Literaturgefluester

2012-05-04

May im Mai

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:18

Hieß die Veranstaltung in der Gesellschaft für Literatur und war damit etwas verspätet, hatte Karl May ja schon am 30. März seinen hundertsten Todestag, was im ORf und in Leipzig auch entsprechend gefeiert wurde, an mir aber etwas vorüberging, denn ich muß gestehen, ich habe keinen Karl May gelesen, weil ich wahrscheinlich doch eher geschlechtsspezifisch sozialisert wurde. An die Jules Verne Bände kann ich mich erinnern. „In achtzig Tagen um die Welt“ habe ich in der Hauptschule verschlungen und meine Großmutter, bei der ich die Sommerferien verbrachte, wenn meine Mutter arbeitet war, hat mir den „Huckleberry Finn oder den Tom Sawjer“ zu lesen gegeben und den Oliver Twist habe ich, glaube ich, auch einmal bekommen. Von Karl May war aber nie etwas dabei und die berühmten Winnetou-Filme der Sechzigerjahre sind irgendwie auch an mir vorbei gegangen. Der Alfred hat in Harland einige Karl May Bände stehen und der Landeshauptmann von NÖ hat sich ja gerühmt als einziges Buch einen solchen Band gelesen zu haben und in Leipzig habe ich einmal einen Band in die Hand gedrückt bekommen, der sich mit der Frage beschäftigte, ob und warum Kinder Karl May lesen sollen. In den habe ich, glaube ich, hineingeschaut und als Peter Henisch „Vom Wunsch Indianer zu werden. Wie Franz Kafka Karl May traf und trotzdem nicht in Amerika landete“, im Rahmen des Karl May Schwerpunktes in den Tonspuren war, habe ich das irgendwie versäumt und wollte eigentlich auch in die Alte Schmiede gehen, als ich auf die „May im Mai“ Veranstaltung aufmerksam wurde und ich bin ja, wie schon ein paar Mal erwähnt, ein Peter Henisch Fan. Dieses Buch vor zwanzig Jahren geschrieben und von Residenz im Zuge der Karl May Feierlichkeiten, wie Marianne Gruber vermutete, wieder aufgelegt, ist aber ebenfalls an mir vorbeigegangen und ich hatte keine Ahnung, daß sich Peter Henisch mit Karl May beschäftigte, mit Arno Schmidt ja, da habe ich ihn ja einmal bei einer Veranstaltung in der Hauptbücherei getroffen. Das Buch ist aber, wie Peter Henisch gleich erwähnte, kein Roman über Karl May, sondern über eine fiktive Begegnung zwischen Karl May und Franz Kafka während der Übefahrt nach Amerika. Da ich, wie erwähnt kein Karl May Fan, habe ich von seiner Biografie auch nur die üblichen Klischees im Kopf, nämlich, daß er all seine phantastischen Geschichten erfunden und und im Gefängnis schrieb, wo er auch die Gefängnisbibliothek geplündert und leergelesen hat. Im Alter und als berühmter Mann ist er dann wirklich im September 1908 von Bremerhaven nach New York gefahren und daraus machte Peter Henisch seine fiktive Begegnung.
Franz Kafka ist ja vielleicht nie in Amerika gewesen, auch da habe ich nicht viel Ahnung und bin kein Kafka Fan, habe seinen unvollendeten Roman „Amerika“ aber zweimal gelesen und nicht verstanden. Peter Henisch ist vielleicht ein zweifacher Fan oder Kenner und so begann seine Lesung auch gleich damit, daß ein junger Mann an der Reeling steht und ins Wasser kotzt. Peter Henisch wurde dabei an einen Charly Chaplin Film erinnert und der junge Mann von einem älteren Ehepaar beobachtet, das sich Mister und Missis Burton nennt, sich des jungen Mannes annahm, ihn in ihre Luxuskabine mitnahm und aufs Bett legte. Weitere Namen werden dabei nicht erwähnt. Der alte Mann hat aber einen weißen Haarschopf und einen weißen Bart und der junge Mann stammt aus Prag, ist aber, behauptet er, kein Schriftsteller, trotzdem hat er eine Prosaskizze geschrieben „Vom Wunsch Indianer zu werden“ und nennt das Zitat von der Literatur, die „wie eine Axt zu sein hat“. Daran knüpft sich ein Gespräch über Literatur und der junge Mann erwähnt, daß er fünfundzwanzig Karl May Bände gelesen hat, die er anschließend in einem Anitquariat verkaufte, um sich dafür gute Literatur zu besorgen. Das Publikum lachte und Peter Henisch erläuterte im anschließenden Gespräch, daß das ein autobiografisches Erlebnis war und ihm solches passierte, um dann weiter auszuführen, wie oft er von Lesern und Journalisten mit seinen Helden verwechselt wurde, nur weil er die Ich-Form verwendete. Ich bin da ja immer etwas skeptisch, wenn ich in dem Ich- die Autobiografie des Autors erkenne und den dann sagen höre „Aber das bin doch nicht ich!“, aber Peter Henisch ist kein Besatzungskind, wie sein „Schwarzer Peter“ und hat auch nicht in Amerika unterrichtet wie der Paul Spielmann in der „Sehr kleinen Frau“.
Vorher gab es aber ein Gespräch mit Katharina Tiwald und Konrad Paul Lissmann, der sich als bekennender Karl May Leser outete, über phantastische Reisen, fiktive Szenarien, etc.
Konrad Paul Lissmann erläutete dabei, daß man über die vielen Karl May Bände zum Viellesen kommen, man fängt bei einem an und hört nicht mehr auf und Katharina Tiwald bekannte einen gelesen zu haben und enttäuscht zu sein, weil immer das gleiche Szenario passiert, das Buch aber eine herrliche Sprache hat, die die deutschen Wohnzimmer in die amerikanischen Weiten bringt. Über die Phantasie Karl Mays wurde diskutiert und darüber, ob er die jetzt mehr oder anders als Franz Kafka hatte, Karl Mays Werke wurden aber sehr zensuriert und verfälscht, so daß Katharina Tiwald wahrscheinlich nicht die Originalausgabe gelesen hat. Die wird jetzt erst von der Karl May Gesellschaft herausgegeben und Marianne Gruber bekannte, als Kind eine begeisterte Karl May Leserin gewesen zu sein, ebenso wie Ingeborg Reisner, neben der ich wieder gesessen bin, das ist mir entgangen und werde ich höchstwahrscheinlich nicht mehr nachholen. Aber ich habe auch den Harry Potter nicht gelesen, mit dem Karl May als Leseverlocker verglichen wurde und werde auch das Henisch Buch höchstwahrscheinlich nicht lesen, habe dafür aber heute ein anderes vom Residenz Verlag zugeschickt bekommen, nämlich „Madame Strindberg oder die Faszination der Boheme“, von dem ich im „Leporello“ hörte, als wir nach Salzburg fuhren und um hier nicht für eine elaborierte Leserin gehalten zu werden, kann ich gleich gestehen, daß ich auch meine Schundromanlesephase habe und beispielsweise eine Hedwig Courths Mahler Spezialistin bin, die ich für eine sehr gute Schriftstellerin halte. Seitenweise Klischees und absolute Frauenfeindlichkeit. Mädchen, die unbedingt und um jeden Preis Jungrauen bleiben müssen und von einem Mann nicht mehr angeschaut werden, wenn sie sich mal küssen ließen und dann blitzen auf einmal ein paar Zeilen auf, wo alles ganz anderes ist und sich die alte Dame selbst in Frage stellt und ein wunderbares Bild vom Berlin der Neunzehnhundertzwanzigerjahre bekommt man auch.
So ähnlich hat Konrad Paul Lissmann seine Leidenschaft für Karl May erklärt, der sehr sozialkritisch war und sehr für den Frieden eintrat und natürlich auch nicht als großer Literat gilt, obwohl die Landeshauptherren ihn, wie schon erwähnt, gelesen haben und fast alle Kinder und er genauso reich und erfolgreich geworden ist, wie Hedwig Corths-Mahler, die auch nicht als große Literatin gilt und die man heimlich lesen muß, weil alle Besserwisser sofort die Nase rümpfen, wenn sie einem dabei erwischen. Eine Veranstaltung in der Gesellschaft für Literatur über das Frauenbild von Hedwig Courths Mahler würde ich mir aber wünschen und könnte mich dafür auch als Expertin zur Verfügung stellen.

2021-06-05

Feldkircher Literaturbahnhof, Glückschweinmuseum-Souveniers und Friederike Mayröcker gestorben

Was tut sich jenseits der Corona-Front und jenseits der „Schmiede– und Literaturhaus– Veranstaltungen“ werden meine Leser vielleicht wissen wollen. Einiges, auch wenn es auf dem ersten Blick gar nicht so aussieht und man denken könnte, es tut sich nichts bei der Literaturbesessenen, weil keine Lesungen, keine Einladungen und derzeit auch kein Preisgeschehen.

Aber lesen und schreiben kann man und das tue ich sehr fleißig, habe die nomierten Bücher für den Leipziger Buchpreis gelesen und hoffe bald zu meiner Backlist zu kommen, was gar nicht so leicht ist, da ich bei Angeboten nur schwer „nein“ sagen kann, obwohl ich es mir immer vornehme und das Schreiben.

Ja, da ist das dritte Corona-Buch fertig korrigiert. Die „Vorschau“ gibt es schon und der Text ist an druck.at gegangen. Also bald das fertige Buch und da kann ich gleich zu einer Leserunde, das heißt zu einer Diskussion darüber auf meinen Blog aufrufen und ansonsten korrigiere ich an meinen Corona-Texten, hoffe bald fertig zu werden, damit ich meine Rechercerunden machen kann. Ab zehnten Juni braucht man im Freien keinen Maske und da kann ich mir vielleicht vom Würstlstand was holen. Aber wie das so ist, Fehler um Fehler, vor allem, wenn ich den Text laut lese und da ja coronamäßig soviel passiert. Obwohl die Zahlen fallen, kommen immer wieder neue Artikel dazu, so daß der Rohtext jetzt schon an die hundertvierzig Seiten hat und, ich glaube, diese Textsammlung von März 2020 bis derzeit Juni 2021 sind sehr spannend, weil man da gut die Corona Entwicklung und Veränderungen bemerken kann, so daß ich schon ein bißchen Werbung machen kann und die Texte sind, wenn auch unkorrigiert, da ich kein Sekretariatsteam hinter mir habe, im Blog zu finden und noch etwas gibt es abseits vom täglichen Lesen und Schreiben und dem abendlichen Literaturveranstaltungensstreams.

De liebe Erika Kronabitter, in deren Verteiler ich bin, obwohl sie mich bei dem F.M. Geburtstags-Buch vergessen hatte, hat mich angeschrieben und mir mitgeteilt, daß sie den Feldkircher Bahnhof literarisch neu gestaltet und dafür Texte haben will. Ein Gedicht oder kurzer Prosatext zehn Zeilen plus Überschrift zum Thema „Reisen, Sehnsucht, Fernweh, Nähe/Distanz“ und da bin ich jetzt immer skeptisch, weil es meistens, wenn ich was dazu schreibe oder schicke, doch nichts bringt. Aber zehn Zeilen sind nicht viel, das habe ich, Uli schau her, in zehn Minuten so schnell kann ich gar nicht schauen, zu denken, Feldkirch da war ja mal der James Joyce, denn ich war da ja einmal da und habe mit der Erika Kronabitter und der Anni Bürkl die „Mittleren II“ dort veranstaltet, weil mich die Silvia Bartl nicht im Literaturhaus haben wollte und bin da draufgekomme, daß James Joyce dort war und dann das Thema Abstand und Reisen. Das juckt ja meine Corona-Seele und habe, obwohl ich keine Lyrikerin bin für das Lteraturcafe ein Corona-Gedicht geschrieben, also hingesetzt, in die Tasten gehaut und dann war es schon da:

„Zu James Joyce hinaus“

„Reisen, ich möchte verreisen, möchte in die Welt hinaus

ohne Maske und ohne grünen Paß

Will mich nicht registrieren lassen

Weil mich dann ein Virus küßt

vor dem ich mich schützen muß

Stattdessen weiterleben, weiterreisen, in die Welt hinaus

Mit dem Zug nach Feldkirch

dabei an James Joyce denken,

der das maskenlos tat

Wann wird das, frage ich sein?“

Und ich habe, das kann ich schon vermelden, von der Erika Rückmeldung bekommen, der das mit dem James Joyce gefallen hat.

Aber das ist für die Gesunde, Freie, Widerständige natürlich noch Utopie, denn nach Feldkirch müßte ich im Zug eine Maske aufsetzen und weil man über das deutsche Eck muß, wohl auch im Auto einen Text vorweisen. Ganz abgesehen vom Hotel, wo es eine zweitägige Testpflicht gibt.

Also vorläufig nur in der Phantasie, dafür jedes zweite Wochenende nach Harland in den Zweitwohnsitz, da auf der Terrasse sitzen, schreiben, auf die Rudolfshöhe wandern, das Takeaway Angebot genießen und bei der Radschenke steht, man braucht zwar keinen Test, aber eine Maske beim bestellen. Was aber, glaube ich, am Zehnten fallen wird und dann gibt es im großen Wohnzimmer noch eine Neuigkeit nämlich einen Schreibtisch mit einem Schwein auf der Vorderseite und einem Schweinmotiv auf derHinterwand, das man aber eigentlich nicht sehen kann.

Der Schreibtisch, der vorher im Glücksschweinmuseum der Ilse Kilic und des Fritz Widmhalm gestanden ist, bei dem ich ein paarmal bei Lesungen war, das es aber nicht mehr gibt oder nicht mehr geben wird, da der Raum wird von den Eigentümern gebraucht und Ilse Kilic hat das Inventar offenbar verschenkt oder verkauft. Den Schreibtisch und zwei Bilder, die momentan in der Krongasse herumliegen, weil da demnächst ausgemalt werden soll, an den Alfred und so kann ich, wenn ich will, meine künftigen Texte an dem ehemaligen Glücksschwein- oder fröhlichen Wohnzimmerschreibtisch schreiben und eine „Corona-Texte Anthologie“ hat mir die Ilse Kilic auch noch geschenkt. Die muß ich noch lesen und dann in meinen Corona-Text- Buch, falls es dann noch möglich ist, darüber berichten kann und ist es schon zu spät dazu, kann ich auf meine Corona-Texte hinweisen. Es tut sich also auch in Corona-Zeiten was in Sachen Lliteratur bei mir, auch wenn meine im vorigen April geäußerte Vermutung, daß mich der Lockdown noch ein Stückchen weiter vom Lteraturbetrieb bringen wird, zu stimmen scheint.

Am Schluß muß ich noch etwas Trauriges bekanntgegeben. Friederike Mayröcker ist, habe ich am Freitagnachmittag erfahren, im siebenundneunzigsten Lebensjahr verstorben. Jetzt ist sie doch nicht hundert geworden, wie sich das die erste Ehrenbürgerin Wiens, glaube ich, wünschte. Den ersten österreichischen Buchpreis hat sie 2016 bekommen, den Nobelpreis nicht und auch nicht den „Preis der Leipziger Buchmesse“ mit ihren „da ich morgens undmoosgrün. Ans Fenster trete“. Ein Buch das ich gerne lese würde. Vielleicht finde ich es mal, obwohl man Mayröcker-Bücher selten in den Schränken finde. Den „Liebling“ habe ich gelesen. Sie hat ganz in meiner meiner Nähe,nämlich in der Zentagasse, in einer, wie es so heißt, total vermüllten oder mit Material gefüllten Wohnung gelebt und ich war bei einigen ihrer Veranstaltungen, bei den letzten O-Tönen, wegen der vermaledeiten Maskenpflicht leider nicht.

2021-05-30

Leipzig im Mai liest extra

Die Leipziger Buchmesse findet immer im März statt und seit den späten Neunzehnneunzigerjahren sind wir immer mehr oder weniger regelmäßig dabei, hat der Alfred doch Freunde dort,die uns eingeladen haben, ihren Dachboden zu benützen. Ein paarmal war der Alfred verreist, so habe ich gestreamt und im März 2019 hatte ich schon meine Akkredierungsunterlagen und meine Termine denn seit 2015 habe ich das immer getan und mir dann beim Sonntagsausflug auf die Rudolfshöhe den Knöchel gebrochen und mit Gips wollte ich auf keine Messe.

Im Jahr darauf war es dasselbe. Termine ausgemacht, die Akkreditierung ist gekommen, aber auch die Nachrichten aus Wuhan und so wurde ich schon im Februar im Literaturhaus gefragt, bist du sicher, daß es stattfindet?

„Nein!“, habe ich geantwortet und beim „DichtFest“ in der „Alten Schmiede“ hat mich Monika Vasik gefragt, ob wir fahren? Wenn es stattfindet schon!“, habe ich geantwortet. Die Nachrichten häuften sich und Tobias Nazemi vom“ Buchrevier“ hat gepostet, daß man in Leipzig nur mit Mund- oder Ohrenschutz hingehen könnte.

“ Achtung Satire!“, hat er darunter geschrieben.

„Mit so was soll man keinen Spaß machen!“, habe ich gedacht oder geantwortet. Am Dienstag oder Mittwoch wurde dann abgesagt. Die Buchmesse fand online statt und postete überall „Nächstes Jahr wieder, wir freuen uns, dieTermine stehen schon fest!“

rrrDie Termine waren im März natürlich, wie geplant. Wurde dann auf den Mai verschoben, denn dann kann man viel im Freien machen. Die Frankfurter Buchmesse hat zum größten Teil digital stattgefunden. Die „Buch Wien“ überhaupt abgesagt und weil es ja bis vor kurzem die dritte oder vierte Welle gab, wurde das Ganze dann auch ins digitale Netz verschoben.

Julia Lücke, die Pressesprecherin der Messe hat mir immer eifrig die Pressemeldungen geschickt, so die über den „Preis der Leipziger Buchmesse“, wo die Nominierten ja Anfang April bekanntgegeben wurden und ich inzwischen sechs Bücher von den fünfzehn gelesen habe. Statt der Eröffnung oder zeitgleich mit ihr soll am Mittwoch der „Preis der Europäischen Verständigung“ in der Nikolaikirchen an Johny Pitts als auch an Laszlo F. Földeny, der den Preis im letzten Jahre bekommen hätten sollen, vergeben werden und ein „Leipzig Extra Lesefest“ teils digital teils vor Ort in verschiedenen Buchhandlungen natürlich nur mit den strengen Covidbestimmungen sollte es auch geben und die Antiquitätsmesse digital.

Das alles ein bißchen verwirrend. Was findet jetzt digital, was real statt und wo finde ich die Streams um hineinzukommen? Ein bißchen Klärung brachte dann die Pressekonferenz, um elf, zu der mich Julia Lücke auch eingeladen hat. Ditial ode rvor Ort mit Mundschutz etcetera. Ich habe natürlich das Netz gewählt. Mir dann die Statesments von Direktor Oliver Zille, einer Vertreterin der unabhänigen Verlage, die erklärte daß der „Kurt Wolff-Preis wieder vergeben würde und einigen anderen, die das Programm erklärten, angehört.

Ich habe mich inzwischen auch im Netz ein bißchen kundig gemacht. Das „Blaue Sofa“ wird es wieder geben, wo überraschung, auch Daniel Wisser auftreten wird und so habe ich mir die Termine freigeschaufelt, um ab Abend digital dabei zu sein und wieder einmal eine Messe Online zu erleben, was wie ich aus Erfahung weiß, natürlich nicht dasselbe ist. Der Wein und die Gespräche fehlen, aber eigentlich ganz informativ ablaufen können.

Was dann gar nicht so einfach war den Stream zu finden,der mich in die Nikolaikirche, wo die Eröffnung stattfand, führt, sonst hätte die wohl im Gewandhaus stattgefunden. Da aber nur wenig Zuhörer,die sich auf den Kirchenbänken verteilten,war der Rahmen wohl angemessen und die Nikolaikirche sehr schön. Als ich mich dann verspätet einfand oder plötzlich, nach unzähligen Versuchen das Video hatte, kam ich in eine Gesprächsrunde,wo ein Reinhard Bärenz von MDR-Kultur mit der neuen Vorsteherin des Börsevereins Karin Schmidt-Friderichs, Burkhard Jung, dem Oberbürgermeister und dem Ministerpräsidenten des Freistadt Sachsens über Corona, abgesagte Buchmessen und die diesbezüglichen Verluste, sowie über den Wert des Lesen und natürlich über die europäische Verständigung unterhielt. Ein Preis, der jedes Jahr im Vorabend der Messe vergeben wird, wo ich früher bei den Hundertmarks im Wohnzimmer saß und diesmal, wie schon erwähnt doppelt, denn im Vorjahr hat der 1952 in Debrecen geborene Laszlo Födenyi mit seinem Buch „Lob der Melancholie“ bekommen hat. Die Laudatio ist ausgefallen, kann aber im Programmheft nachgelesen werden. Der mir bisher unbekannte Autor, der auch Bücher über Kleist und Kafka geschrieben hat und gut Deutsch sprach, hielt die Dankesrede.

Dann gab es ein Musikstück, bevor es mit dem heurigen Preisträger, den in England lebenden Johny Pitts für sein Buch „Afropäisch“ weiterging, der aber Corona bedingt, da gibt es ja die britische Variante, nicht aus England kommen konnte, sondern zugeschaltet war und in seiner Dankesrede, sein Buch vorstellte, wo es, glaube ich, um eine Reise des jungen Autors durch Europa ging, der auf diese Art und Weise, die afrikanische Diaspora erforschen wollte, denn er ist der Sohn eines afrikanischen Soulmusikers und einer weißen Mutter, also ein spannendes Stück europäische Vielfalt. Die Laudatio hat Elisabeth Ruge gehalten und in der Jury ist, glaube ich, auch Daniela Strigl gesessen und am Schluß gab es noch eine Bach Fuge zu hören, bevor es in Leipzig warhscheinlich doch zu einemt Buffet ging und ich hatte ein Glas Wein mit Orangensaft, wie ich es gerne habe, neben mir stehe

Am Donnerstag bin ich dann, weil von zehn bis zwanzig Uhr Stunden, nicht viel nach Leipzig gekommen, aber das „Blaue Sofa“ streamte ohnehin erst ab fünfzehn Uhr und dann gab es in der Moritzbastei auf drei Bühnen eine Lesenacht, wo Raphaela Edelbauers „Dave“, Shida Bazyar aus ihrem neuen Roman „Drei Kameradinnen“ Michael Decar aus der“Kobra von Kreuzberg“, Lisa Krusche, Tiljan Sila und Fabian Neidhardt aus „Immer noch wach“ unter anderen gelesen haben.

Der „Seraph“ ein Fantasypreis wurde auch vergeben und beim „Lesekompaß“ die besten Kinder und Jugendbücher vorgestellt.

Am Freitag wurde dann in der Kongreßhalle beziehungsweise über das „Blaue Sofa“ der Präsident des deutschen Bundestages Wolfgang Schäuble über sein neues Buch, die Grenzen Euopas oder auch über die Corona-Krise interviewt.

Dann habe ich mir Lisa Krusches gestrige Lesung aus ihrem Debutroman „Unsere anarchistischen Herzen“ nachgehört, bevor ich wieder auf das „Blaue Sofa“ ging, wo die 1946 geborene Journalistin und Schriftstellerin Gabriele von Armin ihr Buch „Das Leben ist ein vorübergehender Zusatand“, wo es um den Schlaganfall ihres Mannes geht, vorstellte.

Um vier wurde dann ebenfalls in der Kogreßhalle der„Preis der Leipziger Buchmesse“ vergeben, wo ich ja vier Bücher der Sparte Belletristik und zwei der Übersetzung gelesen habe. Die „USA-Trilogie“ liegt mit ihren fünfzehnhundert dünnen Seiten noch auf meinen Harlander Schreibtisch. Die Jurymitlieder saßen am Podium. Oliver Zille, der Direktor und der Jurysprecher Jens Bisky standen links und rechts am Pult. Die Nominierten waren zugeschaltet. Friederike Mayröcker nur mit Bild. Wahrscheinlich hat sie kein Internet und ich dachte, dann wird sie nicht gewinnen, denn dann müßte sie sich ja bedanken und da hätte sich vielleicht die „Alte Schmiede“ eingeschaltet. Ich hätte sie mir in diesen Punkt patriotisch als Siegerin gewünscht, obwohl ich ihr Buch nicht gelesen habe, dachte aber, in Leipzig ist Helga Schubert näher dran und dann, als schon die Übersetzer vorgestellt wurden, aber wahrscheinlich wird es Iris Hanika, obwohl mir ihr Buch am wenigstens gefallen hat, obwohl ich es nicht glaubte.

Von der Sparte Übersetzung habe ich zwei Bücher gelesen. „Apropos Casanova“ und „Die Vögel“ von Tarjei Vesaas, das mir so gut gefallen hat, daß ich mir noch das „Eis-Schloss“ bestellt habe.

Die Bücher wurden kurz vorgestellt und vorher gabs ein Filmchen mit den Gewinnern vom Vorjahr. Da wurde der „Preis“, glaube ich per Radio vergeben und dann kam ein Messemensch, öffnete das Kuvert und verkündete die 1978 in Leipzig geborene Timea Tanko mit dem „Casanova“ ist es geworden, die sich sehr freute und ihre maskierten Verleger umarmte.

Bei der Sparte Sachbuch/Essayistik mußte ich aussteigen, weil nichts gelesen. Gewonnen hat die Afrikanistin Heike Behrend mit ihrem „Menschwerdung eines Affens“, was offenbar eine Biografie ihres Schaffens ist und dann wurde es spannend, denn ich fand die Belletristik-Auswahl ja für sehr interessant und dann traf das ein, was ich nicht wirklich geglaubt habe.

„Nun ja!“, habe ich vor mich hingemurmelt und die Achsel gezuckt. „Daheim“ hat mir am besten gefallen. Iris Hanika hat sich aber sehr gefreut und Friederike Mayröcker die nicht zugeschaltet war, konnte ihre Enttäuschung nicht zeigen und ich denke, da sieht man vielleicht wieder wie fragwürdig es ist, aus fünf sehr verschiedenen Büchern eines auszuwählen, aber so funktioniert halt der Literaturbetrieb.

Oliver Zille beendete die Veranstaltung in dem er alle für das nächste Jahr in die Messehalle einlud, wo die BM ganz sicher stattfindet und da ist Österreich das Gastland, obwohl es sich das, glaube ich, noch mit einem anderen Land zu teilen scheint und ich bin aufs „Blaue Sofa“zurückgehüpft, wo es um die sozialen Plattformen ging und darüber diskutiert wurde, bevor der Leipziger Buchpreis vorgestellt wurde und zwei der Juroren über ihre Erfahrungen sprachen. Da hat es einen offenen Brief gegeben, die auch Persons of colours nominiert haben wollen, wo Jens Bisky betonte, daß es nur um die Qualität und nichts anderes gehe, aber wie schwierig das ist, die Geschmäcker verschieden und man Iris Hanika wahrscheinlich nicht mit Friederike Mayröcker vergleichbar ist, habe ich gerade festgestellt, so daß man nur wieder fordern kann, nichts auswählen, sondern alles lesen.

Der Man of Black und Preisträger für europäische Verständigung Johny Pitts trat dann als nächstes am Sofa auf oder wurde aus England zugeschaltet und ich konnte mich wieder auf die drei Bühnen der langen Nacht der Moritzbastei hinüberswitschen, wo Jovana Reisinger deren „Stillhalten“ ich ja für den Debutpreis gelesen habe, ihrneues Buch „Spitzenreiterinnen“ wo es, glaube ich, um die Gewalt an Frauen ging, vorstellte. Dann gings auf eine andere Bühne, weil ich den Stream zu Dana Grigorcea nicht fand und hörte dem Roman des1975 in Hagen geborenen mir bisher unbekannten Simon Urban „Wie alles begann und wer dabei umkam“ zu, das sehr dick und eine etwas aggressive Familiengeschichte zu sein scheint, weil der Protagonist gegen seine Großeltern prozessiert.

Katharina Schaller stellte auf einer anderen Bühne ihr bei „Haymon“ erschienenes“Unterwasserflimmern“ vor“, das mir schon bei meinem Wiener livestreaming untergekommen ist.

Die mir ebenfalls unbekannte, 1969 in Hamburg geborene Tina Uebel las aus ihrem Buch „Dann sind wir Helden“

Die acht Uhr Moritzbastei-Runde habe ich ausgelassen und mir stattdessen eine Corona-Diskussion angehört, die mich zwar auch nicht wirklich weiterbrachte und um neun gab es auf der zweiten Bühne Daniel Wisser,den ich schon in der „Schreibart Online“ und vorige Woche bei „Rund um die Burg“ hörte und in Raum eins war der Stream ausgefallen. Dafür gab es aber auf der Bühne drei ein interessantes Buch und einen interessanen Autor, nämlich den Aktionskünstler und Journalisten Jean Peters, der im gelben Pullover und rosa Kappel aus seinem „Geschichten aus dem subversiven Widerstand – Wenn die Hoffnung stirbt, geht es trotzdem weiter“, las und einen interessanten Kontrast zu Daniel Wissers Familienroman, wo es statt um die Zwischenkriegszeit um die AfD und einen Tortenwurf ging, bildete undJean Peters anschließend den Unterschied zwischen journalistischer Arbeit und Aktivismus erklärte.

in der nächsten Stunden switschte ich dann „Von der K-Frage“ – Kinder oder keinevon Johanna Dürrholz und dem Roadtrip von Frederic Zwicker zu Ester Beckers Debutroman „Wie die Gorillas“, der im „Verbrecher-Verlg“ erschienen ist und von der Identitätssuche junger Frauen handelt.

Mit Amanda Lasker Berlins „Iva atmet“ wurde die lange Lesenacht beendet.

Am Samstag bin ich wieder auf das „Blaue Sofa“ gegangen, wo die 1991 in Ostberlin geborene Autorin Mirna Funk mit ihrem Roman „Zwischen du und ich“ eröffnete, wo es um eine traumatsierte Frau geht, die nach Israel geht und dort auf einen ebenfalls Traumatisierten trifft.

Den ganzen Tag hat es, glaube ich, in Leipzig ein „Autorenforum“ gegeben, für das man aber ein Ticket brauchte, so bin ich am Sofa geblieben, wo Christoph Hein seinen neuen Roman „Guldenberg“ vorstellte, wo es um Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan und um Fremdenhaß geht.

Dann kam der dreißigjährige Dirigent Vitali Alekseenok, der seit fünf Jahren in Deutschland lebt auf die Bühne der sich mit seinem Buch „Die weißen Tag von Minsk“ für ein freies Belarus einsetzt und etwas über die Zustände in Belarus erzählte.

Ein Sachbuch von einer schwarzen Deutschen hätte für den Leipziger Buchpreis nominiert werden können, nämlich „Mist, die versteht mich ja“ von der 1967 in Hamburg geborenen Schulleiterin Florence Brikowsi-Shekte, die das Kind nigerianischer Eltern hatte, drei Jahre in Lagos lebte, mit zwölf wieder nach Deutschland zurückkam, Lehramt studierte eine Agentur für interkulturelle Kommunikation gründete, in der sie sich mit den klassischen Fragen „Wo kommen Sie her und warum sprechen Sie so gut Deutsch!“, auseinandersetzt, mit denen ich mich schwer tue, wenn sie gleich als rassistisch ausgelegt werden.

Mit Fragen ging es dann gleich weiter in der“Blauen Stunde“, wo es um den „Neustart Wirtschaft“ging und Fränzi Kühne Männern, die Fragen stellte, die sonst von ihnen gestellt bekommt „Welche Schuhe ziehen Sie für die Aufsichtskonferenz an und wer passt inzwischen auf Ihre Kinder auf“, beispielsweise und der Politiker Alexander Graf Lambsdorff erzählte, daß afrikanische Kinder, die aufgefordert wurden, einen Chef zu zeichnen, dicke weiße alte Männer darstellten.

Dann habe ich mich ein bißchen mit dem Gastland Portugal beschäftigt und bin in ein Gespräch mit der Übersetzerin von Antonio Lobo Antunes über sein neues Buch „Bis die Steine leichter sind als Wasser“ hineingekommen und mir dann ein Video angehört, wo Ingrid Brodnig an Hand ihres Buches „Einspruch Verschwörungsmythen und Fake News kontern in der Familie und im Freundeskreis über die Corona Demos spracDann bin ich noch ein bißchen in die Lesung von Christoph Heins „Guldenberg“ hineingekommen, ein Livesream von einer Lesung bei der relativ viel Publlikum zu sehen war

Auf diese Weise habe ich dann Daniel Wisser auf dem Blauen Sofa versäumt und bin erst wieder dahin gekommen, als der 1971 geborene Steffen Kopetzky von dem ich schon „Risko“ gelesen habe, seinen neuen Roman „Monschau“ vorstellte, in dem es um eine Liebesgeschichte, aber auch um eine Pockenepidemie im Jahr 1962 in der Stadt Monschau in der Eifel geht, die es wirklich gegeben hat.

Etwas über Ungarn gab es in Leipzig auch. So hat Naomi Kiss, die ich ja schon in der „Gesellschaft“ hörte, ihr Buch über den Balaton vorgestellt.

Am „Blauen Sofa“ trat am Sonntag um zehn AndreasPlatthaus auf, der nicht nur in der Jury des „Leipziger Buchpreises“ ist, sondern auch ein Buch über den Maler und Bauhausmitglied Lyonel Feininger geschrieben hat.

Am „Blauen Sofa“ wurde dann der geborene 1943 in Dresden Kabarettist Gunter Böhnke mit seinem Buch „Das mach ich doch im Schlaf“ vorgestellt, während es auf der Ungarn-Schiene, die Poesie aus der Vojvodian bzw. den Gedichtband „Tote Frauen“ der 1984 in der Vojvodina geborenen Anna Terek, die in Budapest Schulpschologin ist, gab.

Tha Dorn, die jetzt auch das „Literarische Quartett“ moderiert, hat ein Buch namens „Trost“ geschrieben, dassehr interessant scheint, da es um eine wütende Journalistin geht, deren Mutter an Corona gestorben ist und die dann in der Philosophie Trost findet

Das wars dann wohl, obwohl es auf dem „Blauen Sofa“ noch bis Drei Programm gab und man sicher auch noch einiges nachhören kann. Jetzt endlich kanntee ich mich auf der Programmseite ein bißchen aus. Aber es ist Sonntag und da gehen oder radeln wir ja immer auf die Rudolfshöhe, was jetzt wohl auch besonders spannend ist, herauszufinden, wie das mit dem Takeaway in der drei G-Gastronomie ist und was dieBuchmesse betrifft, fand ich diese Digital Extraausgabe spannend, obwohl, wenn man es mit früher vergleicht, da bin ich immer wieder auf alte Videos gestoßen, wo man die Menschenmasseen sah, die sich beim Sofa oder auch woanders drängen, draufkommt, daß es natürlich ganz anders war, die Bloggerberichten, die Bloggertreffen und natürlich auch vieles anders, wie die Abende mit den Hundertmarks natürlich fehlen.

2020-11-19

Lyrik im März im Herbst

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Die „Lyrik im März“ ist eine der großen GAV-Veranstaltungen, die jährlich, wie der Titel schon besagt im März stattfindet, dem Monat der Lyrik, der glaube ich von Wolfgang Kraus in der „Gesellschaft“ für Literatur“ geprägt wurde.

Die andere große ist die „Freiheit des Wortes“ von Josef Haslinger eingeführt und von mir2001 und 2003-2009 organisiert, eine Großveranstaltung, wo, als ich in die GAV gekommen bin, 1987 war das, glaube ich, im NIG im Hörsaal eins, immer eine Massenlesung mit den damals großen Autoren, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Marie Therese Kerschbaumer, Wolfgang Bauer wahrscheinlich auch, H.C. Artmann Gerald Bisinger, Gerhard Kofler, Heidi Pataki, die langjährige GAV-Präsidentin, Rolf Schwendter und und und durchgeführt wurde. Zwanzig bis dreißig Autoren jeweils und ich bin, weil Ersten keine so besondere Lyrikerin nicht so oft dort gewesen, weil sie ja oft zeitgleich mit der Leipziger Buchmesse statt, wo ich ja ab Ende der Neunzigerjahre regelmäßig mit dem Alfred hinfuhr.

Ein paar Mal aber schon, später wechselte sie die Orte, war einmal im Unicampus, einmal sogarin Leipzig selbst, einmal im Neunerhaus, dann an der Angewandten und jetzt im Netz und im Herbst, Corona macht es möglich, Ilse Kilic, die glaube ich, jetztige GAV-Präsidentin hat organisiert und moderiert, das heißt sie ist in ihrer Küche gesessen und hat den Subventionsgebern und August Bisinger, Jörg Piringer und Jopa Jotakin für die Technik, die sehr gut war, gedankt und dann ist es losgegangen mit einem Film und einem Gedicht von August Bisinger, das, glaube ich, von seinem Vater „Deralte Dichter spricht“ ist oder diesbezüglich abgewandelt wurde „Ich sitze im Biergarten und trinke ein Glas Bier oder Rotwein“

Ein solches ist dann auch auf einem verschneiten Tisch gestanden. Susanne Ayoub folgte miteinem Gedicht aus ihren unveröffentlich „Irkai-Gedichtband“ und dann kam der 1949 in Salzburg geborene Hans Augustin den ich fastmit dem im Mai verstorbenen Hans Eichhorn verwechselt habe und er las, was mich besonders freut, weil ich es ja auch damit habe, Corona Gedichte „Nach einem entbehrungsreichen Leben endlich positiv und das ist negativ“, ja und ein Motto, ehe ich es vergesse, gab es auch „zusammen“, was ja auch ganz zu zu Corona oder zum social distancing passt. Aber vielleicht früher da war war, weil die Veranstaltung hätte ja am achtzehnten März stattfinden sollte, da hing lang der Flugzettel auf meiner Pinwand. Hingegangen wäre ich nicht, weil ich da ja in Leipzig gewesen oder mit dem Alfred nach Bremen wäre, war ich aber nicht und auch keine Veranstaltung sondern erster Lockdown und beim Lockdown zwei ist alles digital und die GAV bzw, die Ruth hat mir den Link geschickt und mich darauf aufmerksam gemacht. Die Autoren lasen zu Hause in ihren Wohnzimmern vor Bücher oder leeren Wänden, manchmal auch im Garten, wie es eben beliebt, Evelyn Holloway auf Englisch in der „Alten Schmiede“, Lisa Spalt in Linz aus ihrem neuen Buch, Isabella Breier und und und fünfundzwanzig oder sechundzwanzig Autoren denn Onophon ist ein Duo, alte und junge, bekannte und unbekannte, denn die GAV hat sich seit ich ihr beigetreten ja sehr verändert.

Zu den alten bekanntesten zählte sicherRobert Schindel der mit einer Lupe las und Gerhard Jaschke den ich ja unlängst erst in der „Alten Schmiede“ hört, er bezog sich wie später Julian Schutting, als einer der wenigen hörbarauf das Thema und was mich wieder besonder freute, auf Corona, Petra Ganglbauer, die ja, glaube ich, auch einmal Präsidentin war, Verena Dürr, die in Klagenfurt gelesen hat und mit mir einmal bei der Benefizlesung im Amerlinghaus, Lydia Haider die beim Corona- Bachmannpreis gelesen hat, las diesmal im Garten vor einer Kerze einen Abgeesang mit Beschimpungen. Dietmar Füssel las aus seinen „Mondgedichten“, die ich im Jännergelesen habe. Sein neues Buch war im Hintergrund zu sehen. Er hat es mir heute geschickt, Thomas Havlik war experimentell wie immer, Brigitta Falkner auch mit ihren berühmten Zeichnungen. Ihr „Buchpreis-Buch“ habe ich ja noch immer nicht gelesen oder durchgeblättert. Birgit Schwaner, die ja jetzt die „Podium- Sommerleserreihe“ organisiert und die ich, ich glaube, ich durch die „Poet- Night“ des Lesetheaters, lang lang ist her kennengelernt habe, Melamar hatte ein mich sehr beeindruckendes Gedicht „Wenn ich erwachsen bin werde ich ein Satz sagte das Wort, wenn ich erwachsen bin, werde ich ein gedicht, ein Erzöhlung ein Roman, ein heiliges Buch und was sagt das heilige Buch: „Am Anfang war das Wort“, ja so einfach gehts und ist trotzdem so eindrucksvoll, Gerald Jatzek hat gelesen, Daniel Wisser mit Kappl ein Gedicht über eine „Frau Schmitt oder Schmidt“, das mich ein bißchen an Erich Kästner erinnerte, die mir unbkannte Sabine Dengscherz hat mich sehr beeindruckt. Lydia Steinbacher und Rudolf Stueger waren mir auch eher unbekannt, während ich Christian Futscher ja schon kenne. So jetzt habe ich, glaube ich, alle durch und habe einen guten Eindruck von der heutigen GAV und ihrenVeränderungen bekommen und wen es interessiert verlinke ich das Video und kann es sehr empfehlen, sich in Zeiten, wie diesen die Lyrik digital zu gehen und wen es interessiert, die Nichtlyrikerin hat auch ein Corona-Gedicht und in meinem zweiten Corona- Roman oderErzählung kommen auch einige solche vor, die Doris Kloimstein gewidmet sind, die zwar kein GAV-Mitglied ist, sonder dem Pen angehört, aber mir ja zeitweilige auch sehr schöne Maskengedichte schickte „Corona Corona was tust du da?“, könnte man so sagen und Ilse Kilic hat,glaube ich „Corona geh heim!“, gereimt.

2020-07-28

Im Künstlerdorf

Der Alfred hat ja jetzt, bevor er in Pension geht, Urlaub und da möchte er herumfahren.

Die Sommerfrischewochenden in Harland, bei St. Pölten sind ihm da zu wenig und so hat er gleich angebissen, als ihm Erika Kronabitter zu zwei Lesungen eingeladen hat.

Auf diese Art und Weise waren wir vor zwei Wochen beim Lesefest in Strobl am Wolfgangsee, wo jetzt ja die Horromeldungen von den Coronazahlen in St. Wolfgang herkommen und für diese gab es eine Einladung in das Künstlerdorf in Neumarkt an der Raab. Das ist im Burgenland, wo Erika Kronabitter im Rahmen der Sommerakademie eine Schreibwerkstatt „Schreiben mit Freude“ abhält und es außerdem eine GAV->Lesung „Zwischen den Zeilen“ im Stadl mit Petra Ganglbauer und Peter Pessl geben sollte.

Als wir das Dorf, ein paar idylle strohgedeckte Häuser mit teilweise sehr alten Möbeln auf einer Wiese erreichten, sahen wir die Teilnehmer der Schreibwerkstatt, ich glaube acht Frauen und zwei Männer, schon auf der Terrasse oder Galerie sitzen und eifrig vor sich hinschreiben oder denken.

Unser Zimmer war in der Mansarde eines der Häuser und die Lesung, die von Erika Kronabitter, der unermüdlichen, moderiert wurde, fand nur mit Peter Pessl statt, da Petra Ganglbauer, die ehemalige GAV-Präsdidentin, erkrankt ist.

Peter Pessl, Erika Kronabitter

Peter Pessl, Erika Kronabitter

Erika Kronabitter stellte den 1963 in Frankfurt am Main geborenen und in Österreich Aufgewachsenen vor, erklärte, daß er einer eher experimentellen Schreibweisei zuzuorden ist, sein erstes Buch „Splitter und Sporen“ ist im „GanGan-Verlag“ erschienen und, daß er mit Petra Ganglbauer, Friederike Mayröcker und anderen Literaturgrößen in Verbindung stand.

Es sind schon viele Bücher bei „Ritter“ und anderen Verlagen erschienen. Darunter drei, die den „Aufzeichnungen aus dem Himalaya“ gewidmet sind. Da war ich bei der Vorstellung von einem in der „Alten Schmiede. Bei dem aus dem er dann gelesen hat, dem Zaubermärchen „Mamamaus Mandzukic“, war ich auch. Da gibt es ja Zeichnungen, die damals präsentiert wurden und er las den Ausschnit aus einem, das in Italien beginnt und in einem KZ endet und danach einen Ausschnitt aus dem neuen Buch, das demnächst erscheinen war, das sich dran lehnt und auch märchenhafte Textpassagen hat.

Erika Kronabitter erwähnte dann noch die Preise, die Peter Pessl, der sich auch als politischer Autor versteht, bekommen hat und fragte, ob es nicht unangenehm sei, die, von Politikern überreicht zu bekommen, wenn man aus dem bürgerlichen Leben ausgestiegen ist? Was ich für eine interessante Frage fand, wie Erika Kronabitter überhaupt sehr interessante Fragen stellte, wo man viel über den Literaturbetrieb lernen oder über ihn nachdenken konnte.

Nachher gab es eine Jause aus dem Bioladen mit „Uhudler“ und interessanten Gesprächen.

die Schreibwerkstatt, wo ich eine Teilnehmerin traf, die ich, sowohl aus der „Alten Schmide“ kenne, die aber auch in Strobl war, geht, glaube ich, bis Ende der Woche weiter.

Ein Buch über das Künstlerdorf in dem schon viele Berühmtheiten gelesen haben, gibt es auch und so kann man den Sommer auch verbringen, mit Lesungen und mit Schreibwerkstätten in einer schönen Gegend. Aber meine Sommerfrischenwochenenden in Harland, wo jetzt ja bald Halbzeit ist, sind auch sehr interessant.

Die Schreibwerkstatt mache ich mir selber. So war ich am Montag mit meinen beiden Notizbücher wieder in der „Seedose“ am Viehofner See, sogar auf zwei Kaiserspritzern und habe mir ein paar weitere Szenen aufnotiert, obwohl ich mit dem bis jetzt Vorhandenen noch nicht so zufrieden bin und nach Wien zu Lesungen beziehungsweise zu Arbeitssitzungen geht es auch immer wieder.

Die nächste Lesung wird bei schönen Wetter bei den O-Tönen sein, da es die „Podium-Sommerlesereihe“ jah nicht mehr gibt.

2019-03-13

Es ist unangenehm im Sonnensystem

Filed under: Bücher — jancak @ 18:44
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Jetzt kommt passend zum Monat der „Lyrik im März“ ein Gedichtband aus dem „Kremayr & Scheriau-Verlag“, des 1968 geborenen Martin Amanshauser, von dem ich schon drei Bücher gelesen habe, „Alles klappt nie“, „Nil und die „Amerikafalle“ und der in Salzburg geborene Sohn des alten „Residenz-Autors“ Gerhard, ist sicher ein interessanter Mensch, Autor, Übersetzer und Reisejournalist.

Begonnen hat er, glaube ich, mit Romanen im „Deuticke-Verlag“, da habe ich  einen im „Standard“ gewonnen und würde ihn, ähnlich wie Radek Knapp, als eher skurillen Autor, etwas, was ich ja nicht so besonders mag, einschätzen, dann hatte oder hat er, glaube ich, im „Kurier“ eine Reisekolumne und richtig, um die lyrische Seite nicht zu vergessen, ein Buch mit dem provokanten Titel „100.000 tausend Exeemplare“ gibt es auch.

„Es ist unangenehm im Sonnensystem“, Gedichte der letzten zwanzig Jahre, ist der Nachfolger davon, steht im Buchrücken, ich war einmal in der „AS“, als es um das Reisen ging und habe im letzten Jahr „Die Amerikafalle“ gelesen, die in meiner Familie sehr begehrt war.

Jetzt also Martin Amanshausers Lyrik und das, die eine ganz Besondere ist, geht wahrscheinlich aus dem vorher Geschriebenen hervor.

Oder  doch nicht so ganz, denn wenn man jetzt meinen könnte, Jandl und Mayröcker wären dem Dichter fremd, der irrt gewaltig, ist in dem Buch doch auch der Text enthalten, der er für die Anthologie geschrieben hat, die Erika Kronabitter zum neunzigsten Geburtstag der „Fritzi“ herausgegeben hat und da beschreibt er, daß er eine Zeitlang immer in das Gasthaus essen ging, in dem sie ihr Mittagessen einnahm, sich an ihren Tisch setzte und zu dichten begann.

Sagt auch etwas aus, über den Sohn des Gerhard Amanshauser, der sich leicht und locker scheinend in mehreren Sparten des Literaturbetrieb herumtreibt.

Es gibt neun Abteilungen, die Erste lautet „Kein Roman vom armen M. A. und ist auch schon so eine witzig skarastische Anspielung an den Literaturbetrieb.

„Dabei bezahlen sie mir den Roman besser als das Gedicht.

Nur schreibt er sich mühsam. Ich schreib wieder grad keinen.

Reime so rum, fürcht mich, werd langsam ein bisschen alt.

Und alle fragen mich nach einem.“, lautet  die letzte Stropühe, geschrieben in Friedrichshafen am 9. 8. 18.

Da ist dann auch „Rudis Beisl“, das Gedicht zu Ehren der F.M. enthalten, ein „Friedgedicht“ gibt es auch.

Die Zweite heißt „Ich hätte meinen Schmerz am liebsten idiotisch und unter jedem Abteilungsanfang gibt es eine Zeichnung, wo ein Mensch auf einem Sofa liegt, sitzt oder kauert. Was das bedeuten soll, hab ich nicht ganz verstanden, aber beim liegenden und lesenden Mann geht es, um den Schmerz:

„psychischer Schmerz, oh psychischer schmerz.

Ich hab dich satt, ich hätte so gerne

den anderenden körperlichen schmerz“, lautet hier der Anfang von „Wenn der Schmerz kommt“.

Dann gibt es eines, das „mit dem schmerz abendessen“ heißt. Ganz schön passend, wenn man das Buch, wie ich mit einem Gips im Krankenbett gelesen hat, aber das konnte Martin Amanshauser, den ich gelegentlich bei Veranstaltungen treffe, nicht wissen und so gehe ich  weiter zu

„(3)Heimische Investoren und Immo-Entwickler“, zugegeben ein ungewöhnlicher Name für eine Gedichtkapitel, aber M.A. ist ja auch ungewöhnlicher Dichter, das habe ich schon festgestellt und hier steht der Mann am Sofa auch am Kopf und wieder erstaunlich „die gedichte müssen kommen,“ lautet da das erste Gedicht, ist Julya Rabinowich gewidmet und beginnt

„die gedichte müssen kommen

war der steinharte gedanke

des österreichischen lyrikers

in seinem dichterzelt

im alpenvorland“.

Also wieder Kiteraturbetrieb, trotz des eher technisch wirtschaftlichen Titels, aber auch Dichter

„wollten ihr honorar sehen

verrechnen 13% umsatzsteuer

sie tranken ihre weinflaschen leer“

geht es gleich weiter.

Es gibt ein Gedicht das „Ein Cornflake lang“ heißt und eines mit dem Titel

„ich spreche Deutschland

Eine Roma-Frau sagt mir:

Ich spreche Deutshland.

Aber nur klein.“ So schade“.

Martin Amanshauser ist also ein vielseitiger Lyriker und haut in seinen Abteilungen viel hinein, bleibt aber wieder bei der Literatur und bei der Frage „wieso ich lieber lyrik als romane schreibe“.

Man sieht, dem kommen wir nicht aus.

„Ich möchte niemals sterben.Gott behüte“, heißt die nächste Abteilung, da sitzt der Mann im rechten oder linken Eck und beginnt mit einem „jambus“ und geht zu „Die Milch wird kalt im Kühlschrank“ über.

Dann gibt es das Titelgedicht oder das, was daraus wurde, nämlich „Kafkas Callshop“.

„Kafkas Callshop ist das Buch nach 100.000 Exemplaren

Kafkas Callshoü heißt der Supermarkt, in dem ich vegetier.

„100.000“ hieß ein Buch vor Jahren,** Kafka-Callshop-Exemplare

drucken sie nach dieser Schaffenspause nur noch vier,

oder zwölfudachtzig?“

Mit dem „Das Mondkalb singt diesen traurigen Song“ geht es weiter, das gibt es das „Mensch-Müsli“

„Mensch Müsli, komm im Mai zu mir und mach mich

zu einem Amans-Schopenhauser jeden Tag.“, heißt es da, wieder skurril komisch anspielend.

„ringelnatz und morgenstern“ werden auch erwähnt

„morgenstern und ringelnatz

dichten voll erbittert

demolieren den arbeitsplatz

morgenstern:er twittert.“

Ob das die großen Vorbilder sind?

Vielleichtm denn das nächste Poem heißt

„palmenström traf malmström

verkehr war gut

pulver, kondome

und lippenblut“

Der an hochgeistige Lyrik, wird sich hier wohl etwas schwer tun, kann aber zu Abteilung 6 weitergehen. Wo es heißt:

„Unterwegs zu sein reduziert das Risiko keinen Lebensauf zu haben“

Da sind wir  schon beim Reisen. Es gibt ein Gedicht, das in „Altaussee“ geschrieben wurde, eines das „Sudoku in Warschau“ heißt und ein „cable car gibraltar“ genanntes.

Sieben heißt „Die tiefsten Enttäuschungen sind mir zu heavy, zu arg“, da widmet sich eines den „facebook gedichten, den googhle  tänzen und den  whatsapp oden“, also ganz schön modern und in Lisabonn, im August 2018 wurde das Gedicht „Dichter sein“ geschrieben.

„Ein Dichter sein, das bedeutet größer zu sein,

die Menschen zu überragen. Zuzubeißen

wie jemand, der küsst.“

Also ganz schon überheblich, der M.A, könnte man ihm unterstellen.

Also gehen wir zur „Letzten Lockerung“ über.

Da gibt es einen „jandlversuch“

„findest du dich ich?

sagen se zu dich ich?“ zu

(9) Wieso ein Tierarzt selbstverstänlich ein Tier sein muss“ über und wir haben einen interessanten Rundgan durch Martin Amanshauser Lyrik der letzten zwanzig Jahre gemacht, ein bißchen über Literatur und vielleicht auch über seine Vorlieben, seine Gedanken und Charakterzüge erfahren.“

Wie gesagt, die Hardcorelyrikfans werden vielleicht die Nase rümpfen. Die Psychologin findet das Ouvre des Sohnes eines bekannten Dichters, sehr interessant und ist gespannt, was sie von A. M. noch  alles lesen wird.

2018-11-30

Poet Night im Siebenstern

Filed under: Lesung,Veranstaltungen — jancak @ 23:54
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Wieder eine Lesung aus der „Unsichtbaren Frau“, wieder einmal „Poet Night“, die Veranstaltung wo die Mitglieder des Lesetheater, die selber schreiben, in einem Marathon im sieben bis acht Minuten Rhythmus ihre eigenen Texte vortragen.

Zu Zeiten von Rolf Schwendter hat das um vier Uhr Nachmittag angefangen und ist bis zwei Uhr in der Früh gegangen, jetzt geht von sechs bis Mitternacht, trotzdem standen etwa fünfzig Autoren am Programm und als ich ein paar Minuten nach sechs den Veranstaltungsraum im Kulturcafe Siebenstern betreten habe, hat gerade Werner Krotz Gedichte gelesen, Ottwald John ist, wie immer bei der Tür gestanden und hat mich eher unfreundlich empfangen, als ich Herrn Blaha begrüßt habe, der mir, wie versprochen seine weihnachtlichen Dialektgedichgte übergeben hat.

Die Poet Night des ersten Wiener Lesetheaters eine bunte Veranstaltung der Vielfalt des dichterischen Schaffens, wie es Andrea Pauli, die jetzt gemeinsam mit Hahnrei Wolf Käfer den Lesemarathon organisiert, nennt und es stimmt, daß alle Formen der Kunst von den Gebrauchstexte, zu Sketches aber auch Gedichten etcetera von bekannten bis unbekannten Dichtern vertreten sind.

Meine erste Kritikerin Maria Haidegger hat sich einfam darüber mokiert, daß hier eher die unbekannten Dichter vertreten sind, stimmt es sind vorwiegend oder ausschließlich Mitglieder des Lesetheater, einen Prominentenblock der diesmal aus Lydia Mischkulnig, Antonio Fian, Gerhard Ruiss etcetera bestand, ist aber auch immer dabei und heute ist es, um nur ein paar der cirka fünzig Auftretenden zu erwähnen von Werner  Krotz Aphorismen  zu Angelika Mairose Pavrosky gegangen, die  ein Stück aus ihrem noch nicht veröffentlichten roman gelesen hat, in dem es über drei Frauen die in den Sechzigerjahren glaube ich Paris eroberten gegangen ist.

Ariane Lang und Gynther Riebl machten sich über die Datenschutzverordnung lustig während die Ruth wie sie betonte einen eigenen Text für die Veranstaltung geschrieben hat, in dem es um die Sätze geht, die man sich im Schlaf erträumt und sofort aufschreiben muß, damit sie nicht verloren gehebn.

Renate Woltron und Manuel, die Schauspieler brachten auch wieder Stücke aus ihrem Hersbstprogramm, während Werner Grüner Gedankensplitter las, die er sich aus den Nachrichten oder Alltagsbeobachtungen aufgeschrieben hat.

Anita Schaub las aus ihrem letzten Buch, wo ich, glaube ich, schon eine Stelle einmal gehört habe und Ottwald John brillierte glaube ich mit der Parodie dieJoe Berger im Jahre 1989 über Thomas Bernhard geschrieben hat und die ich glaube ich auch im Lesetheater hörte.

Christl Greller gab Kostproben aus ihrem neuen Lyrikband, den ich noch lesen werde, dann kam Hansjörg Libscher, ddn wie  es Andrea Pauli nannte „Urgestein“ des Lesetheaters.

Bettina Balaka gehört, glaube ich, auch zu demProminentenblick und las aus einem am Montag erscheinenden Gedichtband, Eva Holzmayr um einen Krimi der imJahr 1945 spielt und, wo es um die Vergewaltigung von Frauen durch russische Soldaten ging.

Christa Meissner war, wie gewohnt humoristisch mit ihren Wiener Struwwelpeter und anderen Texten, Mechthild Podzeit Lütjen gewohnt lyrisch, Judith Gruber Rizy las wieder den Beginn aus „Eines Tages verschwand Karola“  und Helmuth Rizy aus seinem letzten Buch, wo es glaube ich, um eine Begegnung zweier Männer ging, die sich in einem Museum kennenlernen.

Hahnrei Wolf Käfer verlas wieder seine Kyoka eine japanische Versform ähnlich den Haikus, Manfred Chobot Gedichte wo es gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit ging, Gerhard Ruiss seine Präsidentengedichte, Richard Weihs gab Proben aus seiner Wunschgedichtfolge und ganz am Schluß kam noch eine junge mir unbekannte Frau, die gleichfalls sehr schöne Gedichte vortrug.

Eine interessante Mischung, die wie schon erwähnt die Vielfalt der österreischen Lyrik, Prosa und Dramatik abseits der Buchpreisszene zeigt und wieder einmal gut gelungen ist.

Eva Jancak


Eva Jancak

Mechthild Podzeit Lütjen


Mechthild Podzeit Lütjen

Karin Gayer


Karin Gayer

Judith Gruber Rizy


Judith Gruber Rizy

Helmut Rizy


Helmut Rizy

Hahnrei Wolf Käfer


Hahnrei Wolf Käfer

Manfred Chobot


Manfred Chobot

Gerhard Ruiss


Gerhard Ruiss

Gerald Jatzek


Gerald Jatzek

Richard Weihs


Richard Weihs

Ania Gleich


Ania Gleich

2018-11-06

Laß dich heimgeigen Vater, oder Den Tod ins Herz mir schreibe

Filed under: Bücher,Buchpreisbloggen — jancak @ 00:01
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Jetzt  am Vorabend der Buch-Wien geht es ans öst Buchpreisauflesen, denn da hatte ich ja schon fünf Bücher gelesen, als die Liste bekannt gegeben wurde, dann habe ich den Millesi und den Jäger, die ich als PDF bekommen habe, gelesen und beim Rest, was zuerst nur der Josef Winkler und der David Fuchs war, gedacht, das mache ich sopäter, ich habe ja mit dem dBp und den anderen Neuererscheinungen genug zu tun.

Also jetzt der große Favorit und „Büchnerpreisträger“, der 1953 in Kärntnen in dem Dörfchen Kamering geborene Josef Winkler, das inzwischen wohl wahrscheinlich  Berühmtheit erlangte und zumindestens allen Deutschlehrerinnen bekannt sein wird, denn Josef Winkler ist ja auch einer, der ähnlich wie Florjan Lipus und wahrscheinlich noch einige andere, sein Leben aufschreibt und sich dabei wiederholt in endlos Schleifen das Aufwachsen in einem katholischen Bauerndorf der Nachkriegszeit und die Gewalt, die er dort erlebte, beschreibt und er tut es in einer sprachlich schönen Form, so daß die Germanisten Symposien darüber abhalten und die Leser für die der Buchpreis ja eigentlich oder ursprünglich da ist, vielleicht sagen werden „Was interessiert uns das? Das ist uns zu schwer und hochgestochen, wir wollen lieber was Unterhaltsames, nach unserem schweren Arbeitstag!“ und werden vielleicht zum Krimi greifen, der nicht auf den Buchpreislisten steht.

Ich kenne Josef Winkler zumindest vom Namenseit seinen Anfängen, hat er doch, als ich mich noch sehr dafür interessierte und glaubte, daß ich das auch einmal könne, beim Bachmannpreis gelesen und mit „Menschenkind“ gewonnen, das inzwischen ein Teil der Trilogie „Das wilde Kärntnen“ ist.

Das Buch habe ich, glaube ich, vor Jahrzehnten gelesen und wahrscheinlich nicht sehr verstanden, dann war ich  1996 auf eigene Kosten und als Publikum im Klagenfurt, wo er mit einem Kind am Arm herumgelaufen ist und, ich glaube, aus „Domra“, den Bericht seiner Indienreise gelesen, aber nicht gewonnen hat. Das Buch habe ich dann auch vom Karli zum Geburtstag bekommen und die Dramatisierung seiner „Römischen Novelle“ habe im im MQ, ich glaube, im Rahmen der Festwochen gesehen.

Da ist mir also der sich um sein Kindheit kreisende Josef Winkler ein wenig verloren gegangen, könnte man so sagen, stimmt nicht ganz, denn ich war beim Symposium in der „Alten Schmiede“ und da hat er, glaube ich, aus seinem „Abschied von Vater und Mutter“ gelesen und jetzt das öst Buchpreis Buch, das im Frühjahr bei „Suhrkamp“ erschienen ist und da an mir ohne die Nominierung vorbeigegangen wäre, obwohl es, glaube ich, im Vorjahr im „Casino am Schwarzenbergplatz“ aufgeführt wurde, bin ich wieder in die Winklerische Welt des Grauens und des Lamatierens eingetaucht und ich muß sagen, er versteht es ausgezeichnet, das in eine kunstvolle Form zu fassen, obwohl die Inhalte, wie man auch bei „Amazon“ lesen kann, schon sehr bekannt sind.

Neu für mich war, daß der kleine Josef oder Sepp schon als einjähriger mit einem Bleistift, um auf seine spätere Profession hinzuweisen, herumgelaufen ist, aber, daß die schweigsame oder im Schmerz verstummte, später Psychopharmaka nehmende Mutter ihre drei Brüder im Krieg verloren hat, habe ich schon gelesen oder gehört, auch daß er beim Tod des Vater in Tokio war, daher nicht zu seinem Begräbnis kommen konnte oder auch nicht wollte, weil der Vater ihm das verboten hat, weil sich das Dorf naturgemäß wahrscheinlich nicht darüber freute vomJosef oder Sepp in den „Dreck“ gezogen zu werden.

Das Buch, die sich immer wieder wiederholenden Inhalte der Gewalt, die das Kind wohl in der muffigen Bauernstube erlebte, das Blauschlagen des Hinters beispielsweise „Er hat blaue Würste am Arsch!“, ist, muß ich sagen, in eine wirklich künstlerische Form gebracht und darin eingerahmt.

Eingerahmt durch die Gedichte de jiddisch schreibenden Rajzel Zychlinski, die in Polen geboren wurde und 2001 in den USA gestorben wird und dann gibt es noch das Gedicht „Der Herr, der schickt den Jockel aus:/ Er soll den Hafer schneiden“, das, glaube ich, von Fontane ist, das vor jedes Kapitel gestellt wird und daher von Kapitel zu Kapitel immer länger wird, bis es schließlich in „Da geht der Herr nun selbst hinaus/ Und macht gar bald ein End daraus/ Der Teufel holt den Henker nun, / Der Henker hängt den Schlächter nun, /Der Schlächter schlacht’den Ochsen nun, / Der Ochse säuft das Wasser nun,/ Das Wasser löscht das Feuer nun,/ Das Feuer brennt den Prügel nun,/ Der Prügel schlägt den Pudel nun,/Der Pudel beißt den Jockel nun,/ Der Jockel schneidt den Hafer nun,/ Und kommt auch gleich nach Haus.“

Jockel ist, glaube ich, die Abkürzung von Jakob und so heißt Josef Winklers Vater und das Buch ist eine Ltanei, ein Zwiegespräch mit ihm in dem all das, was wir, wenn wir ein bißchen Winkler gelesen haben, schon wissen, aber noch etwas anderes, das der Aufhänger für das Buch ist, enthält.

Den Josef Winkler, steht am Klappentext, hat erst vor wenigen Jahren erfahren, daß in den „Sautratten“, wo die Gerste wuchs, die in der väterlichen Mühle gemahlen und auch das ganze Drautal mit Mehl belieferte, die Leiche des sich 1945 selbst vergiftet habenden, weil die Engländer ihn gefangene nahmen, Odilo  Globocnik, der als Leiter der Aktion Reinhart für die Vernichtung von  Juden in Treblinka Belzek und Sobibor verantwortlich war.

„Zwei Millionen ham`ma erledigt!“, wird immer wieder litaneiartig wiederholt und nun klagt der Sohn, den Vater an, wieso er ihm, der doch sonst soviel vom Krieg erzählte, das nicht gesagt hat und so er und der Rest des Drautals jahrelang, wie er schreibt verseuchtes Brot essen mußten.

Der Lebenslauf des jungen Josef, der mir aus Lesungen schon bekannt war und der auch ziemlich genauso  beschrieben in „Wikipedia“ steht, wird erzählt. Die kleinen bunten Soldatenfiguren, die dieKinder aus den „Linde-Kaffeebohnenschachteln“ sammelten, die die Verwandten bei den Besuchen mitbrachten. Die katholischen Rituale und Aufbahrungen, das Lesen der Winnetou-Bücher, die ihm aus der Sprachlichkeit und der Dumpfheit des Dorfes herausbrachten. Er hat dazu auch Geld aus der Böse seiner Mutter, die er und das finde ich ein bißchen seltsam, obwohl ich den dramaturgischen Effekt nachvollziehen kann, in dem Buch „Mame“ und den  Vater „Tate“ nennt und denke, daß er  als Kind seine Eltern sicherlich nicht so genannt hat, gestohlen.

Hat später auch Camus und Hemingway gelesen, ist nach Klagenfurt auf dieHandelschule gegangen und hat später an der damaligen Hochschule für Bildungswissenschaft, als Schreibkraft gearbeitet. Dann sind seine erste drei Bücher erschienen, die das Dörfchen  wohl erregten und er verstummte. Später kehrte er wieder in sein Elternhaus zurück, um und das mag auf dem ersten Blick seltsam erscheinen, wieder schreiben zu können. Aber ich finde gerade diese Ambivalenz das Wandern zwischen Gut und Böse, das Josef Winkler auch bei sich selbst beschreibt, diese Haßliebe, das nicht loskommen und sich immer wieder fortan wiederholen, als das Bemerkenswerte an dem Buch und an Josef Winkler literarischen Schaffen.

Ein Buch, das wahrscheinlich, wie schon beschrieben an mir vorbeigegangen wäre, ich aber sehr froh bin, daß ich es gelesen habe, denn ich habe dadurch sehr viel von Josef Winkler und seinem Schreiben  gelernt und füge ich noch hinzu, daß als ich 2000, zu Zeiten von schwarz blau eins, was allerdings ein Zufall ist, in Klagenfurt war, wurde dort gerade das Stück des  20011 verstorbenen Werner Kofler „Tanzcafe Treblinka“ aufgeführt, denn Odilo Globocniks Adjutant Ernst Lerch hat sich nicht umgebracht, sondern bis in die Siebzigerjahre in Klagenfurt ein Tanzcafe geführt, in dem Josef Winkler, als es allerdings kein solches mehr war,  öfter war, bevor er von der Abendhandelsakademie nach Hause gefahren ist.

2018-07-09

Von den Experimentellen ins Kino unter Sterne

Ich würde im Sommer ja gerne von Donnerstagabend bis Dienstagfrüh in Harland bleiben, aber manchmal will der Alfred früher zurück und so bin ich heute schon am Vormittag nach Wien zurückgekommen, wo ich Zeit zum Korrigieren hatte und bin am Abend noch einmal in die „Alte Schmiede“ gegangen, wo es dann gar nicht so experimentell, wie erwartet war.

Hat doch Annalena Stabauer die neuen Bücher von Florian Neuner und Peter Pessl vorgestellt und interessant war dabei, daß bei Autoren Stadt Wien Stipendiaten war, so daß ich sie schon im MUSA hörte und der 1972 in Wels geborene Florian Neuner, der die Zeitschrift „Idiome“ herausgibt und der Gerhard Jaschke heuer auch nach Leipzig begleitete, berichtete in „Drei Tote“ eigentlich über etwas erstaunlich Realistisches, nämlich über das Älterwerden und das Sterben, den sozialen Rückzug und den körperlichen Verfall von drei Künstlerpersönlichkeiten, einen Bildhauer, einem Musiker einem Dichter oder Dichterin, er tut das aber auf höchst experimentelle Art, also nicht erzählend oder die Erzählung von hinten aufgezähmt, wie Annalena Stabauer in ihrer Einleitung erläuterte, dann war es aber interessant von den mit Bücher und Zetteln übervollen Wohnungen und damit ist, glaube ich, gar nicht Friederike Mayröcker gemeint und den Mäusen, die die Bücher zerfressen zu hören, während der Komponist Probleme mit dem Alkohol hat und die Bildhauerin, das war, glaube ich, eine solche, das Künstlerhaus nur mit den Füßen nach vorn verlassen will, den Namen und biografische Daten kommen in einem experimentellen Text, wo sich das ich vom wir abhebt natürlich nicht vor, trotzdem habe ich mir Florian Neuner nicht so verständlich vorgestellt und Peter Pessls „Mamamaus Mandzukic habe ich auch schon im Musa gehört. Damals konnte man sich, glaube ich, die Zeichnungen mitnehmen.

jetzt wurden sie an die Wand projeziert und der  1963 in Frankfurt am Main Geborene, der früher gern bei meinen „Tag der Freiheit des Wortes-Veranstaltungen“ gelesen hat, las aus seinem ersten Zaubermärchen, wo es ins Lalalager Ravensbrück geht und von einem Politiker die Rede ist, der erklärt, daß man sich noch wundern würde, also auch höchst aktuell das Zaubermärchen, von der Wiesenprinzessin und im Gespräch erklärte Peter Pessl, daß er in seinem Schreiben, immer von einem Buch zum nächsten kommt, als die sich wunderte, daß seine früheren Bücher, beispielsweise die über den Hymalaya ganz anders waren. Aber in dem über Rom, das ich, glaube ich, auch schon in der AS hörte, gibt es schon so eine Zaubermaus oder Ratte und jetzt hat er die Idee weiterentwickelt und Märchen deshalb weil man damit sehr viel ausdrücken und jedes Thema bearbeiten kann.

Die experimentelle Szene Linda Christanell, Dieter Sperl, Ilse Kilic, Fritz Widhalm und und im Publikum und nachher habe ich geschwankt, ob ich nach Hause oder auf den Karlsplatz gehen soll, denn das Kino unter Sternen gibt es ja heuer wieder am Karlsplatz und da hat es zwei interessant klingende Kurzfilme geben, den einen über den letzten Tag der Firma Stasny, den anderen über Spar-Lehrlinge, die „Romeo und Julia“ aufführen, so daß ich mir das auch gegeben habe und von der experimentellen Literatur zur Kreaitivität für alle gekommen bin.

2018-06-07

Gesellschaft im Kasten

Da gibt es ja die Katalogkasten, die Stichwortzitatsammlungen, die nach der Digitalisierung wohl nach und nach still und heimlich aus den Bibliotheken verschwunden sind.

Nicht so im Literaturhaus, da hat Evelye Polt-Heinzl den Wertheim-Kasten in einen Zitatkasten verwandelt. Literarische Stichworte eingefügt und ihn wohl seit 2012 Jahr für Jahr erneuert und heuer wohl erstmal an eine Autorin den Auftrag erteilte, diesen für eine Ausstellung zu füllen und die 1964 in Salzburg geborene kenne ich schon lang.

Wo und wann ich sie kennengelernt habe, weiß ich gar nicht so genau, ich kann mich aber an eine IG-GV erinnern, wo ich damals von St. Pölten nach Wien pendlete mit dem Korb in dem die Texte, die 1996 für das Nachuchsstipendium drinnen waren, die ich mir im Zug durchsah, teilgenommen habe und da saß Margret Kreidl in den ersten Reihen und sagte, es ist ganz egal, ob drei oder fünf leute zu einer Lesung kommen, das ist trotzdem okay.

Sie verlegt inzwischen bei der „Edition Korrespondenzen“, stand einmal, glaube ich auf der Hotlist, ich sehe sie und ihren Lebensmenschen Lukas Cejpek manchmal bei Lesungen und auf Messen und weil ich ja ein bißchen legasthen bin oder auch ein wenig schlampert bin, habe ich, als ich vor kurzem von „Kremayr und Scheriau“ ins Belvedere bekommen habe, mich dort sofort angemeldet, und das  Greiner mit Kreidl verwechselt, worauf mich dann erst Stephan Teichgräber im „Doml“ aufmerksam machte. Das sind so die kleinen Aufreger im Leben und nicht wirklich wichtig und Wien-Stipendiatin ist Margret Kreidl wahrscheinlich auch, jedenfalls im Mai im „Musa“ da hatte ich aber so viele Stunden, daß ich nicht hingehen konnte, was mir sehr leid tat.

Also heute und da bin ich trotz meiner sechs Uhr Stunde nicht zu spät gekommen, obwohl mir sowohl Bus, als natürlich die Straßenbahn vor der Nase weggefahren sind, denn die Leute standen noch im Foyer und besichtigten die Ausstellung, die ja heute mit einem großen Programm eröffnet wurde und Margret Kreidl war wohl schon den ganzen Tag im Literaturhaus, um vorzubereiten und ist da von der Stiege gefallen und hat sich das Bein gebrochen oder geprellt, so daß sie ihr Publikum und es war die ganze literarische Prominent zum Teil aus Hamburg und Berlin eingeflogen, anwesend, denn Margret Kreidls Idee  für ihr Zettel-Projekt, sie hat ja ein Buch geschrieben das „Zitat,Zikade“ heißt, war, daß sie sechsundfünfzig literarische Lebensmenschen, denn schreiben ist ja Kommunikation, sagte sie in der Einleitung, bat ihr jeweils ein Ding für eine Lade des Zettelkastens zu spenden und so saß ich hinter Gerhard Rühm, Gerhard Jaschke und Karin Peschka, sah Lukas Cejpek natürlich, denn der hat einen Chor einstudiert, wo vier Schauspieler auftraten und im Chor Zitate vortrugen.

Robert Huez begrüßte, Evelyne Polt-Heinzl erzhlte etwas zum Projekt und die vier Chorstimmen zitierten Namen wie Brigitte Salanda, Gustav Ernst, Marie Luise Lehner,  Erika Fischer,  Dieter Sperl und und und…

Das sind, wie das Margret Kreidl sitzend, erläuterte die sechusundfünfzig Freunde, die ihre Gaben in den Kasten legten. Ein paar waren anwesend, die Margret Kreidl feierliche begrüßte und ihren Lebensbezug erläutetete, Ilse Kilic richtig ist auch dabei und Gabriele Petricek und Birgit Schwaner, die mich freundlich grüßte, im Publikmum und zu meinen Erstaunen sah ich da auch den Otto, von Alfreds Wandergruppe, der meinen Blog, meine literarische Ausdrucksform, das erste halbe Jahr seines Bestehens freundlich kommentierte.

Er hat, wie ich später erfuhr, seine Lieblingsbuchhändlerin Brigitte Salanda zur Lesung begleitet und die Mulitmedia Künstlerin Reni Hofmüller hat eine musikalische Beigabe im Sinne Pöasmodiumsstruktursgeeflecht beigesteuert.

Dann gab es noch einen analogen Chor eines amerikanischen Germanisten und danach Getränke und Knabberstangen, bevor mann diesmal die Stiegen, die ja sonst streng abgesperrt sind, in die Bibliothek hinaufwandert und sich den Zettelkasten mit seinen Leihgaben ansehen konnte.

Interessant interessant, die experimentelle Literaturszene und ein“ Salz-Zeitschrift für Literatur“, wo Margret Kreidl einen Text drinnen hat, habe ich auch bekommen.

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