Literaturgefluester

2011-04-24

Radtouren

Filed under: Uncategorized — jancak @ 18:08
Vor dem Donaurestaurant Traismauer

Vor dem Donaurestaurant Traismauer

Im Jahr 2007 sind wir bekanntlich ein Stück mit der Dichterradkarawane der Ruth Aspöck, die von Wien nach Bamberg ging, mit der sie sich von ihrem Verlag „Die Donau hinunter“ verabschiedete, mitgefahren. Am Dienstag nach Ostern ist sie begleitet nur von einer guten Freundin, die sich noch am Ostermontag in dem Theater in der Burggasse, wo im Rahmen des Osterspaziergangs des erstes Wiener Lesetheaters die Karawane sozusagen von Rolf Schwendter verabschiedet wurde, anmeldete, losgefahren. Wir haben uns am Donnerstag darauf in Ybbs angeschlossen. Da war vorher im Radiokulturcafe die Pressekonferenz des ersten Ohrenschmauses, anschließend sind wir nach Harland gefahren und von St. Pölten mit dem Zug nach Ybbs, wo wie die anderen getroffen haben. Da gab es im Ybbser Rathaus einen Brunngraber Abend und Rudolf Brunngrabers Tochter ist mit ihrem Hund und ihrem Auto, glaube ich, bis Linz mitgefahren. Wir haben es mit den Rädern von Ybbs bis Regensburg in zehn Tagen gemacht, die Kilic haben sich in Linz angeschlossen, vorher gab es ein paar Besprechungen und Treffen bei der Ruth Aspöck, die bei dieser Gelegenheit Robert Eglhofer kennenlernte und ich habe die Karwoche davor zum Anlaß genommen, mich ein bißchen einzutrainieren.
Bin aber, glaube ich, erst am Mittwoch oder Donnerstag nach Harland gekommen, vorher machte ich meine Praxis und meine Aussendungen bezüglich einiger Lesungen, die ich anschließend hatte und am Abend bin ich in die Alte Schmiede gegangen, wo es ein sehr schönes Musikprogramm gegeben hat. Und dann mit dem Rad trainieren, damit ich die Radfahrt schaffe, obwohl es die Ruth Aspöck ohnehin sehr pomali angegangen ist und nur jeweil kleine Radstrecken festlegte und jeden Abend gab es eine Lesung aus einem ihrer Bücher in einem anderen Ort. Ich habe in Vilshofen aus den Donaugeschichten gelesen, das ist zwischen Passau und Deggendorf, weil es bei St. Pölten ja ein Viehhofen gibt und in den Tagen davor habe ich meine St. Pöltner Bekannten, z.B. den Robert Eglhofer angeschrieben, ob sie mit mir trainieren, fand aber keine Mitstreiter, so habe ich mir allein die Routen festgelegt, die ich seither regelmäßig zu Ostern aber auch im Sommer absolviere. Im Winter wirds ja meistens nicht sehr viel mit dem Radfahren und da Harland an der Traisen zwischen der Stadt St. Pölten und Ochsenburg liegt, ist das ohnehin ganz leicht. Ich fahre mit dem Rad von der Siedlung an die Traisen und dann nach links oder rechts.
2007 habe ich, glaube ich, mit Herzogenburg begonnen, da spaziere ich immer durch das Stift, in Wilhelmsburg war ich, glaube ich, einen Tag später und das war glaube ich der Ostersamstag, das war dann eine Erholung, weil eine kleinere Strecke, dafür bin ich es am Sonntag zünftig angegangen mit dem Alfred nach Traismauer und zur Donau und haben im Donaugasthof Mittag gegessen, dort sind wir 2007 zwar nicht mehr hingekommen, aber 2008 sind wir ja mit den Hundertmarks von dort nach Passau gefahren. Da habe ich im Literaturgeflüster schon darüber geschrieben, über die Donauradkarawane leider noch nicht, das muß ich jetzt aus dem Gedächtnis tun und am Ostermontag waren wir, was wir ja sonst am Sonntag tun, auf der Rudolfshöhe und sind am Nachmittag nach Wien in dieses ehemalige Kino in die Burggasse, um Ruth Aspöck die Gutscheine für ein Schnitzl um drei Euro, das es dort in dem Donaugasthaus gab, zu übergeben und uns auf die Fahrt einzustimmen.
Die war sehr schön und eine bleibende literarische Erinnerung. Seither trainiere ich zu Ostern sozusagen für mich selbst und fahre von der Traisen nach links oder rechts, nach Wilhelms- oder Herzogenburg und da ich diesmal schon am Dienstagabend nach Harland gekommen bin, habe ich es am Mittwoch wieder ganz pomali begonnen und bin mit dem Rad zum Naturlehrpfad, habe dort ein bißchen Bärlauch gepflückt und dann beim Lidl eingekauft. Am Donnerstag habe ich zuerst den Orhan Pamuk gesprochen und bin am Nachmittag nach Wilhelmsburg, da gibt es zum Gründonnerstag ja als Higlight die Kirche mit dem Bankerl davor, man kann durch die Kirche durchgehen. Vor zwei Jahren habe ich den Herrn Pfarrer mit seinem Hund spazierengehen sehen, im Vorjahr bin ich auf dem Bankerl gesessen und habe die letzten Szenen der „Mimi“ konzipiert und bin dann in das Papiergeschäft mit der Abverkaufskiste, der „Handke“ liegt noch ungelesen auf dem Bett, bzw. steht er jetzt schon auf der Bücherliste und diesmal gab es von der Judith Hermann „Sommerhaus, später“ und von der Birgit Vanderbeke „Sweet Sixteen“. Beide Bücher habe ich mir gekauft, die Verkäuferin erklärte mir, daß ich damit die freiwillige Feuerwehr Wilhelmsburg unterstütze, bin damit durch die Stadt gegangen, wo es ein neues Einkaufszentrum gibt, daß ich noch nicht gesehen habe. Da konnte ich mich beim Hager ein bißchen durch die Ostereier kosten und bin dann in einen schönen Park gegangen, wo ich mir plötzlich nicht mehr sicher war, ob ich das „Sommerhaus, später“ nicht schon habe. Denn als ich 2000 zum ersten Mal den Luitpold Stern Preis gewonnen habe, gab es dafür einen Buchgutschein und da habe ich mir einen Erzählband der Judith Hermann gekauft und noch immer nicht glesen. Macht ja nichts habe ich gedacht, dann habe ich etwas für den Bücherschrank, es waren aber „Nichts als Gespenster“, die ich mir damals kaufte.
Am Karfreitag bin ich flott nach Herzogenburg gefahren. In die Stadt hinein mache ich meistens nur zu Ostern, sonst begnüge ich mich bis zu der Brücke kurz davor zu fahren und auf der anderen Seite wieder zurück und gestern nach St. Pölten in die Stadt, weil ich mir ja das Buch zum Tag des Buches holen wollte, habe mit dem Alfred beim Tschibo einen Kaffee getrunken und mir die Ausgrabungen angeschaut. Die Doris Kloimstein habe ich an einem Karfreitag vor Jahren auch einmal getroffen und wäre dabei fast in den Dom zu einer Messe mit dem Bischof Krenn gekommen und heute haben wir wieder eine Fahrt ins Donaugasthaus nach Traismauer gemacht. Ob wir da im Vorjahr waren weiß ich nicht mehr, vor zwei Jahren haben wir es versucht, nur leider ist dem Alfred die Luft aus sämtlichen Rädern gekommen, so daß wir es nur bis zu der Tankstelle bei der Brücke bzw. zur „Seedose“ schafften, wo es ein Ostergrill und Ostereier gab. Diesmal haben wir es geschafft und zwei Stunden gebraucht. Im Donaugasthaus Mittag gegessen, leider keinen Platz im Garten mehr bekommen, dafür vom Buffet gegessen, also jede Sorte Gebackenes, Fisch, Spargel, Schnitzel und Salat, viel zu viel und vielleicht auch nicht ganz frisch herausgebacken und Instant gewürzt.
Für alle Literaturquizlinteresierte Cornelia Travnicek stamm übrigens aus Traismauer, die habe ich aber nicht gesehen. Jetzt bin ich wieder zurück und der Osterurlaub, der sehr gelungen war, fast aus. Auf die Rudolfshöhe werden wir noch morgen fahren und bei Alfreds Eltern Mittagessen und dann nach Wien, wo es stattt zum Osterspaziergang des Lesetheaters ins Schikanederkino zu einem Film über Allen Ginsberg geht.

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2019-04-23

Gips ab zum Welttag des Buches und Bruno Kreisky-Preis für das politische Buch

Der Gips den ich mir am zehnten März wegen eines Sprunggelenkbruches am linken Knöchel zugegzogen habe, ist heute hinuntergekommen und eigentlich war es trotz der sechswöchigen Umhüllung und der damit verbundenen eingeschränkten Mobilität nicht so arg.

Alternativtext

Sonja Kato

Alternativtext

Gerhard Schmid

Ich war ja drei Tage im Krankenhaus St. Pölten, habe dann gleich wieder meine Stunden gemacht, bin aber die meiste Zeit zu hause geblieben, nur die Woche darauf im Filmcasino zur „Rocky Horror Picture Show“ und zu den meist am Freitag stattfindenden Kontrollen und Gipswechsel im Krankenhaus.

Schmerzen eigentlich nur wenig, so daß ich dann mit dem Alfred schon bei der „Literatur und Wein“ in Krems und Göttweig war.

Die anderen Veranstaltungen habe ich eher ausgelassen, dafür gelesen und gelesen und auch ein eher ruhiges Osterwochenende in Harland verbracht. Eines das fast an mir vorbei gegangen wäre, denn am Gründonnerstag gab es keinen Bärlauch mit Spiegelei und auch keinen Spinat. Da sind wir  nach Harland gefahren. Der Alfred hat am Freitag und am Samstag eingekauft und eingekauft, war mit seiner Mutter bei der Fußpflege und im Bootshaus essen, hat mir auch den gewünschten Lindt-Osterhasen mitgebracht und ein Ei hat es auch gegeben. Die hat irgendwer bei den Wiener Linien an die Fahrer verteilt und weil der Alfred daneben gestanden ist, hat er auch eines abgekommen, obwohl in der Wiener U- Bahn das Betteln , das Musizieren und das Essen verboten ist. Ostereier verteilen vielleicht auch oder es gibt da eine diesbezügliche Ausnahme.

Am Sonntag sollten eigentlich die Kloimsteins zum Grillen kommen, das Wetter war ja herrlich und schön, die hatten sich aber einen Infekt zugezogen, so haben wir allein gegrillt und mit der Heimhelferin der Oma gegessen.

Und am Montag sind wir nicht mit dem Rad, sondern mit dem Auto nach Traismauer zum Donaugasthaus gefahren, dort habe ich griechisches Hendl und griechische Erdbeeren, wie es eigentlich immer mache, wenn wir zu Ostern dort sind, gegessen und  sind noch ein bißchen nach Melk gefahren und haben uns die Donau, den Frühling und die schöne Gegend angeschaut.

Alternativtext

Maria Maltschnig, Dieter Bandhauer

Alternativtext

Hannes Swoboda

Die zweite vierundzwanzig Stundenbetreuerin, die inzwischen gekommen ist, hat uns auch kleine Lindt-Hasen und selbstgefärbte Ostereier gebracht und Warnungen, wie es mir gehen wird, nach dem der Gips hinunter ist, habe ich auch genug bekommen.

Da es dann erst recht weh tun würde, die Muskeln geschwunden wäre, ich weiter die Krücken, Physiotherapie und eine Reha brauchen würde, etcetera.

Scheint hoffentlich halb so schlimm zu sein. Jedenfalls bin ich wieder in Wien. Wir waren schon im „Waldviertlerhof“ essen. Spargel mit Schinken, auch ein österliches Essen, weil es dort wegen Umbaus derzeit keine Menus gibt. Dann bin ich zum ersten Mal seit sechs Wochen wieder zum Bücherschrank gegangen.

Das mußte sein und ist ohnehin gleich in der Näche, denn der 23. April ist ja ein besonderer Tag, nämlich „Welttag des Buches“ und da soll man sich ja was zum Lesen holen.

Im „Wortschatz“ kann ich gleich vermelden hat es Paulus Hochgatterers „Caretta Caretta“ gegeben, wo ich noch nachschauen muß, ob ich das nicht vielleicht schon habe und ein Buch von Felix Salten aus dem Jahr 1959 das „Perri“ heißt, das habe ich, glaube ich, noch nicht und der Hauptverband hat da ja auch immer ein Geschenk für seine Kunden, das man sich in ausgewählten Buchhandlungen abholen kann.

Eine anthologie, die zum zweiten Mal aus den ersten zehn Seiten von dreizehn Romanen meist jüngerer Autoren und Autorinnen besteht.

Im letzten Jahr habe ich mir das Buch auch geholt und festgestellt, daß ich das meiste davon schon gelesen oder bei einer Veranstaltung gehört habe.

Diesmal  ist es nicht so schlimm oder nicht so gut, aber die drei Debuts von der vorigen österreichischen Buchpreisliste habe ich gelesen. Eines nur als E-Book, die anderen beiden so.

Alternativtext

Richard Sennet

Yara Lees „Als ob man sich auf hoher See befände“ habe ich bei den O- Tönen gehört. Eva Lugauers „Und am Ende stehlen wir Zitronen“ habe ich mir im vorigen Jahr aus Leipzig mitgebracht. Barbara Riegers „Bis ans Ende Marie“ war auch bei den O-Tönen und ich habe es auch gelesen. Mario Wurmitzers „Im Inneren des Klaviers“ habe ich in der Seedosen Telefonzelle gefunden und muß von mir noch gelesen werden und die Bücher von Michael Vögel, Andreas Kump, Marion Guerro, Claudia Sammer und Malte Borsdorf sagen mir gar nichts und müßen von mir noch entdeckt werden. Marco Dinics Debut „Die guten Tage“, habe ich ein bißchen beim Leipzig Surfen kennengelernt, war er doch am „Blauen Sofa“ und ich lese gerade Joel Dickers „Das Verschwinden der Stephanie Mailer und habe über Ostern Lisa Kränzlers „Coming of Carlo“ glesen und mir eben die vier „Kremayr und Scheriau-Herbstneuerscheinungen“ bestellt.

Ob Anna Jeller wieder ihre Leseexemplare schön verpackt in der Auslange liegen hat, habe ich noch nicht herausgekommen, weil es mir dann doch, da der Fuß leicht geschwollen, zu anstrengend war, auch noch dorthin zu humpeln.

Ich habe aber den Alfred ausgeschickt und auch vor mit ihm noch zur Preisverleihung des politischen Buches, den sogenannten „Bruno Kreisky Preis“ am Abend in die Hofburg zu gehen, beziehungsweise mit dem Taxi bis zum Josefplatz zu fahren.

Da war ich schon länger nicht und bin irgendwie auch aus dem Verteiler herausgefallen und dann mußte man sich jetzt anmelden und weil die Veranstaltung im Parlamentsausweichquartier, durch die Sicherheitskontrollen gehen, wo meine fünf oder sieben Schrauben im Knöchel gar nicht aufgefallen sind. dann gabs im Dachfoyer der Hofburg Wein und Gespräche, beispielsweise mit Barbara Eder, mit der ich einmal gemeinsam beim „Volksstimmefest“ gelesen habe.

Die Angela und der Josef waren da und den „Bruno Kreisky-Preis“ haben heuer Dieter Bandhauer vom „Sonderzahl-Verlag“, der sich, was ich sehr spannend fand, seine Laudatio selber hielt und Richard Sennet bekommen. Für den laudatierte Hannes Swoboda und ich kann anmerken, daß der, als ich 1997 der 1998 beim Straßenfest vor der Szene Margareten gelesen habe, mir einmal das Mikrophon richtete und den „Bruno Kreisky-Preis“ oder einen Teil davon haben ich, beziehungsweise der „Milena Verlag“ mit der Anthologie „Die Sprache des Widerstands ist alt wie die Welt und ihr Wunsch“ bekomme habe.

Jerzt also Richard Sennet, der auf Englisch einen Vortrag hielt und Dieter Bandheuer und eine zweite Veranstaltung wird es auch noch geben, aber da werde ich wahrscheinlich nicht hingehen.

2018-08-05

Radausflug zum Hauermarkt nach Wagram an der Traisen

Filed under: Alltagsgeplauder,Reisebericht — jancak @ 18:58
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Die Sommerfrischenhalbzeit ist abgeschlossen, die diesmal, da der Alfred ja erst am ersten Juli aus den USA zurückgekommen ist, etwas langsam angelaufen ist.

Sind wir doch erst die Woche darauf nach Harland, da war der „Bachmann-Preis“ und der Schwiegermutter sechsundachtzigster Geburtstag und ich habe korrigiert und korrigiert und bin nur pro forma und ganz kurz mit dem Rad eine Runde bis zum dem Sportverein nach Spratzern und wieder zurück gefahren. Dazwischen drei Tage Wien mit Praxis, den letzten Veranstaltungen, der Podium Sommerlesereihe, den Filmfestivals am Rathaus und am Karlplatz,  sowie an den Donnerstagen die O-Töne.

Den Martin haben wir in Pernitz einmal besucht und sind mit ihm die Myra-Fälle hinaufgeklettert. Bei der Ingrid waren wir letzte Woche in Nejuwaldegg.

Am Hochschwab waren wir auch, dazwischen bin ich mit dem Korrigieren fertiggeworden, habe das neue Projekt angefangen und bin mit dem Rad nach Wilhelmsbeurg und in das Traisenpark Einkaufscenter, sowie eine Runde um den Viehofenersee und zur Seedose gefahren.

Dazwischen das Alltägliche. Samstag Markt, da haben wir gestern die Doris Kloimstein getroffen, die mir einen Sack voll Bücher, ihre Urlaubslektüre, sie ist einfach in die Buchhandlung Schubert gegangen, hat dort gefragt, was die leute am meisten lesen und hat dort eine „Kängaruhtrilogie“, das Machwerk eines Kabarettisten, überreichte.

Auf der Rudolfshöhe waren wir ein paarmal auch und dieses Wochenende war wieder Hauermarkt in Wagram an der Traisen.

Steckerlfische, richtig gemacht

Steckerlfische, richtig gemacht

Das Traisental ist ja ein Weinbaugebiet und wir haben auch unseren Lieblingswinzer, zu dessen Verkostungen wir regelmäßig radeln. Zu Pfingsten gibt es den Pfingstmarkt in Nußdorf an der Traisen, nach Traismauer ins Donaugasthaus radeln wir zu Ostern meistens auch und im August gibts den Hauermarkt in Wagram an der Traisen in der dortigen Kellergasse. Zweimal waren wir schon dort. Voriges Jahr wollten wir auch hinradeln, leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber diesmal hat es wieder geklappt. Zum größten Teil jedenfalls. Auf der Rückfahrt sind wir ein bein bißchen naß geworden. Das macht mir aber eigentlich nicht viel aus.

Also in der Früh aufgestanden, die Wasserflasche eingepackt, das Sonnenkappel, da habe ich vor kurzem ein lustiges buntes gefunden, aufgesetzt. Der Alfred hat vorsorglich die Klappräder von Wien mitgenommen, damit wir bei der Rückfahrt in Traismauer einsteigen und bis nach St. Pölten mit dem Zug fahren können und sind dann losgeradelt.

Kurz vor zwölf waren wir am Ziel, das heißt, in der Kellergesse, wo es an beiden Seiten Stände mit Essen, Trinken und Weinproben gab. Am Eingang standen junge Mädchen die das Gratissechzehntel, Wein und Brot, leider nur ein Weißer, anboten. Aber ich habe mich, da ich gerne Hugo trinke, Sangria und Erdbeerbowole, ohnehin schon auf Kaiserspritzer umgestellt und da gab es mal einen zu der gebackenen Blunze beim Winzerhaus Schöller.

Der Alfred hat ein Surschnitzl gegessen, was er alsbald bereute, nicht, daß es nicht gut war, aber auf der anderen Seite beim Haimel, gab es Steckerlfische und die dufteten köstlich.

Dazu mußte man dort aber erst einmal hinkommen. Ein bißchen an den Weinreben vorbei. Wir sind aber zu hoch hinaufmarschiert, so daß wir fast nicht hingefunden hätten.

Dazwischen haben wir aber noch Erdbeerfrizzante gekostet, beziehungsweise eine Himbeerbowle getrunken. Der süße Schlatz eben, der gut schmeckt, aber die Kalorien macht. Dann hat der Alfred, die Fische fotografiert und beschloßen sich vor der Rückfahrt doch eine Forelle zu gönnen. Einen Eisckaffee gab es auch noch uind dann auf nach Traismauer, das einen Kilometer von Wagram entfernt ist. Der Zug kam bald und wir waren bis auf drei Burschen, glaube ich, die einhzigen Gäste. Auch einen Schaffner habe ich nicht gesehen,  nur eine sympathische Frauendurchsagstimme, die die nächsten Haltestelle und Austiegsrichtungendurch gab.

Der Alfred hat sich dann ein paarmal bei mir erkundigt, ob ich nicht doch bei der „Seedose“ aussteigen will.

„Nein!“, habe ich tapfer geantwortet.

Ich habe doch scchon genügend Bücher und das war auch gut so. Denn, als wir St. Pölten erreichten, hatte sich der Himmel verdunkelt und der Regen hat begonnen, so daß ich wiedermal ein bißchen naß wurde. Ansonsten ein schöner Ausflug und eine schöne schöne Abwechlung in der Sommerfrische.Morgen geht es wieder intensiv mit dem Romanschreiben weiter, was eigentlich ganz gut geht.

2018-07-23

Endlich fertig

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 00:44
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Ich bin ja eine Mischung zwischen zwanghafter Genauigkeit und einer gewissen vielleicht auch legasthen bedingten Schlmpigkeit, wie ich immer schreibe und die Rechtschreibung ist mir eigentlich ganz ehrlich immer noch egal.

Immer noch ein bißchen, denn die lässige Lockerheit, wie als Schulmädchen in der Straßergasse, wo ich mich über die Verzweiflung meiner Deutschlehrerin amüsierte, mir wegen der Rechtschreibung nur ein „Minus sehr gut!“, geben zu können, habe ich schon längst nicht mehr und ich sitze schon seit Jahren nachdem der Rohentwurf meistens sehr schnell in vier bis sechs Wochen hinuntergeschrieben wurde, dann einige Monate über den Text und korrigiere und korrigiere, wahrscheinlich in der Vorstellung ihn endlich fehlerfrei hinzubekommen, wohl wissend, daß das wahrscheinlich ohnehin nicht gelingen kann und wenn, was hätte ich davon?

Die Sprache war mir und das ist wahrscheinlich auch nicht gut, nie so wichtig, wie das Erzählen, kommen ja die großen Sprachkünstler wie Friederike Mayröcker immer noch daher und verkünden stolz, daß ihnen der Inhalt nicht wichtig ist und die nicht so bekannten Sprachkünstler wie Hans Jörg Zauner reihen bis zur Unverständlichkeit Wort an Wort, kreiierenWortneuschöpfungen und erzählen nichts.

Ich will aber erzählen und bin dabei auch wahrscheinlich zu sehr an der Realität, das heißt zu wenig abgehoben und was mein letztes Work on Progress die „Unsichtbare Frau“ betrifft, die vor kurzem ein zweites Mal an den Alfred abgegangen ist, damit er nochmals meine „s“ und Fallfehler, die ich immer noch verweigere, korrigiert und ein PDF machen kann, woraus dann wiederum ein paar Monate später, aber hoffentlich noch in diesem Jahr mein fünfundvierzigstes „Selbstgemachtes“ und das achtundvierzigste Buch überhaupt, denn da kommen ja noch die in der „Edition Wortbrücke“ entstandenen „Hierarchien“ und die beiden in „richtigen“ und zum Teil großen Verlagen erschienenen beide Bücher über das Stottern hinzu.

Fünfundvierzig selbstgemachte Bücher, wui, auch wenn man schon über fünfundvierig Jahre literarisch schreibt ist das sehr viel und eigentlich sehr schade, daß ich damit so unbedachtet bleibe, was mich, obwohl ich das ja tapfer trotzig ignorieren und unentwegt weitermachte, wahrscheinlich doch dazu führt, daß ich mich inzwischen schon sehr ausgeschrieben fühle und immer öfter denke, das bringt ja ohnehin nichts!

Es wird dann zwar wieder eine Vorschau geben und wenn das Buch dann erschienen ist, einen Aufruf zu einer Leserunde, das heißt, ich vergebe fünf Bücher, so daß die daran Interessierte darüber in den Kommentaren dikutieren können. Aber die gibt es ja nicht sehr und das hat wahrscheinlich dazu geführt, daß ich in den letzten Jahren sehr viel und sehr schnell vor mich hingeschrieben.

2016 sind fünf Bücher erschienen, die ich zwar nicht alle im selbenJahr geschrieben habe, aber einige pro Jahr waren es in den letzten Jahren schon.

Wenn die „Unsichtbare Frau“ noch heuer erscheint, ist es das zweite Buch 2018 , das erste im Jänner erschienen und das, im vorigen Mai und Juni geschrieben und ein paar Monate vorher konzipiert, ist eigentlich der Vorläufer der „Unsichtbaren Frau“, denn die Idee, da eine Blogfigur des Nachts zu Wladimir Putin oder Donald Trump zu schicken ist mir schon da gekommen und die Lilly Schmidt, die in den Blogeschichten noch Lily heißt ist ja die Tochter der Mathilde, deren Vorbild ich in der Pizzeria in der Margaretenstraße immer des Abends, wenn ich von der „Alten Schmiede“ nach Hause gekommen bin, bei einem Glas Wein sitzen sah.

Dann ist in den Blogeschichten von der „Unsichtbaren Frau“ nur kurz oder eigentlich gar nicht wirklich die Rede und so habe ich mich, glaube ich, nach der Sommerfrische 2017, als ich damals mit dem Korrigieren fertig war, an die „Unsichtbare Frau“ gemacht, die Blogfigur der Lilly Schmidt.

Im September kann ich mich erinnern, habe ich angefangen mich auf Materialrecherchetour zu begeben und da waren wir ja Mitten im Wahlkampf und so ist die unsichtbare Frau eher zu einem Minister Basti als zu Donald Trump gekommen und das Schreiben des Rohtextes, mit dem ich im September begonnen habe, ist, wie ich mich erinnern kann, nicht so flüssig dahingegangen. Der Wahlkampf hat mich daran gehindert und abgelekt und so ist bald klar geworden, das wird doch ein Nanowrimo werden, obwohl ich ja schon im September mit dem Schreiben begonnen habe, mit dem Text der da entstanden ist, aber nicht sehr zufrieden war. Ende Oktober habe ich ihn zuerecht korrigiert, umgeändert, verbessert, so daß ich mit zwanzig Seiten oder zehntausend Worten zum Schreibmarathon des „Writers Studios“ gegangen bin, denn da gab es ja zum fünfzehn Jahrjubiläum einen solchen und die erste Woche habe ich daran teilgenommen, geschrieben und geschrieben, dann kam die „Buch Wien“, mein Geburtstag, die „Poet Night“ und noch einiges anderes, so habe ich mir am letzten Tag an dem ich dort war, ein Feedback geholt, das heißt, die Szene gelesen, die auch als Probekapitel auf die Website kommt, beziehungsweise beim Volksstimmefest gelesen wird und dann in der entsprechenden Anthologie, sofern es noch eine geben sollte, enthalten sein wird, denn jetzt ist erst, habe ich gerade erfahren, die von 2016 fertiggeworden und da ist da die Himmelgeschichte aus den „Berührungen“ drinnen.

Ich habe nach dem Feedback im vorigen November aber wieder eine Woche zu schreiben aufgehört, bin auf die „Buch-Wien“ gegangen und habe bei meinem Geburtstagsfest, die Szene aus dem „Bibliotheksgespenst“ gelesen, dem dreiundvierzigsten Selbstgemachten, die dann auch in der „Linken- Wort- Anthologie 2017“ enthalten sein sollte.

Als die „Buch-Wien“ vorüber war, habe ich die fünfzigtausend Worte fertiggeschrieben, der Rohtext, den ich den Alfred gerade schickte, hat 44 982 Worte, es ist also sehr viel wegkorrigiert worden. Aber auch das ist nur sehr zögerlich geschehen und hat lange gedauert. Zuerst bin ich im Dezember einmal zu einem Writerretreat ins „Writerstudio“ gegangen, weil man da ja einen Gutschein dafür bekam, wenn man über das Event berichtet hat, auf Facebook sollte man das tun, bei mir ist esauch so gegangen und da habe ich gedacht, fange ich mit dem Korrigieren an.

Das habe ich auch gemacht, leider war ich aber ein bißchen krank, so daß ich nur sehr langsam weitergekommen bin, aber meiner Tandempartnerin, die zufällerweise auch Psychologin war, die erste Minister Basti- Szene vorgelesen habe.

Und dann korrigieren und korrigieren, ich habe mir gedacht, ich mache es professionell und nennen es Retreat, habe mir da zu Weihnachten viel vorgenommen, war aber sehr unkonzentriert dabei und habe teilweise dazu Videos gehört, was wahrscheinlich nicht sehr effizient war.

Es war auch ein bißchen schwerig mit der Handlung, die ja, wie bei mir sehr oft, was wahrscheinlich aber als nicht sehr literarisch gilt, eng an die Wirklichkeit angelehnt war. Der Wahlkampf kommt vor, der Nobelpreis, die Krawalle auf der Frankfurter Buchmesse und ich habe vier Handlungsstränge.

Da ist einmal  Amanda Siebenstern, die Blogfigur der Lilly Schmidt, die nächtens zu Minister Basti geht, des Tages  „Deutsch als Fremdsprache-Kurse“ an der Volkshochschule gibt und Proble damit hat, daß ihre Schülerinnen wegen des Vermummungsverbots dort hicht mehr erscheinen.

Dann gibt es die Lilly Schmidt und die Slavenka Jagoda aus Kosice oder Bratlisava, die ein Stipendium hat, um Lillys Blog zu erforschen und sie da in New York besucht, wo sie Kuratorim am österreichischen Kulturinstitut ist und es gerade eine Lesung mit Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann gibt. Es gibt den Alfons Tratschke, der auf seinen Blog nach rechts reitet und Lilly und Slavenka, als linke Schwestern beschimpft und es gibt den Jonathan Larsen, Mitglied der schwedischen Akademie, die den nächsten Nobelpreisträger bestimmt, was er aber, da er gerade seine Frau verloren hat, nicht so gut kann und das zeitlich nicht durcheinander zu bringen, war nicht so leicht und hat einige Änderungsdurchgänge erfordert.

Ich korrigiere ja, wenn ich mit dem Rohtext fertig bin und geschaut habe, daß es so halbwegs passt, ja immer gern Szene für Szene durch und drucke mir das dann aus, was ich aber, wenn ich in Harland bin, nicht recht kann, weil ich  dort keinen Drucker habe.

So hat auch das sehr lang gedauert und ich war Ende Mail als der Alfred nach Amerika flog und ich dachte jetzt habe ich ein Monat zum Korrigieren, noch nicht damit fertig und dann habe ich im Juni korrigiert und korrigiert, wieder mal gedacht, ich wäre schon fertig, dem Alfred alles geschickt und am nächsten Tag wieder von vorne damit angefangen und gedacht, ich werde nicht und nicht damit fertig.

Denn irgendwie packt mich dann doch der Ehrgeiz, daß ich alles richtig machen will und lese laut, was ja eigentlich schon stimmen sollte, finde Fehler und Fehler und das hat diesmal besonders lang gedauert und ich habe besonders lang laut gelesen und eigentlich den Juni fazu nützen wollen, mit dem Recherchieren für das Nächste, an dem ich ja schon ein bißchen bei den letzten Schreibgruppen begonnen habe.

So weit kam es dann nicht und jetzt hat ja schon die Sommerfrische mit den verlängerten Wochenenden angefangen, die ich ab nun dazu benüzen kann, mit der Magdalena Kirchberg, die wahrscheinlich wieder eine depressive Frau ist, ein Auto sieht, das sie in ihre Vergangenheit führt, einen muslimischen Nachbarn hat, der nicht Mohamed heißen will und eine Supermarktkassierin, die Interessantes zu erzählen weiß , zu beginnen.

Das erste Sommerfrischenwochenende war ja dem Geburtstag der Oma und dem „Bachmannpreis“ gewidmet, das zweite gab es neben dem Korrigieren, das übliche Programm, Samstag Markt, Sonntag Rudolfshöhe und am Montag sind wir nach Pernitz, beziehungsweise Muggendorf zum Martin und der Zahui hinausgefahren und sind mit ihren, was besonders schön war, die Myra Wasserfälle hinaufgeklettert und dieses war dem Hochschab gewidmet, so daß die Bühne wieder frei ist, wie ich es ja schon einmal oder sogar öfter machte, die Sommerfrische zum Recherchieren und dem neuen Roman zu widmen.

Ein schönes kleines Stadtschreiberbuch habe ich zwar nicht und, ob ich in Wilhelmsburg oder im Traisenpark viel bezüglich der Magdalena <kirchberg recherchieren kann, weiß ich auch nicht, muß aber erst die Entwürfe zusammensammeln, denn von der ursprünglichen Idee mit dem Psychiater, der Krankenschwester und dem Chirurgen bin ich ja schon wieder abgekommen.

Mal sehen, ich bin gespannt und natürlich immer noch entmutigt, denn wirklich wahrscheinlich, daß es diesmal klappt ist es ja nicht, aber aufgaben will und werde ich nicht. Also wieder eine depressive Frau, die sechs- oder siebenundvierzigste und ob ich den Rohentwurf im Sommer schaffe oder es wieder ein „Nanowrimo“ wird, steht auch in den Sternen.

Dazwischen soll dann die unsichtbare Frau fertig werden, für die ich ja diesmal, was ich mir immer wünschte, wirklich ein Jahr gebraucht habe, ich lese am Volkstimmefest, die Nobelpreiszene und vielleicht gelingt mir der große Wurf oder bekomme auf den Blog doch ein wenig Interesse, wenn ich über meine Fortschritte schreibe. Die diesbezüglichen Schreibberichte wierd es ja wieder geben, mal sehen, ich bin gespannt.

2018-04-01

Wie es sein könnte

In der nächsten Zeit werde ich sehr beschäftigt sein, habe ich ja, gerade vom Osterspaziergang der LitGes zurückgekommen, wo ich einige meiner Texte aus dem „Hammer 95“ zu der „Kunst im öffentlichen Raum“ las, gleich ma Mittwoch eine Lesung. Nein, nicht in Rauris, dem berühmten Literaturfestival, das ja  demnächst beginnen wird, wo Raphaela Edelbauer und Florian Gantner, den Haupt- und den Förderungspreis gewinnen werden, sondern bei den „Textvorstellungen“ in der „Alten Schmiede“, wo ich passend zu zehn Jahre „Literaturgeflüster“, das ich ja im Juli feiern werde, mein zum fünf Jahresjubiläum erschienenes „Literaturgefüster-Texte-Buch“ noch einmal vorstellen werde.

Und von Leipzig der Buchmesse des Herzens bin ich auch vor kurzem zurückgekommen und da habe ich, das kann ich gleich verraten ein sehr interessantes Gespräch mit einem Verleger geführt, der sich für meine seit 2000 im sogenannten Digitaldruck selbst herausgegebene Bücher interessiert und er das eine und das andere in sein Programm aufnehmen möchte.

Mit ihm werde ich nach der Lesung ein Gespräch führen und das ist  doch  schön wenn das „Bibliotheksgespenst“ oder die „Dora Faust“ im nächsten Herbst oder Frühlingsprogramm erscheinen könnte. Dem einen und dem anderen, obwohl ja „Taubenfüttern“ zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Mal sehen, die Gespräche sind ja noch nicht abgeschlossen und, wie mir Herr G. sagte, wäre er auch an meiner „Unsichtbaren Frau“, die ich ja noch korrigieren muß, sehr interessiert. Also das Manuskript verlagsfertig machen, damit ich es dem Lektorat übergeben kann, denn das ist ja, wie man weiß und hört, sehr sehr wichtig und kann nie und nimmer durch ein hausgemachtes Lektorieren, wie wir es bisher betrieben, ersetzt werden.

„Toll!“, werden meine Leser sagen aber das ist noch nicht alles. Das literarische Glückshorn hat mich, die ich ja bisher eher neben dem Literaturbetrieb gestanden bin, noch ein bißchen mehr getroffen, denn Gespräche mit dem Rundfunk haben sich in Leipzig auch ergeben und einer der diesbezüglichen Vertreter ist an dem literarischen Spaziergang, den ich ja zwei Wochen später mit der Ruth und dem Robert zu drei <kunstwerken des öffentlichen raums machen werde, sehr interessiert und wird mit seiner Kamera daran teilnehmen.Eine Vertreterin des Kulturamtes der Stadt Wien hat ihr Kommen auch zugesagt.

Jetzt müßte nur noch ein Preiserl oder ein Preis dazukommen, der „Veza-Canetti“– oder „Erich Fried-Preis“ vielleicht, um meine literarischen Phantasien nicht zu unverschämt zu halten und sie in errreichbaren Höhen zu belassen. Einer der zwei genannten, würde für eine seit fünfundvierzig Jahren schreibene Frau  auch genügen und könnte sein, da ich für einen Nachwuchspreis, wie den „Alpha“ oder den „Priessnitz-Preis“  schon zu alt bin oder eine zu hohe Publikationszahl habe, ja und ein literarisches Highlight habe ich noch vergessen, beziehungsweise werde ich das jetzt angehen und, um einen Aufenthalt in der Künstlerwohnung der „Literamechana“ in Venedig wieder ansuchen, da sich meine literarischen Chancen ein solches zu bekommen, zumindestens in der Phantasie und einen Blick auf den Kalender verbessert haben.

Und um in der Realität zu verbleiben, beziehungsweise am ersten April wieder in sie zurückzukommen, Ostersonntag ist heute auch und da werde ich mich mit den Alfred ja auf eine Radtour in das Donaugasthaus nach Traismauer machen. Der Osterspaziergang hat gestern wirklich stattgefunden, die GAV-Versammlung,  die „Textvorstellungen, den literarischen Spaziergang, Rauris und den „Hammer 95“ gibt es auch.

Es ist also, wie mir einmal mein Dichterfreund Stephan Eibel Erzberg, der auch ein sehr euphorischen Nachwort für das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ geschrieben hat, doch nicht alles so schlecht und Frau sollte sich und ihre Zukunft nicht so pessismistisch sehen und richtig ja, für eine Hobbyautorin halte ich mich noch immer nicht, sonder für eine, seit fünfundvierzig Jahren bessesen, wenn auch bislang eher erfolgfrei schreibende Frau, die wegen ihrer leichten Legasthenie beziehungsweise ihrem etwas schlamperten Umgang mit der Rechtschreibordnung natürlich ganz allein und selber daran schuld ist, das weiß ich schon.

2018-03-31

Osterspaziergang mit Kunst im öffentlichen Raum

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 20:20
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Es gehört  zu meinen Gewohnheiten beim Osterspaziergang der literarischen Gesellschaft mitzugehen. Sonst habe ich ja mit der LitGes der literarischen Gesellschaft, die es in St. Pölten gibt und die das „Etcetera“ herausgibt, nicht so viel zu tun. Robert Eglhofer, der eine Zeitlang Vizeobmann war, hat zwar einmal ein Portrait von mir herausgebracht und ich war auch bei der Veranstaltung, wo das entsprechende Heft vorgestellt worden und einmal, lang lang ists her, hatte ich auch einen Text im „Etcetera“, da war, glaube ich, noch Doris Kloimstein, die Obfrau, noch früher war das Alois Eder und einmal habe ich auch in der LitgGes gelesen. Das hätte ich gemeinsam mit Manfred Wieninger tun sollen, der hat aber abgesagt, so daß relativ wenig Lleute dabei waren, sonst habe ich eher Schwierigkeiten meine Texte im „Etcetera“ vorzustellen und meine Bücher dort rezensieren zu lassen. Denn da gilt ja wahrscheinlich auch das alte Lied „Danke, nein, denn Eigenverlag nehmen wir nicht!“

Beim Oterspaziergang ist das anders, da gehen immer nur ein paar Leute mit und jeder, der das möchte kann einen eigenen oder  einen anderen zum Thema passenden Text lesen und da ich das ja gerne tue, nüze ich die Gelegenheit und frreue mich auch schon immer auf das Highlight vor Ostern.

Zum ersten Osterspaziergang bin ich, glaube ich, 2000 oder 2001 mitgegangen. Da war noch Alois Eder dabei, vielleicht auch Doris Kloimstein und ich habe meine „Eierszene“ aus der „Viertagebuchfrau“ gelesen. Da ging es entlang der Traisen zum Bootshaus und das nächste Mal war schon Robert Eglhofer dabei. Es ging durch den Stadtwald und ein Ostereisersuchen gab es auch.

Ab dann ging es immer um den Viehofersee mit einem Treffen vor der Seedose und ich versuche immer Texte mit St. Pölten Bezug herauszusuchen, obwohl ich ja eigentlich sehr viel über Wien schreibe.

Im Stadtwald habe ich noch den Text „Harland-Stadt“ gelesen, den ich für die „Harland Anthologie“ geschrieben habe, die Alois Eder herausgegeben wollte und, die, glaube ich, nie erschienen ist.

Dann habe ich einmal den „Hochschwabblick“ aus dem „Haus“ gelesen, einmal den „Sommer am Wasser“ und meinen Brief an den Bürgermeister bezüglich der Frequenzy auch einmal und im vorigen Jahr ging es um die „Köpfe“, denn das war ja ein Text, den ich in der Schreibgruppe für das „Etcetera“ geschrieben habe und heuer habe ich lange nicht gewußt, welchen Text ich jetzt nehmen soll, denn über St. Pölten hatte ich nichts Richtiges.

Also vielleicht die Fabian Szene aus dem „Bibliotheksgespenst“, das ist wenigstens politisch originell, dann kam der „Hammer 95“ mit unseren literarischen Stadtspaziergangstexten und ich dachte, nehme ich das, der St. Pölten Bezug sind  Ruth Aspöck und Robert Eglhofer, denn die sind ja manchmal mitgegangen.

Die „Kunst im öffentlichen Raum“ befindet sich zwar in Wien, aber dann kann ich gleich meineKarten und den „Hammer“ verteilen, die Leute, wenn sie das wollen, zu dem Spzaiergang einladen oder am nächsten Mittwoch in die“Alte Schmiede“, wo ich ja das „Literaturgeflüster-Textbuch“ vorstellen werde und richtig das habe ich, wahrscheinlich vor fünf Jahren, auch einmal zum Osterspaziergang mitgenommen und es ist sogar eine sehr schöne Rezension daraus hervorgegangen.

Vielleicht weil das Wetter noch immer nicht so ganz österlich frühlingshaft war, haben heuer nur wenige Leute draran teilgenommen, Manfred Lagler-Regall, den ich, glaube ich, dort kennengelernt habe und der meistens mitging, fehlte und es war auf der Bank, wo wir die erste Station machen wollten, auch sehr windig. So sind wir ein Stück weiter an dem See, bis zu dem Aussichtsturm auf dem ich bei meinen Radtouren gerne hinaufsteiger gegangen, dort hat dann Eva Riebler, die derzeitige <obfrau ein paar Gedichte von Rose Ausländer aus dem „Blinden Sommer“ vorgelesen, die ja heuer ihren dreißigsten Todestag hat, dann kam schon ich mit meinem „Hrdlicka-Denkmal“.

Dann ging es weiter zu einer Bank, wo ein Tischtuch aufgelegt wurde, denn der Höhepunkt ders Spaziergangs ist ja immer das Picknick mit dem Ostereierpecken.

Vorher gab es noch einige Texte, ein paar Lieder aus der „Winterreise“,  Ingrid Messing, die ich schon vom Vorjahr kannte, hat einen Auszug aus einem Roman gebracht und ein Mundartdichter ein paar sehr lustig launige Texte, die ihm zu englischen Songs eingefallen sind.

Dann wurde das Brot aufgeschnitten, die Ostereier ausgepackt, das Salz, die Butter und das Grammelschmalz, ein püaar kleine österliche Süßigkeiten gab es auch, Wein uind Wasser und es begann das österliche Schmausen.

Dann ging es, für die, denen es zu kalt war, zum Aufwärmen in die „Seedose“ zurück und ein paar der „Ecetera-Hefte“ hat mir Eva Riebler auch wieder geschenkt.

2018-03-30

Karfreitagszauber

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:01
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Die vier Praxistage sind vorrüber, da hat es am Montag einen Besuch mit experimenteller Literatur in der „Alten Schmiede“ und am Dienstag ebendort ein Konzert mit Werken von Werner Pirchner gegeben. Am Mittwoch habe ich mit dem Abrechnen begonnen, am Donnerstag Bankgeschäfte erledigt und am Dienstag und am Donnerstag hat es doch Bärlauch mit Rösit und Spiegelei mit Schninken gegeben, da wir den am Sonntag beim sontäglichen Spaziergang auf die Mostalm doch schon gefunden haben und einen Hasen mit zwei Ostereiern habe ich von einer lieben Klienten auch bekommen.

Also doch ein bißchen Osterstimmung, obwohl das Wetter noch nicht so österlich ist, als wir am Donnerstag Abend mit gepackten Taschen in das Osgterwochenende aufgebrochen sind und mit der Oma noch Sekt getrunken haben.

Diesmal nur zweieinhalb Bücher als Lektüre und nicht meine Patientenordner, ist es sich doch mit dem Abrechnen sehr gut ausgegangen und denKarfreitag habe ich mir, owohl ich nicht katholisch bin, immer als freien Tag aufgehoben, seit ich in der freien Praxis bin. Als ich noch Assistentin an der HNO- Klinik/ Sprachambulanz war, hat es dort ein Gestreite gegeben, denn die vom Bund Angestellten hatten an diesem Tag frei, die von der Stadt Wien angestellten Logopädinnen hatten zu kommen.

Nun ich habe mir meinen Karfreitag immer als Ferien- oder Feiertag erhalten und kann mich erinnern, daß ich in der Zeit, als ich noch in die Oper ging, mir öfter in der Karwoche den „Parsifal“ anschaute, obwohl ich jetzt nicht sagen kann, ob das, trotz „Karfreitagszauber“ am Karfreitag war, denn es kann sein, daß die Oper in den Siebzierjahren spielfrei hatte und vielleicht noch immer hat.

Einmal waren wir bei einem Osterkonzert in der Karthause Mauerbach, ich glaube vor fünf Jahren und da war es dort sehr kalt, viel kälter als zu Weihnachten, wie die anderen Zuhöhrer sagten und Foto von einem Spaziergang auf die Rudolfshöhe vom Ostermontag gibt es von diesem Jahr auch, während wir an einem anderen Karfreitag im Cinema Paradiso bei einem „Karfreitsslam“ waren.

Karfreitagszauber? Was ist das also für eine nicht gläubige Atheistin ohne Bekenntnis? Seit ich diese Tage in Harland verbringe, gehe ich da gerne Radfahren und ein paar Mal bin ich am Karfreitag nach Herzogenburg gefahren, dort durch das Stift gegangen und habe am Rückweg auch ein paar Ratschenbuam betroffen. Ob es die noch gibt, weiß ich auch nicht so genau.

Nach Wilhelmsburg bin ich auch schon mal am Karfreitag gefahren und einmal nach Traisen und habe mir dort bei „Spar“ eine Osterpinze gekauft.

Karfreitag, also zur Erholung und zur Einstimmung auf das Fest, das bei mir ein nicht Religiöses ist, mit ein paar Ostereiern , die man von Klienten oder in Geschäften bekommt. Am Palm- oder Ostersamstag der Osterspaziergang der Litges, auch das ist schon gute Tradition und am Ostersonntag die Radfahrt nach Traismauer in das Donaugasthaus.

Dazwischen liegt der Karfreitag und seit ich nicht mehr möglichst viel der Karwoche, sondern weil der Alfred in Altersteilzeit ist, nur noch ab Karfreitag in Harland bin, beginnt das Osterwoche bei mir mit diesem Tag, den ich sozusagen zum Karfreitagzauber stilisiere, obwohl höchstwahrscheinlich nicht so viel besonders passiert, als daß ich am Morgen und am Abend in der Badewanne, meist keine besonderen Osterbücher, sondern die von meiner Leseliste lese, dazwischen Radfahren und diesmal wahrscheinlich mit dem Alfred und der Schwiegermutter ins Bootshaus essen gehen, da gibt es sicher Fisch als Tagesmenu und dann wenn noch Zeit ist und es sich ausgeht, an meiner „Unsichtbaren Frau“ korrigere, was  auch etwasZauberhaftes sein kann, einKarfreitagretreat sozusagen.

Sehr viel Zeit wird dazu nicht bleiben, die „Hammer“ für die Lesung am Ostersamstag, habe mitgenommen und die vier Texte, die ich am Mittwoch nach Ostern, während in der „Dokumentationsstelle für ost und mitteleuropäische Literatur“ noch Osterferien sind, habe ich auch schon vorbereitet.

Wer da nicht dabei sein kann oder so ein bißchen hineinschnuppern will, dem sei verraten, daß ich den ersten Artikel, dann das Gerstl-Begräbnis, das ja vor neun Jahre auch kurz nach Ostern passierte, dann den „Wunderschönen Tintentraum“ und dnn noch einen Reisetext, nämlich „Samstag in Litauen“ lesen werden und jetzt hinein in das Osterwochenende und den „Karfreitagszauber“ in allen seinen Formen und Facetten genießen, bevor es zum Osterspaziergang und dann am Ostersonntag vor oder nach dem Ostereiersuchen zum in den April schicken geht. Den entsprechenden Text, das kann ich auch verraten, habe ich schon vorbereitet.

2018-03-25

In die Osterwoche

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:14
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Obwohl es das Wetter  kaum glauben läßt, bis vor kurzem war es ja ziemlich kalt und in Leipzig hat es auch geschneit, hat die Karwoche begonnen.

Die Osterdekorationen sind in der Krongasse schon hergerichtet, für Harland muß ich das noch tun, wenn ich dort hinkomme. Was ich erst am Gründonnerstag tun werde, weil wir wegen Alfreds Altersteilzeit, Montag und Freitag frei, jetzt immer nur Harlandwochenenden haben und ich habe auch Montag bis Donnerstag Stunden, so daß meine Osterferien, die wir in Harland verbringen werden, erst am Karfreitag beginnen.

Wenn ich es diesmal schaffe, meine Abrechnung schon am Donnerstag in Wien zu machen, kann ich dann gleich mit den Radtouren beginnen. Der Alfred will aber, glaube ich, daß ich ihm im Garten helfe und am Ostersamstag gibt es wieder den Osterspaziergang um den Viehofener See und da habe ich lange überlegt, was ich diesmal lesen soll?

Ich lese da ja bevorzugt St. Pöltner Texte, habe aber jetzt keinen, dachte dann an die „Fabinan Szene“ aus dem „Bibliotheksgespenst“, bis ich den „Hammer 95“ mit unseren „Kunst im öffentlichen Raum Texten“ in die Hand bekommen habe und dachte, ich lese daraus.

Was auf den ersten Blick vielleicht nicht passiend scheint, denn die Spaziergänge habe ich ja mit der Ruth in Wien gemacht, dann aber wieder schon, denn Robert Eglhofer, der ja beim Spaziergang am 18., die kunstgeschichtliche Einführung hält, war ja einmal Vizeobmann der Litges und die Ruth ist auch schon bei den Spaziergängen mitgegangen.

Der Ostersamstag ist also dem Osterspziergang gewidmet und das finde ich immer eine sehr schöne Veranstaltung. Am Sonntag fahren wir vielleicht wieder mit dem Rad zum Donaugasthaus nach Traismauer, was wir ja  gerne zu Ostern machen und am Ostermontag Rudolfshöhe. Das wäre dann schon das österliche Programm.

Und in die österliche Stimmung bin ich diesmal wahrscheinlich nicht nur wetterbedingt oder doch vielleicht, erst sehr spät hineingekommen. So habe ich die Osterdekorationen erst diese Woche aus dem Keller geräumt. In Harland steht zwar schon ein Lindt-Osterhase, den mir der Alfred, das letzte Mal, als wir dort waren, vom Einkaufen mitbrachte. Die erste Pinze habe ich mir aber erst kurz bevor wir nach Leipzig fuhren, gekauft und dann nur halb gegessen und den Rest eingefroren.  Bärlauch den ich mir ja meistens in der Karwoche mache, gibt es diesmal wettermäßig, glaube ich, auch noch nicht. Obwohl ich mir schon vor einigen Wochen Schneeglöckchen pflückte.

Eine passende Osterlektüre habe ich eigentlich auch nicht, obwohl irgendwo in meinen Bücherstößen liegt der „Kameramörder“, den ich einmal in den Schränken gefunden habe. Ich habe aber noch soviele andere Bücher auf meiner Leseliste, daß ich ihn erst später lesen werden und sonst, was kann man sonst zu Ostern tun, wenn man nicht gerade gläubig ist und in die Kirche geht?

Richtig, einmal waren wir im Cinema Paradiso beim „Karfreitags-Slam“, aber das ist schon lange her. Den Osterspaziergang des Lesetheaters, wegen dem wir manchmal schon früher von Harland nach Wien fuhren, gibt es seit Rolf Schwendter gestorben ist auch nicht mehr und da wären wir schon bei der traurigen Seite des Osterfestes, denn 2009  als es den Osterspaziergang noch gab ist ja Elfriede Gerstl in der Karwoche gestorben und vor einigen Jahren war ich am Dienstag nach Ostern beim Begräbnis der Friedl Hofbauer.

Diesmal werde ich knapp danach zu dem der Ingrid Wald Gerhards Jaschkes Lebensmenschen gehen und Ostereier werde ich wahrscheinlich auch keine suchen. Nur Eierpecken beim Picknick, das es nach dem Osterspaziergang der Litges immer gibt.

Das wären sie also meine Osterpläne. Aber vorher habe ich noch vier Praxistage bis ich in Osterstimmung kommen kann. Habe aber und das will ich auch verraten, schon Pläne für den Karfreitagszauber über den ich dann auch berichten will.

2017-07-31

Sommerfrischenmitte

Es ist der letzte Julitag, ich komme gerade von einer Radtour zum Biotop oder Naturlehrpfad beim Ratzersdorfersee zurück, habe entdeckt, daß es den „Lidl“, bei dem ich ja gerne einkaufte nicht mehr gibt.

Er hat offenbar der neuen Brücke Plarz gemacht, wo der Radweg sehr lang gesperrt war. Nun gut, nun gut, zum Biotop, das heißt, das schon ein bißerl verwilderte Wegerl, wo die Pflanzen angezeichnet sind, es ein Häuschen mit Schautafeln gibt, und man über einen Steg an Enten vorbei, wieder zur Traisen zurückgehen kann, komme ich meistens einmal im Sommer, dann bin ich über die braune, ein wenig chinesisch wirkende Brücke zum Vilshofersee hinübergefahren. Habe zuerst eine Runde zum Aussichtsturm gemacht und bin  hinaufgestiegen, dann zur ehemaligen Telefon-beziehungsweise jetztigen Bücherzelle und habe mir dort das Vorgängerbuch zum „Kurzen Schlaf“ auf Englisch „gun, with occassional music“ und dann nach längeren Suchen „Einmal muß das Fest ja kommen- Eine Reise zu Ingeborg Bachmann“ von Frauke Meyer-Gosau genommen, Katharina Hackers „Habenichte“ hätte ich auch haben können, habe ich aber schon gelesen und bin damit zur „Seedose“ auf die Terrasse und habe mir, weil etwas durstig und man das ja soll, von meinem sogenannten Stadtschreiberbudget, das ich in meiner Radfahrtaschei mmer bei mir habe einen „Hugo“ um 4. 10 gegönnt.

Vier Wochen Somerfrischenwochenenden, ein wenig gleichförmig und doch intesiv, am Samstag  zum Marttk zum Würstlessen, da hat mir der Alf vorige Woche beim „Thalia“ ein paar Bücher gekauft, die jetzt 4.99 kosten und wenn man drei nimmt das vierte umsonst bekommt.

Ja, alles wird teurer, aber ich komme ohnehin wahrscheinlich erst in zehn Jahren dazu sie zu lesen, obwohl ich in meiner Sommerfarische und auch sonst eigentlich sehr viel und sehr fleißig lese und das macht mir  noch immer Spaß.

Jetzt einmal die Leseliste hinauf und hinunter, bei den „Nöten der wahren Polizisten“ bin ich jetzt angekommen. Als nächstes läge jetzt Clemens Meyer „Am Stein“ auf dem Schreibtisch in der Küche, ein Shortlistbuch von 2013, aber da hat sich gestern eine Autorin bei mir gemedlet und mir ihren „Ladythriller angeboten und weil ich ja nicht nein sagen kann und will…

Am Sonntag mit dem Alfred auf die Rudolfshöhe, dort einen Gspritzten und dann  einen zweiten, ein Achterl oder einen Kaffee trinken und am Freitag war ich sogar in Traisen, ohne Wasserflasche, weil ich dachte, es ist eh nicht heiß, aber es gibt in Wilhelmsburg ja eine Raststelle mit einem Wasserhahn und da kann man sich dann auch gleich durch die Radtouren, die dort angegeben sind, schauen.

Eine sehr behagliche Sommerfrische, das habe ich ja schon vorige Woche festgestellt, aber sehr erholsam, ich lese und korrigiere und streite mich zwischendurch mit dem lieben Uli, der sich grenzwertig, um die „Pippi“ und die „jüdischen Buchhändler“ sorgt und wir stehen auch vor einer Wahl, wo sich der Herr Kurz, mit der SPÖ, die nicht mehr ausschließt mit der „F“ zu kooalieren und die F-Partei mit dem Herrn Strache bwerben, da kann einem auch ganz schön das Gruseln kommen, ohne mit der Geisterbahn zu fahren, wenn man daran denkt, was da herauskommen wird und was man wählen soll?

Die „Grünen“ wahrscheinlich trotzdem nicht. So habe ich  vorige Woche für die KPÖ unterschrieben und dabei Jens Eisels Debut „Bevor es hell wird“ gefunden, was ich als eine Art  Belohnung betrachte und ja der Sommer ist schön schreibe, auch wenn er in Harland an der Traisen ein wenig eintönig ist, während draußend in der Welt die Sazburger Festspiele eröffnet wurdenFerdinand von Schirach die Festspielrede hielt, die ich mir übers Internet anhörte.

Ichkorrigierie fast jden Tag mein Manuskript einmal durch. bei 21753 Worten bin ich jetzt angelnagt, werde es mir morgen in Wien wieder ausdrucken und für das nächste, das ich dann im September oder Oktober, beziehungsweise für den „Nanowrimo“ schreibe, kann sich meine „Unsichtbare Frau“ ja auch mit einem streitbaren Blogger auseinandersetzen.

Mal sehen, jetzt einmal den schönen Sommernachmittag auf der Terrasse bei den fast reifen Weintrauben und einem Marillennektardrink bei Meredith Winters Sommerbuhc „Blutroter Frost“ beenden. Klingt auch ganz schön gruselig, nicht wahr?

2016-08-08

Zum Kellergassenfest nach Wagram ob der Traisen

In meiner Sommerfrische versuche ich ja immer etwas zu unternehmen, als ich mir vor drei Jahren sozusagen selbst zur Stadtschreiberin ernannte, habe ich mit dem Alfred eine Bürgermeisterspezialführung besucht, mich mit dem Robert Eglhofer in St. Pölten getroffen und die Frequency gibt ja auch immer etwas her.

Radtouren mache ich mit dem Alfred auch manchmal, ich selber fahre ja nur regelmäßig in Richtung Herzogen- oder Wilhelmsburg. Mit dem Alfred bin ich da schon bis nach Melk gekommen und im Vorjahr hat er den Hauermarkt oder das Kellergassenfest bei Wagram ob der Traisen entdeckt.

Wahrscheinlich hat er am Markt in St. Pölten den entsprechenden Flyer bekommen. Wir sind also losgeradelt, ich habe dort ein Blunzlgröstl gegessen, der Alfred wollte, glaube ich, eine Surbratensemmel, nur leider war das Wetter so schlecht, daß wir uns bei den Weinständen unterstellen mußten und sind dann mit dem Zug von Traismauer nach St. Pölten zurück gefahren.

Am Weg zum Bahnhof haben wir den Otto Lambauer getroffen, den ich gleich fragen konnte, ob er sich wieder durch die Longlist lesen wird.

Das war im vorigen Jahr, heuer war das Wetter schöner und so war schon die Hinfahrt sehr erbaulich. Wagram ob der Traisen liegt zwischen Nussdorf und Traismauer und an beide Orte fahren wir ja gelegentlich hin.

Zu  Ostern meistens in das Donaugasthaus bei Traismauer, nach Nußdorf zum Pfingstmarkt oder zur der Weinverkostung bei den Herzingers. Da habe ich auch einmal so wie sie es in Göttweig immer tun ein kleines höchstpersönliches Weinwandern unternommen, weil mein „Kerstins Achterl“ gerade fertig war.

Diesmal gab es nur Schwierigkeiten mit einem Hund, der uns ungefähr beim Bootshaus in Sptratzer anbellte, dabei gibt es ja überall an der Traisen Schildern, die „Ich brauche eine Leine oder einen Beißkorb!“, aussagen.

Die Besitzer haben aber nur geschaut und „Hat er was getan?“, gefragt, als ich sie darauf aufmerksam machte.

Nach zwei Stunden waren wir in Wagram und das Hauerfest fand in zwei Kellergassen statt, die man oben durch die Weingärten durchqueren konnte.

Auf dem Flyer war genau aufgelistet, was man, wo essen und trinken konnte.

Vor dem Eingang, beziehungsweise dem „Herzlich Willkommen-Schild“, stand eine junge Frau, vielleicht die Weinkönigin und bot ein Wilkommensgläschen an.

Leider war das nur in weiß, so habe ich mich während ich auf den Alfred wartete, mit einer Bergkäseprobe bei der Käsehütte begnügt und dann sind wir am „Dorferneuerungsverein Wagram“ vorbei zu „Reuter“ gegangen, wo es das Blunzngröstl, das Spanferkl und für den Nachtisch, die Marillenknödel gab.

Spareribs und Grammelknödel hätte es auch gegeben und auch einen Zweigelt und einen blauen Portugieser und während wir gegessen haben, flanierten an uns die Festbesucher, von denen viele Frauen Dirndln und einige Männer Lederhosen trugen vorbei.

Eine Blasmusikkappelle und eine Volkstanzgruppe hat es auch gegeben. Aber die haben wir später erst gesehen und gehört. Die Blasmusik. Denn als die Volkstanzgruppe durch die Kellergasse tanzte, waren wir schon wieder weg. Hatten wir ja noch eine zweistündige Rückfahrt vor uns. Vorher habe ich aber noch einen Kaffee und einen Pink Hugo getrunken, bevor wir in Richtung Traismauer zurückgefahren sind.

Dort schlug der Alfred dann eine bequeme Zugfahrt vor und fuhr statt, wie geplant zur Traisen in Richtung Bahnhof, was ihm allerdings nichts nützte.

Denn einen Zug hätte es nach vier zwar gegeben, normalerweise, weil aber die Gleise repariert wurden, gibt es derzeit einen Schienenersatzverkehr und die Busse nehmen keine Räder mit.

Wir hatten ja die Richtigen und die Klappräder, wo man das sehr wohl kann, in Wien gelassen. Also doch zurückgefahren und da schien mir die Rückfahrt dann sehr lang und der halbe Liter Wasser, den ich im Rucksack hatte, war auch bald ausgetrunken.

Aber ich wollte ohnehin bei der „Seedose“ Rast machen. Zwar schwebte der Bibliophilin, da die Büchertelefonzelle vor, aber das Soda Citron, das ich  trank, während ich mir die jungen Frauen, die in ihren Bikinis oder knappen Shorts an mir vorüberflanierte, anschaute, war auch nicht zu verachten und den Cornwell-Krimi, den ich neben einem  Jachym Topol im Schrank gefunden hatte, hatte ich auch schon zu Haus.

Was bei meiner ebenfalls sehr bibliophilen und Krimi lesendenen Schwiegermutter nichts machte. Die freut sich bestimmt darüber und der Alfred hatte ohnehin angenommen, das Buch wäre für sie.

Ein paar Besucher der Bücherzelle konnte ich auch beobachten. Drei relativ kleine, Eis schleckende Mädchen beispielsweise, von denen vor allem eines auffälliges Interesse für die Bücher zeigte und eine junge Frau, die sich auch ausführlich darin umschaute und ich kann noch erwähnen, was die anspruchsvolle Literatur betrifft, von der man ja annehmen könnte, daß man die am Viehofner See in der Nähe der Provinzhauptstadt St. Pölten nicht so findet. Stimmt, fand ich auch nicht. Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“, was ich ja vielleicht einmal lesen sollte, war nicht vorhanden. Das Buch nicht, nur der Umschlag ist auf dem Regalbrett gelegen. Also wenigstens was. Ich wünsche dem vor mir Finder viel Spaß beim Lesen und nachdem das Soda Citron getrunken war, ging es  zügiger zurück.

Der Ausflug und das Wetter an diesem Sommerfrischensonntag war sehr schön und eine bleibende Erinnerung bis zum nächsten Jahr.

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