Literaturgefluester

2019-12-14

Doris Kloimsteins sechzigster Geburtstag und vierzehntes Nika-Fenster

Die am elften Dezember 1959 in Linz geborene und seit langem in St. Pölten lebende Doris Kloimstein, kenne ich wahrscheinlich seit dreißig Jahren. Damals bin ich von St. Pölten nach Wien gependelt und einmal zu einer IG-Autoren-Regionalversammlung ins Neugebäude gegangen. Seither besteht Kontakt zu der ehemaligen Obfrau der LitGes, ich habe einige ihrer Bücher gelesen, sie ein paar mal während meiner Sommerfrische in St. Pölten getroffen. Sie war in der Schreibgruppe und wenn wir jetzt am Samstag in St. Pölten auf den Markt gehen, rufen wir sie vorher an und treffen sie, wenn sie auch hier ist. In der letzten Zeit tauschen wir auch Bücher aus.Sie bringt mir was und ich ihr meine Doppelexemplare, so habe ich beispielsweise vor kurzem Arno Geigers „Alter König in seinem Exil“ in einem der Schränke gefunden und heute war ein großes Fest im Lilienhof im „Maria Ward-Haus“, wo die Anna mal einige Schulungen hatte, denn Doris Kloimstein war nicht nur Regieassistentin im St. Pöltner Landestheater, sondern arbeitete auch bei der Erzdiözöse und eine passionierte Reiterin ist sie auch. So zierte die Einladung ein Pferdebild, es gab Pferdeservietten und auch ein Pferd auf den Tischkarten.

Es gab gutes Essen und auch ein musikalisch- literarisches Programm, denn Doris Kloimstein ist oder war auch im PEN aktiv, hat hier einige Veranstaltungen gemacht und so hat auch Magdalena Tschurlovits einige Weihnachtsgedichte gelesen und ich natürlich mein vierzehntes-Nika-Fenster. Es gab ein Harvenkonzert, ein paar Reden und eine Tanzeinlage der Reiterfreunde. Gute Gespräche und schöne Stimmung und meinen Lesern hat dieses Fest, was mich besonders freut, einen weiteren Einblick in die Nika gegeben, obwohl ja der vierzehnte Dezember 2015 ein Montag war.

„Montag , 14. Dezember

Am Montag war eine Laterne im Adventkalender zu sehen und Nika,  sowohl ein wenig verkatert von dem zuviel getrunkenen Punsch, als auch ein wenig trunken von dem Gefühlsrausch, in den Harald Schwabeneder sie versetzt hatte. Denn der Nachmittag und Abend war wunderschön gewesen. Er hatte sie auch in ihre kleine Wohnung begleitet, war ihr in ihr Bett gefolgt und durch den lauten Weckerton  abprupt in die rauhe Wirklichkeit hineingerissen worden.  War mit ihr zum Adventkalender getappt. Wo er ihr ein Morgenküßchen gab und behauptete,  daß das das Licht sei, daß sie in die Sache bringen würden, dann begann er sie ein wenig verschlafen wachzuküßen.

„Welche Sache?“, erkundigte sich Nika ebenfalls nicht sehr munter.

„Der Fall Kronauer ist doch geklärt, nur den „Faust“ müssen wir noch zu seinem „Gretchen“ bringen und Ruth dazu, daß sie Joe Prohaska  wenigstens als Wochenendvater für Zoe-Philipas Seelenheil akzeptiert!“

„Das ist es!“, behauptete Harald und zog sie noch einmal an sich.

„Du bist ein Geistesblitz, liebe Nika, denn das ist des Rätsels Lösung! Wir müssen den guten Joe dazu bringen, daß er sich in sein „Gretchen“ verliebt, von deiner Schwester abläßt und alles ist in Ordnung, sowie die Welt gerettet!  Ich schreibe einen wunderschönen Abschlußartikel, der kurz vor Weihnachten erscheint!  Alle sind gerührt, wir haben die Welt ein Stückchen heiler gemacht und dazu hat uns das Licht deiner  kleiner Laterne  gebracht!“

„Du bist ein Spinner,Harald und hast gestern zuviel Punsch getrunken!“, antwortete Nika lachend und machte sich von ihm los.

„Ich muß ins Bad um nicht zu spät auf die Mariahilferstraße und mit meinem Chef Schwierigkeiten zu bekommen, der mich daraufhin hinauswirft, weil eine Weihnachtsfrau pünktlich sein muß, wie er mir jeden Tag erklärt! Ich bin für den Rest des Monats arbeitslos, die Weihnachtsgans und die Geschenke  sind gestrichen,  beziehungsweise die Donau hinabgeschwommen!  Das darf nicht passieren,  deshalb sei doch so lieb und fülle Wasser  in die Kaffeemaschine!“, rief sie, drückte ihm auch einen Kuß auf die Stirn und wurde ein wenig rot, als Harald behauptete, daß, wenn Joe Prohaskas „Gretchen“ nur halb so hübsch, wie sie wäre, das mit der Liebe sicherlich passieren würde und der Weihnachtsbraten gerettet sei! Sie brauche nicht alles so pessimistisch zu sehen, denn das Stück allein sei schon  ein gutes Omen und eine gnädige Vorsehung des Schicksals!

„Du kannst dich sicher noch an den Literaturunterricht in der Schule erinnern und bist außerdem Germanistin! Der „Faust“ ist ein Verführer und läßt das „Gretchen“ sitzen! Der gute Joe aber ein Gutmensch, der das bei seinem „One Night Stand“ nicht tun will!  Jetzt hat er nur das Pech, daß deine Schwester ihren Part verweigert! Wenn aber das schöne Fräulein, das er auf der Bühne verführen soll, ein solches ist und Joe Prohaska ein halbwegs guter Schauspieler, der sich in seine Rolle versetzen kann, kann es sein, daß er sich in seine Partnerin verliebt und-“

„Die Welt ist gerettet und wir müssen nur noch Fatma Challaki zu Hassan Arawani bringen, damit er das Ertrinken seiner Eltern und den Selbstmord seines Zwillingsbruders vergißt, Fatma über die Ermordung ihres Bruders hinwegkommt, die vielen Flüchtlinge wieder zurück nach Damaskus können und das war es!“, rief sie seinen Optimismus bremsend, lief ins Bad, um sich unter die Dusche zu stellen und die Zähne zu putzen. Als sie in die Küche kam, duftete es nach Kaffee und Harald hatte auch schon Brot, Marmelade und Butter auf den Tisch gestellt.

„Sagen wir wenigstens, das ist heil und unser Frühstück ist gerettet! Wir müssen nicht, weil wir zusammengekommen sind, übertreiben und alles Unmögliche möglich machen, was auch den anderen nicht gelingt! Also guten Morgen und vielen Dank für die wunderschöne Nacht! Wenn es dir recht ist, begleite ich dich an deinen Arbeitsplatz und fahre dann ins Büro, um nachzuschauen, ob sich etwas ergeben hat, was sich für einen weiteren Artikel eignet! Sonst treffen wir uns spätestens am Donnerstag im Theater und schauen uns das „Gretchen“ an!“

„Einverstanden!“, antwortete Nika, griff nach dem Kaffeebecher, um einen großen Schluck daraus zu nehmen und alle noch vorhandenen Punschspuren zu vertreiben.

„Der Kaffee schmeckt wunderbar! Du scheinst ein ausgezeichneter Früchstückskoch zu sein! Ich freue mich also auf den Donnerstag und auf das „Gretchen“, sowie auf meinen Arbeitstag!“, sagte sie gut gelaunt und gab ihm eine Stunde später noch  einen Kuß, um sich von ihm zu verabschieden und einigermaßen pünktlich zu sein, was auch zu gelingen schien. Dragana Nikolic  flüsterte ihr, als sie mit ihrem Sack an ihr vorüberhetzte, zu, daß sie sich für den guten Rat bedanke und glaube, daß alles stimme!

„Davon habe ich mich vorgestern in der Mittagspause überzeugt! Der Herr Max scheint ein netter Mann zu sein, der durch seine Krankheit ein wenig behindert ist!  Wenn Jessi ihm beim Einkaufen hilft und ihr das Wichtelspiel Freude macht, ist ihr nicht langweilig und ich brauche mich nicht zu fürchten, daß sie zu oft hier auftaucht und mir Schwierigkeiten bei meinen Vorgesetzten macht, denn die Frau Meisel, die keine Kinder hat, ist da sehr streng und duldet keine Privatbesuche!“, sagte sie mit einem ängstlichen Blick auf die ältere Verkäuferin, die tatsächlich mißtrauisch herüberschaute, so daß sie sich hastig noch einmal bedankte und Nika gutgelaut „Keine Sorge, Frau Nikolic, ich störe nicht! Denn ich muß auch auf meinen Arbeitsplatz, damit ich keine Schwierigkeiten mit meinem Chef und die Kinder ihre Süßigkeiten bekommen!“, rief. Dort war es dann nicht mehr so harmonsich und Haralds Weltrettungsphantasien bald beendet, denn nachdem sie einem kleinen Mädchen, das sie erschrocken ansah,  ein Zuckerl entgegengestreckt hatte,  das dieses fallenließ und ihr Bruder ihr seine Zunge zeigte und frech „Du bist gar keine echt Weihnachtsfrau, denn die gibt es nur im Märchen und im Kindergarten, in den wir heute nicht gehen wollen“, rief, meldete sich ihr Handy und sie hörte die aufgeregte Stimme iher Schwester „Es ist etwas Schreckliches passiert, Nika! Ich hoffe, ich störe nicht und bringe dich auch nicht in deiner Weihnachtsfraumission durcheinander! Aber stell dir vor, Vera hat einen Drohbrief bekommen, daß sie sich bekehren und von mir ablassen soll, weil es ihr, wenn sie sich weiterhin so sündhaft verhält und mit Frauen statt mit Männer verkehrt, wie Peter Kronauer ergehen wird, der seine gerechte Strafe für seine frevelhafte Taten erhalten hat!“, ins Telefon keuchen.“

Was bisher geschah findet sich hier und wie es weitergeht dort, wenn nicht noch etwas Neues dazwischen kommt!

 

2015-07-08

Zu Doris Kloimstein ins Cafe Schubert

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Die erste Sommerfrischenwoche ist vorbei und die zweite hat mit ein bißchen Regen begonnen, ganz so heiß, wie in der  ersten, die durch das „Bachmannhören“ sehr rasant gewesen ist.

Ein bißchen bin ich zwischendurch Rad gefahren, einmal zum Einkaufen zum „Lidl“, einmal nach Wilhelmsburg und da sind in das kleine Büchlein vom Tag des Buches, das es jetzt das dritte Jahr in Folge gibt, ein paar Textbrocken bezüglich „Der wunderbaren Sommererlebnisse der prekären Literaturstudentin Sandra Winter“ entstanden.

Die ersten eineinhalb Textseiten sind in der Juni-Schreibgruppe beim „Sommerschreiben“ entstanden und dann ist das Ganze erstmals liegengeblieben und ich habe an „Selmas Kopftuch“ korrigiert, mich aber entschloßen pünktlich in der Sommerfrische mit dem Sommertext zu beginnen, den Klaus Khittel in der Schreibgruppe  als viel zu ehrgeizig konzipiert gesehen hat.

Am Freitag als ich nach Wien zur Lesung bezüglich des Wiedner Hauptstraßen Straßenfestes gefahren bin, habe ich mir die Texte für die Lesung bezüglich des Sommerfestivals am nächsten Montag vorbereitet, die eineinhalb Seiten, der „Sandra Winter“, dann was aus „Tauben füttern“, „Sommer am Wasser“, wie mein Lesungstetitellautet und dann noch den Beginn der „Miranda“.

Die eineinhalb Seiten habe ich dann am Montag korrigiert und hätte weiterschreiben wollen, aber irgendwie war alles weit weg und ich habe erst einen Anlauf gebraucht, bis ich die eineinhalb Seiten auf sechs ergänzt und die Sandra Winter nach Harland nach St. Pölten fahren habe lassen.

Dort sitzt sie dann mit der slowakischen Pflegerin Minka und der dementen Großmutter beim Fernsehen und sieht den Bericht über das Referendum der Griechen bezüglich des Einsparkurses, denkt an ihre Freundin Eleni und der ist dann die zweite Szene gewidmet.

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Zwei Szenen, zehn Seiten und 4154 Worte habe ich jetzt und noch einige Pläne. Als nächstes fährt die Sandra Einkaufen zum Lidl, kauft griechisches Joghurt und griechische Antipasti, dann bekommt sie ein SMS, von Fatma Challak, ja die kennen wir schon, ihr Bruder Fahrid ist von der IS erschossen worden. Da haben die Eltern sie in ein Boot gesetzt und sie ist jetzt auf den Weg nach Lampedusa, beziehungsweise nach Wien, denn sie hat ja an der deutschen Schule in Damaskus maturiert und Eleni Soualaki, die prekäre Literaturstudentin aus Athen, jobt in einer Hundefängerorganisation und verliebt sich da in einen kleinen Hund namens Ouzo.

Der ist autobiographisch, beziehungsweise heißt der, den die Anna und der Andreas seit einiger Zeit haben so, kommt aus Griechenland und die waren jetzt alle drei auch in Harland und am Samstag habe ich mir bevor ich mit dem Rad zum Markt gefahren bin, um dort das obligatorische Würstl bzw. einen Toscana Burger zu essen, mit der Doris Kloimstein vereinbart, sie am Mittwoch, um zehn im Cafe Schubert zu treffen.

Das haben wir schon einmal gemacht, vor einigen Jahren, damals bin ich durch das Frecency Treiben gefahren, habe mich geärgert und dem Bürgermeister einen Brief geschrieben und Manfred Lagler-Regall, einer meiner eifrigen Kommentator, den ich regelmäßig bei den Osterspaziergängen der LItGES treffe, hat mir da das erste Mal geschrieben und er ist auch, Tusch und ein Hoch an ihn, mein tausendster Kommentar, denn ich habe es wirklich geschafft, seit meinen Geburtstagsartikel die gewünschten zehn Kommentare zusammenzubekommen.

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Jetzt kann ich auch der Ruth auf ihren 999 Kommentar antworten, denn ich wollte nicht die Tausendste sein und mit der Doris Kloimstein, die ich ja einmal bei einer Regionalversammlung der IG Autoren in einem Hochhaus in St. Pölten kennengelernt habe, die lange Zeit die Obfrau der LItGES war und jetzt auch eifriges Mitglied unserer Schreibgruppe, gab es dann auch ein eifriges Plaudern. Zum Beispiel über den Roman, den sie gerade plant, zwischendurch wurde sie immer wieder von einigen Bekannten angesprochen, denn St. Pölten ist ja ein Dorf und die Doris eine bekannte Person.

Am Markt haben wir sie auch schon einmal getroffen und einmal war ich mit ihr während der Sommerfrische auch mit ihr griechisch essen und anschließend mit Brigitte Schramm, die ich zufällig getroffen habe, im Cinema Paradiso, Cafe trinken. St. Pölten ist ein Dorf beziehungsweise Landeshauptstadt und ich nütze die Sommerfrische auch immer gerne zu literarischen Begegnungen, obwohl ich dort nicht so viele Leute kenne und es im Sommer auch kein Literaturprogramm zu geben scheint.

Aber jetzt habe ich  vor einen Roman über die Sommerfrische zu schreiben, einen Sommerroman über die prekären Erlebnisse einer Studentin und ihren drei Freundinnen, die aus prekären Orten wie Athen, Damaskus und Donezk kommen. Da bin ich jetzt wieder zuversichtig, daß ich das kann, obwohl ich es irgendwie nicht schaffe, die anderen auf mein Schreiben aufmerksam zu machen.

Die dritte  und die vierte Szene, die der Sandra und der Fatma Challaki werde ich demnächst schreiben und dann mit den „Erlebnissen einer Anarichistin in Griechenland“ in die Badewanne steigen.

Dieser Sommer kann interessant werde, auch wenn es jetzt stark regnet und ich infolgedessen im Wohnzimmer zwischen den beiden Bücherregalen statt auf der Terrasse sitzen und die Linda aus Amerika werden wir am Montag auch treffen und deren Sohn Niklas war ja, glaube ich oder habe ich gehört mit der Milena Michiko Flasar einmal befreundet.

2010-08-19

Zu Doris Kloimstein durch die Hochsicherheitszone

Filed under: Uncategorized — jancak @ 16:09

Heute habe ich mich mit Doris Kloimstein, der Ehrenobfrau der literarischen Gesellschaft von St. Pölten und Etcetera Begründerung im Cafe Schubert, der ehemaligen Schubert Buchhandlung getroffen.
Die 1959, in Linz geborene, kenne ich aus der Zeit, als wir in St. Pölten wohnten, da bin ich einmal zu einer Regionalversammlung der IG Autoren in das ehemalige Neugebäude gegangen und kann mich an eine GV im Literaturhaus erinnern, wo wir gemeinsam mit dem Zug zurückgefahren sind. Doris Kloimstein, die wie sie sagt, von der Musik herkommt und auch, glaube ich, Theaterwissenschaft studiert hat, jedenfalls hat sie am Landestheater von St. Pölten gearbeitet, ist eine sehr offene Person und auch sehr engagiert, in der Litges beispielsweise, die sich einmal, glaube ich,in ihrer Wohnung befunden hat, sie ist PEN Mitglied und hat einige Bücher veröffentlicht. Das Heftchen „Stricharten“ beispielsweise, das sie mir einmal zu meinem literarischen Geburtstagsfest in der Reinprechtsdorferstraße mitbrachte, dann gibt es noch die „Fingersätze“.
Dann hat sie in Ruth Aspöcks Edition den Roman „Kleine Zehen“ herausgebracht, der sehr interessant ist, wird da nämlich eine Karriere nach unten beschrieben. Ich habe es zu einer Zeit gelesen, als ich noch Rezensionen für Thalia schrieb, die das im Kleinverlag Erschienene natürlich nicht veröffentlichte, so habe ich den Text Ruth Aspöck gegeben, die ihn sehr interessant gefunden hat und ihn der Rezension von Mechthild Podzeit- Lütjen für den Schriftstellerverband, die etwas weniger damit anfangen konnte, gegenüberstellen wollte.
Zu der geplanten Diskussionsveranstaltung ist es aus finanziellen Gründen nicht gekommen und Doris Kloimstein hat sich auch von der LitGes zurückgezogen. Ist nach Brasilien gegangen, um dort Schulprojekte zu veranstalten, da sind die in der Edition Innsalz die Erzählungen „Blumenküsser“ erschienen, die ich mit ihr während eines Vorbereitungstreffen zu Ruth Aspöcks Radkarawane getauscht habe. Denn auch da ist Doris Kloimstein dabei gewesen und hat, glaube ich, in Krems aus den „Kleinen Zehen“ gelesen.
Ein kleines Problem hatte ich mit ihr auch, das mich damals sehr getroffen hat, so konnten die „Wiener Verhältnisse“, die ich ihr 2000 für eine Rezension gab, nicht in Ecetera besprochen worden, wegen Eigenverlag und so und weil dann alle kommen könnten…
Diese Vorurteile haben sich, wie ich hoffe, inzwischen etwas verändert, so hat Robert Eglhofer den Wiener Stadtroman dafür besprochen, erschienen ist es wenigstens im Internet und in dem Vierviertelheft gibt es das schöne Interview von mir, wo es auch um meine Veröffentlichungen geht.
Jetzt leitet Doris Kloimstein die Fachstelle für Ehe und Familie der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten und ist sehr erfolgreich damit, literarisch ist sie, wie sie mir erzählte, aber immer noch im musikalischen Bereich tätig, so schreibt sie an einer Erzählung über Schuberts „Lazarus“.
Was sehr spannend war und überhaupt war diese literarische Begegnung im Rahmen meines Sommerfrischenprogramms sehr interessant, denn im Schanigarten des Cafe Schuberts zu sitzen ist Stadtflanerie pur. Ich leiste mir das ja nicht sehr oft, bzw. habe ich das Cafe überhaupt das erste Mal betreten. Doris Kloimstein ist mehrmals von vorbeigehenden Bekannten gegrüßt worden, eine Dame, die ich vom St. Pöltner Osterspaziergang kenne, war auch dabei. St. Pölten ist ein Dorf, aber wenn ich mit der Anna auf die Mariahilferstraße gehe, passiert mir das auch. Interessanterweise führten sehr viele Leute ihre kleinen Rassehunde aus, die sich dann energisch ankläfften. Danach bin ich zum Lutz gefahren, denn da sollte es angeblich zum Jubiläumsfest ein halbes Grillhendl um 1. 90 geben. Leider war nur die Verkäuferin da, weil der Liferant im Stau stecken geblieben ist. Ob das mit der derzeit stattfindenden Frequency zu tun hat, weiß ich nicht, es würde mich aber nicht wundern, denn das war wieder eine Spießrutenfahrt durch die Hochsicherheitszone.
Ich habe schon über meine Erlebnisse im Vorjahr berichtet, daß man sein Rad schieben mußte, die jungen Leute einen anfeuerten oder in die Luft starrend, mitten am Radweg saßen. Man konnte aber an der Security vorbei passieren. Heuer ist das anders. Daß die Steine und die Kinderspielplätze schon am Sonntag eingezäunt waren, habe ich auch geschrieben und der Weg war schon bei der Hinfahrt zu.
„Kann ich da nicht durchfahren, das ist doch noch immer ein öffentlicher Weg?“, habe ich gefragt und der Sicherheitsmann hat mir „Wenn Sie schieben schon!“, geantwortet und aufgemacht. Am Rückweg war das anders, da habe ich fünf Minuten lang mit dem Herrn in der Leuchtjacke hinter dem Gitter diskutiert und gesagt, er soll mich durchlassen oder seinen Chef rufen, bis er mich besorgt, mit dem Hinweis, daß das nur ausnahmsweise geschehe, fahren bzw. schieben ließ. Später habe ich seine Besorgnis verstanden, denn die jungen Leute teilweise mit Taucherbrillen oder Gasmasken im Gesicht haben sich sehr ausgelassen gebärdet.
„Das ist nicht eine von uns, die ist nicht echt!“, haben sie geschrieen und der Brillenmann hat sich über meinen vom Lidl vollgepackten Einkaufskorb gebeugt und „Moment, junge Dame, was haben Sie denn da!“, gerufen. Als ich ihn höflich aufgefordert habe, mich bitte in Ruhe zu lassen, ist er verschwunden und der mit der Wasserspritze, hat auch gleich „Natürlich!“ gesagt, als ich ihn gebeten habe, mich nicht anzuspritzen. Es ist mir auch nichts geschehen, beim Ausgang, da war der Securitymann verschwunden und das Gitter nur so weit offen, daß ich mit meinem vollbepackten Rad Schwierigkeiten hatte, hat mir sogar ein junger Mann von sich aus geholfen. Und alle meine Champignons, Gurken und Corn Flakes habe ich auch noch, wenn es aber etwas später gewesen wäre und der Prozentsatz von Spirit oder Drogen im Blut ein wenig höher, wäre ich mir nicht so sicher, so daß ich einer Frenqency, wo die Bevölkerung ausgesperrt wird, weil sich die jungen Leute drinnen, ausgelassen auf alles Fremde, Ältere oder Andere stürzen, sehr differenziert gegenüberstehe. Auch wenn es wirtschaftlich ein Erfolg werden sollte, verstehe ich das nicht unter Freizeitkultur und halte es auch für bedenklich, Feste zu machen, die von Sicherheitsdiensten und Videos überwacht werden müssen, von dem Dreck, der wahrscheinlich wieder überbleiben wird, ganz zu schweigen.

2020-07-18

Auf den Markt zu Doris und Ruth und Friseurbesuch

Der heurige Sommer muß man ja sagen scheint sehr verregnet zu sein, so bin ich vorigen Samstag nach einem sehr sehr heißen Freitag durch den Regen nach St. Pölten gefahren und patschnaß dort an und wieder zurückgekommen.

Mir macht das ja nichts aus, gehöre ich ja noch zu der Generation, die bei jeden Wetter hinausgeht um die Immunkräfte zu stärken und gesund zu bleiben und diese Woche war das ebenso.

So bin ich gestern schon ein bißchen naß geworden, als ich mit dem Rad nach Wilhelmsburg gefahren bin und mir dort beim „Spar“ ein Croissant und einen Cafe latte kaufte, beides habe ich dann noch in einer regenfreien Phase auf der Bank vor dem Pflegeheim konsumiert und auch heute wieder durch den Regen auf den Markt, wo wir ja meistens, wenn sie nicht gerade bei ihren Enkelkinder in Bregenz oder sonstwo ist, die Doris Kloimstein treffen, ich einen Birnencidre trinke und eine Kaisekrainer oder einen Burger esse und dann noch zum „Hager“ auf einen Cafe latte oder Cappucino gehen.

Heugte war aber noch ein besonderer Programmpunkt angesagt, hat uns ja die Ruth schon bei ihrem Besuch zu Pfingsten gesagt, daß sie am Achtzehnten nach St. Pölten kommt, um dort zum Friseur zu gehen und die Brigitte S. zu treffen und Friseur ist ein besonderers Stichwort, denn da war ich ja schon lange nicht und sollte, da sich meine Haare inzwischen schon zu ringeln begannen, ich habe sehr dünne, einmal gehen.

Aber zuvor durch den Regen fahren, der war stärker als gestern, daher am Markt entsprechend wenig los. Der Alfred und die Doris waren schon da und wir haben ein bißchen über den Goldegg-Verlag, wo sowohl ihr, als auch das Buch vom Sucharit Bhakdi erschienen ist, gefachsimpelt, beziehungsweise habe ich mich erkundigt, ob das derselbe ist?

Ist es und in der letzten Woche habe ich auf den Markt auch eine ganze Büchertasche mitgebracht. Denn die Doris war ja die Glückliche oder Nette, die mit ihren schönen Corona-Gedichten mir den zweitausendsten Kommentar, pünktlich zum zwölften Bloggeburtstag oder soar schon ein bißchen früher geschrieben hat.

Da habe ich ihr ein Buch versprochen und ihr dann auch die „Dora Faust“ bringen wollen, denn da gibt es ja eine Stelle, wo die Dora ihren fünfzigsten Geburtstag feiert und verärgert über eine Freundin ist, die ihr Buch nicht in ihrer Zeitschrift besprechen will, weil „Eigenverlag, nein, wir wissen schon!“

Ich habe aber welche und schon sogar sehr viele, zwar, wie ich immer schreibe in keinem Eigenverlag herausgebracht aber schon selber veröffentlicht und da haben sich inzwischen auch in Harland schon einige angesammelt, die ich alle in die Tasche packte, um die Doris aussuchen zu lassen, welches sie noch nicht hat und was sie haben will?

Die anderen fünf Stück wollte ich eigentlich zur Seedosenzelle bringen, habe das aber regenbedinggt unterlassen und heute überhaupt keine Bücher gehabt, mich aber trotzdem mit der Doris ein wenig über Literatur unterhalten, denn das kann man ja immer, ihr ein bißchen von dem Ausflug nach Strobl und den den O-Tönen erzählt, aber auch, daß ich die Maria Seitz öfter am Markt gesehen habe und die mich zu einer „Etcetera-Präsentation“ in St. Pölten eingelacen hat, wo ich aber, obwohl ich an dem Tag sogar in St. Pölten war, um den Geburtstag der Schwiegermutter zu feiern, nicht war, weil wir gleich nach Wien gefahren sind und ich ins Cafe Prückl gegangen bin. Die Eva Riebler und die Riki die ich auch von den Osterspaziergängen der LitGes kenne, haben wir aber ma Sonntag in der Fahrradschenke in Ochsenburg getroffen, als wir von der Rudolfshöhe hinuntergekommen sind.

Also Gesprächsstoff genug und als wir schon die Ruth anrufen und fragen wollten, ob sie der Regen vertrieben hat, ist sie schon aufgetaucht und wir haben dann noch beim „Hager“ Cafe getrunken und Kuchen gegessen obwohl der im Sommer am Samstag, um eins schon schließt.

Das ist also St. Pölten mit literarischen Freundinnenbesuch, der Friseubesuch hat dann auch noch stattgefunden, denn in dem Haus der Brigitte S. in dem vorher ein Naturkosmetikladen war, gibt es jetzt einen solchen und der hat geschnitten und geföhnt, obwohl das Letztere eigentlich unnötig war, denn die Haare waren wieder sofort wieder naß, als ich mit dem Rad zurückgefahren bin.

Das Wetter ist also heuer sehr unerfreulich und unbeständig, die Klimaveränderungsgegener sehen das zwar als Beweis, daß es keine Klimaerwärmung gibt, ich denke aber doch, daß die Unbeständigkeit auch damit zusammenhängen kann.

Aber eigentlich ist mir das egal und ich kann meine Sommerschreibwerkstatt ja auch Indoor machen und muß mich nicht unbedingt mit dem Laptop auf die Terrasse setzen und da kann ich vermelden, das das „Rotbraun-karierte Notizbuch“ langsam, aber sicher weitergeht.

Siebenundzwanzig Seiten, 12 700 Worte und acht Szenen habe ich schon, aber noch immer keinen wirklichen Plot. Es wird aber wohl eine Mischung aus den Corona-Erlebnissen der Eja Augustin und dem Roman, den sie um das gefundene Notizbuch herum, schreiben will, werden.

2021-07-26

Noch einmal Steiermark

Filed under: Reisebericht — jancak @ 08:18
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Am Freitagmorgen ging es noch einmal in den Kurzurlaub zur Ruth,die von ihrer Familie inzwischen wieder verlassen wurde. Ein bißchen später weggekommen und auch den Weg über Graz genommen, so daß ich schon ziemlich hungrig war, bis wir den „Lindenhof“ erreichten.Diesmal habe ich mich statt dem Backhendl für ein Zitronenhendl mit Kartoffelkroketten und Gemüse entschieden, der Alfred für ein Grillhendl und natürlich Cremeschnitten, damit zur Ruth gefahren, die schon gegessen hat und dann ein bißchen Streit darüber, wann wir nach Radkersburg radeln würden.

Ich stehe ja auf meinen Mittagsschlaf, in Radkersburg gibt es aber am Freitag einen Wochenmarkt bis vier und den wollte der Alfred besuchen, also Schlaf bis drei. Aber da hat es geregnet. Wir sind trotzdem gefahren, haben uns bei der Bushaltestelle wieder untergestellt und als wir am Hauptplatz ankamen, wurde der Markt schon abgeräumt.und da man am ab Donnerstag in den Geschäften außer, die des persönlichen Bedarfs, also Lebensmittel, wie das so schön heißt, wieder maskenfrei mit Ausnahme Wiens, wo alles strenger ist und der Bürgermeister ein Sonderregime aufbaut, einkaufen kann und ich da ja schon fast ein Jahr nicht tat, war ich schon scharf auf das Shopping.

Kleider brauchte ich zwar nicht wirklich, aber der Lia wollte ich ja sehr gern wieder ein Püppchen oder ein Holzspielzeug in dem schönen Spielwarengeschäft in der Westbahnstraße kaufen, das fällt also flach. Aber für meine Praxis brauchte ich Büroklammern und Schnellhefter und in Bad Radkersburg gibt es einen „Libro“.

Also hinein, die Ruth fragte nach einem Regenmantel und ist zurückgefahren, als es ein bißchen zu regnen aufhörte, ich schaute natürlich in die Bücherabverkaufskiste, auch das habe ich schon ein Jahr lang nicht getan und bin aber trotzdem in keinen Büchernotstand gekommen und habe dort oh Wunder Sigrid Nunenz von der ich ja noch „Sempre Susan“ lesen muß „Der Freund“ um einen Euro gefunden und im Bücherschrank vorher am Hauptplatz Beate Maxian „Die Tote im Kaffeehaus“, von der ich schon einige Bücher in meinen Regalen habe. Das also eingekauft, der Alfred wählte Wachsmalkreiden für die Lia und Kerzen für die Abende im Kittner-Haus und dann doch in einige Kleidergeschäfte, dort ein blaugestreiftes Leiberl ausgesucht und dann, das Wetter war wiederschön und sonnig, ein wenig an der Mur flaniert, war sehr schön und idyllisch, zurückgeradelt. Ein bißchen was gegessen und dann noch einen kleinen Spaziergang durch die Büsche. Rundherum ist ja alles grün und waldig und die slowenische Grenze sehr nah. Irgendwo zwischen den Büschen gibt es einen kleinen Teich auf dem Seerosen blühten, den umrundet, was einen fast urwaldartigen Eindruck machte, weil sehr wenig gegangen. Dann ein bißchen an die Grenze.

„Achung Staatsgrenze!“, steht da an einem Schild. Es tauchten aber nicht, wie vor vierzigJahren die soldaten auf und wir haben diese auch nicht verla ssen, sondern sind zu dem Baum zrück, den die Ruth als besonderes Zeichen bezeichnete.

„Warum?“, habe ich sie gefragt. Hat hier ein heldenhafter Soldatden Feind besiegt oder ein Russe die Partisanen? Aber nein, nur ein Kennzeichnen, um den Weg zu finden, damit man sich nich in dem Grenzwaldnicht verwirrt oder ist vielleicht doch da der Herr Kittner eines Abends spazierengegangen und hat da die Idee für ein neues Kabarettprogramm bekommen, meinte der Alfred launig. Beweisen kann man es nicht, aber eine Legende daraus machen. Dann sind wir noch lange vor Ruths Ferienwohnung gessen, haben Wein getrunken, den Vollmond bewundert und uns auch über den Sinn der 3G-Regeln und wie man mit diesen umgehen soll gestritten.

Am Samstag dann noch einmal Bad Radkersburg und da war der Bücherschrank wohl gefüllt, offebar haben die Bibliothekarinnen, die ihn betreuen ihre Leseexemplare hineingestellt in dem Kellerladen gegenüber habe ich mir ein leichtes blauweißes italienisches Sommerkleid gekauft und dann sind wir an der alten Stadtmauer bis zur Mur bzw. bis zur slowenischen Grenze marschiert. Da war der Weg dann abgesperrt und man mußte einen steilen Weg hinunterkraxeln, wo dann Tafeln aufgestellt waren, die von grenzübergreifenden Initative berichteten. Am Rückweg in Laafeld wieder beim Lindenwirt halt gemacht, während wir auf das Essen warteten, einen Steirrerhugo getrunken.

Danach zur Buschenschschank nach Sicheldorf geradelt, um sich in 3G-Zeiten, dieBretteljause,den Käferbohnensalat und den Heckenklescher nach Hause zuholen,was auch gut möglich ist.

Das Ökodenkmal haben wir dann am Sonntagvormittag im zweiten Anlauf gefunden. Diesmal durch den Wald geradelt,am Dorfhaus, wo es einen Fischteich gibt vorbei und an einigen glücklichen Hühnern. Dann standen wir vor einem alarmgesicherten Fabriksgelände. Ein Stückchen auf der Straße geradelt. Dann wieder einenFeldweg hinein, an der Biogasanlage vorbei und dann hätte ich es übersehen. Der Alfred hat es aber gefunden. Ein kleines Kreuz, ein Marterl, ein Hufeisen und die meisten der erwarteten Plastikflaschen waren schon verschwunden,was wiederum bezeichnet ist und das war sie dann die Sonntagsattraktion.

Zu Mittag Restlessen, denn von der Hühnerleber und den Käferbohnen war noch was über und auch was von demWein, wo man hier, glaubte ich, den Steirer Hugo macht. Himbeern, Kriecherln und Zwetschken gibts im Garten. Die Letzteren fallen vom Haus, einen kleinen Tümpel mit zwei kleinen Fröschen, die hurtig wegspringen, wenn man sich über sie beugt, gibt es auch und am Samstagabend hat es irgendwo auch ein Feuerwerk gegeben.

Am Sonntagnachmittag gab es Lesen, der Alfred hatte aus Radkersburg Kaffee der am Ausgehen war und ein Eis geholt, dann noch einmal zum Seerosenteich marschiert, um zu beobachten, wieviele Seerosen inzwischen aufgegangen waren und Karten geschrieben. In dem Haus gibt es einige sehr schöne von der Kittner-Stifung, also werden der Uli,die Hilde Schmölzer und die Doris Kloimstein aus der „Kommunistischen Hochburg der Steiermark“ eine solche bekommen.

Am Abend wieder Restlessen, von der kalten Platte von der Buschenschank ist sehr viel übergeblieben und am Montagmorgen läuteten um sechs sehr lang und laut die Kirchenglocken. Ein Restlfrühstück, dann Zelt zusammenpacken, noch einmal Mittagessen und nach Wien zurückzufahren. Der zweimalige Kurzurlaub ist vorbei und die Sommermitte demnächst auch.

2021-07-14

Buch und Lesegeschichten

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 00:42
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Es ist Mitte Juli Sommerlesezeit und da wollte ich ja und tue das seit einigen Jahren meine Backleseliste, also die ungelesenen Bücher, die ich schon seit Jahren vor mich herschleppe, meine Bücherschrankfunde oder Geschenke nach und nach auflesen. Und da hat es ja schon mit dem Bücherschrank im Wohn- und späteren Schlafzimmer meiner Eltern in der Wattgasse angefangen. Den ich geerbt habe und die Traven und John Knittels, das was man damals gelesen und die Büchergilde Gutenberg empfohlen hat, noch immer nicht alle aufgelesen. Als Studentin habe ich mir sehr viele Bücher gekauft, später das Bücherkaufen aufgegeben, dann kam der Büchertum der „Lteratur im März“, wo es eher unbekannte Bücher österreichischerVerlage zu finden gab, die ich auch noch nicht alle gelesen habe. 2010, als ich glaubte, jetzt lese ich meinen SUB einmal fertig, kamen die Bücherschränke und ich dachte, fein, ich hole mir da ein Buch pro Woche und erweitere meinen Lesegeschmack.

Was auch Anfags gut klappte, da habe ich Kafkas-Tagebücher, von dem ich damals nicht viel Ahnung hatte, gelesen und Paolo Giordanos „Einsamkeit der Primzahlen“. Irgendwann hatte ich dann soviele ungelesene Bücher, daß ich mir ernsthaft schwor, nie wieder kaufe ich ein Buch und nehme eines aus den Schränken! Das habe ich, glaube ich, nicht einmal eine Woche ausgehalten, was zur Folge hatte, daß ich etwa um 2013 schon Bücherlisten bis 2023 hatte, die habe ich nach und nach aufgelöst, da ich ja 2015 mit dem „Buchpreis-Lesen“ angefangen habe. Damals war es nur die deutsche Leseliste, 2016 kam dann die österreichsche dazu, sowie das Debutpreisbloggen.Inzwischen lese ich auch die Schweizer Bücher und seit dem Vorjahr die des Leipziger Buchpreises, was zur Folge hatte, daß ich meistens bis Februar brauche, um mit den Büchern des Vorjahres fertig zu sein. Also stockt das Backpreislesen. Die schönen Bücher, die ich gefunden habe und lesen möchte, die am Anfang meiner Jahresliste stehen und bin seit einigen Jahren erst im Juni dazugekommen, sie aufzulesen,, bis dann im August die „Buchpreis-Liste“ kommt und dann ist das Lesejahr ohnehin schon vorgeplant, das heißt im Dezember sollte ich auch Weihnachtsbücher lesen und da auch im Sommer Leseanfragen kommen, sind die Backlistbücher, die ich dann lesen konnte, immer weniger und weniger geworden, habe Clemens Meer „Im Stein“ aufgeschoben, weil mir ein paar erotische Krimis angeboten wurde. Jetzt wartet eigentlich der Haslinger auf mich, den ich ja im vorigen Herbst im Skriptorium lesen wollt und dann dort nicht war und heuer habe ich zwar schon sehr interessante Bücher, die für Leipzig nominiert waren, aber erst sehr wenige Backlistbücher gelesen. Das heißt das stimmt nicht ganz denn die „USATrilogie“, die ich mir von der Anna zum Geburtstag schenken ließ habe ich wahrscheinlich nur deshalb gelesen, weil sie auf der Übersetzer Schiene der „Leipziger Buchpreisliste“ standen. Jetzt habe ich den Volker Weidermann gelesen, bin gerade bei der „Obstdiebin“, die, glaube ich, genauso ein Gewinn ist, wie es die „Vögel“ waren und Handke kann ich wieder sagen, ist kein „Langweiler und keine Schlaftablette“, man braucht nur, das stimmt schon, ein bißchen Geduld zum Lesen und höchstwahrscheinlich auch etwas Zeit.

Ich habe noch ein paar Geburtstagsbücher die ich eigentlich noch heuer lesen möchte, dazu gehört Nadja Buchers „Doderer-Gasse“ und Sandra Gugics „Zorn und Stille“ und dann würde ich auch gern unbedingt neben dem Haslinger auch das Buch der Ingrid Broding über den „Der unsichtbare Mensch“ lesen und datürlich Dominik Bartas „Vom Land“ und Gertraud Klemms „Erbsenzählen“. Es kommen aber inzwischen auch immer wieder neue Bücher, denn ich kann und will es ja nicht lassen, angebotene Bücher abzulehnen und die sind ja auch meistens sehr sehr interessant. So habe ich mit Melissa Broders „Muttermilch“ erst vor einigen Wochen eine große Entdeckung gemacht.

jetzt habe ich also noch ein Monat Zeit bis das deutsche Buchpreislesen kommt und da lese ich ja wie schon erwähnt seit 2015 eifrig mit und habe, kann ich erwähnten, sehrviel dadurch gelernt, so daß ich das Nachmachen wirklich nur empfehlen kann Auf das „Buchpreis-Lesen“ bin ich ja auf dendurch „Buzzaldirs- Blog“ aufmerksam geworden. Denn vor 2013 habe ich da ja nicht sehr viel mitgelesen und mir höchstens ein paar Bücher davon zum Geburtstag oder Weihnachten schenken lassen. Dann kam „Buzzaldrin“ auf die idee, die Bücher mit drei oder vier Kollegen zu lesen und ich habe schdamals schon gedacht, das würde ich ich sehr gerne auch machen, aber wegen meiner überlangen Leseliste habe ich das dann erst 2015 gemacht, als „Buzzaldirn“ mit sechs anderen zu den offiziellen „Buchpreis-Bloggern“ wurde die auch viel Aufwand darum machten. Jetzt gibt es das nicht mehr oder inur in anderer Form, denn jetzt bekommen zwanzig Bogger, Vlogger, Istagrammer, etcetera, je ein Buch, das sie dann vorstellen. Aber ich werde höchstwahrscheinlich wieder alles lesen, weil man diee Bücher auch über „Netgalle“ bekommen kann, ist das überhaupt kein Problem und ab 2015 hat es auch immer Voraussagen gegeben, was da wohl auf den Listen stehen könnte?

Ich habe da auch immer eifrig mitgeraten und mir von den Neuerscheinungen und dem, was ich schon gelesen habe, eine Voraussage gestellt. Heuer, wo ich das jetzt auch tun könnte, bin ich ein wenig ratlos, denn auch das, wie man die Informationen über die Neuerscheinungen bekommt, hat sich in letzter Zeit verändert. Eine Zeitlang habe ich da ja von den Bücherblogs sehr viele Informationen bekommen. Aber die gibt es jetzt viel weniger. Es gibt das „Ex Libris“ und die Buchempfehlungen von Ö1 aber auch das höre ich weniger. Ich schaue aber regelmäßig die ORF-Bestenliste und bin da immer erstaunt, welche Bücher da empfohllen werden von denen ich bisher nicht viel Ahnung hatte. INformationen habe ich natürlich von der „Lese-Auslese“ der „Gesellschaft“ bekommen und da auch schon „Corona in Buchenwald“ gelesen. „Rund um die Burg“ hat mir auch Informationen gegeben und natürlich habe ich auch viel von den Livestreams aus der AS, dem Literaturhaus und der „Gesellschaft“ mitbekommen, weiß also von dem neuen Buch der Olga Flor, von dem der Ljuba Arnautovic dem von Daniel Wisser und und…

Gelesen habe ich von den möglichen Buchpreiskanditaten eigentlich nur Raphaela Edelbauers „Dave“ und die wird ja ihr Buch auch bei den „O-Tönen“ präsentieren und die „O-Töne“ sind ja auch ein heißer Tip dafür, was man dann auf den „Buchpreis-Listen“ finden könnte? Also bin ich sehr gespannt, denke aber wieder, ich muß nicht alles lesen und Backlisten sind auch sehr pannend, da nach und nach das Ältere aufzulesen. Ein Dilemma oder ein Verdrängungskampf, ein Luxusproblem, wie ich immer schreibe und durchaus spannend, was sich da durchsetzen und alles ansammeln wird. Daß ich nicht alles lesen kann, habe ich jetzt endlich begriffen. Es ist aber sicher interessant aus dem Vollen wählen zu können und da sind die Bücherschrzellen die es da um St Pölten gibt, auch sehr interessant und spannend auch was sich da neben den „Angelique-Bänden“ so alles finden läßt. So habe ja erst kürzlich eine Elif Shafak, eine Julie Zeh und ein Buch von Thomas Sautner herausgenommen und das ist ja auch sehr schön, während mir die Ruth oder war es die Doris Kloimstein vorige Woche sagte, daß es es den Bücherschrank beim Hegerpark und den vor der Buchhandlung Kuppitsch, die jetzt dem „Thalia“ gehört, nicht mehr gibt.

2021-07-11

Machtkampf im Ministerium

Jetzt kommt ein Buch, das eigentlich schon veraltet ist, denn von einem „Machtkampf im Klassenzimmer“ oder diesbezüglich im Ministerium hat man schon länger nichts gehört, ging es im letzten Jahr ja eher um das Dauertesten, das Maskentragen und ob die für die Kinder schädlich, neurotisieend, traumatisierend oder nicht ist. Aber die Spannungen, die es in den Schulen gab, werden sich durch den mangelnden Unterricht dort, sicher nicht verbessert haben und die Deutschkenntnissse werden durch den Digitalunterricht auch nicht besser geworden sein. Es gibt vordergründig aber andere Probleme, da wird da die Abschiebung von Afghanen gefordert und der Delta Cluster im U- Ausschluß diskutiert, etcetera.

Aber der Reihe nach. 2018 hat die sozialistische Gewerkschafterin und Lehrerin an einer Schule im zehnten Bezirk, glaube ich, Susanne Wiesinger, ein Buch über den „Machtkampf im Klassenzimmer“ geschrieben, im dem sie auf die Probleme, die es an den sogenannten Problemschulen, wo alle kinder migrationshintergrund haben, gibt. Hat sie da ja beobachtet, daß sich ihre Schüler nach den Anschlag von Charly Hedo Anfang 2015, darüber eher freuten und daß es auch schwierig ist, wenn an den Schulen Broschüren verteilt werden, die die Mädchen dazu aufforderten zu ihren lesbischen Bedürfnissen zu stehen, die muslimischen Mädchen sich aber nicht einmal ihren ehepartner aussuchen dürfen und oft noch zwangsverheiratet werden.

Das Buch hat Aufsehen erregt. Ich habe es nicht gelesen aber mehrere Interviews darüber gehört und Bildungsminister Fassmann hat sie deshalb zur Leiterin einer Ombudsstelle bestellt, in der die Probleme aufgezeigt und Lösungen erstellt werden sollten.

So ist Susanne Wiesinger ein Jahr durch alle Bundesländer gereist und hat mit Lehrern, Schülern, Eltern Interviews gemacht und dabei gleich beklagt, daß ihr da zu ihrer Sicherheit Berater oder Spitzel zur Seite gestellt wurden, die ihr immer sagten, daß sie das und das, den Journalisten nicht sagen dürfe. Sie hat deshalb öfter überlegt, ihren Job hinzuschmeißen und wieder an die Schule zurückzugehen. Bildungsminister Faßmann hat sie aber immer ermutigt zu bleiben und so ist Anfang 2020, also noch vor Corona ein weiteres Buch herausgekommen, wo sie diese Schwierigkeiten, bezeihungsweise den Machtkampf, den sie im Ministerium erlebte, beschrieb. Ich habe das buch von Doris Kloimstein, die ja an Bildungsfragen auch sehr interessiert ist, überrreicht bekommen, angesichts meiner langen Leseliste es aber auf der nächste Jahr verschoben und jetzt ist ja vieles anders geworden. Also spannend zu sehen, was sich in dem Jahr verändert hat. Anfang 2020 habe ich noch einige Diskussionen darüber gehört. Susanne Wiesinger wurde, glaube ich, nach Erscheinen von ihrer Ombusfrauposition abgesetzt.Seither habe ich nichts mehr von ihr gehört und keine Ahnung, ob sie jetzt wieder an ihrer Schule ist und, wie die Situation dort ausschaut?

Jetzt sind aber ohnehin Ferien. Die Kinder ab zwölf werden geimpft, die ab sechs sollen sich in Wien dreimal wöchentlich testen lassen, um ins Bad und ins Eisgeschäft zu dürfen. Aber das fällt ja, wie in Susanne Wiesingers Buch steht, für die muslimischen Mädchen ohnehin aus, weil die ja weder mitturnen noch schwimmen gehen dürfen.

Es gibt ein Vorwort von Konrad Paul Liessmann, der auf die hohen Ansprüche, die man von der Bildung hat, hinweist, die vom jeweiligen Standpunkt gesehen, sehr widersprüchig ist und, daß die Kinder, die betroffen sind, überbleiben, beziehungsweise von den jeweiligen Parteien lustig hin und hergeschoben werden.

Von den Kontrollmaßnahmen, die Susanne Wiesinger gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit erlebte, habe ich schon geschrieben. Sie beklagte vor allem, daß die Schulleiter und die Lehrer ihre Meinung nicht frei äußern, sonder nur das sagen dürfen, was die Partei von ihnen verlangt, obwohl sie vielleicht ganz anders denken oder in den Schulen etwas anders erlebten und, daß man gleich als rechts hingestellt wird, wenn man auf Probleme aufmerksam macht. Was jetzt auch die Corona-Kritiker sehr stark erleben.

Dann kommt man gleich zu den verpflichtenden Deutschklassen. Da wurden ja seit der türkis- blauen Regierung die Schüler getrennt und die, die nicht gut Deutsch sprachen, wurden seperat unterrichtet und waren nur beim Zeichnen und dem Turnen in der Klasse. Dagegen gab es ja massiven Widerstand, weil es als diskriminierend erlebt wurde. Ich sehe es aber eher als postiv, denn wenn ein Kind aus Afghanistan kommt, nicht Deutsch kann und dann gleich in der NMS sitzt, wird es nichts verstehen und daher auch nichts lernen. Susanne Wiesinger meint aber, daß es eher, die schon hier geborenen Kinder sind, die in die Schule kommen und nicht Deutsch können und meint hier,was mich erstaunte, weil ich es anders erlebte, daß hier oft die Eltern besser Deutsch, als die Kinder können. Erstaunlich deshalb weil es ja auch eine Kindergartenpflicht gibt und die Kinder ja ständig auf ihre Deutschkennsse überprüft werden. Eine Frage ist auch das Kopftuchverbot, daß es ja, glaube ich, inzwischen in den Schulen gibt. Iinteressant ist hier auch, daß ich dle im letzten Jahr, wo ich ja in Wien wenig auf der Straße war, auch kaum Kopftücher gesehen habe und der verpflichtende Ethikunterricht, gegen den sich, glaube ich, die katholische Kirche sträubt, wurde jetzt, soviel ich weiß, auch eingeführt.

Ein Problem sieht Susanne Wiesinger in der, we sie sagt, mangelnden Mischung in den Schulen, gibt es ja offenbar Problemschule mit hundert Prozent Migrantionshintergrund, die landen dann alle in den Rest- sprich neuen Mittelschule, wie die Hauptschule jetzt vornehm genannt werden, um die Kinder oder Eltern vor dem Ran in die AHS abzuhalten, will die ÖVp ja keine Gesamtschule und sträubt sich mit Händen und Füßen dagegen. So gehen alle, die das können ins Gymnasium. Die verlieren dadurch auch an Niveau und Susanne Wiesinger beklagt auch, daß in den Unterstufen schon viele Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen gehen, die dann Schwierigkeiten haben dem Schulstoff zu folgen. Susanne Wiesinger spricht auch von sekundären oder primären Analphabetismus oder der Schweiergkeit sinnerfassend lesen oder verstehen zu können.

„Nenne drei innere Organe?“ lautet eine Frage „Ottakring und Simmering“, lautet die Antwort, das sind aber Wiener Randbezirke. Es gibt Schwierigkeiten mit der Evolutionstheorie, dem Schwimmen und Turnen, wie schon erwähnt, so daß sich manche Lehrer das nicht durchzunehmen trauen oder sich auch weigern mit ihren Schülern nach Mauthausen zu fahren, denn die könnten sich dort antisemitisch äußen und dann wären die Lehrer schuld.

Susanne Wiesinger schreibt von einer tschetschenischen Schülerin, die ihre Mitschülerin zwang den Hjiab zu tragen und von einem anderen Mädchen dem die Haare abrasiert wurden, weil sie sich zu wenig bedeckte. Dem Jugendamt hat das Mädchen dann erklärt, sie hätte sich mit Kaugummi verklebt und eine Lehrerin war sehr hilflos, daß sie ihrer Schülerin nicht helfen konnte, die sich ritze oder schnitt. Sie hat das Jugendamt verständigt, das hat aber auch nicht sehr viel getan, als eine Therapie zu empfehlen, die dann nicht angenommen wurde und Schwierigkeiten hatte Susanne Wiesinger auch bei ihrem Ombudsfraujob, da beklagte sie das mangelnde Interesse der Wiener bildungsdirektion, wie der Stadtschulrat heute, glaube ich, heißt, die Wiener SPÖ warf ihr Verrat vor und unterstellte ihr ÖVP- oder FPÖ- lastig zu sein. Sie zitiert aber auch einen Besuch in Vorarlberg, wo die Lehrer und Schuleiter alle behaupteten keine Probleme zu haben und lieber mit ihr über Politik diskutieren wollten. Susanne Wiesinger meint, daß Problemschüler, aber auch Problemschüler von einer Schule zur anderen verlagert werden, ohne daß die Schulleiter Informationen über die Problemlage bekommen.

Die Lehrer meint Susanne Wiesinger erleben in den Klassen viel, wogegen sie nichts machen können, werden immer mehr zu Sozialarbeitern und sind beispielsweise hilflos, wenn immer mehr Mädchen von den Schulen verschwinden, weil sie verheiratet wurden, etcetera. Susanne Wiesinger führt hier das Beispiel einer türkischen Maturantin an, die es geschafft hat und nicht versteht, warum das bei den anderen nicht so ist? Ihre Eltern kommen ja auch aus der Türkei, hatten aber nichts gegen die Bildung ihrer Kinder und das von drei tschetschenischen Modeschülerinnen. An der Maschine mußten sie Hijab lüften, die Männer waren dagegen. Es könnte ja ein Mann vorbei kommen und ein Stückchen Haut sehen. So wurde verdunkelt und Susanne Wiesinger bespricht die Dilemmen vor denen viele Lehrer stehen. Anpassung an die muslimischen Normen oder die Schüler verschwinden. Die Mädchen fahren nicht am Schikurs mit, weil sie dort angeblich ihr Jungfernhäutchen verletzen. Das kommt aus den Muscheen meint Susanne Wiesinger und beklagt, daß die Eltern nicht mitarbeiten wollen und ist für Strafen und Abschafffung der Mindestsicherung, wenn sie ihre Kinder nicht auf den Ausflug schicken. Da bin ich grspalten, den die türkischen Familien haben einen anderen kulturellen Hntergrund. De Kinder nur an die Werte der Schule anzupassen, trifft es da wohl auch nicht. Die Lösung wäre der Kompromiß und das Gespräch. Das ist aber mühsam und in den Schulen ist die Autonomie von den vielen Vorschriften, die aus den Ministerien von Leuten, die nichts von der Praxis verstehen, ohnedies immer mehr bedroht.

Am Schluß gibt es eine zehn Punkteempfehlung und ein sehr schöner Graphikteil wo an Hand von Schultaschen und Belistiften, die Problemlage noch einmal optisch erklärt wird. Das Buch wurde unter Mitarbeit eines Jan Thies geschrieben und ich füge am Schluß noch an, daß es trotzdem sehr gut ist, daß ich es erst jetzt, nach der Pandemie in der wir ja immer noch stecken, gelesen habe.

Denn jetzt verstehe ich den Machtkampf zwischen der Stadt Wien und dem Bund und die Entmündigung, die inzwischen ja alle getroffen hat noch viel besser und mich würde wirklich interessieren, was sich in den eineinhalb Jahren in unseren Schulen geändert hat? Ein bißchen bekomme ich das, die ich ja meine Berufslaufbahn in den Kindergärten der „Kinderfreunde“ und im schulpschologischen Dienst begonnen habe, sowie bei „Rettet das Kind“ Gastarbeiterkinder betreut habe, in meiner Praxis auch mit.

2021-07-10

Noch einmal Literaturgeflüster feiern

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 19:31
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Es ist der zehnte juli und ich habe ja versprochen mein dreizehn Jahre Literaturgeflüster-Jubiläum diesmal dreizehn Tage zu feiern und das passt ja ganz gut zu den verlängerten Schreibesommersfrischewochenenden und den dazwischen liegenden Praxistagen. Ja mein Rohtext ist fertig, ich stehe jetzt bei 33380 Worten und vierundsiezig Seiten noch immer einunddreißig Szenen und habe die drei großen Handlungsstränge aus denen der kurze Roman oder die längere Erzählung besteht, begonnen seperat durchzukorrigieren, den der Großmutter Lore und des Sohnes Richard habe ich schon und bin zumindestens vorläufig zu keinen großen Verlängerungsschüben gekommen. Jetzt kommt noch der längste, der der Enkeltochter, die ja von Weitra nach Wien gekommen ist, die kleine Jenny babysittet und der Nachbarin bei ihrem Kampf um ihr Kind hilft und sich außerdem auch an Richards Vlog beteiligen wird. Ich bin, glaube ich, da am Ende Juni oder Anfang Juli fertig geworden und dann nach Harland zum verlängerten Wochenende aufgebrochen. Am Freitag, den zweiten Juli hats dann ziemlich geregnet. ich bin mit dem Rad zum Rastplatz bei Wilhelmsburg gefahren, habe Feuerlinien gepflückt und ein bißchen was aufnotiert, bevor es am Samstag zum ersten Jubelartikel gekommen ist, der war vorgeschrieben und ich bin, wie immer am Samstag in Harland mit dem Rad in die Stadt gefahren und dann zum Markt gegangen, da habe ich nur den Alfred getroffen und mit ihm Cidre getrunken und Leberkäsesemmel gegessen und mir ja vorgenommen meinen Blog in dem ich schon dreizehn Jahre inzwischen täglich über mein literarisches Leben berichte, auch entsprechend literarisch zu feiern.

Aber wie macht man das, wenn man eigentlich absolut neben oder vor dem Literaturbetrieb steht? Ganz schön narzistisch wird der Uli wahrscheinlich sagen, aber irgendwann habe ich von den Beiden, die das Volksstimmefest beziehungsweise, die Lesung da heuer organisieren, die Nachricht bekommen, es gibt keine Corona-Auflagen, also könnte ich da lesen und der Demo-Bericht über die, wo wir auf der Jesuitenwiese gelandet sind, wäre ja vielleicht passend oder wäre das zu schwurblerisch?

Das weiß ich nicht so genau und die diesbezügliche Nachricht ist, glaube ich, auch erst später gekommen. Am Samstag habe ich dann am Balkon in Harland wahrscheinlich bei einem Erdbeercocktail, der Alfred kauft da ja am Markt oder beim „Altenrieder“ immer besonders feine Sachen ein, meinen zweiten Feierartikel geschrieben und sonst habe ich gelesen und gelesen, Volker Weidermanns „Duell“ zwischen Marcel Reich-Ranicki und Günter Grass, was auf jeden Fall literarisch ist, auch wenn das nicht viel mit mir zu tun hat und am Sonntag sind wie dann, wie wir es auch immer machen, wenn wir am Sonntag in Harland sind, auf die Rudolfshöhe gewandert und haben dort gegessen, Schweizer Wurstsalat und in der Radlerschenke bei Ochsenburg dann einen Bananensplit. Das heißt, eigentlich nur einen halben, habe ich ihn doch, da die Portion sehr groß war, mit dem Alfred geteilt. Am Montag habe ich mich dann enstschloßen wieder einmal mit dem schön grau gemusterten Notizheftchen zum Viehofner See und zur „Seedose“ zu fahren. Da war ich im vorigen Sommer regelmäßig und habe einen oder zwei Kaiserspritzer getrunken und auch mal einen Toast gegessen. Aber diesmal gibt es ja die drei Gs und ich habe das vierte, bin frei gesund und widerständig.

Also nur ein Eis und da hat mich der Herr mit der Maske und den Kindern bei dem ich mich vielleicht vorgedrängt habe so erschreckt, daß ich mir die dreißig Cent von meinem zwei Euro Stück gar nicht mehr herausgeben habe lassen, obwohl das Himbeer Greißler Eis nur einssiebzig gekostet hat. Früher hätte ich mich darüber geärgert.Jetzt war es Trinkgeld und wir sind dann auch nach Wien gefahren, denn am Dienstag hat uns die Ruth und das war wahrscheinlich ein literarisches Ereignis zum sommerlichen Mittagessen eingeladen hat. Ich habe ihr mein drittes Corona- Buch mitgebracht und richtig ein paar Bücher sind auch gekommen, während ich in Harland auf meiner sommerfrische war. „Die Wunderkammer des Reisen durch Deutschland“ habe ich inzwischen schon gelesen und die Ruth hat mir erzählt, daß sie beim Mayröcker-Begräbnis war und dort die Doris Kloimstein getroffen hat. Mir war der Gang zum Zentralfriedhof, obwohl ich den schon öfter unternommen habe zu weit. Außerdem war das „Bachmann-Lesen“ und Klienten hatte ich auch eingeteilt, obwohl ich einen Partezettel bekommen habe. Mit der Ruth sind wir dann in den Stadtpark gegangen und haben die 3 G-Regel ausprobiert und kann denen, die sich Sorgen machen, daß in Wien nicht kontrolliert wird, beruhigen, es wird. In der Kurkonditorei Oberlaa ist es also nichts mit einem „Hugo“ geworden, weil man sich den auch nicht von der Theke holen konnte. Also haben wir uns auf den Karlsplatz gesetzt und dort ein paar Aperol Spritz bzw. Campari Soda getrunken. Der Alfred ist dann noch zum Fußballspiel gegangen und am nächsten Tag nach Harland gefahren, um seine Mutter für ihren neundundachtzigsten Geburtstag testen zu lassen. Ich habe Stunden gemacht und bin am Abend mit ihm auch dorthin gefahren, weil am Donnerstag großes Fest im Bootshof. Das heßt so groß war es gar nicht , aber eine Torte hat es gegeben und ich bin erst am Freitag nach Ochsenburg zur Radlerschenke gefahren und da auch keine Notizen gemacht, weil mich die Anna mit der kleinen Lia begleitet hat und dort ein Bambini-Eis mit vielen bunten Smarites gegessen hat. Das war zugegeben auch nicht besonder literarisch. Ich habe aber, als ich zurückgekommen bin, wie schon beschrieben mein „Wo wir waren“ korrigiert und überlegt, was ich wohl noch anfügen könnte und richtig von der Doris Kloimstein habe ich inzwischen die Nachricht bekommen daß die „Noahs Fest-Anthologie“, die ja im Herbst beim Skriptorium in Stift Seitenstetten entstanden ist, an die Druckerei gegangen ist. die Fahnen von meiner Geschichte, die ja, weil Maskenpflicht in der Krongasse entstanden ist, hatte ich schon korrigiert und das Belegexemplar kommt im September, also hurrah, hurrah und damit am Samstag am Markt mit der Doris Kloimstein, die wir dort wieder getroffen haben, angestoßen. Bücher getauscht haben wir auch und sie hat mir zur Feier des Tages den Comic „Persepolis“ gebracht, der, glaube ich, sehr gut zu Susanne Wiesingers „Machtkampf im Ministerium“, das ich inzwischen ausgelesen habe, passt, aber nicht sicher bin, ob ich es nicht schon habe, denn das Buch wurde, glaube ich, einmal bei der „Literatur im Herbst“ oder war es noch die im „März“ vorgestellt und da hat sich der Alfred dafür interessiert und es kann auch sein, daß ich es auch einmal im Schrank gefunden habe.

Auf den Markt ist diesmal auch die Anna mit der kleinen Lia mitgekommen. Wir haben mit Cidre angestoßen und dann am Rathausplatz auch noch einen Eis-Prosecco getrunken. Die kleine Lia ist auf der sich dort befindenenden Eisenbahn herumgeturnt und das Wetter war wunderschön und jetzt gibt es noch drei „Literaturgeflüster-Feiertage“ bevor es mit den ganz gewöhnlichen Sommerfrischenwochenenden weitergeht. ich werde den Amelia-Strang korrigieren. Dann das ganze noch einmal durchgehen und schauen passt es so oder fehlt noch was und dann kommt Szene für Szene dran, bis das Buch dann irgendwann fertig ist und mit den großen Schreibwerkstatterlebnissen wird es wahrscheinlich nichts mehr werden. Denn der Rohtext ist ja in der Korrigierphase. Das wird wahrscheinlich ein paar Wochen oder Monate dauern. Was dann kommt habe ich noch keine Ahnung und muß das auch noch nicht wissen.

AmMontag fahren wir wieder zurück nach Wien. Zu der Lesetheatersommerreihe ins Weinhaus Sittl kann ich wegen der drei G ja nicht gehen, aber am 23 juli soll ja die Maske in den Geschäften fallen. Dann kann ich wieder in das kleine Spielwarengeschäft in die Westbahnstraße gehenund ein bißchen was für die Lia kaufen,wie ich das auch vor einem Jahr machte, wenn das so bleibt, die Zahlen steigen ja wieder an, die Delta-Variante die viel ansteckender sein soll, ist schon in Österreich angekommen, hat das Parlament und den Ausschuß erreicht und in OE-24 schreien alle, die Lockerung der Maskenpflicht ist viel zu früh und viel zu gefährlich, der Kanzler bleibt aber, was ich sehr positiv finde, gelassen, sagt zwar impfen, impfen, impfen und das kann man ja, wenn man auf den Rathausplatz zum Filmfestival geht.

Da gehe ich, glaube ich, nicht hin, aber am Donnerstag zu den O-Tönen und schauen, wie das da heuer ist. Maskenpflicht im MQ gibt es es ja nicht mehr. Also müßte man dort stehen und zuhören können und dann fahren wir in die Steiermark zur Ruth, die dort für vierzehn Tage eine Ferienwohnung hat, wo wir unseren neuen Campinganhänger aufstellen und ausprobieren können. Dann Sommerfischewochenenden bis Ende August und dann wieder zurück nach Wien und zur Lesung auf das Volksstimmefest, wenn alles klappt und das Leben ist doch ein bißchen literarisch, zumidestens meines, das sich durch Corona ja sehr reduziert hat.

„Das „Literaturgeflüster“ ist aber mein Fenster in die Welt!“, habe ich der Judith Gruber-Rizy einmal geschrieben und das finde ich besonders schön!

2021-07-05

Mit 3G Literaturgeflüster feiern

Filed under: Alltagsgeplauder,Buchpromotion — jancak @ 00:38
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Hurrah, hurrah, das „Literaturgeflüster“ meinen Blog mit dem ich seit dem 3. juli 2008 mein literarisches Leben, mein Schreiben, meine Bücher, etcetera beschreibe, gibt es nun seit dreizehn jahren. Mein literarisches Leben seit fast fünfzig, habe ich mir da ja 1971, als ich Schülerin der Straßergasse war, irgendwann beschlossen, nach meiner Matura zu schreiben und Pyschologie zu studieren. Beides habe ich auch gemacht. In den Literaturbetrieb, bin ich, wie ich hoffte, leider, leider nicht hineingekommen. So habe ich nach vergeblichen Versuchen einen Verlag für meine Bücher zu finde, sie seit cirka 2000 selbst herausgegeben und 2008, wie beschrieben zu Bloggenangefangen um darüber zu berichten.

Das muß denke ich gefeiert werden und so habe ich vor einigen jahren angefangen, das auch entsprechend zu tun. Es gibt immer am Jahrestag den entsprechenden Feierartikel und da der dritte Juli ja meistens der Ferien- beziehungsweise Sommerfrischebeginn ist, wo ich nach Harland starte, habe ich mir auch irgendwie angeöhnt, da ins Traisencenter zu radeln. Ein bißchen zu flanieren, ein bißchen einzukaufen,ein Eis zu essen, etcetera und das dann Literaturgeflüsterfeier zu nennen.

Im ersten jahr, 2009, kann ich mich erinnern, daß ich da nach dem entsprechenden Artikel nach St Pölten in die Stadt geradelt bin. Da gab es, glaube ich, noch das Hauptstadtfest und ich habe schon gedacht, ein Glas Sekt wäre jetzt nicht schlecht. Die entsprechenden Glückwünsche sind auf dem Blog auch gekommen und zum zehnten Jahrestag habe ich eine Flasche Hollundersekt und eine kleine Torte beim „Fruth“ eingekauft und dasgepostet. Gewinnspiele habe ich auf meinem Feierartikel auch manchmal veranstaltet. Aber da war die Nachfrage ja nie sehr groß, so daß ich mich auf das eigene Feiern verlegte, hat mir das ja Pastor B aus Hamburg schon 1978 geraten,das nur für mich zu tun und so bin ich auch im letzten jahr, wo wir schon Corona hatten, ins Traisencenter gefahren, habe da beim „Hager“ einen Flammkuchengegessen, weil man beim McDonald`s, wo ich das sonst meistens machte, glaube ich, nur bargeldlos konnte, habe dann im Eissalon auch einen Eiscafe gegessen und mich da mit dem Kellner einbißchen gestritten, da er auf meinen Zehner nur „Danke!“,sagte und erst beim dritten urgieren, daß das Eis ja nur fünf Euro kostete, den Rest herausgab. Das ist heuer flach gefallen, weil man ja in den Geschäften eine Maske und sonst, die drei Gs braucht und das Hautpstadtfest gibt es, glaube ich, auch schon lange nicht mehr.

Dafür habe ich gedacht, weil dreizehn ja irgenwie meine Glückzahl ist,fange ich am ersten Juli mit dem Feiern an und mache „Dreizehn Literaturgeflüster-Tage“. Aber wie macht man das? Eigentlich auch nicht viel anders, als sonst, von Dienstag bis Donnerstag, meine Praxis und dann in Harland Radfahren. da am Samstag Markt, am Sonntag Rudolfshöhe und am Freitag kann ich ja in der Radlerschenke einen Spritzer trinken, weil da braucht man keinen Test. Im Vorjahr bin ich ja viel in der „Seedose“ gewesen, aberdas ist sich bisher nicht ausgegangen, beziehungsweise bräuchte ich da ja, die drei Gs, eh schon wissen.

Also habe ich am Mittwoch in Wien schon meinen Artikel im Voraus geschrieben, am Donnerstag den Ersten, dann in Harland nur eine kurze Runde, der Rohtext ist schon fertig und am Freitag hat es dann geregnet. Ich bin mit dem Rad in Richtung Wilhelmsburg gefahren , denn da gibt es kurz vor der Brücke, wo man abbiegen kann, wenn man in die Stadt beziehungsweise zum Friedhof will, wo ich meistens mein Rad deponierte, einen Rastplatzu, wo es eine Wasserquelle, ein Bankerl und auch einige Infotafeln gibt und habe da meine Notizen gemacht. Da der Rohtext schon fertig ist, der nun korrigiert werden will, hatte ich nicht viel zu notieren. Auf dem Parkplatz, den es ein paar Meter weiter gibt, haben sichein paar dunkle Auot abgeparkt und ich habe mir gedacht, was ist da los? Ein Paar, eine junge Frau mit Jeans und einer grünen jacke, ist mit zwei Hunden ausgestiegen, die michdann gleich beschnuppert haben. Beim Rückweg habe ich sie dann noch einmalgesehen. Es war cirka halb zwölf. Die Radlerschenke öffnet um elf, es waren aber, weil das Wetter schlecht, keine Leute da und so bin ich, weil ich mir vorher auch ein paar schöne orange Blumen pflückte, wollte ich die nicht verwelken lassen und ein Blumenstrauß ist ja auch ein schönes Bloggeschenk. Am Nachmittag habe ich dann, weils geregnet hat im großen Bücherzimmer die ersten elf Szenen durchkorrigiert und ich muß wieder sagen, es geflällt mir gar nicht so schlecht, obwohl die Kritiker vielleicht wieder sagen werden, das ist zu wenig literarisch, sondern eher ein Kinderbuch.

Ist egal, ich werde es durchkorrigieren und literarisieren so viel ich kann. Am Samstag war das Wetter wieder besser und ich bin mit dem Rad indie Stadt und zum Markt gefahren. Die Doris Kloimstein dort zu treffen, wäre ja auch ein literarischen Ereignis und wir hätten aufden Blog anstoßen können. leider war sie auf einer anderen Geburtstagsfeier.

Es gibt beim Bootshausaber jetzt ja eine neue Bücherzelle und da lag, hurrah,hurrah ThomasSautners „Fuchserde“ darin und beim „Thalia“ gibt es ja wieder einen Abverkauf, obwohl die Taschenbücher, die da verkauft werden, jetzt schon fast fünf Euro kosten, also eigentlich nicht so billig sind.

Aber wir fahren wenn wir inharland sind am Samstag immer auf denMarkt, wo sich wieder die Leute, um die Tische drängen, weil ich aber doch ein wenig achtsam bin, habe ich mich weiter hinten vor einem Hauseingang auf eine Stufe gesetzt, Birnencidre statt Sekt getrunken, eine Leberkässemmel gegessen und dann noch ein Marilleneis.

Am Sonntag gings dann auf die Rudolfshöhe und am Montag zurück nach Wien, wo uns die Ruth am Dienstag zu einem sommerlichen Mittagessen eingeladen hat und da kann ich mich mit ihr ja über ihr feministisches Leben unterhalten und sehen, was ich davon für die Lore brauchen kann und ein paar interessante Bücher kann und werde ich inzwischen auch noch lesen, bevor es vom “ Literaturgeflüster“ feiern weiter in die allgemeine Sommerfrische geht.

2021-07-03

Dreizehn Jahre Literaturgeflüster

Filed under: Alltagsgeplauder,Literaturbetrieb — jancak @ 00:33
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hHurrah, hurrah, es gibt ihn dreizehn jahre meinen Blog, den ich ja am dritten juli 2008 begonnen habe, damals nicht recht wußte, wohin die Reise geht und seither sind über dreißig Bücher gestanden, ich habe 4621 Artikeln geschrieben, und bis zum letzten Jahr unzählige Veranstaltungen besucht, zum Buchpreisbloggen angefangen viel gelesen und und und...

Mein Blog ist mir sehr wichtig, habe ich einmal einem Kritiker geschrieben, der ihn für unnötig hielt, ist er, obwohl ich ja eigentlich damit aufhören könnte, weil er, wie ich fürchte, in den Weiten des Netzes untergeht. Er ist mir aber wichtig, weil er für mich die Präsenz im Literaturbetrieb bedeutet, das habe ich einmal Hans Raimund geschrieben, alsder mich fragte, was ich damit bezweicken will?

Mich im Literaturbetrieb sichtbar machen, schaut her ich bin auch noch da, natürlich, aber da bin ich in den dreizehn jahren, wie ich fürchten muß, eher von der Literatur weg, als hin gekommen. Denn damals habe ich für die GAV ja noch den „Tag der Freiheit des Wortes“ und die „Mittlerenmeine Frauenlesung“ organisiert und im ersten Jahr haben mir Cornelia Travnicek, Anni Bürkl, der Otto, Andrea Stift, Consens und und und kommentiert, dann kamen meine drei Kritiker, beginnend mit der Frau Heidegger, der JuSophie und dem Uli habe immer noch versucht über mein literarisches Leben aufmerksam zu machen. Anfangs habe ich den Blogja auch wo vorgestellt und bin auch wo eingeladen worden, dann hattte ich meine Lesungen am Volksstimmefest, die „Poet-Night“ und die Verlage haben angefangen mir Bücher zu schicken. Das Lesen funktioniert also und das Schreiben auch, denn ich habe ja wie schon geschrieben sehr viel geschrieben, da ich aber meine Bücher selber mache, bin ich wohl ab da vom Literaturbetrieb weg oder vom Regen in die Traufe gekommen.Denn „Eigenverlag, nein das wollen wir nicht !“Es gab zwar gelegentlich Lesungen bei den Textvorstellungen, aber seit des Corona gibt, bin ich da auch weg vom Fenster, obwohl ich gerade in Corona-Zeiten viel und auch viel über Corona geschrieben habe. Drei CoronaBücher sind entstanden, das Corona Texte-Buch aus dem „Literaturgeflüster“ ist am fertigwerden, aber da ich ja mit Maske und drei G nirgends hingehe, natürlich selber schuld,weil so stur, habe ich seit März 2020 nirgends gelesen, gut die Volksstimmefestl-Lesung hätte es so und so nicht gegeben. Aber bei der „Poet-Night“ hatte ich abgesagt und auch das Skriptorium zu dem mich Doris Kloimstein eingeladen hat.

Da wird zwar „Noahs Fest“ in der diesbezüglichen Anthologie erscheinen, aber keine Lesungen und auch keine aktive Teilnahme an Veranstaltungen und wenn ich auch da oft ignoriert wurde, so bin ich jetzt literarisch vollkommen vergessen, obwohl ich schreibe und schreibe und im „Geflüster“ auch viel darüber berichte. So gibt es ja auch das „Literaturgeflüsterbuch- mein Schreiben-meineBücher“, wo die gesammelten „Geflüster Texte“, wo ich mein Schreiben vorstelle. ich finde also das „Literaturgeflüster“ ist ein enormes Archiv über mein Schreiben, mein Lesen, die Veranstltungen, die ich besuche und auch über das gesellschaftliches Geschehen, für mich sehr wichtig, deshalb werde ich es auch weiterbetreiben und werde weil dreizehn ja so eine schöne Zahl , meine Lieblingszahl ist,das „Geflüster“ auch entsprechend dreizehn Tage feiern und damit habe ich am ersten Juli auch schon angefangen und werde das auch bis zum dreizehnten Juli weitermachen. Am dritten Juli 2008 bin ich bald in die Sommerfrische aufgebrochen. jetzt gibts die verlängerten Sommerfrischenwochenenden, wo ichin Harland radfahre, in der Badewanne lese und ansonsten weil ichmit dem Rohtext ja fertig bin, mein „Wer wir waren-projekt“ korrigieren werden und bis zum Dreizehnten wenn ich eine Artikellücke habe, immer versuchen, ein literarisches Schmankerl geben und berichten, wo ich mit meinen dreizehn jahren Literaturgeflüster, meinen einundfünzig selbstgemachten Bücher und meinen fast fünfzig jahren Schreiben stehe. Das Literaturgeflüster“ ist für mich seh rwichtig, wiederhole ich also, es ist mein literarisches Archiv, mein Fenster in die Welt, da ich ja Corona bedingt beziehungsweise 3 G und Masken verweigernd, sehr zurückgezogen lebe und mein Fenster in den Literaturbetrieb beziehungsweise mein literarisches Geflüster, daß es mich auch noch gibt und das Schreiben und das Lesen für mich sehr wichtig ist und ich diesbezüglich auch schon viel erlebt, erfahren und unternommen habe. Also auf in das vierzehnte „Literaturgeflüsterjahr“ wo ich natürlich auch berichten werde, wie es Corona mäßig weitergeht, gerspannt bin, wieviele Bücher ich noch schreibe und wo ich vielleicht noch lesen werde und, ob ich vielleicht doch endlich mal, wie ich es mir ja sehr wünsche entdeckt und bekannt werde.

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