Literaturgefluester

2013-07-23

Nachruf auf Rolf Schwendter

Filed under: Uncategorized — jancak @ 01:36
Rolf Schwendter

Volksstimmefest 2012

Rolf Schwendter

Osterspaziergang 2012

Der Montag war wieder so etwas wie ein literarischer Tag, manchmal fühle ich mich zwischen den Veranstaltungsbesuchen, den Bücherbergen und dem Bloglesen bzw. kommentieren, weit weg davon, am Vormittag hat aber Ruth Aspöck angerufen und mir von den „Literatur und Text Tagen“ erzählt, die inzwischen in Strobl am Wolfgangssee stattfinden und an denen sie teilgenommen hat, dann meldete sich Doris Nussbauer vom „Werkl“ mit der Mitteilung, daß sie die von der Verramschung bedrohte erste Lise Meitner Anthologie aufgekauft hat und eine Lesung im Herbst oder am Frauentag machen will. Ein Portrait will sie auch von mir bringen.
Dann bekam ich noch einen Kommentar bezüglich meines St. Pöltner Buchhandlungstag mit ein paar Mitteilungen zu Milena Michiko Flasars „Ich nannte ihn Krawatte“, ich schrieb mein zweites Kapitel mit einem Nachruf oder Lebenslauf auf den in Wien geborenen Sinologen Ernst Schwarz, den die Nazis nach Schanghai brachten und der dann in der DDR spionierte, bevor er wieder nach Österreich kam und in Münichsreith 2003 verstarb. Dann schickte mir Alfred die Nachricht des Tages, Rolf Schwendter ist am Sonntag In Kassel verstorben und ich war sehr betroffen, obwohl Rolf Schwendter ja sehr krank gewesen ist. Um Weihnachten lag er auf der Intensivstation, dann schien es ihm kurzfristig besser zu gehen und ich habe nachgedacht, ich habe ihm nicht am „Tag der Freiheit des Wortes“ das letzte Mal gesehen, sondern wahrscheinlich bei Ruth Aspöcks Lesetheateraufführung von Elisabeth Freundlichs „Im Steingebierg“.

Rolf Schwendter

Osterspaziergang 2012

Am Abend habe ich mich am Abend mit der Ruth und dem Alfred am Rathausplatz getroffen, die es auch schon wußte, jetzt braucht die GAV einen neuen Präsidenten und das Volksstimmefest, dessen Programm Christoph Kepplinger, dann am Abend schickte, hat einen Leser weniger und die Ballade zum Thema „Ausverkauf“ wird uns auch abgehen.
Als Arthur West 2000 im August gestorben ist, hat Helmuth Rizy vorgeschlagen, daß jeder der Lesenden vor oder nachher sein Lieblingsgedicht bringt, das wäre auch eine Idee, obwohl der 1939 in der Wiener Hasnerstraße geborene, wie ich in den Nachrufen las, eine große Menge Texte und noch viel mehr Unveröffentlichtes hinterlassen hat. Die Ruth hat mir von kleinen Heften, die sich sich stoßweise in seiner Wohnung befinden sollen, erzählt und die schwer zu transkribieren wären, denn Rolf Schwendeter war ja einer, der alles mit der Hand geschrieben hat, Telefon und seine Nachfolgermedien ablehnte und einer der gescheitesten Menschen, die mir je begegnet sind.
Ich habe ihn, den GAV-Präsidenten wahrscheinlich in der GAV kennengelernt und bin ihm immer wieder begegnet, hat er ja nicht nur erste Wiener Lesetheater gegründet, den Tag der Lyrik organisiert, die Poet-Night und und und.

Die Poet-Night wird es vielleicht nicht mehr geben, ist mir am Abend eingefallen, wieder eine Veranstaltung weniger, bei der ich dann nicht lesen kann und ich habe Rolf Schwendter, den ich auch beim „Tag der Freiheit des Wortes“ immer wieder getroffen habe, auch immer wieder erzählt, wie sehr ich darunter leide, daß ich von diesem Literaturbetrieb noch nicht entdeckt wurde. Er hat es, glaube ich, verstanden und mich 2009 als der Osterspaziergang durch Margareten ging, sehr viel lesen lassen, über Paul Wimmer, Jeannie Ebner, Jura Soyfer und und und…

Ilse Kilic, Rolf Schwendter

Amerlinghaus 2010

Ja, richtig den Osterspaziergang wird es vielleicht auch nicht mehr geben und die handgeschriebenen Schnipsel bei den Lesetheateraussendungen. Denn wer bitte schreibt heute noch mit der Hand und ist telefonisch nur nach Mitternacht bis zwei Uhr früh zu erreichen, wenn man etwas für das Lesetheater organisieren will.
Der Rolf war auch ein Katzenfan und dreifacher Doktor, ein Herr Professor, obwohl er nicht so ausgesehen hat, einer der alternativsten und intellektuellsten Menschen, der von Wien nach Kassel und zurück hin und hergependelt ist. Devianzforscher und Autor von Kochbüchern „Arme essen – Reiche speisen“,“Psalter“, die Katertotenlieder“ „Von der Unmöglichkeit zu Telefonieren“, sind einige seiner gedruckten Werke, wie schon erwähnt, das meiste soll unveröffentlicht sein.

Ruth Aspöck hat ein Buch über das Lesetheater herausgebracht und bei ihr in ihrem Haus im Mühlviertel, gab es auch eine Lesung, an die ich mich erinnern kann, weil ein Foto davon, das Cover des Buches bildet. Feste hat es gegeben um sechzigsten, fünfundsechzigsten, siebzigsten Geburtstag und viele viele Veranstaltungen. Beim Alltäglichen Leben zu der mich Ilse Kilic mit dem Literaturgeflüster eingeladen hat, haben wir zusammengelesen. 2002 hat er den Tag der Freiheit des Wortes organisert und immer ein Gedicht dafür geschrieben.

Rolf Schwendter

Siebenstern PoetNight 2009

Den Katzenfasching hat Susanne Schneider, glaube ich, für ihn organisiert.
Er ist sehr krank gewesen und hat seiner alternativen Lebensform wohl auch nicht sehr auf sich geschaut, so habe ich es in einem der Nachrufe gelesen, er hat aber zu trinken aufgehört, zu rauchen und auch sehr viel zu essen. Früher war er, glaube ich, dafür bekannt, daß er zwei oder drei Hauptspeisen hintereinander verzehren konnte und wenn es Streit gab, ist er immer vermittelnd und ausgleichend aufgetreten.
Jetzt braucht die GAV einen neuen Präsidenten mit der Ruth Aspöck habe ich mich ein bißchen darüber unterhalten, wer das werden könnte? Die Petra Ganglbauer oder die Erika Kronabittner vielleicht, denn Präsidentinnen braucht das Land. Ein berühmter Name, wie Robert Schindel wäre aber auch ganz gut, aber erst einmal wird er uns sehr fehlen.
Wer bitte wird beim Volksstimmefest den Abschluß machen, wiegend und singend oder vielleicht die Maultrommel spielend uns vom Ausverkauf in diesem Land erzählen?
Und hier ein Nachruf von der Wiener Zeitung mit einem Bild, das der Alfred am letzten Volksstimmefest gemacht hat.

2020-09-07

Wiederauferstehung des literarischen Sonntags

Armin Baumgartner

Armin Baumgartner

Jörg Piringer

Jörg Piringer

Der literarische Sonntag war eine von Armin Baumgartner inititierte Veranstaltung, die es von 1999 bis 2004 im Little Stage, einem Lokal in der Rampersdorffergasse gegeben hat.

Das Lesetheater hatte dort bald seine Veranstaltungenu und so hatte ich 2000 wahrscheinlich dort meine lesetheaterveranstaltung, wo sechs Leute, glaube ich, Texte von mir gelesen haben.

Brunis „Golem Now“ wurde dort aufgeführt, wir waren dann noch bei einigen Veranstaltungen. Das Lokal hat auch seinen Leseraum erweitert, Bodgan Bogdanovic hat sein Buch vorgestellt, Armin Baumgartner,glaube ich, Jonke interpretiert und als ich ihm dann fragte, ob ich wieder lesen kann, hatte ich, glaube ich, schon einen Termin, aber den literarischen Sonntag gab es dann nicht mehr und heute, wo ich ja fast verzweifelt, nein so arg ist es nicht, aber doch mit ein bißchen Wehmut nach Veranstaltungen suche, die ich ohne Maske besuchen kann, um nicht zur Gänze vom Literarturbetrieb, der mir ja doch sehr wichtig und ein Teil meines bisherigen lebens war, wegzukommen, hat der Alfred mir ein Mail geschickt, denn Armin Baumgartner hat auf Facebook bekanntgegeben, daß es am Sonntag um zwanzig Uhr eine kleine Auferstehung dees literarischen Sonntag mit einer Plakataussteillungen und Lesungen von ihm, Rudolf Kraus, Jörg Piringer und den mir bisher eher unbekannten Bruno Pisek geben würde und ich kann meinen Lesern eine weitere literarische Veranstaltung bekanntgeben, die ich besucht habe, denn Maske und Registrierungsapp beziehungsweise personalisierte Zählkarten, woran meine „Alten Schmiede“ Besuche scheitern werden, brauchte es hier nicht, Armin Baumgartner betonte aber, daß er das Reload absichtlich nicht sehr bekanntgegeben hat, um eine Massenveranstaltung zu verhindern.

Das war es dann auch nicht, sondern viel Platz im Lesezimmer, ich glaube mich zu erinnern, daß es dort, als ich das letzte Mal da war, Bänke gegeben hat.

Bruno Pisek

Bruno Pisek

Armin Baumgartner. Rudolf Kraus

Armin Baumgartner. Rudolf Kraus

Jetzt gab es Tische, Beppo Baerl war da und noch einige andere mir unbekannte personen und Jörg Piringer der experimentelle digitale Performer, der heuer beim „Bachmnnpreis“ gelesen hat, begann dann auch mit einem Text, der „Ich möchte ein Buch schreiben“ hieß und sich immer wieder mit diesem Anfangssatz wiederholte und er bekannte dann, daß nicht er, sondern, die Maschine, den Text geschrieben hat, was natürlich Urheberfragen oder, die wieviel muß man seinen Text selber schreiben, um noch als Literatur zu gelten aufwies, die aber nicht thematisiert wurden.

Der 1962 geborene im Bereich Kunst und Medien vielseitig schaffender Bruno Pisek, wie es bei „Google“ so schön heißt, stieß dann in die selbe Kerbe oder auch nicht, denn er brachte keinen Computer auf das Podium, sondern ein großes Buch und einige Leselampen, seine Texte, die er wahrscheinlich selbst geschrieben hat, waren aber ähnlich experimentell und am Schluß trat der 1968 in neunkrichen geborene Armin Baumgartner, der inzwischen GAV- Mitglied ist und schon einige Preise bekommen hat, gemeinsam mit dem 1961 geborenen ehemaligen Bibliothekar Rudolf K2raus als Duo auf, denn sie hatte zu bestimmten Themen wie „Nacht“, „Macht etcetera,je einen Text geschrieben.

Es gibt also trotz Corona und gelber Ampelwelle abseits der üblichen Literaturpfade trotzdem Veranstaltungen und die sind wahrscheinlich gar nicht so wenige, denn es drängt die Künstler wahrscheinlich sich zu äußern und zu verdienen und so bin ich gespannt, wie es im „Literaturgefluster“ weitergeht mit der maskenlosen Literatur und zu lesen habe ich inzwischen auch sehr viel und komme nach wie vor damit ja nur eher langsam voran.

2015-08-03

Schwendter Lesung im Weinhaus Sittl

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:43
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Bei der Aufzählung der Wiener Sommerveranstaltungen habe ich die Sommerlesungen des ersten „Wiener Lesetheaters“ im Garten des Weinhaus Sittl, die dieses auch schon seit einigen Jahren im Juli und im August veranstaltet, vergessen, dabei war ich schon einmal dort, weil sie immer Montag um 19 Uhr stattfinden.

Aber ich gehe außer zu der Frauengruppe nicht so oft zu Lesetheaterveranstaltungen, deshalb ist mir fast entgangen, daß es zwei Schwendter Lesungen gegeben hat, zum sechsundsiebzigsten Geburtstag am dreizehnten August und zum zweiten Todestag am einundzwanzigsten Juli.

Die Geburtstaglesung war letzten Montag. eine Textcollage von Hahnrei Wolf Käfer und Andrea Pauli „Von der Unmöglichkeit Lese- zu- Theatern“ und die habe ich, was ich sehr schade finde, leider versäumt.

Heute gab es von Hansjörg Liebscher verantwortet, das Stück „Einstein“.

Einstein war Christian Katt, Birgit Schwaner, Susanne Schneider, Christa Mitaroff haben unter anderen auch noch mitgewirkt und Hansjörg Liebscher erzählte in der Einleitung, daß das Stück vor fünfzehn Jahren schon einmal zum Geburtstag aufgeführt wurde, Franz Hütterer, Rolf Schwendter und, ich glaube, auch Ilse Aschner haben mitgewirkt, die alle schon gestorben sind und außerdem noch Birgit Schwaner, die wieder den physikalischen Genius gab.

Das Stück hat, glaube ich, zehn Szenen und beginnt im Patentamt,  Einstein hat offenbar dort gearbeitet, dann hat er die Relativitätstheorie erfunden „Es ist alles relativ, relativ“ lautete das in Nestroyscher Manier nachempfundene Couplet und war irgendwie für die Atombombe verantwortlich, die über Hiroschima abgeworfen wurden. Es kommt in dem Text aber auch Tschernobyl und anderes vor.

Ein mir völlig unbekannter Schwendter Text, aber wahrscheinlich kenne ich nicht wirklich viel von ihm und wahrscheinlich ist auch nicht alles veröffentlicht.

Relativ viele Leute bei dem schönen Wetter in dem schönen Gasthausgarten und fast alles Bekannte, die mir versicherten, daß die Veranstaltung vorige Woche sehr interessant gewesen ist und ich viel versäumt habe.

Vielleicht sollte ich doch öfter zu den Sommerlesungen ins Weinhaus Sittl, beziehungsweise Pelikanstüberl gehen, auch wenn ich nicht so gerne konsumiere, vor dem Filmfestival am Rathausplatz, auf dem ich mich dann mit dem Alfred getroffen habe, geht sich das wahrscheinlich aus.

In vierzehn Tagen, gibt es Joe Bergers „Hirnhäusl„, da bin ich schon einmal bei einer Buchpräsentation und Ausstellung in der „Wien-Bibliothek“ gewesen, die anderen Veranstaltungen, die beispielsweise freche oder Liebestexte präsentieren, interessieren mich nicht so, aber an Rolf Schwendter zu gedenken und einen für mich völlig fremden Text kennenzulernen war, sicher interessant.

Bei einigen seiner Geburtstagsfesten bin ich auch gewesen, zum fünfundsechzigsten Geburtstag hat Hahnreiwolf Käfer eine Veranstaltung im Theaterbrett veranstaltet, da habe ich ihm etwas aus einem meiner Bücher vorgelesen und die doppelte Ausgabe von Johannes R. Becher „Die hungrige Stadt“, die mein Vater in seiner Bibliothek hatte, geschenkt.

Zum siebzigsten war die Veranstaltung im Literaturhaus und datrüber habe ich schon gebloggt.

2013-09-29

Poet-Night ohne Rolf Schwendter

Filed under: Uncategorized — jancak @ 01:33

Die Nationalratswahl warf ihre Schatten, beziehungsweise wurde ich deshalb, glaube ich, am Samstagvormittag zum „Kreativen Frühstück“ im „Sektor fünf“ in der Siebenbrunnenstraße mit der Bezirksvorsteherin, Sandra Frauenberger und anderen SP-Politikerinnen eingeladen und habe dort einige Bekannte getroffen, wie Dagmar Fischer, mit der ich am Nachmittag bei einer „Poet Night“ ohne Rolf Schwendter, von der ich gar nicht glaubte, daß sie ohne ihn stattfinden kann.
Hahnrei Wolf Käfer und Marius Gabriel haben aber die Moderation übernommen, angefangen hat es eine Stunde später und es waren auch weniger Leute als sonst angemeldet. Viele der bekannte Gesichter fehlten, so waren Hilde Langthaler, die Rizys, aber auch Eva Dite, Richard Weihs nicht da, vielleicht lag das am Anmeldemodus, den ich auch fast verpaßt hätte, kam ja diesmal nicht das handgeschriebene Brieflein, sondern nur eine kleine, im Text versteckte Mitteilung im Lesezeichen, daß es die Veranstaltung wieder geben und man sich anmelden kann.
Alles andere ist dann über das Internet erfolgt und als ich nach fünf das Kulturcafe „Siebenstern“ erreichte, ist Beppo Beyerl, der erste Leser noch im Lokal draußen gesessen, Hahnrei Wolf Käfer und Ottwald John waren schon drinnen und Beppo Beyerl hat dann wieder etwas von seiner „Straße mit den sieben Namen“ vorgelesen, die ja einmal Triester, einmal Wiener und dann auch noch ganz anders heißt. Partisanenstraße ist auch dabei, von der Straße, die von Wien nach Triest führt.
Anita C. Schaub war dann die zweite Leserin und las eine gekürzte Erzählung, die von zwei Frauen handelte und Manfred Loydolt brachte einen Auszug aus einem Theaterstück, das von zwei drogensüchtigen Jugendlichen handelte. Da der Alfred diesmal nicht dabei war, sondern in St. Pölten sein Maturajubeläum, es sind auch vierzig Jahre, feierte, gibt es diesmal keine Fotos und ich streife schnell durch das Programm und erwähne nur ein paar Namen, von der wieder sehr eindrucksvollen Lesung, wo in sieben Minuten Abständen beinahe alle literarischen Genres gebracht wurden. So brachte Elfriede Haslehner wieder einige Gedichte, Armin Peyman zuerst einen sadomasochistischen Text, der nicht ganz meinem Geschmack entsprach, dann eine türkisch oder arabische Variante der „Reblaus“, das war dann wieder lustiger.
Traude Korosa hatte eine sehr poetischen Text und Karin Ivanscics, die wieder ihren „Wrackeren Wracks-Kurztexte“ brachte, hat einen ebenso literarischen Sohn, der eine sehr spitzige Schulgeschichte über die erste Liebe und die Begegnungen mit den Mädchen dort,vortrug.
Axel Karner brachte wieder Mundarttexte und Ingeborg Reisner, die ja ein Buch über das Kabarett geschrieben hat, zeigte sich kabarettistisch, in dem sie die Psychoanalyse verballhornte, nach Dagmar Fischer kam ich, mit meinem Rolf Schwendter-Text, den ich schon am Volksstimmefest gelesen habe, wofür ich ihn geschrieben hatte. Helga Leitner, die glaube ich, auch etwas Kabarettistisches hatte, habe ich am Morgen bei dem Kreativen Frühstück kennengelernt und Gynter Riebl, den ich nicht kannte, überraschte durch eine lange Ballade, ich würde sagen, im „Schillerischen Stil“ von einer großen Flut, in der im Wasser Eiskästen und Tiefkühltruhen treiben.
Hilde Schmölzer brachte wieder ihre „Jugendsünden“, wie sie es selbst in ihrer Einleitung vorstellte und Mike Blumentopf mit grünen Haaren hatte einen sehr interessanten Text zum Datenschutz bzw. gegen die Kundenkarten und ließ sich dann von August Bisinger eine öffentliche Spardose, in die man Geld werfen oder nehmen kann, wahrscheinlich eine Anlehnung auf die Bücherschränke, in denen ich beim Hinweg Tom Rachmans „Die Unperfekten“, das ich schon lange haben wollte, gefunden habe, stellen.
Helga Graziella Schwaiger hatte etwas Lustiges über Urlaubreisen und Astrid Wiesenöcker eine spannende Geschichte über das „Leben ohne Geld“, das mich ja auch sehr interessiert.
Dazwischen folgte eine längere Pause, danach wurde wieder etwas überzogen und Marius Gabriel hat die Moderation übernommen, wo Gerhard Ruiss Gedichte aus seinem neuen Lyrikband las und Eva Brenner ihr neue erschienenes Buch übers Theater vorstellte.
Hanane Aad las ein paar Gedichte auf arabisch in englischer und deutscher Übersetzung und Peter Waugh mit musikalischer Untermalung diesmal deutsche Texte.
Hannes Kirschbaum, der wie ein Manager im dunklen Anzug mit Krawatte wirkte, hatte sehr poetische Texte, ebenso Barbara Ungepflegt. Nach Peter Ahorner mit eher deftigeren Texten folgten dann schon Ruth Aspöck und Robert Eglhofer, die erst am Abend kamen, weil sie vorher einen Ausflug mit der Grillparzer-Gesellschaft nach Grein machten und sich dort wieder das Theater angesehen hatten.
Fritz Widhalm und Ilse Kilic folgten. Ilse Kilic hatte glaube ich die Gedichte die sie schon bei der Lyrik im März vorgetragen hatte und die einigen Kollegen wie Petra Ganglbauer und natürlich Rolf Schwendter gewidmet waren, das letzte Gedicht hat sich auf sich selbst bezogen und war sehr lustig, weil es von ihrem inneren Schweinehund handelte, der ihr widersprach, als sie meinte, Schreiben würde sie froh machen, weil „Apfelstrudel kann das natürlich auch“.
Nach soviel Gedichten tat Susanne Schneiders Prosa über eine blaue Mütze gut, die sie einmal in China von einem Chinesen geschenkt bekommen hatte und die seither durch ihr Leben und die Lesetheaterveranstaltungen begleitete.
Christian Qualtinger hatte vorher noch sehr starke Sprüche zur Ausländerfeindlichkeit gebracht, dann konnte ich Hansjörg Liebschers Lyrik kennenlernen, der ein starkes Gedicht auf seine Lebenspartnerin brachte und Ingrid Jantzen beendete um halb eins, also auch fast zwei Stunden früher, wie Marius Gabriel später sagte, die erste Poet-Night ohne Rolf Schwndter, mit einer ihrer Kurzgeschichten über Bienen und jetzt hätte ich fast Ottwald Johns Performance über den Tod vergessen, die ebenfalls sehr beeindruckend und wahrscheinlich auch Rolf Schwendter gewidmet war.

2013-08-31

Schwendter-Begräbnis

Filed under: Uncategorized — jancak @ 13:04

Mit der Straßenbahn zum Baumgartner Friedhof hinausfahren und sich dabei erinnern, daß ich vor langer Zeit, noch als Studentin, schon einmal dort beim Begräbnis eines alten Mannes, der immer mit einer Puppe in der Hand spazierengangen ist und den ich in der Konditorei Aida in der Neubaugasse kennenlernte, gewesen bin.
Und in der Waidhausenstraße, die Haltestelle, wo ich den Neunundvierziger verlassen habe, bin ich auch schon öfter gewesen, weil dort ja der Martin und die Zarui wohnen. Jetzt bin ich die Straße an zwei schwarz gekleideten Frauen, die ich nicht kannte, hinaufgegangen. Die Helga Schwaiger habe ich, glaube ich, schon in der Straßenbahn gesehen, sie ist aber eine Station früher ausgestiegen und den Eingang habe ich auch nicht gleich gefunden, dann aber Ruth Aspöck, Margot Koller, die extra wegen dem Begräbnis aus Salzburg gekommen ist, Magdalena Knapp-Menzel, Manfred Chobot etc gesehen und mit ihnen zur Aufbahrungshalle gegangen.
Dort noch mehr Bekannte. Gerhard Jaschke, der dann für die GAV sprechen wird, sitzt auf einer Bank, Christa Kern kommt auf mich zu, Hilde Schmölzer, Hilde Langthaler, Susanne Ayoub und und und….
Natürlich auch die Mitglieder des Lesetheaters. Susanna Aschner, Andrea Pauli, Manfred Loydolt, etc.
Werner Grüner ist auch zu seben und es geht langsam in die Halle hinein, wo schon Gerhard Ruiss mit seiner Rede steht. In der ersten Reihe sitzt die Familie, Frau, Sohn und Enkelkind, ich sitze zwischen der Freundin Christl und Margot Koller, als eine junge Frau nach vorne geht und zu singen beginnt.
Dann kommt Gerhard Jaschke und erinnert an den verstorbenen GAV-Präsidenten, zählt eine Reihe seiner Werke auf, „Von der Unmöglichkeit zu telefonieren“ hat er selber hinausgebracht und weist wahrscheinlich auch auf seinen Umgang mit der Technik hin. Daß er alles handgeschrieben hat und trotzdem seine Ordnung hatte. Kein Handy und trotzdem sehr erreichbar. Ober war das schon Gerhard Ruiss, der für die IG gesprochen hat? Der erwähnt das Volksstimmefest vom letzten Jahr, wo Rolf Schwendter, ich hatte das schon vergessen, nicht mehr auf die Bühne gekommen ist, sondern unten sitzen geblieben ist. Erwähnt, daß er immer als letzter gelesen hat und bei den eigenen Marathonveranstaltungen, wie zum Beispiel die „Poet-Night“ an einem kleinen Tischchen neben der Bühne mit den Zetteln saß, wo die Namen der Vortragenden standen, die er aufrief und abhackte. Einen bescheidenen Geldbetrag hat er dann auch immer ausbezahlt. Wies auf die verschienenen Funktionen hin, Vorstandsmitglied der IG, GAV-Präsident und der der Fried-Gesellschaft, auf den dreifachen Doktor und in Österreich trotzdem keine Stelle an der Universität, so daß er nach Deutschland mußte. An seine Bücher, voran die Werke zur Devinazforschung hat vorher, glaube ich, schon Gerhard Jaschke gedacht und daran, daß er nun immer daran denken wird bei den Einladungen zu den Generalversammlungen, Rolf Schwendter ein Fax zu schicken, obwohl er das jetzt nicht mehr muß.
Dann kam der Herr von der Friedhofsverwaltung, hob die Urne, es war ein Urnenbegräbnis und forderte die Anwesenden zum Gang zum Grab auf. Dort gab es dann, glaube ich, noch ein Lied, bevor man sein Schauferl Erde hineinwerfen konnte.
Sehr langsam und bedächtig ist das passiert. Manche, wie Christa Kern, die, glaube ich, ein Katzenbild hinunterwarf, hatten auch etwas Schriftliches dabei. Hin und wieder eine Rose. Ich bin lange noch herumgestanden, habe Hände geschüttelt, mich mit der Ruth, der Margot Koller und auch anderen unterhalten, bevor ich mit den beiden zurückgefahren bin.
Um elf gab es, glaube ich, ein Treffen in der „Neubauschenke“, zwischen der und dem Literaturhaus, wie Gerhard Ruiss noch in seiner Rede erwähnte, Rolf Schwendter viel herumspaziert ist. Die Ruth ist vorher in ihre Wohnung frühwtücken gegangen und hat mich zum Kaffee eingeladen, ich bin aber nach einem Blick in die wohlgefüllten Bücherschränke gleich in die Krongasse gefahren, weil ich ja der Alfred kochte und ich am Nachmittag auf Volksstimmefest muß, beziehungsweise dort meine Bücher ab dreizehn Uhr vorbeibringen soll. Und hier noch der Nachruf.

2013-06-11

Elisabeth Freundlich Aufführung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:38

Ruth Aspöck, die eigentlich nicht in der Frauen lesen Frauen Gruppe des ersten Wiener Lesetheaters mitmacht, organisierte heute dort im Literaturhaus Elisabeth Freundlichs Erzählung „Im Steingebirg“ und das war eine Aufführung, die mich sehr interessierte.
Faszinieren mich die eher unbekannten Schriftstellerinnen des vorigen Jahrhunderts ja sehr und von Elisabeth Freundlich habe ich wahrscheinlich im Zusammenhang mit Konstantin Kaiser gehört. 2001 ist die 1906 in Wien geborene, jüdische Schriftstellerin gestorben und da gab es eine Veranstaltung im Republikanischen Club, an die ich mich erinnern kann und wahrscheinlich auch Texte oder einen Nachruf in der Zeitschrift „Zwischenwelt“.
Das sie seit 1945 mit den aus Breslau stammenden Philosophen Günther Anders verheiratet war, habe ich ebenfalls gewußt, denn da habe ich ja einmal ein Seminar mit Raimund Kremlika oder Raimund Bahr, wie er sich seit seiner Verheiratung nennt, gemacht.
Im Bücherschrank habe ich den Roman „Der Seelenvogenl“ gefunden, sonst scheint es von der Autorin aktuell nichts zu geben und Ruth Aspöck erwähnte in ihrer Einleitung auch einiges von einer erfolglosen oder nicht so bekannten Schriftstellerin. Sie hat sie jedenfalls in den Achtzigerjahren im Schriftstellerverband oder bei einem Kongreß kennengelernt und einen Artikel über Rudolf Brunngraber hat die Journalistin auch geschrieben. Hilde Schmölzer, die mitgelesen hat, hat sie einmal interviewt, ich kann mich nicht erinnern, die Autorin kennengelernt zu haben.
Es war also eine interessante Veranstaltung und eine Neuentdeckung, denn in Wikipedia findet man nicht sehr viele Werkangaben und über die Erzählung „Im Steingebirg“ ist im Netz auch nicht sehr viel zu finden.
Elisabeth Freundlich wurde jedenfalls als Tochter eines jüdischen Rechtsanwaltes und Arbeiterbankpräsidenten in Wien geboren, studierte Germanistik, Romanistik und Theaterwissenschaften, war nach dem Studium Dramaturgin im neuen Wiener Schauspielhaus. 1938 ging sie über Zürich und Paris nach New York und kehrte 1950 mit Gunther Anders nach Wien zurück, wo ihre Manuskripte nicht gefragt waren. So übersetzte sie und konnte ihre Sachen erst in den Siebziger und Achtzigerjahren herausbringen und „Im Steingebirg“ hat sie, glaube ich, 1944 in Amerika geschrieben. Eine sehr interessante Geschichte die, in dieser Zeit im Salzkammergut spielt.
Da wird ein Dorf beschrieben, das Leben in der Diktatur, auf dem ersten Blick alle gleichgeschaltete Nazis, es gibt nicht sehr viel zu essen, in der Konditorei gibt es nur zwei Stunden Eis und keine Torten, die Männer sind im Krieg, schon die Sechzehn oder Siebzehnjährigen werden eingezogen und man weiß nicht wohin. Statt der Sommerfrischler kommen die Bombenfrischler, eine Frau ist Totenwäscherin und Dienstmann und es beginnt, als ein Mann, ein offenbar überzeugter Nazi nach Hause zu seiner Mutter fährt. Es gibt auch ein Sanatorium, „Hollywood“ genannt, wo sich zwei verwundete Soldaten unterhalten und von einem Hitler-Attentat erzählen und dann werden drei Leute erschoßen. Eine Jüdin mit einem Kind, die offenbar von irgendjemanden versteckt wurde und ein Mann, der sie vielleicht verfolgte. Sehr subtil wird das geschildert, erst nach und nach kommt heraus, was geschehen ist.
Hilde Schmölzer, Andrea Pauli, Judith Gruber-Rizy, Christa Nebenführ und Ruth Aspöck haben sehr gut gelesen. Hilde Langthaler, Elfriede Haslehner, Werner Grüner, Rolf Schwendter, Susanne Schneider und noch einige andere Bekannten war da. Vom Literaturhaus niemand außer Stefan Lotter, der den Büchertisch betreute und Wein ausgab und den habe ich ja am Freitag bei dem „Ausgehoben-Symposium“ gehört, ihn auf seinen Blog besucht und herausbekommen, daß er am Sonntag im CAfe Anno gelesen hat.
Mit ihm habe ich mich ein bißchen unterhalten, mit der Ruth, Richard Langthaler und mit einer Lehrerin, die eine Schulklasse, die auch gekommen war, beobachtete und sich Sorgen machte, ob es ihr gefallen hat?
Mir hat es sehr gut gefallen und freue mich schon sehr auf das Lesen des 1986 in der Buchgemeinschaft erschienenen Romans „Der Seelenvogel“, der den sozialen und ökonomischen Aufstieg einer kleinbürgerlichen Familie schildert, wie ich der Beschreibung entnehme.

2009-04-09

Osterferien und Gerstl-Nachruf

Filed under: Uncategorized — jancak @ 19:49

Eigentlich wollte ich heute über meine Osterferien in Harland berichten. Zwei sehr beschauliche Tage habe ich schon hinter mich gebracht. Das Wetter ist schön und sonnig, ich habe ein bißchen in den Blogs geblättert.
Lillyberry hat über Denis Schecks „Druckfrisch“ berichtet und sich darüber mokiert, daß sich der mit den Bestsellerlisten vor ein Fließband stellt und das ihm schlecht erscheinende einfach in den Müll befördert. Sieben von den zehn Titeln auf der Spiegelliste ist das passiert. Interessant, daß er den Uwe Tellkamp und Daniel Kehlmanns „Ruhm“, dabei ausgenommen hat, den Daniel Glattauer aber nicht, was eine heftige Diskussion im Internet über die Rolle der Kritiker auslöste. Ich bin ja auch der Meinung, wie Lilly Berry, daß man Bücher nicht unbedingt auf diese Art und Weise verreißen muß, sondern man ihnen ruhig mit mehr Achtung, Interesse und Wertschätzung entgegentreten könnte, da Bücherschreiben ja nicht einfach ist.
Dann bin ich Rad gefahren, heute war ich beispielsweise in Herzogenburg und gestern beim Schloß in Ochsenburg, wo angeblich Schubert aufgetreten ist, es gibt jedenfalls eine Gedenktafel dazu.
Ich war ich auch viel in der Badewanne, habe in Julia Francks „Mittagsfrau“ gelesen, mit der ich gerne in der Karwoche fertigwerden würde, um vielleicht übermorgen eine Rezension zu schreiben, um Otto Lambauer eine Osterfreude zu machen und die Wellnessprogramme habe ich mir auch herausgesucht.
Wir haben schließlich Fastenzeit und das auf sich schauen und gut mit sich umgehen, um zu mehr Ruhe zu kommen und die positiven Kräfte wirken zu lassen, kann in Zeiten wie diesen, wo ohnehin nicht viel gelingt und man nur Horrormeldungen über die Wirtschaftslage hört, nicht schaden.
Schließlich habe ich von meinen Radfahrten, nicht nur Fühlingsblumen, sondern auch Bärlauch, den ich sehr mag, mitgebracht und billige Erdbeeren gab es beim „Lidl „auch.
Ostergrüße sind gekommen, Frans Postma hat sich aus Holland gemeldet und an meinem Work on progress habe ich auch weitergeschrieben.
So weit so gut und als ich darüber einen schönen Blog schreiben wollte, habe ich noch bei Christiane Zintzen vorbeigeschaut und von ihr erfahren, daß Elfriede Gerstl heute gestorben ist. (Nachzulesen bei in/ad/ae/qu/at).
Was mich sehr betroffen hat, habe ich sie ja gut gekannt, da sie eine war, die auch mit mir geredet hat und mich immer freundlich grüßte.
So kann ich der kleinen alten Dame mit den roten Haaren und den schönen Hüten, die als Original durch die Wiener Innenstadt marschierte und oft bei den literarischen Veranstaltungen zu sehen war, ein paar Erinnerungen nachwerfen.
Einmal bin ich neben ihr in der alten Schmiede gesessen, da ist Kurt Neumann auf mich zugekommen und hat mir gesagt, daß er nicht die Einladungslisten des Wespennestes bestimmt. Da stand eine Veranstaltung im Programm, zu der man eingeladen werden mußte, aber als ich anrief, um eine Einladung zu dem Festakt ins Semper-Depot zu bekommen, hat mir Walter Famler mitgeteilt, daß ich leider nicht zu den auserwählten Autoren gehöre.
Ich hatte es schon verkraftet und wollte stattdessen zur Stern-Preisverleihung gehen, da hat mich die freundliche alte Dame einfach mitgenommen und mich auch Frederic Morton vorgestellt. Es war ein unvergeßlicher Abend mit einem tollen Buffet, vielen Wespennestheften und Alexandra Millner habe ich dort auch getroffen.
Bei meinem literarischen Geburtstagsfest hat Elfriede Gerstl einmal auch gelesen und wir haben mehrmals Bücher miteinander ausgetauscht.
Mich hat es sehr getroffen und ich war auch sehr überrascht, obwohl ich mich zu erinnern glaube, daß Rolf Schwendter bei der Volksstimme-Buchpräsentation schon angedeutet hat, daß es ihr nicht gut geht.
Ich verabschiede mich also von der Dichterin und wem es interessiert, auf meinen Artikel zum Volksstimmefest im September, gibt es ein schönes Bild von ihr, da wird nun auch ein Stammgast fehlen.
Und liebe Cornelia Travnicek, ich glaube nicht, daß Elfriede Gerstl eine coole Omi war, die auch schon mal Bullshit schrieb (frautravnicek.wordpress.com) und sie war sicher auch schon vor ihrem Tod eine gute Dichterin, auch wenn das in diesem Österreich erst sehr spät bemerkt wurde.
Ich glaube, erst so richtig, nach dem sie den Fried- und den Traklpreis mit einem Aufwaschen bekam.
Sie hat, wie sich in ihren Texten nachlesen läßt, sehr darunter gelitten und jetzt hat das literarische Wien wieder eine Dichterin weniger. Ob wir das wohl aufholen können?

2014-03-11

Mechthild Podzeit-Lütjen bei den Wilden Worten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:27

Eigentlich wollte ich Montag und Dienstag ja noch zweimal in die „Alte Schmiede“ gehen, bevor wir am Mittwoch nach Leipzig fahren werden, dann sah ich aber im Amerlinghaus-Programm, Mechthild Podzeit-Lütjen ist bei den „Wilden Worten“, von der GAV-Kollegin habe ich schon länger nichts gehört und kenne sie als eine sehr feinsinnige Lyrikerin und da es in der „Alten Schmiede“ eine Slam-Veranstaltung gab, die mich ohnehin nicht so sehr interessierte, habe ich umdisponiert, bis halb acht gewartet, da noch schnell meine elfte Szene korrigert und ein bißchen weitergeplottet und bin wieder einmal ohne recht ins Programm zu schauen, losgestartet.
Bei Karin Invancsics ist mir das schon einmal passiert, daß ich eher Bekanntes zu hören bekam und jetzt passierte mir das wieder, hat die 1955 in Bremen geborene Mechthild Podzeit Lütjen ja die Anthologie „Die Wurzel trägt dich“ vorgestellt, bei deren Präsentation ich schon einmal in der „Gesellschaft für Literatur“ war. Als ich das Amerlinghaus erreichte, habe ich mich gleich neben Herrn Blaha gesetzt und von Richard Weihs erstaunt gehört, daß diesmal die Frauenquote untererfüllt war, nämlich außer mir und der Mechthild nur noch eine Zuhörerin, alles andere Männer, woran das liegen mag, an der schönen blonden Frau oder am Thema Geburt?
Keine Ahnung, die meisten habe ich nicht gekannt, bin aber mit dem Herrn vor mir gleich ins Gespräch gekommen, als ich Herrn Blaha die „Dreizehn Kapitel“ und ihm meine Büchertasche zeigte, denn ich bin vorher natürlich wieder bei den Schränken gewesen und habe da ein ganz besonderes Schmankerl gefunden, nämlich einen bei Ueberreuter erschienenen Wanderführer von Hannelore Valencak „Wanderwege rund um Wien“ und bei deren Lesetheaterveranstaltung bin ich erst vor kurzem gewesen und hatte keine Ahnung, daß die Autorin außer Kinderbücher auch einen Wanderführer herausgebracht hat. Man sieht auch die frühere Schriftstellergeneration brauchte ihre Zubrote und Nebengeschäfte und offenbar war Hannelore Valencak eine große Wanderin, gibt es in dem Buch neunzehn Farbfotografien von ihr und noch einmal interessant Brigitte Schwaiger hat den Umschlag gestaltet.
Doch zurück ins Amerlinghaus, da eröffnete Richard Weihs und die Mechthild las zum fünften Todestag von Gert Jonke, die Texte, die ich offenbar schon gehört habe und dann noch dden eines Theologen zum Thema Mensch werden und Geburt und erzählte im Gespräch mit Richard Weihs noch einmal ganz viel zu dem Buch was ich noch nicht wußte.
Die Idee ist bezüglich des Schließens der „Semmelweis-Klinik“ entstanden, beziehungsweise hat Christa Nebenführ in der „Prückl-Sommerlesereihe“ einmal das Thema „Mütter“ gehabt.
Dann hat sie die Autoren angeschrieben und ausgewählt, ihnen nur die vier Worte vorgegeben und die ganze Themenvielfalt von Abtreibung, Totgeburt, etc ist gekommen, dann gab es noch die Fotografien und die ganze Arbeit an dem Werk hat drei Jahre gebraucht.
Texte sind von Friederike Mayröcker, Erika Kronabitter, Gerhard Ruis etc enthalten. Bei der Präsentation damals war, glaube ich, noch Milena Michiko Flasar und von Rolf Schwendter ist ein handschriftlicher Text enthalten, der jetzt noch einmal eine besondere Aufmerksamkeit erhält.
Von Mechthild Podzeit-Lütjen gibt es auch zwei Prosatexte und Gedichte, einen, der von einem Kind mit Down-Syndrom am Neudiedlersee handelt, las sie dann auch vor und erzählte auf Richard Weihs Fragen, daß sie die Auswahl der Texte immer ganz spontan, wenn sie in das Publikum hineinschaut, trifft.
Dann gab es die Wunschgedichte vom letzten Mal, diesmal waren es offenbar sehr viele, während die Richard Weihs verlaß, formte ich schon meine Wünsche und beschloß mir diesmal ein Gedicht zum Thema „Vergessen“ zu wünschen das mit den Worten „Anna kämpft“ beginnt und die Worte „Alzheimer, Dracula, Strahlenschutzstecker“ enthält, vielleicht kann ich es einmal dem Buch als Motto voranstellen. Es auf jeden Fall aber als Aufmunterung fürs Weitermachen gebrauchen.
Die Ruth würde jetzt zwar vielleicht sagen, daß man sich bei den „Wunschgedichten“ nicht das, worüber man gerade einen Roman schreibt, wünschen darf, aber man sieht daran, wie weit ich am zehnten März war und am vierzehnten April, der nächsten Wunschgedichtveranstaltung werde ich höchstwahrscheinlich ohnehin nicht kommen, weil das der Anna ihr dreißigster Geburtstag ist.
Vielleicht mein kleiner Beitrag zum Thema Geburt. Nachher habe ich mich noch mit der Mechthild unterhalten, ihr meine Enttäuschung ausgedrückt, von ihr keine neuen Texte gehört zu haben. Sie hat ein Hörbuch hat sie gesagt, das auch zum Verkauf aufgelegen ist und mir von ihren Studien erzählt, die sie derzeit sehr beschäftigen würden und als ich bei Wikipedia nachgegooglet habe, ist mir aufgefallen, daß die Mechthild eine ist, die sich sehr um die Texte anderer kümmert, so hat sie auch Alois Kaufmanns Texte, einem Spiegelgrundopfer, den ich einmal in der Szene-Margareten hörte, mitherausgegeben.
Ich habe sie, glaube ich, über Elfriede Haslehner kennengelernt, war mit ihr einige Zeit in der „Frauen lesen Frauen- Lesetheatergruppe“ und habe, wie gesagt schon länger nichts mehr von ihr gehört, die „Anthologie“ jetzt aber ein zweites Mal präsentiert bekommen und ob sie am Freitag bei der „Lyrik im März“ mitmachen wird und am Samstag zur GAV-Vollversammlung kommt, weiß ich nicht, aber da werde ich in Leipzig sein.

2021-10-15

Großartiger Leseklub statt Poet Night

Poet Night 2021

Die „Poet Night“ ist die Veranstaltung des ersten Wiener Lesetheaters wo die Mitwirkenden einmal im Jahr ihre eigenen Texte lesen können, gibt es, glaube ich, seit 2000 oder noch länger und ich habe immer mitgemacht, weil ich ja gerne meine Texte lesen und seit 2008 auch regelmäßig darüber berichtet. Der Alfred hat die Fotos gemacht Unter Rolf Schwendter der die „Poet Night“ gegründet hat, hat es, glaube ich, um vier Uhr Nachmittag begonnen und ging weit bis in die Früh hinein, nach Rolf Schwendters Tod haben Hahnrei Wolf Käfer und Andrea Pauli die Organisation übernommen. Es beginnt, glaube ich, um sechs und endet um Mitternacht, Lesezeit ist ca acht Minuten, es gibt einen Ablaufplan und ein Honorar von ungefähr fünfzig Euro.

2019 habe ich das letzte Mal dort gelesen und bin meistens Nonstop dort gewesen, habe den anderen zugehört und seit 2008 darüber berichtet. Da bin ich auch einmal im Clinch mit meiner damaligen Kritikerin Frau Haidegger geraten. Aber macht ja nichts daß die Veranstaltung nicht sehr öffentlichen war und man nur wenige Zuhörer hatte, war trotzdem ein wichtiges Ereignis und neben dem Volksstimme– und meinem literarischen Geburtstagsfest, der Ort, wo ich regelmäßig meine Texte vortragen und meine Bücher vorstellen konnte.

Bis im Vorjahr fand die Veranstaltung im „Siebenstern“ statt, im vorigen Jahr schon im Weinhaus Sittl, da war ich auch angemeldet, aber da war schon Corona, da und da mußte man, glaube ich, Maske, tragen, also habe ich weil ich das ja nicht will, abgesagt und bin nicht hingegangen und heuer braucht man, glaube ich 2, 21/2 oder 3 G.

Habe ich alles nicht, also mich gar nicht angemeldet und nur nebenbei von der Ruth erfahren, die dort liest, daß die Veranstaltung heute ist.

Texte hätte ich ja genug, beispielsweise eine Szene aus dem „Frühlingserwachen“, die ich wahrscheinlich im letzten Jahr gelesen hätte, heuer wahrscheinlich, die von den „Männerhassenden Feministen“ aus den „Hundert Seiten“, die ich ja am Volksstimmefest nicht lesen durfte, weil zu wenig links oder zu Corona kritisch,, wahrscheinlich war es der Dschungelfunk der da durchgeschlagen hatte, habe ich also nicht und lese ich auch heute nicht, wem es interessiert kann es nachlesen.

Ein paar Videos, die ich verlinken kann, gibt es wahrscheinlich auch noch und bleibe zu Hause und begebe mich von dort ins Literaturhaus in den „Großartigen Leseclub“ der Barbara Zeman die diesen auch in Corona- und Lockdownzeiten gegründet hat, um die Literatur in die Welt hinauszutragen.

Elfrriede Awadallah

Jetzt findet die Veranstaltung wieder im Literaturhaus statt und ich sitze allein zu Haus, weil der Alfred, der, weil er heute auch das Begräbnis der Schwiegermutter war und er morgen in eine Grünen-Sitzung will, getestet ist, unbedingt hingehen mußte, um zu fotografieren oder die Christa Kern nach einem Foto von Sebastian Kurz der ja nicht mehr unser Kanzler ist, zu fragen, daß sie angeblich mit ihm hat?

Was mich ärgert, ich gebe es zu, daß er ohne mich zu Literaturveranstaltungen geht, ist er doch früher auch nicht immer mitgegangen und er könnte sich ja auch in den Leseklub streamen.

Ene Einladung zur Generalversammlung der IG, wo man auch die 21/2 G braucht ist auch gekommen und morgen gibt es die GAV- GV, diesmal an einem anderen Ort als in der „Alten Schmiede“. Dort muß man noch dazu Maske tragen. Also auch wieder nichts und ich habe nur ein Veto bezüglich einer abgelehnten Neuaufnahme hingeschickt und die Geburtstagslesung wird es heuer auch nicht geben, weil mir ja schon ein paar Leute ausrichten ließen, daß sie sich nicht mit Ungeimpften treffen.

Aber gut, selber schuld, wenn ich so unangepaßt bin, also in das Lteraturhaus streamen, wo Barbara Zwiefelhofer wieder die Eröffnungsrede hielt, Barbara Zeman, begrüßte und den Schauspieler Christoph Luser begrüßte, der die Texte, der 1912 in Trencin geborenen und 1959 auf der Rax verunglückten Susanne Wantoch, eine wie Barbara Zwiefelhofer erklärte, heute gänzlich unbekannten Schriftstellerin und deren 1952 zuerst in der Volksstimme später im „Globus-Verlag“ erschienenen Roman „Das Haus in der Brigittastraße“ im Leseklub präsentiert wurde.

Da gibt es, damit er besonders großartig ist, immer Musik dazu, die diesmal von Anna Attar alias Monsterheart stammte. Eine bildnerische Untermalung gibt es immer auch und interessant ist wohl der Kontrast von den jungen Künstlerinnen, zu der kommunistischen Autorin, die während der Nazizeit, weil auch Jüdin, mit ihrem Mann, einem Arzt nach China imigrieren mußten. Wo es auch einen Roman darüber gibt. 1947 ist sie in das Nachkriegsösterreich zurückgekommen und hat als Journalistin in verschiedenen kommunistischen Zeitungen gearbeitet.

Da hat der Schauspieler als erstes ein Gedicht über das „Wien 1947“ gelesen und Barbara Zeman hat noch erzählt, daß, weil die KPÖ, eine der drei Gründungsparteien, des neuen Nachkriegsösterreich war, ein großes Verlagsgebäude hatte, wo auch der „Globus-Verlag“ angesiedelt war und das Haus in der Brigittastraße, die es gar nicht gibt, ist eigentlich eine Ruine, nämlich kriegszerbomt und die Heldin ist die Schneiderin Martha Stanzl, die sich in einen Haloudri namens Kurt verliebt, obwohl sie schon Kriegswitwe ist. Sie arbeitet in einer Fabrik und benimmt sich da, wie Barbara Zeman erzählte asozial oder eogistisch, das heißt, sie will viel Geld verdienen, um sich ein Haus oder eine Wohnung kaufen zu können und Barbara Zeman erwähnte noch, daß das Buch ein kommunistischer Roman ist, der den sozialen Realismus schildert, der die Welt verbessern will.

Heute ist das Buch vergriffen und kann nur mehr antiquarisch erworben oder im Bücherschrank gefunden werden, wie ich das ja einmal mit einem Buch der Friederike Manner tat, die, glaube ich, ein ähnliches Schicksal hat.

Barbara Zwiefelhofer rief die Verleger noch auf ,sich des Buches oder der Autorin anzunehmen, da käme ja, glaube ich „Milena“ oder „Atelier“ in Frage. Mal sehen und jetzt warte ich noch auf Alfreds Bericht, wie es der „Poet Night“ war, die ja auch irgendwie kommunistische Nähe hat. Vielleicht bringt er noch Fotos mit, mit denen ich den Leseklub untermalten könnte.

2021-04-03

Solo-Osterspaziergang

jetzt bin ich über das Osterwochenendeenende doch nach Harland gefahren, wenn man einen Zweitwohnsitz hat, kann man das auch während des Lockdowns. Man darf dann zwar nur alleine seine Oma besuche, aber die liegt ohnehin im Bett und mag nicht so viele Besucher und in Harland kann man auch Radfahren, obwohl mir heute eine Frau an der Traisen erklärte, daß man das angeblich nicht darf. Eine Maske braucht man in St. Pölten auch noch nicht tragen und Ostern ist ja oderwar immer die Zeit der Osterspaziergänge und da gab esja immer den der LitGes, der literarischen Gesellschaft St. Pöltens und da bin ich 2000, das erste Mal noch mit Alois Eder mitgegangen. Doris Kloimstein war auch dabei. Da bin ich mitdem Rad nach St. Pölten gefahren und dann ist es an der Traisen entlang bis zum Bootshaus gegangen und ich habe, glaube ich, aus der „Viertagebuchfrau“ eine oder zwei Ostereierszenen gelesen. Denn da geht ja eine Frau während der ersten hundert Tage von schwarz-blau zu einer Therapeutin und liest ihr aus ihren verschiedenfärbigen Tagebücher vorund es bekommt dann blaue und auch rote Ostereier auf diversen Wahlveranstaltungen.

Dann war eine LitGes Pause und aufdie Osterspaziergänge bin ich, glaube ich, erst 2008 wieder gekommen. Der war dann im Kaiserwald, da war die Ruth dabei und Robert Eglhofer, der ja damals stellvertretender Obmann der LitGes war. Alois Eder, glaube ich, auch. Es gab ein Ostereier suchen. Was ich gelesen habe, weiß ich nicht mehr so genau. Vielleicht den Text, den ich für die St. Pölten Anthologie geschrieben habe, dier Alois Eder herausgegebe wollte. „Harland-Stadt“ hat er geheißen. Ab da war ich bis 2018 immer bei den Osterspaziergängen die dann um den Viehofnersee gegangen sind und habe mir auch immer einen St. Pölten bezogenen Text herausgesucht. Ich glaube, den „Hochschwab-Blick“ habe ich gelesen, “ Somme am Wasser“, meinen „Frequency-Text“ und und und ….

Da ich immer darüber bloggte, kann man das schön nachlesen. Ein Picknick gab es auch und wenn es regnete, haben wir uns in der „Seedose“ versammelt. 2019 habe ich dann ausgesetztund das war gar nicht meinem Gips geschuldet, sondern weil der Spaziergang damals am Samstag vor dem Palmsonntag war und wir da bei der „Literatur und Wein“ und Eva Riebler, die Obfrau der LitGes, die wir damals auf der Rudolfshöhe getroffen haben, hat uns auch gesagt, daß sie nicht dabei sein wird, sondern Cornelia Stahl, die mich ja das letzte Jahr interviewte, sie vertritt und im letzten Jahr ist der Spaziergang, wie heuer Corona bedingt ausgefallen. Denn dagibt es ja die berühmten fünf Gründe und man darf keine Leute treffen. Heuer auch nur einen beim Pckinicken. Also kein Spaziergang der LitGes.

Aber allein kann man spazieren gehen und soll das auch, weil man sonst ja nur Thrombosen oder einen Vitaminmangel bekommtund so habe ich mich der wachsenden Inzidenzzahlen zum Trotz entschloßen, Oster heuer doch in Harland zu verbringen und auch einen Osterspaziergang um den See zu machen. Da fahre ich ja öfter meine Runde, besteige den Aussichtsturm, plündere den „Seedosenschrank“.

Im heurigen Sommer habe ich dabei öfter einen Kaiserspritzer auf der Seedosenterrasse getrunken und mein zweites Corona-Buch spiegelt ja auch dort. Daraus hätte ich, wenn es den Spaziergang gegeben hätte, ein Stückchen lesen können oder auch die „Meister Hoppel- Ostergeschichte“, die morgen im Blog erscheint. Alleine lesen macht aber keinen Spaß und ist auch ein wenig seltsam. So habe ich mir gedacht, nachdem ich den Alfred am Markt getroffen habe, um mich vorher mit einer Wurst- oder Rehschinkensemmel zu stärken, nehme ich mir mein Notizbuch mit oder gehe ich zur Seedosenzelle und schaue nach, was es dort zu finden gibt. Dann marschiere ich den See ab, setzte mich wie weiland bei den Spaziergänge auf eine der Bänke und lese ein Stück. Das hat dann nicht so ganz gepaßt, obwohl die Seedosenzelle sehr voll gewesen ist, aber nur zwei Bücher nach meinen Geschmack. Nämlich Miljenko Jergovics „Vater“, den ich, glaube ich, einmal bei der „Literatur und Wein“ hörte und ganz besonders spannend „Kein Roman“ von Peter Pilz aus dem Jahr 1989, als er noch ein Grüner und jüngerer Politiker war. Das habe ich nur durchgeblättert und auf den vier oder fünf Bänken, wo ich etwas in mein Notizbuch geschrieben auf den Aussichtsturm bin ich auch geklettert und habe die Spaziergänger beobachtet. Es war aber leider ein bißchen kalt, obwohl es auch sonnig war.

Leider kein Picknick und kein Eierpecken. Die Ostereier liegen aber schon zu Hause und einen Osterkuchen gibt es auch und ein Nestchen, das ich morgen der kleinen Lia verstecken kann, die darf ja mit ihrerMama kommen, denn ohne wird sie das noch nicht schaffen und ihr Hund wird wohl auch dabei sein und dann gibts ein Grillen und vielleicht, wenn es wärmer ist, einen Gang auf die Rudolfshöhe. Da waren wir schon vor drei Wochen und haben Take away-Käsespätze gegessen, leider war es auch sehr kalt und am Ostermontag geht es wieder zurück nach Wien und da hat es früher, solange Rolf Schwendter noch gelebt hat, immer den Osterspaziergang des ersten Wiener Lesetheaters gegeben und der war auch sehr interessant, denn da ist es immer in einen bestimmten Bezirk gegangen. Man hat sich vor ein Haus gestellt, wo ein berühmter Dichter gelebt hat und aus seinem Werk gelesen. Da waren wir einmal im dritten Bezirk, da hab ich auch meine Ostereiergeschichte gelesen, einmal im achten, wo ich auch gefroren habe.

Als es um den Fünften ging, habe ich vor dem Haus, wo sich die AZ befand, ein Stück über Jura Soyfer aus „M.M. oder die liebe zur Germanistik“ gelesen und im Cafe Standard einen Nachruf auf oder Texte von Elfriede Gerstl, dann ist es noch in den vierten Bezirk gegangen. Da habe ich, glaube ich ein bißchen was mit Susanne Schneider organisert und sogar einen Text über Helmuth Eisendle geschrieben, derdann auch im „Freibord“ war.

Einmal waren wir statt beim Osterspaziergang im Kino ,haben „Howl“gesehen und einmal hat Rudi Lasselberger im „Siebenstern“ eine Performance gehabt. Der letzte Osterspaziergang,wo wir waren, war, glaube ich, durch das Lärchenfeld. 2013 ist Rolf Schwendter gestorben und jetzt gibt es schon länger keine literarische Osterspaziergänge mehr. Hoffen wir auf das nächste Jahr. Kanzler Kurz hat ja versprochen, daß sich ab Sommer wieder alles normalisiert. Aber mit Maske und Test spaziere ich nicht um den See.

Und ein passendes Oster-Buch wäre jaThomasGlavinic „Kameramörder“ das ich mal lesen sollte. Aber jetzt lese ich ja „Dave“ von Raphaela Edelbauer,ein utopischer Roman kannich spoilern und morgen begibt sich „Meister Hoppel mit dem grünen Paß“auf das Ostereierverstecken und wir vielleicht auf die Rudolfshöhe. Mal sehen, ob es dort noch Take away gibt? Aber das ist ja erlaubt.

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