt“ erscheinen werden oder schon erschienen sind.
Ich interessiere mich ja für beides, sowohl für die Veranstaltungen der „Kramer-Gesellschaft“, als auch für den Hochschullehrgang für Sprachkunst und habe umdisponiert, obwohl es in der „Alten Schmiede“, glaube ich, eine Veranstaltungsreihe mit Sabine Scholl, die ja auch Professorin an dieser Hochschule ist, gab, die dort auch irgendein Schreibprojekt vorstellte.
Im Republikanischen Club jedenfalls Anja Braunwieser, Ina Ricarda Kolck-Thudt und Sophie Zehetmayer. Konstantin Kaiser legte gerade die „Zwischenwelten“ auf den Büchertisch auf, als ich den Veranstaltungssaal erreichte und Vladimir Vertieb hat sich auf die Veranstaltung sehr gut vorbereitet. Erzählt anfangs wie er zu den Texten und den Autorinnen gekommen ist, dann stellte er sie vor und die Lesung begann mit der Jüngsten, nämlich mit der 1993 in Salzburg geborenen Sophie Zehetmayer, die seit 2011 mit dem Studium für Sprachkunst begonnen hat und ein Jahr später auch noch Musikwissenschaftensstudium begann.
„Losung“ hieß ihr Text, wo eine Mutter ihr Kind jede Woche zum Trafikanten, um ein Los schickt und in ihrem Handy noch drei andere Telefonnummern, die vom Blumenladen, von der Apotheke und die ihres Bruders eingespeichert hat.
Ein sehr eindrucksvoller Text, wo das Kind nickt, verstummt, am Ende auch noch seinen Kopf verliert und sich die Mutter mit Kopfwehtabletten zuzudröhnen scheint. Dann folgten fünf Gedichte aus einem noch nicht ganz vollendeten Zyklus und als zweite Autorin, die älteste des Abends, die 1982 ebenfalls in Salzburg geborene Anja Braunwieser.
Ihr Text hieß „Transit in Dohar“ erschien oder erscheint in der „Zwischenwelt 1/2014 und handelt von den Reisen der jungen Autorin nach Nepal, Bangkok etc, wo sie das ganze Elend der Welt sieht und dazu Stellung nehmen soll oder nicht oder auch nur am Ende hilflos überbleibt und ihre Photos einsortiert. Anja Braunwieser hat, glaube ich, auch noch Fotografie studiert.
Die dritte Autorin Ina Ricarda Kolck-Thudt kenne ich vielleicht schon, hat sie ja zwei Gedichte in der letzten „Jenny“, aber vielleicht habe ich die jungen Frauen auch schon bei den „Studentenlesungen“ gehört. Sie ist die Tochter von Siebenbürger Sachsen, 1992 in Feldbach geboren und in Amstetten aufgewachsen und erinnerte sich in ihrem Essay am Beispiel der „Animal Farm“ an das Rumänien ihrer Eltern, das noch nicht das ihre ist.
Dann kamen ebenfalls ein paar Gedichte, die Renate Welsh sehr lobte und es folgte eine rege Diksussion. Vladimir Vertib hatte sich Fragen vorbereitet, das Publikum war auch sehr eifrig, Konstantin Kaiser fragte nach dem Zorn, mit dem die jungen Frauen nicht so viel anfangen konnte, aber politisch und beeindruckend waren die Texte allemal und toll, wenn sich die „Zwischenwelt“ jetzt auch den jungen Frauen öffnet.
Nachher gabs Wein, was zu Knabbern und Gesprächen, ich unterhielt mich mit Konstantin Kaiser über mein Schreiben, beziehungsweise zeigte ich ihm die „Dreizehn Kapitel“ von denen ich eines ja in einem knappen Monat am selben Ort vorlesen werde, erzählte ihm, das Sasa Stanisic ab heute zu meinen „Blog-Followern“ zählt und von meinen Erfahrungen mit der Lektüre von Ulrich Becher. Da habe ich ja den in der „Zwischenwelt“ erschienen Briefwechsel rezensiert.
Eine Verwechslung ist mir auch noch passiert und in dem kleinen fast leeren Bücherschrank gegenüber der Buchhandlung Kuppitsch habe ich vier „Freiborde“ gefunden. Wer hat die wohl hineingelegt? Das letzte Mal gab es dort ein kleines Bändchen mit Christine Hubers Gedichten. Ob die wohl aus der Buchhandlung stammen?

2014-03-26

Fünfzehn Autoren

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:30

Auf Klaudia Zotzmanns Facebook Seite habe ich von einer Aktion glesen, daß man in fünfzehn Minuten, die fünfzehn Autoren benennen, die das Schreibe-oder Leserleben beeinflußt haben oder irgendwie hängengeblieben sind und dann die Kette an fünfzehn andere Leute weitergeben soll.
Nun eigne ich mich ja nicht besonders für Kettenaktionen und bei fünfzehn Autoren beziehungsweise Autorinnen steige ich wohl auch, weil es wahrscheinlich mehr oder weniger sind, die ich finde, da ich mich für Rangreihungen auch nicht besonders eigne, trotzdem ist es im Rahmen meines Wellnessurlaubes, in dem ich ja wie besessen vor mich hinschreibe, statt ins Wasser zu gehen und langsam langsam zu einem Plot und einer Handlung komme, spannend, so vor mich hin zu philosophieren, auf welcher Autorennamen ich wohl komme und vom Leben beeinflußen, rücke ich überhaupt mal ab.
Denn das hat keiner wirklich und die Namen Goethe oder Shakespeare fallen bei mir ebenfalls nicht. Thomas Bernhard hat mich in seiner sprachlichen Eindringlichkeit vor zwanzig dreißig Jahren sehr beeindruckt, jetzt halte ich seine Negativität nicht mehr aus.
Bei Peter Henisch oder Gustav Ernst habe ich mich schon einmal als Fan bezeichnet, obwohl ich der Fan-Kultur eigentlich auch skeptisch gegenüberstehe.
Aber seit ich diesen Blog betreibe und das sind nun bald schon sechs Jahre, bin ich einigen Autoren näher gekommen, habe sie über das Literaturgeflüster kennengelernt oder auch einige Newcomerinnen oder Newcomer entdeckt.
Also in die Hände gespuckt und fünfzehn Minuten oder entsprechend kürzer oder länger herausfinden, ob ich auf fünfzehn Namen komme, auf die ich vielleicht einmal während meines Bloggerinnenlebens gestoßen bin.
Die Reihenfolge ist zufällig, aber da fällt mir einmal Cornelia Travnicek ein, mit der ich nach der Frankfurterbuchmesse 2008 oder war es schon die Buch-Wien in Mail Kontakt gekommen bin, die sich derzeit auf Lesereise in Frankreich befindet und die im letzten „Wochenend-Standard“ einen Artikel über Gartenfreuden hatte. Die hat inzwischen beim „Bachmannpreis“ gelesen und den Publikumspreis gewonnen und den Roman „Chucks“ herausgegeben, die „Asche meiner Schwester“ habe ich ja gelesen und besprochen, ebenso „Fütter mich“.
Autorin Nummer zwei wäre dann Andrea Stift, mit der ist ja im Herbst 2008 Otto Lambauer, der meinen Blog Anfangs sehr verfolgte, in Mailkontakt gekommen, weil er sie auf seinen Blog erwähnte, da habe ich dann ausprobiert, ob das bei mir auch funktioniert. Hat, inzwischen habe ich sie in die „Ohrenschmaus-Jury“ gebracht, ein paar Bücher von ihr gelesen und verfolge ihren Blog auch mehr oder weniger regelmäßig. Autorin Nummer drei wäre dann schon Anni Bürkl, die ich schon länger kenne als ich blogge, hat die mich ja einmal auf Grund meines Portrait-in der „Autorensolidarität“ angeschrieben und wir haben uns dann in der „Alten Schmiede“ kennengelernt. Die hat jetzt schon vier Krimis bei „Gmeiner“ herausgebracht und schreibt, glaube ich an den fünften.
Klaudia Zotzmann, deren „Vienna Writers Blog“ ich alsbald kennenlernte, hat jetzt auch einen Krimi, der bei „Gmeine“r gerade erschienen ist, einen sogenannten Hildesheimer-Schokoladen Krimi der demnächst vorgestellt werden soll und ich habe einmal bei einem ihrer Advent-Gewinnspiele eine Krimi bei ihr gewonnen.
Jetzt verlasse ich ein bißchen die Bloggerszene und gehe zu meiner Freundin Ruth Aspöck über, von der ich immer noch nicht weiß, wo ich sie kennenlernte. Beim „Arbeitskreis schreibender Frauen“ war es nicht, sie hat dann ihre „Edition die Donau hinunter“ hinausgegeben und ist 2007 damit in Pension gegangen. Da gab es dann diese Radtour von Wien nach Bamberg, wo wir ein Stück mitgefahren sind und ich in dem bayrischen Städtchen Vielshofen die „Donauanthologie“ vorgestellt habe.
Sie hat jetzt drei Bücher bei „Löcker“, die ich alle gelesen und besprochen habe und gemeinsam mit Robert Eglhofer, die „Schreibegruppe“ initiiert, die nächste Woche wieder stattfindet.
Nummer sechs ist also ein Mann und die Ruth hat den Robert, der inzwischen GAV-Mitglied ist auch bei der Radtour kennengelernt und wenn ich jetzt zu den Jungautoren umschwanke, fällt mir als Nummer sieben Anna Weidenholzer ein, die wurde ja 2009 glaube ich von Angelika Reitzer bei den „Textvorstellungen“ vorgestellt, damals hatte sie Texte in Anthologien und Zeitschriften und auch schon einige Preise gewonnen. Dann kam auch der Erzählband „Der Platz des Hundes“ inzwischen gibt es den Roman „Der Winter tut den Fischen gut“, der voriges Jahr für den „Leipziger Buchpreis“ nominiert war und „Priessnitz-Preisträgerin“ ist sie im vorigen Jahr auch geworden.
Als Nummer acht kann ich dann gleich Valerie Fritsch anführen, die glaube ich auch von Angelika Reitzer bei den „Textvorstellungen“ vorgestellt wurde und als sie dann den „Fm4-Preis“ gewann wurde sie öfter auf meinen Blog gesucht, beziehungsweise gefunden und ich habe im letzten Jahr zwei Bücher von ihr gelesen und sie auch bei den Lockstoffen gehört.
Autorin Nummer neun ist dann Angelika Reitzer, deren neuen Roman ich ja vorige Woche gelesen habe. Kennengelernt habe ich sie in der Hauptbücherei, weil sie dort einmal den „Lesezirkel“ betreute. Ihre „Textvorstellungen“ haben mich sehr beeindruckt und in der „Alten Schmiede“ kuratiert sie auch sehr viel, beziehungsweise die „Gender-Veranstaltung“ der letzten „Literatur im Herbst“, die ich durch den damaligen Ungarn-Badeaufenthalt fast versäumte.
Jetzt sollte ich, wenn das schon ein frauenlastiger Blogeintrag ist, zum „Arbeitskreis schreibender Frauen“ übergehen, der mich ja literarisch prägte, da habe ich Marie Therese Kerschbaumer kennengelernt.
Nummer elf wäre dann der schon erwähnte Gustav Ernst und der Bezug zur Marie Therese ist, daß sie beide eingeladen waren, als ich, 1980 war es, glaube ich, im „Literatureck“ der „Alten Schmiede“ gelesen habe.
Das war eine Veranstaltung wo man honorarlos lesen konnte, zwei Autoren waren eingeladen dazu etwas zu sagen und bei der Anmeldung wurde einem schon gesagt, daß man wahrscheinlich sehr verrissen wird, was auch so war.
Dann mache ich als Nummer zwölf gleich mit Peter Henisch weiter, dessen Bücher ich ja sehr mag und von denen ich sehr viele gelesen habe, weil er irgendwie mein literarisches Vorbild war und ist, das gleiche trifft auch auf Gustav Ernst zu.
Im letzten Herbst gab es ja das Peter Henisch Symposium zum siebzigsten Geburtstag des Autors und jetzt muß ich aufpassen auf einige wichtige Arbeitskreis-Bekanntschaften nicht zu vergessen, die da wären als Nummer dreizehn Elfriede Haslehner, die erste Lyrikerin in dieser Reihe, die inzwischen nicht mehr rote Haare hat und bald einundachtzig werden wird.
Hilde Langthaler habe ich auch dort kennengelernt und als schon verstorbene Autorin last but not least in dieser Runde Valerie Szabo Lorenz, auf die ich ja letztes Jahr während des Veza-lebt-Symposiums in dieser Anthologie gestoßen bin.
Wie vorausgesagt, habe ich jetzt auf viele ebenso wichtige Autorinnen und Autoren vergessen, beziehungsweise bin ich nicht mehr zu ihnen gekommen.
Die fünfzehn Minuten Grenze habe ich auch nicht eingehalten und fünfzehn andere, diese Reihe fortzusetzen, nominiere ich nicht, weil das höchstwahrscheinlich ohnehin nicht klappen würde, wer sich angesprochen fühlt, weiterzumachen, soll das aber tun.
Daß, die Reihe ein bißchen frauenlastig, mit drei Alibimännern geworden ist, ist sicherlich kein Zufall und soll so sein und außer Konkurrenz sozusagen möchte ich noch Judith Grohmann erwähnen, deren Buch ich vor kurzem besprochen habe und die ich daraufhin persönlich kennenlernte.

2014-03-08

Wochenendschreibbericht

Filed under: Uncategorized — jancak @ 15:36

Mit dem Schreiben des neuen Projekts „Anna kämpft gegen das Vergessen“ habe ich, wie meine Leser nachlesen konnten, letztes Wochenende in Harland angefangen. Da hatten sich ja ein paar Ideen angesammelt, drei Personen, die die drei Handlungsebenen tragen sollen. Anna, die Buchhändlerin, die gegen ihr Vergessen kämpft, Johanna, die Enkeltochter, die nach ihrem Tod in ihre Wohnung zieht, einen Blogroman über ihr Vergessen schreibt und sich als Alzheimer-Trainerin umschulen ließ und K.M.,der ehemalige Verlgasleiter, der nach seiner Zwangspensionierung in eine Depression gefallen ist, nach Siena fuhr und die dort durch „Johannas Blogroman“ zur Überwindung bringt. Wie ich diese drei Ebenen zusammenbekomme, ist mir noch nicht so ganz klar.
Richtig vorausgeplottet habe ich ja wieder nicht. Nur ein bißchen in meinen Büchern gelesen, vor allem in denen, die schon von alten Menschen und AlzheimerErkrankten handeln, dann mich diesbezüglich im Internet umgeschaut, da gibt es ja sehr viele interessante Filme und Diskussionen, so daß mir langsam klar wurde, wie ich das angehen könnte. Ob die Anna jetzt wirkliche eine Alzheimer-Erkrankung hat oder sich nur davor fürchtet, ist mir noch nicht klar. Sie liest aber ihre Bücher, darunter auch den „Dracula“, an dem ich mich derzeit noch immer quäle und da lassen sich auch Vergleiche ziehen, denn der Alzheimer-Patient verliert ja auch seine Persönlichkeit und wird zu einem „Untoten“, der Prof van Helsing kämpft beim Bram Stoker mit Knoblauchblüten und geweiten Kruzifixen dagegen an, die Anna macht es mit den Lesen, die Johanna mit ihrem Blogroman und K.M. hilft das am Ende seine Depression zu überwinden.
Spannend, spannend, wenn mir das gelingt, auch entsprechend rüber zu bringen, könnte man sagen. So ganz klar ist mir das alles ja noch nicht, aber ich habe Zeit den Roman diesmal wirklich kommen zu lassen, bis Oktober schwebt mir da in etwa vor. Ob ich es wirklich schaffe mir mit dem Rohkonzept soviel Zeit zu lassen, weiß ich nicht. Es muß auch nicht sein. Soll man sich ja keinen Zwang antun, wenn man schneller ist. Nur über meine Schwächen will ich herauswachsen und da vielleicht auch mal was umschreiben, denn eigentlich sind es ja drei Romane, die mir da vorschweben und die sollten auch ihren eigenen Handlungsverlauf und Erzählstruktur haben.
Derzeit habe ich zehn Szenen, einunddreißig Seiten und 14 761 Worte, das heißt, seit der gestrigen Schreibgruppe, wo ich die dritte Johanna-Szene begonnen habe, schon wieder drei Szenen weitergeschrieben. Ich finde die Gruppe ja eine tolle Möglichkeit an meinem Projekt weiterzuarbeiten, in dem ich einfach zum jeweiligen Thema eine mehr oder weniger passende Szene beginne. In zwanzig Minuten kann man sowieso nur den Anfang schreiben. Die Ruth und Ilse waren nicht so begeistert, obwohl es ihnen egal sein kann und im günstigsten Fall hat man seine Testleser und bekommt Feedback.
Bei mir ist das aber nie so einfach, das weiß ich schon, lasse mich trotzdem nicht abhalten, werde die drei Szenen, die ich vorhin aufgeschrieben habe, korrigieren und dann weiterplotten und immer, wenn ich nicht weiter weiß, kann ich ja umschreiben, spazieregehen, ins Internet Material sammeln und recherchieren gehen, etc.
Das es schon mein fünfunddreißigstes literarisches Buch werden wird, von den unveröffentlichten Versuchen und Fehlstarts abgesehen, habe ich auch schon Routine. Ich habe nicht viel Aufmerksamkeit und Feedback, das weiß ich auch, aber wenn es wirklich gut werden sollte, kann ich wirklich noch eine Aussendung machen, es beim „Amazon“ einstellen und eine ISBN-Nummer kaufen kann ich mir ja auch.
Ich könnte auch in Leipzig, wohin ich nächste Woche fahren, Werbung für mich machen, aber darin bin ich nicht sehr gut. So gut, wie Judith Grohmann, die ich diese Woche zweimal getroffen habe und die vor allem im Pen-Club auf reges Interesse gestoßen bin, bin ich nicht. Bin ich ja eher schüchtern und introvertiert. Aber das Literaturcafe hat in Leipzig eine Aktion, wo man sich mit einem Buch für eine Ausstellung fotografieren lassen kann. Ich habe mich da mit den „Dreizehn Kapiteln“ angemeldet und Mara Giese, die Bloggerin von „Buzzaldrin“, will ich da ja auch treffen. Die ist am Donnerstag in Leipzig und hat sich diesbezüglich schon ein Medien-Kit gebastelt, beziehungsweise Taschen, in denen sie ihre Bloginformationen verteilt.
Da habe ich zuerst einmal nicht ganz verstanden, wozu das gut ist, dann aber im Internet nachgeschaut und da scheint es viele Blogs zu geben, die Werbung für Produkte machen und Mara Giese scheint das auch mit Verlagen zu versuchen, so kann man bei ihr derzeit auch einen „Tolino“ das ist der „Thalia-E-Bookreader“, wenn ich es richtig verstanden habe, gewinnen, wenn man herausfindet, welches Buch sie da auf einem Video bespricht. Das habe ich, glaube ich, erraten, verrate, die Lösung natürlich nicht. Habe im Internet aber inzwischen schon was gewonnen, nämlich bei der Blogtour die Martina Gercke, die ja mit Katjha Schneidt inzwischen ein weiteres Buch „Alles nur kein Mann“ geschrieben hat. Dieses E-Book und dann noch ein Überraschungspäckchen, das mir die „Bücherhexe“ zugesandt hat. Darin war eine schöne Karte, ein Lesezeichen, ein Bändchen und ein Anhänger, alles wahrscheinlich für eine Zielgruppe, die rund vierzig Jahre jünger ist. Aber ich lese mich, wie ich immer behaupte, gerne quer durch den Literaturgarten, habe keine Vorurteile und so habe ich auch eine Woche lang auf den verschiendenen Blogs die Berichte über das Buch der Zwei gelesen und den Lösungssatz zusammengesammelt. Kann nun, warhscheinlich erst im nächsten Jahr das E-Book lesen und habe es auch schon auf meinem „Pocket-Book“, das ist der E-Book Reader, den mir der Alfred zu Weihnachten schenkte und auf dem bis jetzt hauptsächlich meine Bücher, beziehungsweise, die alten Klassiker, die schon darauff waren, sind und da ist, glaube ich, auch der „Dracula“ dabei.
Ansonsten habe ich wieder einige Rezensionsexemplare angefordert, da ermuntern mich ja auch die engagierten Bücherblogger wie „Buzzaldrin“, „Literaturen“, „Bücherwurmmloch“, etc, das zu tun.
Das von der Angelika Reizter ist inzwischen auch gekommen. Das werde ich mit dem Buch vom Alex Popov aus dem Residenz Verlag wahrscheinlich nach Leipzig mitnehmen.
Da fahren wir ja Mittwoch hin, kommen am Montag zurück und dann wollten wir am Freitag darauf eine Kreuzfahrt in Portugal machen. Ging wieder nicht, so fahren wir zuerst nach Harland und dann nach Bück ins Bad mit der Oma, da habe ich schon einen erweiterten Bücherstapel mit ungarischer Literatur vorbereitet. Magda Szabo mit „Die andere Esther“ und das erinnert ja an „Vielleicht Esther“ von Katja Petrowkaya, der letzten „Bachmannpreisgewinnerin“, die für den „Leipziger Buchpreis“ nominiert wurde.
Bezüglich Ungarn gibts am Dienstag eine Diskussion im „Hamakom-Theater“. Konstantin Kaiser hat mich darauf aufmerksam gemacht, obwohl in der „Alten Schmiede“ auch was Interessantes ist. Aber wenn ich ohnehin eher alte Ungarn Bücher mitnehmen werde, ist es vielleicht ganz gut, sich über die aktuelle politische und kulturelle Lage ein bißchen zu informieren.
Das Burgtheater hat da auch einen Schwerpunkt, ist aber selber in der Krise und mir geht es eigentlich ganz gut.
Schreibe und lese ich mich ja tapfer vor mich hin, habe mit Judith Grohmann eine neue Blogbekanntschaft gemacht, lese lang und breit am „Dracula“, den ich aber auch für sehr interessant finde und eine neue Lesemöglichkeit habe ich auch vielleicht bekommen.
Ich sage vielleicht. Denn „Margareten“ hat ja eine neue Bezirksvorstehung, die alte gründete die Margareten-Art, ließ mich dort zweimal umsonst lesen, das zweite Mal war ich dem Bezirksvorsteher zu lang, da lud er mich nicht mehr ein. Jetzt habe ich wieder eine Einladung bekommen, daß ich mich bewerben darf, eine Jury wählt mich dann vielleicht aus. Ich habe mich schon mit „Anna kämpft gegen das Vergessen“ angemeldet. Habe wahrscheinlich kein Glück ausgewählt zu werden, aber das wären wahrscheinlich ohnehin wieder die neoliberale Kulturverhältnisse, von denen Frau Haidegger mir einmal nicht glaubte, daß es sie gibt und wahrscheinlich auch ohne Mindesthonorar. Ich lese ja gerne, deshalb habe ich mich auch angemeldet, ansonsten freue ich auf Leipzig und das Entsehen meines Romanes und damit bin ich ich auch ganz zufrieden.

2014-03-07

März-Schreiben

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:23

Wieder einmal Schreibgruppe mit Ruth, Robert, Ilse und Fritz, diesmal war auch wieder Doris Kloimstein und Judith Grohmann dabei, die mich gestern in den PEN-Club begleitet hat und sich heute die Schreibgruppe angesehen hat, die ja außer Doris Kloimstein aus lauter GAV-lern bestand.
Da heißt sie ist zu spät gekommen, beabsichtigt oder unbeabsichtigt, erst erschienen, als das Schreiben schon vorüber war.
Hat also zugehört und bezüglich Themenfindung bin ich mit der Absicht ins Cafe Ludwig gegangen an „Anna kämpft gegen das Vergessen“ weiterzuschreiben.
Denn damit habe ich inzwischen begonnen und es gibt schon sieben Szenen, einundzwanzig Seiten beziehungsweise 10136 Worte. Aber noch keinen richtigen Handlungsstrang, nur die Idee von den drei Ebenen und ein paar Ideen dazu. Das heißt, heute bin ich auch wieder sehr niedergeschlagen und vorzweifelt vor meinem Buch, beziehungsweise dem Laptop gesessen, habe, eh schon wissen „Ich kann es nicht, ich kann es nicht!“, gedacht und bin dementsprechend euphorisch in die Gruppe gegangen und hatte auch schon ein paar Themenvorschläge.
An „Umstrukturierung“ oder „Vergessen“ habe ich gedacht oder auch „Demenz“ oder „Alzheimer“, bin aber in der Gruppe auch für andere Themen offen. Denn da bin ich ja bei der „Brüderschaft“ beim Thema „Schwimmen“ auf den Strang der Renate gekommen.
Die Ruth hatte auch ein Thema, beziehungsweise hat sie etwas von einer Salzburger Leseaktion vorgelesen, die die Gruppe „Erostepost“ veranstaltet, da mußt jeder drei Texte vorbereiten, die zwischen einer und mehreren Minuten lang sind, in der ersten Runde wird eine Minute gelesen, das Publikum wählt aus, in der nächsten Runde darf man länger, wer dann noch überbleibt, gewinnt das nächste Mal eine bezahlte Lesung.
Also so wie Poetry- und Literaturslam und das was heutzutage oft bei Lesungen üblich und auch zu kritisieren, darüber haben wir dann ein bißchen diskutiert, aber fürs Schreiben war es nicht das richtige Thema, also wurde noch „Flohmarkt“ und noch etwas anderes vorgeschlagen.
„Vergessen“ ausgewählt und ich habe meine Szene acht begonnen. Die wieder von der Enkeltochter Johanna, der Alzheimer Trainerin getragen wird, die in die Oma der Wohnung eingezogen ist und von der Hausmeisterin Slavica Jovanovic von dem Operball erzählt bekommt, zu dem sie Anna das letzte Mal eingeladen hat, der in der Hausmeisterwohnung vor dem Fernseher stattfand.
Das handelte zwar nicht direkt vom Vergessen, ist aber ziemlich flott gegangen, bei den anderen habe ich während des Schreibens gehört, daß sie das Thema recht schwierig fanden und vorher wurde noch diskutiert, ob Vergessen mit Alzheimer gleichzusetzen ist, als ich sagte, daß ich einen Roman über „Alzheimer“ schreiben würde.
Fritz Widhalm hat wieder bestritten, daß es bei Alzheimer ums Vergessen ginge und die anderen hatten sehr interessante Texte, wo das Thema Alzheimer ziemlich ausgeklammert war.
„Mich kannst du vergessen!“, begann Doris Kloimsteins Text, wo es mehr um die Umstrukturierung ging. Robert Eglhofer schrieb wieder etwas bezüglich seines „Schulromanes“, wo der Lehrer R. einen Schüler nach dem Schikurs vergißt. Da fragte ich natürlich wieder, ob das autobiografisch ist?
War es nicht und Ilse Kilic und Ruth Aspöck mokierten sich dann darüber, daß ich die Gruppe für meinen „Roman“ mißbrauchen würde. Warum aber nicht? Für mich ist es das Interessante daran, wie das entstehen und sich eingliedern läßt und ich finde es eigentlich auch schade, daß das kritisiert wurde. Schadet es ja niemanden. Aber bei mir ist ja offenbar nicht viel erlaubt, die anderen könnten sich ja auch darüber freuen und das „Work in Progress“ interessiert verfolgen. Interessant aber auch in Robert Eglhofer soetwas, wie einen Nachahmer gefunden zu haben und die Ruth hat schon den Plan, ein Buch aus den Texten der Schreibegruppe zu machen.
Da würden meine Romanszenen zwar hinausfallen. Es gibt aber auch andere. Die ersten beiden Texte, habe ich dem Robert am nächsten Tag korrigiert geschickt. Ilse und Fritz geben ihre Texte immer gleich so ab. Der Mai-Text wird in der nächsten Volksstimmeanthologie erscheinen. Den Februartext habe ich ins Internet gestellt.
Dann kam Judith Grohmann und es wurde noch heftig über das Thema Vergessen, beziehungsweise über das Älterwerden diskutiert und darüber, ob man, wenn man vielleicht achtzig ist und sich seine Texte nicht mehr so merken kann und Hilfestellung braucht, noch lesen darf?
Ja, finde ich und meine, daß es auch schön ist, seinen Beruf solange man noch kann auszuüben und nicht unbedingt mit Sechzig in Pension zu gehen, weil das ja auch die beste Alzheimer-Prophylaxe ist. Die anderen sahen das anders. Aber ich mokiere mich nicht über einen Johannes Heesters, der noch mit über hundert davon sang, daß er „ins Maxim gehen würde“ und, daß der Hans Beirer, der in den Siebzigerjahren an der Staatsoper eingesprungen ist, wenn man einen Sigmund oder Sigfried brauchte und ausgebuht wurde, wenn er das nicht mehr so gut gesungen hat, hat mich schon damals sehr geärgert. Warum soll man sich nicht solange man es kann betätigen und schlug vor uns in vielleicht zwanzig Jahren wieder zu treffen noch einmal über dieses Thema zu diskutieren und zu schauen sollen, ob die Meinungen dann auseinandergehen?
Es war also sehr interessant und man sieht, das Thema Vergessen kann sehr aufregen und bewegen, was ja eigentlich nicht so verwunderlich ist. Ich habe mich in den letzten Wochen ein bißchen in die Alzheimer-Problematik eingelesen und bin ja auch nicht sicher, ob die Anna wirklich Alzheimer hat.
Sie ist fünfundsiebzig, bemerkt, da sie nicht mehr so wie früher kann wie früher und kämpft dagegen an.
„Warum muß man gegen das Vergessen kämpfen?“, fragte mich noch Fritz Widhalm.
Ich denke schon, daß man seinen Geist trainieren soll und sich bemühen fit zu bleiben und das tut ja auch die Anna, indem sie ihre Bücher liest und darüber bloggt. Sie war aber auch bei Slavica Jovanovics Opernball und lernt den falschen Arzt Rade Manuescu kennen. Wie sich daraus die Handlung ergibt, weiß ich noch nicht. Aber vielleicht bekomme ich das in der Schreibgruppe heraus und wenn Judith Grohmann ein neues Mitglied werden wird, ist das auch sehr interessant.

2014-03-06

Pen-Club zum Frauentag

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:33

Der PEN-Club bei dem ich nicht Mitglied bin, erstens würde der mich mit meinen selbstgemachten Büchern nicht nehmen, allerdings hätte ich da ja noch zwei Verlagsfachbücher, eines in einem Kleinverlag und eine Menge Texte in Anthologien, aber ich bin Mitglied der GAV, die sich 1973 als Alternative zum PEN-Club gegründet und eine Ausschlußklausel hat, hat einige interessante Veranstaltungen, so zum Beispiel, das „Writers in Prison-Programm“, das glaube ich, jetzt die IG-Autoren betreuen und seit zwei Jahren auch eine Veranstaltung zum Frauentag und zu dieser ist eine Einladung zu mir gekommen. Ich weiß gar nicht, wer sie mir geschickt hat. Aber ich kenne auch einige PEN-Mitglieder und war auch schon ein paar Mal bei diesbezüglichen Veranstaltungen, beziehungsweise im Presseclub-Concordia, wo die heutige Veranstaltung stattfand und einmal hat mir und der Ruth Aspöck, ich glaube, es war im Jahr 2000, der damalige PEN-Präsident das Büro gezeigt.
Der jetzige Präsident ist Helmuth A. Niederle, der früher in der „Gesellschaft für Literatur“ tätig gewesen ist.
„muleries mudi“ hieß die Veranstaltung, die um elf im Presseclub-Condordia begann, mit drei Blöcken, sieben Autorinnen, die von der ganzen Welt kamen, kleinem Buffet, Presse Orf, wie noch im Programm stand.
Peter Paul Wipplinger, inzwischen auch GAV-Mitglied habe ich als erstes gesehen und dann Judith Grohmann, die ich dazu eingeladen habe, weil sie Anschluß im Literaturbetrieb sucht, Dorothea Macheiner, eine Autorin mit der ich bei der IG-GV gesprochen habe, Susanne Dobesch, die Generalsekretärin, den Löcker-Verleger und und und.
Helmuth A. Niederle hat eingeleitet, erzählt, daß das Motto im Vorjahr „Time to day:No“ war, jetzt eben „mulieris mundi“ und die Kenianische Autorin Philo Ikonya, die seit einigen Jahren in Oslo lebt und Gedichte von Lyrikerinnen aus aller Welt sammelt, begann, in dem sie mit starker Stimme einige dieser Texte las, die glaube ich in “ Black Ophelia“ gesammelt werden.
Dann folgte Dorothea Macheiner eine reisende Frau, die sehr oft allein die Mittelmeerländer und den arabischen Raum bereist und darüber schon viel geschrieben hat. Ihr neues Buch, ist wie das der Ruth, vor kurzem bei „Löcker“ erschienen, enthält zwei Erzählungen und „Djerba, la Douce Rommel.Stille“ und scheint sowohl von ihren Tuniesienreisen, als auch von ihrer Geburt im Linzer Krankenhaus im Jahre 1943, wo man die Mutter fast verstümmelt hat, zu handeln.
Mich hat da sehr beeindruckt, das bei „Löcker“ zur selben Zeit Texte mit sehr ähnlichen Themen, nämlich das Leben im und nach dem Krieg behandelt, aber bei Dorothea Macheiner, ist das glaube ich nur ein Teil des Buch. Ihr Vortrag hat mir aber sehr gefallen, leider dürften die Zuhörer schon sehr hungrig gewesen zu sein, so daß sie sie durch Klatschen beim Weiterlesen abbrachen, obwohl sie mit dem Lesen noch nicht fertig war.
Der Verleger sagte mir aber, daß sie das Buch gemeinsam mit der Ruth im April in Linz vorstellt und er sich schon sehr auf die zwei Lesungen freut.
So gab es die Pause etwas früher, das Buffet, Brötchen und Kuchen von einem Sozialprijekt, zu je zwei Euro fünfzig zu kaufen, war noch nicht ganz aufgebaut, so bin ich rasch zum Mc Donald auf einen Cheeseburger, eine kleine Portion Pommes Frites und einen Cafe Latte gegangen, habe dann eine literarisch interessierte Zuhörerin kennengelernt und Judith Grohmann bei ihrer Buchpromotion beobachtet.
Dann gings weiter mit Etela Farkasova aus der Slowakei, die auch ein neues Buch vorzustellen hatte, das in der „Edition PEN“ erschienen ist, aber auch etwas zu der Situation der Frauen in der Slowakei erzählte. Sie war eine Universitätslehrerin und erzählte in ihrer Erzählung auch von einem Tag einer solchen.
Dann gings zu Ishraga M. Hamid, im Sudan geboren, die aber in den Neunzigerjahren nach Österreich kam, dort Kommunikations- und Politikwissenschaften studierte, bei „Milena“ und anderen Verlagen veröffentlicht hat und jetzt an einer Autobiografie schreibt.
Ich habe sie, glaube ich, im Jahr 2000 durch einen Text in der „Milena-Widerstandsanthologie“ gemeinsam mit Nahid Bagheri-Goldschmied kennengelernt, die, wie ich auch einen Text in dieser Anthologie hatte und die ich 20001 zum „Tag der Freiheit des Wortes“ eingeladen habe.
Inzwischen publiziert sie bei der „Theodor Kramer Gesellschaft“ und ist in der zweiten Pause gekommen. Da kamen auch die beiden Argentinierinnen, die im dritten Block vorgestellt wurden. Wo Erna Pfeifer von der Franzens-Universität in Graz, zuerst ein Referat über jüdisch-argentinische Autorinnen hielt und von ihrer doppelten Emmigration erzählte. Als Kinder sind sie oder ihre Eltern nach Argentinien gekommen und nach dem Militärputsch sind viele von ihnen, die ohnehin Probleme mit ihrer jüdischen Identität hatten, wieder nach Spanien oder Paris emgigriert.
Erna Pfeifer will eine Anthologie mit Texten von einigen dieser Autorinnen herausgeben und zwei davon hat sie dann vorgestellt, nämlich Diana Raznovich, deren Großeltern sogar aus Wien gekommen sind, die eine berühmte Cartonistin ist, jede Woche einen Cartoon in einer argentinischen Zeitung hat und ein Referat über Humor hielt und Luisa Beatriz Futoransky, eine Lyrikerin, die inzwischen in Paris lebt und die kurz über ihre literarischen Vorbilder, nämlich Sylvia Plath, Elsa Laska-Schüler und Janet Frame berichtete.
Nachher gab es noch die übrigen Brötchen und der Vortragssaal hatte sich sehr geleert, es war aber eine sehr interessante Veranstaltung zum Frauentag, an dem es noch weitere interessante Veranstaltungen gibt, so spricht glaube ich gerade in Ö1 Ebva Geber und es gibt auch ein Buch zur Geschichte der AUF, das nächste Woche in der Hauptbücherei vorgestellt wird, in dem die Ruth, die Hilde Langthaler und noch andere Autorinnen Texte haben.

2014-03-04

Lesestau

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:16

Meine Leser werden es vielleicht bemerkt haben, momentan lese ich mich eher langsam dahin beziehungsweise meine endlos Leseliste ab. Da liegt vor allem an den Veranstaltungen, denn wenn ich Montag bis Freitag wohin gehe und dann darüber blogge, bleibt nur am Morgen Zeit für ein Badewannenlesestündchen und dann natürlich meist das Wochenende und momentan habe ich auch noch ein Monsterprojekt vor mir, nämlich Bram Strokers „Dracula“ auf Englisch, das, glaube ich, vor zwei Jahren im „Wortschatz“ lag, als ich mich zu dem vergeblichen Besuch zur Iris aufmachte, zuerst habe ich es liegen gelassen, als es aber am Rückweg noch dalag, habe ich es genommen. Denn der „Dracula“ ist ja ein Klassiker, den man gelesen haben sollte. Auf den sich alle beziehen, wie H.C.Artmann zum Beispiel und ich will ja auch mein Englisch trainieren. Da habe ich ja dieses Jahr einige englische Bücher auf der Liste und mich bis jetzt recht gut um sie herumgeschummelt. Nämlich den „Ukrainischen Tractor“ vorher noch auf Deutsch gefunden und die englische Ausgabe zurückbebracht.
„Zoli“ habe ich auf Deutsch aus einer Abverkaufskiste gezogen, als ich gerade mit dem Englisch beginnen wollte.
„Dracula“ aber gab es nicht zu finden, nur den Bericht jener amerkanischen Leserin, die nach dem Tod ihrer Schwester ein Jahr lang jeden Tag ein Buch las und mit dem „Dracula“ begonnen hat. Da wäre ich schon erbärmlich gescheitert. Denn ich habe letzten Donnerstag mit dem Buch begonnen und bin jetzt glaube ich auf Seite vierzig. Blöderweise hat es vierhundersechzig oder so und wenn ich das ausrechne und mit meinem Wochenprogramm vergleiche, kann ich froh sein, wenn ich, bis wir nach Leipzig fahren, damit fertig werde.
Ein bis zwei Wochen für ein Buch, das bremst natürlich meine Leseliste, bei der ich für 2014 jetzt bei 141 Büchern angelangt bin und daher das mit dem wirklich tollen Wochenbuch ab nun vergessen kann.
Das Wochenende waren wir auch in Harland und da gibt es eigene Bücher. B.Traven wäre da daran aus dem Bücherschrank meines Vaters. Nur fuhren wir vorher nach Krems. Die Ruth gab mir ihr neues Buch und das habe ich gleich gelesen. Rezensionsexemplare ziehe ich ja vor und so werden die Bücher die 2014 noch auf die Jahresliste kommen, wohl auch Rezensionsexemplare sein. Denn wenn ich in dem Tempo weiterlese, schaffe ich gerade hundertfünfzig Bücher und da wäre ich schon im Verzug, weil ja im Herbst und Winter die dicken Geburtstagsbücher vom Vorjahr auf mich warten, die ich nicht mehr 2013 schaffte.
Judith Grohmann, die mich letzte Woche besuchte, hat sich auch auf meine Leseliste, die ja bis 2025 reicht, bezogen. Die ist vielleicht ein Gag oder auch eine Notwendigkeit für eine Sammlerin, die ich ja bin, die aber auch den Anspruch hat ihre Bücher möglichst vollständig zu lesen und auch die vielen tollen Bücher in den Schränken nicht wirklich liegen lassen kann. Das habe ich jetzt zweimal versucht. Ich bringe es nicht zusammen, brauche es auch nicht wirklich. Denn es ist ja toll, daß es die Schränke gibt und ich mich für Bücher interessiere. Die Liste hilft ein wenig die Übersicht zu halten. Sie hilft sogar sehr viel. Eine Pressedame hat sich ja im Vorjahr auch darüber mokiert und sich geweigert mir den neuen Michael Freund zu schicken. Soll so sein. Lese ich halt was anderes, ich habe ja genug, stimmt. Ich finde sie eigentlich sehr toll und werde 2014 wohl damit beschäftigt sein, die Listen, die ich schon habe, anzufüllen. Dann leidet wahrscheinlich die Spontanität und es wird wohl nichts mehr mit dem einen tollen Buch pro Woche, das ich dann finden kann. Cornelia Travniceks „Chucks“ zum Beispiel ein dBp-Buch oder auch „Kathi auf der Brücke“ oder die „Unvollendete Symphonie„, nach denen ich ja Ausschau halte und wenn ich das oder ähnliches finde, muß ich es wohl auf die späteren Listen verteilen und danach kann ich ja noch Listen bis 2033 oder so machen. Länger ist wohl nicht wirklich sinnvoll. Aber mal sehen, ob es dann noch Bücherschränke gibt? Ich behaupte ja nein und deshalb sorge ich auch vor.
Derzeit warte ich auch auf einige Bücher, die kommen sollen und noch 2014 gelesen werden. Da habe ich ja vor zwei Wochen das neue Buch von Luis Stabauer angefragt, das kommen soll. Die „Wartholz-Athologie“ wohl dagegen eher nicht.
Aber die „Komischen Künste“ haben mir einen „Wien-Comic“, „Residenz“ mir den Roman von Alex Popov geschickt und als ich Karin Invancsics vorige Woche sagte, daß ich „Wanda wartet“ und „Muss das schön sein im toten Meer toter Mann zu spielen“ gelesen habe, hat sie mir versprochen, mir die „Aufzeichnungen einer Blumendiebin“ zu schicken, die ich auch gern lesen will.
Die „Riva-Verlagsgruppe“ hat mich auch noch angeschrieben und zwei ihrer Neuerscheinungen angeboten, für einen Krimi habe ich mich entschieden, den neuen Roman der Angelika Reitzer und den der Theodora Bauer habe ich auch angefragt.
„I am a booalkoholich and I regret nothing“, hat Cornelia Travnicek vor kurzem auf ihrer Facebvookseite gepostet.
So what, bei einem Gewinnspiel, wo man das neue Buch von Martina Gercke und Katja Schneidt „Alles nur kein Mann“ gewinnen kann, habe ich mich auch beteiligt und gewonnen. Das kommt dann als E-Book und ich könnte meinen neuen Reader ausprobieren.
Das sind die Aufzeichnungen einer Büchersammlerin, aber einer, die daneben auch noch schreiben, bzw. derzeit mit dem dann wohl vierunddreißigsten Selbstgemachten beginnen will.
Da war das Wochenende auch sehr produktiv, denn ich habe mich noch einmal am „Alzheimer-Blog“ umgesehen, eine sehr interessante Diskussion mit Angehörigen und Betroffenen gehört und mir dann gedacht, daß der Unterschied meines neuen Buches zu den schon vorhandenen, die sich um alte Leute und Bücher drehen, sein könnte, daß die Anna ihren reduzierten Alltag beschreibt und sich die Entwicklungen daraus ergeben.
Die Johanna bloggt dann darüber und M.K, ein pensionierter Verlagsmensch könnten ihre Aufzeichnungen vor der Depression bewahren. Das wären dann drei Ebenen. Drei Geschichten. Alles nicht ganz neu, denn ich habe ja auch schon über Verlagsmenschen und Depressionen geschrieben, aber wichtige Thmen, die sicher interessant sein können und für mich will ich probieren, das Ganze, so langsam wie es geht, sich bis Oktober, beispielsweise entwickeln lassen und mich möglichst nicht von meinen eigenen negativen „Das kann ich nicht-Gedanken“, hindern lassen und habe die drei Anfangsszenen, inzwischen auch schon geschrieben.
Berichten werde ich im Blog darüber. Vielleicht wird es also auch so was wie ein Blogroman und nicht nur das „Vierunddreißigste-Indie“, das ich dann vielleicht doch einmal bei „Amazon“ einstelle oder auch wieder nicht und vielleicht finde ich auch Mitleser und Beobachter, die mir Feedback geben wollen.
Wär schön, geht aber auch ohne, da, glaube ich, auch das vor mich „hinjammern“ mein literarisches Selbstbewußtsein verstärkt.
Am Samstag bin ich beim Durchblättern meiner Bücher wieder abgestürzt, denn da gibt es auch einiges, was mir dann doch nicht so gefällt oder ich vielleicht auch nicht so aufmerksam durchschaute. Den „Novembernebel“ gibt es aber auch und das „Taubenfüttern“, wo alte Menschen und Alzheimer vorkommt.
Ich habe ja schon wirklich viel über Neunzig oder Hundertjährige geschrieben, obwohl ich selber gar nicht so alt werden will und vielleicht ist es auch einmal interessant in der „Viertagebuchfrau“ oder meinen anderen Büchern zu lesen, wo das überhaupt nicht vorkommt, um meine Schreibprozesse und Entwicklung zu rekapitulieren.

2014-03-01

Faschingsamstag-Schreibgedanken

Filed under: Uncategorized — jancak @ 08:02

Langsam langsam komme ich mit meinen Vorarbeiten weiter und die Notizen in dem halben schwarzen chinesischen Buch mit den roten Ecken, das vor Jahren einmal sehr modern war, beginnen anzuwachsen, aber sie drehen sich um eine Buchhändlerin, die bei sich Alzheimer entdeckt und dagegen ankämpfen will und das ist zwar ein sehr interessantes Thema, aber, darum komme ich nicht herum, ich habe schon sehr viel über alte Menschen geschrieben und das scheint mich zu blockieren und produziert wahrscheinlich geradezu das „Nicht schon wieder!“ und dann hat ja diese Woche eigentlich mit einem Mißerfolg begonnen. Denn schon zum vierten Mal beim Literaturslam der anderen Buchmesse angetreten und schon zum vierten Mal nicht gewonnen. Das war zwar vorauszusehen und ist wohl nicht der richtige Ort für meine leisen sozialkritischen psychologischen Texte, aber wo ist der richtige?
Den scheint es nicht zu geben, soviel ich suche, mich bemühe, anstrenge, etc und das macht ziemlich hilflos zu denken, es scheint wirklich nicht zu gehen, da kann ich machen was ich will! Wenn ich das zu eindringlich sage, höre ich manchmal, wie vom lieben Stephan Eibel Erzberg auf meinem vorletzen literarischen Geburtstagsfest, du bist ja ohnehin so erfolgreich!
Ja, ich habe viel geschrieben, das stimmt natürlich und ist nicht wegzuleugnen, scheint aber irgendwie nicht rüberzukommen und Nicole Engbers war bei der Vorstellung beim Slam am Sonntag auch sehr erstaunt, daß ich schon zweiunddreißig selbstgemachte Bücher habe. Habe ich und manche wiederholen sich auch, manche sind besser, manche sind schlechter und um das herausszufinden, nehme ich sie manchmal in die Badewanne mit, bevor ich mit einem neuen Projekt beginne.
Das habe ich mit den „Hierarchien“ so getan, die ja in einem Kleinstverlag erschienen sind und daher einige Rezensionen hatten, eine davon, von einem Kleinverleger, der mir zuerst einen gar nicht so ablehnenden Brief geschrieben hatte, war besonders schlecht und im Lauf der Jahre habe ich auch gedacht, „Das ist dein erstes veröffentlichtes Buch, das wird noch nicht so gut sein!“
Dann habe ich es wiedergelesen, es hat mir gefallen und ich habe gedacht, da sind ja schon alle meine Themen drin. Das ist gut und schlecht sogleich, denn einmal sehr aufmunternd, andererseits wieder das Gegenteil, denn es ist ja nicht gut angekommen und bei den selbstgemachten habe ich oft nicht einmal eine Rezension und kaum Feedback.
Ju Sophie hat sich einmal die Mühe gemacht, die „Mimi“, die ich eigentlich für ein interessantes Buch halte, zu verreißen.
Gestern in Krems hat mir eine Käuferin, die schon ein paar Bücher gelesen hat, gesagt, sie gefallen ihr sehr gut.
Sonst kommt eigentlich kein Feedback und ich selber denke ja auch „ich schreibe nicht gut, das ist schon wieder nicht gelungen!“, etc und komme aus dem Zirkel des Mißerfolges und des Nichtbeachtetwerden offenbar nicht heraus, was mich auch betrifft und so schreibe ich immer wieder darüber und der Kreis schließt sich oder dreht sich immerfort weiter, etc.
Am Montag habe ich es dann geschafft, die Bücher die sich übers Alter und das Bücherlesen drehen, herauszunehmen und habe mich dann an der „Absturzgefahr“ festgelesen und wieder gedacht, das ist eigentlich sehr gut. Natürlich hätte eine geschickte Lektorin einiges straffen und wegstreichen können, selbstverständlich, aber sonst war ich vom Spannungsbogen überrascht und viel besser als ich eigentlich dachte. Was mir aber, um aus dem Kreis herauszukommen auch nicht viel nützt und von der „Absturzgefahr“ gibt es, glaube ich, keine Rezension.
Am Dienstag hatte ich dann von zehn bis fünf Stunden beziehungsweise eine Diagnostik und noch einen Befund zu schreiben, bevor ich in die Rockgasse in den Republikanischen Club gehastet bin. Am Mittwochnachmittag habe ich weitergelesen, die „Paula Nebel“ handelt ja auch von einer alten Frau und ist eine kleine leise Geschichte über den Mißbrauch den Heime ansichten können und Kinderwegnahmen. Da gibt es eine Rezension und ein paar Goodies und Vorbereitungstexte, die auch in der „5-er Edition“ enthalten sind.
Durch „Beim Sterben sollte man zu Hause sein“ und „Zwillingswelten“ sollte ich mich noch lesen, am Wochenende habe ich in der Badewanne ja Zeit dazu und dann anküpfen und weiterschreiben. Eigentlich sollte ich mich von den Wiederholungen nicht so abschrecken lassen, ich schreibe seit über vierzig Jahren und habe jetzt schon fast fünfunddreißig Bücher, schade, daß sich niemand dafür interessiert, das sollte mich aber nicht am Weiterschreiben hindern und die Anna Mitterer oder wie sie heißen wird, kann einen ganz anderen Schwerpunkt haben, wenn ich da eine Frau gegen ihren Alzheimer kämpfen lasse. So genau hatte ich das noch nicht, der Bernhard Listringer in der „Absturzgefahr“ hat zwar auch Alzheimer oder eine Demenz, aber das wird eigentlich nicht genau beschrieben und bleibt im Hintergrund.
Ich sollte mich nicht selber hindern lassen, klingt sehr gut, in der Realität kommt aber derzeit das mulmige Gefühl, wenn ich ans schreiben denke, nicht das „Kann ich nicht!“, eher „Da fällt mir nichts ein!“ oder „Nicht schon wieder“.
Am Donnerstag kam dann Judith Grohmann und hat mich durch ihr Selbstbewußtsein überrascht, als sie mir von den Aufmunterungen und den Verstärkungen erzählte, die sie beim Schreiben begleiten.
Das hätte ich auch sehr gern, ist aber nicht und sie hat mich auch sehr gelobt und nun weitermachen, anfangen oder auch etwas ganz anderes schreiben. Da finde ich im Moment nichts, was mich interessiert und die Idee mit der Materialsuche ist auch sehr vage.
Richtig, in „Standard“, „Profil“ und „Falter“ habe ich mich am Montagnachmittag auch geblättert, aber außer das ich die Anna durch die sozialen Probleme der Zeit, wie Jugendarbeitslosigkeit, Entmündigung, Bankenkriese etc stolpern lassen könnte, ist mir nichts eingefallen und das habe ich schon in der „Paula Nebel“, der „Sophie Hungers“ und wahrscheinlich noch in einigen anderen Sachen.
Am Mittwoch könnte ich mich nach der elf Uhr Stunde und vor dem MUSA auf Ideesuche begeben, mich in die Straßenbahn mit dem Notizbuch setzen oder durch die Stadt laufen und schauen ob mich da Passanten oder Gesprächsfetzen weiterbringen. Das wollte ich schon diesen Mittwoch machen, aber da hatte ich erstens eine Diagnostik um zehn und zweites den Gedanken „Ich bin noch nicht so weit!“, denn wenn ich wieder an den Bücherschränken vorbei in die Hauptbücherei laufe, ist es das wohl nicht.
Ein paar Ideen zum Aufschreiben habe ich noch für mein schwarz-rotes Chinabuch. Da ist einmal die vom Opernball, als ich hörte, daß die Würstl dort zehn Euro und das Gläschen Sekt ebenfalls soviel kosten. Da könnte sich ein Otto Normalverbraucher einen schwarzen Anzug anziehen, seine Frau ein Abendkleid, ein paar Freunde einladen, die Anna vielleicht, den Fernseher mit der Ballübertragung aufdrehen, Würstel Gulaschsuppe, Faschingskrapfen und ein paar Flaschen Sekt auf den Buffettisch stellen und selber tanzen und als meine Anna gestern kam, um ihr Fahrrad zu holen und wieder sowas wie „Du bist ein Büchermessie!“, sagte, antwortete ich ihr „Sei froh, wenn es in zwanzig dreißig Jahren nur mehr E-Books gibt und irgendein Trottel drückt auf einen Knopf und alles alles ist weg, hast du zehntausend Bücher!“, „Die verkaufe ich dann, werde reich und muß nie wieder arbeiten!“, hat sie gesagt, die in dreißig Jahren auch schon sechzig ist und die Anna Mitterer hat ja auch eine Enkeltochter, die einen Blogroman über die verstorbene Oma schreibt.
Vielleicht sollte ich also doch anfangen und mich von meinen zweiunddreißig unbekannten selbstgemachten Büchern nicht sehr hindern lassen oder erst in aller Ruhe nach Leipzig fahren, mich bei den dortigen Bücherbergen umsehen und mich statt hindern, inspirieren lassen. Die Journalistin die ich auf der anderen Buchmesse traf und die das auch tut, schwärmte mir von den Kontakten vor, die sie dort immer knüpft.
Da bin ich nicht sehr gut, aber Mara Giese will ich diesmal dort treffen und mich mit den „Dreizehn Kapitel“ im Literaturcafe fotografieren lassen, weil die so eine Autoren-Fotoaktion für eine Ausstellung machen.
Einen Krapfen werde ich, wenn ich mich demnächst mit dem etwas verschnupften Alfred am Markt treffe, wahrscheinlich auch essen. Mehr Fasching wird es bei mir nicht geben, denn ich verkleide mich nicht gern, habe kein Ballkleid und kann auch nicht Walzer tanzen, wenn es aber ein schönes Schreibvorbereitungswochenende werden wird, ist nichts dagegen zu sagen.

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