Literaturgefluester

2015-10-10

Die Stunde zwischen Frau und Gitarre

„Es beginnt mit einer Verfolgungsjagd eines Heißluftballons!“, hat Angelika Reitzer vorige Woche bei der Präsentation von Clemens J. Setz tausendseitigen, leider nur Longlist-Buchs gesagt und das ist nicht ganz richtig, denn der Taxifahrer, von dem Natalie will, daß er  das tun soll, weigert sich, diesen unmöglichen Auftrag anzunehmen.

„Ich bringe Sie gerne an das Ende der Stadt oder wohin Sie wollen, aber das kann ich nicht!“

Das ist wahrscheinlich auch eine Charakterisierung des tausend Seiten Wälzers, in der sehr wohl Unmögliches und noch viel mehr geschieht und wenn ich mich nicht irre, habe ich auch irgendwo gelesen, daß das einer der beeindruckensten Buchanfänge ist.

„Folgen Sie diesem Heißluftballon!“

Egal, Natalie Reinegger ist jedenfalls einundzwanzig, ehemalige Epileptikerin, die immer noch die „aurigen Gefühle“ verfolgt, die einen Grand Mal ankündigen. Sie lebt in Graz, der Heimatstadt des 1982 geborenen  Shootingstars und literarischen Wunderkinds Setz und sie hat ihre einjährige Ausbildung zur Behindertenbetreuerin erfolgreich abgeschloßen.

Deshalb gibt „Red Bull“ oder sonst wer eine Heißluftballonparty für die Absolventen. Natalie hat blöderweise in der Nacht davor zuviel Beruhigungspillen genommen und verschlafen, so versäumt sie diesen Beginn.

Sie hat aber schon eine Stelle in einem privaten betreuten Wohnheim, dort hat sie eine zweiwöchige Probezeit absolviert, ja wir leben in Zeiten, wo wir sparen und alles schnell gehen muß und so teilt sie sich alsbald mit drei Betreuerinnen zwei Stellen.

Sie bekommt auch zwei Bezugsklienten, einer heißt Mike und  hat ein Schädelhirntrauma, seither ist er von seiner Frau getrennt und malt schreckliche Sachen in sein Zimmer, die die Betreuer dann wegwischen müßen.

Der zweite heißt Alexander Dorm und sitzt im Rollstuhl, warum habe ich nicht herausgekommen. Es scheint aber auch nicht wichtig zu sein. Er ist jedenfalls homosexuell, haßt die Frauen und ist ein Stalker und hat die Frau seines Opfers Dr. Hollberg in den Selbstmord getrieben.

So weit realistisch und gut nachzuvollziehen. Dorm wird aber jede Woche von Hollberg besucht und Natalie, die Bezugsklientin oder Bezugerin, wie sie Dorm beschimpft, der mit ihrer knabenhaften Figur nicht viel anfangen kann, muß mitgehen und seine sadomasochistischen Versuche Dorm aus seiner Hand tote Mäuse fressen zu lassen, mitverfolgen.

Es passiert noch viel viel mehr Surrealistisches und Reales, denn Hollberg tritt ihr mit Billigung oder auch ausdrücklicher Duldung der Heimleitung, bezahlt vielleicht er den Betreuungsplatz, zu nahe, zeigt ihr Fotos, steht in ihrem Garten, verlangt von ihr Gespräche etcetera, die bei Natalie zu Haßgefühlen, Panikattacken und auch dazu führen, daß sie selber ihn verfolgt und man weiß nicht recht, wird sie jetzt wahnsinnig oder ist man in einem trivialen Krimi, beziehungsweise Science Fiction Roman, denn, das habe ich jetzt, wie noch tausend anderes vergessen, Natalie ist ein Stephen King Fan.

Sie folgt ihm jedenfalls auf den Friedhof, Hollberg geht nach jedem seiner Besuche dorthin und heuert auch einen seltsamen Obdachlosen, den sie im „Openspace“, einem Lokal, in dem sie ihre Freizeit verbringt, an, ihn zu verfolgen.

Bis zur Lesung vor einer Woche, war ich bei Seite hundert. Bis dahin habe ich das Buch total realistisch gelesen, denn ich bin ja Psychologin und Psychotherapeutin vom Brotberuf und habe mich auch schon literarisch öfter mit überforderten Jugendlichen, Borderliners, etcetera, beschäftigt und Natalie ist eine Borderlinerin, na klar, obwohl nicht sie sich schneidet, sondern die andere Betreuerin B.

Ich bin auch sicher, daß man viele solcher Betreuerinnen in betreuten Wohnheimen finden kann und  bin auch die Mutter einer Behindertenbetreuerin, die mir wahrscheinlich bis zu achtzig Prozent ähnliche Geschichten erzählen könnte, die Sci Fi Bezüge ausgenommen natürlich, wie ich hoffen würde.

Dann gibt es aber auch die Vergleiche zu James Joyce und seinem „Ullysses“ und die Tatsache, das Natalie auch Synäthesistin ist, sie sieht Farben zu den Worten, das ist Clemens J. Setz, wie ich hörte und las, auch und beide sind wahrscheinlich hochintelligent.

Natalie wird das von den Kritikern bescheinigt und Clemens J. Setz wurde in einem Interview gefragt, ob er ein Außenseiter ist, was er erfolgreich abwehrte.

„Wie kommen Sie darauf, nur weil ich mit mir selber spreche, das tun doch viele!“

Ja, die zweite Ebene sind die übersprudelnden Phanatasien von denen Clemens J. Setz bei der Lesung einige Beispiel gab.

Da setzt Nataie zum Beispiel Phantasiemäuse auf ihre Schultern, um sich dadurch zu entspannen. Setz tut das auch, ich würde meinen, daß ich mich mehr anspanne, wenn ich  den ganzen Tag aufpassen muß, daß die Maus nicht herunterfällt.

Sie führt mit ihrem Ex-Freund Markus auch „Non sequitur“ Gespräche und ihr Bruder Karl der in Dänemark lebt, führte gerne „karleske Redewendungen“ mit denen macht Natalie dann in der Freizeit, in denen sie „streunen“ geht, die Männer fertig von denen sie sich vorher oral befriedigen läß.

Es gibt auch endlos absurd scheinende Einfälle in dem Buch, manche sind ziemlich beklemmend, zum Beispiel, wenn sie sich vorstellt, was mit Mikes Hirnmasse geschah, die bei seinem Unfall austrat oder auch die, wo sie ein Spielzeugauto, das Hollberg Dorm zum Geburtstag schenkte, klaut, mit nach Hause nimmt und in der Wohnung einen Stock unter ihr, wo Kinder wohnen, aussetzt. Die Fernbedienung nimmt sie mit und macht sie an. Das Auto rast dann in der Wohnung unten herum und in einer anderen Nachbarwohnung läutet öfter ein altes Telefon und irgendwann spaziert dann der Nachbar mit dem Telefon die Stufen herunter.

Wir leben ja auch in einer hochexplosiven Zeit, so muß in Natalies Wonung immer der Fernseher laufen und sie stellt sich vor, wie das ist, wenn alle Radios auf einmal an sind?

Schöne neue überforderte Welt, in der wir und wahrscheinlich noch mehr Leute, die dreißig Jahre jünger sind als ich, schon drin sind. Natalie macht ständig Aufnahmen mit ihrem Handy, nimmt Gespräche, aber auch ihre Schmatzgeräusche auf und stellt sie wahrschein ins Internet, etc.

Im Epilog sind wir überhaupt schon in der Zukunft, wo man von seinen Peers ständig überwacht wird und es kein Echtgeld mehr gibt und das Buch endet, um nicht zuviel zu verraten, es ist ja ein Rezensionsexemplar, wofür ich „Suhrkamp“ herzlich danke mir mein LL-Lesen zu ermöglichen, irgendwie so ähnlich, wie John Katzenbach „Der Professor“.

Natalie ist jedenfalls nicht mehr im Wohnheim, sondern studiert Medizin und nein, sie bringt niemanden um, weder aus Mitleid noch sonstwie.

Sechs bis acht Wochen hat mir der „Suhrkamp-Verlag“ Lesezeit gegeben. Ich habe es in einer konzentrierten Woche, immer hundert Seiten in der Badewanne geschafft und es war lange nicht so schwer zu lesen, wie der Zaimoglu und ich bin auch eine geübte Leserin.

Wenn man aber auf die „Amazon-Seite“ geht, kann man merken, daß sich die Leser schwer tun mit dem Monsterwerk, von dem sie beispielsweise behaupten, daß man es nicht nacherzählen könne und, daß es keine Handlung hat.

Es ist Setz linearstes Buch, habe ich dagegen irgendwoanders gelesen.

Die „Amazon Leser“ waren aber meistens bei Seite hundert, dreihundert etc und mit den tausend Seiten wahrscheinlich überfordert, allerdings gab es bei den Kommentaren immer einen, der das dann rügte und wenn man zu den Experten des Schweizer Literaturclubs geht, merkt man, daß die in den Klischees steckenbleiben.

„Wir sind in der Klapsmühle, Natalie ist die irrste Protagonistin, der ich je begegnet bin, das Buch setzt uns den Spiegel vor und man fragt sich wer sind die Verrückten?“

Nicht wir, sondern die Gesellschaft, würde ich hier antworten und Richard Kämmerling hat, als der Roman nicht auf die Shortlist kam, zu einem Jurorenrundumschlag ausgeholt.

Die soll zurücktreten, hat er gefordert, wenn sie nicht die Qualität des Buchs begreift und nach mehr Kritikern statt Buchhändlern und Musikern verlangt.

Dem würde ich ich mich nicht anschließen, obwohl das Buch auch auf meine Shortlist kommt und ich die Anna fragen werde, ob sie es zu Weihnachten haben will? Weil ja interessant ist, wie das  eine dreißigjährige Behindertenbetreuerin, die sicher auch öfter von ihrem Beruf überfordert ist, empfindet.

Daß es nicht auf die Shortlist und daher auch nicht zum dBp kommt, würde ich mir durch die oben beschriebene Überforderung der Leserschaft oder der Angst davor erklären.

Denn wer liest in Zeiten wie diesen, wo das Lesen ja schon bald zu einem Luxusgut wird, wirklich noch tausend Seiten, obwohl es, wie ich wiederholen möchte, leicht und auch spannend zu lesen ist.

Einiges davon ist wahrscheinlich wirklich so Einzigartig und Ungewöhnlich, wie es „Ullysses“ zu seinen Entstehunszeiten war, für die Leute wahrscheinlich, für die eine Psychiatrie oder ein betreutes Wohnheim noch immer eine „Klapsmühle“ ist und eine F60 Person, wie die Natalie, die ärgste Irre aller Zeiten.

Es gibt auch zur Unterstützung und als Lesehilfe das „Betreute Lesen“, wenn das wahrscheinlich auch mehr als ein Projekt des Social Readings oder des E-Books Lesen zu verstehen ist.

Ich hab da schon mehrmals kommentiert und auch Antworten bekommen.

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2017-03-25

Gedichte zwischen Uhr und Bett

Nun kommt eingeklemmt zwischen den Neuerscheinungen von „K&S“ und „Kiwi“ ein wenig Lyik aus dem „Keiper-Verlag“, den ich ja einmal auf der „Buch-Wien“ durch Andrea Stift kennenlernte und dessen Gedichtbände von Petra Ganglbauer und Ingeborg Görler ich inzwischen gelesen habe und nun in dem 1984 geborenen in Graz als Buchhändler arbeitenden Mario Hladicz eine Überraschung erlebte, denn allein schon der Titel „Gedichte zwischen Uhr und Bett“ machen neugierig.

Da denkt man wahrscheinlich gleich an den vier Jahre älteren Grazer mit seinem skurrilen Monsterroman, den ich gerne den dBP 2015 gegeben hätte und freut sich vielleicht auch noch, daß das Lesen der Gedichte wahrscheinlich viel schneller geht, als dessen tausend Seiten  und ich frohlocke auch, denn das habe ich ja gerne und suche ich schon lange, einen oder eine, die die Alltäglichkeit des Lebens in  Poesie verfaßt, weil ich ja manchmal bekanntermaßen Schwierigkeiten mit der allzugroßen Abgehobenheit und den Sprachräuschen làrt pour L`Art habe und nur „Hui“ denke, wenn mir da Seitenlang in den allerschönsten Worten die Eigenschaften eines Steins erklärt wird. Denn, was habe ich davon?

Hier habe ich sehr viel und kann den Absurditäten und den Mühlseligkeiten des Lebens nachlauschen und auch verblüfft feststellen wie einach, das dem jungen Autor, der natürlich mit Prosastücken den Weg in die Literatur, wie Helwig Brunner, der Herausgeben der Reihe in seinem Nachwort erklärt, gefunden hat, gelungen ist.

„2014 hat er damit den „Literaturförderungspreis der Stadt Graz“ bekommen und ich denke, wieder, daß man mehr Prosa für die Lyrik braucht und mehr Poesie, um den Alltag zu erklären und wahrscheinlich auch, um ihn auszuhalten und das versteht Marion Hladizc vortrefflich, also wieder ein kurzer Streifzug durch das Buch und ich füge gleich hinzu, daß man die Gedichte lesen soll, denn vieles hat man so noch nicht gehört und man kann auch über den Alltag Gedichte schreiben und ich glaube, daß das sehr wichtig ist und so geht es auch gleich zu der „Wäsche, die im Hof flattert und zu den Nachmittagen, die zäh sind, als sei man in Kaugummi getreten.“

„Aus einem Tagebuch“ nennt Mario Hladicz dieses Gedicht und geht weiter zu dem „Gepäck“, das man vielleicht braucht, um den letzten Weg anzutreten, „Die kaputte Uhr und den Rum für den Mut, das Schreiben vor zwei Wochen und den Stein, den er benützen würde, wenn es so weit war.“

Prägnanter kann man es wohl nicht sagen. Und dennoch, trotzdem geht es immer, um die Dichtung, um das Schreiben, um das Wort:

„Es gibt immer weniger von denen, die ziellos durch die Städte streifen, an Mistkübeln Halt machen, sie scheu umkreisen und beschämt um sich blicken, bevor sie dann doch hineingreifen, auf der Suche nach noch brauchbaren Worten, aus denen sie nichts machen würden.“

Man sieht Mario Hladicz ist ein ganz Hintergründiger, ein Durchtriebener, denn es ist nichts bei ihm, wie es scheinen sollte und alles irgenwie hoffnungslos verloren oder vielleicht auch doch nicht so ganz.

Er versteht die Ausweglosigkeit des Lebens jedenfalls in schöne Worte zu fassen und holt uns die Poesie in den Alltag, die wir dann vielleicht  nicht verstehen, versäumen, wegwerfen, etcetera.

Eine Anspielung an Angelika Reitzer und die „Frauen in Vasen“ gibt es auch, sogar zweimal.

„Zugegeben als wir zu Vasen wurden, geschmackvoll und wohlgeformt“ und dann geht es natürlich um das Lesen oder zur „Liebe (französisch)“

„Sie hätte wohl zu  Francis Ponge gegriffen, er hätte einen Band von  Maurice Blanchot gewählt, um damit den jeweils anderen kräftig eines über den Schädel zu schlagen.

Da sie sich aber aus Literatur nicht viel machten und diese Bücher gar nicht besaßen, blieb alles ruhig und sie verbrachen eine weitere friedliche Nacht im gemeinsamen Bett.“

Wie schon geschrieben, ganz schön hinterfotzig, der Grazer Buchhändler, der Germanistik studierte und eine Ausbildung zum Bibliothekar machte und poetisch und auf der Suche nach den Worten, um den Sinn und Unsinn des Lebens und seine Alltäglichkeit zu erklären.

In Haikus läßt sich das wahrscheinlich ganz besonders gut ausdrücken, deshalb gibt es auch drei in dem Band, nach jeder Abteilung eines

„Haiku II

Wie schafft die Fliege ihren Roman aus dem Raum hinaus in die Welt“ und

„Haiku III

So viel Poesie vor dem Haus aufgestapelt zur freien Entnahme“

Ganz schön zynisch vielleicht gemeint, aber ich denke da an die offenen Bücherschränke aus denen ich mich ja auch sehr gern und bevorzugt bediene und habe mich in meinen Rundgang durch Mario Hladiczs Gedichte, jetzt auf die, sie sich  auf die Wörter und die Literatur beziehen, beschränkt.

Es gibt aber noch so viel anderes darin zu finden, von den Häusern, die keinen Ausgang haben und den Hunden, die merken, daß ihre Herrchen alt werden, besipielsweise und und und….

Lesen würde ich noch einmal empfehlen, umMario Hladiczs Talent kennenzulernen, aus dem   Alltag Kunst zu machen und die Kunst in den Alltag hinüberzubringen, was mir, meine Leser wissen es, ganz besonders gefällt.

2016-11-14

Zwischen Schreiben und Lesen

Am neunundzwanzigsten und dreißigsten Oktober fand im „Odeon“ eine „Enquette zur Literaturvermittlung“ statt, wo die Literaturhäuser, die „Alte Schmiede“ und die „Gesellschaft für Literatur“ sich mit diesen Thema auseinandersetzten.

Dazu wurden auch eine Reihe, Margot Schreiner würde sie wahrscheinlich „Mittelschichtautoren“ nennen, eingeladen, für eine Anthologie, die von Robert Huez vom Literaturhaus Wien, Edith Bernhofer vom Klagenfurter Literaturinstitut und Thomas Friedmann vom Salzburger Literaturhaus herausgegeben wurde, Texte zu schreiben.

Bei „Klever“ erschien dann die diesbezügliche Anthologie „Zwischen Schreiben und Lesen – Über Situation, Herausforderungen und Möglichkeiten von Literatur und Literaturvermittlung in Österreich, die drei Bereich enthält.

Im ersten „Literaturbetrieb. Gesellschaft.Politik“, begann die 1953 in Linz geborene und heurige „Wildganspreisträgerin“ Margit Schreiner mit ihren Essay „Aspekte zeitgenössischer Literatur und ihre Gesellschaftlichen Bedingungen“ in dem sie sich mit dem Roman auseinandersetzt.

Das der in der Krise sei, war ihr Statement, was ich, die ich mich jetzt ja gerade mit den Debuts und dem Buchpreislesen auseinandersetzte und noch setze nicht so ganz verstanden habe, denn es gibt ja jede Menge solcher und Margit Schreiner merkt auch genau an, daß die immer dicker und dicker werden. Ja, natürlich, der von Clemens J. Setz umfaßte schon über tausend Seiten. Margit Schreiner unterscheidet auch noch zwischen Kleinverdiener, den sogenannten Mittelschachitautoren, zu denen sie sich wohl selber zählt und den Bestsellerautoren, da wird Charlotte Roches „Schoßgebete“ als Beispiel genannt.

Gerhard Ruiss folgt mit einem Einblick in die Österreichische Literatur-Verlags-und Flörderlandschaft“, die IG-Autoren haben sich 1971 gedründet, die GAV 1973, „Manuskripte“ und „Wespennest“ waren damals die führenden Literaturzeitschifrten, eine Reihe kleiner gab es auch noch, wie man vor kurzem im Literaturhaus sehen konnte, das Literaturhaus wurde 1991 eröffnet, die „Alte Schmiede 1975“.

Dann folgte der doppelte Longlist- und einfache Shortlist Kanditat Reinhard Kaiser Mühlecker und führt als Beispiel,  die städtische Bibliothek in Stockholm an, deren Speicher geschlossen war, als er sich dort ein Buch ausleihen wollte, während Marlene Streeruwitz die politische, Stockholm wieder als postitives Beispiel an Fortschrittlichkeit nennt, während in Österreich ja 2000 die blau schwarze Regierung Einzug hielt, die Autoren gespalten oder zu Unternehmern machte, Widerstandsleseungen hat es damals auch gegeben und die berühmten Donnerstagsdemonstrationen.

Theresa Präauer, die ich als Illustratorin von Wolf Haas Kinderbuch kennenlernte, die aber jetzt auch schon drei Romane geschrieben hat, beim „Bachmannpreis“ gelesen hat und mit „Oh Schimmi“ derzeit an erster Stelle der ORF Bestenliste steht, hat als Thema für ihren Essay, die Lesungen gewählt und meint, sie hätte schon tausend beigewohnt, weil sie als Studentin eine Zeitlang hinter der Bar eines Literaturhauses gestanden hätte.

Das gilt auch für mich, da stehe ich zwar vor der Bar, beziehungsweise dem Tisch, an dem im Literaturhaus der Wein ausgeschenkt wird. Bei tausend Lesungen war ich aber höchstwahrscheinlich auch schon, gehe auch sehr gerne hin und habe eigentlich auch nichts gegen die vielgeschmähte Wasserglaslesung und Teresa Präauer, kann man noch anmerken ist auch eine Meisterin des Vortrags, bezeihungsweise der Performance, die man bei ihren „Oh Schimmi-Lesungen“ merken kann.

Der zweite Teil des Buch befaßt sich mit dem Bereich „Bildung.Schule.Literaturvermittlung“ und da setzte sich, der 1955 geborene Ludwig Laher mit der Zentralmatura auseinander und bedauert, daß man in Zukunft in der Schule keine Literatur mehr vermittelt bekommt und das Gymnasium verlassen kann, ohne einen Roman gelesen zu haben.

Seinen Aufsatz aus dem „Standard“, wo sich eine fiktive Schülerin dagegen wehrt, Altenhelferinnen Arno Geigers „Der alte König in seinem Exil“ an Hand eines Textausschnittes empfehlen zu können, ist auch abgedruckt. Hier kann ich wieder nur einwenden, daß das Buch ein „Memoir“ und kein Roman ist und ich denke, daß wir alle ja von Lesetips zehren sollen, die uns den Kauf eines Buches schmackhaft machen wollen, zumindest werden sie im Netz sehr empfohlen und auch sonst sehrverbreitet.

Der 1972 in Brünn geborene Michael Stavaric beschreibt in „Identität, Initiation und (literarische Heimat) seine Erfahrungen bei Schullesungen und gibt dazu Beispiele aus seinen Kindergedichten.

Dann geht es zum „Autorenleben“ . Hier gibt die 1957 in Bozen geborene Erika Wimmer in „Maskenspiele. Die Dichterin, die Alte und ihr Biograph“, ein sehr beeindruckendes Beispiel einer literarischen Beziehung.

Der Biograph Jakob rast einer hundertjährigen Dichterin, der Text ist Rita Levi-Montalcini gewidmet, nach, um ihre Biografie zu schreiben und muß sich dabei allerlei Schrullen und Einschränkungen gefallen lassen, während, die Dichterin mit den Literaturvermittlern, den Lektoren, den Veranstaltern, den Redakteuren ringt, die ihren Gedichtband ebenfalls allerei Einschränkungen aussetzen und ihn  schlußendlich doch nicht besprechen, verlegen, vorstellen.

Dazu fällt mir die „Dora Faust“ ein, in die ich ja auch meine Absage und Bewerbungsschreiben hineinverarbeitet habe.

Der 1965 in Dornbirn geborene Wolfgang Bleier, ein mir bisher unbekannter Autor, beschreibt sein Autorenleben sehr poetisch und Martin Prinz, der mit der „Letzten Prinzessin“ von „Jung und Jung“ zu „Suhrkamp“ gewandert ist, ein „glücklicher“ Autor also, sitzt zu Zeiten der Präsidentschaftswahlen und deren Wiederholungen im Cafe Floriani und versucht seine Auftragsarbeit für die Literaturvermittlungsanthologie zu schreiben, dazwischen muß er in zwei Tagen seine Fahnen durchgehen, macht Beobachtungen, etcetera.

Dann gibts noch einen Text des 1982 geborenen Bernhard Strobels in dem Buch, der sich mit den drei „Lebenslügen der Dichter“:

  1. Literatur verändert die Welt
  2. Die Dichter schreiben für die Nachwelt
  3. Es gibt eine Weltliteratur

beschäftigt.

Ein sehr interessantes Buch, das einige sehr interessante Aspekte des Literaturbetriebs aufzeichnet, bedauert, daß es keine Leser mehr gibt, die Subventionen eingespart werden und das alles auf mehr oder weniger literarisch anspruchlsvolle Art und Weise beschreibt.

Die experimentelle Literatur kommt dabei vor, die Genres, wie Krimis, Si Fis, Romantiks, also das, was die Leser vielleicht auch und verstärkt lesen wollen, wird dabei ausgespart, aber für die hat sich in den letzten Jahren noch eine anderer Art von Literaturbetrieb eröffnet, der in diesem Essayband eher ausgespart ist.

Karla Paul bei ihrem „Pup `n` Pub“ aber sehr wohl erwähnte, als sie meinte, daß die wahren Bloger zwischen zwölf und sechzehn sind und genau darüber twittern, instagramen und vielleicht nicht mehr facebooken, weil sie dieses schon längst verlassen haben.

Und Anika Bühnemann, die ja recht erfolgreichen einen Blog namens „Vom Schreiben leben“ betreibt, hat mir einmal gemailt, daß sich die Autoren, die das wollen, nicht um den Literaturbetrieb scheren, sondern Marketingkurse besuchen, ihr Cover und ihr Lektorat selbst bezahlen, danach ihre Marke aufbauen un beim bösen „Amazon“ ihre Bücher dann mehr oder weniger gut verkaufen und bei allem bleibt für mich dann auch noch die Rolle des Lesers, übrig der vielleicht bei solchen Diskussionen, Veranstaltungen, Publikationen oft ein wenig übersehen wird und auch hier keinen Beitrag geschrieben hat, der angeblich nur acht oder neun Bücher im Jahr liest, aber einer jährlichen Überproduktion von siebzigtausend, wie man hört oder noch mehr Neuerscheinungen, ausgesetzt ist.

Ja, das Lesen ist schön, würde ich, die das ja sehr intensiv und auch gerne jenseits über jeden Genrerand betreibe, zum Schluß meinen, das Schreiben auch und es ist auch schön, daß es Institutionen, wie die „Alte Schmiede“, das Literaturhaus, „Die Gesellschaft für Literatur“, etcerera gibt und das man diese zumindestens in Wien immer noch ohne Eintritt zu bezahlen, besuchen kann.

2015-09-29

Zwischen drinnen und draußen

So heißt das Programm des heurigen Neubauer Kulturherbstes, der mit seinen Veranstaltungen auch immer ins Literaturhaus geht, dann erscheint der Bezirksvorsteher und hält Eröffnungsworte.

Da gab es heute eine Buchpräsentation von Verena Mermers Debutroman „Die Stimme zwischen den Dächern“, ein Buch das ich gerne lesen würde und eigentlich dachte, daß ich das könnte, hat mir „Residenz“ ja immer seine Bücher geschickt, aber da hat sich jetzt  etwas geändert und ich muß auch nicht alles lesen, habe ich doch ohnehin schon einen hohen Bücherstapel in meinem Schlafzimmer.

Die 1984 geborene Autorin Verena Mermer habe ich im Februar kurz bevor ich nach Leipzig fuhr in der „Gesellschaft für Literatur“ kennengelernt und mit ihr heuer auch beim „Volksstimmefest“ gelesen und da sie ihr Buch heute im Literaturhaus vorstellte, dachte ich, ich gehe hin.

Dabei hätte ich fast übersehen, daß es noch ein zweites Buchdebut gab, nämlich das der 1983 in Klagenfurt geborenen Sandera Weihs „Das grenzenlose Und“, von dem ich, wenn ich mich nicht irre, schon in den Blogs gehört habe und das entpuppte sich in der Thematik  für mich fast als das interessantere, denn ich bin ja eine, die sich eher nach der Realistik als, nach den poetischen Worträuschen sehnt und da hat die Sozialarbeiterin Sandra Weihs, die in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften arbeitet, einen Roman über eine achtzehnährige Borderlinerin geschrieben, die in einer solchen WG wohnt, sich schneidet, weil sie ihre Mutter damit treffen will, von einer WG Genossin gefunden und ins Spital gebracht wird, ein junger Gott in Weiß hält ihr eine Moralpredigt „Mädel was machst du da, ich will dich hier nie mehr sehen!“

Sie macht sich über ihn lustig, ist sie doch Privatpatientin des Chefs und geht zu ihm in Therapie und dort trifft sie einen Klienten,  verliebt sich in ihn und bringt sich dann nicht um, obwohl sie sich das ganze Buch lang danach sehnt.

Fast ein bißchen wie „Chucks“, das jetzt ja kürtlich  Filmpremiere hatte oder wie Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“, das ich demnächst zu lesen beginnen will, dann ist das Mermer-Buch, das im Jahr 2011 in Baku spielt, die dortige Revolution an Hand vierer Personen Nino, Ali und Che und Frieda schildert, fast ein wenig abgesunken und ich dachte, wenn würde ich lieber das Erstere lesen, aber das kann ich mir ja selber schreiben oder auch nicht.

Jdenfalls habe ich manchmal Klienten, die in sozialtherapeutischen Wohngemeinschaften leben und meine Tochter ist Behindertenbetreuerin in einer ähnlichen WG.

„Che und Frieda, schwant Ihnen etwas?“, hat Stefan Gmünder in seiner Einleitung gefragt.

Das ist doch die mit den Bildern in Mexiko und dem Unfall oder der Arzt mit dem berühmten Tuch,der die Welt retten wollte und dessen Poster in jeden Jugendzimmer hängt. Vielleicht auch in dem der WG, der achtzehnjährigen Marie mit der großen Schnauze, kann sein, denn die schneidet sich ja manchmal zwischen Büchern und Verena Vermer hat deshalb solche Personen gewählt, weil sie keine wirklichen in Gefahr bringen wollte, in Baku herrscht ja die Nachfolgeorganisation des KGBs.

Also eigentlich auch sehr interessant und vielleicht finde ich das Buch auch einmal, das eine oder das andere und von Christa Wolf.

„Kein Ort nirgends“ hat Stefan Gmünder in seiner Einleitung auch angesprochen und die beiden Jungautorinnen gefragt, was sie gerne lesen?

Sandra Weihs nannte Christa Wolfs Roman als ihr Lieblingsbuch, Verena Mermer hat Germanistik studiert und sich da durch den Kanon gelesen und nachher gab es wieder Wein und die Pistazien, die vielleicht von der vergangenen Woche übergeblieben sind.

Ich hörte den „Residenz-Größen“ und Robert Huez ein wenig beim Small Talk zu,, lese immer noch Irmgard Fuchs, die ich  auch für sehr sozialkritisch halte und demnächst Clemens J. Setz und habe einige Bücherblogger verärgert, weil ich so viel verlinke, denn wer interessiert sich schon für meine Literaturberichte und Buchbesprechungen?

Einige vielleicht schon, jedenfalls habe ich heute wieder eine verstärkte Aufrufzahl, mehr als die üblichen hundertzwanhzig, über zweihundertfünfzig und das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ wurde auch vierzehnmal angeschaut, was mich eigentlich freuen sollte.

2019-07-11

Schräges von der O-Töne-Eröffnung

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Lukas Lauermann

Lukas Lauermann

Barbara Zeman

Barbara Zeman

Am Donnerstag hat im MQ wieder das Lesefest begonnen, das jetzt von Klaus  Kastberger zusammengestellt wird, der jetzt auch für die Debuts verantwortlich ist.

Bei der Eröffnung gibt es immer ein Musikprogramm und war im Folder als die „Schräger Singer/Songwriterin Alicia Edelweiß mit dem wohl vielfältigsten Cellisten Lukas Lauermann“ angekündet.

Sie hatten auch eine Geigerin dabei und dann folgten zwei Autoren, die man wohl auch als schräng bezeichnen kann. Nämlich das Debut „Immerjahn“ von Barbara Zemann, die ich schon im Literaturhaus hörte und da hat die 1981 in Eisenstadt geborene Autorin wieder sehr genau und sehr lang ihren wohl etwas ungewöhnlichen Künstlerroman vorgestellt, der wahrscheinlich an das Debut von vor zwei Jahren von Irene Diwiak erinnern könnte, so daß ich gespannt bin, ob ich das Buch auf der Debutschiene des östBps finden werde, auf der Bloggerdebutlonglist steht es, glaube ich, schon.

Barbara Zemann erzählte wahrscheinlich mehr, als sie gelesen hat und Daniela Strigl sprach in ihrer Einleitung auch davon, daß des Sujet des Debuts, nämlich ein Tag eines reichen Mannes, der seine Villa in ein Museum verwandelt will, dabei aber seine Sekretärin entlassen hat, etwas ungewöhnlich ist, weil die meisten anderen Debutanten eher von ihrer engen und bedrückenden Kindheit schreiben.

Dann folgte ebenfalls ein außergewöhnliches Literaturtalent, nämlich der neue Erzählband „Der Trost runder Dinge“ des 1982 in Graz geborenen Clemens J. Setz, der neuerdings Hüte zu tragen scheint und dessen literarischen Aufstieg ich eigentlich sehr genau verfolgt habe.

Habe ich doch sein Debut „Söhne und Planeten“ bei einem St. Pöltner Flohmarkt gekauft und, ich glaube, 2009 gelesen. Dann hat er bald den Bremer Literaturpreis bekommen,  dicke Romane wie die „Frequenzen“ noch bei „Residenz“ erschienen, geschrieben. „Indigo“ ist, glaube ich, auch sehr dick.

Mit den Erzählungen „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädterkindes“ hat er den „Leipziger Belletriktik-Preis“ gewonnen und da hat mich der Wechsel in die Skurrilität schon etwas gewundert. Bei dem neuen Erzählband scheint das nicht anders zu sein, wie Daniela Strigl im Interview erwähnte, obwohl die Geschichte, die er glesen hatte, einen eigentlich realen Hintergrund hatte.

Der dickste Roman war dann wohl „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ was 2015 auf der Long- und vielleicht auch auf der Shortlist des dBp stand und mir sehr gefallen hat.

Gedichtbände gibt es  auch und auch Twittergedichte, von denen Clemens J. Setz noch eine Zugabe gab und der Haupthof des MQ war wieder sehr voll, Ljuba Arnautovic, Alice Harmer, Sarah Wipauer, die glaube ich mit Clemens J. Setz befreundet ist, habe ich gesehen, aber auch meine Hauptschulkollegin Christa U, Margit Heumann und noch viele mehr.

2018-08-25

Deutscher Buchpreis

Filed under: — nagl @ 16:14

Gelesene und vorhandene Bücher:

2005

1. Arno Geiger „Es geht uns gut“

2.Friederike Mayröcker „Und ich schüttelte einen Liebling“

3. Daniel Kehlmannn „Die Vermessung der Welt“

4.Wilhelm Genazino „Die Liebesblödigkeit“

5.Matthias Politycki „Herr Der Hörner“

 

2006

  1. Katharina Hacker „Die Habenichtse“
  2. Sasa Stanisic „Wie der Soldat das Grammafon reparierte“
  3. Ilija Trojanow „Der Weltensammler“
  4. Daniel Glattauer „Gut gegen Nordwind“
  5. Ingo Schulze „Neue Leben“?
  6. Sibylle Lewitscharoff „Consummatus“
  7. Heinrich Steinfest „Ein dickes Fell“
  8. Felizitas Hoppe „Johanna“
  9. Wolf Haas „Das Wetter vor fünfzehn Jahren“
  10. Paulus Hochgatterer „Die Süße des Lebens“
  11. Ferdidun Zaimoglu „Leyla“

 

2007

1.Julia Frank „Die Mittagsfrau“

2.Thomas Glavinic „Das bin doch ich“

3.Katja Lange-Müller „Böse Schafe“

4. Peter Henisch „Eine sehr kleine Frau“

5.Robert Menasse „Don Juan de la Mancha“?

6. Michael Köhlmeier „Abendland“

 

2008

  1. Uwe Tellkamp „Der Turm“
  2. Iris Hanika „Treffen sich zwei“
  3. Ingo Schulze „Adam und Evelyn“
  4. Martin Walser „Ein liebender Mann“
  5. Karen Duve „Taxi“

 

2009

  1. Herta Müller „Atemschaukel“
  2. Thomas Glavinic „Das Leben der Wünsche“
  3. Peter Stamm „Sieben Jahre“
  4. Thomas Stangl „Was kommt“
  5. Terezia Mora „Der einzige Mann auf dem Kontinent“
  6. Kathrin Schmidt „Du stirbst nicht“
  7. Wolf Haas „Der Brenner und der liebe Gott“
  8. Stephan Thome „Grenzgang“

 

2010

  1. Melina Nadj Abonji „Tauben fliegen auf“
  2. Judith Zander „Dinge, die wir heute sagen“
  3. Alina Bronsky „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“
  4. Olga Martynova „Sogar Papageien überleben uns“
  5. Kristof Magnusson „Das war ich nicht“
  6. Michael Köhlmeier „Madalyn“

 

2011

  1. Eugen Ruge „In Zeiten des abnehmenden Lichts“
  2. Sibylle Lewitscharow „Blumenberg“
  3. Marlene Streeruwitz „Die Schmerzmacherin“
  4. Ludwig Laher „Verfahren“
  5. Klaus Modick „Sunset“
  6. Judith Scharlansky „Der Hals der Giraffe“
  7. Thomas Melle „Sickster“
  8. Astrid Rosenfeld „Adams Erbe“

 

2012.

  1. Olga Grjasnowa „Der Russe ist einer der Birken liebt“

 

2013.

1.Marion Poschmann „Die Sonnenposition“

2.Daniel Kehlmann „F“

3.Nella Verremej „Berlin liegt im Osten“

4.Ralph Dutli „Soutines letzte Fahrt“

5. Clemens Meyer „Im Stein“

6. Mirko Bonne „Nie mehr Nacht“

7.Jonas Lüscher „Frühling der Barbaren“

 

2014.

  1. Thomas Melle „3000 Euro“
  2. Lukas Bärfuss „Koala“
  3. Michael Köhlmeier „Zwei Herren am Strand“
  4. Martin Lechner „Kleine Kassa“
  5. Charles Lewinsky „Kastelau“
  6. Marlene Streeruwitz „Nachkommen“
  7. Lutz Seiler „Kruso“
  8. Antonio Fian „Das Polykrates-Syndrom“
  9. Mathias Nawrat „Unternehmer“
  10. Christoph Poschenrieder „Das Sandkorn“
  11. Sasa Stanisic „Vor dem Fest“

 

2015.

  1. Frank Witzel „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
  2. Jenny Erpenbeck „Gehen ging gegangen“
  3. Rolf Lapert „Über den Winter“
  4. Inger-Maria Mahlke „Wie ihr wollt“
  5. Ulrich Petzer „Das bessere Leben“
  6. Monique Schwiter „Eins im Andern“
  7. Alina Bronksy „Baba Dunjas letzte Liebe“
  8. Ralf Dutli „Die Liebenden von Mantua“
  9. Valerie Fritsch „Winters Garten“
  10. Heinz Helle „Eigentlich müßten wir tanzen“
  11. Gertraud Klemm „Aberland“
  12. Steffen Kopetzky „Risiko“
  13. Peter Richter „89/90“
  14. Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“
  15. Anke Stelling „Bodentiefe Fenster“
  16. Ilija Trojanow „Macht und Widerstand“
  17. Vladimir Vertlib „Lucia Binar und die russische Seele“
  18. Kay Weyand „Applaus für Bronikowski“
  19. Christine Wunnike „Der Fuchs und Dr. Shamura“
  20. Feridun Zaimoglu „Siebentürmeviertel“

 

2016.

  1. Bodo Kirchhoff „Widerfahrnis“
  2. Reinhard Kaiser-Mühlecker „Fremde Seele dunkler Wald“
  3. Andre Kubicek „Skizze eines Sommers“
  4. Thomas Melle „Die Welt im Rücken“
  5. Eva Schmidt „Ein langes Jahr“
  6. Philip Winkler „Hool“
  7. Akos Doma „Der Weg der Wünsche“
  8. Gerhard Falkner „Apollokalypse“
  9. Michael Kumpfmüller „Die Erziehung des Mannes“
  10. Katja Langen-Müller „Drehtür“
  11. Dagmar Leupold „Die Witwen“
  12. Sibylle Lewitscharoff „Das Pfingstwunder“
  13. Joachim Meyerhoff „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“
  14. Hans Platzgummer „Am Rand“
  15. Arnold Stadler „Rauschzeit“
  16. Peter Stamm „Weit über das Land“
  17. Michelle Steinbeck „Mein Vater war am Land ein Mann und im Wasser ein Walfisch“
  18. Thomas von Steinaecker „Die Verteidigung des Paradieses“
  19. Anna Weidenholzer „Weshalb die Herren Seesterne trugen“

 

2017.

  1. Marion Poschmann „Die Kieferninsel“
  2. Robert Menasse „Die Hauptstadt
  3. Sven Regener „Wiener Straße“
  4. Ingo Schulze „Peter Holtz“
  5. Monika Helfer „Schau mich an, wenn du mit mir redest“
  6. Feridun Zaimoglu „Evangelio“
  7. Christoph Höhtker „Das Jahr der Frauen“
  8. Michael Waidenhain „Das Singen der Sirenen“
  9. Christine Wunnike „Katie“
  10. Kerstin Preiwuß „Nach Onkalo“
  11. Robert Prosser „Phantome“
  12. Julia Wolf „Walter Nowak bleibt liegen“
  13. Franzobel „Das Floß der Medusa“
  14. Sasha Marianna Salzmann „Außer sich“
  15. Jonas Lüscher „Kraft“
  16. Mirco Bonne „Lichter als der Tag“
  17. Gerhard Falkner „Romeo oder Julia“
  18. Jakob Nolte „Schreckliche Gewalten“
  19. Thomas Lehr „Schlafende Sonne“
  20. Birgit Müller-Wieland „Flugschnee“

 

2018.

  1. Arno Geiger „Unter der Drachenwand“
  2. Josef Oberhollenzer „Sültzrather
  3. Inger Maria Mahlke „Archipel“
  4. Maxim Biller „Sechs Koffer“
  5. Carmen Francescas Banciu „Lebt wohl ihr Genossen und Geliebten“
  6. Susanne Röckel „Der Vogelgott“
  7. Franziska Hauser „Die Gewitterschwimmerin“
  8. Nino Haratischwili „Die Katze und der General“
  9. Stephan Thome „Gott der Barbaren“
  10. Gert Loschütz „Ein schönes Paar“
  11. Adolf Muschg „Heimkehr nach Fukushima“
  12. Gianna Molinari „Hier ist noch alles möglich“
  13. Angelika Klüssendorf „Jahre später“
  14. Eckelhart Nickel „Hysteria“
  15. Helene Hegemann „Bungalow“
  16. Anja Kampmann „Wie hoch die Wasser steigen“
  17. Susanne Fritz „Wie kommt der Krieg ins Kind“
  18. Maria Cecilia Barbetta „Nachtleuchten“

 

2019.

  1. Norbert Scheuer „Winterbienen“
  2. Marlene Streeruwitz „Flammenwand“
  3. Andrea Grill „Cherobino“
  4. Tonio Schachinger „Nicht wie ihr“
  5. Eva Schmidt „Die untalentierte Lügnerin“
  6. Karen Köhler „Miroloi“
  7. Jackie Thomae „Brüder“
  8. Angela  Lehner „Vater unser“
  9. Raphaela Edelbauer „Das flüssige Land“
  10. Miku Sophie Kühmel „Kintsugi“
  11. Alexander Osang „Das Leben der Elena Silber“
  12. Katharina Poladjan „Hier sind Löwen“

2018-01-20

Bücherschrankmotive

Ich habe ja versprochen, meinen Lesern im Jubiläumsjahr, zehn Jahre „Literaturgeflüster“, als kleine Vorbereitung auf das mögliche große Gewinnspiel, das dann folgt, etwas über meine selbstgemachten, also nicht nur geschriebenen, sondern, ach Schande, auch selbst herausgegebenen Büchern zu erzählen und da sind, seit ich blogge, höre und staune fünfundzwanzig Bücher erschienen, denn damals habe ich ja an der „Radiosonate“ geschrieben.

Über die letzten dreizehn Bücher angefangen vom „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ oder den „Dreizehn Kapiteln“ habe ich ja vor kurzem einen Artikel geschrieben.

Aber die Bücher vorzustellen, die während meines Bloggens entstanden sind, ist da sicher auch eine gute Idee.

Da gibt es einmal die „Radiosonate“, die Geschichte über eine depressive Frau deren Sozialkontakt aus zwei Radiostimmen, nämlich, die der Amanda Silberkandl und des Xaver Mayerhofer und deren Geschichten aufgeschrieben von der wenig erfolgreichen Schriftstellerin Elsa Eisenstein besteht.

Das Manuskript habe ich, glaube ich, ein wenig großspurig einem Verleger auf der ersten Buch Wien versprochen, der mir aber nicht geantwortet hat, so habe ich mit der Herausgabe gewartet und gewartet und das Buch dann gemeinsam mit dem „Haus“, die Geschichte über hundert Jahre Steinhof an Hand einer Psychiaterinnengeneration, drucken lassen,

Dann kam mein erster „Nanowrimo“, nämlich „Heimsuchung oder halb eins“ und da habe ich schon über das Bloggen beziehungsweise über den Literaturbetrieb geschrieben.

Dann kam das Jahr 2010 und damit der erste offene Bücherschrank in der Neubaugasse und weil meine Bücher ja immer irgendwie autobiografisch sind, ob es meinen Kritikern gefällt oder nicht,  spielt der ab da in einigen meiner Bücher eine Rolle.

Weiß jemand was das erste Buch war, wo der offene Bücherschrank beziehungsweise seine Bücherwartin eine Rolle spielt? Der oder die könne das Buch dann gewinnen…

Aber halt, das weiß ich schon, daß meine Leser  auf meine Gewinnspiele nicht sehr happig sind und außerdem bin ich ein ungeduldiger Mensch und will auf keine Antwort warten, die dann nicht kommt.

Also löse ich das Geheimnis, das erste Buch mit dem Bücherschranksujet war „Mimis Bücher“ und da geht es eigentlich um den „Ohrenschmaus“, der hier „Zungenkuß“ heißt oder das Schreiben mit intellektueller Behinderung, den sogenannten Lernschwierigkeiten und der Plagiatskandal um Helene Hegemann den es damals gab, spielt in dem Buch auch eine Rolle,.

Das heißt, der passiert hier dem Schrifjtsteller Johannes Staudinger und JuSophie meine zweite Kritikerin, der ich das Buch zum Lesen gab, als ich sie 2011 bei der ersten Studentenlesung kennenlernte, hagt es fürchte ich nicht gefallen.

Mir aber schon, füge ich ganz unprofessionell, was ich ja auch angeblich bin, hinzu, zählt es doch zu meinen Lieblingsbüchern und ich habe daraus auch schon bei der „offenen Bücherschranklesung“ in der Grundsteingasse gelesen.

Dann kam im Sommer 2010, glaube ich, geschrieben, die „Absturzgefahr“, wo es um eine Lehrerin und ihre Tochter Fritzi Jelinek geht und die kommt, das kann ich gleich verraten, auch in einem meiner anderen Bücher vor und darüber wird es wahrscheinlich noch einen Promotionsartikel geben.

Hier also nur so viel, daß es auch einen dementen Großvater gibt und der plündert die Bücherschränke und das beruht auch auf einer aktuellen Begebenheit. Hat es ja wirklich einen alten Mann gegeben, der offenbar die Bücherschränke ausräumte und Frank Gasser, den Begründer sehr verärgerte.

Bei den „Zwillingswelten“ meinem nächsten Buch, spielen die Schränke, glaube ich, keine Rolle, es gibt hier aber eine pensionierte  Bibliothekarin als Heldin.

Dagegen geht die Selma, die „Frau auf der Bank“ aus dem gleichnamigen Buch zu den Schränken, holt sich was heraus und hält als selbsternannte Stadtsheriffa, die Schränke auch in Schuß.

Dann kommt „Die Wiedergeborene“, das Buch, das 2012 erschienen, mich in eine „Schreibkrise“ brachte, die dann letztendlich zum „Literaturgeflüster-Texte Buch“ führte.

Dazwischen gibt es noch ein kleins dünnes Büchlein namens „Paula Nebel“, da geht es wiedermal, für mich auch sehr typisch, um eine alte Frau. Im „Novembernebel“ schon früher erschienen und mein erstes „Digitaldruck.Buch“ hatten wir das schon mal.

In „Kerstins Achterl“ geht es um das Thema Sucht und wie man davon loskommt, sowohl vom Alkohol als auch von einer unbefriedigten Beziehung. Das gelingt der Kerstin durch die Bekanntschaft mit dem kleinen Hektor und dem alten Max. Bücher kommen, wenn ich mich nicht irre, nicht sehr viele darin vor und dann kommt 2013 erschienen und 2012 geschrieben mein zweiter „Nanowrimo, nämlich „Beim Sterben sollte man zu Hause sein“, da geht es um eine Pflegehelferin, ein uneheliches Kind, ein touffe junge Roma, eine alte Frau und einen alten Medienzar, der in einer Senorenresidenz lebt und es geht auch ein bißchen, um den Bücherschrank oder eigentlich um den „Wortschatz“ am Margaretenplatz, denn Milka Horvath die Pflegehelferin in besagter Seniorenresidenz in der Kasimir Konstantin lebt, wohnt am Margaretenplatz und bezieht daher manche ihrer Bücher von dort unnd daher gibt es auch ein Bild vom Margaretenplatz am Cover zu sehen.

Dann kommt schon das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ und wie es mit meiner Buchproduktion weitergeht, kann man in dem „Dreizehn-Bücher-Artikel“ lesen.

Ich füge nur hinzu, daß die Laura Augustin aus den „Dreizehn Kapitel“, eine Bücherammlerin ist und in der „Brüderschaft“ bedient sich Swetlana Alexewitsch aus den Schränken, das ist übrigens mein dritter „Nanowrimo“

Die Bücherschränke kommen auch wieder im „Schutzengelchen“ vor, da gibt es nämlich einen Lebenskünstler namens Bruno Leitner und der wird zu einem Geburtstagsfest eingeladen und bringt dazu den im Schrank gefundnen Krimi „Kilmousky“ von Sybille Llewitscharoff mit und den bekommt das Geburtstagskind dann noch ein zweites Mal geschenkt.

Bücher spielen auch noch in anderen meiner Bücher eine  Rolle, der Bücherschrankt kommt aber, glaube ich in „Anna kämpft gegen das Vergessen“ nicht vor, vielleicht aber in der „Pensionsschockdepression“, da müßte ich erst nachsehen, aber, ich glaube, da trägt meine Heldin Thekla Morgenstern ihre ausgelesenen Bücher hinein und die Fritzi Jelinek, das kann ich jetzt verraten, trifft sie in dem Buch dann auch, denn die macht ja in der Pfarre ihres platonischen Freundes Jjanusz Warszinski, einen Bibliotherapiegruppe und die fünfzehnjährige Yasmin Bilic und eine Selma, die in der Schule kein Kopftuch tragen darf und auch nicht Zahnärztin werden soll und deshalb verschwindet, gibt es auch.

Hier kommt auch schon eine Fatma Challaki vor und die treffen wir in anderer Form dann in der „Nika“, dem Adventkalender, wieder“. Dort freundet sie sich mit dem Afgahnen Hassan Arawani an und plündert mit ihm den offenen Bücherschrank, ich glaube den bei der Buchhandlung Kuppitsch, während Nikas Nachbarin Laura Augustin, schon bekannt aus den „Dreizehn Kapiteln“ Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ im Schrank gefunden hat und das Buch Nika zu Weihnachten schnenkt.

So, ich glaube, das wars. Hat jemand mitgezählt? Für den der hat und mir die Zahl verraten möchte in wievielen meiner Bücher die Bücherschränke eine Rolle spielen, gibt es  eines der Bücher nach Wahl zu gewinnen.

2017-08-11

Archivnachtrag und Listenschätzung

Filed under: Buchpreisbloggen — jancak @ 00:33
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Am Dienstag ist es wieder soweit, da wird die neue Longlist des dBp bekanntgegeben, den es ja seit 2005 gibt und den ich seit 2008, glaube ich, mehr oder weniger intensiv verfolge.

Seit 2015 tue ich das eher intensiv, denn da habe ich mich ja auch zum „Longlistenlesen“ entschlossen, vorher habe ich mir manchmal ein oder zwei der Bücher zum Geburtstag oder Weihnachten schenken lassen und dann nach den Büchern gegriffen, wenn ich sie beispielsweise in einer Abverkaufskiste fand.

2015 habe ich mich im Sommer durch das Buchpreisarchiv gewühlt und die Bücher aufgezählt, die ich damals gelesen oder noch ungelesen zu Hause hatte. Dann habe ich 2015 komplett gelesen und im Vorjahr habe ich bis auf „München“ auch alle Bücher von den Verlagen zugestellt bekommen.

Heuer werde ich, glaube ich, wieder anfragen und lesen was kommt und weil ich zwischendurch auch schon was gelesen habe und immer wieder was Betreffendes finde, ergänze ich die Liste der gelesenen Longlist-Shortlist und Buchpreisbücher, die ungelesenen lasse ich aus, da ich sie ja nicht verlinken kann und was die Schätzung für 2017 begtrifft, da bin ich ja nie sehr gut, weil ich nur wenig oder kaum Vorschauen lese, habe, was ich hoffe, aber diesmal  einiges gelesen.

So würde ich mir, jetzt rein nach meinem Bauch, das heißt, was ich schon zu Hause habe oder auf den Messen, bei Veranstaltungen oder bei den  Bloggern so hörte, folgendes wünschen und nächste Woche kann man wieder schauen, wie gut ich im Schätzen oder besser Wünschen bin:

  1. Olga Grjasnowa „Gott ist nicht schüchtern“
  2. Feridun Zaimoglu „Evangelio“
  3. Tiljan Sila „Tierchen „Unlimited“
  4. Juliana Kalnay „Eine kurze Chronik des allmählichen Verschwindens“
  5. Simon Strauß „Sieben Nächte“
  6. Uwe Timm „Ikarien“
  7. Hannes Stein nach uns die Pinguine“ (Da weiß ich aber nicht ob der als deutscher Autor gilt)
  8. Julia Wolf „Walter Nowak bleibt liegen“
  9. Tim Krohn „Herr Brechbühl sucht eine Katze“ (oder auch der Folgeband)
  10. und dann noch: Jonas Lüscher „Kraft“
  11. Christoph Hein „Trutz“
  12. John von Düffel „Klassenbuch“
  13. Anna Kim „Die große Heimkehr“
  14. Franzobel „Das Floß der Medusa“
  15. Karin Peschka „Autolyse Wien“
  16. Olga Flor „Klartraum“
  17. Paulus Hochgatterer „Der Tag, an dem mein Großvater ein Held war“
  18. Doron Rabinovici „Die Außerirdischen“
  19. Mariana Leky „Was man von hier sehen kann“
  20. Lukas Bärfuß „Hagard“

 

Und jetzt die Rückschau:

2005

1. Arno Geiger „Es geht uns gut“

2.Friederike Mayröcker „Und ich schüttelte einen Liebling“

 

2006

  1. Katharina Hacker „Die Habenichtse“
  2. Sasa Stanisic „Wie der Soldat das Grammafon reparierte“
  3. Ilija Trojanow „Der Weltensammler“
  4. Daniel Glattauer „Gut gegen Nordwind“
  5. Ingo Schulze „Neue Leben“?

 

2007

1.Julia Frank „Die Mittagsfrau“

2.Thomas Glavinic „Das bin doch ich“

3.Katja Lange-Müller „Böse Schafe“

4. Peter Henisch „Eine sehr kleine Frau“

5.Robert Menasse „Don Juan  de la Mancha“?

 

2008

  1. Uwe Tellkamp „Der Turm“
  2. Iris Hanika „Treffen sich zwei“
  3. Ingo Schulze „Adam und Evelyn“
  4. Martin Walser „Ein liebender Mann“

 

2009

  1. Herta Müller „Atemschaukel“
  2. Thomas Glavinic „Das Leben der Wünsche“
  3. Peter Stamm „Sieben Jahre“
  4. Thomas Stangl „Was kommt“

 

2010

  1. Melina Nadj Abonji „Tauben fliegen auf“
  2. Judith Zander „Dinge, die wir heute sagen“
  3. Alina Bronsky „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“
  4. Olga Martynova „Sogar Papageien überleben uns“

 

2011

  1. Eugen Ruge „In Zeiten des abnehmenden Lichts“
  2. Sibylle Lewitscharow „Blumenberg“
  3. Marlene Streeruwitz „Die Schmerzmacherin“
  4. Ludwig Laher „Verfahren“
  5. Klaus Modick „Sunset“
  6. Judith Scharlansky „Der Hals der Giraffe“

 

2012.

  1. Olga Grjasnowa „Der Russe ist einer der Birken liebt“

 

2013.

1.Marion Poschmann „Die Sonnenposition“

2.Daniel Kehlmann „F“

3.Nella Verremej „Berlin liegt im Osten“

 

2014.

  1. Thomas Melle „3000 Euro“
  2. Lukas Bärfuss „Koala“
  3. Michael Köhlmeier „Zwei Herren am Strand“
  4. Martin Lechner „Kleine Kassa“
  5. Charles Lewinsky „Kastelau“
  6. Marlene Streeruwitz „Nachkommen“

 

2015.

  1. Frank Witzel „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969
  2. Jenny Erpenbeck „Gehen ging gegangen“
  3. Rolf Lapert „Über den Winter“
  4. Inger-Maria Mahlke „Wie ihr wollt“
  5. Ulrich Petzer „Das bessere Leben“
  6. Monique Schwiter „Eins im Andern“
  7. Alina Bronksy „Baba Dunjas letzte Liebe“
  8. Ralf Dutli „Die Liebenden von Mantua“
  9. Valerie Fritsch „Winters Garten“
  10. Heinz Helle „Eigentlich müßten wir tanzen“
  11. Gertraud Klemm „Aberland“
  12. Steffen Kopetzky „Risiko“
  13. Peter Richter „89/90“
  14. Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“
  15. Anke Stelling „Bodentiefe Fenster“
  16. Ilija Trojanow „Macht und Widerstand“
  17. Vladimir Vertlib „Lucia Binar und die russische Seele“
  18. Kay Weyand „Applaus für Bronikowski“
  19. Christine Wunnike „Der Fuchs und Dr. Shamura“
  20. Feridun Zaimoglu „Siebentürmeviertel“

 

2016

  1. Bodo Kirchhoff „Widerfahrnis“
  2. Reinhard Kaiser-Mühlecker „Fremde Seele dunkler Wald“
  3. Andre Kubicek „Skizze eines Sommers“
  4. Thomas Melle „Die Welt im Rücken“
  5. Eva Schmidt „Ein langes Jahr“
  6. Philip Winkler „Hool“
  7. Akos Doma „Der Weg der Wünsche“
  8. Gerhard Falkner „Apollokalypse“
  9. Michael Kumpfmüller „Die Erziehung des Mannes“
  10. Katja Langen-Müller „Drehtür“
  11. Dagmar Leupold „Die Witwen“
  12. Sibylle Lewitscharoff „Das Pfingstwunder“
  13. Joachim Meyerhoff „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“
  14. Hans Platzgummer „Am Rand“
  15. Arnold Stadler „Rauschzeit“
  16. Peter Stamm „Weit über das Land“
  17. Michelle Steinbeck „Mein Vater war am Land ein Mann und im Wasser ein Walfisch“
  18. Thomas von Steinaecker „Die Verteidigung des Paradieses“
  19. Anna Weidenholzer „Weshalb die Herren Seesterne trugen“

2016-08-21

Das Buchpreis-Archiv

Während um mich herum die „Frequency“ stattfindet, ich dem Alfred wieder mit Thuljen  half und  sehr schnell und flüchtig den Beginn der zweiten Szene von „Claire-Klara-Clarisse“ entworfen habe, hat in Frankfurt die dBp-Jury die lange Liste erstellt, die am Dienstag bekannt gegeben wird.

Die sechs „offiziellen Buchpreisblogger“ beginnen sich schon zu rühren und Mara Giese, die diesmal nicht dabei ist, aber 2013 das „Fünf lesen zwanzig“ ins Leben berufen hat, wo es dann 2014 das „Longlistenlesen“ und im vorigen Jahr dann die ausgewählten offiziellen Buchpreisblogger gab, hat jetzt mit einigen anderen bemühten Bloggern, die teilweise schon bei den früheren Aktionen dabei waren, sowie „Zeilensprünge“, die glaube, ich außer mir im letzten Jahr die gesamte LL ggelesen haben, einen vom dBp unabhängigen „Buchpreisblog“ gegründet und ich lese wieder daneben, von einigen Bloggern vielleicht gelöscht, unbachtet wieder mit, diesmal wahrscheinlich nicht mehr alles, das heißt, ich habe nicht vor in Buchhandlungen zu gehen, mir Bücher auszuborgen und mir meine Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke auch erst zum gegebenen Anlaß zu wünschen.

Die ersten Jahre ist ja der dBp, den es seit 2005 gibt,  ziemlich an mir vorbeigegangen. Ab 2008, als ich schon bloggte bin ich, glaube ich, durch Christiane Zintzens Blog, den es in dieser Form ja nicht mehr gibt, auf diese Aktion aufmerksam geworden, da hatte, glaube ich, die FAZ ein Lesespezial und 2009 habe ich mich dann auf die Suche nach diesem „Longlistenheftel“, das es in Österreich nicht gibt, gemacht.

Ab 2010 bis 2013, glaube ich, habe ich es mir dann bestellt und  habe seither auch über die Listen gebloggt, gelesen aber nicht sehr viel, mir höchstens einige der Bücher zum Geburtstag und zu Weihnachten gewünscht.

2013 kam dann Mara Giese auf die Idee des Buchpreisbloggens und ich habe, glaube ich, schon daran gedacht, mitzumachen und die Bücher zu lesen. Es dann aber doch nicht getan, mir nur die Nellja Veremej bestellt und das Buchpreisheftchen besprochen, da aber festgestellt, daß das keineswegs die Bücher ersetzt und man wahrscheinlich auch keinen ungefähren Eindruck bekommt.

Ich habe da, glaube ich, auch immer Prognosen abgegeben, aber wenn man die Bücher nicht gelesen hat, kann man nicht wirklich was darüber aussagen und so habe ich eher nur geraten und mich auch regelmäßig verschätzt.

2014 waren wir in Elsaß im Urlaub und sind von dort zurückgefahren, als die Liste bekanntgeben wurde, ich war in Ansbach in einer Buchhandlung und habe nach dem Heftchen gefragt und Mara Giese startete das „Longlistenlesen“, das heißt drei Blogger haben die Bücher  vorgestellt, man konnte sie gewinnen und sollten sie  besprechen.

Ich habe „Kastelau“ gewonnen und den Lukas Bärfuß und die Marlene Streeruwitz erst später gelesen, sowie den Thomas Melle, den ich mir ja zum Geburtstags wünschte.

Im Vorjahr gab es dann schon die „offiziellen Bloggen“ die sich dann alle bedankten, daß sie ausgewählt wurden. Ich habe mich darüber geärgert und gedacht, daß das doch jeder tun kann und lange mit mir gehadert, bzw. überlegt, ob ich mir die Bücher jetzt kaufen und vier bis fünf hundert Euro darin investieren soll, dann habe ich sie angefragt, eine gute Hälfte bekommen und habe darüber gebloggt.

Ein Longlistentagebuch hat es gegeben und ich habe alle Bücher gelesen, obwohl ich nicht allle habe, den Peltzer und den Vertlib habe ich mir vom Otto ausgebort, den „Dr. Shimamura“ in einer Buchhandlung gelesen, „Risiko“ auch, aber das kam als Rezensionsexemplar und die Alina Bronsky, die ich mir vom Alfred vorzeitig zum Geburtstag schenken ließ, hätte ich auch  bekommen und dann auch noch einmal bei Mara Gieses Gewinnspiel gewonnen.

Es war eine interessante Aktion und ich habe Blut dabei geleckt, obwohl mich ja Jacqeline Masuck gelöscht hat und habe, glaube ich, schon bald beschlossen, daß ich da weiter mache und weiter inoffiziell oder eigentlich selbstbewußt und unabhängig, wie das besser heißen sollte, weiter lesen werde, wenn auch nicht, siehe oben, alles.

Aber meine Buchpreisprognosen habe ich schon abgegeben und ich finde diese Aktion sehr interessant und nur  schade, daß es auf der offizielle Facebookseite keinen Aufruf gibt, daß sich alle, die  mitlesen wollen, melden sollen und auf sie hingewiesen wird.

Ich bin auch gespannt, ob sie den Buchpreisblog verlinken werden oder weiterhin so tun, als gäbe es nur  die „offiziellen Buchpreis blogger“, denn eigentlich ist das ja Werbung für den dBp und die Bücher sind, das habe ich im letzten Jahr festgestellt, relativ leicht zu bekommen.

Aber natürlich man muß sie lesen und sich damit beschäftigen und das habe ich im letzten Jahr glaube ich auch  getan. So gibt es eine Longlist und eine Shortlistrefexion, das Lesetagebuch und natürlich die entsprehende Besprechung, die ich  auch insgesamt verlinken wollte, aber da kam das Löschen meiner Kommentare und als ich dann das letzte Buch, den „Teennager mit der roten Armee Fraktion“, das ich mir von der Trude Kloiber zum Geburtstags wünschte gelesen habe, wollte ich die Liste, der neunzehn anderen eigentlich in den Kommentaren verlinken und habe das auch getan.

Aber ich war wieder etwas im Voraus und voraus kommentieren geht nicht, so hole ich das hiermit nach und verlinke die Longlist angefangen von dem Preisbuch, der Shortlist und dann die vierzehn anderen.

  1. Frank Witzel „Die Erfindung der roten Armee Fraktion durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969“
  2. Jenny Erpenbeck „Gehen, ging, gegangen“
  3. Monique Switters „Eins im anderen“
  4. Rolf Lappert „Über den Winter“
  5. Ulrich Peltzer „Das bessere Leben“
  6. Inger.Maria Mahlke „Wie ihr wollt“
  7. Gertraud Klemm „Aberland“
  8. Steffen Kopetzky „Risiko“
  9. Kay Weyand „Applaus für Broniskowski“
  10. Ralph Dutli „Die Liebenden von Mantua“
  11. Alina Brosky „Baba Dunjas letzte Liebe“
  12. Ilija Trojanow „Macht und Widerstand“
  13. Peter Richter „89/90“
  14. Anke Stelling „Bodentiefe Fenster“
  15. Valerie Fritsch „Winters Garten“
  16. Feridun  Zaimoglu „Siebentürmeviertel“
  17. Christine Wunnicke „Der Fuchs und Dr. Schimamura“
  18. Heinz Helle „Eigentlich müßten wir tanzen“
  19. Clemens J. Setz „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“
  20. Vladimir Vertib „Lucia Binar und die russische Seele“

Denn so ein Archiv ist ja sehr schön. In dem Artikel über den deutschen Buchpreis habe ich ja, glaube ich, auch geschrieben, welche Bücher von der Liste ich seit 2005 gelesen habe. Das sind dann meistens die, die ich in den Abverkaufskisten fand.

Für heuer steht noch der Arno Geiger mit „Uns geht es gut“, das erste Gewinnerbuch auf meiner Leseliste und jetzt bin ich gespannt, einige Blogger, die auch nicht zu den „offiziellen“ gehören, haben ja schon ihre Prognosen abgegeben und ich denke, es ist ja auch nicht so schwer aus den Verlagsvorschauen die 154 herauszufinden, die eingereicht wurden, obwohl es dann ja immer Überraschungen gibt.

Ich bin also sehr gespannt, welche Bücher von der Liste mir dann vollkommen unbekannt sind und welche ich erraten und  vielleicht schon gelesen habe, was mich auch freuen würde, obwohl ich mir gar nicht so viele Rezensionsexempalatre bestellt habe.

Bis dahin habe ich aber mit William Faulkner „Licht im August“ begonnen, daß ich zu meinen Erstaunen erstaunlich gut finde, obwohl ich ja mit den großen Amerikanern eigentlich meine Schwierigkeiten habe, es ist aber ein interessantes Buch, das „Atalante“, die 2013 zu den „Buchpreisploggern“ zählte und die immer getraulich ihre Liste zusammestellt, als probates Mittel gegen die „Buchpreis-Bulimie“ empfiehlt.

Nun denn, mag es kommen, das große Lesen und ich lese mit, zuerst die deutsche und dann die österreichische Liste, auch wenn ich dann vielleicht, was  auch sehr schade ist, nicht oder nur verspätet zu meinen Vicki-Baum Schwerpunkt komme, aber ich bin schon sehr gespannt und werde natürlich wieder „Buchpreisbloggen“ und kommentieren und bin auch schon neugierig, welche Bücher ich jetzt in den nächsten Monaten lesen werde?

2015-10-01

Von der Longlistenlesung zur Release Party

Der „Börseverein des deutschen Buchhandels“ verstaltet immer sogenannte „Blindlesungen“, wo in einer meist deutschen Buchhandlung ein Longlistkanditat liest, man zahlt ich Deutschland, glaube ich, auch Eintritt dafür und erfährt erst vor Ort, wer und was gelesen wird.

In Österreich hat hingegen vorige Woche in der „Alten Schmiede“ Ilija Trojanow seinen  von der Zeit der bulgarischen Dikatur handelnden Roman „Macht und Widerstand“ vorgestellt, da bin ich nicht hingegangen, sondern stattdessen ins Literaturhaus zu Isabella Feimer, weil ich nicht gern zu Veranstaltungen gehe, wo ich die Bücher schon gelesen habe.

Aus Zeitgründen, nicht aus Sorge, daß ich nichts mehr Neues erfahren könnte und heute stellte Clemens J. Setz sein Opus Magnus „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“, moderiert von Angelika Reitzer vor und da machte ich eine Ausnahme, beziehungsweise habe ich heute in der Badewanne erst die ersten hundert Seiten gelesen und angefangen, auf dem „Betreuten Lesen-Blog“ meine ersten Kommentare abzugeben.

Am Montag habe ich Angelika Reitzer gefragt, ob sie glauben würde, daß viele Leute zu der Lesung kommen?

Ich glaubte, daß eigentlich schon, denn die Blogs haben ja alle sehr bedauert, daß das Buch nicht auf der Shortlist stand und war schon kurz nach halb sieben da, wo aber außer dem Lehrer aus Retz, der noch früher gekommen ist, nicht viele Leute anwesend waren.

Dann kamen aber nach und nach ein paar junge Leute, es kam auch Markus Köhle und Angelika Reitzer leitete die Veranstaltung damit ein, daß Clemens Setz bei der Buchpräsentation ihres Romanes „unter uns“ im Phil, Clemens Setz sie eingeleitet hat.

So ändern sich die Zeiten, damals war Clemens J. Setz wahrscheinlich noch bei „Residenz“, ist da ja der Erstling „Söhne und Planeten“ erschienen, den ich gelesen habe, als er mit den „Frequenzen“ schon mal auf der „Longlist“ und auch auf der „Shortlist“ stand. Dann wechselte er, wie das so üblich zu „Suhrkamp“, für den Erzählband „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“, das ich im Bücherschrank fand, hat er den „Preis der Leipziger Buchmesse erhalten“, dann erschien „Indigo“, das, glaube ich 2012 auf der Shortlist stand, ein Gedichtband und noch Nacherzählungen.

Der 1982 geborene Grazer der Mathematik studierte, scheint also ein Vielschreiber zu sein, ein  begnadetes Literaturtalent oder Wunderkind und „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ hat über tausend Seiten.

Zu der Frage, wie lange er zu diesem Monsterwerk gebraucht hat, bin ich nicht gekommen, auch zu der nicht, wieso der Stalker eigentlich im Rollstuhl sitzt?

Angelika Reitzer leitete aber ein und erzählte, daß das ein vielstimmiges Werk ist, das in vielen Geschichten,  Lügen und die Wahrheit erzählt.

Da habe ich die ersten hundert Seiten heute morgen in der Badewanne viel realistischer gelesen, die Geschichte von der einundzwanzigjährigen Behindertenbetreuerin Natalie, die einen Stalker und dessen Opfer in der WG in der sie arbeitet betreuen soll.

Sehr realistisch, denn ich würde in der prekär beschäftigten Natalie, drei Betreuer teilen sich zwei Arbeitsplätze, eine Borderlinerin sehen, sie ist auch noch Epileptikerin.

Angelika Reitzer sprach aber von den Wortschöpfungen, die Natalie den verschiedenen Farben zuordnet und Clemens J. Setz gab dann auch noch Einblicke in sein Autorenschaffen.

Gelesen hat er zwei Stellen, die schon auf den von mir gelesenen hundert Seiten zu finden waren und noch eine andere und erzählte viel von seinen Ideen und davon, wie er zu den sprudelnden Einfällen gekommen ist.

Denn die Natalie ist ja keine gewöhnliche Behindertenbetreuerin, sondern spielt mit ihren Freund, die verschiedensten Spielchen, merkt sich die Anzeigen der entlaufenden Tiere, die auf der Straße hängen und denkt sich Mäuse auf ihren Schultern aus, damit sie diese entlastet.

Das sei sagte Clemens J. Setz autobiografisch, wie er in seine Protagonistin wahrscheinlich viel von seiner Person hineingelegt hat, denn er sprühte von Ideen und Einfällen, erzählte Geschichen und Geschichtern und ich dachte es wäre ein realistischer Roman?

Weit gefehlt, die Neurosen der Natalie und der anderen Protagonisten, die ich wahrscheinlich noch gar nicht alle kenne, sind auch darunter und Angelika Reitzer fragte , ob Clemens J. Setz in dem Buch, dem Leser alle Gehiemnisse lüfte und fragte auch nach seinen Anteilen, denn er hat sich in dem Buch in einem kleinen sanftmütigen Hasen ein Denkmal gesetzt und würde er beim Schreiben schon alles wissen, dann wäre es nicht so spannend.

Das sollen sich einmal die, die streng nach der Schneeflockenmethode schreiben, hinter die Ohren schreiben und ich habe vielleicht ein paar Geheimnisse des tausend Seiten Buches gelüftet bekommen und kann mich in der nächsten Woche durch die weiteren neunhundert lesen und dann ging es vom Buchpreisbloggen wieder zu der jungen österreichischen Literatur, nämlich zu „Kremayr und Scheriau“ und seiner literarischen Schiene, die heute noch einmal beim „Thalia“  und dann im „7*“ mit einer Verlagsprogrammeröffnungsparty vorgestellt wurde.

Mit Sekt, Buffet, Musik und feierlichen Eröffnungsreden vom Verleger Martin Scheriau, der Eingangs sein Erfolgskonzept erwähnte und der Leiterin der Literaturschiene, Tanja Raich, die demnächst in der „Alten Schmiede“ eigene Texte lesen wird und dann gab es sehr viel Smalltalk.

De Autorinnen Marianne Jungmeier, Irmgard Fuchs und Lanina Illcheva, sowie der Autor Daniel Zipfel stellten sich vor. Gustav Ernst war anwesend und trug mir auf zu schreiben, daß es sich einen österreichischen Buchpreis geben soll, der auf der Buch Wien vorgestellt werden soll.

Natürlich, selbstverständlich, da bin ich gleich dabei, dem Hauptverband wird es aber, glaube ich, zu teuer sein und er wird auf den „Alpha“ verweisen, auf dessen Shortlist heuer ja auch Karin Peschka mit ihrem „Watschenmann“ steht und die war anwesend, wie auch Petra Piuk, deren Roman, glaube ich, im nächsten Jahr bei der neuen Literaturschiene erscheint und  ich habe heute damit begonnen, meine Geburtstagsleseparty vorzubereiten, beziehungsweise die Lesenden einzuladen.

Im Kulturcafe 7* werde ich übrigens demnächst auch zweimal lesen.

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