Literaturgefluester

2011-01-05

Winterfrische

Filed under: Uncategorized — jancak @ 08:06

Im Gegensatz zum letzten Jahr gibts heuer eine Woche länger Weihnachtsferien, denn da war der Montag und der Dienstag, wo ich meistens meine Praxistage mache, der 4. und 5. Jänner, dann kam der Feiertag, das sind wir nicht mehr nach Harland hinausgefahren, sondern schon am Sonntagnachmittag mit der Anna nach Wien, damit sie nicht mit dem Zug fahren muß. Am Mittwoch kam die Ingrid mit ihrem Freund und wurde vom Alfred sehr bekocht, dann ging es gleich zu einer Robert Menasse Lesung in die Alte Schmiede, wo ich auf der Wiedner Hauptstraße, die Trude Kloiber traf, die sich mir anschloß, danach habe ich Trude Kloibers Geburtstagsbuch in der Badewanne gelesen und erfahren, daß Eugenie Kain gestorben ist….
2011 fallen die Tage etwas anders, Montag, Dienstag waren der 3. und der 4., so daß der Feiertag am Donnerstag ist, das ergibt einen Freitag, der nicht mehr in die Weihnachtsferien fällt und dann das Wochenende. Da werden am Freitag, wenn nicht ohnehin noch schulfrei ist, die Klassen leer sein und es wird in den Medien eine Debatte geben, ob die Eltern Strafe zahlen müßen und angezeigt werden, wenn sie noch schifahren sind und ich bleibe bis Sonntag in der Winterfrische, also Korrigieren, Bloggen, in der Badewanne Bücher lesen. Wetterbedingt werde ich zum Rad fahren höchstwahrscheinlich nicht sehr kommen, obwohl es warm werden soll.
Also eine ziemliche Schreibklausur, da im ersten Stock kein Fernsehen, Radio, Telefon. Handy habe ich keines, so daß mein Kontakt zur Außenwelt über das Internet läuft und da bin ich schon vorige Woche auf die Bücherblogs gestoßen, die ich zwar gern lesen, mich normalerweise aber auf ein paar Auserwählte beschränke, um mich nicht zu sehr in den Tiefen der Unendlichkeit zu verlieren. Aber da habe ich mich bei Leselustfrust, die einen intensiven Blogroll hat, durchgesurft und bin auf Interessantes gestoßen, das sich dann noch verselbständigte. Denn Anfang des Jahres gab es bei den Bücherbloggern plötzlich eine große Debatte, daß sie keine Lust mehr zum Schreiben haben, weil die Blogs auf einmal, wie die Schwammerln aus dem Boden sprießen, alle dieselben Bücher rezensieren und sich dreimal pro Buch bei den Verlagen für die tollen Rezensionsexemplare bedanken. Das habe ich bei meiner Surftour zwar nicht bemerkt, bin ich doch im Gegenteil auf sehr interessante Blogs gestoßen, so zum Beispiel auf einen Arno Schmidt Spezialisten, der einen eigenen Blog über „Zettels Traum“ führt und das kann man ja nicht gerade als Mainstreamliteratur bezeichnen.
Daß viele Bücherblogger Bücher lesen, von denen ich bisher nichts gehört habe und sich für Vampirromane und Fantasy interessieren, habe ich schon bemerkt und mir gedacht, daß das wahrscheinlich sehr junge Leute sind, mich auch ein bißchen über die Rezensionsexemplare gewundert und mich gefragt, wer kauft dann noch Bücher? Die einen lesen nicht, die anderen bekommen sie geschenkt und die Leseratten wären ja eigentlich die Adressaten. Aber ich kaufe auch keine Bücher zum regulären Preis, bin durch meine Offenheit, mit der ich das beschreibe, schon ein paar Mal angestoßen und frage gelegentlich nach Rezensionsexemplaren, wenn ich etwas lesen möchte. Nicht sehr oft, weil ich den Anspruch habe, diese Bücher bevorzugt zu besprechen, eine lange andere Leseliste habe und auch meine Unabhängigkeit bewahren will. So habe ich, als mich Julietta Fux bei Fix Poetry in die Rezensentenliste aufnehmen wollte, auch abgelehnt, nur im Literaturgeflüster und nur wann und wie ich will.
Daß die Bücherblogs, wie die Schwammerln aus dem Boden sprießen, habe ich erst vor ein paar Tagen erfahren und würde sagen, es sind vorwiegend deutsche Bloggerinnen, in Österreich ist das, glaube ich, nicht sehr verbreitet, da würden mir als reine Bücherblogs jetzt nur leselustfrust und Zwillingsleiden einfallen. Das mit der Einheitlichlichkeit würde ich nicht so sehen, es gibt schon Blogs, die Judith Zander, Günter Grass etc besprechen, die meisten haben wahrscheinlich einen Mainstreamgeschmack. Das halte ich aber für normal und bei mir meldet sich jetzt wieder die Pädagogin, die ich als Psychologin ja ein bißchen bin und finde es toll, daß in Zeiten, wo die funktionalen Analphabeten ebenfalls, wie die Schwammerln wachsen, es viele Blogger gibt und wenn die Fantasyromane lesen, dann wahrscheinlich deshalb, weil sie spannend sind und sie sie von den Verlagen vorgesetzt bekommen, weil die erhoben haben, die Leser interessieren sich dafür. Daß die Verlage, die Rezensionsexemplare zu Hunderten über die Bücherblogger schütten, wundert mich zwar ein wenig, bin aber niemanden etwas neidig und denke mir, wie viele, die bei Bibliomanie in den letzten Tagen kommentierten, einen guten Blog zu führen, macht viel Arbeit.
Bei mir geht das zwar schnell und nebenbei, weil ich ein großes Detailwissen und eine Literaturbessenheit habe. Ich habe aber schon über dreißig Jahre regelmäßig geschrieben, als ich damit begonnen habe, so hat sich die Mischung zwischen Autoren- Bücherblog und Schreibtagebuch, zu dem das Literaturgeflüster geworden ist, von selbst ergeben. Als ich begonnen habe, habe ich zwei, drei Blogs gekannt und bin in das Wasser gesprungen, daß sich als gar nicht kalt entpuppte. Wenn ich aber zwanzig wäre, vielleicht noch in die Schule ginge und von meinen Freundinnen erfahre „Hey, gründe einen Bücherblog, dann bekommst du Rezensionsexemplare!“, wäre das vielleicht anders.
Als ich begonnen habe, hat mich Otto Lambauer sehr durch seine aufmunternden Kommentare verstärkt und selbst einen Blog begonnen, den er bald sehr unregelmäßig betrieb, denn wenn man jeden Tag etwas hineinstellen will, braucht das Zeit und ein Detailwissen, das man sich bei einem Literaturblog nur durch regelmäßiges Lesen und Besuchen von Literaturveranstaltungen erwerben kann. Wer das nicht will, weil er auch andere Interessen hat, wird damit aufhören. Wer bleibt, dem ist es wichtig und der wird auch einen individuellen Blog führen, wie es beispielsweise das Literaturgeflüster ist.
Daß Bibliomanie inzwischen viele Kommentare hat, finde ich sehr interessant und zeigt, daß sich doch einige für das Schreiben und das Lesen interessieren und so würde ich die Leute, ob mit und ohne Rezensionsexemplaren auch zum Bloggen ermuntern. Lest, schreibt und schaut euch unter den Bloggern um, es gibt einige interessante, zum Beispiel, den Arno Schmidt Spezialisten Marius Fränzel, aber auch Libromanie, Bibliomanie etc.
Daß in den letzten Monaten einige die Lust verloren, wie zum Beispiel leselustfrust, finde ich schade. Es gehört aber vielleicht zum Leben, daß Interessen phasenweise passieren. Jeder ist halt nicht so Literaturbesessen, wie ich und braucht es auch nicht sein.
Jetzt wieder in die Einsamkeit von Harland in St. Pölten, wo ich mich in den nächsten Tagen in die Korrektur von „Absturzgefahr“, in meine Bücher vertiefen und ein wenig surfen will.
www.buecher.at, die Seite des Hauptverbands, die ich auch gern lese, hat noch Weihnachtsferien. Aber da stehen immer die Informationen, was literarisch in der der nächsten Zeit passiert und da gibt es bald den Bremer Literaturpreis, der heuer an zwei Österreicherinnen nämlich Friederike Mayröcker und Andrea Grill verliehen wird. Die Rauriser Literaturtage wird es auch bald geben. Da sind Judith Zander, Dorothee Elmiger,Anna-Elisabeth Mayer u. Carolina Schutti in die Endhauswahl für den Debut-Preis gekommen, deren Namen man kennt, wenn man sich für das Bachmannlesen, die Frankfurter Buchmesse und die Buch-Wien interessiert.

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2018-01-28

Blogentwicklungen

Als ich im Juli 2008 mit dem Bloggen angefangen habe, hat es wahrscheinlich noch wenige Blogs gegeben. Den der Anni Bürkl und der Christiane Zintzen, den es ja nicht mehr gibt, habe ich damals schon gelesen, daß es Bücherblogs gibt, die einen SUB hüten und sich, um ihn einzudämmen, bin ich, glaube ich, erst ein Jahr später draufgekomen. Da gab es Blogs wie „Libriomanie“, etcetera, der sich später, glaube ich, auch darauf konzentrierte, mehr oder weniger Kosmetikartikel zu besprechen.

„Leselustfrust“, deren Betreiberin sich ganz in meiner Nähe entpuppte, habe ic,h solange es den Blog gab, sehr regelmäßig verfolgt, darauf kommentiert und, wie ich rückschauend sagen kann, einige sehr sehr interessante Bücher durch ihn entdeck,t auf die ich sonst vielleicht nicht gekommen wäre.

Später habe ich „Buzzaldrin“ entdeckt, „Buchrevier“, die „Klappentexterin“ und und, denn es gibt ja vorwiegend in Deutschland über tausend Bücherblogs oder sind es vielleicht schon mehr und da hat sich auch schon bald eine sogenannte Qualitätsdiskussion entwickelt, die meistens darauf hinauflief, daß man sich über die mangelnde Qualifikation der anderen, es waren oft sehr junge Mädchen, die in den Ferien einen Blog begannen und oft sehr bald damit aufhörten, beklagten.

Etwasm das ich nicht verstand und immer noch nicht verstehe. Denn das Tolle ist ja bei Bücherblogs, daß sich die Betreiber und das sind oftmals, nicht immer, Frauen, mit dem Lesen beschäftigen und das ist ja in Zeiten, wo man immer weniger liest, sehr gut, daß sich da Blogger hinsetzen, auf Bücher hinweisen und sie besprechen, wozu da die Häme und das sich Beklagen darüber?

Die Blogger begannen bald sich gegenseitig Awards zu verteilen oder bestimmte Challenges zu lösen, wie im Jahr so und so viele Bücher zu lesen oder bestimmte Bücher zu bestimmten Themen herzuzeigen, beispielsweise, das erste Buch das man gelesen hat oder das mit einem Tiernamen im Titel und und…

Da war es dann schon klar, daß es verschiedene Blogs und verschiedene Blogger gab, beispielsweise die jungen Mädchen, die sich mit Fantasy eschäftigen, joung adult und new adult heißen jetzt die Jugendbücher und zwischen beiden gibt es einen gravierenden Unterschied, den ich immer noch nicht ganz verstehe, weil ich nicht zu der entsprechenden Zielgruppe gehöre, denn mein Blog ist ja, glaube ich, auf jeden Fall etwas Besonderes.

Erstens Mal bin ich in der Altersgruppe ziemlich oben, owohl es in der „Buchpreisbloggersezene“, also beispielsweise „Buchrevier! und „Lustauflesen“, es sich um Männer in den Fünfzigern handelt und dann komme ich vom Schreiben her, habe also einen literarischen und keinen reinen Bücherblog, obwohl ich hunderfünfzig Bcher im Jahr lese und die alle bespreche, da bin ich, wenn ich som um mich schaue auch in der Minderheit und da wären wir schon beim nächsten Thema, den leidigen Rezensionsexemplaren.

Ich habe, glaube ich schon in meinen Vorbloggerzeiten, aber auf jedenfalls außerhalb, behutsam hin- und wieder angefragt, ob ich nicht ein Buch haben könnte. Da hat sich Dine Petrik kann ich mich erinnern, einmal sehr darüber empört und gefragt „Macht man das so?“, worauf ihr Gariele Ecker von der NÖ-Edition auch gleich Cornelia Travniceks „Asche meiner Schwester“ angeboten hat.

2010 haben sich dann die ersten Verlage bei mir gemeldet und mich gefragt, ob ich das oder das Buch nicht lesen will und dann stieß ich auch bald auf die Diskussionen, ob man jetzt Rezensionesexemplare anfragen soll oder nicht?

„Leselustfrust“ hat sich energisch dagegen ausgeprochen und ich glaube auch aus diesem Grund zu bloggen aufgehört, was ich eigentlich nicht ganz verstanden habe und auch nicht, daß man immer wieder den Bloggern unterschwellig unterstellt, sie würden Bücher abstauben und nur deshalb zu bloggen anfangen.

Nun ein Buch zu lesen, dauert bei mir ein paar Tage, das Besprechen dann noch eine Stunde und ich bin da sehr schnell, wenn man das auf einen Stundenlohn hinunterrechnet, wäre man bei ein paar Cent und deshalb wird wohl niemand einen Blog eröffnen und ich finde es sehr schön, daß die Verlage da sehr bereitwillig auf die Blogger anspringen und ich denke, jeder der das will, kann ja um ein Buch anfragen und wenn er es bespricht, wird er wieder was bekommen und darüber braucht man eigentlich nicht diskutieren.

Denn, wie schon erwähnt, es ist ja sehr schön, wenn immer mehr Leute lesen und über ihre Bücher bloggen. Inzwischen gibt es auch die „Booktuber“, die über ihre Lektüren ihre Filmchen drehen. Da die Bücher hochhalten, jedes Monat erzählen, was sie alles gelesen, beziehungsweise neu dazu bekommmen haben und einmal im Jahr auch ihre ungelesenen Bücher oder die die ihnen nicht gefallen habenm aussortieren.

Da gibt es dann auch heiße Diskussionen, ob man einen SUB haben darf oder nicht, ob Bloggen oder Booktuben kaufsüchtig macht und die Empörung über die Gier der anderen, wenn einmal in einem Kommentar die Frage kommt, wie man es macht Rezensionsexemplare zu bekommen?

Wie schon erwähnt, eine solche Frage würde mich nicht empören.

„Beim Verlag anfragen!“, würde ich antworten und es dem überlassen, wie er mit der Frage umgeht.

Es kamdann auch bald der Wunsch mit seinem Blog Geld zu verdienen, die Modeblogger verdienen sich angeblich reich daran. Die Kosmetikblogger bekommen, die Zahnpasten und Lidschatten zum Ausprobieren und die Bücherblogger begannen den Literaturkritikern Konkurrenz zu machen und man konnte mehr oder weniger regelmäßige hämische Kommentare über die jungen Mädchen lesen, die angeblich ein Buch hochhalten und „Hä, das hat mir megageil gefallen!“, sagen.

Das ist keine Rezension ganz klar, aber man kann über Bücher sicher auch anders sprechen, als die herkömmlichen Feuilletons der herkömmlichen Literaturkritiker und Konkurrenten sollen Blogger sicher keine sein, sie begannen sich im Netz aber zu emanzipieren, ersteinmal auf solche Artikel energisch zu widersprechen.

Dann begann Mara Giese, die oder der inzwischen Linus heußt, 2015 mit der Aktion „Fünf lesen vier“ mit dem Buchpreisbloggen, das, glaube ich, ziemlich eingeschlagen hat, denn zwischen gibt es die sogenannten offiziellen Buchpreisblogger, ich blogge nebenbei erwähnt seit 2015 „inoffiziell“ also auf eigene Faust mit und war da erstaunt, wie gut das funktioniert.

Es gibt den Bloggerdebutpreis, wo circa fünfzehn Blogger den besten Debutroman bestimmen, da bin ich seit 2016 „offiziell“ dabei und kann das nur als sehr bereichernd beschreiben und seit vorigen Jahr gibt es den sogenannten „Blogbuster-Preis“, den, glaube ich, Tobias Nazemi ins Leben gerufen hat. Das heißt, er hat sich mit dem berühmten Literaturkritiker Dennis Scheck verbunden, dann eine Reihe Blogger ausgewählt, zu denen Autoren, die noch keinen Verlag gefunden haben oder einen solchen suchen, ihre Manuskripte beziehungsweise Proben daraus hinschicken konnten. Die Blogs haben dann jeweils ein Manuskript ausgewählt, das dann Dennis Scheck, Tobias Nazemi und noch ein paar andere Juroren beurteilten, davon das Beste wählten. Daraus wurde dann ein Buch gemacht, das bei der letzten Frankfurter Buchmesse vorgestellt wurde.

„Toll!“, könnte man da sagen. Die Blogger können was, sind genauso fähig, wie die Kritiker Manuskripte oder Bücher auszuwählen und zu bewerten und das habe ich im ersten Moment, ganz abgesehen davon, daß ich immer etwas dagegen habe, das  hundert Leute einen Text zu einem Bewerb hinschicken, drei dann ausgewählt werden und die anderen überbleiben, aber das ist halt so und dagegen Stum zulaufen, ist wohl zu mühsam, deshalb werte ich auch mit, obwohl ich aufpasse, keine Bücher oder Texte zu verreißen und das auch bei meinen Rezensionen oder Blogbeiträgen nicht tue.

Dann hat mich schon im Vorjahr aufgeregt, als Jochen Kienbaum von „Lustauflesen“ in einem Artikel schrieb, daß er leider, leider, keines der bei ihm eingereichten Mansukripte auswählen konnte, weil es nicht seinen literarischen Ansprüchen entsprach.

Aber was sind denn die und was ist gute Literatur? Da braucht man nur zu den Literaturdislussionen, wie „Literarisches Qaurtett“, „Literarische Soiree“ oder so gehen. Da sagt der eine Kritiker „Das ist ein tolles Buch!“, der nächste sagt „Das ist das Schlechteste, das ich je gelesen habe!“

Also hätte das Manuskript, wenn Jochen Kienbaum vielleicht doch eines ausgesucht hätte, am Ende den „Blobbuster- Preis“ gewonnen? Wir wissen es nicht und werden es nie erfahren. Der Preis wurde aber auch für 2018 wieder ausgeschrieben, dafür zum Teil dieselben, zum Teil anderer Blogger ausgewählt, die dann in Frankfurt ihre Kriterien, die sie an das Mansukript stellten, verkündeten. Da hat mich schon überrascht, wie streng die waren, viel strenger wahrscheinlich als die der Lektoren, wennn sie in den Verlagen ein Manuskript bewerten.

„Kein so und so, denn das hauen wir dann gleich in den Mist!“, glaube ich mir gemerkt zu haben, gebe das aber nur unvollkommen aus meiner Erinnerung wieder. Das „Literaturcafe“,  eines der ältesten Literaturformat, das es, wenn auch in der nicht ganz üblichen Blogform schon im vorigen Jahrtausend gab, gehörte heuer auch zu den auswählenden Blogs und Wolfgang Tischer und, ich glaube auch Malte Bremer haben jetzt die Bewertung der bei ihnen eingegangenen Texte öffentlich gemacht und in das Netz gestellt und da war einiges dabei, was mich emöprte und mich den Kopf schütteln ließ und nur hoffe, daß das ähnliche Aufschreie, wie damals, als das mit den kurzen Hosen beim literarischen Quartett war, kommen. Sie meinen nämlich allen Ernstes, daß man die Qualität eines Textes in dreißig Sekunden beurteilen kann.

Schön möglich, daß es Verlage gibt, die das so tun, dann kommt es aber auch zu Fehlurteilen, wie, die, daß man „Schlafes Bruder“ ablehnt, was dann ein Welterfolg wurde. Die anderen Verlage schüttelten die Köpfe und man bleibt lebenslang auf der Häme sitzen.

Bitte, liebe Blogger und liebes Literaturcafe“, die Qualität eines Blogs zeigt sich auch, daß man sorgfältig urteilt und die eingereichten Manuskripte sorgfältig durchliest und dann sagt „Das und das hat mir am besten gefallen oder halte ich aus dem oder dem Grund für das Beste, deshalb schlage ich es vor und den anderen wünsche ich alles Gute!“

Das wird, denke ich inzwischen auch beim Bachmannpreis so gemacht, da wird inzwischen sachlich diskutiert, während Marcel Reich Ranicki, aus seiner Biografie vielleicht verständlich, den Finger erhoben hat „Da ist schlechte Literatur!“ brüllte und damit Autoren, wie Jörg Fauser, zerrissen hat, was Michael Köhlmeier einmal eindringlich bei einer „Klagenfurter Rede“ aufzeigte.

Was ist schlechte Literatur? Ich glaube, die gibt es nicht und jeder schreibt so gut, wie er es kann und ich erlebe beim Lesen und ich lese ja sehr viel, immer und immer wieder, daß ich mit einem Buch in der Badewanne liege und viel viel länger als dreißig Sekunden lang den Kopf darüber schüttele, oft komme ich erst in der Mitte oder am Schluß darauf, daß es ein sehr gutes Buch war und warum muß man, wenn man seine Qualität als  Blogger beweisen will, was ich natürlich für sehr wichtig halte, das auf Kosten der anderen tun?

Es wollen viele schreiben, manche schaffen es in die großen Verlage, manche nicht, füŕ die gibt es dann das inzwischen das Selfpublishing und da ist sicher Wolfgang Tischer einer, der das sehr fördert und sich sich sehr dafür einsetzt.

Warum schaut er dann die zwölf oder vierzehn Manuskripte, die bei ihm eingereicht wurden, dreißig Sekunden an, läßt sie dann fallen und schreibt Sätze wie „Nein, das ist keine eigene Geschichte! Das ist abgedroschener Liebes-Schmalz! Ab zum nöchsten Text?“

ich bin ja eine, die sich damit rühmt, daß sie auch jenseits des Tellerrandes liest, also bei den hundertfünfzig bis hundertsiebzig Büchern, die ich im Jahr schaffe, auch Liebesromane, „Liebesschmalz“ würde das Literaturcafe vielleicht sagen, lese und dabei schon manche Überraschung erlebte und jetzt habe ich mich mit dem Text eines neuen Wunderkindes herumgequält, das vielleicht den neuen „Pulitzer-Preis“ damit bekommt und würde wirklich gerne wissen, was Wolfgang Tischer und Malte Bremer nach dreißig Sekunden lesen der Leseprobe dazu gesagt hätten?

Nein, das kann man nicht, das ist Unsinn, wenn nicht fahrlässig und wenn die Blogs ihre Qualität beweisen wollen, in dem sie Bücher und Mansukripte auswählen, dann sollen sie das mit der entsprechenden Sorgfalt tun und nicht noch strenger als der Papst sein, denke ich, habe meine Texte mehr oder weniger bewußt, da nicht eingesandt, nein eigentlich nur deshalb, weil sie zu kurz gewesen wären und ich bis 31. 12. kein passendes, das heißt schon sehr sehr gut lektoriertes, was auch eine der Bedinungen war, weil das Buch ja schon im Herbst erscheinen soll und da für eine entsprechende Lektoratsarbeit keine Zeit mehr wäre, hatte, bin aber leider sicher, daß ich dann auch obige Sätze lesen hätte müssen.

Also besser nicht, besser lieber selber machen, was man ja jetzt auch sehr gut und billig kann und das Literaturcafe gibt Ratschläge und veranstaltet Seminare, wie das geht, als sich einer solchen Zereißprobe aussetzen?

Blogs sind wichtig und sie können viel, denke ich, erstens lesen ihre Blogbetreiber sehr viel, dann sprechen oder schreiben sie darüber, wenn ihnen die Verlage dazu die Bücher zur Verfügung stellen, finde ich das fein und man muß sich nicht darüber beklagen, sondern kann ja selber anfragen, wenn man ein Buch besprechen will und wenn, die einen die Buchpreisliste und die anderen Stephen King lesen und dann darüber bei „Thalia“, wie das, glaube ich, demnächst geschieht, sprechen, ist das fein.

Der „Bloggerdebut-Preis“ ist fein, der ganz besonders, denn da kann sich, glaube ich, jeder literarische Blog beteiligen und speziell die heurigen Diskussion darüber hat bewiesen, daß das sehr sorgfältig und genau geschah und der „Blogbuster“ wäre es, wenn die dazu ausgewählten Blogger am Boden der Realität bleiben und sich nicht in ihren eigenen überhöhten Ansprüchen verheddern, sicher auch.

Dann hat es im Vorjahr im Sommer noch einen „Blog Award“ gegeben, wo ich mich neben vielen anderen Bloggern auch beteiligt und nicht gewonnen habe. Das habe ich aber schon so erwartet und bin auch eine, die sich über das Engagement der anderen, ob sie jetzt Johsua Cohen, Stephen King oder was anderes lesen, freut und bin auch eine, die schreibt und denkt, daß das jeder, der das will, auch soll, ohne deshalb lächerlich gemacht oder abqualifiziert zu werden und die noch immer nicht weiß, das das gute und das schlechte Schreiben ist, auch wenn ich mich jetzt schon sehr sehr lang mit dieser Frage beschäftige.

2014-12-25

In die letzte Jahreswoche

Filed under: Uncategorized — jancak @ 09:14

Der Weihnachtsabend ist vorbei, die Geschenke ausgepackt und das Geschenkpapier im Mistkübel gelandet, bei mir waren es neben den üblichen zwei Literaturkalendern vom Alfred und den Badekugeln der Anna, eine große schöne Tasche mit vielen Innenfächern und Thomas Melles „3000 Euro“ ein Restbestand der Geburtstagswunschliste und Ela Angerers „Bis ich 21 war“, wenn ich mich nicht irre, habe ich von dem Buch auf der „Buch-Wien“ gehört.

Die Gans kommt bald ins Rohr, Weihnachtskekse wird es auch noch geben und wir rutschen in Eile dem neuen Jahr entgegen.

Die Tage zwischen Weihnachten und Silvester, habe ich einmal bei „leselustfrust“, als die noch bloggte, gelesen, sind etwas ganz Besonderes, nun sie sind die letzten des Jahres und vielleicht ein Grund aufzuräumen, auszumisten, Inventur zu machen.

Meine Jahresrundschau folgt am letzten Tag des Jahres, gemacht habe ich sie schon und auch meine Leseliste aufgeräumt und die Bücher, die ich in diesem Jahr nicht mehr lesen werde, sozusagen auf den St. Nimmerleinstag verschoben und so sitze ich in der Harlander Winterfrische mit fünf Büchern, die sich noch ausgehen müssten, ein paar werde ich am Montag wieder nach Wien mitnehmen, wenn ich da die letzten zwei Praxistage von 2014 mache, abrechne, etc.

Ich habe ja mal geschrieben, daß nach dem intensiven Advent, wo man sich an den kleinen Gratisgeschenken, den  Lichtern, den Kekserln und den Punsch freut, am vierundzwanzigsten der Absturz kommt, nachdem der Fisch gegessen ist, die Geschenke ausgepackt vor einem liegen und die Oma sagt „So, jetzt gehen wir lesen!“

Diesmal war es nicht so arg und die weihnachtliche Stimmung sogar am Vormittag da, als ich mit dem Rad in die Stadt gefahren bin, den Alfred aber nicht, wie sonst am Markt traf, obwohl der in Betrieb war und es sogar Würstln gegeben hat.

Der Alfred war schon woanders einkaufen und so bin ich zum „Thalia“ geschlendert und da hat mich im Vorjahr ja der Wunsch gepackt mit dem Weihnachtshunderter der Oma dorthin zu gehen und mir fünf neue schöne Bücher auszusuchen. Das tue ich angesichts meiner übervollen Leseliste auch dieses Jahr wieder nicht, ich habe mich bei den Stößen aber ein bißchen umgesehen.

Vor allem bei dem Weihnachtsbüchertisch bin ich stehengeblieben und habe mir angesehen, was ich da noch finden könnte. Ich habe ja schon eine ganze Sammlung vor Weihnachtsbüchern, durch die ich mich im Dezember lese. Meine sind ja meistens schon gebraucht und hatten einen Vorbesitzer, die beim „Thalia“ waren schöner  und bunter und am Rathausplatz waren die Standl des Weihnachtsmarktes leer und sahen aus, als würden sie bald abgebaut. Dafür spielten vor einem Lederwarengeschäft noch vier junge Weihnachtsmänner Weihnachtslieder und ein Mann, der sich mit einer Frau unterhielt wurde von einem anderen angesprochen und gefragt, warum er hier stehe.

Sollte er nicht die Weihnachtstorte packen.

„Ja, heuer gibt es Maronitorte!“, antwortete er und ich bin durch den ziemlich heftigen Wind zurückgefahren, zu Weihnachten mit Ö1 und der Bescherung um fünf und nun ab in die letzten Tage des Jahres mit der entrümpelten Leseliste.

170 gelesene Bücher werden es in diesem Jahr wohl sein, das wären sechs weniger als im letzten Jahr, aber heuer lege ich auch keinen Weihnachtslesemarathon,  mit zwei Büchern am Tag, ein, sondern werde die Restbestände gemütlich fertiglesen und mich auf das Korrigeren meines „Nanowrimos“ konzentrieren.

Da muß die große Lust wohl kommen und die Trödelphase sich in Grenzen halten. Aber ich tue, was ich kann, Radfahren werde ich auch ein bißchen und am Samstag mit dem Alfred mein gewohntes Marktprogramm abspulen. Am Montag habe ich auf den ganzen Tag verteilt meine Psychotherapie Klienten, am Dienstag eine Diagnostik,  dann muß ich die Abrechnung machen, was auch zum Jahresschluß passt, aber jedes Monat passiert.

Da werden im Radio und Fernsehen auch die Jahresrückblicke laufen und zu Silvester werden wir, wie gewohnt am Nachmittag auf die Rudolfshöhe gehen.

Dann bleiben wir zu Hause und wenn ich mit der Ruth Picardie, dem Buch, das eigentlich nicht auf die 2014 Leseliste gehört, weil ich es erst vor ein paar Wochen gefunden habe, ich es aber draufsetzte, weil es um eine Frau mit Krebs und ihr Sterben geht und daher zu meinem „Work in Progress“ passt, fertig bin, kann ich schon mit meinem ersten 2015-Buch, das wird Ingo Schulzes „Adam und Evelyn“ sein, beginnen.

Das war dann 2014, wie es für mich literarisch war, kann man  am nächsten Mittwoch lesen und jetzt auf in eine schöne letzte Woche, den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester, die etwas besonderes sind, wo man die Reste ißt, aufräumt und sich vornimmt im nächsten Jahr alles schöner und besser zu machen und da habe ich auch meine diesbezüglichen Neujahrswünsche, die ich in einer Woche äußern werde….

2014-05-27

Sind Blogger Dilettanten?

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:44

Seltsame Frage könnte man denken und den Kopf schütteln, wenn man zu „Wikipedia“ geht oder in einem Lexikon nachliest, daß das ein Begriff aus dem achtzehnten oder neunzehnten Jahrhundet ist, um die adeligen Musiker von den Profi-Musikanten, die um Geld spielten, zu unterscheiden.
Ein Liebhaber, kein Fachmann oder Amateur, was damals nicht abfällig gemeint war, inzwischen aber in der Umgangssprache so gebraucht wird und als Schimpfwort gilt, also nicht das sein kann, was für Blogger gilt, denn das ist ja ein Begriff des einundzwanzigsten Jahrhunderts und wurde durch das Internet hervorgebracht, das ja Demokratie und Meinungsfreiheit für alle bringt.
Sollte man meinen, denn, wenn ich so an meine Bloggerkarriere zurückdenke, gab es da immer wieder Diskussionen, ob die Blogger das denn dürfen? Bücher rezensieren, ihre Meinung sagen und auch die entsprechende Qualität dazu haben
Die erste Diskussion war im Sommer 2010 und wurde durch „Leselustfrust“, eine meiner ersten Lieblingsbloggerinnen ausgelöst, als die Anni Bürkls „Ausgetanzt“ besprach was ihr nicht sehr gefallen hat.
Dann kam die Rezensionsexemplarediskussion in der „Winterfrische“ und ich habe auch immer ein paar Kommentare gehabt, die meinten, daß ich nicht so schlecht schreiben dürfe, weil das den Profi-Schreibern schade, das ist ein Kommentar den ich nicht verlinken kann, weil er in der Spamkiste enthalten war.
Das schlechte Schreiben der Blogger, die wie die Schwammerln aus dem Boden schießen, nicht schreiben können, das aber tun, Leselustfrust hat, glaube ich, auch deshalb mit dem Bloggen aufgehört, weil ihr das mit den Rezensionsexemplaren nicht so gefallen hat und ich habe immer wieder meine Meinung geäußert, daß ich das toll finde, daß so viele Leute schreiben und in den sechs Jahren, die ich meinen Blog nun schon fast betreibe, auch verschiedene Blog-Entwicklungen entdecken können.
Denn da gibt es eine große Vielfalt und Bandbreite, auch einige Moden, die sich ständig ändern, so gab es eine Zeit lang die Awards, die die Blogger unter sich verteilten und auch verschiedene Lesemarathons, Monatsstatistiken und Challenges und durch eine solche bin ich auch zu meiner Leseliste gekommen, die bald wechseln, vielleicht auch, weil sie von den anderen meistens kritisiert werden.
„Ach nicht schon wieder diese Leselisten und Selbstberweihräucherungen!“
Seit ich blogge, hatte ich verschiedene Lieblingsblogs und ich habe auch kein besonderes Problem mit den jungen Frauen, die ihre Chick Lits und Vampirromane lesen und darüber schreiben, Sternchen, Hüte, Bücher, verteilen, Gewinnspiele machen, etc, wenn ich mich auch für anderes interessiere und da derzeit bei Buzzaldrin, die mit ihren Blog viel Anerkennung bekommt, sehr viel kommentiere und bei der bin ich letzten Samstag auch auf eine Diskussion, die in Göttingen stattfand, aufmerksam geworden „Demokratisierung der Literaturkritik – Fluch oder Segen?“, habe „Wow!“ gedacht und „Schade, daß ich da nicht dabei sein kann!“ und mich gewundert, daß Mara Giese, die da ja einiges zu sagen hätte, nicht mitdiskutiert.
Am Podium saßen nur ein mir unbekannter Blogger und ein Medienwissenschafter, den ich schon einmal kennenlernte, weil er einen Artikel über sogenannten V-Logs geschrieben hat und da ein wenig über die jungen Mädchen, die da in kessen Worten ihren „Harry Potter“ präsentieren, herzog.
Mara Giese hat die Veranstaltung am Sonntag besprochen und ich habe wieder etwas über Laienrezensionen gelesen. Da gab es auch einmal ein Interview mit Sigrid Löffler, die sich dagegen aussprach und darüber, daß die Blogger nur die Feuilletons nachahmen würden, was mich ein wenig wunderte, da ich ja bisher immer hörte, daß sie wegen Rezensionsexemplaren bloggen und dann on den Klappentexten abkupfern würden.
Vom Schlechteren des Schlechtten ist etwas gestanden, worauf ich ja ein bißchen traumatisch bin und davon, daß sich der Medienwissenschaftler innovativere Besprechungen wünscht.
Das führte zu einer regen Diskussion, wo ich auch eifrig kommentierte, einige andere Artikel entstanden, denn die Blogger sind inzwischen sehr selbstbewußt, lassen sich nicht mehr alles gefallen und ich fand das meiste sehr qualifiziert und weiß auch, daß die Blogger und ihre Ansprüche sehr verschieden sind.
Da gibt es die jungen Fantasyblogger, wie Studentinnen und auch wahrscheinlich prekär beschäftigte Literaturwissenschaftlerinnen, die sich Visitenkarten drucken lassen und das Sprungbrett in den Literaturbetrieb suchen, Leute die Bücher rezensieren, über den Literaturbetrieb schreiben, Autorinnen, Dozentinnen, wahrscheinlich auch Hausfrauen, Mütter in Karenz und und…
Meistens sind es Frauen, die über das Lesen bloggen, ein paar Männer sind auch dabei und am Abend schaltete sich der 1973 geborene Harun Maye ein, lobte an sich die Blogger, rief sie aber zu einem „Fröhlichen Dilettantismus“ auf und gab einen entsprechenden Link, der beweisen sollte, warum das etwas Schönes sei, was meinen Widerstand erregte und ich auch nicht ganz verstehen kann, wieso Blogger Dilettanten wären, weil es ja einige gibt, die damit Geld verdienen wollen, einige, die studiert haben, wobei es auch kein Berufsbild des Bloggers gibt, daß das aber alle nur zu ihren Hobby und zu ihrer Freude machen, glaube ich auch wieder nicht und vor allem leben wir nicht mehr im neunzehnten Jahrhundert und könnten einen zeitgemäßeren Ausdruck, für diese Beschäftigung finden, die vielleicht in der Freizeit und freiwillig geschieht, wenn wir schon einen solche brauchen.
Ich würde den Lebensstil dem Hobby vorziehen, weil das auch ein wenig abwertend klingt und wenn es sein muß, kann man auch autodidaktisch sagen, obwohl es nicht ganz klar ist, warum man für Menschen die öffentlich ihre Meinung über Sachen, die sie interessieren, äußern, unbedingt einen eigenen Ausdruck braucht, das Wort Bloggen oder Internet-Tagebuch spricht ohnehin für sich, aber natürlich verstehe, daß das Bedrohung und Widerstand erregt und nicht immer, wie es sollte, anerkannt wird, was ich eigentlich sehr schade finde.
Da wird von der angeblich schlechten Qualität gesprochen, statt sich darüber zu freuen, daß es da jetzt so viel Vielfalt gibt und jeder seine Meinung schreiben kann und schade finde ich, daß bei solchen Diskussionen über die Blogger geredet wird und viel zu wenig Betroffene eingeladen werden, selber ihre Meinung sagen. Warum sitzen da eigentlich nur Männer auf dem Podium, die vielleicht nicht wirklich sehr viel Ahnung über das Bloggen haben?
Daß die bloggenden Frauen das können, hat ja die Diskussion bei Buzzaldrin bewiesen, auch wenn ich mich ein wenig wunderte, daß das „Lob des Dilettantentum“ so hingenommen wurde und sich außer mir niemand darüber aufregte und Mara Giese, die sich ja outete, daß sie gerne mit Dennis Scheck „konkurrieren“ würde, sich gleichzeitig, als eine solche bekannte, was eigentlich ein seltsames Mißverhältnis ist.
Es gab schon einmal eine Diskussion, wo jemand schrieb, es würde keine Literaturblogs geben und nur einen Englischsprachigen zitierte, obwohl damals eine große Bloggeraktion lief und ich auf der anderen Seite immer das Stöhnen darüber höre, daß heute schon Krethi und Plethi bloggt!
Schön, denke ich, da kann man sich ja das Passende nach seinem Geschmack aussuchen und vielleicht sollte man auch einen Wettbewerb ausrufen, um ein Ersatzwort für den „Fröhlichen Dilettanten“ zu finden, der meiner Meinung nach nicht stimmt, nicht passend ist und mir nicht gefällt.
Ich habe auch nichts gegen die Professionalität, da ja jeder nur das schreiben wird, worüber er was weiß und ihn interessiert und wenn ich meine Meinung zu einem Buch sage, brauche ich kein Hochschulstudium und Literaturkritik werden die meisten Blogger auch nicht betreiben wollen, sondern ihren Spaß haben, ohne gleich „dilettantisch“ zu sein.
Ich verstehe mich jedenfalls als schreibene Frau und blogge, um mich zu präsentieren, meinen Schreibprozeß darzustellen und so weiter und so fort.
Die Bücher bespreche ich als Erinnerungshilfe, das betrifft auch die Veranstaltungen und ich betrachte mich nicht als Dilettantin, obwohl das bei mir, da ich ja Psychologie und nicht vergleichende Literaturwissenschaft studierte, noch am ehesten zutrifft.
Ich lebe auch nicht davon und will nichts verdienen, aber eine Dilettantin bin ich nicht, weil ich im einundzwanzigsten Jahrhundert lebe und sich das im Internetstil ein wenig moderner ausdrücken lassen müßte und es wundert mich ein wenig, daß es nicht längst schon einen trashigen englischen Ausdruck dafür gibt, wie das auch in anderen Bereichen so passierte und auch, daß ein 1973 geborener Medienexperte, wenn er sich über die Bloggerlandschaft äußern soll, nichts als einen anachronistischen Ausdruck dafür findet, der für komponierende Fürsten des achtzehnten Jahrhunderts erfunden wurde, wenn er sie loben will, was ich schon glaube und nicht an die abwertende Bedeutung denken will, die dieses Wort heute hat. Interessant ist das aber schon und vielleicht bekomme ich auch ein paar Kommentare dazu, denn ich gehöre auch zur Bloggerszene, auch wenn ich manchmal ein bißchen in ihr zu verschwinden scheine.

2014-01-06

Noch einmal Statistik

Filed under: Uncategorized — jancak @ 15:52

Um den Jahreswechsel boomen die Lesevorschauen und da bin ich durch einen Blog auf einen Artikel gestoßen, der bemerkt, daß es soviele Bücherneuerscheinungen gibt, obwohl ja nur, wie der Schreiber behauptet, die Leute vier Bücher im Jahr lesen würden. Ich dachte die Zahl liegt bei acht oder neun, einmal für Österreich, das andere für Deutschland gerechndet oder umgekehrt, wie ich einmal hörte und die Blogs haben dann auch aufgestöhnt, weil sie diese Statistikzahl schon in der ersten Woche erreicht hätte.
„Hoffentlich erscheinen dann keine interessanten neue Bücher mehr!“, haben sie gescherzt und ich kann diese Zahl bestätigen. Auch ich habe in der ersten Kalenderwoche vier Bücher gelesen, wenn das so bleibt, wären das zweihundert im Jahr, eine Zahl, die die meisten Blogger, mich inklusive, nicht erreichen, denn manchmal gibt es ja sehr dicke, wie den Köhlmeier, den Schindel, den Schischkin etc.
Da gab es ja im Vorjahr eine Diskussion, wieviele Bücher man im Jahr lesen soll? Man soll gar nichts, würde ich behaupten. Früher dachte ich, fünfzig pro Jahr, jede Woche eines, wär gerade richtig, seit es die Bücherschränke und meine Leselisten gibt, käme ich damit nicht aus, aber wenn der Durchschnittsmensch vier, acht oder neun, Michael Krüger, der geschiedene „Hanser-Leiter“, auf den ich noch kommen werde, behauptet, es wären drei, liest, dann spießt es sich tatsächlich mit der Zahl der jährlichen Bücherneuerscheinungen und ich kann die Frage, die ich mir immer wieder stelle, nur wiederholen.
Wer soll das alles lesen? Das viele Leute gerne schreiben, bemerke ich und ich finde das sehr gut, daß damit Hand in Hand die Lesefreudigkeit abnimmt, würde mir richtig vorkommen, die Verlage aber produzieren und auf den Blogs kann man jetzt schon lesen, was es demnächst, bei „Hanser“, „Suhrkamp“, „Residenz“ etc alles zu lesen geben wird. Und wer wird das lesen? Die Bücherblogger, die schon in der Woche eins, die jährliche Lesezahl überschreiten, aber die bekommen zum Teil ja Rezensionsexemplare und die boomen, was ich schön finde, die Blogger selbst aber immer noch bedenklich sehen, so konnte ich schon wieder mal wo lesen, daß nicht alle Blogs, die Rezensionskriterien erfüllen, denn da gibt es ja offensichtlich schon Verlage, die für ihre kostenlosen Büchergaben bestimmte Vorlagen verlangen und einige Blogger haben sich empört, andere schrieben „Nicht jeder ist gut genug, ein Buch zu rezensieren und wenn er dann vielleicht nicht einmal richtig rechtschreiben kann?“
Eine Diskussion, die mir nicht sehr gefällt, das habe ich auch schon geschrieben und mich stört die zunehmende Zahl der Bücherblogger nicht, ich lese sogar sehr gern bei ihnen und denke auch, daß das die Leser sind, denn die anderen Menschen haben vielleicht wirklich anderes zu tun, als Bücher zu lesen, was ich auch verstehe und mich nicht weiter aufregt. Allerdings denke ich, daß die, die selber schreiben, vielleicht schon die Bücher, der anderen lesen sollten, denn sonst dreht es sich wirklich im Kreis, beziehungsweise gerät das Ganze in eine Sackgasse und, wie komme ich nun zu Michael Krüger?
Auch durch einen Blog und da gibt es, muß ich sagen, wirklich ganz hervorragende, „Buzzaldrin“ ist einer, „Schöne Seiten“, „Literaturen“, etc und bei einem war ein Link zu dem scheidenden „Hanser-Chef“, bzw. einer über den neuen, Joe Lendle und das ist auch ein interessanter Typ, nämlich ein Leipziger Literaturinstitut- Absolvent und Bücherschreiber und einer der vor kurzem die Verlagswelt aufhorchen ließ, weil er sagt, daß man inzwischen vielleicht gar keine Verlage mehr brauchen würde.
Nun so ganz ernst gemeint wird er das nicht haben, wird aber vielleicht frischen Wind in die Verlagswelt bringen und beim scheidenden Verlagsleiter Michael Krüger, auch ein Autor, konnte ich im Internet erstaunlich viele Videos finden, die Auskunft über das Schreiben geben und auch wenn Weihnachten schon vorüber ist, einen Adventkalender.
Vierundzwanzig Türchen, wo bei jeden Michael Krüger am Schreibtisch sitzt, beziehungsweise beim ersten in sein Büro geht und dann jeweils einen Gegenstand in die Hand nimmt und ein bißchen was dazu erzählt, am vierundzwanzigsten verläßt er dann den Verlag und winkt allen nach.
Erstaunlich, erstaunlich, daß der Siebzigjährige so Internetaffin ist, hätte ich gar nicht vermutet und es ist auch nicht die erste Videoaktion, gibt es da doch noch andere Filmchen, in die ich mich letzte Nacht und heute Morgen ein bißchen hineingehört habe. So zum Beispiel einen über die Urlaubslektüre und da war Krüger bei der Zahl drei der Bücher, die die Leute im Jahr lesen würden. Zwei für den Beruf, meint Krüger und eines für den Urlaub und erzählt dann, daß er im Sommer am Strand spazieren geht und den Leuten in die Bücher schaut und lauter Krimis, Krimis Krimis findet, was den belesenen Mann aufstöhnen ließ.
Ich denke, das braucht er nicht so sehr, denn das ist es ja, was die Verlage den Leuten für den Strand empfehlen und die Autoren schreiben, damit sie einen Verlag finden. Krüger, der ja mit der ganzen Autorenschaft auf „du“ und „du“ steht, steht aber natürlich darüber und empfiehlt den Leuten, wegen der sprachlichen Erkenntnis zum Beispiel ein Buch von Wieland zu lesen.
Das würde für mich zwar passen, hat sich die eifrige Studentin ja vor vielen vielen Jahren eine solche Klassikerausgabe gekauft und hat sie in ihren Regalen und noch gar nicht auf der Bücherlieste. Für die, die wirklich drei oder vier Bücher im Jahr lesen, ist das so ein Satz, wie der von der jungen ÖVP- Politikerin, die über einen Betrag über den sich die Parteien stritten, sagte, daß man sich darum ja nur eine Wurstsemmel kaufen könne oder die Empfehlung, daß die, die kein Brot haben, doch Kuchen essen sollen.
Das hat, glaube ich, eine Revolution ausgelöst und Michael Krüger wird das wahrscheinlich eher aus Ironie, als aus Unwissenheit geraten haben und den Satz, daß man sich ein Buch über das Land, in das man fährt mitnehmen soll, wende ich inzwischen an.
Er rät Pessoa für Portugal, ich habe zwei Jose Saramagos auf meinen Listen stehen und werde sie mir, wenn es soweit ist, daß ich dort hinfahre, heraussuchen und dann gibt es noch ein Filmchen über die unbekannten Autoren.
Also die unverlangt eingesandte Manuskripte, wo Krüger den Unbedarften erklärt, daß die Verlage so wenig Neues nehmen können, weil sie ja die Bücher, der Hausautoren bringen müßen. Ob das einen hoffnungsvollen Jungautor, der neben seinem Beruf mit Herzblut sein Opus schreibt, tröstet?
Ich glaube nicht und habe vor langer langer Zeit auch etwas zu „Hanser“ geschickt und zurückbekommen oder vielleicht nicht einmal.
Ob das, über Michael Krügers Schreibtisch gegangen ist, weiß ich nicht und der rät auch zu literarischen Agenturen, da denke ich, daß die einen auch nur nehmen, wenn man schon bekannter ist oder sie sich was davon versprechen und so denke ich wieder, daß es gut für die anderen ist, wenn sie ihre Sachen jetzt relativ leicht selber machen können. Aber natürlich braucht man dann das Interesse der anderen, das geneigte Ohr oder Auge und wenn die dann keine Zeit dafür haben, weil sie selber schreiben oder nur Verlagsbücher oder Bestseller lesen, bleibt es wahrscheinlich so wie es war.
Die Videos waren aber sehr interessant und ich kann nur empfehlen, sich ein bißchen in die Ansichten eines sehr selbstbewußten Literaturmachers hineinzuhören und bleibe bei meiner Statistik, beziehungsweise meiner Leseliste, die Idee aber Wieland irgendwann in der Sommerfrische aufzulesen, habe ich aufgenommen und bedanke mich sehr herzlich dafür.
Der „Witiko“ steht da schon oben und über „Kafka“ werde ich mich, nachdem ich seine Tagebücher gelesen habe, demnächst auch trauen und ein Buch von Joe Lendle gab es einmal bei den „Thalia-Abverkäufen“.
Von Michael Krüger habe ich, glaube ich, noch nichts gelesen, aber vielleicht finde ich einmal etwas und ansonsten freue ich mich immer noch auf das neue Lesejahr, lese meine Leseliste hinunter und hoffe, daß ich nicht zu viel, aber sehr viel Schönes finden werde und weil ich jetzt wieder den Kommentar des Lesers gelesen habe, der sich über mein Büchertauschverhalten mokierte, merke ich an, daß der Hauptverband des Buchhandels gar nichts gegen die „Offenen Bücherschränke“ hat, sondern deren Aktionen mit Eintrittskarten der Buch-Wien unterstützte und mich unterstützt er auch immer sehr freundlich mit einer Dauerkarte, obwohl ich mir ja nicht so gern teure Bücher kaufe, die anderen aber gern und eifrig lese.

2013-12-21

Weihnachtslesemarathon

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:39

Am stärksten ist die Vorfreude auf den Weihnachtslesemarathon den ich nächste Woche einlegen muß, denn auf der 2013 Leseliste stehen ja noch siebzehn ungelesene Bücher. Da war die Gier oder der Appetit wohl größer als der Magen, würde meine Mutter jetzt höchstwahrscheinlich sagen. Ich antworte, man kann sich eben nicht alles so genau einteilen und 2013 habe ich gelesen, wie nie zuvor, denn beim Essen kommt der Appetit und vor den Bücherschränken, die Lust aufs Lesen.Und als ich Anfangs Juli in die Alte Schmiede ging und beim „Morawa-Flohmarkt“ einen Großeinkauf machte, da habe ich mich wohl überschätzt, als ich das alles noch 2013 lesen wollte.
Ob sich das ausgehen wird? Wohl kaum oder nur mit größter Mühe, denn Rafael Chirbes „Krematorium“ und Michail Schischkins „Venushaar“, sind zwei dicke Brocken, aber von beiden Büchern habe ich beim Frankfurter Buchmessensurfen das erste Mal gehört und natürlich zugegriffen, als ich das eine im Schrank und das andere in der Flohmarktkiste fand. Ja, so geht es mir und so war der Büchersack sehr angefüllt mit dem ich in meine Harlander Weihnachts- und Winterfrische aufbrach und zu Weihnachten einen Lesemarathon machen ist sicher nicht das Schlechteste, was es gibt.
Ganz im Gegenteil, kann man sich da ja genüßlich am Abend und des Morgens in der Badewanne räkeln und dazwischen ein bißchen an der eigenen Buchproduktion korrigieren. Das muß und sollte auch sein, denn die „Verbrüderung“ wird ja das dreiunddreißigste Selbstgemachte und das ist eine schöne Ausbeute bei über vierzig Jahren Schreiben abseits des Literaturbetriebs und auf der vollgefüllten 2013 Leseliste, die dann am 31. Dezember zwischen 160 und 170 Bücher stehen hat, gibt es wahre Schmankerl, finden sich im „Wortschatz“ und auch anderswo wahre Schätze.
So habe ich 2013 von Robert Schindel sowohl „Gebürtig“ als auch „Der Kalte“ gelesen. Marjana Gaponekos „Annuschka Blume“, „Wer ist Martha“ wird dann erst im nächsten Jahr kommen, das ging nicht mehr auf die 2013 Leseliste, ebenso nicht, wie Margarita Kinsters „Mittelstadtrauschen“, das ich der Anna zum Geburtstag abgeschwatzt habe und Marion Poschmanns „Die Sonnenposition“ von der Shortlist des dBps.
Aber 2014 erwarten mich ohnehin noch manche Schätze, wie Richard Fords „Canada“ und Sylvia Plaths „Die Glasglocke“, zwar die alte Ausgabe, aber die neue wird noch nicht in den Bücherschränken liegen und so habe ich 2013 auch die alte Übersetzung des „Meisters und Margarita“ gelesen und war begeistert.
Also viele Lesepläne für das neue Jahr und da den festen Vorsatz mich diesmal wirklich auf ein neues Buch pro Woche zu beschränken, so daß die Leseliste nicht wieder platzt und nicht zu schaffen ist. Möglichst wieder viele Schmankerln und besondere Bücher sammeln und jetzt lesen, was noch zu lesen ist. Drei Weihnachtsbücher gibt es da ja zu „Bearbeiten“ und da sind zwei Bände von neuen Weihnachtsgeschichten von zeitgenössischen Autoren dabei und das wird besonders spannend und dann die Schmankerln, die sich 2013 angesammelt haben und da hat mir ja der Alfred wieder das Besondere gebracht und drängt zum endlich lesen, gibt es da ja Doris Knechts „Besser“, das schaffe ich in diesem Jahr, bei David Schalkos „Knoi“ und Judith Gruber-Rizys „Schwimmfüchslein“ bin ich mir da nicht so sicher.
Aber bis zum „Krimatorium“ sollte es sich ausgehen, denke ich mir. Der Christoph W. Bauer wäre dann die Zugabe vom „Morawa-Flohmarkt“, den Tiroler Autor wollte ich schon immer lesen, was ich nicht schaffe, geht ins nächste Jahr und ich lasse die Bücher in Harland, weil ich in Wien keinen Platz mehr dafür habe und ich ein neues Bücherregal brauche.
In Harland ist auch Platz dafür, wenn wir im Wohnzimmer den großen alten Kasten ausrangieren. Lesemarathone, eine Idee, die ich dem Netz entnommen habe, sind etwas Spannendes, in der Sommerfrische, habe ich sie mit dem Fahrrad entlang der Traisen unternommen, im Winter wahrscheinlich mehr im Bett und in der Badewanne.
Ich bin ein Badewannenlesetyp und einige sehr spannende Bücher aus den „Thalia-Abverkäufen“, werden 2014 auch noch an die Reihe kommen, so freue ich mich auf Jan Kossdorfs „Spam“, das schon lange wartet, aber auch auf Judith Zanders „Dinge, die wir heute sagen“, Jens Sparschuhs „Zimmerspringbrunnen“ und Peter Stamms „Sieben Jahre“, die „Agnes“ folgt dann erst ein Jahr später und 2015 warten überhaupt sehr viele spannende Bücher, die ich 2012 beim „Augustin Flohmarkt“ erstanden habe.
Ist es sinnvoll so lange Leselisten zu führen? Die meisten werden wohl den Kopf schütteln. Ich freue mich aber auf das Lesen der nächsten zehn Jahre, wo ich manches Ungelesene aufarbeiten werde, das schon von den Zeiten wartet, als es noch die Büchertürme bei der „Literatur im März“ gegeben hat.
Jetzt habe ich ja alles oder das meiste aufgeschrieben, damit nichts verloren geht und von den „Büchergilde Gutenberg-Ausgaben“, die ich von meinen Eltern erbte, warten auch noch einige Traven, Pearl Bucks, etc. Die Sigrid Unset habe ich jetzt ja so ziemlich aufgelesen, also auf in das fröhliche Weihnachtslesen und in das neue Lesejahr! Ich freue mich darauf und auch, wenn ich den SUB-Abbau ein wenig schaffe, aber auch da bin ich zuversichtlich, daß es beim zweiten Anlauf mit einigen Tricks und Hilfen nach und nach gelingt.

2013-03-29

Ostern im Schnee

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:36

Ich bin ja keine, die über das Wetter jammert, obwohl ich im Wiener Stadtroman einen „Wetternörgler“, erfunden habe, sondern es relativ gelassen hinnimmt, wie es kommt, aber diesmal ist es wirklich ein bißchen extrem.
Schnee liegt in der Karwoche und Ende März Zentimeter dick auf der Terrasse und auf der Autobahn gab es am Dienstag eine Massenkarambolage mit einigen Verletzten und Toten ausgelöst durch schlechtes Fahren und sogenannten Blitzeis und in der Karwoche mache ich auch gern in Harland Osterferien und komme, wenn es geht am Dienstag, Mittwoch oder spätestens am Gründonnerstag dort hinaus.
Manchmal hindern Termine das frühzeitige Kommen, so war ich, glaube ich, wegen der Radtour 2007, die halbe Karwoche in Wien, habe Aussendungen gemacht und bin am Abend in die Alte Schmiede zu einem sehr schönen Musikprogramm gegangen, einmal war ich im Republikanischen Club bei einer Geburtstagsveranstaltung von Edith West und als ich von meiner Radtour zurückgekommen bin, habe ich auf Christiane Zinzens Blog von Elfriede Gerstls Tod erfahren und voriges Jahr hatte ich am Mittwoch meine Lesung im El Speta und bin daher erst sehr spät nach Harland gefahren, um dort meinen Bärlauch zu suchen und Rad zu fahren und heuer ist es deto.
War ich ja im vorigen Mai seit langem wieder einmal im Klub der logischen Denker, weil dessen Geschichte von Herrn Doktor Mold dargestellt wurde und habe dann mit dem jetzigen Obmann einen Termin für ein Referat ausgemacht.
Auf „Die neuesten Entwicklungen in Psychologie und Psychotherapie“, wo ich ein bißchen die Psychologiegesetzentwicklungen mit meiner Clubgeschichte verbunden habe, haben wir uns geeinigt, weil ich ihm entweder etwas aus der Psychologie oder was Literarisches angeboten habe und er hat mir einen Termin im März gegeben. Früher hatte er nichts mehr frei und ich habe nur geschaut, daß es sich nicht im Leipzig überschneidet, obwohl wir heuer ohnehin nicht dort waren.
Es hat sich mit der Karwoche überschnitten, aber das habe ich erst gemerkt, als ich Herrn Doktor Mold wieder einmal in der Alten Schmiede traf und er mir sagte, daß er dann vielleicht auf Urlaub sei.
Ich habe Montag, Dienstag, Mittwoch aber ohnehin genug in meiner Praxis zu tun gehabt, es war auch noch die Abrechnung zu machen, so daß wir wieder sehr spät nach Harland gekommen sind und der Unterschied zum Vorjahr ist nur der Schnee. So viel Schnee auf der Traisen, daß es sich nur schwer Radfahren läßt.
Auch nicht wirklich schlimm, denn das passiert zu Weihnachten in der Winterfrische öfter und ich habe auch diesmal genug zu tun, ist ja das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“, zu korrigieren, damit habe ich übrigens auch in den Weihnachtsferien begonnen, dann aber mit dem „Nanowrimo-Novel“ und mit „Kerstins Achterln“, weitergemacht.
Das ist jetzt in der Druckerei, nach Ostern soll das Dummie kommen, dann gibts bald Digi-Buch Nummer neunundzwanzig und ich werde in Harland mit dem „Literaturgeflüster-Texte-Buch“, beschäftigt sein, so daß es gar nichts macht, wenn ich nicht Radfahren kann, obwohl ich die Osterferien eigentlich mit Pinzen, Bärlauch und einer Radtour nach Herzogen- bzw. Wilhelmsburg verbinde.
Aber macht ja nichts und ist nicht so wichtig. Ein Osterprogramm gibt es auf jeden Fall, vorigen Karfreitag war ich mit dem Alfred im Cinea Paradiso beim Karfreits-Slam, diesmal habe ich ein Konzert im Rahmen von Italia Mia in der Kartause Mauerbach gewonnen und am Karsamstag gibt es wieder den inzwischen schon üblichen Osterspaziergang der Litges, um den Viehofener See soll es gehen. Ob das die Wetterbedingungen zulassen werden?
Das letzte Mal hat es, glaube ich, geregnet, da haben wir in der „Seedose“ die Eier gepeckt. Diesmal ist es auch die Frage, wie ich zum Viehofner See komme, aber vielleicht taut es noch inzwischen, aber Ostern in Weiß ist auch ganz lustig und mich tangiert es nicht so sehr, weil ich keine Eier verstecke.
Die Osterdekorationen für die Krongasse habe ich schon vor zwei Wochen herausgesucht, da gab es ja auch einen Leiner-Gutschein, wo ich mir ein paar Ostereierkerzen und zwei Packungen Osterservietten holte. Erika Brunngraber hat mir schon lange einen dieser tollen Schokoosterhasen aus der Kurkonditorei Oberlaa geschenkt, der Alfred einen Lindt-Hasen und ein Klient ein kleines Fläschen Magenbitter in einem Osterkörbchen zusammen mit einem Überraschungsei.
Das alles liegt in Wien und wird ab Ostermontag aufgegessen werden, den Magenbitter laße ich aus, weil ich keine Schnapstrinkerin bin und in Harland wurden die Dekorationen, die ich auch ein bißchen sammle, am Gründonnerstag herausgeholt.
Genauso sammle, wie die Bücher und da habe ich in meine Bücherbeschränkungspläne , als ich an inzwischen drei Schränken vorbei ins Cafe Benno in die Alserstraße gegangen bin, nicht ganz eingehalten. Der Vorsatz war zwar da und das Regal wieder auf das noch zu Lesende durchgeräumt, aber wenn in den Schränken Daniel Kehlmanns „Vermessung der Welt“, Köhlmeiers „Idylle mit Hund“ und Andrea Grills New York-Geschichten liegen, tue ich mir schwer. Die „Naschmarktmorde“ habe ich aber liegen lassen und in Harland ist Stendhals „Rot und schwarz“ als Monsterprojekt aufzulesen. In Wien habe ich inzwischen Zdenka Beckers „Der größte Fall meines Vaters“, bekommen und werde es nach Ostern lesen. Vielleicht treffe ich Zdenka Becker wieder am Markt oder auch nicht, wenn ich wetterbedingt dort nicht hinkomme und am Osterspaziergang nimmt sie, glaube ich, nicht teil.
Und Christl Greller hat mir jetzt den Termin für die geplante Lesung „Die Zeit und wir“, bekanntgegeben, den Ort hat sie noch für sich behalten.

2013-03-02

Die Ware Buch

Filed under: Uncategorized — jancak @ 17:02

„Das Buch als Ware, wo und wie kauft ihr eure Bücher?“, war diesmal die Wochendiskussion bei „aboutsomething“ und das ist natürlich ein Thema, wozu ich meinen Senf dazu geben muß. Ist das ja etwas, wo sich derzeit ja sehr vieles ändert.
Und wenn ich über die Art und Weise, wie ich zu Bücher komme auch schon sehr viel geschrieben habe, daß ich Bücher eben nicht als Ware betrachte, habe ich so deutlich noch gar nicht definiert und sollte das einmal tun, weil mich, die Aufforderung der Veranstalter bei Lesungen „Nehmen Sie sich doch bitte Ihre Schätzchen mit!“, der Zwang bei Amazon ganz oben auf der Rankingliste, wenn man sein Selbstgemachtes hineinstellt, sein zu müßen, weil es offenbar nur so Qualität bekommt, immer schon etwas störte.
Daß ich immer gern und viel gelesen habe, habe ich schon geschrieben. Mein Vater hat für die Büchergilde Gutenberg Bücher vertrieben und daher immer welche, bzw. Kataloge nach Hause gebracht, zu Weihnachten gab es Buchgeschenke, eines war von den Kinderfreunden bzw. der SPÖ und später als Studentin habe ich gekauft und gekauft.
Dabei war ich immer sparsam und wollte das eigentlich gar nicht, irgendwann, wahrscheinlich, um die Zeit, als ich in die Krongasse übersiedelt bin, habe ich damit aufgehört und würde einen der Gründe darin sehen, daß die Verlage meine Bücher ja auch nicht haben wollen, also brauche ich sie nicht teuer kaufen.
Das betrifft aber seltsamerweise nicht das Lesen, lese ich ja nach wie vor viel und immer mehr, verliere nicht das Interesse an der Literatur der anderen, sondern bin nach wie vor daran interessiert, wie und was die anderen schreiben und eine Büchersammlerin bin ich auch.
Die Abverkaufskisten haben mich schon immer angelockt und ich habe auch als Studentin schon Bücher daraus bezogen, neben den Residenz-Neuerscheinungen, die ich mir damals ebenfalls kaufte, dann kamen die Bücherflohmärkte, die Büchertürme und andere Gelegenheiten, wo ich vor Bücherkisten stand und mir nehmen konnte, was ich wollte. Meine im November verstorbene Schulfreundin Edith, hat mich ja einmal, als der Buchhändler in ihrem Haus zusperrte, dazu eingeladen, ein anderes Mal gab es ein Flugblatt am der Anschlagtafel im Haus und vor einem Vereinslokal standen die Kisten zur freien Entnahme u.u.u.
Da bin ich schon bei der Bücherauswahl, ich kaufe nach dem Namen, nach dem Verlag vielleicht auch und nicht so sehr nach dem Cover und da ich mich schon seit dreißig, vierzig Jahren kontinuierlich mit dem Geschriebenen beschäftige, hat sich mir da sehr viel eingeprägt, so daß es auch manchmal zu Verwechslungen kommt und ich auf einmal einen Roman von einem Carl Amery nach Hause trage und beim Lesen entdecke, das ist ja ein anderer, als ich dachte, was ich eigentlich sehr spannend finde. Ich habe, das habe ich auch schon geschrieben, einen weiten Literaturbegriff, allerdings lese ich inzwischen fast ausschließlich Belletristik und nur sehr wenige Fach- und Sachbücher, die ich dann auch nicht bespreche und interessiere mich für fast alles. Für Chick Lit, Krimis, genauso, wie für das Experimentelle. Der Schwerpunkt ist die moderne Gegenwartsliteratur, bevorzugt deutscher Herkunft könnte man hinzufügen, aber da kommt auch schon die Zwischenkriegsliteratur, das Politische und und und…
Rezensionen der Berufskritiker lese ich nur selten, weil mir die, das ist ein Vorurteil, zu besserwisserisch sind, aber ich schaue regelmäßig die Bachmanndiskussionen, die blauen Sofas von Frankfurt, Leipzig etc, gehe vier Tage auf der Buch-Wien spazieren, das ist Beratung genug, jetzt kommen auch noch die Bücherblogs dazu, von denen ich einige sehr regelmäßig lese.
Ich habe, glaube ich, auch einen Universalanspruch, würde wirklich alles lesen und wenn ich mir sage „Hör mal, Eva, du brauchst dir wirklich kein Buch mehr kaufen und auch nicht mehr zu den Bücherschränken gehen, lese doch erst mal auf, was du hast!“, fürchte ich, daß das nicht wirklich klappt, denn ich könnte ja ein Schnäppchen versäumen, das nicht mehr zu bekommen ist.
So habe ich schon Bücherlisten bis 2017 und ich denke, es muß nicht alles klappen, ein bißchen Unperfektion darf auch bei mir sein und suche weiter, beschäftige ich mich ja sehr mit dem Lesen und der Literatur und das ist ja eigentlich sehr schön!
Vielleicht nervt es manchmal, daß ich immer schreibe, daß ich keine Bücher kaufe, sondern sie nur tausche bzw. umsonst bekommen will.
Den Grund dafür habe ich schon angeführt. Daß ich sparsam lebe und mir ein Buch um fünfundzwanzig Euro einfach zu teuer ist. Zweimal bin ich, als ich jemanden fragte, ob er tauschen will, sehr eingefahren, einmal bei einem xxxx-small bei Ruth Aspöck, die als Kleinverlegerin ihr „Buch als Ware“, wohl angegriffen sah, was ich damals gar nicht so verstanden habe, inzwischen verschenkt sie ihre Bücher und legt die Restauflagen in die Bücherschränke oder bei Lesungen und Festen gratis auf. Die zweite war Anni Bürkl, die ein Buch von mir kaufte, ich fordere niemanden dazu auf, zeige sie nur gerne her und verkaufe sie zum Selbstkostenpreis und dann meine Erklärungen, warum ich ihres nicht kaufte, nicht verstehen wollte. Seither bin ich vorsichtiger und frage nicht mehr so oft, ob jemand tauschen will?, bzw. ist es mir auf der letzten Buch-Wien passiert, daß mir ein Kollege, das von sich aus angetragen hat.
Da ich keine Vollpreisbücher kaufe, fällt die Beratung weg und so weiß ich auch nicht, was passiert, wenn ich beispielsweise zur Anna Jeller gehe und sage „Da habe ich einen Hundereuroschein, was würden Sie mir empfehlen?“
Wahrscheinlich würde sie mich erstaunt anschauen und weiterfragen oder mich zu ihren Ladenhütern führen, wie es mir einmal in einem Schuhladen passierte.
Am Montag hätte ich bei dem zweiten Arovell-Buch, das ich beim „Frick“ in der Kiste fand, fast den Verkäufer gefragt, ob er den Autor kenne und es nicht getan, weil ich davon ausgegangen bin, er kennt ihn nicht, bei einem zwei Euro Buch ist keine Beratung drinnen und bei Google finde ich die Antwort schneller.
Es wäre aber spannend herauszufinden, wie das wirklich mit dem Top Argument der kleinen Buchhandlung der Beratung ist. Wieviele Käufer lassen sich wirklich beraten? Ich kaufe nach Schnäppchen und wenn ich ein Buch von einem Autor habe, lese ich gerne auch die anderen und freute mich so über Marjana Gaponekos „Annuschkas Blume“ und Milena Michiko Flasars „Okaasan“, die ich kürzlich fand bzw. um zwei Euro kaufte.
Wenn ich von Büchern rede, meine ich, das auf Papier gedruckte, obwohl ich nicht daran rieche und nicht das haptische Erlebnis, dieses Dauerargument, das ich auch ein bißchen dämlich finde, brauche.
Einen Kindle habe und kaufe ich mir nicht. Dafür aber ein kleines E-Book Archiv, weil mir der Haymon Verlag im Sommer ein paar Vorab-E-Books schickte. Jetzt hat er bis auf eines damit aufgehört und als ich mich nach Gustav Ernsts „Grundlsee“, das demnächst erscheint oder schon erscheinen ist, erkundigte, hörte ich mit Bedauern, daß das Kontingent begrenzt wurde.
Nun, ich muß nicht alles lesen, habe genug und irgendwann, so meine Theorie, wird es schon zu mir kommen, wenn es mir bestimmt ist. So warte ich auf diese Weise beispielsweise. auf „Chucks“ und auf die Anni Bürkl-Bücher. Anderes wie Irene Harrands „Sein Kampf“ oder Jan Kossdorfs „Spam“, Julia Kröhns „Kuß des Morgenlichts“, sind schon zu mir gekommen und ich habe sie noch nicht gelesen.
Für mich ist das Buch Literatur und keine Ware, das Wirtschaftliche interessiert mich also nicht, bin da nur beleidigt, weil mich die Verlage nicht haben wollen, ansonsten fühle ich mich zum Bücherkaufen nicht verpflichtet und beobachte gespannt die Entwicklungen, die es in der Buchbranche gibt.
Vor ein paar Jahren oder durch das Bloggen bin ich auch auf die Rezensionsexemplare und die Neiddiskussionen darüber gekommen, habe mich gewundert, daß die Verlage, die so großzügig verteilen und mir gedacht „Wer kauft dann noch Bücher?“ und ich denke, sie werden auch nicht sehr gekauft. Die Bücherprofis bekommen sie umsonst, die anderen interessieren sich nicht dafür. Wird wohl nicht ganz so sein und die Ware Buch ist wahrscheinlich ein Geschäft, von dem ich nicht viel mitbekomme, nur einmal, 2002 in Frankfurt, habe ich mich einen Stock zu hoch hinauf verirrt, wo die schwarzgekleideten Herren vor den Türen stehen und die nicht Berechtigten nicht weitergehen lassen.
Das gibt es sicher auch, aber die Bücher kommen in großen Mengen, vor allem seit es die Bücherkästen gibt, umsonst zu mir und das wird ja, glaube ich, auch vom Buchhandel unterstützt. Als Frank Gassner seine Verlosung im Herbst machte, gab es Karten für die Buch-Wien zu gewinnen.
Daß die Leute durch ein Gratisbuch mehr kaufen, glaube ich zwar nicht, es scheint aber offenbar so zu sein, so gibt es ja auch diese Kindle Gratisaktionen der Selbstpublisher, die ich leider nicht nützen kann, weil ich keinen Kindle habe und das auf meinen PC nicht geht.
Aber ich habe noch nicht geschrieben, daß die E-books auch für mich keine richtigen Bücher sind, weil ich sie nicht angreifen kann, bzw. nicht in meinen Katalog eintrage. Ich lese die, die ich habe und bespreche sie, aber ein PDF ist schon etwas anderes und das wird das Leseverhalten natürlich verändern.
Ich lese, seit ich blogge und es die Bücherkästen gibt, mehr, weil es mich interessiert, ich die Berge, die mir selbst nach Hause hole, abtragen will und das ist es auch sehr spannend, daß ich jetzt einen Blog gefunden habe, wo die Betreiberin noch mehr liest als ich. Das spornt ein bißchen an, obwohl es das nicht braucht und auch nicht soll.
Wenn ich am Abend in die Alte Schmiede gehe, gehe ich regelmäßig durch den „Morawa“ und kaufe auch, wenn ich etwas in den Kisten finde. In die kleinen Buchhandlungen, wie beispielsweise in die Anna Jeller, gehe ich kaum mehr hinein, weil ich ohnehin nichts kaufe und mir die Neuerscheinungen auch nicht anschauen muß, da erfahre ich alles im Internet und bei den Lesungen, dort lasse ich mir auch regelmäßig Bücher öffnen und schaue hinein.
Finde Lesen also interessant, betrachte das Buch nicht als Ware, sondern als Kulturgut oder als das, was den anderen so einfällt und was immer spannend ist, mit den eigenen Einfällen zu vergleichen, würde am liebsten die ganze Literaturlandschaft auflesen und interessiere mich auch für Krimis und Chick Lits.
Für Vampirromane weniger, obwohl ich da jetzt ein paar auf der Liste habe und wenn es sehr gewalttätig ist, setze ich auch auch aus.
Harry Potter würde ich vielleicht nicht lesen und bei der „Vermessung der Welt“, weiß ich es nicht, bzw. wenn ich es finde, lese ich es, aber es ist vielleicht nicht das, worauf ich warte und von den Neuerscheinungen hätte ich nichts dagegen, wenn mir das Osterhäschen den neuen Schindel oder Köhlmeier brächte, aber „Gebürtig“, steht ohnehin schon auf der Leseliste, weil das ja im vorigen Jahr jemand weggegeben hat und das ist ja ganz besonders spannend, die Klassikerlücken durch die Bücherkästen aufzufüllen und dazu sind sie auch bestens geeignet.
Die Buch als Ware-Vertreter würden ja wohl zu den Neuerscheinungen raten. Ich lese das Alte auf und fülle meine Lücken und glaube, das es das ist, was mich am Lesen und an den Bücherkästen interessiert, so bin ich für den Buchhandel mit meinen Erfahrungen im Gratislesen wahrscheinlich ein Alptraum, andererseits würde ich auf meine Liebe zur Literatur schon bestehen und kann jeden nur empfehlen zu lesen, das Alte oder Neue, wie es beliebt und auch über den Tellerrand hinauszuschauen, weil ich auch eine bin, die sich dafür interessiert, was die Selbstpublisher so schreiben und auch das gerne lesen will, weil man, wenn man einen Kindle hätte, sicher auch Interessantes finden würde.

2013-01-03

Die Zahl dreizehn

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:54

Jetzt sind wir in das neue Jahr hineingerutscht, das ein sehr interessantes ist, gilt die Zahl dreizehn doch als Unglückszahl und in den amerikanischen Hotels soll es, wie man hört, kein solches Stockwerk geben. Auf die Zahl zwölf soll vierzehn folgen oder 12 b, 14 a, etc, denn dreizehn bringt Unglück und ein Teil der Menschheit ist ja abergläubisch. Wie macht man es aber bei einem ganzen Jahr? Von einer 2013-Phobie habe ich noch nichts mitbekommen, zwar die Nachrichten in meiner Harlander Winterfrische nicht so besonders verfolgt, daß sich die Menschen aber vor 2013 besonders fürchten, hätte ich noch nicht bemerkt.
Vor dem 21. 12. 2012, an dem die Welt laut Mayakalender untergehen hätte sollen, schon, aber 2013 scheint problemlos 2012 zu folgen. Die Böller knallen noch, während ich das schreibe und der Sekt ist eingekühlt. Hätte ich da ein Katastrophenszenario übersehen oder ist es eine voraussichtliche Krisenphropylaxe der Regierung, die Abergläubischen gar nicht erst auf die Idee zu bringen, sich vor dem neuen Jahr zu fürchten? Man kann ihm ohnehin nicht aus und es bleibt einem gar nichts anders über, als nun ein Jahr lang 2013 zu schreiben.
Zu 1913 gibt es ein Buch und das hat Florian Illies geschrieben, wie ich heute morgen ergoolget habe, bzw. Jan Drees mich aufmerksam machte, daß er das noch nicht gelesen hat, aber das ist lange her und die meisten, die dieses Jahr erlebten, sind inzwischen gestorben oder werde heuer ihren Hunderter feiern und sich an ihr Geburtsjahr nicht mehr gut erinnern können.
Es herrschte aber Krieg zu dieser Zeit, der World war I und seither hat sich viel verändert und ist das meiste anders geworden.
Einen Freitag, den dreizehnten gibt es aber öfter und der gilt, glaube ich, als Unglückszahl oder auch nicht, für mich jedenfalls nicht besonders, denn irgendwie habe ich irgendwann so vor etwa zehn Jahren, eine diesbezügliche Geschichte geschrieben, wahrscheinlich war es ein Aufruf für eine Zeitung oder einen Wettbewerb, den ich natürlich nicht gewonnen habe, der Text wurde für die Veröffentlichung nicht ausgewählt, wie meistens, wie fast immer, an die Geschichte kann ich mich jedenfalls noch gut erinnern, in der ich versuchte zu erklären, daß der Aberglauben Unsinn ist.
Da ist eine Karrierefrau, die sich vor dem Datum fürchtet, die Katze läuft ihr übern Weg und sie ist überzeugt, heute kann nur alles schiefgehen. So begleite ich sie durch den Tag, bei der Besprechung im Büro, beim Mittagessen mit der Freundin, die Tochter ruft an und erzählt von einer Schularbeit. Sie muß den Kunden irgendwas verkaufen, das Make up verrutscht und denkt die ganze Zeit, ich habe heute Pech und gewinnt dann bei einem Brieflos einen Tausender. Aber natürlich waren es nicht zehntausend Euro und schon wieder Pech!
Dann kam der Amadeus oder war es schon der Thalia und rief mit dem Hörbuchverlag zu einem Hörbuchwettbewerb auf. Man sollte eine Geschichte auf eine Kassette aufsprechen und einreichen, ich wählte den „Freitag den 13“ aus und suchte lange nach einem entsprechenden Aufnahmegerät. Alle die ich fragte, hatten keines. Die Anna vermittelte mich dann in ein Tonstudio eines ihrer Freunde. Der junge Mann nahm es sehr genau und ließ mich das Ganze wegen irgendeinen kleinen Fehler nochmals aufsprechen, danach verließ ihn aber die Geduld oder er hatte keine Zeit mehr, so mußten wir es schließlich hinunterhudeln. Die Disc, für die ich alle Rechte verkauft habe, ist trotzdem fertig geworden und weil es offensichtlich nicht soviele Bewerber gab, wurde ich auch zum Vorlesen in die Mariahilferstraße eingeladen. Es war einer dieser Wettbewerbe, wo der gewinnt, der die meisten Fans mitgenommen hat. Da hapert es bei mir meistens. Ich kann mich erinnern, daß meine Freundin Elfi ablehnte. Aber der Alfred kam und auch die Edith Brocza, die Bemühte, bei deren Auferstehungsfeier ich ja vor kurzem war. Ein Sportstar moderierte und fragte mich, ob ich abergläubisch bin? Ein Jungstar ist, glaube ich, aus Deutschland angereist gekommen. Dem Publikum wurde je ein zehn Euro Gutschein in die Hand gedrückt. Der Alfred schenkte mir seinen und so bin ich in den Besitz von Julie Zehs „Adler und Engel“ gekommen. Bei der Auslosung der Sieger gab es Schwiergikeiten, weil, ich glaube, zwei dritte Plätze, so daß mir die Urkunde, die ich schon hatte, wieder weggenommen wurde, mir, weil ich die Verlosung gewonnen habe, das Buch des Moderators und dann noch der Gutschein für den dritten Preis, Cassetten aus dem Hörbuchverlag in die Hand gedrückt wurde und ich glaube, es war ziemlich viel, ich habe jedenfalls eine Donna Leon, eine Bachmannoriginalaufnahme, einen Nick Hornby und dann noch den mehrteiligen Jeffrey Eugenides „Middlesex“ dafür eingetauscht.
Also Glück gehabt für den „Freitag den Dreizehnten“, aber an diesem Tag ist die Veranstaltung ohnehin nicht gewesen und wir wissen ja, daß ich nicht abergläubisch bin und die Zahl dreizehn, ganz ehrlich, ohnehin auch sehr mag.
Sie ist meine Glückszahl, denke ich, bin ich ja irgendwie eine Außenseiterin, eine Grenzgängerin, eine Borderlinerin zwischen U und E, zwischen Anpassung und Ausgrenzung und wenn ich jeweils zu weit einen Schritt in die eine oder auch andere Richtung gekommen bin, husche ich erschrocken zurück und so habe ich mich, als ich 2000 oder war es 2003 bzw. 2005? Nein, da war es nicht, denn da habe ich beim Luitpold Sternpreis den dritten Preis und ich glaube 450 Euro, wo mich der Martin auch gleich fragte, was ich damit machen will?, gewonnen. 2000 und 2003 war ich aber in der Trostpreis- bzw. Buchgutscheinkategorie und 2000 war es, glaube ich, der 13. Platz für mein „Dichterfrühstück am Himmelsgrund“ mit dem jungen Dichter und dem Herrn Professor und ich habe „Toll!“, gedacht.
Der Platz 13 ist für mich schon richtig und so geht es auch ins Jahr 2013 hinein, in dem ich sechzig werde, also als 1953 geborene, in mein Jubiläumsjahr, wo ich nicht nur vierzig Jahre schreibe, sondern auch das dreißigste selbstgemachte Indie-Buch herausbringen und vierzig Jahre Matura feiern werde.
Die Zahl dreizehn ist also schön, passt, ist willkommen und mir angenehm. Am Freitag den Dreizehnte kann man auch im Lotto gewinnen, wenn ich da nur spielen würde oder, wie das die Obdachlosenzeitschrift Augustin fordert, mit der Straßenbahn gratis fahren.
Aber schwarzfahren tut die Wiener Stadtflaneurin ohnehin nur selten und die Zahl dreizehn ist, wie festgestellt, ja schön!
Also aufs ins neue Jahr mit und ohne Kathatstrophenphantasien, wo, während ich das schreibe, schon die Böller knallen, der Sekt eingefroren ist, das Buffet wartet und sich die Damen vom Staatsopernballet und auch andere zum Donauwalzer drehen werden und an dem Tag, an dem dieser Text veröffentlich wird, das Begräbnis meines Schwiegervaters ist.
Aber sonst bin ich zuversichtlich, was das neue Jahr betrifft, nicht abergläubisch und habe auch vor der Zahl dreizehn keine Angst, die ja, als 1953 geborene irgendwie meine Glückzahl ist.

2012-01-30

Beobachtungen zur Krise

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:42

Wir leben momentan in Krisenzeiten, wie man unschwer merken kann, wenn man das Radio oder den Fernsehapparat aufdreht. Überall ist vom Sparen zu hören und wenn man das ernsthaft durchgehen will, kann einer leicht das Gruseln kommen. Das hat zwar auf dem ersten Blick nicht viel oder nur bedingt mit Literatur zu tun, auf dem zweiten, dritten, vierten, schon eher, weil man sich vorstellen kann, daß die Sparpakete auch zur Kultur dringen, daher möchte ich in meinem Wort zum frühen Montag, der Sonntag war ja schon der „Stadt der Engel“ gewidmet, ein paar Themen besprechen, die sich in letzter Zeit angesammelt haben.
Eigentlich hat es 2008 begonnen und wenn ich mich nicht irre, war es auch am Weltspartag, denn da ist ein angebliches Tucholsky-Gedicht zur Banken und Wirtschaftskrise aufgetaucht, das sich später als Fälschung erwies. Dann wurden überall die Banken gerettet, sehr viel Geld ist geflossen, so daß man sich bang fragte, wer das bezahlen soll? Es folgte die Krise in Griechenland Petrus Markaris „Faule Kredite“ habe ich zu Weihnachten besprochen und vor kurzem den Autor sagen hören, daß es in Griechenland inzwischen schon viel schlimmer ist, als in dem Roman geschildert wurde und manche Familien nicht mehr wissen, was sie essen sollen. Das betrifft noch viele andere Länder und viele andere Themen, die Bildung, das Gesundheitswesen, etc.
Ich habe mich mit der „Sophie Hungers“ literarisch damit beschäftigt.
Inzwischen hört man überall vom Sparen und der Krise und das betrifft auch die Stimmung unter den Autoren und in den Blogs, obwohl der Kampf gegen schlechte Blogs, die angeblich, wie die Schwammerln aus dem Boden spriessen, wahrscheinlich mehr mit den Rezensionsexemplaren, als mit der Bankenkrise zu tun hat und da wunderte ich mich, daß die Verlage so großzügig, die Bücher an die Leser verteilen, weil ich mich fragte, wer soll sie dann noch kaufen?
Aber das ist keine Kritik, denn ich habe schon seit Jahren aus anderen Gründen aufgehört, mir Bücher zu kaufen und habe, seit es die offenen Bücherschränke gibt und die halte ich für eine der wenigen positiven Entwicklungen der letzten Zeit, genug zum Lesen und, daß sich das gute alte Buch zum E-Book entwickeln wird, kann man auch überall hören. Ob das gut oder schlecht ist, weiß man noch nicht so recht. Ich habe jedenfalls nicht vor, auf den E-Book-Reader umzusteigen und denke, daß ich die zwanzig Jahre, die ich wahrscheinlich noch lesen werde, mit den Printexemplaren auskomme. Merke aber, daß sich das Leseverhalten verändert. Das scheint ab zu nehmen. Auf der anderen Seite interessieren sich immer mehr Leute für das Schreiben und das finde ich sehr gut. Höre aber manchmal, daß angeblich schon mehr Gedichte geschrieben, als gelesen werden, was mich, als Vielleserin, die das sehr wohl tut, nicht einmal so stört. Ich merke aber, daß sich die Stimmung in der Autoren- Bücher- Blogger- Welt diesbezüglich verschlechtert. Die E-Book-Debatte und, daß jeder seine Bücher selber machen und bei Amazon verkaufen kann, scheint Angst zu machen. So habe ich vor ein paar Wochen einen Beitrag gelesen, wo die sogenannten Indie-Autoren, unter Anführungszeichen gesetzt wurden und ihnen das Recht auf das Schreiben abgesprochen wird. Das ist ein Thema, wo ich mich als vielschreibende Autorin, der es nicht gelungen ist, einen Verlag zu finden und die daher ihre Bücher selber macht, leicht betroffen fühle. Kämpfe ich ja schon lang mit nicht sehr großen Erfolg, um die Anerkennung meiner selbst gemachten Bücher.
Petra van Cronenburg hat wieder einen interessanten Blogbeitrag geschrieben, der zeigt, daß es vielen Autoren nicht sehr gut geht, da ist mir durch meinen Brotberuf, den ich ja immer hatte, sicher viel erspart geblieben. Was mir aber fehlt, ist die Anerkennung und daran leide ich genug, daß ich, obwohl ich mich so sehr bemühe, weil ich meine Bücher selber mache, nie die Chance auf einen Buchpreis, eine größere Lesung, einen Literaturpreis etc habe und dann kommt oft noch der Hohn und das Unverständnis der anderen dazu und die, die schreien „Eigenverlag wollen wir nicht!“
Um wieder zum Thema zurückzukommen, seit die Krisenstimmung allgegenwertig ist, fühlen sich offenbar auch etabliertere Autoren davon betroffen und so war im „Standard“ dieses Wochenende ein Artikel von Michael Stavaric „Wer liest heute noch anstrengende Werke?“, wo er sich gegen linear geschriebene Bücher ausspricht. Er geht dabei davon aus, daß der Durchschnittsleser etwa zehn bis zwölf Bücher im Jahr liest und empfiehlt Werke von Hans Lebert, Bohumil Hrabal, Patrik Ourednik, Per Olof Enquist, Joseph Conrad etc.
Dagegen ist nichts zu sagen, ich habe zum Beispiel von einem der Büchertürme Patrik Oudrednik „Das Jahr vierundzwanzig“, übersetzt von Michael Stavaric, bekommen, das ich endlich lesen sollte. Aber ich habe auch nichts gegen Leute, die Krimis, Fantasyromane, Cick Lit, etc, lesen.
Ich selber habe einen eher weiten Lesebegriff und versuche mich quer durch den Literaturgarten zu lesen und fahre, glaube ich, auch sehr gut damit. Also wieder ein Pläydojer für mehr Toleranz. Jeder der will, soll schreiben und lesen. Es wäre zwar schön, wenn er sich auch für die Literatur der anderen interessiert und natürlich finde ich es gut, wenn man darüber berichtet. So halte ich die Bücherblogs und die Tatsache, daß jetzt jeder seine Meinung ins Internet stellen kann, für keine Bedrohung. Habe aber gerade wieder über eine Aufregung gelesen, die mir bisher entgangen ist. Da hat eine Bloggerin ein Buch abgebrochen, weil es ihr nicht gefallen hat und wurde vom Autor und dessen Verlag mit einer Klage bedroht, weil sie angeblich Wirtschaftskriminalität betreibt, wenn sie es schlecht bespricht. Im Sommer 2010 gab es eine ähnliche Diskussion als leselustfrust Anni Bürkls „Ausgetanzt“ besprochen hat. Ich habe in „Sommerlöcher“ darüber geschrieben, daß ich nicht glaube, daß man Literatur studiert haben muß, um ein Buch zu besprechen, ob man das jetzt Rezension nennt oder nicht, ist egal. Habe aber für mich, da ich selber nicht gern kritisiert werden will, entschieden, mit den Bewertungen vorsichtig zu sein. Ich beschreibe den Inhalt, sage meine Meinung und das, was ich über den Autor weiß. Das sind dann mehr literarische Texte, als Rezensionen und das sollen sie auch sein. Vorigen Montag gab es eine Sendung in den Tonspuren darüber, wo Sigrid Löffler und Klaus Nüchtern ihre Meinung dazu sagen sollten, ob sie sich von den sogeannten unprofessionellen Besprechern bedroht fühlen? Das wäre zwar vielleicht sogar verständlich. Aber ich finde dieses Mittel der Demokratisierung schön, halte es für eine gute Prophylaxe gegen den Analphabetismus und gegen Alzheimer und freue mich über jede wertfreie Meinungsäußerung, merke aber die Krisenstimmung und die Konkurrenz.
Noch etwas war interessant, hat doch Marlene Streeruwitz letzte Woche, den Bremer Literaturpreis für ihren Krisenroman „Die Schmerzmacherin“ bekommen und sich in ihrer Laudatio auf die Lesung in der Alten Schmiede vor zwei Wochen, wo das von Daniela Strigl herausgegebene Buch von Walter Buchebner präsentiert wurde, bezogen, wo ich sehr bedauerte, nicht bei der Veranstaltung gewesen zu sein, weil am selben Tag Dine Petrik ihr Buch über Hertha Kräftner vorstellte, das ebenfalls ein Vorwort von Daniela Strigl hat.
„Interessant!“, habe ich gedacht, daß das der erklärten Feministin Marlene Streeruwitz entgangen ist und sie nicht auch dieses Buch und diese Autorin in ihre Laudatio einbezog und vermute, daß der Grund wieder in der sogenannten Mainstreampolitik zu finden sein wird. Die Kriktiker schauen nur auf das eine Event, während anderes, sicher ebenso Interessantes, übersehen wird, was sehr schade ist.
Denn ich finde und das hat auch Petrus Markaris in seiner Erföffnungsrede bei der Buch Wien so gesagt, daß die Chance an der Wirtschaftskrise sein könnte, daß sich die Leute wieder mehr Zeit für ihre Kreativität nehmen und vielleicht auch ein bißchen jenseits vom Tellerrand, auf das Leisere, nicht so Spekuläre schauen und das würde ich mir sehr wünschen!

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