Literaturgefluester

2019-12-14

Doris Kloimsteins sechzigster Geburtstag und vierzehntes Nika-Fenster

Die am elften Dezember 1959 in Linz geborene und seit langem in St. Pölten lebende Doris Kloimstein, kenne ich wahrscheinlich seit dreißig Jahren. Damals bin ich von St. Pölten nach Wien gependelt und einmal zu einer IG-Autoren-Regionalversammlung ins Neugebäude gegangen. Seither besteht Kontakt zu der ehemaligen Obfrau der LitGes, ich habe einige ihrer Bücher gelesen, sie ein paar mal während meiner Sommerfrische in St. Pölten getroffen. Sie war in der Schreibgruppe und wenn wir jetzt am Samstag in St. Pölten auf den Markt gehen, rufen wir sie vorher an und treffen sie, wenn sie auch hier ist. In der letzten Zeit tauschen wir auch Bücher aus.Sie bringt mir was und ich ihr meine Doppelexemplare, so habe ich beispielsweise vor kurzem Arno Geigers „Alter König in seinem Exil“ in einem der Schränke gefunden und heute war ein großes Fest im Lilienhof im „Maria Ward-Haus“, wo die Anna mal einige Schulungen hatte, denn Doris Kloimstein war nicht nur Regieassistentin im St. Pöltner Landestheater, sondern arbeitete auch bei der Erzdiözöse und eine passionierte Reiterin ist sie auch. So zierte die Einladung ein Pferdebild, es gab Pferdeservietten und auch ein Pferd auf den Tischkarten.

Es gab gutes Essen und auch ein musikalisch- literarisches Programm, denn Doris Kloimstein ist oder war auch im PEN aktiv, hat hier einige Veranstaltungen gemacht und so hat auch Magdalena Tschurlovits einige Weihnachtsgedichte gelesen und ich natürlich mein vierzehntes-Nika-Fenster. Es gab ein Harvenkonzert, ein paar Reden und eine Tanzeinlage der Reiterfreunde. Gute Gespräche und schöne Stimmung und meinen Lesern hat dieses Fest, was mich besonders freut, einen weiteren Einblick in die Nika gegeben, obwohl ja der vierzehnte Dezember 2015 ein Montag war.

„Montag , 14. Dezember

Am Montag war eine Laterne im Adventkalender zu sehen und Nika,  sowohl ein wenig verkatert von dem zuviel getrunkenen Punsch, als auch ein wenig trunken von dem Gefühlsrausch, in den Harald Schwabeneder sie versetzt hatte. Denn der Nachmittag und Abend war wunderschön gewesen. Er hatte sie auch in ihre kleine Wohnung begleitet, war ihr in ihr Bett gefolgt und durch den lauten Weckerton  abprupt in die rauhe Wirklichkeit hineingerissen worden.  War mit ihr zum Adventkalender getappt. Wo er ihr ein Morgenküßchen gab und behauptete,  daß das das Licht sei, daß sie in die Sache bringen würden, dann begann er sie ein wenig verschlafen wachzuküßen.

„Welche Sache?“, erkundigte sich Nika ebenfalls nicht sehr munter.

„Der Fall Kronauer ist doch geklärt, nur den „Faust“ müssen wir noch zu seinem „Gretchen“ bringen und Ruth dazu, daß sie Joe Prohaska  wenigstens als Wochenendvater für Zoe-Philipas Seelenheil akzeptiert!“

„Das ist es!“, behauptete Harald und zog sie noch einmal an sich.

„Du bist ein Geistesblitz, liebe Nika, denn das ist des Rätsels Lösung! Wir müssen den guten Joe dazu bringen, daß er sich in sein „Gretchen“ verliebt, von deiner Schwester abläßt und alles ist in Ordnung, sowie die Welt gerettet!  Ich schreibe einen wunderschönen Abschlußartikel, der kurz vor Weihnachten erscheint!  Alle sind gerührt, wir haben die Welt ein Stückchen heiler gemacht und dazu hat uns das Licht deiner  kleiner Laterne  gebracht!“

„Du bist ein Spinner,Harald und hast gestern zuviel Punsch getrunken!“, antwortete Nika lachend und machte sich von ihm los.

„Ich muß ins Bad um nicht zu spät auf die Mariahilferstraße und mit meinem Chef Schwierigkeiten zu bekommen, der mich daraufhin hinauswirft, weil eine Weihnachtsfrau pünktlich sein muß, wie er mir jeden Tag erklärt! Ich bin für den Rest des Monats arbeitslos, die Weihnachtsgans und die Geschenke  sind gestrichen,  beziehungsweise die Donau hinabgeschwommen!  Das darf nicht passieren,  deshalb sei doch so lieb und fülle Wasser  in die Kaffeemaschine!“, rief sie, drückte ihm auch einen Kuß auf die Stirn und wurde ein wenig rot, als Harald behauptete, daß, wenn Joe Prohaskas „Gretchen“ nur halb so hübsch, wie sie wäre, das mit der Liebe sicherlich passieren würde und der Weihnachtsbraten gerettet sei! Sie brauche nicht alles so pessimistisch zu sehen, denn das Stück allein sei schon  ein gutes Omen und eine gnädige Vorsehung des Schicksals!

„Du kannst dich sicher noch an den Literaturunterricht in der Schule erinnern und bist außerdem Germanistin! Der „Faust“ ist ein Verführer und läßt das „Gretchen“ sitzen! Der gute Joe aber ein Gutmensch, der das bei seinem „One Night Stand“ nicht tun will!  Jetzt hat er nur das Pech, daß deine Schwester ihren Part verweigert! Wenn aber das schöne Fräulein, das er auf der Bühne verführen soll, ein solches ist und Joe Prohaska ein halbwegs guter Schauspieler, der sich in seine Rolle versetzen kann, kann es sein, daß er sich in seine Partnerin verliebt und-“

„Die Welt ist gerettet und wir müssen nur noch Fatma Challaki zu Hassan Arawani bringen, damit er das Ertrinken seiner Eltern und den Selbstmord seines Zwillingsbruders vergißt, Fatma über die Ermordung ihres Bruders hinwegkommt, die vielen Flüchtlinge wieder zurück nach Damaskus können und das war es!“, rief sie seinen Optimismus bremsend, lief ins Bad, um sich unter die Dusche zu stellen und die Zähne zu putzen. Als sie in die Küche kam, duftete es nach Kaffee und Harald hatte auch schon Brot, Marmelade und Butter auf den Tisch gestellt.

„Sagen wir wenigstens, das ist heil und unser Frühstück ist gerettet! Wir müssen nicht, weil wir zusammengekommen sind, übertreiben und alles Unmögliche möglich machen, was auch den anderen nicht gelingt! Also guten Morgen und vielen Dank für die wunderschöne Nacht! Wenn es dir recht ist, begleite ich dich an deinen Arbeitsplatz und fahre dann ins Büro, um nachzuschauen, ob sich etwas ergeben hat, was sich für einen weiteren Artikel eignet! Sonst treffen wir uns spätestens am Donnerstag im Theater und schauen uns das „Gretchen“ an!“

„Einverstanden!“, antwortete Nika, griff nach dem Kaffeebecher, um einen großen Schluck daraus zu nehmen und alle noch vorhandenen Punschspuren zu vertreiben.

„Der Kaffee schmeckt wunderbar! Du scheinst ein ausgezeichneter Früchstückskoch zu sein! Ich freue mich also auf den Donnerstag und auf das „Gretchen“, sowie auf meinen Arbeitstag!“, sagte sie gut gelaunt und gab ihm eine Stunde später noch  einen Kuß, um sich von ihm zu verabschieden und einigermaßen pünktlich zu sein, was auch zu gelingen schien. Dragana Nikolic  flüsterte ihr, als sie mit ihrem Sack an ihr vorüberhetzte, zu, daß sie sich für den guten Rat bedanke und glaube, daß alles stimme!

„Davon habe ich mich vorgestern in der Mittagspause überzeugt! Der Herr Max scheint ein netter Mann zu sein, der durch seine Krankheit ein wenig behindert ist!  Wenn Jessi ihm beim Einkaufen hilft und ihr das Wichtelspiel Freude macht, ist ihr nicht langweilig und ich brauche mich nicht zu fürchten, daß sie zu oft hier auftaucht und mir Schwierigkeiten bei meinen Vorgesetzten macht, denn die Frau Meisel, die keine Kinder hat, ist da sehr streng und duldet keine Privatbesuche!“, sagte sie mit einem ängstlichen Blick auf die ältere Verkäuferin, die tatsächlich mißtrauisch herüberschaute, so daß sie sich hastig noch einmal bedankte und Nika gutgelaut „Keine Sorge, Frau Nikolic, ich störe nicht! Denn ich muß auch auf meinen Arbeitsplatz, damit ich keine Schwierigkeiten mit meinem Chef und die Kinder ihre Süßigkeiten bekommen!“, rief. Dort war es dann nicht mehr so harmonsich und Haralds Weltrettungsphantasien bald beendet, denn nachdem sie einem kleinen Mädchen, das sie erschrocken ansah,  ein Zuckerl entgegengestreckt hatte,  das dieses fallenließ und ihr Bruder ihr seine Zunge zeigte und frech „Du bist gar keine echt Weihnachtsfrau, denn die gibt es nur im Märchen und im Kindergarten, in den wir heute nicht gehen wollen“, rief, meldete sich ihr Handy und sie hörte die aufgeregte Stimme iher Schwester „Es ist etwas Schreckliches passiert, Nika! Ich hoffe, ich störe nicht und bringe dich auch nicht in deiner Weihnachtsfraumission durcheinander! Aber stell dir vor, Vera hat einen Drohbrief bekommen, daß sie sich bekehren und von mir ablassen soll, weil es ihr, wenn sie sich weiterhin so sündhaft verhält und mit Frauen statt mit Männer verkehrt, wie Peter Kronauer ergehen wird, der seine gerechte Strafe für seine frevelhafte Taten erhalten hat!“, ins Telefon keuchen.“

Was bisher geschah findet sich hier und wie es weitergeht dort, wenn nicht noch etwas Neues dazwischen kommt!

 

2015-07-08

Zu Doris Kloimstein ins Cafe Schubert

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Die erste Sommerfrischenwoche ist vorbei und die zweite hat mit ein bißchen Regen begonnen, ganz so heiß, wie in der  ersten, die durch das „Bachmannhören“ sehr rasant gewesen ist.

Ein bißchen bin ich zwischendurch Rad gefahren, einmal zum Einkaufen zum „Lidl“, einmal nach Wilhelmsburg und da sind in das kleine Büchlein vom Tag des Buches, das es jetzt das dritte Jahr in Folge gibt, ein paar Textbrocken bezüglich „Der wunderbaren Sommererlebnisse der prekären Literaturstudentin Sandra Winter“ entstanden.

Die ersten eineinhalb Textseiten sind in der Juni-Schreibgruppe beim „Sommerschreiben“ entstanden und dann ist das Ganze erstmals liegengeblieben und ich habe an „Selmas Kopftuch“ korrigiert, mich aber entschloßen pünktlich in der Sommerfrische mit dem Sommertext zu beginnen, den Klaus Khittel in der Schreibgruppe  als viel zu ehrgeizig konzipiert gesehen hat.

Am Freitag als ich nach Wien zur Lesung bezüglich des Wiedner Hauptstraßen Straßenfestes gefahren bin, habe ich mir die Texte für die Lesung bezüglich des Sommerfestivals am nächsten Montag vorbereitet, die eineinhalb Seiten, der „Sandra Winter“, dann was aus „Tauben füttern“, „Sommer am Wasser“, wie mein Lesungstetitellautet und dann noch den Beginn der „Miranda“.

Die eineinhalb Seiten habe ich dann am Montag korrigiert und hätte weiterschreiben wollen, aber irgendwie war alles weit weg und ich habe erst einen Anlauf gebraucht, bis ich die eineinhalb Seiten auf sechs ergänzt und die Sandra Winter nach Harland nach St. Pölten fahren habe lassen.

Dort sitzt sie dann mit der slowakischen Pflegerin Minka und der dementen Großmutter beim Fernsehen und sieht den Bericht über das Referendum der Griechen bezüglich des Einsparkurses, denkt an ihre Freundin Eleni und der ist dann die zweite Szene gewidmet.

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Zwei Szenen, zehn Seiten und 4154 Worte habe ich jetzt und noch einige Pläne. Als nächstes fährt die Sandra Einkaufen zum Lidl, kauft griechisches Joghurt und griechische Antipasti, dann bekommt sie ein SMS, von Fatma Challak, ja die kennen wir schon, ihr Bruder Fahrid ist von der IS erschossen worden. Da haben die Eltern sie in ein Boot gesetzt und sie ist jetzt auf den Weg nach Lampedusa, beziehungsweise nach Wien, denn sie hat ja an der deutschen Schule in Damaskus maturiert und Eleni Soualaki, die prekäre Literaturstudentin aus Athen, jobt in einer Hundefängerorganisation und verliebt sich da in einen kleinen Hund namens Ouzo.

Der ist autobiographisch, beziehungsweise heißt der, den die Anna und der Andreas seit einiger Zeit haben so, kommt aus Griechenland und die waren jetzt alle drei auch in Harland und am Samstag habe ich mir bevor ich mit dem Rad zum Markt gefahren bin, um dort das obligatorische Würstl bzw. einen Toscana Burger zu essen, mit der Doris Kloimstein vereinbart, sie am Mittwoch, um zehn im Cafe Schubert zu treffen.

Das haben wir schon einmal gemacht, vor einigen Jahren, damals bin ich durch das Frecency Treiben gefahren, habe mich geärgert und dem Bürgermeister einen Brief geschrieben und Manfred Lagler-Regall, einer meiner eifrigen Kommentator, den ich regelmäßig bei den Osterspaziergängen der LItGES treffe, hat mir da das erste Mal geschrieben und er ist auch, Tusch und ein Hoch an ihn, mein tausendster Kommentar, denn ich habe es wirklich geschafft, seit meinen Geburtstagsartikel die gewünschten zehn Kommentare zusammenzubekommen.

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Jetzt kann ich auch der Ruth auf ihren 999 Kommentar antworten, denn ich wollte nicht die Tausendste sein und mit der Doris Kloimstein, die ich ja einmal bei einer Regionalversammlung der IG Autoren in einem Hochhaus in St. Pölten kennengelernt habe, die lange Zeit die Obfrau der LItGES war und jetzt auch eifriges Mitglied unserer Schreibgruppe, gab es dann auch ein eifriges Plaudern. Zum Beispiel über den Roman, den sie gerade plant, zwischendurch wurde sie immer wieder von einigen Bekannten angesprochen, denn St. Pölten ist ja ein Dorf und die Doris eine bekannte Person.

Am Markt haben wir sie auch schon einmal getroffen und einmal war ich mit ihr während der Sommerfrische auch mit ihr griechisch essen und anschließend mit Brigitte Schramm, die ich zufällig getroffen habe, im Cinema Paradiso, Cafe trinken. St. Pölten ist ein Dorf beziehungsweise Landeshauptstadt und ich nütze die Sommerfrische auch immer gerne zu literarischen Begegnungen, obwohl ich dort nicht so viele Leute kenne und es im Sommer auch kein Literaturprogramm zu geben scheint.

Aber jetzt habe ich  vor einen Roman über die Sommerfrische zu schreiben, einen Sommerroman über die prekären Erlebnisse einer Studentin und ihren drei Freundinnen, die aus prekären Orten wie Athen, Damaskus und Donezk kommen. Da bin ich jetzt wieder zuversichtig, daß ich das kann, obwohl ich es irgendwie nicht schaffe, die anderen auf mein Schreiben aufmerksam zu machen.

Die dritte  und die vierte Szene, die der Sandra und der Fatma Challaki werde ich demnächst schreiben und dann mit den „Erlebnissen einer Anarichistin in Griechenland“ in die Badewanne steigen.

Dieser Sommer kann interessant werde, auch wenn es jetzt stark regnet und ich infolgedessen im Wohnzimmer zwischen den beiden Bücherregalen statt auf der Terrasse sitzen und die Linda aus Amerika werden wir am Montag auch treffen und deren Sohn Niklas war ja, glaube ich oder habe ich gehört mit der Milena Michiko Flasar einmal befreundet.

2010-08-19

Zu Doris Kloimstein durch die Hochsicherheitszone

Filed under: Uncategorized — jancak @ 16:09

Heute habe ich mich mit Doris Kloimstein, der Ehrenobfrau der literarischen Gesellschaft von St. Pölten und Etcetera Begründerung im Cafe Schubert, der ehemaligen Schubert Buchhandlung getroffen.
Die 1959, in Linz geborene, kenne ich aus der Zeit, als wir in St. Pölten wohnten, da bin ich einmal zu einer Regionalversammlung der IG Autoren in das ehemalige Neugebäude gegangen und kann mich an eine GV im Literaturhaus erinnern, wo wir gemeinsam mit dem Zug zurückgefahren sind. Doris Kloimstein, die wie sie sagt, von der Musik herkommt und auch, glaube ich, Theaterwissenschaft studiert hat, jedenfalls hat sie am Landestheater von St. Pölten gearbeitet, ist eine sehr offene Person und auch sehr engagiert, in der Litges beispielsweise, die sich einmal, glaube ich,in ihrer Wohnung befunden hat, sie ist PEN Mitglied und hat einige Bücher veröffentlicht. Das Heftchen „Stricharten“ beispielsweise, das sie mir einmal zu meinem literarischen Geburtstagsfest in der Reinprechtsdorferstraße mitbrachte, dann gibt es noch die „Fingersätze“.
Dann hat sie in Ruth Aspöcks Edition den Roman „Kleine Zehen“ herausgebracht, der sehr interessant ist, wird da nämlich eine Karriere nach unten beschrieben. Ich habe es zu einer Zeit gelesen, als ich noch Rezensionen für Thalia schrieb, die das im Kleinverlag Erschienene natürlich nicht veröffentlichte, so habe ich den Text Ruth Aspöck gegeben, die ihn sehr interessant gefunden hat und ihn der Rezension von Mechthild Podzeit- Lütjen für den Schriftstellerverband, die etwas weniger damit anfangen konnte, gegenüberstellen wollte.
Zu der geplanten Diskussionsveranstaltung ist es aus finanziellen Gründen nicht gekommen und Doris Kloimstein hat sich auch von der LitGes zurückgezogen. Ist nach Brasilien gegangen, um dort Schulprojekte zu veranstalten, da sind die in der Edition Innsalz die Erzählungen „Blumenküsser“ erschienen, die ich mit ihr während eines Vorbereitungstreffen zu Ruth Aspöcks Radkarawane getauscht habe. Denn auch da ist Doris Kloimstein dabei gewesen und hat, glaube ich, in Krems aus den „Kleinen Zehen“ gelesen.
Ein kleines Problem hatte ich mit ihr auch, das mich damals sehr getroffen hat, so konnten die „Wiener Verhältnisse“, die ich ihr 2000 für eine Rezension gab, nicht in Ecetera besprochen worden, wegen Eigenverlag und so und weil dann alle kommen könnten…
Diese Vorurteile haben sich, wie ich hoffe, inzwischen etwas verändert, so hat Robert Eglhofer den Wiener Stadtroman dafür besprochen, erschienen ist es wenigstens im Internet und in dem Vierviertelheft gibt es das schöne Interview von mir, wo es auch um meine Veröffentlichungen geht.
Jetzt leitet Doris Kloimstein die Fachstelle für Ehe und Familie der Pastoralen Dienste der Diözese St. Pölten und ist sehr erfolgreich damit, literarisch ist sie, wie sie mir erzählte, aber immer noch im musikalischen Bereich tätig, so schreibt sie an einer Erzählung über Schuberts „Lazarus“.
Was sehr spannend war und überhaupt war diese literarische Begegnung im Rahmen meines Sommerfrischenprogramms sehr interessant, denn im Schanigarten des Cafe Schuberts zu sitzen ist Stadtflanerie pur. Ich leiste mir das ja nicht sehr oft, bzw. habe ich das Cafe überhaupt das erste Mal betreten. Doris Kloimstein ist mehrmals von vorbeigehenden Bekannten gegrüßt worden, eine Dame, die ich vom St. Pöltner Osterspaziergang kenne, war auch dabei. St. Pölten ist ein Dorf, aber wenn ich mit der Anna auf die Mariahilferstraße gehe, passiert mir das auch. Interessanterweise führten sehr viele Leute ihre kleinen Rassehunde aus, die sich dann energisch ankläfften. Danach bin ich zum Lutz gefahren, denn da sollte es angeblich zum Jubiläumsfest ein halbes Grillhendl um 1. 90 geben. Leider war nur die Verkäuferin da, weil der Liferant im Stau stecken geblieben ist. Ob das mit der derzeit stattfindenden Frequency zu tun hat, weiß ich nicht, es würde mich aber nicht wundern, denn das war wieder eine Spießrutenfahrt durch die Hochsicherheitszone.
Ich habe schon über meine Erlebnisse im Vorjahr berichtet, daß man sein Rad schieben mußte, die jungen Leute einen anfeuerten oder in die Luft starrend, mitten am Radweg saßen. Man konnte aber an der Security vorbei passieren. Heuer ist das anders. Daß die Steine und die Kinderspielplätze schon am Sonntag eingezäunt waren, habe ich auch geschrieben und der Weg war schon bei der Hinfahrt zu.
„Kann ich da nicht durchfahren, das ist doch noch immer ein öffentlicher Weg?“, habe ich gefragt und der Sicherheitsmann hat mir „Wenn Sie schieben schon!“, geantwortet und aufgemacht. Am Rückweg war das anders, da habe ich fünf Minuten lang mit dem Herrn in der Leuchtjacke hinter dem Gitter diskutiert und gesagt, er soll mich durchlassen oder seinen Chef rufen, bis er mich besorgt, mit dem Hinweis, daß das nur ausnahmsweise geschehe, fahren bzw. schieben ließ. Später habe ich seine Besorgnis verstanden, denn die jungen Leute teilweise mit Taucherbrillen oder Gasmasken im Gesicht haben sich sehr ausgelassen gebärdet.
„Das ist nicht eine von uns, die ist nicht echt!“, haben sie geschrieen und der Brillenmann hat sich über meinen vom Lidl vollgepackten Einkaufskorb gebeugt und „Moment, junge Dame, was haben Sie denn da!“, gerufen. Als ich ihn höflich aufgefordert habe, mich bitte in Ruhe zu lassen, ist er verschwunden und der mit der Wasserspritze, hat auch gleich „Natürlich!“ gesagt, als ich ihn gebeten habe, mich nicht anzuspritzen. Es ist mir auch nichts geschehen, beim Ausgang, da war der Securitymann verschwunden und das Gitter nur so weit offen, daß ich mit meinem vollbepackten Rad Schwierigkeiten hatte, hat mir sogar ein junger Mann von sich aus geholfen. Und alle meine Champignons, Gurken und Corn Flakes habe ich auch noch, wenn es aber etwas später gewesen wäre und der Prozentsatz von Spirit oder Drogen im Blut ein wenig höher, wäre ich mir nicht so sicher, so daß ich einer Frenqency, wo die Bevölkerung ausgesperrt wird, weil sich die jungen Leute drinnen, ausgelassen auf alles Fremde, Ältere oder Andere stürzen, sehr differenziert gegenüberstehe. Auch wenn es wirtschaftlich ein Erfolg werden sollte, verstehe ich das nicht unter Freizeitkultur und halte es auch für bedenklich, Feste zu machen, die von Sicherheitsdiensten und Videos überwacht werden müssen, von dem Dreck, der wahrscheinlich wieder überbleiben wird, ganz zu schweigen.

2020-07-18

Auf den Markt zu Doris und Ruth und Friseurbesuch

Der heurige Sommer muß man ja sagen scheint sehr verregnet zu sein, so bin ich vorigen Samstag nach einem sehr sehr heißen Freitag durch den Regen nach St. Pölten gefahren und patschnaß dort an und wieder zurückgekommen.

Mir macht das ja nichts aus, gehöre ich ja noch zu der Generation, die bei jeden Wetter hinausgeht um die Immunkräfte zu stärken und gesund zu bleiben und diese Woche war das ebenso.

So bin ich gestern schon ein bißchen naß geworden, als ich mit dem Rad nach Wilhelmsburg gefahren bin und mir dort beim „Spar“ ein Croissant und einen Cafe latte kaufte, beides habe ich dann noch in einer regenfreien Phase auf der Bank vor dem Pflegeheim konsumiert und auch heute wieder durch den Regen auf den Markt, wo wir ja meistens, wenn sie nicht gerade bei ihren Enkelkinder in Bregenz oder sonstwo ist, die Doris Kloimstein treffen, ich einen Birnencidre trinke und eine Kaisekrainer oder einen Burger esse und dann noch zum „Hager“ auf einen Cafe latte oder Cappucino gehen.

Heugte war aber noch ein besonderer Programmpunkt angesagt, hat uns ja die Ruth schon bei ihrem Besuch zu Pfingsten gesagt, daß sie am Achtzehnten nach St. Pölten kommt, um dort zum Friseur zu gehen und die Brigitte S. zu treffen und Friseur ist ein besonderers Stichwort, denn da war ich ja schon lange nicht und sollte, da sich meine Haare inzwischen schon zu ringeln begannen, ich habe sehr dünne, einmal gehen.

Aber zuvor durch den Regen fahren, der war stärker als gestern, daher am Markt entsprechend wenig los. Der Alfred und die Doris waren schon da und wir haben ein bißchen über den Goldegg-Verlag, wo sowohl ihr, als auch das Buch vom Sucharit Bhakdi erschienen ist, gefachsimpelt, beziehungsweise habe ich mich erkundigt, ob das derselbe ist?

Ist es und in der letzten Woche habe ich auf den Markt auch eine ganze Büchertasche mitgebracht. Denn die Doris war ja die Glückliche oder Nette, die mit ihren schönen Corona-Gedichten mir den zweitausendsten Kommentar, pünktlich zum zwölften Bloggeburtstag oder soar schon ein bißchen früher geschrieben hat.

Da habe ich ihr ein Buch versprochen und ihr dann auch die „Dora Faust“ bringen wollen, denn da gibt es ja eine Stelle, wo die Dora ihren fünfzigsten Geburtstag feiert und verärgert über eine Freundin ist, die ihr Buch nicht in ihrer Zeitschrift besprechen will, weil „Eigenverlag, nein, wir wissen schon!“

Ich habe aber welche und schon sogar sehr viele, zwar, wie ich immer schreibe in keinem Eigenverlag herausgebracht aber schon selber veröffentlicht und da haben sich inzwischen auch in Harland schon einige angesammelt, die ich alle in die Tasche packte, um die Doris aussuchen zu lassen, welches sie noch nicht hat und was sie haben will?

Die anderen fünf Stück wollte ich eigentlich zur Seedosenzelle bringen, habe das aber regenbedinggt unterlassen und heute überhaupt keine Bücher gehabt, mich aber trotzdem mit der Doris ein wenig über Literatur unterhalten, denn das kann man ja immer, ihr ein bißchen von dem Ausflug nach Strobl und den den O-Tönen erzählt, aber auch, daß ich die Maria Seitz öfter am Markt gesehen habe und die mich zu einer „Etcetera-Präsentation“ in St. Pölten eingelacen hat, wo ich aber, obwohl ich an dem Tag sogar in St. Pölten war, um den Geburtstag der Schwiegermutter zu feiern, nicht war, weil wir gleich nach Wien gefahren sind und ich ins Cafe Prückl gegangen bin. Die Eva Riebler und die Riki die ich auch von den Osterspaziergängen der LitGes kenne, haben wir aber ma Sonntag in der Fahrradschenke in Ochsenburg getroffen, als wir von der Rudolfshöhe hinuntergekommen sind.

Also Gesprächsstoff genug und als wir schon die Ruth anrufen und fragen wollten, ob sie der Regen vertrieben hat, ist sie schon aufgetaucht und wir haben dann noch beim „Hager“ Cafe getrunken und Kuchen gegessen obwohl der im Sommer am Samstag, um eins schon schließt.

Das ist also St. Pölten mit literarischen Freundinnenbesuch, der Friseubesuch hat dann auch noch stattgefunden, denn in dem Haus der Brigitte S. in dem vorher ein Naturkosmetikladen war, gibt es jetzt einen solchen und der hat geschnitten und geföhnt, obwohl das Letztere eigentlich unnötig war, denn die Haare waren wieder sofort wieder naß, als ich mit dem Rad zurückgefahren bin.

Das Wetter ist also heuer sehr unerfreulich und unbeständig, die Klimaveränderungsgegener sehen das zwar als Beweis, daß es keine Klimaerwärmung gibt, ich denke aber doch, daß die Unbeständigkeit auch damit zusammenhängen kann.

Aber eigentlich ist mir das egal und ich kann meine Sommerschreibwerkstatt ja auch Indoor machen und muß mich nicht unbedingt mit dem Laptop auf die Terrasse setzen und da kann ich vermelden, das das „Rotbraun-karierte Notizbuch“ langsam, aber sicher weitergeht.

Siebenundzwanzig Seiten, 12 700 Worte und acht Szenen habe ich schon, aber noch immer keinen wirklichen Plot. Es wird aber wohl eine Mischung aus den Corona-Erlebnissen der Eja Augustin und dem Roman, den sie um das gefundene Notizbuch herum, schreiben will, werden.

2022-09-27

Literarische Reisen durch Österreich

Die Corona-Zeiten haben die Künstler in große Schwierigkeiten gebracht, zu Anfang beim ersten Lockdown jedenfalls, da gab es auch Kunst– und Kulturdemos, später sind die verschwunden und die Doris Kloimsteina hat mir verrten, daß sie plötzlich Geld für ihre Rezensionen bekommt, weil ja Kulturförderungen. Klaus Kastberger hat den Autoren, die er sonst ins Literaturhaus Graz, dessen Leiter er ist, eingeladen hätte, ein „Corona-Tagebuch“ ermöglicht und die Literaturwissenschaftlerin Barbara Seidl hat eine Online Plattform für Autoren gegründet aus der später eine Literaturzeitschrift namens „Litronbon“ geworden ist, von der es schon zwei Ausgaben gibt. Die Dritte ist in Vorbereitung und aus der Ersten wurde heute gelesen und da haben Katharina Sachs, Katherine Braschel und Markus Köhle ihre Texte und auch anderes gelesen und das war interessant.

Um Reisen ist es in dem ersten Heft gegangen dessen Texte offenbar in Lockdownzeiten entstanden sind und die haben es in sich und da könnte ich von der 1995 geborenen Katharina Sachs, die gerade eine Ausbildung als Buchhändlerin macht, einiges lernen.

Denn ich habe in den Lockdownzeiten ja auch geschrieben und hätte gerne aus meinen „Frühlingserwachen“ einen dystopischen Roman gemacht und bin daran gescheitert, daß ich im Frühling 2020 ja nicht wußte, wie es mit Corona weitergeht und ich war wiedermal, stellt sich heraus, viel zu wenig abgehoben.

Denn aus der Wirklichkeit: Lockdowns, Maskentragen, Ausgangsbeschränkung wird wohl kein dystopischer Roman, da schreien die Befürworter höchstens „Schwurbler!“ auf.

Man muß wohl mehr abheben und Katharina Sachs hat das getan und aus Wien eine überdachte Etagenstadt gemacht aus der es keinen Ausgang gibt und da ist einem Mann, dem Erzähler offenbar die Frau gestorben, beziehungsweise hat es sie in die Ferne gezogen und ist nur tot zurückgekommen. Ein Überwacherteam taucht auf und stellt Fragen und am Ende findet der Mann zwei Bücher unter der Matraze und macht sich mit Hilfe eine Bibliothekarin auf den Weg.

So muß an es machen und ich bin nach zehn Corona Texten jetzt ja auch auf „1984 revisited“ gekommen, wo ich nicht viel abheben mußte, sondern die Geschichte nur in die Jetztzeit bzw, der Logik wegen ins Jahr 2024 verlegen.

Katharinas Sachs Text spielt im Jahr 2248 und die junge Frau, die sichtlich aufgeregt war, begrüßte ihren Freundeskreis im Publikum, denn es war offenbar für sie eine Premiere.

Dann kam eine Sprachkünstler namens Katherina Braschel und die ging wieder in die Gegenwart und las zwei Texte vor. Der Erste war aus dem Heft und da fuhr ein Paar Eisenbahn. Von Wien nach Linz und noch woanders hin und sprachlich war der Text wirklich exzellent.

Der zweite Text bezog sich auf die Nazivergangenheit der Großväter, auf die Bilder und die Briefe die man am Dachboden fand und ich habe ja auch so ein Soldatenalbum meines Vaters aus dem World War Ii in den Harlander Regalen und Postkarten aus dem World War I, die mein mir unbekannter Großvater an den Herrn Otto und das Fräulein Gretel, meinem Vater und meiner Tante, aus dem Feld schrieb.

Dann ging es wieder in die Berge, Katharina Sachs Protagonist ist ja auch in die Berge geflohen und der 1975 in Nassenreith geborene Markus Köhle hat es dorthin gezogen, beziehungsweise einen Kurt und einen Lukas im Zug dorthinfahren lassen. Sie sitzen im Speisewagen, trinken Bier und Espresso und unterhalten sich über Radio Eriwan Witze und das ist kein Text aus dem Heft, sondern ein Kapitel aus seinem neuen Roman der 2023 erscheinen soll und der Hefttext ist ein Spoken Word- oder Poetry Slam- Text, den der Slammeister oder Slampapa, wie es, glaube ich, Barbara Seidl nannte, stehend vortrug und da ging es vom Kahlenberg zum Arlberg und eine Rundfahrt durch das schöne Österreich mit all seinen Korruptionsskandalen.

Dann gabs Snacks und Getränke, wie Barbara Zwiefelhofer moderierte, die das Kaufen der Hefte und das Spenden an die Zeitung sehr empfahl und ich habe eine gute Wahl getroffen, denn ich hätte auch ins die „Alte Schmiede“ gehen könne, wo Ferdinand Schmatz seinen neuen Gedichtband vorstellte, aber aus den habe ich ihn ja schon mehrmals lesen gehört.

2022-08-20

Frequency-Wochenende

Die „Frequency“ das, wie ich hörte, zweitgrößte österreichische Rockfestival, das in St. Pölten stattfindet, gibt es schon sehr lange und ich habe auch meine Erfahrungen damit, da die hunderttausend oder so Jugendlichen, die dort teilnehmen, an der Traisen campieren und die Ordner einen manchmal hindern mit dem Rad vorbeizufahren. Es ist aber, denke ich, immer noch ein öffentlicher Raum, auch wenn es ein großes wirtschaftliches Geschäft ist, das aber auch viel Dreck und Lärm erzeugt.

Jetzt hat es aber Pandemie bedingt ohnehin zwei Jahre lang nicht stattgefunden, heuer also ein besonderes Event, wo schon vierzehn Tage lange alles hergeräumt und abgesperrt wurde, wie ich bei meinen zwei letzten Marktbesuchen feststellen konnte.

Am Mittwoch oder Donnerstag hat es angefangen und am Donnerstag gab es eine große Sturmwarnung, wo in Kärnnten zwei Kinder ums Leben kamen. Die „Frequency“ wurde kurz geräumt. Die Konzerte aber nachgeholt und wir sind am Donnerstagabend nach den O-Tönen nach St. Pölten gekommen. Der Alfred war schon ein paar Tage früher dort, während ich in Wien meine Praxis hielt, um die Bäume zu schneiden und am Freitag, wo das Wetter auch nicht so gut war, hat er auch einen Helfer bekommen und ich bin am Vormittag im Bett gesessen und habe gebloggt, mich auch mit meinen Freund Uli wieder ausgetauscht und am Nachmittag bin ich dann, was ich ebenfalls Pandemie bedingt schon lang nicht war, wieder mit dem Rad nach Wilhelmsburg gefahren. Aber bis Ostern habe ich ohne Maske ja nicht in die Geschäfte können und seither war ich auch nicht sehr oft in den Supermärkten, weil der Alfred ja viel und gerne einkauft, aber nach dem Bloggen habe ich mir gedacht: „Gemmas an!“ und ich bin losgeradelt, denn ich habe ja geschrieben, ich muß auf meine Kondition schauen, weil die ja Pandemie bedingt, wo ich die letzten Jahre kaum aus dem Haus ging, sehr gelitten hat.

Also wieder in das Einkaufscenter und da bemerkt, der „Hager,“ wo ich vielleicht einen Kaffee trinken wollte, war zugesperrt, also nur beim „Spar“ Milch und zwei Kipferl für das Frühstück kaufen und dann zurückgeradelt, wo der Alfred grillen wollte.

Ich esse ja nicht so gern am Abend, habe aber Cevapcici, die ich sehr mag, zubereitet, ein paar Senfzwiebel und ein bißchen Schnittlauchrahm. Der Alfred hat am Samstag eigentlich vor dem Marktbesuch noch ein bißchen wegräumen wollen, ist dann aber nicht aus dem Bett gekommen und ich habe wieder gefürchtet, daß mich die Ordner nicht durchlassen, bin aber eigentlich, wenn auch manchmal mit Umwegen oder Diskussion, hingekommen und diesmal auch.

Beim Bootshaus war es gar nicht abgesperrt, es sind nur ein paar Ordner, junge Leute mit weißen Jacken, herumgesessen und sonst das Übliche. Junge Leute mit Tischen am Weg, die dort Bier tranken oder die Bierdosen am Weg aufstellten und dort abschossen oder mit dem Ball herumwarfen. Angepöbelt bin ich ich aber fast nicht geworden, obwohl es kaum Passanten oder Spaziergänger gab. Also nur „Frequency-Besucher“, die Bierdosen oder kleine Wägen mit ihren Sachen schleppten und beim „Rotary-Steg“ auf der anderen Seite, dort, wo der Löwe steht, war alles abgeriegelt. Der Ordner hat mich aber sofort durchgelassen, als ich ihm fragte, wie ich jetzt weiterkomme und vorher ist einer mit dem Rad gestanden hat mich angesehen und „Jedes Jahr wieder!“, zu mir gesagt.

Ja natürlich, die Traisen wird verdreckt, es ist laut, der Durchgang wird behindert, aber die Roma haben wohl auch die nächsten zwei Wochen ein gutes Geschäft, den Dreck wieder wegzuräumen und man gewöhnt sich daran und die Jugendlichen waren im Großen und Ganzen auch sehr freundlich und haben ihre Bierdosen weggeräumt, wenn sie mich kommen sahen. Einen habe ich hinter mir zu einem anderen sagen hören „Jetzt habe ich eine gute Tat gemacht!“, er hat eine Bierkiste geschleppt ,“Da macht es gar nichts, wenn ich die Umwelt ein bißchen verschmutze!“

Da kann man zwar durchaus anderer Meinung sein. Der Bürgermeister versichert aber immer, es wird alles weggeräumt. Als ich durch das Gitter durchgeschoben habe, wurde es ruhiger, obwohl es noch einen abgezäunten Zeltplatz gab und am Markt gab es wieder die gewohnte Baustelle. Eine Hochzeit gab es auch und wir waren diesmal allein dort, weil sich die Doris Kloimstein, glaube ich, schon im Frankreich oder auf den Weg dorthin befindet.

Am Rückweg gab es noch ein kleines Problem, denn ich biege jetzt immer beim Bootshaus ab, weil ich zu den Bücherzellen will, aber da war ein Zeltplatz und an den Zelten ist es schwer vorbeizukommen, weil ja wenig Platz. Es hat mir sogar jemand geholfen, als ich mein Rad darüber heben wollte und es hat sich gelohnt, kann ich schreiben, denn der Bücherschrank beim Bootshaus war durchaus gut gefüllt.Ein Buch von Gerhard Amanshauser, von Robert Menasse den „Europäische Landbote“, von Martin Walser „Das Einhorn“ und zwei Krimis.

„Wer wird das alles lesen?“ werden meine Kritiker jetzt fragen. Stimmt, aber ich bemühe mich und vorher war ich noch mit dem Alfred beim „Thalia“2“ und habe mir den neuen Uwe Tellkamp kaufen lassen. Auch ein sehr dickes Buch, das vielleicht nicht auf die deutsche Buchpreisliste kommt oder doch?

Am Nachmittag haben wir wirklich geräumt. Es war ein Freund vom Andreas mit seiner Frau und zwei Kindern da und die kleine Lia, die im Auto, das repariert werden sollte, saß, hat zu mir gesagt „Oma, du darfst nicht das Auto aufmachen“, weil eines der zwei Kinder am Beifahrersitz saß und erklärte mir auf meine Frage, wer das sei, „Das ist der Papa!“

Ja, richtig, eine Puppe, die noch eine Windel braucht, während sie schon sauber ist, hat sie auch noch in der Hand gehabt.

Der Alfred grillte wieder am Samstagabend und am Sonntag wird es, wenn das Wetter schön ist, auf die Rudolfshöhe geheben und die „Frequency“ ist dann auch vorbei.

2022-08-15

Weiter mit den Sommerfrischenwochenenden

Die gab es in diesem Sommer wegen unseres Kroatienurlaubs und unseren Badeaufenthalt in Ungarn bis jetzt nur relativ wenig. Aber einige werden es noch sein, da wir ja am Freitag aus Bük zurückgekommen sind und nun unsere üblichen Wochenendrituale abhalten können.

Das heißt, so ganz üblich sind sie nicht. Denn Erstens hatte der Alfred, am neunten August seinen siebenundsechzigsten Geburtstag und da will er am Sonntag immer grillen. Meistens sogar ein Fest machen. Aber meistens lädt er dazu zu spät, die Leute ein, die dann auf Urlaub sind und daher nicht kommen. So ist das auch heuer. Der Karli ist mit der Anna gerade aus der Schweiz zurückgekommen. Die Doris Kloimstein fährt nach Frankreich und muß noch packen. Die Anna und die Lia waren aber eingeladen. Der Andreas ißt nichts zu Mittag und der Hund Ouzo sowieso. Der liegt dann immer unter Tisch und wartet auf die Cevapcici, die ich dann meistens will.

Aber gegrillt hat der Alfred schon am Freitagabend, weil er wegen der vielen Buffets in Bük am Freitag nichts zu Mittag gegessen hatte und das letzte Wochenende am Markt schon Fleisch eingekauft hat.

Am Markt waren wir auch diesen Samstag und da habe ich dann mit der Doris Kloimstein, die Bücher getauscht. Meine Zusammengesammelten habe ich schon das letzte Mal erwähnt. Sie hat mir ein Buch Auguste Laar mitgebrecht, die ich ja von den „Schamrock-Festivals“ kenne und einen Gedichtband der Elisabeth Schawerda, über die sie im „Podium“ Rezensionen geschrieben hat.

Vorher hatte ich ein kleines Problem mit meinen Rad, mit meinen Rädern. Denn ich habe ja zwei, hat mir doch der Alfred vor zwei Jahren ein Neues gekauft und das ist mir beim Herausrollen aus der Garage ein wenig umgekippt und nachher hat es gesurrt und gebrummt, so daß ich das Alte genommen habe. Da war aber wenig Luft darin, der Höhenversteller hat geklemmt und Schlüssel für das Schloss hatte ich auch keinen, weil ich ja in Neuberg an der Mürz meinen Schlüsselbund verloren habe und da war er darauf. Es ist aber alles gut gegangen, niemand hat es mir gestohlen und Neuigkeiten haben mich auch erwartet, als ich von Ungarn zurückgekommen bin.

Die Doris Kloimstein ist ja immer so nett, mir die literarischen Events zuzuschicken, aber ich hatte schon gewußt, daß Emine Sevgi Özdamar, die auch auf der Belletristikliste des „Leipziger-Buchpreises“ gestanden ist, heuer den „Büchner-Preis“ bekommt und Salman Rushdie wurde in New York bei einer Veranstaltung in den Hals gestochen und verletzt.

Wenn wir schon bei den Preisen sind, Lisa Spalt bekommt heuer den „Veza Canetti-Preis“ und um wieder auf die Außergewöhnlichkeiten dieses Sommerfrischewochenende zurückzukommen, es ist ein besonders langes, denn der fünfzehnte August ist ja ein Feiertag und da geht auch mein diesmal langer Urlaub zu Ende und das Alltagslebens geht wieder an und am „Sozialen Kreditsystem“ oder wie immer der Text später, wenn er fertig werden sollte, habe ich auch weitergeschrieben. Eine Szene, wo die Steffi Schuster den Bundeskanzler Nehammer im Fernsehen sagen hört, daß einem dann nur mehr „Alkohol und Psychopharmaka bleiben wird und dann bekommt sie ein SS von ihrer Jugendfreundin Frieda Holm, die in Stockholm Psychologin ist oder war und die kündigt ihr den Besuch ihrer Nichte Johanne Amundsen an, die ja in Wien nach einer Autorin forscht, deren Bücher sie im Campingplatz von Senj gefunden hat.

Dann sind noch zwei Szenen geplant, wo die Sun-Jong wieder im Impfzentrum zu arbeiten beginnt und später der Tina Horvath eine Chinesischstunde gibt. Dann käme die Begegnung mit Wilston Smith in der Konditorei Aida. Aber da sollte ich mir noch „1984“ suchen und da Buch nochmals lesen. Dafür werde ich demnächst eine Johanne Amundsen Szene hier als Goodie einstellen und hoffen, daß ich mit meinen Work on Progress halbwegs oder sogar ganz gut weiterkomme und die „Uhrengeschichte“ sollte auch bald fertig korrigiert sein und an die Druckerei gehen.

2022-08-06

Wieder auf den Markt

Der Marktbesuch am Samstag gehört, wenn wir in Harland sind, ja zu unseren Ritualen und seit einiger Zeit treffen wir uns da auch mit der Doris Kloimstein, der ehemaligen Obfrau der LitGes und wieder seit einiger Zeit tausche ich mit ihr Bücher aus, bringe ihr das mit das was ich doppelt bekomme oder doppelt dem Schrank entnehme oder dort denke, daß sie das interessieren könnte.

Jetzt haben sie wir sie urlaubsbedingt schon länger nicht getroffen, so daß sich auf dem Harlander Schreibtisch, der noch aus dem ehemaligen Büro der Schwiegermutter stammt, einiges angesammelt hat.

Im Schrank in der Burggasse und bei dem Regal im Amerlinghaus gibts ja immer einiges aus der „Edition Exil“ und dann habe mal Clemens Berger „Streichelinstitut“ irgendwann gefunden. Da kann ich mich erinnern, wie froh ich vor einigen Jahren war, daß ich das Buch einmal für mich fand. Gelesen habe ich es noch immer nicht und Irene Pruggers Erzählungen „Letzte Aufahrt vor der Grenze“, das 2008 für die Buchpreisprämie nominiert war, als ich dort in der Jury war, habe ich mir einmal glaube ich, bei einem Literaturhaus-Flohmarkt gekauft. Das habe ich dann auch für die Doris gefunden und Helmut Krausser „Wann das mit Jehanne begann“ habe ich vom Verlag gleich dreimal bekommen. Einmal als PDF, dann als Arbeitsexemplar und als wir am Donnerstag in Wien gewesen sind, habe ich mir das Buch von der Post abheben können.

Mich also schon gefreut, das der Doris am Samstag mitbringen zu können und vor allem auch mit ihr über den Literaturbetrieb, über die Corona-Entwicklungen und über was auch immer zu plaudern.

Aber leider hat es in der Nacht stark und viel geregnet und die Temperatur ist von achtunddreißig Grad auf neunzehn zurückgegangen. Also hat die Doris in der Früh angerufen und gefragt, ob wir uns wirklich im Regen treffen wollen?

Ich bin ja wettermäßig sehr unenpfindlich und fahre bei jeden Wind und Wetter Rad und, daß wir am Samstag am Markt Würstel essen gehört auch schon lange zu unseren Ritualen. Außerdem hat des dann aufgehört. So habe ich die Doris angemailt und die Bücher mitgenommen. Notfalls hätten wir sie ihr auch vorbeibringen können. Haben sie dann nicht mehr erreicht und als ich die Traisen entlanggefahren bin, habe ich dort schon weiße Zelte gesehen und einige Roma-Männer die beim Bootshaus herumgesessen oder gestanden sind.

„Aha!“, habe ich gedacht.

„Die Frequency ist wieder da oder kommt nächste Wche!“ und darüber habe ich mich schon öfter geärgert und auch gebloggt, daß da der Traisenweg abgesperrt wird und man nicht oder nur erschwert durchfahren kann. Einmal, kann ich mich erinnern, daß ich eine Woche vorher nach Herzogenbrug gefahren bin und da wars schon beim Bootshaus abgesperrt.

Diesmal konnte ich aber durchfahren. Absperrgitter waren schon aufgestellt und am Domplatz wird schon seit zehn Jahren gegraben und derzeit ist ein großer Teil abgesperrt. Die Standln gibt es im hinteren Teil und als ich mir da einen Tisch suchte, waren die schon ziemlich besetzt, so daß ich da meine Beabachtungen machen konnte.

Zuerst standen zwei Männer da, dann kamen welche mit Käsekrainern dazu „Das essen Sie ganz!“, erkundigte sich einer und auf die Frage, ob er ein Stück haben wolle, schüttelte er den Kopf und antworte te,daß er das nicht dürfte.

„Hat er Diabetes?“, habe ich gedacht. Er war auch sehr schlank und auf die Frage wer ihn kontrolliere, antwortete er „seine Chefin“, womit offenbar die Freundin gemeint war.

Nun ja, nun ja! Später kam ein Mann mit seiner Mutter und zwei Kndern. Seine Frau war in Salzburg beim „Jedermann“ erzählte er und dann gabs eine Diskussion über die derzeitigen Inszenierungsstile.

Ein „Augustin oder Moment- Verkäufer“ erschien und wollte verkaufen, worauf sich ein Mann ziemlich scharf geäußert hat, daß das nicht anginge und nichtsein dürfe und als ich ihn fragte, was er gegen „Augustin-Verkäufer“ hätte?, hat er seine Schärfe auf mich übertragen und gemeint, ich könne ihn ja ein Würstel kaufen oder einen Hunderter wechseln, weil ich nur ein paar Cent Kleingeld hatte. Das Würstel hat ihn dann ein Mann gekauft, den ich eigentich für seinen Freund gehalten habe. Er war aber von der „Arbeiterkammer“ und hat sich mit dem Alfred ziemlich intensiv unterhalten und sein Freund war von der Gewerkschaft und half seiner Tochter beim Verkauf im Konditoreiwagen.

Also alles ziemlich spannend. So sind wir ziemlich lange am Markt geblieben. Solange bis die Standler schon die Schirme und die Tische wegräumten. Die Anna, die inzwischen auch schon von Kroatien zurück ist, hat angerufen, weil sie mit dem Alfred einkaufen fahren wollte und ich bin am Rückweg in den beiden Büchertelefonzellen die ich seit einiger Zeit dabei aufsuche, auch fündig geworden. In dem beim Bootshaus lag Jenny Erpebecks „Gehen, ging ,gegangen“, das 2015 auf der dBp-Liste ,stand als ich das erste Mal „Buchpreis“ gelesen habe. also auch ein Fall für die Dorisi und dann noch ein Knderbuch von Walter Wippersberg „Der Kater Konstantin“. Vielleicht wird sich die Lia in ein paar Jahren darüber freuen und bei der Zelle beim Amtshaus gab es viele Taschenbücher aus den Neunzehnsiebzigerjahren. Wer ist da gestorben?, könnte man fragen und ich habe mir was von Dürenmatt, j.P. Sartre, Johannes Simmel und Henry Miller ausgesucht. Mal sehen was ich davon schon habe, so daß ich es, wenn wir am Montag nach Ungar fahren, wieder zurücklegen kann.

Bücher, Bücher, Bücher also an diesem Urlaubswochenende, das zwischen unsere zwei Reisen gequetscht ist, obwohl ich sonst ja auch einiges zum Lesen habe, bevor am dreiundzwanzigsten Augst die neue Buchpreisliste bekannt gegeben wird. Eine diesbezügliche Glosse habe ich schon geschrieben, bevor ich in die Stadt gefahren bin.

2022-07-08

Die erste Juli-Woche

Der Sommer mit der Hitzewelle ist da, ich sitze vom Wanderwochenende in der Steiermark zurückgekommen auf der Wiener-Terrasse und gehe in mein fünfzehntes Literaturgeflüster-Jahr. Die „Alte Schmiede“, das Literaturhaus und die „Gesellschaft“ haben ihre Pforten geschlossen.

Dafür begannen am Donnerstag die O-Töne im wieder normalen Modus. Eine Praxiswoche noch und dann hinein in die Ferien. Der Alfred, der ja sehr reiselustig ist, will nach der Corona-Reisepause unbedingt nach Kroatien fahren.

Ich bin ja nicht so reiselustig und würde den Sommer auch in Harland mit dem Schreiben und den Lesen verbringen. Da wartet ja eine lange Backlist auf mich, bevor im August die deutsche Buchpreisliste bekanntgegeben wird. Die ersten Neuerscheinungen sind auch schon angekommen und warten auf das Gelesenwerden und das Schreiben?

Da war ich ja im ersten Halbjahr äußerst produktiv. Drei zugegeben sehr kurze Corona-Bücher sind da im ersten Halbjahr entstanden, von den eines, das „Frauenleben“ schon erschienen ist.

Das zweite „Die Uhren haben ihre Zeit verloren“ hat jetzt schon ein vorläufiges Cover und muß von mir noch durchgesehen werden, bevor es an die Druckerei gehen kann. Dann warten noch die „Gestohlene Jahre“, die vom Alfred noch gesetzt werden müssen und ich trödle mit dem nächsten Projekt, der Steffi Schuster und ihrer chinesischen Patentochter „In den Wolken leben oder die Verkehrsbeschränkung“ hieße jetzt der Arbeitstitel, nach wie vor herum.

Habe da jetzt siebzehneinhalb Seiten, die ich nochmals durchgegangen bin, acht Szenen und 8 244 Worte, um den richtigen Schwung zu bekommen. Nach wie vor weiß ich aber nicht wirklich über was ich schreiben will?

Die Steffi Schuster ist in Pension und schwappt derzeit durch die Sommercoronawelle und was macht sie jetzt? Schreibt sie darüber oder über etwas ganz anderes?

Momentan komme ich kaum dazu, weil da die Gesundheitskasse ihr Kontingent geöffnet hat, wieder mehr Klienten und ansonsten schwappe ich durch die Krisen.

Da ist zwar die Impflicht weil nicht verhältnismäßig aufgehoben worden, dafür wurde aber schon vorher das Epidemiegesetz noch einmal verändert und eine Verkehrsbeschränkung auf Verdacht ermöglicht, so daß man vielleicht, wenn ungeimpft nicht mehr demonstrieren gehen kann. Die Zahlen steigen wieder an und man muß auf den Herbst schauen, wo es ja immer Grippewellen gegeben hat, aber die Pandemie muß nach wie vor in den Griff bekommen werden, obwohl man das wohl gar nicht kann, denn das Virus wird wahrscheinlich nicht verschwinden. Man könnte nur anders damit umgehen und ich könnte wahrscheinlich endios darüber schreiben, bin aber nicht sicher, ob ich das soll?

Also in den Sommer. So ganz unbeschwert wird das nicht gehen, denn es wird ja alles teuer und die Gaszufuhr womöglich abgesperrt. Also frieren für den Frieden und weniger duschen. Die Klimakatastrophen sind auch im Aufschwung, obwohl man das im täglichen Leben, waren wir da ja erst vor kurzem in einen Luxusrestaurant, noch nicht so spürt. Meine Betriebskosten sind aber um sechzig Euro angestiegen und eine Nachzahlung hat es auch gegeben.

Überall Krisenstimmung. Zwei Jahre Corona-Angst, die ja nach wie vor noch geschürt wird .Jetzt kommt noch die Angst vor den Kriegsauswirkungen und der Wahnsinnsinflation, beziehungsweise der Kimakrise, den Überschwemmungen oder Waldbränden dazu und die Flügen fallen auch aus, weil kein Sicherheitspersonal vorhanden, was mich, da ich schon zwanzig Jahren nicht geflogen bin, am wenigstens stört.

Entspannt in den Sommer wird also gar nicht möglich sein und die Sommerfrischenwochenenden fallen heuer auch ziemlich auch aus, obwohl ich diese Woche wieder eines haben werde. Also am Freitag nach Harland fahren. Da habe ich noch einige Stunden. Dann vielleicht die Doris Kloimstein wieder einmal am Markt treffen und am Sonntag auf die Rudolfhöhe. Dann geht es schon in den Urlaub. Der erste nach drei Jahren und dann wird es spannend, wie es Corona mäßig weitergehen wird und wann die nächste Maskenpflicht wieder kommt?

Da war ich vor kurzem in einem Supermarkt, um Champginons, eine Avocado, Milch und einen Blätterteig für das Mittagessen einzukaufen und habe da nicht nur keine Leute mit Masken sondern eigentlich überhaupt keine gesehen, wo soll man sich da also anstecken können?

Wir müßen lernen mit den Virus leben, hört man zwar jetzt öfter, aber so wirklich wird das wohl nicht praktiziert , weil da sofort jemand schreit, die Maskenpflicht muß wieder her und wir können es nicht einfach durchlaufen lassen, sondern müssen alles korrigieren.

Also auf in einen Krisenherbst, aber vorher einen schönen Sommer erleben.Das wäre das Ziel, obwohl ich zugeben muß, daß ich wahrscheinlich alternbedingt mehr unter der Hitze leide. Es hatte aber auch noch nie so früh über fünfunddreißig Grad und daran muß sich der Körper wohl gewöhnen.

Also vielleicht ein nicht so planbarer Sommer mit vielen Krisenphantasien und unsicher, wie es im Herbst weitergehen wird? Da habe ich ja zwei Lesungsgtermine, ausgemacht und bin gespannt ob ich sie maskenlos absolvieren kann und das Volksstimmefest wird, was ich ja schade finde, wieder ohne Lesung stattfinden. Zumindestens werde ich dort nicht lesen, weil es da ja andere Organisatoren gibt. Wir werden aber wenn es geht, hingehen und nach dem Urlaub auch noch zwei Sommerfrischenwochenenden haben und dann sehen, wie normal oder abnormal es weitergeht und wie ich es mit dem Schreiben machen werde? Da bin ich gespannt, ob ich die Steffi Schuster durch die vielen Krisen schiffen lasse oder über etwas anderes schreiben werden und da wäre positives Feedback natürlich fein.

2022-06-14

Die Impfgegner und die Wissenschaftsfeindlichkeit

Christoph ZIELINSKI, Herbert LACKNER

Ich intereressiere mich ja bekanntlich sehr für das Corona-Thema, habe da eine eher kritische Meinung und habe von Anfang an gestaunt, wie da von links nach rechts gerückt wurde, plötzlich kein Widerspruch geduldet wurde und alle, die einen Einwand hatten, plötzlich Nazis waren. Ich bin das nicht, sondern eine Linke, eigentlich auch nicht esoterisch und habe auch versucht das Thema von allen seinen Seiten zu betrachten, so habe ich Robert Misiks „Die neue (Ab)Normalität“ gelesen, die „Pandemischen Zeiten“ und den „Lockdown 2020“ und Rudi Anschobers „Pandemia“, Sucharit Bhakdis „Corona Fehlalarm“ auch. Das hat mir die liebe Doris Kloimstein einmal am Markt gegeben und so bin ich heute auch zu der Präsentation von „Die <Medizin und ihre Feinde“ von dem Journalisten Herbert Lackner und dem Onkologen Christoph Zelinski in den „Republikanischen Club“ gegangen, der seit ersten <jänner eine neue Adresse gegangen und habe da wieder einmal über die Verknüpfung die Impfgegner sind alle Nazis oder solche, die an Exen glauben, gestaunt, denn so einfach ist das nicht und ob sie wirklich so wissenschaftsfeindlich sind, wie behauptet wurde, ist wahrscheinlich, vor allem bei einer Impfung, die noch gar nicht so erforscht ist, keine sterile Immunität erzeugt und auch nicht so besonders wirkt, sehr über den Kamm geschert.

Herbert Lackner, der ehemalige oder immer noch „Profil-Journalist“ hat erzählt, wie er dazu gekommen ist, das Buch zu schreiben, ist er doch mit dem Onkologen Christoph Zielinski im Cafe Landtmann gesessen, als dort die Demonstranten vorübergezogen sind und hat sich gefragt, welche Menschen, da mitgehen und da ist das Buch entstanden, daß über die Impfpflicht informiert.

Die ist, glaube ich, unter Maria Theresia bei den Pocken eingeführt wurden, weil deren Kinder und Schwiegertochter daran gestorben sind und auch da hat es schon Widerstände gegeben, die, glaube ich, sogar zu einem Krieg führten, weil sich die Leute nicht so einfach mit Krankheitserregern infizieren lassen wollten.

Da muß man informieren und aufklären war die Konklusio und da wurde dann in der Diskussion angeführt, daß sich die Lehrpläne in den Schulen in den letzten Jahrzehnten nicht geändert haben und die Frage, wieso es sein kann, daß dreizehn Prozenten der Ärzte bei der letzten Ärztekammerwahl die MFG wählten, habe ich nicht als besonders fair gefunden, denn ich denke nicht, daß die dann dumm sind und an Exen glauben sie vielleicht ebenfalls nicht und wenn sie eine Zusatzausbildung in Homoöpathie haben oder sich mit der Naturmedizin beschäftigen, ist das wahrscheinlich auch okay.

Trotzdem eine interessante Diskussion, auch wenn ich in vielen eine andere Meinung habe und ich habe auch versucht mit Herbert Lackner darüber zu diskutieren, der meinte, daß er auf Demonstrationen versuchte mit Impfkritikern in Kontakt zu kommen, die ihn entweder für dumm oder für ihren Feind hielten, denn die nächsten Demonstrationen kommen in Zeiten, wie diesen wahrscheinlich bestimmt, wenn man als NI dann noch daran teilnehmen kann, wurde ja das Epidemiegesetz vor kurzem verändert, wo dann drinnen steht, daß der Gesundheitsminister auch bei epidemologischen nicht gefährlichen Virusvarianten eine sogenannte Verkehrsbschränkung verodnen kann, wo man dann vielleicht nur mehr arbeiten und in den Supermarkt gehen kann und die Maskenpflicht im Herbst wie ich höre, ja ganz sicher kommt.

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