Literaturgefluester

2019-02-24

Wochenende bei den IG-Autoren und zehn Jahre andere Buchmesse

Büchertisch

Büchertisch

Dieses Wochenende ist wieder einmal GV der IG-Autoren, wo ich seit an die dreißig Jahren Delegierte der Einzelmitglieder bin und auch sehr regelmäßig zu den Sitzungen gehe, weil das ja ein Weg ist in Kontakt mit der Autorenschaft zu kommen, obwohl ich die meisten der anderen Teilnehmer, die ja auch aus den Bundesländern kommen nicht kenne und Gerhard Ruiss, der Geschäftsführer und, glaube ich, auch Gründer der IG seine Einzelmonologe hält.

Es gibt ein Programm und eine Tagesordnung, meistens wird zuerst das Budget besprochen. Die Subentionen bleiben gleich und die IG weiß zu sparen, beschickt die Messen in Leipzig, Wien und Frankfurt, hat das Llitradio und den Neuerscheinungskagtalog, bei beiden Aktivitäten, sind die Selfpublisher, die IG nennt es noch immer Eigenverlag und nein das geht doch nicht, ausgeschlosen.

Ludwig Laher hat von der „Enquette zur Zentralmatura“ berichtet, die im Dezember war und um Sprache ging es auch.

Um die Haßpostings, die es im Netz zum Beispiel an die gegeben hat, die sich der Rücktrittsforderung an Kinister Kikl angeschlossen haben: „Super, jetzt haben wir eine Liste und wenn es dann so weit ist, wissen wir wer abgeholt werden muss“

Ebenfalls super oder eigentlich eine gefährliche Drohung und um die Zusendungen der „Kommentare zum Zeitgeschehen“, die einige bekommen haben und wo es um die „Linkesten von den Linken geht“, ist es auch gegangen.

Nun wir leben in rauhen Zeiten des Rechtsrucks und der Populisten und auch in denen der Datenschutzverordnung, wo sich dann keiner mehr auskennt, was man nun an wem schicken kann und wie man seine Adressen, Verlags- und Veranstaltungslisten noch gestalten kann und um die kürzlich verstorbenen Mitglieder ist es auch gegangen und um die Frage, was die IG machen kann, wenn sie davon nicht oder  zu spät erfährt und die Leute einfach verschwinden.

Da ist ja die Bruni am 22. Jänner gestorben, die hätte am vorigen Dienstag im Literaturhaus lesen sollen. Susanne Ayoub mit der sie, glaube ich, sehr befreundet war, hat das für sie getan und sie richtet auch eine Abschiedslesung am 11. März, wo die Bruni ihren achtzigsten Geburtstag gehabt hätte, eine Abschiedsveranstaltung, wo noch zwei Bücher von ihr vorgestellt werden, in der Buchhandlung „Tiempo Nuevo“ in der Taborstraße aus.

Dann sind noch Elisabeth Wäger und Michael Amon im Dezember oder Jänner gestorben. Die IG gedachte ihren verstorbenen Kollegen, es gab zu Mittag, am Nachmittag und am Abend ein Buffet mit Gesprächen mit den Kollegen und am Sonntag es mit der Verabschiedung der Präambel zum gesellschaftliche  Bezug in Zeiten, wie diesen  und anderen aktuellen Themen bis Mittag weitergegangen.

Torsten Low

Torsten Low

Andreas Buchwald

Andreas Buchwald

Daran schloß sich jetzt schon zum zehnten Mal, die andere Buchmesse an, die es seit 2009 im Anschluß an die IG von Margit Kröll und anderen organisiert, gibt und die dort ihre zum Teil auch selbstgemachten Bücher präsentierten.

2009 bin ich das erste Mal mit dem Alfred im fünften Bezirk dort gewesen. Es hat die nächsten Jahre dort auch einen Literaturslam gegeben, bei dem ich immer mit meinen jeweiligen Texten mitmachte, aber leider nie etwas gewonnen habe, so daß ich ziemlich frustriert dort ausgestiegen bin, bin aber bis auf das letzte Jahr trotzdem regelmäßig nach der GV hingegangen.

Zweimal war es in einem Architekturbüro in der Seidengasse, dann zweimal am Yppenplatz, einmal unter den Stadtbahnbogen, da habe ich das letzte Mal gelesen, dann in einem Cafe in der Zieglergasse und jetzt schon zum vierten Mal im Festsaal des Bezirksamtes Döbling.

Es beginnt immer mit einem Kinderprogramm, wo Nicole Engbers von der ich einmal ein Buch gewonnen habe, meistens liest, Margit Kröll präsentiert sich dann mit einerZaubershow, es gibt meistens ein Theaterstück und später dann das Programm für Erwachsene, seit des den Literaturslam nicht mehr gibt.

Diesmal bin ich wieder mit dem Alfred nach unseren Sonntagsausflug auf die Mostalm hingekommen, wo es gerade eine humorvolle szenische Lesung gegeben hat.

Danach hat Andreas Buchmann, der Mann im Cowboystil mit Hut aus seinem Krimi „Das Blut der Ratte“, in dem es um drei Obdachlose geht, gelesen und dann präsentierte sich und das war neu, der Kulturverein „scribere  et legere“ dem auch Margit Heumann angehört und mit dem sie auch im Dezember bei dieser Kleinverlagsmesse im MQ war. Da hat Doris Cipek eine Kurzgeschichte vorgestellt und dann kam wieder Thorsten Low mit seinen phantastischen Kurzgeschichten, hat von einem Klavierspieler, der später ein paar seiner <lieder gesungen hat, begleitet, Kostproben daraus gegeben und ich bin wieder von der IG in eine engagierte Kleinmesse hineingeraten, die ja auch einen Teil des österreichischen, beziehungsweise deutschsprachigen Literaturbetriebes darstellt, den ich sehr interessant finde und der sehr vielseitig ist und viele verschiedenen Facetten aufweisen kann.

2017-02-26

Generalversammlung der IG-Autoren und andere Buchmesse

Wieder einmal GV der IG Autoren, die sowetwas, wie die österreichische Schriftstellergewerkschaft ist, vor Jahren, als es noch kein Literaturhaus gab, von Gerhatrd Ruiss und Johannes Vyoral gegründet. Milo Dor war, glaube ich, der etste Präsident und ich bin, glaube ich, schon seit dreißig Jahren oder so, als Einzelmitglied delegiert.

Denn es ist nicht sehr schwer Mitglied bei den IG-Autoren zu sein. Man muß irgendwas geschrieben haben, dann trägt man sich, wo ein oder stellt irgendwo einen Antrag. Keine Ahnung wann oder wie ich dazu gekommen bin, aber ich kenne Gerhard Ruiss, glaube ich vom Volksstimmefest und auf dieses bin ich durch den „Arbeitskreis der schreibenden Frauen“ gekommen.

Den ersten österreichischen Schriftstellerkongreß habe ich gerade versäumt, dann war ich offenbar einmal auf einer Regionlalversammlung wurde delegiert und pilgere seither Jahr für Jahr zu den Genereralversammlungen, die früher im Novemver, jetzt schon länger im Februar stattfinden und sich die Autoren, die delegierten Einzelmitdlieder oder die der Verbände, eineinhalb Tage zusammensetzen und über die Schriftstelleranliegen diskutieren.

Man kann auch Anträge stellen, die dann  behandelt werden, ansonsten referiert Gerhard Riss meistens die Situation, die da ist, das Budget bleibt gleich oder wird eingefroren.

So gibt es das „Handbuch der österreichischen Autoren“, mit dem ich früher meine Verlagsaussendungen machte schon lang nicht mehr. Das wäre auch sehr schnell veraltet und der Web-Autritt der iG Autoren ist, wie Gerhard Ruiss heute betonte, ether bescheiden, denn die IG-Autoren sind glaube ich nicht so webaffin.

Es gibt aber den jährlichen Neuerscheinungskatalog, wo alle Autoren drinnen sind, die ein Buch bei einem österreichischen Verlag haben, allerdings und da bin ich wieder bei dem leidigen und offenbar unüberwindbaren Problem, nur die Verlagsprodukte, die Selfpublisher bleiben wieder einmal draußen und dürfen ihre Bücher auch nicht auf den Stand stellen, wo die IG Autoren alljährlich, die Bücher der österreichichen Autoren in Leipzig, Frrankfurt oder auf der „Buch Wien“ aufstellen. In Leipzig und Frankfurt gibt es auch das „Literadio“, da dürfen die Autoren, die zufällig anwesend sind, ihr neues Buch vorstellen, Selfbulisher natürlich wieder nicht, die haben ja immer noch ein Identifikationsproblem und werden als Autoren nicht wahr oder nicht für voll genommen.

Die IG Autoren bieten aber Beratungen an und da habe ich mich schon öfter beraten lassen, das letzte Mal bezüglich „Paul und Paula“, wo es, um die Frage ging, ob ich nicht irgendwelche Personenschutzgesetzte verletze, wenn ich über die Transgenderproblematik schreibe?

Mein Verlagsverträge, die ich mit „Fischer“ und mit „Orac“ bezüglich meiner Stotterbücher hatte, habe ich mir auch durchsehen lassen, ansonsten gilt, als Selfpublisher bist du immer noch kein richtiger Autor, aber trotzdem bei den IG Autoren delegiert und da begann es schon am Samstag, um zehn am Morgen mit einem guten Frühstück und der Gelegenheit, die Autorenkollegen aus den Bundesländer zu treffen, die ich meistens nur einmal im Jahr und in diesem Zusammenhang sehe.

Diesmal waren besonders viele Kollegen aus Kärnten da, die mit ihren Namensschildchen herumliefen, sonst war Christl Greller da, die Rizys, O. P. Zier, Nils Jensen, Margit Hahn, Sylvia Treudl, Georg Bydlinksy, Susanne Ayoub Helma Giannonne, Hanhreif Wolf Käfer Elfi Resch, etcetera.

Hilde Langthaler, Ruth Aspöck, Elfriede Haslehner, die sonst meistens auch kommen habe ich nicht gesehen, auch Hilde Schmölzer war nicht da, die ich einmal in diesem Rahmen, glaube ich, kennenlernte.

Aber Ludwig Laher, der gleich über das Bildungsproblem referierte. Vorher hat aber noch Renate Welsh, die Präsidentin, die Anwesenden begrüßt und man konnte ein Billet für Christine Haidegger und Peter Paul Wipplinger unterschreiben, die krankheitshalber nicht kommen kponnten.

Und die Bildungsproblematik ist ja ein weites Thema, denn Deutsch soll  bei der Zentralmatura nicht sehr vorkommen. Vele Kinder haben Deutsch, nicht als Umgangssprache und brauchen speziellen Förderunterricht. Es gibt schon viele sekundäre Analphabeten, die die Schule ohne sinnerfassend lesen zu können verlassen und die Regierung will den Kindern schon in der Volksschule Tablets und Laptops verpassen, die Bücher bleiben da auf der Strecke, ist eine Befürchtung der Autoren.

Es wurde in der Diskussion auch beklagt, daß bei Lesungen zu wenig junge Autoren eingeladen werden und, daß man etwas machen soll, um junge Leute für Literatur zu interessieren.

Aber vorher hatte schon Tschiff Windisch, der nicht mehr junge Poetryslamer erzählt, daß diese Literaturform eine ist, die viele junge Leute anzieht und das merke ich auch, wenn ich zu den Poetry Slams ins Literaturhaus gehe.

Da muß man eine Stunde vorher kommen, bekommt eine Zählkarte, wenn man dazwischen weggehen will und bekommt trotzdem keinem Platz, wo man etwas sieht, sondern irgendwo weit hinten, weil die jungen Slamer allle ihre Freunde mitbringen.

Die Leute lesen nicht mehr viel, wird überall beklagt und ich glaube auch, daß das stimmt. Andererseits wachsen die Literaturblogger und die Booktuber, wie die Schwammerln aus dem Boden und machen jede Woche ein Video, wo sie ihre Neuzugänge, ihren Sub, ihre Leseliste, ihre Tags etcetera präsentieren.

Es ist also nicht so einfach und ich denke, die Zahl der Menschen, die schreiben wollen und dann vielleicht auch selber publizieren, nimmt trotz der wachsenden Zahl der sekundären Analphabeten, ebenfalls zu und natürlich ist es wichtig, daß man zur Matura nicht nur einen Leserbrief oder einen Kommentar verfasst, sondern ein literarisches Thema wählen kann.

Zu Mittag gab es wieder ein Buffet und Gespräche mit Kollegen und ich habe natürlich auch, den wieder gut bestückten Bücherschrank besucht und mich daraus bedient und am Nachmittag ging es weiter mit den Anträgen zum Urhebergesetz, etcetera, denn da hat es ja schon eine Demonstraion zur Festplattenabgabe gegeben und eine Feier zu einem Mustererlagsvertrag gab es auch und richtig, eine „Funkhausanthologie“, wo auch ein Text von mir drinnen ist, wird es auch bald gaben und über den ORF und sein Umgang mit den Autoren wurde auch diskutiert.

Am Sonntag, wo dann auch die Ruth gekommen ist, ist mit einigen Anträgen der Kärntner Autoren und einer Präambel zum Wert der Literatur „Sie  ist gefördert und nötig, wie nie zu vor weitergegangen“ und ich bin am Nachmittag wieder nach Döbling zur anderen Buchmesse, die es jetzt auch schon das achte Mal gibt, hinausmarschiert.

Die wurde ja von Margit Kröll, Nicole Engbers, Thorsten Low und vielleicht noch einigen anderen 2010 gegründet, das erste Mal fand sie im fünften Bezirk statt, dann ein paar Mal in einem Architekturbüro in der Seidengasse, einmal am Yppenplatz, dann beim Stadtparkbögen in einem Cafe in der Nähe des Literaturhauses und jetzt das zweite Mal im Bezirksamt Döbling, ab 2011 hat es einen Literaturslam gegeben, wo ich viermal gelesen, aber nie etwas gewonnen habe, 2011 glaube ich aus der Mimi, dann die Taubenszene aus der „Absturzgefahr„, die mit dem Eis aus „Kerstins Achterl“ und unter dem Stadtbahnbögen habe ich das „Gruftiemädel“ gelesen, seit 2015 gibt es das nicht mehr und begonnen hat es, um zwei wieder mit einem Kinderprogramm.

Diesmal haben drei Verlage, der „Andre Buch Verlag“, der „ohnenohrenverlag“ und eben der „Thorsten Low Verlag“ ausgestellt und begonnen hat es mit drei Kinderbüchern aus dem „Andere Buch Verlag“.

Dann kam das Kindertheater „Die Rumpelkiste“ und führte die „Frau Holle“ auf.

Margit Kröll hat diesmal nur gezaubert.

Dann kam schon das Erwachsenen Programm des „Anderen Buch Verlags“ und zwar hat da Andreas H. Buchwald drei Bücher vorgestellt, die sich mit dem Osten, dem Wesen und auch mit Abraham beschäftigt haben.

„Vom Eise befreit“ heißt die Trilogie mit den realistischen Deutschlandbildern und beim „ohneohrenverlag“ traten fünf junge Frauen auf, die ihre meist Phatasiygeschichten prästieren.

Dann kam das Konzert oder die musikalische Lesung in der Thorsten Low sein Phantasyprogtramm präsentierte und ich habe heute im „Wortschatz“ das kann ich auch gleich schreiben , was mich besonders freute und ich mir eigentlich nach der Donnerstaglesung sehr wünschte Hanno Millesis „Schmetterlingstrieb“ befunden.

2016-02-28

IG-Autoren, andere Buchmesse und japanischer Film

© Dieter Scherr

© Dieter Scherr

Wieder einmal Generalversammlung der IG-Autoren, der Art Autorengewerkschaft, die von Gerhard Ruiss gegründet wurde und die er einige Zeit mit Hannes Vyoral gemeinsam machte und sich jetzt als Geschäftsführer sozusagen alleine auf dem Podium für die Interessen der Autoren einsetzt, das heißt Vizepräsidenten gibt es auch und einen Vorstand und die Präsidentin, die Kinderbuchautorin Renate Welsh hat  eröffnet, als das Frühstück vorbei und die Versammlung beschlußfähig war.

Ich bin da ja schon seit einigen Jahrzehnten delegiert und gehe regelmäßig zu den Versammlungen, die Gerhard Ruiss auch heute damit begann, daß er die Aktivitäten der IG trotz stetig schrumpfender Subventionen lobte.

Da gibt es ja die Beteiligungen bei den Messen, Frankfurt, Leipzig und Buch-Wien mit einem großen Stand, einem Radio und Lesungen, die man dort machen kann, wenn man ein neues Verlagsbuch hat.

Da falle ich ja leider immer durch, obwohl ich auch heuer wieder nach Leipzig fahre. Es gibt den Katalog, der österreichischen Neuerscheinungen, da bin ich leider auch nicht drin und dann nicht jedes Jahr, aber jetzt wieder den Stückebörsenkatalog,  es gibt Rechtsberatung und voriges Jahr wurde auch der Musterverlagsvertrag gemeinsam mit dem Hauptverband ausgehandelt, da war ich bei dem diesbezüglichen Fest.

Bei der Generalversammlung gibt es die Anträge, die von den Mitglieder eingebracht werden können und die dann behandelt werden und da begann es gleich mit Aufregungen im Steuerrecht, denn seit einiger Zeit muß man beim Bund seine Rechungen, für Jurytätigkeiten beispielsweise, elektronisch stellen und die Steuererklärung muß man ab nächstes Jahr, was mich dann auch betreffen wird, ebenfalls online machen und dann ging es gleich weiter mit Ludwig Laher, der im Rat der Rechtschreibreform ist und von den diesbezüglichen Sitzungen berichtete.

© Dieter Scherr

© Dieter Scherr

Das ist weit weniger brisanter, denn die IG setzt sich dafür ein, daß die Autoren schreiben können, wie sie wollen und hat das im Vorjahr in einer Umfrage erhoben. Da wurden zwar auch nur Verlagsautoren betragt, aber deren Resultate gingen in eine Studie ein, von der Ludwig Laher berichtet hat und dann gab es Mittagessen, sprich das berühmte Würstlbuffet, Käse und Obst und viele Gespräche.

Die Ruth ist von ihrem Schiurlaub zurückgekommen und konnte diesmal daran teilnehmen, Erika Kronabitter war da, Christl Greller und was vielleicht interessant ist, die Kollegen aus den Bundesländern, die ich nur einmal im Jahr nämlich bei der GV sehe, wie O. P. Zier, den sehe ich zwar  auch bei der GAV-GV und habe ihn Samstagmittag auch beim Bücherschrank getroffen, als ich dort einen Abstecher hinmachte.

Am Samstagnachmittag ging es  weiter mit der Frage, was mit seinem Manuskript passiert, wenn man zwar einen Verlagsvertrag hat, aber der Verleger pleite macht und  mit dem Manuskript verschwindet? Eine kniffelige Frage, die mich ebenfalls nicht sehr betrifft und politisch wurde es natürlich auch, leben wir ja in Krisenzeiten und solchen, wo sich die Sprache gegen die Flüchtlingsfrage wenden kann. so formulierten Ludwig Laher und Renate Welsch auch ein Papier, das sich speziell damit beschäftigte und Peter Paul Wipplinger, der sich sehr für die Rechte von verfolgten Schriftstellern einsetzt, erzählte von einem Gerichtsurteil, in dem Holocaust-Befreite als „Landplage und Kriminelle“ bezeichnet wurden.

Am Sonntag ist es mit den restlichen Anträgen und der Wahl des neuen Vorstandes weitergegangen und anschließend hat es wieder die „Andere Buchmesse“ gegeben, die ja von Margit Kröll, die auch immer zu den Vorstandssitzungen kommt, Nicole Engbers, dem Verlag „Thorsten Low“, etcetera, seit 2010 an den verschiedensten Orten organisiert wird.

Heuer war es von halb zwölf bis sechs im Amtshaus Döbling. Es hat wieder ein Kinderprogramm und die Verlagspräsentation von Thorsten Low gegeben.

© Dieter Scherr

© Dieter Scherr

Zu dem Jugendkrimi „Zufallsopfer“ von Margit Kröll bin ich noch zurechtgekommen, das Theaterstück, die Zaubershow und das Literaturprojekt zum Thema Flucht habe ich versäumt.  Literaturslam und Musikprogramm hat es nicht mehr gegeben.

Dafür war die Verlagspräsentation von Thorston Low, der vier seiner Neuerscheinungen vorstellte, besonders spannend.

So gab es eine Geschichte, die von einem Turm handelte, eine über Piraten, dann ein Ausschnitt aus einem Text zum Thema „Wasser“ und dann ging es nach Japan.

Beziehungsweise fuhr ein gescheiterter Historiker mit seiner Frau dorthin, um dort sein Sachbuch über die K. und K. Monarchie vorzustellen, versucht sich den japanischen Sitten anzupassen, will seine Frau in ein Dirndl stecken, wird von Restaurant zu Restaurant geführt, wo er rohes Huhn, Fisch und Nudeln essen muß, und um sein „Amazon Ranking“ zu verbessern, wird ihm noch Stück für Stück von seinem Körper abgeschnitten, zuerst eine Locke, dann eine Ohr, eine Fingerkuppe, ein Tatoo wird ihm auch noch entfernt, etcetera, leider konnte ich den Schluß dieser Satire auf das japanische Leben beziehungsweise Literaturbetrieb nicht hören, weil ich mich um halb sieben mit dem Alfred im Kino verabredet hatte, um wie es der Zufall wollte, auch einen japanischen Film zu sehen, nämlich „Krischblüten und rote Bohnen“ nach dem Roman von Durian Sugekawa, der im März bei „Dumont“ auf Deutsch erscheinen wird.

 

2015-02-22

Andere Buchmesse Vol. 6

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:41

Nach den IG-Autoren findet seit einigen Jahren, die andere Buchmesse statt, „Literatur, die aus dem Rahmen“ fällt, das ist eine Initiative, die einige Klein- und Selbstverleger gegründet haben, um sich auf einer Plattform untereinander  zu vernetzen und die seit 2010 in Wien, die „Andere Buchmesse“ veranstalten.

Eine der Initiatorinnen, ist die 1983 geborene Tirolerin Margit Kröll, die seit dem zehnten Lebensjahr Kinderbücher schreibt, sie, glaube ich, selbst herausgibt und auch viel bei Lesungen in Schulen, etc vorstellt.

Ich habe sie  bei den IG-Generalversammlungen kennengelernt und bin mit ihr ins Gespräch gekommen.

2010 lag dann der Folder der „Anderen Buchmesse“ bei der GV auf, ich bin mit dem Alfred nach unserem üblichen Sonntagsspaziergang auf die Mostalm hin, es war ein Veranstaltungsort im fünften Bezirk und der deutsche Phantstikverleger Thorsten Low stellte gerade seine  Reihe vor. Es gab dann eine Buchverlosung, sowohl ich. als auch der Alfred haben je ein Buch gewonnen, ich das „Hexen hexen heimlich“ von Nicole Engbert  der zweiten Organisatorin, die die Messe, glaube ich, in Wien organisiert,  es gab Kaffee und Kuchen, einen Büchertisch, etc.

Im Jahr darauf hat mich Margit Kröll vorher angeschrieben und zum Literatur Slam eingeladen, da fand die Messe in einem Architekturbüro in der Zieglergasse statt, es war toll und voll, ich habe aus der „Mimi“ gelesen, gewonnen hat ein Schauspieler mit einem Kinder- oder Tiertext, den ich gar nicht für so besonders literarisch hielt. Das hat sich  die nächsten zwei Jahre wiederholt, obwohl ich mir mit der Auswahl meiner Texte immer sehr viel Mühe gab, einmal habe ich die „Taubenszene“ aus der „Absturzgefahr“ gelesen, da geht es auch um Kinder und dann die Stelle mit dem Eis und dem kleinen Hektor in „Kerstins Achterln“

Im Vorjahr habe ich dann schon überlegt, ob es für mich Sinn macht da zu lesen und bin  heuer, als die Einladung von Magit Kröll kam, sehr unschlüßig gewesen, einerseits lese ich ja gerne, anderseits will ich nachher nicht enttäuscht sein und habe so geantwortet, daß ich nicht weiß ob ich lesen will, aber kommen werde, weil mich ja jede Art von Literatur interessiert und ich auch über das Literaturleben und seine Vielfalt gern berichten will und außerdem hat die Veranstaltung wieder in der Näche des Literaturhaus stattgefunden, vor zwei Jahren war sie ja beim Brunnenmarkt und im Vorjahr bei den Stadtbahnbögen am Donaukanal, aber diesmal im Cafe Kreuzberg in der Neustiftgasse Ecke Zieglergasse.

Zuerst gibt es bei der anderen Buchmesse  immer ein Kinderprogramm, Margit Kröll und Nicole Engbers lesen ihre Kinderbücher, seit einigen Jahren macht Nicole Engbers auch ein Theaterstück, Margit Kröll zaubert oder macht Tiere aus Luftballons, das habe ich heuer ausgelassen und bin erst um fünf gekommen, als Margit Kröll, ihre Lesung aus ihrem neuen Thriller für Kinder ab zwölf Jahren gerade beendete, Cornelia Stahl, die ich im Vorjahr kennengelernt  habe und die mich interviewen wollte, habe ich im Publikum getroffen, dann begannen die Lesungen der Vorjahrssieger und zwar hat da ein sehr junges Mädchen gewonnen, Michaela Jaros, das schon lange Phantasy schreibt, die  eine Erzählung  für Erwachsene „Engelsruinen“ hatte, wo  ein Engel  eine Fürstentochter beschützt, sich in sie verliebt und sich ihretwegen in einen Mensch verwandelt, als sie ein paar Jahre später stirbt, wird er verdammt und muß als Geist in den Ruinen wandern.

Dann kam Bettina Ferbus, die die letzten vier Jahre mit ihr beim Slam gelesen hat und voriges Jahr als zweites gewann, sie hat schon viele Bücher und Texte in Anthologien und las diesmal verschiedene Gedichte und als ich mich dann nach dem Slam erkundigte, erfuhr ich, daß er ausfiel, weil es den anderen vielleicht ähnlich, als mir ging und sich nur Manuela P. Forst gemeldet hat, Nina Horvath die andere Tapfere, hat schon im Vorjahr nicht mehr gelesen, so hat sie  außer Konkurrenz gelesen, zuerst von einem Drachentöter und dann den Versuch einer lustigen Phantasy.

Nicole Engbers brachte noch ein Gedicht von einer alten Frau, die ihr Erspartes auf die Bank bringen will und dabei überfallen wird, sie wehrt sich aber tapfer und bringt ihr Geld wieder in ihre Wohnung zurück.

Danach kam schon die Umpaupause und die Musikprobe, bevor Thorsten Low wieder seinen Verlag präsentierte. Paul Fülöp, der die letzten Jahre regelmäßig gelesen habe und den ich auch bei der GV getroffen habe, war ebenfalls nicht da und auch nur sehr wenig Publikum, eigentlich habe ich nach sechs, nur drei Leute gesehen, die nicht zu den Veranstaltern gehörten.

Es gab aber ein sehr liebevoll gestaltetes Programm mit einem Interview der Beteiligten, die erzählten, warum sie schreiben, was sie lesen und warum man das soll und Thorsten Low, der wieder den Büchertisch betreute, erklärte mir auch genau seine Neuerscheinungen und erzählte, daß er mit den meisten seiner Bücher für einen Phantastikpreis nominiert worden wäre und einer seiner Autoren, nämlich  Vincent Voss sogar den Sprung zu Bastei Lübbe schaffte.

Er präsentierte flankiert von Verena Kaufmann und Gregor Neumaier an der Gitarre, vier Anthologien, zuerst eine Geschichte aus der preisgekrönte Anthologie „Stille“ wo sich einer auf eine Galaxie verwirrt, wo man wegen einiger seltsamer Vögel keinen Lärm machen darf, dann die eigene aus der „Anthologie“ das andere Buch, wo der Ich-Erzähler mit seinem Freund Lukas auf einen Baum klettert und dadurch eine große Verstörung erlebt, von der ich nicht ganz sicher war, ob ich sie nicht schon kannte.

Dann kam eine Geschichte aus einer Anthologie bzw. einem Roman, wo elf Autoren zu der Vorgabe, daß das Ganze  1976 spielen soll, je ein Kapitel schrieben. Thorsten Low las eines, wo ein kaputtes amerikanisches Luftschiff gegen ein russisches kämpft und verteilte dazu Kekse in Dampfschiffform, denn das ist ja seine Spezialität, daß er seine Lesungen immer mit etwas Eßbaren präsitiert „Damit das Publikum wiederkommt!“, merkte er launig an und die letzte Geschichte, die er las, hieß der „Der letzte Gast“ aus der Anthologie „Dunkle Stunden“, wo in der Nacht in einer Herberge jemand Einlaß begehrt und es stellt sich heraus, daß er schon von einem der Herbergsuchenden ermordet wurde.

Spannend, spannend und natürlich auch ein bißchen gruselig, wie die Phantastik eben ist und dann schloß es, wie in den Vorjahren, mit einem Konzert über die Liebe und das Leben, mit Eigenkompositionen der beiden Musiker, aber auch  Liedern von Geord Danzer und Reinhard Fendrich und es tut mir nur ein bißchen leid, daß ich nicht gelesen habe, kann meine Lesern, die das vielleicht ebenfalls schade finden, aber auf die Lesung am 6.März im Amerlinghaus „Westbahn Spontan“ hinweisen, da hat mir Robert Eglhofer heute im Literaturhaus  ein paar Einladungskarten gegeben. Da werde ich ein Stück aus der „Brüderschaft“ lesen und da habe ich im Vorjahr bei der anderen Buchmesse auch das „Gruftiemädel“ vorgetragen und es stimmt natürlich „Phantasie“ und „Science Fiction“ schreibe ich nicht.

2012-02-27

IG-Autoren und zum dritten Mal andere Buchmesse

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:00

Einzeldelegierte der IG-Autoren zur Generalversammlung bin ich ja schon lang, da wurde ich einmal, Ende der Achtzigerjahre, dazu nominiert und marschiere seither brav und regelmäßig zu den Generalversammlungen, um mitzustimmen und mich ein bißchen zu informieren, was da Neues in der Autorenszene passiert. Am Anfang war das noch in der Annagasse, bevor es das Literaturhaus gab, da gab es auch immer ein Abendessen, ganz am Angang, bei dem Wirten in der Kettenbrückengasse, dann in der Neubauschenke, jetzt gibt es im Literaturhaus ein Buffet und man kann mit den Kollegen aus den Bundesländern plaudern. Vor sieben Jahren habe ich da Margit Kröll aus Tirol kennengelernt, die Kinderbücher schreibt, in einem Kinderhotel arbeitet und mit Kolegen vor drei Jahren die andere Buchmesse auf die Beine gestellt hat, so daß es seit zwei Jahren ab Sonntagmittag eine andere Veranstaltung in Sachen Literatur gibt.


Eine ganz andere, denn bei den IG Autoren geht es derzeit um das Urheberrecht und um den Kampf für oder gegen Acta, die IG Autoren haben da die Intitiative „Kunst hat Recht“ ins Leben gerufen, wo es auch ein Filmchen gibt, das mir der Alfred schon am Donnerstag schickte, dann ging es um die Zentralmatura und um die Rechtsschreibreform, Ludwig Laher sitzt da in einigen Kommissionen und berichtete von den Fortschritten. Was die Rechtschreibreform betrifft, habe ich da in den letzten Tagen eine interessante Beobachtung gemacht. Die IG hat sich da ja vehement dagegen gewehrt und die meisten Autoren, die ich kenne, waren gegen die neue Rechtschreibung, zumindest am Anfang, dann habe ich plötzlich bemerkt, daß sie nach und nach angewandt wird. Beispielsweise war zu merken, daß man plötzlich „Albtraum“, schrieb, was bei mir ein Magenzucken bzw. ein Gefühl des Widerstands hervorrief, in der letzten Zeit sah ich es aber im Standard wieder mit harten „p“ geschrieben und als ich Ludwig Laher fragte, wie man das nun schreibt, antwortete er mir, beides ist erlaubt und tröstlich zu hören, daß die Absicht der IG ist, die Autoren in ihrer Schreibweise zu unterstützen und, daß sich jeder seine eigene Rechtschreibung aufbauen kann. Friederike Mayröcker schreibt zum Beispiel mit „sz“, auch das ist möglich, während ich in manchen Blogs schon merkte, daß die sich wunderten, daß die IG-Autoren, die alte Rechschreibung pflegt.

Das wurde einige Zeit sehr intensiv diskutiert, dann gab es wieder eine Wahl, wo der alte Vorstand bestätigt wurde und noch einige andere interessante Punkte, vor allem habe ich mich wieder mit den Kollegen unterhalten, mit Ludwig Laher und O.P. Zier geplaudert, meine Bücher bzw. die Einladungen zu meinen Lesungen gezeigt, bzw. verteilt. Die Einladungen zur anderen Buchmesse lagen auch auf dem Tisch auf, wo es die Anträge gab, da habe ich versucht, ein paar Leute auf den Literature Slam aufmerksam zu machen, den meisten war es aber zu mühsam, gleich von der IG zu einer anderen Veranstaltung zu gehen. Gerhard Ruiss hat aber darauf hingewiesen und auch auf eine Aussendung von Franz Joseph Huainigg, der ja die IG auf den Ohrenschmaus aufmerksam machen will. Ich habe außer Margit Kröll, aber auch Paul Fülöp von der anderen Buchmesse bei den IG Autoren getroffen und Margit Kröll gefragt, ob ich meine Bücher bei der anderen Buchmesse auflegen kann. So bin ich heute mit sechs Büchern in das Literaturhaus marschiert und dann um die Ecke, in die Seidengasse 30.

Vor zwei Jahren war die erste Buchmesse in der Ramperstorffergasse, jetzt aber in einem Architketurbüro, das in einem schönen alten Haus untergebracht ist. Um zwölf hat es begonnen und ich bin gerade in die Lesung von Nicole Engbers zurechtgekommen. Denn da gibt es ja immer ein vielschichtiges Programm und begann mit einer musikalischen Begrüßung, die ich wieder versäumte, dann las Margit Kröll, die mir sagte, daß ihr letztes Buch 2007 erschienen ist, sie jetzt aber wieder schreibt. Nicole Engbers las höchstwahrscheinlich aus ihrem „Hasen Donnerstag“, als ich eintraf und dann noch eine Geschichte aus der Anthologie „Die andere Geschichte“, die ja alle an dem „Anderen Buch“ beteiligten, gemeinsam herausgeben. Da gibt es Themenkreise und zum Thema „Fieber“ hatte Nicole Engbers eine Geschichte von einem Jungen, der sich in ein Mädchen verliebt, obwohl er ja ein Mädchenhasser ist. Dann gab es wieder eine Zaubershow von Margit Kröll, währendessen wurde die Reihenfolge für den Literature Slam verlost und ich erwischte, wie im Vorjahr, Platz eins, was für einen Slam und das Bachmannlesen nicht gut sein soll, was soll man aber machen?

Wir waren fünf, Nina Horvath und Bettina Ferbus kannte ich schon vom Vorjahr, der Vorjahrssieger Norbert Holoubek hatte diesmal eine Extalesung. Das ist Teil des Gewinns, die Anthologie und eine Lesung im nächsten Jahr. Neu waren Daniel Ogris und Timna Reingruber und ich begann mit einem Stück aus der „Absturzgefahr“, dann folgte Timna Reingruber mit einer Geschichte, die glaube ich „Das Abendessen“ hieß und sagte, daß es ihre erste Lesung wäre. Bettina Ferbus und Nina Horvath hatten wieder Sciece Ficton und Daniel Ogris eine Kindergeschichte und das scheint bei der anderen Buchmesse gut anzukommen, bzw. Daniel Ogris, wie Norbert Holoubek Schauspieler zu sein und so hat er mit seiner Geschichte von den seitlichen Purzenbaumrollern bzw. rückwärts Handstandgehern gewonnen. Während die Stimmen ausgezählt wurden, las Norbert Holoubek, die November Geschichte aus seinem Kinderbuch Nina Lustig. Dann gab es die Siegerehrung, diesmal im Foyer und als Trostpreis eine Story to go aus der „Anderen Geschichte“. Ich erwischte einen Text von Nicole Engbers, nämlich „Konstantin das Lupengesicht“ aus dem Genre Gegenwartsliteratur für Kinder, also werde ich bald eine Nicole Engbers Spezialistin sein. Danach gab es Zeit zum Netzwerken, Kaffee trinken und Kuchenessen, während es um um halb sechs mit einer musikalischen Lesung aus dem neuen Buch von Paul Fülöp weiterging, der seine Texte auch sehr dramaturgisch zu präsentieren versteht. Die Musik gab es von „aNDRemu und Micha Schwarz“, danach präsentierte Egon Hauck offenbar die Erwachsenenschiene der anderen Atnthologie und las den Beginn von „Storchenheim“, wo er von einem Storchendorf an der russischen Grenze bei Königsberg erzählte, wo er das Storchendorf, das wir im Sommer ganz real besuchte, phantastisch ausschmückte und von einer Heilerin und den Gräber von toten Russen oder Deutschen berichtete.
Dann gabs wieder Musik, einen jungen Mann mit einer Gitarre und zwei junge Sängerinnen, bevor der Verlag Torsten Low seine Fantasyreihe präsentierte, Gummischlangen verteilte und erzählte, welche Preise seine Anthologien wieder gewonnen haben. Bettina Ferbus, die offenbar in den meisten Anthologien eine Geschichte hat, präsentierte in „Das Ding“ sehr eindrücklich, wie man eine Schwangerschaftspsychose auch erzählen kann. Vorher gab Thosten Low ein Stück vom zauberhaften Prag zum Besten und nachher eine ziemlich grausliche und blutige Liebesgeschichte aus „Der Fluch des Colorado Rivers“. Nachher rauchte mir der Kopf, habe ich doch wieder ein sehr literaturintensives Wochenende hinter mich gebracht, viel gesehen, erfahren und gehört.
Und hier gehts zum Video

2010-02-28

IG Autoren und andere Buchmesse

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:19

Wieder einmal Generalversammlung der IG Autoren. Da bin ich schon ziemlich lang Einzeldelegierte. Wann ich das erste Mal dabei war, weiß ich gar nicht mehr so genau. Gab es ja damals noch kein Literaturgeflüster und daher keine punktgenaue Dokumentation. Ich würde vermuten, daß es 1988 oder 1989 gewesen ist. Damals war es noch in einem Pressesaal in einer Seitengasse der Kärntnerstraße und ich kann mich erinnern, Gerhard Kofler mit einer Aktentasche gesehen zu haben, in denen seine Bücher aus der Herbstpresse oder aus einer anderen Editon waren. Hannes Vyoral hat mich gefragt, ob ich Fahrtspesen habe, ansonsten bin ich das ganze Wochenende ziemlich schüchtern dort gesessen. Am Abend gab es ein Abendessen in der goldenen Glocke in der Kettenbrückengasse und Utta Roy-Seifert von der Übersetzergemeischaft hat sich über meine Schüchernheit gewundert.
Inzwischen finden die Tagungen im Litereraturhaus statt. Gerhard Ruiss sitzt, seit dem Ausstieg von Johannes Vyoral allein am Podium und berichtet meistens sehr euphorisch, was das ganze Jahr geschehen ist, man kann Anträge stellen und am Schluß gibt es Statements, die an die Presse weitergegeben werden, damit man sieht, was sich die Autoren von der Öffentlichkeit wünschen.
Heuer gab es die Vorstandswahl dazu und das Ganze ist eine gute Gelegenheit Kollegen aus den anderen Bundesländern zu treffen, die man sonst nicht sieht und ein bißchen was vom Autorenleben mitzubekommen.
Begonnen hat es gestern, daß Gerhard Ruiss berichtet hat, was aus der Google Debatte geworden ist, die voriges Jahr das große Thema war. Inzwischen ist die Literar Mechana aktiv gewesen, hat zu einer Erklärung der Wahrung der digitalen Autorenrechte aufgefordert, so daß Gerhard Ruiss stolz verkünden konnte, daß die Debatte gelaufen ist, heute hat er noch einen Zusatzantrag formuliert und die US-Writers-Guild aufgefordert auch ihre Rechte wahrzunehmen.
Ludwig Laher berichtete was aus der Verständigungspflicht bezüglich der Schulbuchtexte geworden ist. Da gibt es inzwischen ein Formular, in dem man verlangen kann, von der Verwendung seiner Texte informiert zu werden. Jetzt weiß ich gar nicht, ob ich das unterschrieben habe. Im Augenblick ist das bei mir auch nicht aktuell. Vor Jahren hatte ich „Güler will kein Kopftuch mehr“ in einigen Schulbüchern. Da gab es noch keine Verständigungspflicht und auch kein Honorar dafür. Ein paar Leute haben mir davon erzählt und auch, daß bei biografischen Daten „unbekannt“ gestanden ist, dabei hätte man nur im Handbuch der IG Autoren nachschauen brauchen. Da hat sich also einiges verbessert und auch sonst hat Gerhard Ruiss von einigen Fortschritten berichtet. Bei der Autorensozialversicherung soll etwas verbessert werden, das betrifft mich ebenfalls nicht sehr. Zahle ich ja meine Sozialversicherung als neue Selbständige aus den Einträgen meiner psychologischen psychotherapeutischen Praxis und bei den Würdigungs-und Förderungspreisen, die, wie die Frau Minister bei der Diskussion im Republikanischen Club erzählte, umbenannt werden sollen, verlangt die IG ein Vorschlagsrecht.
Betrifft mich ebenfalls nicht wirklich, denn mich wird sie wahrscheinlich nicht vorschlagen und eine Stellungnahme gegen die Selbstzahlerverlage gab es ebenfalls wieder. Da verlangt die IG einen Eignungstest und fordert die Autoren auf, daß sie, bevor sie den Vertrag abschließen, sich erkundigen sollen, von welchen Buchhandlungen die Bücher geführt werden, auf welchen Medien sie besprochen werden und in welchen Bestsellerlisten die Bücher zu finden sind?
Die Autoren sind aber auch selbst aktiv und versuchen ihre Bücher zu vermarkten, denn es lag eine Einladung zu einer „anderen Buchmesse“ auf, die am Sonntag im blauen Salon in der Rampersdorfer Straße veranstaltet wurde.
Am Sonntagvormittag gab es noch die Wahl, da war ich vor zwei Jahren im Wahlkomite und habe vergessen, die Namen der gewählten Autoren in alphabetischer Reihenfolge vorzulesen, aber diesmal habe ich mich ohnehin nicht mehr gemeldet, mich dafür viel mit Dorothea Merl aus Innsbruck unterhalten, die heuer neunzig wird und einen Blumenstrauß bekommen hat.
Nach der Wahl gab es eine intensive Diskussion über die Forderung nach einem allgemeinen Grundeinkommen und eine, die sich gegen die Umverteilung und die Verschlechterung der sozialen Situation richtet. Am Nachmittag fuhr ich mit dem Alfred auf die Sophienalpe, um unseren obligatorischen Spaziegang auf die Mostalm zu machen, den wir meistens unternehmen, wenn wir am Wochenende in Wien sind. Dann war schon ziemlich neugierig auf „die andere Buchmesse“.
Um zwölf wurde sie musikalisch eröffnet und um acht mit einer Buchverlosung beendet, dazwischen gab es Lesungen, Diskussionen, Kinderprogramm, Kaffee und Kuchen…

Margit Kröll, Eva, Jancak, Nicole Engbers, Torsten Low

Margit Kröll, Eva, Jancak, Nicole Engbers, Torsten Low

Das genaue Programm gab es unter www.das-andere-buch.com und da gab es, haben wir auf der Mostalm gesehen, um siebzehn Uhr eine Diskussion, wie man Autor wird? Aber die haben wir versäumt, kamen wir erst knapp vor sieben hin.
In der Rampersdorffergasse gibt es auch das little stage und da machte Armin Baumgartner lange seinen literarischen Sonntag. 2000 gab es da eine Lesetheaterveranstaltung aus meinen Texten.
Der blaue Salon war mir noch nicht bekannt. Als wir hinkamen gab es gerade eine Lesung aus dem Fantasyprogramm des Verlags Torsten Low und ich hörte drei Fantasygeschichten aus verschiedenen Büchern, eine handelte von einem Mann, der nichts anderes zu tun hat, als acht Stunden einen Baum zu bewachen und als er in die reale Welt zurückkehren will, gibt es die nicht mehr.
Fünf, sechs Zuhörer und ich kannte mich nicht recht aus. Dann gab es die Verlosung und als ich mir ein Buch aussuchen konnte, begrüßte mich Margit Kröll aus Tirol, die ich von der Generalversammlung kannte und erzählte mir, daß das „andere Buch“ eine Vereinigung verschiedener Autoren ist, die ihre Bücher im Internet vertreiben wollen und sich erst auf der Buchmesse kennengelernt haben. Das Buchprogramm ist vielseitig: Fantasy von Torsten Low. Margit Kröll schreibt Kinderbücher. Ich suchte mir einen Jugendroman „Hexen hexen heimlich“ von Nicole Engbers aus. Alfred gewann „Erdenschwer aus dem Leben der Steinbergbäuerin“ von Ingeborg Maria Ortner. Dann gab es noch einen philosphischen Roman, also ganz spannend, was sich so alles neben dem offiziellen Literaturbetrieb tut und vielleicht auch ein bißchen Digital- Eigen- oder Zuschußerzeugt wurde.

2014-02-23

Von den IG-Autoren zur anderen Buchmesse

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:27

20140223-183351

20140223-193052

Das schreibe ich jetzt schon zum fünften Mal, denn seitdem gibt es die von Margit Kröll beziehungsweise dem „anderen Buch“, einer Selbstvermarkteraktion, origanisierte Buch- und Leseveranstaltung, die diese im Anschluß an die GV der IG veranstalten.
Die GV der IG-Autoren, bei der ich schon seit zwanzig oder dreißig Jahren Einzeldelegierte bin, hat früher im November stattgefunden. Dann hatte Gerhard Ruiss einen Zusammenbruch und die Veranstaltung mußte auf Februar verschoben werden, was seither beibehalten wird. Margit Kröll, die Kinderbetreuerin in einem Kinderhotel, ich glaube, in Tirol ist und auch Kinderbücher schreibt, habe ich bei den IG-Autoren kennengelernt.

20140223-183228

20140223-184033

Bei der ersten Buchmesse, zu der wir nach dem Spaziergang auf die Mostalm kurz vorbei schauten, haben wir je ein Buch gewonnen, seither gibt es den Literaturslam, wo ich immer gelesen, aber nie etwas gewonnen habe, denn das taten immer junge Schauspieler mit lustigen Kindertexten. Ich habe aus der „Mimi“, der „Absturzgefahr“ und „Kerstins Achterln“, wie ich meinte, ohnehin eine trashige Szene gelesen, das mit dem Eis und der Margret zum Beispiel.
Da ich gerne lese, habe ich Margit Krölls und Nicole Engbers Einladung wieder angenommen und werde das „Grufiemädel“ aus der „Brüderschaft“ lesen.
Vor zwei und drei Jahren war die Veranstaltung in einem Architekturbüro in der Seidengasse, also vom Literaturhaus gut zu erreichen. Im Vorjahr am Yppenplatz und jetzt im „Werk“ in der Spittelauerlände. Also ganz weit, was nicht so gut ist, weil ich mich ohnehin ein bißchen krank fühle. Aber ich werde mir einen Tagesfahrschein leisten. Im Vorjahr, kann ich mich erinnern, bin ich durch den Schnee ins Literaturhaus gestapft und habe mich geärgert, daß den am Wochenende offenbar niemand wegräumte, mir aber ein kleines Buchwerbebüchlein von Johannes Mario Simmel aus dem Jahr 1948 überließ.

20140223-185153

20140223-191259

Heuer war es schön warum und die GV beginnt meistens mit einem Frühstück, beziehungsweise mit Kaffee und Kuchen vom Buffet. Zu meiner Überraschung habe ich Robert Eglhofer gesehen, der das erste Mal bei der IG war.
Überhaupt sehr viele neue Gesichter, das habe ich schon bei der Regionalversammlung festgestellt, aber auch die alten der Vorstandsmitglieder und die Kollegen aus den Bundesländern, die ich nur bei den GVs sehen. Auf einen Tisch lagen die Zettel mit den Anträgen auf, die besprochen werden, aber zuerst gab es den Kassenbericht und dann Gerhard Ruiss Bericht zur Festplattenabgabe, die, wie er betonte, sehr gute Chancen hat, umgesetzt zu werden, weil der neue Kulturminister dafür steht und dann die anderen bekannten Themen, die Zentralmatura zum Beispiel, über die Ludwig Laher, der sich diesbezüglich sehr engagiert, berichtete und über die man derzeit sehr viel hören kann, weil es jetzt die ersten Probedurchläufe gibt, alle verunsichert sind und auch schon in den Nachrichten die Frage aufgerufen wurde, ob man überhaupt noch eine Matura braucht, wenn man für das anschließende Studium ohnehin überall eine Aufnahmsprüfung machen muß?

20140223-191803

20140223-191944

Über die Verlagsförderung wurde gesprochen und darüber, daß nur die Verlage die bekommen sollen, die ihren Autoren auch Tantiemen zahlen und literarische Produktionen haben und nicht etwa Kochbücher oder Wanderführer verlegen und darüber, daß der ORF das Funkhaus in der Argentinierstraße ausgliedern oder verkaufen will, was ich auch schon in Ö1 oder in der „Alten Schmiede“ hörte.
Die Festlegung der Mindesthonorare für Lesungen war auch ein Thema. Da geht es mir als Semiprofessionelle ja seltsam, denn ich lese umsonst, wenn ich nicht anders kann. In der „Alten Schmiede“ gibt es ein Honorar, das den Mindestanforderungen entspricht, aber sonst, reiche ich meist, wie auch bei der Buchmesse, den GAV-Honorarzuschuß ein, den man zweimal im Jahr bekommen kann.
Das Burgtheater ist auch in der Krise, das geht die IG zwar nur insofern etwas an, weil vielleicht die Probebühnen im Casino oder Arsenal eingespart werden, die auch Stücke von jungen Autoren aufführen und dann brachte Sylvia Treudl einen Antrag zur elektronischen Gesundheitsakte ein, die ja im nächsten Jahr kommen soll. Zwar auch kein primär literarisches Thema, höchstens für einen Verschwörungsroman, aber viele Ängste auslöste.
Dazwischen gab es zu Mittag Würstel, am Nachmittag Kaffee und Kuchen und am Abend noch einmal Smalltalk beim Buffet. Leider fühlte ich mich gesundheitlich etwas angeschlagen, so daß ich mich sowohl beim Essen als auch beim Smalltalk zurückhielt. Die Ruth ist aber wieder, wie im vorigen Jahr, von ihren Familienschiurlaub zurückgekommen und hat mit Schischuhen und Gepäck das Literaturhaus betreten. Am Sonntag gabs dann noch die Wahl, die jedes zweite Jahr stattfindet, wo der Vorstand bestäigt wurde, beziehungsweise durch den freigewordenen Platz von Rolf Schwendter ersetzt wurde.

20140223-191845

20140223-203550

Dann ging es am Bücherschrank vorbei, wo eine Frau gerade am Ausräumen war, in die Spittelauerlände, in das „Werk“ im Stadtbahnbogen, einer freigewordenen Autowerkstatt, das ich wider erwarten erstaunlich schnell gefunden habe und als ich vor halb vier dort eintraf, war die Lesung von Ingeborg Anna Ortner, von der der Alfred vor vier Jahren das Buch „Erdenschwer“ gewonnen hat, aus „Der Falke aus Kurdistan“ über einen Flüchtling, der aus dem Irak nach Österreich gekommen ist, schon fast vorbei und das Theaterstück „Der Hase Donnerstag“ nach dem Buch von Nicole Engbers ebenfalls.
Während Margit Kröll zauerte bin ich ein Stück am Donaukanal spazierengegangen, denn es war herrlich schönes Frühlingswetter.
Dann kam Manuel Dragan der Vorjahrssieger mit einer Lesung über „Regentropfen“ und einigen Tiergedichten, die er wieder nach Heinz Ehrhardt geschrieben hat.
Dann kam der Slam, diesmal vier Damen, die fünfte angemeldete, hat sich offenbar nicht zu kommen getraut. Ich habe zum dritten Mal als Erste gelesen und wieder nicht gewonnen.
Dann kam Bettina Ferbus mit einer Kindergeschichte, „Die Möwe und die Nixe“, wo die kleine Möwe so gerne eine Nixe werden will und ihr das schließlich durch Mut und Beharrlichkeit gelingt.
Die dritte oder vierte Leserin war eine Sechzehnjährige, von der ich vorher hörte, daß sie nicht als erstes lesen hätte wollen. Es war ihre erste Lesung und sie hatte einen Fantasytext, wo eine starke Dame erlebt, daß es sich nur für die Liebe zu kämpfen lohnt.
Danach kam Manuela Forst, die schon im Vorjahr gelesen hat mit einem Drachenfantasyprojekt und danch wieder Paul Fülöp aus Tirol mit seinen meditativen Texten zu denen er diesmal eine mediative Textbegleitung des Santurspielers Iman Khammar hatte.
Dann kam eine lange Pause, wo „Novi Sad“, die nach Torsten Low ihr Konzert hatten, ihre Instrumente aufbauten, die Lesung von Hemma Schliefnig, die nach der Preisverleihung lesen hätte sollen, entfiel und mir wurde langsam kalt, so daß ich nach der Preisverleihung, wo, wie von mir vorausgesagt Bettina Ferbus mit ihren Kindertext und die Sechzehnjährige gemeinsam gewonnen hat, gegangen bin.
Natürlich etwas enttäuscht, daß es nicht klappt, obwohl die andere Buchmesse, das von den IG-Autoren beschlossene Mindesthonorar für die gewonnene Lesung höchstwahrscheinlich ohnehin nicht bezahlt hätte und ein interessanter Lesungsnachmittag und Abend war es allemal, obwohl weniger Leute und insgesamt auch weniger Programm.
Mit einer Journalistin, die mich für eine Frauenmagazin interviewen will und das auch schon mit Ilse Kilic hat, habe ich gesprochen, Deutschlands jüngste Verlegerin, die wir auch in Leipzig besuchen können, ist wieder ein Jahr älter geworden und als Nachtrag zur IG-GV kann ich von einem Mail von Karin Invacsics berichten, der ich beim Kaffee erzählte, daß ich „Wanda wartet“ gelesen habe, in dem ja steht, daß ich ihr Lieblingsbuch „Aufzeichnungen einer Blumendiebin gerne finden möchte. Jetzt will sie es mir schicken. Und der Slam wurde von Heidelinde Gratzl mit dem Akkordeon untermalt, die bei den „Wilden Worten“ mit Dagmar Fischer kennenlernte.
Und hier das Video von meiner Lesung

2020-04-15

Keine Veranstaltungen und andere Ausblicke

Ich habe mir in den letzten Monaten, als noch keiner etwas von Corona wußte, wenn ich mich  am Abend in die „Alte Schmiede“, ins Literaturhaus oder in die „Gesellschaft“ ging, was ich ja regelmäßig machte, öfter gedacht, daß ich eigentlich keine Lust habe, die Veranstaltungen der anderen anzuhören, die mich dann ignorieren, nur auf Aufforderung grüßen, übersehen oder mich neben sich zehn Minuten stehen lassen, wenn ich sie etwas fragen will, was tust du da, die gehen ja auch nicht zu dir, wenn du liest, bist du alleine da oder hast ein zwei Zuhörer, die du dir noch selber anschleppst, also aufhören, etwas verändern.

„Gut!“, habe ich mir dann öfter gedacht und mir dabei schon die Schuhe und die Jacke angezogen, um Richtung Ziegler- oder Schönlaterngasse zu gehen, weil ich gewußt habe, daß ich das nicht tun werde, denn was sollte ich sonst tun?

Gewohnheiten sind eben ein Hund oder wahrscheinlich wichtig, predige ich ja nicht umsonst meinen Klienten immer die Tagesstruktur und das kann man jetzt auch in den Medien hören, wenn dort erklärt wird, daß man sich zu Hause nicht gehen lassen, sondern aufstehen, sich  anziehen und sich dann zum Homelearnig oder Homeoffice setzen soll.

Veranstaltungen gibt es jetzt bis mindestens Ende Juni nicht mehr und ob es dann einen „Bachmann-Preis“ geben wird, was eigentlich leicht lösbar wäre, ist auch noch nicht klar und meine Leser werden es vielleicht an meinen bisherigen CoronaBerichten gemerkt und erstaunt festgestellt haben, sie gehen mir nicht ab.

Ich gehe derzeit nur wenig aus dem Haus, eigentlich nur um Zahlscheine einzuzahlen,Briefe aufzugeben oder die Plastikflaschen zu entsorgen, richtig nach Harland unseren Zweitwohnsintz sind wir über Ostern auch gewesen und dort bin ich ein bißchen Rad gefahren, aber ich lese und schreibe viel und versuche mich auf meinen Blog noch besser zu promoten, obwohl ich weiß, daß mein erfolgloses Schreiben wohl wirklich niemanden interessiert.

Also etwas ändern oder, wie wird es nach Corona weitergehen. Das wissen wir noch nicht so genau. Wissen auch nicht, wie lange es dauert, nur, daß ich mit einer Maske nicht in ein Bad und auch nicht spazieren gehen will, aber in Bäder bin ich auch vorher nicht gegangen und beim Volksstimmefest, das ja immer Ende August, Anfang September pünktlich vor Schulbeginn stattfindet, wissen wir auch nicht, ob es das gegeben wird. Ist es ja doch, obwohl es ja nur wenige Kommunsten gibt, eine Massenveranstaltung.

Daß es aber kein „Linkes Wort“, meine jährlich größte Lesung geben wird, war auch schon vor Corona klar, hat sich da ja, die letzten zwei Volksstimeanthologien werden wohl auch nicht fertig, Christoph Kepplinger gemeldet und gesagt, daß er es nicht mehr organisieren wird.

Ich will das auch nicht, obwohl ich ja schon Veranstaltungen organisert habe. Von 2001 bis 2009 mit Ausnahme 2002, die „Freiheit des Wortes“ für die GAV, dann habe ich es für die „Mittleren“ zurückgegeben, weil man ja nur mehr eine Veranstaltung organiseren durfte, die mache ich auch nicht mehr und sonst werde ich ja nur sehr wenig zu Veranstaltungen eingeladen und wenn, dann kommen, so wie im Republikanischen Club voriges Jahr nur wenige Leute hin oder es ist, wie in der „Gesellschaft“ ohnehin ein Hindernis, weil ich ja nur Selbstgemachtes habe und „Eigenverlag, nein das wollen wir  nicht!“

So hätte ich heuer wahrscheinlich auch ohne Corona wenige oder keine Lesungen, der Osterspaziergang der LitGes, wo ich ja mit Ausnahme des letzten Jahres immer hingegangen und etwas gelesen habe, ist wegen Corona ausgefallen, das „Linke Wort“ gibt es nicht mehr, höchstens die „Poet Night“, die ja im Oktober oder November stattfindet, könnte es noch geben, aber das ist ja auch nur eine Insiderveranstalter, wo die Lesetheatermitglieder, die auch schreiben, einen Text lesen, dafür eine halbe Stunde früher kommen,  nach der Lesung ihren Fünfziger oder was es an Honorar gibt, abholen und dann meistens verschwinden oder sich in den Gastraum setzten.

Also keine Lesungen mehr, aber zum Schreiben höre ich nicht auf, obwohl ich auch das ja schon öfter angeküngt habe, daß ich mich ausgeschrieben fühle und nicht wirklich weiß, ob mir noch etwas einfallen wird?

Das stimmt nicht, kann ich gleich vermelden, Corona hat mich da eher kreativ gemacht, denn ich habe in den letzten Tagen das „Fräulein“No“ fertig korrigiert und mit der Planung des „Frühlingserwachen“ meinem Corona-Roman angefangen und die Vorschau vom „Zweiten Literaturgeflüster-Buch“ ist auch schon da und was den Veranstaltungsstop betrifft, da gibt es ja nicht ur den Corona bedingten und den vor einem Jahr wegen des Gips, nein, ich habe das, glaube ich, schon 2000 einmal ausprobiert, weil ich dachte, ich sollte lieber zu Hause bleiben und nicht so viel zu den Veranstaltungen der anderen gehen.

Habe dann damit aufgehört, weil ich dachte, sonst vergessen mich die anderen. Damals habe ich meine Texte ja noch zu Veranstaltungen geschickt und mich für Stipendien geschickt und mehr habe ich ohne Lesungen auch nicht geschrieben.

Damals habe ich  noch nicht gebloggt. Als ich 2008 damit angefangen habe, habe ich noch die „Mittleren“ und die „Freiheit des Wortes“ organisiert und bin von der GAV 2008 auch in die  die Jury für die „Buchprämien“ vorgeschlagen worden. 1996 haben sie das schon einmal für das „Nachwuchsstipendium“ getan. Da habe ich in den diesbezüglichen Artikel schon etwas von einer Gradwanderung geschrieben, von dem Boderlinehüpfen von Hüben nach Drüben, von der Hobby zur Profiautorin oder vom Publkum zur Lesenden und als Hobbyautorin, meine Leser wissen es, bezeichne ich mich immer noch nicht, sondern eher als literarischen Original, obwohl ich ja selber eifrig nach drben schaue und mir auch Webinare und Probeworkshops von Leuten anhöre, die vermutlich viel weniger als ich geschrieben haben, die sie wahrscheinlich für Schreibanfänger anbieten, was ich sicher nicht bin.

Der Blog, könnte man also sagen, hat mich von der Profischiene in die ich ja sehr gerne will, noch ein Stückchen weiter weggebracht hat und ob ich nach Corona wieder zurückfinde, ist wahrscheinlich auch eher unwahrscheinlich, bin ich ja schon über fünfundsechzig. Da bekommt man kein Stipedium mehr und Preise warhhrscheinlich auch nur, wenn man Mayröcker, Handke oder Jelinek heißt, gut die Ilse Helbich ist eine Ausnahme. Aber ich schreibe ja sehr viel und eifrig, habe bei den IG Autoren ja noch vor Ausbruch der Corona-Krise meinen „Selfpublisherantrag“ gestellt, da hat sich dann etwas später eine Studentin bei mir gemeldet, die Dissertation darüber schreiben will und ein Interveiw mit Cornelia Stahl soll es in diesem Monat auch geben. Die hat mich ja einmal bei dieser anderen Buchmesse angesprochen und gesagt, sie würde mich im Juni interveiwen. Das war vor sechs Jahren. Jetzt scheint es zu klappen und die Doris Kloimstein hat mich im Herbst auch zu einer Klosterwoche eingeladen, wo ich mit anderen einen Text zu einer Bibelstelle schreiben soll, ob das stattfindet ist auch noch nicht so klar?

Es würde dann eine Anthologie geben und daß ich mein „Mein Schreiben meine Bücher“ wenn es erst fertig ist, an die Frau Danielcyck, die „Gesellschaft“, Ö1, etcetera schicken will, habe ich mir auch schon vorgenommen. Aber Ö1 spart ja derzeit sehr, so hat mir die Ruth erzählt, daß sie da  keine neuen Texte mehr nehmen und auch das Kulturjournal umfunkoniert haben.

Corona-Lesungen gibt es aber sehr viele und ich schaue mich auch manchmal durch die Online-Lesungen, aber da fehlt der persönliche Kontakt, das merke ich schon. Da kann man dann zwar auch nicht ignoriert werden. Mal sehen, wie es mit meinen Veranstaltungspausen weitergeht, auf dem Blog werde ich sicher  präsentbleiben und mit Maske gehe ich sicher zu keinen Veranstaltungen, also warten wir ab.

2020-03-12

Preise der Leipziger Buchmesse, Selfpublisherinterview und Corona-News

Der Preis oder die Preise der „Leipziger Buchmesse“, denn da gibt es ja die Kategorien „Sachbuch“, „Übersetzung“ und „Belletristik“, werden üblicherweise, am Donnerstag, dem ersten Messetag, also eigentlich heute, um sechszehn Uhr in der Glashalle vor Publikum vergeben.

Die Halle ist abgesperrt, hinein kann man nur mit Einladung oder mit Presseausweis und dann gibt es Sekt und Brezeln,  kann aber draußen herumstehen und zuhören,  laut übertragen wird es auch.

Aber heuer ist ja alles wegen dieses Carona-Virus, das sich rasant ausbreitet, anders, die Messe wurde vor einer guten Woche abgesagt und anders ist auch, daß ich mich das erste Mal für den Preis besonders interessierte, also die Bücher angefragt, sie lesen und darüber bloggen wollte.

Das heißt, ich habe zuerst, die Belletristikschiene, die mich ja besonders interessiert, dann die Übersetzungen und zuletzt von den Sachbüchern, die Biografie über Ivo Andric angefragt und acht Bücher bereits bekommen, auf eines warte ich noch, drei habe ich schon gelesen, beim Charles Baudelaire bin ich gerade dabei, es waren ja einige sehr umfangreiche Schinken und als die Messeabsage kam, kam damit zugleich die Frage, wie, wann und wo, der Preis der vergeben oder verkündet werden würde und bald die Antwort, daß das am Donnerstag um 9. 30 die Preisgeber bekannt gegeben werden und das ist jetzt geschehen.

Der Belletristikpreisträger ist also Lutz Sailer mit seinem „Stern 111“, ein Buch das „Suhrkamp“ mir versprochen hat, aber noch zu mir kommen muß.

Dafür werde ich die beste Übersetzung, nämlich die von Pieke Bierman von „Oreo“ von der afroamerikanischen Autorin Fran Ross lesen, sobald ich mit dem Charles Baudelaire fertig bin und das Sachbuch habe ich nicht bestellt, wäre aber angesichts derzeitgen <lage sicher auch sehr interessant, nämlich Bettina Hitzer „Krebs fühlen – eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts“.

Das ließe sich sicher auf das Corona Virus, das derzeit alle Gemüter erregt und schuld daran ist, daß es derzeit nur ein „Leipzig vurtell“ gibt, sicher ausdehnen, aber bei mir ging es dann sowohl emotional, als auch literarisch weiter.

Hatte ich doch um Zehn ein Interview mit einer Studentin, die ihre Dissertation zum Thema „Autorenschaftskonzepte im Literaturbetrieb der Gegenwart“, schreibt und sich dabei auch für das „Selfpublishing“ interessiert.

Wow, ich wußte gar nicht, daß es das schon  gibt, denn ich erlebe ja noch immer, obwohl ja, wie ich immer schreibe in Leipzig und Frankfurt, die Selfpublisher schon ganze Hallen füllen, aber in Wien nennt man das ja noch immer „Eigenverlag“ und setzt ein „Wollen wir nicht!“, hinzu.

Also kann das vielleicht helfen und auf jedenfalls vielleicht die Grundlage für meinen nächsten diesbezüglichen Antrag bei der nächsten GV der IG- Autoren stellen.

Aso war ich an diesem „Ersten Messetag“ sehr beschäftigt, an dem ich ja eigentlich von halb elf bis halb zwölf, eine Einladung  zur „Präsentation des Lesekompass“ hatte.

Da habe ich inzwischen auch schon die diesbezüglichen Informationen bekommen und das Programm des „Österreichs-Cafes“ und das des „Blauen Sofas“, habe ich mir ja auch ausgedruckt. Da hätte ja um halb eins Peter Veran sein „Plädoyer für einen Märtyrer“ halten sollen.

Um vier wäre eben die Bekanntgabe der Preisträger in der Glashalle gewesen und, um fünf der offizielle Empfang oder Umtrunk im Österreich- Cafe.

Das entfällt alles und wäre wohl auch nicht so erfreulich, überschlagen sich ja derzeit bei uns die Corona-Meldungen. Die Schulen werden geschloßen und den ersten Toten gibt es auch schon zu vermelden.

Was die Vorsicht oder die allgemeine Panik wahrscheinlich noch ein Stückchen  anwachsen läßt, denn da gibt es  seit Dienstag sogenannte Notverordnungen, also keine Veranstaltungen über hundert Personen.

Da würden üblicherweise sowohl das Literaturhaus, als auch die „Alte Schmiede“ und die „Gesellschaft für Literatur“ nicht darunter fallen.

Das Literaturhaus hat den Poetry Slam am Freitag abgesagt. Da wären wahrscheinlich mehr Leute gekommen.

In der „AS“ und in der „Gesellschaft“ waren oder sind noch bis jetzt die Pforten offen und ich war am Dienstag auch in der Herrengasse, wollte mich  aber nicht in eine Namensliste eintragen, obwohl mich dort wahrscheinlich ohnehin jeder kennt und für heute beim „Hörspielfestival“ in der „AS“ bin ich mir nicht sicher, ob ich hingehen soll, weil man sich ja wahrscheinlich auch anstecken oder das Virus weitergeben kann, wenn sich weniger als hundert Personen im Raum befinden.

Vielleicht also doch eine Lesequarantäne, beziehungsweise ein „Leipzig im Zimmer“ oder „Leipzig virtuell“.

Da macht ja am Samststag „MRD-Kultur und ARD“ einen intensiven Online Tag und Karin Peschka, die am Samstag um halb drei im Österreich-Cafe lesen hätte sollen, verlegte die Lesung auf ihren You Tube-Kanal und lud  auch die anderen Autoren dazu ein.

Der „Falter-Bücherfrühling“ ist auch zu mir gekommen, also vielleicht ein „Leipzig im Zimmer“ mit einer Lesequarantäne und da habe ich obwohl Lutz Seilers Siegerbuch noch nicht zu mir gekommen ist, noch einiges zu lesen, den neuen Ingo Schulze vielleicht, der ja auch auf der Belletristik-Liste gestanden ist, also um fünf oder um sechs oder sieben, da ich zu dieser Zeit eine Stunde habe, das Glas Wein erheben, auf die Sieger anstoßen und hoffe, daß das Virus gut an uns vorüberzieht, eine demensprechende Glosse wird es bei mir auch bald geben.

2020-03-11

Die eigene Buchmesse

Filed under: Büchergeschichten — jancak @ 00:30
Tags: ,

Am vorigen Dienstag, eine Woche vor der Messe ist die Absage herausgekommen, die Buchmesse findet wegen dem Corona Virus nicht statt und alles lag schon wieder vorbereitet auf meinen Schreibtisch, obwohl ich ohnehin nicht so sicher war, daß die Messe stattfinden wird und eigentlich auch nicht so traurig, der Bücherstaßel im Badezimmer ist ja hoch und bei all der Hysterie ist es wahrscheinlich wirklich nicht ratsam am Samstag sich durch die Massen in den überfüllten Glashallengänge zu dringen, denn wenn das Virus wirklich so verbreitet ist, wie alle sagen, fangt man es sich ja ein.

Nun gut, ich habe meinen Buchmesseartikel geschrieben und ansonsten weiter gelesen,  beziehungsweise mit Ivo Andrics Buch angefangen und dann natürlich im Internet nachgeschaut, beziehungsweise meine E-Mails empfangen. Das erste diesbezüglich kam von  Ruth Aspöck: „Buchmesse abgesagt, da kannst du vielleicht ins St. Pölter Rathaus zu meiner Veranstaltung gehen. Der Robert kommt auch!“

Könnten wir eigentlich das Wochenende in Harland verbringen, der Alfred will aber nicht so recht und dann kam ein Mail vom „Wagenbach-Verlag“, der mich ja für den Freitag „Für einen spätes Frühstück im frühen Frühling!“, richtig, als ich das letzte Mal auf der Messe in Leipzig war, hat es dort geschneit, in die Halle 5 eingeladen hat, jetzt hat er das auf einen Verlagsbesuch in Berlin verschoben, aber Berlin ist weit und die deutsche Grenze muß man da auch passieren.

Dann habe ich im Internet gelesen, in Halle und in Magdeburg werden die Messestände aufgebaut und Lesungen finden statt und ich habe ja, als ich gelesen habe, daß auch das Lesefest abgesagt wurde, mir ohnehin gedacht, daß ja die Veranstaltungen in den Buchhandlungen und an den anderen literarischen Orten eigentlich stattfinden könnten, denn das sind ja keine Großveranstaltungen und, das haben sich andere offenbar auch gedacht, denn bei ARD gibt es eine ganze Seite, von den Veranstaltungen, die in Leipzig stattfinden werden, darunter glaube ich die im Gohliser Schlößlein und im Literaturinstitut Leipzig, wo wir eigentlich hingehen wollten und das ich die Messezeit benützen könnte, mir meine eigene Messe zu gestalten, habe ich mir auch gedacht, schließlich surfe ich mich ja auch immer durch Frankfurt und habe auch schon dreimal Leipzig im Zimmer verbracht, nun gut, da gibt es dann keinen livestream und kein „Blaues Sofa“, woraus mein Messesurfen ja hauptsächlich besteht, aber ich habe  heuer die „Leipziger-Buchpreisbücher“ angefragt und habe auch ein paar andere Neuerscheinungen, die beispielsweise im Österreich Cafe in der Halle vier präsentiert werden sollten, auf meinen Stapel.

Ich habe zwar, wegen meiner Stunden und weil ich auch zu Veranstaltungen gehen und das „Fräulein No“ korrigieren will, nicht unbegrenzt Zeit mich dem Lesen hinzugeben, aber daß man eine Messequarantäe am besten mit dem Lesen verbringt, habe ich schon in meinen Absageartikel geschrieben, dann habe ich ein Video mit Jo Lendl, dem „Hanser Verleger“ gehört, der das auch meinte, daß man die Zeit, wo man sonst in den Hallen herumschlendert, mit dem Frühjahrsneuerscheinungen verbringen könnte, auf der Messe kommt man ohnehin nicht zum lesen und Ruth Justen, die nicht nur auch in der „Bloggerdebutjury“ sondern auch in Leipzig Pressesprecherin ist, hat mich angemailt, der „Leiziger Buchpreis“ wird, wie gehabt am Donnerstag vergeben, aber nicht, wie gehabt nicht in der Glashalle, sondern über den „Deutschlandfunk“ und Wolfgang Tischer hat im Literaturcafe auch bekanntgegeben, daß er seinen Messepodcast, bezeihungsweise, die geplanten Interviews abhalten wird.

Über livestream und online geht das ja ganz leicht,  ARD hat angekündigt, sie wird die Messe auf ihrer Seite virtuell übertragen und dann habe ich mir auch das Programm des „Blauen Sofas“ angeschaut.

Das wird zwar nicht stattfinden, aber einige der Bücher die dort vorgestellt werden, habe ich ja in meinem Badezimmer und Marlene Streeruwitz „Flammenwand“ für das sie den „Preis der Literaturhäuser“ bekommt, habe ich auch schon gelesen.

Jonas Lüscher Poetikvorlesungen „Ins Erzählen flüchten“, habe ich gerade ausgelesen.

Paula Irmschler „Chemnitz-Buch“ hätte ich mir zwar auch nach Leipzig mitnehmen können, jetzt könnte ich in es, wenn es am Programm steht, hineinschauen und es durchblättern, ebenso wie mit Lutz Seilers „Stern 111“ das ich allerdings erst bekommen mǘßte. Das ist ein nominiertes „Buchpreisbuch“ und hat laut dem Literaturcafe große Chancen den Preis zu bekommen, das  hat auch Ingo Schulzes neuer DDR-Roman und über den habe ich ein Vedio gesehen, wo der Autor gefragt wurde, ob er jetzt traug ist, daß es jetzt keine Messe gibt?

„Nein!“, hat er, glaube ich, gesagt und geantwortet, daß die meisten Veranstaltungen ohnehin am Abend stattfinden und er sonst, statt auf den Messebühnen in Studien sitzen würde. Leipzig im Zimmer ohne Messe ist also sicher interessantund eine neue Herausforderung und wieder, eigentlich geht, es um das Lesen und  wenn es dann auf den Internetseiten noch entsprechene Hinweise und Interviews gibt, kann man gspannt auf die „Buchpreisverleihung“ sein, wo ich  ja einige Bücher habe oder noch bekommen soll, bis jetzt aber nur „luna luna“ und „Middlemarch“ gelesen habe, also noch kein Urteil geben kann und richtig am Vorabend der Messe hätte es noch einen Preisträger gegeben, nämlich den „Preis für europäische Verständigung“, der diesmal an Laszlo  F. Födenyi geht.

Der hätte auch aufs blaue Sofa kommen sollen, da könnte ich dann bei „Amazon“ in das Buch hineinschnuppert, während ich Josef Haslingers „Mein Fall“ der auch in Leipzig auftreten hätte sollen, zwar im Badezimmer liegen habe, weil es mir die liebe Doris Kloimstein schenkte, weil wir jetzt  immer Bücher tauschen, ich das aber nicht machen werde, weil ich mir ja vorgenommen habe, daß ich das Buch in meine Klosterwoche mitnehmen will, wenn ich dort einen biblischen Text schreiben soll.

Keine Messe, aber Bücher und mal sehen, ob ich jetzt mehr lesen werde, als wenn ich durch die Hallen geschlendern würde.

 

Nächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.