Literaturgefluester

2015-07-25

Literaturkritik

Filed under: Literaturbetrieb — jancak @ 00:45
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Trotz der aktuellen politischen Ereignisse, die Griechenlandkrise oder die überfüllten Flüchtlingslager und die sich windenden Politiker, die keinen Platz machen und kein Geld dafür  ausgeben wollen, scheint es die Sommerlöcher und die Debatten um sie herum zu geben.

So gibt es im Netz  seit Anfang Juli eine um die Literaturkritik, die ich auch von Ereignissen, wie den Bachmannpreis, meinen zwei Lesungen und das Schreiben meines Sommerromans, ein wenig abgelenkt, mehr oder weniger aufmerksam verfolgte und mich jetzt auch dazu äußern, beziehungsweise die verschiedenen Meinungen zusammenfassen will.

Ausgangspunktt war, glaube ich, ein Artikel im Literaturportal „Perlentaucher“ wo ein Kritiker namens Wolfram Schütte, eine Literaturzeitung im Netz forderte, weil die Feuilletons in den großen Zeitungen wie FAZ, Süddeutsche etc, nicht mehr genug vertreten sind.

Das hat heftige Reaktionen und eine Fülle von Artikeln in Bloggerkreisen ausgelöst, die sich ja seit einiger Zeit gegen den Vorwurf, daß sie zu freundlich, zu sehr an den Verlagen und den Rezensionsexemplaren orientiert, keine Verrissen schreiben würden und am liebsten ihre Bücher mit einem Kaffeehäferl oder einen Stück Kuchen ins Netz stellen wollen, wehren.

Gleichzeitig wurde eine Aktion bekanntgegeben, daß sieben ausgewählte Blogger heuer den „Deutschen Buchpreis“ kommentieren dürfen, die sich dann darüber freuten, sich „offiziell“ nannten und sich sehr für die Auszeichnug bedankten, was mich ein wenig ärgerte, weil ich denke, daß das im Netz ja jeder kann und mich zu einem „Deutschen Buchpreis Artikel“ animierte und mich seither mit den Gedanken herumschlagen läßt, ob ich mir nach dem neunzehnten August, wo die Longlist bekanntgegeben wird, die zwanzig nominierten Bücher kaufen, bzw. besorgen und lesen soll oder nicht?

Das weiß ich noch immer nicht, aber ich beschäftige mich schon viel mit dem deutschen Buchpreis, rate, wer da auf dieser Liste stehen könnte und habe zufälligerweise im Juli auch ein paar alte Longlistenbücher gelesen und die Debatte über die schlchten Blogs gibt es schon lang, was mich auch ein wenig ärgert, weil ich ja der Meinung bin, daß es jeder so gut, wie er oder sie kann machen und den anderen nicht neidig sein sollte.

Für mich sind Blogger keine Dilettanten und das sind sie auch tatsächlich nicht, weil es ja inzwischen zahlreiche Blogs gibt, die von Leuten mit mehr oder weniger großen Vorkenntnissen betrieben werden.

Da gibt es junge Mädchen, die in den Ferien mal über ihre Fantasyromane bloggen, sich über das eine oder andere Rezensionsexemplar freuen und  im Herbst wenn die Schule wieder angeht, damit aufhören.

Es gibt aber auch Journalisten, die das nebenbei oder hauptberuflich betreiben und warhscheinlich auch ein paar prekär beschäftige Literaturwissenschaftler, die damit in den Literaturbetrieb hineinwollen, etc.

Die alle haben sich nun mehr oder weniger zu Wort gemeldet und ihre pro und kontra Artikel darüber geschrieben, die ich mehr oder weniger intensiv verfolgt habe.

Eine junge Modebloggerin tauchte auf, die zwanzig Jahre ist und mit ihren Videos, in denen sie meist Jugendbücher hochhebt, ein oder zwei Sätze, oft „Das ist megagageil und werd ich sicher lesen!“, dazu sagt und damit angeblich achthundert Euro im Monat verdient, was natürlich wieder heftige Reaktionen bis hin, „Da graut mir!“, auslöste, während ich denke, fein, daß sie junge Leute zum Lesen bringt, auch wenn die vorerst Phantasy oder Sophie Kinsella lesen, vielleicht werden sie später, wenn sie Literaturwissenschaft studieren Arno Schmidt oder James Joyce Leser oder gründen  einen Literaturblog in dem sie dann die Longlistenbücher kommentieren.

Ich bin zwar bei der Zahl der vielen Käufer, die sie damit anziehen soll, ähnlich, wie bei den Selfpublishern, ein wenig skeptisch, weil ich denke, die Leute lesen ja angeblich immer weniger, schreiben dafür immer mehr und interessieren sich eher für das eigene als für das andere.

Aber, daß das Netz voll von Bloggern mit mehr oder weniger hohen Ansprüchen an die Literaturkritik ist, die eifrig mitmischen und sich zu Wort melden, ist nicht zu übersehen.

Da gibt es beispielsweise, das Literaturcafe mit Wolfgang Tischer und der hat sich jetzt auch an der Debatte beteiligt und meinte, man braucht eigentlich kein teures Literaturportal im Netz und nennt Beispiele von Versuchen, die es gab und scheiterten und ich meine auch, daß die Vielzahl der vielen Blogs, die  Literatur, Bücher, Veranstaltungen, etc, verbreiten und sich damit beschäftigen, beachtlich ist und, daß es wahrscheinlich eher nötig ist, die miteinander zu vernetzen und zusammenzubringen, als noch etwas Neues mit viel Geld zu schaffen, denn eigentlich kann man, wie ich an mir selber merke, das auch kostenlos tun und das ist für mich auch ein Vorrteil des Bloggens, daß da jeder seine Meinung sagen kann.

Die Menge, die es dann gibt und die nebeneinander steht, ist dann vielleicht ein Problem, wie die Großkritiker meinen, die es als ihre Aufgabe sehen, von den neunzigtausend Neuerscheinungen, die jährlich auf die Buchmessen schwappen, die zwanzig „besten“ für die Leser auszusortieren, das ist ja wahrscheinlich auch das, was der deutsche Buchpreis will.

Da denke ich dann wieder an den müdigen Leser, der sich das vielleicht am besten selber macht und keinen Kritiker braucht, der ihm sagt „Das darfst du lesen und das nicht!“ und da finde ich dann wieder die Informationen im Netz, die mir da weiterhelfen und natürlich brauche ich ein bißchen Zeit, mich damit zu beschäftigen und das für mich richtige herauszusuchen, aber das sehe ich als Aufgabe und Vorteil des mündigen Lesens.

So habe ich mit den vielen Blogs, die da Wissen über Bücher verbreiten wollen, kein Problem, denke, ich bin selber eine, die ihr literarisches Wissen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.

Ich nenne es mein persönlichkes literarisches Tagebuch, will keine Werbung machen, eigentlich auch niemanden überzeugen, kein Geld damit verdienen, mich nicht an Verlage anbinden und finde es fein, daß das gibt und, daß man das jetzt so einfach machen kann.

Weniger Neid und mehr Offenheit und Toleranz, beziehungsweise Interesse für die Arbeiten und Ansichten der anderen würde ich mir wünschen und so denke ich auch, das Netz ist voll von interessanten Blogs über Literatur und wenn man sich ein bißchen umsieht, wird man sich das heraussuchen können, was für einen passt.

Wenn es reicht, ein paar Worte, wie „Megalgeil und unbedingt lesen!“, zu hören, okay.

Wer mitdiskutieren will, kann es. Ich werde es beispielsweise wieder bezüglich des deutschen Buchpreises tun, egal ob ich mir die Bücher besorge oder weiter meine Liste hinunter lesen werde. Brauche für mich kein teures Literaturportal im Internet und eigentlich auch keine Großkritiker, die mir sagen, was ich lesen soll, denn, das deren Meinungen auch nur sehr subjetik sein können, bekommt man jetzt allmählich beim letzten Literaturpapst Marcel Reich Ranicky heraus und ich glaube nach, wie vor, es gibt keine schlechten Bücher, ermuntere jeden der es will zu schreiben und natürlich auch zu lesen. Aber verführen will ich ihn dazu nicht, wenn jemand glaubt, er braucht keine Bücher ist mir das auch egal und wenn er meint, statt dem neuen Ralf Rothmann, der jetzt  gerade in aller Munde ist , obwohl er nicht auf der Longlist stehen wird, „Shades of Grey“ oder Sophie Kinsella lieber zu lesen, deren „Schnppchenjägerin“ mir übrigens sehr sehr gut gefallen hat, soll er das tun und ich möchte auch Sophie Konsella lesen, wenn ich das will und darüber bloggen, Manfred Lagler-Regall Rudi Lasselsberger, Ruth Aspöck und jetzt bald Richard Obermayr obwohl ich den, wie ich fürchte,  nicht verstehen werde, wie ich ja auch beim Arno Schmidt meine Schwierigkeiten hatte.

Das Netz ist gut und wichtig und eine demokratische Möglichkeit, die Fülle ist ein Problem, weil da ja natürlich vieles übersehen werden kann, wie es auch bei meinen Blog passiert.

Aber ich denke, es ist wichtig, daß es die Möglichkeit sich zu präsentieren, gibt, die auch nütze und so macht mir das Bild der vielen Schreiber und wenigen Leser eigentlich keine Angst, denn ich bin ja eine, die sich quer durch den Krautgarten liest, keine Angst vor dem angeblich „Schlechten“ hat,  daher eigentlich auch keine Literaturkritik braucht und sich wünscht, daß sich die Kritiker, aber auch alle an der Literatur interessierte Leser, mehr für das was es schon an Blogs und Portalen gibt, interessieren.

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2015-07-21

Mit rasender Geschwindigkeit

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Mit rasender Geschwindigkeit geht es weiter, könnte man so sagen, habe ich gestern meiner Freundin Ruth Aspöck gesagt, als wir uns wieder am Rathausplatz beim Filmfestival getroffen haben.

Wir waren heuer das erste Mal dort, den Karlsplatz habe ich auch ausgelassen, sondern an zwei Montagen „Alte Schmiede“ und vorige Woche, die Lesung beim Sommerfestival im „Read!!ingroom“ und dort habe ich die ersten vier Szenen aus „Den ereignisreichen Sommererlebnissen“ gelesen, obwohl ich eine Woche vorher nur ein cirka eineinviertel Seiten langes Expose oder Einleitung dazu hatte, die ich beim Sommerschreiben in der Schreibgruppe im Juni im Cafe Ludwig, das nicht mehr so heißt, geschrieben habe.

Damals hatte ich, glaube ich, achtunddreißig Rohseiten und ich weiß gar nicht, wieviele Szenen, jetzt habe ich fünfundsiebzig Seiten, 36122 Worte, dreißig Szenen und das ungefähre Konzept im Kopf und wenn ich am Abend wieder in die Sommerfrische gehe und dann jeden Tag, wie vorige Woche zwei Szenen schreiben, ab Sonntag bin ich schneller geworden und gestern nachmittag ist dann vor sich hingaloppiert, kann es passieren, daß ich nach drei Wochen schreiben mit dem Rohkonzept ertig bin und den Nanonimo knapp unter- oder überschritten habe und dann den Rest des Sommers Zeit das Ganze zu korrigieren, beziehungsweise „Selmas Kopftuch“ was das ja noch nicht zur Gänze ist, fertigzumachen.

Schnell, schnell, könnte man sagen und manche meiner mehr oder weniger wohlwollenden Kritiker sagen auch „Sei nicht so schnell, schreib nicht so viel, das kann man doch gar nicht alles lesen, achte mehr auf Qualität!“, etc, aber ich glaube inzwischen, das tun sie weil ihnen zu mir nicht viel anderes einfällt und ich das ja selber von mir schreibe, das ich sehr schnell bin und das ist gut so, das glaube ich inzwischen auch.

Jedenfalls  ist es sehr schön die Sommerfrische heuer mit einem Sommerroman zu verbinden, in dem es, um genau diese Sommerfrische geht. Um das Radfahren an der Traisen, das Lesen in der Badewanne, das Schreiben auf der Terrasse, am Samstag ein Würstel am Markt, am Sonntag ein Spaziergang auf die Rudolfshöhe, solange die dort noch nicht auf Urlaub sind.

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Da passiert nicht sehr viel, das ist langweilig, könnte man so sagen, aber wenn man sich meine fünfundsiebzig Seiten Rohtext so ansieht und das kann man ein bißchen wenn man auf den jeweiligen Schreibberichten, die kleinen Texte in dem kleinen Stadtschreiberbuch, in das ich mir bei meinen Fahrten, immer ein paar Szenchen aufnotiere, sieht man, es passiert doch sehr viel.

Eigentlich rasend viel mit unaufhaltsamer Geschwindkigkeit in diesem prekären Europa, wo man heutzutage, wenn man das Radio zu den Nachrichten aufdreht, hört, in Griechenland wird die Mehrwertssteuer erhöht, Frau Merkel oder Herr Feymann sind für oder gegen die Hilfspakete, auf jedenfalls ist das der Herr Strache, als Oppositionspolitiker wohl dazu verpflichtet und im Erstaufnahmelager von Traiskirche schlafen die Asylwerber am Boden, weil die Politiker zwar schön reden, aber sich auf keinen Verteilungsschlüßel, eigentlich ein fürchterliches Wort, einigen können und meine prekäre Studentin Sandra Winter, die den Sommer in der Sommerfrische im Harlander Hause ihrer Eltern verbringt, damit die Eltern inzwischen durch Mekiko und Amerika fahren können, aber jemand den beiden slowakischen Pflegehelferinnen der Großmutter ein bißchen auf die Finger schauen kann, hat inzwischen einen Freund gewfunden.

Auf der Aussichtswarte beim Viehofener See, hat sie den Deutschlehrer Andi Hermann kennengelernt, weil der in ihrem Fahhradkorb Bücher gesehen hat, die sie in der Telefonzelle bei der „Seedose“ fand und weil sie ihre Diplomarbeit über den deutschen Buchpreis schreibt, hat sie ihn gleich interviewt, nachher fährt sie mit ihm nach Herzogenburg, um sich das Chorherrenstift anzusehen.

Auf diese Idee kam ich am letzten Samstag, als am Markt Prospekte von dort auflagen und vor einem der Stände die Kirche im Legostil ein bißchen nachgebaut war.

Aber sie fährt nicht gleich, denn vorher war sie zwei Tage in Wien, denn dorthin sind Eleni und Giorgos mit ihren Transporter und fünfzig griechischen Hunden gefahren und haben zwei Nächte in ihrem WG Zimmer übrnachtet, den Stephansdom, Schönbrunn und den Prater haben sie sivch angeschaut, sind mit dem Riesenrad gefahren und haben für die jeweiligen Großmütter einen Sack Mozartkugeln gekauft, dann ist  Sandra noch mit dem Auto ihres Vaters nach Traiskirchen gefahren, denn Fatma ist dort angekommen, wird von drei afrikanischen Asylwerbern ein bißchen bedrängt, bekommt Schweinefleisch serviert und muß in einem Zelt schlafen und weil sie ja Germanistik studieren will, beschließt sie, wenn sie nach Wien darf und sie wird dann auch zu einem Psychiater bestellt, um ihre Traumatisierung zu beweisen, in die NB zu gehen, sich dort Joseph Roths „Radetzkymarsch“ ausheben zu lassen und dort nachzulesen, wie das so mit der Wiener Küche, dem Tafelspitz, der Sachertorte, den Kirschenknödel, den Apfelstrudel und so ist.

Dort trifft sie dann auf Werner Eberhard, das ist ein achtundfünzigjähriger Deutschlehrer, seit einem Jahr verwitwet, weil seine Frau Karoline an einem furchtbaren Krebs verstorben ist, was ihn in eine tiefe Depression fallen ließ, aus der er sich durch einen Heiratskatalog herauszuretten versucht und so sitzt er da, um für Fräulein Majatschuks Dissertation über Bertha von Suttner ein bißchen zu recherchieren und ihr die Ergenisse nach Donezk zu schicken, denn die kann dort nicht hinaus, erstens stirbt ihre Großmutter selbst gerade an Krebs, zweites wurde ihr Antrag auf ein Visum und ein Forschungssemester nach Wien  abgelehnt.

Passiert doch sehr viel in der Sommerfrische in Harland in St. Pölten und ich finde es sehr spannend  so flott zu schreiben, schade nur, daß sich niemand dafür interessiert, eh schon wissen.

Blöd, aber man soll erstens niemanden zu seinem Glück zwingen und zweitens könnte ich ja im nächsten Jahr, wenn das Sommerbuch  fertig ist, dieses in den Seitenbar als E-Book stellen und wer es will, kann es sich kostenlos hinunterladen,  lesen und vielleicht sogar besprechen.

Bei Manfred Lager-Regalls Büchern habe ich das inzwischen getan, alle zwei auf einmal und wiedermal die Feststellung gewacht, das man, was ich ohnehin schon wußte, jedes Buch wertschätzend, wohlwollend und achtsam besprechen kann.

Das für die, die meinen, man könnte meine Bücher nicht besprechen, man könnte es vielleicht versuchen und Sigrid Höllrigl hat meine Besprechung ihres „Odysseus“ inzwischen entdeckt und verlinkt, es tut sich also ein bißchen oder auch sehr viel in den Sommerlöchern und meine Freundin Ruth Aspöck mit der ich mich gestern lang unterhalten habe, während wir auf das Konzert aus dem Amsterdamer Conertgebouw, also auch ganz schön international, gewartet haben, ist gerade von der Schreibwerkstatt, die sie in Strobel unter der Organisation von Erika Kronabitter machte zurückgekommen.

2005 war die noch in Vorarlberg und ich dabei, jetzt waren es die Ruth, der Robert, die Patrizia Brooks, die Sisi Klockner, die Karin Ivancsics hätte, glaube ich, auch kommen sollen und haben an ihren Werken gearbeitet und dann daraus vorgesesen.

Und zur „Poetnight“ habe ich mich inzwischen auch angemeldet. Da könnte ich wieder ein Stückchen aus dem „Schutzengelchen“ lesen, obwohl ich noch gar nicht so genau weiß, wann die ist.

2013-07-31

Zweite Woche Schreibklausur

Filed under: Uncategorized — jancak @ 09:11

Die erste Sommerfrischenhalbzeit ist beendet, es geht in die fünfte Sommerfrischennwoche, vier bleiben dann noch über, bis es wieder nach Wien und aufs Volksstimmefest geht, wo wir diesmal ohne Rolf Schwendter lesen müßen und ich, wenn ich es schaffe, noch einen kurzen Text „Lieber Rolf Schwendter“ dafür schreiben werde und Christoph Kepplinger uns schon seine Vorschläge für den heurigen Büchertisch schickt.
Da kann man wohl nur sagen, „Kauft Leute!“, ganz egal wo die Bücher aufliegen werden und Flohmarktbücherkisten gibt es am Volksstimmefest immer auch und da habe ich mir ja einmal meinen ersten Lidio Mosca-Bustamante herausgezogen, noch bevor ich ihm bei Hilde Schmölzers Sylvesterparty kennenlernte.
Wie es war? Eigentlich großartig und wundervoll. Vor allem schon das Wetter. Ein ganzer Juli fast ohne Regen und strahlend schöner Sommerhitze, in die Sommerlöcher bin ich nicht gefallen, obwohl ich ein wenig frustriert von Hans Raimunds Kommentar, daß ich uninteressant und desinteressiert schreibe, in die Sommerfrische hinausgezogen bin.
Das Desinteressiert stimmt sicher nicht, da würde ich bei nur halbwegs objektiven Richtern wahrscheinlich jeden Prozeß gewinnen, uninteressant scheints empfunden zu werden, das kann ich nicht leugnen, daß sich offenbar niemand, für die, die da so beharrlich vor sich hinschreibt, liest, zu Veranstaltungen geht interessiert und, daß sich die sogenannten Profis darüber ärgern, daß man jetzt so einfach seine Meinung im Internet äußern kann, ist auch zu verstehen. Ich bin allerdings auch GAV-Mitglied, habe, wenn auch nur einen Elternratgeber übers Stottern im Fischer TB, der dann auch noch gemeinsam mit einer Arbeitskreisfrau geschrieben wurde.
Aber das ist jetzt so, daß das Internet und auch Amazon scheinbar demokratische Meinungsforen bieten, die wahrscheinlich natürlich ihre Grenzen haben und die ich seit fünf Jahren genauso nütze, wie seit 2000 die Möglichkeiten des Digitaldrucks, lange bevor das Indie hieß und das bei Amazon jeder konnte, aber dann gibt es noch die Indie-Kleinverlage mit ihrer Indie Hot Lists als Konkurrenz zum dBp, der jetzt auch bald bekanntgeben wird.
Man sieht, das Bücherleben ist kompliziert und im Umbruch, was hat das aber mit meiner Schreibklausur und der Frage wie das erste Sommerfrischemonat geworden ist, zu tun?
Viel natürlich, denn ich bin ja nicht nur frustriert, sondern auch mit vielen Plänen und ein paar Artikeln im Voraus in die Sommerfrische aufgebrochen. Habe mir in der ersten Woche das „elitäre“ Bachmannpreislesen gegeben und am Schluß desselben erfahren, daß es das noch mindestens fünf Jahre weiter geben wird, habe mein „Literaturgeflüstertextebuch“ fertig korrigiert und dem Alfred übergeben, damit er es möglichst bis zu meinem sechzigsten literarischen Geburtstagsfest fertigmachen kann. Das war vor zwei Wochen und ich schließe jetzt auch ganz offiziell meine selbsterwähltes St. Pöltner Stadtschreibermonat ab, bei dem ich mein kleines Stadtschreibberbuch fertiggeschrieben habe, mich vom Bürgermeister durch St. Pölten führen ließ, die St. Pöltner Buchhandlungen, das heißt vorwiegend den „Tahlia“ besuchte und einen Lesemarathon entlang der Traisen machte. Denn ich habe ja schon mit meinem neuen Buchprojekt begonnen und begebe mich den Monat August in Schreibklausur und kann da meinen interessierten Lesern, die ich habe oder auch nicht, berichten, wie es mir damit gegangen ist.
Auf der einen Seite gut natürlich, denn ich bin ja eine fleißige disziplinierte Schreiberin, so habe ich vor zwei Wochen mein Konzept notiert, die zwölf Personen für meine dreizehn Kapitel aufgestellt und zu schreiben begonnen. Acht Kapitel habe ich jetzt, beziehungsweise vierundfünzig Rohseiten und einundzwanzigtausendachthunderzwanzig Worte, ein knapper halber Nanowrimo und nachdem mir zwei Personen abhanden gekommen sind, eigentlich nur mehr Ideen für zwei Kapiteln, eines mit dem Plagiatsautor und jetztigen Fried-Preisträger Jakob Pröchtl und dann noch eines mit dem Psychiater Stephan Horetzky, dessen Vater schon Ernst Schwarz betreute und dann gibt es noch die vage Idee für das Schlußkapitel, das wieder zur Laura Augustin und ihren Bücherbergen für zehn Jahre zurückgehen soll.
Das letzte Kapitel „Eine Schwester für Zoe-Philipa“ hat nur mehr vier Rohseiten, die anderen jeweils sechs, das heißt der Stoff geht mir aus und ich bin wieder einmal zu flüchtig und zu schnell beim Niederschreiben und das Feedback, bzw. jemand, der der mir sagt, wird schon, toll, aber da oder dort, solltest du dran bleiben, fehlt und ich gehe ja genausowenig zu einem privaten Lektor oder Schreibcoach, wie zu einem Zuschußverlag und auch da habe ich ich ja schon gehört, die Lektoren nehmen gar keine Indies, die Druckkostenzuschußverlage, glaube ich, schon, aber die wird es durch die Möglichkeit des Selberpublizierens bei Amazon ja vielleicht bald nicht mehr geben.
Also werde ich heute, wenn ich mit der „Sophie Kinsella“ gebadet habe und ein Stück die Traisen hinuntergeradelt bin, das Ganze durchkorrigieren, das ist auch schon so ein Ritual und hilft meistens und dann das große gelbe Buch bemühen und versuchen auf die Sprünge zu kommen, was ich in den dreizehn Kapiteln eigentlich aussagen wollte?
Ich wollte über eine Frau schreiben, die bald in Pension geht und eine Bücherliste bis 2023 hat und jetzt vor ihren Bücherbergen steht und die auflesen will, das ist bisher nur angedeutet, obwohl ich schon öfter versucht habe, darüber zu schreiben und dann über eine Bücherbloggerin, die schreibt und schreibt und keiner merkst und da ist auch die Idee, daß der Plagiatsautor, der jetzt rehabilitiert und erfolgreich ist, zu der Bloggerin geht, die auch Therapeutin ist und ihr davon erzählt. Da mich einige der Themen selbst betreffen, bin ich, wie meine Leser merken werden, in diesem Punkt vielleicht blockiert und sollte eine Wendung finden, diese Blockade zu lösen und das andere kann man sicher auch noch ausarbeiten und ergänzen, so daß es wirklich ein spannender Reigen wird, der ist mir in dem Rohentwurf vielleicht auch ein bißchen abhanden gekommen.
Da ist sehr viel angerissen und noch zu wenig ausgeführt, wofür man vielleicht eine zweite Kapitelrunde bräuchte und der Reigen wäre wieder weg.
Mal sehen, in zwei Wochen schreibt man wirklich keinen Roman, zumindestens die Profis, die dann auf den dBps stehen, tun das nicht, die lassen sich meistens zwei Jahre dafür Zeit, während die sogenannten Gebrauchsautoren mit den Pseudonymen und auch die, die ihre Sachen auf Amazon hochladen, viel schneller sind und ich bin auch eine Schnelle, obwohl ich, Kritiker herhören, einen literarischen Anspruch habe. Meine Hemmung scheint aber trotz fünf Jahre Literaturgeflüster, dreißig selbstgemachten Büchern und drei anderen, eins bei einem Kleinverlag, die zwei anderen bei großen, immer noch vorhanden zu sein und da ist es vielleicht wirklich eine Strukturhilfe mir die nächsten vier Wochen eine Schreibklausur zu verordnen, in dem ich das Rohkonzept aufpäppöe, bzw. es zum Wachsen und sich Entwickeln bringen kann.
Denn ich muß ja auch meine Potentiale haben, auch wenn ich immer von meinen Grenzen und dem, was ich noch nicht kann, schreibe, „Ich bin so schnell, ich bin so flüchtig…!“, natürlich ja, zuwenig abgehoben bin ich auch, das hat mir Karl Markus Gauß einmal gesagt und habe zu wenig „Ecken und Kanten“, wie Ju Sophie meinte.
Stimmt natürlich, aber ich habe viele Ideen und wenn ich dabei bleibe und vielleicht lerne wirklich zwei drei viermal oder wie oft auch immer zu überarbeiten, komme ich vielleicht weiter. Sich selbst an der Nase nehmen ist sicher gut, wenn ich schon die Verlagslektorin nicht habe, die das für mich tut und offenbar auch keine Blogleser mehr, die sich für meine Schreibberichte interessieren.
Also die nächsten vier Wochen am Rohkonzept bleiben, davor sitzen, wie vor dem weißen Blatt bei freewriting und nicht zu vorschnell als fertig erklären und dann wie der Sisyphos den Stein im nächsten Buch wieder nach oben rollen, der dann auch prompt hinunterfällt.
Eine gute Idee oder? Sicher, also heutem morgen übermorgen alles korrigieren und dann nochmals im Bett auf der Terrasse, an der Traisen, am See oder wo auch immer mein Konzept im gelben Buch durchgehen und erweitern, ob ich das jetzt drei Tage lang machen werde oder doch die zwei Kapiteln für die ich schon Ideen habe, schreiben werde, weiß ich noch nicht.
Die zwei Personen damit es dreizehn Kapiteln werden, sollte ich auch noch wiederfinden und die anderen Ideen, die in dem Rohentwurf enthalten sind herausnehmen und weiterschreiben, ist vielleicht auch ein konstruktiver Vorschlag.
Mal sehen, es geht mir mit dem Schreiben eigentlich gut, und weil ich so viel schreibe und mich auch bei den anderen umsehe, bin ich auch ein Stückchen selbstsicherer geworden. Der Literaturbetrieb ist nur leider sehr sehr hierachisiert und die, die darinnen sind, alles Einzelkämpfer. Dem Buchhandel geht es sehr schlecht kann man jetzt überall lesen. Bei den Bloggern gibt es ganze Diskussionen darüber. „Steglitz meint“, hat da jetzt eine Serien, wo sie Buchhändler interviewt und die sagen alle „Kommt in die Buchhandlung Leute, wir beraten euch, wir wollen aber eigentlich keine E-Books und auch keine Selbstpublisher, weil die so viele Fehler haben und wir die Quualität nicht beurteilen können!“
Die kritischen Leser regen sich dann darüber auf, daß in den Buchhandlungen nur „Shades of Grey“ und Non Books liegen, also das, was die gestreßten Werktätigen oder auch Arbeitslosen im Urlaub gerne lesen, Jochen Jung hat einen Artikel über die Lesungen als Events geschrieben und Cornelia Travnicek ihren Autorenkollegen erklärt, daß ein Verlag vom Autor kein Geld nimmt und eine Agentur ebenfalls nicht, daß aber die, weil sie ja nur bei Erfolg verdient, sich die Leute und die Manuskripte die sie nimmt, sehr gut aussucht, womit sich die Katze wieder in dem Schwanz beißt. Was sollen die nun tun, die (noch) nicht genommen werden? Weiterschreiben natürlich und auf ihren Blog darüber berichten, statt eine Agentur bezahlen, die sich wahrscheinlich nicht sehr bemüht, sondern ein paar E-Mail aussendet oder wie man im „Wilden Rosenwuchs“ nachlesen kann, an einen Druckkostenzuschußverlag verweist, aber dafür braucht man nicht fünfzehn Prozent zahlen, den findet man schon alein und braucht ihn, seit es das Kindle Selbst Publishing gibt auch nicht mehr und da habe ich ja vorige Woche Martina Gerckes „Glücksstern mit Schwips“ gelesen, über die ich ja schon geschrieben habe, daß es mir sehr gefällt, daß sie nicht aufgibt sondern weiter macht und jetzt auf ihrer Facebookseite ein wunderschönes Bild mit drei Büchern auf einer Wäscheleine hat und dann noch ein viertes auf dem steht, daß es im Herbst erscheinen wird.
Es schreiben relativ viele Leute, dafür lesen immer weniger, die Verlage stöhnen und bekämpfen einander, die Autoren tun das vielleicht auch und dann gibt es, wie ich höre, sehr viele Blogger, die vielleicht auch ein bißchen Schrott aber auch sehr viel Interessantes zu bieten haben und eine davon betreibt das „Literaturgeflüster“ und wenn man wissen will, wie es einer vielleicht ein bißchen patscherten Schreibenden, die das schon seit über vierzig Jahren mit Herzblut, Sturheit und Engagement betreibt, geht, ist man bei mir richtig und kann sehen, wies mit dem Schreiben weitergeht.
Drei Tage bleiben mir in der zweiten Woche Schreibklausur dafür Zeit, weils am Wochenende wahrscheinlich sofern das Wetter mitspielt und wir einen Platz bekommen, auf den Hochschwab gehen werden.
Und Cornelius Hell macht sich diese Woche Gedanken über Sommergedichte und geht mit Bachmann, Mayröcker, Ringelnatz etc auf seinen Balkon und schaut den Grashüpfern beim Springen zu.

2013-07-22

In die vierte Sommerfrischenwoche

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:04

Nachdem der Lesemarathon ein solcher Erfolg geworden ist und ich meine schon fast endlos in die Zukunft geschrieben Blogartikeln ein bißchen umgestellt habe, geht es schon in die vierte
Sommerfrischenwoche. Ja, ja, ich bin eine Schnelle und das darf und kann auch bleiben, was bitte ist schlecht daran?
Das Literaturgeflüster-Texte-Manuskript liegt auf Alfreds Schreibtisch, wäre schön, wenn er es bis zum sechzigsten Geburtstagsfest, der letzte große Punkt in meinem Jubiläumsjahr schafft, es fertig zu stellen, so daß ich es meinen Gästen schon als einunddreißigstes Indie-Buch präsentieren kann. Und das werde ich nicht auf Amazon stellen, bei den weiteren, dem zweiunddreißigsten, dem „13.Kapitel-Buch“ an dem ich schon fleißig plane, weiß ich das noch nicht.
Vielleicht sollte ich es doch einmal versuchen und schauen, ob das wirklich so ein Flop wird, wie meine eigenen Buch-Promotionen. Vielleicht erlebe ich eine Überraschung. Mal sehen, wenn man es nicht ausprobiert, weiß man es nicht und ich würde ja wirklich gern herausbekommen, warum ausgerechnet ich so zwischen allen Sesseln sitze und es nie und nimmer schaffen kann, wie mir schon gesagt wurde.
Die Sommerfrische war jedenfalls ein Erfolg und von den Sommerlöchern war ich bis jetzt weit entfernt, na ja ein kleines bißchen hineinzufallen, war die Gefahr am Donnerstag der zweiten Woche, wo ich auch den entsprechenden Blogartikel geschrieben habe, schon da. Am Dienstag der dritten Woche bin ich mit dem Korrigieren fertig geworden und habe meine dritten Wochenpläne geplant, zuerst in St. Pölten einen Stadtschreibertag machen und dann den vier oder viereinhalb Tage Lesemarathon.
Am Mittwoch nach St. Pölten habe ich auch mein gelbes Notizbuch mitgenommen, in dem schon die Notizen für die „13 Kapiteln“ stehen, mit denen ich ja nach der letzten „Buch-Wien“ angefangen habe, obwohl es da ja noch drei Bücher zu korrigieren gab und das war ein Flop, weil zu heiß und ich vielleicht auch noch auf die Bücher von St. Pölten konzentriert.
Jedenfalls habe ich in meinen Notizen nichts gefunden, was über die Laura Augustin, wie meine Protagonistin des ersten und des dreizehnten Kapitel heißt, hinausgehen wird. Dabei bin ich ja zwischen Weihnachten und Sylvester mit dem Buch auch beim Mc Donald und am Bahnhof geschrieben und habe aufnotiert. Das konnte ich dann nicht so recht lesen und habe schon wieder gedacht „Ich kann es nicht, ich kann es nicht!“, dabei habe ich mir ja nach der Lektüre der Julia Cameron, die sehr erfrischend war, vorgenommen, ab jetzt meine inntere Nobelpreisträgerin auf meine Ausflüge bzw. „Künstlertreffs“ mitzunehmen, mir Zeit lassen und an mich zu glauben, „wenn die Quantität stimmt, schenkt dir die Qualität ja Gott“, hat Julia Cameron geschrieben. An den glaube ich zwar nicht und habe bisher auch eher das Gegenteil erlebt, so daß ich denke, daß mein Schutzengel, den ich habe, nicht viel von Literatur versteht und mich deshalb auch diesbezüglich nicht fördern will. Aber wie geschrieben, Zeit lassen und sich in Geduld üben, ist sicher, wichtig, Rom wurde nicht an einem Tag erbaut, der große Roman schreibt sich auch nicht in dieser Zeit und die Sommerfrische ist noch lang.
So habe ich meine Lesetage weitergemacht. Die waren sehr intensiv und als ich nach Wilhelmsburg gefahren bin und Leah Cohn gelesen habe, habe ich mein gelbes Notizbuch nicht mitgehabt nur das kleine schöne mit den Stadtschreibernotizen, die Ideen sind aber trotzdem die Nacht darauf gekommen und jetzt habe ich schon so etwas wie ein vorläufiges Szenarium in meinen Buch notiert und auch schon am ersten Kapitel geschrieben mit wechselnden Erfolg geschrieben.
Die Laura Augustin, die Heldin, das ist eine sechzigjährige Frau, die bald in Pension gehen wird, Bücher für zehn Jahre zum Auflesen hat und nicht recht weiß, wie sie das schaffen soll, wird das erste und das letzte Kapitel kriegen und da ja jedes von einer anderen Person getragen werden soll, gibt es schon die Bezugspersonen, die Nachbarin Nika, das ist eine prekär arbeitende Germanistin, die Idee hatte ich schon zu Weihnachten aufgeschrieben, auch die Freundin Uschiy, die mit einem blauen Bus durch Europa fährt, hatte ich schon erdacht, wie den Alzheimerpatienten und ehemaligen Kulturpolitiker, Robert Wolkner, ein Freund von Lauras Vater, den sie in seiner Residenz besucht und dann gibt es die Buchfiguren, die Mischung aus Realität und Fiktion, denn die Bücher die Laura liest, wird es mit Ausnahme von dem von Ernst Schwarz nicht geben. Aber ein Plagatsautor könnte eine Rolle spielen, eine Bloggerin die von einem Kritiker entdeckt wird, eine verschleppte Sexarbeiterin, die vor dem Fenster steht und auf den Rathausplatz schaut, zwei Freundinnen die zusammenleben, je ein Kind, aber keine Homoehe wollen und und und…
Hat wer nachgezählt? Zehn Kapiteln wären das jetzt, wenn ich nichts vergessen habe, zwei wären dann noch frei, hat wer Ideen für mich und das zu schreiben, werde ich mir wirklich Zeit lassen. Ich weiß, das habe ich schon öfter geschrieben, vielleicht geht es jetzt, wenn nicht, ist es auch egal, denn es kann ja keiner aus seiner Haut heraus und soll das auch nicht.
Die Idee mit den Materialsuchtagen in Wien wird damit vielleicht erledigt sein. In der vierten Woche habe ich jedenfalls vor nach Herzogenburg zu fahren und mein schönes kleines Stadtschreiberbuch ist auch schon aufgefüllt.
Die Stadtschreibergeschichte habe ich am Samstagabend auf dem Bankerl vor dem Schloß in Ochsenburg geschrieben, nachdem ich mir am Vormittag beim Eduscho in St. Pölten die Inspiration dazu geholt habe. Eine Frau mit Strohhut sprach ununderbrochen in ein Handy, das sie jetzt auf den Rathausplatz gehen würde, nachher sahen wir sie mit ihrem Mann im braunen Hemd in die andere Richtung weggehen und die Irene mit dem Rad raste auch noch an uns vorbei. In meiner Geschichte habe ich sie Xenia genannt.
In Woche fünf kann ich mit meinem gelben Buch ja noch einmal durch St. Pölten wandern, bevor ich weiterschreibe, ganz sitzt das „Expose“ ja noch nicht und in den Stadtwald und noch einmal zum „Residenzverlag“ könnte es mich auch verschlagen…
Sonst den Rest der Sommerfrische vielleicht schreiben und nur jeweils kurz eine Runde in Richtung Ochsenburg oder St. Pölten fahren und den Alfred am Samstag natürlich auf dem Markt treffen und am Sonntag auf die Rudolfshöhe wandern, wenn der Wirt dort aus dem Urlaub zurück ist.
Die Sommerbücher sind ja jetzt auch ziemlich gelesen. Nach den „Sommertöchtern“ kommt in Wien schon die Herbstvorschau dran und vier tolle Bücher, Krimis, Thriller, das über Steg Larsson und die Sophie Kinsella werde ich mir auch nach Harland mitnehmen, damit auf der 2013 Leseliste nichts überbleibt, bevor ich dann noch einen Marathontag machen werde und mit dem Buch aus der Telefonzelle, das ich am Freitag gefunden habe, vielleicht in Richtung Herzogenburg fahre und vor jedem Bankerl stehenbleibe…
Dann wird auch schon bald der 14. August kommen und da wird ja die Longlist des deutschen Buchpreises bekanntgegeben. Zwanzig tolle Mainstreambücher, die wir unbedingt bis Weihnachten lesen oder kaufen sollen.
Die Hotlist der Indepentverlage gibt es schon und ich werde den Rest des Sommers, die Leseliste in der richtigen Reihefolge weiterlesen und weiterschreiben, wenn es geht und wenn nicht „Ich kann es doch nicht“, bloggen, versuchen ein bißchen geduldiger mit mir sein, denn wenn man, wie das der Fall ist, schon 1497 Blogartikel, vierzig Jahre, 33 Bücher, 30 selbstgemachte, zwei bei großen, eines bei einem Kleinstverlag und viele Texte in Anthologien geschrieben hat, ist man seine Hemmungen ein bißchen losgeworden und es ist ja schön, daß ich so viel schreibe und nur schade, daß es mir nicht und nicht gelingt, damit aufzufallen.
Also auf ins neue Schreiben und wenn ich hier ein bißchen Anfeuerung und Unterstützung finde, wäre das nicht schlecht, wenn nicht gehts weiter wie gehabt und ist eigentlich auch egal!

2013-07-17

St. Pöltens Bücher

Filed under: Uncategorized — jancak @ 16:49

Über die Buchhandlungen in St. Pölten, respektive den „Thalia“ in der Kremsergasse habe ich ja schon öfter geschrieben, bzw. habe ich mich dort hinbegeben, um die Abverkaufskisten zu plündern oder mich auch mal nach dem Putzen auszuruhen oder ein 5 Stunden Urbanwriting an den schönsten Plätzen der Stadt, eine Idee auf die mich um Weihnachten Anni Bürkl brachte, zu machen.
Diese Idee mich an fünf Tagen je fünf Stunden in die Stadt zu begeben, habe ich auch im September in Wien vor, wenn es an das Plotten des „13-Kapitel“-Projektes geht.
Jetzt habe ich mich mal zwei Monate zur Sommerfrischen-Stadtschreiberin gemacht und da sollten St. Pöltens Bücher oder die Buchhandlungen der Stadt drinnen sein.
Denn Buchhandlungen sind natürlich im Zeiten des Bücherumbruchs und des Buchhandelssterbens ein wichtiges Kulturgut, obwohl für mich ja nicht unbedingt so sehr. Habe ich ja eine Bücherliste zehn Jahre im Voraus und gehe lieber zu den Bücherschränken, als zu den netten Einzelbuchhändlern, die mich nur anzuschauen brauchen, um mir dann fünf Bücher auszusuchen, für die ich ihm einen Hunderter hinlege.
Das mache ich natürlich nicht. Deshalb bin ich für den Buchhandel wahrscheinlich auch eher ein Schreckgespenst, als ein gern gesehener Gast, obwohl mich der Hauptverband immer gratis auf die Messe läßt und mich Ingrid Führer im Mai auch auf eine Buchparty einlud.
Trotzdem gehören Buchhandlungen zum Stadtschreiben, hat Cornelia Travnicek, die derzeitige Stadtschreiberin von St. Pölten Wolfgang Tischer für seinen Bachmann-Podcast ja in die Buchhandlung Heyn in Klagenfurt gebeten und die ist sehr kundenfreundlich, trägt den Müttern den Kinderwagen hoch und hat auch ein paar Katzen mit denen die Kinder spielen und signierte Bücher hält sie auch in großen Stapeln bereit.
Jetzt bin ich auch nicht unbedingt eine Autogrammsammlerin und lasse mir nur selten etwas unterschreiben, daß das Buchhandlungssterben aber in aller Munde ist, das kann man auch auf Steglitz-Blog bemerken, die dort regelmäßig Buchhändler und Händlerinnen interviewt, die erklären, warum man in eine Buchhandlung gehen soll?
Ich tue das eigentlich nur, wenn ich eine Abverkaufskiste draußen finde oder wie jetzt, wenn ich darüber schreiben will. Als ich das das letzte Mal zu Weihnachten machte, war ich vorher beim Friseur und habe dort die St Pöltner Stadtzeitung „mfG“ gelesen und erfahren, daß engagierte junge Frauen, meist Sozialarbeiterinnen, kleine Geschäfte in der Stadt aufmachen.
Darunter eine Buchhandlung in der Schreinergasse, die wollte ich mir schon immer anschauen, habe es das letzte Mal aber irgendwie nicht geschafft, weil ich nicht wußte, wo die Schreinergasse ist. Als ich dann am Freitag vor zwei Wochen kurz nach sechs dort war, habe ich sie nicht gefunden und jetzt, am Mittwochmorgen, wo ich meinen Buchhandlungstag machte, ging ich durch die Schreinergasse, aber keine Buchhandlung, nirgends.
Es gibt aber den „Thalia“, der vor einigen Jahren noch unter dem Namen „Amadeus“ in der Kremsergasse eine Filiale aufmachte und gleich einige Buchhandlungen, darunter das „TaBü“ mitnahm, wo wir der Anna öfter etwas kauften. Die ehemalige Buchhändlerin von dort, habe ich dann einige Male gesehen, es gab auch einige Zeit ein samstägiges Brunch, jetzt ist sie, glaube ich, schon in Pension und bei der Abverkaufskiste, bei der, wo die Bücher 3.99 kosten und wenn man drei nimmt, ist das vierte gratis, bin ich am vorigen Samstag das letzte Mal mit dem Alfred gewesen und habe mir acht Bücher genommen, die nicht unbedingt nötig waren und auch nicht unbedingt so besonders, als ich heute meinen „St. Pöltner-Büchertag“ dort begann, habe ich gleich Interessanteres gesehen, wollte aber keinen Großkauf machen. Dann habe ich aber Helene Hegemanns „Axolotl Roadkill“ entdeckt und konnte nicht widerstehen und als ich vorher beim Suchen der neuen Buchhandlung, am Bücherflohmarkt der städtischen Bücherei vorbeigekommen bin, habe ich zwei ganz alte Bücher Heines „Buch der Lieder“ und den „Der Golem“ von Gustav Meyrink entdeckt. Man sollte fünfzig Cent dafür zahlen, die Büchereifiliale war aber noch geschlossen.
Ein Programm für meinen Buchhandlungstag habe ich mir auch festgelegt. Zuerst kurz den Abverkaufstisch umschnuppern und dann schauen, was es Neues gibt? Fünf Bücher aussuchen und je ein Kapitel daraus lesen. Das klingt spannend, obwohl ich bei solchen Aktionen meistens nicht sehr geduldig bin. Eine Buchhändlerstimme war auch zu hören, die einem Herrn erklärte, daß das Buch, das er suchte nicht mehr im Handel zu bekommen sei. Der Verlag hätte es herausgenommen. Es gäbe um 9.90 aber noch ein paar Restexemplare und er zählte auch gleich die Filialen auf, wo es noch zu bekommen wäre.
„Der Onlinehandel zerstört sehr viel!“, erklärte er noch und ich hatte das, wovon ich immer lesen kann, nun auch direkt bestätigt bekommen. Bei den Büchertischen fand ich einiges Bekanntes. Die Doris Knecht, Zdenka Becker und die Bücher, die die Blogger derzeit lesen. Cornelia Travniceks „Chucks“ und Milena Michiko Flasars „Ich nannte ihn Krawatte“ nicht mehr. Dafür waren die Bücher von Joachim Meyerhoff auf den Bestsellerstapeln zu finden. Dann gab es noch einen Chick Lit Tisch und einen mit den Krimineuerscheinungen und da bin ich gleich fündig geworden.
„Axolotl Roadkill“ hatte ich schon in der Hand und werde es noch diesen Sommer lesen.
Bei den Krimis gab es Anni Bürkls vierten „Göttinnensturz“ und da warte ich ja schon, eimal etwas im Schrank zu finden, war bei der Präsentation des ersten „Schwarztee“ in Lihotzkys Literatursalon und bei „Ausgetanzt“ gab es eine große Diskussion, die mich zu den „Sommerlöchern“ veranlaßte, also habe ich gleich ein hineingeschnuppert, denn die Teelady Bernike hat ja im Ausseerland einen Teesalon und findet immer wieder Leichen und bei Beate Maxian, die ich vor einigen Wochen in der Hauptbücherei hörte, geht bei „Tod hinterm Stephansdom“ eine schwarze Frau in der Blutgasse spazieren, bzw. ermordet offenbar eine solche im ersten Kapitel einen Mann und scheint sich bei ihm für etwas zu rächen. Dann war noch Hannes Steins „Der Komet“ interessant, denn da geht es um Wien und um eine Utopie, was gewesen wäre, wenn der Thronfolger in Sarajewo nicht ermordet worden wäre und es World War I und II nicht gegeben hätte?
Im ersten Kapitel fährt jedenfalls einer mit einem alten Aufzug, von denen es einige auch noch zu geben scheint, hoch, besucht einen literarischen Salon und hört einer Lesung einer steirischen Slowenin zu. Joachim Meyerhoffs zweites Buch „Wann wir es endlich wieder so wie es nie war,“ wo er seine Kindheit in der Psychiatrie beschreibt, habe ich mir auch geholt, da hat meine Geduld aber nicht mehr für das ganze erste Kapitel gereicht, habe ich ihn ja auch schon bei „Rund um die Burg“ gehört und in Klagenfurt hat er auch gelesen und da wurde auf den Blogs diskutiert, ob er eine Stelle aus dem Buch gebracht hätte, aber das darf nicht sein, da wird man vom Wettbewerb ausgeschlossen, wie es Gabriele Petricek einmal passierte.
Das fünfte Buch war dann der Roman von Roman Ehrlich mit dem er keinen Jurypreis sondern nur den der automatischen Risenmaschine gewonnen hat. Den Roman „Das kalte Jahr“, das gleich nach dem Leser bei „Dumont“ erschienen ist und in dem einer nach einer Umweltkatastrophe in sein Elternhaus kommt und dort nur ein fremdes Kind findet, das an Bomben oder an ähnlichem bastelt.
Inzwischen wurde es in der Buchhandlung immer voller, ich habe noch kurz in Rene Freundlichs „Unter Fischen“ hineingeschnuppert, den umtriebigen Buchhändler zu einer Frau sagen hören, daß es die von ihr gewünschten Bücher nur mehr im Antiquariat gäbe und festgestellt, daß es Sarah Kuttners „Wachstumsschmerz“ und „Mängelexemplar“ noch im reglären Verkauf gab. Eines von den beiden hat mir der Alfred um Weihnachten am Abverkaufsstoß gekauft, das andere gab es in der Billig-Buchhandlung in der Wienerstraße, die damals zusperrte.
Als ich soweit war, war es halb zwölf und ich bin zum Mc Donald gegangen, um mir einen Cheeseburger mit Tomate und kleinem Pommes frites und danach noch ein Eis zu kaufen und bin dann in den „Schubert“ in die zweite St. Pöltner Buchhandlung gegangen, die es noch gibt, nachdem ich die neue nicht gefunden habe. Dort hole ich mir ja manchmal das Buch zum 23. April und habe 2009 nach dem Buch zum deutschen Buchpreis gefragt.
Da gab es auch eine Abverkaufskiste, einen Novitätenstoß und einen Buchhändler der freundlich grüßte.
Ja, richtig, ein Leseprobenbüchlein habe ich bei „Thalia“, dort, wo sich das ehemalige Cafe, das es jetzt nicht mehr gibt, befand, auch bekommen. In Jennifer Shaw Wolf „Wo die Liebe totet“ und in Karen-Susan Fussel „Liebe macht anders“ kann ich mich hineinlesen und dann werde ich mich für den Rest der Woche auf einen Lesemarathon begeben und „Fünf Bücher in viereinhalben Tagen“ oder so lesen und mit Sarah Kuttners „Mängelexemplar“ beginnen.

2012-09-06

Die Lizenz zum Schreiben

Filed under: Uncategorized — jancak @ 07:30

Die, die regelmäßig meinen Blog lesen, wissen ja, daß ich ein Problem mit meiner „Erfolglosigkeit“ habe. Da schreibe ich und schreibe und es kommt nicht dabei heraus, als an die dreißig Selbstpublikationen, ein einsames Bloggen, ein Hoppeln von Veranstaltung zu Veranstaltung und das mehr oder weniger laute Jammern darüber. Meine Leser nehmen es kommentarlos hin, meine liebe Psychologiekollegin Irmgard Gelter, die mir einmal ihren Job auf der HNO-Klinik, Sprachambulanz verschaffte, mailte mir im Juli, daß ihr mein Leiden an der mangelnden Resonanz auffalle „Aber Wünsche und Hoffnungen haben wohl die meisten Menschen und nicht alle gehen in Erfüllung!“, was wohl stimmt, aber sehr schwer zu verstehen und zu akzeptieren ist. Für mich jedenfalls und da sich vor ein paar Tagen Viktor Frankls Todes- oder Geburtstag jährte, hörte ich im Radio eine Logotherapeutin sagen, daß der große Arzt und Psychologe oder Neurologe, denn Psychologie hat er wahrscheinlich nicht studiert, uns in den KZs vorlebte, daß man aus jeder Situation einen Sinn ziehen kann. Das genau ist mein Dilemma, denn was ist der Sinn, wenn man schreibt und schreibt und es kommt nicht das dabei heraus, was bei den anderen selbstverständlich scheint.
Da gibt es junge Frauen, die sind 1988 der 1989 geboren, bringen ihren ersten Roman bei Kiepenheuer und Witsch heraus und stehen auf der ORF-Bestenliste auf Platz eins und ich schreibe und schreibe, mache ein Buch nach dem anderen und blogge dann darüber, wer heuer auf die Longlist des dBP gekommen ist und wer bei Rund um die Burg lesen darf.
Nicht gerade lustig diese Hoffnunglosigkeit und wahrscheinlich schwer einen Sinn darin zu sehen, zumindestens ist mir das noch nicht gelungen. Denn die Alternative, die ich sehe, ist aufzuhören und das will ich nicht. Dagegen wehre ich mich mit Händen und mit Füßen uns so schreibe ich und schreibe und bin wegen dem ausbleibenden Erfolg schon ein bißerl depressiv.
Ich weiß schon, ich muß es nicht, will es aber und habe wahrscheinlich viel mehr geschrieben, als die meisten, die auf der Longlist des dBp stehen und wenn ich das blogge, ist ein Schweigen die Folge, was auch nicht gerade lustig ist.
Ich sollte nicht soviel jammern, denke ich dann manchmal und tue es trotzdem immer und immer wieder, denn es strömt aus mir heraus und ist auch das, was ich mir denke.
Die Lizenz zum Schreiben, Anni Bürkl hatte diesen Satz auf ihren letzten Blog und bietet auch Schreibseminare und Coachings an, die offenbar auch angenommen werden.
Ich denke mir manchmal, daß mir die Lizenz zum Schreiben fehlt, daß ich, als die vergeben wurde, gerade nicht anwesend war, weil ich mich zufälligerweise immer zur falschen Zeit am falschen Platz aufzuhalten scheine, auch nicht sehr lustig.
Meine Freundin und Autorenkollegin Ruth Aspöck, der es wahrscheinlich auch nicht viel besser, als mir geht und die ihre „Edition die Donau hinunter“, höchstwahrscheinlich auch deshalb gegründet hat, damit sie ihre eigenen Bücher verlegen kann, hat meine Anfragen, meine Bücher bei ihr zu machen, immer abgewiesen und in sich in ihrem „Blindschleichenbuch“ auch gefragt, was die Maria, mein Alter Ego, zum Schreiben animiert?
Das weiß ich auch nicht so genau, es ist mir jedenfalls sehr, sehr wichtig, wahrscheinlich, weil es das Einzige in meinen Leben ist, was ich nicht so erreicht habe, wie ich es wollte und es gab einmal einen GAV-Kollegen, der wahrscheinlich auch nicht so besonders gut schrieb, dann hat die Feministin ihn verlegt und als ich ihn fragte, ob er sich bei ihr beworben hat, sagte er etwas überheblich „Ich doch nicht, das habe ich nicht nötig!“, später hat er ihr dann eine Klage angedroht, weil sie ihm ein Honorar für eine Lesung nicht zahlen konnte, weil sie das Geld nicht hatte.
Das ist wahrscheinlich der Unterschied zwischen den Männern und den Frauen, die Männer sind von sich überzeugt, die Frauen fragen nach und zweifeln und es ist nicht gerade lustig, sich beispielsweise am Volksstimmefest mit Julya Rabinowich über den Alpha Preis, für den sie ja nominiert ist, zu unterhalten und zu wissen, da hast du mit deinen Büchern keine Chance und wenn du zu der Veranstaltung gehen willst, um darüber zu schreiben, wirst du auch noch hinausgeschmissen, obwohl sie öffentlich ausgeschrieben war.
Was ist die Lösung aus diesem Dilemma? Ich habe keine, wie meine Leser ebenfalls wissen werden. Denn ich will nicht aufgeben und das Selbstbewußterwerden, wie ich es inzwischen praktiziere, hilft auch nicht wirklich weiter, wenn ich jemanden meinen Bücher zeige und der sie mit gespreizten Fingern nimmt und gedehnt „Sehr schön!“, sagt und sich nach dem Verlag erkundigt.
Denn was macht man, wenn man schreibt und schreibt und kein Verlag will eine, aus welchen Gründen auch immer, vielleicht habe ich es ein bißerl patschert angestellt, bin nicht sehr selbstsicher, habe kein Charisma, etc, was macht man da, wenn man nicht aufhören will? Darf man da weiterschreiben und sich selber verlegen.
Nein, habe ich bisher immer gehört und erfahren. Das darfst du nicht! Da hast du keine Chance! Inzwischen hat sich das ein wenig geändert, weil es ja die E-Books gibt, die jeder bei Amazon verkaufen kann, aber ob mich da wer kaufen würde, bin ich eigentlich skeptisch, bin ich ja schon einmal alleine bei einer Lesung gewesen. Das Danebenstehen mit seinen Büchern ist aber nicht so leicht und das Bloggen ohne Resonanz auch nicht, obwohl ich sehr froh über diese Möglichkeit bin und sie auch sehr intensiv nütze und wenn auch nur um zu jammern, denn das ist ehrlich und wird mit Herzblut praktiziert!
Thomas Wollinger veröffentlichte auf seinen Blog Schreiben, das Mail einer Sechzehnjährigen, die auch die Frage nach dem Sinn stellte und er hat ihr sehr lang, sehr intensiv und sehr wertschätzend darauf geantwortet.
„Weitermachen, denn es ist alles schon in dir!“
Das würde ich auch so sagen und ist auch das, was ich selber so gerne hören würde und offenbar immer überhöre.
Du darfst schreiben und auch Schreibseminare besuchen, mußt aber nicht unbedingt veröffentlichen, wäre eine Antwort.
Aber dann bist du weg vom Fenster und die Eigenintitative hat bis vor kurzem ja nicht viel gegolten. Ich habe keine Antwort auf diese Frage und sie beschäftigt mich immer noch und immer wieder, auch in Zeiten des E-Books, weil ich ja meine Bücher nicht bei Amazon einstelle, sondern immer noch fünzig Stück bei digiataldruck.at drucken lasse, da schon meine Nachahmer habe, die dann irgendeinen Verlagsnamen draufschreiben oder auch nicht, zwei immer in meiner Handtasche trage, im Augenblick schon vier Bücher habe, die aufs Fertigwerden warten und gespannt bin, wie meine Lesung am 29. 10. in der Alten Schmiede werden wird und da habe ich auch schon Horrorvisionen, daß ich da vielleicht ganz alleine lesen werde.
Ganz so schlimm ist es nicht, nach der Tiefe der Sommerlöcher, gibt es kleine Lichtblicke, so hat mich Stefan Schmitzer am Samstag beim Volkstimmefest auf meinen Text angesprochen und Nadine Kegele hat mir gemailt und gemeint, daß ihr mein Text gefallen hat.
Das gibt es auch und das hat mir gut getan, noch dazu, da ich an diesem Tag wieder zweihundert Besucher im Literaturgeflüster hatte und der Wieser Verlag meine Rezension über Axel Karners neues Buch schon am Abend auf seiner Seite angeführt hatte, obwohl ich ihn nicht verlinkt habe.
Manchmal werde ich und das Literaturgeflüster also schon bemerkt und dann wieder öfter übersehen und ich schreibe natürlich weiter, solange mir etwas einfällt und das tut es noch und denke mir nur, daß das so schwer ist, hätte ich im Jahre 1973, als ich damit angefangen habe, nicht gedacht und besonders viel Glück habe ich wohl nicht auch dabei gehabt. Ich tue es trotzdem, beharrlich und verbissen und ein bißchen, habe ich es wahrscheinlich inzwischen auch gelernt.

2012-09-03

In den Herbst

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:48

Am Wochenende vor dem Wiener Schulbeginn findet traditionellerweise das Volksstimmefest statt, auf dem ich heuer, wenn ich richtig gerechnet habe, das zwanzigste oder einunzwanzigste Mal gelesen habe, dann komme ich von meiner Harlander Sommerfrische zurück, das Wetter wendet sich manchmal und man geht mit Schirm und Regenjacke auf das Fest, so wie heuer oder es ist noch eine Weile sommerlich schön und heiß, wie, glaube ich, in den letzten Jahren.
Die Veranstaltungen fangen wieder an, die ich dann meistens sehr ausgehungert besuche, war in den Sommermonaten ja nichts als tote Hose oder Sommerlöcher, obwohl es ja die Festspiele gibt und auch hin und wieder eine Literaturveranstaltung. Heuer war da aber nicht sehr viel, da ich ja nicht zu den Ö-Tönen nach Wien fahre oder dort bleibe. Ich habe viel gelesen und die Großen der Vergangenheit entdeckt und wenn ich jetzt so die Veranstaltungsprogramme durchsehen, muß ich wohl auch noch eine Weile warten, denn das Gerede, um die Wirtschaftskrise und die Einsparbemühungen, hat wohl auch zur Folge, daß es erst später anfängt.
Und so werde ich wohl diese Woche mehr in Wien sitzen und lesen, als zu Veranstaltungen gehen. Der Rathausplatz hat geschlossen und die Alte Schmiede und das Literaturhaus noch nicht aufgemacht und das sind auch die einzigen Programme, die ich bis jetzt bekommen habe.
Die Alte Schmiede öffnet am siebzehnten September mit ausgewählten literarischen Neuerscheinung, nämlich mit Barbara Frischmuths Roman „Woher wir kommen“ und das habe ich mir natürlich schon dick angestrichen und das Literaturhaus beginnt am Mittwoch darauf mit der Verleihung des Walter-Rode-Preises, da weiß ich nicht, ob ich hingehen werde.
Diese Woche liest am 4. Emily Walton bei den ÖVP Bezirksfrauen des 6. Bezirkes, aber bei ihren Buchpräsentationen, war ich auch schon und der Residenzverlag hat mir geschrieben, daß beim Thalia eines seiner Sachbücher vorgestellt werden wird. Sonst weiß ich nicht viel Literarischen. Das heißt das Programm der Hauptbücher ist schon bekommen und da liest am Donnerstag Martin Horvath aus „Mohr im Hemd“, aber da kommt mein Fix-Klient und am Freitag liest Manfred Rumpl im Thalia und da will der Alfred nach Harland fahren, um die Gartenarbeit zu machen.
Am 12. Septemer bittet der Hauptverband in die Grünangergasse zur Verleihung des Leo Perutz-Krimipreises, da stehen Manfred Rebhandls „Das Schwert des Ostens“, Edith Kneifls „Der Tod fährt Riesenrad“, Georg Haderers „Der bessere Mensch“ und dann noch Thomas Raab und Anne Goldmann, zu deren Büchern ich nichts sagen kann, auf der Shortlist und das wird wohl die Veranstaltung sein, mit der ich meinen Literaturherbst beginne, wenn ich nicht noch inzwischen von einem anderen Highlight erfahre.
Ein paar Vernissagen gibt es, glaube ich und Otto Lambauer hat mich auch zu einer in den zehnten Bezirk, wo es ja ein neues Kulturzentrum gibt, eingeladen und der „Rund um die Burg“-Literaturmarathon“, sollte am 14. und 15. September stattfinden oder doch erst am 5. und 6. Oktober?
Programm scheint es noch keines zu geben, ich habe nur bei http://www.buecher.at gelesen, daß es da neue Veranstalter gibt.
Also bin ich gespannt, werde wohl mit dem Alfred dieses Wochenende nach Harland fahren, um dann die zwei folgenden in Wien zu bleiben, denn am 21. und 22. September gibts die „Tage der offenen Tür“ des Writersstudio mit seinen Schnupperseminaren, die ich sehr empfehlen kann und am 22. verlost Frank Gassner im Rahmen einer Grundstein-Veranstaltung Karten für die Buch-Wien und noch andere Goodies an die, die sich bei seiner Bücherkasten-Aktion beteiligt haben.
Einige Neuerscheinungen wird es wohl noch zu besprechen geben. Vielleicht kommt der neue Weidenholzer-Roman zu mir, würde mich freuen. Von Haymon habe ich ja noch einiges Altes aufzulesen, wie das Buch der Marianne Gruber und bei dem ganz Alten wartet, ja noch das erste Buch der Ruth Aspöck auf mich. So ist der Bücherherbst bei mir derzeit noch ein bißchen intensiver, als die Veranstaltungen, die erst nach und nach beginnen, obwohl ich mich, ja schon sehr darauf freue und beim Volksstimmefest, das den Veranstaltungsherbst eröffnet hat, war ich ja schon und bin sehr bereichert zurückgekommen.
Der Alfred hat auch zwei Veranstaltungen im Radio Kulturhaus gebucht und einige Veranstaltungen, die im Literaturhaus und in der Alten Schmiede im September und im Oktober stattfinden, habe ich mir auch angestrichen.
Also auf in den literarischen Herbst und natürlich das Selberschreiben nicht vergessen. Daß die „Wiedergeborene“ bald erscheinen wird, hoffe ich sehr. Noch sind ein paar Fehler darin zu finden.
„Kerstins Achterl“ ist zu korrigieren, bevor ich mich an die Arbeit des „Literaturgeflüster-Texte-Buchs“ machen kann und der Alfred vielleicht Zeit findet, die „Paula Nebel“ zu übernehmen und zu einem Buch zu machen.
Ich bin gespannt, habe vorgestern schon mit meiner ersten Herbstlesung begonnen, mich inzwischen auch zur Poet-Night am 22. September im Siebenstern angemeldet und stelle am 29. Oktober meine bis dato letzte Neuerscheinung „Die Frau auf der Bank“ in der Alten Schmiede bei den Textvorstellungen gemeinsam mit Anita C. Schaubs und Andrea Stifts neuen Büchern vor.

2012-09-02

Zum Volksstimmefest

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:11
Christoph Kepplinger

Christoph Kepplinger

Gerald Grassl

Gerald Grassl

Am Samstag hat es an den Volksstimmefesten öfters geregnet und am Sonntag war es dann wieder schön, trotzdem melde ich mich immer für den Samstag an, wahrscheinlich, weil ich es dann hinter mir habe oder, daß ich es nicht versäume und so bin ich auch diesmal mit dem Regenschirm und der Regenjacke über den Donaukanal hinmarschiert.
Das Motto war „Ihr nennt uns Menschen, wartet noch damit“, ein Jura Soyfer Zitat, der ja heuer seinen hundertsten Geburtstag hätte und so habe ich mir auch, den „Langen Brief an den Herr Kurz“, einen eher satirischen Text, der zum Thema passt zum Lesen ausgesucht und stand als dritte oder vierte auf der Leseliste.

Karin Jahn

Karin Jahn

Eva Jancak

Eva Jancak

Als erstes hätte der 1957 geborene Manfred Bauer lesen sollen, der am elften August gestorben ist. So las Christoph Kepplinger seinen Nachruf vor, dann folgte Gerald Grassl mit einem Text aus der Tarantl, der auch eine Art Nachruf auf die verstorbenen Autoren, die am Volksstimmefest gelesen haben, darstellte, Franz Kain, Eugenie Kain, Helmut Zenker, Arthur West, etc, wie soll man da fröhlich sein und feiern, lautete seine Frage.

Brigitte Schimmerl

Brigitte Schimmerl

Rudolf Lasselsberger

Rudolf Lasselsberger

Karin Jahn folgte mit einer Begegnung, die sie mit einem Autor hatte, der sein Manuskript einen Kleinverleger gab und ihm seine Vorschläge für den Frieden unterbreitete. Dann kam ich mit meinen langen Brief gefolgt von Brigitte Schimmerl, die glaube ich, zum ersten Mal las und kurze Szenen hatte, die die Gesellschaft wiederspiegeln, also das schildern, was man beispielsweise so in der U-Bahn erlebt, sowie Rudolf Lasselsberger und Stephan Eibl Erzberg, die Gedichte hatten.
Dazwischen folgte eine Rochade, denn diesmal lasen wir auf der Bühnen und nach vier oder fünf Autoren gab es einen Wechsel. Magdalena Knapp-Menzl, die ja, glaube ich, auch Schauspielerin ist, hatte wieder einen ihrer prägnanten Texte „Sie befinden sich im Hauptmenü, wenn Sie, Freiheit wollen, drücken Sie die eins. Bitte warten, bitte warten, dazwischen spielen wir ein bißchen Musik: Brüder zur Sonne, zur Freiheit, Brüder zum Lichte empor!“, sang sie mit lauter Stimme.

Stephan Eibel Erzberg

Stephan Eibel Erzberg

Magdalena Knapp-Menzel

Magdalena Knapp-Menzel

Denn 1979 geborenen und in Graz lebenden Stefan Schmitzer, habe ich ja durch das Volksstimmefest kennengelernt und dann ein paar seiner Lesungen besucht. Er las seine Gedichte aus dem Laptop vor. Dann folgte Nadine Kegele, von der ich auch schon einiges hörte, mit einem sprachlich sehr anspruchsvollen Text über das Leben einer Mutter mit zwei Kindern.

Stefan Schmitzer

Stefan Schmitzer

Nadine Kegele

Nadine Kegele

KurtO Wendt las aus dem neuen Roman, der ihm Frühjahr in einem kleinen sehr engagierten Verlag erscheinen soll und der dasselbe Personal, wie „Sie sprechen mit Jean Amery, was kann ich für Sie tun!“, den er ja im vorigen Jahr am Volksstimmefest präsentierte, hat. Magda hat das Callcenter verlassen, arbeitet jetzt bei den Wiener Linien und geht mit ihrem Chef fein essen.

KurtO Wendt

KurtO Wendt

Susanne Ayoub

Susanne Ayoub

Susanne Ayoub, die ich ja auch ganz gut kenne, las eine Szene aus einem Theaterstück, wo es auch um Unterdrückung und Ausgrenzung ging und Eva Schörkhuber, die ich vom Vorjahr kenne, hatte einen Text zu den Sommerlöchern und wie man die journalistisch mit Gummienten füllt.
Dann kam Julian Schutting mit einen Moskau Impressionen und hat glaube ich, zum ersten Mal, am Volksstimmefest gelesen.

Eva Schörkhuber

Eva Schörkhuber

Julian Schutting

Julian Schutting

Danach gab es wieder Kaffee und Kuchen am Favoritner Stand und einen Autorenplausch. Die Bruni habe ich begrüßt, eines ihrer Enkelkinder gesehen und mit Stefan Schmitzer über meinen Text diskutiert, dann ging ich zur Jura Soyfer Bühne, denn die, wo wir gelesen haben, heißt jetzt Siebensternbühne, hat aber schon einmal Jura Syfer Bühne geheißen und damals gab es auch das Bild des Autors darauf zu sehen. Auf der jetzigen Jura Soyfer Bühne, wo wir auch schon gelesen haben, traten um sechs Christoph und Lollo „Ich hab so Angst vor dem Islam“ auf und um halb acht Willi Resetarits und Sabina Hank mit von Texten von Jura Soyfer und H.C. Artmann.

Helmut Rizy

Helmut Rizy

Gregor M. Lepka

Gregor M. Lepka

Am Sonntag gings gleich weiter mit dem linken Wort und einem Monsterprogramm. Das Wetter war sehr schön und daher dementsprechend mehr Leute bei der Siebensternbühne. Hilde Schmölzer, Elfriede Haslehner, Judith Gruber Rizy, etc, habe ich gesehen und mich mit ihnen unterhalten.
Begonnen hats mit einer Tonbandaufzeichnung von Sophie Reyer, die, glaube ich, in Köln oder sonstwo verhindert war. Ein sprachlich sehr schöner anspruchsvoller Text „Weiße Lappen vor den Mündern“, wenn es um die Beschreibung von der Atomkatastrophe von Fukushima ging.

Waltraud Seidlhofer

Waltraud Seidlhofer

Thomas Northoff

Thomas Northoff

Helmut Rizy folgte und seine Geschichte hat mich auch beeindruckt „Der Mensch ist es Menschens Wolf“.
Ein alter Mann, der den Ich-Erzähler in einem Wirtshaus um ein Bier anschnorrt, sagt ihm das Zitat auf lateinisch und erzählt ihm die Geschichte, wie er alles verloren hat, weil er gegen eine mächtige Firma prozessieren mußte.

Lisa-Maria Rakowitz

Lisa-Maria Rakowitz

Karin Gayer

Karin Gayer

Dann kamen Gregor M. Lepka und Waltraud Seidlhofer aus Wels, die zum ersten Mal beim Volksstimmefest gelesen haben. Gregor M. Lepka mit zeitkritischen Gedichten, Waltraud Seidlhofer mit einem ebenfalls sehr interessanten Text, in drei Teilen „Wachsen“. Im ersten Teil werden die Einkaufszentren geschildert, die alles verdrängen und die Waren, die ausgeschieden werden, weil sie nicht mehr verkaufbar sind. Im zweiten Teil wurde kurz die Armut skizziert und im dritten folgte die Utopie, daß in der Stadt Gemüse und Obst angepflanzt und so die öffentlichen Räume zurückerobert werden. Thomas Northoff hatte ein Poem mit dem Namen „Nein Eleven“, wo die Amerikaner mit S S abgekürzt wurden, stars and stripes und es um den 11. September geht.

Ludwig Laher

Ludwig Laher

Lisa Lercher

Lisa Lercher

Dann folgte wieder ein junges mir unbekanntes Literaturtalent, Christoph Kepplinger scheint da seine Beziehungen zu haben und sehr viel solche zu kennen.
Lisa-Maria Rakowitz, 1988 in Villach geboren und in Wien lebend, die sowohl Medizin als auch Germanistik studierte und Gedichte zum Leben hatte, wo das letzte, ein Herbstgedicht, auch den Wunsch ausdrückte, Obst zu essen und von der Autorin als hoffnungsvoller und versöhnlicher angekündigt wurde.
Karin Gayer war mir ebenfalls unbekannt. Sie wurde 1969 geboren, hat bei Arovell veröffentlicht und brachte auch sozialkritische Gedichte zum Thema vor.

Johannes Schrettle

Johannes Schrettle

Max Höfler

Max Höfler

Während Ludwig Laher, der jetzt wieder ein neues Buch bei Haymon herausgebracht hat oder bringt, sich mit seinem Text direkt auf Jura Soyfer bezog. Denn der hat mit dreiundzwanzig Jahren, 1935 ein Theaterstück geschrieben, das 2035 heißt und darin macht er sich in Form einer Geschichtsstunde über die Dreißigerjahre des vorigen Jahrhunderts lustig, wo die Leute alle auf der Straße mit „Heil Hitler“ oder „Heil Staremberg“ grüßten und damit eine seltsame Heilslehre ausdrückten. Die Schüler treffen die jungen Mädchen von der Venus auf ein Rendezvutscherl und als der Lehrer fragt „Was wissen Sie über die Kultur der Neunzehndreißigerjahre?“, sagen die nichts und bekommen ein sehr gut dafür.

Lale Rodgarkia-Dara

Lale Rodgarkia-Dara

Gerhard Ruiss

Gerhard Ruiss

Die Krimiautorin Lisa Lercher, die schon einige Krimis bei Milena hat, von denen ich auch einige gelesen hatte, hatte einen Praterkrimi in „Tatort Prater“, der am Volksstimmefest spielt. Eine alte Feministin kommt nach Wien zurück und trifft dort einen Mädchenbeschneider, den die Damen dann am Klo überwältigen und offenbar kastrieren. Als es besonders spannend war, waren die acht Leseminuten dann zu Ende.
Johannes Schrettle und Max Höfler auch zwei jüngere Literaturtalente, von denen ich Max Höfler schon einmal am Volksstimmefest hörte, hatten einen Gemeinschaftstext und Lale Rodgarkia-Daras Text hatte wieder mit Jura Soyfer zu tun, er war aber sehr theoretisch, so daß ich ihn nicht ganz verstanden habe. Gerhard Ruiss präsentierte Kurzgedichte und erinnerte an Arthur West und Werner Herbst, er begrüßte auch Edith West, die im Publikum saß, dann folgte Rolf Schwendter, der auf die Poet Night hinwies, die am 22. September im Siebenstern stattfinden wird, zu der ich mich gleich angemeldet habe und dann eines seiner Anlaßgedichte „Ihr nennt uns Menschen, laßt euch Zeit damit“, in der bekannt Schwendterischen Manier vortrug.

Edith West

Edith West

Rolf Schwendter

Rolf Schwendter

Der anschließende Tratsch bei Kaffee und Kuchen war wieder sehr interessant und literarisch intensiv. Gerald Grassl hat uns Belegxemplare der „Tarantel“ gegeben, wo Lutz Holzinger einen Artikel über Jura Soyfer hat und Alfred das Foto beisteuerte, daß er während der Lesetheateraufführung „So starb eine Partei“ aufgenommen hat.
Mit Julija Rabinowich habe ich bei der Siebensternbühne über den Alpha-Literaturpreis gesprochen, während „Nino aus Wien“ sang und total viele Zuhörer hatte und auch bei „Attwenger“ auf der Jura Soyfer Bühne war es total voll. Wir sind dann etwas früher gegangen und haben den lieben Rudi, Traude Korosa, Ludwig Laher und einen Krimiautor in der Straßenbahn getroffen und jetzt habe ich noch ein paar liebe Mails von Nadine Kegele bekommen.
Und hier gehts zum Archiv

2012-08-23

Übers Krimischreiben

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:13

Jetzt hätte ich fast den neuen Literaturskandal versäumt. Die Sommerlöcher neigen sich zum Ende, die Herbsproduktion beginnt und neben den Listenfavoriten, gibt es noch viele andere „Schreibe-Möchtegerns“ und da ist der Krimi sehr beliebt, denn den wollen ja sehr viele Leute lesen und so gibt einen regelrechten Boom an Regional- Stadt- Land- Hard- oder Softscorekrimis und die aus Schweden sind besonders beliebt.
Da gibt es, die von Per Wahlöö und Maj Sjöwall aus den frühen Siebzigerjahren mit sozialkritischen Inhalt und die von Henning Mankell und weil die so erfolreich waren, folgten dann noch Hakan Nesser und Ake Edwardson, die ich auf der Leseliste von 2015 habe, etc und über die des 2004 verstorbenen Stieg Larsson gibt es in dem Spiegel, den der Alfred in Nida kaufte, einen Bericht. Sie wurden nach seinem Tod sehr erfolgreich, die Millionen erbten dann der Vater und der Bruder und die Lebensgefährtin ging leer aus und hat jetzt ein Buch darüber geschrieben und im August soll oder sollte ein neuer Schwedenkrimi herauskommen.
Per Johansson „Der Sturm“, der in Schonen spielt, wie die Krimis von Wallander und einen ermodeten Zeitungsstarjournalisten zum Inhalt hat.
Hat es da nicht etwas Ähnliches 2002 mit Martin Walsers „Tod eines Kritikers“ gegeben?
Richtig, der Journalismus hat es inzwischen entlarvt. Per Johansson gibt es nicht und der Krimi wurde von einem Arzt und einem Reporter der Süddeutschen Zeitung geschrieben, der ermordete Journalist könnte, sollte Frank Schirrmacher sein und der Skandal ist da, was ja in Zeiten nach der Buchpreislistenbekanntgabe einige sehr interessante Fragen aufwirft, die ich in der Hitze der Harlander Terrasse, die es zu Mittag gab, gerne beantworten will, denn, daß die die schreiben wollen, sich bevorzugt in Krimis versuchen, ist ja zu bemerken.
Anni Bürkl hat das getan und bei Gmeiner inzwischen schon einige herausgebracht. Edith Kneifl hat einen neuen bei Haymon, den mir der Alfred gestern nicht öffnen konnte, er erscheint aber ohnehin erst im September und die E-Book Autoren versuchen sich, wie z. B der Schreibtischtäter Matthias Brömmelhaus alias Bela Bolten auch damit.
Die verwenden dann auch oft Pseudonyme, um ihre Idetität oder ihre anderen Karrieren zu schützen oder, wie es die bissigen Reporter schreiben, weil von einem Feuilletonchef der Süddeutschen ja keiner einen Krimi nehmen würde, was eigentlich sehr schade ist,
Mit dem schwedischen Namen kann er aber bei Fischer erscheinen und die Leute stürzen sich darauf, so oder so.
Ich stehe den Pseudonymen ja sehr skeptisch gegennüber und würde nie eines verwenden, obwohl ich ja eigentlich einen Doppelnamen habe, aber unter Jancak habe ich schon geschrieben, als ich noch nicht verheiratet war und die sogenannten Gebrauchsautoren, habe ich inzwischen begriffen, müßen das tun, denen schlagen die Verlage das vor, warum und wieso habe ich auch nicht sehr verstanden.
Frank Schirrmacher und die anderen Journalisten haben sich und ihn aber erkannt und nun scheint es wieder eine Diskussion über „Schlüßelromane“, die man ja angeblich nicht schreiben darf, zu geben, obwohl die Autoren, wie ich lesen konnte, fassungslos waren, von Zufall sprachen und Herrn Sch. gar nicht damit meinten.
Als 2002, der „Tod eines Kritikers“ erschienen ist, war ich erfreut, denn ich habe ja im „Tod eines Jurymitglieds“ einige Jahre früher versucht, einen Krimis zu schreiben, obwohl ich das gar nicht kann oder will.
Denn ich möchte keine Gewalt verbreiten und halte das viele Morden, das in den Krimis passiert für unrealistisch. So sind die Morde bei mir keine und so werden meine Opfer meistens von Ästen erschlagen und dann sind es keine wirklichen Krimis, sondern nur Satiren darauf und mir ist wieder mal ein Fenster zum Literaturbetrieb verschlossen geblieben.
Mit dem Schreiben habe ich also meine Schwierigkeiten, obwohl ich es mit „Tauben füttern“ dann noch einmal versuchte, mit dem Lesen eher nicht. Denn eigentlich lese ich Krimis ja sehr gern. Sie sind spannend, oft auch sozialkritisch und man kann sie auch in den Bücherkästen finden, weil sie ja in großen Auflagen erscheinen. So hat sich bei mir nach und nach die ganze Donna Leon Reihe angesammelt und von Andrea Camillieri findet man auch sehr viel.
Auf die Bürkl Krimis muß ich noch warten, aber erst am Montag einen bei Molden 2012 erschienen Krimi, der ganz neu zu sein schien und dessen Autor, Mitglied in der Glauser Jury ist, gefunden und auch einmal ein kleines Büchlein, das bei einem Krimi Workshop entstanden ist und Einblicke gibt, wie man Krimis schreiben und was man in solchen Kursen lernen kann.
Ich kann auch noch hinzufügen, daß Jens Linder ja bei Piper auch einemal einen Krimi geschrieben hat, der denen von Janet Evanovich so ähnlich war, daß der Verlag ihn vom Markt genommen hat.
Ja, ja, die Leute wollen schreiben und die Leser, den berühmten Namen und die, die selber Krimis schreiben beklagen, daß jetzt immer mehr sogenannter „E-Book-Krimischund“ erscheint oder stürzen sich mit Wonne auf die Entlarvung, des vermeintlichen schwedischen Starautors.
Die verdienen mit ihren Krimis sehr viel Geld, die E-book Schreiber hoffen darauf mit ihren Gratisaktionen und die, die die Volkshochschulkurse besuchen, fallen vielleicht immer noch den Zuschußaverlagen herein. Solche Bücher habe ich auch schon gefunden und ich lese sie auch gern, denn ich bin und das halte ich auch für die Lösung des Problems sehr offen, schaue gerne über den Tellerrand hinaus und interessiere mich für alles.
Für mich muß ein Buch keinen Starautor zum Verfasser haben und auch nicht bei Rohwolt oder Fischer erschienen sein, aber eine derartig überfüllte Bücherwelt, wie wir sie haben, braucht wohl ihre Skandale, um überhaupt auzufallen und macht sie sich vielleicht auch selbst. Für die Sommerlöcher ist das sicher gut und für den Herbst, wenn das Weihnachtsbucheinkaufen beginnt, wahrscheinlich auch.
Und was die Aufregungen betrifft, so würde ich Thomas Steinfeld rechtgeben, wenn er sagt, daß in jedem anständigen Krimi ein Mord passieren muß, so wollens die Leser und in denen der weniger prominenten Autoren passiert wahrscheinlich auch, daß sie dabei beispielsweise an ihre Tante denken, ohne daß sie ihr natürlich Böses wollen, aber sie hat ja so charakteristische Eigenschaften und bei einem Debut wird man sich überhaupt an Bekanntes halten und so nimmt ein Reporter eben seinen Chef als Vorbild, sein Pech ist nur, daß den auch die Feuilltonkollegen kennen, sich mit Wonne darauf stürzen und das Buch dann gleich als schlecht bezeichnen, was es vielleicht gar nicht wäre, wenn ein Unbekannter das Debut geschrieben hätte, aber dann wärs wahrscheinlich auch BoD und nicht bei S. Fischer erschienen. Was mir persönlich mißfällt ist, daß in der noch unentdeckten Erstform, die jetzt offenbar eingestampft wird, eine Übersetzerin aus dem Schwedischen angegeben wurde und das ist ja, was mich an den Pseudonymen stört, daß da die Leser getäuscht werden, die sich das offenbar auch gerne lassen.
Daß das Ganze „Der Sturm“ heißt, ist natürlich auch sehr interessant, waren die Aufregungen also vielleicht doch gewollt, um die Leute zum Kaufen zu bewegen?

2012-08-01

Reisevorbereitungen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:45

Langsam kommt der geplante Urlaub näher, am Donnerstag werden wir ja zwei Wochen in die baltischen Staaten nach Lettland, Estland, Litauen fahren und noch einen kleinen Abstecher nach Finnland machen, um den Norbert, einen Freund Alfreds zu besuchen, weil es uns im vorigen Jahr in den Masuren so gut gefallen hat und wir noch ein Stückchen weiter fahren wollen.
Das muß natürlich vorbereitet werden. Die schöne Tasche, die mir der Alfred aus Australien mitbrachte, lag in Wien schon lang mit den Büchern und den Broschüren der litauischen Autoren, die ich mir 2002, aus Frankfurt mitbrachte, bereit. Ernst Wiecherts „Kleine Passion“, das auf der Leseliste bald an die Reihe kommt, habe ich auch hineingepackt und dann noch die beiden Geschenkbücher vom Welttag des Buches, wo es ums Reisen bzw. um Europa geht.
Vorher habe ich noch ein paar der Herbstneuerscheinungen aufgelesen, die mir der Haymon-Verlag als Vorab- E-Books schickte und damit, als passionierte Badewannenleserin eine ganz neue Leseerfahrung gemacht. Es geht aber und man kann sich daran gewöhnen, habe ich bei den ersten Versuchen festgestellt und da man die Bücher erst im August besprechen soll, werden sie, wenn wir durch die baltischen Staaten fahren nach und nach erscheinen, wenn alles klappen sollte, so daß das Literaturgeflüster nicht ganz auf Sommerfrische geht.
Mit Jochen Jungs „Wolkenherz“, einer leichten Sommergeschichte, wie in der Beschreibung steht, die sich aber als eine Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod, entpuppte, habe ich schon begonnen. Dann wäre als nächstes Georg Haderers Krimi „Engel und Dämonen“ drangekommen, was mich besonders gefreut hätte, am Wochenende einen Krimi zu lesen, nur leider klappte es nicht ganz, das PDF zu bekommen, da ich ja keinen E-Bookreader habe, sondern am Laptop lese. Also habe ich Joseph Zoderers „Mein Bruder schiebt sein Ende auf“, auch eine Erzählung über das Älterwerden und das Sterben vorgezogen, aber vorher noch die ersten zwei Kapitel des Haderer Krimis gelesen, da man die schon im Internet und auf der Autorenseite finden kann, als kleine Einstimmung auf das Buch, das ich jetzt in Printform zu bekommen scheine.
Am Samstag in die Stadt gefahren, um den Alfred dort zu treffen, denn meine Leser wissen es wahrscheinlich, da war ich ja am Mittwoch beim Thalia und habe ein bißchen den Bücherstoß umgegraben, wo es die 3.99 Abverkäufe gibt. Sybille Lewitscharoffs „Montgomery“ gefunden, das ich einen Moment lang mit „Apostoloff“ verwechselt habe, Kafka für Eilige, Ilija Trojanows und Julie Zehs „Angriff auf die Freiheit“ und die Bücher tapfer liegen lassen, weil ich sie ja nicht wirklich brauche.
Dann hat es mich aber doch gepackt und ich habe, während der Alfred beim Friseur war, noch einmal die Stöße umgewühlt und wahre Gustostückerl darin gefunden. Jan Kossdorfs „Spam“ zum Beispiel, das ist zwar kein Taschenbuch, es gab aber einmal eine Lesung daraus in St. Pölten, vielleicht ist es von damals übergeblieben. Eva Baronsky „Herr Mozart wacht auf“, wo ich, glaube ich, einmal eine Lesung auf einer Buch-Wien hörte, Ingo Schulze „Adam und Evelyn“, ein Fast- Buchpreis-Gewinner von 2009, glaube ich. Nick Hornby „All you can Read“, Hornby über seine Bücher, auch darüber habe ich schon viel gehört. Ein, was ich erst später bemerkte, Klever-Buch Adelheim Dahimenes „Rauchernovelle“, die ich ja 1996 kennenlernte, als sie beim Bachmannpreis gelesen hat und die inzwischen gestorben ist. Matthias Frings „Der letzte Kommunist“, da habe ich in Leipzig einmal davon gehört. Ganz besonders interessant Judith Zanders „Dinge, die wir heute sagten“ 3-Satz Preis der Tage der deutschsprachigen Literatur von 2010, glaube ich. Rainhard Kaiser-Mühlecker „Der lange Gang über die Stationen“. Dann noch einen Weihnachtskrimi und zuletzt noch Markus Orths „Hirngespinste“, zehn ausgesuchte Gustostückerln. Die anderen habe ich liegenlassen, Kerstin Hensels und Kurt Tucholskys Gedichte beispielsweise u.u.u.
Jetzt habe ich also wieder zehn neue Bücher, meine Leser werden denken, sie kann es nicht lassen und ich habe keine Ahnung, wie ich sie auf meine Leselisten bringen, denn da habe ich ja inzwischen einiges Alte daraufgesetzt, so daß gar kein Platz ist, für diesen oder die nächsten Sommer. Aber da muß man doch zugreifen oder?
Ich mußte jedenfalls und werde es schon irgendwie unterbringen und interessant war noch etwas, denn während die Evi vom Cafe Uranus oder Zwillingsleiden noch vor einer Woche oder so beklagte, daß es dieses Kultbuch dieses Sommers „Shades of Grey“ nicht zu kaufen gibt, liegen jetzt große Stöße davon auf den Tischen und die Leute sprechen auch davon. Es gibt sogar einen Artikel darüber im Wochenend-Standard und der wurde, das ist ganz besonders interessant, von Nadine Kegele geschrieben, der Literaturwissenschaftlerin und Autorin, die ich am Volksstimmefest kennenlernte und inzwischen auf einigen ihrer Lesungen war. Sie habe ich übrigens sehr oft bei meinen Suchanfragen der letzten Tage, wo ich ja auch schon einmal einen Artikel daraus machte und auch Sandra Gugic wird viel bei mir gesucht bzw. gefunden und das ist wahrscheinlich deshalb, weil sie auf die Longlist des fm4-Preises gekommen ist. Was ich meinen Lesern auch noch mitteilen wollte, bevor es in den Urlaub geht und auch, wie ich ergooglet habe, daß sie inzwischen nicht mehr in Wien, sondern in Leipzig studiert. Die anderen der Ausgewählten kenne ich nicht, werde aber vielleicht noch von ihnen hören und da die „Vorschau der Wiedergeborenen“, was mich sehr freut, inzwischen auch erschienen ist, kann ich ziemlich unbelastet mit meiner Büchertasche losfahren. Manuskripte nehme ich nicht mit. Da korrigiere ich weiter, wenn ich zurück bin, nur ein Heft für Reiseeindrücke, denn vielleicht werden wieder ein paar Texte entstehen und nach dem Urlaub weiterlesen und weiterschreiben. Die Sommerlöcher werden dann auch geschlossen sein, denn dann wartet schon die Longlist des dBp auf mich und vielleicht ein weiteres Vorablesen. Anna Weidenholzers Buch will ich mir noch bestellen und mich sonst mit dem Begnügen was mir Haymon schickt und das ist ja genug, wenn man soviel Altes hat, was auch noch nicht gelesen ist. Ob ich dann ruhiger geworden bin und weniger schreibe, weiß ich nicht, aber wahrscheinlich wird es dann erst recht viel zu Veröffentlichen geben und die Lesung am Volksstimmefest, zu der ich alle, die Lust dazu haben, recht herzlich einlade, gibt es auch.
Dazwischen gab es noch einen kleinen Mailwechsel mit Dine Petrik wegen ihrer Veranstaltung im Jänner über die ich ja berichtet habe und der das Bild, das der Alfred von ihr machte, nicht gefiel. Leider haben offenbar nicht alle Kollegen so großes Vergnügen, wie ich am Literaturgeflüster, das ja der Versuch ist, mich in diese Literaturbetrieb sichtbarer zu machen.
„Wer schreibt bleibt!“, hat mir meine liebe Psychologie-Kollegin Irmgard am Samstag auf meine Jammerartikel auch geschrieben, bei mir ist aber das „Recht zu schreiben“, wie Cornelia Travniceks Volltext-Text mit dem sie als Bachmannleserin vorgestellt wurde, heißt, offenbar nicht nicht so eindeutig ausgeprägt. Zumindest stoße ich überall auf Grenzen, als ob man nicht über Lesungen, die man besucht, die Bücher, die man liest, etc berichten darf. Einen kleinen Teilerfolg kann ich aber schon vermelden, da es inzwischen vorkommt, daß sich Kollegen, die mich auf Veranstaltungen übersahen, anschließend bei mir gemeldet und entschuldigt haben.
Jetzt gibts eine kleine Literaturgeflüsterpause, für alle, die sich darüber freuen und für die, die es vermissen, nachher die Reiseimpressionen.

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