Literaturgefluester

2013-03-02

Die Ware Buch

Filed under: Uncategorized — jancak @ 17:02

„Das Buch als Ware, wo und wie kauft ihr eure Bücher?“, war diesmal die Wochendiskussion bei „aboutsomething“ und das ist natürlich ein Thema, wozu ich meinen Senf dazu geben muß. Ist das ja etwas, wo sich derzeit ja sehr vieles ändert.
Und wenn ich über die Art und Weise, wie ich zu Bücher komme auch schon sehr viel geschrieben habe, daß ich Bücher eben nicht als Ware betrachte, habe ich so deutlich noch gar nicht definiert und sollte das einmal tun, weil mich, die Aufforderung der Veranstalter bei Lesungen „Nehmen Sie sich doch bitte Ihre Schätzchen mit!“, der Zwang bei Amazon ganz oben auf der Rankingliste, wenn man sein Selbstgemachtes hineinstellt, sein zu müßen, weil es offenbar nur so Qualität bekommt, immer schon etwas störte.
Daß ich immer gern und viel gelesen habe, habe ich schon geschrieben. Mein Vater hat für die Büchergilde Gutenberg Bücher vertrieben und daher immer welche, bzw. Kataloge nach Hause gebracht, zu Weihnachten gab es Buchgeschenke, eines war von den Kinderfreunden bzw. der SPÖ und später als Studentin habe ich gekauft und gekauft.
Dabei war ich immer sparsam und wollte das eigentlich gar nicht, irgendwann, wahrscheinlich, um die Zeit, als ich in die Krongasse übersiedelt bin, habe ich damit aufgehört und würde einen der Gründe darin sehen, daß die Verlage meine Bücher ja auch nicht haben wollen, also brauche ich sie nicht teuer kaufen.
Das betrifft aber seltsamerweise nicht das Lesen, lese ich ja nach wie vor viel und immer mehr, verliere nicht das Interesse an der Literatur der anderen, sondern bin nach wie vor daran interessiert, wie und was die anderen schreiben und eine Büchersammlerin bin ich auch.
Die Abverkaufskisten haben mich schon immer angelockt und ich habe auch als Studentin schon Bücher daraus bezogen, neben den Residenz-Neuerscheinungen, die ich mir damals ebenfalls kaufte, dann kamen die Bücherflohmärkte, die Büchertürme und andere Gelegenheiten, wo ich vor Bücherkisten stand und mir nehmen konnte, was ich wollte. Meine im November verstorbene Schulfreundin Edith, hat mich ja einmal, als der Buchhändler in ihrem Haus zusperrte, dazu eingeladen, ein anderes Mal gab es ein Flugblatt am der Anschlagtafel im Haus und vor einem Vereinslokal standen die Kisten zur freien Entnahme u.u.u.
Da bin ich schon bei der Bücherauswahl, ich kaufe nach dem Namen, nach dem Verlag vielleicht auch und nicht so sehr nach dem Cover und da ich mich schon seit dreißig, vierzig Jahren kontinuierlich mit dem Geschriebenen beschäftige, hat sich mir da sehr viel eingeprägt, so daß es auch manchmal zu Verwechslungen kommt und ich auf einmal einen Roman von einem Carl Amery nach Hause trage und beim Lesen entdecke, das ist ja ein anderer, als ich dachte, was ich eigentlich sehr spannend finde. Ich habe, das habe ich auch schon geschrieben, einen weiten Literaturbegriff, allerdings lese ich inzwischen fast ausschließlich Belletristik und nur sehr wenige Fach- und Sachbücher, die ich dann auch nicht bespreche und interessiere mich für fast alles. Für Chick Lit, Krimis, genauso, wie für das Experimentelle. Der Schwerpunkt ist die moderne Gegenwartsliteratur, bevorzugt deutscher Herkunft könnte man hinzufügen, aber da kommt auch schon die Zwischenkriegsliteratur, das Politische und und und…
Rezensionen der Berufskritiker lese ich nur selten, weil mir die, das ist ein Vorurteil, zu besserwisserisch sind, aber ich schaue regelmäßig die Bachmanndiskussionen, die blauen Sofas von Frankfurt, Leipzig etc, gehe vier Tage auf der Buch-Wien spazieren, das ist Beratung genug, jetzt kommen auch noch die Bücherblogs dazu, von denen ich einige sehr regelmäßig lese.
Ich habe, glaube ich, auch einen Universalanspruch, würde wirklich alles lesen und wenn ich mir sage „Hör mal, Eva, du brauchst dir wirklich kein Buch mehr kaufen und auch nicht mehr zu den Bücherschränken gehen, lese doch erst mal auf, was du hast!“, fürchte ich, daß das nicht wirklich klappt, denn ich könnte ja ein Schnäppchen versäumen, das nicht mehr zu bekommen ist.
So habe ich schon Bücherlisten bis 2017 und ich denke, es muß nicht alles klappen, ein bißchen Unperfektion darf auch bei mir sein und suche weiter, beschäftige ich mich ja sehr mit dem Lesen und der Literatur und das ist ja eigentlich sehr schön!
Vielleicht nervt es manchmal, daß ich immer schreibe, daß ich keine Bücher kaufe, sondern sie nur tausche bzw. umsonst bekommen will.
Den Grund dafür habe ich schon angeführt. Daß ich sparsam lebe und mir ein Buch um fünfundzwanzig Euro einfach zu teuer ist. Zweimal bin ich, als ich jemanden fragte, ob er tauschen will, sehr eingefahren, einmal bei einem xxxx-small bei Ruth Aspöck, die als Kleinverlegerin ihr „Buch als Ware“, wohl angegriffen sah, was ich damals gar nicht so verstanden habe, inzwischen verschenkt sie ihre Bücher und legt die Restauflagen in die Bücherschränke oder bei Lesungen und Festen gratis auf. Die zweite war Anni Bürkl, die ein Buch von mir kaufte, ich fordere niemanden dazu auf, zeige sie nur gerne her und verkaufe sie zum Selbstkostenpreis und dann meine Erklärungen, warum ich ihres nicht kaufte, nicht verstehen wollte. Seither bin ich vorsichtiger und frage nicht mehr so oft, ob jemand tauschen will?, bzw. ist es mir auf der letzten Buch-Wien passiert, daß mir ein Kollege, das von sich aus angetragen hat.
Da ich keine Vollpreisbücher kaufe, fällt die Beratung weg und so weiß ich auch nicht, was passiert, wenn ich beispielsweise zur Anna Jeller gehe und sage „Da habe ich einen Hundereuroschein, was würden Sie mir empfehlen?“
Wahrscheinlich würde sie mich erstaunt anschauen und weiterfragen oder mich zu ihren Ladenhütern führen, wie es mir einmal in einem Schuhladen passierte.
Am Montag hätte ich bei dem zweiten Arovell-Buch, das ich beim „Frick“ in der Kiste fand, fast den Verkäufer gefragt, ob er den Autor kenne und es nicht getan, weil ich davon ausgegangen bin, er kennt ihn nicht, bei einem zwei Euro Buch ist keine Beratung drinnen und bei Google finde ich die Antwort schneller.
Es wäre aber spannend herauszufinden, wie das wirklich mit dem Top Argument der kleinen Buchhandlung der Beratung ist. Wieviele Käufer lassen sich wirklich beraten? Ich kaufe nach Schnäppchen und wenn ich ein Buch von einem Autor habe, lese ich gerne auch die anderen und freute mich so über Marjana Gaponekos „Annuschkas Blume“ und Milena Michiko Flasars „Okaasan“, die ich kürzlich fand bzw. um zwei Euro kaufte.
Wenn ich von Büchern rede, meine ich, das auf Papier gedruckte, obwohl ich nicht daran rieche und nicht das haptische Erlebnis, dieses Dauerargument, das ich auch ein bißchen dämlich finde, brauche.
Einen Kindle habe und kaufe ich mir nicht. Dafür aber ein kleines E-Book Archiv, weil mir der Haymon Verlag im Sommer ein paar Vorab-E-Books schickte. Jetzt hat er bis auf eines damit aufgehört und als ich mich nach Gustav Ernsts „Grundlsee“, das demnächst erscheint oder schon erscheinen ist, erkundigte, hörte ich mit Bedauern, daß das Kontingent begrenzt wurde.
Nun, ich muß nicht alles lesen, habe genug und irgendwann, so meine Theorie, wird es schon zu mir kommen, wenn es mir bestimmt ist. So warte ich auf diese Weise beispielsweise. auf „Chucks“ und auf die Anni Bürkl-Bücher. Anderes wie Irene Harrands „Sein Kampf“ oder Jan Kossdorfs „Spam“, Julia Kröhns „Kuß des Morgenlichts“, sind schon zu mir gekommen und ich habe sie noch nicht gelesen.
Für mich ist das Buch Literatur und keine Ware, das Wirtschaftliche interessiert mich also nicht, bin da nur beleidigt, weil mich die Verlage nicht haben wollen, ansonsten fühle ich mich zum Bücherkaufen nicht verpflichtet und beobachte gespannt die Entwicklungen, die es in der Buchbranche gibt.
Vor ein paar Jahren oder durch das Bloggen bin ich auch auf die Rezensionsexemplare und die Neiddiskussionen darüber gekommen, habe mich gewundert, daß die Verlage, die so großzügig verteilen und mir gedacht „Wer kauft dann noch Bücher?“ und ich denke, sie werden auch nicht sehr gekauft. Die Bücherprofis bekommen sie umsonst, die anderen interessieren sich nicht dafür. Wird wohl nicht ganz so sein und die Ware Buch ist wahrscheinlich ein Geschäft, von dem ich nicht viel mitbekomme, nur einmal, 2002 in Frankfurt, habe ich mich einen Stock zu hoch hinauf verirrt, wo die schwarzgekleideten Herren vor den Türen stehen und die nicht Berechtigten nicht weitergehen lassen.
Das gibt es sicher auch, aber die Bücher kommen in großen Mengen, vor allem seit es die Bücherkästen gibt, umsonst zu mir und das wird ja, glaube ich, auch vom Buchhandel unterstützt. Als Frank Gassner seine Verlosung im Herbst machte, gab es Karten für die Buch-Wien zu gewinnen.
Daß die Leute durch ein Gratisbuch mehr kaufen, glaube ich zwar nicht, es scheint aber offenbar so zu sein, so gibt es ja auch diese Kindle Gratisaktionen der Selbstpublisher, die ich leider nicht nützen kann, weil ich keinen Kindle habe und das auf meinen PC nicht geht.
Aber ich habe noch nicht geschrieben, daß die E-books auch für mich keine richtigen Bücher sind, weil ich sie nicht angreifen kann, bzw. nicht in meinen Katalog eintrage. Ich lese die, die ich habe und bespreche sie, aber ein PDF ist schon etwas anderes und das wird das Leseverhalten natürlich verändern.
Ich lese, seit ich blogge und es die Bücherkästen gibt, mehr, weil es mich interessiert, ich die Berge, die mir selbst nach Hause hole, abtragen will und das ist es auch sehr spannend, daß ich jetzt einen Blog gefunden habe, wo die Betreiberin noch mehr liest als ich. Das spornt ein bißchen an, obwohl es das nicht braucht und auch nicht soll.
Wenn ich am Abend in die Alte Schmiede gehe, gehe ich regelmäßig durch den „Morawa“ und kaufe auch, wenn ich etwas in den Kisten finde. In die kleinen Buchhandlungen, wie beispielsweise in die Anna Jeller, gehe ich kaum mehr hinein, weil ich ohnehin nichts kaufe und mir die Neuerscheinungen auch nicht anschauen muß, da erfahre ich alles im Internet und bei den Lesungen, dort lasse ich mir auch regelmäßig Bücher öffnen und schaue hinein.
Finde Lesen also interessant, betrachte das Buch nicht als Ware, sondern als Kulturgut oder als das, was den anderen so einfällt und was immer spannend ist, mit den eigenen Einfällen zu vergleichen, würde am liebsten die ganze Literaturlandschaft auflesen und interessiere mich auch für Krimis und Chick Lits.
Für Vampirromane weniger, obwohl ich da jetzt ein paar auf der Liste habe und wenn es sehr gewalttätig ist, setze ich auch auch aus.
Harry Potter würde ich vielleicht nicht lesen und bei der „Vermessung der Welt“, weiß ich es nicht, bzw. wenn ich es finde, lese ich es, aber es ist vielleicht nicht das, worauf ich warte und von den Neuerscheinungen hätte ich nichts dagegen, wenn mir das Osterhäschen den neuen Schindel oder Köhlmeier brächte, aber „Gebürtig“, steht ohnehin schon auf der Leseliste, weil das ja im vorigen Jahr jemand weggegeben hat und das ist ja ganz besonders spannend, die Klassikerlücken durch die Bücherkästen aufzufüllen und dazu sind sie auch bestens geeignet.
Die Buch als Ware-Vertreter würden ja wohl zu den Neuerscheinungen raten. Ich lese das Alte auf und fülle meine Lücken und glaube, das es das ist, was mich am Lesen und an den Bücherkästen interessiert, so bin ich für den Buchhandel mit meinen Erfahrungen im Gratislesen wahrscheinlich ein Alptraum, andererseits würde ich auf meine Liebe zur Literatur schon bestehen und kann jeden nur empfehlen zu lesen, das Alte oder Neue, wie es beliebt und auch über den Tellerrand hinauszuschauen, weil ich auch eine bin, die sich dafür interessiert, was die Selbstpublisher so schreiben und auch das gerne lesen will, weil man, wenn man einen Kindle hätte, sicher auch Interessantes finden würde.

2021-06-01

Buchpräsentation statt Fest

Am neunundzwanzigsten Mai ist Gerhard Ruiss, der Dichter, Schlagersängerund Geschäftsführer der IG Autoren siebzig geworden. Herbert J. Wimmer ist das schon am zweiten Mai und normalerweise hätte es da wahrscheinlich große Feste gegeben. Aber in Zeiten, wie diesen ist das nicht erlaubt, obwohl das Lteraturhaus, die „Gesellschaft“und die „Alte Schmiede“ ab neunzehnten Mai, glaube ich, wieder Publikum zu lassen darf. Mit FFP2-Maske und den 3Gs plus Registrierung natürlich. Aber ein Fest mit Buffet ist, glaube ich, erst ab ersten Juli möglich, wenn die Zahlen,die ja jetzt unerklärlich sinken, Publikum zulassen.

Aber eine Buchpräsentation im Literaturhaus, dem Heimspiel, wie Robert Huez, der Literaturhausleiter in seiner Einleitung erklärte, ist möglich, hat doch die „Literaturedition Niederösterreich“, wahrscheinlich auch zum Siebziger, des in Ziersdorf Geborenen, einen Gedichtband „lieber, liebste, liebes, liebstes. Andichtungen“ herausgegeben und den „H. C. Artmann-Preis“ hat er schon 2020 bekommen, zumindestens wurde der ihm da zuerkannt. Die Preisverleihung mag wohl pandemiebedingt auch verschoben worden sein. Zumindestens erzählte Klaus Zeyringer, der Moderator etwas von einer restlos ausverkauften Veranstaltung am 14. Juni „Bei der Sie daher nicht teilnehmen können!“

Und ich dachte „Sind wir schon soweit, daß man sich bei Preisverleihungen zukaufen muß?“

Anmelden und registrieren wahrscheinlich. Aber mit Maske gehe ich ohnehin nicht hin und bestehe für mich auch frei und widerständig auf das vierte G. Also habe ich mir die Veranstaltung per Stream angeschaut und war, kann ich anmerken, da kurzzeitig die einzige Zuhörerin. Dann sind noch drei dazugekommen und im Literaturhaus waren brav mit Maske und im Schachbrettmuster auch ein paar Köpfe zu sehen und ich kenne den 1951 Geborenen schon lang.

Wahrscheinlich seit den Siebzigerjahren, seit dem ich ja versuche in den Literaturbetrieb hineinzukommen, Mitte achtzig wurde ich ja für die Generalversammlung der IG-Autoren nominiert und bin seither immer regelmäßig hingegangangen. Beim Volksstimmefest und auch bei der „Poet Night“ hat er regelmäßig seine eher kurzen politischen Gedichte vorgelesen, Oswald von Wolkenstein neu übersetzt,vieleGedichtbände herausgebracht und ist natürlich das Gesicht der Literatur als Geschäftsführer der IG-Autoren, der ja glaube ich auch das Literaturhaus durchsetzte, da warich auch aufdem Eröffnungsfest, wo Hilde Havlicek mit Jack Unterweger tanzte.

Eine Zeitlang war er, glaube ich, auch bei den Grünen und bei den GVs hat er immer, was ich sehr lustig fand, reine Monologe gehalten, hat auch viel gearbeitet und einmal ein Burnhout bekommen.

Ein Tausendsassa und einer der mir sehr viel geholfen hat, weil ich ihn bei meinen Autorenproblemen öfter um Rat fragte. So hat er meine wenigen Verlagsvertrage durchgesehen, bei „Paul und Paula“ interveniert und bei der letzten GV, die es gegeben hat, habe ich auch versucht auf meine selbstgemachten Bücher mit meinen Selfpublisherantrag aufmerksam zu machen. Die Pandemie hat verhindert, daß ich das weiter verfolgen konnte.

Gerhard Ruiss ist aber auch im Corona-Jahren sehr engagiert gewesen, hat auf verschieden Künstlerdemonstrationen Reden gehalten und seine Texte vorgetragen und jetzt eine Feier oder Buchpräsentation, die er mit Klaus Zeyringer fast choreofieartig durchführte. So wurden zweiunddreißig Gedichte, aus dem Band, der durchaus nicht nur Liebesgedichte enthält, vorgetragen. Gerhard Ruiss las vor. Dann kam eine Frage oder ein Gespräch. Eine launige Conferance sozusagen. Dann wurde das Gedicht wiederholt und zwischendurch erzählte Klaus Zeyringer auch von den „Kanzlergedichten“.

Und auch das Gedicht an das ich mich gut erinnern kann, daß ich ihn einmal auf dem Volksstimmefest lesen hörte, als ich dort noch nichtgelesen habe „Revolution Hast den aufmüpfigen Tonbei meinem Ja-Wohl gehört!“, wurde von Klaus Zeyringer zitiert. Gerhard Ruiss hat wohl wirklich eine eigene poetische Sprache.

Er betonte das Verdichten und Verkürzen. Seine Vorbilder sind Ernst Jandl, Erich Fried, H.C. Artmann, aber auch in Brecht und Erich Kästner und am Schluß überreichte Werner Richter, von der Übersetzer-IG einen Blumenstrauß und Robert Huez ein Schokoladesortiment und Gerhard Ruiss verkündete, was mich ein wenig wunderte, daß er vor einigen Tagendas zweite Mal geimpft wurde, damit er wieder beweglich ist.

Nun ja, nun ja, wenn man öffentlich auftreten will, bleibt einem wohl nicht viel anderes über! Ich wünsche also alles Gute zum Geburtstag, habe ihm das schon gemailt und Antwort bekommen und bin jetzt wieder gespannt, wann und wo ich Gerhard Ruiss wieder live erleben werde. Die GV 2021 hat ja noch nicht stattgefunden.

2021-01-22

Das zweite Corona-Buch

Das Thema Corona, meine Leser wissen es, interessiert mich sehr und ich schreibe, seit wir uns in der Krise befinden, auch sehr viel darüber, so daß wieder wie auch in der Flüchtlingskrise eine Trilogie darüber entstehen wird. Kein Frühlingserwachen mehr“ ist das erste Buch, vor ein paar Monaten erschienen, ich ganz schön vermummt, weil man ja keine Kinder fotografieren soll, obwohl wir da ein schönes Foto von der kleinen Lia und ihrer Mama Anna hatten und das hätte ja ohne Corona ein Buch über eine ganz normale Dreierbeziehung werden wollen, dann folgte das Sommergeschehen und da hatte ich schon länger in der Seedosen-Bücherzelle ein Notizbuch gefunden. Die finde ich öfter mal in den Schränken und da waren auch ein paar sehr schöne dabei. Aber dieses war schon ein bißchen beschreiben und zwar wurde da ein Festival im Sonnenpark geplant und die Idee für mein Sommer Corona-Buch, wo es auch um mein alter Ego, die Schriftstellerin Eja Augustin und auch, um ein Handy, das in einen Blumentopf fällt, dazu haben mich die Schreibimpulse aus dem kleinen Handybuch animiert und ein paar Veranstaltungen, die ich im Sommer besucht habe, haben mir auch den Input gegeben und dabei ist die Idee über eine Maskenverweigerin zu schreiben, ein wenig übergeblieben und einen dystopischen Roman über die Corona-Krise wollte ich ja auch schon lange schreiben. Aber wie schreibt man den? Wenn ich vor ein einhalb Jahren ein Buch darüber geschrieben hätte, daß wir alle Masken tragen müßen, daß die Polizisten mit einem Maßstab herumrennen und von einem fünfhundert Euro verlangen, wenn man sich auf eine Parkbank setzt, daß man sich freitesten muß und zu Silvester keine Böller werfen darf, dann wärs ein solcher geworden. Da hätte man mir vielleicht noch sagen können, „Das ist aber jetzt total unrealistisch, da ist aber deine Fantasie ganz schön mit dir durchgegangen!“ Und so fängt auch mein drittes Corona-Buch die „Mathilde im Coronaland,“ geschrieben vorwiegend im November 2020 im Rahmen des „Nanowrimos“ an, nämlich mit einem Absagebrief an die liebe Autorin, datiert mit Ende 2019 und dann kommt, undatiert, ein Brief der Mathilde an ihre Enkeltochter bevor sie ins Nichtgeimpften-Ghetto zieht und dazwschen liegt das Jahr 2020. Nun gut, das ist auch noch ein bißchen Utopie, denn das buch erst im Rohtext fertig und jetzt wird noch eifrig korrigiert. Das buch gibt es also noch nicht, dafür ist das „Notizbuch“ da und ich löse wieder die Gewinnspielfragen auf. Leider hat sich wieder niemand gemeldet, der das Buch gewinnen will. Aber vielleicht will mir einer für eine Leserunde kommentieren oder eine Rezension schreiben. 1. Das Buch wurde, das habe ich schon geschrieben, in der Bücherzelle bei der Seedose gefunden. 2. Ein Festival im Kulturzentrum Sonnenpark 3.Im Weinhaus Sittl bei einer Lesetheaterveranstaltung. Ich war auch dort Ende Juni und habe mich da mit einer älteren Dame unterhalten, die das Vorbild zur Aloisia wurde. Und die nächste Idee oder das nächste Corona-Buch wird das dritte Literaturgeflüsterbuch mit den dort vorhandenen Corona-Texten werden und da gibt es ja schon sehr sehr viele.

2020-12-29

Die 2020-Bücherliste

Filed under: Bücher,Büchergeschichten,Uncategorized — jancak @ 00:12
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Ich lese ja, wie meine Leser wahrscheinlich wissen, relativ viel. Das heißt, ganz so viel ist es eigentlich, so hundertfünzig bis hundertfünfundsiebzig Bücher pro Jahr. Die Zweihundertermarke ist mir nie gelungen zu knacken und es wird auch eher weniger als mehr. Das heißt ich lese ehe rlangsam, obwohl ich ja eigentlich Corona bedingt mehr Zeit und Gelegenheit dazu hätte, weil es ja kaum Veranstaltungen gibt, so daß ich eigentlich zweimal pro Tag in der Früh und am Abend mit einem Buch in der Badewanne versinken kann.

Ich lese, wie meine Leser wahrscheinlich ebenfalls wissen, derzeit viele Buchpreislisten. In diesem Jahr waren es besonders viele. Zu der deutschen Buchpreisliste mit der ich ja 2015 angefangen habe, ist ab 2016 sowohl die österreichische als auch das Bloggerdebut dazugekommen, im Vorjahr weil wir ja auf der „Buch-Basel“ waren ist auch der Schweizer Buchpreis dazugekommen und heuer habe ich mich erstmal mit dem „Preis der Leipziger Messe“ beschäftigt und dann meine Leser wissen es wahrscheinlich wieder, bin ich ja eine Büchersammlerin und kann seit 2000, seit es die offenen Bücherschränke gibt, nicht daran vorüber gehen. So hat sich bei mir eine riesige Backlist angesammelt, Schmankerln, die ich eigentlich lesen möchte aber die Neuerscheinungen machen es zunehmend schwieriger, da auch wirklich alles zu lesen. Da gibt es auch die Weihnachtsbücher, die ich heuer wenigstens auf meiner Bücherchristbaumseite ein wenig vorstelle, denn da hat sich im Laufe der Jahre auch so einiges angesammeltwas ich gerne lesen möchte.

Einige Blogger geben zum Jahresende immer ihre jeweiligen Jahreslieblingsbücher bekannt und damit habe ich, obwohl ich ja keine Monatsleseliste habe, auch einmal angefangen. Vor der Buchpreisbücher- Veröffentlichungen, gebe ich ja auch schon länger immer eine kleine Vorschau von den Büchern die ich gelesen habe, won denen ich mir vorstellen könnte, daß sie auf den Listen landen.

Die Trefferrate ist, weil es ja soviele Bücher gibt, meistens bescheiden. Am Jahresende kann ich aber schon einen besseren Rückblick geben, was mir in diesem Jahr besonders gefallen hat und was davon vielleicht auf irgendweiner Liste stand und was ein Oldie war und da habe ich heuer mindestens zwei Überraschungen erlebt und ein paar der Buchpreisbücher zählen auch zu meinen Highlights.

Also heuer habe ich 168 Bücher gelesen und davon kommen auf meine Lieblingsücherliste:

1.Jaroslav Rudis „Winterbergs letzte Reise“

2.Vea Kaiser“Blasmusikpopp“

3.J. D.Salinger „Der Fänger im Roggen“

4.Wladyslaw Szpilman „Der Pianist“

5.Eugen Ruge „Metropol“

6.Olga Tocarczuk „Der Gesang der Fledermäuse“

7.Ingo Schulze „Die rechtschaffenen Mörder“

8.Ulrich Becher „Murmeljagd“

9. Lutz Seiler „Stern 111“

10.Eshkol Nevo „Die Wahrheit ist“

11.Marlene Streeruwitz „So ist die Welt geworden“

12.Michael Scharang „Aufruhr“

13.Stephan Roiss „Triceratops“

14.Helena Adler „Die Infantin trägtden Scheitel links“

15.Robert Seethaler „Der letzte Satz“

16.Thomas Hettche „Herzfaden“

17.Xaver Bayer „Geschichten mit Marianne“

18.Charles Lewinsky „Der Halbbart“

19.Tom Kummer „Von schlechten Eltern“

20.Dirk Stermann „Der Hammer“

21.Margaret Goldsmith „Patience geht vorüber“

22.Amanda Lasker-Berlin „Elijas Lied“

23. Alma M. Kalin „im Banne der Südsee“

So das war es aus dem Gedächtnis. Ich tue mir ja mit dem Bewerten immer schwer. Aber das waren wohl die Highlights des 2020-Jahres und bin natürlich sehr gespannt, was meine Leser dazu sagen und was sie davon schon gelesen haben?

2020-12-25

Vom Adventkalender zum Bücherchristbaum

Ich bin ja irgendwie ein Adventkalenderfan, die mit Schokolade kaufe ich mir zwar nicht, sondern früher höchstens der Anna, im nächsten Jahr wahrscheinlich der Lia, aber heuer geht das wegen des Lockdowns für die Maskenverweigerin ja nicht, und dann haben mich die Bücheradventkalender immer schon fasziniert.

Was das ist und wie bin ich daraufgekommen? Wahrscheinlich durch das Bloggen und die Bücherblogger.

Das „Literaturcafe“ veröffentlicht ja immer einen mit den nicht geschriebenen Büchern und richtig einen Adventkalender habe ich schon geschrieben, als ich noch nicht gebloggt habe, der ist im „Best of“ enthalten, da gibts noch ein paar Exemplare, wer ihn also lesen will, bitte melden und dann war auch einmal die Idee mit der Nika oder ursprünglich wars ein Asylwerber oder Student aus Osteuropa, der sich als Weihnachtsmann auf der Mariahilferstraße verdingt, die Nika ists geworden, 2015 im Rahmen des fünften Nanowrimos endlich geschrieben, aber vorher gab noch ein paar Feldversuche, einer davon ist der „Bücheradventkalender“ und da die Idee im Advent jeden Tag ein Buch zu lesen.

Einen Versuch von einer ,die es machte uns sich dafür in Tolstois Sessel setzte gab es später, bei mir bleibt es wahrscheinlich bei der Idee im Advent jeden Tag ein Weihnachtsbuch zu lesen, aber aufstapeln auf seinem Weihnachtstischchen kann man sie allemal, dafür sammle ich sie ja schon seit Jahren oder seit es die offenen Bücherschränke gibt, wo die dann, die man zu Weihnachten bekommen hat, später entsorgt werden. Vor zwei Jahren habe ich mir den ersten aufgestapelt und voila, heuer gibts das auch, sogar zweimal, weil in Harland gibts ja auch Weihnachtsbücher, aber am

1. Dezember beginnts in Wien und zwar mit einem Fund aus dem Bücherkasten, denn ich bin ja an meinem Geburtstag am neunten November losgestartet, um trotz Corona und Lockdown eine Bücherkastentour zu machen und lag ein Buch darn, das wahrscheinlich keine Weihnachtsbuch ist, aber so heißt, nämlich

Karl Emil Franzos „Leib Weihnachtskuchen und sein Kind“, eine Erzählung aus dem „Globus Verlag“ aus dem Jahr 1984, also vielleicht auch historisch interessant und Karl Emil Franzos, 1848 in Podolien, damals russisches Kaiserreich, geboren gilt als großer Kenner des osteuropäischen Judentums hat Romae und Erzählungen darüber geschrieben. Gelesen habe ich noch nichts von ihm, in der Wien Bibliothek hatte er aber einmal eine Ausstellung und da bin ich an einen Katalog gekommen und jetzt wäre ja die Gelegenheit dazu, wenn ich nicht so eine überlange Leseliste hätte und mit dem Buchpreislesen noch nicht fertig wäre, aber auf dem heurigen Bücheradventkalender, der im Laufe des Monats zum Bücherchristbaum wird, der zwischen den schon aufgestellten Weihnachtsdekorationen seinen Raum einnimmt, Platz hat.

2. „Nika Weihnachtsfrau“ jetzt kommt gleich mein Adventkalender. Die „Nika“, 2015 in Zeiten der Flüchtlingskrise geschrieben und seit dieser Zeit gibt es hier jeden Tag gelegentlich ein Türchen. Das Erste ist im Probekapitel zu finden. Das Zweite gibts am Zweiten und vielleicht da dieser Dezember ja wahrscheinlich ein ruhiger wird, gibts hin und wieder auch ein Neues, viel Spaß beim Lesen wünsche ich. Vielleicht gibt einen mal im „Wortschatz“ zu finden und sofern ich noch welche haben, kann man sie auch bei mir bestellen.

3. Dezember – „Kerzen, Killer, Krippenspiel“, der heurige Krimi-Adeventkalender, mit vierundzwanzig Weihnachtsgeschichten aus Deutschland, das heißt, falsch ein Krimi spielt in Treberndorf und wurde von Eva Rossmann geschrieben. Ansonsten gehts von der Nordsee bis ins Allgäu hinunter, ein kleiner Trost, weil man ja in Wirklichkeit ohne Quaratäne und Zwangstest nicht ein oder ausreisen darf und am dritten Dezebmer sind wird in Ostermoordorf in Ostfriesland gelandet und da geht es um die Weihnachtsmannkonkurrenz.

4. Dezember – Elke Pistor „lasst uns tot und munter sein“

Jetzt gehts nach Harland, beziehungsweise zu einem Bücherschrankfund, ein Weihnachtskrimi mit Tannenzweige, Lebkuchen und Geschenkpäckchen am Cover. Elke Pistor lese ich bei Wikpedia wurde 1967 geboren und hat schon einige Krimis geschrieben. in diesem lese ich am Buchrücken unter „Mörderische Weihnacht überall!“, geht um den Immobilienmakler Korbinian Löffelholz, schöner sprechender Name, der noch vor Weihnachten eine alte Villa verkaufen muß. Spannend spannend und schön zu lesen, heuer gehts ja wahrscheinlich nicht, aber vielleicht im nächsten Jahr, wenn ich sparsamer beim Büchersammeln bin.

5. Rosamunde Pilcher „Misss Camerons Weihnachtsfest“, wieder ein Geschichtenband einer berühmten Autorin. Von Agatha Christie habe ich ja auch einmal ein Weihnachtsbuch gefunden, das sehr gut aufgerufen wird und von der 2019 verstorbenen schottischen Autorin habe ich einmal einen Film gesehen. Hatte dann ein Buch auf der Leseliste, das ich aber nicht schaffte und nun fünf Weihnachtsgeschichten, die aus anderen Büchern entnommen wurden.

„Lassen Sie sich verzaubern! Kaum jemand vermag die kleinen häuslichen Dramen, die die Welt bewegen, so geschickt zu inszenieren, wie Rosamunde Pilcher“, steht am Rücken des hundertzwanzig Seiten starken „Rororo- Bändchen“, das leider schon ziemlich ramponiert aussieht und ein bißchen naß geworden ist, sich aber trotzdem sicher lesen läßt.

Am 6.Dezember, dem Nikolotag geht es zu „Residenz“ beziehungsweise zu Vater und Sohn Grissemann, denn die haben dort einmal ein Weihnachtsbuch herausgegeben.

„Klappe, Santa“ heißt es frech und ich habe es einmal oder mehrmals bei der „Buch-Wien“ am „Residenz-Stand“ bewundert, bevor ich es im „Seedosen-Schrank“ gefunden habe.

„weihnachten ernst und christoph“ heißt es da poetisch abgewandelt. Ein verrutschtes Christbäumchen ist am Cover neben Vater und Sohn auch zu sehen. Der Vater war ein bekannter Fernsehmoderator und ich habe ihn als ich einmal in Klagenfurt war und er dort moderierte, schimpfen gehört, der Sohn tritt gemeinsam mit Dirk Steermann auf.

„Eine schöne Bescherung: In diesen Geschichten wird anders gefeiert! Nämlich so, wie es sich gehört.“, verspricht der Buchrückentext.

„Christoph und Ernst Grissemann haben für dieses Buch Weihnachtsgeschichten gesammelt, die Sie bestimmt in Stimmung bringen. Schräg und besinnlich, lustig oder tiefsinnig. Mit Texten von Bertold Brecht, Robert Gernhardt, Erich Kästner, Joachim Ringelnatz u.v.a. Das Christkind hätte seine Freude“, heißt es da.

Also lesen, lesen, eintauchen in die Weihnachtsliteratur und solche Bücher habe ich auch schon gelesen

7. Dezember – Manfred Baumann „Glühwein, Mord und Gloria“

Wieder ein Weihnachtskrimi oder kriminelle Weihnachen, wie am Cover steht. Advent und Krimis passen offenbar gut zusammen, leicht und schnell zu lesen, spannend und zeigt vielleicht auch den Widerspruch zwischen Glanz und Freude und den geheimen Mordgelüsten, wenn man Weihnachten vielleicht doch nicht mit der Familie und Tante Emma feiern will. Manfred Baumann wurde 1956 in Hallein geboren, hat schon eine Reihe Krimis geschrieben und in „OTannenbaum O Mörderbaum“, wie am Buchrücken steht, geht es um einen Kommisasar Merau, der sich fast am Glühwein verschluckt, als ihm die Nachricht erielt, daß ein Johnny Lametta, Hauptdarsteller der Weihnachtskrimi – Komödie „Lebkuchen, Leichen und Lametta“, verschwunden ist. Klingt spannend und sollte man lesen, vielleicht geht es sich im nächsten Adventkalender aus.

Am achten Dezember kann ich ein besonderes Schmankerl auf meinen Adventbücherchristbaum legen, nämlich „Deutsche Weihnachten“ aus dem Jahr 1922, aus dem „Österreichischen Schulbuchverlag“, wem das Büchlein mit dem schlichten grünenCover wohl gehört haben mag. Ich habs ziemlich am Anfang im Bücherschrank gefunden. Ludwig Richter, der berühmte Illustrator hat die Bilder dazu beigesteuert. Ein Karl Lustig hat die „Deutsche Hausbücherei“ eine „Auslese von Gedichten, Erzählungen und Spielen“ herausgegeben und wir können, wenn wir die Schrift noch lesen können, eintauchen in die Weihnachtswelt unserer Groß- und Urgroßeltern.

Am neunten Dezember lege ich ein Buch auf meinen Wiener Bücherchristbaumstapel, das ich vorher von meiner Leseliste genommen und auf die des nächsten Jahrs gesetzt habe. Denn Angesichts meiner überlangen Leseliste schaffe ich es nicht Isabel Boltons „Der Weihnachtsbaum“ zu lesen. Das Buch habe ich, glaube ich, im „Wortschatz“ gefunden und von der 1975 in New York verstorbenen schon etwas gelesen. So bin und bleibe ich neugierig, endlich einmal einen literarischen Roman mit dem Weihnachtsthema zu lesen und freue mich auf das nächste Jahr, wo ich mir meine Bücher halt besser einteilen muß, um Platz dafür zu schaffen.

Am zehnten gehts zu dem Adventkalender, den ich einmal von meiner Leseliste entfernt habe. Jetzt tue ich ihn fü r2021 wieder hinauf. Habe ich jetzt doch begriffen, daß man die Geschichten ja täglich lesen kann und der Adventkalender ist bei dem „Kleinen Aeventsbegleiter – 24 Geschichten zur Weihnachtszeit“ aus dem „Piper-Verlag“ gleich am Cover zu finden. Da hat der Vorbesitzer, das Buch stammt aus dem Schrank, die Türchen schon aufgemacht und an dem, wo einmal ein Zehner stand ist ein Schlittschuh zu sehen. Im Inhaltsverzeichnis ist der nicht mehr zu finden. So habe ich nachgezählt. Karl Valentins „Winterstreichee“ ist die zehnte Geschichte. Schaut man die nach ist der Schlittschuh zu finden. Also kann man sich in dem Buch in dem es Geschichten von Selma Lagerlöf, James Krüss, Joachim Ringelnatz, Italo Calvino, etcetera gibt, von Tag zu Tag durchblättern und ich verweise aufs nächste Jahr, um mehr von diesem Buch zu erfahren und bin schon gespannt.

Am elften Dezember geht es zu Andrea Schacht und zum „Fliegenden Weihnachtskater“, im „Aufbau-Taschenbuchverlag“ ist das Buch erschienen, Ich habs, glaube ich, im vorigen Jänner im „Wortschatz“ gefunden und in meine Weihnachtsbuchergalerie eingereiht. Es geht, wie schon der Titel verspricht, um eine in einen Teppich eingewickelte Katze und um eine Pilotin namens Anita geht es auch, also seien wir gespannt!

Am zwölften Dezember wird es, kann man sagen kitschig, geht es da ja zu „Weihnachten 2004“ aus der „Julia- Cora-Reihe“, zurück. Drei Liebesromane zur Weihnachtszeit immer in einem Bändchen gesammelt und ich habe im „Wortschatz“ schon vier solche Bücher gefunden. Im Jahr 2004 ist es um die „Wunder der Weihnachtszeit“, „Bleib bei mir für immer“ und „Im hellen Schein derKerzen gegangen“. Das Cover ist schön weihnachtlicht und wenn ich im nächsten Jahr jeweils an zwei Tagen so eine Geschichte lese, hätte ich einen etwas anderen Adventkalender, werde meine Leser vielleicht noch ein bißchen mehr von mir enttäuschen, die mir ohnehin schon einen kitschigen Lesegeschmackt zuorden. So ist es, in meiner Jugendtagen habe ich Hedwig Courths-Mahler begeistert gelesen und vorher auch sehr viele „Siliva-Romane“ gesammelt und in den letzten Jahren mir auch öfter diverse Weihnachtsfilme angesehen.

Am dreizehnten Dezember wird es etwas mythisch. Führt uns doch der bekannte Benediktiner und Bestsellerautor Anselm Grün ind das „Weihnachtliche Leben“ ein und ich habe das kleine in blau gehaltene „Herder-Büchlein“, glaube ich, in dem Schrank, der sich gegenüber der „Kuppitsch-Buchhandlung“ gefunden. Ein paar schöne Illustrationen gibt es auch. Das Buch hat nur dreißig Seiten, dafür aber dreizehn, wie passend, kurze Kapitel, die sich mit der „Herbergssuche, dem „Glanz des Engels“, der „Flucht nach Ägypten“ etcetera, beschäftigen.

Die berühmte „Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens lege ich am vierzehnten Dezember auf den Adventkalenderstapel, dabei hätte ich das Büchlein, das ich einmal gefunden haben muß, beinahe übersehen. Wahrscheinlich wars ein Weihnachtsgeschenk vom letzten Jahr, das im Vorjahr in den Schrank gelegt wurde. Übersetzt wurde das kleine Büchlein, das am Cover einen rennenden Mann mit Zylinder zeigt, von der Gräftin Sybil von Schönfeldt und ich habe von dem Büchlein schon vor langer Zeit erfahren, als ich mir den Schreibratgeber „Wie man einen verdammt guten Roman schreibte“ kaufte. Da wurde es als Beispiel für die Spannung avisiert. Dann habe ich vom Alfred einmal einen E-Book Reader geschenkt bekommen. Den benütze ich zwar nicht sehr. Es gab aber ein paar freigegebenen Bücher drin. Eines war das Weihnachtsmärchen von dem geizigen Scrooge, das ich auf meiner Leseliste hatte, aber leider, leider nicht dazu gekommen bin.

Am fünfzehnten Dezember gibts, hurra, hurra, den „Fröhlichen Advent“, weitere vierundzwanzig Weihnachtsgeschichten, die sich ja herrlich einzeln lesen lassen. So wirds also auch in den nächsten Jahren die tägliche Weihnachtsgeschichte geben und dieser ist, wie am Cover steht „Ein Hausbuch für die schönste Zeit des Jahres“ – „Fröhlicher Advent – ein Buch, das zum Geschichtenerzählen verführt, zum Vorlesen, zum Einstimmen in eine frohe Weihnachtszeit“ ist am Rücken, des „Insel-Taschenbuchs“ zu lesen. Schauen wir also in den fünfzehnten Dezember, da gibts zuerst ein Gedicht von Heinrich Hoffmannvon Fallersleben. „Der Traum. Ich lag und schlief, da träumte mir ein wunderschöner Traum. Er stand auf unserm Tisch vor mir ein hoher Weihnachgtsbaum.“ Und dann noch ein Kochrezept von Elisabeth Borchert „Pomeranzenbrötle und Weihnachtsschiffchen“. Schön illustriert ist das Ganze auch.

Am sechzehnten Dezember wird es etwas esotherisch, denn es geht zu „Stella“ oder zu dem peruanischen Bestsellerautor Sergio Bamaren. Ein kleines blaues „Piper-Büchlein“. Ein Christbaum, ein Engel und ein Stern am Cover des Weihnachtsmärchen. „Die Nacht , in der die Liebe auf die Welt kam“ steht am Buchrücken, der uns verrät, daß es darum um die kleine Taube Stella geht, die darunter leidet, anders als die anderen zu sein.

Das „Christkindl auf Ottakringisch“, hatten wir schon. Am siebzehnten Dezember kommt dann das „Weihnachtsberevier“ von Franz Lahner, dem „beliebten WienerMundartdichter“, wie am Buchrücken steht „S Christkindl redt wienerisch“. Da sieht man am Cover das Weihnachtsenterl vor dem „Wiener Sprachkurs“ stehen und den Stephansturm als Hintergrundimpession gibt es auch.

Am achtzehnten Dezember lege ich das „Große Brigitte Weihnachtsbuch“ aus dem Jahr 1996 auf den Harlander Bücherchristbaumstapel,das ich einmal bei der „Seedose“ gefunden habe. In meiner Studentinnenzeit habe ich regelmäßig, die „Brigitte“ gelesen und war da immer hingerissen von den Weihnachtsdekorationen und Tips,die dann aber schwer zu verwirklichen waren, aber einmal habe ich das Weihnachtsmenü mit Lachsforelle gekocht. Die „Brigitte-Weihnachtsbücher“, die Sondereditonen sind auch nicht zu mir gekommen oder erst später durch den Schrank. Ich hab das Buch einmal auf die Leseliste gesetzt, dann wieder hinuntergenommen, aber öfter durchgeblättert. Als Schreibunterlage habe ich es auch einmal benützt und interessant natürlich nachzuschauen, was da vor dreißig Jahre Weihnachtsmode war. Es gibt Basteltips, Keksrezepte und viele Bilder von Weihnachtsmännern und Nikoläusen. Vierundzwanzig Weihnachtsmänner mit und ohne Schlitten, tanzend, laufend und sogar Kopf stehend sind auch zu sehen, denn das Buch beinhaltet ja, wie am Cover steht „Viele originelle Ideen für die festlichste Zeit des Jahres – mit Bastelbogen für die ganze Familie.“

Am neunzehnten Dezember geht es um den „Weihnachtszwilling“. Chris Heimerdinger hat die Geschichte geschrieben, wo es um einen Buben geht, für den Weihnachten immer sehr traurig ist, weil sein Bruder ist an diesem Tag gestorben und da das sein Zwilling ist, fällt auch das Geburtstagsfest aus.

jetzt kommt die „Schöne Geschichte!“ oder das „Amadeus-Weihnachtsbuch“ und die Geschichte dazu. Denn da gab es ja einmal, lang lang ist es her, wahrscheinlich in den Neunzigerjahren, ein Inserat in der Zeitung, die ersten fünfzig Personen, die an einem der Einkaufssamstage zu „Thalia“ kommen, bekommen es. Ich bin hingeradelt, habe lange herumgeredet, dann haben sie mir das Büchlein offenbar aus dem Lager geholt, in dem es Geschichten von Christine Nöstlinger, Hans Christian Andersen, Mira Lobe, etcetera, gibt, also eigentlich nicht so besonderes. Aber ein schönes Weihnachtsgeschenk und gestern am vierten Adventsamstag vor dem dritten Lockdown war ich auch beim „Thalia“, mit dem Alfred und der Doris Kloimstein und habe einen Gutschein eingelöst, den die Oma einmal zum Geburtstag bekommen hat.

Am einundzwanzigsten Dezember geht es zu „Weihnachten in die wundervollen Buchhandlung“, ja jetzt kann man noch schnell hingehen und seine Weihnachtsbuchgeschenke kaufen und ein Buch das ich schon gelesen habe, hate ich es mir ja einmal auf der „Buch-Wein“ von dem Geburtstagsgutschein der Margit Heumann eingeöst. Dabei mag ich das Vorkämpfen der Petra Hartlieb, die Krimis und andere Bücher geschreiben hat für den stationären Buchhandeln und gegen das böse „Amazon-Einkaufen“ nicht so besonders und die „Wundervolle Buchhandlung“, fand ich eigentlich, ganz ehrlich, auch ein wenig banal. Aber zu Weihnachten in eine Buchhandlung zu gehen, ist schön, ohne Maske nicht möglich, habe ich vor ein paar Tagen bis zum Portal auch schon getan und mein Weihnachtsbücherstapel ist, wie man hier sehen und lesen kann, ohnehin schon sehr schön.

„Still erleuchtet jedes Haus – ein Weihnachtsbuch aus dem alten „Residenz-Verlag“, herausgegeben von Adolf Haslinger, lege ich am zweiundzwanzigsten Dezember auf meinen Advent-Bücher-Christbaum. Wenn ich mich nicht irre, habe ich es von den Bücherregalen des „Read!!ingrooms“, denn da habeich ja einmal meine Weihnachtsgeschichte gelesen, es ist bunt bespickt mit allerlei Werbesprüchen und das Cover ist durch ein Pickerl, verunstaltet Ein Christbaum ist auf dem an sich schönen Cover auch zu sehen, die ja die alten „Residenzbücher“ hatten und Texte gibt es viele darinnen. Rainer Maria Rilke, Peter Rosei, Gottfried Benn, Theodor Kramer, Alfred Kolleritsch, Peter Handke, ich kann gar nicht alle aufzählen, und einen „Kostnix Stempel von 2014“ gibt es auch zu sehen. Dafür ist die Seite wo ich sehen könnte, wann das Buch herausgegeben wurde, herausgerissen, es wird aber noch länger her sein, gibt es den alten „Residenz-Verlag“ von „Jung und Jung“ ja schon längst nicht mehr. Nur das Buch als Erinnerung oder viele andere schöne Bücher, denn damals habe ich mir ja viele gekauft.

Am dreiundzwanzigsten Dezember lege ich in Wien eine Leseprobe auf den Bücherchristbaumstapel, die ich wahrscheinlich auf der Bühn-Wien oder bei der Buchmesse im MQ gefunden habe. „Weihnachten in der kleinen Sommerküche am Meer“, das ist eine Serie der in Edinburgh geobrenen und in Frankreich lebenden Jenny Colgan und solche Bücher würde ich ja gerne lesen, wenn ich mehr Zeit hätte, aber vielleicht geht sich die Leseprobe aus.

Obwohl ich noch ein paar ungelesene Weihnachtsbüchlein in Harland liegen habe, habe ich mich entschieden Uli Lucas „Weihnachten im Weltall“ auf den Bücherchristbuch zu legen, das ich schon gelesen habe und den Uli habe ich, 2016, glaube ich, kennengelernt, da hat er sich über einen meiner Kommentare auf dem Literaturcafe kommetiert, dann hat er mir ein Mail geschrieben und meine Fehler korrigert, dann haben wir uns über seine politischen Ansichten gestritten und jetzt sind wir in Sachen Corona seltsamerweise einer Meinung.

So Weihnachten ist da und ich lege noch schnell am fünfundzwangsten ein Büchlein, das ich von meiner Mutter erbte oder aus dem Bücherschrank aus der Wattgasse stammt „Als Weihnachten noch Weihnachten war“ mit schönen Illustrationen und Weihnachtsgeschichten von Adalbert Stifter, Peter Rosegger und auch einigen anonymen Texten. Die beiden Weihnachtsstapel in der Krongasse und in Harland sind groß und schön geworden und eigentlich ist es eine ganz beachtliche Sammlung an Weihnachtsbücher, Krimis, Romane und besinnlichen Texte, die sich da angesammelt haben. Gelesene und noch ungelesene und im nächsten Jahr habe ich wahrscheinlich auch noch genug für einen neuen Bücherturm und ich kann auch noch einiges finden. Seien wir gespannt und ein Weihnachtsgedicht und die Weihnachtskekse, die früher der Schwiegervater backte, kann ich auch noch präsentieren und natürlich auch den „Nika, Adventkalender“, wer da noch nicht hat, kann sich da weiterlesen. Ungefähr die Hälfte der Adventkalenderfester gibt es da jetzt schon. Zwei sind heuer noch dazugekommen. Das Probekapitel ist schon oben verlinkt, dann kommen 2 5 7 8 9 10 14 19 20 23 24 25 29 30 und wer wissen will, was ich zu Weihnachten bekommen habe?

Von der Anna wieder Badeschaum und belgische Pralinen, vom Alfred die zwei literarischen Kalender, die ich schon seit Jahren bekomme, ein Häferl von der Heimhelferin Martina, von meinen Klienten Schokolade und ein selbstgebasteltes Herz und aus dem Bücherschrank in Altmannsdorf habe ich mir gestern Hans Falladas „Junger Herr ganz gross“, eine Donaulandausgabe aus den Füfzigerjahren. Wer ist da wohl mit oder ohne Corona gestorben und ich habe die „Sommerereignisse“ und die „Hierarchien“ hineingelegt.

Wer Interesse daran hat, schnell hinschauen, vielleicht sind sie noch da. Die „Hierarchien“ werde ich aber, weil davon ja noch einige Schachteln in Harland stehen, noch öfter in die beiden St. Pöltner Schränke, also auch in den bei der Seedose hineinlegen und hoffe, daß ich die St. Pöltner damit nicht überfordere. Also frohes Fest und laßt es auch durch Corona nicht allzusehr vermiesen, die dazu passende Weihnachtsgosse kommt dann morgen!

2020-11-09

Geburtstag sowie öst. Buchpreis ohne Fest

Das literarische Geburtstagsfest hat bei mir Tradition. 1986 oder 87 hat es, glaube ich, das erste gegeben. Da wollte ich noch einen literarischen Salon mit einer monatlichen Veranstaltung machen, ging abernicht, soviel Publkum bringe ich nicht zusammen, habe ich ja auch bei meinen Festen öfter gebangt, ob da ohnehin genug Leute kommen.

Circa fünfzig habe ich jeweils eingeladen, zwanzig sind meistens gekommen.Waren es mehr haben schon die Leute gerufen „Das ist zu voll!

Ich habe immer gelesen und auch meistens drei bis fünf andere Autoren, meistens meine Freundinnen, die Lesetheaterfrauen, die Ruth, aber auch den Rudi, etcetera, dazu eingeladen.

Dreimal hat es kein Fest gegeben, einmal wollte ich nicht, ein andermal gab es zeitgleich ein Praxiserföffnungfest ohne Lesung, weil meine Praxis übersiedelt ist und im Vorjahr waren wir ja in Basel und haben dem Schweizer- Buchpreis beigewohnt,da habe ich eine Besucherin getroffen, die ich sonst in der AS oderim Literaturhaus sehe, die hab e ich schon für den sechsten November, mein Geburtstag ist der neunte, eingeladen und bevor wir nach Salzburg gefahren sind, war ich ja auf der SFU bei einer Tagung und habe das mit der einer Pschologenkollegin auch getan.

Dann kam Corona und die Zahlen stiegen und es hieß nur zehn Leute im bei privaten Festen, dann waren es sechs, ich habe nachgedacht, wen könnte ich einladen und zum Lesen lade ich die Ruth und die Doris Kloimstein ein dann kam der Lockdown mi tder Ausganggeschränkung ab acht und das Fest fiel flach, dabei hätte ich ja ein Stück aus dem „Frühlingserwachen“ lesen können.

So kein Fest am Freitag und die Einladung in ein Restaurant, was wir auch zelebrieren fiel auch flach, weil erstens keine Maske, keineRegistration und dritten ab 2. 11.ohnehin alle Restauranst geschlossen.

Der Alfred kocht aber gut und da habe ich gedacht, weil ja auch die Ganslessen wegfallen, da könnte der Alfred ja eines machen und zwei Personen können wir vielleicht auch einladen, ich glaube zwar, sie sollten aus de selben Haushalt sein, habe aber an die Ruth und die Christa U. meine Hauptschulfreundin gedacht, die ich beispielsweise bei den O-Tönen immer sehe, die ist aber nach einer Hüftoperation ohnehin noch auf Reha, so kamen gestern die Ruth und Hilde Schmölzer zum Entenessen, denn ein Gansl hat ja fünf Kilo und das essen wir nicht.

Und beim Geburtstag gibt es ja auch immer die Frage nach den Geschenken. Was willst du haben? Ich antwoorte da immer Bücher, obwohl ich ja ohnehin so viele habe, wie ich nie in meinem Leben lesen kann, aber gut, soll so sein.

„Welche willst du?“, hat die Anna gefragt, die heute mit der Lia zum Essen gekommen ist, weil wegen derMaskenpflicht das Gutscheineinlösen auch nicht mehr geht. Da habe ich bei der „ORF-Besten-Liste“ nachgeschaut, dafür ist sie ja da undmich für Sandra Gugics „Zorn und Stille“ entschieden, die wir ja schon bei den O-Tönen hörten und ganz besonders dick, John Dos Passos „USA-Trilogie“.

Dann hat mirder Alfred den „Falter-Bücherherbst“ gedabracht und ich habe mir gedacht ich müßte mir auch was wünschen. Da gibt es ein Buch über den „Lockdown“ vom „Promedia-Verlag“ und dann habe ich entdeckt, daß Nadja Bucher die ich ja von den Volksstimmefestlesungen kennen, eines über Doderer geschrieben hat und als mich Hilde Schmölzer das fragte war die Antwort besonders schwer, ist sie doch ein regelmäßiger Gast, so habe ichschon alle, bis auf das über die „Hexen“ aber das ist vergriffen und bei einem neuen über ihre Familie, ist ihr der Alfred gerade mit dem Satz behilflich.

Also wurde es ein Blumenstrauß und eigentlich habe ich gedacht, daß der November ist ja immer ein geschäftiger Monat, ich nicht nur am Freitag auf einem Fest sein werde, sondern auch am Montag meinem Geburtstag, denn da würde ja zum Auftakt der Buch-Wien der Öst vergeben. Daß ich dort nicht hingehe und also Frau Sucher gar nicht um eine Einladung bitten werde, war wegen der Maskenpflicht schon länger klar. Ich dachte aber an einen Livestream, wurde aber wegen Lockdown auch abgesagt und also wie in der Schweiz und damals in Leipzig nur eine Bekanntgabe, aber da hatte ich schon die Idee, ich hatte mir den Montag stundenfrei gehalten, zum „Wortschatz“ zu gehen und mir da meine Geburtstagsbücher zu holen. Das habe ich schon früher gemacht, aber jetzt gehe ich ja nur wenig aus dem Haus und daher auch sehr wenig zu den Bücherschränken, höchstens wenn ich auf die Bank muß, mache ich einen Umweg zum margaretenplatz und dann hat mir der Alfred noch gesagt in der Stiftgasse gibt es einen Neuen und da ist mir dann habe ich mich entschlossen, eine größere Bücherschrankrunde zu machen oderauch einen größeren Spaziergang, den man ja auch manchmal machen soll.

Zuerst dachte ich an „Wortschatz“, Zieglergasse und dann zum Neuen, dann dachte ich aber, warum nicht gleich alle. Da gibt es ja einen auf der Josefstädterstaße, einen beim Brunnenmarkt, einen beim Ceija Stoika-Platz und dann den beim Hegerpark.

Was gut klingt und vielleicht auch ein kleiner Buch Wien- Ersatz sein kann, aber den Nachteil hat, daß ich, wenn ich etwas finde,viel zu schleppen habe, weil man ja für die Öffis auch Maske braucht.

Also eine Tasche genommen und die Plastikflaschen oder Dosen, um sie zeitgleich in den Container zu schmeißen und habe dann im „Wortschatz“ ein Alexa Henning von Lange-Buch „Ich habe einfach Glück“ gefunden, dann in die Stiftgasse.

Da habe ich nagegooglet, wo das ist und habe zu meiner Überraschung ein Bild von Christa Stippinger und dem Bezirksvorsteher gefunden. Die Christa hielt ihre „Exil-Ausgaben“ in derHand und der Schrank in Burggassen Nähe vis avis der Volksschule bei einem kleinen Park ist ein „Edition Exil-Lager“ könnte man unken. Also ein Geheimtip für meine Leser, wer die die „Exilpreis-Editonen“ noch nicht hat, geht hin, die neue war aber leider nicht dabei. Die habe ich mirimmer bei der „Buch Wien“ oder bei einer Literaturhaus-Lesung geholt, da das über Livestream aber nicht geht, schaue ich vielleicht ein anderes Mal noch vorbei.

Am Brunnenmarkt gab es dann, glaube ich, den Rebhandl „Das Schwert des Ostens“ und das Salinger Buch von Frederic Beigbeber war auch irgenwo dabei. In der Zieglergasse gab es, glaube ich, nichts, aber da war meine Tasche ohnehin schon voll, weil ich mir wahrscheinlich ein paar „Exil- Bücher“ genommen habe, die ich schon habe und als ich das zweite Mal beim Ceija Stoika-Platz vorüber gekommen bin, oh Überraschung lag Hilde Schmölzers „Schöne Leich“ darin, das habe ich zwar wahrscheinlich auch schon, konnte aber der Originalität wegen nicht wiederstehen und beim Literaturhaus gibt es neuerdings auch einen Kasten, da wird zwar etwas ausgestellt, aber die Öst-Buchpreisleseprobenheftchen lagen dort zur Entnahme und, um das wäre ich heuer ja fast gekommen, zwar hätte ich wie die Longlist verkündet wurde, glaube ich noch maskenlos in die „Bücherinsel“ gehen können, bin aber nicht, dachte wohl, das lese ich ohnehin alles und das tue ich jetzt auch, habe vor meinen Spaziergang gerade das sechste Buch Ludwig Fels „Mondbeben“ ausgelesen und gerätselt, wer wird den Preis bekommen?

Da bin ich immer schlecht und wenn es so wie in der Schweiz wäre, würde ihn Cornelia Travnicek bekommen, denn die habe ich an fünfter Stelle meiner Schätzung gereiht und dachte zuerst an Monika Helfers „Bagage“ was ich noch lesen muß, dann dachte ich aber, vielleicht doch der Xaver Bayer mit seinen Marianne-Geschichten, weil der „Jung und Jung“ ja, glaube ich, sehr einflußreich ist, das Buch einen aktuellen Bezug hat und mir außerdem, ich habe es schon geschrieben, mir auch gefallen hat. An dritter Stelle hätte ich die Karin Peschka gereiht, muß ich auch noch lesen, das Buch der Helena Adler hat mir sehr gefallen, aber eine Debutantin uund ich halte mich bei meinen Schätzungen ja gerne an die Berühmtheit. Von den Debuts habe ich noch nichts gelesen, aber die Lesung per Livestream gehört und war auch bei den O-Tönen, wo einiges vorgestellt wurde. Da hätte ich der Sprache wegen an Leander Fischer gedacht und hurra, fast richtig.

Leander Fischer ist der Debutgewinner und der Xaver Bayer der österreichische Buchpreisträger, ich gratuliere, habe mir schon ein Glas Punsch auf mein Tischchen gestellt und werde mich demnächst in die „Alte Schmiede“ streamen, weil da soll es ja, wenn es klappt, zwei Veranstaltungen geben.

2020-08-03

Neue Buchpreisspekulationen

Der achtzehnte August kommt in zwei Wochen und da wird ja die neue Longlist des „Deutschen Buchpreises“ bekanntgegeben. Der „Buchpreis“ wird dann in am zwölften Oktober in Frankfurt, beziehungsweise per livestream vergeben und die Buchmesse findet, wie ich hörte, Corona spezifisch statt.

Dort fahre ich ohnehin nicht hin, weil zu weit und zu teuer, wir wren nur zweimal live nämich 2000 und 2002 dort.

Für den deutschen Buchpreis den es seit 2005 gibt, um das Leseverhalten oder den Bücherkauf anzukurbeln, habe ich, glaube ich, seit ich blogge angefangen, mich zu interessieren. Da hat ja „Inadäquat“, ein Blog, den es nicht mehr gibt, 2008 davon berichtet, 2009 habe ich mich dann auf die Jagd des Leseprobenbüchlein gemacht und obwohl ich die Bücher damals zum großen Teil nicht gelesen habe, angefangen darüber zu bloggen beziehungsweise zu spekulieren.

„Buzzaldrin“ hat dann 2013 die „Fünf lesen vier – Aktion“ gegründet, woraus sich dann das „Buchpreisbloggen“ entwickelte und ab 2015 habe ich angefangen, selbst Buchpreis zu bloggen, das heißt möglichst alle Bücher zu lesen und darüber zu berichten.

Eine Aktion, die sich inzwischen auch auf den „Österreichischen Buchpreis„, den es seit 2016 gibt und im Vorjahr auch auf das „Schweizer Buchpreisbloggen“, weil wir da ja in Basel und bei der „Buchpreisverleihung“ waren, erweitert hat und ich kann nur sagen, daß mir das „Buchpreislesen“, obwohl es sicher ein wenig stressig ist, da ab August an die vierzig Bücher zu lesen, großen Spaß macht und ich viel daraus gelernt habe.

Ich lese aber das ganze Jahr Bücher, bekome seit ich „Buchpreis“ blogge, auch welche angeboten und so habe ich mir auch angewöhnt immer ein paar Wochen vor der Longlistenverkündung meine eigenen Spekulationen beziehungsweise Wünsche darüber bekanntzugeben.

Liege damit meistens falsch, denn obwohl ich da ja eine zwanzig Bücherliste erstellen kann, stimmt sie meistens nur mit ein oder zwei Treffern überein und heuer wird es coronabedingt wahrscheinlich überhaupt ein wenig schwierig, denn ab März sind ja viele Bücher nicht mehr zu mir gekommen, die Leipziger Messe und die Veranstaltungen sind ausgefallen und obwohl man sich online sicher informieren konnte und es da ja auch Online Messen und Corona-Lesungen gab, habe ich das Gefühl, ich kenne mich vielleicht nicht so aus,, wie in den Vorjahren.

Bin also sehr gepannt und da ich ja in diesem Jahr trotzdem oder wegen der Ausgangsspereren vielleicht sogar besonders viele Bücher gelesen habe, werde ich auch heuer meine Spekulationen abgeben, erwarte mir da zwar nicht sehr viele Übereinstimmungen, werde mich aber ab achtzehnten August auf das Lesen stürzen, mein „Buchpreistagebuch“ führen und darüber bloggen.

Also was würde ich empfehlen? Was habe ich schon gelesen? Was könnte auf der Liste stehen, die ja von sieben hochkarätigen Juroren und Jurorinnen aus hundertsiebenundachtzig Büchern von hundertzwanzig deutschen, österreichischen oder schweizer Verlagen, die im letzten Jahr erschienen sind, ausgewählt wurden:

1.Kathrin Weissling „Nix passiert“

2.Paula Irmschler „Superbusen“

3. Josef Haslinger „Mein Fall“

4.Ingo Schulze „Die rechtschaffenden Mörder“

5.Leif Randt „Allegro Pastell“

6.Bov Bjerg „Serpentinen“

7.Lutz Seiler „Stern 111“

8.Ulrike Almuth Sanding „Monster wie wir“

9.Charles Lewinsky „Der Halbbart“

10.Sascha Reh „Großes Kino“

11. Michael Scharang „Aufruhr“

12.Laura Lichtblau „Schwarzpulver“

13. Valerie Fritsch „Herzklappen von Johnson & Johnson“

14. Xaver Bayer „Geschichten mit Marianne“

15.Birgit Birnbacher „Ich an meiner Seite“

16.Cornelia Travnicek „Feenstaub“

17.Melitta Brezinik „Mutter“

18.Abbas Khidder „Palast der Miserablen“

19. Marlene Streeruwitz „So ist die Welt geworden“

20. Barbara Rieger „Friß oder stirb“

Für Österreich würde ich schätzen:

1. Cornelia Travnicek „Feenstaub“

2.Simone Hirth „Das Loch“

3.Lucia Leidenfrost „Wir verlassenen Kinder“

4.Josef Haslinger „Mein Fall“

5.Daniel Zipfel „Die Wahrheit der Anderen“

6.David Fuchs „Leichte Böden“

7.Marlene Streeruwitz „So ist die Welt geworden“

8.Michael Scharang Aufruhr“

9.Barbara Rieger „Friß oder stirb“

10. Valerie Fritsch „Herzklappen von Johnson & Johnson“

Bei den Debuts:

1. Dominik Barta „Vom Land“

2.Stefan Roiss „Triceratops“

3.Helena Adler „Die Infantin trägt den Scheitel links“

Und dann noch in eigener Sache, obwohl die Bücher noch nicht erscheienen sind.:

1. Fräulein Nos Nachtcafe“

2. „Kein Frühlingserwachen mehr“

Mal sehen, wie es wird ich bin gespannt, ich habe nicht alle bücher gelesen und bei den zwei letzten liege ich ja mit Sicherheit falsch.

Bei den Schweizern setzte ich aus.

2020-04-23

Zum Welttag des Buches

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 00:03
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Der dreiundzwanzigsten April dem Todestag von Shakespeare und Cervantes wurde 1995 von der Unesco zum „Welttag des Buches“ ausgerufen, um auf den Wert des Lesens hinzuweisen, da wurden dann Bücher oder Rosen vor den Buchhandlungen verschenkt und ich bin, glaube ich ,1998 als ich gerade meine GAV-Frauenlesung, die ich damals in der „Alten Schmiede“ mit Katharina Riese, Ruth Aspöck, Hilde Langthaler, Elfriede Haslehner und mir vorbereitete, darauf aufmerksam geworden, denn da gab es ja vom Hauptverband ein kleines Büchlein mit Leseproben von österreichischen Autoren, das habe ich mir, glaube ich, beim „Morawa“ geholt und dann Gerhard Kofler, den ich wegen der Lesung in der Rasumovskygasse besuchte, gezeigt.

Ein deutsches Buch hat es damals auch gegeben und eines für Kinder und ich kann mich auch an ein Jahr erinnern, wo ich mehrere Buchhandlungen abklapperte, mehre Bücher darunter auch eines von Peter Weiss bekam, „Thalia“ hat eine Aktion gehabt und eine Literaturbim, wo die Straßenbahn mit Lesungen um den Ring gefahren ist, hat es einige Jahre, auch gegeben.

Das ist inzwischen ein wenig abgeflacht, die deutschen Bücher gibt es nicht mehr, das habe ich spätestens 2007 bemerkt, als wir auf Ruths Radtour in Regensburg waren und ich da einige Buchhandlungen abklapperte, die „Wespennest-Thalia-Bücher“ gibt es auch schon lange nicht mehr, dafür hat der Hauptverband seine jährliche Anthologie und auch manchmal diesbezügliche Veranstaltungen.

Anna Jeller hat ein paar Mal ihre Leseexemplare verpackt ins Schaufenster gelegt. Ich habe mir zweimal welche abgeholt und wie ich gestehen muß,  noch nicht gelesen habe, dafür habe ich aber einmal an diesem Tag bei einer Aktion der Wohnpartner aus meinen Büchern gelesen und die Hauptverbandsbücher, die schöne Sammlungsstücke sind, holte ich mir auch immer und habe mich teilweise auch durch sie gelesen.

Da gab es ja mehrere Serien, eine Zeitlang hat sie Evelyne Polt-Heinzl sehr schön gestalten.

Dann gab es das „Erlese Europa“, die „Erlesenen Menüs“, die „Erlesenen Krimis“, die, glaube ich, Eva Rossmann zusammenstellte und in den letzten zwei Jahren die „Anfänge“, jeweils die ersten Seiten oder ersten Kapitel aus Büchern österreichischer Autoren.

„Anfänge I“,  habe ich hier gebloggt, weil ich die meisten der vorgestellten Bücher schon gelesen oder bei Lesungen daraus gehört hatte.

Bei „Anfänge II“, war ich, glaube ich, nicht so gut unterwegs und habe das Buch vor kurzen nach Harland in die neuen Bücherregale geräumt und „Anfänge II“ gibt es, glaube ich, choronabedingt gar nicht.

Inzwischen haben aber die kleinen Buchhandlungen  wieder aufgemacht,  können mit Mundschutz einen oder zwei Kunden bedienen und der Hauptverband bietet, glaube ich auch, einen Graphik oder Poster an.

Es wird vielleicht trotzdem alles anders sein, man kann aber auch online  bestellen, sowie E- Books lesen und ich lesen, ja, wie bekannt, als gute Krisenbewältigungsstrategie empfehle, damit einem die Decke nicht auf den Kopf fällt, man nicht depressiv wird und ich persönlich habe da ja keinen Mangel, warten ja, wie geschrieben nicht nur Ludwig Lahers „Bitter“, das ich mir einmal aus Anna Jellers Schaufenster holte, sondern auch meine überlange Leseliste auf mich und da habe ich in diesem Jahr  auch einige Neuerscheinungen der österreichischen Autorenschaft gelesen, deren Anfänge ich hier empfehlen könnte, da wären einmal

  1. Cornelia Travnicek „Feenstaub“
  2. Simone Hirth „Das Loch“
  3. Lucia Leidenfrost „Wir verlassene Kinder“
  4. Daniel Zipfel „Die Wahrheit der Anderen“
  5. David Fuchs „Leichte Böden“

Oder auch die Bücher die auf der ORF-Bestenliste stehen, die ich aber nicht gelesen habe und die auch nicht zu mir gekommen sind, wie beispielsweise

Birgit Birnbacher „Ich an meiner Seite“

Benjamin Quaderer  „Für immer die Alpen“

Michael Stavaric „Fremdes Licht“

Karin Peschka „putzt euch, tanzt, lacht“

Helena Adler „Die Infantin trägt den Scheitel links“

Valerie Fritsch „Herzklappen von Johnson & Johnson“, als kleine Auswahl vom großen Angebot und dann gibt es noch ein Buch, das ich noch nicht gelesen, wohl aber gefunden habe, als ich Ende des Monats, um meine Monatspost aufzugeben am Bücherschrank vorüber ging, nämlich das Leseexemplar von Dominik Bartas „Vom Land“, von dem ich jetzt sehr viel höre und ich schon gespannt bin, ob es auf die Debutshortlist kommt?

Also lesen, lesen, lesen, um sich von der Corona-Krise nicht unterkriegen zu lassen. Lesen und schreiben und solange es nicht direkt geht, die Lesungen online hören in diesem Sinne bin ich auch gespannt, wie das mit dem heurigen „Bachmann-Lesen“ wird, von dem ich mir sehr gut vorstellen kann, daß der Bewerb online durchgeführt wird, auch wenn Wolfgang Tischer vom Literaturcafe anderer Meinung ist und Klaus Kastberger nicht  ungeschminkt in seiner Küche sitzen sehen will, aber auf die Literatur kommt es an,denke ich, nicht auf das Drumherum!

In Zeiten der Krise kann und soll man neue Wege gehen und wenn man sich zum „Welttag des Buches“, wo der Hauptverband, glaube ich, urspünglich Stephan Slupetzky ehren wollen, heuer nicht das Gratisbuch abholen kann, kann man ja zum Bücherschrank gehen, vielleicht liegen da die älteren Geschenkausgaben oder anders darin, da ja jetzt, wie ich überall höre oder lese, viele Leute ihre Quarantänezeiten nützen, um ihre Wohnungen auszuräumen.

Auf diese Art und weise ist auch Constantin Göttferts „Steiners Geschichte“ zu mir gekommen, aus der ich einmal in der „Alten Schmiede“ hörte, als es dort noch live Lesungen gab.

Aber jetzt werden die Corona-Lesungen onlinte abgehalten, Gertraud Klemm, Norbert Kröll und Lukas Cejpek waren da schon dran.

2020-03-23

Corona-Tagebuch

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:09
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Ich erlebe ja momentan ein deja-vue, denn am zehnten März vor einem Jahr, einem  Sonntag, bin ich mit dem Alfred, wie wie das immer wenn wir in Harland sind, machen, auf die Rudolfshöhe gegangen und dort bei dem schmalen Wegerln, wie mir auch schön öfter passierte, ausgerutscht und habe mir einen offenen Knöchelbruch zugezogen. Drei Tage Spital, sechs Wochen Gips, in denen ich meine Praxis machte, ungefähr einmal in der Woche nach St. Pölten zur Kontrolle ins Universitätsklinikum gefahren bin, dann einmal, weil wir schon die Karten dazu hatten, ins Filmcasino gegangen sind und einmal aus genau diesen Gründen auch zu der „Literatur und Wein“.

Bach Ostern ist der Gips hinuntergekommen, das Gehen ist dann mühsam gewesen und mußte sozusagen neu erlernt werden, viel Straßenbahn gefahren am Anfang, aber jetzt ist wieder alles normal und ich sollte meine letzte Kontrolle haben und entscheiden, ob ich mir die Schrauben herausnhemen oder drinnen lassen will?

Das ist ja wieder etwas wie die Wahl zwischen Pest und Cholera, denn Implantate sind nicht gut, Operationen auch nicht, die Entscheidung wurde aber durch den momentanen Ausnahmezustand oder dem Corona Virus, das im Jänner dieses Jahres zuerst in China, dann überall auftauchte, abgenommen und nun hat sich alles wiederholt.

Es ist, wie ich schon in meinen „Haßposting“ geschrieben habe, zu einem zweiten Veranstaltungsstop gekommen und „Leipzig“ wurde als erstes noch einmal abgesagt.

Die ersten Informationen über Corona waren wahrscheinlich durch den Ausbreitungsort in China sehr beunruhigend. Da hörte man ja von drastischen Maßnahmen, wie, daß die Ausgangsstops durch Polizei und Sandsäcken vor der Tür durchgesetzt werden.

Dort scheint sich inzwischen wieder alles zu normalisieren, aber das Virus ist wohl gloabilierungsbedingt nach Italien gekommen und hat dort drastische Ausmaße erreicht. Das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen. Die Menschen sterben in den Gängen der Kliniken und können nicht behandelt werden und das, was ich in Österreich ziemlich am Anfang hörte, war ja auch das Bild von der Schule, wo es eine aus Italien zurückgekommene Lehrerin gab, die dann auch negativ war. Die Schule wurde aber von der Polizei abgeriegelt und die Kinder nicht hinaus gelassen.

Das hat sich jetzt geändert und die Ausgangssperren sind Beschränkungen und laufen mehr oder weniger freiwillig, beziehungsweise höflich geordnet ab und das, was mich an der Sache am  meisten schreckt, ist die Gewalt und die Dystopien, in die man dadurch kommen könnte.

So höre ich ja die Gerüchte, daß das Geld abgeschafft werden und, die, daß die Ausbreitung des Virus durch Bewegungsmeldungen der Handydaten erreicht werden sollen, höre von Zwangsimpfungen, die es dann geben wird.

Noch gibt es aber keine Impfung, auch keine Medikamente und sogar die Schutzmittel, beziehungsweise die Desinfektionsmittel sind aus. Die werden, wie ich höre oder lese, auch manchmal geklaut.

Ebenso gibt es diese ja fast lustigen Geschichten, um das Klopapier, das alle plötzlich horten und wahrscheinlich immer noch niemand weiß, wozu man das braucht?

Denn notfalls kann man ja das Wasser, die Zeitung und im schlimmsten Fall sogar Buchseiten zum Po abwischen verwenden. Das ist sicher ein psychologischer Effekt und das Spielen mit der Angst ist wahrscheinlich auch die höchsten Gefahr, denn dieses Virus ist ja sehr widersprüchig.

Es breitet sich sehr schnell aus und Anfangs wurde wahrscheinlich auch viel zu leichtsinnig überall herumgeflogen und das Fiebermessen am Flugplatz ist wahrscheinlich auch kein eindeutiges Indiz der Ansteckung, wo ja die jungen Leuten offenbar keine Symptome zeigen, die älteren und kranken schwere Verläufe haben und man Anfangs nicht so richtig wußte, wie man damit umgehen soll?

Hände waschen genügt, hieß es vor drei Wochen, als Leipzig schon abgesagt, die Veranstaltungen aber noch offen waren und ich war auch bei ein paar sehr gut gefüllten Veranstaltungen, wo ich mich dann durch den vollen Buffetraum des Literaturhauses, drängte, um meinen Wein zu holen und auch die Frauenlesung im Amerlinghaus war sehr voll, so daß der Meter Abstand, der damals schon herumging, nicht eingehalten werden konnte. Das änderte sich dann Schlag auf Schlag, bei der Veranstaltung zum Frauentag im Literaturhaus habe ich noch gedacht, die Geschäftssperrungen, von denen man schon hörte, kommen in zwei drei Wochen auch auf uns zu.

Sie kamen dann im Lauf der Woche, zuerst mit einer Veranstaltungseschränkung auf hundert Personen am Dienstag, wo ich am Abend noch in die „Gesellschaft für Literatur“, aber nicht hineinging, weil man seinen Namen angeben mußte. Den hätten sie zwar ohnehin gehabt, aber ich bin ab da zu Hause geblieben, beziehungsweise nur noch zweimal einkaufen gegangen. Das erste Mal am Mittwoch, um mir für das Mittagessen Avocados zu kaufen, das zweite Mal am Freitag, weil die Milch ausgegangen war und der Alfred erst so spät nach Harland zum Einkaufen und das Regeln mit der Vierundzwanzigstundenbetreuerin, fuhr, was auch ein Problem sein wird, wenn die wegfallen, daß ich, ob der Bilder von den Hamsterkäufen befürchtete, keine mehr zu bekommen.

Ab da hat sich das Leben  verändert. Die Leute bleiben langsam zu Hause, beziehungsweise werden sie, wenn sie in den Parks spazieren gehen,von Reportern gefragt, was sie da machen? Wo ich mich ein wenig wundere, daß sie den ganzen Tag auf den Straßen herumlaufen, weil das ja  keine lebensnotwendige Tätigkeit ist, die anderen lächerlich zu machen, wenn sie sagen, daß sie bald wieder zum Friseur gehen wollen!

Ich habe, glaube ich, schon ab der Absage von Lepzig, damit begonnen auf die Wichtigkeit des Lesens hinzuweisen, werde mir Ronny Rinderers Schreibkurs zur Krise ansehen und werde das wohl noch öfter tun und bin ansonsten  sehr beschäftigt, habe ich ja einen Beruf, der wichtig ist, um die Depressionen, die durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten oder in Folge  der Angst und Panikmache entstehen, einzudämmen und ansonsten ist es wohl, die gravierenste  Situation, durch die wir gerade gehen.

Wie sich diese Krise auf uns alle auswirken wird, wird sich wohl erst in den nächsten Monaten zeigen. Bis dahin durchhalten, sich eine Tagesstruktur aufbauen, sich beschäftigen, ist wohl zu empfehlen und da weise ich, weil das ja  meine Passion ist, auf das Schreiben und Lesen hin und überlege schon, wie ich das Virus in meinen nächsten Roman, der ja „Kein Frühlingserwachen mehr“, heißen soll, einbauen kann, obwohl es wahrscheinlich zu früh ist, über die Krise zu schreiben.

Paula Giordano, der italienische Autor, hat es schon getan. Sein „In Zeiten der Ansteckung“ wird  im April erscheinen. Ich werde, wenn das Buch oder die Fahnen zu mir kommen, darüber schreiben und ein weiteres „Corona-Tagebuch“ wird es bei mir  wahrscheinlich in unregelmäßigen Abständen  auch geben, wenn ich meinen Tagesartikel nicht durch eine Buchbesprechung füllen kann.

Ansonsten hätte ich noch drei Kapitel aus dem „Fräulein No“, die ich im November geschrieben, aus dem Text aber hinausgeschmissen habe, die ich nach und nach hier einfügen kann.

2020-03-12

Preise der Leipziger Buchmesse, Selfpublisherinterview und Corona-News

Der Preis oder die Preise der „Leipziger Buchmesse“, denn da gibt es ja die Kategorien „Sachbuch“, „Übersetzung“ und „Belletristik“, werden üblicherweise, am Donnerstag, dem ersten Messetag, also eigentlich heute, um sechszehn Uhr in der Glashalle vor Publikum vergeben.

Die Halle ist abgesperrt, hinein kann man nur mit Einladung oder mit Presseausweis und dann gibt es Sekt und Brezeln,  kann aber draußen herumstehen und zuhören,  laut übertragen wird es auch.

Aber heuer ist ja alles wegen dieses Carona-Virus, das sich rasant ausbreitet, anders, die Messe wurde vor einer guten Woche abgesagt und anders ist auch, daß ich mich das erste Mal für den Preis besonders interessierte, also die Bücher angefragt, sie lesen und darüber bloggen wollte.

Das heißt, ich habe zuerst, die Belletristikschiene, die mich ja besonders interessiert, dann die Übersetzungen und zuletzt von den Sachbüchern, die Biografie über Ivo Andric angefragt und acht Bücher bereits bekommen, auf eines warte ich noch, drei habe ich schon gelesen, beim Charles Baudelaire bin ich gerade dabei, es waren ja einige sehr umfangreiche Schinken und als die Messeabsage kam, kam damit zugleich die Frage, wie, wann und wo, der Preis der vergeben oder verkündet werden würde und bald die Antwort, daß das am Donnerstag um 9. 30 die Preisgeber bekannt gegeben werden und das ist jetzt geschehen.

Der Belletristikpreisträger ist also Lutz Sailer mit seinem „Stern 111“, ein Buch das „Suhrkamp“ mir versprochen hat, aber noch zu mir kommen muß.

Dafür werde ich die beste Übersetzung, nämlich die von Pieke Bierman von „Oreo“ von der afroamerikanischen Autorin Fran Ross lesen, sobald ich mit dem Charles Baudelaire fertig bin und das Sachbuch habe ich nicht bestellt, wäre aber angesichts derzeitgen <lage sicher auch sehr interessant, nämlich Bettina Hitzer „Krebs fühlen – eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts“.

Das ließe sich sicher auf das Corona Virus, das derzeit alle Gemüter erregt und schuld daran ist, daß es derzeit nur ein „Leipzig vurtell“ gibt, sicher ausdehnen, aber bei mir ging es dann sowohl emotional, als auch literarisch weiter.

Hatte ich doch um Zehn ein Interview mit einer Studentin, die ihre Dissertation zum Thema „Autorenschaftskonzepte im Literaturbetrieb der Gegenwart“, schreibt und sich dabei auch für das „Selfpublishing“ interessiert.

Wow, ich wußte gar nicht, daß es das schon  gibt, denn ich erlebe ja noch immer, obwohl ja, wie ich immer schreibe in Leipzig und Frankfurt, die Selfpublisher schon ganze Hallen füllen, aber in Wien nennt man das ja noch immer „Eigenverlag“ und setzt ein „Wollen wir nicht!“, hinzu.

Also kann das vielleicht helfen und auf jedenfalls vielleicht die Grundlage für meinen nächsten diesbezüglichen Antrag bei der nächsten GV der IG- Autoren stellen.

Aso war ich an diesem „Ersten Messetag“ sehr beschäftigt, an dem ich ja eigentlich von halb elf bis halb zwölf, eine Einladung  zur „Präsentation des Lesekompass“ hatte.

Da habe ich inzwischen auch schon die diesbezüglichen Informationen bekommen und das Programm des „Österreichs-Cafes“ und das des „Blauen Sofas“, habe ich mir ja auch ausgedruckt. Da hätte ja um halb eins Peter Veran sein „Plädoyer für einen Märtyrer“ halten sollen.

Um vier wäre eben die Bekanntgabe der Preisträger in der Glashalle gewesen und, um fünf der offizielle Empfang oder Umtrunk im Österreich- Cafe.

Das entfällt alles und wäre wohl auch nicht so erfreulich, überschlagen sich ja derzeit bei uns die Corona-Meldungen. Die Schulen werden geschloßen und den ersten Toten gibt es auch schon zu vermelden.

Was die Vorsicht oder die allgemeine Panik wahrscheinlich noch ein Stückchen  anwachsen läßt, denn da gibt es  seit Dienstag sogenannte Notverordnungen, also keine Veranstaltungen über hundert Personen.

Da würden üblicherweise sowohl das Literaturhaus, als auch die „Alte Schmiede“ und die „Gesellschaft für Literatur“ nicht darunter fallen.

Das Literaturhaus hat den Poetry Slam am Freitag abgesagt. Da wären wahrscheinlich mehr Leute gekommen.

In der „AS“ und in der „Gesellschaft“ waren oder sind noch bis jetzt die Pforten offen und ich war am Dienstag auch in der Herrengasse, wollte mich  aber nicht in eine Namensliste eintragen, obwohl mich dort wahrscheinlich ohnehin jeder kennt und für heute beim „Hörspielfestival“ in der „AS“ bin ich mir nicht sicher, ob ich hingehen soll, weil man sich ja wahrscheinlich auch anstecken oder das Virus weitergeben kann, wenn sich weniger als hundert Personen im Raum befinden.

Vielleicht also doch eine Lesequarantäne, beziehungsweise ein „Leipzig im Zimmer“ oder „Leipzig virtuell“.

Da macht ja am Samststag „MRD-Kultur und ARD“ einen intensiven Online Tag und Karin Peschka, die am Samstag um halb drei im Österreich-Cafe lesen hätte sollen, verlegte die Lesung auf ihren You Tube-Kanal und lud  auch die anderen Autoren dazu ein.

Der „Falter-Bücherfrühling“ ist auch zu mir gekommen, also vielleicht ein „Leipzig im Zimmer“ mit einer Lesequarantäne und da habe ich obwohl Lutz Seilers Siegerbuch noch nicht zu mir gekommen ist, noch einiges zu lesen, den neuen Ingo Schulze vielleicht, der ja auch auf der Belletristik-Liste gestanden ist, also um fünf oder um sechs oder sieben, da ich zu dieser Zeit eine Stunde habe, das Glas Wein erheben, auf die Sieger anstoßen und hoffe, daß das Virus gut an uns vorüberzieht, eine demensprechende Glosse wird es bei mir auch bald geben.

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