Literaturgefluester

2011-11-03

Von allen Anfang an

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:27

Christoph Heins „Von Anfang an“, schildert das Leben eines pubertierenden Jungen in einer ostdeutschen Kleinstadt in den Fünfzigerjahren. Daniel ist ein Pfarrersohn, „Pfaffe“ sagen die Kinder und die Lehrer in der DDR-Schule, der Vater ist streng aufrecht und korrekt und wenn der Sohn einen Tadel bekommt, schreibt er schon mal eine ironische Bermerkung in das Mitteilungsheft, so daß sich Daniel ihm nicht mehr zu sagen traut, wenn ihn die Lehrer wegen seines politisch indifferentn Verhaltens hänseln, er hat eine Schwester Dorle und vier, fünf Brüder, das heißt der fünfte kommt erst auf die Welt, als er schon in West-Berlin in die Ostklasse eines Gymnasiums geht und während die Mutter mit dem vierten schwanger ist, können die Geschwister erleben, daß sie Monate lang nicht mit dem Vater spricht, offenbar die einzige Möglichkeit des Widerstands gegen unerwünschte Kinderschaft, die die aufrechte Pfarrersfrau hatte, die vor dem Krieg Op-Schwester war und so eine gute, daß der Chefarzt nur mit ihr operieren wollte.
Das Buch beginnt an dem Tag, an dem sich Daniel von seiner Tante Magdalena verabschiedet, weil er in den Westen geht und endet mit ihren Tod und dem Bedauern, daß er nicht zum Begräbnis fahren konnte, weil ihm der Schuldirektor und der dortige Pfarrer abriet, da er ja die Republik verraten hatte und auf der Liste stand…
Dazwischen liegt eine Nachkriegskindheit in dem überfüllten Pfarrerhaus, wo das Geld an allen Ecken und Enden fehlt und auch noch die Großeltern aufgenommen werden müßen, weil der Großvater ein aufrechter Gutsverwalter sich weigerte in die Partei einzutreten und daher das Staatsgut nicht mehr verwalten konnte. Und der Zwölf-Dreizehn-Vierzehnjährige beschreibt in der Nachkriegs-DDR hauptsächlich das Erwachsenwerden und die Erlebnisse mit dem Mädchen, obwohl ihn auch der Leipziger Wissenschaftler, den die Kreisschulbehörde schickte, um den Schülern „flüßige Luft“ vorzuführen“ sehr beeindruckte, wenn auch weniger wegen der flüßigen Luft, als durch die Gerüchte, daß er schwul sei, die einer der Klassenkameraden ausstreut, so daß der Herr Doktor von der Polizei einvernommen wird und keine Genehmigung mehr bekommt Schüler zu unterrichten, was die Klassenlehrerin den neugierigen Schülern am nächsten Tag „mit hygienischen Maßnahmen“ erklärt.
In sich geschlossenen Kapiteln wird diese DDR-Jugend erzählt. Der sommerliche Besuch bei den Großeltern am Gut Holzwedel, wo Daniel mit seiner Schwester in einer Kammer schlafen muß, wo es einen großen surrenden Elektrokasten gibt und er sich vor Spinnen fürchtet, es gibt aber auch den älteren Gutsarbeitersohn Jochen mit dem er an den Russensee fahren will, was verboten ist, weil es dort noch Mienen gibt, da sich aber Jochen dort mit Pille, einer Landarbeitertochter, die Krankenschwester werden will, trifft, gerät Daniel vollends aus dem Häuschen, beschließen sie doch dort nakt zu baden, so daß er ihre rötlichen Schamhaare sieht und später noch zuschauen kann, wie sie Jochen in sich hineinläßt, was ihn so aus der Fassung bringt, daß er auf ihren Fahrradsattel abspritzt und sich dann Sorgen macht, daß er womöglich der Vater von Pilles Baby ist, mit dem sie sich ihr Leben versaute.
Die Sommerferien sind aber ohnehin bald vorbei, die Eltern holen die Kinder wieder ab und Daniel kann miterleben, wie sich die Mutter mit der Großmutter streitet und als ein Zirkus auf der Nachbarwiese sein Gastspiel gibt, freundet er sich mit dem Artisten Kade an, der so grüne Augen wie der Evangelist Lukas hat, hilft ihm beim Aufstellen der Scheinwerferständer und führt ihn durch das langweilige Städtchen, wo sie seine Geografielehrerin, eine verheiratete Frau und Mutter zweier Kinder treffen, die sich in den Artisten verliebt, so daß Daniel, als er Kade im Wohnwagen besuchen geht, „Frau Blüthgens nackten Hintern“ sehen kann und weil er die Gedichte so schön deklamieren kann, schlägt ihn die Deutschlehrerin für den dramatischen Zirkel vor, so daß er nach Dresden zu einer Aufführung fahren kann, dort spielt er den schönen Johnny, wo sich die schöne Mareike in ihn verliebt und erzählt, daß sie am liebsten nackt tanzt, was die beiden gleich ausprobieren. Nur wird er von einem Klassenkameraden erwischt und der Lehrerin verpetzt und aus ist es mit der Empfehlung an die Oberschule.
Aber Daniel will ohnehin nach West-Berlin, wo schon sein zwei Jahre älterer Bruder ist und den darf er eines Sonntags, wo er sonst immer in die Kirche gehen muß, mit den Eltern und den ganzen Geschwistern besuchen und als sie von der Polizei angehalten und gefragt werden, in welches Berlin sie fahren, ist der Vater stolz, daß er nicht lügen muß, als er „in das demokratische“ sagt. Bei der zweiten Polizeikontrolle will der Polizist die Adresse wissen und da muß der Herr Pastor mit roten Kopf die Adresse eines Ostberliner Konsistoriums angeben, das er manchmal besucht und als die Familie in einer Konditorei am Kurfürstendamm ein Stück Kuchen essen, erfahren sie über eine Leuchtschrift von den Ereignissen in Budapest, wohin gerade die russischen Panzer rollen…
So geht das Kinderleben dahin, leicht und locker erzählt und endet in der Rückschau mit dem Tod Tante Magdalenas und dem langen Brief, den der Vater schrieb, um zu trösten.
Christoph Hein wurde 1944 in Schlesien geboren und lebt in Berlin. Sein Roman „Drachenblut“ hat, glaube ich in der DDR oder auch im Westen großes Aufsehen erregt. Ich habe ihn noch zu DDR-Zeiten gelesen und wahrscheinlich in der Zentralbuchhandlung gekauft oder ihn mir von der Gall Maria aus Budapest mitbringen lassen, weil es dort in den frühen Achtzigerjahren sehr billige DDR-Bücher zu kaufen gab. Zuletzt ist „Weiskerns Nachlaß“ von ihm erschienen und wurde auf der Frankfurter Buchmesse am blauen Sofa vorgestellt.

2017-07-11

Das Challenge-Fortsetzungsgeschichtenprojekt

Die zwei Monate Schreib- und Recherchevorbereitung mit der ich unter anderen den Mai und den Juni verbracht habe, sind vorbei und nun liegen achtzehn Fortsetzungstexte, die ich größtenteils nach Annika Bühnemanns Schreibimpulsen, beziehungsweise  bei zwei Schreibgruppen geschrieben habe, vor mir.

Zur Erinnerung, irgendwann im März, April oder vielleicht auch schon früher, als ich noch am „Bibliotheksgespenst“ korrigierte, bin ich daraufgekommen, daß ich als nächstes eine Geschichte über eine Frau, die jeden Abend in einer Pizzeria ein Glas Wein trinkt,  schreiben möchte, denn ich komme, wenn ich am Abend von der „Alten Schmiede“ oder auch der „Gesellschaft für Literatur“ nach Hause gehe an einer Pizzeria vorbei und da habe ich oft eine ältere Dame sitzen sehen.

Nun ja, nun gut und nicht die erste Geschichte einer depressiven Frau aus meiner Feder, da habe ich  schon einges bei meinen inzwischen schon über vierzig selbstgemachten Büchern, das dann so gut wie unbeachtet geblieben ist und ich dachte dann auch „Uje, nicht schon wieder über eine depressive Frau und nicht schon wieder mit einer Idee anfangen, dann  ein paar Wochen korrigieren, in ein paar weiteren Wochen damit ertig sein und es gibt das fünfundvierzigste oder sechsundvierzigste Buch, keiner schaut es an und nur mein Kritiker Uli schreibt vielleicht „Nö, das interessiert mich nicht!“

Um das zu vermeiden kam dann die Idee zuerst mit dem Recherchieren anzufangen, also in Wien herumgehen und Idee und Einfälle sammeln und vielleicht vorher Skizzen und Studien schreiben, bevor ich mit der Romanarbeit beginne.

Dazu kam dann ganz zufällig Annika Bühnemanns zehn Geschichten Projekt, die im Monat Juni zehn Gescichten veröffentlichen wollte, dazu aufrief und  auch die entsprechenden Schreibimpulse gab, die ich für mich sehr brauchbar fand.

Im April bin ich, glaube ich, mit dem Korrigieren der Dorothea Wewerka fertig geworden, da hatte ich dann schon die Idee mit den Zwillingsschwestern, dem verheimlichten Kind, dem Moritz Lichtenstern in Berlin, der Lily in New York, etcetera und in der Mai Schreibgruppe habe ich dann die erste Szene nach Annika Bühnemanns Impuls über einem Süchtigen zu schreiben, der seiner Sucht nicht nachgehen kann, begonnen.

Dann habe ich bevor wir an den Bodensee gefahren sind, noch schnell zwei oder drei weitere Szenen geschrieben, bin dann zurückgekommen, der Alfred ist mit dem Karli nach Berlin geflogen, ich bin mit der Ruth in den öffentlichen Raum gegangen, habe das „Blogbusterleseprobenbuch“ gelesen, mein Literaturgeflüster gefeiert, bin in die Seestadt und in den böhnmischen Prater gegangen und habe dann ziemlich zu ende meiner Strohwitwenzeit mit zwei Tage Zeit für einen Fortsetzungsgeschichtenmarathon genommen.

Habe zu den Schreibimpulsen entlang meinem Handlungsfaden, die Personenbögen hatte ich schon ausgefüllt, Szene für Szene geschrieben, habe vorgehabtr das bis Ende Juni zu machen, bin aber schon nach dem Szenenmarathon draufgekommen, daß ich eigentlich mit meinem Roman oder es ist wahrscheinlich wieder nur eine längere oder vielleicht auch kurze Erzählung, wie das „Haus“, das „Schutzengelchen“ oder „Paul und Paula“ im Großen und Ganzen fertig bin, noch ehe ich mit dem richtigen Schreiben begonnen habe.

Achtzehn Geschichten habe ich jetzt im Blog, die, glaube ich, wenn ich sie chronologisch ordne und vielleicht noch das eine und das andere ergänze, die Slavenka Jagoda muß ich noch nach New York statt nach Wien schicken,  den ganzen Handlungsbogen abgeben.

Den Ordnungsversuch habe ich jetzt gemacht, das Ganze dann kopieren, einzeln durchgehen und ergänzen in den Sommerfrischenwochenenden im Juni und August,  schauen, wie lang das Ganze wird, was noch geht, etcetera, aber die Geschichte hat sich, glaube ich in den zwei Schreib- und Recherchemonaten eigentlich von selbst geschrieben.

Ich verlinke jetzt die einzelnen Artikeln, so, wie ich glaube, daß sie in der Reihenfolge passen, wie ich sie mir dann kopieren und mit dem Ergänzen und Korrigieren beginnen will.

Ob es so ganz stimmt, weiß ich nicht, werde aber weiter berichten und meine Leser konnten mich diesmal direkt beim Schreiben beobachten, das Entstehen der Erzählung hautnah erleben und spannend wird es dann auch noch sein, wie weit sich die einzelnen Geschichten, dann vom Buchtext, den es ja wahrscheinlich wieder geben wird, unterscheiden.

Ich werde auch bei den Kapitelüberschriften bleiben und das Ganze wird „Besser später als nie“ heißen, was auch die Kapitelüberschrift der letzten Geschichte ist. Ja und richtig, ein Nachwort, wo das Ganze dann auch im Buch erklärt werden wird, soll es natürlich auch noch geben.

  1. Arbeitstitel: Sucht
  2. Wiedergutmachung
  3. Das Geheimnis
  4. Eine Frau auf Reisen
  5. Angekommen
  6. Das Gespräch
  7. Der Brief
  8. Eine unerwartete Aufforderung
  9. Ein verpatzter Valentinstag
  10. Die Verwechslung
  11. Erkenntnis am Hochzeitstag
  12. Mathildes Entscheidung
  13. Schwesternliebe
  14. Schneeflockentreiben
  15. Vergangenheitsbewältigung
  16. Der Traum
  17. Arbeitstitel: Denkmäler
  18. Besser spät als nie

2017-05-31

Hermynias Ende und Anfang

In der Bibliothek, die ich von meinen Eltern erbte, stand auch Hermynia zur Mühlens „Reise durch ein Leben“, die Geschichte der 1883 geborenen Aristokratin und Diplomatentochter, die bei der Großmutter in Gmunden aufgewachsen ist und dort zwei Freundinnen, ein Bürger- und ein Arbeitermädchen hatte.

In den Neunzigerjahren hat dann, glaube ich, der „Sisyphus-Verlag“, die „rote Gräfin“ entdeckt und ihre Autobiografie „Ende und Anfang“ herausgegeben und noch ein anderes Buch.

Dann kam der „Promedia-Verlag“ mit den „Töchtern der Nazinen“, wo wir die gleichen Protagonisten, wie in der „Reise durch ein Leben“ treffen, sowie „Ewiges Schattenspiel“ und „Als der Fremde“ kam.

Diese Bücher habe ich gelesen und irgendwann, wahrscheinlich auch in den Neunzigerjahren, ich habe noch nicht gebloggt, gab es im Literaturhaus eine Veranstaltung „Zum Tee bei Hermynia“ veranstaltet von der „Exil-Bibliothek“, wo auch Christiane Zintzen einen Vortrag hielt und es nachher, wie ich mich zu erinnern glaube, Tee und Brötchen gab, wo von Hermynia zur Mühlens Exil in England die Rede war.

Sie hat da sehr viel geschrieben und übersetzt. Upton Sinclair zum Beispiel und ich habe auch ein paar dieser Bücher in meinen Harlander Regalen, weil sie überleben mußte und sich dadurch, wie Ursula Seeber, glaube ich, anmerkte, auch ein wenig ausgeschrieben.

Mir würde da der gleiche Themen- oder der gleiche Personenkreis auffallen, aber ich habe nicht alles, nur vier Bücher gelesen und dann gibt es noch die „Frauen lesen Frauen-Gruppe“ des „Ersten Wiener Lesetheaters“ und die haben schon vor ein paar Jahren einmal  Hermynia zur Mühlen im Literaturhaus aufgeührt.

Und heute wieder, die Autobiografie, veranstaltet von Judith Gruber-Rizy, die einleitend den Lebenslauf der roten Gräfin erzählte und das war ein sehr bewegtes Leben. Denn bei der Großmutter in Gmunden aufgewachsen und sich sehr früh mit der sozialen Frage beschäftigt. Dann ist sie aber sehr viel mit den Eltern gereist, nach Algier, Venedig, Florenz, Paris, Alexandrienund hat auch in einem Pensionat gelebt.

Das Verhältnis zur Mutter dürfte ein schwieriges gewesen sein. Es gab einen „roten Onkel“ und der Vater, der der Tochter auch viel Bildung abverlangte. Aber sehr unzufrieden war, wenn sie sich unter ihrem Stand verliebte.

Sie hat dann einen baltischen Baron geheiratet, der sehr verschieden von ihr war und sich von ihm wieder getrennt.

Das beschreibt sie in ihrer Autobiografie, die mit dem ersten Weltkrieg endet. Die Scheidung von dem Baron und den Weg in ein selbständiges Leben, wo sie schriftstellerisch tätig gewesen ist, bezeichnet sie als Anfang.

Dann kam bald das dritte Reich, ihre Bücher waren auf den verbotenen Listen und die Emigration nach England. Die Rückkehr nach Österreich wurde ihr verwehrt und heute ist sie, die 1951 in England gestorben ist, wie die Lesefrauen erwähnten, ziemlich vergessen.

Für mich nicht so ganz und ich denke, sie wäre auch eine Kanditatin für die „Autorinnen feiern Autorinnen-Veranstaltung“, die ja Julia Danielcyck eingeführt hat.

Neben Else Feldmann würde ich sie mir sehr wünschen und im „Republikanischen Club“, wo die Veranstaltung stattgefunden hat, gab es wieder Wein, Knabbereien und Gespräche und da habe ich gehört, daß einige Besucherinnen meinten, sie hätten noch nie etwas von Hermynia zur Mühlen gehört, die ja inzwischen wieder außer ein paar „Promedia-Restbestände“ wieder vergriffen ist.

Da bin ich dank dem Bücherschrank meiner Eltern nicht so ganz ungebildet und auch gespannt, was ich vielleicht noch von der „roten Gräfin“, die sich so stark für die sozialen Fragen interessierte, hören werde.

2014-05-12

Am Anfang war das Wort

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:19

„Am Anfang war das Wort“, „Denn am Sabbat sollst du ruhen“, die 1947 geborene und 2005 verstorbene israelische Schriftstellerin Batya Gur verwendet für ihre Krimis biblische Zitate und die Literaturwissenschaftlerin und Gattin eines Psychoanalytikers, wählt auch die diesbezüglichen Sujets. Beim „Sabbat“ war das psychoanalytische Institut der Ort, wo der Mord geschah, beim „Am Anfang war das Wort“ geht es zu den Literaturdozenten an die Universität von Jerusalem und da ist Batya Gur eine, die alles sehr genau und ausführlich erzählt. So beginnt es mit einem Fakultätsseminar und wird für die, die sich vielleicht nicht so für Literatur, beim „Sabbat“ für die Psychoanalyse interessieren, ein wenig langweilig, denn da wird über die Literatur diskutiert und gestritten, beziehungsweise in die Psychoanalyse eingeführt.
Beim „Wort“ geht es um die Frage, was ein gutes Gedicht ist und da ich mich ja sowohl für die Psychotherapie als auch für die Literatur interessiere, habe ich beide Krimis sehr spannend gefunden. Plagiate interessieren mich ja auch, wenn ich mir am Anfang vielleicht ein wenig schwer tat, die wirklichen Dichter von den ausgedachten zu unterscheiden.
Aber Batya Gur ist eine, die wirklich alles sehr genau beschreibt und so schildert sie die Intrigen des Jerusalemer Literaturbetriebs so, wie sie auch ein uns ablaufen könnnten….
Da wird also über Literatur diskutiert in dem Institut für hebräische Literatur und da gibt es einen Professor mit dem Namen Scha`ul Tirosch, mit den Namen tat ich mir auch recht schwer und der ist ein interessanter Typ, nämlich ursprünglich in Prag geboren und über Wien nach Israel gekommen, ein bekannter Dichter und ein Frauenheld, ja richtig über Sex geht es in dem Krimi auch und da ist Scha`ul einer, der, obwohl er ja nicht mehr jung sein kann, immer eine Schale rote Nelken im Eiskasten stehen hat und die steckt er dann an und verführt sämtliche Sekretärinnen, Studentinnen, Dozentinnen und die Frauen des Institutspersonal.
So hat er mit der Frau von Tuwja Schaj was und mit der von Ido Duda` auch.
Einen Polizisten gibt es auch, das ist Michael Ochajon, der auch einmal Literatur studiert hat und der hat eine Beziehung zu einer verheirateten Frau und einen Sohn, der tauchen lernt und der starke Inspektor hat auch ein geheimes Makel, er hat nämlich Angst, um seinen Sohn und darum begleitet er ihn auf den Tauchkurs und wird dort Zeuge, wie der junge ehrgeizige Dozent Duda`j aus dem Wasser gezogen wird, weil in seiner Sauerstoffflasche Kohlenmonoxyd war.
Am Montag darauf findet man im Institut den Verführer tot in seinem Zimmer und Ochajon kommt, um alle zu verhören. In Israel wird man offenbar auch an einen Lügendedektor, eine Methode, an die ich nicht glaube, festgeschnallt und Ochajon verhört mit Wonne alle Verdächtigen und sonstigen Institutsmitglieder.
Da gibt es die Sekretärin und ihre Gehilfin, die eigentlich Psychologie studiert und über Zwangserkrankungen schreibt und eine wunderschöne Assistentin, die so labil ist, daß sie gleich in Ohnmacht fällt und sich nur an der Seite ihres Rechtsanwaltes verhören lassen will.
Sie hat auch ein Geheimnis, war sie doch einmal mit Tirusch verheiratet, dann hat er sie zur Abtreibung gewzungen und fallengelassen, lächerlich hat er sie auch überall gemacht und schlechte Gedichte hat sie auch geschrieben, was ihn aber nicht daran hinderte, sie in seinem Testament zur Erbin zu machen. Dazwischen geht Ochajon noch in die Vorlesung von Tuwja Schaj, der biblische Vergleiche zu den tatsächlichen Morden anstellt.
Bücher liegen auch überall herum, nämlich die eines Anatoli Ferbers, der im Gulag seine Gedichte schrieb und da war ich mir Anfangs nicht sicher, ob es den nicht wirklich gegeben hat und einen Vorstand, nämlich Professor Klein hat das Institut auch, der ist erst am Sabbat oder war es schon am Donnerstag vorher aus Amerika zurückgekommen und dort war auch der junge Dozent auf einen Forschungssemester, hat einen Rechtsanwalt besucht und ist sehr verändert zurückgekommen.
Ochajon ermittelt weiter, kommt auf eine außereheliche Beziehung des netten Professors drauf, der sich so fürsorglich um die labile Ja`el Eisenstein kümmert und auch den Inspektor bekocht. Aber dann war es doch nicht der Sex, sondern, daß Duda`j Tirosch auf ein Plagiat draufgekommen ist, der füllte das Kohlenmonoxyd in die Sauerstoffflasche, um nicht geoutet zu werden und Dozent Schaj, der dem Meister sogar das Verhältnis zu seiner Frau verzieh, ist enttäuscht und mußte morden.
Ein sehr bedächtiger und wahrscheinlich anspruchsvoller Krimi. Wenn man Vergnügen an der Literatur hat, wird man ihn gerne lesen.
Im Internet habe ich Rezessionen gefunden, wo sich die nicht so interessierten langweilten und das „Wort“ für den schwächsten Gur Krimi halten. Das würde es auch nicht so sagen, aber ich bin ja an der Literatur und, wie der Betrieb so läuft sehr interessiert. Trotzdem habe ich ein ganzes Wochenende an dem Buch gelesen, denn eines in das man schnell hineingezogen wird, ist es wahrscheinlich nicht.

2013-09-02

Männerfallen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 07:11

„Männerfallen“ ist der fünfzehnte „Mira-Valensky-Krimi“ von Eva Rossmann und juchu, vierzehn habe ich davon gelesen, da mir der Alfred die Bücher sehr lang zum Geburtstag oder zu Weihnachten kaufte.
„Evelyns Fall“ habe ich als Rezensionsexemplar bekommen.
„Unterm Messer“ nicht mehr, das hat mir dann der Alfred bei einer sehr überfüllten Krimi-Nacht, bei der ich mich regelrecht in das Cafe Landtmann drängte, gekauft.
„Unter Strom“, der vorletzte Krimi ist dann an mir vorbeigegangen.
Die 1962 geborene Verfassungsjuristin und Sachbuchautorin in Frauenfragen, hat inzwischen auch ein anderes Buch in einem anderen Genre „Krummvögel“ geschrieben und bei der letzten „Rund um die Burg“ daraus gelesen und jetzt ist wieder ein Krimi von ihr erschienen.
Scheint Eva Rossmann ja eine sehr fleißige konsequente Schreiberin zu sein, die immer aktuelle Themen aufzugreifen versucht.
Bei ihrem ersten „Walhlkampf“ haben wir einmal sogar gemeinsam bei dem Poetenfestival in Raabs gelesen. Ich aus den „Wiener Verhältnissen“ mein erstes DigiBuch, inzwischen gibt es dreißig selbstgemachte Bücher und fünfzehn Mira Valensky Krimis, die sich mit der Kosmetikindustrie, dem Kochen, dem Wein, der Armut etc auseinandersetzten.
Sehr aktuelle Themen halt, die Eva Rossmann und das war ein bißchen meine Kritik an den zwei letzten Büchern, die ich gelesen habe, nach demselben Schema aufarbeitete, so daß die Pause vielleicht ganz gut tat, denn „Männerfallen“ hat mir wieder sehr gut gefallen und ich würde es nach „Freudsche Verbrechen“, nach wie vor mein Valensky Hit an zweiter Stelle setzte, obwohl mich die gute Mira mit ihren vielen Fragen anfangs etwas nervte und ich mich auch nicht so genau auskannte, wie das nun mit der Frauengewegung zu verstehen ist?
Damit man mich jetzt nicht mißversteht, ich werde im November sechzig, nicht fünfzig wie Eva Rossmann ist und Mira im Buch langsam wird und habe von der Auf-Gründung und den Siebzigerjahren einiges mitbekommen, auch wenn ich nicht immer ganz aktiv dabei gewesen bin und nicht sehr oft ein Transparent in der Hand hielt.
Jetzt ist die Mira jedenfalls fast fünfzig und drängt sich zu Beginn des Buches im Museumsquartier, um bei einer Veranstaltung des Autors Thomas Pauer, dem mit „Sei ein Mann“ ein Bestseller gelungen ist, in dem er von der Unterdrückung der Männer spricht und immer wieder betont, wie stark seine Frau ist, weil sie sich traut, bei den Kindern zu bleiben, hineinzukommen. Was nicht so einfach ist, denn es drängen sich hunderte Frauen um einen Platz, stoßen und bedrängen Mira, so daß sie schließlich von einem Bodyguard zum Interview geführt wird.
Die Stimmung scheint Mira auch nervös zu machen, denn sie schickt den Fotografen, der sie begleiten soll, weg, interviewt dann den Autor, lernt die Verlegerin Farah Seifriedkennen, die nach Farah Diba heißt. Kocht ihrem Oskar dann was zu essen, aber vorher trifft sie noch Jana, die Tochter ihrer Freundin Vesna bei „frauen.com“ und eine kleine Demo mit Frauen die Transparente in die Höhe halten gibt es auch.
Die Anführerin ist Maggy Körmer, eine Rothaarige zwischen fünfzig und sechzig, die schon in den bereits erwähnten Siebzigerjahren dabei war und als radikale Feministin gilt.
Sandra Alman ist dagegen die Leiterin von „frauen.com“ und irgendwann wird Mira von Maggy Körmer zu einem Hotel gerufen, weil dort Thomas Pauer eine Studetnin, die ihm wegen einer Hausarbeit interviewen wollte, vergewaltigt haben soll.
Die Studentin sitzt halbnackt im Foyer und verschwindet dann, die Verlegerin gibt am nächsten Tag eine Pressekonferenz und stellt sich hinter ihrem Autor und Mira Valensky bekommt heraus, daß der zum zweiten Mal verheiratet und eigentlich ein Österreicher ist, obwohl er überall als Deutscher gilt.
Die Presse berichtet in ihrem Sinn und erklärt Nicole Moser, die Studentin zu einer radikalen Feministin, die sich dann im Waldviertel versteckt und von Maria, Vesna und Jana in sehr abenteuerlichen Umständen aufgesucht wird.
Inzwischen schickt auch Thomas Pauer ein Mail und lädt Mira zu einem Poetenfestival nach Sardinien, wo er ihr ein Interview geben will, seine Verlegerin ist dagegen und scheint überhaupt viel militanter als ihr Autor zu sein, der offenbar gar nicht so sexbesessen ist, wie er sich in seinen Büchern darstellt und auch keinen Überblick über alle seine Interviews hat.
Mira trifft ihn jedenfalls beim Joggen, wo sie sich am Bein verletzt und sie ist auch Zeuge eines Streits zwischen ihm und der Verlegerin, bzw. bekommt sie einen wütenden Anruf von seiner zweiten Frau mit.
Bei der Schlußveranstaltung des Festivals outet sich Pauer auch, daß er in Wirklichkeit ein anderer ist und, daß sich vieles ändern wird und wird am nächsten Tag, wir sind inzwischen auf Seite hundertsiebenundneunzig angekommen und fragen uns, wo die Leiche bleibt, tot an der Stelle aufgefunden, wo sich auch Mira ihr Knie verletzte.
Die fährt wieder zurück nach Österreich, sucht Nicole, die sie auch in Sardinien zu sehen glaubte, Maggy Körmer war mit ihren Trasparenten ebenfalls dort und findet sie im Krisenzimmer von „frauen.com“, wo sie von Sandra Alman versteckt wurde.
Nicole gesteht, daß die Vergewaltigung gar keine war und sie den Mann eigentlich hereinlegen wollte, der sich aber nicht hineinlegen ließ und wird dann, während alle nach der Verlegerin als Täterin, die sich das Heft nicht aus der Hand nehmen wollte, suchen, in einer Berghütte in Kärnten ebenfalls fast ermordet und ich habe einen spannenden sanften Krimi gelesen, der wieder auf auf viele Mißstände und auch ein wenig auf das Verlagsgeschäft aufmerksam macht.
Das Poetenfestival in Gavoi scheint es wirklich zu geben. Eva Rossmann scheint dort einmal eingeladen gewesen zu sein und als sie dort nach „Shades of Grey“ fragte, scheint ihr die Idee gekommen zu sein, den Stand der Frauenbewegung 2013 und wie weit sich die Frauen von starken blauäugigen blonden Männern immer noch manipulieren lassen, zu hinterfragen?
Kochrezepte gibt es auch wieder ein paar finden und die Geschichte, daß angeblich so starke sexbesessene Männer auch manchmal von Frauen hereingelegt werden können, haben wir ja wahrscheinlich vor kurzem bei Dominic Strauss-Kahn erlebt. Alles ist relativ und so habe ich das Buch spannend, frisch und originell empfunden, darf dem „Folio-Verlag“ für die Zusendung des Rezensionsexemplars danken und wie gewünscht auf die Veranstaltungen hinweisen, bei denen das Buch vorgestellt werden soll, eine davon wird die Wienerkriminacht am 17. September sein.

2011-12-19

Fallen auflösen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 10:45

Ich halte noch immer bei siebzehn Seiten, habe die Seite siebzehn aber bis zweieinhalb Zeilen hinuntergestrichen, als ich am Samstag, bei Kerzenschein vor dem neuen Bücherregal, den Wassili Scharkawili zu einem Albert Taher, koptischen Christen, aus Kairo machte, denn über die arabische Revolution etwas zu schreiben, ist sicher aktueller, als über einen Asylwerber aus Georgien. Vorher war ich beim Lidl einkaufen, bin da natürlich bei „Wortschatz“ vorbei, über den Zwillingsleiden schon wieder berichtet hat. Die herausgefallene Tür ist ihr entgangen, aber die wurde jetzt mit einer extra Sicherung befestigt und den Christbaumverkauf daneben gibt es auch. Man kann die Tür jetzt nicht mehr ganz aufmachen, schreibt Evi, soweit geht es aber, daß ich einen Fund machte, der mir bei meiner Recherchearbeit vielleicht ein wenig helfen kann. Gab es da ja ein Buch aus der Reihe Prague Noir „The Weeping Woman on the Streets of Prague“ und die Marianne reist ja dorthin, weil Jan da in der Karls-Universität ein Ehrendoktorat verliehen bekommt und ich habe in meinen letzten Bericht beklagt, daß das vielleicht etwas schwierig wird, denn ich war, glaube ich, das letzte Mal 1988 in Prag.
Beim Lidl gab es dann auch gleich etwas zu beobachten, nämlich eine eine ältere Frau mit Kopftuch mit vollen Einkaufswagen und etwa zehn Euro zuwenig im Börsel. Die Kassiererin schimpfte, der Securityguard stellte sich schweigend daneben, die Frau verstand nicht und die Verkäuferin schrie unentwegt, „Noch, noch, das gibts doch nicht!“, bis sie dann selber in den Einkaufswagen griff und ein paar Reispackerln hinausbeförderte. Jetzt könnte der Albert Taher bei einer Tante oder Frau wohnen, die keine koptysche Christin ist, nicht lesen und nicht Deutsch kann und mit einem vollen Supermarkt naturgemäß überfordert.
„Dann soll gehen heim, wenn nicht kann Deutsch!“, sagte noch die Kassiererin mit wahrscheinlich ungarischen Akzent. Ich bin das mit meinen Karotten, Parika, Milch und Joghurtbechern auch und dann am Nachmittag an meinem Schreibplatz im Wohnzimmer gesessen. Da habe ich mir zuerst die „Mimi“ durchgelesen, die JuSophie ja so gar nicht gefallen hat und habe ihre Kritikpunkte eigentlich nicht nachvollziehen können, so trivial finde ich es nicht und die Personenführung ist auch dichter, als vielleicht bei „Zwillingswelten“.
Selber kann man das vielleicht nicht so beurteilen natürlich, das weiß ich schon, daß meine Deutschlehrerin in der Straßergasse, die Frau Prof. Friedl, der ich noch immer sehr danke, von den Schularbeiten am begeistertsten war, wo mir der Schlußsatz fehlte und ich dachte „Ein nicht genügend wird es schon nicht werden!“, während es bei denen, die ich sehr gut fand, vielleicht ein befriedigend wurde. Und so ging es mir auch mit meinen Texten, da gibt es einige, wie zum Beispiel „Den Wiederstand beim Zwiebelschneiden“, wo ich mir „Null acht fünfzehn!“, dachte und dann wurde es weitergereicht und weitergereicht und alle waren begeistert, während zu anderen Texten die Reaktionen fehlen. Wie ich ja überhaupt ein bißchen den Eindruck habe, daß die meisten meiner Texte vielleicht nicht so bemerkt werden. Ich kann es nicht verändern oder nur bedingt, in dem ich im Literaturgeflüster über den Schreibprozeß schreibe und das ist zwar riskant, weil man damit Leser anziehen kann, die „Kaum zu glauben, was für Unsinn Sie schreiben, Sie wissen gar nicht, wieviel Schaden Sie damit anrichten!“, kommentieren. Aber das war nur einmal so und hilft ansonsten Klarheit zu finden, denn im Augenblick bin ich noch etwas verwirrt und natürlich, wieder viel zu schnell in die neue Idee hineingesprungen. Die war ja, drei Frauen zu verschiedenen Zeitpunkten in einer Wohnung, interessant und wusch an der Wand, denn wenn ich da von einer Großmutter schreibe, die zuerst eine jüdische Freundin versteckt, dann die, die im Ungarnaufstand aus Budapest flüchtete und die Tochter lernte mit Achtzehn auf der Uni den Dissidenten Jan kennen und die Therese den Vladi, Wassili oder Albert Taher aus Kairo, dann kann das vielleicht interessant sein und auch schon hundertmal beschrieben, aber nun müßte ich, wenn ich es trotzdem noch einmal versuchen will, zum Ausdenken und zum Recherchieren anfangen. Dann schreibe ich los mit der ersten Szene, die Theresa stößt, von der Uni kommend auf eine Demo, trifft dort den bewußten Flüchtling, der inzwischen dreimal seinen Namen geändert hat und dann habe ich beim Schreiben das „Show not tell!“ vergessen und erwähne die Oma mit ihren Freundinnen, die Mutter mit den Jan mehrmals, nehm mir so die Spannung weg und auf Seite siebzehn sitzt die Theresa nach dem Babysitten mit dem gefundenen Tagebuch da und ich tue dasselbe mit den Gedanken „Ich kann es nicht, ich kann es nicht!“
Daß ich da korrigieren sollte, weiß ich schon und habe das am Samstag auch getan. Aber vorher wollte ich noch eine Pause machen und mir die Werwolf-Weihnachtsgeschichte, die es bei literaturcafe.de zum downloaden gibt, anhören. Die, die sich jetzt wundern, ja, das lese oder höre ich sonst eher nicht, aber die Geschichte ist sehr interessant, weil eigentlich ganz einfach gestrickt und dann jongliert sie, wie selbstverständlich mit unrealistischen Tatsachen, nämlich, daß sich ein Mensch in einem Werwolf verwandelt und das noch mit Hilfe von autogenen Training tut.
Dazwischen kamen der Alfred und die Anna vom Almweg zurück, wo sie Äste, die sie abschneiden mußten, wegräumten und ich habe zu der Werwolf-Geschichte korrigiert, soll man nicht, denn da ist die Aufmerksamkeit dann nicht zur Gänze da, aber das Schuldgefühl „Ich kann es nicht, ich kann es nicht!“, so daß ich am Ende eine halbe Seite weniger Text, aber noch keine richtigen Idee fürs Weiterschreiben hatte und als ich dann mit Thomas Wollingers „Archäologin“ in die Badewanne stieg, fand ich auch noch so ziemlich mein ganzes Szenario, den 1956 über die Grenze gekommenen Slowaken, die NS-Zeit, die ja ein Dauerbrenner für viele Romane ist und der Gedanke „Das brauche ich nicht auch noch nochmals schreiben!“, war wieder da. Zwar auch eine Lösung, wie ich die Rosa-Szenen integrieren könnte, indem ich einfach Jahreszahlen vor die Szenen schreibe. Ich weiß aber noch nicht so genau, ob ich das will, denn mir fehlt der Stoff. Obwohl ich ja eigentlich eine Fülle von Ideen habe, aber alles nicht neu und zu wenig konkret. Am Sonntag dachte ich dann, als ich von Vaclav Havels Tod hörte, daß das Marianne und Jan erfahren könnten, während sie an der Moldau spazieren gehen. Die Türkin aus dem Lidl wird zu Alberts Tante und wenn ich das Ganze noch einmal ohne Hintergrundtext durchgehe und die Fallen herausnehmen, die mich am Einsteigen in die Handlung hindern, komme ich vielleicht weiter, Szene für Szene. Am besten lasse ich mich in den Schreibprozess ein und versuche all die Gedanken „Das ist wieder nicht gut genug! Das wird sicher wieder nichts!“, möglichst weg, sondern denke „Du kannst schreiben, denn das hast du das ja schon sehr viel getan und einen Roman schreibt man nicht einer Woche, nimm dir da ein Beispiel an Thomas Wollinger!“, der, was mich sehr freut, inzwischen seinen zweiten Roman beendet hat und in seinen Blog von den Plänen zu seinem nächsten schreibt und das finde ich sehr schön, daß er da offen von den Fallstricken und Hindernissen berichtet, weil man da viel lernen kann und sieht, daß es nicht nur mir so geht.

2020-01-22

Vom Workshop zur Studentenlesung

Mittwoch ist es und da verbringe ich ja seit einigen Jahren am Nachmittag regelmäßig zwei Stunden in Stephan Teichgräbers Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropische Literatur, um mit ihm in diesem Semester die Gegenwartsliteratur des Centropes zu analysi2eren.

Dafür habe ich inzwischen auch Dirk Stermanns „Hammer und Radka Denemarkovas „Ein herrlicher Flecken Erde“ gelesen“ und lese gerade ein Buch, das zwar nicht Stephans Teichgräbers Centrope-Kriterien entspricht, dafür aber in Leipzig im 1920 handelt und Stephahn Teichgräber kommt ja aus der ehemaligen DDR und das Revolutionsjahr 1918  bzw. der erste Weltkrieg und sein Ende war ja schon einmal das Thema.

Jetzt lese ich jedenfalls Thoma Ziebulas „Der rote Judas“, was Stephan Teichgräber veranlaßte,Hanns Cibulka nachzugooglen, der ein 1920 in der Tscheoslowakei geborenener und 2004 in Gotha verstorbener Lyriker ist, den er, glaube ich, einmal in die „Gesellschaft für Literatur“ eingeladen hat.

Dann haben wir uns mit einer tschechischen und einer slowakischen Dichterin nämlich mit der 1974 in Pilsen geborenen Pavla Horakova, die 2019 den „Magnesia-Litera“ bekommen hat und deren „Zum Befehl Pane Lajtnant“, das auch den ersten Weltkrieg behandelt, auf Deutsch erschienen ist, sowie mit der 1979 geborenen und in Bratislava lebenden Lyrikerin Katarina Kucbelova und am Schluß haben wir noch ein paar Seiten in Andrea Grills „Cherubino“ gelesen, beziehungsweise analysiert und dann ist es für mich wieder ins Literaturhaus gegangen, wo ja zweimal im Jahr jeweils zum Ende des Semesters immer Lesungen von Studierenden der Sprachkunst stattfinden.

Die hießen am Anfang Studentenlesungen, jetzt haben sie immer einen Namen und werden auch von einem, der Studenten zusammengestellt.

Das war diesmal Hannah Bründl , die auf Barbara Zwiefelhofers Nachfragen erklärte, daß sie nur die Namen der Lesenden nennen und sonst biografielos arbeiten würde und dann noch erklärte, daß die elf Lesenden alle aus dem ersten Semester wären und das waren vor der Pause, sechs starke junge Frauenstimmen, so um 2000 geboren würde ich schätzen und Laura Bärtle begann gleich mit einer Erzählung, dann folgte Sophia Dostal mit einem, wie sie sagte erst vor zwei Stunden geschriebenen Text.

Anouk Doujak brachte zuerst ein Gedicht und dann einen Text, den sie in einer Prosa-Übung geschrieben hat. „boy meets girl“ hieß er, es gab dazu Illustrationen und Lukas Cejpek verriet mir in der Pause, daß er diese Prosaübung geleitet hat und, daß der vorgegebene Name Andreas den Studenten nicht gefallen hat.

Vera Heinemann hatte einen sehr körperbezogenen Text, in dem sie immer wieder Verena Stefans „Häutungen“, ein feministisches Buch der Neunzehnhundertsiebzigerjahre erwähnte, die Männer kamen dann nach der Üause, in der ich außer Ferdinand Schmatz, dem Professor, der in der ersten Reihe saß, Lukas Cejpek, wie erwähnt, noch die ehemalige Studentin Marie Luise Lehner und Susanne Toth erkannte und die Männer-Texte waren ebenso sehr stark, gab es da doch einen von Ralf Peterson mit einem urlangen Titel, der von einemMetzger handelte.

Mae Schwinghammer hatte einen sehr poetischen Spitalstext. Felix Senzenberger brachte zwei Texte, die sich, glaube ich, auch auf das Lyrikseminar von heute bezogen und wo er von einem noch den Titel änderte und Johann Voigt brachte, wie er betonte, einen noch nicht fertigen Text, der von verschiedenen Tagen handelte und der möglicherweise ein Zwiegespräch mit einem Psychiater war, wo immer wieder zwischenbemerkungen wie „ok“ vorkamen und von einem Luftschloß die Rede war.

Veronika Zorn beendete die Lesung mit dem Text „namenlos“ und ich habe eine Reihe starker Stimmen mit einer starken Sprache gehört, wo ich nur gespannt sein kann, was ich von der Biografie und den weiteren Texte der Studierenden noch hören werde.

Der Titel der Lesung war übrigens ganz prgragmatisch „wir haben vergessen einen titel zu wählen“ und da kann ich mich erinnern, daß ich mich einmal vor Jahren nach der Titelgebung, die mir nicht ganz logisch erschien, erkundigt habe und bezüglich meines eigenen literarischen Schaffen kann ich erwähnen, daß das „LiteraturgeflüsterSchreibebuch“ gestern an den Alfred zur weiteren Bearbeitung gegangen ist, ich mit meinem Fensterputzritual schon begonnen habe, so daß ich mich demnächst der Korrektur meines „Fräuleins No“, das seit Ende November unbeachtet am Schreibtisch lag, widmen kann.

2020-01-21

Der Ball ist nicht aus Kuchen

Filed under: Bücher — jancak @ 00:34
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Das vorläufig letzte „Holzbaum-Buch“ ist mit etwas mehr Text versehen, da habe ich auch schon einige gelesen und ganz am Anfang hat es sogar ein bißchen was Literarisches gegeben, in letzter Zeit eher nur, die „Tagebuchslam-Texe“, „Stilblüten eines Lehrers“ oder wie jetzt die Aufzeichnungen eines Vaters „Der ersten drei Jahre mit Kind“, des Bäckers und Humoristen Jan Dosenwerfer.

Das Cover des kleinen Büchlein ist schön mädchenhaft rosa obwohl der Basti oder Bastian ja ein Knabe ist.

Ein blauer Kreis ist darauf zu sehen, umrandet mit ein paar niedlichen Kinderspielsachen und der  Sohn Bastian wurde im März 2016 geboren, wird also jetzt bald vier.

Die übrigen handelnden Personen des hundert Seiten Büchleins bestehen aus dem Vater Jan, der Mutter Katja, der Katze Felix. Schöne Zeichnungen gibt es zwischendurch immer wieder auch und die  erste Aufzeichnung stammt von 1. 10. 2015: „Wenn man Vater wird, zeigt einem facebook Werbung für den „<kinderwagen Turbo 4 an.“, klingt gut, die letzte vom 27. 10. 2019, so schnell wird ein „Holzbaum-Buch“ gemacht, das ich jetzt ja schon einigeZeit bei mir liegen habe:

„Ich: Du solltest wieder mal zum Friseur gehn, deine Haare sind schon wieder ur lang. Sohn: Nein, ich will die Haare wachsen lassen! Ich: Wie lange? Bis wir zum Friseur gehen.“

Ja, wenn ein Kind sprechen lernt, kommt man auf viele urgute und komisch klingede Wendungen, die eigentlich und genau genommen, ganz logisch sind und ich kann mich da an einen Satz der Anna erinnern, die sagte, wir sollten irgendetwas nicht heiß, sondern nur warm kochen und der Enkelsohn der Bruni, hatte, glaube ich, keine Zeit zum spazierengehen, weil er zu beschöftigt war.

Jan Dosendorfers Basti hat auch einige so schöne Wendungen, drei vier sind besonders orginelle, der Vater hzeichnet aber viel mehr auf so, daß man vor allem. wenn man selber Vater oder Mutter ist oder, wie ich, vor kurzem Oma eines noch nicht sprechenden Kindes, die Entwicklung des kleinen Basti beobachten und mit der des eigenen Sprößlings gut vergleichen kann.

Ein paar Beispiele gefällig?

Da gibt es mal das Eingangzitat, aber auch das, was am Buchrücken steht:

„Der Sohn (nachdem er eine Ribisel gegessen hat): Oh sauer! Aber das macht nix, es ist nur schlimm.“

Jan dosenwerfer zeigt auch widersprüchiges auf, wie das Zitat mit dem Friseur oder „Ich: Bist du müde? Sohn: (verzweifelt) Ja!! Ich: willst du schlafen gehn? Sphn:verzwifelt: Nein!!“

Jan Dosenwerfer freut sich aber auch, daß der kleine Basti so bescheiden ist und sich über eine Semmel mit Paradeier freut oder, daß er im Supermarkt die Milchschnitte gegen Erdbeeren austauscht.

Lustig auch, wenn er auf die Frage, ob er eine Schwester oder einen Bruder möchte, mit  „1 Banane“ antwortet oder in den „Elefanten-Kindergarten“ gehen möchte. Er spielt auch gerne Arzt und wünscht sich zum Geburtstag zuerst eine Kerze, später dann nicht mehr ganz so bescheiden, eine Torte und seine Eltern tyrannisiert er manchmal auch.

„Ich: Trinkst du deinen Milchshake noch? Sohn schüttelt den Kopf. Ich: Darf der Papa den Rest haben? Sohn schüttelt den Kopf. Ich: Darf der Felix den Rest haben? Sohn nickt.

Lustig diese Aufzeichnungen über das Aufwachsen und die ersten Lebensjahre des ersten, zweiten oder dritten Kindes und spannend auch, wenn man am Heimweg vom Kindergarten vom Sohn gefragt wird: „Wo warst du? Warst du im Park? Ich: Nein, ich hab an dem Buch über dich gearbeitet. Es kommt nämlich jetzt dann mal ein Buch, wo es um dich geht. Sohn (ungläubig) Waaaaas?“

Ja, lieber Bastian, da hat dein Vater über dich geschrieben und du kannst das Buch später, wenn du lesen kannst, in dein Regal stellen, während ich vor kurzem erst ein anderes gelesen habe, wo ein Urgroßvater seiner Urenkelin Matilda einen Brief über sein Leben geschrieben hat.

2020-01-20

Die Kakerlake

Filed under: Bücher — jancak @ 00:12
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jetzt kommt ein kleines dünnes Büchlein, das im November bei „Diogenes“ erschienen ist und auf das ich durch die Sendung „Leporello“ oder das „Morgenjournal“ aufmerksam wurde.

Der 1948 geborene britische Autor Ian McEwan, von dem ich einige Bücher in meinen Regalen, aber noch nichts gelesen habe, hat eine Satire auf den Brexit und das englische Parlamentsgeschehen geschrieben und  dabei Anleihein von Franz Kafkas „Verwandlung“ genommen, beziehungsweise sich vor dem großen Autor verbeugt.

Wui, das klingt interessant, das Büchlein also bestellt und ich muß sagen, daß ich mich der Meinung mancher „Amazon-Leser“ anschließe, daß hier schnell nach der Idee von der „Verwandlung“ eine Satire hinuntergeschrieben wurde, die wahrscheinlich mehr die Briten überzeugt, wahrscheinlich nicht zur großen Literatur gereiht werden wird, was vermutlich auch nicht geplant war und, ob es Franz Kafka gefallen würde, ist wahrscheinlich eine Frage, die nur er beantworten könnte.

Also da wacht eines Morgens in der Downigstreet eine Kakerlake im Bett des Premierministers Jim Sams auf und stellt fest, er hat sich in diesen verwandelt. Nicht nur das, denn, als er dann in das Parlament hinüber wankt, mit dem Sprechen und dem aufrecht Gehen tut er sich noch anfangs schwer , stellt er fest, daß die meisten der Minister ebenfall seine Artgenossen sind oder waren und nun geht es im zweiten Kapitel des vier Kapitel starken hundertdreißig Seiten Buchs, zu der Idee vom „Reversalismus“, das Wort Brexit wird an keiner einzigen Stelle, höchstens in einem aufgehefteten Schildchen am Cover erwähnt und der amerikanische Präsident heißt Archi Tupper statt Donald Trump und Premier Sams stellt ihm oder sich die Frage, ob er vielleicht auch eine ehemalige Kakerliake war?

Diese Frage wird nicht beantwortet, dafür ein neues System eingeführt, also, daß man für die Arbeit Geld abgezogen bekommt, dafür aber umsonst einkaufen kann, Bargeldbesitz wird bestraft und alle wollen einen höher bewerteten Job bekommen um mehr Geld ausgeben zu können.

Das wird dann als des Volkeswille ausgegeben, für die der Premier sich einsetzt. Widersacher werden beseitigt und am Schluß, als das Gesetz eingeführt wurde und die Ersten merken, daß es offenbar doch nicht so, wie angepriesen funktioniert, sondern in den Abgrund führen wird, ziehen die Minister und ihr Premier wieder aus den Körpern hinaus, die lassen sie auf den Sitzen liegen.

Durch, die einen Spalt offengelassene Tür ziehen sie auf die Straße, nur leider wird der Premier dabei von einem Auto überfahren. Seine Artgenossen tragen ihn auf den sechs Füßen, die er nun wieder hat, weg und die Rache der Kakaerlake, an der sie unterdrückenden Menschheit ist vollzogen.

So einfach, aus. In England wird der Austritt aus dem Brexit und das politische Geschehen sich wohl ein wenig schwieriger gestalten. Man liest es aber sicher schnell und amüsiert dieses kleine Buch, das einen wahrscheinlich Kafka, um keinen Deut näherbringt, aber vielleicht hat man von der Politik etwas etwas besser verstanden und das wäre ja auch nicht schlecht.

„In einer solchen Zeit fragt sich ein Schriftsteller, was er machen kann. Darauf gibt es nur eine Antwort: schreiben“ Ian McEwan“, steht am Buchrücken

2020-01-07

Die neue Regierung

Filed under: Gesellschaftspolitik — jancak @ 00:35
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Jetzt wieder etwas Politisches, ich bin ja, wie ich immer schreibe, eine sehr politische Frau, was sich auch in meinen Büchern ausdrückt, die ich regelmäßig oder Auszüge daraus am Volksstimmefest vorstelle, ich habe gegen schwarz-blau eins im Jahr 2000 geschrieben und demonstriert, habe bei den „Widerstandslesungen“, die es damals von El Awadalla und Traude Korosa organisiert, gelesen und die 1956 in Nickelsdorf geborene Elfriede Awadalla, die ich im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ kennengelernt habe, wollte ja auch 2016 für die Bundesprädisdenwahl kanditieren und die Bundespräsidentenwahl, wo Alexander van der Bellen und Norbert Hofer gegeneinander antraten und, die dann auch wiederholt werden mußte, hat mich auch sehr interessiert.

Da ist dann ja auch schon mein dritter und, wie sich herausstellte eher rechter Dauerkritiker Uli aufgetreten, dessen Blog ich dann auch einige Zeit verfolgte und dann gabs 2017 eine vorgezogene Neuwahl und kurz danach, natürlich von Präsident van der Bellen angelobt, eine eine neue diesmal türkis-blaue Regierung, in der „Unsichtbaren Frau“ habe ich über die Wahl geschrieben, die von den Rechten dieses Landes, als die beste aller Zeiten gelobt wurde.

Die Linken und die Grünen sahen das etwas anders und so hat es seit Oktober 2018 auch wieder Donnerstagsdemonstrationen gegeben, bei einigen bin ich mitgegangen, nicht bei allen und durch meinen Sturz bedingt, im März 2019 konnte ich das auch einige Zeit nicht, kann mich aber erinnern, daß es mich sehr ärgerte, daß die neuen GAV- Jour fixes immer an einen Donnerstag angesiedelt waren.

„Da ist die Demo!“, habe ich gesagt und, als ich dann erfuhr, daß der nächste im Frühjahr 2019 angesetzt war, „Dann gibt es die Demos wahrscheinlich nicht mehr!“

„Da ist die Regierung schon weg!“, hat Ilse Kilic geantwortet, was ich nicht glaube, als ich aber im Mai auf die „KritLit“ gegangen bin, habe ich am Morgen in den Nachrichten von diesem Ibiza-Video erfahren, das seither Österreich und die halbe Welt erregte, zur Regierungsumbildung und Neuwahlen führte, wo die Grünen wieder gewonnen haben.

Der Alfred hat sich sehr stark dafür eingesetzt, ich ein bißchen weniger.

Bei der Wahlparty bin ich aber auch gewesen und jetzt wird es eine grün- türkis Regierung geben, die bald angelobt werden wird und sie sich, wie man hört, auch für das Kopftuchverbot bis vierzehn, die Sicherheitshaft, etcetera, also keine grünen Themen, eisetzen, dafür aber ein großes Umweltministerium bekommen wird.

„Herbert Kickl kann sich freuen!“, vloggt der Politvlogger Gerald Grosz und die Identitären fürchten sich vor der neuen grünen Justizminsterin Alma Zadic.

Man hört also sehr widersprüchiges und ich bin, ohnehin immer sehr pessimistisch, gespannt, was sich jetzt tut in dem schönen Österreich und wünsche den Grünen wirklich sehr, daß sich, wie sie es ja auf ihren Versammlungen versprochen haben, ihre Handschrift durchsetzt. Österreich wird das sicher brauchen, auch wenn die Rechten dagegen sind und gegen „Fridays for Future“ hetzen.

Eine neue Linkspartei, die bei den Wien Wahlen antreten will, soll sich dieses Wochenende auch gründen, ich werde darüber berichten.

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