Literaturgefluester

2012-02-12

Coverfragen und Schreibgedanken

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:22

Die letzten Tage habe ich fleißig an meinem Manuskript korrigiert. Zuerst Szene für Szene und jetzt gehe ich die hundertzwei Seiten solange durch, bis ich keinen Fehler mehr finde. Das habe ich gestern zum zweiten Mal getan und wieder gedacht, ich werde demnächst damit fertig. Beim nächsten Durchgang waren die Fehler wieder da und erfahrungsgemäß werde ich vermutlich bis März oder April brauchen, umsomehr, da ich auch meine Steuererklärung machen werde müßen, die Frauenlesung vorzubereiten ist und wir nach Leipzig zur Messe fahren. Trotzdem ist mir eingefallen, da mir der Alfred schon das Foto für die „Frau auf der Bank“ zeigte, daß ich auch für die „Wiedergeborene“ ein solches brauche, beziehungsweise, daß ich schon einen Einfall hatte, der plötzlich weg war.
Wenn man schon bald dreißig selbstgemachte Bücher hat, hat man auch schon ebensoviele Coverfotos, beziehungsweise Einfälle, was man für die Buchvorderseite nimmt und das ist bei der Eigenproduktion naturgemäß begrenzt.
Meine Sachen spielen meist in Wien, jetzt auch gern auf Reisen. Also ein Foto das zum Inhalt passt. Da haben wir schon einiges fotografiert. Den Steinhof oder das OWS für „Das Haus“, den Rathausplatz für „Die Viertagebuchfrau“ und jetzt für die „Frau auf der Bank“. Wolken gibt es bei der „Absturzgefahr“. Für ein paar Bücher hat mir die Anna ein paar schöne Collagen gemacht oder mir den Titel mit einer Kinderschrift auf gelbes Papier geschrieben. Jetzt will sie das nicht mehr so gern machen. Bei ein paar Büchern habe ich auch Bücher aufeinandergereiht, die einen Bezug zum Inhalt haben.


Was nehme ich nur für „Die Wiedergeborene“?
Die passende Fotografieridee war weg, wenn ich jemals eine hatte, vielleicht habe ich das auch mit der Bank im Rathauspark für die „Frau auf der Bank“ verwechselt.
Was passt also, die Geschichte spielt in Wien, Salzburg und Prag, ein altes blaues Schulheft und ein paar Fotos aus alten Schachteln kommen auch drin vor. Einen Stadtplan von Prag habe ich mir unlängst vom tschechischen Zentrum mitgenommen, eine Packung Lokum haben wir in der Küche stehen, die uns die Anna aus der Türkei mitbrachte, das spielt auch eine Rolle. Also könnte ich alles durcheinanderwerfen, beziehungsweise mit dem Alfred in die Konditorei Aida auf Kaffee und Kolatschen gehen, denn das machten sowohl der Jan und die Marianne, als auch der Albert und die Theresa und Salzburg, fällt mir gerade ein, könnten wir im April auch fotografieren, wenn ich nicht so schnell bin, daß das Buch bis dahin schon fertig ist.
Den Beschreibungstext, den ich diesmal selber mache, habe ich schon, weil den die Margot Koller Anfang Jänner für die Lesung in Salzburg haben wollte.
Hier ein paar Beispiele für meine ansehliche Indie-Büchersammlung, auf die ich auch sehr stolz bin, auch wenn die Dämpfer, damit ich nicht zu übermütig werde, immer wieder kommen.
So hat mir der Alfred, der jetzt an der „Frau an der Bank“ korrigiert, gesagt, daß ihm der Inhalt mit den drei Frauen, der Psychiatriepatientin, der serbische Psychiaterin und der junge Türkin, die sich emanzipieren will, zu realistisch ist, das hat der streitbare Herr in der Augustin-Schreibwerkstatt auch betont, daß er das nicht hören will, sondern lieber Texte, wie den „Wunderschönen Tintentraum“ und dann hat der Alfred noch gemeint, daß ihm das wunderbare Ende nicht gefällt. Das höre ich manchmal von meinen Texten, daß sie so positiv wären, was mich ein wenig wundert, denn ich sehe das nicht so.
Gut, die Svetlana geht im Laufe des Buches eine Beziehung mit OA Hardenberg ein, aber ist das nicht normal, daß man das im Laufe des Lebens einmal oder öfter macht? Und die Sevim läßt sich scheiden, das ist eigentlich auch nicht so wunderbar, obwohl es für ihre Entwicklung wahrscheinlich günstig ist, ob es ihr aber gelingt, in ihrem Umfeld mit ihren Kindern alleine klarzukommen, ist nicht so sicher und die Selma bleibt auf ihrer Bank, auch wenn sie am Schluß es Buches, als Gag, wirklich den Bürgermeister trifft.

„Es gelingt und gelingt mir nicht und wenn ich mich noch so sehr bemühe!“, habe ich also wieder gedacht und bin ein wenig ratlos gewesen. Bin das noch immer, denn ich will ja realistisch schreiben und ein postives Ende will die Verhaltenstherapeutin auch und ich wehre mich eigentlich dagegen, das als kitschig zu bezeichnen.
Bei „Der Wiedergeborenen“, ist es, glaube ich, auch einfacher. Denn das spielt im bürgerlichen Milieu, die handelnden Personen hanteln sich an der realen Geschichte entlang und dafür gibt es auch literarische Vorbilder, so daß es leichter anzunehmen ist.
Mein literarisches Leben geht auch sonst weiter, so habe ich mit Rudi Lasselsberger jetzt die Lesung am 4. 4. im El Speta fixiert, wofür ich jetzt schon herzlich einlade.
Was ich da lesen werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht die Tanzstundenszene aus der „Frau auf der Bank“ und den Beginn der „Wiedergeborenen“, um beide Works on progress vorzustellen?
Und Margit Kröll hat mich zur anderen Buchmesse eingeladen eingeladen, die wieder einen einen Literatur Slam haben wird, wo ich vielleicht lesen kann und einer meiner Leser hat wieder die Geduld verloren, weil ich beim „König von Amerika“, Autobiografie statt Biografie geschrieben habe.
Ja, das Leben ist fehlerhaft und es gibt Schlimmeres, als diese Verwechslung, könnte man meinen. Für manche Leser offenbar nicht, die mich fehlerfrei haben wollen.
Ich werde mich bemühen, den Ansprüchen nachzukommen und wenn das Resultat nur darin besteht, daß ich gelassener mit den Meinungen anderer umgehe, habe ich schon viel gewonnen, habe ich doch am Freitag im Leporello gehört, daß Rotraud Perner bei Residenz ein neues Buch übers „Burn-Out“ herausgegeben hat und darin ihren Klienten rät, ihre Kreativität auszuleben und z.B. ihre Fensterläden rosarot anstreichen, auch wenn das alle anderen scheußlich finden.
Daß das nicht so leicht ist, glaube ich zwar auch und habe, da ich sehr stur und tapfer seit dreieinhalb Jahren meine Kreativität ins Netz stelle, damit Erfahrung, würde es aber unterstreichen und rate zur Geduld. Haben wir in der nächsten Zeit doch vielleicht einige Probleme zu bewältigen, bei der Kreativität helfen kann und deshalb werde ich mich bei meinem nächsten Projekt, von dem ich noch keine Ahnung habe, was und wie es wird, wieder bemühen, ein wenig abgehobener und literarischer zu werden, aber auch akzeptieren, daß ich so schreibe, wie ich es kann und will. Vielleicht darf man auch an einem 12. Februar positiv denken, ich nehme es mir jedenfalls heraus.

2019-06-10

Das zweite Literaturgeflüsterbuch

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:00
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Das erste „Literaturgeflüsterbuch“, das Texte von 2008 bis 2013 enthält, ist im Dezember 2013 erschienen und  entstand, als ich, während oder nach der Arbeit an der „Widergeborenen“ in eine Krise gekommen bin.

Irgendwie war ich mit dem Text nicht zufrieden, ich glaube, es hat mir auch das Feedback und die Rückmeldung gefehlt und die Art der Krisenbewältigung, die ich betrieb, war, daß ich mich 2012 entschlossen habe, statt das nächste Werk anzuschreiben, damit nicht zufrieden zu sein und kein Feedback zu bekommen,  ein Buch mit den literarischen Texten meines Blogs zusammenzustellen.

Gefragt, ob ich ein Buch aus meinem seit Juli 2008 bestehenden Blog machen möchte, wurde ich da schon öfter und ich habe meistens geantwortet „Da müßte  ein Verlag auf mich zukommen!“

Es ist, wie meine Leser wahrscheinlich wissen, keiner gekommen. Das „Literaturgeflüster-Texte -Buch“ ist erschienen und vorher pünktlich zur Fünfjahresfeier ist auch ein großes Gewinnspiel mit „Dreißig Fragen zu Dreißig Büchern“ herausgekommen.

Da kam es wahrscheinlich schon zu der Idee meine Bücher und mein Schreiben auch auf meinen Blog vorzustellen, der ja im Sommer 2008, so daß ich bald das elfte Jahr  feiern kann, ziemlich spontan und konzeptlos entstanden ist und ich dann bald ziemlich allgemein über mein literarisches Leben, also die Veranstaltungen, die ich besuchte, die Bücher, die ich gelesen habe, zu plaudern begann.

Und ein wichtiger Teil meines literarischen Lebens ist ja mein Schreiben. 2008 habe ich gerade „Die Radiosonate oder das einsame Jahr“ geschrieben, das von der eher kürzeren Erzählung „Das Haus“ gefolgt wurde und als die zwei Bücher fertig waren, sie sind, weil ich die „Radiosonate“ voher an einen Kleinverlag schicken wollte, der mir allerdings nicht geantwortet hat, gleichzeitig entstanden, habe ich schon eine Vorschau und dann die sogeannte „Präsentation“ gehabt, die ich mit jeden meiner Bücher fortsetzte und die elf Jahre in denen ich nun schon blogge, habe ich auch sehr viel und sehr intensiv geschrieben, so sind inzwischen siebenundzwanzig Bücher, von der „Radiosonate“ angefangen bis zur „Unsichtbaren Frau“, da ist die „Magdalena Kirchberg“, die es ja noch nicht gibt,  nicht mitgezählt und für jedes dieser Bücher gibt es eine Vorschau und  nach Erscheinen ein Bild von mir mit dem Buch.

Ein Gewinnspiel dazu, das sich, ich gebe es zu, keiner großen Ressonanz erfreut, gibt es seit einiger Zeit auch und bei den letzten Büchern würde ich auch  gerne eine Lese- und Diskussionsrunde veranstalten.

Auch da melden sich nicht sehr viele, die über meine Bücher diskutieren wollen, trotzdem habe ich seit ein paar Jahren angefangen, meine Bücher, meine Themen, etcetera in eigenen Artikeln vorzustellen, habe meine „Lieblingsbücher“ beschrieben, über „Coverfragen“ gesprochen, die ersten Sätze zusammengestellt und zum Jahresanfang beschlossen, ein zweites „Literaturgeflüsterbuch“ über mein „Schreiben und meine Bücher“ zu machen.

Da war ich noch intensiv mit dem Korrigieren der „Magdalena Kirchberg“ beschäftigt, womit ich erst vor einigen Tagen fertig geworden bin und mich nun, nachdem die Fenster geputzt sind, an das neue Buch machen kann.

Da habe ich dann als erstes am Samstag zwischen die Kapitel jeweils die Beschreibung und das Probekapitel aus meiner Website gestellt, was sich, da ich noch einen Artikel über meine „Nanwowrimos“ zu dem Buch gab und am Schluß,  die noch nicht erschienene „Magdalena Kirchberg“ mit einer „Maria Mattuschek-Szene“ dazustellte, auf ein ziemlich umfangreiches Buch ausweitete.

Meine Bücher werden ja immer kürzer, weil ich wohl schon ein bißchen ausgeschrieben bin und alles angerissen habe, so hat auch die „Magdalena Kirchberg“, die nicht im „Nanowrimo“ entstanden ist, ich aber am ersten November, als ich den Rohtext fertig hatte, etwa die fünfzigtausend Worte hatte,  jetzt im Rohtext, den ich den Alfred am Dienstag schickte, 46  068 Worte.

Der Text, den mir der Alfred gestern aus dem Blog  kopierte, hat jetzt 273 Rohseiten, 98.632 Worte und besteht derzeit aus neunundzwanzig Artikel und den schon erwähnten achtundzwanzig Buchkapitel samt der Buchbeschreibung.

Ob ich alle Artikel in dem Buch lassen werde, weiß ich noch nicht, das werde ich bestimmen, wenn ich es jetzt langsam durchkorrigiere und mir das Ganze einmal durchlese.

Vielleicht fällt die „Laudatio“ oder sonst was, was sich vielleicht wiederholt oder doch nicht so passend ist, heraus. Die Bücher, die ich in dieser Zeit geschrieben habe, würde ich aber gerne drinnenlassen.

Mal sehen, jetzt kommt die Korrigierarbeit. Ein Vorwort wird es auch geben, das ich noch schreiben muß. Das „Wunschgedicht“ von Richard Weihs, das es schon in den „Berührungen“ gibt, werde ich wieder an den Anfang stellen und dann korriegeren und korrigieren.

Jetzt zuerst einmal  alle Verlinkungen löschen  und das Ganze so weit durchgehen, daß ich es ausdrucken kann. Dann kann ich entscheiden, was bleibt drinnen, was kommt noch hinein, damit ich  in einen oder zwei Jahren  ein literaturwissenschaftliches Werk über mein Schreiben haben kann, bezeihungsweise ein Buch, wo man sich auf einen Blick in meine Bücher einlesen kann und alles  komprimiert nebeneinander findet.

Das wird mich also dieses Jahr begleiten, ob ich dann zum „Nanowrimo“ schon zum meinen nächsten buch komme oder ob es ein solches überhaupt gibt, wird sich weisen.

Die „Magdalena Kirchberg“ , wo ich am Dienstag, dem Alfred, den Text, das Wunschgedicht und die Beschreibung schickte, ist ja irgendwie auch ein Abschlußwerk und als ich nach dem „Literaturgeflüsterbuch I“ , nach der „Widerge borenen“, sind noch die „Paula Nebel“,“Kerstins Achterln“ und der zweite „Nanowrimo“ erschienen, weitergeschrieben habe, sind zuerst die „Dreizehn Kapitel“, dann die „Flüchtlingstrilogie“, ein paar weitere politische Bücher, aber auch „Paul und Paula“ und noch anderes mehr entstanden.

Ich bin gespannt,  werde darüber berichten und ein Cover für die „Magdalena“, das wollte ich noch schreiben, gibt es inzwischen auch.

Nämlich die alte Schreibmaschine, die Alfreds Mutter aus ihrem Büro  mitgenommen hat und die schon länger auf meinen Schreibtisch, den es in der Harlander Küche gibt, steht.

Da habe ich ein Blatt Papier eingespannt und wollte darauf „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ tippen.

Aber leider war das Farbband schon etwas eingerostet, beziehungsweise verblichen, es hat also nicht funktioniert.

Was habe ich gemacht? Ich bin ins Wohnzimmer, in dem es inzwischen zwei große Bücherregale und auch wieder einen Drucker gibt, gegangen und habe mir die erste Seite des Manuskkriptes ausgedruckt und in die alte Maschine eingespannt, was, wie ich hoffe, ein gutes Titelbild für mein, glaube ich, sechsundvierzigstes selbstgemachtes Buch geben wird.

2019-01-06

Mein Schreiben – meine Bücher

Bei meinem Jahresrückblick beziehungsweise Neujahrsvorausschau bin ich darauf gekommen, daß ich ein bißchen mehr Feedback über mein Schreiben haben möchte und es mir vielleicht zu wenig ist, pro Jahr zwei bis drei Bücher herauszubringen, sie dann im Blog vorzustellen und danach mangels Ineresse ad Acta zu legen oder höchstens bei der „Poet Night“ oder am Volksstimmefest ein Stückchen daraus zu lesen, wo auch nicht viel Resonanz zurückkommt.

Eine Möglichkeit wäre ja das „Literaturgeflüster, das habe ich mir wohl schon vor zehneinhalb Jahren intuitiv gedacht, als ich nach und nach darauf begonnen habe, mein Schreiben und meine Bücher darauf vorzustellen, meine Bücher in einer „Vorschau“ und dann nach dem Erscheinen vorzustellen und nach und nach auch schreibbezogene Artikel zu verfassen.

2011 war ich auch schon in einer Krise und der Versuch herauszukommen war das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“, das 2013 herausgekommen ist und das ich vorigen April auch in der „Alten Schmiede“ vorstellen konnte und jetzt ist mir eingefallen, als ich das Miniseminar der Jurenka Jurk zu ihrer Romanausbildung gemacht habe, daß ich vielleicht ein „Literaturgeflüster II- Buch“ mit sämtlichen Schreibartikel herausbringen könnte.

Wieder ein Buch das vollständig im Netz zu finden ist, aber dann in Printform schön übersichtlich in der Hand liegt und leicht durchzublättern und nachzulesen ist.

Das wird dann vielleicht im Sommer oder statt des nächsten „Nanowrimos“ passieren, da ich bis dahin ja noch die Magdalena Kirchberg korrigiere, die dann wenn ich mich nicht verzählt habe, mein sechundvierzigsten selbstgemachtes Buch sein wird.

da es die Artikel aber schon gibt und ich sie nur noch heraussuchen muß, nütze ich die die Restweihnachtsferienzeit, die ich nach zwei Praxistagen schon wieder in  Wien verbringen, um sie mir herauszusuchen, um schon einmal einen Überblick herzustellen und meinen Lesern auch die Möglichkeit zu geben auf einen Blick festzustellen, was es da im Blog über mein Schreiben und meine Bücher gibt und da denke ich, fange ich am Besten mit dem Jänner 2012 an, wo ich schon einmal einen Einblick in meine sogenannten Indiebücher, die es bis dahin gegeben hat, zu geben.

Sogenannte Indie Bücher

„Die Radiononate oder das einsame Jahr“

Coverfragen und Schreibgedanken

„Das Haus“

Plotprobleme oder eine Handlung finden

„Sophie Hungers Krisenwelt“

Dreißig Fragen zu dreißig Büchern

„Heimsuchung oder halb eins“

Der Rätsel Lösung

„Mimis Bücher“

Themen finden

„Absturzgefahr“

Entwurf einer möglichen Laudatio oder Dankesrede

„Zwillingswelten“

Dialoge schreiben

„Die Frau auf der Bank oder dreimal S“

Bücherreihen oder zuviel der Ehre

„Die Widergeborene“

Lieblingsbücher

„Paul Nebel“

Romananfänge

„Kerstins Achterln“

Eigene Bücher lesen

„Beim Sterben sollte man zu Hause sein“

Themengebiete

„Literaturgeflüster-Texte-Buch“

Ein paar Romanfiguren

„Dreizehn Kapitel“

Bekannte Gestalten

„Brüderschaft“

Bücherschrankmotive

„Anna kämpft gegen das Vergessen“

Die dreizehn letzten Bücher

„Miranda Schutzengelchen“

Der fünfte Nanowrimo

„Im Namen des Vaters“

Depressive Frauen

„Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“

Schreibweisen

„Die ereignisreichen Sommerelebnisse vier präkerer Literaturstundentinnen“

Die Kinderbücher

„Paul und Paula“

Die politischen Bücher

„Nika, Weihnachtsfrau oder ein Dezember“

Regelmäßig schreiben

„Nicht berühren oder Notizen zur Romanentstehung“

Zeitmanagement

„Claire- Klara-Clarisse oder wilder Lavendel“

Änderungen in den Handlungsverläufen

„Vor dem Frühstück kennt dich keiner“

Negatives Feedback

„Besser spät als nie“

Spannungsbogen

„Die unsichtbare Frau“

Wunschgedichtesammlung

„Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“

Identitätsfragen

So das wär einmal eine kleine Vorschau, ob das so bleiben wird oder vielleicht noch etwas anderes dazu oder wegkommt weiß ich nicht, kommt auch auf die Seitenzahl und den Umfang an und, wie das mit den Vorschauen und den Buchvorstellungen wird, ob die noch dazu kommen, muß ich auch erst ausprobieren. Ist aber vielleicht ein guter Vorsatz für das neue Jahr und auch eine Möglichkeit mein literarisches Schreiben ein bißchen kennenzulernen

Auf der Website gibt es dann noch mehr und da ist bei den meisten Büchern auch ein Probekapitel zu finden.

2018-01-22

Bekannte Gestalten

Weiter geht es mit der Buchpromotion aus der Selbstgemacht-Kiste, denn da habe ich mir ja vorgenommen im Jubiläumsjahr ein wenig aus der Schule zu plaudern, damit man dann das Gewinnspiel, das dann folgt, problemlos beantworten kann.

Die dreißig Fragen zu den dreißig damals vorhandenen Büchern waren wahrscheinlich zu schwer. Die dreizehn oder besser vierzehn Bücher, die danach folgten, habe ich ja schon vorgestellt und ich habe auch schon einige Artikel verfaßt in denen man über meine Buchproduktion so einiges erfahren kann.

Da gibt es die Themengebiete, die Coverfragen, die Lieblingsbücher, die Romananfänge, das Ranking, die Bücherschrankgeschichten und noch einiges mehr und ein Thema, das vielleicht ganz interessant ist und über das ich hier plaudern, beziehungsweise flüstern will und das sehr zum Thema „Ausgeschrieben“ passt, über das ich ja auch manchmal jammere, ist das mit den bekannten Gestalten, beziehungsweise den Figuren, die man in mehreren meiner Bücher finden kann.

Ich schreibe ja eigentlich keine Serien und so ist auch meine Flüchtlingstrilogie, die eigentlich gar keine wirkliche ist, mehr oder weniger zufällig entstanden, denn eigentlich ist es ein Sommer- und ein Winter- oder Weihnachtsbuch in dem die Fatma Challaki vorkommt und die finden wir auch schon in der „Pensionsschockdepression.“

Aber wieder schön der Reihe nach. Meine Lieblingsthemen sind ja zweifellos das Schreiben, Bücher kommen immer wieder vor, die Bücherschränke habe ich schon erwähnt, die depressiven oder auch die alten Frauen, dann Themen, wie Sucht, Sterben, Krebs, Demenz, Down-Syndrom, Transgender, etcetera.

2010 habe ich die „Absturzgefahr“ geschrieben und da war der Ausgangspunkt dieser Flugzeugabsturz mit dem polnischen Präsidenten. Darum habe ich eine Geschichte gewoben und da kommt eine Lehrerin vor, die ihrer Tochter, weil sie mit einem Herrn Jelinek verheiratet war, den Namen Fritzi gab, die literarischen Vorbilder eben. Die verflucht das auch und versucht sich von dem Vorbild der Mutter zu lösen, was ihr nicht ganz gelingt und sie nimmt eine platonische Beziehung zu dem Sohn des Absturzpiloten auf, der Priester ist und die Fritzi treffen wir dann ein paar Jahre später in der „Pensionsschockdepression“ wieder, wo es ja um eine depressive Frau geht, die ihre Bücher loswerden will und von der Fritzi, ihrer Nachbarin in die Pfarre ihres Freundes gebracht wird, weil sie dort eine „Bibliotherapiegruppe“ hält.

Mit der Fritzi Jelinek und ihter platonischen Beziehung liebäugle ich auch sehr und so könnte es passieren, daß wir die beiden später vielleicht noch einmal in einem anderen Buch begegnen. Momentan beschäftige ich mich aber mit der „Unsichtbaren Frau“, beziehungsweise den verschiedenen Ichs der Magdalena Kirchberg und die hat noch keine Vorläufer, wenn man von den depressiven Frauen absieht, die unter den Namen Thekla Morgenstern, Laura Augustin und wie sie alle heißen, immer wieder auftauchen.

Und wenn wir schon bei der Laura Augustin sind, die kommt in den „Dreizehn Kapitel“ vor und hat da eine Nachbarin, die Nika Horvath oder ist es noch Nika Richter, heißt und die ist ja eine prekäre Studentin, die sich im Dezembert auf der Marihalilferstraße als Weihnachtsfrau verdingen will.

In den „Dreizehn Kapitel“ hat sie ein Kapitel, im Adventkaldender der „Nika, Weihnachtsfrau“, aber ein ganzes Monat und da treffen wir natürlich die Nachbarin wieder, die hat den Clemens j. Setz  im Bücherschrank gefunden und schenkt ihm der Nika zu Weihnachten.

Noch früher nämlich in der „Frau auf der Bank“ begegnen wir dem Psychiater Theo Hardenberg, denn der ist ja Oberarzt im AKH, wo die Svetlana Mihic, eine der drei S, ihre Facharztausbildung macht. Er verliebt sich in sie und heiratet sie später und weil es so schön ist oder ich einen Psychiater brauchte, begegnen wir dem Theo, einer von mir als fortschrittlich geschilderte Psychiaterfigur, sowohl in den „Berührungen“, da heißt die depressive Frau Anna Augusta Augenstern und will einen Roman schreiben und weil das nicht so geht, wie sie will, konsultiert sie dem Psychiater, der sie beruhigt und ihr wertvolle Impuse gibt und im „Frühstück“ treffen wir ihn noch einmal, denn da gibt es ja auch eine depressive Frau, namens Therese Schwarzenberg, die soll ihre Freundin Karoline treffen und auch zum Psychiater gehen, weil sie beiden aber nicht sagen will, daß sie ihre Deutsch für Fremdsprachen Stunden verloren hat, setzt sie sich in einen Bus, um nach Belgrad zu einer anderen Freundin zu fahren, die aber in Graz eine Vernissage hat, so wird eine Odyseee oder ein Roadmovie von Graz-Linz-Salzburg-Berlin daraus, wo Therese in den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt kommt und da Theo Hardenberg die Roma-Ärztin Svetlana inzwischen geheiratet hat, kommt die dann auch immer wieder vor.

So das war es mit meinen Serienfiguren, die Fritzi Jelinek und natürlich der Janusz Warszinski, den ich jetzt vergessen habe, extra herauszuheben, die Llaura Augustin und die Nika, der Theo Hardenberg und die Svetlana, sowie, die Fatma Challaki in der Flüchtlingstrilogie und jetzt habe habe ich auch meine letzten  Bücher vergessen, denn in den „Berührungen“, gibt es ja mehrere Ebenen und eine davon geht in den Himmel zu Stefan Zweig, Heimito von Doderer und Anne Frank und die beidenDichter kommen auch in einem Theaterstück vor, das Zarah Bashrami, Zoran Simcic und Jurij Abrahamovic proben und Stefan Zweig und Heimito von Doderer kommen ja, das kann ich gleich verraten, auch in der „Unsichtbaen Frau“ vor, denn da gibt es das Nobelpreiskomiteemitglied Jonathan Larsen, dessen Frau gestorben ist, mit der sich in seiner Verzweiflung unterhält und die erzählt ihm, daß sie sich im Cafe Wolke sowohl mit Ingeborg Bachmann, Ilse Aichinger, als auch Stefan Zweig und Heimito von Doderer trifft.

Und in „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, treffen wir auf Dorothea Wewerka, die keine Wohnung hat oder vorübergehend in einer Bibliothek wohnt und dort liest sie oder schreibt sie mein fünftes Digitbuch „Die Viertagebuchfrau“, wo es ja um die ersten hundert Tage von schwarz blau I, geht und da gibt es ja eine Felizitas Fee über die ich damals geschrieben habe und die war eine wohnungslose Frau, ist also, wenn man es so will, die Vorform der Dorothea Wewerka.

Welche Themengebiete könnten jetzt noch interessieren? Vielleicht über die depressiven Frauen und ihre sprechenden Namen noch einmal extra schreiben oder die Bücher- und die Schreibmotive noch besser abgrenzen?

Denn manche Figuren treffen wir ja wieder, auch wenn sie andere Namen haben, so gibt es ja einen Ex-Verleger, der in „Anna kämpft gegen das Vergessen“ aufjtaucht und da der Johanna, der Enkeltochter mit ihrem Blogroman zu einem Verlag hilft, der heißt K.M.

In „Besser spät als nie“, heißt der Exverleger des Starverlags Moritz Lichtenstern und klar, natürlich gibt es da eine Fortsetzung in der „Unsichtbaren Frau“, die wahrscheinlich ein richtiger Forsetzungroman sein könnte, denn hier treffen wir ja alle wieder, die Mathilde Schmidt, den Moritz, die Lily und auch die Slavenka Jahoda wieder und hier wird das Motiv der „Unsichtbaren Frau“ jerzählt, für die in den Fortsetzungsgeschichten kein Platz war.

Habe ich etwas vergessen? ich weiß nicht ob es einen Leser gibt, der es bemerken könnte, aber wenn, dann gäbe es natürlich wieder ein Buch dafür und auch für eventuelle weiteren Themenvorschläge über die man Artikel schreiben könnte, wäre ich dankbar.

Und wer jetzt etwas mehr von mir lesen will, ohne sich gleich eines meiner Bücher zu kaufen, den kann ich auf das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ beziehungsweise auf die Blogartikel, die darin enthalten sind, verweisen, auf die „Bloggeschichten“ aus denen dann die kürzlich erschienene Erzählung „Besser spät als nie“ wurde und natürlich auf die „Nika“, die jeden Dezember immer wieder hier ein Kapitel haben wird.

2017-01-07

Gedanken zur Romanentstehung

„Daß mir bei meinen Romanideen nur ein paar Bruchstücke, ein paar wenige Szenen, aber kein großes Ganzes vorschwebt!“, hat mein mein Kritiker Uli geschrieben und hat in diesem Fall ganz recht.

Bei „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, meinem momentanen Work in Progress ist das so und bei den „Berührungen“ war es ähnlich.

Da könnte man, wenn man superkritisch sein will, schreiben, daß ich den ganzen Roman sozusagen intuitiv, von einer Szene zur anderen, ohne eigentlich zu wissen, wo ich hinwill, geschrieben habe.

Ist das schlecht? Nein, denke ich, es ist eben so wie es ist und ich bin ja, auch wenn ich schon seit 2008 über meine Schreibprozesse blogge, eine sehr einsame Schreiberin und die größten Schwierigkeiten, gegen die ich zu kämpfen hatte oder vielleicht immer noch kämpfe, war die Hemmung, die innere Stimme, da da schreit „Du darfst, du kannstt, nicht schreiben, du hast keine Lizenz dazu!“

Bei mir schreien das noch ein paar andere Leute, obwohl es sich eigentlich bei den sogenannten Hobbyschreibern, für die ich mich ja nicht halte, also in der Schreibschulenszenen durchgesetzt hat, gegen den innteren Kritiker anzukämpfen, einfach den Bleistift nehmen, die Uhr einzustellen und loszuschreiben.

Korrigieren kann und soll man dann ja noch immer und aus diesen Grund ist auch der Nanowrimo entstanden, den kenne ich auch seit 2008 und habe 2009 das erste Mal daran teilgenommen, wie lange es das National writing month in Amerika schon gibt, weiß ich nicht, aber als ich 1973 professionell zu schreiben angefangen hatte, da war eigentlich niemand da, der einem sagte, wie das geht.

Da hatte man auf den Musenkuß zu warten, es gab keine Schreibschulen und die Kritik, die es damals gegeben hat, war alles andere als konstruktiv, sondern wahrscheinlich von der heimlichen Freude druchtränkt, die Werke der anderen zu zerfetzen.

Seit immer mehr Autoren einen Nebenerwerb in kreativen Schreibseminaren sehen ist das anders und da hat sich auch eine Kritikkultur entwickelt und das Feedback geben läuft so ab, daß man meistens nur, was Positives sagt und der andere hört schweigend zu und entscheidet für sich, ob es passt oder nicht.

Aber 1973 gab es auch noch keine Schreibseminareund keine Schulen des Schreibens, oder doch die DDR hatte schon ihr Literaturinstitut in Leipzig, in Amerika konnte man das kreative Schreiben sicher auch schon auf der Uni lernen, aber Ameriksa ist ja weit weg und in Hamburg gab es diesen Fernkurs, den glaube ich Jack Unterweger einmal absolvierte, ich mir die fünfzehn goldenen Regeln schicken ließ, die Kurse sehr teuer waren und man sich verpflichten mußte, die Unterlagen, die man da zugeschickt bekam, streng geheim zu halten.

Jetzt ist das alles anders, jetzt boomt das Netz von Schreibtips und es gibt Blogs, wie den von der Annika Bühnemann, auf dem ich im letzten März nach Leipzig gestoßen bin, der sehr konstruktiv ist und den ich nur empfehlen kann.

Es gibt auch das „Writiersstudio“ eine nach amerikanischen Muster konzipierte Schreibschule, wo ich regelmäpßig zu den Tagen der offenen Tür hingehe und meine erste Schreibschule, war der „Arbeitskreis schreibender Frauen“, wo ich wichtige Autoren, wie Marie Therese Kerschbaumer, Erika und Bärbl Danneberg, Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler, Christa Stippinger und höre und staune Arthur West kennenlernte, die Kritik die es dort gab, war alles andere als konstruktiv, zuminest hab ich es so empfunden und es war, obwohl ich dort nette Frauen kennenlernte, auch ein bißchen nach DDR-KP ausgerichtet.

Den Arbeitskreis gab es auch nicht sehr lang, nur bis 1984 glaube ich, mit der Valerie Szabo, der Elfriede Haslehner, der Hilde Langtthaler und auch mit anderen Frauen habe ich mich noch lange lange getroffen und treffe sie, wie erst letzten Silvester zum Teil immer noch und dazwischen habe ich geschrieben und geschrieben. In dieser Zeit meine gelungenen und auch nicht so gelungenen Texte an Literaturzeitschriften und Verlage ausgeschickt, nach meiner Sichtweise nicht sehr viel Glück gehabt, obwohl ich gleich beim zweiten Anlauf in die GAV aufgenommen wurde und dann auch einen Text, meine „U-Bahngeschichten“ im „Wespennest“ hatte und dachte, jetzt geht es los.

Es ist aber nicht losgegangen oder doch vielleicht, denn mit den „Hierarchien“ habe ich ja, weil ich ja auch immer Texte in der „Wortbrücke“ hatte, einen Kleinstkleinstverlag gefunden, aber die gab es dann auch nicht mehr lange und ab 2000 habe ich beim „Luitpold Stern Preis“ öfter gewonnen, ein Preis so zwischen Amatuer und Profischreiber würde ich sagen, war dann eine Zeitlang in der Schreibwerkstatt der Evelyne Haas, die ich sehr konstruktiv fand, gerade weil da nicht kritisiert und zerpflückt wurde.

Es sind einige Texte in diesem Rahmen entstanden, die zum Teil im „Best off-Geschichtenband“ enthalten sind.

2000 kam dann der Alfred auf die Ideee mit dem Selbermachen, die „Wiener Verhältnisse“ entstanden. Ich habe noch eine Zeitlang trotzdem an Verlage geschickt, aber kein Glück gehabt, so daß ich um 2004 damit aufhörte und inzwischen eine Pionierin des Selbermachens mit bis dato einundvierzig selbstgemachten Büchern bin, wow, inzwischen entstehen ungefähr drei im Jahr, im letzten waren es fünf und ich schreibe auch so viele, wie am Fließband könnte man wieder selbstkritisch sagen, bei den sogenannten Profis, zwischen oder neben denen ich ja zu stehen scheinen, gilt das als Out, die Selfpublisher sind da anders und da kann ich auch gleich schreiben, Jaqueline Vellguth ist ihr zwölf Bücher im Jahr Projekt, das sie sich für 2016 vornahm gelungen.

Gratulation, für mich wäre das nichts, weil ich in diesem Tempo wohl nicht Qualität schreiben könnte. Ich kann es bei zwei oder drei Bücher im Jahr, brauche ungefähr sechs Wochen für den Rohtext und korrigiere dann ein paar Monate und solange dauert es dann noch, bis der Alfi das Buch fertig hat, damit es an Digitaldruck.at gehen kann.

So habe ich mich also langsam langsam und mehr schlecht, als recht gegen meine Hemmung angeschrieben, obwohl das habe ich ja schon geschrieben, ich bei meinen Büchern immer wieder die Erfahrung mache, so schlecht sind sie nicht, aber die „Hierarchien“, die sogar bis zum „Falter“ kamen, sind durchaus schlecht besprochen worden und mit dem Selbstgemachten hat man auch nicht viele Rezensionen. Aber das Literaurgeflüster auf dessen Idee ich ja im Sommer 2008 kam, als ich schon ein paar Blogs verfolgte, hat mir da sehr geholfen und die Idee über mein Schreiben zu schreiben ist ja auch bald gekommen.

2008 hab ich die „Radiosonate“ geschrieben und um den Jahreswechsel 2009 „Das Haus“, die Geschichte von hundert Jahre Steinhof, an Hand einer Psychiaterinnengeneration, es die dann die „Mimi“ gefolgt, wo es um das Down Syndrom geht, da war ich ja schon in der „Ohrenschmaus Jury“, mein erster „Nanowrimo“ wo ich über das Bloggen und den Literaturbetrieb schrieb und und….

Ja, ich wollte von den Ideen schreiben und wie man zu seinen Romanen kommt, da es im Netz für die sogenannten Hobbyschreiber und Selfpublischer ja inzwischen sehr viel Hilfreiches gibt, bin ich auf die sogenannte „Schneeflockenmethode“ gestoßen.

Ich glaube Jaqueline Vellguth hat sie vorgestellt und ich habe sie auch bei der „Wiedergeborenen“ ausprobiert. Aber da war ich schon in der Krise, denn vorher habe ich ja „Absturzgefahr“ geschrieben und „Zwillingswelten“ und hatte da auch meine zweite Kritikerin, Yu Sophie, mit der ich mich einemal bei der ersten Studentenlesung im Literaturhaus getroffen habe und die mich dann auch ziemlich auflaufen ließt und beispielsweise an der „Mimi“ die sie rezensieren wollte, hasche Kritik übte, die ich nicht für konstrutktiv halte, ich bin  bein den „Zwillingswelten“ auch irgendwie angestanden, habe das gebloggt und dann auch eine harsche Kritik von einer Lesernin bekommen, die so unter der Gürtellinie war, daß sie es nur in die Spamkiste schaffte, ich habe sie mir aber trotzdem zu Herzen genommen und seither meine Schreibprozesse bei den Vorschauen verlinkt, so daß man den Prozeß nachlesen und daher besser nachvollziehen kann.

Denn es ist ja eigentlich gar nicht so leicht über das Work in Progress zu schreiben, ich habe zwar keine Angst, daß mir da einer etwas stehelen kann, denn wenn es fertig ist, wird das Buch ja auch veröffentlicht. Seit ich es selber mache, ja jedes, aber wie beschreibe ich das? Eigentlich kann ich ja nur die Idee aufzählen von der ich ausgehe, dann die Personen aufzählen und danach den Handlungsprozeß beschreiben: Ich habe beim jetztigen drei Personenstränge, und gestern die Therese Schwarzenberg nach Graz fahren lassen, jetzt kommt eine Fabi-Sophie Szene und dann fragt die Dorothea, die Karoline nach der Therese und die lädt sie ins Cafe oben zum Frühstück ein, so etwa.

Etwas verstanden? Vor allem wenn man nur kurz in den Blog hineinschaut und kein regelmäßiger Leser ist, wird das wohl schwer geschehen, deshalb verlinke ich bei den Vorschauen, damit man es ein bißchen leichter hat, wenn das Buch dann da ist, gibts auf der Website ein Probekapitel und man kann es natürlich auch kaufen, bestellen, rezensieren, gewinnen, etcetera.

Das finde ich eigentlich interessant, die Schreibprozesse öffentlich zu dokumentieren, für mich ist es hilfreich und es ist auch das, was ich 1973 oder auch 1980 gern gelesen hätte, als ich mich mit meinen Schreibanfängen quälte, aber damals gab es das noch nicht.

Jetzt gibt es sehr viel, das internet ist sehr voll davon und die Leute haben warhscheinlich keine Zeit und keine Lust bei mir einer nicht so erfolgreichen literarischen Frau zu lesen und so ziehe ich nur ein paar nicht sehr konstruktuve Kritiker an, die ihren Spaß daran haben in die Wunden zu stechen, aber trotzdem, ich glaube, ich habe auch von ihnen gelernt und ich glaube es ist auch sehr hilfreich sein Schreiben öffentlich zu dokumentieren, mir hilft es jedenfalls sehr viel.

Aber ich wollte von der „Schneeflockenmethode“ und von der „Widergeborenen“ schreiben, das ist ja die Geschichte von der Thersia Brunner, die auf einer Demo einen dürkischen Studetnten trifft, eine Mutter hat, die ungarische Flüchtlinge versteckte und eine Großmutter, die das bei einer jüdischen Freundin tat.

Da hatte ich wahrscheinlich auch eine Idee, ich glaube, sogar vierzig Seiten, die ich schnell  dahingeschrieben habe, und dann nicht mehr weiterwußte. Ich habe darüber gebloggt, die „Schneeflockenmethode“ ausprobiert, bin damit auch nicht weitergekommen, die vierzig Seiten dann nicht, wie ich eigentlich wollte, weggeschmissen, denn irgendwie ist es dann wieder gekommen.

Ich hatte danach aber die Idee aus meinen bisherigen Blogartikeln oder aus den literarischsten das „Literaturgeflüster-Textebuch“ zu machen und das war so zwischen 2013 und 2013 und dann ist es auch wieder mit dem „Nanowriomo“ weitergegangen und und…

Aber irgendwie stimmt es natürlich schon, daß ich vielleicht zu schnel und zu flüchtig schreibe, zu schnell fertig bin, die Themen nur anreiße, sie unfertig stehen lasse, mich dann wiederhole und so habe ich, wenn ich eine Idee habe, jetzt auch oft auch schon die, daß ich das ja schon in dem oder in dem Buch geschrieben habe.

So gibts ja schon einige depressive Frauen bei mir und die Idee über Bücher zu schreiben habe ich auch schon öfters, aber irgendwie komme ich  auch nicht so recht weiter damit.

Da bin ich wohl zu schnell und zu flüchtig und statt es richtig auszuarbeiten fange ich im nächsten Buch wieder damit an.

Ich habe einen sehr lieben Kritiker, einen ganz sanften,der mich auch bei „Paul und Paula“ beraten hat, der mir das sehr lieb und vorsichtig durch die Blume sagt und dann auch noch fünfmal nachfragt, ob er mich jetzt nicht kränkt damit, und ich sage, nein, denn ich weiß ja, daß es stimmt, kann aber irgendwie nicht anders und so sind dann noch ein paar Bücher über das Sterben entstanden und dann, weil ich schon wirklich nichts mehr Neues wußte, das Sommerbuch und der Adventkalender und aus der Idee über eine depressive Frau zu schreiben, die ihre Bücher auflesen will, ist sowohl die „Pensionsschockdepression“ geworden, als auch der erste Teil der Flüchtlingstrilogie und wenn jetzt jemand genauer wissen will wie das jetzt ist mit meinen Ideenfragmenten, die dann irgenwann doch zu einem veröffentlichten Buch werden, kann das in der „Nika, Weihnachtsfrau“ sehr gut nachlesen.

Denn da hatte ich ja schon ganz lang, die Idee über eine Studentin, die erste Idee war glaube ich, ein Ausländer, ein Pole oder Tscheche, der im Dezember als  Weihnachtsmann verkleidet vor dem Kaufhaus Gerngroß steht, dann habe ich in den „Dreizehn Kapitel“, das ist die Ideen aus dreizehn Kapiteln einen Roman zu machen, in dem man einfach von einer Person zur nächsten geht, bis man am Schluß wieder bei der erwten is, und da ist mir auch etwas Prominentes passiert, denn ein Kaptiel ist ja die Biografie des Sinologen Ernst Schwarz, da habe ich auch bei einem Volksstimmefest gelesen und ist auch in der entsprechenden Anthologie abgedruckt, ein weiteres ist der Nika, Weihnachtsfrau gewidmet und das, wo die Lehrerin Uschi Bischof in thereran auf einem Campingplatz steht und sich über ihr verrutschendes Kopftuch ärgert, habe ich bei den letzten Textvorstellungen, zu denen ich eingeladen wurde gelesen.

Also die Nika ist ein Kapitel bei den dreizehn, im daraufolgenden Dezember füllte sie einige Blogartikeln und dann habe ich sie im November 2015 während meines letzten Nanowrimo an dem ich teilnahm geschrieben, im Readingroom zwei Adventkalenderfester vorgestellt und da hatte ich auch schon die Idee einen Blogroman daraus zu machen, also nach und nach im Dezember immer ein Fenster in den Blog zu stellen, bis dann einmal der ganze Roman im Netz erhältlich ist.

Wenn es also einer oder eine genau wissen will, dann kann er zu der Vorschau gehen, die Schreibberichte die dort verlinkt sind, nachlesen und sich dann die bis jetzt vorhandenen Kapiteln, die da sind 1 5 19 25 29 und 30 und die Ideenfragmente mit den Ganzen vergleichen.

Es geht so einen Roman zu schreiben, habe ich ja schon einundvierzig Indie Bücher und weiß natürlich, daß man einen Anfang, eine Mitte, einen Schluß und auch eine Handlung brauch und wieder von Jaqueline Vellguth, deren Blog Schriftstellerwerden.de, ja auch sehr hilfreich ist, habe ich mir einmal Charakterbögen hinuntergeladen und die fülle ich auch meistens vorher aus.

Aber dann hantle ich mich meistens von Szene zu Szene, die ich mir auch immer getreulich in meinen Notiuzbüchern notiere, darüber schreibe ich auch, und wenn man das mitverfolgt, wird man vielleicht nicht sehr viel haben, denn es ist ja ein Gerüst, aber vielleicht doch sehr interessant.

Die „Schneeflockenplaner“, um das vielleicht auch kurz zu beschreiben, schreiben zuerst einen Satz über ihre Geschichte, ich will über eine Frau, die in einer Bibliothek wohnt schreiben, beispielsweise,  dann mehr und mehr und am Ende haben sie Szene für Szene konzipiert, bis sie sich hinsetzen und das Ganze in einem Fluß hinunterzuschreiben.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das nicht vielleicht eine gute Methode für die Gebrauchsschreiber ist, für die vielleicht, die mit vier oder fünf Pseudonymen bis an die zwölf Bücher und vielleicht drei oder vier noch gleiczeitig schreiben.

Mir wäre das wahrscheinlich zu langweilig, denn wenn man mit einer vagen Idee anfängt, kann man das Ganze sich  entwickeln sehen, kann abwandeln, verändern und oft machen ja die Figuren, wie ich schon manche Autoren sagen hörte, mit einem was sie wollen und das finde ich, sollen sie auch, das ist ja sehr spannend und ich denke, mir inzwischen jedesmal oder sehr oft, wenn ich in der Korrekturphase bin und ich noch keinen Einfall für das nächste Buch habe, daß ich dann eine Weile nichts schreiben werde. Ich glaube das kann ich gar nicht und irgendwann kommt eine Idee, die mehr oder weniger konkret ist und an der ich mich vorwärts hantle und über die  oder auch ihr mißlingen und nicht weitkommen, ich im Blog dann auch entsprechend jammere.

Wenn ich das öffentlich mache, setze ich mich auch der Gefahr aus, von einem harschen Kritiker zu hören „Sie haben nichts verstanden, Sie können nicht schreiben, besuchen Sie doch ein Schreibseminar!“

Nun ich tue es, so gut, wie ich es kann, lade den, den es interessiert zum Verfolgen meiner Schreibprozesse nach dem Motto „try and error“ ein und dem, dem es zu trival ist, der soll es lassen und so hantle ich mich also derzeit durch mein Bibliotheksgespenst und stimmt, Herr Lucas, sehr konkret ist es noch nicht, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden!

In diesem Sinne wünsche ich mir alles Gute, freue mich über konstruktive Kommentare und Ermunterungen und habe derzeit neunundzwanzig Seiten, zehn Szenen und 19327 Worte. Das Worteszählen kommt vom „Nanowrimo“, wirkt vielleicht ein wenig zwanghaft, ist aber auch sehr hilfreich. Ideen für drei weitere Szenen stehen schon in meinem kleinen chinesischen Notizbuch, das ich mir am Heiligenabend in dem „Ein Euro Shop“ am Rathausplatz von St. Pölten kaufte und dann kann ich wieder von vorne anfangen, wieder zum Rechercihieren in der Stadt, beziehunsweise in der Hauptbücherei herumlaufen, wieder konzipieren, plotten, meine eigenen Bücher lesen, etcetera, um das Ganze ganz langsam entstehen und kommen zu lassen und wem es interessiert dabei zu sein und den Schreibprozess mitzuverfolgen, den lade ich dazu sehr herzlich ein.

Und um die Promotion abzurunden, hier noch ein paar Artikeln, wo man Informationen über meine Bücher finden kann, ohne die sich jetzt einzeln aus dem Literaturhaus, wo es einen Teil davon gibt oder der Nationalbibliothek herauszusuchen.

Gibt es ja die Lieblingsbücher, die Coverfragen, Romananfänge, die Geburtstagslesung und die im „Werkl im Goethehof“  und natürlich das Gewinnspiel zu dreißig Büchern, da gibt es zwar nichts mehr zu gewinnen, aber doch ein paar Informationen zu meinem selbstgemachten Werk, das ja schon ein ziemlich umfangreiches ist, obwohl da noch die letzten fehlen und ich ja schon am dreiundvierzigsten Selbstgemachten schreibe.

2012-06-03

Rätsel raten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:25

„Rätsel raten“,“Brainstorming“ oder“ Wie schreibt man einen Roman?“, habe ich gedacht, könnte dieser Blogeintrag heißen, denn ich sitze wieder in Harland, habe die vier Szenen meines neuen Romanprojekts, das „Ein Glas zuviel“ als Arbeitstitel hat, die ich vor und nach meinem Pfingstlesemarathon begonnen habe, überarbeitet, bin derzeit bei dreizehneinhalb Seiten bzw. 7311 Worten und überlege, was ich machen kann, daß es wirklich ein Roman wird und ich nicht wieder bei fünfzig oder sechzig Rohseiten hängen bleibe, in keine Krise, wie bei den letzten beiden Mal hineingerate oder frage mich überhaupt, was meinen Texten noch fehlen könnte, damit sie zu dem werden, was man Verlagstauglich nennt, obwohl ich in Zeiten der E-Book-Euphorie und des Selbstverlegens gar nicht so sicher bin, ob ich das will. Aber dennoch ist die Frage angebracht, was unterscheidet mich von denen, die einen Verlag finden und was fehlt meinen Sachen, weil ich bisher keinen gefunden habe?
Etwas, was nicht ganz stimmt, weil ich für meine beiden Sach- und Fachbücher ja gefunden habe. Beim ersten, dem „Laß dir Zeit“ könnte man ja sagen, daß ich eine Ghostwriterin hatte. Die Fälle waren von mir, Edith Thabet hat es aufgeschrieben. Die „Verhaltenstherape bei erwachsenen Stotterern“ habe aber nur ich geschrieben und die „Hierarchien“ haben auch einen Kleinverlag gefunden, hatten aber schlechte Kritiken und dann habe ich noch eine Zeit herumgeschickt und keinen Verlag gefunden, bis ich, zehn zwölf Jahre früher als der Trend zum Selfpublishing gekommen bin. Was ich ja an sich gut finde. Die Frage, warum bin ich aber nicht „Publikumsverlagstauglich“ und warum wollten mich auch die Kleinen, wie die, die meine Freundinnen finden, nicht?, ist schon interessant und sollte beantwortet werden.
Denn ich schreibe ja schon lange und habe auch schon sehr viel geschrieben. Wahrscheinlich mehr als manche andere, die in großen Verlagen publizieren und Preise gewinnen. Und warum geht es bei manchen Zwanzigjährigen und bei mir geht es nicht?
Das sind schon Fragen, die mich beschäftigen. Die Hemmung und die Schüchternheit würde ich als eine Antwort geben. Dann ist es sicher auch mein realistischer Stil. Aber andere schreiben den auch und die Leser wollen ja auch nicht wirklich das experimentelle Schreiben und haben wahrscheinlich auch ihre Schwierigkeiten mit Richard Obermayr und Andrea Winkler, obwohl die ja von der Fachwelt sehr anerkannt werden. Die Kriminalromae aber boomen und das wollen die Leser und die werden realistisch geschrieben. Da habe ich wieder Schwierigkeiten mit der Aggression, denn ich will nicht wirklich Morde beschreiben und so sind meine Kriminalromanversuche immer gescheitert, daß es keine wirklichen Morde waren, die passierten und dann ist es auch kein wirklicher Kriminalroman.
Ich denke aber schon, daß man realistisch schreiben kann. Vielleicht liegt es auch ein bißchen an der Sprache. Meine ist vielleicht zu wenig abgehoben, ein bißchen mehr entfremden, ein bißchen weiter weg vom selbst Erlebten, das habe ich schon kapiert, daß das vielleicht wichtig ist. Da hatte ich ja das Erlebnis in der Augustin Schreibwerkstatt, wo einer der Zuhörer den Realismus nicht ausgehalten hat, weil das ist ja das, was man kennt und Literatur muß ein wenig abgehoben sein.
„Die Realität so sagen, als ob sie trotzdem nicht wär“, heißt das neue Josef Winkler-Buch und das ist nun kein Erzähler, der etwas von Plot und Handlung hält, sondern mit Bildern arbeitet und das ist nicht das, was ich eigentlich will, ein bißchen aber könnte ich mir davon schon „abschauen“ und etwassorgfältiger mit der Sprache umgehen.
Ein Problem, das ich immer noch habe, ist das, was ich den „Zensor im Kopf“ nenne, den fortwährenden Gedanken „Es ist schon wieder nichts!“ und das ist nicht gut fürs Schreiben und damit versuche ich jetzt lockerer umzugehen. Ein weiterer Hemmschuh ist sicher meine Schnelligkeit und das, was ich „Mich an die Wand schreiben“, nenne. Ich denke, das kommt daher, daß ich wahrscheinlich soviel Angst vor dem Schreiben und dem nicht gut genug zu sein, habe, daß ich es schnell hinter mich zu bringen versuche. So fange ich an, schreib mein Pensum hinunter und „Wusch, schon wieder nichts!“
Das soll besser werden und ist es auch schon geworden, als ich mir, bin ich ja Verhaltenstherapeutin, eine Struktur verordnete. Beim Wiener Stadtroman, war das der Tag, zerlegt in viertel Stunden, bei der „Radiosonate“ das Jahr und die ist ja sehr lang geworden.
Bei der „Paula Nebel“ bin ich wahrscheinlich „gescheitert“, weil ich nicht wirklich wußte, worüber ich schreiben wollte und immer dachte, über das Altern, Demenz, Depression und eine Großmutter- Enkeltochter-Beziehung habe ich doch schon geschrieben.
Diesmal habe ich ein „neues Thema“, eine Frau auf Entzug, das ist von mir noch nicht so abgelutscht und ich habe mir gedacht, ich nehme mir als Struktur den Vorsatz, es sollten mindestens hundert Rohseiten werden. Weiß bis jetzt aber auch noch nicht viel mehr, als daß ich einerseits das Alltagsleben in schönen Geschichten beschreiben will, mein Versuch mit meiner Sprache weiterzukommen und zweitens die Kerstin Wieland vom Alkohol und ihrer Beziehung loskommen lassen will. Bis jetzt habe ich vier Szenen geschrieben. Es beginnt mit einem Streit, Kerstin schmeißt ihren Franz hinaus, er will nicht mehr zurück, sie trinkt eine Flasche aus und fährt nach Kalksburg. Dort trifft sie einen Patienten, der ihr rät es langsam anzugehen und sich einen Halt zu suchen, am Sonntag in die Kirche und sich am Nachmittag mit ihm im Gasthaus auf ein Achterl treffen. Dazwischen könnte sie ihr Leben erzählen, eine Handlung erleben und ich könnte zu meinem Roman kommen, mit möglichst viel Geduld und dem Ziel vor Augen über meine Schwächen hinwegzukommen, damit ich, wenn es etwas wird, das Ganze versuchsweise, vielleicht unter einem Pseudonym und mit einem Expose doch an einen Verlag schicken könnte. Denn es wurmt ja schon ein bißchen, daß es ausgerechnet bei mir nicht zu gehen scheint.
„So blöd bin ich ja nicht!“, lasse ich meine Heldinnen immer sagen. Gerade vorhin hat das, die Kerstin Wieland zu Hans Richter gesagt, „wenn der Franz den Entzug schafft, dann geht das bei mir auch!“ und ich habe ja schon mehr als manche andere geschrieben und an meiner Rechtschreibung kann es auch nicht wirklich liegen.
Nun habe ich auch schon einiges geschafft. Kann ich mich ja an die Valerie erinnern, die vor Jahren einmal sagte „Mir fallen die Ideen immer zu!“
„Wow!“, habe ich gedacht.
„Mir nicht!“
Inzwischen sind sie mir sehr lange zugefallen und die Angst, daß ich zu kurz für einen Roman sein könnte, habe ich seit dem Nanowrimo auch nicht mehr, denn ich kann ja immer nachschauen, wieviele Worte sind es jetzt schon und meine selbstgemachten Bücher sind gar nicht so kurz.
Das, was ich als mein Manko bezeichnen würde, ist wahrscheinlich schon, daß ich mich, um die Konflikte herumdrücke, vieles anreiße, aber nicht wirklich hineinkomme, da daran bleiben, ist wahrscheinlich gut und was die Sprache betrifft, habe ich bei der Text und Kritik-Werkstatt, 2005 war die, glaube ich, in Vorarlberg sehr viel gelernt. Da habe ich gerade an den „Fluchtbewegungen“ geschrieben und den Kritikern war es sprachlich zu einfach. Dann bin ich nach Hause gekommen und habe überarbeitet. Bei den letzten Texten, wo ich mich schon ein bißchen ausgeschrieben fühlte, hatte ich manchmal das Gefühl, ich bin ein bißchen flach. Aber das hatte ich auch bei der „Sophie Hungers“ und die ist von den Kritikern eigentlich gut aufgenommen worden und bei der „Frau auf der Bank“ und da habe ich jetzt gleich einen Erfolg zu vermelden. Einer meiner Schreibwünsche für die nächsten zehn Jahre hat sich schon erfüllt. Ich werde die „Frau auf der Bank“ bei den Textvorstellungen in der Alten Schmiede vorstellen können.
Ja, die anderen sehen manches anders, als man selbst. Deshalb sind Testleser gut und ich denke meine Schreibreflexionen haben dieselbe Wirkung.
Ich bin aber sicher ein bißchen stur und eigensinnig und hätte es mir auch leichter machen können, wenn ich auf meine selbstgemachten Bücher Eva- oder Schmetterlingsverlag, wie das auch die anderen machen, geschrieben und mir eine ISBN-Nummer gekauft hätte. So habe ich mich selber ein bißchen ins Abseits begeben. Habe auch sicher meine Schwächen und arbeite daran besser zu werden.
Wie lange ich für den neuen Text brauche, weiß ich nicht. Man soll ja auch nicht über seinen Schatten springen. Es kann auch kurz werden und es kann schnell gehen, wenn ich etwas gelernt habe, was ich vorher nicht konnte, ist das Ziel erreicht.
Mal sehen, ob es gelingt oder ob ich wieder in eine Krise komme, meine Leser werden es sicher merken und über Feedback und Rückmeldungen freue ich mich natürlich auch.

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