Literaturgefluester

2017-05-15

Um den Bodensee mit Ruth und Alfred

Konstanz

Konstanz

Imperia in Konstanz

Imperia in Konstanz

Vor zehn Jahren sind wir ja mit Ruth Aspöcks Radkarawane, die damals mit ihrem Verlag „Die Donau hinunter“ in Pension gegangen ist, von Ybbs nach Regensburg geradelt.

Sie hat das von Wien nach Bamberg gemacht und jeden Abend hat es eine Lesung aus einem ihrer Verlagsbücher gegeben. Ich habe die „Donauanthologien“ in Vielshofen, das ist ein Örtchen zwischen Passau und Deggendorf, vorgestellt.

Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Robert Eglhofer sind mitgefahren, Margot Koller, Irene Wondratsch und und und die Reise war so ein Erfolg, daß wir sie zu Ruths siebzigsten Geburtstag wiederholen, beziehunsweise sie zu einer solchen einladen wollten.

Aber, statt, um noch einmal die Donau hinauf oder hinunter zu radeln, ist uns diesmal der Bodensee eingefallen und so sind wir am vorigen Samstag  weggefahren.

Zuerst mit den Rädern, der Alfred und ich haben ja Klappräder, die Ruth ein mormales Rad, vom Hauptbahnhof mit dem Zug nach Bregenz, wo wir auch übernachtet haben und dann sind wir am nächsten Tag, weil es geregnet hat, zuerst ein Stück mit dem Schiff nach Lindau gefahren.

Rheinfall

Rheinfall

Rheinfall

Rheinfall

Dort sind wir herumspaziert und dann, was mir sehr gefallen hat, in einer Paul Klee-Ausstellung gelandet und am Nachmittag, sind wir  weil das Wetter etwas besser war, doch losgeradelt.

Über Wasserburg, Kressbronn, Langenargen bis nach Friedrichshafen, wo wir in einem schönen fahrradfreundlichen Gasthaus übernachteten, das gleich neben einem Fahrradgeschäft lag, das wir gut gebrauchen konnte, denn der Alfred hatte sich einen Nagel eingefahren, die Ruth keine Luft im Hinterrad und geregnet hat es auch, so daß der abendliche Stadtspaziergang ein bißchen ungemütlich war.

Am nächsten Tag sind wir aber weitergefahren, zuerst nach Meersburg zum Mittagessen, wo es schon die schwäbischen Maultaschen gab und dann über Überlingen nach Sipplingen, wo wir in einem schönen, etwas abgelegenen Landgasthaus, übernachteten.

Rheinfall

Rheinfall

Gottlieben

Gottlieben

Von Überlingen bis Sipplingen hat es ununderbrochen geregnet, so daß wir ziemlich tropfend in dem Gasthaus ankamen und den Wimpel von der Donauradkarawane, den ich mir als Erinnerung mitgenommen und um das Rad gebunden habe, habe ich auch verloren. Zum Glück am nächsten Tag aber wiedergefunden, wo das Wetter besser war, so daß wir zuerst in Überlingen spazierengehen konnten und dann mit dem Schiff, um die Rundfahrt ein wenig abzukürzen, nach Wallhausen hinüberfuhren und von dort nach denm Mittagessen, Flammkuchen, nach Konstanz weiterradelten.

Und Literarisch, das kann ich gleich erwähnen, ist das auch ein bißchen gewesen, denn ich habe mir ja, wie bei mir üblich, für meine Reise, ein paar „Bodensee typische“ Bücher eingepackt und das ist für die hier beschriebene Strecke sicherlich  Martin Walser, der ja in Wasserburg geboren wurde und heute, glaube ich, in Überlingen oder in Nussdorf lebt und der feierte im März auch seinen neunzigsten Geburtstag, so daß es ein diesbezügliches „Spiegel-Sonderheft“ gibt, das die Ruth in Konstanz besorgte.

Paul Skrepek

Paul Skrepek

Wolfgang Vincenz Wizlsperger

Wolfgang Vincenz Wizlsperger

Die nächsten Tage haben wir in Konstanz, dem deutschen Städtchen an der Schweizer Grenze geschlafen und sind von dort mit dem Schiff am Rehin gefahren. Dabei haben wir ständig die Grezne zwischen der Schweiz und Deutschland gewechselt und den berühmten Reinfall in Schaffhausen haben wir auch besucht, beziehungsweise erklettert.

Das war am Mittwoch. Am Donnerstag sind wir mit dem Schiff nach Stein am Rhein gefahren und auf der Rückfahrt schon eine Station früher ausgestiegen, weil es in Gottlieben eine schöne Konditorei mit den berühmten Hohlhippen gibt, die wir schon am Dienstag mit dem Rad besuchten.

Also noch einmal heiße Schokolade und die gefüllten Waffelröllchen und  ein paar Weinstuben haben wir an den Abenden auch besucht.

Am Freitag sind wir dann wieder mit dem Rad gefahren, nämlich in das berühmte Stätchen Rorschach von dem ich noch immer noch weiß, ob der „Rorschachtest“ von dort kommt oder von einem Herrn Rorschach „erfunden“ wurde. Wir haben dort aber einen offenen Bücherschrank gefunden und den Abend zur Abwechslung in einer Bierbrauerei verbracht und am Samstag wurde es dann noch literarischer.

Denn da gab es zuerst Frühstück im Hotel Mozart, dann haben wir uns mit Erika Kronabitter getroffen, die uns von dort abholte und mit uns zurück nach Bregenz geradelt ist.

Der ihr Buch, „La Laguna“ das mir in Leipzig die Frau Cvancara gegeben hat, habe ich schon auf der Herfahrt gelesen und sie hat uns auch gleich auf eine Idee für die Abendgestaltung gebracht.#

Heinz Ditsch

Heinz Ditsch

Antonio Fian

Antonio Fian

Denn ich wollte ja gerne etwas Literarisches erleben, ein Vorarberger Autor wäre ja vielleicht gut, die ich den Michael Köhlmeier, der letzte Woche in der „Alten Schmiede“ gelesen hat, ja versäumte und von einer eigenen Lesung haben wir auch einmal gesprochen, aber die Erika Kronabitter, die in Feldkirch ja eine Literaturschiene im Theater am Saumarkt betreut, erzählte uns von einer Antonio Fian und Kollegium Kalksburg-Veranstaltung, die es am Freitag in Feldkirch und am Samstag im Bregenzer Wald gegeben hat.

Also sind wir zum „Kultur-Bahnhof“ nach Andelsbuch gefahren und haben uns Wienerisches übers Saufen und die Sozialdemokratie angehört, was ja auch insofern aktuell war, weil es ja in Österreich, während wir so friedlich den Bodensee entlangradelten, einige politische Veränderungen und Regierungsumbildungen gab oder noch geben wird.

Den Sonntag haben wir dann auch mit der Erika und ihrem Mann Hubert verbracht, die uns zuerst in der Bregenzer Oberstadt, es war der Muttertag, herumführten.

Wir sind auf den Martinsturm hinaufgefklettert, haben uns ihre schöne Wohnung mit Blick auf den Bodensee angeschaut und sind am Nachmittag mit der Erika sogar nach Vaduz nach Lichtenstein ins dortige Kunsthaus gefahren, weil die sich dort mit ihrer Tochter traf, während Ruth und Alfred in einer Ausstellung waren und ich den dortigen Bücherschrank inspizierte, wo ich prompt ein Buch über Maria Theresia fand.

In Feldkirch, wo ja 2008, die „Mittleren“ stattfanden, weil man mich die nicht mehr im Wiener Literaturhaus machen ließ, gibt es auch einen offenen Bücherschrank und dort habe ich dann von Martin Walser den „springenden Brunnen“ gefunden, bin aber nicht ganz sicher, ob ich das Buch nicht vielleicht schon in meinen Regalen habe.

Heute sind wir dann in Höchst gewesen, wo es Dörrobst und Schnäpse gibt und dann im Schlosscafe Fenkart zum Schokoladegenuß in Hohenems. Dort gibt es Schokoladen mit den Trockenfrüchten aus Höchst. Wir  haben eingekauft und Kaffee getrunken und von Michael Köhlmeier, der ja, glaube ich, auch in Hohenems lebt, hatte ich inzwischen  „Die zwei Herren am Strand“ gelesen, die zwar hauptsächlich in Amerika spielen, wo sich Churchill und Chaplin getroffen haben sollen, für mich aber auch meine „Vorarlberger-Reiselektüre“ waren und dann ist schon wieder mit dem Zug zurückgegangen und ich kann nur sagen die Bodenseerundfahrt war sowohl landschaftlich, als auch kulinarisch, sowie literarisch interessant.

ich habe wieder viele Bücher und Inspirationen mit nach Hause gebracht, Dörrobst für das Müsli und Schokolade für die Anna und Arno Geigers „Uns geht es gut“, das Buchpreisbuch von 2005, habe ich auf der Rückreise auch zu lesen begonnen und mit der Ruth, der es, glaube ich, auch sehr gut gefallen hat, ausgemacht, in der Zeit, in der der Alfred mit dem Karl in Amerika ist, in Wien auf literarische Entdeckungsreise zu gehen und hier den literarischen Raum zu erforschen.

2017-02-10

Geburtstag feiern mit Ruth

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Ruth Aspöck, von der ich gar nicht mehr so genau weiß, wann ich sie kennenlernte, beim „Arbeitskreis schreibender Frauen ist es nicht gewesen und in der „AUF“, die sie mitgründete, war ich nicht wirklich aktiv,  ist am siebenten Februar siebzig geworden und feierte das mit einem großen Fest in der Vinothek des Augustinerkellers zu dem sie hundert Leute eingeladen. Siebzig  werden dann schon gekommen sein und überreichten Ruth, die  auffällig gekleidet war, ihre Geschenke.

Vor dem Eingang ist ihre Schwester gestanden und verteilte an die Ainkommenden Situplatznummern. Zu mir hat sie nur den Namen Peter Czak gesagt, so habe ich mich neben ihm gesetzt und mir überlegt, wen ich von den schon Anwesenden kannte.  Es waren ziemlich viele, denn die Ruth hat einen großen Bekanntenkreis und macht auch gerne Feste.

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Als sie noch ihren Verlag „Die Donau hinunter“ hatte, gab es  eine Lesung im Amerlinghaus, an die ich mich noch gut erinnern kann. Irene Wondratsch habe ich, glaube ich, dort kennengelernt und auch, daß es nachher Wein und Salzstangerl gab.

Denn ich habe damals gerade den „Tod eines Jurymitglieds“ geschrieben. Die Geschichte über den Wiener Literaturbetrieb, wo ein Jurymitglied eines Literaturpreises tot am Donaukanalsaufgefunden wird (es war der Ast, der auch Ödon von Horvath ermordete und keine Schriftstellerin) der Kommissar, Allan Wilton nachempfunden, sucht  dabei auch Romana Reichel auf, die gerade „Eine Einladung für Freundinnen und Freunde“ mit einer „Lesung aus „Texten von zwanzig Jahren“ zu ihrem siebenundvierzigsten Geburtstag machte.

Dann hats ein paar Feste in Ruths Wohnung gegeben und den fünfundsechzigsten hat sie wieder groß in der Konditorei an der Ecke Burggasse gefeiert, vor zwei Jahren waren ein paar Frauen im Augustinerkeller eingeladen, der Alfred war da gerade unterwegs, so ists ein Frauenfest geworden, aber die Ruth ist ja auch als Feministin bekannt,  mit sechzig mit ihrem Verlag in Pension gegangen und damals im April drei Wochen lang von Wien mit dem Rad nach Bamberg gefahren und es gab jeden Abend eine Lesung.

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Wir sind von Ybbs bis Regensburg mitgefahren und ich hab eein Vielshofen meine Geschichte „Nachsplitter oder Simona ist betrunken“, die ich ursprünglich für den „Siemens Literaturpreis“ geschrieben habe und die in Ruths erster „Donauanthologie“ enthalten ist, gelesen und die beiden Anthologien dort im Rathaus vorgestellt.

Und weil das Radfahren ein gute Idee ist und die Ruth oder auch wir einmal um den Bodensee fahren wollten, werden wir das, als Geburtstagsgeschenk an sie im Mai machen, dabei auch Erika Kronabitter in Bregenz treffen, die auch versuchen wird, eine Lesung dort zu organiseren, so daß wir vielleicht ein bißchen das Flair von damals haben und jetzt hat es in dichtes Programm gegeben, denn die Ruth ist eine sehr strukturierte Frau, die auch ein umfangreiches Werkverzeichnis, als Geschenk oder Information an ihre Besucher aufgelegt hat und es gab auch irgendwelche exotische Pflanzen, die als Tischschmuck auflagen und die man sich mitnehmen und zu Hauseeinpflanzen konnte, mal sehen, ob sie gedeihen werden.

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So hat „18 Uhr Eintreffen der Gäste“, „18. 30  Begrüßungsworte“ auf dem Programm gestanden.Um neunzehn Uhr gab es dann den „Imbiß mit drum und dram“, der aus verschiednen Würsten, Sauerkraut und Kartoffeln bestand und dann kam die“Musikalische Einlage von Richard Weihs“, der mir ja mit seinem Wunschgedicht von den letzten wilden Worten, sozusagen den Klappentext für mein derzeitges Werk, beziehungsweise auch die Erklärung geliefert hat, wieso die Dorothea Wewerka ein Bibliotheksgespenst ist, das nur als Detail am Rande und eigentlich nicht dazupassend, denn Richard Weihs hat sein berühmtes Lied von „Friß die Krot“ gesungen und dann gabs „Die süße Überraschung, den Kaiserschmarrn“ und um 21. 30, bevor die Gäste verabschiedet wurden, die „Vergangenheitszertrümmerungsperformance“, bei der sich die Ruth ihr buntes Kleid vom Leib reißen“ ließ, wie sie sagte.

Ob das ein Hinweis auf das Alter ist, wo man sich nur mehr in Sack und Asche kleiden soll?

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Nun Hilde Schmölzer, die vor kurzem achtzig wurde, wo ich ja auch mitgefeiert habe, ist noch sehr aktiv und Elfriede Haslehner schon darüber, hat mir zwei fotos mitgebracht, die sie auf der Silvesterfeier bei Hilde Schmölzer machte, sonst habe ich einige Leute von der GAV oder vom „Wohnzimmerkreis“, wie Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Christa Nebenführ, Jopa Joakin, Magdalena Knapp Menzel, Peter Bosch, gesehen. Irene Wondratsch war auch da und ich bin eine Zeitlang neben Nora Aschacher, die beim ORF gearbeitet hat, gesessen, die ich einmal bei einem einem runden Festvon Christa Kern getroffen habe.

Ruth Aspöcks Verleger, die ja seit es ihrem Verlag nicht mehr gibt, bei Löcker schon fünf Bücher hat, war da und ich bin sicher, auch wenn sie darüber vielleicht noch nichts erzählt, sie schreibt schon an einem Neuen.

Das letzte wurde erst vor kurzem bei den „Textvorstellungen“ von Renata Zuniga vorgestellt, die auch im Publikum war. Erika Brunngraber war da, die Familie und auch einige andere, die ich nicht kannte, denn die Ruth ist ja sehr aktiv und hat, wie schon geschrieben, einen großen Freundeskreis.

Jetzt können wir uns auf die Radtour freuen, die Hotels hat der Alfred schon bestellt. Ich werde darüber berichten, aber vorher wird noch die „Klara“ fertig werden, die jetzt an die Druckerei gehen kann und die das „Frühstück“ ist zu korrigieren und am achten März gibt es im Amerilinghaus, wieder einmal eine Solidaritätslesung, und da fand ja vor wahrscheinlich dreiundzwanzig Jahren, der Alfred war zu dieser Zeit gerade mit der Alfred beim jährlichen Schifahren im Lesachtal, was er eine Zeitlang machte, das Fest für die “ Freundinnen und Freunde“ statt und jetzt kann ich mich auch erinnern, daß die Ruth da eine literarische Rückschau aus ihrem Leben gab, was ich bei meinen runden Geburtstagen inzwischen auch mache und zu meinem siebzigsten Geburtstag, was noch eine Weile dauern wird, ich kann es schon verraten n, siebzig Minuten aus meinen dann wahrscheinlich schon über fünfzig selbstgemachten Büchern lesen werde. Jetzt habe ich einmal der Ruth die „Berührungen“ als kleines Vorgeschenk mitgebracht.

2016-10-18

Ruth Aspöcks poetischer Diskurs

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:00
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Die 1947 geborene Ruth Aspöck, Feministin und Kleinverlegerin, die ich irgendwann nach meiner Arbeitskreiszeit kennengelernt habe, hat ein neues Buch geschrieben.

Sie ist ja, seit sie 2007 mit der Dichterradkarawane von Wien nach Bamberg ihren Verlag „Die Donau hinunter“ aufgegeben hat und in Pension gegangen ist, sehr aktiv, so daß schon vier Bücher bei „Löcker“ inzwischen erschienen sind.

Die Tagebücher oder die „Langweilige Blindschleiche“, die „Reisen mit Grillparzer“, „Der Krieg nach dem Frieden“, das „Adria Buch“ über eine bosnische Flüchtlingsfrau, die sie in der Kantine, wo sie essen geht, kennenlernte und jetzt „Die alte Dichterin, die Literatur und die Kunst“, woraus sie, glaube ich, schon bei den „Volksstimmefesten“ gelesen hat und jetzt im „Rebubulikanischen Club“ vorstellte.

Viele Bekannte im Publikum, Elfriede Haslehner, Erika Brunngraber, Irene Wondratsch, Karin Ivancsisc und und und…

Ruth sagte in der Einleitung, daß sich dieses Buch im Gegensatz zu ihren anderen Büchern an das literiasch interessierte Fachpublikum wendet und eine Frau, eine Schriftstellerin namens Elisabeth Schwarz, rechnet mit ihrem Leben und dem Literaturbetrieb sozusagen ab.

Da stellt sich natürlich wieder die Frage der Autobiografie, denn diese Frau hatte einmal einen Kleinverlag an dem viele junge Dichter hoffnungsvoll ihre Mansukripte schickte, sie hat auch  ein Semester in Madrid studiert und eine Zeitlang in Kuba gelebt und ein Haus am Land hat sie auch, aus dem sie ihre Bibliothek hinausräumen muß und da fallen ihr zwei Bücher in die Hände, eines von Jean Paul Satre, das, glaube ich „Was ist Literatur“ heißt, ein Essay und dann den „Lexikonroman“ von Andreas Okupenko.

Daran knüpfen sich viele philosophische Überlegungen an und Elfriede Haslehners Dissertation spielt daran auch eine Rolle beziehungsweise wurde sie zitiert.

Der Verlag wünschte, daß „Roman“ auf dem Buch, das übrigens eine sehr ästhetische Umschlaggestaltung hat, oben steht und die Ruth las sich eine Stunde durch das Buch, dann gab es noch eine Diskussion, die Andreas Okupenko, auf dessen Begräbnis ich ja 2010 war, erinnerte.

Ottwald John der auch im Publikum war, gab davon einige Inspirationen, ich kann mich erinnern, daß es an diesem Sommertag so heiß war, daß ich die Aufbahrungshalle verlassen mußte, weil ich das Gefühl hatte, sonst umzufallen und daß ich auf dem Grinzinger Friedhof auch lange das Bernhard Grab suchte und nicht gefunden habe.

Im Anschluß gab es wieder Wein, beziehungsweise konnte man sich diesen auch schon vorher holen, sowie Gespräche und die Ruth ist ja sehr aktiv, denn sie hat schon nächste Woche im Republikanischen Club wieder eine Veranstaltung zum Thema „Politik & Poesie“, die Ditha Brinckwell veranstaltet, die mich einmal auch zu einer solchen einladen wollte und es dann doch nicht tat.

Da lag jetzt schon ein Lesehaft auf und beim Grillparzer-Symposium, das am Donnerstag und Freitag im Literaturmuseum stattfinden wird, wird die Ruth auch einen Vortrag halten.

Dann veranstaltet sie noch den kulturpolitischen Arbeitskreis im Rahmen der GAV-GV am Freitag Nachmittag und das Buch hat sie mir zum Rezensieren auch zur Verfügung gestellt.

Das wird zwar noch eine Weile dauern, bis ich dazu komme, bin ich ja derzeit noch sehr eifrig beim östereichischen Buch und Debutpreis lesen, aber irgendwann komme ich sicher dazu und nächstes Jahr zum siebzigsten Geburtstag wollen wir mit ihr auch eine Runde um den Bodensee fahren.

2016-03-06

Vom Künstlerinnenbrunch zu Ruths Frauentaglesung

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Bettina Balaka

Bettina Balaka

Der Sonntag ein bewegter Tag mit Veranstaltungen in St. Pölten und in Wien, hat es doch mit der Finissage der von Doris Kloimstein literarisch kuratierten Ausstellung im St. Pöltner Sommerreflektorium „Kunst-Macht“ begonnen. Da waren wir vor drei Wochen bei der Vernisage, jetzt hat es um elf ein sogenanntes Künstlerinnenbrunch mit einigen Ansprachen, Aufstrichen, Kuchen, Kaffee,  Prosecco Rose gegeben.

Dann ging es  nach Wien, wo Ruth Aspöck, wie schon einmal  in der Galerie NUU, in der Wilhelm Exnergasse den Frauentag mit einer Lesung begangen hat.

Diesmal hat sie sich, da ja 1947 in Salzburg geboren, in Linz aufgewachsen und zum Studium nach Wien gekommen,  eine Lesung mit fünf in Salzburg geborenen  GAV-Autorinnen  „Wie wir  Wienerinnen wurden“ einfallen lassen und hat auch gleich damit begonnen, ihre diesbezüglichen Erfahrungen vorzutragen.

Zum Studium nach Wien und dann hängengeblieben, obwohl sie auch in Madrid studiert und später einige Jahre in Kuba gelebt hat.

Die nächste Autorin war die 1966 in Salzburg geborene Bettina Balaka, deren Texte ich, 1996, als ich  in der Jury für das Nachwuchsstipendium war, kennenlernte, sie ist auch zum Studium nach Wien gekommen und beschrieb in ihren Texte, daß sie von ihren Eltern darauf geprägt wurde, daß „Wien die schiachste Stadt der Welt wäre“.

Käthe Kratz

Käthe Kratz

Margret Kreidl

Margret Kreidl

Sie hat sich als Studentin auch sehr einsam gefühlt, dann aber den „Geßwein“- und andere Literaturpreise gewonnen, ein erster Roman ist bei „Droschl“, andere bei „Haymon“ erschienen.

„Kassiopeia“ habe ich gelesen, „Die Prinzessin von Arborio“, wird am 8. März, also am richtigen Frauentag erscheinen und die Lesung ist mit der Filmemacherin und Feministin Käthe Kratz weitergegangen, die die Ruth  schon lange kennt und die hat einmal „Salzburg lahmgelegt“, als sie für die „Lebenslinien“ drehte und beim letzten Kulturpolitischen Arbeitskreis, der auch von der Ruth organisiert wurde, das Impulsreferat gehalten.

Dann kam  die 1964 geborene Margit Kreidl, die dreizehn Jahre in Graz lebte, bevor sie sich nach Wien traute.

Jetzt lebt sie in der Kettenbrückengasse, in einem Haus, wo „Girdel Risten“ an die Wand gresprayt ist, so hieß ihr Text und sie beschrieb darin  die Wege, die sie vom fünften in den sechsten Weg, wo  auch der Naschmarkt ist, macht und betonte, glaube ich, auch, daß sie sich als Wienerin sehr zufrieden fühlt.

Margot Koller

Margot Koller

Denise Narick

Denise Narick (NUU)

Margot Koller, die wir ja vor kurzem in Salzburg besucht haben, war die letzte Lesende und die einzige, wie sie betonte, die in Wien maturiert hat, deshalb hat sie sich  ein paar Schulkolleginnen mitgebracht.

Sie ist auch die einzige, die in Salzburg lebt und als Lehrerin  einige Jahre mit ihren Schülern nach Wien zur Wien-Woche fuhr. Jetzt zieht die GAV und ihre Freundin sie her und sie erwähnte sogar unsere gemeinsame Arbeit an dem „Selbstmordbuch“-„Kälte frißt mich auf“, das wir vor langer Zeit herausgaben.

Dann gab es ein gemeinsames Tafeln, beziehungsweise Krautfleckerlessen, schöne Fotos und ein Gespräch mit dem Fotografen, der außer dem Alfred, noch aktiv war.

2014-02-28

Ruth Aspöcks Buchpremiere

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:12

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Der Bezirksrat und Galerist der „Kultur-Mitte“ in Krems, die ihr zwanzigjähriges JUbiläum feiert hat, wie er bei der Veranstaltung sagte, an den „Löcker-Verlag“ geschrieben, damit Ruth Aspöck neues Buch „Der Krieg nach dem Frieden“, das die Nachkriegszeit in Salzburg schildert, rechtzeitig zur Lesung fertig wird und es ist sich auch alles ausgegangen.
Vor einer Woche ist die Ruth vom Schiurlaub mit ihrer Familie zurückgekommen, am Montag war das Mail des Verlags da, sie kann sich das Buch abholen und Ruth Aspöck hat, wie sie mir erzählte, für ihr neues Buch auch viel recherchiert, ist dafür nach Salzburg gefahren, hat sich in Archiven umgesehen, etc.
„Der Krieg nach dem Frieden-fünf Personen erzählen die in zwanzig Kapitel gebündelten Geschehnisse jeweils aus ihrer Sicht und ihrer Erinnerung“, steht auf dem Programmzettel und es ist Ruth Aspöcks drittes Buch, das im LöckerVerlag erschienen ist, nachdem sie mit ihrer „Edition die Donau hinunter“ in Pension gegangen ist.
Vorher sind ihre Bücher in ihrer Edition erschienen, die „Emma“ ganz woanders und da wir dieses Wochenende nach Harland gefahren sind, ist es sich auch sehr gut ausgegangen, den Abstecher nach Krems zu machen, obwohl in Wien ja die „Hörspielgala“ stattfand, aber man kann sich nicht teilen und muß auch nicht überall sein. So sind wir also nach fünf nach Krems in die Galerie auf der oberen Landstraße gefahren, wo wir schon einmal waren, als Ruth und Robert ihre Reisetexte vorstellten.
Diesmal weniger bekannte Gesichter, außer Brigitte S. war nur Robert Eglhofer da und die Stammgäste der Galerie, sowie der Künstler, der die Linolschnitte herstellte, die gerade ausgestellt wurden.
Ruth war schon da und hatte ihre Bücher auf einem Tischchen verteilt. Dann kam das Fotoshooting mit der hiesigen Prominenz und die Eröffnung. Danach erzählte Ruth, daß es die erste Lesung aus dem Buch sei und sie das achtzehnte Kaptitel, das den Titel „Schuld“ hätte lesen würde.
Alle Kapitel haben Überschriften, die aus ganz kurzen Worten bestehen und sie hat sich enschloßen, die fünf Personen ihres Romanes, das schon verstorbene Elternpaar Anatol und Marie, ihre zwei Töchter Rosa und Ursula und eine Freundin Malwine in direkter Rede auftreten zu lassen und das Kapitel. das sie las, handelte von versäumten Gelegenheiten. Anatol hätte die Tochter seines Bruders bei sich aufnehmen sollen, die herbe Marie hat das verhindert und als eines Tages eine dunkelhaarrige Frau mit einem Kind bei ihr auftauchte und nach Anatol fragt, schickte sie sie weg.
„Sie müßen warten bis mein Mann zu Hause ist!“

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„Er ist verheiratet!“, seufzte die Frau und verschwand, um nie wieder aufzutauchen und Anatl schwor nie in Jugolslawien gewesen zu sein, von dort hätte er die Frau kennen sollen.
Aber da gab es eine Affaire mit einer Slowenin, alle wälzen sich in ihren Schuldgefühlen und Malwine, die Frau mit dem seltsamen Namen, tritt auch als moralische Stimme auf und resumiert darüber, wie Kriege möglich sind und, daß sich Menschen in so etwas verstricken lassen?
Da stellt sich natürlich die Frage, wie weit das autobiografisch ist?
„Ich schwöre nichts!“, antwortete die Ruth, aber ihre Mutter kommt aus Deutschland und die Eltern sind mit den beiden Töchtern nach Linz gezogen und die Malwine dürfte auch von einer Freundin Ruths inspiriert worden sein.
Robert Eglhofer fragte auch ein bißchen nach und ließ sich das Buch signieren. Ich habe es von der Ruth bekommen, so daß ich es am Wochenende statt B. Traven lesen kann.
Der Galerist brachte zwei Flaschen um rot und weiß nachzuschenken. Ruth stieß mit ihm mit einem Gläschen Sekt an und kaufte auch ein Bild von der Ausstellung und bei den Büchern, die man im Vorraum um vier Euro fünfzig finden konnte, habe ich neben Werkn von Manfred Chobot etc, auch die „Zwillingswelten“ gefunden und mich erinnert, daß ich den Galeristen bei Ruths Geburtstagsfest darauf angesprochen habe, ob ich auch einmal in der Galerie lesen könnte?
Da habe ich ihm offenbar das Buch gegeben. Wer es also lesen will, auf nach Krems, da ist es noch billiger, als der Selbstkostenpreis, zu dem ich es sonst verkaufe und als wir auf der Heimfahrt. das Radio aufgedreht haben, sind wir zu der Verlautbarung der Hörspielpreise zurüchtgekommen. Platz drei hat Johannes Gelich mit „Rabeneltern“ gemacht, dann kam Patricia Josefine Marchart und den ersten Platz haben Felix Mitterer und Franz Kafka mit dem „Bericht an eine Akademie“ belegt, wo Felix Mitterer den Affen spielte.

2013-12-08

Adventbrunch bei Ruth Aspöck

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:46

Nach dem sehr intensiven November, mit Geburtstagsfeiern, Ungarnreise, „Nanowrimo“, „Buch-Wien“ und einigen Literaturveranstaltungen, hat jetzt der Dezember angefangen, den ich diesmal vielleicht ein wenig weniger adventlicher als sonst begehe. Da gibt es zwar die Weihnachtsbücher, fünf Stück haben sich da im Lauf des Jahres bei mir angesammelt und zwei habe ich davon auch schon gelesen, Punschtrinken war ich auch mit dem Alfred und der Anna am Spittelberg, die Weihnachtsdekorationen habe ich heraufgeholt und die Wohnung und die Praxis damit geschmückt und auch die traditionellen Veranstaltungen, wie das xxxxxx-small gab es wieder in veränderter Form und morgen wird es wieder den Adventrundgang geben.
Alles eigentlich, wie gehabt nur die Stimmung fehlt vielleicht ein wenig, obwohl ich bei meinen Neujahrsplänen eigentlich einen Adventkalender mit der Nika Weihnachtsfrau in den Blog einstellen wollte.
Dazu ist es bisher nicht gekommen, habe ich ja mit meiner Leseliste, meiner Praxis und dem Korrigieren der „Brüderschaft“ genug zu tun, habe ich ja auf meiner Leseliste noch etwa zwanzig Bücher, die ich in diesem Jahr lesen noch lesen wollte und wenn ich zu Weihnachten einen Lesemarathon mache, komme ich nicht dazu, auch noch einen Adventkalender zu schreiben.
Aber man muß nicht alles machen und ich habe meine literarischen Vorsätze für 2013 bisher auch recht gut erfüllt.
Am Freitag war auch noch die traditionelle Nicht-Weihnachtsfeier der „Auge“ und am achten Dezember, Maria Empfängnis, der diesmal auf einen Sonntag fiel, hat uns Ruth Aspöck zu einem Adentbrunch eingeladen. Das hat sie schon einmal gemacht, im Vorjahr bin ich am achten Dezember zur Wotrobakirche hinausmarschiert und habe an meiner Schulfreundin Edith Broczas Beerdigungsfeier teilgenommen.
Diesmal wieder ein vorweihnachtliches Frühstück bei Ruth und Robert in der Burggasse und so bin ich mit dem Alfred kurz vor elf, als wir die Lichterkette am Tannenbauum im Garten, montiert hatten, mit dem „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ als Präsent hinmarschiert.
Im „Wortschatz“ gab es ein tolles Buch über die Emigrantion nach Amerika nach 1938, das sich Ottwald John gleich von mir ausborgen sollte.
Erika Brunngraber war mit ihrem Hund auch noch da und das Frühstück war sehr gut.
Kerzen brannten. Es gab Wurst und Käse, Eier Marmelade und dann noch Weihnachtskekse und eine Diskussion über die rechten und die linken Germanistenprofessoren, beziehungsweise die vergleichende Literaturwissenschaft, die die meisten der Anweisenden ein wenig studiert haben.
Ruth Aspöck hatte auch ein Geschenk für mich, nämlich eine Rezension, die Helmut Schönauer über „Kerstins Achterln“ machte, das ich ihm bei der letzten GAV-GV gegeben habe. Ihr hat er seine letzten Rezensionen geschickt, mir noch nicht.
Also tut sich wieder ein bißchen etwas literarisch. Susanne Schneider hat mir vor ein paar Tagen auch die Einladung zum „Sechsten Wiener Katzenfasching“ am ersten Februar geschickt. Da muß ich noch einen Text dazu schreiben. Ich habe aber schon eine Idee, wie sich das Thema Katzen vielleicht mit Rolf Schwendter verbinden läßt. Vielleicht kann ich das in den Weihnachtsferien machen. Die diesmal auch recht lang sein werden. Da werde ich viel lesen und vielleicht doch ein oder zwei „Nika-Weihnachtsfrau-Artikel“ schreiben. Der Alfred korrigiert aber schon an den „Dreizehn Kapiteln“ und da gibt es ja ein diesbezügliches. Über Weihnachten und Silvester haben wir auch gesprochen. Vielleicht läßt sich Letzterer gemeinsam mit Ruth und Robert in Harland feiern. Dann sind wir ins Museumsquartier zu den „Komischen Künsten“ gegangen, weil der Alfred unbedingt ein Poster zu den „Kunstcartoons“, der Ausstellung, die dort gerade läuft, kaufen wollte und ich habe ich mich, als wir wieder zu Hause waren, in die Badewanne gelegt und den „Joel Spazierer“ zu lesen angefangen.
Mit meiner Leseliste bin ich wegen den Weihnachtsbüchern, denen, die ich in Ungarn las und die, die ich mir von der „Buch-Wien“ nach Hause brachte, wie beschrieben, in Rückstand.
Aber eigentlich hätte ich das Köhlmeiner-Buch auch nach Ungarn mitnehmen können, weil ja wenigstens die ersten Kapiteln dort beginnen.

2013-04-07

Wurstsalat bei Ruth Aspöck

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:11

Die Freitägliche Schreibgruppe war ein wenig anstrengend, zwar lauter Profis und bezüglich Schreiben fühle ich mich ja auch sehr sicher und nach Ruths Schreibimpuls ist alles aus mir herausgeflossen, die Diskussion war aber etwas schwierig, denn offensichtlich bin ich sehr sensibel und fühle mich sehr leicht angegriffen und so ganz integriert in die schreibende Zunft bin ich ja auch nicht wirklich und so ist es am Wochenende weitergegangen, wo ich ja hauptsächlich das Literaturgeflüster-Texte-Buch korrigieren wollte. In der Früh hat schon Alfreds Wecker geschrillt, der ja nach Harland fahren wollte, mein Telefon hat auch recht oft geläutet und am Wochenende gehe ich nicht so gerne ran, weil wir jetzt nur noch das Praxistelefon habe. Das erste Mal war es aber, das weiß ich jetzt, der Robert, das zweite Mal, die Ruth, die uns am Sonntag eingeladen hat. Von Bernhard Kathan ist ein weiterer Kommentare zu seiner 63.69 Aktion gekommen und Sonntagfrüh bzw. Samstagnacht ist mir eingefallen, daß ich der Ruth ja meinen korrigierten Einladungstext mitbringen könnte.
Das war dann nicht so einfach, weil sich zuerst der Computer verweigerte, dann ist er aber doch angesprungen, ich habe in der Badewanne ein Stückchen weiter in Kurt Bracharz „Für reifen Leser“, gelesen, der Alfred ist mit seinem neuen Klapprad in Richtung Rathausplatz verschwunden und ich war zunächst damit beschäftigt das Mail von Margot Koller, die sich seit langen wieder gemeldet hat, zu beantworten. Dann habe ich mir die Calamari gebraten. Rucola dazu gemacht, das Ö1-Quiz gehört, wo nach dem Titel von Matthias Senkels neuem Buch gefragt wurde und eigentlich nur sehr wenig am Literaturgeflüster-Buch weitergemacht, was eigentlich, ich bin jetzt im Februar 2012 ganz gut klappt. Im Ex Libris hat Cornelius Hell Peter Roseis „Madame Stern“, besprochen, es ein sehr gutes Buch genannt und nur ein fehlendes Lektorat dabei bemängelt und es kam dann noch ein Bericht zum Selbstpublishing, das merken ließ, die ORF-Redakteure tun sich damit noch etwas schwer, sie haben aber schon bemerkt, daß es so etwas gibt, obwohl sie noch von Book on Demand statt Amazon sprechen und nach Amerika schauen. Ich habe aber nicht gewußt, daß „Shades of Gray“ zuerst etwas Selbstbemachtes war.
Der Alfred war inzwischen mit seinem Klapprad zurückgekommen, so daß wir zur Ruth aufbrechen konnten.
Da kamen wir natürlich an zwei Bücherschränken vorbei, wo ich ganz brav, nur zwei Readers Digest-Ausgaben für die Schwiegermutter, die das gerne liest, genommen habe. Bei Ruth und Robert war es dann ganz festlich. Entgegen den Ankündigungen, gab es ein leichtes Abendessen, zwei Salate, Brot und Wein und kleine Topfenkolatschen. Die Ruth fährt ja im Mai mit Erika Brunngraber nach Frankreich, der Robert hat für sein kunstgeschichtliches Studium ein Referat vorzubereiten und uns dabei die Büsten die zwischen Bellaria und Parlament, das sogenannte Denkmal der Republik, aufgestellt sind, gezeigt. Dann kamen noch die Dias von unserer Radreise 2007 von Wien bis Bamberg, wo wir ja von Ybbs bis Regensburg mitgefahren sind, eine schöne unvergessliche Erinnerung. Wir erzählten von unseren Plänen nächste Woche das Wein und Literaturfestival in Krems und Göttweig zu besuchen, wo Anna Weidenholzer, die diese Woche in Rauris war,wieder auftreten wird und einen Spaziergang mit Vea Kaiser gibt es auch, aber den haben wir nicht gebucht, denn bei Buch und Wein ist ja nichts gratis und deshalb war ich auch noch nie dort. Ein paar Impressionen über Literatur und wieder ein Namensspiel, das diemal den Namen Gruber betraf. Denn da gibt es auch eine Vielzahl österreichische Autorinnen, die so heißen. Die Marianne Generalsekretärin oder Präsidentin der Gesellschaft für Literatur, die Kafka umgeschrieben hat und im letzten Jahr die „Erinnerungen eines Narren“ herausbrachte. Sabine Gruber länger GAV-Sekretärin, durch einige große Romane bekannt und auch eifrige Veranstaltungsbesucherin, eine Sabine M Gruber aus Klosterneuburg hat kürzlich in der „Alten Schmiede“ gelesen, Judith Gruber-Rizy, die das Rizy an ihren Namen hängte, um nicht ständig mit Judith Fischer, eine eher experimentellen GAV-Autorin oder Sabine Gruber verwechselt zu werden, deren Romane „Drift“ und „Aurach“ ich gelesen habe, die mir einmal Arthur West vorstellte und sehr engagiert in der Frauenlesegruppe des Wiener Lesetheaters ist. Dann ging es wieder und in die Badewanne, um den „Kurt Bracharz“ auszulesen, ein Mail von Ilse Kilic ist auch noch gekommen.

2013-04-05

Schreiben mit Robert, Ruth, Ilse und Fritz

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:25

Im Jänner habe ich von Robert Eglhofer ein Mail erhalten, daß er sich mit seinem schreibaffinen Freundeskreis gerne jeden ersten Freitag im Monat im Cafe Ludwig in der Westbahnstraße treffen würde, jeder schreibt zu einem vereinbarten Thema einen Text im Zeitraum von zirka dreißig Minuten, der im Anschluß besprochen werden soll.
Nun war ich schon in einigen Schreibgruppen, die erste war der Arbeitskreis schreibender Frauen, wo nicht direkt geschrieben, aber gelesen wurde, ich meine literarische Prägung erhielt und einige Autorinnen kennenlernte, mit denen ich heute noch Kontakt habe. 2000 habe ich dann eine Zeitlang bei der Schreibgruppe der Gewerkschaft teilgenommen, die von Eveline Haas geleitet wurde. Sie gab einen Schreibimpuls, dann wurde geschrieben und der Reihe nach gelesen, Kritik hat es eher keine gegeben, trotzdem habe ich dort sehr viel gelernt, bzw. Texte geschrieben, die teilweise im „Best of – Eva Jancak- Lesebuch“, enthalten sind. Dann haben die Schreibgruppen zum Boomen angefangen, vorher war man ja eher der Meinung, daß man das Schreiben nicht lernen kann, viele Autoren bieten Schreibsalons an, wo sie regelmäßige Feedbacks und Coachings geben.
Ich war noch 1987 einmal in der Schreibwerkstatt des Max von der Grün Preises in Linz, wo ich Rudi Lasselsberger und Traude Korosa kennenlernte, Ilse Kilic hat damals, glaube ich, einen Preis gewonnen und 2005 bei der Text und Kritik Werkstatt der Erika Kronabitter in Voralberg und gehe jetzt ganz gern zu den Tagen der offenen Tür Veranstaltungen des Writersstudios, wo es mit der Freewritingmethode Schnupperworkshops zu verschiedenen Themen gibt, bin dem Thema Schreibenlernen also sehr aufgeschlossen, obwohl ich nicht sehr gerne ins Kaffeehaus gehe und auch nicht konsumiere, aber Freitag ist für mich ohnehin ein eher schwieriger Termin, da wir da jede zweite Woche nach Harland fahren.
So habe ich den Februartermin, wo außer Ruth Aspöck noch Inge Reisner eingeladen haben, versäumt und habe nur erfahren, daß Ilse Kilic und Fritz Widhalm gekommen waren. Inge Reisner ist, wie mir Ruth Aspöck, bzw. sie mir, als ich sie bei der Julian Schutting Veranstaltung im Klangtheater getroffen habe, ausgestiegen und ich bin wegen der langen Hörspielnacht auch zum zweiten Termin nicht gekommen, war aber, etwas neugierig und habe mich für diesmal angemeldet und sogar Manfred Lagler-Regall, den ich vorige Woche beim Osterspaziergang getroffen habe, dazu eingeladen. Hat Robert Eglhofer ja in St. Pölten im Rahmen der LitGes auch eine solche Veranstaltung gemacht, weil er offenbar auch gerne in der Gruppe schreibt und es war auch eine lustige Erfahrung im Hinterzimmer des Cafe Ludwigs, wo sonst die Lesetheateraussendungen verschickt werden, vor sich hinzuschreiben, während draußen an der Theke ein Haufen Männer standen, Bier tranken, Dart spielten, ect.
Ruth Aspöck und Robert Eglhofer hatten Themenvorschläge, „Workshops“ und „Einladungen“, waren die von Ruth, die glaube ich etwas übers Schreibenlernen dabei erfahren wollte, Robert schlug „Bahnhof“, vor. Wir einigten uns auf „Bahnhof“ oder und „Einladungen“ und ich habe geschrieben und geschrieben.
Ich schreibe ja bei solchen Gelegenheiten immer sehr schnell und sehr viel und kann es dann nicht mehr gut lesen und so war ich diesmal, als ich es schon vorlesen sollte, auch mit dem Korrigieren noch nicht fertig. Ruth hatte schon ein bißchen was suggeriert. Man steht vorm Postkastel, bekommt viele Einladungen und weiß dann nicht, soll man zu den Veranstaltungen der Kollegen gehen? Da floß es dann aus mir heraus, ich erwähnte meine „Alpha-Traumatisierung“, dachte an Elisabeth Chovanecs Einladungen, die zu meinen nie recht Zeit hat, so daß ich da schon ein bißchen beleidigt bin. Beschlossen habe ich den Text mit „Kerstins Achterl“, das ich ja am Montag erwarte und daß ich dafür ein Gewinnspiel veranstalten möchte und, daß die Einladungen jetzt nicht mehr mit der Post, sondern meistens per Mail kommen, die Buffets eingespart werdeen, was mich, da ich ohnehin kein Nachtmahl mehr esse, aber eher freut und habe das Ganze ein bißchen hervorgestottert.
Die Texte der anderen waren kürzer, aber auch recht ähnlich. Robert Eglhofer, der vom Bahnhof schreiben wollte, ist zu seiner Lehrererfahrung zurückgekommen, wo ihm ein Kollege riet, daß er „Bahnhof“ in das Klassenbuch als Unterrichtsgegenstand eintragen sollte und Fritz Widhalm hat in seinen Text die Bahnhöfe seiner Kindheit erwähnt, wo er auf die Züge wartete, die in die Welt fuhren und inzwischen eingestellt wurden.
„Jetzt fährt man Auto, aber das Auto ist nicht die Welt“, schloß er. Ilse Kilic schrieb vom einladen ihres Kellerinhaltes, den sie morgen auf den Müllplatz transportieren muß und Ruth Aspöck erwähnte, glaube ich, auch, das sie „Bahnhof verstehen“ würde.
Im Unterschied zu anderen Schreibgruppen wurde dann sehr schnell allgemein diskutiert. Vielleicht ist das etwas GAV- Spezifisches. Es kam auch heraus, daß es weniger um das Schreiben lernen, da es sich ja um lauter Schreibprofis handelte, als um das Schreiben im Freundeskreis ging. Ich weiß zwar nicht, ob ich im Mai wiederkommen werden, im Juni ja, denn da ist am Samstag die Lesung, zu der mich Christl Greller eingeladen hat und vielleicht werden noch andere Teilnehmer kommen.
So hatte Robert Eglhofer auch Doris Kloimstein eingeladen, die fast gekommen wäre, wenn sie sich nicht mit ihrem Pferd verletzt hätte.
Ruth Aspöck sammelte die Texte ein für eine mögliche Veröffentlichung, aber ich denke, meiner müßte noch gekürzt und überarbeitet werden.
Über das Lesen und das Schreiben, Amazon, den Wert der Arbeit, den Kapitalismus und wie sich Autoren verändern, wenn sie Erfolg haben und ob sie dann noch mit den anderen reden, wurde auch sehr viel diskutiert.

2020-01-16

Schreibschulbänke drücken

Wir leben ja momentan in Schreibschuzlzeiten, alle möchten schreiben, offenbar nur mehr wenige Leute lesen, werden ja in den Möbelhäusern kaum mehr Bücherregale ausgestellt, in den Schulen werden die Literaturinhalte abgestellt, die Maturanten kennen keinenKanon mehr, während die Schreibschulen sprießen, alle möglichst nach Lepzig oder Hildesheim wollen, das Institut für Sprachkunst jährlich 250- 300 Bewerbungen bekommt, wovon dann fünfzehn Leute genommen werden und es im Internet Trainerinnen wie Annika Bühnemann, Julia K. Stein, Jurenka Jurk gibt, die ausführliche Schreibschulen und Schreibseminare und Wow-Kurse anbieten und diesbezüglich sehr viele kostenlose Videos oder Webinare ins Netz stellen und ich bin ja, um diese lange Einleitung zu erklären, eine, die sich sehr dafür interessiert, die 1973 nach ihrer Matura mit dem literarischen Schreiben begonnen hat, circa 1978 in den Arbeitskreis schreibender Frauen kam, 1987 in die GAV, 1990 ihr Romandebut bei Jack Unterweger hatte, ab 2000 ihre Bücher selber macht und seit 2008 unentwegt und sehr beharrlich über ihr literarisches Leben bloggt, wofür sie manchmal auch beschimpft wird, sich aber auch sehr für jede Form von Schreibschulen interessiert, an den kostenlosen Webinaren teilnimmt, zu den Lesungen der Sprachkunststudenten ins Literaturhaus geht und auch wenn dort Symposien der Schreibkunst angeboten werden. Da gab es vor cirka zehn Jahren ja etwas vom der Hochschule der Sprachkunst, andere Workshopsveranstaltungen hat es auch gegeben und heute, so zwischen Jurenka Jurks Schreibwebinare könnte man so sagen, gab es auch etwas, das der Grazer Auto Stefan Schmitzer von der Grazer Zeitschrift „Perspektive“ in Zusammenarbeit mit der GAV anbot und da habe ich mir natürlich den Nachmittag freigehalten und auch die Korrekturen meines zweiten „Literaturgeflüster Schreibebuchs“, wo ich mein Schreiben und meine Schreibartikel vorstelle, beiseite gelegt und bin in die Zieglergasse marschiert, beziehungsweise mit dem Bus gefahren, um mir anzuhören, was es da im Raum Österreich an Schreibschulen gibt.

Es gibt, glaube ich, mehr als die fünf Institute, die von Stefan Schmitzer eingeladen wurden, sich vorzustellen und der hat auch ein Einleitungsreferat gehalten in der er, glaube ich, die Frage stellte, wie sehr die Schreibschulen, die ja die Autoren, um Geld zu verdienen, anbieten, die Autorenschaft verändert hat, denn früher, als ich zu schreiben angefangen habe, hat es ja geheißen, das kann man nicht lernen, beziehungsweise man muß das selber tun.

Das hat sich jetzt geändert und während Jurenka Jurk betont, was ich auch glaube, daß das Handwerk jeder lerene kann und man zum schreiben kein Genie sein muß, betonen die Gegner immer, daß man die Romane, die von Leipzig– und den Hildesheim-Absolventen geschrieben wurden, sich alle gleichen, weil alle überspitzt ausgedrückt, im dritten Kapitel einen Spannungseffekt einbauen oder, wie es Jurenka Jurk anbietet, sich an den acht bis vierzehn Stufen der Heldenreise abbarbeiten.

Der erste Referent des Block eins war Martin Ohrt, nicht zu verwechseln mit den deutschen Schriftsteller Markus Ohrts, der schon beim „Bachmann-Preis“ gelesen hat und von dem ich einige Bücher in meinem Regalen liegen habe.

Der in Graz geborene Martin Ohrt, den ich, glaube ich, vom Namen kenne, seit ich 1996 in der Jury des Nachwuchsstipendium war, leitet seit 1922 die „Jugend-Literatur-Werkstatt Graz“, aus der glaube ich Talente, wie Elisabeth Klar, Theodora Bauer und vielleicht sogar Cornelia Travnicek, deren im Feburar erscheindes neues Buch, ich mir gestern bestellt, hervorgegangen sind und er war, das ist auch interessant Abslovent des Johannes R. Becher Instituts in Leipzig, als das noch so hieß und noch nicht  Literaturinstitut Leipzig, das war ja in DDR- Zeiten, das einzige deutschsprachige Literaturinstitut und Martin Ohrt erzählte ein bißchen was von seinen Erfahrungen dort und dann über die, die er als Leiter der „Jugend-Literatur- Werkstatt“ hat, die ich ein bißchen schon weiter oben in den Schlagwörtern wiedergegeben habe.

Dann folgte Fritz Ostermayer von der „Schule für Dichtung“, die es, glaube ich, seit 1994 gibt, da war ich ja bei der fünfundzwanzig Jahrfeier und ich kann mich auch erinnern, daß Christian Ide Hintze einer der Gründer, das einmal bei einer GAV- GV  bekanntgab und mich dann auch bezüglich des „Arbeitskreises schreibender Frauen“ anrief, denn damals hat es etwas Derartiges in Wien nicht gegeben, die „Schule für Dichtung“ ist aber sehr experimentell und avantgardistisch, ich war bei einigen ihrer Veranstaltungen, bei „Rund um die Burg- Alt“ hat es auch immer eine Performance davon gegeben.

Petra Ganglbauer hat den „Berufverband österreichischer Schreipädagoginnen“ gegründet, wo, glaube ich, auch Irene Wondratsch, Erika Kronabitter und und tätig sind oder waren und Gustav Ernst hat mit Karin Fleischanderl die „Leondiger Akademie“ gegründet, die Talente wie Anna Weidenholzer, Petra Piuk, etcetera, deren Texte man in der „Kolik“ bewundern kann, aber auch Luis Stabauer besuchte und Gustav Ernst hat dann ja auch mit Robert Schindel den „Hochschulllehrgang für Sprachkunst“ mitbegründet, den es seit 2009 gibt und deren Leiter jetzt Ferdinand Schmatz mit Gerhild Steinbuch ist, Karin Fleischaderl stellte die „LeondingerAkademie“ beziehungsweise ihr „Romane schreiben-Buch“ vor in dem sie das Vorwort daraus las und, ich glaube, die Beiden haben auch eine „Waldvierler Akademie“ oder eine „Waldviertler Schreibwerkstatt“ gehabt oder haben sie noch immer.

Dann gibt es ja, glaube ich, noch die Schreibschule der Marlene Schachinger, die diesmal nicht eingeladen war, ihr Institut aber schon früher in Literaturhausveranstaltungen über das Schreiben vorstellte und Luis Stabauer ist, glaube ich, auch noch in einem anderen Scheibekreis, denn da gibt es ja sehr viel und ich war auch einige Zeit in einer Schreibgruppe die Ruth Aspöck sozuzugen für oder mit Robert Egbelhofer begründet hat, die sich eine Zeilang im Cafe Ludwig und dann bei mir traf, wir einmal im Amerilinghaus eine diesbezügliche Veranstaltung machten, im Literaturhaus hätten sie uns, glaube ich, nicht gelassen, denn es wollen ja viele Leute schreiben und sich darüber austauschen und ich finde das sehr gut.

Das „Writersstudio“ das einen etwas anderen Ansatz hat, gibt es auch noch, und die Schreibwerkstätten in den Volksshochulen und und und seit es das Internet gibt, kann man ja, siehe oben, auch sehr viel davon finden.

Im Literaturhaus gab es den Block eins, wo sich die oben erwähnten fünf Schreiinitativen vorstellten, während es im Block zwei etwas unübersicherlicher wurde, denn da hat Markus Köhle, der Poetry Slamer, der auch in der „AS“ sehr aktiv ist, seine Poetry Slam-Workshops, die er an den verschiedenesten orten veranstaltet in einem poetischen Text vorgestellt, dann kam die mir unbekannte Autorin Caca Sevic mit einem Langgedicht, einer der nicht im Progrtamm stand, aber offenbar auch von der Zeitschrift „Perspektive“ stammt, erzählte von seinen Erfahrungen.

Die Erfahrungen der Leipziger-Absolventinnen wurden auch zusammengefaßt und sich darüber etwas lustig gemacht.

Um halb sechs war der Block zwei zu Ende, der um neunzehn Uhr, als nach eineinhalb Stunden mit einer Poddiumsdiskussion mit Publkumsbeteiligung weiterging, wo  wahrscheinlich das Resume aus den beiden Blöcken zusammengefaßt wurde.

Ich bin aber, weil ich nicht eineinahalb Stunden herumstehen oder weiter an der Radka Denemarkova, die ich gerade begonnen habe, lesen wollte, gegangen, um so mehr, da es um acht ja noch ein Webinar von Jurenka Jurk gab, wo wieder Teilnehmerinnen über ihre Ausbildungen berichteten, das ich sonst versäumt hätte , obwohl ich die Ausbildung  nicht buchen werde, aber jetzt schon viele Unterlagen  habe und da habe ich ja vor, wenn ich hoffentlich bald mit der Korrektur meines Schreibebuchs fertig werde, mir  den Romanfahrplan, noch einmal durchzuarbeiten, um mich dann mit diesen Erkenntnissen an die Korrektur meines „Fräulein Nos“ zu machen, wo ja noch der sehr rohe Rohtext vom letzten „Nanowrimo“ auf mich wartet.

Da werde ich versuchen ein wenig Pepp und Schwung in den Text hineinzubringen. Ich weiß, das schreibe ich immer und mache es dann nicht und ich werde den Text auch nicht aufbröseln, um die „Heldenreise“ vielleicht doch noch hineinzupressen, habe aber vor, wenn ich damit fertig bin, mit dem Notizbuch das ich einmal im „Seedosenschrank“ gefunden habe und in dem schon einige Notizen stehen, mich auf eine ausführliche Recherchetour zu begeben und mich dann nach den acht Romanfahrplanstationen daran zu machen, vielleicht wirklich einmal einen Roman zu basteln, der nach diesem Muster entsteht, also einen Helden und einen Antogonisten hat, sich auf die „Heldenreise“ mit den drei Akten begibt, etcetera und die Romanidee kann ich auch entsprechend abklopfen, um das Handwerk, was mir vielleicht noch fehlt, zu erlenen, obwohl ich mich  im Literaturhaus mit Martin Ohrt, der da ja etwas pessimistisch ist, ein bißchen darüber unterhalten habe, ob Fantasyromane, die nach einem Schema gebaut sind, nicht die Phantasie beeinträchtigen, obwohl das auf dem ersten Blick ja sehr widersprüchig klingt.

2020-01-09

PS-Politsch schreiben

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:10
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Ilse Kilic, Kaska Bryla, Eva Schörkhuber, Carolin Krah

Ilse Kilic, Kaska Bryla, Eva Schörkhuber, Carolin Krahl

Das neue Jahr hat begonnen und ist in seine zweite Woche eingetreten, wo die literarischen Veranstaltungen, „AS“, Literaturhaus, Gesellschaft für Literatur, beginnen. Kafkas „Brief an den Vater“  in der Herrengasse, josef Winkler in der AS, politisch schreiben mit Ilse Kilic und ich bin einige male zwischen AS und Literaturhaus hin und hergeschwankt, bis ich mit dem Alfred in das Literaturhaus gegangen bin und dort erst so richtig mitbekommen habe, daß da diese linke feministische Zeitschrift vorgestellt wurde, die ich von der KritLit kenne.

Das Literaturhaus war trotz der AS Konkurrenz sehr voll, Ruth Aspöck, Sabine Scholl, Jessica Beer, alle da und die in Leipzig und, ich glaube, noch wo angesiedelte Zeitschrift,“PS-politisch schreiben“, die im Kollektiv aus jungen engagierten Frauen bestehen, wurde von der in Polen geborenen kaska bryla moderiert, die 2018, glaube ich, bei den „Exil- Preisen“ gewonnen hat und deren erstes Buch demnächst bei „Residenz“ erscheinen wird.

Es gibt inzwischen die fünfte Nummer der Zeitschrift, die immer ein bestimmtes Thema und einen literarischen Teil hat, Eva Schörkhuber und Carolin Krahl vom Autorenkollektiv lasen ihre Essays, Ilse Kilic war für den literarischen Teil eingeladen, dann gab es eine lange Diskussion über den Sinn der Zeitschrift, die den Sinn des Literaturbetrieb  und das Konkurrenzverhalten hinterfragen will und ob das wirklich politisch ist und den Titel der Zeitschrift rechtfertig, Ilse Kilic stellte das „Fröhliche Wohnzimmer“ vor, die das ja schon vor zwanzig Jahre versuchte.  Wein und Knabbereien gab es auch.

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