Literaturgefluester

2015-03-08

Schreibeuphorie

Filed under: Uncategorized — jancak @ 14:53

Ja, das gibt es bei mir und zum Glück inzwischen gar nicht mehr so selten, zwar auch die Schreibkrisen, wie vor drei Jahren, als ich dann fertig war und nicht so recht zufrieden, inzwischen glaube ich zwar, daß sch das hauptsächlich auf die Frage, was dann danach passiert, bezogen hat. Da bin ich fertig, korrigier dann ein paar Wochen, der Alfred macht ein Buch, ich schicks ein paar Mal weg, zeig es ein paar Mal her und das war es dann. Bbeziehungsweise fange ich schon fast an mich zu genieren, wenn ich jemanden sage, daß ich schon an die fünfunddreißig selbstgemachte Bücher habe, weil die Leute dann meistens lächeln und sagen „Schreib nicht soviel!“, als ob das wirklich eine Schande wäre, die sogenannten Gebrauchsschreiber, die mit den vielen Pseudonymnen, tun das auch und sind wahrscheinlich noch stolz darauf und die Trödelphasen, wenn ich dann meinen Text endlos noch und noch einmal auf Fehler durchgehe und am Schluß immer noch höre, sie würden, wie ein Rohtext wirken, vielleicht sollte ich einmal genauer nachfragen, was damit gemeint ist, gibt es, wo ich dann zu Weihnachten in die Weihnachtsfilme- Orgie ausgewichen bin, das kann ich derzeit nicht, denn im Moment hindern mich die technischen Probleme, warte ich doch noch immer auf einen neuen Lüfter und das Ding kann mir, wenn ich Pech habe dazwischen ungesichert eingehen und am Freitag machte noch der Drucker Probleme, das heißt ich kann mir meinen Rohtext jetzt auch nicht ausdrucken, aber damit geht es mir eigentlich sehr gut, ich schreibe und schreibe und bin eigentlich sehr zufrieden damit.

Dem Wolfgang Helmhart habe ich am Mittwoch gesagt, mein Ziel wäe es die „Bibliophilin“ so flüßig, wie den neuen Houllebeqc hinzubekommen, den ich demnächst lesen will, da hat er mich, glaube ich, für größenwahrnsinnig gehalten, aber es stimmt und als ich, wie ich die „Brüderschaft“ geschrieben und Daniel Kehlmanns „F“ gelesen habe, habe ich gedacht, der hat sicher ein Lektorat und ist sprachlich viel viel genauer, aber sonst…

Nun ja, das wird so stehen bleiben, weil die meisten, um den Beweis anzutreten, nicht nachlesen und vergleichen werden und ich so um den Jahreswechsel ja auch geschrieben habe, daß ich mir mit dem Neuen diesmal wirklich viel Zeit lassen werde und jetzt habe ich vor zwei Wochen  mit dem Rohtext angefangen und halte derzeit bei dreiundfünfzig Seiten, siebzehn Szenen und 25.752 Worten, ob ich damit im ersten Drittel, bei der Hälfte oder viel weiter bin, kann ich derzeit nicht sagen, denn, daß ich bald fertig bin, weiß ich meistens erst kanpp davor.

Aber eine ungefähre Vorstellung, wo es hingeht, habe ich schon und diesen Beitrag schreibe ich jetzt auch, weil ich danach meine bisherigen Konzeptnotizen noch einmal durchgehen und die dreiundfünfzig Seiten korrigieren möchte, bevor es weitergeht.

Das Konzept hat sich inzwischen auch ein bißchen geändert. Die Thekla mit ihren Büchern ist wieder nicht so sehr die Hauptfigur, die ist einerseits die Yasmin Bilic und dann hat die Selma inzwischen nicht nur eine, sondern auch noch eine zweite Stimme bekommen und läßt sich nicht nur nach Damaskus fliegen, um dort mit einem falschen Paß zu flüchten, nein, sie wohnt vielleicht gleichzeitg oder ist das eine andere Figur, ohne Paß in Janusz Warszinkis Flüchtlingsheim und geht ins Integrationsministerium putzen, dort könnte sie eine Begegnung mit dem jungen schönen Integrationsminister, richtig, der heißt Sebastian, das habe ich mir vom Houllebeqc abgeschaut, machen, das weiß ich noch nicht so genau, das könnte sich noch verändern.

Die Yasmin schreibt ihm tausendundeine Nachricht zum Integrationsvertrag, die erste hat sie schon geschrieben, die „Romantherapie“ spielt auch eine wichtige Rolle, dagegen rückt das Janusz-Fritzi Verhältnis wieder in den Hintergtrund und ich bin zufrieden und denke, ja, ich kann schreiben, blöd nur, daß das niemand merkt, da scheine ich ein wahrer Pechvogel zu sein oder mich mit dem „Literaturgefluester“, weil ich  so offen darüber schreibe, erst recht in ein Fettnäpfchen zu setzen, stimmt vielleicht auch nicht so ganz, denn ich höre jetzt öfter „Sie haben viele Fehler, schreiben aber trotzdem gut!“, stimmt vielleicht, hilft mir aber auch nicht weiter, denn ein Poblem hat das schnelle Schreiben, das ich persönlich gar nicht so negativ empfinde, der Alfred kommt mit den Fertigstellen nicht mehr nach.

Und so warten ja noch das „Schutzengelchen“ da gibt es wenigstens schon eine Vorschau und „Im Namen des Vaters„, das liegt vom Alfred noch vollig unbemerkt auf seinem Schreibtisch und das Coverfoto gibt es auch noch nicht, auf das Fertigwerden und ich fürchte fast, da geht vielleicht nichts weiter, was, wie schon erwähnt, nicht wirklich etwas macht, wenn das andere so unbeachtet bleibt.

Die schöne Rezension vom Robert ist aber inzwischen eingestellt und da muß ich anmerken, es sind nicht fünfunddreißig Romane, ob es schon fünfunddreißig selbstgemachte Bücher sind, weiß ich selber nicht so genau, das müßte ich erst nachzählen, insgesamt wird die Zahl stimmen, aber es sind nicht alles Romane, gibt es ja das „Literaturgeflüstertexte-Buch“, zwei Erzählbände und einige Bücher würde ich auch eher als Novellen oder Erzählungen, als als Romane bezeichnen.

Eiune Anfrage am Tag des Buches, am 23. April, bei den „Wohnpartnern“ im Reumannhof, die „Güler“ und das „Grufitiemädel“ zu lesen, habe ich inzwischen auch bekommen.

Der fünfte Berzirk ist sehr rührig, macht etwas für seine „Künstler“, zahlt aber kein oder nur wenig Honorar und der Alfred hat das Foto, das auf meiner Website und in meinen Büchern zu finden ist, die aktuelle Ausgabe, tausendmal auf Karten drucken lassen und die Literaturgeflüsteradresse dazu geschrieben, die werde ich jetzt in Leipzig austeilen und beobachten, ob sich dadurch meine Besucherfrequenz erhöht und am Wochenende habe ich wieder geschrieben und geschrieben und bin, was, wie erwähnt, gelegentlich passiert, bei der „Lore und Lena“ war es das erste Mal so und dann glaube ich auch bei der „Frau auf der Bank“ und die Handlung weiterentwickelt.

Ich bin jetzt auch ein paar Mal mit meinem schwarzen Buch in der „Alten Schmiede“ gesessen, habe zugehört und dabei den Plot entwickelt, nicht bei der Veranstaltung mit der Liesl Ujvary, wo die sich ja, glaube ich sehr energisch gegen die Handlung ausgesprochen hat, aber am Donnerstag bei der Marlene Streeruwitz und ich werde jetzt ja auch wieder eine Unterbrechung haben, wenn wir am Mittwoch nach Leipzig fahren.

Dann gibts aber ein paar Tage in Ungarn und da intensive Zeit zu schreiben und meine weiteren Pläne sehen jetzt vor, das Ganze durchzukorrigieren und dann schauen, wie die Handlung weitergehen könnte, daß die Selma am Schluß zurückkommt und ihr Kopftuch tragen darf, weiß ich schon und die Yasmin geht auch wieder zu ihrer Mutter zurück. Dazwischen kann ich mir dann noch die Mühe machen, das mit den tausend und eins Geschichten oder Mails weiter auszuarbeiten, der Herr Minister Sebastian könnte einen eigenen Handlungsstrang bekommen und die Thekla hat ja auch noch Potential, denn die wollte ja wieder einmal ihre Bücher auflesen, nun ja, nun ja, ich lese derzeit Olga Flors „Ich in Gelb“, ein sehr lebendiger Blogroman, mit einer sehr jugendlichen Heldin und dann in Ruhe und genau den Houllebecq, der hilft mir auch weiter, wie es  mit der Handlung werden wird und den nehme ich wahrscheinlich nach Leipzig mit, spannend spannend, köpnnte ich so sagen und schade, daß ich damit niemanden von den Stockerln reiße, aber das ist mir inzwischen auch egal. Denn, wie habe ich einmal zu meiner Psychologiekollegin Irmgard, von der ich jetzt schon länger nichts gehört habe, gesagt, ich kann schreiben und tue es auch und habe meine Sachen inzwischen auch sehr gut dokumentiert, so daß man das alles nachlesen kann.

Werbeanzeigen

2015-09-01

Vorschau auf „Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“

20150711-182140

Als Thekla Morgenstern eines Morgens aufwacht, geht es ihr gar nicht gut. Sie spürt eine Wand vor ihrem Kopf und fühlt sich, wie wenn sie in ein Depressionsloch hineingefallen wäre.
Als Therapie verordnet sie sich eine Bibliothotherapie-Gruppe, die ihr ihre Nachbarin, Fritzi Jelinek, die diese zweimal in der Woche, in Janusz Warszinskis Pfarre hält, empfiehlt und dann lernt sie noch die fünfzehnjährige Yasmin Bilic kennen, die ebenfalls große Probleme hat.
Hat sie doch der „Stief“ aus der Wohnung geschmissen und zur Großmutter geschickt und dann ist noch ihre beste Freundin Selma verschwunden, die Vorzugsschülerin des Polytechnischen Jahrgangs, den sie mit ihr besucht, die eigentlich Zahnärztin werden will.
Sie will aber auch ein Kopftuch tragen, kein Schweinefleisch essen und eine aufrechte Muslima sein, was in Zeiten, wo man täglich vom IS-Terrorismus und den Jugendlichen hört, die in Richtung Syrien aufbrechen, gar nicht so einfach ist.

Jetzt ist sie endlich da, die versprochene Vorschau auf mein übernächstes neues Buch, die Vorschau auf „Im Namen des Vaters“ den letzten „Nanowrimo“ gibt es auch noch und das Manuskript, das immer noch beim Alfred liegt.

Die Gewinnfragen können  noch beantworten werden, also Leute, wenn ich euch für etwas anderes, als das Longlistenlesen interessiert und wissen wollt, wie das „Selbstgemachte“ abseits des „Amazonrankings“ aussehen kann, habt ihr jetzt zwei Chancen, bevor es die Vorschau für den „Sommernanowrimo“ geben wird.

Neue Gewinnfragen gibt es auch. Auch wenn sich niemand bei mir meldet, bleibe ich hartnäckig dabei und möchte gerne wissen

  1. Worum geht es in der „Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“?

2. Was hat es mit der Kopftuch geschmückten Puppe am Cover zu tun, wem hat die einmal gehört und wie hängt das mit der Selma zusammen?

3. Wie hätte das Buch ursprünglich heißen sollen und welches Buch könnte vielleicht die Vorlage dafür sein oder wird beziehungsweise darin behandelt?

Damit das Antworten ein bißchen leichter fällt, gibt es wieder die Schreibberichte und das Buch für den oder die, der mir die Fragen bewantwortet, nach Erscheinen, dann löse ich wieder die Gewinnfragen auf, mache eine kleine Aussendung und das zweite Kapitel, das ich unter dem Namen „Selmas Kopftuch“ fast am „Welttag des Buches“ bei den Wohnpartnern gelesen hätte, wird es dann auch als Probekapitel auf der Website geben.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

2015-08-31

Demo für Menschlichkeit und Büchersegen

Die Flüchtlingsproblematik und die Zustände in Traiskirchen haben uns heuer durch diesen heißen Sommer begleitet, beziehungsweise das Gerangel zwischen dem Innenministerium und den Bundesländern, die ihre Quote erfüllen sollten, sich aber mit Händen und Füßen und was noch ärgerlich daran war, mit schönen gutgeschulten Worten, dagegen weigerten.

„Ja, aber-!“ und die Bürgermeister wehrten sich, wenn ihnen ein Quartier aufgezwungen werden sollte, sprachen von mangelnden Baugenehmigungen etcetera und fürchteten um die Wählerstimmen, während in Traiskirchen die Leute auf den Boden schliefen, in Ungarn Grenzzäune errichtet werden, worüber dann die Verzweifelten zu klettern versuchen und ihre Babies durchreichen, vorige Woche in einem Lastauto auf der Autobahn Tote entdeckt wurden, es jetzt wieder Grenzkontrollen an der ungarischen Grenze gibt, etcetera, etcetera.

Währenddessen habe ich in den ersten drei Juliwochen meinen Sommerroman geschrieben, wo eine Fatma Challaki aus Damaskus über Lampedudsa nach Traiskirchen kommt und dort eigentlich nicht viel Fürchterlicheres erlebt, als daß sie in einem Zelt mit fremden Frauen schlafen muß, Schweinefleisch serviert bekommt und ihr die jungen afrikanischen Männer ein bißchen zu nahe zu kommen versuchen.

„Hey Girl!“, aber die Fatma ist eine strenge Muslama und kommt auch schon ein bißchen in „Selmas Kopftuch“ vor, da wird sie dann als Mustermigrantin ausgewählt und wird mit dem Integrationsminister Bastian, dem jungen Mann mit der gegelten Haarlocke, wie ihn die Yasmin flapsig nennt, fotografiert.

So weit die Phantasie beziehungsweise mein wenig abgehobenes realistisch psychologisches Schreiben.

Allerdings hat mich die Wirklichkeit in diesem Sommer eingeholt und wenn ich an den Montagen mit dem Alfred vom Rathausplatz zurückgegangen bin, hat man an manchen Auslagen Flugblätter mit der Inschrift „Schämen sie sich sich!“, gesehen und das habe ich mir auch manchmal gedacht, wenn ich die Politiker in den Nachrichten den heißen Ball oder die heißen Kartoffel hin- und herschieben gehört habe, während im Mittelmeer schon wieder Boote untergegangen sind.

Da muß man sich als Österreicherin, als Europäerin wriklich schämen und zum Glück war ich nicht allein damit, obwohl die FPÖ ja auch Grenzzäune und Stacheldrähte fordert und ich bei der Wandergruppe vorige Woche auch die Empörung über die Flüchtlinge hören konnte, daß dann die im Fernsehen sagen, daß sie mit den Zusänden nicht zufrieden sind.

Und die Gratiszeitung „Heute“ oder war es „Österreich“ hat einmal ein junges blondes Mädchen, eine Bewohnerin von Traiskirchen gezeigt, das sich beschwerte, daß die Asylwerber „Hallo Süße!“ zu ihr sagen und lachen.

Das war in der Zeit, wo ich beschrieben habe, daß die jungen Afrikaner „Hey pretty girl!“, zu  Fatma sagen und sie ihr Kopftuch dann verlegen noch ein bißchen tiefer in die Stirn hinscheinschiebt.

Ich habe mir auch einige Videos angeschaut, wo Leute, Decken, Zelte, Kosmetikartikel, etcetera nach Traiskirchen bringen wollten, was  dort nicht angenommen wurde und Berichte gehört, daß die „Ärzte ohne Grenzen“, „Amnesty“ und einige Psychiater, die den Traumatisierten helfen wollten, nicht hineindurften.

Gegendemonstrationen hat es gegegeben und die Politiker haben immer noch schöngefärbt den Ball hin und hergeschoben, aber nicht nur in Österreich, in der ganzen EU und in Deutschland dürfen Asylunterkünfte von der Begida angezündet worden sein, so daß es derzeit eine große Bloggeraktion für Flüchtlinge gibt, die Geld und wahrscheinlich anderes sammelt und Barbara Neuwirth hat mir den Aurfuf für die „Demo für Menschlichkeit“ heute um sechs auf der Mariahilferstraße geschickt, die sehr voll war, sehr viele junge Menschen, einige ältere, viele Frauen, die ich für Psychotherapeutinnen halten würde, einige SPÖ Politikerinnen, Susanne Scholl, Vera Albert und eigentlich sehr wenige die ich von den ersten Mai Demos der Kommunisten oder den Frauendemos kannte. Aber vielleicht war das ein Zufall und ich habe nicht genug hingesehen.

Man sollte sich weiß anziehen und weiße Fahnen schwingen, einige haben das getan, die anderen sind, wie ich in der normalen Sommerkleidung gekommen.

Relativ wenig Polizei, aber das geht auf der neuen Mariahilfersttraße, wo die Straße durch Straßencafes verkleinert ist, ja auch nicht wirklich gut, einige Reden darunter die, von einem Video, das ein junger Mann, der sich in Traiskirchen eingeschmuggelt hat, achtunddreißig Stunden lang drehte und dann ein gemeinsamer Gang zum „Omafuma Denkmal“ beim Museumsquartier.

Im „Wochenendstandard“ war auch ein Interview zwischen Ilija Trojanow, dessen neues LL-Buch ich demnächst lesen werde und der Innenministerin, die jetzt etwas moderatere Töne anschlug und auch einige sehr interessante Artikel über die Flüchtlingssituation, Schlepper etcetera.

Ein schwieriges Problem, das man wahrscheinlich durch ein paar Euro Spenden nicht in den Griff bekommen kann, ich habe am Rathausplatz, wo ich nachher noch einmal hingegangen bin und mir die „Czardasfürstin“ eine Aufführung aus „Mörbisch 2002“ angesehen habe, einen Stammbesucher getroffen, der mir sagte, daß er in Traiskirchen vegetarisches Essen austeilt.

Es gibt also doch Solidarität und die Kalman Operette, die im Juni 1914, also kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges spielt, war auch sehr interessant, führt da ja ein Ungar, der Fery Baci durch die gute alte Zeit, wo es die Monarchie noch gab, man Walzer tanzte, es Standesdünkel, aber noch keine Grenzzäune gab.

Neben uns saß eine Familie, die eine Flasche Sekt mithatte, eine Art Picknick veranstaltete und die Kinder immer begeistert auf die Bühne zeigte, wenn die Mama eine Arie sang, ja und der LL-Büchersegen ist auch wirklich  problemlos eingetroffen.

Heute morgen konnte ich mir beim „Heimtierprofi“ drei abholen „Risiko“, „89/90“ und die Jenny Erpenbeck.

Es gibt also neben der Poetik, die ich  schon gelesen habe, auch sehr viel Politisches beim LLL das vielleicht zu dem Krisensommer und der Flüchtlingsproblematik passt.

Das Buch von der Valerie Fritsch und das von der Anke Stelling ist aber auch gekommen, jetzt brauche ich nur mehr auf das von der Inger Maria Mahlke warten und lesen lesen lesen.

Dann hätte ich mit dem was ich schon hatte, dem PDF, den gelesenen und den Weihnachtsgeschenken vom Alfred, zwölf und acht fehlen mir noch, wenn ich wirklich die ganze Longlist durchlesen will.

Das wird zeitlich auch ein wenig knapp werden, vor allem weil jetzt auch die Veranstaltungen beginnen, aber bis Anfang Oktober bis zur Preisvergabe wird es zu schaffen sein und ich liege mit meinen fünf schon gelesen Büchern, wenn ich mich in der Bloggerszene so umschaue, ohnehin im Spitzenfeld.

Buzzaldrin liest jetzt das dritte, die Valerie Fritsch und ist nach Hamburg umgezogen, die anderen Blogger haben ihr Bücherpaket bekommen und auf eine interessante Bloggerin, die auch schon die Valerie Fritsch, den Kay Weyand, die Monique Switters und dann noch den Ernst Jandl und die Christine Lavant liest, bin ich bezüglich meines Bücherbloggens auch gestoßen und ich finde es wirklich toll, daß das Buchpreisbloggen so gut funktioniert, obwohl dieser Sommer nicht nur heiß, sondern politisch ein wenig schwierig war, wenn sich jetzt in Traiskirchen die Zustände aber ein wenig ändern, so da man sich nicht mehr schämen muß, wenn man sich durch die Longlist liest, wäre das sehr schön.

Im Radio habe ich dann gehört, daß die Ungarn inwischen alle Flüchtlinge, die nach Österreich oder Deutschland wollen, ausreisen lassen und die sich jetzt zum Teil am Westbahnhof befinden dürften, womit der Bundeskanzler wieder nicht einverstanden ist.

2015-08-30

Zwei Weihnachts-und Geburtstagsbücher sowie Sommerfrischenende

20150830-101043a

Bei mir ist ja nach dem Sommerroman das große „Longlistenlesen“ angesagt, das mir großen Spaß macht und das ich in meinem „Longlistenlesebuch“ dekomentieren will, beziehungsweise schon mitten darin bin, denn ich habe ja schon vier Bücher gelesen und besprochen, halte jetzt beim fünften Ralph Dutli „Die Liebenden von Mantua“, wo ich mir zuerst dachte, daß mich ein Buch über ein altes Gerippe eigentlich nicht so interessiert und mich wieder einmal täuschte, neun Bücher wurden mir von den Verlagen schon zugesagt, zwei und ein PDF habe ich schon bekommen, diese Woche am Montag auch noch den „Susan Effekt“, den ich bei „Hanser“ gewonnen habe.

Am Dienstag sind dann die zwei „Wallstein-Bücher“ gekommen und ich bin mit den drei Neuanschaffungen in die letzte Sommerfrischewoche aufs Land gefahren, habe gelesenen und ein bißchchen meinen „Sommerroman“ korrigert und am Donnerstag, da war ich mittendrin im Lesen des Buchs von Kai Weyand, hat mir der Alfred einen Zettel von der Post mitgebracht und es hieß wieder warten, denn am Freitag ist er nicht nach Wien gefahren.

Warten und darauf vertrauen, daß die Bücher in Wien nicht verloren gehen, aber wenn ich so weiterlese, gerate ich in einen Lesenotstand habe ich gedacht und bin am Freitag doch zum „Thalia gefahren und habe „Risiko“ dieses elenddicke Ding ausgelesen und mich umgesehen, welche Bücher ich mir vom Alfred zu Weihnachten und zum Geburtstag wünschen kann, denn das habe ich eigentlich immer so getan, mir in den letzten Jahren ein paar  aus der Liste gewünscht und  später gelesen.

Bei meinem diesjährigen Longlistenleseprojekt ziehe ich das vor habe ich mir gedacht, lasse sie mir früher kaufen und lese sie gleich, damit ich bis zur Shortlistenbekanntgabe mir meine eigene Liste machen kann.

An fünf Bücher habe ich  gedacht, drei zum Geburtstag, zwei zu Weihnachten oder umgekeht, aber es gab beim „Thalia“ ja nur vier, „Risiko“ habe ich schon gelesen, das der Valerie Fritsch wurde mir versprochen, also blieben nur Alina Bronskys  „Baba Dunjas letzte Liebe“ mit dem ich ja schon lange liebäugle  und das etwas dickere Buch von Ilija Trojanow „Macht und Wiederstand“ übrig.

Hoffentlich habe ich die beiden Bücher inzwischen nicht schon zugestellt bekommen, so ein zwei Haushaltsleben macht manchmal ein bißchen nervös und ich bin auch ungeduldig, die anderen Bücher zu bekommen, aber ab nächste Woche wird es besser, denn da bin ich wieder in Wien, kann mich um meine Post kümmern und wenn es sein muß wieder in Buchhandlungen lesen gehen oder dem lieben Otto ein Mail schreiben, welche Bücher ich von ihm brauche.

Jetzt blieben wenn in Wien alle Bücher kommen ja noch acht übrige und das dünne  Bronsky-Büchlein  kann ich noch am Sonntag lesen, wenn ich den Ralph Dutli am Samstag ausgelesen habe.

Spannend spannend und das Longlistenlesen macht mir, wie man wahrscheinlich merkt, großen Spaß, dazwischen schaue ich immer wieder zu den sieben ausgewählten Blogger und die jagen auch noch nach ihren Büchern, inzwischen haben sie von Börsenverein jetzt ihr Buchpaket bekommen, wo ihre zwei oder drei Bücher, die sie lesen sollen mit dem Longlistenheftchen, auf das ich diesmal ganz vergessen, bzw. mir nicht bestellt habe und ein Buch über die Geschichte des deutschen dBp drinnen ist. Sie wollen aber auch die anderen Bücher lesen, beziehungsweise haben sie das schon und ihre Rezensionen eingestellt.

Mara Giese veranstaltet ein Gewinnspiel, wahrscheinlich um ihre alten Bücher loszuwerden,  wo man ein Buchpaket gewinnen kann, wenn man zehn Verlagsslogans zehn Büchern zuordnet, was mir sehr aufwendig zu sein scheint, ein Buch habe ich inzwischen zwar gefunden, aber das Buch der Alina Bronsky habe ich ja schon und sollte es vielleicht besser lesen, wenn ich bis zum zwölften September durch sein will, das Buch des Matthias Nawrat, der Ruth Cehra, den „Harper Lee“ und und würde mich aber interessieren, aber wann lese ich diese Bücher, wenn ich meine heurige Leseliste nach dem LLlesen wenigsten zum Zehntel schaffen will?

Es gibt auch einen Bücherdienst, wo man einen Fragebogen ausfüllen kann und dann Buchempfehlungen zugeschickt bekommt, das habe ich getan, da wurde mir  „Die Betäubung“ der Anna Enquist, die ich gerne lesen will, „Stoner“ und noch zwei andere Bücher empfohlen, aber ich lese ja eher die deutsche und österreichische Gegenwartsliteratur und jetzt überhaupt LL und nächste Woche in Wien  fangen ganz langsam die Veranstaltungen wieder an.

Dieses Jahr ist meine Sommerfrische ja ein wenig verschoben, denn ich habe schon in der letzten Schulwoche damit angefangen und bin jetzt eine Woche vor Schulbeginn wieder zurück, das Volksstimmefest, ist erst nächste Woche, beim Hauptverband kann man aber zu einer Lesung von Martin Ammanshauser gehen, auch ein Buch, das auf der LL fehlt, die Schreibgruppe ist wieder am Donnerstag, da kann ich dann, wenns interessiert, schon ein bißchen über meinen „Sommerroman“ erzählen, den ich ja im Juni dort begonnen habe.

Die Vorschau zu „Selmas Kopftuch“ ist jetzt auch raus und wird am nächsten Dienstag erscheinen, wem es interessiert, es gibt da auch ein Gewinnspiel und man kann das neue Buch nach Erscheinen gewinnen, allerdings wird das wahrscheinlich noch ein wenig dauern, da der Alfred  erst beim „Im Namen des Vaters“ ist und noch immer „Schreib nicht soviel!“, stöhnt.

Aber jetzt bin ich ohnehin am Lesen und hatte in diesem Sommer eine sehr schöne Sommerfrische mit einigen Aktivitäten, in drei Wochen meinen „Sommernanowrimo“ geschrieben, mit dem ich eigentlich sehr zufrieden bin. Zwei Bergtouren haben mir gemacht, Radgefahren bin ich nach Melk und nach Wagram an der Traisen mit dem Alfred, nach Herzogen-, Wilhelmsburg und nach St. Pölten zum „Thalia“ allein, war bei einem Sommerfestival und und jetzt freue ich mich auch auf den Herbst, auf den Beginn der Veranstaltungen, beim Writerstudio gibt es wieder ein Open House und beim „Standard“ habe ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht, wo man Karten für „Sprachsalz“, dieses Literaturfestival in Hall in Tirol gewinnen kann, mal sehen ob ich einmal etwas gewinne.

Der „Wochenendstandard“ ist diesmal auch besonders interessant, denn da geht es viel um Flüchtlinge, es gibt ein Gespräch zwischen der Innenministerin und Ilija Trojanow und eine Demonstration am Montag gibt es auch, an der ich wahrscheinlich teilnehmen und auch als „Bloggerin für Flüchtlinge“ schreiben kann, denn das ist eine Bloggeraktion, an der alle teilnehmen sollen und dürfen. Zumindest wird dazu sehr viel aufgerufen und das ist auch in Zeiten, wie diesen eine sehr wichtige Angelegenheit.

2015-06-09

Sommerschreiben

Filed under: Schreibbericht — jancak @ 23:27
Tags: , ,

Heute war wieder einmal Schreibegruppe, Westbahn-Spontan, jetzt von Peter Czak organisiert, nachdem Ruth und Robert, die Gruppe mit der Abschlußlesung eigentlich beenden wollten, wegen mir und meiner vierzehntägigen Harland-Fahrten vom Freitag auf dem Donnerstag verlegt, der letzte Donnerstag passte aber auch nicht, denn der war ein Feiertag und da wäre ich nur ungern gekommen und heute hatte ich um sechs eine Stunde eingetragen, so daß es ein wenig hetzig wurde und ich mit dem Bus gefahren bin, was auch nicht wirklich schneller war, weil der 13 A jetzt wegen der Fußgängerzone in der Mariahilferstraße einen großen Umweg macht.

Trotzdem habe ich mich auf die Gruppe schon gefreut, denn ich hatte wieder ein geeignetes Thema, nämlich Sommer oder Sommerfrische, denn ich nütze ja die Gruppen ganz gern für meine Schreibanfänge, beziehungsweise das Szenenschreiben bezüglich des jeweiligen Work on Progress und jetzt korrigiere ich zwar noch an der Bibliophilin bzw. an der Selma, habe aber schon einen Sommerplan, nämlich die Sommererlebnisse einer prekären Studentin, namens Sandra Winter, die sie mit ihren Freundinnen Eleni in Athen, Fatma Challaki, die von Damaskus nach Wien flieht und Jelena in Donetz verbindet, das will ich in der Sommerfrische schreiben und weil ich mich offenbar immer ein bißchen verschätze, habe ich mich damit nach Ostern für das Sommerfestival im „Readingroom“ und zwar am 13. Juli angemeldet, obwohl ich bald dachte, da werde ich noch nichts haben, macht ja nichts, ich habe ja noch andere Sommertexte, schließlich ist es nicht meine erste Sommerfrische, aber jetzt dachte ich, könnte ich mit dem neuen Werk beginnen, das heißt einen Anfang hinlegen, nachdem mir am Wochenende ja die drei anderen Handlungsstränge eingefallen sind und da habe ich ja auch schon ein bißchen Vorarbeit, eine ukrainische Studentin kommt ja schon im „Schutzengelchen“ vor und die „Fatma Challaki“ erscheint in der Bibliophilin, aber gut, das Aufbauen ist für eine Schnellschreiberin mit eher kürzeren Texten auch ganz nützlich und so war ich nur gespannt, ob die Gruppe nicht schon angefangen hatte, als ich das Cafe, da gab es eine Überraschung, weil es nicht mehr „Ludwig“ sondern „Fortuna“ heißt, aber sonst gleichgeblieben ist, betrat.

War noch nicht so, denn es waren erst  Robert Eglhofer, Peter Czak und Klaus Khittl da, der jetzt auch gelegentlich teilnimmt, die Doris Kloimstein saß noch im Zug nach Wien, von Ilse und Fritz wußte man nichts bestimmtes und die Ruth hat mich schon vorige Woche angerufen und abgesagt, weil sie zum fünfzigjährigen Maturatreffen nach Linz gefahren ist.

Das Thema Somme wurde, als dann die Doris eintraf, auch allgemein akzeptiert, obwohl die meisten anderen sagten, da würde ihnen nichts einfallen und dann ging es los.

Ich wußte ja diesmal ganz genau, was ich schreiben würde, die Sandra Winter wird von ihrer Mutter, die Psychotherapeutin ist, eingeladen, ihren Sommer in dem Harlander Haus zu verbringen, weil sie der Vater zu einer Weltreise überredet hat und weil die Sandra eine prekäre Studentin ist, kann sie nicht nach Athen, Damaskus oder Odessa fliegen, sondern muß aufs Land, um die zwei Pflegehelferinnen aus Kosice, die den dementen Opa betreuen, unterstützen, sie packt gerade ihre Koffer bzw. rucksack, denkt, daß das öd und langweilig wird und stellt dabei die drei anderen Handlungsstränge vor.

So weit so gut. Ich habe beim Vorlesen zwar sehr gestottert, weil ich meine Schrift, wenn ich schnell schreibe, nicht immer lesen kann, werde es aber jetzt ins Reine übertragen und am 13. im „Readingroom“ vorstellen, vielleicht gabt es dann schon eine zweite oder dritte Szene, sonst kann ich von dem Projekt erzählen und dann in der Sommerfrische schreiben und da will ich den Text dann auch entsprechend weiterentwickeln, was ich mir sehr spannend vorstelle.

Die Ruth mag ja nicht sehr, wenn ich in der Schreibgruppe meine Romane schreibe, sie war aber nicht da und das Feedback, das mir Klaus Khittl gab, war sehr hilfreich und professionell, der kann das, glaube ich gut, wenn er auch sehr kritisch ist und sich dadurch vielleicht selbst blockiert, er meinte aber, das wäre eine Szenario für einen Jahrhundertroman, vielleicht störte ihm die viele Sozialkritik, aber gerade die ist wichtig, aber natürlich muß ich das alles jetzt sehr gut recherchieren und das ist vielleicht mein Schwachpunkt, daß ich dann immer irgendwo zwischendurch steckenbleibe und ich habe während des Vorlesens gedacht, vielleicht habe ich in dem Eingangskapitel schon zu viel verraten, in dem ich gleich alle Handlungsstränge, die Fatma, die Eleni, die Jelena und die Minka, bzw. die Stefania, die zwei Pflegehelferinnen einführe, es war aber ein guter Beginn.

Jetzt kommt die Arbeit und es ist auch ein gutes Gefühl, damit in den „Readingroom“ zu gehen und auch etwas in Harland zu haben, an dem ich arbeiten kann, wenn ich Radfahre, mir in Wilhelmsburg ein Kipferl kaufe oder in St. Pölten zum „Thalia“ gehe, das wird diesmal meine Sommerschreibwerkstatt.

Den anderen ist dann auch etwas eingefallen, Klaus Khittl, die „Sommer Pause“,  Doris Kloimstein hat zwei Stimmen über ihre Gebrechen diskutieren lassen, Robert Eglhofer sich als Sommerhasser entpuppt und Peter Czak hat einen exellenten Führer durch die Wiener Bäder hingelegt, der sich vielleicht veröffentlichen läßt.

Spannend, spannend, was und wieviel in zwei Stunden, bzw.. zwanzig Minuten konzentrierten Schreibens entstehen kann. Jetzt geht es dann in die Sommerpause, weil ich die Donnerstage im Juli und August nicht in Wien bin und daher erst im September an der nächsten Gruppe teilnehmen werde, aber vielleicht kann ich dann schon etwas präsentieren.

Ich bin jedenfalls gespannt und heute habe ich mein fertiges „Schutzengelchen“ herumgezeigt, während ich das letzte Mal ja nur das „Dummie“ mithatte.

2015-06-06

Schreib- und Lesungspläne

Die „Bibliophilin“ oder wie es jetzt heißen wird „Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“ ist jetzt Szene für Szene durchkorrigiert. 37 447 Worte, beziehungsweise siebenundsiebzig, das heißt eigentlich fünfundsiebzig Seiten inkusive Titel und der Angabe, daß die Buchzitate aus der „Romantherapie“ bzw. dem „RezeptOmaten“ stammen, sind es geworden.

Eine „Fritzi-Szene“ ist noch hinzugekommen und wird jetzt Seite für Seite korrigiert und derzeit sieht es wieder so aus, als würde ich jeden Moment, beziehungsweise jeden Durchgang fertig werden.

Das täuscht, ich weiß, das Fehlertäufelchen ist hartnäckig und sitzt im Detail, einige Wochen werde ich wohl schon noch brauchen und habe diesmal auch detailierte diesbezügliche Pläne.

Ursprünglich habe ich ja geplant, daß ich bis Anfang November dafür brauchen sollte, damit ich gleich den „Nanowrimo“ mit der „Nika-Weihnachtsfrau“ beginnen kann.

Dann kamen aber die Ideen für das Sommerschreiben in der Sommerfrischer mit der Sarah bw. Sandra Sommer beziehungsweise Winter, um das mit den sprechenden Namen nicht allzu durchsichtig zu machen.

Das ist eine prekäre Studentin, etwa um die zwanzig, die im Sommer statt um die Welt zu reisen, in das Haus ihrer Eltern, das sich etwa in der Gegend um Phyra, Harland oder Wilhelmsburg befinden könnte, auf Sommerfrische begibt. Dort gießt sie vielleicht die Blumen, läßt sich von der Milka, Theresa oder Stefanie der vierundzwanzig Stunden Betreuung ihres Großvaters oder Großmutter etwas von dem Elend der jungen Pflegehilferin in der Einsamkeit des Landes vorjammern, fährt Rad, geht im Ratzersdorfer See schwimmen und kommunziert per Skype und Internet mit ihren ebenfalls sehr präkär lebenden Freundinen, wie beispielsweise Eleni in Athen, Jelena in Donetz, die vielleicht Germanistik studiert und eine Diplomarbeit über die alte Berta schreibt, Fatma Challaki aus Damaskus, die vielleicht gerade in Wien um Asyl ansucht und so weiter uns so fort.

Diese Idee exklusiv der drei Freundinnen, von denen vielleicht inzwischen schon Geschichtenteile vorhanden sind, ist mir um Ostern gekommen, dann bin ich in den “ Reading!!!Room“ gegangen, um mir meine Bücher, die ich bei meiner Lesung 2009 dort zurückgelassen habe, abzuholen, bzw. sie dem freien Büchertausch zu übergeben.

Da habe ich mich dann gleich für das Sommerlesen „Summa in da Stadt“ angemeldet und habe gedacht, „Eine gute Idee, da lese ich dann gleich Sandra Sommer oder Winters prekäre Sommererlebnisse vor!“, tatsächlich eine gute Idee, nur leider bin ich ein bißchen ungeduldig, beziehungsweise schnell und habe mich nicht, wie beispielsweise Kurt Raubal für Anfang September angemeldet, um dann schön das Rohmansukript, fünfzig Minuten soll ich, glaube ich, lesen, zu präsentieren, sondern für den 13. Juli.

Da werde ich dann vielleicht noch nichts haben, ist mir später eingefallen und mit dem Korrigieren möglicherweise noch gar nicht fertig sein.

Macht eigentlich nicht wirklich etwas, denn ich habe ja schon einige Sommertexte, die ich  präsentieren könnte und inzwischen steht der Titel auch schon fest „Sommer am Wasser“ wird er heißen und da habe ich ja einen diesbezüglichen Text, der glaube ich, 2012 entstanden ist, und „Taubenfüttern“ ist zwar, glaube ich, nicht unbedingt im Sommer entstanden, spielt aber am Donaukanal und die prekär beschäftigte, beziehungsweise arbeitslose, Lehrerin Veronika Schätzmeister verbringt ihren Urlaub am Balkon ihrer kleinen Wohnung, gibt aber vor in Italien zu sein und das „Schutzengelchen“ ist eigentlich auch ein Sommerbuch, nämlich im Vorjahr in der Sommerfrische entstanden.

Also lese ich daraus die fünfzig Minuten und dann begebe ich mich in die Sommerfrische und schreibe an den heurigen Sommertext. Ein kleiner Haken ist dabei, nämlich die Idee, daß der Text am Ort entstehen könnte, also ich fahre mit dem Rad herum und schreibe die Sandra Szenen ad hoc, einiges, das was in Athen, Donetz, Damaskus oder in der Fuchsthallergasse spielt, müßte ich noch extra recherchieren, wenn ich aber zulange für das Korrigieren brauche, geht sich das nicht aus, habe ich befürchtet und gedacht, daß ich dann halt im September oder Oktober in Wien recherchiere und schreibe. Jetzt denke ich, es könnte sich ausgehen oder ich könnte sogar früher fertig werden und mich dann noch ein bißchen darauf vorbereiten.

Mal sehen, wie es wird, eine Reihe von Lesungen, wo ich hauptsächlich das „Schutzengelchen“ präsentieren möchte, stehen auch am Programm.

So vielleicht die Lesung am Wiedner Hauptstraßen-Straßenfest am 3. Juli, da habe ich zwar noch keinen Termin, habe nur am Dienstag den Buchhändler kennengelernt, in dessen schönen Garten mit Kastanienbäumen, die Lesungen stattfinden sollen, da ist dann auch gleichzeitig das Bachmannlesen in Klagenfurt und eigentlich sollte ich schon mit der Sommerfrische beginnen, könnte aber ein guter Start sein, am 13, das ist ein Montag, lese ich dann im Reading!!!Room, wie es sich ergibt, denn wenn ich früher fertig bin, habe ich vielleicht sogar schon eine Textprobe und am 5. 9. sollte oder könnte ich mit dem Rohtext fertig sein, da ist dann das Volkkstimmegest, und das passt das „Schutzengelchen“ auch zum heurigen Thema.

Ein Einfall für das Cover der „Bibliophilin“ ist mir heute auch gekommen, denn, wenn das dann etwa das achtunddreißigste Selbstgemachte ist, gehen schon die Ideen aus, ich habe aber eine schöne alte Porzellanpuppe von meiner Mutter, die 1915 geboren wurde, also wahrscheinlich aus den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts stammt, mit Zöpfen und einem altmodischen Kleid, das meine Mutter genäht hat, die Stickerin war, wenn ich der ein Kopftuch umbinde, könnte das vielleicht ganz originell bzw. vieldeutig sein.

Mal sehen, die Ideen sind reich und ich freue mich auf das Sommerschreiben, die Handlungsstränge mit der Griechin Eleni im präkären Athen, der Jelena in Donetz und der Fatma Challaki, die ja aus der „Bibliophilin“ stammt ist mir heute gekommen, dem Fenstertag, wo mir fast alle meine Klienten abgesagt hatten, so daß ich Zeit für das Korrigieren bzw. Planen hatte.

Da müßte ich zwar viel recherchieren, bzw. die zwei Streeruwitz Bücher beim Lesen vorziehen, denn die handeln, glaube ich, ja auch vom prekären Griechenland.

Spannend, spannend also die Sommerpläne mit der Sommerfrische und wenn ich gut damit vorankomme, kann ich September und Oktober daran korrigieren und im November mit der „Nika Weihnachtsfrau“ anfangen, die auch eine prekäre Studentin ist.

Also Pläne für das Sommer und das Winterschreiben, ja ich bin sehr schnell und die Sterbehilfegeschichte, auch ein Einfall vom vorigen Sommer und ein Produkt des letzten Nanowrimos könnte sollte auch langsam fertigwerden. Die Vorschau dazu gibt es ja schon und wer Lust hat, die diesbezüglichen Rätselfragen zu beantworten, kann das Buch, wenn vorhanden gewinnen und für die Sandra Winter bzw. die Nika Weihnachtsfrau, denke ich mir, wenn es passt dann wieder die entsprechenden Vorschaufragen aus.

2015-05-30

Frauenpower beim Bachmannpreis

Am Donnerstag sind die Namen der vierzehn Autoren, zehn Frauen und vier Männer, die heuer bei den „Tagen der deutschsprachigen Literatur“ in Klagenfurt lesen dürfen, bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben worden und so ich bin darauf gekommen, daß Valerie Fritsch, Teresa Präauer, Michaela Falkner, Nora Gomringer, Dana Grigorcea, Saskia Hennig von Lange und noch acht andere, die ich nur vom Namen oder gar nicht kannte, nominiert wurden. Zehn Frauen, fünf Österreicher, das klingt schon einmal toll, noch dazu, wo man ja jetzt immer hört, das Kärnten bankrott ist und sparen muß. Deshalb wird es auch einen Preis weniger geben und wie ich auf Wolfgang Tischers Seite erfuhr, der immer gegen die Buffets wettert, wahrscheinlich nur Soletti und billigen Wein, wie im Literaturhaus und es gibt  auch eine Veränderung in der Jury. Burkhard Spinnen hat den Vorsitz im Vorjahr zurückgelegt, den scheint man dann Daniela Strigl angeboten, aber nicht gegeben zu haben, so daß sie auch zurücktrat. Arno Dusini tat das auch, so daß jetzt Sandra Kegel, Stefan Gmünder und Klaus Kastberger neu im Team sind, Hubert Winkels hat den Vorsitz und das merkt man an der Auswahl der Kanditaten. Denn die sind überraschend neu und frisch. Ganz jung vielleicht nur Ronja von Rönne, 1992 geboren und Valerie Fritsch, 1998, die Zeitungen schrieben auch von schon erfahrenen Autoren. Ja, Valerie Fritsch hat ihren neuen Roman bei „Suhrkamp“ und hatte bei der Vorstellung in der „Alten Schmiede“ ein sehr volles Haus und mich würde sie beinahe ein bißchen an die Bachmann erinnern, Nora Gomringer, die ich bei „Literatur und Wein“ hörte, ist, glaube ich, eine bekannte experimentelle Autorin und Lyrikerin, Michaela Falkner mit ihren Manifesten ist sicher auch sehr provokant und spannend, wie sie in Klagenfurt aufgenommen werden wird? Die gebürtige, in der Schweiz lebenden Bulgarin, Dana Grigorcea, deren „Baba Rada“ ich gelesen habe, habe ich auf dem „Literaturschiff“ kennengelernt und sie ist, glaube ich, auch voriges Jahr beim Schweiz-Schwerpunkt in Leipzig, aufgetreten, Teresa Präauer ist sein ihrer Nominierung für den „Leipziger Buchpreis“ bekannt und Saskia Henning von Lange, die ich einmal bei „Rund um die Burg“ hörte, ist auch sehr bekannt. Spannend, spannend, habe ich gedacht, das wird ein interessantes Lesen und ein Match zwischen Gomringer und FALKNER und vielleicht wird Valerie Fritsch genauso verrrissen, wie vor ein paar Jahren das andere Sprachtalent Andea Winkler, vielleicht bekommt sie auch den Preis.

Als ich dan noch auf die Namensliste schaute, fielen mir abgesehen, daß ich den Namen Peter Truschner kannte und den Autor vielleicht schon einmal gehört habe, auch die Namen Monique Switter und Ronja von Rönne auf, sprechende Namen, habe ich gedacht und keine Zeit mich weiter damit zu beschäftigen, gab es ja im „Theaterbrett“ ein „Literaturfestival“ und meine „Bibliophilin“ will ja auch korrigiert werden. Aber ich bin neugierig, die anderen Blogs begannen sich auch schon mit der Bachmannpreisnominierung zu beschäftigen und googlete nach.

Buzzaldrin schrieb, daß Ronja von Rönne durch ihre politische Tätigkeit bekannt wäre, eine sehr junge Frau, 1992 geboren, interessant, schau einmal nach, was sie schon für Veröffentlichungen hat.

Sie scheint noch keine Bücher zu haben, obwohl man seit ein paar Jahren ja eine Verlagsempfehlung braucht, sondern auf „sudelheft de“, der „Welt“ und „der Welt am Sonntag“ zu veröffentlichen. In ihren Blog scheint man nicht mehr hineinzukommen, es gibt aber eine Facebookseite und da war zuerst zu finden, daß sie sich über die Nominierung für die „Hungergames of Klagenfurt“ freuen würde.

Ja, mit dreiundzwanzig Jahren ist man eben cool und aufmüpfig und hat einen frechen Ton. Valerie Fritsch hat bei den „Textvorstellungen“ vor Jahren auch gesagt, daß sie in einem Bordell recherchiert hätte, weil sie alles genau wissen will. Dann geht es aber weiter: „Ich habe ein neues Haustier. Es nervt und will ständig Aufmerksamkeit. Brauche Tipps, wie ich es schnell loswerde. Ebay Kleinanzeigen schon probiert. Will keiner. Es soll sterben.  Ganz schmerzhaft“.

Weiter konnte ich nicht lesen, weiß daher nicht, wie es weitergeht und würde raten, es vielleicht mit einem Tierheim zu probieren. Die Heldin von Olga Grjasnowas ersten Buch, tötet, glaube ich, auch einen Hasen, als Ausdruck ihrer Traumatisierung und in der Literatur ist vielleicht einiges erlaubt, was im wahren Leben verboten ist, wenn man die Hintergründe kennt. Ich googlete also weiter und kam auf einen Artikel in der Welt „Warum mich der Feminismus anekelt“, der mit „Ich bin keine Feminismus, ich bin Egoistin. Ich weiß nicht ob „man“ im Jahr 2015 in Deutschland den Feminismus braucht, ich brauche ihn nicht. Er ekelt mich eher an. Feminismus klingt für mich ähnlich antiquiert wie das Wort Bandsalat.“ Uje, uje uje, vielleicht eine neue Helene Hegemann?

Klagenfurt kann spannend werden! Und da habe ich in den letzten Jahren schön öfter gehört, daß dort zu wenig los ist. Heuer ist vielleicht wieder  etwas los und bringt vielleicht wieder einen neuen Skandal, wie damals Urs Alleman mit „Babyficken“ oder  als Rainer Goetz sich mit einem Messer die Stirn aufschlitze, etc. Vielleicht wollen, die Juroren, die Journalisten, das Publikum, etc das? Ich will, glaube ich, aber keine Egoisten und bin auch bei sehr jungen Frauen, die sich auf diese Art und Weise provozieren wollen oder müssen, ein wenig skeptisch. Natürlich gibt es die Pubertät und natürlich muß man sie ausleben und natürlich ist das Erwachsenwerden, in einer Gesellschaft, wie unserer schwierig und natürlich ist Selbstbewußtsein wichtig. Aber Rücksichtnahme auf andere ist vielleicht auch in Zeiten, wie diesen ein wichtiger Wert, selbst wenn sie auf dem ersten Blick nicht so cool, wie der Satz von der „Egoistin“ scheint.

Ich will keine Demonstration, wie man ein Haustier am schnellsten tötet, das ist auch der Tierschutz sicher dagegen und Debatten, ob sich der Feminsimus, angesicht der deutlich sichtbaren Diskrimierung der Frauen, die täglich nicht nur in Saudi Arabien, sondern wahrscheinlich auch in Deutschland passietiert, überholt hat, sind vielleicht, ob solcher Artikel, immer noch notwendig, aber beim Bachmannpreis sollte es, um Literatur und nicht um Skandale und wer sich das meiste traut, gehen.

Jedenfalls kann ich soviel jugendlicher Rotzheit, so interpretiere ich das einmal, so nicht widerspruchslos stehen lassen. Deshalb jetzt auch ein zusätzlicher Blogartikel, obwohl ich eigentlich mit der „Bibliophilin“, die sicher viel harmloser, als die Debatte ist, wie man seinen Hamster möglichst schmerzhaft umbringt, fertig werden wollte, bevor ich am Spittelberg zu einer Lesung über „Joseph Roth und der Film“ gehen werde. Der Bachmannpreis wird heuer sicher spannend werden, das habe ich schon gedacht, noch bevor ich auf Ronja von Rönnes Facebookseite gekommen bin und die Proteste, die auf ihren Feminismusartikel folgten, gelesen habe.

Jetzt habe ich ein ungutes Gefühl im Bauch und bin natürlich auch auf die anderen Autoren, über Monique Schwitter, von der ich inzwischen gehört habe, daß sie Schauspielerin ist und die, die ich noch gar nicht kenne und daher nicht weiß, ob sich vielleicht nicht noch ein paar Skandalautoren darunter verbergen, gespannt.

Ja und ich bin natürlich immer noch neidig, daß ich nicht beim „Bachmann-Preis“ lesen darf, weil meine harmlosen, viel zu wenig abgehobenen Texte, keine Chance dabei haben, weil sie niemanden interessieren, obwohl ich mich schon lange nicht mehr bewerbe.

Aber ich denke, es werden sich viel mehr als vierzehn Autoren beworben haben und die vierzehn ausgewählten, die genommen worden, sind sicher priveligiert, ich will jetzt nicht spekulieren, ob das deshalb ist, weil sie schöne junge rotzfreche Frauen sind, die dann vielleicht doch, ohne, daß sie es wollen, von den Fortschritten des Feminismus profitieren, denn im neunzehnten Jahrhundert hätte man sie vielleicht weder studieren noch öffentlich lesen lassen.

Valerie Fritsch, Teresa Präauer, Nora Gomringer, Saskia Hennig von Lange, etc, sind aber auf jedenfalls starke Talente. Bei Ronja von Rönne weiß ich es noch nicht, weil die zitierten Sätze ja nicht literarisch sind. Es ist aber ein Privieg in Klagenfurt lesen zu dürfen und vielleicht hat das, die junge Frau, die keinen Feminismus zu brauchen glaubt, doch einigen Bevorzugungen zu verdanken, die die anderen nicht haben und vielleicht sollte man auch daran denken, bevor man sagt, daß einem der Feminismus, als Ausrede für die unterpriveligierten Frauen, die einen  gar nicht intererssieren, vorkommt? Wahrscheinlich interessieren auch nicht, die unterpriveligierten Autoren, die nicht beim „Bachmannpreis“ lesen dürfen, weil sie nicht so spekulär erscheinen, nicht so viel literarische Qualität, Action, oder Aufregung versprechen?

Ich weiß es nicht, habe mich jetzt ein wenig abreagiert, denn das bin ich diesmal wirklich empört und hilflos, mehr als sonst. Bin bezüglich des „Bachmannpreises“ gespannt, werde wieder genau beobachten, was dort passiert und wenn nötig, auch wieder meine Stimme erheben, wenn mir etwas nicht gefällt und über Valerie Fritsch, als Preisträgerin würde ich mich freuen.

Bei Ronja von Rönne weiß ich es nicht, denn ich kenne ihre Texte nicht, glaube aber an den Feminismus und bin auch dagegen andere zu quälen, etcetera.

Ronja von Rönne, scheint, wie ich während des Blogschreibens herausbekam, offenbar inzwischen  eine Morddrohung aus rechtsradikalen Kreisen bekommen haben, bzw. wurde sie für rechtsradikal gehalten und hat deshalb ihren Blog geschloßen und ich bin noch ein bißchen ratloser, wie zuvor, während sich das Literaturcafe in seiner zweiten Bachmann-Analyse sehr ausführlich mit der Statistik der ausgewählten Autorenschaft und der Farbe die die Promotionstaschen diesmal haben werden, beschäftigt.

2015-05-04

Schreibfortschritte

Es gibt solche, auch wenn meine Leser, die bei mir oft das Gleiche lesen, mir das vielleicht nicht glauben, der Alfred mit meinem vielen Schreiben überfordert scheint und bei mir die Resignation wohl schon sehr zugenommen hat und obwohl ich mit dem Schreiben an der  „Bibliophilin“, die jetzt „Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“ heißen wird, zuerst sehr zufrieden war.

In den letzten Tagen war ich das nicht mehr, denn das erste Kapitel war wohl wirklich nicht sehr gelungen, der Einstieg, der sehr schnell und unerwartet, während des Wartens auf eine Klientin, die nicht gekommen ist, hölzern erfolgte.

Damit habe ich mich das verlängerte Wochenende beschäftigt, habe korrigiert und korrigert, da ein Wort und einen Satz verändert und das beim nächsten Durchgang wieder rückgängig gemacht, dazwischen habe ich mir „You tube-Videos“ über das „Leben mit Kopftuch“, „Ehrenmorde“ und „Hassprediger“ angehört und zur Titeländerung ist es gekommen, weil die Thekla nicht die Hauptperson ist.

Das sind wohl die Selma oder ihre Freundin Yasmin und diese Szenen sitzen auch vielleicht besser, aber mit der ersten war ich lange unzufrieden, obwohl ich zwischendurch immer wieder dachte, ist ja ohnehin egal, denn auch wenn sie gelingt, wird es niemand merken, weil es niemanden interessiert.

Ich schreibe so gut ich es kann und besser geht es eben nicht, dann packte mich aber doch der Ehrgeiz, weil ich mich ja verbessern will und habe heute morgen, noch ehe ich mit Dacia Marainis „Stimmen“ in die Badewanne stieg, die Szene, die ich gestern an sich fertig korrigierte, aber das Hölzerne war immer noch da,  komplett verändert und versucht sie ein bißchen stimmiger und authentischer zu machen.

Wenn ich sie demnächst korrigiere, werde ich sehen, ob und wie weit  gelungen ist, aber eigentlich stimmt es ja, es ist wirklich egal, weil es niemanden interessiert und höchstwahrscheinlich auch niemand lesen will.

Aber die Literatur ist mir wichtig, auch wenn meine Kritiker mir das nicht glauben, und da ich jetzt meine Hemmung so ziemlich verloren habe, kann ich auch an mir arbeiten und mich zu verbessern versuchen, versuchen die Rohtexte „fertiger“ zu machen, auch wenn mir das wahrscheinlich nicht wirklich gelingen wird und es, wenn es geschehen sollte, wahrscheinlich  keiner merkt.

Mal sehen, die Leser können sich überzeugen, wenn es es soweit ist, daß das Buch erscheint, das wird vielleicht im Herbst so sein und im Sommer werde ich mit dem Korrigieren fertig werden und mich dann an die „Sommergeschichte mit der Sarah Winter“ machen oder wenn das Korrigieren länger braucht, den Sommer durchkorrigieren und im November mit der „Nika Weihnachtsfrau“ den „Nanowrimo“ schreiben.

Ich habe ja trotz Resignation und Schreibdepression fortgesetzte Pläne und das finde ich sehr gut, auch wenn der Alfred und wahrscheinlich auch andere „Schreib nicht soviel, wir kommen mit dem Lesen nicht nach!“, schreiben.

Es ist aber trotzdem etwas weitergegangen, nämlich das korrigierte Manuskript des „Miranda Schutzengelchens“ an den „Digitaldruck“, der mir jetzt ein „Dmmie“ schicken wird und wenn das in Ordnung ist, gibt es dann das Buch, ob vor oder meinem Urlaub, wo wir die Donau entlang radeln werden, ist noch nicht klar.

Bis dahin kann man auch noch die drei Fragen der Vorschau auflösen und das Buch gewinnen, beziehungsweise ein Rezensionsexemplar bestellen.

Es wird wahrscheinlich auch bald wieder eine Vorschau mit drei neuen Fragen geben, wo man dann, nach Erscheinen, das wird wohl noch ein paar Monate dauern „Im Namen des Vaters“ gewinnen kann, denn da gibt es jetzt auch schon ein Cover und damit tue ich mir ja immer schwer.

Habe ich ja schon sämtliche Fotomotive abgeforstet. Was könnte man für die „Sterbehilfegeschichte“ nehmen?

Ein Foto vom AKH? Da müßte ich mit dem Alfred hinfahren. Aber ist das wirklich originell? Was passt noch? Ach ja, ins Spieltherapiezimmer gehen, das Arztköfferchen vom Regal hinunternhemen und die zwei Stofftiere dazulegen, die auf der Matrazze liegen.

Da gibt es einen blauen Elefanten, den mir, bzw. der Anna, einmal die Elfi schenkte, den sie wärend ihrer Ergotherapie gestrickt hat und ein undefinierbares Tier aus Stoff, das, glaube, ich aus Annas Schulzeit stammt, gibt es auch.

Rechts und links neben dem Arztkoffer drapiert, da ja die Veronika sich in einem Handarbeitsgeschäft Wolle kauft und damit für ihr ungeborenes Enkelkind, bzw. ihre demente Schwiergermutter Stofftiere strickt.

So ein kindliches Sujet für dieses ernste Thema passt recht gut und das Bild, kann ich gleich verraten, ist sehr gut geworden, so daß ich mich schon auf die Vorschau freue und mir die passenden Fragen für mein literarisch interessiertes Publikum ausdenken werde.

Beteiligt euch Leute! Es gibt das Buch, sobald es erschienen ist, zu gewinnen.

Inzwischen werde ich an der „Bibliophilin“ weiterkorrigieren, vielleicht bekomme ich da einen halbwegs brauchbaren Eva Jancak-Text zusammen und ein passenden Cover brauche ich dann auch.

Hat wer vielleicht eine Idee? Für Vorschläge bin ich dankbar und kann dafür vielleicht auch ein Buch nach Wahl in Aussicht stellen, falls sich doch jemand für mein so angeblich unliterarisch Selbstgemachtes interessieren sollte.

2015-05-03

Die Töchter Allahs

Filed under: Bücher — jancak @ 00:22
Tags: , , ,

Es geht gleich weiter mit der Hintergrundrecherche für die „Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“ wie die „Bibliophilin“ jetzt wahrscheinlich heißen wird, und zwar mit Geraldine Brooks „Die Töchter Allahs“, das ich zeitgleich mit „Gefangen in Deutschland“ in den Schränken gefunden habe.

Das Buch der 1955 in Australien geborenen Journalistin, die als UN-Sonderkorrekspondentin in New York gearbeitet hat und die sehr viel die arabischen Länder bereiste, wurde aber in den Neunzigerjahren geschrieben und behandelt in den einzelnen Kaptieln, die alle mit einem Vers aus dem Koran eingeleitet werden, vornehmlich das Leben von Frauen der Oberschicht in Saudi-Arabien, Iran, Ägypten etc und seit den Neunzigerhahren hat sich sicherlich viel geändert und das Leben einer Oberschichttochter in einer Saudi-Arabischen Privatschule unterscheidet sich sicherlich auch sehr von den jungen Hauptschülerinnen Deutschlands und vielleicht aus Österreich, die in der Schule von türkischen Mitschülern, als „Huren“ beschimpft werden, weil sie kein Kopftuch tragen, Schweinefleisch essen und vielleicht auch Sex vor der Ehe haben.

Interessant ist es aber allemal und auch sehr flott geschrieben, schildert die Journalistin, die glaube ich, wegen ihrem Mann zum Judentum konvertierte, doch im Vorwort, wie sie in Saudi-Arabien ein Hotelzimmer haben will, aber keines bekommt, weil sie kein Mister sondern eine Missis ist.

Als sie dann in der Lobby übernachtet will, holt der Portier die Polizei und die gibt ihr dann nach längeren Hin und Her die Sondererlaubnis, doch dort zu übernachtet und so wird sie in ein Extrazimmer geführt.

Die einzelnen Kapiteln handeln in den verschiedenen arabischen Ländern und sie behandeln verschiedene Themen zu Frauenfragen und Frauenunterdrückung und zeigen manchmal  die Absurditäten, der jeweiligen Gesetzeslage, etwa die, daß die Töchter Allahs in einer der Saudi-Arabischen Privatschule, neben Englisch, Mathematik etc auch Unterricht in Automechanik erhalten.

„Warum das?“, die erstaunte Frage an die tiefverschleierte Direktorin. Dürfen sie in dem Land doch nicht Autofahren. Ja, doch, aber es ist gut, wenn sie sich überzeugen können, ob es stimmt, wenn ihr Fahrer ihnen erzählt, daß der Motor einen Schaden hat.

Es wird auch viel von den Frauen des Phropheten Mohameds erzählt, um die Lage der Frau, wie Geraldine Brooks, sie erlebte zu erläutern, die besipielsweise zu einem Tee bei der Witwe und der Tochter von Khomeini eingeladen war, die Tochter war Philosophie-Professorin und schien sich sehr für die Lage der Frauen im Iran einzusetzen, so hat sie beispielsweise Sportwettkämpfe ermöglicht, denen ein eigenes Kapitel gewidmet ist.

Gab es da ja einmal eine eigene Frauenolympiade, die streng von den Männern abgeschottet stattfand, Teilnehmerinnen waren vorwiegend Frauen aus den ehemaligen sowetischen Staaten wie Aseribeidshan, weil das die Saudis finanzierten, die Frauen durften ohne Erlaubnis die Hotelanlage nicht verlassen, eine ehemalige malaysische Polizistin wehrte sich dagegen und als es zum Fotoshooting kam, haben die Frauen auch ihren Hidschab abgelegt,  sich gepudert und geschminkt, obwohl das sonst ja streng verboten ist.

Die Frauen dürfen auch ihr Haar nicht zeigen und von den Männern nicht angesehen werden, was in Saudi Arabien auch zu einer absurden Situation führte, als Geraldine Brooks mit einem Universitätsprofessor sprechen wollte, ihre Begleiterin aber aufs Klo mußte, so hat er das Zimmer verlassen müßen, denn er darf mit einer Frau nicht allein bleiben.

Geraldine Brooks hat auch lange in Kairo gearbeitet und erzählt da von der Wandlung ihrer Assistentin, die zuerst ziemlich freizügig und sehr bemalt herumlief,  dann allmählich konvertierte, sich verschleierte, sich aber trotzdem eine Bauchtanzausrüstung kaufte, weil sie vor ihrem Mann tanzen will.

Geraldine Brooks war mit der Königin Nour  von Jordanien, wie im Vorwort steht, fast befreundet und schildert in einem Kapitel deren Weg an der Seite von Königs Hussein und ihren Einsatz für die Frauen.

Ein Kapitel ist der Frauenverschleierung gewidmet und es werden auch die Hochzeitsrituale im Irak geschildert, beziehungsweise eine schlaflose Nacht der Journalistin, weil rundherum der Lärm der Hochzeitsgesellschaften zu hören war, denn „Saddam Hussein hatte angeordnet, daß die Iraker heiraten und sich vermehren sollten, um so die an der Kriegsfront verursachten demographischen Schäden zu beheben.“

In dem Kapitel die „Konvertiten“, schildert sie das Leben ihrer amerikanischen Freundinnen, die sich mit Moslems verheiratet hatten und erzählt, wie sie es mit der Verschleierung hielten, beziehungsweise ihre kleinen Töchter aufwuchsen ließen und erzogen.

Es gab aber, um wieder zu den Widersprüchlichkeiten zurückzuzukommen, neben den islamischen Sportlerinnen, auch muslimische Kämpferinnen, denn „Der Dshihad gilt auch für Frauen“ und so bindet sich Hadra Dawish ein Kopftuch unter ihre Militärmütze,  sie hat, glaube ich, auch einen Kampfanzug an und „Anfangs auch immer Probleme mit dem Schießen im Liegen.“

Das Kapitel „Die Weisheit erlangen“, widmet sich der Frauenausbildung, das heißt den Privatschulen und  Universiäten in Saudi-Arabien, beziehungsweise denen am Gazastreifen.

In Saudi-Arabien ging und geht es ja sehr streng zu. Die Frauen dürfen nichts ohne die Zustimmung ihrer Männer, Söhne oder sogar Enkel unternehmen, da die Männer, die Frauen aber nicht anschauen, bzw. sich mit ihnen alleine  aufhalten dürfen, gibt es im Bankbereich, im Gesundheitsbereich und bei der Bildung, Bereiche, wo die Frauenarbeit erwünscht und notwendig ist und in einem Kapitel werden auch die Mühen der berufstätigen ägyptischen Frau beschrieben, die zum Haushaltseinkommen beitragen darf, in dem sie beispielsweise tief verschleiert irgendwo als Sekretärin arbeitet. Dann fährt sie stundenlang in einem überfüllten Bus nach Hause, kocht zuerst den Männern in der Wohnung Tee, dann geht sie aufs Dach, füttert dort die Vögeln, dreht zwei Tauben den Hals um, um sie für die Männer zu braten,  putzen und waschen muß sie natürlich auch, weil sie zwar ihr Gehalt mit ihrem Mann, aber der sich nicht mit ihr die Hausarbeit teilt.

Weibliche Politikerinnen gibt es auch und die sind manchmal noch konservativer als die Männer und am Schluß wird noch beschrieben, wie in Ägypten die Bauchtänzerinnen nach und nach, oft von den Saudis bezahlt, sich aus ihren Beruf zurückzogen und ihr sündiges Verhalten aufgaben und sich von einem Imam zum Tragen eines Schleiers bekehren ließen, so daß sich Geraldine Brooks zum Trotz ein Bauchtanzkostüm kaufte, Unterricht nahm und in einem entsprechenden Lokal, um die Ehre der Frauen zu retten, auftrat.

Im Nachwort geht sie ihre Soveniers, die sie von ihren jeweiligen Reisen mitbrachte, durch, bei den meisten sind das ja die Fotos von den besuchten Ländern, bei ihr die Kleidungsstücke, die sie für ihre Berufsausübung brauchte, die Tschadors, Kopftücher und auch die Hochzeitsschuhe, die noch mit Kamelblut getränkt waren, wie die Söckchen die sie sich kaufen mußte, weil sie die islamischen Anstandkontrolleure ohne diese nicht in eine Teheraner Bank hineinließen.

2015-04-16

Ungarische Rohtextverformung

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 07:11
Tags: ,

In der Karwoche in Harland habe ich den Rohtext der „Bibliophilin“, der seit Leipzig, wo ich ja kurz davor einen sehr euphorischen Schreibesonntag gehabt habe, liegengeblieben ist, fertiggeschrieben. Nach einem neuerlichen Korrigierdurchgang wieder sehr flott zu Ende geschrieben und da mal wieder kurz euphorisch und dann nachgedacht, was davon wieder nicht so gelungen ist? Abgesehen davon, daß ich halt so schreibe, wie ich es tue, also wahrscheinlich eher einfach, psychologisch realistisch und als eigenwillige ehemalige Hauptschülerin mit einer allerdings sehr guten Deutschlehrerinn nicht unbedingt eine Rechtschreibfanatikerin, das habe ich immer als einen Akt der persönlichen Freiheit empfunden, daß man so schreiben soll, wie man will, ist das mit dem Bücherauflesen wahrscheinlich wieder nicht so geworden, wie ich es eigentlich wollte. Geht vielleicht nicht, weil zu persönlich, weil noch so nah dran, etc, aber die Fritzi Janusz Szenen sind vielleicht wirklich noch sehr schlampig hingeworfen, bzw. nur angedeutet, das heißt, es gibt sie noch gar nicht wirklich, das könnte sollte also noch ausgearbeitet werden und was den Yasmin Selma Fatma Strang betrifft, werden da noch logische, sowie Flüchtigkeits- und Handlungsfehler drinnen sein. Denn auch ein Rohkonzept, das sehr schnell mit einer längeren Unterbrechung geschrieben wurde, verändert sich im Lauf des Schreibens, wenn man nicht vorher beispielsweise mit der Schneeflockenmethode Szene für Szene auskonzipiert, was ich  eigentlich nicht mache. Es gab zwar, ich glaube, am zwölften Februar einen kurzen Versuch das zu tun, aber das habe ich schnell gelassen, weil ich auch glaube, daß die Euphorie, der Sinn, das Wesentliche etc beim Schreiben darin liegt, daß sich die Handlung, die Figuren, die Schreiberkenntnis, wiederum etc, während des Schreibens verändert. Nach Ostern ist das Ganze wieder liegengeblieben, das „Literatur und Weinfestival“ hat mich nicht zum Korrigieren kommen lassen, das habe ich mir für den diesmaligen kurzen Wellnessurlaub vorgenommen. Drei Tage Schreiben und Lesen und Ungarn und diesmal ist nach dem kalten Ostern, wo ich mit Handschuhen und Mütze Rad gefahren bin, so schön und warm, daß ich mir am Dienstag nach etwa zehn Minuten auf der Terrasse des Zimmers schon einen kleinen Sonnenbrand geholt habe und kein Sonnenöl im Gepäck, dazu war der Wetterwechsel zu aprupt, daß ich nicht daran dachte, daß ich solches brauchen könnte. Die Sonnenbrille habe ich zwar mitgenommen und schon beim Spaziergang durch Krems gebraucht und, daß man diesmal sich auch ein bißchen im Freien aufhalten wird können,  hatte ich auch getan und so ist es auch gewesen. Aber Dienstag nur zögernd die Bänke im Außenbereich benützt und da meine Ungarnimpressionen handschriftlich in die kleinen Büchlein, die von den Buchmessen und vom letzten „Tag des Buches“ stammen, geschrieben. Am Mittwoch war es dann vor den Hallen schon ziemlich voll, das Sonnenöl war besorgt und ich habe zuerst einmal ein paar Geschichten aus dem Erzähband „Moderne Erzähler der Welt: Ungarn“, aus dem jahr 1975 gelesen und dann, da es auch draußen Internet gab, das  diesmal auch viel besser als das letzte Mal funktionierte, mit dem Korrigieren angefangen. Das heißt, daß  die erste Szene nicht ganz stimmt, bin ich ja schon in der Osterwoche draufgekommen. Die zweite hatte ich als „Selmas Kopftuch“ für die Lesung nächste Woche extra korrigieren wollen, jetzt werde ich da aber das „Gruftiemädel“ und die „Taubenfütterungszene“ aus der „Absturzgefahr“ lesen und das passt auch sehr gut, denn die Fritzi Jelinek und der Janusz Warszinski kommen dort ja vor, da lernen sie sich kennen, in der „Bibliophilin“ haben sie ein platonischen Verhältnis und die Fritzi macht in seiner Pfarre eine Bibliotherapiegruppe, die die Thekla Morgenstern besucht. Die ersten sieben Szenen habe ich inzwischen, für meine Verhältnisse sehr genau und auf Änderungbedarf korrigiert, zum teil draußen auf der Bank zum Teil im Hotelzimmer und die Idee, daß die Schreibtrainerin Fritzi Jelinek auch mich irgendwie beflügeln könnte habe ich mir auch mitgenommen. Da gibt es ja auch immer die Phantasien, daß ich auf meinen Urlauben die großen literarischen Bekanntschaften machen könnte. In Rom etwa Alberto Moravia begegnen, ich weiß schon, das geht nicht mehr wirklich, noch mehr mit dem Buch in der Hand oder der Phantasie im Kopf und  Günter Grass werde ich in Bük auch nicht mehr begegnen, die „Tonspuren“, die in Memorian wiederholt wurden, habe ich mir aber angehört.

Peter Esterhazy habe ich aber fantasiert, könnte sich ja beispielsweise mit Cornelius Hell hier treffen und neue Übersetzungspläne diskutieren und ein literarisches Schreibgesrpäch mit dem großen ungarischen Autor wäre auch nicht schlecht und da kann ich gleich wiederholen, daß ich,  1990, wird das gewesen, als die Ungarn alle durch die Mariahilferstraße strömten und sich mit Computern und anderen Elektrogeräten eindeckten, so daß auch die Boutiquebesitzerin in der Otto Bauergasse, mit der ich mir damals den Vierteltelefonanschluß, das hat es noch gegeben, teilte, solche Kisten in ihr Geschäft stellte, mir ein Buch von Peter Esterhazy besorgt habe und mich damit ins Cafe Westend setzte, um den großen ungarischen Wenderoman zu schreiben, der ist nicht gelungen und jetzt will ich auch in Ungarn korrigieren und nicht über Ungarn schreiben, obwohl ein paar Skizzen für meine Leser wären nicht schlecht. Allerdings habe ich, weil  vielleicht mit meinen Text beschäftigt, was ja positiv ist, noch nicht sehr viel beobachtet.

20150415-100730

Ein kleines Mädchen läuft beim Frühstück und beim Abendessen im Speisessal herum und transportiert Wassergläser durch den Raum und eine Frau scheint es zu geben, die der Schwiegermutter sehr ähnlich sieht, so daß ich sie kurzerhand  in die „Doppeloma“ umbenannte, was sich sicher mal in einem Text verwenden läßt, aber wahrscheinlich nicht in der „Bibliophilin“, denn hier hat es zwar kurz eine doppelte Selma gegeben, aber die hat sich noch in der Karwoche, ich glaube, es war am Karfreitag, in die Selma Aytin, die nur bis zum Flughafen und nicht nach Damaskus kommt und in die Fatma Challaki, die in Janusz Flüchtlingsheim lebt und Fritzis Bibliotherapiegruppe besucht, aufgelöst.

Über das Essen könnte ich auch noch schreiben, daß es hier natürlich wieder in Hülle und in Fülle gibt und die meistens nicht sehr schlanken Heilbadbesucher greifen auch tüchtig zu.

Ich tue das ebenfalls und werde mir demnächst wieder zum Frühstück, ein Spiegelei mit Speck oder Schinken braten lassen, danach gibt es hier einen Grießbrei, eine Reminenz aus den Kindertagen, den man sich mit Zimt und Zucker, aber auch mit Früchten und Schokosauce begießen kann.

Danach könnte, sollte eigentlich Schluß sein, denn die ungarischen Würste sind mir eigentlich zu fett, das frische Obst und der Kefir könnte aber noch verlocken,  kleine Kuchen gibt es natürlich auch und zu Mittag werde ich mich mit dem Alfred wieder treffen, um diesmal wahrscheinlich im Freien einen Gänserlebertoast zu essen.

Die Anna hat gestern ein riesiges Langos mit Käse und mit Rahm bestreut, verzehrt und am Abend keinen Hunger mehr gehabt.

Aber da gab es gestern besonders gute Vorspeisen und sogar Zunge, die ich sehr mag und nachher lasse ich mir immer ein Stück Pute mit viel Gemüse grillen und zum Dessert eine Nußpalatschinke mit Schokosauce übergossen.

Dann sollte auch Schluß sein, denn, wenn der Bauch zu voll ist, kann ich nicht schlafen, aber wenn ich wach im Bett liege, kommen vielleicht die besten Korrigierideen und letzte Nacht, das kann ich noch verraten, habe ich auch geträumt, daß ich  zu einer Preisverleihung der Stadt Wien, seltsamerweise in Richtung Gartenhaus und Almweg gefahren bin.

Ilse Kilic war dabei und hat, glaube ich, sogar den Preis bekommen, was  sehr interessant ist und ich ihr wünsche würde, vielleicht wäre sie ja auch eine Kanditatin für den nächsten „Veza Canetti Preis“.

Nächste Seite »

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.