Literaturgefluester

2012-05-28

Erlesenes Pfingsten

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:55

Zum Pfingsten einen Lesemarathon machen, das heißt, die drei vier Tage nichts als Lesen, darüber bloggen und das vielleicht auch ein bißchen aufmotzen und zu zelebrieren, habe ich mir in meinem Strohwitwendasein ja heuer vorgenommen, weil ich früher mit den logischen Denkern zum Pfingsttreffen nach St. Gallen gefahren bin und wenn wir in Harland sind mit dem Rad nach Nußdorf an der Traisen. Wenn der Alfred auf Urlaub ist, geht das nicht, so war ich da einmal während eines Bachmann-Symposium auf deren Spuren unterwegs und voriges Jahr hat die Galerie Splitter zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen. Diesmal ist mir der Lesemarathon eingefallen, denn das wollte ich schon immer machen und meine Bücherberge, zu denen mich die offenen Bücherschränke und andere Gelegenheiten ja verführen, verlocken ja auch mehr zu lesen.
Was ist ein Lesemarathon? Die Bücherblogger haben offenbar dasselbe Probleme ihre SUBs abzubauen und rufen so gelegentlich, meistens am Tag des Buches, aber auch zu anderen Gelegenheiten dazu auf. Im vorigen März wollte ich schon bei einem mitmachen, da war der Alfred glaube ich in Spanien, aber dann war ich so im Fluß des Schreibens der „Zwillingswelten“ drinnen, daß ich das nicht dafür unterbrechen wollte, aber heuer hats gepasst. Bin ich ja mit der „Paula Nebel“ früher als erwartet fertig geworden, die Texte für das „Literaturgeflüster-Buch“ warten auch schon auf den Alfred und mit dem „Glas zuviel“ habe ich zwar schon angefangen, bin aber noch nicht wirklich so weit hineingekommen, daß es unter den Fingern brennt, bzw. habe ich mich schon sehr darauf gefreut.
Drei Tage nichts als lesen und darüber schreiben, kann ja für eine biblophile Literaturbesessene genauso ein Erlebnis sein, wie wenn andere teure Urlaube buchen, segeln oder tauchen gehen. Man muß es nur genau planen und zu Pfingsten hat man ja auch drei oder sogar vier Tage dazu Zeit. Wie macht man das, damit man das auch für das Literaturgeflüster ein bißchen aufbereiten kann? Die Idee dazu ist mir schon bald gekommen und die passenden Bücher stehen ohnehin auf meiner Leseliste, zumindestest hat sich bald abgezeichnet, daß es Marlene Streeruwitz „Verführungen“, Friedrich Torbergs „Tante Jolesch“ , Antonio Skarmetas „Das Mädchen mit der Posaune“, Dan Lungus „Das Hühnerparadies“ und vielleicht noch Hans Falladas „Kleiner Mann, was nun?“ werden könnten.
Denn wieviele Bücher liest man an einem verlängerten Wochenende und wie gehe ich das genau an? Packe ich die Bücher in die Tasche und fahre damit mit der Straßenbahn in Wien herum, beziehungsweise setze ich mich in den Park damit oder lese ich zu Hause, wie das ja bevorzugt tue, in der Badewanne, im Bett oder auf der Terrasse? Beides hat sich bald herausgestellt, denn Pfingsten ist ja lang und so habe ich gestern, die Streeruwitz, die ich schon am Freitag zu lesen angefangen habe und den Torberg eingepackt und bin damit in Wien herumgefahren und da ich bei meinem letzten Recherchetag, vor einer Woche am Kahlenberg und auf der Donauinsel war, haben sich bei mir schon ein paar andere Wien-Schmankerln angesagt, bzw. geplant, diesmal in Schönbrunn zu beginnen, dann vielleicht nach Rodaun und noch in den Prater hinauszufahren. Da hatte ich noch keine Ahnung, daß ich das mit zwei Wien – Büchern tun werde, die ja hervorragend dazu passen und auch ein bißchen das Wien-Klischee beschreiben, die echten und die falschen Sachertorten, die Cafes etc.
Ins Cafe Central und in das Sacher bin ich zwar nicht gegangen, da bin ich, wie meine Leser wissen, zu geizig oder auch zu konsumverweigernd, aber inzwischen gehe ich bei meinen Wien-Tagen ganz gerne in den Mc Donald „essen“ und nehme mir nicht mehr meine Brote mit und vor allem in Schönbrunn trifft man ja die Wien Touristen, die Italiener und Japaner und wenn man denen nach, auf die Gloriette geht, ist das Lesen der Marlene Streeruwitz noch einmal so schön.
Den Torberg habe ich in der Prater Hauptallee, vor der Geisterbahn und in der Straßenbahn gelesen und das hat mich auch, vor allem weil das Wetter sehr schön war, in eine besondere Stimmung gebracht. Am Sonntag bin ich zu Hause geblieben und habe „Das Mädchen mit der Posaune“ und „Das Hühnerparadies“ hauptsächlich in der Badewanne gelesen, besprochen habe ich es auf der Terrasse und im Bett und mir dazwischen Zuchini gebraten und sie mit einem beim Hofer gekauften Pizzatäschchen mit Gurken- und Karottensalat gegessen. Zwei Bücher pro Tag gehen sich also bei einem Lesemarathon locker aus und so habe ich meinen SUB wirklich ein bißchen abgebaut, es gibt aber noch den Pfingstmontag und da habe ich zur Belohnung etwas ganz Besonderes vor, nämlich eine Bücherkastentour, das heißt, wenn das Wetter mitspielt, von einem Schrank zum anderen zu wandern, mir daraus ein Buch zu nehmen und mich dort, wo es Bänke gibt, zum Lesen hinzusetzen. Da kann ich gleich ein paar Beobachtungen machen und beim Hegerpark gibt es auch einen Mc Donald, wo ich mir einen Mc Double und eine kleine Portion Pommes frites kaufen kann. Einen Gutschein für einen verbilligten Cafe und eine Erdbeerschnitte habe ich auch.

2020-05-30

Pfingsten zu Corona-Zeiten

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:33
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Pfingsten hat für mich, meine Leser wissen es, obwohl ich ja nicht religös oder katholisch bin,, eine besondere Struktur oder meine Rituale und Erinnerungen.

Eine der frühsten Erinnerungen sind wohl die Pfingstrosen, die ich im Gartenhäuschen meiner Eltern am Almweg erblickte. Dann kommt eine lange Pause und dann die Pfingstausflüge mit dem „Klub der logischen Denker“ nach St. Gallen in der Steiermark nicht in der Schweiz.

Das erste Mal bin ich da 1977 mit dem Herrrn Lembacher nach meinem Dissertantengespräch, die Voraussetzung meine Dissertation zu beginnen, dorthin gefahren. Wir hatten eine Panne in St. Pölten, das erste Mal, das ich in dieser Stadt beziehungsweise in einer Tankstelle dort gewesen ist, dann gab es nur ein Doppelzimmer, bis ich dann natürlich in ein einzelzimmer übersiedelt bin. Ein paar Mal bin ich da mitgefahren,

Ich kann mich an ein Pfingsten erinnern, das war wohl 2000, wo wir die Doris Kloimstein besuchten, ich ihr stolz mein neues Buch, es war wohl die „Viertagebuchfrau“ für eine Rezension im „Ecetera“ überreichte und dann über ihr „Eigenverlag nehmen wir nicht!“, sie hat es wohl anders formuliert, betroffen war. Sie hat mir dann eines ihrer Bücher gegeben und ich kann mich erinnern, daß ich ihr auf eine Karte geschrieben habe, daß ihre Gedichte oder was es war, auch nicht besser als meine realistischen Romane wären.

Das ist auch lang vorbei. Dann war mal der Alfred mit dem Karl irgendwo auf der Welt unterwegs, was er jetzt nicht kann und ich in Wien beim Bachmann-Symposium oder Ausstellung im Palais Palfy.

Da bin ich zuerst auf einen Spaziergang auf den Spuren der Bachmann gegangen, habe vor dem Cafe Raimund von Hans Weigels „Unvollendete Symphonie“ gehört, das ich am inzwischen gelesen habe und am Nachmittag wollte ich von Neuwaldegg auf den Kahlenberg wandern. Bin aber, glaube ich, ab Salmansdorf mit dem Bus gefahren und dann vom Leopoldsberg über den Nasenweg nach Nußdorf zurück.

Nußdorf ist auch so ein Schlagwort, nämlich ein berühmter Heurigenort in Wien, aber auch der Sitz von Alfreds Lieblingswinzer oder den, der ihm das Spritzmittel für seine Weintrauben gibt, durch den sind wir auf den Pfingstmarkt in Nußdorf an der Traisen gekommen, den wir seit <jahren immer besuchen, wenn wir zu Pfingsten in Harland sind.

Das sind wir heuer nicht und der Pfingstmarkt ist, glaube ich, auch Corona bedingt abgesagt, obwohl er ja in Freien stattfinden würde, aber wohl immer noch zu viele Menschen und am Klo, wo sich die dann ja drängen müßte man wohl Maske anlegen und auch wenn man, was der Alfred meistens wollte, in Traismauer mit dem Zug zurückfahren wollen.

Aber wir bleiben ja heuer sowieso zu Pfingsten in Wien und da habe ich ja auch noch ein Pfingsten, wo der Alfred mit dem Karli wieder irgendwo war, vergessen, wo ich mich zu einem Lesemarathon aufmachte, da zwei Tage lang, glaube ich, zu Hause gelesen und die restlichen zwei mich auf Bücherschranktouren aufmachte.

Wie werden wir Pfingsten heuer in Corona-Zeiten verbringen, wo ja inzwischen schon die Friseure, aber da gehe ich ja mit Maske nicht hin, die Geschäfte, detto, die Lokale, wo man sich in den Gastgarten ohne setzen kann und ansonsten eine zum Betreten brauchen würde und jetzt sogar schon die Hotels geöffent haben.

Das ist mir zwar egal, weil wir ja sowohl in Wien, als auch in Harland eine Wohnung, beziehungsweise ein Haus haben und zu Pfingsten eigentlich nie auf Urlaub gefahren sind, aber das Leben normalisiert sich langsam und ich habe ja sowieso immer versucht normal zu leben.

Das heißt, ich habe immer ein Drittel meiner Stunden live gemacht, am Abend habe ich in der Badewanne gelesen, statt zu Veranstaltungen zu gehen, die es ab hundert Persoen ja ab Ende Mai auch schon geben soll, ich aber keine Ahnung haben, ob die „Gesellschaft“ die „AS“ oder das Literaturhaus da ein Programm anbieten können, aber mit Maske, eh schon wissen und meine Normalität besteht ja im Vermeidungsverhalten, denn mit Maske würde ich mir sehr komisch vorkomen und dem Glück, daß der alfred ohnehin auch schon früher soviel eingekauft hat, daß ich das kaum machen mußte.

Am dreißigsten April ist die Cornelia Stahl zum Interview zu mir gekommen, das haben wir schon Anfangs März kurz vor dem Lockdown ausgemacht und beibehalten obwohl die Ausgangsperre ja bis ersten Mai galt und erst am letzten Tag, glaube ich, durchgesickert ist, daß man sich ohnehin immer besuchen hätte dürfen.

Am ersten Mai sind wir dann gleich zu Demonstrationen gegangen, weil erstens Tag der Arbeit und es dann auch gut ist, gegen oder den Kurzschen Plan alles perfekt mit Überwachungsapp, Maske, Testung und vielleicht auch Impfzwang zu organisieren, etwas zu tun.

Da die Corona-Demos aber offenbar eher in rechter Hand liegen und sich inzwischen ohnehin schon einiges gelockert hat, beziehunsweise sich schon der Mainstream gegen die Maskierung ztu wehren scheint, werde ich das vielleicht lassen, habe mit dem Alfred am letzten Sonntag aber schon auf der Rudolfshöhe gegessen und dann in der Radlerschenke einen Kaiserspritzer zu trinken.

Das habe ich mir ja im letzten Jahr angewöhnt bei meinen Radtouren zu tun, aber neben der Schank ein Schild mit „Bitte Maske bei der Bestellung!“ Wir kommen ohnehin erst nächste Woche hin und für den Pfingstsonntag haben wir ja die Ruth zum Essen eingeladen und da kann ich gleich wieder eine Gedächtnislücke schließen, denn als ich mit ihr, als der Alfred wieder irgendwo mit dem Karl war, den öffentlichen Raum erforschten, haben wir das auch zu Pfingsten gemacht, beziehungsweise bin ich da, glaube ich, allein auch zur Seestadt hinausgefahren, habe dort den Pfingsmarkt beobachtet und ein Würstel gegessen.

2019-06-08

Büchertag vor Pfingsten

Pfingsten naht, das wir wieder in Harland verbringen werden, ein Radausflug nach Nußdorf an der Traisen ist geplant und am Samstag die Radfahrt in die Stadt zum Markt und Pfingsten, das ich ganz früher noch als Studentin und junge Psychologin in St. Gallen in der Steiermark mit dem „Klub der logischen Denker“ verbracht habe, hat auch öfter etwas mit dem Lesen zu tun.

Habe ich doch einmal als sich der Alfred irgendwo befand, einen Lesemarathon gemacht und habe da entweder den ganzen Tag gelesen oder einen Rundgang von einem Bücherschrank zum anderen gemacht.

Heuer hatte ich etwas zeitversetzt etwas Ähnliches vor, denn ich habe es ja am Dienstag geschafft mit etwas Schummeln, also einem eher flüchtigen Korrigierdurchgang die „Magdalena“ zu beenden und dem Alfred zur Endkorrektur und Formatierung zu übergeben und da beginnen dann immer meine Rituale.

Als Erstes habe ich einen Artikel geschrieben, in dem ich mich damit befasste, wie mich meine schon vorhandenen Fguren, der Psychiater Theo Hardenberg vielleicht, aber auch die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek mit ihrer Bibbliotherapiegruppe, sowie die pensionierte Bibbliothekarin Lisbeth Hahenpichler durch meinen nächsten Schreibprozeß führen können, aber der wird ja auch im Korrigieren der schon im Blog entstandenen Schreibetexte bestehen.

Die Figurenanalyse habe ich dann am nächsten Tag auch in ein schönes Notizpunkt aufnotiert, das mir, glaube ich, meine Hauptschulfreundin Christa U. zum Geburtstag schenkte und dann habe ich am Mittwoch nach meiner Einuhrstunde schon einen kleinen Shoppinggang zum Bacherpark und die Spengergasse zu Stephans Teichgräbers „Revolutionsworkshop“ gemacht, das heißt, ich bin vorher auf die Post gegangen, habe mir Unterwäsche gekauft, ein Eis gegessen und dann eine Stunde lang im Bacherpark im Alexejs Toistoi gelesen.

Eine größere Rechercherunde werde ich wohl erst machen, wenn ich mit dem nächsten Romanprojekt beginne. So habe ich am Donnerstag, was auch schon sehr notwendig war, die Wohnung und die Fenster geputzt und am Freitag wieder einen Büchertag, wie das ja manchmal mache, daß ich mit dem Staubtuch durch meine Bücherberge fahre und mir ansehen, was ich mir so von den Bücherschränken nach Hause getragen habe und lesen sollte, aber noch nicht dazu kommen.

Mit den Rezensionsexemplaren bin ich ja vorerst fertig. Jetzt habe ich im Badezimmer den Bücherstapel von meiner 2019 Bücherliste, die längere, die ja bis ins Jahr 2030 reichte, habe ich inzwischen gelöscht, vor mir.

Also mich einen Tag lang durch meine ungelesenen Bücher zappen, da ein Kapitel, dort eine  Seite lesen und mir Notizen machen, habe ich geplant und es dann doch nicht geschafft, die Bücher anzulesen und auch das Anlegen neuer Leselisten nicht, ich habe mir nur ein paar Booktube Videos angehört und meine Bücherreihen ein wenig durchforstet.

Julia K. Stein, die Schreibtrainerin im Netz, die mich einmal zu einem Webinar eingeladen hat, mir seither ihre Rundbriefe schickt und von der ich vor kurzem auch im Schrank ein Buch gefunden habe, hat mir vor kurzem ein Lese-Journal und ein Referat darüber geschickt, wie man das Lesen effenzieller gestalten kann, in dem man sich ein Bookjournal bastelt, in das man dann alle Bücher einträgt, die man liest und sich seine Notizuen darüber macht. Ein solche Buch habe ich auch schon mal im Schrank gefunden und es mir im Vorjahr auf unseren Schweiz-Urlaub mitgenommen.

Ansonsten befindet sich mein Buchjournal ja im Netz, denn da gibt es ja meine Leseliste, die inzwischen fast nur noch aus den schon gelesenen Büchern, aber das sind ja auch eine ganze Menge und meine Rezensionen beziehungsweise Buchbesprechungen besteht, denn ich schreibe ja über jedes Buch, das ich gelesen habe und ich lese auch alle aus.

Eine Bücherabbrecherin bin ich ja nicht und ich lese auch nur sehr selten parallel, vor einer Woche habe ich ein E-Book und eine Printausgabe parallel gelesen, weil man seinen Computer nicht in die „Alte Schmiede“ und auch nicht ins Landesklinikum nach St. Pölten mitnehmen kann und ich den E- Bookreader, den ich habe, eigentlich kaum benütze.

Der Uli, der mich auf seinen Blog inzwischen sperrt, weil ich ihm seiner Meinung nach zuviele unpassende Fragen, wie, wie er das Strache-Video oder, daß die Grünen bei der Europa Wahl so stark gewonnen habe, findet, stelle, meint zwar,  ich würde die Bücher nur sehr flüchtig und oberflächig lesen, aber das stimmt , glaube ich, nicht.

Ich lese eigentlich auch nicht sehr schnell, schaffe keine hundert Seiten in der Stunde, sondern eher fünfzig, streiche mir  sehr viel an, aber natürlich zwei bis drei Bücher pro Woche, sollte ich angesichts meiner Bücherberge doch schaffen und so werde mir für einen Arno Schmidt kein Jahr lang Zeit nehmen, sondern notfalls überfliegen, wenn ich nichts mehr verstehe.

Im Moment lese ich auch sehr lange und langsam am Alexej Toistoi, was daran liegt, daß ich beim „Leidensweg“ den Band zwei ausgelassen habe und daher mit  Band drei, wegen der dazwischen liegenden Lücke meine Schwierigkeiten habe.

Bei dem „Lese-Journal“, das sind die sechs Seiten, die man sich bei julia K. Stein ausdrucken kann, kann man sich die Bücher ankreuzen, die man in der nächsten Zeit lesen will, man kann auch seinen Eindruck in Form von eins bis sechs Sternchen wiedergegeben, etwas was ich auch nie mache, ich bewerte keine Bücher, sondern fasse sie zusammen und schreibe ehrlich und offen was mir gefallen hat und was nicht, man kann auch seine Lieblingssätze herausschreiben und sogar das Cover übertragen.

Und natürlich schleppe ich  immer ein Notizbuch herum in das ich mir eintrage, was ich demnächst schreiben will und jetzt habe ich auch eines, wo mich meine Lieblingsfiguren bei meinem übernächsten Buchprojekt begleiten werden, während ich am „Literaturgeflüsterbuch“ über mein Schreiben arbeiten werde.

2015-05-24

Pfingsten verregnet

Das Pfingstprogramm hat bei mir schon Tradition, obwohl ich nicht katholisch, also keine Kirchengeher bin und eigentlich  nicht so genau weiß, was liturgisch in diesen vier Tagen passiert.

An einen Pfingstrosenstrauß vom Garten im Almweg, der jetzt verkauft wird, vor sicher mehr als fünfzig Jahren, kann ich mich erinnern und dann 1977 an mein Dissertantengespräch am Freitag davor und danach bin ich mit dem Herrn Lembacher vom Klub der logischen Denker zum ersten Mal zum Pfingsttreffen nach St. Gallen in die Steiermark gefahren, da haben wir, eine wahrscheinlich organisierte Panne in St. Pölten gehabt und so bin ich das erste Mal in meinem Leben in dieser Stadt gewesen.

Einmal viel später gab es das „Bachmann-Symposium“ zu einem wahrscheinlich runden Geburtstag der Dichterin, da gab es eine Führung durch den dritten Bezirk und eine Ausstellung im Palais Palfy, nachher bin ich in den Wienerwald gegangen und vom Leopoldsberg über den Nasenberg nach Nußdorf hinuntergekommen.

Nußdorf bei oder in Wien, während es in Nußdorf an der Traisen ja den Pfingstmarkt gibt, wo wir seit einigen Jahren regelmäßig hinfradeln und einmal gab es kurz vor Pfingsten in Mürzzuschlag bzw. Neuberg an der Mürz das „Fest für Friederike Mayröcker“, da hat mich dann der Alfred am Pfingstsamstag glaube ich abgeholt und wir wollten eigentlich auf den Hochschwab wandern.

Das Wetter hat es aber verhindert, wie es auch heuer regnet, zumindestens am Samstag hat es das getan und die Traisen war, als ich trotzdem mit dem Rad nach St. Pölten in die Stadt gefahren bin, um am Markt meine auch schon traditionelle Käsekrainer zu essen schon sehr voll.

Hochwasserwarnungen gibt es auch, aber am Sonntag soll das Wetter besser werden, so daß wir vielleicht doch, wie geplant, nach Nußdorf fahren können, ein gefülltes Knödel essen, ein Glas Wein trinken oder zwei und auch  einen Kaffee mit einem Keks verkehren.

Einmal ist mir dabei das Rad dabei kaputt geworden, so daß uns Alfreds Eltern mit dem Bus abholen mußten, das ist jetzt nicht mehr möglich und am Sonntagabend fahren wir heuer auch schon wieder nach Wien zurück, weil Alfreds Betriebsausflug diesmal nach Prag geht und daher zweitägig ist, da werde ich also in Wien weiter meinen Kisch, ein Buch das übrigens in Prag spielt und die Lebenserinnerungen des rasenden Reporters ausdrückt, zu Ende lesen und dann weiter an „Selmas Kopftuch“ korrigieren.

„Miranda Schutzengelchen“ ist inzwischen ausgesendet und der Artikel mit der Buchpromotion gestern online gegangen, aber zurück zu Pfingsten und meinen diesbezüglichen Gebräuchen:

Manchmal ist der Alfred da auf Reisen und so gab es vor einigen Jahren ein eigenes Pfingstprogramm von der Galerie Splitter für alle Daheimgebliebenen, wo wir einen Stoß Bücher auf den Judenplatz getragen haben umd mich E.A.Richter dabei fotografierte und einen Pfingstlesemarathon habe ich einmal auch in Wien gemacht.

Jetzt habe ich einen etwas verregneten Pfingstsamstag verbracht, dabei Katharina Hackers „Eine Art Liebe“ gelesen, wo die Besprechung auch bald online gehen wird, freue mich über mein neues Buch und vielleicht auch darauf, daß das Wetter etwas besser wird, obwohl mir das eigentlich gar nichts macht, ich weder eine Wetternörglerin noch ein Wettermuffel bin, sondern mich eigentlich bei jeden Wind und Wetter nach draußen begebe und ich das Radfahren im Regen, solange es nicht zu kalt ist, eigentlich auch sehr genieße und auch schon bei einigen Dauerregen durch die Stadt gelaufen bin, was eigentlich auch immer recht lustig ist.

Und den Songcontest gab es natürlich auch.

2012-05-29

Pfingsten II – Bücherkastenlesetour

Filed under: Uncategorized — jancak @ 08:23

Nach dem ich Pfingstsonntag in der Badewanne bei meinem Lesemarathon in Chile und in Rumänien war, bin ich am Pfingstmontag wieder ausgegangen und da hatte ich ja eine Bücherkastenlesetour geplant. So etwas habe ich ja schon vor einem Jahr gemacht, als ich Material für die „Frau auf der Bank“ gesammelt habe, da bin ich von der Zieglergasse in den Hegerpark gegangen und habe ein bißchen beobachtet, was da so passiert. Aber diesmal wollte ich ja lesen und habe das auch schon am Samstag so getan. Mit drei Büchern in der Handtasche mit der Straßenbahn von Schönbrunn in den Prater und dann noch ein bißchen herumgefahren, ganz zufällig waren auch die passenden Bücher dabei, die die nostalgische Wien-Stimmung, auf die man in Schönbrunn ja trifft, noch verstärkten. Aber diesmal hatte ich keine Bücher und keinen Fahrschein. Meine Pfingstlesetour sollte ja abwechslungsreich werden und da es inzwischen auch den „Wortschatz“ am Margaretenplatz gibt, habe ich damit begonnen.
Und ich war, ich gestehe es, sehr neugierig, was werde ich heute lesen? Bei den anderen Büchern stand es ja dank meiner Leseliste schon lange fest und war daher keine Überraschung. Aber am Pfingstmontag war alles offen und der „Wortschatz“ birgt ja manchmal wahre Schätze und manchmal wieder nicht so viel Besonderes und meine Wünsche und meine Vorstellungen, was ich gerne finden würde, habe ich ja auch.
Da wäre ja einmal Hilde Spiels „Kathi auf der Brücke“ oder Hans Weigels „Unvollendete Symphonie“, Vicki Baums „Hotel Berlin“ oder die Anni Bürkl Krimis, Cornelia Travniceks „Chucks“ wäre natürlich besonders fein, ist aber wahrscheinlich noch viel zu aktuell.
Aber ich habe ja schon Ohrhan Pamuks „Schnee“, Paula Köhmeiers „Maramba“ und einige sehr schöne Streeruwitz Bücher dort gefunden und manchmal gibt es wieder nicht so viel und so schien es auch jetzt zu sein. Vor dem Schrank stand ein Mann mit einem Hund und es war nicht viel Aktuelles da, nur eine Vicki Baum, aber nicht das Erhoffte. Trotzdem habe ich danach gegriffen, dann lese ich halt das, als mir ein Cover mit einem blauen Himmel und einer seltsamen weißen Windmühle ins Auge stach.
Was ist denn das? Ein Reiseführer? Ich schlug es auf und las „Wäre am Pfingstsamstag mein Zug nicht mit dreizehn Minuten Verspätung in Karlsruhe angekommen, hätte ich Tamara vielleicht nie kennengelernt“ und disponierte um.
Es war ein Jugendbuch über eine Griechenlandreise, eines fünfzehnjährigen deutschen Mädchens, 1986 geschrieben, also nicht gerade das, was ich sonst lese, aber vielleicht ganz passend für einen Pfingstlesemarathon. Also habe ich mich auf eine Bank beim Schrank gesetzt, bei den meisten Schränken gibt es die ja. Aber um neun Uhr früh noch nicht wirklich viel zu beobachten. So bin ich nach fünfzig Seiten, mit ein paar Schuldgefühlen, was ich da für einen „Schmonsens“ lese und was meine Leser dazu sagen werden, in Richtung Zieglergasse gegangen und bin Leuten, die Tüten mit Frühstückgebäck oder Kaffeebecher trugen, begegnet, was mich auf die Idee brachte, daß man beim Mc Donald, um zwei Euro frühstücken kann und das ich das auch schon immer wollte. Ich hatte zwar schon mein Müsli gegessen und meinen Kaffee getrunken. Aber ein zweites Frühstück kann nicht schaden, dann werde ich meinen Mc Double und meine kleinen Pommes Frites halt später essen. Der Mc Toast entpuppte sich zwar als etwas seltsam aussehende mit Käse und mit Schinken gefüllte Flade, schmeckte aber gut und ich verzehrte sie bei dem kleinen Park, wo die Bezirkrätin Zouboulaki-Rottenberg vor zwei Jahren ihr Fest für Fanny Elsner veranstaltete, weil es bei der U-Bahnstation Pilgramgasse und dem sich dort befindenden Mc Donald keine Sitzplätze gibt und hatte auch noch eine Zeitung gefunden und in der Gratiszeitung-Österreich gab es gleich Günter Grass neues Wutgedicht über Griechenland und das brachte den aktuellen Bezug zu der heiteren Geschichte über das tolle Leben im Land des König Minos, wo man alles auf die leichte Schulter nimmt und immer „Dhem berasi“, „Macht ja nichts!“, sagt. Jetzt macht das alles schon etwas und die Griechen müßen sparen und es geht ihnen nicht sehr gut und ich wanderte weiter in die Zieglergasse. Dort war, wie meistens reger Verkehr. Es gab sehr vielen Taschenbücher, die ich eigentlich auch nicht lese und zwei Männer die sich darüber unterhielten, wo man am besten „Karl May“ bekommt. Denn da gibt es ja offenbar richtige und falsche Ausgaben, der eine wußte Rat und die Frau auf der anderen Seite, die noch ein paar Schachteln Taschenbücher auspackte, fragte „Welchen Karl May wollen sie denn?“
„Verschiede für das Enkerl“, erklärte der Mann und erkundigte sich bei der Frau, ob sie nur Willdwestromane und eine Verlassenschaft zu versorgen habe und ich fand eigentlich auch nicht das richtige, denn Wildwestromane lese ich ja nicht. Dann aber doch etwas, was ich fast übersehen hätte, eine schöne alte Ausgabe aus dem Jahr 1946 von Victor Hugos „1793 Frankreichs Schicksalsjahr“ und ich wußte, was ich als nächstes lesen würde, wanderte aber zunächst weiter, mit Unterbrechungen in dem kleinen Park bei der Hauptbücherei und dann noch bei den Bänken vor einer Moccador-Filiale, wo ich als ich am letzten Feiertag zur Iris hinausmarschiert bin, gesehen habe, daß man dort am Sonntag um neun Euro brunchen kann. Es war aber Montag, und von der Stadthalle kamen mir zwei junge Kellnerinnen und zwei junge Kellner in langen weißen Schürzen entgegen und überquerten den Gürtel.
Die nächste Station war die Grundsteingasse, da schien es auch nichts zu geben, zumindestens nicht für mich. Das junge Migrantenpaar mit den zwei kleinen Kindern delegierte sich aber an den Schulbüchern und ein paar Photografiemonatszeitschiften lagen auch herum, so soll es ja sein und auch sonst war es interessant durch den Brunnenmarkt zu gehen und das leichte Sommerbuch hatte ich bald ausgelesen. Mit dem Victor Hugo und der französischen Revolution tat ich mir dann etwas schwerer und bevor ich mich zu dem vierten Schrank setzte, wo ich ja schon einmal eine Büchertour machte, ging es wieder zum Mc Donald, den Mc Double und die Fritten habe ich dann dort verzehrt. Ein Sackerl mit Mini-Messinos hatte ich mir in dem Billigschokoladen auf der Mariahilferstraße auch noch gekauft und wurde ich wieder fündig. Zwar gab es nicht wirklich etwas für mich zu lesen. Er war aber gut gefüllt, während er das letzte Mal, als ich dort gewesen bin, wirklich fast leer gewesen ist. Diesmal gab es aber die „Duineser Elegien“ von Rilke, ein Materialbuch zu „Siddharta“ und eine „Debatte um Hanns Eisler“ und ich beobachtete, während ich mich mit den Adeligen auf hoher See, die gleich moralische Schießbefehle geben, ein wenig schwer tat und meinen Lunch verzehrte, eine junge Frau mit großen Rucksack, die viel gefunden hat.
Dann war die Runde eigentlich schon zu Ende, ich mit der Revolution aber noch nicht sehr weit gekommen und das Wetter hatte sich etwas verzogen, war aber immer noch sehr gut und, daß es am Rathausplatz Wiens größten Kirtag gab, hatte ich ja schon am Samstag gesehen, als ich mit der Straßenbahn daran vorbeigefahren bin, also bin ich dorthin und habe mich in den Rathauspark gesetzt. Aber da war es ziemlich laut, weil ja eine große Bühne und sehr viel Ringelspiel und so recht kannte ich mich in der französischen Revolution ja nicht aus. Also bin ich weiter ins Museumsquartier, erwischte dort einen dieser Liegesessel und blieb solange, bis der Regen tropfte, da war ich mit dem Buch aber schon fast fertig, ich habs noch rasch unter Dach beim Leopoldsmuseum zu Ende gelesen und bin um fünf nach Haus, um das alles aufzuschreiben und meinen p.t. Lesern zu verkünden, der Pfingstlesemarathon war ein voller Erfolg!
Zwar ist er noch nicht ganz zu Ende, gibt es ja noch den Pfingstdienstag, aber normalerweise fülle ich mir den Dienstag nach Ostern und Pfingsten immer sehr mit Psychologieterminen an. Diesmal war ich unsicher, wie soll ichs machen und dachte, nehme ich den Dienstag noch zum Marathon dazu und lese zwischen meinen Stunden. Dann hat es zuerst ausgesehen, als hätte ich keine. Jetzt wirds aber zweimal Diagnostik und eine Stunde geben und wenn ich zwei Befunde schreibe, werde ich nicht viel zum Lesen kommen. Ein bißchen aber schon vielleicht und dafür wartet ja schon der Fallada im Badezimmer und da ich ja sehr fleißig bin und schon über den Marathon gebloggt habe, kann ich, wenn ich mit der Praxis fertig bin, gleich mit dem „Kleinen Mann“ in die Badewanne steigen und das Buch besprechen, wenn ich damit fertig bin.
Sechs Bücher habe ich inzwischen gelesen. Zwei an jeden Tag und wenn man will, habe ich ja auch schon am Freitagnachmittag mit dem Lesen und dem Besprechen von Aitmatovs „Weißen Dampfer“ und den Beginn der Marlene Streeruwitz damit begonnen und als ich schon bedauerte, daß ich so für mich allein lese und es keinen anderen Pfingstlesemarathon gibt, bin ich gestern Abend darauf gekommen, daß das nicht stimmt und eine Bloggerin zu einem Sonntagnacht-Lesen aufgerufen hat, dem sich viele Blogger angeschlossen haben.

2012-05-13

Neue Bücher, Blogbekanntschaften, Trennungsgedanken, Fertigwerden

Filed under: Uncategorized — jancak @ 19:45

Was tut eine, wenn sie am Muttertag allein zu Hause sitzt, weil der Gatte in Australien herumfährt und die Tochter, den Großeltern in Harland den Rasen mäht? Richtig, sie geht um zehn Uhr morgens mit der großen Tasche zum Wortschatz am Margaretenplatz, um dort die Evi vom ehemaligen Zwillingsleiden, jetzigen Cafe Uranus zu treffen, die gerade wieder eine Blogpause macht. Das scheint unter Bloggern so üblich zu sein, sich vorher aber von ihren Büchern trennt und daher auf ihrer Seite bekannt gab, daß sie sie verschenkt. Das alamiert natürlich eine Bibliophile, um so mehr, da unter den angeführten Romances und Erotikbücher, die mich, um es salopp zu sagen, nicht die Bohne interessieren, zwei Titeln von David Sedaris finde und dessen „Nackt“ stand ja einmal auf der Libro-Bestsellerliste, als es diese Bestseller-Aktion noch gab und in der Filiale in der Neubaugasse, fehlte das Buch auch in den Regalen. Die Verkäuferin hat es mir aber aus dem Lager geholt und sein „Holiday on Ice“ habe ich einmal im Bücherschrank gefunden und zur vorigen Adventzeit gelesen. Also habe ich mein Interesse angemeldet, die Evi heute um zehn beim Bücherschrank getroffen und denke, daß sie die Siebente ist, die ich durch das Literaturgeflüster kennenlernte. Da war ja einmal Elisabeth von Leselustfrust, deren Blog es auch schon nicht mehr gibt, bei deren Gewinnspiel habe ich eine kleine Zotter-Käfer-Schokolade gewonnen und sie dann bei einer Eva Rossmann-Präsentation im Thalia auf der Mariahilferstraße getroffen und Cornelia Travnicek und Andrea Stift sind auch irgenwie Blogbekanntschaften, zumindest wurde der Kontakt um den Blog geknüpft, als Autorinnen hätte ich sie zwar wahrscheinlich auch anders kennengelernt, so habe ich ja einmal mit Cornelia Travnicek in der Alten Schmiede gelesen und sie und Andrea Stift dann auch zu den „Mittleren“ eingeladen. JuSophie hat sich auf meinen Blog einmal gemeldet, ich habe sie im Literaturhaus bei der Studentenlesung kennengelernt, dann ist sie zu einer scharfen Kritikerin geworden, was ich sehr schade finde, weil man ja auch wohlwollend miteinander umgehen kann, wenn man den anderen für keinen guten Literaten hält und Thomas Wollinger, auf dessen Blog ich ja fast täglich meinen literarischen Senf verbreite, habe ich auch kennengelernt, bei der Texthobellesung im Cafe Anno, wo ein halbes Jahr später Sarah Wipauers Bekanntschaft machte.
Bloggen ist also ziemlich kommunikativ und das hat auch die Evi angesprochen, als ich sie fragte, warum sie ihre Bücher nicht einfach in den Bücherschrank stellt, weil das Verschicken nach Deutschland beispielsweise ja ziemlich aufwendig und auch teuer ist? Außerdem hat sie mir gleich strahlend John Irvings „Garp“, glaube ich, das sie vorher im Schrank gefunden hat, mit „Ich kann es nicht lassen, entgegengestreckt und das kann ich auch nicht und habe anschließend auch ein „Jahrhundertbuch“ aus dem Schrank gezogen, nämlich Hilde Spiels Roman „Die Früchte des Wohstands“ und da habe ich ja erst unlängst gebloggt, daß ich gerne Hilde Spiel Bücher finden würde. Jetzt muß man das nur alles lesen, was bei mir, wenn ich nicht eine extra Lebenslesezeit dazu bekomme, ziemlich unmöglich ist, aber ich versuche wenigstens die Bücher auf Leselisten zu setzen, um den Überblick zu haben.
Das sich von den Ungelesen trennen, wie es die Evi momentan praktiziert, kommt für mich nicht in Frage. Ich bin eine Büchersammlerin, versuche nur das Ansammeln zu bremsen, indem ich nicht extra zu den Bücherschränken gehe, wenn ich aber vorbeikomme, schaue ich hinein und versuche inzwischen nur mehr die Gustostückerln zu nehmen und einen dicken Stephen King, z.B. den ich wahrscheinlich nicht lesen werde, drinnen zu lassen. Es gibt aber sehr viel Gustostückerln und das finde ich eigentlich gut. So bin ich heute auch draufgekommen, als ich Ex Libris hörte, daß J. D. Salingers „hebt den dachbalken hoch, zimmerleute und „seymour wird vorgestellt“, das ich einmal gefunden habe, inzwischen neu aufgelgt und den Lesewilligen sehr empfohlen wurde.
Eine Trennerin bin ich eigentlich nicht, die Evi hat ja jetzt doch noch einen „Trennungsartikel“ auf ihren Blog geschrieben und gemeint, daß sie damit gute Erfahrungen gemacht hat, da habe ich wahrscheinlich noch das Nachkriegsgenerationsblut in mir „Man wirft nichts weg, denn man könnte es noch brauchen!“, allerdings bin ich ja eine Konsumverweigerin und auch sonst ein eher sparsamer Typ und ich denke auch, daß man sich vielleicht in zwanzig dreißig Jahren, wenn es keine Papierbücher mehr geben wird, über meinen Nachlaß freut…
Danach bin ich zu meinem einsamen Muttertagstag zurückgegangen, die Muttertagsfeier im Pensionistenheim ist ja schon gewesen, habe eine Gemüsesuppe und einen Kaiserschmarrn mit Hollerkoch zur Feier des Tages gemacht und mich dann zu meiner „Paula Nebel“ gesetzt. Daß es mir damit gut geht, habe ich schon geschrieben, auch wenn sie literarisch vielleicht nicht den Standard einer Andrea Winkler oder einer Milena Michiko Flasar erreicht, sondern sprachlich realistisch ist und weil der Text nur zweiundfünzig Seiten hat, ging auch das Korrigieren flott voran, was heißen soll, ich wurde gerade damit fertig und nun erwarten den Alfred zwei Manuskripten zum Buch daraus machen. Ich werde morgen den Buchtext schreiben, danach aussuchen was ich für den 16. Juni aus der „Mimi“ lesen will und bin frei für das nächste. Und da schreibe ich gleich, die Idee für meinen nächsten „Jahrhundertroman“ ist mir schon am Freitag gekommen und ein Arbeitstitel, der „Ein Glas zuviel“ heißen könnte. Aber ich werde mich dennoch nicht gleich darauf stürzen, sondern, wie geplant, vielleicht doch bis zum Nanowrimo warten, bzw. zuerst die Texte für das „Literaturgeflüster- Texte- Buch“ zusammenstellen und da ich da möglicherweise zu wenig literarische Skizzen habe, kann ich mich ja am nächsten Wochenende mit oder ohne Fahrschein in die Stadt begeben und ein paar Stücke zusammensammeln, was auch gut passt, habe ich ja gerade von Mathias Handwerk von den „5er Autoren“ ein Mail bekommen, daß es jetzt doch eine Anthologie zu der Lesung im November geben und ich Texte schicken soll, die kann ich dann auch gleich zusammensuchen.
Ansonsten habe ich noch immer vor mein sogenanntes Strohwitwendasein, das ich durchaus sehr genieße und gewohnt bin, weil der Alfred mehrmals jährlich größere Reisen macht, mit Lesen zu verbringen, die ungelesenen Bücherstapeln und die Bücherkästen treiben mich dazu an und da habe ich nicht nur ein „Pfingsten erlesen“ geplant, das ich ziemlich zelebrieren will, einen Tag mit den Bücherlistenbüchern in der Stadt herumfahren, einen Tag zu Hause auf der Terrasse, im Bett oder in der Badewanne“, den dritten Tag vor den Bücherkästen und daraus lesen, also wieder meinen SUB erweitern, sondern habe in der einen Alfred freien Woche, auch schon einiges gelesen, was mich wieder ein bißchen in Blognotstand bringt, will ich ja nur einen Artikel pro Tag verfassen. Ja, die Leute haben Probleme und so erscheinen am Muttertag zwei Artikeln und ein paar Buchbesprechungen gibt es schon auf Vorrat.
Und hier das Muttertagsarchiv

2021-01-01

Wie wird die neue Normaltät?

Das Jahr 2020 war ja, wie schon geschrieben, ein besonders verflixtes, wo man plötzlich Masken tragen mußte, Hausarrest bekam von dem man sich frei testen kann und seine Daten bekannt geben muß, wenn man in ein Restaurant oder ins Literaturhaus gehen will und man noch vor einem Jahr den Kopf geschüttelt und „Hast du nicht alle, wie kommst du auf solche Ideen?“, gefragt hätte.

Ein verrückt verflixtes Jahr, keine Buchmessen, keine Auslandaufenthalte keine Lesungen und wie geht es weiter?

Politisch mit dem zweiten Massentest aus dem man sich, wie schon geschrieben „freitesten“ kann, wenn man nicht noch eine Woche länger zu Hause bleiben will. Dann wird auch schon mit derImpfung begonnen, wo ja noch lustig diskutiert wird, ob es da jetzt eine Impflicht geben soll und wo und, wie man sich freiimpfen kann um arbeiten zu können, auf Urlaub zu fahren, etcetera und ich bin ja eine, die bisher sehr erfolgreich das Maskentragen und Registrieren vermieden hat, das heiß,t ich war seit Monaten in keinem Geschäft und auch bei keiner literarischen Veranstaltung. Da war ich das letzte Mal im Oktober bei den „Wilden Worten“ im Amerlinghaus und im Dezember bei einer Veranstaltung am Ballhausplatz. Richard Weihs hat Lockdown bedingt die Veranstaltungen für das nächste halbe jahr schon abgesagt und plant, wenn alles vorbei sein sollte, ein großes Fest und ich würde ja gerne wieder einmal bei den „Wilden Worten“ lesen. Einmal habe ich das ja schon und mich schon im vorigen April gefragt, wie es literarisch bei mir weitergeht und, ob diese Pandemie meinen literarischen oder auch sonstigen Ausstieg bewirken wird?

Wie wird es weitergehen? Wann wird man wieder ohne Maske in die „Alte Schmiede“und vielleicht auch dort lesen können? Stoff dazu hätte ich ja schon und das Jahr 2021 wird bei mir ja gleich mit einem neuen Buch beginnen, meinem zweiten Corona-Buch, in dem ich die Sommersituation beschrieben habe. Buch drei, das ich im letzten November während meines letzten „Nanwrimos“ geschrieben habe, korrigiere ich derzeit mehr oder weniger lustlos herum und habe dann schon daran gedacht ein drittes Literaturgeflüsterbuch mit den CoronaTexten herauszugeben, von denen ich ja schon sehr viele habe.

Wie wird das Jahr 2021 werden? Wird die Pandemie beendet und das Licht am Tunnel zu sehen sein, wie der Bundeskanzler ja schon im letzten Sommer versprochen hat? Also keine Masken mehr, keine Anmeldeungen und kann man dann auch wieder auf Urlaub fahren? Da wollten wir ja im letzten Juni ein wenig Radfahren und der Alfred hat sich, als er sich in Pension begab, sogar einen Campinganhänger gekauft. Werden wir das erste Mal seit 2018 heuer wieder nach Leipzig fahren? Die Buchmesse soll ja heuer erst im Mai wenn überhaupt stattfinden. Wird es die „Buch-Wien“ geben und auch die Preisverleihungen zu denen ich ja immer gerne hingegangen bin und werde ich vielleicht auch selber einen Preis bekommen, das würde ich ja gern, schaut aber nicht so aus, daß mich jemand vorschlagen würde.

Eine Preisverleihung wird es aber geben. Den „Ohrenschmaus“ und da gibts ja gleich am fünfzehnten Jänner die Jurysitzung und die Gewinner des Bloggerdebuts werden dann auch bekanntgeben. Wirds mein Geburtstagsfest geben? Das ist ja auch schon zweimal ausgefallen. Wird mich jemand zu einer Lesung einladen und Buchpreislesen werde ich höchstwahrscheinlich wieder aus.

Viele Fragen und keine Antwort wissen, ob wir wirklich in unser normales Leben zurückkomen oder ob sich die Maßnahmen auch auf den nächsten Virus oder die nächste Virusmutation ausweiten wird, beziehungsweise, die Wirtschaft im Frühling, wenn die Impfungen zu greifen wird, zusammenkracht?

Aber frohgemut und ich betone, positiv in das neue Jahr! Bleiben wir negativ und seien wir postitiv, wie das so schön heißt und so wünsche ich meinen Lesern, ein wenn möglich, weniger verflixtes und viel normaleres neues Jahr in dem wir unsere Freiheit wieder zurückerhalten und wir möglichst wenig digitalisiert werden müßen und wenn sich meine Leser weiter für das „Literaturgeflüster“ interessieren, es lesen, Kommentare schreiben und sich an etwaige Leserunden beteiligen, freut mich das sehr!

2020-06-07

Vorsichtiger Veranstaltungsbeginn

Rückkehr zur Normalität ist angesagt, ob zur gewohnten alten oder der neuen mit Überwachungsapp, Impfzwang und Polizeieinsatz bei Covidverdacht, bleibt noch abzuwarten, ich versuche meine alte mit meinetwegen Sicherheitsabstand und ohne Händeschütteln beizubehalten, obwohl ich ja geschrieben habe, daß ich höchstwahrscheinlich schon etwas verändert wird.

Der Rückzug ist vielleicht angesagt oder hat schon stattgefunden, denn höchstwahrscheinlich wieder keine Rückmeldungen bezüglich meiner Buchaussendung und die einzigen Rückmeldungen auf meinen Blog bestehen oft nur aus Ulis Meldung, daß ich nicht schreiben kann, was ich wieder kommentiere, daß das nicht stimmte, denn ich schreibe ja schon sehr viel und sehr lang und ob wirklich so schlecht, bleibt dahingestellt.

Ich nehme es mit der Rechtschreibung nicht so genau, stimmt, versuche auch eher im realistischen Bereich zu bleiben und vor allem und das ist, glaube ich, das Hauptproblem, scheine ich es nicht zu schaffen, das Interesse der anderen zu wecken.

Finde ich schade, werde es aber höchstwahrscheinlich in den zwanzig Jahren, die mir noch bleiben auch nicht ändern können, also zurück zum Rat des Pastors B., den er mir, glaube ich, in den Siebzigerjahren gab, nur für mich selbst zu schreiben, damals habe ich das als unnötigen Rückzug empfunden und habe empört abgewinkt.

Die Bruni hat mir, glaube ich, auch einmal den Vorschlag gemacht, um ein Stipendium einzureichen, wo man kein Geld bekommt. Das war es auch nicht, was ich wollte, denn das wäre ja die zwei Klassengesellschaft und dann hat sie mir einmal gemailt, ich wäre distanzlos, weil sich Susanne A. beklagt hat, daß ich sie gleich geduzt hätte und gefragt habe, ob ich vom „Siemens-Literatupreis“ mit ihr zurückfahren kann?

Das habe ich lange nicht verstanden. Distanzlos ich doch nicht? Jetzt verstehe ich, was sie meinte, denn als mir der Alfred Kollertisch, der jetzt ja gestorben ist meine Texte an die „Mansukripte“ immer wieder zurückschickte und nicht nahm, habe ich ihm einmal trotzig naiv geschrieben „Aber einmal werden sie das tun!“

“ Welch ein Irrtum würde Ernst Jandl, der demnächt seinen zwanzigsten Todestag begeht, reimen und dabei die „r“ und die „l“ vertauschen, was ich nicht tue, weil mir das zu mühsam ist.

Das mit dem „Nobelpreis“ ist auch ein Irrtum, ich weiß, würde ihn aber trodem gerne haben, keiner wird mich vorschlagen, lieber Uli, das weiß ich auch, aber trotzdem habe ich ab, den Siebzigerjahren meine Texte unentwegt trotzig überall weiterverschickt und habe nicht gesagt „Ich bin eine Hobbyautorin!„, sondern war erstaunt, als das die kleine Anna einmal meinte.

Nein, bin ich nicht, noch immer nicht, weil die, die mich so nennen, damit die Unprofessionalität ausdrücken wollen. Was den monetären Erfolg betrifft, bin ich es wohl, aber da bin ich nicht allein, das trifft wahrscheinlich auch auf die zu, die hin und wieder einen Preis oder ein Stipendium bekommen oder ihre Bücher in Klein oder sogar Mittelverlagen haben.

Das habe ich nicht, sondern zum Glück immer von meinem Brotberuf leben können, so habe ich kaum literarische Einnahmen, jetzt daher auch keine Ausfälle und meine Bücher, was ja leider immer noch das große Fettnäpfchen ist, seit 2000 selbst verlege oder drucken lasse und seit 2008 über mein Schreiben, sehr im verborgenen blogge.

Zum Herumschicken und Bewerben habe ich irgendwann aufgehört und das war es ja auch, was, glaube ich, die meinen, die mich distanzlos nennen, das war einmal die Anna und der Uli, JuSophie hat es auch getan.

Gerhard Jaschke hat mir einmal gesagt, daß mich Kollegen „penetrant, widerlich und possesiv!“, nennen würden. Da war er böse auf mich, später ist er viel freundlicher geworden und hat mein „Literaturgeflüsterbuch“ sogar in höchsten Tönen gelobt.

Aber gut, ich interpretiere mir das so und bin ja Jahrzehnte lange jede Woche mehrmals zu literarischen Veranstaltungen gegangen und habe und tue das immer noch, auch die Bücher der Kollegen gelesen und denke, daß man das, als „distanzlos aufdringlich und posessiv“ bezeichnen kann, das immer wieder probieren im Literaturbetrieb, obwohl man mir ja eh schon so oft gesagt hat, daß ich da nicht lesen kann oder nein, gesagt hat man mir das nicht wirklich, sondern mich eher ignoriert und in den letzten Jahren wurde ich von den Veranstaltern im Literaturhaus, „Alte Schmiede“, „Gesellschaft“ uauch immer freundlich gegrüßt, wenn auch nicht umarmt, aber das darf man jetzt sowieso nicht, was aber nicht heißt, daß ich da vielleicht mit Ausnahme der „Textvorstellungen“ lesen kann, daß mich das in der lezten Zeit etwas deprmierte und mir dachte, wozu gehe ich da hin, wenn die dort auch nicht zu meinen Lesungen kommen oder meine Bücher lesen?

Dabei habe ich mir meisten, wenn ich mir das dachte, schon die Schuhe angezogen und die Tasche genommen, denn was sollte ich denn sonst tun und interessant ist es ja irgendwie schon sich in der Literatur auszukennen und man kann auch darüber bloggen und für sich ein enormes literarisches Archiv schaffen.

Der Ulihat das, glaube ich, einmal „Sinnlosen Content“ genannt. Das glaube ich nicht, daß es das ist, aber man muß sich wahrscheinlich schon dafür interessieren, um sich mit den Wiener Literaturbetreib auszukennen.

Das hat sich jetzt auch erübrigt, zweimal sogar. Im Vorjahr war es der Knöchelbruch der mich sechs Wochen von der Szene wegbrachte, jetzt das Corona-Virus, aber seit einer Woche sind Veranstaltungen bis hundert Personen ja wieder erlaubt und fangen auch ganz vorläufig wieder an sich zu bilden, obwohl da ja noch nicht klar ist, ob man mit Maske kommen, sich vorher anmelden muß, etcetera?

Cornelia Stahl, die sich in der letzten Zeit sehr lieb um mich kümmert, hat mir das Probgramm der „Frauenhetz“ geschickt, zwölf Personen, Anmeldung, Maske, also her nicht, der „Republikanische Club“ fängt auch wieder am 24. an und ersucht um Ameldungen, da ja dieMaskenpflicht ab Fünfzehnten mit Ausnahme der Apothken, Friseure und Öffis fällt, habe ich mich da angemeldet, bin aber draufgekommen, daß mir die gebotene Buchpräsentation doch zu politisch ist, dafür fängt Richard Weihs am Montag wieder mit seinen „Wilden Worten“ an und wird Eva Schörkhuber präsentieren.

„Braucht man eine Maske, sonst komme ich?“, habe ich geschrieben.

„Nein, wir rücken nur die Sesseln weiter auseinander!“, hat er mir geantwortet und normalerweise kommen dort ohnehin nicht so viele Leute hin.

Die „Alte Schmiede“ fängt Mitte Juni auch wieder an und ersucht um Eintritt mit der Maske nachher darf man sie herunternehmen. Aber ich kann nach dem Fünzehnten ja noch einmal anfragen und so geht es weiter mit der Normalität, die ja für mich wahrscheinlich, weil ich mich schrittweise doch in meine Pension verabschieden werde, die ich ja schon lang beziehe, doch eine neue wird, eine mit weniger Veranstaltungen vielleicht und vielleicht auch, um ein weniger distanzloses Bemühen um eine Einladung zum „Alpha“, zum „Österreichischen Buchpreis“ und wie das mit der „Buch-Wien“, die stattfinden wird und schon eifrig wirbt, ist mir auch noch nicht klar, denn mit Maske sicher nicht.

Aber mal sehen, bis November ist es ja noch Zeit und da käme auch mein Geburtstagsfest, wozu ich ja schon die Schweizer Dame, die ich im letzten November in Basel getroffen habe, eingeladen habe und Peter Cak hat mich auch schon danach gefragt.

Aber ich könnte ja zehn bis fünfzehn Leute einladen, sonst staut es sich in der Küche und lesen lassen, wer das mag. Mal sehen und es ist auch spannend, wie das mit dem Corona-Virus, das ja eigenlich gar nicht, trotz geöffneter Grenzen, öffener Hotels, etcetera, weiter ansteigt, weitergehen wird?

„Wir müssen vorsichtig sein!“, sagen der Gesundheitsminister und der Bundeskanzler.

Ja, natürlich, aber mit Kanonen auf Spatzen schießen und dabei alles andere rundherum niederdonnern, ist vielleicht auch nicht das Wahre und so können wir nur auf die zweite Welle oder den nächsten Grippevirus warten und dazwischen vielleicht auch Hans Christian Andersens „Des Kaisers neue Kleider“, denken.

Ich werde natürlich weiterschreiben, beziehungsweise korrigieren, weiterlesen und in den Blog auch die eine oder andere weitere Szene meines Corona-Textes stellen, obwohl ich die Stellen mit dem dystoposchen Roman, die Egon Herweg an seine Studenten schreibt, vielleicht noch ein bißchen auffüllen und präzisieren muß und wenn ich damit fertig bin schnappe ich das Notizbuch, das ich einmal in der „Seedosenzelle“ fand und dem schon ein bißchen was eingetragen war und werde mir rund herum Recherchenotizen machen, weil ich mich dann ja wieder auf Recherchetouren und zwischen durch auch einen Kaiserpritzer trinken oder vielleicht auch wieder zum McDonalds gehen kann.

2018-06-01

Strohwitwenstart mit Bücherräumnachmittag

Ich freue mich ja immer wenn der Alfred mit dem Karli für ein paar Wochen in die USA, nach China, Australien, etcetera, fliegt,, beziehungsweise versuche ich diese Wochen dann ganz besonders zu zelebrieren.

So habe ich da einmal zu Pfingsten einen Lesemarathon gemacht und im Vorjahr bin ich sowohl mit der Ruth in den öffentlichen Raum aufgebrochen, als auch für mich ein bißchen patschert in der Seestadt herummarschiert und habe dann aus den Recherchen, die ich da eigentlich machen wollte, die Kurzgeschichten für Annika Bühnemanns Challenge beziehungsweise mein „Besser spät als nie“ geschrieben.

Für  heuer, der Alfred ist am Donerstagmorgen in die USA gestartet, hatte ich etwas Ähnliches vor, durch die Stadt marschieren, ein bißchen  konsumieren und die Ideen für mein nächstes Projekt sammeln.

Aber meine Leser wissen es, ich bin ja mit der „Unsichtbaren Frau“ noch nicht so weit, also werde ich die an den vier Wochenenden möglichst intensiv korrigieren und mir dann vielleicht zur Belohnung ein Eis gönnen. Unter der woche komme ich wahrscheinlich, da ich ja derzeit viele Stunden habe, höchstwahrscheinlich wenn ich aufpasse nur zu Literaturveranstaltungen, aber nicht viel zu schreiben.

Nun  gut, das ist fein und wichtig und kann man beispiesweise in Writingretreats auch zelebrieren, habe ich gedacht und dann, daß ich am Feiertag noch nicht wirklich dazu kommen werde, weil ich ja abrechnen muß.Das habe ich dann aber schon am Mittwochabend getan und mir am Donnerstag nur noch die WGPV- Rechnungen ausgedruckt.

Ich bin da ja sehr fleißig und konsequent und habe diesbezüglich nur die „Grundbücher“ in der „AS“ versäumt, zu denen ich eigentlich gehen hätte können, aber da hätte ich die WGPV-Rechnungen höchstwahrscheinlich am Donnerstag geschrieben und dann hatte ich noch eine andere Idee.

Denn ich habe ja zu Pfingsten, als der Alfred auf Betriegsurlaub un Budapest war, einige Artikel darunter einen über Bücher geschrieben, nämlich daß ich zuviele habe und die dann erstens nicht alle lesen kann und zweitens auch nicht immer finde.

Und da suche ich ja seit einiger Zeit nach Margaret Atwood „Der Report der Magd“, weil ich herausgefunden, das jetzt bei den Bloggern in aller Munde ist und inzwischen auch verfilmt wurde.

Das habe ich vor einem Jahr oder so gefunden und gar nicht gewußt, daß das so ein Kultubuch ist, es ist aber auch ein untopischer Roman, also könnte ich es Stephan Teochbräber beim Seminar zeigen, aber ich wußte, angesichts meiner Bücherberge nicht recht, kein Kunststück, weil ich die ja immer um,räume wenn mir was herunterfällt oder so, wo ich es habe.

„Die Rote Zora“ wollte ich Stephan Teichgräber auch zeigen und dann bin ich vor einigen Wochen auch darauf gekommen, daß ich sowohl Jaroslav Rudis „Die Stille in Prag“ als auch Colson Whiteheads „Der „Koloß von New York“ habe, von dem ich ja erst seit kurzem „Undergroundrailroad“ gelesen habe und da eigentlich glaubte, ich hätte von dem Autor noch nie etwas gehört.

So ist mir vor ein paar Tagen eingefallen, daß ich mein Strohwitwenmonat, man könnte es auch Stadtschreiberstipendium nennen, denn das sind ja auch so Ideen, die ich immer habe und manchnmal meine Sommerfirsche in Harland damit begonnen habe, mit einem Bibliothekswochenende starten könnte, denn mein Schlafzimmer ist ja eigentlich eine solche, zumindest gibt es da Regale an der Längsseite, zwei kleine Bücherkasteln und einen großen Bücherstapel an der Wand rechts neben dem Bett gestapelt und ich habe auch schon einmal einen Strohwitwenmonat mit dem „Leben in der Bibliothek“ verbracht und habe auch das „Bibliotheksgespenst“ geschrieben. Ich räume also herum, suche die Bücher, dachte ich mit ein wenig Schuldgefühlen, denn eigenlich sollte ich ja korrigiere und füchtete, daß ich mich darum herumdrücken könnte.

Das mit der Bibliotheksräumung oder Säuberung, denn Staubwischen wäre da sicher auch sehr gut, wurde noch dadurch beflügelt, daß einige You-Tuber, die sich die „Kingsianer“ nennen, weil sie den großen Meister des Horrors verehren, zu Pfingsten eine Nacht im „Riesen-Hugendubel“ in Frankfurt verbracht und dort ein Hangout veranstaltet haben, wo sie herumtappten und nach Bücher suchten. Das habe ich in anderer Form auch schon getan und eine Nacht in einer Buchhandlung zu verbringen, reizt mich eigentlich auch nicht so sehr, obwohl alle Blogger davon schwärmen.

Warum auch, ich kann ja am Tag hingehen und Bücher kaufen, tue das aber meistens nur aus den Abverkaufskisten und wenn ich bei Anna Jeller „Hotel Berlin“ in der Auslage stehen sehe, ist mein erster Gedanke zwar „Das kaufst du dir!“, aber dann maile ich doch lieber „Wagenbach“ direkt an.

Die Viedos der Booktuber habe ich mir aber in den letzten Tagen gern angeschaut und da konnte ich beispielsweise auch das „Hotel Berlin“ entdecken oder den „Report der Magd“ in einer schönen Ausgabe, meine ist zwar, wie ich jetzt gleich verraten kann, nicht so schön, ich habe das Buch und auch noch einige andere aber inzwischen gefunden und bin diesbezüglich sehr zufrieden.

Obwohl natürlich keine Ahnung, wann ich das alles lesen werde, ich kann es aber am nächsten Mittwoch ins „Doml“ mitnehmen und es Stephan Teichgräber zeigen, wenn der Workshop nicht, so wie diese Woche, ausfallen sollten.

<ich habe den ersten Strohwitwentag, der Alfred ist am Feiertag so gegen sieben losgestartet, also in der Badewanne begonnen und da Ruth Cerhas „Traumrakete“ gelesen.

Dann habe ich die Rechnungen ausgedruckt und gekocht und nach dem Mittagsschlaf mit meinem Bibliotheksnachmittag begonnen.

Das heißt mir den „Hugendubel-Hangout“ aufgedreht, ein Staubtuch genommen und systematisch, die Bücherreihen in den zwei Zimmern. wo ich sie stehen habe, abgesucht.

Von zwei bis halb sieben habe ich das getan, dabei wie die Booktuber sagen würden, leckeren Kaffee und Rotwein mit frischgepressten Orangensaft, die der Alfred immer noch beim „Groupie“, der sie aus Siziliien importiert, gekauft hat und geräumt und geräumt und ich sage es gleich, alle erwähnten Bücher und noch einige andere gefunden und bin jetzt froh wieder eineÜbersicht über meinen Bücherstand zu haben.

Denn da habe ich gleich entdeckt, daß ich von Margaret Atwood der großen alten Dame, die in meiner „Unsichtbaren Frau“ fast den Nobelpreis bekommen, beziehungsweise genauswenig, wie die Lilly Schmidt bekommen hag, noch einiges andere gefunden habe,  nämlich „Der lange Traum“,  dann die „Giftmischer“ und „Alias Grace“ und von Stephen King, den meister, habe ich auch einges gefunden, obwohl ich ja keine so besondere Horrorleserin bin und daher, wie ich mich erinnern kann, einmal als ich ins „Doml“ ging, eine ganze Sammlung seiner Bücher im „Wortschatz“ stehen ließ. Ich habe aber „Colorado Kid“ „In einer kleinen Stadt“ „Misery“ und „Menschenjagd“ und von Frank Schätzing, auch ein Schwarm der Kingsianer habe ich den „Schwarm“ und noch ein anderes Buch und wußte eigentlich bisher nicht, daß der ein Sci Fi Schreiber ist.

Ich habe auch von Philip Kerr, der ja im März gestorben ist, einiges und von Tom Wolfe „Ich bin  Charlotte Simmons“  und dann habe ich mir noch, passend zur politischen Situation, 1968 und danach Leander Scholz „Rosenfest“ und Hosea Dutschke „Rudi und ich“ einmal gefunden und jetzt herausgesucht und danach, obwohl ich mir ja schon im Badezimmer keinen kleinen Stapel Schweizer Bücher für unseren Schweiz Urlaub in August vorbereitet habe, noch ein paar diesbezüglich Bücher gefunden, nämlich Peter Stamms „Nacht ist der Tag“.

Da liegt zwar schon „Seerücken“ im Badezimmer  und von Urs Widmer die „Schweizer Geschichten“ und „Der Geliebte der Mutter“.

Mal sehen, ob ich da zum Lesen kommen. Ich bin jetzt aber sehr zufrieden, kann meine Strohwitwenzeit mit einem entsprechenden Artikel beginnen. Am Freitag dann noch einige Stunden machen. Am Samstag einkaufen und vielleicht zum Friseur gehen und dann wenn ich es schaffe, drei bis vier Writerretreas, so daß ich mit der „Unsichtbaren Frau“ möglichst fertig bin, wenn ich in meine Sommerfrischenwochenende gehe.

Ja richtig, ein großes Jubiläum  gibts da vorher auch zu feiern und anschließend geht es wieder an das „Bachmannlesen“ und da werden dieNamen der Glückchen, die da heuer eingeladen wurden, am Montag bekanntgegeben. Mal sehen, wie viele ich davon kenne.

2018-05-21

Pfingstmontag-Retreat

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 12:23
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Über meine Pfingstrituale habe ich schon öfter geschrieben. Als Studentin, junge Psychologin und eifrige Besucherin des Klubs der logischen Denker bin ich da auch  einige Male mit dem Herrn Lembacher nach St. Gallen, Steiermark zum Pfingsttreffen mitgefahren.

Das war in den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, später bin ich vielleicht einmal zum Frans nach Holland gefahren und noch später waren wir in Harland Radfahren und so seit einigen Jahren, wenn es geht, nach Nussdorf an der Traisen zum Pfingstfest und richtig, davor war ja auch einmal so ein Fest für Friederike Mayröcker, glaube ich in Mürzuschlag wozu die GAV eingeladen hat, der Alfred hat mich am Pfingstsamstag von dort abgeholt. Wir wollten eigentlich auf den Hochschwab, aber leider hat es geregnet. Als der Alfred vor einigen Jahren zu Pflingsten irgendwo war, ich glaube, in Rumänien, habe ich einen Lesemarathon veranstaltet und im Vorjahr, da war er in Amerika, bin ich, glaube ich, endlich in die Seestadt hinausgekommen und habe am Tag darauf mit der Ruth, die ja jetzt, glaube ich, mit Erika Brunngraber am Gardasee sitzt, den öffentlichen Raum erforscht und einmal, da war der Alfred auch nicht da, ich glaube es war 2006, da gabs ein großes Bachmann-Spezial zu einem runden Geburtstag, eine Ausstellung im Palais Palfy, einen Stadtspaziergang durch das „Ungarngassenland“ und zum Cafe Raimund, wo ich, glaube ich, zum ersten Mal von Hans Weigel „Unvollendeter Symphonie“ hörte, die ich ja inzwischen gelesen habe und heuer war es wieder mal besonders hektisch und auch anders, obwohl der Alfred fährt ja schon seit einigen Jahren zu Pfingsten auf einen Betriebsausflug, am Pfingstmontag.

Deshalb wollten wir zuerst auch nicht nach Harland, aber ich wollte ja zum Pfingstfest nach Nussdorf an der Traisen radeln.  Vorher gab es am Donnerstag und am Freitag den literarischen Lenz im Centrope und da wollte ich auch hin.

Der Alfred war am Freitag, wie meist an seinem Altersfreizeitfreitag in Harland bei seiner Mutter, die jetzt langsam dieOrientierung verliert, um elf Uhr abends aufsteht, die Türen aufläßt oder nicht öffnet. So wollte er mit dem Pflegedienst sprechen, aber die hatten keine Zeit, zum Arzt zur Blutabnahme wollte er mit ihr auch, aber der oridiniert immer noch im ersten Stock und hat keine Zeit für Hausbesuche. So war es ihr, glaube ich, zu anstrengend, was zuerst zu einer Prellung und dann am Samstag morgen. als wir nach Harland wollten, zu einem Anruf von der Anna führte, die Oma hat um zwei Uhr früh den Notknopf gedrückt, weil sie nicht vom Fernsehsessen aufkonnte, lag am Boden und ist jetzt im Spital, wo zwar nichts außer der Prellung gefunden wurde, sie aber noch einen Tag zur Beobachtung bleiben sollte und den Alfred durcheinanderbrachte und wir wußten nicht, ob wir nach Nussdorf radeln, er zum Pfingstausflug nach Budapest, die Brüsselreise, die er vor einer Woche mit seiner Gewerkschaftsfraktion machen wollte, ist wegen eines Streiks einer anderen Gewerkschaft ins Wasser gefallen und nächste Woche mit dem Karl für ein Monat wieder in die USA fliegen kann?

Das scheint inzwischen geregelt, die Oma  wieder zu Haus, hat eine Abendbetreung, der Alfred ist, glaube ich, schon in Budapest, im Orbanland, angekommen und ich hatte vor in Wien einen Pfingsmontag-Retreat zu machen, sprich so viel wie möglich an der „Unsichtbaren Frau“ zu korrigieren, damit die endlich einmal an den Alfred zur Druckfertigstellung gehen kann.

Ich schreibe ja jschon seit Herbst daran und bin da, wie ich, glaube ich, auch schon geschrieben habe, wieder in einer Art Krise, denn was sollte ich da anderes , als es ist ohnehin egal und ich kann und schaffe es nicht, denken, wie mir der Uli, der sich jetzt ja nicht mehr meldet, mir schon oft genug erklärte und die Idee des neuen Werks ist auch nur recht vage und ich weiß nicht recht, ob die Geschichte mit der Krankenschwester, dem Psychiater, der vielleicht wieder Theo Hardenberg heißt und dem feschen Chirugen, die die depressive Magdalena Kirchberg, die ihre Depression in der Pension ins Netz stellen will, auf der Kreuzung Pilgrammgasse Wienzeile sah, wirklich jemanden interessieren wird? Habe ich mir ja mit den Leserunden, die ich bei meinen letzten beiden Büchern machen wollen, sehr schwer getan und bin eigentlich damit gescheitert.

Aber gut, die „Unsichtbare Frau“ wird fertig werden, dann mache ich mir wahrscheinlich oder hoffentlich im Juni, wenn der Alfred in Amerika ist, wieder ein paar schöne Schnuppertage und schaue, wie es mit dem nächsten Projekt werden wird und heute ist ja wieder Zeit für einen Writersretreat.

Zur Erklärung, ich habe mit der „Unsichtbaren Frau“ diese Geschichte von der letzten Wahl und der jungen prekären Deutschlehrerin Amanda Siebenstern, die während der Nacht aktiven oder passiven Widerstand leistet und dort Donald Trump oder eigentlich eher einen reschen feschen Minister besucht, im vorigen Herbst begonnen. Da habe ich aber viel getrödelt und mir stattdessen lieber Wahlkampfvideos angeschaut. Trotzdem ist es nur ein halber Nanowrimo geworden, denn ich hatte am ersten November schon an die zehntausend korrigierten Worte und bin mit denen in die erste Halbzeit der fünfzehn kostenlosen Schreibmarathontage des Writersmarathon gegangen, habe da etwa vierzigtausend Worte geschrieben und den Rest dann bis Ende November und zum Korrigieren bin ich Anfang Dezember wieder ins Writiersstudio gegangen, denn da hatte ich ja einen Gutschein für einen kostenlosen Writerretreat. Lleider war ich an diesem Tag ein wenig krank und mit dem Korrigieren bin ich auch noch nicht fertig, weil ich derzeit während der Woche nicht wirklich dazu komme, so bin ich immer noch beim Szene für Szene korrigieren, bin damit bei Szene vierundzwanzig oder Seite siebzig.

Aber in Harland geht das nicht richtig, weil ich da keinen funktionierenden Drucker habe und so dachte ich fein, wenn der Alfred in Budpest ist, werde ich korrigieren und korrigieren und der schönen Ordung einen Artikel einstellen, der das beschreibt und sich „Pfingstmontagsretreat“ nennt, denn wegen meiner vielen Stunden, habe ich in der letzten Zeit auch einige Abendtermine versäumt, was nicht wirklich etwas machte, weil ich derzeit sehr viel Rezensionsexemplare hatte oder habe, so daß stattdessen Buchbesprechungen kamen und Zeit für Zustands- oder Schreibberichtberichte, hatte ich in der letzten Zeit auch nicht wirklich, was auch nichts machte, denn ich kann ja nicht immer schreiben „Bin mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ noch immer nicht weiter gekommen!“, weil das wahrscheinlich nicht nur dem Uli nicht interessiert.

Wir waren also gestern mit dem Auto zwei Stunden kurz in Nussdorf an der Traisen, weil vorher kam ein Krankenpfleger, um die Nachtbereuung zu besprechen. Dann holte der Alfred für die Oma und mich was vom Mc Donalds, er hat ein Grillhendl dort gegessen, ich einen Spritzer getrunken, mit den Herzingers geplaudert, Kirschen gepflückt und zurück zur Nachmittagsbetreuerin und dann nach Wien und da hatte ich schon die Idee, daß ich eigentlich wieder etwas über Bücher, es gibt ja soviele und bekommt man, wenn man bloggt ein Bücherburnout, wie man derzeit in einigen Blogs lesen kann und dann will ich  auch, weil ich ja jetzt zu meinem Schreibjubiläum eine Serie über mein eigenes Schreiben habe, noch einen Artikel über meine politischen Bücher schreiben. Aber wenn ich das mache, komme ich nicht zum Korrigieren und Schande über mich, wie mache ich das und eigentlich ist da ja ohnehin egal, weil es  außer mich eh niemanden interessiert und so weiter und so fort….

Jetzt ist es Mittag, ich liege mit dem neuen Strandkleid, das ich mir eigentlich für die Terrasse kaufte, im Bett, habe einen Spinatstrudel aufgetaut, der noch von Alfred letzten Betriebsratfest stammt, meine Artikel schreiben, dann Ralph Rothmanns „Im Frühling sterben“, ein Buch von meiner Backlist auslesen und die Writerretreats, wenn nicht noch etwas durcheinanderkommt, wohl auf den Juni verschieben, denn eigentlich geht es mit dem Korrigieren ohnehin ganz gut voran.

Auch wenn der Text noch nicht fertig ist, ist er sicher interessant und, daß ich in meiner Art ganz gut schreibe, glaube ich auch und wenn mir das niemand glaubt, ist mir das eigentlich auch egal, weil ich das ja, weil ich so viel lese schon selber ganz gut einschätzen kann.

Bin aber gerne, um die Probe aufs Example zu machen, bereit, an Blogger oder andere Interessieren Rezensions- oder Leseexemplare zur Verfügung zu stellen.

aber ich weiß schon, es gibt zu viele Bücher und wenn man bloggt kommt man leicht unter Zugszwang, obwohl mir das glückerlicherweise noch nicht passierte, obwohl ganz ehrlich, vor ein paar Tagen habe ich auch ganz freundlich eine freundliche Anfrage abgelehnt.

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