Literaturgefluester

2013-04-28

Weinwandern

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:43

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Literatur und Wein, ein für mich nicht unwichtiges Thema, trinke ich ja gern ein Gläschen Rot, das von Sylvia Treudl vor fünfzehn Jahren intiierte Festival und ihre Anthologien, hat mich auf dieses Thema gebracht. Denn manchmal läutet bei mir das Telefon und eine Weinverkostungsfirma will bei mir ihr Geschäft machen. So sind wir eine Zeitlang zu Herrn Fischer gegangen und haben seine französischen und auch andere Weine verkostet und irgendwann sind wir auch auf das Traisental Weinttasing und das Weingut „Herzinger“, aufmerksam geworden.
Seitdem gehen wir im April, wenn das Taisental zur Verkostung lockt und im Dezember, wenn es, um Nikolo eine Verkostung mit Glühwein gibt, immer wieder regelmäßig hin.
Zu Pfingsten gibt es dann es Pfingstmarkt und wenn der Alfred da ist, radeln wir hin und essen dort Mittag. Fleischknödel oder anderes wird angeboten, verkosten im Keller ein paar Weine. Kaffee und Kekse gibt es dann bei der Frau Herzinger. Einmal ist mir da das Rad dabei eingegangen, so daß uns Alfreds Eltern mit dem Bus abholen mußten. Das ist jetzt vorbei. Alfreds Vater vor Weihnachten gestorben und der Bus soll verkauft werden, nur leider ist derzeit die Lenkradsperre eingeschaltet, so daß er in eine Werkstatt muß.

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Ich trinke gerne ein Gäschen Roten und habe auch vor kurzem „Kerstrins Achterl“ geschreiben, im vorigen Jahr, als der Alfred in Australien war und ich zu Pfingsten daher auf Lesemarathon, aber jetzt sind wir da und sind mit dem Auto nach Nußdorf an der Traisen zum Winetasting gefahren. Manchmal aber auch mit dem Rad, im Jahr 2007 beispielsweise, als wir von Ruths Aspöcks Abschieds-Radkadkarwane frühzeitig zurückgekommen sind, wir sind ja nur bis Regensburg mitgefahren und dann mit dem Zug und ein paar Mal umsteigen zurück. Da ist es sich dann ausgegangen mit dem Rad nach Nußdorf an der Traisen zu fahren und das war das einzige Mal, wo wir auch die anderen umgebenden Weingüter mitverkostet haben. Nur leider mußte der Alfred bei jedem etwas kaufen, ich bin ja eine Schnorrerin und habe nichts dagegen, mich umsonst durchzukosten.
Der Alfred kann das aber nicht und so war der Korb am Rad bald voll von den Flaschen und der Alkoholgehalt im Blut wahrscheinlich auch auch erhöht, so daß wir in Serpentinen an der Traisen zurückgefahren sind.

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Eine freundliche Frau, die unser Elend erkannte, hat uns auch ein paar Riemen geborgt, so daß wir die Flaschen ein bißchen befestigen konnten, trotzdem haben wir an der Traisen, glaube ich, ein paar der kleinen Marmeladenlgäser verloren und haben sie aufsammeln müßen.
Dann wurde alles anders, um die Schnorrer einzudämpfen, wurde ein Beitrag von fünf Euro verlangt, so daß wir ein paar Jahre nicht mehr hingefahren sind, bis uns die freundliche Frau Herzinger, bei der Alfreds Eltern immer das Sptztmittel für ihre Weintrauben kaufen, sagte, daß sie diese Gebühr nicht einhebt, so sind wir im vorigen Jahr, nachdem wir von Salzburg zurückamen, wieder hin. Inwischen ist Alfreds Vater gestorben und der Alfred allein für die Gartenpflege und das Spritzmittel verantwortlich und wir wieder hin und dieses Mal, weil die die WU ja im Sommer in den Prater übersiedelt und im März etwas dafür vorbereiten mußte, daher nicht nach Leipzig fahren konnte, hat der Alfred Karten für Wein und Literatur gekauft.
Da geht es zwar, glaube ich, um die Wachau und daher um Weißwein, aber ich trinke gerne Roten und das Winetasting im April gibt es natürlich auch.
Also losgefahren, um fünf Uhr Nachmittag, nachdem der Alfred mit seiner Mutter einkaufen war. Mit dem Auto selbstverständlich und die Liste angesehen und nach den Rotweinen angefangen.

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Ich trinke ja keinen Weißen, mit denen man üblicherweise anfangen soll, wie Andreas Herzinger, der Juniorchef, den Gästen freundlich emfahl.
Also gleich mit dem „Credo“ begonnen und dann „Cabernbet Sauvignon.“
Es gab Brot mit Schmalz, Kartpoffelkäse, Liptauer und, ich glaube, auch Bärlauchauftstrich, zu verkosten und wenn der Alfred zu viel getrunken hat, verlangt es ihm nach einem Spaziergang durch die Weinberge und zurück.
Heuer hat es mich danach verlangt, um ein paar Fotos zu machen. Danach gab es ein paar Liköre zu verkosten. Schnaps trinke ich ja nicht. Also einen Holunderblüten, einen Schlehen, einen Nuß- und einen Marillenlikör.
Säfte und Marmeladen gav es auch zu verkosten und der Alfred kauft ja sehr viele und sehr gern davon und dann zurück. um einen „Literaturgefüsterliterarartikel“, darüber zu verfassen.
Rote Rosen, rote Rüben, roter Wein und manchmal gibt es auch ein paar der guten Äpfel, die wunderbar ins Müsli passen. Der Alfred kauft ja sehr gern und sehr viel davon und ich trinke gern ein Gläschen. Im Literaturhaus wird das noch immer ausgeschenkt. In der Hauptbücherei nicht mehr und ob ich jemals wieder zu „Literatur und Wein“, kommen werde, weiß ich nicht. Bin ich ja eine Schnorrerin, die nicht gerne Eintrittsgeld bezahlt, aber gern ein Gläschen trinkt und auch gern „Weinwandert“, beziehungsweise mit oder ohne Vea Kaiser spazierengeht.
Mit dem Lehrer Sladky waren wir einmal in der Wachau und auch sonst gehe ich gern spazieren und trinke gern ein Gläschen Wein und wenn meine Weitasting-Impressionen einen Text für das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“, ergeben könnten, freut mich das sehr.
Rote Rosen, roter Wein. Ich trinke gern ein Gläschen Zweigelt, Blauburgunder oder auch einen Cabernet Sauvignon und wandere auch gern und schreiben tue ich ebenfalls sehr gern, das ist wahrscheinlich, wie meine Leser sicher wissen, für mich überhaupt das allerwichtigste und bin daher so frei, meine Impressionen hier auszubreiten.

2021-06-02

Wo man in Niederösterreich Kunst zeigt

Filed under: Bücher — jancak @ 00:37
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Der „Holzbaum-Verlag“, der ja, glaube ich der erste war, der mir Rezensionsexemplare schickte, so daß ich ihn auch entsprechend gelesen habe und meinen unterentwickelten Hang zum Humor ein wenig erweitert hat, eine „..in leiwanden Grafiken-Serie“, wo der Humor in den Unterschriften zu den verschieden bunten Kugeln liegt. Die habe ich mir eher wenig bestellt, weil ja ein bißchen eintönig.

Bei „Niederösterreich in leiwanden Grafiken“, mußte ich eine Ausnahme machen, weil ja in St.Pölten einen Zeitwohnsitz und habe das schmale längliche Büchlein also am Wochenende sowohl am Klo als auch in der Harlander Badewanne durchgeblättert und muß sagen, es unterscheidet sich ein wenig von den anderen, weil man von Nebenschriften wohl wirklich ein bißchen Info über NÖ bekommt. Natürlich auch ein bissen bissig, wie beispielsweise, die Frage nach den berühmten Kellern. Da würde man ja an die Weinkeller denken, aber weit gefehlt, der von Josef Fritzl und der von Wolfgang Prikopil, das ist wohl der, der Natascha Kampusch entführte, der andere hat seine Tochter dort jahrelang festgehalten. Eigentlich schade, daß es das Erstens gibt und Zweitens, daß es soviel Aufmerksamkeit findet.

Das Frequency Festival ist mir bestens bekannt, nicht wegen der Bands, die dort auftreten, sondern weil es dann öfter Wirbel gab mit dem Rad an der Traisen entlangzufahren.

Die schönsten Friseursalons in NÖ heißen „Come Hair“ in Gramatneusiedl, da muß ich bekennen, daß ich das immer noch in Burgenland lokalisierte, das „elemtHAAR“ in Traun. Dann gibts „Fön X“ in Traisen. Da fahr ich manchmal mit den Rad hin und die „Vier Haareszeiten“ in Traiskirchen.

Einschlafhilfen in NÖ: Strommasten zählen, Kreisverkehre zählen, Kellergassen zähelen, etcetera, etcetera. Die Grundausstattung in den Kaffs finde ich auch interessant. Da gibt es die Kirche, den Nah&Frisch, die Raiffeisenbank, das Gasthaus zur Post oder den Kirchenwirt und dann natürlich den ÖVP-Bürgermeister. Die kulturellen Highlighst sind angeblich das Kürbisfest, das Erdäpfelfest, das Zwiebelfest, der Pfarrheurige und die Wahl zur Weinkönigin. Da war ich schon einmal auf einem Erdäpfelfest und bei einem Kellergassenfest glaube ich auch.

Das Landleben besteht laut „Holzbaum“ aus „Wespen verjagen, Fliegen erschlagen und Gelsen begraben“. Da steige ich als gar nicht so Tierliebende aus. Die Alternativen zu Corona sind das „Schremser, das Schwechater, das Zwettler“, etcetera. Ich füge an, am Markt von St. Pölten gibt es noch verschiedene andere Bierkreationen aus Haus und Hof-Brauereien. Risiken sind die betrunkenen Traktorfahrer. Da muß man wahrscheinlich aufpassen. Die schönsten Gebäude sind das „Römertor in Traismauer, das Loisium Langenlois, das Stift Dürnstein. Melk wurde da, muß ich anfügen vergessen und beim Heurigen werden sowohl „Schweinsbraten, Liptauer, Soletti als auch Tutti Frutti“ gegessen.

„Trifftige Gründe NÖ zu besuchen“ ist angeblich das Wein trinken. Ich fahre dorthin, weil in Harland in St. Pölten einen Nebenwohnsitz habe und dort an der Traisen Radfahren kann. Den Wein habe ich zu Hause. Aber auf manchen Kirtagen und Kellerfesten, sowie natürlich bei der „Literatur und Wein“ war ich auch schon.

„Wachau-Tourismus besteht also auch im Weintrinken, das Schiffahren und das Marillenknödel essen“ kommt weitab. Ich bin ein paarmal mit dem Rad hingefahren und hab mir dann die Marillen vom Boden aufgeklaubt.

Den kratzigen Pullover zieht man angeblich nicht an, weil es kalt ist, sondern weil die Oma danach fragt. Das wird wohl auch in anderen Landstrichen so passieren. Der Bus fährt angeblich nie in NÖ. Ich würde sagen, eher selten, fahr aber eh mit dem Rad.

Die Chance Bürgermeister erhöht sich angeblich mit der OVP-Mitgliedschaft. Wir haben in St. Pölten aber einen Roten. Im Waldviertel gibt es Wackelsteine, menschenleere Landstriche und vor allem laut der Graffik Rauschmittel also „Whisky, Vodka, Bier und Mohn“

Als Vegetarisch gelten in den Gasthäusern sowohl die „Linsen mit Speck, Grammelknödel, Backhendlsalat, als auch die Gemüseleibchen und die gebachkenen Champignos“. Finde ich interessant und habe jetzt auch die Forelle Müllerin vergessen. Das Marchfeld ist wegen dem „Iglo-Gemüse und sonst wegen nichts bekannt.“

Am Schluß werden die weiteren leiwanden Bücher aus dem „Holzbaum-Verlag“ also das „Autofahren“, die „Babys“, die „Katzen“, „Österreich“ und „Wien“ angeführt. Mal sehen, was ich davon gelesen habe und jetzt kann ich das Büchlein, das wieder ein Print-Exemplar ist, in Harland ins Regal stellen und bin am Sonntag auf der Rudolfshöhe gewesen, wo es auch Wein gegeben hat.

2020-12-11

Wo gibts meine Texte?

„Ich habe noch nichts vonIhnen gelesen?“, schreiben mir meine Kritiker manchmal und daran knüpft sich vielleicht die Frage „Wo gibts ihre Bücher?“

Im normalen Buchhandel, da ich sie mir ja zu einer fünfzig Stückanzahl selber drucken lasse, nicht, was manche, wie beispielsweise dem Martin, ein alter Freund vom Alfred, einmal sagte, für ein illegales Buch halten.

Verboten natürlich nicht, denn schreiben ist ja erlaubt, das selber drucken auch. Es hat halt trotz des Selfpublishing noch immer einen schlechten Ruf. Früher hat man das ja einmal Vanitypress genannt. Die Druckkostenverlage haben sich darauf gestürzt, oft horrende Summen von den scheinbar Unbedarften verlangt, sie dann unterschreiben lassen, daß sie ihnen nun alle Bücher geben müssen und dann im schlimmsten Fall ein paar Bücher gedruckt, die man sich dann in den Keller stellen konnte.

Das hat sich durch das Selfpublishing, wo jeder ja sein Buch bei „Amazon“ einstellen kann, ein bißchen geändert. Obwohl die Zuschußverlage, wie ich höre immer noch ihr Geschäft mache, was ich nicht verstehe und ich habe mich nach kurzem Zögern auch gegen Amazon entschieden und mache meine Bücher noch immer selbst.

Also fünfzig Mal drucken und seit ich den Blog habe, kann ich sie ja dort auch bewerben, also eine Vorschau machen, ein Gewinnspiel und eine Leserunde ausrufen, etcetera.

Der Erfolg hält sich in Grenzen, weil ich mit meinen Blog offenbar ja nicht die literarisch interessierten Massen erreiche. Die sind bei Blogs und selber machen offenbar noch immer kritisch und natürlich würde ich es nicht selber machen, wenn ich zu „Suhrkamp“ oder „Drosch“l gehen könnte, kann ich nicht und ich denke eigentlich noch immer, daß, das was ich so mache eigentlich interessant sein müßte. Mich würde es jedenfalls interessieren, wenn ich auf jemanden stoße, der es ähnlich macht und das Tolle beim Bloggen ist ja auch, daß ich nicht nur Bücher und Veranstaltungen besprechen kann, sondern auch Leseproben ins Netz stellen kann.

So habe ich zum Beispiel, als ich noch Reisen machte, auch Reisengeschichte in den Blog gestellt und Leseproben oder kürzere oder längere Texte gibt es auch immer wieder und dann im Jahr 2011 als ich bezüglich Schreiben ja in einer Krise war und dachte „Wozu tue ich mir das an, wenn das, egal wieviel Mühe ich mir auch gebe, das keiner lesen will?“, ist das „Literaturgeflüstertextebuch“ entstanden, wo ich die literarischsten Texte, die seit 2008 entstanden sind zusammenfaßte und als Buch herausgab und diese Texte sind hier auch zu finden. Im Buch ist es korrigiert und ein bißchen abgewandelt, die Kommentare wurden beispielsweise weggelassen.

Aber das„Literaturgeflüstertextebuch“ ist das erste Buch, das man komplett im Netz finden kann.

Das „Literaturgeflüsterbuch II Mein Schreiben meine Bücher“ folgte im zeitlichen Abstand. Denn da gab es ja schon Texte übers Schreiben und ich habe irgendwann 2012 wars, glaube ich, auch begonnen über mein Schreiben zu berichten. Die Themen meiner Bücher zusammenzufassen und weil seit 2008 bis zum Erscheinen des zweiten Literaturgeflüsterbuch auch siebenundzwanzig selbstgemachte Bücher, hui, wirklich so viele, erschienen sind, gibts im“ Literaturgeflüsterbuch II“ auch die diesbezüglichen Lseproben, die man sonst auf meinen Blog finden kann. Da werden auch die anderen Bücher vorgestellt. Von den Ersten gibts noch keine Leseproben. Jetzt wird aber alles vorgestellt und die Bücher kann man, sofern noch vorhanden, auch bei mir berstellen und beispielsweise eine Rezension darüber schreiben oder sich bei den jeweiligen Vorschauen noch immer an einer Leserunde beteiligen.

Annika Bühnemann, die ich im Netz kennengelern habe hat einmal im Sommer 2017 zu einer Kurzgeschichten-Callenge aufgerufen, da sollte man innerhalb eines Monats zehn Geschichten schreiben und ich habe gedacht „Na gut!“ und mir immer ihre Schreibimpulse genommen und daraus das eher kurz Buch „Besser spät als nie“ daraus gemacht. Die Texte kann man hier finden und wieder für alle Perfektionisten, im Buch ist es korrigiert. Hier gibts ein paar Fehler, denn ich bin immer noch berufstätig, lese und schreibe viel und dann schaue ich über meine Texte halt einmal drüber und lasse sie dann stehen, so daß ein paar Flüchtigkeits- beziehungsweise Legastheniefehler, wenn ich sehr schnell schreibe, drinnen sind, wenn ich darauf komme, korrigiere ich es, ein Sekretariat, das das für mich tut, stelle ich aber nicht an.

Also buch Drei im Netz zu finden ist „Besser spät als nie“, das Buch und die Vorschau kann man sich hier anschauen und dann gibt es im Advent besonders aktuell die „Nika, Weihnachtsfrau“

Da hatte ich ja schon lange die Idee einmal über die Erlebnisse eines Weihnachtsmannes zu schreiben, der im Dezember auf der Mariahilferstraße steht und Zettel verteilt. Dann ist eine Weihnachtsfrau daraus geeworden. In der Schreibgruppe habe ich die ersten Texte dazu geschrieben. Den Bücheradventkalender gibt es auch und dann habe ich mich 2015 dazu aufgerafft im Rahmen des „Nanowrimos“ das Buch zu schreiben und habe schon 2015 die ersten Kapitel dazu in den Blog gestellt und das dann jedes Jahr erweitert. Vor zwei Jahren war ich, glaube ich, durch meinen Bücherstapel so überfordert, daß es keine neuen Fenster gab. Heuer ist es durch den Lockdown und den Veranstaltungsstop wahrscheinlich lockerer.

Bücher habe ich zwar genug zu lesen, aber eines täglich schaffe ich nicht. Also gabs schon zwei neue Fenster und werLust hat sich in das Jahr2015 zurückzulesen, den lade ich herzlich ein sich in die „Nika“ einzulassen. An der Leserunde kann man sich auch beteiligen und ein paar Bücher habe ich für Interessierte vielleicht auch noch.

Mein siebenter „Nanowrrimo“ war ja dem „Fräulein No“ gewidmet. Da habe ich mir, ich war da ja sowohl auf der „Buch Wien“ als auch auf der „Buch Basel“ also im Streß, ein Beispiel an Julia K. Stein genommen, die ja vielleicht für Leute, die noch nicht soviel Schreibroutine, als ich haben. den Ratschlag gaben, man könnte ja einfach Szenen unabhängig von der Linearität schreiben um das geforderte Wörtersoll zusammenzubekommen. und dann war ich mit der Geschichte fertig und hatte glaube ich, vierzigtausend Worte, so habe ich einige Szenen im Anhang angefügt, die ich dann nicht im Buch enthalten sind. Als aber im Frühling der Lockdown war und ich vielleicht Schwierigkeiten hatte, den täglichen Artikel zu finden, habe ich die vier nicht im Buch enthaltenden Szenen ins „Geflüster“ gestellt und dann habe ich gleich das „Frühlingserwachen“ geschrieben, das jetzt als Buch vorhanden ist, aber ein paar Szenen gabs schon vorher als Leseproben im Netzt und auch ein paar Coronona-Geschichten kann man hier finden.

Also wer an meinen Schreiben interessiert ist, dem kann ich das Stöbern in meinen Blog empfehlen, auf der Website gibts die Bücher im Blog, die Vorschauen und dann das Buch als Bild. Ich habe ja schon sehr viel geschrieben, fast fünfzig selbstgemachte Bücher oder sogar mehr davon.

Corona hat meine Schreibfreudigkeit auch sehr erhöht. Ich korrigiere gerade meinen achten „Nanowirmo“, beziehungsweise mein drittes Corona-Buch und weil ich ja immer schreibe, daß ich ein weing ausgeschrieben bin, kann ich für meine Kritiker wieder schreiben, daß ich nicht recht weiß, ob ich nach dem dritten Corona- Text noch etwas Neues einfallen wird.

„Hören Sie zu schreiben auf!“, haben mir ja schon einige Kritiker geraten. Ich denke manchmal, da ich ja schon genug geschriebenhabe und mich eigentlich auch schon im Pensionsalter befinde, könnte ich das tun. Ob ich das dann wirklich mache, weiß ich nicht! Das wird sich sicher hier zeigen! Seien wir also gespannt und über Interesse an meinen Büchern im und Texten, ob im Netz oder in gedruckter Form, freue ich mich sehr und vielleicht gibts im „Wortschatz“ während des Advent auch was von mir zu finden?

2020-05-30

Pfingsten zu Corona-Zeiten

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:33
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Pfingsten hat für mich, meine Leser wissen es, obwohl ich ja nicht religös oder katholisch bin,, eine besondere Struktur oder meine Rituale und Erinnerungen.

Eine der frühsten Erinnerungen sind wohl die Pfingstrosen, die ich im Gartenhäuschen meiner Eltern am Almweg erblickte. Dann kommt eine lange Pause und dann die Pfingstausflüge mit dem „Klub der logischen Denker“ nach St. Gallen in der Steiermark nicht in der Schweiz.

Das erste Mal bin ich da 1977 mit dem Herrrn Lembacher nach meinem Dissertantengespräch, die Voraussetzung meine Dissertation zu beginnen, dorthin gefahren. Wir hatten eine Panne in St. Pölten, das erste Mal, das ich in dieser Stadt beziehungsweise in einer Tankstelle dort gewesen ist, dann gab es nur ein Doppelzimmer, bis ich dann natürlich in ein einzelzimmer übersiedelt bin. Ein paar Mal bin ich da mitgefahren,

Ich kann mich an ein Pfingsten erinnern, das war wohl 2000, wo wir die Doris Kloimstein besuchten, ich ihr stolz mein neues Buch, es war wohl die „Viertagebuchfrau“ für eine Rezension im „Ecetera“ überreichte und dann über ihr „Eigenverlag nehmen wir nicht!“, sie hat es wohl anders formuliert, betroffen war. Sie hat mir dann eines ihrer Bücher gegeben und ich kann mich erinnern, daß ich ihr auf eine Karte geschrieben habe, daß ihre Gedichte oder was es war, auch nicht besser als meine realistischen Romane wären.

Das ist auch lang vorbei. Dann war mal der Alfred mit dem Karl irgendwo auf der Welt unterwegs, was er jetzt nicht kann und ich in Wien beim Bachmann-Symposium oder Ausstellung im Palais Palfy.

Da bin ich zuerst auf einen Spaziergang auf den Spuren der Bachmann gegangen, habe vor dem Cafe Raimund von Hans Weigels „Unvollendete Symphonie“ gehört, das ich am inzwischen gelesen habe und am Nachmittag wollte ich von Neuwaldegg auf den Kahlenberg wandern. Bin aber, glaube ich, ab Salmansdorf mit dem Bus gefahren und dann vom Leopoldsberg über den Nasenweg nach Nußdorf zurück.

Nußdorf ist auch so ein Schlagwort, nämlich ein berühmter Heurigenort in Wien, aber auch der Sitz von Alfreds Lieblingswinzer oder den, der ihm das Spritzmittel für seine Weintrauben gibt, durch den sind wir auf den Pfingstmarkt in Nußdorf an der Traisen gekommen, den wir seit <jahren immer besuchen, wenn wir zu Pfingsten in Harland sind.

Das sind wir heuer nicht und der Pfingstmarkt ist, glaube ich, auch Corona bedingt abgesagt, obwohl er ja in Freien stattfinden würde, aber wohl immer noch zu viele Menschen und am Klo, wo sich die dann ja drängen müßte man wohl Maske anlegen und auch wenn man, was der Alfred meistens wollte, in Traismauer mit dem Zug zurückfahren wollen.

Aber wir bleiben ja heuer sowieso zu Pfingsten in Wien und da habe ich ja auch noch ein Pfingsten, wo der Alfred mit dem Karli wieder irgendwo war, vergessen, wo ich mich zu einem Lesemarathon aufmachte, da zwei Tage lang, glaube ich, zu Hause gelesen und die restlichen zwei mich auf Bücherschranktouren aufmachte.

Wie werden wir Pfingsten heuer in Corona-Zeiten verbringen, wo ja inzwischen schon die Friseure, aber da gehe ich ja mit Maske nicht hin, die Geschäfte, detto, die Lokale, wo man sich in den Gastgarten ohne setzen kann und ansonsten eine zum Betreten brauchen würde und jetzt sogar schon die Hotels geöffent haben.

Das ist mir zwar egal, weil wir ja sowohl in Wien, als auch in Harland eine Wohnung, beziehungsweise ein Haus haben und zu Pfingsten eigentlich nie auf Urlaub gefahren sind, aber das Leben normalisiert sich langsam und ich habe ja sowieso immer versucht normal zu leben.

Das heißt, ich habe immer ein Drittel meiner Stunden live gemacht, am Abend habe ich in der Badewanne gelesen, statt zu Veranstaltungen zu gehen, die es ab hundert Persoen ja ab Ende Mai auch schon geben soll, ich aber keine Ahnung haben, ob die „Gesellschaft“ die „AS“ oder das Literaturhaus da ein Programm anbieten können, aber mit Maske, eh schon wissen und meine Normalität besteht ja im Vermeidungsverhalten, denn mit Maske würde ich mir sehr komisch vorkomen und dem Glück, daß der alfred ohnehin auch schon früher soviel eingekauft hat, daß ich das kaum machen mußte.

Am dreißigsten April ist die Cornelia Stahl zum Interview zu mir gekommen, das haben wir schon Anfangs März kurz vor dem Lockdown ausgemacht und beibehalten obwohl die Ausgangsperre ja bis ersten Mai galt und erst am letzten Tag, glaube ich, durchgesickert ist, daß man sich ohnehin immer besuchen hätte dürfen.

Am ersten Mai sind wir dann gleich zu Demonstrationen gegangen, weil erstens Tag der Arbeit und es dann auch gut ist, gegen oder den Kurzschen Plan alles perfekt mit Überwachungsapp, Maske, Testung und vielleicht auch Impfzwang zu organisieren, etwas zu tun.

Da die Corona-Demos aber offenbar eher in rechter Hand liegen und sich inzwischen ohnehin schon einiges gelockert hat, beziehunsweise sich schon der Mainstream gegen die Maskierung ztu wehren scheint, werde ich das vielleicht lassen, habe mit dem Alfred am letzten Sonntag aber schon auf der Rudolfshöhe gegessen und dann in der Radlerschenke einen Kaiserspritzer zu trinken.

Das habe ich mir ja im letzten Jahr angewöhnt bei meinen Radtouren zu tun, aber neben der Schank ein Schild mit „Bitte Maske bei der Bestellung!“ Wir kommen ohnehin erst nächste Woche hin und für den Pfingstsonntag haben wir ja die Ruth zum Essen eingeladen und da kann ich gleich wieder eine Gedächtnislücke schließen, denn als ich mit ihr, als der Alfred wieder irgendwo mit dem Karl war, den öffentlichen Raum erforschten, haben wir das auch zu Pfingsten gemacht, beziehungsweise bin ich da, glaube ich, allein auch zur Seestadt hinausgefahren, habe dort den Pfingsmarkt beobachtet und ein Würstel gegessen.

2020-04-16

Kein internationales Kulturfestival „Literatur & Wein“

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:00
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Die „Literatur und Wein“ hätte zwischen dem sechzehnten und neunzehnten April zum zweiundzwanzigsten Mal in Krems und Göttweig stattfinden sollen.

Initiiert wurde das Festival von der Leiterin der NÖ-Literaturhauses Sylvia Treudl, die ich vor mehr als zwanzig oder dreißig Jahren als Leiterin des „Milena-Frauenverlags“ kennenlernten, wo ich ja meine Texte lange hinschickte und schickte, ich sehe sie auch meistens bei den IG-Autoren, bei der GAV  nicht, da sie da kein Mitglied ist und  auf das Festival ist der Alfred 2013 aufmerksam geworden. Ich wußte schon früher davon, weil Sylvia Treudl ja bei der IG davon berichtete und mir auch immer das Programmheft zuschickt, da man da aber Eintritt zahlen muß und ich ja nicht so gern zu bezahlenden Veranstaltungen gehe, hat der Alfred die Festivalpäße oder, ich glaube, am Anfang waren es sogar noch Einzelkarten,, gekaufgt und seither sind wir Jahr für Jahr hingepilgert.

Das Vorjahr mit Gips, heuer habe ich mir gedacht, daß ich mich ja vielleicht wie in Basel dafür auch akkreditieren lassen könnte, weil ich ja immer so getreulich und ausführlich darüber schreibe und der Alfred die schönen Fotos macht, weil das aber nicht zu gehen schien und  auch schon das Corona-Virus so langsam auf uns hinüberschwabbte, haben wir beschloßen das Festival heuer auszulassen, weil ich ja ohnehin die Erfahrung machte, daß ich sehr viel davon jeweils schon gelesen hatte oder die Autoren, es werden ja immer nur sehr prominente eingeladen und nicht due sogenannten Hobby oder Indieautoren, wie ich eine bin, schon bei anderen Veranstaltungen, wie in der Hautpbücherein, in der „Alten Schmiede“ etcetera gehört.

Dennoch habe ich als Anfang März, die ersten Veranstaltungen abgesagt wurden, auf die Facebookseite geschielt, wo die Lyrikheftchen, die ja jedes Jahr für das Festival gedruckt werden, vorgestellt wurden, das neue Design der Festivaltaschen, sowie die Programmehefte. Lange lange gabs nichts, als das zu sehen und erst am 24. März, als schon klar war, daß wohl nichts daraus würde, stand zu lesen „Bedauerlicherweise müssen wir  unser 22. internationales Kulturfestival aufgrund der besonderen Ausnahmesiutation absagen“, nun ja in den riesigen Brunnensaal passen einige hunderte Personen hinein, die die Viren lustig übertragen würden, „Bitte lesen Sie zu Hause ein gutes Buch, trinken Sie ein Glas Wein und freuen Sie sich auf das nächste Festival „Literatur und Wein“ vom 22. – 25 April 2021″

Mache ich, könnte ich antworten, zumindestens die ersten Teile, denn Bücher lesen, Coronatagebuchschreiben, Buch korrigieren und vielleicht schon das „Frühlingserwachen“ vorplanen, ist bei mir ja, meine Leser wissen es, als Krisenintervention ohnehin angesagt.

Die Bücher liegen im Badezimmer oder in meinen E-Book folder, wenn die Post sie mir nicht zustellen kann und das Programmheft liegt auch bereit, denn das habe ich auch heuer zugeschickt bekommen. Das Glas Wein ist auch zu organisieren, haben wir ja noch einige Flaschen von unseren Hauswinzer Herzinger und der Alfred geht ja auch gerne zum Luftschnappen auf den Naschmarkt zur Frau Fischl und ein französisches Spezialitätengeschäft gibt es auch in meiner Nähe, so daß ich mir, um den Rotwein keine Sorgen machen brauche, der ja bekanntlich in Krems gar nicht so leicht zu bekommen ist.

Was liegt also näher als das Programmheft durchzublättern und mich zumindestens geistig oder virtuelle, weil das ja schon in Leipzig so schön geklappt hat auf das internationale „Literatur und Wein-Festival“ zu begeben und dabei kann ich auch überprüfen, was ich von dem Programm schon kenne und was, weil mir unbekannt, irgendwie noch nachzuholen wäre.

Beginnen tut es ja immer am Donnerstagabend im Literaturhaus Krems, gegenüber der berühmten Strafanstalt, wo ich früher immer meine Texte an Jack Unterwegers „Wortbrücke“ hingeschickt habe und wo dann zumindestens der Plan für die Herausgabe meiner „Hierarchien“ entstanden sind, weil Jack Unterweger ja während der Entstehung des Buches in eine andere Strafanstalt verlegt und schließlich entlassen wurde.

Ich gehe also zu der Auftaktveranstaltung am Donnerstag und stelle fest, daß die diesmal etwas anders, nämlich ein „Fest poetischer Stimmen“ wäre und da würde Klaus Zeyringer, der sonst immer am Samstag auftrat Friedrich Achleitner lesen, der vorigen März gestorben ist, Martina Spitzer Elfriede Gerstl, die ist 2009 gestorben und ich habe seither einige Literaturveranstaltungen besucht, wo ihre Werkausgaben präsentiert wurden. Christoph Mauz die bekannte festivalstimme würde Herbert Rosendorfer lesen, von dem ich ein Buch gelesen habe und Christoph W. Bauer auch ein beliebter Festivalautor, den 2009 verstorbenen ersten Bachmannpreisträger Gert Jonke. Da hätte ich wohl etwas versäumt, obwohl ich die Werke der Dichter ja lesen kann und von Gerstl und Jonke auch  einiges in meinen Regalen habe.

Am Freitag wäre es dann in den riesigen Brunnensaal gegangen, wo man schon  früher da sein und seinen Platz, um etwas zu sehen, reservieren hat müssen. Da ist  dann immer, um achtzehn Uhr Sylvia Treudl mit dem Weinbegleiter aufgetreten und hat mit ihm abwechselnd die Weine und die Autoren vorgestellt.

Voriges Jahr war das schon etwas anders und heuer hätte es, um halb fünf mit dem Weinalphabet, also einer kurzen Einführung in die Weine begonnen, die man  dann in den Pausen oder wahrscheinlich auch sonst mit Weinbon kosten hätte können und, was die unbekannte Autorenschaft betrifft, da hätte es schon um achtzehn Uhr mit einem Andrej  Nikolaidis begonnen, der von Christoph Mauz auf Deutsch gelesen worden wäre, während es mit Felix Mitterer wieder bekannter geworden wäre, denn den kenne ich ja vom „Ohrenschmaus“ und da kann ich nur hoffen, daß sich bis Anfang Dezember die Lage wieder normalisiert, es gibt jedenfalls schon eine Ausschreibung und einen Termin für die Preisverleihung.

Simone Lapperts „Sprung“ kenne ich auch und habe ihn schon für das „Schweizer Buchpreislesen“ gelesen und mir das Buch in Basel auch von der Autorin unterschreiben lassen.

Norbert Gstrein, der letzte „Österreichische Buchpreisträger“ ist mir ebenfalls bekannt, der hat ja schon bei der Preisverleihung einen Text über sein neues Buch vorlesen lassen, jetzt würde er wahrscheinlich aus „Als ich jung war“ lesen und das habe ich ebenfalls schon gelesen und es hat mir, füge ich hinzu,  nicht so besonders gefallen.

Die 1970 in Leipzig geborene Katja Oskamp würde wahrscheinlich aus ohrem neuen Buch „Marzahn mon amour – Geschichten einer Fußpflegerin“ lesen. Das habe ich nicht gelesen, im Schrank aber einmal ihre „Halbschwimmer“ gefunden, das im Badezimmer liegt und das ich mir eigentlich nach Leipzig als Lesestoff mitnehmen habe wollen, also wenn nicht so viele Neuerscheinungen kommen, ich noch in diesem Jahr lesen werde.

Die musikalische Begleitung, die es immer zwischen den Leseblöcken gibt, wäre am Freitag von „bratfisch“ gekommen und am Samstagmorgen, ginge es in Krems mit einem Alternativprogramm weiter. Nämlich im Literaturhaus mit der Reihe „Transflair“, die diesmal von Kurt Kotschral und Anne Weber zum Thema „Sind wir Mensche noch zu retten?“, eine Frage, die wir uns jetzt wahrscheinlich alle stellen, gestaltet hätte werden sollen. Kurz Kotrschral ist mir eher unbekannt, von Anne Weber habe ich schon etwas gelesen und sich auch schon in der „Alten Schmiede“ gehört, sowie in der Artothek Niederösterreich, wo die vier Lyrikheftchen vorgestellt werden sollten, nämlich die von Adisa Basic, Monika Herceg , Helen Mort und Ariel Spiegler, die es immer zur freien Entnahme gibt und die ich vielleicht in der „Alten Schmiede“ oder sonstwo bekommen kann, wenn diese Orte wieder geöffnet sind.

Dann gäbe es diesmal statt der Wanderung, die ich auch im letzten Jahr ausjgelassen habe, eine „Reise zu den Benediktinern“ und eine Lesung von Paolo Rumiz, den ich schon in der „Gesellschaft“ hörte, also auch etwas Neues sich mit den Hausherren des Stiftes zu beschäftigen, sowie Evelyn Schlag, Barbara Hundegger und Marion Poschmann als lyrisches Alternaivprogramm unter den Titel „dichtung entdecken“.

Dann käme wieder das „Weinalphabet“ im Brunnensaal und dann würde Anna Weidenholzer aus ihrem neuen Buch „Finde einen Schwan ein Boot“ lesen, das ungefähr das einzige ist, was ich nicht von ihr kenne, aber trotzdem schon gesehen habe, weil es ja Stephan Teichgräber für sein Centropeworkshop ausgesucht hat, das ja derzeit auch nicht stattfindet, obwohl die zwei Personenregel dabei ja eingehalten würde.

Katerina Poladjans „Hier sind Löwen“ habe ich gelesen, weil es ja auf der deutschen Buchpreisliste stand und Josef Haslingers „Mein Fall“ liegt, weil es mir die liebe Doris schrenkte auch in meinem Badezimmer, das wollte ich eigentlich während meiner „Klosterwoche“ lesen, aber ob die stattfinden wird, ist ja auch noch nicht so klar.

Juri Andruchowytsch kenne ich, weil er auf der „Buch Wien“ und bei der „Litertur im Herbst“, wenn ich mich nicht irre, öfter gelesen habe, das neue Buch „Die Lieblinge der Justiz“ dagegen nicht. Vielleicht kommt es noch einmal zu mir und Thomas Meyers  „Wolkenbruch“ habe ich gelesen, sogar beide Teile im letzten Jahr, den ersten im Sommer in Locarno, den zweiten glaube ich kurz vor oder nach Weihnachten und war enttäuscht, daß er nicht auf der Schweizer Liste stand.

Die Musik käme von Karl Ratzer und seinem Ensemble, das mir unbekannt ist, weil ich ja eher auf der literarischen Schiene fahre und am Sonntag gäbe es um elf eine Sektmatinee im Literaturhaus Nö. Den Sekt kann ich wieder alleine trinke. Ich mische ihn mir meistens mit Organgensaft oder Erdberen und das Programm käme von Birgit Birnbacher und Nora Gomringer, beide „Bachmannpreisträgerinnen“, „Wir ohne Wal“ habe ich gelesen, Noria Gomringer einmal im Literaturhaus gesehen und das wäre es.

Der Büchertisch wäre natürlich auch zu erwähnen , wo ich mir gelegentlich vom Alfred etwas kaufen ließ.

Im letztes Jahr war es der „Winterberg“ vor zwei das Buch der Kathie Zarnegien, beide habe ich schon in diesem Jahr gelesen und wenn ich mir für heuer etwas wünschen dürfte, wäre es wohl der „Ungarische Satz“ des 1974 in Sarajevo geborenen Andrej Nikolaidis, das ja auch in Stephan Teichgräbers Workshop passen würde.

Mal sehen, vielleicht kommt es zu mir und ansonsten kann ich meinen Lesern ebenfalls nur empfehlen, ein gutes Buch zu lesen, ein Glas Wein zu trinken und sich auf das nächste Jahr zu freuen.

Und hier noch die anderen Festivalberichte: 2014, 2015, 2016, 2017, 2018

2019-04-21

Rotwein trinken in Krems

Filed under: Glosse — jancak @ 00:00
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Ich bin ja, wie meine Leser wissen werden, eine, die gerne ein Gläschen Rotwein trinkt, zum Essen, bei Literaturveranstaltungen, Vernissagen, wo immer was zum Trinken angeboten wird, etcetera.

Rowein, keinen Weißen, ich weiß auch nicht wieso, mir der nicht schmeckt.

Die süßen Sachen, wie Sekt mit Hollersaft, trinke ich aber recht gerne und mixe mir in meinen Rotwein auch Orangensaft hinein oder trinke ihn mit Erdbeeren.

Das sind dann meine Aperitivs, die ich mir selber mache, Bier trinke ich keines und auch keinen Schnaps. Aber das Gläschen Rotwein gerne, das es noch im Literaturhaus oder auch bei anderen Veranstaltungen gibt.

Wir haben könnte man so sagen, auch unseren Lieblingswinzer, nämlich den „Herzinger“ in Nußdorf an der Traisen, wo wir gerne zu den Verkostungen gehen. ich gehe mit dem Alfred seit 2013, auch zum Literaturfestival „Literatur und Wein“, das es jetzt ja schon seit zwanzig Jahren von Sylvia Treudl in Krems und Göttweig gibt.

Krems und Göttweig, das sind die Ausgangspunkte meiner heutigen Ostersonntag-Glosse, denn in Krems ist mir schon früher aufgefallen, wir hatten eine Zeitlang Einladungen zu den Vernissagen der dortigen Kunstgalerie oder, wie das damals hieß, jetzt gibt es ja ein neues Kunsthaus dort und dort gab es nachher Wein in rauhen Mengen, aber leider nur weißen, was mich dann immer etwas unschlüßig werden ließ, ob ich den jetzt lassen oder trinken sollte?

Die „Buch Wien“ hatte zwar, glaube ich, auch einmal nur einen weißen als Ö1 Wein ausgewählt und als wir vor einem halben Jahr bei der Buchpräsentation von Eva Roßmann waren, hat es Brot und Käse und weißen Wein aus den Weinviertel gegeben, den ich, glaube ich, nach einigen Zögern auch getrunken habe, denn Käse mit Wasser schmeckt nun mal nicht so gut.

Ja und als Robert Streibl vor ein paar Jahren sein „April in Stein“ in der Justizanstalt, die dem Literaturhaus genau gegenüber liegt, vorstellte, hat es nachher auch ein Burffet und Wein, aber richtig nur weißen gegeben, so daß sich bei mir eingprägte Krems und Rotwein, das geht doch nicht, was man vielleicht auch ein bißchen beim „Literatur und Wein-Festival“ sehen kann, weil die dort anwesenden Winzer, meistens auch einen „Riesling“ oder „Vetliner“ präsentieren. Man aber im Verkostungssaal schon zwischen einen oder zwei Roten wählen konnte, die ich dann bevorzugt getrunken habe und machmal auch die Achsel zuckte, wenn mich jemand belehrte, daß es in Krems und vielleicht auch in der Wachau eben bevorzugt Weißwein gibt. Das scheint sich inzwischen auch zu verändern. Denn die Winzer hatten bei der letzten „Literatur und Wein“ auch auf ihren Roten und da bevorzugt auf den „Pinot Noir“ hingewiesen, von dem ich beim Festival auch einige Gläschen getrunken habe und dann auch einen Zweigelt.

Aber als ich am Samstag in der Mittagspause in das Kulturbeisl der neuen NÖ- Galerie oder Kunsthaus, ich weiß nicht genau den offizellen Namen, ging und einen roten Spritzer bestellte erlebte ich eine Überraschung. Das heißt zuerst nicht, denn die Kellnerin nickte, machte keine Berichtigung, sagte auch nicht, haben wir nicht. Eine andere brachte mir aber einen Weißen und war dann auch ein wenig ungehalten, als ich den nicht haben wollte.

„Wir haben keinen roten Spritzer!“

Also etwas anderes. Also einen „Hugo“ den ich auf der Karte gesehen habe, weil ich die süßen Schlatze ja, wie schon beschrieben, gerne mag, aber meisten nicht bestelle, weil sie teuerer, als die normalen Spritzer sind und die Kellnerin erklärte mir auch sogleich, daß, das ohnehin auch Weißwein wäre, aber trotzdem.

Es kam dann von der ersten Kellnerin serviert ein Aperiol Spritz serviert, das ist diese orange Flüßigkeit, die ich auch nicht so mag.

„Also bringen Sie mir ein Achtel Rot und ein Glas Wasser!“, sagte ich noch, weil ich inzwischen auf der Karte gesehen hatte, daß es das um vier Euro achtzig gab, aber tatsächlich keinen roten Spritzer.

Ich bekam dann einen „Hugo“, der auch nicht viel billiger war, vermutete, daß es der selbe Weißwein mit einer Zitronenscheibe war, den ich zuerst zurückgehen ließ und fragte beim Bezahlen die Kellnerin, warum es keinen roten Gespritzen gäbe, das wäre doch nicht so schwierig?

„Doch haben wir!“, sagte die sehr freundlich und „Berufen Sie sich, wenn Sie wieder kommen auf mich!“

Was ich dann am Sonntag nach der Sektmatinee auch tat. Die Kellnerin war nicht da und der Kellner erklärte mir sehr freundlich, daß sie nur die eine Rotweinsorte hätten, die zu teuer zum Spritzen wäre.

Also habe ich das Achterl getrunken und mich nur ein bißchen geärgert, als mir die Kellnerin dann ein zweites brachte, das ich gar nicht bestellt hatte. Das liegt aber wahrscheinlich am Service und der mangelden dortigen Kommunikation und nicht an der Frage, warum es in Krems nur so wenig Rotwein gibt?

Wird der dort nicht bestellt, denn es kann ja nicht so schwierig sein, sich einen Hauswein anzuschaffen und den dann aufzuspritzen. Aber Krems ist, habe ich kapiert, ein Weißweingebiet, was sich jetzt vielleicht langsam ändern wird. Aber inzwischen noch so ist, denn, wenn man am Samstag nach dem Wandern und der Lesung im Literatuhaus seinen Weinbon einlösen will, gibt es dort dann auch nur Weißen, während es in Göttwein diesmal, glaube ich, sogar schon fünf oder sechs Rotweinsorten gegeben hat und der Winzer aus dem Kamptal außer seinen „Muskateller“ auch den „Pinot Noir“ angeboten hat.

„Hast du keine anderen Sorgen?“ höre ich meine Leser fragen.

Habe ich, ja natürlich, habe, ich. Die politische Situaton finde ich nicht so gut, das Gipsbein das ich noch habe, hindert mich an den Veranstaltungsbesuchen und in Wien und in Harland haben wir genügend Rotweinflaschen liegen, die der Alfred am Markt oder beim „Herzinger“ kauft und wenn er demnächst nach Kuba fliegt, werde ich wahrscheinlich wieder zum „Hofer“ gehen und mir dort ein paar „Hollersprudelspritzflaschen“ kaufen und  das junge Duo „Wiener Blond“ hat mich am Sonntag in Göttweig ohnehin belehrt, daß es nicht versteht, warum sich die Wiener die guten Weine immer mit Soda mischen?

Das tun, glaube ich, nicht nur die Wiener, heißt doch in Deutschland, der Gespritze „Schorle“ und „Spritzer“ sind, glaube ich, derzeit auch modern.

Das Burgenland ist ein Rotweinland, im Elsaß habe ich auch „Pinot Noir“ getrunken und so oft komme ich ja nicht nach Krems und wenn ich das, das nächste Jahr zum „Literatur und Wein-Festival“ tue, bin ich wahrscheinlich schon so fit, daß ich in der Samstag Mittagspause wieder in die Stadt Krems gehe und mir dann beim „Nordsee“ ein Fischbrötchen kaufe und dazu Mineralwasser trinke oder mich in das Restaurant bei der Schiffstation sitze, wo es, glaube ich, auch Roten gibt.

Ein wenig seltsam finde ich es zwar schon, daß ein Restaunt eine Reihe Spritzer aber keinen roten anbietet. Aber vielleicht ist der in Krems nicht so begehrt, ein „No go!“ oder etwas, was man im Land der „Rieslings“, „Vetliner“ oder „Kaiserspritzer“, wie mich im letzten Jahr die Fremdenführerin beim Spaziergang belehrte, dort der „Hugo“ heißt und dann viel billiger ist, aber „Kaiserspritzer“ hat es, glaube ich, in dem Kulturbeisl auch keinen gegeben.

2018-12-04

Hundert Jahre Frauenwahlrecht und doch etwas Adventliches

Eigentlich hätte ich heute eine sieben Uhr Stunde gehabt und danach wäre ich mit „Sungs Laden“ in die Badewanne gestiegen und keine Adventaktion an diesem Tag, weil von neun bis neunzehn Uhr Stunden und dazwischen eine Stunde Mittagessen, während ich ja den Advent heuer möglichst jeden Tag mit einem kleinen Higlight zelebrieren will und weil ich eine schnelle bin, habe ich schon am dreißigsten November nachdem ich mit meiner Monatsabrechnung fertig war, begonnen und bin bevor ich ins „Siebenstern“ zur „Poetnight“ gegangen bin, in den „Yves Rocher“ eingefallen, habe meine Gutscheinkarte abgegeben und mir selber ein, beziehungsweise zwei Geschenke gemacht.

Das heißt je eine Geschenkpackung mit kleinen Badeölen und dann noch eine rote Apfel Garnitur, mit Handcreme, Lippencreme, Duschbad ectera, deshalb bin ich dann zur „Poet Night“, wo schon der Herr Blaha mit seinen Weinachtsgedichten auf mich gewartet hat, etwas zu spät gekommen und als wir von der „Poet Night“ nach Hause gegangen sind, war schon Samstag, der erste Dezember, allerdings sehr sehr früh und so habe ich, wie ich es mir ja vorgenommen habe, vergessen, eines meiner Bücher in den Bücherschrank zu stellen, was ich erst heute zweimal, einmal im „Wortschatz“ und dann in den in der Zieglergasse nachholte.

Am Samstag waren wir in Harland, da habe ich die Weihnachtsdekorationen herausgeholt und der Alfred hat einen kleinen Teignikolo und noch anderes Adventliches vom Markt besorgt, die Anna mir zwei Guscheine gegeben, wo man sich vom „Kika“ je zwei Weihnachtshäferln, gerade richtig für den Punsch holen konnte und am Sonntag war Jungweinverkostung beim Herzinger in Nußdorf mit Glühwein und Weihnachtskeksen und gestern Montag, der „Ohrenschmaus“, wo es wieder die „Zotter-Schokolade“ gegeben hat und nachher waren wir beim Glühmoststand des „Augustins“ vor dem „Top- Kino“, haben mit der Sozialarbeiterin dort, nett geplaudert und einen Uhudlerglühwein getrunken.

„Heute also nicht!“, habe ich gedacht. Dann sind aber ein paar Stunden ausgefallen und so bin ich, um dreiviertel sieben schnell schnell mit einem schon gewidmeteten „Besser spät als nie“ in den Bus gestiegen und ins Literaturhaus gefahren, weil dort das „PEN Frauenkommitee“ „Hundert Jahre Frauenwahlrecht“ feiert, denn ja das wurde 1918 eingeführt und Doris Kloimstein, die ich am Samstag wegen der Schneelage leider nicht am Markt von St. Pölten getroffen habe, ist dort mit einigen anderen Frauen aufgetreten und hat ein tolles Programm mit berühmten Frauen rund herum gestaltet.

Sonja Henisch die erste Frau vom Peter hat durch das Programm geführt und gerade, als ich in den Saal gehuscht bin, Doris Kloimstein angesagt, die einen Text über Marie von Ebner Eschenbach gelesen hat, die 1830 geboren und 1916 genau, wie der Kaiser gelebt hat und also das Frauenwahlrecht nicht mehr erlebte, aber trotzdem eine emanzipierte Frau war, die mit der Männerwelt sehr zu kämpfen hatte.

Dann kam Christine Tidl und stellte dazu passtend Berta von Suttner vor, die 1914, kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieg, angeblich mit den Worten „Die Waffen nieder“ verstorben ist. Ingrid Schramm widmete sich den britischen Sufragetten und Claudia Thaller ging ein bißchen in die Zukunft nämlich in die Fünzigerjahre, wo Sylvia Platz 1932 biw 1963, die „Glasglocke“ geschrieben hat und mit Elektroschocks behandelt wurde und Maghdalene Tschurlovits erkliomm mit einer tollen Handtasche, die Bühne, nahm aus ihr ein altes englisches Buch heraus, in dem es eine Übersetzung eines der dreizehn Bücher von der Weltreisenden Ida Pfeifer, die in Wien geboren und verstorben ist, herus und stellte diese tolle Frau vor, die zu Zeiten durch die Welt reiste, wo es noch lange kein Frauenwahlrecht gegeben hat, dann kam ein Interview, das offensichtlich Sonja Henisch mit Olympe de Gouche, eine Kämpferin der französischen Revolution aus dem Jenseits führte und ganz am Schluß kam noch der Advocatus Diabolis und erklärte den Frauen, warum sie kein Frauenwahlrecht brauchen?

Eine sehr interessante Veranstaltung, wo es für mich sowohl Bekanntes als auch Unbekanntes zu hören gab und wenn ich unken möchte, würde ich sagen, was nützt das Frauenwahlrecht, wenn dann doch etwas anderes, als gewünscht herauskommt und die „Omas gegen rechts“ von den Rechten vehöhnt und verspottet werden, wie ich vor kurzem auf einem Video hörte.

Es gab aber gute Stimmung im Literatuhaus mit Wein und Gesprächen und Doris Kloimstein hat mir, welch Überrschung auch noch ein „Weihnachtsbuch“ geschenkt und ein Buch habe ich mir aus dem Bücherschrank auch herausgezogen, nämlich eines mit „Schweizer Geschichten“ aus den Fünzigerjahren, das ich mir voräufig auf meinen Weihnachtstisch mit den anderen Büchern, die noch kommen werden, zu einer Art Bücherchristbaum zusammenstellen kann und wem es interessiert, die „Nika Weihnachtsfrau“ ist auch schon gewidmet und ich werde sie mitnehmen und in den „Wortschatz legen“, wenn ich morgen zu Stephan Teichgräber gehe, das wird wahrscheinlich kurz vor drei geschehen, wer sie also haben will, rechtzeitig hingehen!

2018-08-05

Radausflug zum Hauermarkt nach Wagram an der Traisen

Filed under: Alltagsgeplauder,Reisebericht — jancak @ 18:58
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Die Sommerfrischenhalbzeit ist abgeschlossen, die diesmal, da der Alfred ja erst am ersten Juli aus den USA zurückgekommen ist, etwas langsam angelaufen ist.

Sind wir doch erst die Woche darauf nach Harland, da war der „Bachmann-Preis“ und der Schwiegermutter sechsundachtzigster Geburtstag und ich habe korrigiert und korrigiert und bin nur pro forma und ganz kurz mit dem Rad eine Runde bis zum dem Sportverein nach Spratzern und wieder zurück gefahren. Dazwischen drei Tage Wien mit Praxis, den letzten Veranstaltungen, der Podium Sommerlesereihe, den Filmfestivals am Rathaus und am Karlplatz,  sowie an den Donnerstagen die O-Töne.

Den Martin haben wir in Pernitz einmal besucht und sind mit ihm die Myra-Fälle hinaufgeklettert. Bei der Ingrid waren wir letzte Woche in Nejuwaldegg.

Am Hochschwab waren wir auch, dazwischen bin ich mit dem Korrigieren fertiggeworden, habe das neue Projekt angefangen und bin mit dem Rad nach Wilhelmsbeurg und in das Traisenpark Einkaufscenter, sowie eine Runde um den Viehofenersee und zur Seedose gefahren.

Dazwischen das Alltägliche. Samstag Markt, da haben wir gestern die Doris Kloimstein getroffen, die mir einen Sack voll Bücher, ihre Urlaubslektüre, sie ist einfach in die Buchhandlung Schubert gegangen, hat dort gefragt, was die leute am meisten lesen und hat dort eine „Kängaruhtrilogie“, das Machwerk eines Kabarettisten, überreichte.

Auf der Rudolfshöhe waren wir ein paarmal auch und dieses Wochenende war wieder Hauermarkt in Wagram an der Traisen.

Steckerlfische, richtig gemacht

Steckerlfische, richtig gemacht

Das Traisental ist ja ein Weinbaugebiet und wir haben auch unseren Lieblingswinzer, zu dessen Verkostungen wir regelmäßig radeln. Zu Pfingsten gibt es den Pfingstmarkt in Nußdorf an der Traisen, nach Traismauer ins Donaugasthaus radeln wir zu Ostern meistens auch und im August gibts den Hauermarkt in Wagram an der Traisen in der dortigen Kellergasse. Zweimal waren wir schon dort. Voriges Jahr wollten wir auch hinradeln, leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber diesmal hat es wieder geklappt. Zum größten Teil jedenfalls. Auf der Rückfahrt sind wir ein bein bißchen naß geworden. Das macht mir aber eigentlich nicht viel aus.

Also in der Früh aufgestanden, die Wasserflasche eingepackt, das Sonnenkappel, da habe ich vor kurzem ein lustiges buntes gefunden, aufgesetzt. Der Alfred hat vorsorglich die Klappräder von Wien mitgenommen, damit wir bei der Rückfahrt in Traismauer einsteigen und bis nach St. Pölten mit dem Zug fahren können und sind dann losgeradelt.

Kurz vor zwölf waren wir am Ziel, das heißt, in der Kellergesse, wo es an beiden Seiten Stände mit Essen, Trinken und Weinproben gab. Am Eingang standen junge Mädchen die das Gratissechzehntel, Wein und Brot, leider nur ein Weißer, anboten. Aber ich habe mich, da ich gerne Hugo trinke, Sangria und Erdbeerbowole, ohnehin schon auf Kaiserspritzer umgestellt und da gab es mal einen zu der gebackenen Blunze beim Winzerhaus Schöller.

Der Alfred hat ein Surschnitzl gegessen, was er alsbald bereute, nicht, daß es nicht gut war, aber auf der anderen Seite beim Haimel, gab es Steckerlfische und die dufteten köstlich.

Dazu mußte man dort aber erst einmal hinkommen. Ein bißchen an den Weinreben vorbei. Wir sind aber zu hoch hinaufmarschiert, so daß wir fast nicht hingefunden hätten.

Dazwischen haben wir aber noch Erdbeerfrizzante gekostet, beziehungsweise eine Himbeerbowle getrunken. Der süße Schlatz eben, der gut schmeckt, aber die Kalorien macht. Dann hat der Alfred, die Fische fotografiert und beschloßen sich vor der Rückfahrt doch eine Forelle zu gönnen. Einen Eisckaffee gab es auch noch uind dann auf nach Traismauer, das einen Kilometer von Wagram entfernt ist. Der Zug kam bald und wir waren bis auf drei Burschen, glaube ich, die einhzigen Gäste. Auch einen Schaffner habe ich nicht gesehen,  nur eine sympathische Frauendurchsagstimme, die die nächsten Haltestelle und Austiegsrichtungendurch gab.

Der Alfred hat sich dann ein paarmal bei mir erkundigt, ob ich nicht doch bei der „Seedose“ aussteigen will.

„Nein!“, habe ich tapfer geantwortet.

Ich habe doch scchon genügend Bücher und das war auch gut so. Denn, als wir St. Pölten erreichten, hatte sich der Himmel verdunkelt und der Regen hat begonnen, so daß ich wiedermal ein bißchen naß wurde. Ansonsten ein schöner Ausflug und eine schöne schöne Abwechlung in der Sommerfrische.Morgen geht es wieder intensiv mit dem Romanschreiben weiter, was eigentlich ganz gut geht.

2018-05-21

Pfingstmontag-Retreat

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 12:23
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Über meine Pfingstrituale habe ich schon öfter geschrieben. Als Studentin, junge Psychologin und eifrige Besucherin des Klubs der logischen Denker bin ich da auch  einige Male mit dem Herrn Lembacher nach St. Gallen, Steiermark zum Pfingsttreffen mitgefahren.

Das war in den Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts, später bin ich vielleicht einmal zum Frans nach Holland gefahren und noch später waren wir in Harland Radfahren und so seit einigen Jahren, wenn es geht, nach Nussdorf an der Traisen zum Pfingstfest und richtig, davor war ja auch einmal so ein Fest für Friederike Mayröcker, glaube ich in Mürzuschlag wozu die GAV eingeladen hat, der Alfred hat mich am Pfingstsamstag von dort abgeholt. Wir wollten eigentlich auf den Hochschwab, aber leider hat es geregnet. Als der Alfred vor einigen Jahren zu Pflingsten irgendwo war, ich glaube, in Rumänien, habe ich einen Lesemarathon veranstaltet und im Vorjahr, da war er in Amerika, bin ich, glaube ich, endlich in die Seestadt hinausgekommen und habe am Tag darauf mit der Ruth, die ja jetzt, glaube ich, mit Erika Brunngraber am Gardasee sitzt, den öffentlichen Raum erforscht und einmal, da war der Alfred auch nicht da, ich glaube es war 2006, da gabs ein großes Bachmann-Spezial zu einem runden Geburtstag, eine Ausstellung im Palais Palfy, einen Stadtspaziergang durch das „Ungarngassenland“ und zum Cafe Raimund, wo ich, glaube ich, zum ersten Mal von Hans Weigel „Unvollendeter Symphonie“ hörte, die ich ja inzwischen gelesen habe und heuer war es wieder mal besonders hektisch und auch anders, obwohl der Alfred fährt ja schon seit einigen Jahren zu Pfingsten auf einen Betriebsausflug, am Pfingstmontag.

Deshalb wollten wir zuerst auch nicht nach Harland, aber ich wollte ja zum Pfingstfest nach Nussdorf an der Traisen radeln.  Vorher gab es am Donnerstag und am Freitag den literarischen Lenz im Centrope und da wollte ich auch hin.

Der Alfred war am Freitag, wie meist an seinem Altersfreizeitfreitag in Harland bei seiner Mutter, die jetzt langsam dieOrientierung verliert, um elf Uhr abends aufsteht, die Türen aufläßt oder nicht öffnet. So wollte er mit dem Pflegedienst sprechen, aber die hatten keine Zeit, zum Arzt zur Blutabnahme wollte er mit ihr auch, aber der oridiniert immer noch im ersten Stock und hat keine Zeit für Hausbesuche. So war es ihr, glaube ich, zu anstrengend, was zuerst zu einer Prellung und dann am Samstag morgen. als wir nach Harland wollten, zu einem Anruf von der Anna führte, die Oma hat um zwei Uhr früh den Notknopf gedrückt, weil sie nicht vom Fernsehsessen aufkonnte, lag am Boden und ist jetzt im Spital, wo zwar nichts außer der Prellung gefunden wurde, sie aber noch einen Tag zur Beobachtung bleiben sollte und den Alfred durcheinanderbrachte und wir wußten nicht, ob wir nach Nussdorf radeln, er zum Pfingstausflug nach Budapest, die Brüsselreise, die er vor einer Woche mit seiner Gewerkschaftsfraktion machen wollte, ist wegen eines Streiks einer anderen Gewerkschaft ins Wasser gefallen und nächste Woche mit dem Karl für ein Monat wieder in die USA fliegen kann?

Das scheint inzwischen geregelt, die Oma  wieder zu Haus, hat eine Abendbetreung, der Alfred ist, glaube ich, schon in Budapest, im Orbanland, angekommen und ich hatte vor in Wien einen Pfingsmontag-Retreat zu machen, sprich so viel wie möglich an der „Unsichtbaren Frau“ zu korrigieren, damit die endlich einmal an den Alfred zur Druckfertigstellung gehen kann.

Ich schreibe ja jschon seit Herbst daran und bin da, wie ich, glaube ich, auch schon geschrieben habe, wieder in einer Art Krise, denn was sollte ich da anderes , als es ist ohnehin egal und ich kann und schaffe es nicht, denken, wie mir der Uli, der sich jetzt ja nicht mehr meldet, mir schon oft genug erklärte und die Idee des neuen Werks ist auch nur recht vage und ich weiß nicht recht, ob die Geschichte mit der Krankenschwester, dem Psychiater, der vielleicht wieder Theo Hardenberg heißt und dem feschen Chirugen, die die depressive Magdalena Kirchberg, die ihre Depression in der Pension ins Netz stellen will, auf der Kreuzung Pilgrammgasse Wienzeile sah, wirklich jemanden interessieren wird? Habe ich mir ja mit den Leserunden, die ich bei meinen letzten beiden Büchern machen wollen, sehr schwer getan und bin eigentlich damit gescheitert.

Aber gut, die „Unsichtbare Frau“ wird fertig werden, dann mache ich mir wahrscheinlich oder hoffentlich im Juni, wenn der Alfred in Amerika ist, wieder ein paar schöne Schnuppertage und schaue, wie es mit dem nächsten Projekt werden wird und heute ist ja wieder Zeit für einen Writersretreat.

Zur Erklärung, ich habe mit der „Unsichtbaren Frau“ diese Geschichte von der letzten Wahl und der jungen prekären Deutschlehrerin Amanda Siebenstern, die während der Nacht aktiven oder passiven Widerstand leistet und dort Donald Trump oder eigentlich eher einen reschen feschen Minister besucht, im vorigen Herbst begonnen. Da habe ich aber viel getrödelt und mir stattdessen lieber Wahlkampfvideos angeschaut. Trotzdem ist es nur ein halber Nanowrimo geworden, denn ich hatte am ersten November schon an die zehntausend korrigierten Worte und bin mit denen in die erste Halbzeit der fünfzehn kostenlosen Schreibmarathontage des Writersmarathon gegangen, habe da etwa vierzigtausend Worte geschrieben und den Rest dann bis Ende November und zum Korrigieren bin ich Anfang Dezember wieder ins Writiersstudio gegangen, denn da hatte ich ja einen Gutschein für einen kostenlosen Writerretreat. Lleider war ich an diesem Tag ein wenig krank und mit dem Korrigieren bin ich auch noch nicht fertig, weil ich derzeit während der Woche nicht wirklich dazu komme, so bin ich immer noch beim Szene für Szene korrigieren, bin damit bei Szene vierundzwanzig oder Seite siebzig.

Aber in Harland geht das nicht richtig, weil ich da keinen funktionierenden Drucker habe und so dachte ich fein, wenn der Alfred in Budpest ist, werde ich korrigieren und korrigieren und der schönen Ordung einen Artikel einstellen, der das beschreibt und sich „Pfingstmontagsretreat“ nennt, denn wegen meiner vielen Stunden, habe ich in der letzten Zeit auch einige Abendtermine versäumt, was nicht wirklich etwas machte, weil ich derzeit sehr viel Rezensionsexemplare hatte oder habe, so daß stattdessen Buchbesprechungen kamen und Zeit für Zustands- oder Schreibberichtberichte, hatte ich in der letzten Zeit auch nicht wirklich, was auch nichts machte, denn ich kann ja nicht immer schreiben „Bin mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ noch immer nicht weiter gekommen!“, weil das wahrscheinlich nicht nur dem Uli nicht interessiert.

Wir waren also gestern mit dem Auto zwei Stunden kurz in Nussdorf an der Traisen, weil vorher kam ein Krankenpfleger, um die Nachtbereuung zu besprechen. Dann holte der Alfred für die Oma und mich was vom Mc Donalds, er hat ein Grillhendl dort gegessen, ich einen Spritzer getrunken, mit den Herzingers geplaudert, Kirschen gepflückt und zurück zur Nachmittagsbetreuerin und dann nach Wien und da hatte ich schon die Idee, daß ich eigentlich wieder etwas über Bücher, es gibt ja soviele und bekommt man, wenn man bloggt ein Bücherburnout, wie man derzeit in einigen Blogs lesen kann und dann will ich  auch, weil ich ja jetzt zu meinem Schreibjubiläum eine Serie über mein eigenes Schreiben habe, noch einen Artikel über meine politischen Bücher schreiben. Aber wenn ich das mache, komme ich nicht zum Korrigieren und Schande über mich, wie mache ich das und eigentlich ist da ja ohnehin egal, weil es  außer mich eh niemanden interessiert und so weiter und so fort….

Jetzt ist es Mittag, ich liege mit dem neuen Strandkleid, das ich mir eigentlich für die Terrasse kaufte, im Bett, habe einen Spinatstrudel aufgetaut, der noch von Alfred letzten Betriebsratfest stammt, meine Artikel schreiben, dann Ralph Rothmanns „Im Frühling sterben“, ein Buch von meiner Backlist auslesen und die Writerretreats, wenn nicht noch etwas durcheinanderkommt, wohl auf den Juni verschieben, denn eigentlich geht es mit dem Korrigieren ohnehin ganz gut voran.

Auch wenn der Text noch nicht fertig ist, ist er sicher interessant und, daß ich in meiner Art ganz gut schreibe, glaube ich auch und wenn mir das niemand glaubt, ist mir das eigentlich auch egal, weil ich das ja, weil ich so viel lese schon selber ganz gut einschätzen kann.

Bin aber gerne, um die Probe aufs Example zu machen, bereit, an Blogger oder andere Interessieren Rezensions- oder Leseexemplare zur Verfügung zu stellen.

aber ich weiß schon, es gibt zu viele Bücher und wenn man bloggt kommt man leicht unter Zugszwang, obwohl mir das glückerlicherweise noch nicht passierte, obwohl ganz ehrlich, vor ein paar Tagen habe ich auch ganz freundlich eine freundliche Anfrage abgelehnt.

2018-04-15

Zum zwanzigsten Mal Literatur und Wein

Trio Lepschi

Trio Lepschi

Franzobel

Franzobel

Das Literaturfestival in Göttweig und Krems von Sylvia Treudl und ihrem Team vom NÖ Literaturhaus veranstaltet, feiert sein Jubiläum und wir sind zum sechsten Mal dabei.  Alfred ist auf die Idee gekommen jährlich dort hinzufahren, mir wäre es ganz ehrlich zu teuer, aber interessant ist es allemal, obwohl ich die meisten Autoren kenne und einige der präsentierten Bücher auch schon gelesen habe.

Das Motto heuer lautete „Vorwärts – die Zukunft nicht vergessen“ und deshalb war der Auftakt im niederösterreichischen Literaturhaus Krems auch gleich politisch oder eigentlich nicht, denn angefangen hat es auch mit etwas schon bekannten, nämlich dem Trio Lepschi, um den Krimiautor Stefan Slupetzky und die blödeln ja mehr oder weniger auf Deutsch und nachgemachten Französisch, was mir manchmal gefällt, manchesmal auch nicht, beziehungsweise mir dann zu lustig ist.

Josef Haslinger

Josef Haslinger

Dann kam Franzobel und der ließ ins Programmheft drucken, daß er nach dem „Floß der Medusa“ wieder in die Gegenwartt will und so schreibt er gerade einen Roman, der noch keinen Titel hat und in einer Diktatur spielt.

Kathy Zarnegin

Kathy Zarnegin

In Österreich haben die Rechten oder so gewonnen, der Regierungschef heißt Meister und es geht um einen Mann, der unschuldig ins Gefängnis kommt und um den Opernball geht es auch.

So hätte der Roman auch heißen können, verlautete Franzobel launig, wenn es nicht schon einen anderen dieses Namens gäbe und dessen Autor saß in der erste Reihe und kam nach Franzobel dran, las auch einen unveröffentlichten Text und sagte ebenfalls  dazu, daß das für ihn ungewöhnlich sei, offenbar war das, die Forderung an die Auftaktautoren Unveröffentlichtes zu lesen und politisch ist es auch.

Franzobels Werk, das habe ich noch vergessen zu erwähnen, scheint ein Krimi zu werden. Jedenfalls kommt wieder der Kommissar Groschen vor und Josef Haslinger, der wie Syliva Treudl einleitete mit dem „Opernball“ und dem „Vatermord“ berühmt geworden ist. Beide Romane habe ich gelesen, aber noch lange nicht darüber gebloggt. Dass habe ich nur mit „Jachymov“ getan, schreibt gerade ein Theaterstück mit dem Namen „Die Rennerprobe“, denn da probt gerade eine aufgelöste Theatergruppe ein Stück über Karl Renner in einem Parteilokal  und drei Stellen daraus hat Josef Haslinger vorgelesen.

Bachtyar Ali

Bachtyar Ali

Zu dem Festivalpass hat es wieder einen Goodie-Beutel „Lesen ist dem Menschen zumutbar“ mit dem Programmheft,  zwei Weinbons, den fünf sonderpublikationen „Versopolis – Wo Lyrik zuhause ist 16- 19, die diesmal am Samstag in der Galerie Göttlinger vorgestellt werden, der anderen Sonderpublikation, wo  ein Text von Ilija Trojanow „Wein und Wort und „Acht Glas Gedichten“ von Sandra Hubinger enthalten sind, sowie dem Buch „Wein.Wandern – ein literairscher Verführer durch die Wachau und das Kamptal“, der 2013 am Eröffnungsabend vorgestellt wurde, gegeben.

Paulus Hochgatterer

Paulus Hochgatterer

Und das Weinwandern hat mich damals ja so beeindruckt, daß ich es mit „Kerstins Achterln“ in der Hand bei  der nächsten Weinverkostung in Nussdorf an der Traisen wiederholte und dort im Weingut Herzinger waren wir am Freitag auch kurz bevor wir auf den Göttweiger Berg hinaufgefahren sind, weil der Alfred für sein Fest, das er demnächst für seine Betriebsratkollegen gibt, Wein kaufen wollte.

Wein gab es dann auch im Stift Göttweig und da wurde diesmal zum zwanzig Jahre Jubiläum der Weinbegleiter ausgetauscht. Das war diesmal ein Herr Müller und es gab keine Doppelmoderationen mehr und auch keinen Winzer, der seinen Patenwein, nachedem er ihn kurz besprochen hat, dem jeweiligen Autor auf den Tisch stellte, der dann meistens ohnehin nicht daraus getrunken hat.

Es gab auch diese Weine  nicht mehr oben im Verkostungssaal mit den entsprechenden Winzern. Dort lag nur mehr eine durchnummerierte Liste mit den jeweiligen Weinen auf und der ehrenamtliche Weinbegleiter empfahl dem p. t. Publkum, sich am besten im Laufe der Veranstaltung durch die Weine durchzukosten.

Ilija Trojanow

Ilija Trojanow

Etwas was für einen Autofahrer, der ja irgendwie vom Kremser Berg wieder hinunter muß, falls er nicht im Stiftshotel schläft, leicht fahrläßig wäre,  für mich aber da unter den dreiundzwanzig Weinen, nur drei Rote, ein Zweigelt und zweimal Pinot Noir waren, sehr leicht und durch diese habe ich mich auch durchgekostet und begonnen hat die Lesung mit zwei mir bisher unbekannten Autoren, nämlich mit der in Teheran geborenen und in der Schweiz lebenden Kathy  Zarnegin, deren Roman über eine junge Frau, die beschließt Schriftstellerin zu werden, namens „Chaya“ ich mir vom Alfred schenken ließ.

Arno Geiger

Arno Geiger

Jetzt muß ich ihn nur noch lesen, habe das aber mit Peter Henischs „Suchbild mit Katze“, das ich mir vor zwei Jahren vom Autor in Göttweig signieren ließ, auch noch nicht getan, aber gut man soll die Hoffnung nie aufgeben und auch der zweite Autor, der im Nordirak geborene Bachtyar Ali, der in den Neunzigerjahren nach Deutschland kam, war mir bisher unbekannt, obwohl sein erster Roman“Der letzte Granatapfel“ einen eher berkannten Namen trägt, da habe ich aber ein anderes Buch gelesen und jetzt hat der Autor, beziehungsweise Christoph Mauz, die deutsche Fassung aus dem zweiten Roman „Die Stadt der weißen Musiker“ gelesen, wo einer von Amsterdam in den Irak zurückfliegt und dort einer schönen Frau Noten überbringen soll und Sylvia Treudl betonte in ihrer Einleitung die märchenhaften Elemente mit denen der Autor die Grausamkeiten des Krieges zu erzählen weiß.

Interessant ist auch, daß der Autor vor uns in der Warteschlage am Büchertisch gestanden ist und sich  drei Bücher kaufte, etwas was ich noch nicht beobachtet habe und sehr toll finde.

Diknu Schneeberger Trio

Diknu Schneeberger Trio

Der nächste Autor war mir dagegen  wohl bekannt und ich habe auch sein Buch, wenn auch als PDF gelesen, nämlich Paulus Hochgatterers  „Der Tag an dem mein Großvater ein Held war“.

Dann kam die erste Musikeinlage des „Diknu Schneeberger-Trios“ und dann kam wieder etwas „Weinbegleitung“, nämlich Iliya Trojanow mit einer Winzerin und einer Weinflasche auf dem Tisch

Milena Michiko Flašar

Milena Michiko Flašar

Denn Iliya Trojanow, der Weltensammler, der in der „Alten Schmiede“ auch Weltbefragungdiskussionsrunden verastaltete und im Augartenspitz zum öffentlichen Diskurs aufrief, hat sich im letzten Jahr offenbar auf das Weingut Salomon Undhof begeben, dort ein Weintagebuch geführt, das er im nächsten Jahr vorstellen will und sogar einen eigenen Wein kreieirt. Er hat auch einen Text über „Wein und Wort“ geschrieben, den er vorgelesen hat und dann kam nach einer Pause Arno Geiger, der sich in seinem letzten Buch  „Unter der Drachenwand“,  ähnlich wie Paulus Hochgatterer mit den letzten Kriegstagen beschäftigt hat und von einem jungen Mann erzählt, der nach der Matura gleich an die Front geschickt wurde und jetzt offenbar unter der „Drachenwand“ seine erste Liebe erlebt.

Christoph W. Bauer

Christoph W. Bauer

Ich habe Arno Geiger ja als ganz jungen Mann 1996 in Klagenfurt lesen gehört und war von seinem Text sehr beeindruckt, während mir sein Buchpreisroman und auch „Alles über Sally“ nicht so sehr gefallen hat.

Dann gabs noch einmal Gitarrenmusik und Sylvia Treudl rief zum Besuch der noch folgenden Veranstaltungen auf und am Samstag wurde es wieder dicht.

Ich bin wieder zu „Transflair“, dieser Diskussionsreihe mit Klaus Zeyringer gegangen. Im letzten Jahr habe ich das ja ausgelassen und bin stattdessen zu „Versopolis“ ins „Salzstadl“ gegangen.

Marion Poschmann

Marion Poschmann

Diesmal wären die Lyrikveranstaltungen in einer Galerie gewesen und  die Transflairveranstaltung mit dem Thema „Wir sind zu gut für diese Welt -Über Helfersyndrom und gesteuerte Verblödung“, war auch besonders interessant, stellten doch Norbert Gstrein von dem ich schon einiges gelesen und gehört habe, seinen neuen Roman „Die kommenden Jahre“ und der Philosoph Robert Pfaller sein Buch über die „Erwachsenenensprache“ vor  und da geht es, obwohl mir diese Definition eigentlich unlogisch erscheint, weil man ja eigentlich „erwachsen“ sprechen und nicht davor gewarnt werden sollte, um die Debatte mit der politischen Korrektheit, beziehungsweise über die Triggerwarnungen, die die Amerkaner geben, wenn in einem Film beispielsweise Sex etcetera vorkommt.

Doron Rabinovici

Doron Rabinovici

„Beide Bücher beginnen mit einer Reise nach Amerika, am Vorabend der Wahl von Donald Trump“, leitete Klaus Zeyringer ein und bei Robert Pfaller war die Ausgangslange eine Warnung, daß ein Film, den er sich im Flugzeug ansehen ansehen wollte, seine Gefühle verletzten könnte, während es in Norbert Gstreins Roman um einen Gletscherforscher und seine Frau geht, die eine syrische Familie bei sich aufgenommen hat und sich beim Helfen zusehen und filmen läßt, also höchst aktuell und politisch.

Zu Mittag bin ich  auch wieder bei der Wanderung mitgegangen, die eigentlich ein Spaziergang durch die Altstadt von Stein und sehr kurz war.

Antonio Fian

Antonio Fian

Anschließend haben Bodo Hell und der Schweizer  Leo Tour, der auf Rätroromanisch schreibt und, wie Bodo Hell Hirte war oder ist, aus ihren neuen Büchern gelesen.

Der Abend in Göttweig brachte wieder sehr viel Bekanntes. Eigentlich habe ich das meiste außer dem Work of Progress von Christoph W. Bauer, der aber auch schon öfter bei „Literatur und Wein“ gelesen hat, gekannt.

So gab es die beiden in Japan spielenden Romane von Marion Poschmann und Milena Michiko Flasar, die sehr direkt von dem Spannungsbögen sprach, den sie auf Seite zwanzig eingebaut hat und dann noch sagte, „Eigentlich hätte ich Ihnen auch gern die Stelle vorgelesen, wo Herr Kato das erste mal Familie spielt, aber leider ist dafür keine Zeit mehr, also müssen sie das Buch selber…..“

Wiener Tschuschenkapelle

Wiener Tschuschenkapelle

Auch Doron Rabinovicis „Außerirdische“ habe ich schon gelesen weil es im Vorjahr auf der Longlist des östBp stand und Antonios Fians Wunschdramolette, die sich Sylvia Treudl und Michael Stiller zum Geburtstag wünschten, habe ich  schon einige gekannnt und auch die Musikbegleitung, die „Wiener Tschuschnkapelle“ habe ich bei „Literatur und Wein“ schon gehört.

Dazwischen ist noch einmal der neue Weinbegleiter aufgetreten und hat zum eifrigen Verkostung, der ausgesuchten Weine aufgerufen, als ich das dann in der zweiten Pause tun wollte, waren zwei der drei Rotweine schon weg, so daß sich Sylvia Treudl beim p. t. Publikum  entschuldigte und Slavco Ninic von der „Tschuschnkapelle“ launig meinte, daß er das nächste Mal den griechischen Wein, den er vorher besungen hatte, zur Veranstaltung mitbringen würde.

Heinz Janisch

Heinz Janisch

Vielleicht sollte man auch wieder zur vorigen Weinbegleitung zurückkehren, denn, wie heißt das doch so schön „Never chance a winning team“ und bisher hat es, soviel ich weiß, sehr gut geklappt.

Christoph Mauz

Christoph Mauz

Am Sonntag ging es wieder weiter mit einer Sektmatinee, wo diesmal das Duo Matthias Bartolomey mit dem Cello und Klemens Bittmann, Violine und Mandola, den Auftakt gab und dann noch eine Schlußrunde spielte, dazwischen war außer, wie, glaube ich, in jedem Jahr vorher, der, wie im Programmheft steht „begnadete und mitreissende Vorleser Christoph Mauz, der unter dem Titel „Das erste Vierte(r)l“ Texte von Karl Kraus, Anton Kuh, Fritz Herzmanovsky-Orlando, Peter Hammerschlag und Roda Roda, vortrug, Heinz Janisch, den den von der „Ohrenschmaus-Jury“ kenne, aber zum ersten Mal Texte von ihm hörte, am Programm.

Er hat eine Menge Kinder- und allgemeine Betrachtungsbücher geschrieben. So hat er sich zum Beispiel nach dem Tod seines Großvaters in dessen Haus gesetzt und Anekdoten über die Gegenstände und Gerüche die es dort gab aufgeschrieben und ein Kinderbuch über ein Wettrennen, das statt von Pferden von Kamelen gestaltet wurde, gibt es auch.

Spannend, spannend, das zwanzigste internationale Literaturfestival „Literatur und Wein“ von denen ich die letzten sechs hautnah und sehr intensiv miterlebte.

BartolomeyBittmann

BartolomeyBittmann

Meine Chance dort einmal zu lesen, ist zwar nicht so groß, weil ja nicht berühmt, inzwischen bin ich aber, glaube ich, dort schon ziemlich bekannt und werde von den Leuten immer wieder angesprochen und auch Alfreds Fotos sind sehr begehrt, so daß ich ständig meine Visitenkarten verteile und auf das „Literaturgeflüster“ hinweise und es ist wahrscheinlich auch sehr interessant, wenn man immer wieder nachlesen kann, was in den letzten Jahren dort passierte und wenn ich eine kleine Kritik an Sylvia Treudls Moderationen anbringen darf:

Meiner Meinung nach verwendet sie zu oft das Wort „großartig“ und „wunderbar“ bei ihren Vorstellungen. Aber natürlich  werden immer nur ganz besondere, das Haus füllen könnende Autoren eingeladen und  Enthusiasmus ist bei einer Moderatorin wahrscheinlich auch sehr wichtig.

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