Literaturgefluester

2015-01-12

Bibliotherapie

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:38

Am Freitag bin ich auf der Facebookseite vom Writersstudio auf einen interessanten Artikel gestoßen „Lesen als Medizin“, eine fünfteilige Serie des WRD, wo es um verschiedene Intiativen ging, die Lesen als Therapie bzw. in Gruppen anbieten.

Das gibt es zum Beispiel das Fritz Pearls Institut in Deutschland, wo der Psychologe Hilarion Petzold eine eigene Bibliotherapieausbildung für interessierte Psychologen, Lehrer, Bibliothekare, Altenhelfer, etc anbietet, die amerikanische Erfolgsautorin Siri Husvuedt von der ich vor kurzem, die „Zitternde Frau“ gelesen habe, gibt Kurse in psychiatrischen Kliniken und in England kann man sich angeblich bei Depressionen, leicht bis mittelschwer, Bücher statt oder und Psychopharmaka von der Krankenkassa verordnen lassen.

Das erinnert mich an „Die Romantherapie“, Bestellerbuch des letztes Jahres, das mit einer eigenen Facebookseite für jedes Wehwechen von A wie Abschied bis Z Zentralmatura, füge ich jetzt hinzu, ein eigenes Buch anbietet. Für die Zentralmatura würde ich den Friedrich Torberg empfehlen, das ist jetzt meine Idee, im „Rezept O Mat“ gibts unter Z Zeit und Zurückweisung, 253 Romane werden aber angeboten und man kann die Liste beliebig mit eigenen Vorschlägen erweitern.

Und das ist etwas, das mich die schreibende und bloggende Frau mit den Bücherbergen, der Endlosleseliste und der immerwährenden Vorstellung einen Roman zu schreiben, wo eine Frau mit Depressionen in ihrer Pension ihre Bücher aufliest, natürlich sehr faszinierend, obwohl ich es Angesichts meiner Bücherberge umgekehrt mache, ich nehme nicht mein Wehwechchen und schaue dann nach, was ich dagegen lesen kann, sondern lese meine Liste mehr oder weniger stringent hununter, aber da hat es im vorigen Jahr noch ein Buch gegeben, das sowohl mich, als auch die Bücherbloggerszene faszinierte und das genau in diese Bresche schlägt.

Nina Sankovich „Tojstoi und der lila Sessel“ , wo die Autorin nach einem Todesfall, ein Jahr lang jeden Tag ein Buch gelesen und danach darüber geschrieben hat.

Etwas, das ich auch gern tun würde, das heißt darüber schreiben, beim Lesen schaffe ich, das habe ich jetzt gesehen keine zweihundert Bücher im Jahr, weil ich ja noch etwas andereres tun will oder muß, nämlich meine Praxis, schreiben, meine Familie, zu Veranstaltungen gehen, etc, aber die Vorstellung finde ich sehr fazinierend und Bücher übers Lesen, Buchhandlungen, Bibliotheken scheinen jetzt überhaupt zu boomen. bzw. gibt es immer mehr davon.

Petra Hartlieb hat über ihre „Wunderbare Buchhandlung“ geschrieben und ich habe in meinen Bücherbergen auch schon eine kleine Sammlung von Büchern übers Lesen.

Anne Fadimann „Ex Libris“ zum Beispiel oder das der 1904 in Wien geborenen Friederike Manner „Lesen aber was?“, wahrscheinlich eine ganz besonderes bibliophiles Gustostückerl und würde auch die beiden oben genannten Bücher gerne finden und lesen.

Es gibt auch verschiedene Lesezirkel, die WDR-Reihe berichtet von einem einer ehemaligen englischen Sozialhilfempfängerin, das scheint auch zu boomen, war ja das auch angeblich Joanne K. Rowling, bevor sie den Harry Potter“ schrieb, die mit “ the Reader“ eine „britische Leserevolution“ startete und ich empfehle meinen Klienten auch gelegentlich Bücher, zum Beispiel einmal die Evelyn Grill einer Frau in einer Scheidungskriese, obwohl ich keine Bibliotherapie betreibe, sondern mich eher mit der Frage herumschlage, wie ich es schaffe, meine Bücherberge aufzulesen?

Da habe ich ja immer die verschiedensten Ideen mit denen ich mehr oder weniger lustvoll scheitere, darüber schreibe und über die sechszigjährige Sozialhilfeempfängerin, depressiv etc,  die ihre Bücherberge aufliest, würde ich ja auch gerne schreibe, habe es schon versucht und jetzt wieder eine diesbezügliche Idee, was mein nächstes Projekt betreffen könnte, habe ich da doch heute vormittag „Die Bibliophilin“ in mein kleines schwarzes Moleskino  geschrieben, dazu den Namen Thekla Morgenstern, die könnte ungefähr sechzig sein und die Frizi Jelinek aus der „Absturzgefahr“ könnte, inzwischen etwas älter geworden und sowohl Schreibtrainerin als auch Bibliotherapeutin, wieder auftauchen, ein platonisches Verhältnis zu den polnischen Pfarrer Janus Warszinski haben, wieder in Wien wohnen, etc

Ja, ich weiß das geht schnell, habe ich erst vor kurzem etwas von Zeit lassen, wenn ich im Februar oder März mit dem korrigieren des „Nanuowrimonovels“ fertig bin geschrieben, von „Writerretreats“, Schreibwerkstätten und Materialsammeln bis ich dann im November mit der „Nika Weihnachtsfrau“ den neuen „Nanowrimo“ starte, der ein Adventkalender werden soll.

Das das Zeilassen, das Sammeln, Recherchieren kann ja sein und habe ich auch vor, die Idee mit der Bibliotherapie ist aber fanzinierend, denn das Lesen und das Schreiben läßt mich so leicht nicht los und meine Bücherberge auch nicht, da habe ich ja gerade den Dimitri Verhulst, auch ein Fund aus dem Bücherschrank beendet, und mit Alberto Moravias „Die Römerin“ angefangen, plane neben den „Writerretreats“, mehrere „Lesemarathons“, um das mit dem „Blauen Sessel“ vielleicht doch irgendwie zu schaffen, denn ich denke, der Reiz am Lesen ist für mich schon die Leseliste mehr oder weniger stringent hinunterzulesen.

Faszinierend, die Mischung zwischen alt und neu, wenn man so zu den Bücherbloggern blickt, da trifft bei einigen  wirklich zu, was „Leselustfrust“ et al schon seit Jahren bemängeln, sie lesen zur selben Zeit, die selben Bücher, die die Verlage gerade herausbringen und  als Rezensionsexemplare zu ihren gekommen ist.

Im vorigen Jahr hat beiispielsweise der Haruki Murakami das Lesejahr begonnen, im Herbst und Winter waren es Karen Köhlers Erzählband „Wir haben Raketen geangelt“ und Nino  Haratschiwili „Das achte Leben“, etc, ein Jahr später kräht nach diesen Büchern dann kein Hahn und man kann sie, wenn man Glück hat, um einen Euro in einer Abverkaufskiste ziehen und das ist ja, was mich fasziniert, solche Bücher stehen ja gerade auf meiner Bücherliste.

Heuer einige von den dBp-Listen von 2009 und dann auch noch ganz ganz Altes aus den Büchersschränken meiner Eltern und ich denke diese Mischung machts und ist das spannende für mich, da brauche ich gar nicht lang nachzudenken, welches Buch ich lesen möchte, wenn ich beispielsweise Zahnweh habe.

Aber seit einigen Jahren, nehme ich mir auf meine Urlaube Bücher von Autoren des jeweiligen Landes mit, lese im Sommer Sommerbücher und im Winter welche über Weihnachten und das ist auch eine Art von Bibliotherapie oder Buchgestaltung und Bücher übers Lesen oder Bibliotheken faszinieren nach wie vor und so werde ich mich auch freuen, wenn ich einmal das Hartlieb-Buch in den Schränken finde, obwohl ich es im letzten Jahr am 24. Dezember in der Buchhandlung „Thalia“ durchgeblättert und angelesen habe.

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2018-02-18

Depressive Frauen

Filed under: Buchpromotion,Glosse — jancak @ 17:22
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Obwohl es mir ganz gut gelungen ist, wieder in den Veranstaltungsplan hineinzukommen und ich in der letzten Woche sogar auch wieder in der „Gesellschaft für Literatur“ war und auch genug zu Lesen habe, jetzt wieder ein Artikel bezüglich des Zehnjahresjubiläums, denn da habe ich meinen Lesern ja eine Serie zu meinen Büchern versprechen, um die hier ein wenig vorzustellen, weil sie sonst nicht zu entdecken sind, da ich sie mir ja selber drucken lasse und da zwar im Katalog der National- und der deutschen Bibliothek bin, aber sie jetzt nicht mehr an die Dokumentationsstelle für neuere Literatur ins Literaturhaus und auch nicht mehr an die GAV-Bibliothek schicke, nur immer eines in eines der offenen Schränke lege und da habe ich kürzlich im Netzt gesehen, wird das „Bibliotheksgespenst“ schon um zehn Euro im Netz angeboten. Ob der der Finder einen Käufer findet wird?

Wenn ihm mein Schreiben aber interessiert, kann er auf meinr Website nachsehen und die Probeakapiteln zu meinen Büchern lesen, es gibt die „Vorschauen“ und den Promotionsartikeln im Netz, die immer was zu den jeweiligen Büchern erzählen und auch ein paar spezielle Artikel zu den Themen, zu den Lieblingsbüchern, den Romananfängen und da man bei an die vierzig Büchern zu den Themen wahrscheinlich mehr als nur ein paar Worte verlieren kann, gibt es auch ein paar extra Artikel, obwohl meine Themen gar nicht so unterschiedlich sind und einem regelmäßigen Leser werden wahrscheinlich die depressiven Frauen auffallen, die meistens die Protagonistinnen sind.

Die Anna hat das, glaube ich, schon vor Jahren angesprochen, daß da oft eine arbeitslose oder sonst nicht Mitten im Leben stehende Frau, die Heldin ist, die im Lauf der Handlung eine Wende macht und meist ist die postiv und es geht gut aus. Die Heldin findet wieder Anschluß und Freude am Leben, bekommt einen Job, hat jemanden kennengelernt, der sich um sie kümmert, etcetera.

Zu positiv? Vielleicht, aber ich bin vom Brotberuf ja Psychologin und Psychotherapeutin und habe da meine Themen auch her, weil es ja öfter depressive Frauen sind, mit denen ich arbeite und was die eigene Depressivität betrrifft, ist es auch nicht gerade lustig an die fünfundvierzig Jahre zu schreiben und immer zu hören und zu denken, da bist du nicht gut genug, das schaffst du nicht, hör doch damit auf!

Das sehe ich, wenn ich nach Änderungen suche, leider wirklich nur als einzige Alternative und das will ich nicht und schreibe weiter, bin aber gerade jetzt wieder in einer Blockade, weil das, das  nützt ja eh nichts, so stark ist, daß ich nicht weiter mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ kommen, die ja auch eher eine depressive ist und die Magdalena, die nächste Protagonistin, von der es ja schon zwei Textproben gibt, wäre das ja auch.

Angefangen habe ich ja auch mit dem Schreiben über das erfolglose Schreiben, aber das ist ein weiterer Artikel, der demnächst kommt und mein veröffentlichter Debutroman die „Hierarchien“ beschäftigt sich nicht wirklich mit dem Thema Depression, sondern da habe ich mein Weggehen von der Klinik, wo ich vier Jahre halbtags Vertragsassistentin war, in die freie Praxis beschrieben und dort ist es mir ja nicht so gut gegangen.

Das Buch ist nicht sehr gut angekommen, was ich auch noch nicht so ganz verstehe, denn es war sehr ehrlich, aber natürlich ist das kein Kriterium für gute Literatur und sehr erhöht schreibe ich auch lnicht, obwohl mir das Buch, als ich es später gelesen habe, gar nicht so schlecht gefallen hat.

Aber ich wollte ja über die depressiven Frauen schreiben, obwohl man die vielleicht gar nicht immer so leicht von dem Thema „Älter werden“ und „Sterben“ abgrenzen kann und inwieweit, die Arbeitslogkeit mit der Depression korreliert, wäre auch eine interessante Frage, aber da fällt mir schon „Die begrenzte Frau“ ein, 2002 erschienen, Judith Gruber-Rizy hat den Beschreibungstext verfaßt und die wäre so ein Beispiel für eine depressive Frau

Die Archtiektin Agathe Zimmermann verliert ihren Job, hebt ihr Geld von der Bank ab und beschließt es auszugeben und danach in den Wald zu gehen und nicht mehr wiederzukommen.

Es kommt anders, denn sie lernt einen polnischen Sänger kennen, der vor der Staatsoper die Arie des Cavaradossi aus der „Toska“ singt und eine erfolglose Schriftstellerin, mit der sie in einem Bus Werbefahrten macht. Enen alten Mann in einer Hütte und einen Job bekommt sie dann auch.

Da wäre vielleicht das Muster, mit dem ich, wie vielleicht schon stimmen kann, viel zu wenig abgehoben und vielleicht auch zu schnell und unfertig meine Geschichten erzähle. Die Resonanz bleibt ja meistens aus, obwohl ich schon ein paar Rezensionen habe und es jetzt ja auch mit einer Leserunde versuchen möchte, aber dazu müßte ich Leser haben, die sich auf das Buch einlassen und mir Feef back geben möchte, was ja auch nicht so einfach ist.

Und 2003 war ich auch noch nicht so weit, denn da hat es das „Literaturgeflüster“ noch nicht gegeben und ich habe meine Bücher höchstens bei meinen Lesungen vorgestellt und ein Stückchen daraus gelesen.

Den Blog hatte ich dann schon, als 2010 „Sophie Hungers Krisenwelt“ erschienen ist und da gab es mit meiner ersten Kritikerin auch eine entsprechende Diskussion über die sprechenden Namen, weil es ja eine Schweizer Künstlerin gibt, die Sophie Hungers heißt, aber der Namen hat mir gefallen und meine Sophie Hunger, wie sie dann vorsorglich hieß,  ist auch eine freiberuflich arbeitende Lektorin, die ihre Aufträge verliert und, wie Andrea Stift in ihrerm Beschreibung schrieb, „um nicht in depressiven Stillstand zu verfallen, beschließt die Wirtschaftskrise in einer Art literarischen Winterschlaf zu verbringen.“

Und um eine wirkliche depressive Frau, fällt mir ein, ist es schon in dem früher erschienenen Roman „Die Radiosonate“ gegangen. Da ist die Josepha Stock, die ihren depressiven Alltag mit dem Radiohören verbringt und über ihre Todesarten nachdenkt, aber nicht die Hauptfigur, sondern eigentlich nur eine Episode. Die Hauptfigur wäre vielleicht, wo wir schon wieder beim anderen Thema und dem Alter Ego wären,  die erfolglose Schriftstellerin Elisa Eisenstein, die über Amanda Silberkandl und  Xaxer Mayrhofer, den beiden Radiomoderatoren, die aus Ö1 entstiegen sein könnten, einen ultimativen Roman schreiben will, der sie durch das „einsame Jahr“ begleitet.

Das Bücherlesen hatten wir schon 2009, bei der Sophie, obwohl es die Bücherschränke und die Idee mit dem Auflesen der ungelesenen Exemplare, erst später kam und da versucht ja die Thekla Morgenstern ihren Pensonsschock, man sieht meine Protagonistinnen werden schon älter, das Buch ist auch 2016 erschienen, damit zu überwinden und lernt dabei nicht nur die Fritzi Jelinek, die wir ja schon aus der „Absturzgefahr“ kennen, näher kennen, weil sie in ihre „Bibliotherapiegruppe“ geht, nein sie hilft auch der kleinen Yasmin Bilic aus ihren Sorgen mit ihrer Freundin Selma, die nicht mehr in die Schule kommt, weil sie dort kein Kopftuch tragen darf und da wäre wir schon beim nächsten Thema,  nämlich dem der „Flucht und Migration“ und da gibt es dann noch zwei Bücher, wo die depressiven Frauen nur am Rand vorkommen, aber da gibt es im Sommerbuch eine demente Oma und da wären wir schon bei einem anderen Thema, wo sich die Depression vielleicht mit dem Vergessen verbindet.

Denn die ehemalige Buchhändlerin Anna Mittlinger ist ja nicht depressiv, sondern hat eine Alzheimerdiganose bekommen, die sie ins Leben hinaustreibt und einen rumänischen Arzt kennenlernen läßt, aber die macht vielleicht auch ein  depressiv und so ist es wahrscheinlich auch, wenn man die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bekommt, wie ich es die Journalistin Veronika Sieberer erleben ließ.

Da war mein Thema eigentlich die „Sterbehilfe“, weil ich mit dem Buch von Ernst Lothar nicht einverstanden war.

Es ist eine Behandlungsverweigerung daraus geworden und eigentlich ist die Veronika Sieberer, die ihren alten Nachbarn aus einer Krise heraushilt und seine Hüte aufträgt, auch gar nicht depressiv, sondern lebt ihr Leben selbstbestimmt bis zum Ende weiter, obwohl das Sterben ja sicher nicht so einfach ist.

Und das Thema „Alter werden“ und „Sterben“ gehört auch zu meinen Favoriten. Von ältereren Eltern aufgezogen, habe ich  schon einige Leute bis an ihr Ende begleitet, habe auch Sterbehilfeseminare gemacht und mich bei meinen psychologischen Unterricht an Krankenpflegeschulen mit diesem Thema beschäftigt, begleite manchmal Klienten durch diese Situation, werde selber älter und meine Pensionistennen, wie etwa die „Paula Nebel“, oder die alte Dame im „Novmbernebel“ sind auch rüstige Pensionistinnen, die dem Leben etwas abgewinnen und sich nicht unterkriegen lassen wollen.

„Beim Sterben sollte man zu Hause sein“ meinem zweiten „Nanowrimo“, an dem ich mich 2012 wieder beteiligte, ist sogar eine besonders betagte Frau die Heldin, nämlich die fünfundneunzigjährie Lea Weissensterner, die einen alten Herrn in einer Seniorenresidenz kennenlernt und seine Memoiren schreibt und besonders alte Menschen, nämlich neunzig bis hundertjährige kommen in meinen Texten auch immer wieder vor.

In den „Wiener Verhältnissen“ ist der Held ein jüdischer Schriftsteller, der Wien 1938 verlassen mußte und ich habe jetzt die depressiven Frauen verlassen, die mich aber, wie man sieht, immer wieder einholen und sich mit den arbeitslosen Frauen, den erfolglosen Schriftstellerinnen, den Älterwerdenden, an Krebs oder Alzheimer erkrankten etcetera, immer wieder überschneiden.

Interessante Themen, wie ich finde, und mich immer wieder, jetzt schon in über vierzig Bücher an sie heraunmache, damit vielleicht schon ein wenig ausgeschrieben bin, so daß ich schon länger „Nicht schon wieder eine depressve Frau!“, stöhne, mich aber dann doch immer wieder damit beschäftige und jetzt nur noch gespannt bin, ob es die „UnsichtbareFrau“, die ja wahrscheinlich auch ein wenig depressiv ist, obwohl sie jünger ist und an den blauschwarzen beziehungsweise prekären Verhältnissen leidet, in Buchform geben wird und im „Bibliotheksgespenst“ fällt mir ein, gibt es auch eine depressive Frau, nämlich die Lehrerin Therese Schwarzenberg, die ihrer Depression, beziehungsweise ihrer Freundin und ihrem Psychiater mit einem Bus von Wien zuerst nach Belgrad und dann über Graz, Linz und Salzburg bis nach Berlin fährt und dort von der realen Wirklichkeit nämlich den Anschlägen am Weihnachtsmarkt eingeholt, was eine auch depressiv machen kann oder eine solche weiterbestehen läßt.

Bei den depressiven Frauen hätten wir noch die „Karoline Wagner“ von 2006, da hat Erika Kronabitter den Text geschrieben, nachdem ich Szenen aus dem Buch 2005, bei der „Text und Kritikwerkstatt“ auf der Silvrettahöhe vorgetragen habe.

Da ist die Heldin eine  erfolglose Lebensberaterin, die in die Fängen des Nobelpreisbetrieb geträt, beziehungsweise eine sich versteckt haltende Frau beobachtet, die im Buch Larissa Lichtblau heißt, aber an die Nobelpreisträgerin von 2004 erinnern könnte, eine analphabetische Putzfrau und einen untergetauchten Zeitschriftenmagnaten gibt es auch und wir sind schon wieder im erfolgreichen oder erfolglosen Literaturbetrieb und nicht wirklich bei den depressiven Frauen und auch Mathilde Schmidt, die Frau aus der Pizzeria mit dem Glas Wein aus „Besser spät als nie“ ist das warhscheinlich nicht wirklich, zumindest nicht diagnostiziert.

Denn da hätten wir wahrscheinlich wirklich nur die Josepha Stock und die Thekla Morgenstein, aber beide sind höchstwhrscheinlich nie zu einem Psychiater gegangen.

Das taten nur Therese Schwarzenberg aus „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ und  Anna Augusta Augenstern aus den „Berührungen“ aber die ist  auch Autorin und will einen Roman schreiben, hat aber eine schlechte Kritik bekommen und geht deshalb zu Theo Hardenberg, der sie eigentlich auch mehr literarisch berät und da wäre noch die Selma aus der „Frau auf der Bank“, die selbsternannte Stadtsheriffa, die ist wahrscheinlich depressiv und geht ins AKH, hatte aber auch eine Psychose hinter sich.

Man sieht ganz schön verwirrend, der Schreiballtag einer erfolgfrei schreibenden Psychologin und Psychotheraueptun mit Überlappungen und Überschneiderugen.

Neugierig darauf geworden?

Da ich schon über vierzig selbstgemachte Bücher habe, habe ich jetzt sicher noch einiges vergessen.  Vergebe sie aber gerne, sofern sie noch nicht vergriffen sind, an die, die sich dafür interessieren, beziehungsweise  mir eine diesbezügliche Frage oder Kommentar schreiben möchten.

2018-01-22

Bekannte Gestalten

Weiter geht es mit der Buchpromotion aus der Selbstgemacht-Kiste, denn da habe ich mir ja vorgenommen im Jubiläumsjahr ein wenig aus der Schule zu plaudern, damit man dann das Gewinnspiel, das dann folgt, problemlos beantworten kann.

Die dreißig Fragen zu den dreißig damals vorhandenen Büchern waren wahrscheinlich zu schwer. Die dreizehn oder besser vierzehn Bücher, die danach folgten, habe ich ja schon vorgestellt und ich habe auch schon einige Artikel verfaßt in denen man über meine Buchproduktion so einiges erfahren kann.

Da gibt es die Themengebiete, die Coverfragen, die Lieblingsbücher, die Romananfänge, das Ranking, die Bücherschrankgeschichten und noch einiges mehr und ein Thema, das vielleicht ganz interessant ist und über das ich hier plaudern, beziehungsweise flüstern will und das sehr zum Thema „Ausgeschrieben“ passt, über das ich ja auch manchmal jammere, ist das mit den bekannten Gestalten, beziehungsweise den Figuren, die man in mehreren meiner Bücher finden kann.

Ich schreibe ja eigentlich keine Serien und so ist auch meine Flüchtlingstrilogie, die eigentlich gar keine wirkliche ist, mehr oder weniger zufällig entstanden, denn eigentlich ist es ein Sommer- und ein Winter- oder Weihnachtsbuch in dem die Fatma Challaki vorkommt und die finden wir auch schon in der „Pensionsschockdepression.“

Aber wieder schön der Reihe nach. Meine Lieblingsthemen sind ja zweifellos das Schreiben, Bücher kommen immer wieder vor, die Bücherschränke habe ich schon erwähnt, die depressiven oder auch die alten Frauen, dann Themen, wie Sucht, Sterben, Krebs, Demenz, Down-Syndrom, Transgender, etcetera.

2010 habe ich die „Absturzgefahr“ geschrieben und da war der Ausgangspunkt dieser Flugzeugabsturz mit dem polnischen Präsidenten. Darum habe ich eine Geschichte gewoben und da kommt eine Lehrerin vor, die ihrer Tochter, weil sie mit einem Herrn Jelinek verheiratet war, den Namen Fritzi gab, die literarischen Vorbilder eben. Die verflucht das auch und versucht sich von dem Vorbild der Mutter zu lösen, was ihr nicht ganz gelingt und sie nimmt eine platonische Beziehung zu dem Sohn des Absturzpiloten auf, der Priester ist und die Fritzi treffen wir dann ein paar Jahre später in der „Pensionsschockdepression“ wieder, wo es ja um eine depressive Frau geht, die ihre Bücher loswerden will und von der Fritzi, ihrer Nachbarin in die Pfarre ihres Freundes gebracht wird, weil sie dort eine „Bibliotherapiegruppe“ hält.

Mit der Fritzi Jelinek und ihter platonischen Beziehung liebäugle ich auch sehr und so könnte es passieren, daß wir die beiden später vielleicht noch einmal in einem anderen Buch begegnen. Momentan beschäftige ich mich aber mit der „Unsichtbaren Frau“, beziehungsweise den verschiedenen Ichs der Magdalena Kirchberg und die hat noch keine Vorläufer, wenn man von den depressiven Frauen absieht, die unter den Namen Thekla Morgenstern, Laura Augustin und wie sie alle heißen, immer wieder auftauchen.

Und wenn wir schon bei der Laura Augustin sind, die kommt in den „Dreizehn Kapitel“ vor und hat da eine Nachbarin, die Nika Horvath oder ist es noch Nika Richter, heißt und die ist ja eine prekäre Studentin, die sich im Dezembert auf der Marihalilferstraße als Weihnachtsfrau verdingen will.

In den „Dreizehn Kapitel“ hat sie ein Kapitel, im Adventkaldender der „Nika, Weihnachtsfrau“, aber ein ganzes Monat und da treffen wir natürlich die Nachbarin wieder, die hat den Clemens j. Setz  im Bücherschrank gefunden und schenkt ihm der Nika zu Weihnachten.

Noch früher nämlich in der „Frau auf der Bank“ begegnen wir dem Psychiater Theo Hardenberg, denn der ist ja Oberarzt im AKH, wo die Svetlana Mihic, eine der drei S, ihre Facharztausbildung macht. Er verliebt sich in sie und heiratet sie später und weil es so schön ist oder ich einen Psychiater brauchte, begegnen wir dem Theo, einer von mir als fortschrittlich geschilderte Psychiaterfigur, sowohl in den „Berührungen“, da heißt die depressive Frau Anna Augusta Augenstern und will einen Roman schreiben und weil das nicht so geht, wie sie will, konsultiert sie dem Psychiater, der sie beruhigt und ihr wertvolle Impuse gibt und im „Frühstück“ treffen wir ihn noch einmal, denn da gibt es ja auch eine depressive Frau, namens Therese Schwarzenberg, die soll ihre Freundin Karoline treffen und auch zum Psychiater gehen, weil sie beiden aber nicht sagen will, daß sie ihre Deutsch für Fremdsprachen Stunden verloren hat, setzt sie sich in einen Bus, um nach Belgrad zu einer anderen Freundin zu fahren, die aber in Graz eine Vernissage hat, so wird eine Odyseee oder ein Roadmovie von Graz-Linz-Salzburg-Berlin daraus, wo Therese in den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt kommt und da Theo Hardenberg die Roma-Ärztin Svetlana inzwischen geheiratet hat, kommt die dann auch immer wieder vor.

So das war es mit meinen Serienfiguren, die Fritzi Jelinek und natürlich der Janusz Warszinski, den ich jetzt vergessen habe, extra herauszuheben, die Llaura Augustin und die Nika, der Theo Hardenberg und die Svetlana, sowie, die Fatma Challaki in der Flüchtlingstrilogie und jetzt habe habe ich auch meine letzten  Bücher vergessen, denn in den „Berührungen“, gibt es ja mehrere Ebenen und eine davon geht in den Himmel zu Stefan Zweig, Heimito von Doderer und Anne Frank und die beidenDichter kommen auch in einem Theaterstück vor, das Zarah Bashrami, Zoran Simcic und Jurij Abrahamovic proben und Stefan Zweig und Heimito von Doderer kommen ja, das kann ich gleich verraten, auch in der „Unsichtbaen Frau“ vor, denn da gibt es das Nobelpreiskomiteemitglied Jonathan Larsen, dessen Frau gestorben ist, mit der sich in seiner Verzweiflung unterhält und die erzählt ihm, daß sie sich im Cafe Wolke sowohl mit Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger, als auch Stefan Zweig und Heimito von Doderer trifft.

Und in „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, treffen wir auf Dorothea Wewerka, die keine Wohnung hat oder vorübergehend in einer Bibliothek wohnt und dort liest sie oder schreibt sie mein fünftes Digitbuch „Die Viertagebuchfrau“, wo es ja um die ersten hundert Tage von schwarz blau I, geht und da gibt es ja eine Felizitas Fee über die ich damals geschrieben habe und die war eine wohnungslose Frau, ist also, wenn man es so will, die Vorform der Dorothea Wewerka.

Welche Themengebiete könnten jetzt noch interessieren? Vielleicht über die depressiven Frauen und ihre sprechenden Namen noch einmal extra schreiben oder die Bücher- und die Schreibmotive noch besser abgrenzen?

Denn manche Figuren treffen wir ja wieder, auch wenn sie andere Namen haben, so gibt es ja einen Ex-Verleger, der in „Anna kämpft gegen das Vergessen“ aufjtaucht und da der Johanna, der Enkeltochter mit ihrem Blogroman zu einem Verlag hilft, der heißt K.M.

In „Besser spät als nie“, heißt der Exverleger des Starverlags Moritz Lichtenstern und klar, natürlich gibt es da eine Fortsetzung in der „Unsichtbaren Frau“, die wahrscheinlich ein richtiger Forsetzungroman sein könnte, denn hier treffen wir ja alle wieder, die Mathilde Schmidt, den Moritz, die Lily und auch die Slavenka Jahoda wieder und hier wird das Motiv der „Unsichtbaren Frau“ jerzählt, für die in den Fortsetzungsgeschichten kein Platz war.

Habe ich etwas vergessen? ich weiß nicht ob es einen Leser gibt, der es bemerken könnte, aber wenn, dann gäbe es natürlich wieder ein Buch dafür und auch für eventuelle weiteren Themenvorschläge über die man Artikel schreiben könnte, wäre ich dankbar.

Und wer jetzt etwas mehr von mir lesen will, ohne sich gleich eines meiner Bücher zu kaufen, den kann ich auf das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ beziehungsweise auf die Blogartikel, die darin enthalten sind, verweisen, auf die „Bloggeschichten“ aus denen dann die kürzlich erschienene Erzählung „Besser spät als nie“ wurde und natürlich auf die „Nika“, die jeden Dezember immer wieder hier ein Kapitel haben wird.

2018-01-20

Bücherschrankmotive

Ich habe ja versprochen, meinen Lesern im Jubiläumsjahr, zehn Jahre „Literaturgeflüster“, als kleine Vorbereitung auf das mögliche große Gewinnspiel, das dann folgt, etwas über meine selbstgemachten, also nicht nur geschriebenen, sondern, ach Schande, auch selbst herausgegebenen Büchern zu erzählen und da sind, seit ich blogge, höre und staune fünfundzwanzig Bücher erschienen, denn damals habe ich ja an der „Radiosonate“ geschrieben.

Über die letzten dreizehn Bücher angefangen vom „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ oder den „Dreizehn Kapiteln“ habe ich ja vor kurzem einen Artikel geschrieben.

Aber die Bücher vorzustellen, die während meines Bloggens entstanden sind, ist da sicher auch eine gute Idee.

Da gibt es einmal die „Radiosonate“, die Geschichte über eine depressive Frau deren Sozialkontakt aus zwei Radiostimmen, nämlich, die der Amanda Silberkandl und des Xaver Mayerhofer und deren Geschichten aufgeschrieben von der wenig erfolgreichen Schriftstellerin Elsa Eisenstein besteht.

Das Manuskript habe ich, glaube ich, ein wenig großspurig einem Verleger auf der ersten Buch Wien versprochen, der mir aber nicht geantwortet hat, so habe ich mit der Herausgabe gewartet und gewartet und das Buch dann gemeinsam mit dem „Haus“, die Geschichte über hundert Jahre Steinhof an Hand einer Psychiaterinnengeneration, drucken lassen,

Dann kam mein erster „Nanowrimo“, nämlich „Heimsuchung oder halb eins“ und da habe ich schon über das Bloggen beziehungsweise über den Literaturbetrieb geschrieben.

Dann kam das Jahr 2010 und damit der erste offene Bücherschrank in der Neubaugasse und weil meine Bücher ja immer irgendwie autobiografisch sind, ob es meinen Kritikern gefällt oder nicht,  spielt der ab da in einigen meiner Bücher eine Rolle.

Weiß jemand was das erste Buch war, wo der offene Bücherschrank beziehungsweise seine Bücherwartin eine Rolle spielt? Der oder die könne das Buch dann gewinnen…

Aber halt, das weiß ich schon, daß meine Leser  auf meine Gewinnspiele nicht sehr happig sind und außerdem bin ich ein ungeduldiger Mensch und will auf keine Antwort warten, die dann nicht kommt.

Also löse ich das Geheimnis, das erste Buch mit dem Bücherschranksujet war „Mimis Bücher“ und da geht es eigentlich um den „Ohrenschmaus“, der hier „Zungenkuß“ heißt oder das Schreiben mit intellektueller Behinderung, den sogenannten Lernschwierigkeiten und der Plagiatskandal um Helene Hegemann den es damals gab, spielt in dem Buch auch eine Rolle,.

Das heißt, der passiert hier dem Schrifjtsteller Johannes Staudinger und JuSophie meine zweite Kritikerin, der ich das Buch zum Lesen gab, als ich sie 2011 bei der ersten Studentenlesung kennenlernte, hagt es fürchte ich nicht gefallen.

Mir aber schon, füge ich ganz unprofessionell, was ich ja auch angeblich bin, hinzu, zählt es doch zu meinen Lieblingsbüchern und ich habe daraus auch schon bei der „offenen Bücherschranklesung“ in der Grundsteingasse gelesen.

Dann kam im Sommer 2010, glaube ich, geschrieben, die „Absturzgefahr“, wo es um eine Lehrerin und ihre Tochter Fritzi Jelinek geht und die kommt, das kann ich gleich verraten, auch in einem meiner anderen Bücher vor und darüber wird es wahrscheinlich noch einen Promotionsartikel geben.

Hier also nur so viel, daß es auch einen dementen Großvater gibt und der plündert die Bücherschränke und das beruht auch auf einer aktuellen Begebenheit. Hat es ja wirklich einen alten Mann gegeben, der offenbar die Bücherschränke ausräumte und Frank Gasser, den Begründer sehr verärgerte.

Bei den „Zwillingswelten“ meinem nächsten Buch, spielen die Schränke, glaube ich, keine Rolle, es gibt hier aber eine pensionierte  Bibliothekarin als Heldin.

Dagegen geht die Selma, die „Frau auf der Bank“ aus dem gleichnamigen Buch zu den Schränken, holt sich was heraus und hält als selbsternannte Stadtsheriffa, die Schränke auch in Schuß.

Dann kommt „Die Wiedergeborene“, das Buch, das 2012 erschienen, mich in eine „Schreibkrise“ brachte, die dann letztendlich zum „Literaturgeflüster-Texte Buch“ führte.

Dazwischen gibt es noch ein kleins dünnes Büchlein namens „Paula Nebel“, da geht es wiedermal, für mich auch sehr typisch, um eine alte Frau. Im „Novembernebel“ schon früher erschienen und mein erstes „Digitaldruck.Buch“ hatten wir das schon mal.

In „Kerstins Achterl“ geht es um das Thema Sucht und wie man davon loskommt, sowohl vom Alkohol als auch von einer unbefriedigten Beziehung. Das gelingt der Kerstin durch die Bekanntschaft mit dem kleinen Hektor und dem alten Max. Bücher kommen, wenn ich mich nicht irre, nicht sehr viele darin vor und dann kommt 2013 erschienen und 2012 geschrieben mein zweiter „Nanowrimo, nämlich „Beim Sterben sollte man zu Hause sein“, da geht es um eine Pflegehelferin, ein uneheliches Kind, ein touffe junge Roma, eine alte Frau und einen alten Medienzar, der in einer Senorenresidenz lebt und es geht auch ein bißchen, um den Bücherschrank oder eigentlich um den „Wortschatz“ am Margaretenplatz, denn Milka Horvath die Pflegehelferin in besagter Seniorenresidenz in der Kasimir Konstantin lebt, wohnt am Margaretenplatz und bezieht daher manche ihrer Bücher von dort unnd daher gibt es auch ein Bild vom Margaretenplatz am Cover zu sehen.

Dann kommt schon das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ und wie es mit meiner Buchproduktion weitergeht, kann man in dem „Dreizehn-Bücher-Artikel“ lesen.

Ich füge nur hinzu, daß die Laura Augustin aus den „Dreizehn Kapitel“, eine Bücherammlerin ist und in der „Brüderschaft“ bedient sich Swetlana Alexewitsch aus den Schränken, das ist übrigens mein dritter „Nanowrimo“

Die Bücherschränke kommen auch wieder im „Schutzengelchen“ vor, da gibt es nämlich einen Lebenskünstler namens Bruno Leitner und der wird zu einem Geburtstagsfest eingeladen und bringt dazu den im Schrank gefundnen Krimi „Kilmousky“ von Sybille Llewitscharoff mit und den bekommt das Geburtstagskind dann noch ein zweites Mal geschenkt.

Bücher spielen auch noch in anderen meiner Bücher eine  Rolle, der Bücherschrankt kommt aber, glaube ich in „Anna kämpft gegen das Vergessen“ nicht vor, vielleicht aber in der „Pensionsschockdepression“, da müßte ich erst nachsehen, aber, ich glaube, da trägt meine Heldin Thekla Morgenstern ihre ausgelesenen Bücher hinein und die Fritzi Jelinek, das kann ich jetzt verraten, trifft sie in dem Buch dann auch, denn die macht ja in der Pfarre ihres platonischen Freundes Jjanusz Warszinski, einen Bibliotherapiegruppe und die fünfzehnjährige Yasmin Bilic und eine Selma, die in der Schule kein Kopftuch tragen darf und auch nicht Zahnärztin werden soll und deshalb verschwindet, gibt es auch.

Hier kommt auch schon eine Fatma Challaki vor und die treffen wir in anderer Form dann in der „Nika“, dem Adventkalender, wieder“. Dort freundet sie sich mit dem Afgahnen Hassan Arawani an und plündert mit ihm den offenen Bücherschrank, ich glaube den bei der Buchhandlung Kuppitsch, während Nikas Nachbarin Laura Augustin, schon bekannt aus den „Dreizehn Kapiteln“ Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ im Schrank gefunden hat und das Buch Nika zu Weihnachten schnenkt.

So, ich glaube, das wars. Hat jemand mitgezählt? Für den der hat und mir die Zahl verraten möchte in wievielen meiner Bücher die Bücherschränke eine Rolle spielen, gibt es  eines der Bücher nach Wahl zu gewinnen.

2017-05-01

Nachtkastlbuch

Barbara Claudia Keller, die ich während unserer Lesung in Salzburg trat und die ich, glaube ich, bei dem „Sichten und Vernichten-Symposium“ im Literaturhaus vor einigen Jahren kennenlernte, wo ich meinen „Lieben Godt-Text“ vorstellte, hat mir das Manuskript ihres kürztlich bei „Arovell“ erschienenen „Nachtkastlbuch – Ein Kaleidoskop“ geschickt, in dem die, wie bei den biografischen Anfaben steht, nach einigen Umsiedlungen ist Salzburg lebende Autorin, die, glaube ich, auch als bildende Künstlerin tätig ist, Texte in verschiedenen Genren aufgeschrieben hat.

Ein Buch fürs Nachtkastl oder Lektüre vor dem Schlafengehen, etwas diesbzügliches habe ich ja schon gelesen, könnte man so sagen und interessant ist, glaube ich, auch, daß Barbara Claudia Keller, das Claudia ihrem Namen dazugefügt hat, weil es eine andere Autorin namens Claudia Keller gibt, die glaube ich , kürztlich, den „Alois Vogel Preis“ gewonnen hat, in einem Art Vorwort geschrieben hat, daß man das Buch, das sogar Witze und Kochrereztpe enthält, an jeder Stelle zu lesen anfangen kann. Also kein Streß vor dem Einschlafen, sondern beliebige Lektüre.

Barbara Claudia Keller schreibt von „Verknüpfungen und Verknotungen“ und davon, daß „ihr Vorrat an Andekdoten und Geschichterln“ unerschöpflich sei.

So läßt sie ihre Leser daran teilnehmen, sorgt sich vielleicht auch ein bißchen, nicht genügend davon zu haben, denn die Zahl der lesenden Menschen geht ja, wie ich immer höre zurück, während die der Schreibenden anstieigt.

So gibt es auch ziemlich am Beginn „Betrachtungen übers Schreiben“, wo Barbara Claudia Keller einen kleinen Excurs in die Welt der Schreibwerkstätten gibt, von der Biblio– und der Poesietherapie schreibt, das Korrigieren, Verknüpfen, Erweitern und auch einige Schriftsteller erwähnt.

Ein Text, den ich sehr interessant finde und der vielleicht auch  viel über das Buch, seine Absicht und sein Zustandekommen verrät.

Schade finde ich daher, daß er nicht gleich nach dem Vorwort kommt, sondern zuerst eine Geschichte über einen Mann, der offenbar eine junge Asiatin geheiratet hat und nun Sorge hat, daß sie ihn vergiften will und er sie deshalb vorsorglich auf einen Glaubenskongreß nach Ausland schickt, kommt, die meiner Meinung nach, besser etwas weiter hinten, Platz gehalbt hätte.

Dann kommen einige der schon erwähnten „Notate“ und „Witze“, darunter die Geschichte, wie die Autorin mit einer Pyjamahose zu den Salzburger Festspieln geht.

An den Witzen gefällt mir nicht, daß sich einige von ihnen übere ältere Menschen lustig machen. Aber das ist halt so bei den Witzen, daß sie meistens nicht mein Fall sind und mir nicht gefallen.

Dann kommt es schon zu den Kochrezepten, wo man nach Barbara Claudia Kellers Anleitung Rahm-Gemüse-Suppe, Rahmkoch, aber auch Müsili- oder Cornflakekuchen nachkochen kannn.

Dann geht es auf den „Christkindlmarkt“ und anschließend erzählt die Autorin, wenn man es lesen will, ihre Negativerfahrungen während einer chinesischen Medizinbehandlung. Da kommt auch die Anekdote vor, daß bei einer Akkupunkturbehandlung, die Akkupunkturnadel vergessen wurde, wodurch es zu unnötigen Schmerzen kam.

Dann kommen und das halte ich für einen wesentlichen Teil des Buches, die Reisegeschichten.

Barbara Claudia Keller macht offenbar gernBusreisen, ist das schon mal einer dieser Werbefahrten, die ich früher ja auch gerne machte und darüber geschrieben habe, aufgesessen. Ist auf „Kulturfahrt  ins Frankenland“ und sogar nach Bulgarien gefahren, beziehungsweise geflogen und mit einer Blasenentzündung, beziehungsweise einen doppelten Fersensporn von dort zurückgekommen. Aber den hatte sie schon vorher. Deshalb gibt es auch eine Geschichte über ihre Krankenhauserfahrungen und einen Mundartext, wie sie mit dem Radl in die Stadt fuhr, den ich als Wienerin schwer lesen konnte, gibt es auch und wenn ich noch eine kritische Anmerkung machen darf, so ist, glaube ich, das Zitat, daß „Angesichts des Todes alles lächerlich“ ist, das auf Seite fünfundzwanzig steht, von Thomas Bernhard und nicht von Ingeborg Bachmann stammt.

Dann kommt Barbara Claudia Keller zu Erich Fried von dem  einen  Lyrikbband gelesen und über ihn nachgegooglet hat.

Es gibt  auch den „Fried-Preis“ und da zitiert Barbara Keller die Aussage eines FAZ-Kritikers über „mittelalte deutsche Preisträgerinnen, von denen er meint, „daß sie erstens nicht schreiben können und zweitens nichts zu sagen haben“.

Wer das wohl gewesen sein könnte? Wenn ich da mal schnell nachgoogle, komme ich darauf, daß den in den letzten Jahren Esther Dischereit, Terzia Mora und Judith Hermann gewonnen haben.

Alles anerkannte renommierte Autorinnen, aber die Kritiker sind ja oft sehr kritisch und es ist wahrscheinlich besser selber nachzulesen und sich zu informieren, als sich auf ihr Urteil zu verlassen.

Barbara Claudia Keller geht aber wieder auf Werbereise, diesmal, um darüber zu schreiben und berichtet so genau von den alten Leuten mit den Gehhilfen und Schirmmützen,  sowie den dünnen Gratiskuchen und den kleinen Nudelpackungen, die man dort geschenkt bekommt.

Dann gehts nach Rom, Rumänien und in die Mazuren. Da ist der Bus mit Barbara Claudia Keller über München durch ganz Deutschland gefahren, bis er endlich an die berühmten Seenplatte in Ostpreußen angekommen ist.

So war dieser Urlaub für sie sehr enttäuschend. Wir haben das ja auch vor ein paar Jahren mit dem Auto und dem Anghänger gemacht und waren zufrieden.

Aber Billigbussreisen und Werbefahrten können anstrengend sein. So bin ich ja auch einmal mit dem akademischen Reisebüro in vier Tagen über Krakau nach Lemberg gefahren. Das war anstrengend, meine schon zitierte „Reise nach Odessa“ erzählt davon, obwohl das akademische Reisebüro keine Werbefahrt machte. Ich habe mir aber das schöne Cover für mein Buch von dort mitgenommen.

Barbara Keller ist auch noch in die Türkei gefahren, hat sich dort ein wenig geneppt gefühlt, Göreme besichtigt, billige Ansichtskarten und auch einen Schal bekommen und ich finde das Buch, beziehungsweise die Mischung von Notaten, Sprichwörtern, Rezepten, Reisen durchaus sehr interessant und es auch immer wieder spannend, was in Österreich und auch anderswo so alles geschrieben wird, was  in den Buchhandlungen vielleicht gar nicht so leicht  zu finden ist.

2016-02-13

In einer Person

Jetzt kommt ein Einschub auf meiner Leseliste, nämlich John Irvings, 2012 erschienener Roman, „In einer Person“, als Recherchelektüre zu „Paul und Paula“ und interessant, es ist nicht der erste Irving, den ich mir zum Vorbild nehmen wollte, denn als ich, lang lang ists her, die „Globalisierungsnovelle“ geschrieben habe, wo es um den Verkauf einer Niere geht, ist gerade „Die vierte Hand“ erschienen.

Sehr viel hat mir die Sprachgewalt des 1942 geborenen John Irvings, den ich inzwischen für einen Mainstreamschriftsteller hielt und von den Amerikaner, die ewig über ihren Sex schreiben, halte ich bekanntlichermaßen auch nicht so viel, glaube ich, nicht geholfen. Das lag aber wahrscheinlich auch an mir und meiner damaligen Gehemmtheit.

inzwischen habe ich, auch durch das „Literaturgeflüster“ meine schreiberischen Hemmungen ziemlich verloren und von John Irving habe ich inzwischen „Witwe für ein Jahr“ und „Laßt die Bären los“, gelesen, das war einmal Buch bei der „Eine Stadt-ein Buch-Aktion“ und da bin ich über die fürchterliche Übersetzung gestolpert, die, glaube ich, so schlimm war, daß ich als es, um Wien und den Bürgerkrieg oder die Okkupation der Nazis ging, nichts mehr verstanden habe.

Bei dem Buch ist mir nichts negativ an der Übersetzung aufgefallen und ich habe mich jetzt ein paar Tage lang, nachdem es mir, als sehr sehr gut, empfohlen wurde, eingelesen und war die ersten hundert Seiten lang nicht so davon überzeugt, beziehungsweise brauchten ich oder John Irving, die wahrscheinlich, um in das Buch hineinzukommen, denn da wird das Leben eines genau, wie der Autor, 1942 geborenen Mannes, in allen seinen Details erzählt.

Der, William Abbot, wächst in einem First Sister genannten Städtchens in Vermont auf und ist, glaube ich, dreizehn als das Buch beginnt und er sich in Miss Frost,  die Bibliothekarin des Ortes, verliebt, die ist viel älter, hat einen kleinen Busen und breite Schultern und, weil er sich in sie verliebt, will er auch Charles Dickens zweimal lesen und in dem Örtchen, beziehungsweise an seiner Schule, wird auch sehr viel Shakespeare gespielt.

Er ist der Sohn, der Soffleuse, seinen Vater, Franny Dean kennt er nicht wirklich, denn der ist schon nach oder vor seiner Geburt verschwunden, die Mutter zog ihn allein auf, tut sich dann aber mit einem Lehrer, namens Richard Abbot zusammen, der auch den Schülern Shakespeare beibringen soll.

Das geschieht in etwa auf den ersten hundert Seiten, dazwischen geht es gelegentlich nach vor, zu der Europareise, die William oder Bob nach seinem Schluabschluß mit seinem Mitschüler Tom Atkins  macht, geht vielleicht noch ein bißchen nach vor, zu der Zeit, wo er in Wien studierte, auch das hat sein Autor so getan und dort auch einige Romane geschrieben oder spielen lassen oder nach Hamburg, wo Bill schon als Schriftsteller mit der Transexuellen Donna in ein eher mieses Transvestitenlokal geführt wird.

Interessant an diesen Theateraufführungen ist  auch, daß die meisten Frauenrollen von Männern gespielt werden. Nun gut, die Schuler waren in den Fünfziger und Sechzigerjahren noch getrennt, aber auch sein Großvater Harry, der in fast jeden Stück mitspielt, spielt weibliche Rollen und nach dem Tod der Großmutter trägt er  nur noch ihre Kleider.

Ein großer Teil des Buches spielt 1960, da ist  Bill gerade achtzehn und liebt noch immer Miss Frost, die sowas, wie die Romantherapeutin für die örtliche Schuljugend ist, das heißt, falsch, soviele Jungen aus der Schule, gehen nicht in die städtische Bibliothek, aber Bill, in Miss Frost verliebt, tut es.

Sie empfiehlt ihm „Giovannis Zimmer“ und nimmt ihn in den Keller und in ihr Stahlbett mit. Sie betreibt dort mit ihm „Schenkelsex“ und er erkennt, daß sie einmal ein Mann war. Aber wieder falsch, das findet er heraus, weil er noch ein anderes Hobby hat. Er durchforstet nämlich die Jahrgänge der Schulabgänger und im Buch von 1935 findet er einen Albert Frost, einen Ringer. Die Familie findet inzwischen das skandalöse Buch und auch den BH, mit dem der bisexuelle Bill  onaniert und schickt den Großvater in die Bibliothek.

Die Bibliothekarin wird entlassen, die Mutter ist entsetzt und Bill geht mit seinem Freund Tom auf Europareise, der ist auch ein wenig seltsam, aber in Bill verliebt.

Der liest ihm „Madame Bovary“ vor, weil ihm das Miss Frost empfohlen hat und Tom ist eifersüchtig,  weint und windet sich am Klo. Nun ja, später wird Bill in Wien mit der Sängerin Esmeralda, die an der Staatsoper fast einmal auftreten durfte, sich das aber selbst vermasselte, weil an diesem Tag Kennedy ermordet wurde, Vaginalsex haben und er hat noch viele Begegnungen mit Männern und Frauen und noch von der Schule eine Freundin, Elaine, die von seinem Erzfeind Kittredge geschwängert wurde.

Ein bisschen verwirrend und schwierig, das alles wiederzugeben und dann kommen wir in die Siebzigerjahre.

Bill ist Schriftsteller geworden, lebt mit und ohne Elaine in New York und erlebt, wie alle seine Freunde nach und nach an Aids sterben.

Er hat aber, als er noch Schüler war und bei seinem Albumstudien zum Jahr 1940 kam, noch erfahren, daß sein Vater Franny auch sehr weiblich war und den soll er Jahre später in Madrid in einer Transvestitenbar wieder finden, wo er mit seinem Freund Mister Bovary auftritt und eine „haarsträubende Geschichte“, wie man durch das Lesen des berühmten Romanes zusammen kommt, erzählt.

Am Schluß kehrt Bill  nach Vermont zurück, er hat das Haus seines Großvaters geerbt und wird Lehrer an seiner Schule. Jetzt gibt es auch Mädchen dort und einen dicklichen Jungen, der eigentlich George heißt, sich aber, bis er zu einer Georgia werden kann, Gee nennt, der wird zuerst von den anderes Schülern als „Tampon“ oder „Weichei“ beschimpft, mausert sich aber, als so schönes Mädchen, daß Bill oder Mister A., wie er jetzt genannt wird, sie als Julia besetzen kann und viele viele andere hetero-homo-und transsexuelle Begegnungen, gibt es in dem Buch auch.

Zuviel für ein einziges Leben, eine einzige Familie, einen einzigen Menschen und wahrscheinlich eine maßlose schriftstellerische Übertreibung.  Aber sehr spannend zu lesen und wahrscheinlich auch sehr informativ, manchmal sträuben sich vielleicht die Haare, bei all den schriftstellerischen Zuspitzungen, so haben Bill und sein Freund Tom zum Beispiel Sprachfehler, sie können  die Worte „Vagina“ oder „Penis“ nicht aussprechen und müßen deshalb bei Elaines Mutter, die, an der Schule Lehrerin ist, Sprachunterricht nehmen.

Aber ich weiß schon, die Amerikaner sind Meister des spannenden Schreibens und  Bill und seine Freunde, die auch alle  Schriftsteller geworden sind, geben auch Unterricht im kreativen Schreiben.

Für mich, die sich ein bißchen in die Transgenderliteratur einlesen und  herausfinden wollte, wie man jetzt über Paul und Paula korrekt schreibt und keinen Klischees erliegt, war es sehr lehr-und hilfreich, denn wenn John Irving in seinem Roman soviel geschehen läßt, kann mein „Fräulein Paula“, vielleicht auch mit Highheels und einem roten Kleid zu einem Faschingsfest gehen, hat aber inzwischen ohnehin eine rote Bluse an und aus den Heels sind blonde Locken geworden.

Ich denke mir auch, daß das Buch, in dem prüden Amerika, wo Kinder zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts von der Polizei abgeschleppt wurden, weil sie ihre Schwestern auf den Topf setzten, sehr gewagt ist, denn einiges, was da passiert, der Schenkelsex, der transsexuellen ehemaligen Ringerin mit einem gerade Achtzehnjährigen, beispielsweise, ist vielleicht politisch doch nicht so korrekt. Aber John Irving gibt auch Unterricht in die sprachlichen Veränderungen.

So verwendet der 1942 geborene Bill, das Wort transsexuell, doch 2007, als er als Lehrer an die Schule kommt und dem oder der jungen Geee  gegenübersteht, sagt die ganz selbstverständlich „Das heißt jetzt transgender!“ und, daß an Aids mehr junge Männer gestorben sind, als im Vietnamkrieg, gibt vielleicht auch zu denken.

Die Jungen hatten 1960 in  ihrer Knabenschule einen Schularzt, der Homosexualität, als „heilbar“ erklärte und der junge Bill, geht 1970 zu einen „Schwulenarzt“, der schon ein Präservativ empfiehlt, aber leider hören die jungen Männer, die später qualvoll sterben werden, nicht darauf.

Bill hat aber Glück, er ist bi-, nicht transsexuell, von Aids bleibt er auch verschont und, als der Sohn seines Widersachers und erster Liebe Kittredge auftaucht und ihn als „Doppelstecker“ beschimpft, erinnert er sich an Miss Frosts Worte, die schon längst gestorben ist und sagt ihm „Mein lieber Junge, bitte steck mich nicht in eine Schublade!“, dann dreht er sich um und geht  ins Theater, denn dort beginnt die Vorstellung und Gee wird die Julia spielen….

2015-12-14

Das fröhliche Wohnzimmer im Read!!ingroom

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Patricia Brooks

Patricia Brooks

Der „Read!!ingroom“ dieser kleine feine kulturelle Nahversorger in der Anzengrubergasse, wie er sich, glaube ich, selber nennt, hat ja nicht nur einen Büchertauschdienstag und ein Sommerfestival, wo ich meinen heurigen Sommerroman sozusagen vorvorstellte, sondern auch ein „Adventspezial“ – Weihnachten im Advent, wo nicht nur Weihnachtliches gelesen wird.

So stellte Luis Stabauer dort seine „Atterwellen“ vor, ich komme am Donnerstag mit meiner „Nika Weihnachtsfrau“, meinen heurigen „Nanowrimo“ an die Reihe und eine Verlagspräsentation, nämlich die des fröhlichen Wohnzimmers mit Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Michaela Hinterleitner und Patricia Brooks gab es auch und es war in dem kleinen Lesezimmer so voll, wie ich es höchstwahrscheinlich nie zusammenbringen. Da könnte man wieder neidig werden, Wolfgang Helmhart, Ruth Aspöck, Jota Joakim, Dieter Berdel, Gabriele Petricek, die ganze experimentelle Literatenszene oder einen Teil davon und um noch ein wenig beim „Read!!ingroom zu bleiben, die „Dienstagsschreiber“ und eine „Bibliotherapiegruppe“, Bezirksspaziergänge und vieles andere gibt es dort auch.

Michaela Hinterleitner

Michaela Hinterleitner

Ich komme  eigentlich nicht sehr oft dorthin, bin aber einmal mit Rolf Schwendter von dort aus durch den Bezirk gewandert, bei Günter Vallaster, wo er Manuela Kurz und Helga Pregesbauer vorstellte, die inzwischen beide in die GAV gekommen sind, war ich auch, einmal wurde die Volksstimmeanthologie dort präsentiert, einmal habe ich das „Haus“ und die „Radiosonate“ dort vorgestellt und jetzt also eine Verlagspräsentation in dem kleinen feinen Raum, die mir ja nicht unbedingt fremd war, war oder bin ich mit Ilse und Fritz ja auch in einer Schreibgruppe und Michaela Hinterleitner habe ich im Sommer im Sonnenpark in St. Pölten kennengelernt und mit Patricia Brooks habe ich auch schon gelesen.

Fritz Widhalm

Fritz Widhalm

Aber trotzdem interessant die Verlagspräsentation, das xxxxx-small gibt es ja nicht mehr im Amerlinghaus und ob es die Veranstaltung im AI noch gibt, weiß ich gar nicht, obwohl eigentlich nur zwei Verlagspublikationen oder zwei Verlagsautoren vorgestellt worden, nämlich Michaela Hinterleitner mit „Common Sense“ und Patricia Brooks mit Texten aus einer Anthologie und dann noch einem Gedichtband.

Ilse und Fritz haben aus dem Verwicklungsroman in Günther Vallasters Ediiton erschienen, wo es inzwischen schon neuen Teile gibt, alle zwei Jahre, einenund zwar aus dem letzten und vorletzten Teil von dem Naz und der Jana, die im achten Bezirk in einer Wohnung wohnen, dort das fröhliche Wohnzimmer gründeten, aber selbstverständlich, wie Ilse Kilic betonte, nichts mit ihnen zu tun haben, es gibt nur wieder Ähnlichkeiten und auch ihre Beziehungsgeschichte aus dem neunten Band, während im anderen Janas Weihnachten geschildert wurde, von den fünfziger Jahren bis zu Gegenwart oder wenigstens an die, an die Jana sich erinnern kann, das heißt, die erste Puppe, der Tod der Mutter und dann die, wo sie dem Vater im Pflegeheim besuchten, beziehungsweise die, die Jana mit dem Naz feierten und das ist eine interessante Idee, die gesammelten Weihnachten eines Weihnachtsfreaks aufzuzählen und da habe ich mit meinen „Adventkalender“ vielleicht auch einiges anzubieten und habe heute auch von Peter Gstöttmeier, dem heurigen Ohrenschmausgewinner und seiner Schwester Weihnachtspost, beziehungsweise ein selbstgemachtes Weihnachtsgedicht sowie eine Weihnachtsgeschichte geschickt bekommen:

Ilse Kilic

Ilse Kilic

„Ruhig werden! Zur Ruhe kommen, nicht immer durch die Gegend hetzen

Zur Ruhe kommen, nicht immer im Dauerstress stehen

Zur Ruhe kommen, sich Zeit nehmen, um die Menschen um sich herum zu betrachten.

Zur Ruhe kommen, sich Zeit nehmen, um mit Menschen zu reden“,

hat er geschrieben, was mich daran erinnert meinen Lesern mitzuteilen, das diese Woche Felix Mitterer, der „Ohrenschmaus-Schirmherr“ in den „Gedanken für den Tag“ ist um die schönsten „Ohrenschmaus-Texte“ vorstellen wird und ich kann noch einmal an den Donnerstag erinnern und alle Interessierten in den „Read!!ingrool“ zur „Nika Weihnachtsfrau“ einladen.

Ich werde den ersten und stilecht den siebzehnten Dezember lesen. Einen Vorgeschmack, nämlich den fünften, gibt es schon hier.

2015-12-12

Bücherflohmärkte oder warum man Lesen soll

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 16:55
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Es ist der dritte Adventsamstag und wir sind wiedermal nach Harland gefahren, obwohl es in der Grünangergasse, dem Sitz des Hauptverbandes, am Samstag, einen Bücherflohmarkt mit Punsch zu Gunsten der „Caritas- Flüchtlingshilfe“ gegeben hätte.

Ohne Punsch hat es das schon auf der „Buch-Wien“ gegeben und da habe ich mir ein paar der drei Euro Rezensions- oder Messeexemplare gekauft, die größeren und besseren hätten fünf Euro gekostet, aber ich habe  schon soviele Bücher und muß mich jetzt schon anstrengen, mein Soll für 2015 einigermaßen, weil ich immer wieder Anfragen bekomme oder was gewinne, zu schaffen und für 2016 habe  ich wirklich und wahrhaftig vor, nicht wieder im Herbst ein Drittel davon abzutragen, weil sich ein anderes Drittel vorgeschoben hat.

Ob das wirklich geht, bin ich ein wenig skeptisch, weil 153 Stück stehen schon auf der Leseliste, wenn ich da am Tag der Longlistbekanntgabe eine Anfrage starten will und, „Holzbaum-Verlag“ und inzwischen auch „Aufbau“ schickt und ich  auch selber hin und wieder anfrage, kann ich mir denken, so ganz wird das nicht gehen.

Aber ist ja egal, lesen ist schön und wichtig, „Lesen ist Leben“, heißt ein Buch von Cornelius Hell, der am nächsten Mittwoch mit Katja Gasser wieder eine „Lese-Auslese“ in der „Gesellschaft für Literatur“ mit Punsch und Keksen geben wird und der glorreiche Buchpreisblogger Tobias Nazemi, der kritische, der den Ulrich Peltzer nach sechzig Seiten weggeschmissen hat, hat jetzt wieder einen Artikel mit sieben Gründen geschrieben, warum man lesen soll?

Da wäre ich zwar, wie bei allen Zwangsbeglückungen ein wenig sekeptisch, weil ich denke, daß wer will, lesen soll und wer es nicht will, weil er Besseres zu tun zu haben glaubt, soll es lassen und da braucht es keine Erklärung, das Lesen sexy ist, damit er vielleicht doch zu einem Buch greift und außerdem ganz ehrlich, denke ich mir manchmal, das Lesen eigentlich und genau genommen, Leben aus zweiter Hand ist und man eigentlich seine Erfahrungen selber machen sollte, als aus einem Buch zu lesen, wie es geht.

Das schreibt eine, deren Leseliste schon ins Jahr 2030 reicht und in deren Wiener Schlafzimmer die ungelesenen Bücher stapeln, eine die immer schon gern und viel gelesen hat, vielleicht auch weil die Wiener Kinderfreunde jedes Jahr den Kindern der SPÖ Mitglieder ein Buch schenkten, mein Vater einen Bücherkasten im Wohnzimmer hatte und er als einen seiner Nebenjobs auch die Bücher der „Büchergilde Gutenberg“ vertrieb.

Ich habe mir als Studentin die ganzen teuren Bücher gekauft und damals schon gesammelt, jetzt kaufe ich nur mehr in Flohmärkten oder gehe zu den Bücherschränken und auch da denke ich, daß ich das eigentlich nicht sollte, denn wer weiß, ob ich im Jahr 2030 noch lebe und lesen kann, wenn ich da beispielsweise heute ein dBp-Buch von 2014 finde, die von 2015 habe ich ja schon alle gelesen oder das neue Buch der Cornelia Travnicek, der Andrea Grill, etcetera.

Warum man lesen sollte?

Weil es interessant ist, vielleicht auch weil es bildet, wie diesbezügliche Studien ja nachweisen, stimmt alles höchstwahrscheinlich, ich tue es inzwischen, glaube ich, auch, weil ich herausfinden will, was die anderen besser als ich können und freue mich jedesmall, wenn ich ein Buch erwische, wo ich mir nachher denke, das kann ich eigentlich auch.

Natürlich, die Publikumsverlage haben ein Lektorat, ich bestehe auf meine Rechtschreibung und der Alfred, der kein Germanist und zunehmend mit meiner Bücherflut überfordert ist, sucht mir dann die S- Fehler heraus.

Das zum Thema lesen und warum man es soll?

Ich bin keine Zwangsbeglückerin, wenn mir einer sagt, er braucht es nicht, werde ich die Achseln zucken, obwohl es schon ein bißchen kränkend ist, daß die vielen Bücherblogger, die auf ihren Über mich- Seiten: „Ich lese alles, was mir in die Finger kommt“ schreiben, sich dann bei meinen Gewinnspielen nicht melden und eines meiner selbstgemachten Bücher höchstwahrscheinlich nie besprechen würden.

Schon um diesen „Fehler“ nicht zu machen, bemühe ich mich quer über den Tellerrand zu lesen und sage auch auf Anfragen von sehr unbekannten Verlagen bzw. Autoren zu und bin dann auch nie enttäuscht, allerdings komme ich angesichts meiner langen Leseliste auch nicht mehr umhin, mir genau zu überlegen, was ich jetzt lese oder vielleicht doch nicht, was ich ganz ehrlich nicht will.

Das zum Thema Flohmarkt in der Grünangergasse und dann bin ich gestern mit dem Rad zum „Kika“ gefahren, um dort mit dem Alfred Mittagzuessen, wo er mir sagte, daß es in der Wiener Straße einen Flohmarkt gibt.

Am Freitag und am Samstag und ich bin nicht gleich anschließend hingefahren, sondern erst heute kurz vor zwölf hineingeschaut, weil ich mich,  um zwölf, wie immer wenn wir in Harland sind, mit dem Alfred, um zwölf am Markt treffe, um ein Würstl dort zu essen und war dann von der Größe dieses „Lyon-Flohmarktes“ in der ehemaligen Passage sehr überrascht.

Ganze Hallen waren da mit Bücherschachteln gefüllt und ich habe schon beim Hinkommen, zwei Mädchen mit einen  Stoß  Büchern  in der Hand weggehen gesehen.

Ich bin aber vorläufig  wieder gegangen und erst um halb eins mit dem Alfred noch einmal dorthin, dann aber zugeschlagen und alte Freunde für meine 2030 Leseliste gefunden, obwohl ich ja, wie schon geschrieben, keine Ahnung habe, denn da werde ich ja bald achthzig sein, ob ich noch lebe oder lesen kann?

Aber „Kruso“, das dBp-Buch 2014, sollte man lesen und Sasa Stanisic „Vor dem Fest“, hätte ich mir vom Alfred ja fast beim vorigen „Buch und Wein“ kaufen lassen.

Also um es kurz zu machen, fünfzehn neue Bücher um fünfundzwanzig Euro, es sind ein paar Taschenbücher dabei, aber die Hardcover  kosten das ja schon mal und ich habe mir im Sommer ausgerechnet, daß dich vier bis fünhundert Euro gebraucht hätte, wenn ich mir die zwanzig Bücher gekauft hätte.

Der Otto hat es getan und die Brigitte Salanda wird es ihm wohl danken, während ich mir wieder einmal denke, es gibt zweifelsfrei zuviele Bücher oder sagen wir einmal, sehr sehr viele und viel mehr als die Leute lesen, denn ich bin mit meinen hundertfünfzig im Jahr und da nimmt meine Lesefrequenz inzwischen auch ein bißchen ab, ohnehin schon an der Spitze.

Eine Frau, die ich beim ersten Besuch gefragt habe, ob sie wisse, was die Bücher kosten, „Keine Ahnung!“, sagte sie, „Ich glaube, sie werden billiger, wenn Sie mehr nehmen!“,, weshalb ich das eine, das ich mir schon ausgesucht habe, wieder zurücklegte und später nicht mehr gefunden habe, sagte mir, daß sie sich freue, daß es das kurz vor Weihnachten gäbe.

„Aber man kann die Bücher ja nicht wirklich verschenken, weil sie gebraucht sind!“, sagte ich zweifelnd, worauf sie antwortete, wenn man den Geschmack trifft schon und ein paar von den von mir ausgesuchten machen auch einen noch ungelesenen Eindruck. Eine dreihundert Seiten Leseprobe von Ulla Hahn ist dabei, keine Ahnung, ob da das Hardcover nur in TB Form gedruckt wurde oder ob das Ende fehlt, von Thomas Glavinic „Die Arbeit der Nacht“, das glaube ich auch einmal auf der LL stand, von Christoph Hein „Landnahme“, von Herber Dutzler „Letzter Applaus“, von Gerhard Roth „Der Stronm“, „Die Töchter der Roza Bukovska“ von Zdenka Becker, „Elsa Ungeuer“ von Astrid Rosenfeld“ von der ich ja von Buzaldrin, deren Hund gestorben ist, neulich „Fünf Tage im Juli“ gewonnen habe, was, glaube ich, auch auf der 2030 LL steht, die „Schattenuhr“ von Alfred Komarek und „Elementarteilchen“ von Michel Hoeullebecq, von Cornelius Hell, den besagten Band über das Lesen, von Hennig Mankell „Der Chronist der Winde“ und dann noch eines von Patrik Modian,o dem Nobelpreisträger von 2014, von dem ich noch nichts gelesen habe und dann noch ein ganz ein altes aus dem Jahr 1955, nämlich Othmar Franz Lang  „Die Männer von Kaprun“.

Soweit die fünfzehn, die ich mir aus den Bücherbergen von wahrscheinlich hunderten Büchern ausgesucht habe und das kurz vor eins, wo dieser Flohmarkt dann beendet war.

Spannend, was es alles noch gegeben hätte, wenn ich am Freitag gleich um zehn gekommen wäre, oder vielleicht auch nicht, weil vielleicht die St. Pöltner Krimi oder Chick Lit oder was auch immer Leser sind.

Ich weiß es nicht und will mich auch nicht in Vorurteile begeben, der Flohmarkt war jedenfalls sehr gut besucht und eine junge Frau mit einem ganzen Stoß  Büchern habe ich ja hinausgehen sehen, allerdings keine Ahnung, um welche es sich dabei handelte und auch nicht, welche Bücher, die andere Dame sich für ihre Weihnachtsgeschenke ausgesucht hat.

Ich habe jedenfalls wieder einige Schmankelrln auf meiner Bücherliste, lese gerade  Nadine Kegele, die ich beim Bücherquiz auf der vorigen „Buch-Wien“ gewonnen habe, weil ich vorlaut alle Antworten auf Günter Kaindlsdorfer Publikumsfragen hinausgeschrieen habe und wer meine Meinung wissen will?

Natürlich soll man lesen, aber nicht weil es sexy ist, sondern, weil es soviele interessante und wie man sieht, auch billige Bücher gibt und wenn man sich darüber mit anderen auch noch austauscht, ist die alte Frau nebenan, von der Tobia Nazemi in seinem Artikel schrieb,  vielleicht auch nicht mehr einsam und, um einiger dieser einsamen älteren Frauen, die Bücherschränke regelmäßig frequentieren und dann in Bibliotherapie-Gruppen gehen, geht es auch in meinen Büchern.

2015-11-08

Ex Libris

Filed under: Bücher — jancak @ 00:34
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Während ich am Feiertag meine ungelesen bleibenden 2015 Leselistenstöße in die Regale zurückräumte, die 2016 Bücher heraussuchte und Schwierigkeiten beim Finden hatte, habe ich wieder begonnen meine inzwischen aktualisierte Bücherliste weiterhinunterzulesen, bin ich mit dem Buchpreislesen bis auf das Buchpreisbuch jetzt ja fertig und ich sollte Karin Ivancsics „Aufzeichnungen einer Blumendiebin“ lesen, aber da war ja noch Anne Fadimanns „Ex Libris“ und Bücher über Bücher sind ja interessant und faszinieren mich, obwohl ich das bei „Buzaldrin“ gewonnene „Buchhandlungsbuch“ auf meinen Schlafzimmerbücherstapel bei der Wand geräumt habe.

Eigentlich sollte ich das Buch auch wegräumen, wenn ich noch den „Circle“, die Ruth Cerha, die Eva Menasse und die neuen Bücher lesen will, aber dann habe ich es doch genommen und bin damit in die Badewanne gegangen, denn die „Bekenntnisse einer Bibliomanin“ sind ja interessant, bin ich ja höchstwahrscheinlich auch eine solche und schreibe auch gerne über das Bücherlesen.

Anne Fadiman war mir kein Begriff, leider gab es im „Diogenes-TB“, ein Fund vom offenen Bücherschrank, die ich jetzt ja länger vernachläßigt habe, keine Biografie.

„Wikipedia“ belehrte mich, daß das eine 1953 in New York geborene Essayistin und Reporterin ist, die offenbar auch aus einer bibliphien Familie stammt.

Das Büchlein über Bücher ist in siebzehn Kapitel gegliedert und manche waren für mich ein wenig irritierend, manche vertraut und das von den beiden Bibliotheken, die ihre und die ihres Mannes, die sich dann irgendwann einmal vereinen, fand ich originell. Da war dann auch die Frage, nach welchen Gesichtspunkten man Bücher ordnen soll, nach dem Alphabet, nach der Farbe, nach der Größe, etcetera?

Ich würde sagen, das ist eine Platzfrage und ich habe inzwischen soviele Bücher und so wenig Platz, daß sich diese Frage bei mir erübrigt. Duplikate gebe ich  weg. Interessant ist  die Frage, wie das dann ist, wenn man den doppelten „Mobby Dick“ entsorgt hat und die Ehe bricht entzwei?

„Wortungeheuer und Bandwurmwörter“ war für mich ein überraschendes Kapitel, da ist es um sehr unbekannte Worte gegangen, die in meinem Bibliophilenleben keine Rolle spielen,  auch das vom „Kuriositätenkapinett“, wo Anne Fadmann aus  einem Buch über Scotts Polarexpedition zitierte.

Dann gibt es noch ein Kapitel, wo sie ein Buch ihrer Urgroßmutter, das diese für ihre hervorragenden schulischen Leistungen „Eines über die wahren Bestimmungen der Frau“, erwähnt, das von einem Geistlichen geschrieben wurde, der die Mädchen belehrte gute Hausfrauen und Mütter zu werden. Sie liest es während sie ihre Tochter stillt und wird es ihr dann vermachen, wenn sie auch Mutter ist.

Ein mehr oder weniger wertvolles Antiquitätenstück  und ich habe auch das berühmt berüchtige „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ einer Frau Dr. Johanna Haarer in meiner Sammlung, wo drin steht, daß man die Kinder schreien lassen soll, um sie nicht zu verwöhnen.

Vertrauter oder was ich erwartet hatte, ist das Kapitel mit der Frage, wie man mit seinen Büchern umgehen soll? Anne Fadiman erwähnt hier eine Europareise mit ihren Eltern und ihrem Bruder, der ein Buch offen im Hotelzimmer liegen ließ, das Zimmermädchen steckte ein Lesezeichen hinein und schrieb dazu „Tun Sie das Ihrem Buch nicht an!“

Da scheiden sich wohl die Geister. Darf man Eselsohren machen und was hineinschreiben? Ich gehöre zu der Fraktion, die sagt man darf, Lesezeichen ist mein Bleistift, ich streiche alles an, um mich wie ich mir einbilde, später für das Bloggen zu erinnern, ich betrachte Bücher sozusagen als meine Gebrauchsgegenstände, deshalb stelle ich sie nach dem Lesen auch nicht in den offenen Bücherschrank.

Das nächste Kapitel ist den Autogrammen und den Widmungen gewidmet. Ich bin keine Autogrammsammlerin, hole mir nur höchst selten solche und mag  auch keine Widmungen, weil ich finde, daß sie die Bücher verschandeln, habe aber natürlich welche, weil ich viele Bücher aus den Schränken hole und die sind dann ganz interessant.

Anne Fadimann zitiert ein Beispiel,  daß Shaw einmal ein Buch mit seiner Widmung in einem Aniquariat gefunden hat, er hats gekauft, es noch einmal gewidmet und an den Adressat zurückgeschickt.

Ich habe einmal eines der Ruth mit Widmung im Schrank gefunden und sie gefragt, ob sie es haben will und es ihr  zurückgebracht.

Weiter geht es mit Anne Fadiman bibliophiler Familie, die Mutter war im Krieg Berichterstatterin und sehr empört, als ihr ihr Redakteur die Artikel klaute und ungenannt veröffentlicht, es gibt also ein Kapitel über Plagiate. Da habe ich ja auch schon einige miterlebt und die Familie hat die Eigenschaft des unerschöpflichen Korregierens. Sie können es im Restaurant nicht lassen die Rechtschreibfehler anzuprangern und die Mutter hat ein dickes Kuvert mit all den Fehlern ihrer Zeitschrift, die sie ihrer Redaktion mal schicken will.

Das ist wohl Erbsache, Anne Fadiman spricht von Familiengen oder würde ich vermuten ein Schichtproblem, denn die sozialistische Unterschichttochter war in der Straßergasse eigentlich sehr stolz auf ihre Rechtschreibfehler, verteidigt sie noch immer mehr oder weniger und kann eigentlich nicht wirklich verstehen, warum man, daß nicht mehr mit scharfen „ß“ schreiben darf, wo ich es doch in der Schule so lernte.

Ein wichtiges Kapitel ist aber auch das Lesen lernen und Anne Fadiman wiederholt die wichtige Beobachtung, daß Kinder das von ihren Eltern lernen, nur aus den vorgelesen Bekommenen werden Leser, die schönsten Kinderbücher im Kinderzimmer nützen nicht, wenn die Regalbretter im Wohnzimmer leer sind und da kommen wir schon zu den Antiquariaten.

Anne Fadismanns Mann führte sie einmal zum Geburtstag zu einem solchen, zurück kam sie mit acht Kilo Büchern. Ich habe ehrlich keine Ahniung, wieviel Bücher das sind, würde aber schätzen, daß das gar nicht so viel sind und für die braucht man dann Platz, so hat Anne Fadimann auch einmal in einem Antiquariat ein teures dünnes Büchlein von einem englischen Premierminister gefunden, das „Über Bücher und ihre Unterbringung“ hieß, der war ein Büchernarr und hat genau aufgeschrieben, wie man am besten die meisten unterbringen kann.

Anne Fadiann studiert aber auch Versandkataloge, solche die Pfannen und keine Bücher verkaufen und hat ein Kapitel ihrer ersten Schreibfeder gewidmet.

Da gibt es auch einen Absatz, wo jemand einen Vogel tötete, weil er unbedingt eine Feder brauchte, um was aufzuschreiben, ein sehr männliches Verhalten von Sir Walter Scott, das mich eher abstößt. Einer hat auch einmal seine Farbänder ausgetauscht und reinigen lassen und jetzt schreibt man sowieso am Computer und es gibt keine Originilae mehr.

Anne Fadimans Buch ist in den Neunzigerjahren erschienen, wo ihre Kinder noch klein waren und wird wahrscheinlich heute, als schon zweiundsechzigjährige auch anders lesen und schreiben.

Sie berichtet auch, daß man an die Orte gehen soll, wo die Bücher geschrieben wurden.  So hat Thomas Babington Macaulay Titus Livius am Trasimener See gelesen, wo die punischen Kriege statt fanden und in drei Stunden fünfzehntausend Römer starben, etwas was ich eigentlich auch nicht im Original lesen will, während sie mit ihrem Mann George am Grand Canyon über  „Die Erforschung des Colorado River und seiner Canyons“ las.

Es gibt ein Kapitel über Bücher über Bücher, die meisten sind auf Englisch angegeben und unterscheiden sich wahrscheinlich von meiner Sammlung, aber mir ist noch eingenfallen, daß ich da auch etwas von Nick Hornby gelesen habe.

Es gibt eine lange Danksagung und ich kann noch erwähnen, daß es in Ö1 schon lang am Sonntag eine Sendung namens „Ex Libris“ gibt, die ich mehr oder weniger regelmäßig höre.

2015-09-01

Vorschau auf „Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“

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Als Thekla Morgenstern eines Morgens aufwacht, geht es ihr gar nicht gut. Sie spürt eine Wand vor ihrem Kopf und fühlt sich, wie wenn sie in ein Depressionsloch hineingefallen wäre.
Als Therapie verordnet sie sich eine Bibliothotherapie-Gruppe, die ihr ihre Nachbarin, Fritzi Jelinek, die diese zweimal in der Woche, in Janusz Warszinskis Pfarre hält, empfiehlt und dann lernt sie noch die fünfzehnjährige Yasmin Bilic kennen, die ebenfalls große Probleme hat.
Hat sie doch der „Stief“ aus der Wohnung geschmissen und zur Großmutter geschickt und dann ist noch ihre beste Freundin Selma verschwunden, die Vorzugsschülerin des Polytechnischen Jahrgangs, den sie mit ihr besucht, die eigentlich Zahnärztin werden will.
Sie will aber auch ein Kopftuch tragen, kein Schweinefleisch essen und eine aufrechte Muslima sein, was in Zeiten, wo man täglich vom IS-Terrorismus und den Jugendlichen hört, die in Richtung Syrien aufbrechen, gar nicht so einfach ist.

Jetzt ist sie endlich da, die versprochene Vorschau auf mein übernächstes neues Buch, die Vorschau auf „Im Namen des Vaters“ den letzten „Nanowrimo“ gibt es auch noch und das Manuskript, das immer noch beim Alfred liegt.

Die Gewinnfragen können  noch beantworten werden, also Leute, wenn ich euch für etwas anderes, als das Longlistenlesen interessiert und wissen wollt, wie das „Selbstgemachte“ abseits des „Amazonrankings“ aussehen kann, habt ihr jetzt zwei Chancen, bevor es die Vorschau für den „Sommernanowrimo“ geben wird.

Neue Gewinnfragen gibt es auch. Auch wenn sich niemand bei mir meldet, bleibe ich hartnäckig dabei und möchte gerne wissen

  1. Worum geht es in der „Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“?

2. Was hat es mit der Kopftuch geschmückten Puppe am Cover zu tun, wem hat die einmal gehört und wie hängt das mit der Selma zusammen?

3. Wie hätte das Buch ursprünglich heißen sollen und welches Buch könnte vielleicht die Vorlage dafür sein oder wird beziehungsweise darin behandelt?

Damit das Antworten ein bißchen leichter fällt, gibt es wieder die Schreibberichte und das Buch für den oder die, der mir die Fragen bewantwortet, nach Erscheinen, dann löse ich wieder die Gewinnfragen auf, mache eine kleine Aussendung und das zweite Kapitel, das ich unter dem Namen „Selmas Kopftuch“ fast am „Welttag des Buches“ bei den Wohnpartnern gelesen hätte, wird es dann auch als Probekapitel auf der Website geben.

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