Literaturgefluester

2013-03-07

Ein Fest für Franz

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:31

Band Franz Josef

Band Franz Josef


Andrea Pauli

Andrea Pauli

Vor einem Jahr, am 28. Februar 2012 ist Franz Hütterer an einer Lungenentzündung gestorben und so gab es am Mittwoch in der Sargfabrik eine von Andrea Pauli und Harald Huber organisierte in Memoriam Veranstaltung.
Kennengelernt habe ich den Lehrer, Lyriker, Satiriker, Kabarettisten, glaube ich, im 2000 im Lesetheater, wo er bei vielen Veranstaltungen mitwirkte.
Das bei Podium erschiene Lyrikbändchen, habe ich mit ihm bei einer „Freiheit des Wortes“- Veranstaltungen, wo er gelesen hat, getauscht und kann mich auch an einige Poet-Nights erinnern, wo er gelesen hat.
Zu Ostern 2010 ist er, glaube ich, auf meinen oder ich auf seinen Blog gekommen, wo er mich verlinkte und wir eine Zeitlang regen Kontakt hatte, es ist eine interessante Frage, was mit einem Blog, nach Tod des Bloginhabers geschieht, die Baerenpost gibt es noch immer mit dem letzten Eintrag vom 31. 12. 11 „Nachdem nun der Herausgeberbär selbst fast drei Woche nicht in seinen Blog kam, kan es Euch ebenso ergangen sein. Aber im „neuen“ Jahr mit neuen Schwung wird wieder gebloggt, was das Zeug hält!“ Soweit ist es dann nicht mehr gekommen und dann habe ich Franz Hütterer bei den Wilden Worten getroffen, wo er mit Richard Weihs und Michaela Opferkuh Wunschgedichte, dichtete, die inzwischen von Richard Weihs alleine betrieben werden und kann mich, glaube ich, auch an meine letzte Begegnung mit ihm erinnern, wir haben uns irgendwo auf der Straße getroffen und er hat mich gefragt, ob ich zu einer Lesetheaterveranstaltung gehe?

Eva Tacha-Breitling

Eva Tacha-Breitling


Richard Weihs

Richard Weihs

Jetzt also die „Fest für Franz“ genannte in Memoriam Lesung mit Konzert, denn Harald Huber hat Hütterer Gedichte vertont, die die Band Franz Josef vorgetragen hat.
Mit dem Lied des Clown – Ich bin der Clown, der niemals lustig ist, der Zauberer der jeden Trick vergißt, der Schauspieler ganz ohne Gesicht und der Sänger dem die Stimme bricht – ich bin der Niemand“, hat es begonnen, dann kam Andrea Pauli vom Lesetheater mit einem Brief oder Mail von Josef Hader und erzählte, wie sie dazu gekommen ist, diese Veranstaltung zu organisieren.
Richard Weihs und Eva Tacha-Breitling lasen dann „Notate aus dem blauen Notizbuch“, mit Texten über Franz Hütterers Vater und anderen Betrachtungen.
Dann kam Claudius Loner, der von Franz Hütterer als Lehrer erzählte, der wandelnden Bibliothek, die er gewesen ist, seiner Begeisterung mit der andere für Literatur, das Schulspiel, etc interessierte und da kann ich mich auch an eine meiner ersten Begegnungen mit ihm erinnern. Ich glaube es war eine Festveranstaltung zu einem Geburtstag von Rolf Schwendter wo er einen Scatch mit Schülern einer Volkshochschulgruppe aufführte.
Julia Danilczyk von der Handschriftensammlung der Wien-Bibliothek erzählte, wie sie mit Andrea Pauli den Nachlaß geordent und in einigen sauredichten Archivboxen abtransportiert hat.

Julia Danilczyk

Julia Danilczyk


Christina Zurbrügg,

Christina Zurbrügg,

Im Hintergrund der Bühne wurden Hütterer Fotos projeziert, so daß man sich hautnah an ihn erinnern konnte und bei einer Kabaretteinlage, gab es dann auch ein Originalvideo, denn Franz Hütterer hat auch einige Kabarettgruppen gegründet, so daß er vom Standard als „ewiger Geheimtip bezeichnet wurde.
Christina Zurbrügg, die offensichtlich auch einmal bei den „Wilden Worten“ mitgemacht hat, las ein langes Wunschgedicht zum Thema „Vollautormatischer Eierschneider“, das sehr lustig, lang und natürlich viel weniger lyrisch als die „Glücks-Schläge“ war und sang noch eine Liedvertonung.
Beppo Beyerl, Martin Auer und Erwin Leder brachten Kabarettnummer, bzw. Erinnerungen, aus den „Glücks-Schlägen“ wurde viel gelesen und am Schluß trat noch einmal die Band Franz Josef auf und gab fünf Lieder zum besten, in denen man sowohl den Dichter, als auch den Liebenden und den Hedonisten erkennen konnte, denn Franz Hütterer hat, wie ich seinem Blog entnehmen konnte, auch gerne Chremeschnitten und anderes gegessen.

Erwin Leder

Erwin Leder


Martin Auer

Martin Auer

Franz Hütterer Mutter war im Publikum und einige bekannte aus dem Lesetheater, wie Susanne Schneider, Christian Katt und Hahnrei Wolf Käfer.
Andrea Pauli rief noch alle auf, ein Glas auf Franz Hütterer zu trinken und betonte, daß das die Einnahmen und Spenden für einen Lyrikband und eine CD-verwendet werden, so daß es vielleicht bald mehr von Franz Hütterer zu hören und zu lesen geben wird.

2020-05-16

Das Geburtstagsfest

Filed under: Bücher — jancak @ 00:43
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Jetzt kommt das Buch, das mir Doris Kloimstein mitgebracht hat, als sie vorigen Juli, glaube ich, zu uns nach Harland zum Grillen gekommen ist. Doris Kloimstein, die ich ja vor Jahren, als wir in Harland wohnten und ich von dort nach Wien in meine Praxis gependelt bin, die ich in einer Regionalversammlung, der IG- Autoren kennenlernte und die auch Mitglied unserer nicht mehr existierenden Schreibgruppe war, regelmäßig am Markt von St. Pölten zum Würstelessen trafen, als man das noch durfte und mit der ich seit einiger Zeit Bücher tausche.

Ich die Doppelexemplare, die von den Verlagen kommen und da kommen ja sehr viel, sie scheint sich die Bücher zu kaufen , so habe ich Takis Würgers „Stella“ von ihr bekommen, „Jesolo“, Josef Haslingers „Mein Fall“ das ich lesen werde, falls es dieses Klosterworkshop im Oktober gibt und noch andere Bücher und der Name Judith W. Taschler, die 1970 in Linz geboren wurde, als Bestsellerautorin gilt und deren Bücher zum Teil bei „Picus“ erschienen sind ist, mir sehr bekannt.

Gelesen habe ich bisher noch nichts von ihr, ihr „Roman ohne U“, vielleicht einmal aus einer Abverkaufskiste gezogen,“Sommer wie Winter“ vor kurzem gefunden und beim „Geburtstagsfest“ scheint es sich um ein Jugendbuch zu handeln. Zumindest habe ich die Geschichte Kambodschas und der roten Khmer so empfunden, eingebettet in eine Familiengeschichet.

Das Titelbild, wo die Rückenansicht einer Frau im roten Abendkleid vor zwei Fenstern zu sehen ist, trügt, wahrscheinlich, obwohl Tevi eine der Heldinnen, bei dem besagten Geburtstagsfest ein solches trägt.

Es beginnt, Wolfgang Tischer vom „Literaturcafe“, der das ja nicht mag, wird stöhnen mit einem Prolog, denn da schreibt der zwölfjährige Jonas E-mails an eine Frau Gardiner und lädt sie zum fünfzigsten Geburtstagsfest seines Vaters Kim ein.

Dann wird in Rückblenden, Tagebuchaufzeichnungen etcetera, sehr langsam und bedächtig die Geschichte von Kim Mey erzählt, der als Sohn eines Fischers in Kambodscha geboren wurde. Seine Mutter ist bei der Geburt des kleinsten Bruders gestorben. Der Vater fuhh mit dem Moped von der Hebamme geschickt zum Arz in die Stadt, aber der weigerte sich ohne Barzahlung zu kommen. So vertraute die Mutter Kim die Obsorge der zwei kleinen Brüder an, die er dann fortan in die Schule mitgenommen hat.

Ein Franzose, das heißt ein Mischling mit asiatischen Aussehen, der ein Hotel leitete, nahm sich seiner an, ließ ihn ins Lycee gehen und in seinem Hotel Mittag essen. So lernte er seine Familie, drei Töchter und ein kleiner Sohn kennen, verliebte sich in die ältere. Die Jüngste, besagte Tevi war frech und sagte „Er stinkt nach Fisch!“, dann kamen die roten Khmer, vertrieben die Familie, Kim schloß sich ihnen an und am Ende, als die Familie des Franzosen ermordet wurde und nur die kleine Tevi überlebend neben den Leichen lag, nahm er sich ihrer an und schleppte sie über die Grenze nach Thailand. Dort schloßen sie sich einer Familie an, kamen nach Österreich, wurden als Pflegekinder von einer Monika aufgenommen, die von ihrem Mann und liebhaber verlassen wurde, mit ihrer kleinen Tochter Ines, bei ihrer Mutter Martha lebte und zum Geburtstagsfest kam jene Tevi, die in Amerika lebt und verheiratet ist, zu der Famile zurück.

Kim ist Architekt, hat drei Kinder, ist mit Ines verheiratet und spricht wenig über seine Vergangenheit, obwohl ihn die Tochter in die Schule holte, damit er im Geschichtsunterreicht von seinen Erlebnissen erzählt.

Traumatisierungen überall, so kommt es auf dem Fest zu einem Fiasko, das damit endet, daß Kim danach nach Kambodscha fliegt, um nach seinem Bruder, dem einzigen Überlebenden seiner Herkunftsamilie zu suchen und sich die ganze Familie dort wieder trifft.

Ein interessantes Buch, denn ehrlich, ich weiß wenig über die Zbeit der roten Khmer, in der ich Psychologie studierend in der Otto Bauer Gasse wohnte, beziehungsweise gerade aus der Wattgasse ausgezogen bin. Da hat mich damals offenbar nicht interessiert oder ich habe es Fernseherlos nicht ganz mitbekommen. Ich habe mich bei dem Buch, das vielleicht wieder etwas langatmig erzählt ist, die ganze Zeit gefragt, woher Judith W. Taschler ihre Detailkenntnis über Kambodsha hat?

In der Danksagung beschreibt sie es. Ihre Familie hat eine kambodschanische Flüchtlingsfamilie aufgenommen und ich finde es, wie schon geschrieben sehr interessant über die Schicksale der <kindersoldaten, der roten Khmer, etcetera, zu erfahren und kann das im Vorjahr erschienene Buch daher nur sehr empfehlen.

2020-04-16

Kein internationales Kulturfestival „Literatur & Wein“

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:00
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Die „Literatur und Wein“ hätte zwischen dem sechzehnten und neunzehnten April zum zweiundzwanzigsten Mal in Krems und Göttweig stattfinden sollen.

Initiiert wurde das Festival von der Leiterin der NÖ-Literaturhauses Sylvia Treudl, die ich vor mehr als zwanzig oder dreißig Jahren als Leiterin des „Milena-Frauenverlags“ kennenlernten, wo ich ja meine Texte lange hinschickte und schickte, ich sehe sie auch meistens bei den IG-Autoren, bei der GAV  nicht, da sie da kein Mitglied ist und  auf das Festival ist der Alfred 2013 aufmerksam geworden. Ich wußte schon früher davon, weil Sylvia Treudl ja bei der IG davon berichtete und mir auch immer das Programmheft zuschickt, da man da aber Eintritt zahlen muß und ich ja nicht so gern zu bezahlenden Veranstaltungen gehe, hat der Alfred die Festivalpäße oder, ich glaube, am Anfang waren es sogar noch Einzelkarten,, gekaufgt und seither sind wir Jahr für Jahr hingepilgert.

Das Vorjahr mit Gips, heuer habe ich mir gedacht, daß ich mich ja vielleicht wie in Basel dafür auch akkreditieren lassen könnte, weil ich ja immer so getreulich und ausführlich darüber schreibe und der Alfred die schönen Fotos macht, weil das aber nicht zu gehen schien und  auch schon das Corona-Virus so langsam auf uns hinüberschwabbte, haben wir beschloßen das Festival heuer auszulassen, weil ich ja ohnehin die Erfahrung machte, daß ich sehr viel davon jeweils schon gelesen hatte oder die Autoren, es werden ja immer nur sehr prominente eingeladen und nicht due sogenannten Hobby oder Indieautoren, wie ich eine bin, schon bei anderen Veranstaltungen, wie in der Hautpbücherein, in der „Alten Schmiede“ etcetera gehört.

Dennoch habe ich als Anfang März, die ersten Veranstaltungen abgesagt wurden, auf die Facebookseite geschielt, wo die Lyrikheftchen, die ja jedes Jahr für das Festival gedruckt werden, vorgestellt wurden, das neue Design der Festivaltaschen, sowie die Programmehefte. Lange lange gabs nichts, als das zu sehen und erst am 24. März, als schon klar war, daß wohl nichts daraus würde, stand zu lesen „Bedauerlicherweise müssen wir  unser 22. internationales Kulturfestival aufgrund der besonderen Ausnahmesiutation absagen“, nun ja in den riesigen Brunnensaal passen einige hunderte Personen hinein, die die Viren lustig übertragen würden, „Bitte lesen Sie zu Hause ein gutes Buch, trinken Sie ein Glas Wein und freuen Sie sich auf das nächste Festival „Literatur und Wein“ vom 22. – 25 April 2021″

Mache ich, könnte ich antworten, zumindestens die ersten Teile, denn Bücher lesen, Coronatagebuchschreiben, Buch korrigieren und vielleicht schon das „Frühlingserwachen“ vorplanen, ist bei mir ja, meine Leser wissen es, als Krisenintervention ohnehin angesagt.

Die Bücher liegen im Badezimmer oder in meinen E-Book folder, wenn die Post sie mir nicht zustellen kann und das Programmheft liegt auch bereit, denn das habe ich auch heuer zugeschickt bekommen. Das Glas Wein ist auch zu organisieren, haben wir ja noch einige Flaschen von unseren Hauswinzer Herzinger und der Alfred geht ja auch gerne zum Luftschnappen auf den Naschmarkt zur Frau Fischl und ein französisches Spezialitätengeschäft gibt es auch in meiner Nähe, so daß ich mir, um den Rotwein keine Sorgen machen brauche, der ja bekanntlich in Krems gar nicht so leicht zu bekommen ist.

Was liegt also näher als das Programmheft durchzublättern und mich zumindestens geistig oder virtuelle, weil das ja schon in Leipzig so schön geklappt hat auf das internationale „Literatur und Wein-Festival“ zu begeben und dabei kann ich auch überprüfen, was ich von dem Programm schon kenne und was, weil mir unbekannt, irgendwie noch nachzuholen wäre.

Beginnen tut es ja immer am Donnerstagabend im Literaturhaus Krems, gegenüber der berühmten Strafanstalt, wo ich früher immer meine Texte an Jack Unterwegers „Wortbrücke“ hingeschickt habe und wo dann zumindestens der Plan für die Herausgabe meiner „Hierarchien“ entstanden sind, weil Jack Unterweger ja während der Entstehung des Buches in eine andere Strafanstalt verlegt und schließlich entlassen wurde.

Ich gehe also zu der Auftaktveranstaltung am Donnerstag und stelle fest, daß die diesmal etwas anders, nämlich ein „Fest poetischer Stimmen“ wäre und da würde Klaus Zeyringer, der sonst immer am Samstag auftrat Friedrich Achleitner lesen, der vorigen März gestorben ist, Martina Spitzer Elfriede Gerstl, die ist 2009 gestorben und ich habe seither einige Literaturveranstaltungen besucht, wo ihre Werkausgaben präsentiert wurden. Christoph Mauz die bekannte festivalstimme würde Herbert Rosendorfer lesen, von dem ich ein Buch gelesen habe und Christoph W. Bauer auch ein beliebter Festivalautor, den 2009 verstorbenen ersten Bachmannpreisträger Gert Jonke. Da hätte ich wohl etwas versäumt, obwohl ich die Werke der Dichter ja lesen kann und von Gerstl und Jonke auch  einiges in meinen Regalen habe.

Am Freitag wäre es dann in den riesigen Brunnensaal gegangen, wo man schon  früher da sein und seinen Platz, um etwas zu sehen, reservieren hat müssen. Da ist  dann immer, um achtzehn Uhr Sylvia Treudl mit dem Weinbegleiter aufgetreten und hat mit ihm abwechselnd die Weine und die Autoren vorgestellt.

Voriges Jahr war das schon etwas anders und heuer hätte es, um halb fünf mit dem Weinalphabet, also einer kurzen Einführung in die Weine begonnen, die man  dann in den Pausen oder wahrscheinlich auch sonst mit Weinbon kosten hätte können und, was die unbekannte Autorenschaft betrifft, da hätte es schon um achtzehn Uhr mit einem Andrej  Nikolaidis begonnen, der von Christoph Mauz auf Deutsch gelesen worden wäre, während es mit Felix Mitterer wieder bekannter geworden wäre, denn den kenne ich ja vom „Ohrenschmaus“ und da kann ich nur hoffen, daß sich bis Anfang Dezember die Lage wieder normalisiert, es gibt jedenfalls schon eine Ausschreibung und einen Termin für die Preisverleihung.

Simone Lapperts „Sprung“ kenne ich auch und habe ihn schon für das „Schweizer Buchpreislesen“ gelesen und mir das Buch in Basel auch von der Autorin unterschreiben lassen.

Norbert Gstrein, der letzte „Österreichische Buchpreisträger“ ist mir ebenfalls bekannt, der hat ja schon bei der Preisverleihung einen Text über sein neues Buch vorlesen lassen, jetzt würde er wahrscheinlich aus „Als ich jung war“ lesen und das habe ich ebenfalls schon gelesen und es hat mir, füge ich hinzu,  nicht so besonders gefallen.

Die 1970 in Leipzig geborene Katja Oskamp würde wahrscheinlich aus ohrem neuen Buch „Marzahn mon amour – Geschichten einer Fußpflegerin“ lesen. Das habe ich nicht gelesen, im Schrank aber einmal ihre „Halbschwimmer“ gefunden, das im Badezimmer liegt und das ich mir eigentlich nach Leipzig als Lesestoff mitnehmen habe wollen, also wenn nicht so viele Neuerscheinungen kommen, ich noch in diesem Jahr lesen werde.

Die musikalische Begleitung, die es immer zwischen den Leseblöcken gibt, wäre am Freitag von „bratfisch“ gekommen und am Samstagmorgen, ginge es in Krems mit einem Alternativprogramm weiter. Nämlich im Literaturhaus mit der Reihe „Transflair“, die diesmal von Kurt Kotschral und Anne Weber zum Thema „Sind wir Mensche noch zu retten?“, eine Frage, die wir uns jetzt wahrscheinlich alle stellen, gestaltet hätte werden sollen. Kurz Kotrschral ist mir eher unbekannt, von Anne Weber habe ich schon etwas gelesen und sich auch schon in der „Alten Schmiede“ gehört, sowie in der Artothek Niederösterreich, wo die vier Lyrikheftchen vorgestellt werden sollten, nämlich die von Adisa Basic, Monika Herceg , Helen Mort und Ariel Spiegler, die es immer zur freien Entnahme gibt und die ich vielleicht in der „Alten Schmiede“ oder sonstwo bekommen kann, wenn diese Orte wieder geöffnet sind.

Dann gäbe es diesmal statt der Wanderung, die ich auch im letzten Jahr ausjgelassen habe, eine „Reise zu den Benediktinern“ und eine Lesung von Paolo Rumiz, den ich schon in der „Gesellschaft“ hörte, also auch etwas Neues sich mit den Hausherren des Stiftes zu beschäftigen, sowie Evelyn Schlag, Barbara Hundegger und Marion Poschmann als lyrisches Alternaivprogramm unter den Titel „dichtung entdecken“.

Dann käme wieder das „Weinalphabet“ im Brunnensaal und dann würde Anna Weidenholzer aus ihrem neuen Buch „Finde einen Schwan ein Boot“ lesen, das ungefähr das einzige ist, was ich nicht von ihr kenne, aber trotzdem schon gesehen habe, weil es ja Stephan Teichgräber für sein Centropeworkshop ausgesucht hat, das ja derzeit auch nicht stattfindet, obwohl die zwei Personenregel dabei ja eingehalten würde.

Katerina Poladjans „Hier sind Löwen“ habe ich gelesen, weil es ja auf der deutschen Buchpreisliste stand und Josef Haslingers „Mein Fall“ liegt, weil es mir die liebe Doris schrenkte auch in meinem Badezimmer, das wollte ich eigentlich während meiner „Klosterwoche“ lesen, aber ob die stattfinden wird, ist ja auch noch nicht so klar.

Juri Andruchowytsch kenne ich, weil er auf der „Buch Wien“ und bei der „Litertur im Herbst“, wenn ich mich nicht irre, öfter gelesen habe, das neue Buch „Die Lieblinge der Justiz“ dagegen nicht. Vielleicht kommt es noch einmal zu mir und Thomas Meyers  „Wolkenbruch“ habe ich gelesen, sogar beide Teile im letzten Jahr, den ersten im Sommer in Locarno, den zweiten glaube ich kurz vor oder nach Weihnachten und war enttäuscht, daß er nicht auf der Schweizer Liste stand.

Die Musik käme von Karl Ratzer und seinem Ensemble, das mir unbekannt ist, weil ich ja eher auf der literarischen Schiene fahre und am Sonntag gäbe es um elf eine Sektmatinee im Literaturhaus Nö. Den Sekt kann ich wieder alleine trinke. Ich mische ihn mir meistens mit Organgensaft oder Erdberen und das Programm käme von Birgit Birnbacher und Nora Gomringer, beide „Bachmannpreisträgerinnen“, „Wir ohne Wal“ habe ich gelesen, Noria Gomringer einmal im Literaturhaus gesehen und das wäre es.

Der Büchertisch wäre natürlich auch zu erwähnen , wo ich mir gelegentlich vom Alfred etwas kaufen ließ.

Im letztes Jahr war es der „Winterberg“ vor zwei das Buch der Kathie Zarnegien, beide habe ich schon in diesem Jahr gelesen und wenn ich mir für heuer etwas wünschen dürfte, wäre es wohl der „Ungarische Satz“ des 1974 in Sarajevo geborenen Andrej Nikolaidis, das ja auch in Stephan Teichgräbers Workshop passen würde.

Mal sehen, vielleicht kommt es zu mir und ansonsten kann ich meinen Lesern ebenfalls nur empfehlen, ein gutes Buch zu lesen, ein Glas Wein zu trinken und sich auf das nächste Jahr zu freuen.

Und hier noch die anderen Festivalberichte: 2014, 2015, 2016, 2017, 2018

2019-09-01

Volksstimmefest mit fast schönem Wetter

Filed under: Lesung,Veranstaltungen — jancak @ 22:05
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Das letzte Jahr hat es Jahr am Volksstimmefest an beiden Tagen sehr geregnet, so daß man eigentlich nichts anderes, als sich unter ein Dach flüchten konnte und ich, die ich ja das Volksstimmefest im Wiener Prater seit den siebziger Jahren sehr regelmäßig besuche und seit 1989, glaube ich, mehr oder weniger regelmäßig beim „Linken Wort“ lese und das immer gern und bevorzugt am Samstag tue, obwohl es da ja meistens regnete, während es am Sonntag meistens wieder schön und strahlend war, habe da  schon eine diesbezügliche Erfahrung.

Arthur West hat in den Siebzigerjahren oder wann auch immer, die „Linken Wort-Lesungen“ eingeführt, da haben bis 1989 Peter Turrini, Elfriede Jelinek, Marie Therese Kerschbaumer, Gerhard Ruiss, etcetera gelesen, dann hat Helmuth Rizy die Lesungen übernommen und  seit 2008  Roman Gutsch und Christoph Kepplinger.

Der Erstere der das ziemlich engagiert betrieb, ist berufsbedingt zemlich bald ausgestiegen, jetzt macht das Christoph Kepplinger allein, der damit aber, da er im Weinviertel wohnt, eine Frau und einen kleinen Buben hat und mit Deutsch als Fremdsprache, obwohl Germanist und als solcher auch im „Elfriede Jelinek Forschungszentrum“ tätig ist, überfordert ist, denn das „Linke Wort“ ist, wie Christoph Kepplinger in seiner Absage erwähnte, der einzige Programmpunkt des Festes, für das kein Budget eingebaut ist.

Das heißt, die Autoren lesen umsonst und die Veranstalter organisieren das wahrscheinlich auch auf diese Weise. So hieß das Motto der heurigen Lesung auch „Was sind die Worte wert?“ und Helmuth Rizy hat ja eine jährliche Anthologie der Texte eingeführt, das haben Gutsch und Kepplinger übernommen.

Seit einem Jahr gibt es aber eine zeitliche Verzögerung, so befindet sich die Anthologie von 2017 noch in der Druckerei und Christoph Kepplinger ließ auch verlautent, daß er überlege, ob er die Lesung noch weiter organisieren will, was ja sehr schade wäre, wenn sich kein Nachfolger findet, denn es ist eigentlich die größte Veranstaltung auf der ich jährlich lese und diesmal gab es auch noch eine andere Erneuerung, so hätte die Lesung schon um drei statt bisher um vier stattfinden sollen, aber als ich um dreiviertel drei die Sigi-Maron Bühne erreichte, fand da gerade eine Wahlkundgebung der Spitzenkanditen statt, denn am 29. September gibt es ja wegen des Ibiza-Videos eine vorgezogene Neuwahl, da hatte am Freitag die SPÖ ihre Auftaktveranstaltung, Wahlplakate mit „Mit Sicherheit für Österreich“ mit dem Konterfei von Herbert Kikls zieren auch schon die Straßen und die KPÖ nützte natürlich die Gelegenheit auf ihrem Fest  Stimmung für sich zu machen.

Dann gab es einen Soundcheck der Musikgruppe, die um siebzehn Uhr auftreten sollte, wir haben gewartet und gewartet, bevor endlich die Sessel gerichtet wurden und die Lesung begonnen hat.

„Was sind die Worte wert?“, ein schönes Thema. Christoph Kepplinger hat sich wahrscheinlich die Thematisierung, daß er mit der kostenlosen Organisation überfordert ist, ausgedacht. Gerald Grassl, dem er, glaube ich, als Erstes seine Überlegungen mitteilte, begann  mit einem politischen Text und las dann Herbert Kuhners englische Gedichte in der deutschen Übersetzung vor und erklärte, daß in der ‚“Editon Tarantl“ eigentlich dieser Tage ein Roman von dem 1935  Wien geborenen „Kramer-Preisträger“ von 2014 erscheinen sollte, was aber offenbar auch nicht gelungen ist.

Dann folgte Dieter Braeg mit einem politischen Text und danach stellte Erwin Riess seinen neuen „Groll-Roman“ vor, den es im Septermber auch in der „AS“ zu hören geben wird.

Dann kam schon ich mit meinem Stückchen aus der „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“ und ich verknüpfte das Motto mit dem Satz „Die Erinnerungen sind die einzigen Paradiese aus denen man nicht vertrieben werden kann“, den ich Angesichts des Vergessens, „Alzheimer“ und Demenz  für unwahr halte, aber eigentlich hat sich die Maria Mattuschek ja auch in ihre Erinnerungen zurückgezogen und lebt sehr gut darin.

Einer der Zuhörer hat mich nach der Lesung auf das Buch angesprochen. Es ist auf der Bühne mit einem ebenfalls theoretischen Text von Mladen Savic weitergegangen, den ich sowohl schon am Volksstimmefest, als auch in der „Roten Bar“ lesen hörte. Wolfgang Oertl machte ein Sprachexperiment mit den Worten: Sprache, Macht, Gewalt, in dem er sie vielmals abwandelte.

Verena Mermer, auch schon eine alte Bekannte brachte Briefe und Andi Pianka wurde durch das Motto zu einem sehr politischen Text, der die  Situation der letzten Monate zum Thema hatte angeregt.

Nadia Baha, die dann folgte, hatte sich durch das Motto ebefalls zu einem „Geheimen Ibiza Tagebuch anregen“ lassen, während Peter Clar seine Germananistentätigkeit nicht verleugnen konnte in in seinen Texten Friederike Mayröcker, Ingeborg Bachmann etcetera immer wieder erwähnte. Katrin Forstner bestand dann darauf, daß sie auch am Volksstimmefest poetisch sein darf, während die letzte Leserin des Samstag Olja Alvir, die auch schom im letzten Jahr gelesen hat, einen Ausschnitt aus einem Roman brachte, in dem ein paar junge Leute zufällig in eine Revolution geraten.

Danach unterhielt ich mich mit Hilde Schmölzer, Ruth Aspöck und einigen anderen um zu erfahren, daß der Franz, Elfriede Haslehners Lebensmensch, einige Jahre jünger als sie, vor ein paar Wochen einen unerwarteten Herzanfall hatte und am Donnerstag begraben wurde.

Ein großer Schock wahrscheinlich ganz besonders für seine Lebenspartnerin, die ich ja schon sehr lange vom „Arbeitskreis schreibender Frauen“ kenne und die auch immer wieder am Volksstimmefest gelesen hat.

Der Alfred wollte sich dann eine im dritte Weltdorf Fleischspieße kaufen und seine Freunde vom Kubastand treffen, da gab es auch ein diesbezügliches Konzert auf der Volksstimmebühne und dann im Anschluß Harry Stojka, den ich ja schon in Göttweig bei „Literatur und Wein“ hörte.

Am Sonntag hat es dann, als ich in Richtung Jesuitenwiese aufgebrochen bin, ein bißchen zu regnen angefangen, es wurde aber gleich wieder schön und war wahrscheinlich das wärmste Fest seit Jahren und diesmal hat das „Linke Wort“ auch fast pünktlich angefangen.

Begonnen hat Elfi Resch, die in ihren „Wortspenden“ sowohl ihren literarischen Werdegang, sie hat zuerst Gedichte geschrieben, dann in der Veza-Canetti-Anthologie einen Text gehabt und  dann beim Volksstimmefest und bei Frauenveranstaltungen zu lesen begonnen, thematisiert, dann zu dem ursprünglichen Motto, daß die schriftstellerische Arbeit und also auch die Lesungen honoriert werden sollte, wo ich mich mit dem Uli ja einmal heiß über die Frage, ob man als „Hobbydichter“ ein Honorar verlangen darf, stritt, überleitete.

Jiaspa Fenzl, die offenbar an der Sprachkunst studierte und die,wenn ich mich nicht irre, bei den letzten „Kritlits“ las, setzte gleich mit ihren Überlegungen über den Literaturbetrieb und die Rolle, die man in diesem spielt, fort. Dann kam Susanne Ayoub mit etwas Anderen, nämlich mit einem „Krieggedichtzyklus“ aus dem sie zwei Beispiele las.

Güni Nogger aus Innsbruck hat in seinem Worttext auf den Herbert K. mit seinen Pferden Bezug genommen, war also sehr politisch. Eleonore Weber, sowie Ruth Aspöck folgten. Letztere bezog sich wieder auf das Thema des Tages und las ein Erlebnis mit der kubanischen Gesellschaft vor, in der sie sich sehr lange engagierte und  kulturelle Abende veranstalte, bei der Honorfrage hieß es aber wieder, daß das Politische natürlich wichtiger als das Kulturelle sei.

Gerhard Ruiss, der als Vertreter der IG Autoren natürlich für ein Mindesthonorar ist, las aus seinen „Kanzlergedichten“.

Dann folgte Hubertus Chaim Tassatti, der glaube ich, wie Elena Messner, das erste Mal beim Volksstimmefest las, während ich Barbara Eder, die einen Ausschnitt aus einem längeren Text brachte, dort schon gehört habe.

Kurto Wendt brachte auch einen Ausschnitt aus einem politischen Roman, Stefanie Sargnagl Tagebuchnotizen, die sehr lustig waren und am Schluß leitete Denice Bourbon auf das anschließend folgende Programm über.

Ich ging aber mit dem Alfred wieder zum Favoritnerstand, wo es Kaffee und Kuchen gab. Anschließend hörten wir sowohl auf der Jura Soyfer-Bühne der Sängerin Sigrid Horn, als auch auf der „Volksstimmefest-Bühne“  Birgit Denk zu.

Olja Alvir

Olja Alvir

Ruth

Ruth Aspöck

Susanne Ayoub

Susanne Ayoub

Nadia Baha

Nadia Baha

Denice Bourbon

Denice Bourbon

Dieter Braeg

Dieter Braeg

Peter Clar

Peter Clar

Barbara Eder

Barbara Eder

Jiaspa Fenzl

Jiaspa Fenzl

Katrin Forstner

Katrin Forstner

Gerald Grassl

Gerald Grassl

Eva Jancak

Eva Jancak

Herbert Kuhner

Herbert Kuhner

Verena Mermer

Verena Mermer

Elena Messner}

Elena Messner}

Güni Noggler

Güni Noggler

Wolfgang Oert

Wolfgang Oert

Andi Pianka

Andi Pianka

Elfie Resc

Elfie Resc

Erwin Riess

Erwin Riess

Gerhard Ruiss

Gerhard Ruiss

Stefanie Sargnagel

Stefanie Sargnagel

Mladen Savic

Mladen Savic

Hubertus Chaim Tassati

Hubertus Chaim Tassati

Eleonore Weber

Eleonore Weber

Kurto Wendt

Kurto Wendt

2019-07-29

Löwenfest

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Löwenfest[

Löwenfest

„Wiener Allerlei – Allerlei Wiener“, steht am Programmzettel der Sommerlesereihe des Lesetheaters, Veranstalter ist Ottwald John und der hat bei den letzten Malen, als wir im Weinhaus Sittl waren, sehr geheimnisvolle Andeutungen diesbezüglich gemacht.

Von einem „Löwenfest“ und seinem tausendsten Mond hat er gesprochen und dem ersten Gedicht Grillparzers, das er da vortragen wird, so daß ich schon eine Ahnung hatte, daß es sich bei der Veranstaltung, zu der ich eigentlich gar nicht hinzugehen, sondern in Harland bleiben wollte, aber der Alfred hatte bezüglich unserer Schweizreise noch einiges zu erledigen, um seinen Geburtstag handeln würde.

Ottwald John, den ich ja schon lange als Mitwirkender des Lesetheaters kenne, habe ich ergooglet, wurde am 30. 7. 1942 in Lind im Drautal geboren, wird also morgen siebenundsiebzig jahre alt, machte seine Schauspielausbildung bei Elfriede Ott, der Lebensmenschin von Hans Weigel, die ja vor kurzem gestorben ist, Conny Hannes Mayer und Ilse Scheer und war von 1972 bis 1980 Mitglied bei den Komödianten, bis 2005 war er  bei der Gruppe 80 und seit 1990 ist er auch Mitglied des Lesetheaters und bevor ich ihm als solches kennenlernte, habe ich ihn wahrscheinlich schon als Studentin bei den obigen Bühnen gesehen, ohne ihn namentlich zugeordnet zu haben.

Ottwald John

Ottwald John

Erwin Leder

Erwin Leder

Bei seinen Lesetheateraufführungen bin ich wahrscheinlich unzählige Male gewesen, kann mich an die legenäre vom „Professor Bernhardi“ im Amtshaus im zweiten Bezirk erinnern, bei den Poet Nights macht er regelmäßig mit, bei der Sommerlesereihe und und an die Veranstaltung  „In Memorian  Ernst Kostal“ habe ich im Gedächtnis und so bin ich auch wieder um fünf, nachdem wir in Wien angekommen sind, zum Lerchenfelder Gürtel marschiert, vorher habe ich mit der Ruth telefoniert und sie gebeten für mich einen Platz zu reservieren und als ich gekommen bin, waren sowohl schon die Christa U., mit der ich die Hauptschule besucht habe da, als auch die Ruth, die Hilde Schmölzer, Heidi Hagl, Angelika Raubeck und wieder und und…

Am Lesetisch ist es dagegen ziemlich leer gewesen, bis der Jubilar mit seinem Strohut erschien und gleich einen Auftrittsapplaus erhielt und ich habe  mitbekommen, daß es sich um eine ziemlich improvisierte Veranstaltung handelte, allerdings kein Soloauftritt von Ottwald John, denn Erwin Leder, ebenfalls Lesetheatermitglied wurde  am 30. Juli 1951 in St. Pölten geboren, feiert also morgen seinen achtundsechzigsten Geburtstag und dann nahm noch ein jüngerer Mann am Lesetisch statt, der mit Ottwlad John Ausschnitte aus dem Nestroy Stück „Der gutmütige Teufel oder die Geschichte vom Bauern und der Bäuerin“ brachte, das eigentlich schon am ersten Juli von Renate Woltron aufgeführt wurde.

Es war  eine Doppelconferance könnte man so sagen, Erwin Leder brachte Couplets von Georg Kreisler und Karl Valentin, während Ottwald John von seinem Leben erzählte, seine Ex-Frau und den Lehrmeister Conny Hannes Meyer begrüßten, die auch im Publikum waren, von seiner Großmutter erzählte und auch davon, daß Klaus Uhlich die Laudatio halten sollte, der aber einen Unfall hatte und sich derzeit auf der Intensivstation befindet.

Ein interessanter Abend, wenn auch eine eher untypische Lesetheateraufführung.

Ottwald John hielt sich aber auch an den ursprünglichen Titel des Abends, zitierte immer wieder die typischen Wiener, erzählte von seiner Großmutter, brachte  auch ein Gedicht von der berühmten Kaiserin Sisi und der Mond, der offenbar auch eine Rolle in seinem Leben spielt, kam dabei auch immer wieder vor.

Am Schluß trat dann noch ein Freund mit einer selbstgemachten Ode und einem Mond auf, den er als Anhänger Ottwald John überreichte und ich wünsche Ottwald John, der seit einiger Zeit in Baden in der berühmten „Künstler helfen Künstler- Residenz“ wohnt und der mich einmal, wenn ich mich nicht irre, vor vielen Jahren sozusagen schwarz bei einer Theater am Spittelberg-Aufführung zuschauen hat lassen, alles Gute, hoffe ihn noch bei vielen Lesetheateraufführungen zu sehen, obwohl ich dort ja  gar nicht so oft hingehe, weil ich mich eher für Romane und Erzählungen als für  das Theater interessiere.

2019-07-17

PEN-Sommerfest und Neues vom Schreiben

Als ich anläßlich des achtzigsten Geburtstages von Peter Paul Wiplinger im Pressecub-Concoida war, hat mich Helmut Niederle zum Sommerfest in den Hof des Hauses in der Bankgasse Nur acht, eingeladen.

„Kommen Sie, das wird sicher schön!“ hat er gesagt!“ und da ich ja sehr neugierig bin und auch sehr begierig bezüglich meines Blogs, das vielseitige Literaturleben zu erfassen, bin ich heute hingegangen.

Vorher hatte ich nur um fünf und um sechs eine Stunde und daher Zeit für einen allseitigen literarischen Tag. Da habe ich mir im Sommer ja einiges vorgenommen und wollte mich auch von meinen literarischen Figuren, wie die Fritzi Jelinek, die Lisbeth Hahnenpicher und den Theo Hardenberg begleiten lassen, das ist aber Mangels des tatsäclichen Feedback nicht so leicht, das wirklich in die Praxis umzusetzen, obwohl ich schon ein diesbezügliches Notizbuch habe.

Die literarischen Anforderungen kamen aber ohnehin, hat doch Alfred, die „Magdalena“ fertig korrigert, ich habe sie durchgesehen, keinen Fehler mehr gefunden.

Kunststück habe ich das letzte halbe Jahr sehr lange und auch sehr laut daran korrigiert, das heißt mir das Ganze immer und immer wieder vorgelesen.

Jetzt bräuchten wir noch das Cover, damit es in die Druckerei gehen kann und als ich am Morgen im Garten, das Unkraut ausrupfte, hat mich der Alfred zu sich gefrufen und gemeint, er müsse mir etwas zeigen.

Denn auf der Facebookseite des „Globusverlages“ war ein Bild von mir in dem schicken schwarzen Leiberl mit der Aufschrift „Es ist wieder Donnerstag“, denn Christoph Kepplinger hat heuer etwas Besonderes vor, die Autoren des „Linken Wortes des Volksstimmefestes“ vorzustellen. Jeden Tag kommt ein anderer, eine andere und weil er aktuelles Bild vor mir haben wollte, habe ich mich dafür entschieden.

Also ganz schön literarisch, um so mehr da ja noch der Eindruck von der gestrigen Lesung, die eine sehr gute und auch gut besucht war, in mir wach ist.

Trotzdem habe ich dann bis zum Nachmittag gebraucht, bis ich mich an die Korrekturen des „Literaturgeflüsterbuches  Nummer zwei“ machen konnte, was ja, wie ich ahnte, ein wenig schwierig werden könnte, weil zweihundertsechzig Rohseiten und wo setze ich jetzt die Aprostrophe und wo nicht, damit schließlich alles stimmt, trotzdem trage ich mich mit der Idee, daß ich, falls ich bis November nicht mit damit fertig bin, mich bei der Arbeit unterbreche und mich im Rahmen meines siebenten „Nanowrimos“ meinem „Fräulein No“, dem Ulricht Blumenbach und der Gerti Schuster widmen werde.

Allerding werden wir dann bald zur „Buch Basel“ fahren, denn da habe ich schon angefragt, die Karten und der Festivalpaß werden reserviert, die Bahntickets und das Hotelzimmer ist schon bestellt.

Also nur ganz langsam mit meinem Schreibbuch weitergekommen. Die Farbe meines Druckers ist auch schon fast leer, die in Harland ebenso, aber das Buch, beziehungsweise die Schreibartikel, die im „Literaturgeflüster“ so nach und nach entstanden sind, gefallen mir eigentlich sehr gut und ich denke, da ist schon was zusammengekommen, auch wenn das niemand merken will.

Um dreiviertel sieben, nach meiner sechs Uhr Stunde, bin ich  in Richtung Bankgasse aufgebrochen und habe dort im Hof dann gleich Helmut Niederle, Peter Paul Wipplinger und andere getroffen, die dort schwatzend bei einem Gläschen und beim Buffet herumstanden.

Trotzdem gab es auch einen Veranstaltungsraum mit Lesungen und dort moderierte, glaube ich,  Helmuth Niederles Frau und es gab eine Reihe von Kurzlesungen, ein Buch wurde, glaube ich, auch vorgestellt.

Da die autoren nur mit ihrem Vornamen vorgestellt wurden und ich ja kein Pen-Mitglied bin, habe ich mir entsprechend schwer getan, aber Anna Mwangi zuorden können, deren „Kinder des Genossen Rakosi“ ich ja gelesen habe.Jetzt hat sie eine Geschichte von einem Vater, der unbedingt wollte, daß sein Sohn die Matura machen und dann ingenieur werden sollte, obwohl der das gar nicht wollte, gelesen.

Dann kam Ishraga Mustafa, die, ich, glaube ich, schon vom „Milena Verlag“ und der Vernissage die Doris Kloimstein in St. Pölten einmal veranstaltete, kannte.

Helga Neumayr hat einen interessanten Text gelesen, in dem sie ihr Aufwachsen mit der Vielsprachigkeit thematisierte und auch viele andere, deren Namen ich nicht kannte.

Gespräche gab es auch , mit einem Studienkollegen vom Alfred, einem niederösterreischen Kulturbeamten, den ich immer wieder bei Veranstaltungen sehe, Helmut H. Niederle hat mir ein Glas ausgewaschen, so daß ich Rotwein trinken konnte. Der Kuchen war schon ziemlich aus, aber Soletti und Knabberstanden hat es noch gegeben.

Sonja Henisch und Alexander Peer, dessen Lesung im Cafe Prückl ich gestern wegen meiner Lesung versäumte, habe ich gesehen und der Franz hat sich, glaube ich, mit Dietmar Grieser lange unterhalten, aber den habe ich nicht erkannt.

2019-07-01

Dichtfest zum Saisonschluß

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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CHRISTINE HUBER

CHRISTINE HUBER

Alfred Goubran

Alfred Goubran

Bevor es in der „AS“ in die Sommerpause geht, gab es noch einmal das von Christine Huber veranstaltete „DichtFest“, da war ich heuer durch meinen Unfall, glaube ich, noch gar nicht, aber die Saison lasse ich gerne damit ausklingen, deshalb sind wir schon am Vormittag nach Wien gefahren und nicht, wie wir es sonst im Sommer machen werden, erst am Dienstagmorgen.

Ich gehe  ja ganz gerne zu diesen Lyrikveranstaltungen, obwohl ich sonst gar nicht so ein großer Lyrikfan bin und Christine Huber hat auch wieder sechs sehr interessante Dichter- und Dichterinnen für die Abschlußveranstaltungen ausgewählt.

Zwei davon habe ich schon gekannt, beziehungsweise sie vor kurzem aus ihren neuerscheinenen Büchern lesen hören, nämlich Alice Harmer bei der KritLit und Susanne Toth, das letzte Mal im Cafe Westend, wo ich ja am sechzehnten Juli lesen werden.

Begonnen hat der Abend mit einer Lesung von Alfred Goubran, der ja früher die „Edition Selene“ hatte und meine Bücher dort nicht haben wollte.

Jetzt hat er aus den „Technische Tiere“ gelesen und die Frau, die hinter mir saß und die ich schon öfter bei literarischen Veranstaltungen gesehen habe, hat öfter laut gelacht und ihre  Zwischenfragen gestellt.

„Was Sie lesen wirklich nur dreizehn Minuten? Hören Sie dann mitten im Satz auf?“, beispielsweise.

Alfred Goubran hat „Selbstverständlich!“, geantwortet, mich hat aber ihr Gelächter und ihr Dazwischenreden genervt und es hat mich auch aus meiner Konzentration gerissen, weil ich die lauten Dazwischenqatscher ja nicht so gerne habe.

Monika Maslowska

Monika Maslowska

Alice Harmer

Alice Harmer

Das habe ich ihr in der Pause auch hgesagt.

„Sie können das ja auch machen!“, hat sie geantwortet und Alice Harmer, die als Dritte gelesen hat, hat sich bei ihr für ihre Lacher sogar bedankt.

Nun ja, wie sich die Geister scheiden, ich denke es stört, wenn einer so ungeniert, seine Meinungen abgibt, während, die anderen den Mund halten und daziwschen hat auch noch die aus Polen stammende und mir bis jetzt unbekannte  Monika Maslowa mit ihrem bei „Limbus“ erschienenen „Winterrot“ gelesen und zwar gibt es da in dem Buch sehr schöne Illustrationen, die die Autorin immer mit einem sehr kurzen Satz versehen hat.

Dann gab es die Pause und dann folgte Susanne Toth mit ihrem „Wir sind“. SIe hat diesmal im Sitzen gelesen,  ihre Texte sehr konzentriert vorgetragen und auch öfter wiederholt.

Dann folgte die Schweizerin Christine Zurbrügg, die ich, glaube ich, vom „Volksstimmefest“ oder anderen Veranstaltungen kannte. Sie hat einen noch unveröfftentlichten „Haiku Band“, der die in die vier Jahreszeiten eingeteilt sind und dazu Akkordeon gespielt und sogar gejodelt.

Der letzte Leser dieses Abend ist der „Textvorstellungen-Moderator“ Friedrich Hahn, der schon über vierzig Bücher hat und von dem ich auch die Idee übernommen habe, zu meinem sechzigsten Geburtstag aus meinen dreißig letzten Büchern zu lesen, beziehungsweise sie vorzustellen.

Jetzt hat er aus „neben deinen fußnoten mein alter schuh“ gelesen und dazwschen immer wieder auf seine anderen Bücher aufmerksam gemacht. Anschließend gab es wieder Wein, Knabbereien und Gespräche, die ich vorwiegend mit dem Franz, der der Alfred von seiner Studentenheimzeit kennt und mit einer Stammbesucherin geführt habe.

Susanne Toth

Susanne Toth

Christina Zurbrügg

Christina Zurbrügg

Und Morgen, kann ich gleich verraten, geht es weiter mit der „Podium-Auftaktveranstaltung“, die immer in der „AS“,stattfindet, bevor sie ins Cafe Prückl geht und die werde ich mir auch anhören, bevor es aufs Land in meine  Sommerfrischenwochenenden, beziehungsweise zu den O-Tönen gehen wird, die aber erst nöchste Woche beginnen.

Friedrich Hahn

Friedrich Hahn

2019-04-27

Rund um die Burg – Lesefest

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 15:14
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Das „Rund um die Burg-Festival“ , das im September von Freitag sechzehn Uhr bis Samstag sechzehn Uhr Nonstop in einem Zelt zwischen dem Burgtheater und dem Cafe Landtmann, stattfand, gibt es, glaube ich, seit den Neunzigerjahren.

Ich habe eine Zeit gebraucht, bis ich regelmäßig hingegegangen bin und bis ich es wirklich rund um die Uhr zu schaffen, habe ich auch einige Anläufe gebraucht. Nich aber dann immer mit Kaffee, Proviant, warmer Kleidung, etcetera, ausgerüstet und habe die Nacht im Zelt verbracht.

Dann gab es Bestrebungen, daß das Festival abgeschafft werden sollte und es wurde dann  vom „Echomedia Haus und Helmut Schneider übernommen, die es verkürzten und neu organisierten.

Seither dauert es nicht mehr nonstop von vier bis vier, sondern geht am Freitag nur bis Mitternacht und am Samstag nur am Vormittag und auch die Veranstaltungen im Cafe Landtmann und in der Belle Etage, die es das erste Mal gegeben hat, gibt es nicht mehr. Dafür einmal eine Lyrikbim und weil wir ja jedes zweite wochenende in Harland sind, bin ich jetzt schon einige Jahre nicht mehr dort gewesen.

Aber heuer ist es sich  ausgegangen, meine Veranstaltungspause damit zu unterbrechen und so bin ich am Freitag nach einem Kurzbesuch beim sozialen Buchladen „Book4live“ am Freitag ohne Wasserflasche und Proviantpaket mit der Straßenbahn hingefahren und  mich wieder ins Veranstaltungsgeschehen gestürzt, das ich, ich schreibe es gleich, weil ja bezüglich meines Knöchelbruchs ein wenig angeschlagen, diesmal nicht bis ans Ende, das heißt, bis Freitag zwölf ausgehalten habe, sondern schon früher abgebrochen habe.

Das Programm wird immer noch vom „Echomedia Haus“ und von Helmut Schneider, der ja auch „Wien live“ herausgibt, gestaltet, es gibt das Zelt zwischen Cafe Landtmann und Burgtheater, das vom „Buchkontor“ betreut wird. Es gab auch einige Gratisbücher und Büchergoodies, denn das „Echomediahaus“ ist ja sehr engagiert und organisert außer dem Lesefestival, wie es jetzt heißt, auch den „Vorlesetag“, die „Eine Stadt- ein Buch-Aktion“ und anderes mehr und so lag das „Vorlesebuch“ zur „Vorlesetag“ am Büchertisch auf und eröffnet wurde das Festival wieder durch den SPÖ-Politiker Ernst Woller, der einmal, glaube, ich als es noch „Rund um die Burg“- alt gegeben hat, Julia Rabinowitchs „Spaltkopf“ aus der Tasche gezogen  und darauf hingewesiesen hat.

Jetzt hatte er John Streleckys „Cafe am Rande der Welt“ in der Hand und ein Motto gibt es bei „Rund um die Burg“ inzwischen auch, das diesmal „Heimat“ war und so lag auch ein Gratisbuch zur „Österreichischen Migrationsgeschichte“ auf und der mir bisher unbekannte Stargast John Strelecky ein hagerer Herr mit Jeans und einen großen Hut, wurde, als ich das Zelt betreten habe, gerade fotografiert und interviewt.

Eröffnet hat aber nicht er, sondern Armin Thurnher vom „Falter“, der seine „Fähre nach Manhatten“ in einem Gespräch mit Helmut Schneider vorstellte und ein paar Stellen darauf gelesen hat. John Strelecky hat nicht gelesen sondern sich mit einer Dama auf Englsich unterhalten und dann kam Verena Mermer mit ihrem „Autobus Ultima Speranza“ aus dem sie schon im Literaturhaus gelesen hat.

Danach Tanja Raich, die ja nicht nur das Literaturprogramm bei „K&S“ macht, sondern jetzt einen Debutroman namens „Jesolo“ herausgegeben hat, in dem es um eine Schwangerschaft beziehungsweise, um die Geburt eines Kindes geht.

Auch bei Doris Knecht neuen Buch, die ich schon bei „Rund um die Burg“ alt gehört habe, geht es um eine Familiengeschichte, beziehungsweise um eine Reise nach Vietnam, denn da reist ein getrenntes Paar ihrer psychisch kranken Tochter nach, die offenbar dorthin verschwunden ist.

Emmy Werner, die Theaterprinzipalin vom Volksstheater, die inzwischen achtzig ist, stellte im Gespräch mit Helmut Schneider ihre Memoiren vor, dann kam Marco Dinic, der, glaube ich, gerade einer der Jungstars ist, der wahrscheinlich auch bei den O-Tönen lesen wird, der seltsamerweise in seinem Debut „Die guten Tage“ auch eine Autobusfahrt und zwar nicht nach Rumänien, sondern nach Belgrad schildert.

Helmut Schneider interviewte dann den Kurier-Karikaturist Michael Pammesberger und danach betrat Günter Kaindltorfer alias Güther Wels mit seinem „Edelweiß“ die Bühne, den ich schon bei der „Buch-Wien“ hörte. Da war es halb neun, sehr windig  und ich sehr erschöpft, so daß ich mich bei der Frage Günter Kaindlstorfer an die Organisatoren, ob das Zelt auch sturmdicht sei, entschloß aufzubrechen und nach Hause zu gehen beziehungsweise mit der Straßenbahn zu fahren, also Maria Jelenko, Marlen Schachinger, Michael Laczynski und auch Laura Freudenthaler versäumte.

Am Samstag bin ich dann wieder hingefahren, da war aber das literarische Programm vorbei, denn die Highlights, die da folgten, waren zwar Autoren mit teilweise klingenden Namen, die aber nicht unbedingt das geschrieben haben, was mich so besonders interessiert, obwohl das „Heimat-Buch“ der Elsbeth Wallnöfer, wo sie nachwies, daß das Heimatgefühl immer ein subjektives ist und meistens etwas mit Armut und Ausgegrenztwerden zu tun hat, ganz interessant war.

Dann kamen Benjamin Swiezinsky und Max Gruber, die eine Graphic Novel über den Architekten Karl Schwanzer geschrieben haben und dann noch ein Volkstheaterdirektor, nämlich Michael Schottenberg, der jetzt, wo er das nicht mehr ist, viel auf Reisen geht und seinem Verlag statt einer Autobiografie drei Reisetagebücher lieferte und behauptet, daß man sich mit Menschen in Burma und in Vietnam sehr wohl unterhalten kann, ohne Englisch, Deutsch oder die Landessprache zu sprechen. Da könnte er sich vielleicht täuschen und das nur glauben, wende ich vorsichtig ein oder füge hinzu, daß er offenbar auch Dancing Star geworden ist und dann bin ich wieder einerNamensverwechslung aufgesessen, denn bei Robert Sommer denke ich natürlich an den vom „Augustin“ und nicht an einen „Kurier- Sportredaktuer“, es gibt aber einen solchen und der hat ein Buch über einen Olympiasieger, namens Roman Hagara geschrieben, der auch anwesend war, mir aber nichts sagt und am Schluß traten noch die mir ebenfalls unbekannten Franziska Waltz und Claus Schönhofer auf, die aus einem Buch gelesen haben, das erst im September erscheinen wird und zwar sollen da zwei Drehbuchautoren, ein Drehbuch für einen „Tatort“ in sechs Wochen für den ORF schreiben. Da die Frau sich aber ans andere Ende der Welt begibt, müßen sie sich darüber in Mails austauschen, was sehr lustig war. Die Leuten lachten und ich habe gedacht, daß das Schreiben vielleicht doch nicht so einfach und so lustig ist und  bin nach Hause gegangen.

Das heißt, vorher habe ich mich noch ein bißchen am Büchertisch herumgetrieben, um herauszufinden, was ich gestern versäumt habe.

Ein paar, der da lesenden Autoren habe ich auch nicht gekannt. Ein paar andere schon, so habe ich mir das im Herbst erscheinende Buch der Marlen Schachinger schon bestellt und das erste der Laura Freudenthaler habe ich immer noch in meinem Bücherstapel liegen und sollte von mir, wie alle anderen dort liegenden Bücher bald gelesen werden.

Es war aber trotz der Abspeckung des „Rund um die Burg-Festival“, ich vermiße da immer noch die rund um die Uhr Lesenächte und hätte auch selber sehr gern und meinetwegen, um drei Uhr früh dort einmal gelesen, interessant und der Literaturbetrieb, Freunde, hat mich wieder, obwohl ich es sehr langsam angehen und das Gehen erst wieder üben muß.

2018-10-24

Von der Revolution zum Schamrock-Festival

Zugegeben ein ziemlicher Kontrast, aber nach zwei Wochen Pause habe ich mich heute wieder mit der Ruth in der Domumentationsstelle mit dem Stephan Teichgräber getroffen und wir haben uns weiter mit der Revolutionsliteratur beschäftigt, wobei da ja noch immer nicht ganz klar ist, was diesen Begriff umfaßt? Die Französische oder die Russische, wie ich eigentlich dachte, ist es ja nicht, sondern die im November 1918, die zur Rebubliksgründung führte und dann schlug Stephan Teichgräber  zwei Ausgangswerke vor, nämlich Döblins „November 1918“ und Aleksej Tolstojs Tetratologie „Der Leidensweg“, da sind wir von der Republiksgründung etwas entfernt und ich habe ja eher an das Theaterstück von Franz Theodor  Csokors gedacht, daß ich einmal im Burgtheater gesehen habe und, ich glaube, ich habe das Stück auch in den Regalen und mǘßte es nur suchen und dann war ich ja inzwischen im Palais Epstein in der Parlamentsbibliothek und Gerhard Loiblsberger „Schönbrunner Finale“ , das sich mit diesem Thema und  Datum beschäftigt, ist inzwischen auch zu mir gekommen.

Ich habe nur vergessen, das Buch in die Spengergasse mitzunehmen, Stephan Teichgräber beschäftigt sich aber ohnehin mit den „Untersuchungen von Märchen“ von Vladimir Propp, die mich sehr stark an die „Heldenreise“ erinnerte.

Damit will er das nächste Mal den Döblin analysieren, weil das Buch auch mit einem Abschied beginnt und im Literaturhaus gab es wieder, zum dritten oder vierten Mal das „Schamrock-Literaturfestival“, das von Augusta Laar veranstaltet wird.

Ich kam gerade mitten in die Eröffnung von Robert Huez, der gerade die Festivaldirektorin vorstellte und die erklärte dann, daß sie die Idee zu einem Frauenliteraturfestival aus der Wut heraus, daß Frauen im Literaturbetrieb immer noch unterdrückt werden, startete.

Das 1955 geborene GAV-Mitglied lebt aber in München und so wollte sie das Festival auch dort veranstalten, aber Friederike Mayröcker einladen, die nicht so weit fahren wollte, also gibt es einen Abstecher nach Wien, während es in München ab Freitag drei Tage weitergeht.

Einmal war ich schon bei einem dieser Festivals im Literaturhaus, was ja den Vorteil hat, daß man sich da keinen Festivalpaß besorgen muß, dafür ist das Programm aber überschaubarer, traten ja nur drei Autorinnen auf und nach der Pause gab es eine Klassenperformance der Schule für Dichtung mit Anne Waldmann.

Das Festivalthema lautete „Europe inside outside“ und so trat als erste Autorin die Südtirolerin Sabine Gruber deren Journalgedichte und Lesung aus „Im Abgrund und im Himmel zu Hause“ ich schon vor einer Woche gehört habe, sie als Lyrikerin jetzt deutlicher bei mir verortet ist und dann kam die ukrainische Autorin Oksana Sabuschko, die ich eigentlich auch nicht als Lyrikerin kenne.

Sie las ihre Gedichte auf ukrainisch, die deutsche Übersdtzung wurde projiziert und erzählte immer ziwschen durch ein bißchen was auf Englsich, während die aus St. Petersburg stammende Olga Martynova sowohl auf Deutsch, als auch Russisch schreibt und ihre Gedichte auch abwechselnd in beiden Sprachen vortrug.

„Von Tschirik und Tschirka“, habe ich mir ja einmal bei einem „Morava-Abverkauf gekauft, aber immer noch nicht gelesen. Jetzt erzählte die Autorin auch sehr viel und brachte auch ein Wien-Gedicht, wo sie ihre Erlebnisse in den Kaffeehäusern schilderte und, wie sie es ausdrückte, ihre Reaktion auf die Gefühle verarbeitete, die sie empfindet, wenn ihr die Leute erzählen, daß sie schon einmal einen Tag in St. Petersburg waren.

Dann gab es eine Pause, wo ich mich wieder intensiv mit Wolfgang Helmhart unterhalten habe und danach die Klassenperformance, wo meist auf Englisch präsentiert wurde und eine Extralesung, der 1945 in New Jersey geborenen Anne Waldman , die wie in „Wikipedia“ steht, bekannt für ihren experimentellen usgang ist und auch mit Allen Ginsberg gearbeitet  hat.

Die Performance war sehr beeidruckend, danach lud Augusta Laar zum Wein und Bücherkaufen ein, während es am Freitag ja in München mit vielen anderen Kkünstlern, darunter Petra Ganglbauer, Margret Kreidl, aber auch Dragica Rajcic, von der ich ja in Bern ein Buch gefunden habe, Elisabeth Wandeler-Deck, Barbi Markovic, etcetera, weitergeht. Aber da muß man sich erstens einen Festivalpass kaufen und zweiten werden wir da in Harland sein.

2018-09-29

St. Pöltner Höfefest

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 20:02
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Das St. Pöltner Höfefest fand heute  zum einundzwanzigsten Mal statt, ich bin aber erst das zweite oder dritte Mal dort gewesen, denn eine Zeitlang fand es gleichzeitig mit dem Volksstimmefest statt, dem ich natürlich den Vorrang gegeben habe, 2010 war ich dann an einem sehr regnerischen Samstag dort, habe ein paar Lesungen gehört und bin dann mit dem Rad zurückgefahren, weil ich mit dem Alfred zur Barbara Frischmuth Lesung ins Stadtmuseum wollte, der hat mich aber verpsst, so daß es nicht mehr pünktlich ausgegangen ist, die letzten drei Jahre, habe ich gehört, hat es auch keines gegeben und heuer bin ich auch erst am Markt daraufgekommen, daß es eines gibt und, daß es ab vierzehn Uhr stattfindet.

Es gab nicht nur  ein Programm in den verschiedenen Höfen, sondern sogar einen Poetry Slam Train, das heißt dieses Waggerl, das durch St. Pölten fährt, stand in der Kremsergasse vorm Bahnhof, eine junge Frau namens Marlies Eder  in einer Schaffneruniform verteilte Zählkarten und hatte mit Andi Pianka, die sogenannte Reiseleitung.

Der war dann gleich auch das Oferlamm, das heißt begann mit einem Slam über Bahnhöfe. Die Regeln waren in etwa gleichm wie im Literaturhaus oder beim ersten Slam, den ich im Cafe Stein erlebte, wo ich lesen wollte, aber nicht durfte.

Jetzt konnte man sich bis 22. 9. anmelden, zehn konnten das, hatten das aber nicht getan, denn ich habe den Robert beim Fahrradständer getroffen und der hatte sich sehr kurzfristig angemeldet und außerdem gab es noch drei junge Männer und eine junge Frau und, wie beim Cafe Stein gab es eine Jury. Das heißt man konnte sich dazu melden, erhielt Karten von eins bis fünf, die man dann hochhalten mußte. Das hab ich im Cafe Stein schon einmal getan, die Regeln aber falsch verstanden und gedacht eins wäre das beste, jetzt habe ich ich es geschnallt.

Es gab auch einen Probleauf mit dem Opferlamm und dann rollte das Wägelchen durch die Innenstadt bis zum Hotel Metropol, blieb an fünf Stationen stehen und je einer performte einen fünf Minuten Text, der Robert war unter dem Künstlernamen Trebor Egil, der dritte, brachte zwei Sonette, eines über das Slamen und erzählte mir auch, daß er in seinem Kunststudium eine Arbeit über Poetry Slams geschrieben hat und einen auf Englisch über das Radfahren, kam aber nicht in die Endrunde, die in einem Hof, nämlich dem Löwenhof in der Linzerstraße neben der Bühne am Hof stattfand, wo dann eine junger Mann namens Daniel, der von allen fünf Jjurymitgliedern je fünf Punkte bekommen hatte, eine junge Frau namens Lena, die über die Liebe performierte und dann noch ein Johannes, dazwischen war ich mit dem Robert  noch im Weinhof, wo es Wein statt dem kulturellen Programm gegeben hat und er mich auf ein Achtel St. Laurent einlud, obwohl ich ihn ja nur mit der Note „drei“ beurteilt habe.

Die zweite Runde fand dann mit Kopfhörern statt.  Daniel hat wieder haushoch gewonnen und ich bin  zum Literatur Hotspot ins Sparkassenhaus in der Herrengasse gegangen, denn da hatte es schon, um drei eine Christine Nöstlinger-Lesung gegeben, um viertel Sechs trat Chropstpher Just auf, den ich mit seinem „Modsdetektiv“,mit dem er auch für den „Perutzpreis“ nominiert war, schon bei den O-Tönen hörte, jetzt hat er bei „Milena“ einen neuen Roman herausgebracht „Catania Airport Club“ mit Namen, der als „selbstironischer genreübergreifender Krimi noir“ im Programm angekündit stand und sowohl von einem Musiker handelt, der in der Hypnose erkennt, Menschen umgebracht zu haben, als auch von einem Fernsehprogramm, das man um einen Woche vorspulen kann und einem japanischen Jungen, der Harald heißt, weil sich die Deutschen oder Österreicher den Namen „Haruki“ nicht merken können.

Man wüßte wohl das Ganze lesen, um denSinn zu erfassen. Es gab auch einen Büchertisch und um sieben noch eine Lesung mit Martin Prinz aus seinem neuen Roman „Die unsichtbaren Seiten“ vom „König von Lilienfeld“, da ich aber nicht gerne mit dem Rad im Finstern fahre und eine Lesung daraus, glaube ich, schon im Musa hörte, habe ich das ausgelassen und werde mich stattdessen demnächst in die Badewnne begeben, um mein aktuelles Buch auszlesen.

Ein Musik- und anderes Programm hat es in den anderen Höfen auch gegeben und in der Bühne im Hof, in der ich kurz schnuppern war, habe ich auch Eva Riebler getroffen, mit der ich zu Ostern immer um den Viehofnersee spaziere.

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