Literaturgefluester

2015-06-21

Ausflug an den Attersee

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 15:00
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Vom Schwerpunkt Wien ging es mit einem Umweg über Harland bei St. Pölten an den Attersee, da dort Luis Stabauer seinen Episodenroman „Atterwellen“ nach den Tagebüchern seiner Mutter präsentierte.

Und ich habe den 1950 in Seewalchen geborenen Luis Stabauer 2013, nach der GAV-GV, wo sein Name erwähnt wurde, bei der Kleinpublishermesse im Amtshaus Hietzing, wo er seine Bücher „Der Kopf meines Vaters“ und eine Anthologie mit Arbeiten aus der „Leondinger Akademie“, die er besuchte, kennengelernt.

Dann die Bücher gelesen und eigentlich versprochen zur Präsentation seines „Resistenz-Buches“ „Der Himmel reißt auf“ ins „Andino“ zu kommen und wollte auch zu den von Angelika Reitzer moderierten „Textvorstellungen“ im vorigen Jahr, aber da war glaube ich, gleichzeitig ein Abend mit den Werken der Sprachkunststudententen, so habe ich das Buch nur gelesen und Luis Stabauer in der „Kolik-Lounge“ und im Amerlinghaus gesehen, sowie bei dem „Schamrockfestival“ im Literaturhaus, wo er seine Arbeiten, die bei einem Workshop der „Schule für Dichtung“ mit Nora Gomringer, entstanden sind, präsentierte.

Man sieht, der Coach und Gründungsmitglied der „Textmotor-Literaturgruppe“ ist vielseitig, also sowohl experimentell als auch realistisch literarisch unterwegs, wird vielleicht auch noch GAV-Mitglied und hat mich  jetzt zur Präsentation seines neuen Buches, am Orte des Geschehens, in Seewalchen, eingeladen, so daß dieser Juni für mich ein Monat des Literaturtourismus bzw. der kleinen Reisen werden wird und wir deshalb am Samstag auch ganz früh nach Harland aufgebrochen sind, obwohl ich  eigentlich noch gerne zu „Rund um die Burg“ gegangen wäre.

Krauthäupl-Musi

Krauthäupl-Musi

Krauthäupl-Musi

Krauthäupl-Musi

Aber nach dem Rasenmähen, beziehungsweise dem traditionellen Würstelessen am Markt von St. Pölten, sind wir um vier losgefahren, nach sechs in Seewalchen angekommen, wo wir uns im Gasthof „Zur Post“, der Familie Stallinger, einquartierten.

Eigentlich hätten wir ja nach der Veranstaltung in der Musikschule auch zurückfahren können, aber erstens gab es noch ein Abend- und ein Morgenprogramm und zweitens sind wir offenbar bequemer geworden.

Also ein kleiner Spaziergang an den Attersee, das Wetter war sehr kalt und regnerisch, aber der „Klimt-Weg“ war schon eröffnet und man konnte sich an den Schautafeln ein bißchen über die Sommerfrische der kulturellen Bohemien vor  hundert Jahren informieren, bevor es zur Musikschule ging, wo mir gleich zwei bekannte Gesichter aus der „Alten Schmieden-Crew“, von denen eines Luis Stabauers Nichte Annalena gehörte, entgegenkamen.

Sehr viele Besucher, Schulkollegen, Freunde, Verwandte des Autors, der, wie schon erwähnt in Seewalchen geboren undin Schörfling, was der Nachbarort sein dürfte, aufgewachsen ist, aber auch, wie er bei der Einleitung erwähnte, Mitglieder der literarischen Szene Wiens, da gehöre wohl ich dazu, sowie die „Textmotor-Literaturgruppe“ und die „Krauthäupl Musi“ spielte auf, bevor Dietmar Ehrenreich, der „Resistenz-Chef“ und selber Autor, sein Fußballbuch habe ich, ich bekenne es, noch immer nicht gelesen,  steht  aber auf meiner Leseliste, den Autor vorstellte und erwähnte, aus welchen Gründen er sich für ihn entschieden hätte, da bei seinen Autoren sowohl die Lebens- und die Berufserfahrung, als auch die Persönlichkeit stimmen müße, womit offenbar gemeint war, daß er genügend Publikum bzw. Käufer für das Buch in die Veranstaltung mitbringen müßte und sich für mich das Rätsel klärte, warum er mich nie genommen hat, obwohl ich ihm früher eifrig meine Manuskripte schickte und er mich einmal sogar deshalb angerufen hat.

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Luis Stabauer

Luis Stabauer

Aber stimmt, hundert Leute bringe ich für eine Lesung, zu der ja manchmal überhaupt kein Publikum kommt, nicht zusammen.

Der große Saal im zweiten Stock der Musikschule war aber bummvoll und Luis Stabauer begann dann auch mit der Lesung.

Das heißt zuerst zeigte er die Tagebücher seine Mutter, die diese von 1946 bis 2009, ihrem Tod, geschrieben hat und las ein paar Stellen daraus vor. Daraus sind dann die „Atterwelen“, ein Episodenroman in einundzwanzig Kapitel, geworden.

Das Cover stammt von der Schwester Maria und Luis Stabauer las ein paar Kapitel von der Wirtin Erna und ihren Kindern Pepperl und Karli, die Namen wurden geändert, erklärte Luis Stabauer, bis zu der New York Reise  und dem Lieblingslied der Mutter, die 2009 offenbar in einem Altersheim gestorben ist.

„Fischerl am Grund“ heißt es, das wurde dann von der „Krauthäupl-Musi“ gespielt, den Text gab es am Programm zum Mitsingen und nachher ein Pause, wo es Aufstrichbrote, Wein, Saft und Wasser, sowie die Bücher zum Kaufen und Signieren gab.

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Im zweiten Teil gab es nur noch die „Krauthäupl Musi“ zu hören und danach ging es in das Gasthaus Stallbauer zurück, wo es noch ein Zusammensitzen mit der Familie, den Literaten, der Musi, die noch ein Gute-Nachtlied intonierte, etc, gab und am Morgen den „Literarischen Frühschoppen“ im Cafe Trostmann, wo Luis Stabauer noch ein Kapitel aus dem Buch gelesen hat, beziehungsweise mit der Literaturgruppe über literarische Projekte, etc diskutierte.

Das haben wir versäumt, sind wir doch, weil der Alfred um eins im Gasthaus Ambichl in St. Georgen reserviert hat, schon um halb zehn wieder nach Harland gefahren. Ich habe aber sicher wieder Gelegenheit Luis Stabauer in Wien zu treffen und sein Buch zum Lesen, habe ich jetzt auch.

2021-01-27

Brüchige Zeiten

Daß er einen Roman über die Identitären schreiben will, hat mir der 1950 bei Seewalchen am Atterseee geborene Luis Stabauer, inzwischen GAV-Mitglied, vor ein paar Jahren beider „Literatur im Herbst“ im „Odeon“ erzählt. Da habe ich „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, gschrieben oder geschrieben gehabt und Luis Stabauer davon erzählt, er hat mir, glaube ich, auch eine Rezension dazu geschrieben und jetzt ist sein Roman darüber erschienen.

Das heißt, das stimmt nicht so ganz, erschienen ist er, glaube ich, schon im August und im September hat mir Luis Stabauer den Programmkalender seiner Buchvorstellungen gschickt. Er hätte es, glaube ich, auf der Buch-Wien tun sollen, die gab es aber bekanntlich nicht. Die Buchpräsentation des „Hollizter-Verlages“ wird stattgefunden haben. Da habe ich mich auch angemeldet, aber mit Maske gehe ich, eh schon wissen, nirgends hin. Ich habe das buch angefragt. Es hat dann etwas gedauert, bis es zu mir gekommen ist und da war ich noch mitten im „Buchpreis“ lesen, so daß ich erst jetzt dazu gekommen bin, was aber in Zeiten der Lockdownverlängerung, der Angst vor der neuen Virus-Variante gar nichts macht, denn das Buch ist und das ist eine Überraschung eines, das sowohl die Covid-Pandemie erwähnt, als auch bis in das Jahr 2026 geht,was ist es also vom Genre her?

Am Büchrücken steht etwas vom „Europäischen Entwicklungsroman“ Ich würe es Politfiction und utopischen Roman nennen und richtig, ein bißchen von der Realität weg, ist es auch und wieder zuviel hineingepackt wahrscheinlich und das wurde ja auch in der GAV-GV diskutiert, als es um seine Aufnahme ging. Einen Tag später habe ich ihn im Amtshaus Hietzing bei einer alternativen Buchmesse zu der mich Andrea Stift aufmerksam gemacht habe, kennengelernt, da habe ich ihm einige Bücher abgeschnorrt, inzwischen auch noch einige, fast alle wahrscheinlich, gelesen und denke, daß die „Brüchigen Zeiten“ wohl das professionellste Werk Luis Stabauer ist, obwohl ich am Schluß wieder einmal etwas verwirrt dastand. Denn es geht in dem Buch um sehr viel und es fängt sehr realistisch an.

Da ist eine Lehrerin, Lucia, mit spanischen Wurzeln, links engagiert, hat aber einen eher rechten Mann geheirater und von ihm den Sohn Fabian bekommen, der ja, was ich sehr spannend finde, wie mein Identitärer heißt.

Wenn das Buch beginnt ist Fabian achtzehn, steht vor derMatura und Lucia hat ihn hinausgeschmissen, weil sie in seinem Zimmer ein Plakat der Identitären entdeckt. Das stimmt wieder nicht so ganz, das Buch beginnt, als Lucia in die Vollzugsanstalt Schwarzau eingeliefert wurde, denn sie hat die Wotruba-Kirche besetzt, die abgerissen werden soll. Aber vorher hat sie noch in ihrer Schule Schwierigkeiten bekommen, ihren Job hingeschmissen und ist mit einem Wohnmobil nach Spanien und Heidelberg ausgebüchst, um dort die politische Lage zu studieren. Da gerät sie in die Fänge eines Burschaftlers. Sie läßt zwei russsische Spitzel auch auf einer Tankstelle stehen und,als ihre Ehe geschieden wurde und ihr Sohn vierzehn war, hat sie zugestimmt, daß er in einem Internat erzogen wird. Dort geriet er in die Fänge der Burschenschaftler, hat aber später wegen seiner linken Mutter Schwierigkeiten in diese aufgenommen zu werden. Mitglied der Identitären ist er aber schon und Mitarbeiter im Bundeskanzleramt und dort gibt es einen Kanzler namens Manfred Bloomberg mit einer persönlichen Ministerin, die Martha Prauneis heißt und spätestens da wird es ein bißchen futristisch, obwohl das Ibizia-Video erwähnt wird, die Übergangsreagierung und dann auch die Pandemie, aber dann gehts in die Zukunft hinein. Die EU wird aufgelöst und durch eine Edel-Organisation ersetzt und Lucia hat sich, als sie aus dem Gefängnis entlassen wird und dabei einige Klausel untershreiben muß, nach Sofia abgesetzt. Nimmt dann wieder Kontakt über Katzen-Videos und Träume zu Fabian auf und kehrt wieder nach Österreich zurück und da geschieht dann das große Wunder, der „böse“ Fabian kündigt seinen Job beim Bundeskanzleramt, geht eine Beziehung zu einem kinshasischen Fußballer ein und mit seiner Mutter hat er sich schließlich auch versöhnt.

Wo setzt meine Verwirrung ein, könnte man nun fragen. Nun, als es in die Zukunft geht. Luis Stabauer zeichnet da am Schluß ein Szenario mit Robotern und futuristischen Autos und ich dachte, interessant, jetzt haben wir Anfang 2021, was ist, wenn ich das Buch 2026 lese, wo ich dann weiß, wo die Reise hingegangen ist?

Wie futurustisch oder veraltet wird das Buch dann sein? Und Corona ist dem Luis wohl auch dazwischen gekommen, da wir ja derzeit keine Ahnung haben, wohin uns die Corona-Reise noch führen wird und Luis Stabauer hat diese Krise, da er das Buch ja schon früher geschrieben hat, nur andeuten können.

Auf jeden Fall ist aber interessant und ich bin auch gespannt, wie es weitergeht.

2020-11-02

In Memorian und zweiter Nanotag

Die vorläufig letzte Literaturhausveranstaltung, Livestreams soll es ja weitergeben, am Allerseelen Tag und da hat, glaube ich, vor Jahren, die Elfriede Gerstl die Memoriam-Veranstaltung zum Gedenken verstorbener GAV-Mitglieder eingereicht, die später von Karin Ivancsics weiter organisiert wurde und so auch heute, am Vorabend des zweiten Lockdowns stattfand und der Alfred am Friedhof von St. Pölten, ich selber bin keine so besondere Friedhofgeherin, seinen Schulfreund Heribert getroffen hat, sind wir erst sehr spät nach Hause gekommen, so daß ich das Ernst Jandl Video, wo er, glaube ich, in der Carengee Hall stand und unter tobenden Applaus laut „Napoleon“ brüllte und das ich einmal im Wien-Museum hörte, fast versäumte. Dann kam Rosa Pock auf die Bühneund las H. C. Artmann-Texte gefolgt von Verena Stauffer, die den angekündigten Andreas Unterweger der jetzt ja, glaube ich, die „Manuskripte“ leitete, vertrat und Texte in Memoriam zu dem am 29. Mai verstorbenen Alfred Kolleritsch las, der wie sie sagte, auch einer von denen war, der alleine sterben mußte und den man nicht besuchen durfte.

Ich schreibe ja immer, daß ich lange Texte an die „Manuskripte“ schickte und dem Herrn Kolleritsch einmal schrieb „Einmal werden Sie mich schon nehmen!“, wenn ich jetzt schon einen Text im „Wespennest“ habe!“

„Welch ein Irrtum!“, würde Ernst Jandl wohl dazu sagen und dabei das „lechts mit den rinks“ verwechseln und ich habe auch einmal mit Alfred Kolleritsch wegen meines „Stadt Wien-Manuskripte-Abos“ telefoniert, das ich noch jahrelang bekommen habe, obwohl die Stadt Wien das Abo schon längst gekündigtigt hat.

Dann ging es mit Gabriele Petricek weiter, die Texte von der 2010 im Freiburg im Breisgau verstorbenen Adelheid Dahimene las, deren „Rauchernovelle“,die Gabriele Petricek erwähnte, ich gelesen habe und die ich 1996 in Klagenfurt kennenlernte, als sie dort beim „Bachmann-Preis“ las, im Herbst darauf, hat sie bei „Rund um die Burg“ gelesen und Gabriele Petricek erwähnte, daß sie sie öfter im Cafe Westend getroffen hat und sie ihr einige Gedichte geschickt oder gewidmet hat.

Axel Karner, der mich auch zu der Veranstaltung eingeladen hat, las drei Gedichte des ebenfalls 2010 verstorbenen Kärntner Dichters C. H. Bünker und der hat 1989 den „Preis der Arbeit“ in Klagenfurt bekommen, den es dort eine Zeitlang gegeben hat und wo ich mit meiner „Slavica“ auch Finalistin war.

Herbert J. Wimmer folgte und er hat diesmal keine Gerstl-Texte, sondern die, des im Jänner verstorbenen Hermann j. Hendrich und da war ich gerade in der Regionalversammlung der IG-Autoren, als ich von seinem Tod erfahren habe, die Ruth, die, glaube ich, heute auch bei Veranstaltung war, bei den Livestreams kann man ja die Besucher nicht gut sehen, nur die Mitarbeiter, die zwischen den Lesungen mit ihren Masken zum Desinfizieren auftauchten, hat ein Buch in ihrer „Editon-die Donau hinunter“ von ihm herausgebracht und Herbert J. Wimmer hat einen Textteil von einer Fahrt nach Graz in den Sechzigerjahren daraus gelesen bei dem mich die vielen Wortwiederholungen, daß er beim „Spiegel“ lesen schwarze Finger bekam und auf einer Matrazze in einer Galerie schlafen wußte, wo ihm ein Freund, der den Schlüßel dazu hatte, auch immer einsperrte, verwunderte und ich habe Hermann J. Hendrich auch ganz gut gekannt und ihn bei vielen Lesungen getroffen.

Dann kam Dominika Meindl und erinnerte an den im Februar2020 verstorbenen Atterseer Fischer und Dichter, Hans Eichhorn, den ich, glaube ich, auch schon in der „AS“ hörte und las aus einem Buch Gedichte, die offenbar von ihm für eine Lesung vorgereitet wurden und auch ein paar Stücke aus Marlen Haushofers „Wand“,die in Zeiten, wie diesen wahrscheinlich besonders beklemmend waren, zuminderst habe ich es so empfunden, Dominika Meindl war aber auch ganz gerührt und zuletzt folgte Karin Ivancsiscs und erzählte über ihre Begegnungen mit dem ebenfalls 2010 verstorbenen Andreas Okopenko, da bin ich ja zu seinem Achtziger im Literaturhaus zu spät gekommen und war dann auch an einem sehr heißen Sommertag bei seinem Begräbnis am Grinzinger Friedhof wo ich noch lange und vergeblich das Bernhard Grab suchte.

Das war es dann, die vorletzte Live-Literaturhausveranstaltung.

„Bleibt gesund!“, sagten Karin Ivancsics und Barbara Zwiefelhofer, die erste noch, bis zum nächsten Jahr,wo vielleicht wieder einige GAV-Kollegen gestorben sind und ich kann noch ganz kurz von meinem „Zweiten Nano-Tag“ berichten.

Wir sind ja am Samstag ganz spät, als ich von der Demo und der Alfred von Italien zurück war, nach Harland gefahren, so daß ich erst gestern dazu gekommen bin, mich auf der „Nanoseite“ anzumelden und die Daten für das neue Projekt einzutragen. Trotzdem habe ich da schon 15 000 Worte hochgeladen. Zum Weiterschreiben bin ich gestern aber nicht gekommen, weil eine Buchbesprechung und dann waren wir noch auf der Rudolfshöhe warscheinlich auch das letzte Mal essen.

Aber heute habe ich zwei Szenen geschrieben und zwar bezeichnenderweise, die, wo am ersten Juli, als der Lockdown vorläufig beendet war, am Karlsplatz bei der „Demo für Kunst und Kultur“ standen, Rosa ihren ersten Praktikumstag bei „Picus“ hinter sich hat und die Mar sich an der „Angewandten“ beworben hat, 17 000 Worte habe ich jetzt, bin also, weil ja geschummelt und fast ein Monat vorgeschrieben, weit voraus, aber wieder etwas unsicher oder weit weg von meinem Text, obwohl ich mir schon am letzten Freitag einen vorläufigen Handlungsplan notierte, aber die Ereignisse überschlagen sich ja und halten mich im Bann, so daß mein innerer Kritiker wieder schreit „Ich kann es nicht!“ oder ich nicht recht weitezukommen scheine, obwohl ja eine der nächsten Stationen, die Wiedereinführung der Maskenpflicht sein könnte, da bekommt Rosa ihren Einkaufsauftrag wieder, die Zahlen steigen, irgendwann wird Benedikt positiv getestet und und bis zum zweiten Lockdown und bis dahin, wo die Mathilde dann ins „Nicht Geimpfte-Ghetto“ zieht, hätte ich ja Stoff genug ud wahrscheinlich auch Zeit, obwohl ich jetzt, Anbetracht der besonderen Umstände, die einen ja zu schaffen machen kann, wieder neue Klienten nehmen kann.

Und während ich das geschrieben habe, war in der Wiener Innenstadt der Teufel los, ein Terroranschlag hat stattgefunden, fünfzehn Verletzte, einige Tote und ein enormer Polizeieinsatz, der die Ruth fast nicht in ihre Wohnung ließ und so, wie es scheint auch den Lockdown ein bißchen verschob oder unwichtig machte.

2020-07-14

Lesefest in Strobl am Wolfgangsee

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:41
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Der Alfred befindet sich derzeit, bevor er sich Ende August in Pension begibt, auf Urlaub, in dem er eigentlich im April oder Mai mit dem Karl nach Usbekistan fahren wollte und dann mit mir im Juni am Rhein Radfahren. Das ist Corona bedingt ausgefallen und ich bin mit meiner Sommerfrische in Harland bei St. Pölten eigentlich auch zufrieden, habe da mein Schreibprojekt oder meine Schreibwerkstatt und in Wien gibt es auch einige Veranstaltungen, die im Weinhaus Sittl, wo ich eigentlich in St. Pölten sein möchte, im Juli die „Podium-Sommerlesereihe“ im Cafe Prückl und am Donnerstag die O-Töne im MQ, die jetzt beginnen. Aber der Alfred hat, glaube ich, Probleme seinen Urlaub zu Hause zu verbringen. So hat er begierig, die Einladung zu einem Lesefest in der öffentlichen Bibliothek in Strobl, die ihm Luis Stabauer oder Erika Kronabitter schickte, aufgegriffen und gleich, da es sich mit meinen Stunden ausging, ein Hotelzimmer gebucht.

Erika Kronabitter

Erika Kronabitter

 

Raimund Bahr

Raimund Bahr

 

Bettina Balàka

Bettina Balàka

 

Lars-Arvid Brischke

Lars-Arvid Brischke

 

Patricia Brooks

Patricia Brooks

Ich finde es zwar ganz ehrlich, ein wenig seltsam wegen einer Lesung mit Bettina Balaka, Patricia Brooks, Monika Gentner, Margit Heumann, Thomas Northoff, Luis Stauber und Herbert J. Wimmer nach Strobl zu fahren, weil ich ja alle auch in Wien hören kann, aber wegen Luis Stabauer sind wir einmal auch zum Attersee gefahren und ein wenig Urlaub oder Abwechslung tut ja gut, weil ich zwar heuer eine knappe Woche mit der Ruth auf Winterurlaub auch in Salzburg war, aber sonst Leipzig wieder ausgefallen ist und die Sommerfrischenwochenende sind ja nicht wirklich besonders aufregend. Aber da ich bis drei Uhr Stunden hatten, sind wir erst da weggefahren und am Donnerstag auch gleich zurück, weil da habe ich ab fünf Stunden und dann gab es vorige Woche auch wegen dieser Maskenpflicht in OÖ Aufregung und ich dachte zuerst, Strobl am Wolfgangsee liegt in OÖ. Zum Glück liegt es schon in Salzburg zu Oberösterreich aber gleich um die Ecke und da ist derzeit, wie mir Erika Kronabitter beziehungsweise eine Frau von Felderkirchner Saumarkttheater erklärte,, besonders viel los. Denn Erika Kronabitter, die unermüdliche, organisiert ja den Feldkircher Lyrikpreis. Feldkirch ist zwar in Vorarlberg, also eigentlich weit entfernt, aber Erika Kronabitter organisiert auch die „Text und Kritik- Werkstatt“ jedes Jahr, wo ein paar Autoren eingeladen und ihre Texte organisiert werden und das war ursprünglich in Vorarlberg, jedenfalls hat sie mich dort 2005 auf die Silvrettahöhe eingeladen, die Lesung war dann in einer Galerie in Bregenz und ich habe, wenn ich mich nicht irre, aus den „Schreibweisen “ gelesen und die „Fluchtbewegungen“ besprechen lassen.

Das befindet sich aber seit einiger Zeit in Strobl am Wolfgangsee, denn dort hat sich ja Raimund Kremlicka, der jetzt Raimund Bahr heißt, zurückgezogen, beziehungsweise seine Kulturarbeit verlegt. So gibt es die Strobeler- bzw. Wolfgangseer-Literaturtage und aus irgendwelchen nicht ganz so logischen Gründen findet die Jurysitzung des Lyrikpreises auch dort an und mit dem Leseefest wurde die Text- und Kritikwerkstatt auch eröffnet.

Wir sind also um drei von Wien weggefahren und haben Strobl, das kleine schöne Örtchen, ungefähr um halb sieben erreicht, haben das Hotelzimmer bezogen und sind dann eine runde zum See gegangen, haben dort Monika Gentner und Herbert J. Wimmer in einer Bar getroffen, einen „,Hugo“ getrunken und festgestellt eigentlich alles normal, vielleicht weniger Besucher,, wie sonst. Das kann ich nicht so beurteilen, war ich ja wahrscheinlich in Strobl oder am Wolfgangsee, das letzte Mal, in der vierten Hauptschulklasse, weil da die Wiener Kinder vier Tage nach Salzburg mit dem selbstgeschneiderten rosa Dirndl gefahren sind.

Monika Gentner

Monika Gentner

 

Margit Heumann

Margit Heumann

 

Thomas Northoff

Thomas Northoff

 

Luis Stabauer

Luis Stabauer

 

Herbert J. Wimmer

Herbert J. Wimmer

Aber eine gute Stimmung bei „Hugo“ und Aperol, die Margit Heumann haben wir dann auch auf einer Bank getroffen, wo sie mit der Dame saß, die mir das mit den dreifachen Veranstaltungsreigen erklärte.

Die öffentliche Bibliothek lag auch gleich am Platz und viele Bekannte Gesichter habe ich getroffen. So kam Wally Rettenbacher, die mich ja einmal für das Radio Fro unterviewte, die Bibliothekarin leitete ein und Erika Kronabitter erkärte nochmal, wie das mit den Lesenden wäre, beziehungsweise stellte sie die Jury des Lyrikpreises, die aus Herbert J. Wimmer, der schon erwähnten Dame, Patricia Brooks und dem Preisträger des Vorjahres, Lars Arvid Brische bestand, vor. Die anderen Lesenden sind Teilnehmer der Schreibwerkstatt und Bettina Balaka begann mit einem Auszug aus ihrem neuen Roman, der demnächst erscheinen wird, wieder einen historischen , wie sie erklärte, der offenbar ein ziemlich ähnliches Thema, wie der letzte hat, zumindest geht es da auch um den Cobenzel.

Der aus Berlin stammende Preisträger, der gerade in Hamburg Urlaub macht, las seine Gedichte und Patrica Brooks, sowohl Jurymitglied als auch Werkstattteilnehmerin, las einen Text über ein Geburtstagsfest und dann noch zwei Gedichte.

Es gab zwischen den Lesungen immer Musik vom Holzklang Trio, immer nach jeweil zwei oder drei Lesungen und Raimand Bahr, der nicht auf dem Programmzettel stand, hat mit einem Auszug aus seinem neuen Buch begonnen und der hat ja, als er noch in Wien wohnte immer große Veranstaltungen gemacht und ich habe bei ihm einmal auch ein Seminar im Literaturhaus besucht, wo es nur ganz wenige Teilnehmer gab.

Monika Gentner las einen Auszug aus einem utopischen Roman, den ich schon einmal im Literaturhaus gehört habe.

Margit Heumann, die unermüdliche, brachte Ausschnitte aus einem Briefroman „Briefe an Elsa“ glaube ich, die aus der Schatulle der verstorbenen Mutter stammten und Thomas Northoff las aus seinem neuen Buch, in dem er wieder Kostproben aus seiner unverwechselbaren knappen experimentellen Sprache gab.

Luis Stabauer hat auch einen neuen Roman, der demnächst erscheinen soll, der von einer Frau handelt, die in eine Strafanstalt eingeliefert wird und Herbert J. Wimmer las Gedichte aus drei Büchern.

Dann gab es noch Gespräche und ein Schlückchen Wein, bevor die Gruppe in ihr Bildungshaus nach Oberösterreich gegangen ist, um morgen mit der Textwerkstatt zu beginnen und ich habe zwar einen etwas „verrückten“ Literaturausflug gemacht, es war aber sehr interessant und läßt sich möglicherweise wiederholen.

2020-05-08

Rund um die Burg elektronisch

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
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Das Festival „Rund um die Burg“, aus einem Zelt zwischen Burgtheater und Cafe Landtmann gibt es seit 1992. Da war ich mit der Betreuung meines Vaters sehr beschäftigt und habe es, glaube ich, wie auch das Rathaus Filmfestival etwas verspätet mitbekommen.

Dann bin ich aber hingegangen und habe mich auch bemüht, auch einmal, vor mir aus um drei Uhr früh dort zu lesen. Die freundliche Organisation hat es mir auch versprochen, gekappt hat es natürlich nicht und ich habe ebenfalls länger gebraucht, bis ich es geschafft habe, wirklich die ganze  Nacht, denn das war ja das Besondere an dem Festival, dort zu bleiben.

2009 gab es dann, glaube ich, schon die Gerüchte, daß das Festival abgeschafft werden soll. Das war dann nicht so, es wurden nur die Veranstalter und das Konzept gewechselt und jetzt gibt es „Rund um die Burg neu“, das dann nur mehr, glaube ich, bis Freitag Mitternacht und Samstag Mittag schon, wie ich Ursula Scheidle vorhin sagen hörte, seit  fast zehn Jahren.

Ein paar Mal war ich auch dort, habe darum gekämft, daß ich trotz des ausreservierten Burgtheater zu der Lesung von Otto Schenk durfte und auch, daß Andrea Grill, um Mitternacht lesen konnt, obwohl sich die Veranstalter nicht vorstellen konnte, daß dazu Leute kommen würden, aber wenn man von der Bel Etage in den Landtmann-Keller gehen muß, hat es etwas gedauert, bis man den Veranstaltungsort erreichte.

Die letzten Jahre war ich dann nicht mehr so oft dort, weil in Harland, weil bei Luis Stabauer am Attersee, etcetera.

Letzte Jahr bin ich nach meinem Knöchelbruch wieder hingehumpelt, aber früher weggegangen, weil mir die Ruth gesagt hat, daß keine Straßenbahnen am Ring fahren und ich auch sicher sein wollte, daß ich die letzte Bim nicht versäumte und heuer ja heuer ist alles anders, das Corona-Virus hat uns umarmt, keine Veranstaltungen mehr bis mindestens Ende Juni, vielleicht auch kein „Bachmann-Preis“, obwohl man den ja problemlos online veransgalten kann, dafür Online-Lesungen und jetzt auch „Rund um die Burg-digital“.

Eine tolle Idee die Literatur per Video ins Haus zu bringen, damit man den Anschluß nicht verpasst und die Autoren zu ihrem Honorar kommen, aber schon ein wenig seltsam, ein Festival zu besuchen, das „Rund um die Burg“ heißt und dann sieht man die Autoren in ihren Arbeitszimmer meistens vor dem Bücherregal, seltsam ja,  eine gute Idee, denn ich fürchte ohnehin, ich habe trotz der Online Lesungen und meiner Leseliste, den Anschluß schon ein wenig versäumt, obwohl ich ja auch den Leipziger Buchmesse- Onlinetag inhalierte.

„Rund um die Burg“ also digital am Freitag den achten Mai, der ja auch ein besonderer Tag ist, im Viertelstundenrhythmus online von zehn bis Mitternacht und alles, was das Leserherz erfreuen kann, ist vertreten. Ein Gewinnspiel gibt es auch, wo man drei Fragen beantworten muß, was kein Problem darstellt, aber die Teilnahmebedingen, die man gelesen haben sollte, waren zuimindestens zu dem Zeitpunk.t wo ich sie aufrufen wollte, nicht zu erreichen.

Beschäftigen wir uns also mit dem Leseprogramm, wo man zuerst Ursula Scheidle und einen jungen Mann vor einer Buchwand sah. Dann kam der Bürgermeister, der auch die Lesefreunde und den Wert der Literatur lobte.

Dann hat es mit Hugo Portisch, den beühmten Berichterstatter, der mit schon etwas zittriger Stimme aus seinen Lebenserinnerungen las und davon, daß er eine „Kurier-Sonderausgabe“ zu „Österreich ist frei!“ am Wiener Westbahnhof verteilen wollte, das aber ohne Genehmigung nicht durfte.

Christoph Kotanko hat ein neues Kreisky-Buch über den „Kultkanzler“ geschrieben und Wolfgang Paterno über seinen nie gekannten Großvbater, der als Widerstandskämpfer gehängt wurde. Wie lebt man mit einem solchen „Großvater ohne Kopf,“ wie Wolfgang Paterno das nannte, der eine Familienlegende ist, der einen aber nie über den Kopf streichen wird?

Rafik Schami, der syrische Autor, der glaube ich in Deutschland lebt und schon einmal Gegenstand der „Eine Stadt ein Buch-Aktion“ war, die ja die „Rund um die Burg-Organisatoren“ auch veranstalten, las eine Geschichte über seineMutter, die sich vor dem Meer fürchtete.

Lisz Hirn, die Philosophin habe ich während der Krise schon mehrmals aus ihren Buch „Wer braucht Superhelden?“ lesen oder diskutieren gehört.

Dann kam die Krimiautorin Maria Publig, die ich zwar nicht kenne und auch noch nichts von ihr gelesen, aber ihre Visitenkarte zu Hause habe, weil sie mir der Alfred gab, als er die Buchhandlung der Lisa, die einmal auf die Anna aufpasste, besuchte und die Autorin dort gerade anwesend war.

Jetzt saß sie in ihrem Garten, wahrscheinlich im Waldviertel, begrüßte ihre Zuhörer, wünschte ihnen alles Gute und stellte ihnen ihren neuen Krimi „Waldviertelfuch vor“.

Dann kam Georg Biron, der schon bei den von mir organisierten „Tag der Freiheit des Wortes- Veranstaltungen“, die auch bald kämen, aber  nicht mehr von mir organisiert heuer auch ausfallen. Er las über einen Krieg, den er im Libanon erlebte und sich dabei an seinen Vater erinnerte, der ihm einmal am Graben oder auf der Kärtnerstraße niedergeißen hat, als dort ein Flugzeug über ihren Köpfen brauste.

Lucia Leidenfost las aus ihren neuen Buch „Wir verlassenen Kinder“ und forderte die Zuhörer auf, es zu kaufen, ich habe es aber schon gelesen und Martin  Mucha, der, glaube ich, auch einKrimischreiber ist, las aus „Diamantencollier“ und veranstaltete ein privates Gewinnüpiel dabei. Wer weiß an welchen Ort das Buch spielt, soll sich beim Verlag melden und bekommt dann ein Geschenk, ich habe aber noch nichts erkannt.

Die 1987 geborene Anna Herzig machte für ihren „Herrn Rudi“ besonders viel Werbung und bekannte sich auch dazu, daß ihre besten Freunde Männer sind.

Daniel Zipfels „Wahrheit der anderen“ habe ich genauso, wie Peter Simon Altmanns „Das Andere“ schon gelesen, während mir Andreas Schindls „Die Verspätung“ unbekannt war, aber auch von einem verstorbenen Großvater und den Kriegserinnerungen handelt.

Ebenso schon gelesen Katja Jungwirths Buch über ihre Mutter und das habe ich ja bei den „Corona-Lesungen“ kennengelernt und mir gleich bestellt.

Dann gings mit Thomas Brezina, Silja Topfstedt, Michael Schottenberg und Erich Schleyer in die Kinderschiene.

Thomas brezina hatte, glaube ich, in „Alarm, Schulspuk“ eine neue „Knickerbocke-Folge“, während Silja Topfstedt ein Kindersachbuch über den Umgang mit dem Müll hatte und Michael Schottenbertg, der ehemaligen Theaterdirektor, der in seiner Pension auf Reisen geht, habe ich bei der letzten“ Rund um die Burg“ als Autor kennengelernt, daß der auch „Schotts schönste Tiergeschichten“ geschrieben hat, war mir neu und Erich Schleyer ist ja ein bekannter „Geschichtenerzähler“ und dockte an die Streitigkeiten an, die aufgrund der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona Krise, in der man sich ja nicht streicheln darf, entstehen können.

Dann kam Monika Helfer mit ihrer „Bagage“, von dem ich schon sehr viel gehört habe und dann noch ein schon gelesenes Buch, nämlich Simone Hirths „Loch“.

Raoul Shrott mit dem ich schon einmal im Naturhistorischen Museum war, hat eine „Geschichte des Windes“ geschrieben.

Die1952 geborene britische Schriftstellerin Hilary Mantel, hat auch ein Buch bei der „Eine Stadt ein Buch-Aktion“.

Ihr „Jeder Tag ist Muttertag“, das ja gut zum kommenden Sonntag passt, habe ich aber noch nicht gelesen. Jetzt las sie auf Englisch aus „The Mirror and the light“, das auf Deutsch ganz einfach in „Spiegel und Licht“ übersetzt wurde.

Dann kam wieder eine Bekannte, nämlich Bettina Gärtner, die ich regelmäßig bei Veranstaltungen sah, die vier Stellen aus ihrem bei „Droschl“ erschienenen Roman „Hermann“ las.

Dann wurde es wieder lustiger, denn Robert Sommer, der ehemalige Sportchef der Kronenzeitung, nicht zu verwechseln mit dem „Augustin-Herausgeber“, den ich schon im Vorjahr bei „Rund um die Burg“ kennenlernte, hat ein Buch namens „Doktorspiele“ geschrieben, die er als satirisches Verständnis über den Arztbesuch und die Einstellung der Österreicher versteht und kündigte gleich sein nächstes Buch an, das im Herbst erscheinen wird, an.

Danach gings um leichtes Lesen, beziehungsweise um einen Text von Franz Kafka, der auf das A2- Leseniveau übersetzt wurde. Was ja sehr interessant ist und viele Fragen aufwirft. Denn einerseits ist es ja wichtig die Freude am Lesen durch Verständlichkeit zu wecken, aber ob man in einen literarischen Text eingreifen darf,  bin ich mir nicht ganz sicher.

Dann gings zu den Krimis, die ja wahrscheinlich auch eher leicht zu lesen sind und zu Claudia Rossbachers elften Steiererkrimi „Steirerstern“, ein paar der anderen Bücher habe ich ja schon gefunden, bin aber, eh schon wissen, noch nicht so an das Lesen gekommen, obwohl Claudia Rossbacher, wie sie sagte, schon weiter an ihrer  Serie schreibt.

Dann kam der Statistiker  Klemens Himpele mit seinem Buch „Statistisch gesehen“ und gab Daten, wie das mit der Sterberate, dem Geburtsgewicht und den Seuchen Pest, Grippe, Cholera, etcetera, so ist.

Dann kam der „Eine Stadt-ein Buch-Autor“  Stewart o`Nan von 2017, der wieder auf Englisch aus „Henry Himself las.

Dann gings um „Moleküle“, beziehungsweise um die Biografie die Ursel Nendzig über die Biochemikerin Renee Schröder geschrieben hat, die die beiden Frauen im Gespräch vorstellten.

Dann kam wieder eine Familiengeschichte,  in der 1957 geborene Günther Zäuner, die Kriegserlebnisse seines Onkels Manfred bei der „Editon Roesner“ erscheienen, erzählt.

Der Kabarettist Joesi  Prokopetz hat auch ein Buch „Alltag ist nicht ein Tag im All“, geschrieben, das allerlei Erlebnisse, sowie auch Gedichte enthält.

Dann kam ein Gespräch zwischen Ursula Scheidle und der 1979 geborenen kurdisch-türkischstämmigen Fernsehmoderatiorin Eser Akbaba über ihr Leben beziehungsweise ihr Buch „Sie sprechen ja Deutsch!“, in dem sie über das Aufwachsen als Gastarbeiterkind erzählt.

Die nächste Autobiografie kam dann gleich von der 1943 geborenen Chris Lohner „Ich bin ein Kind der Stadt“, das ist zwar der Titel eines Wildgans-Gedicht „die Leute meinen und spotten leichthin über unsereinen, daß solch ein Stadtkind keine Heimat hat“, trifft aber wahrscheinlich für viele zu.

Dann folgte die Juristin und Krimiautorin Eva Rossmann, von der ich fast alle Krimis gelesen habe, mit einem Dialog zwischen einen TV-Kommentator und einer Reinigungsfachfrau, die in einen Keller eingesperrt sind und sich miteinander unterhalten, ein Text, der  in der nächsten „Eine Stadt – ein Buch- Anthologie“ erscheinen soll.

Den amerikanischen Bestsellerautor John Strelecky „Das Cafe am Rande der Welt“, habe ich auch vor einem Jahr bei der letzten „Rund um die Burg“ kennengelernt, jetzt gab es wieder ein Gspräch mit Ursala Scheidle auf Englisch mit ihm über seine Bücher und jetzige Situation.

Von der Esoterik ging es dann zur Psychotherapie, beziehungsweise zu der 1944 geborenen Rotraud A. Perner, die mich einmal vor vielen Jahren in einer Volkshochschule angepflaumt hat, weil ich ihrer Meinung nach mit der kleinen Anna zu antiautoritär umgegangen bin, die ein  Kapitel aus ihrem Buch „Aufrichten!“, vortrug.

Mit dem Sachbuch, beziehungsweise der1939 geborenen ehemaligen Burgschauspielerin Erika Pluhar, die inzwischen schriftstellerisch tätig ist, ging es dann gleich weiter, las sie doch einen Text aus ihrem bei „Residenz“ erschienen Essayband „Die Stimme erheben“, man beachte den ähnlichen Titel zum Perner-Buch, aus dem sie den 2002 erscheinenen Text „Starke Frauen am Theater“ und dann noch einen aus 2009 mit dem Titel „Ein perfekter Tag“ las.

Dann kam Michael Köhlmeier mit  seinen „Märchen“ und las eines von einer  „Traurigen“, die nur lachen konnte, wenn die anderen für sie böse Taten taten, das sehr verstörend war.

Dann kam Günther Neumanns Roman „Über allem und nichts“, der von einer Pilotin handelt und ebenfalls bei „Residenz“ erschienen ist.

Dann kam noch einmal Thomas Brezina, der ja, wie er sagte auch Bücher für Erwachsene schreibt und eine „Freude Notfallsapotheke“ hat, wo er einen Tip gegen das Jammern gab und von einer hundertjährigen Frau erzählte, die sich statt das zu tun, immer etwas hat, auf das sie sich freuen kann. wenn das nur so einfach wäre denke ich und bin skeptisch, ob das in Zeiten, wie diesen, wirklich so einfach gelingt.

Elisabeth Klar, die anschließend dran war, habe ich schon im Februar in der „Gesellschaft“ aus „Himmelwärts“ lesen gehört, ein Buch das mir auf Grund der gehörten Stellen, vielleicht besser gefallen könnte, als „Wie im Wald“ mit dem ich meine Schwierigkeiten hatte.

Dann gings schon um zehn wirklich zur Kriminacht, die es bei „Rund um die Burg-alt“, glaube ich, immer nach Mitternacht gab und Andreas Pittler von dem ich „Chuzpe“ gelesen habe und ihn auch auf mehreren Lesungen hörte, ist mit seinen historischen Krimis inzwischen bis1978 und auch zum Fußball gekommen. Der Text ist wieder eine Geschichte, die in der schon erwähnten Anthologie enthalten sein wird.

Gerhard Loiblsberger, auch ein historischer Krimischreiber hat mit „Alles Geld“ der Welt einen Wirtschaftskrimi geschrieben, der vom Börsenkrach von 1873 handelt.

Manfred Rebhandl, den ich glaube ich einmal in Leipzig kennenlernte und mit dem ich auch schon vor dem offenen Bücherschrank gelesen habe, stieg mit seinem Bademeisterkrimi  „Sommer ohne Horst“, der im Ottakringerbad spielt, wieder in die Gegenwart  ein  und wünschte am Schluß alles Gute und natürlich bessere Zeiten, wo man sich wieder eincremen und miteinander ins Wasser springen kann.

Und der mir bis dato unbekannte Bastian Zach hatte wieder einen historischen Krimi, der1876 im Wiener Prater spielt, von dem er Spannung bis zum Schluß versprach.

Dann folgte ein weiterer Krimiautor nämlich Stefan Slupetzky aber nicht mit seinem „Lemming“, den ich ja bei den „Wilden Worten“ hörte sondern mit  „Bummabunga“, eine Geschichte, die er, wie er betonte, schon im Jänner geschrieben hat, obwohl sie von einer Pandemie handelt, die man mit Schnaps bekämpfen kann, – wieder  ein Vorgriff auf die schon erwähnte Anthologie zur nächsten „Eine Stadt-ein Buch-Aktion.“

Das war die Krimischiene, dann folgten noch Tex Rubinowitz,  der „Bachmannpreisträger“ von 2014, der das Szeneleben der neunzehnhundertachtziger Jahre beschrieb und T. C. Boyle, der mit „America“, der Stadt Wien auch ein Buch schenkte und das war es dann von zehn Uhr früh bis Mitternacht eigentlich intensiver als früher und jetzt raucht der Kopf vor all der vielen Neuererscheinungen, quer durch den Gemüsegarten, der Literatur, wie ich es ja sehr gerne mag.

Neues und auch unbekannte. Einige der Bücher habe ich ja schon gelesen und sicher wieder einen Einblick bekommen, was sich diesen Frühjahr und Sommer im Wiener Literaturbetrieb tut und schön, daß man so eine Veranstaltung auch online veranstalten kann.

Bei der „Literatur und Wein“, wo Stefan Slupetzky schon öfter gesungen hat, gab es das ja nicht, nur meinen Online-Bericht und da fällt mir ein, daß ich ja, auch wenn es nervt, am Schluß , wenn ich da schon nicht lesen durfte, auch ein wenig Werbung für mich selber machen kann, also die „Vorschau auf mein neues Buch“, das ja am Dienstag erscheinen soll und auch auf die Lesungsvideos, die es von mir gibt, kann ich, auch wenn es keine Neuerscheinungen sind, für die die es interessiert, wieder hinweisen und jetzt gute Nacht,  das Weiterlesen vom „Kanzleimord“, das ich eigentlich noch vorhatte, lasse ich lieber aus.

Alle Videos kann man, das will ich noch erwähnen, auch bei you tube finden und nachhören.

2020-01-14

Neue Literatur im Cafe 7*Stern

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:00
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Eva Jancak © Erika Kronabitter

Eva Jancak © Erika Kronabitter

Im Siebenstern wo ja immer die „Poet Night“ stattfindet, ich einmal auf der „Kremayr& Scheriau-Eröffnungsparty“ war und ich auch einmal eine musikalisch umrandete Lesung sowie die Volksstimmeanthologien ein paar Mal vorgestellt wurden, finden jetzt auch die Luis Stabauer und Erika Kronabitter organisierten Famulus-Lesungen statt, die früher im Cafe Westend waren und diesmal hätten Livia Klingl, von der ich ja im letzten Jahren ihre Facebook-Eingtraungen „Bidermeiern“ gelesen habe und jetzt ihr Debut von vor zwei Jahren „Der Lügenpresser“ auf meiner Leseliste habe, lesen sollen, hat aber wegen einer Zahnbehandlung abgesagt, so daß ich nur die Lesungen von Isabella Feimer und Christiane Mack stattfanden.

Die 1963 in OÖ geborene Christine Mack, die auch GAV-Mitglied ist und die „Leondinger Akademie“ besuchte, hat nach der Einleitung von Luis Stabauer begonnen und einen Text über eine Frau gelesen, die sich depressionsbedingt auf der Psychiatrie befand, der sehr eindringlich war. Dann kam noch ein philosophischer Essay über den Tod der Wahrheit und dann folgte Isabella Feimer, die 2012 beim „Bachmannpreis“ gelesen hat und von der ich schon einige Bücher gelesen habe, beziehungsweise sie auch schon auf verschieddenen Lesungen gehört. Gelesen hat sie aus ihrem Buch „Monster“, aus dem sie schon in der „AS“ gelesen hat.

Luis Stabauer forderte anschließend noch zum Verbleiben, Diskutieren und Fragen stellen auf, da Jurenka Jurk aber um acht wieder ein Webinar zu ihrer Romanausbildung  abhielt, wollte ich, da ich nicht sicher war, ob ich das Video auch nachher noch hören kann, möglicht noch hineinhören und bin gleich gegangen.

Erika Kronabitter hat mir aber wieder ein Foto versprochen und  Patricia Brooks die auch anwesend war, wird am 25. Februar zusammen mit Elke Steiner und Friedrich Hahn lesen. Mal sehen ob es sich ausgehen wird?

2019-12-05

Dichtfest mit fünf Frauen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:55
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Wieder einmal „Dichtfest“ in der „Alten Schmiede“ eine Veranstaltung von Christine Huber organisiert, die ich eigentlich sehr mag und wenn möglich immer hingehe, denn Erstens gibts nachher Wein und was zum Knabbern und außerdem interessiere ich mich ja für Lyrik, obwohl ich keine schreibe und komme, seit ich „Buchpreis“ lese, eigentlich nicht sehr oft dazu, welche zu lesen und jetzt hat es wieder einmal gepasst in die „AS“  zu gehen und diesmal war es auch sehr voll.

Viele Freunde und Bekannte im Publikum. Linda Christanell, E. A. Richter, Ruth Aspöck, Erika Kronabitter mit ihrem Hubert,Jopa Joakin, Christl Greller, Susanne Toth, Alice Harmer, Cornelia Hülmbauer, Monika Vasik, Luis Stabauer und und – und gelesen haben Sabine Gruber mit ihren „Am Abgrund und im Himmel zuhause“ und dann noch den Monatsgedichten, die ich schon zweimal in der „Gesellschaft“ und in Krems hörte.

Dann folgte Petra Ganglbauer mit ihrem bei „Limbus“ erschienenen, sehr politischen Band „Gefeuerte Sätze“ und John Sauter, den Sprachkunststudenten, den ich auch schon gehört habe, der mir sehr gefallen hat, mit seinen bei „fabrik transit“ erschienenen „Startrampen“.

Nach der Pause zum Kopfauslüften, wie Christine Huber sagte und wahrscheinlich auch zum Rauchen, kam dann für mich eher Unbekanntes. Nämlich die 1962 geborene Claudia Karolyi die aus einem Manuskipt von einem roten Kleid las, sowie die 1983 geborene Seda Tunc, die ebenfalls ein Manuskript mit dem klingenden Mamen „eigentlich ist die straße eine venusfliegenfalle und die amsel dreht eine runde“ hatte, während ich die 1978 geborene Maria Seisenbacher schon im Literaturhaus und in der „Gesellschaft“ gehört habe, die aus ihrem in der „Edition Nö“ erschienenen Band „kalben“ las.

Ein interessanter und gut besuchter Abend, wo ich wieder einige interessante Stimme entdeckte, sowie  schon Bekanntes getroffen habe.

2019-11-13

Dreißig Jahre Mauerfall

Filed under: Veranstaltungen,Workshop — jancak @ 21:01
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Vom Gegenwartsliteraturworkshop, wo wir heute sowohl ein Gedicht von Gabor Schein analysiert, als auch weiter mit Radka Denemarkovas „Stunden aus Blei“, weitermachten und da die Übersetzung von Raija Hauck mit der von Stephan Teichgräber verglichen haben, ist es ins Cafe Jelinek in die Otto Bauergasse gegangen, da mich Sascha Wittmann dort zu einer „Textmotor-Lesung“ zu Fall der Berliner Mauer am 9. 11. 1989 eingeladen hat und der „Textmotor“ ist eine Gruppe literarisch Tätiger rund um Luis Stabauer, die sich dort, glaube ich, vier Mal im Jahr treffen und diesmal zum Fall der Berliner Mauer ihre Texte lasen. Paul Auer, der auch moderierte, Doris Fleischmann, die ich, glaube ich, schon in Leipzig hörte, Leopold Hnidek, Claudia Sprintz und Luis Stabauer haben das getan, Sascha Wittmann, die mich eingeladen hat, ist nicht erschienen und Paul Auer fragte jeden der Lesenden zu Beginn, wie er den neunten November 1989 erlebt hat? Ich hatte da meinen sechsunddreißigsten Geburtstag und wenn der neunte ein Donnerstag war, am Freitag mein Fest und da bin ich anschließend mit oder ohne Anna mit dem Frans Postma das Wochenende nach Budapest gefahren und vorher im Sommer waren wir, der Alfred und die Anna in Instanbul, da gab es schon die DDR-Leute, die aus Ungarn nach Österreich kamen und beim Volksstimmefest habe ich das zweite Mal gelesen. Das erste Mal war ein paar Jahre früer mit dem „Arbeitskreis schreibender Frauen“, das zweite Man hat mich Arthur West solo eingeladen, ich habe aus den „Hierarchien“ gelesen, Peter Turrini hat mich interessiert gefragt, ob das ein Roman sei?

Die Jelinek hat, glaube ich, noch glesen und die Marie Therese Kerschbauer und Arthur West hat beschwichtigt, daß das, was man über die DDR hört, nicht so arg sei. Das ist mir eingefallen, als Paul Auer gefragt wurde, wie er den Mauerfall erlebte? Die Zusatzfrage war, warst du da schon auf der Welt? Er war und hat sich bei seiner <mutter erkundigt, wie die KPÖ darauf regieren würden, nun Arthur West eher beschwichtigen und ein Witz habe ich glaube ich auf dem näcsten oder übernächsten Volksstimmefest gehört „Da geht ein ganzes Volk für höhere Brotpreise und Erhöhung der Mieten auf die Straße. Nun für die Reisefreiheit hat es das auch getan und darum ging es auch, um dieText der „Textmotor-Autoren“, wo Leopod Hnidek eine Geschichte las, wie er vor dem Mauerfall, die DDR-Grenze mit seinem Wagen öfter passierte, der wurde kontrolliert, zwei Papiersäcke mit Bananen und Nylonstrümpfen wurde von den Grenzern einkassiert, der Rest ist an die Geschäftspartner gegangen und dreißig Jahre später fährt er wieder über Hof nach Leipzig zu der Messe und bringt seinen Freunden, die inzwischen Mindestrentner und von der Altersarmut betroffen sind, wieder ein Säckchen mit.

Luis Stabauers Geschichte handelt von einem Pärchen, das der Ich-Erzähler am Plattensee kennenlernte und das ihm von ihrer geplanten Flucht erzählte.

Doris Fleischmanns Geschichte hieß „Portrait  einer Leipziger  Dame“ und die von Paul Auer hatte eher mit Rom als mit dem Mauerfall in Berlin zu tun.

Interessant war es trotzdem die Mauerfallgeschichten von österreichischen Autoren zu hören und dann bin ich ein Stücken weiter in die Schmalzhofgasse zu einer Vernissage der Galerie Lindner gegangen und hatte wieder einen interessanten literarischen Crossover-Tag.

Und ins Cafe Jelinek, das kann ich noch erwähnen, bin ich vor dreißig und mehr Jahren, als ich, glaube ich, noch die Wohnung in der Otto Bauergasse hatte und mit dem Alfred und der Anna in der Gumpendorferstraße wohnte, auch öfter gegangen und habe dort meine Texte, „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“ und auch die „Hierachien“ geschrieben und noch früher, in den späten Siebzigerjahren habe ich, glaube ich, auch mit dem „Arbeitskreis“ einmal in genau jenem erhöhten Extrastüberl gelesen.

2019-09-26

Übers Romane schreiben

Der September, Oktober, wo die Schulen und die Universitäten wieder beginnen, ist auch bezüglich Schreiben und der Frage, ob und wo man dieses lernen kann, produktiv.

So gab es letztes Wochenende wieder im „Writersstudio“, die Gratisworkshops, wo ich diesmal, weil in Harland, nicht hingegangen bin, aber ich kann ja, obwohl es Leute gibt, die mir das nicht glauben, schreiben und auch ins „Werkl in Goethehof“, wo mich Sascha Wittmann, mit der ich ja bei der „Westendlesung“ ins Gespräch gekommen bin, freundlich eingeladen hat, bin ich  zu der Veranstaltung über das „Für und wieder des literarischen Schreibens“ mit Marlen Schachinger, Doris Fleischmann, Sascha Wittmann, Daniel Zipfl, Doris Nussbaumer und und nicht hingegangen, obwohl ich das eigentlich wollte, weil mich Diskussionen über das Schreiben, obwohl ich es, wie oben behauptet, zumindestens ein bißćhen kann, nicht hingegangen, denn in der „Gesellschaft für Literatur“ gab es eine Konkurrenzveranstaltung haben dort doch Gustav Ernst und Karin Fleischanderl ihr neues bei „Haymon erschienenes Buch „Romane schreiben“ vorgestellt, haben doch der 1944 in Wien geborene Gustav Ernst und seine zweite Frau, die 1960 in Steyr geborene Karin Fleischanderl 2005 die „Leondinger Akademie“ gegründet, bei der Autoren, wie Bettina Balaka, Anna Weidenholzer, Luis Stabauer und und hervorgegangen sind, oder sie besuchten.

Die Zeischrift „Kolik“ haben sie auch gegründet, vorher war Gustav Ernst, der Romancier und Dramatiker beim „Wespennest“.

Jetzt ist er auch Lehrer an der „Sprachkunst“ und jetzt das Buch übers „Schreiben“ und das hat ja Saison, weil das  immer mehr Leute tun oder lernen wollen, weil man heute schon so weit ist, daß man sich zugesteht, daß man das kann und muß und daher die Schreibseminare, wie ich immer schreibe, wie die berühmten Schwammerln aus dem Boden schießen.

Im Internet kann man auch Schreibinfos zu Hauf finden und wenn man sich da einmal gemeldet hat, bekommt man Einladungen zu Seminaren und Schreibschulen, wie beispielsweise von Annika Bühnemann,Jurenka Jurk, Julia K. Stein und kann da das Handwerk wie die berühmte „Heldenreise“, das „Zeitmanagement“ etcetea lernen.

Schreibratgeber gibt es auch und wenn man sich ein bißchen fürs Schreiben interesssiert oder es versucht, kommt man nicht umhin sich damit zu beschäftigen.

So war die „Gesellschaft“ auch gut gefüllt, Margit Heumann, die ich schon länger nicht gesehen habe, war da und wahrscheinlich auch ein paar Sprachkunststudenten aber auch ältere Hobby- oder Profischreiber und Gustav Ernst und Karin Fleischanderl plauderten sich, moderiert von  Ursula Ebel auch locker durch das Buch.

Erzählten, wie sie zu der „Akademie“ und zu dem Buch gekommen sind, das auch wieder Anleitungen gibt, wie man einen Roman schreiben soll, damit er gelingt, gut oder spannend wird.

Das wort „Heldenreise“ ist dabei nicht gefallen, auch nicht das Wort „Plot“, dafür aber die „Dramaturgie“. Dann kam es schon zur Frage, ob die „Figur“ ein Eigenleben haben sollen oder sie der Autor streng und unerbittlich durch das Buch führt.

Da meinte ich, daß das wohl verschieden, mal so oder so passieren wird, manche Figuren machen sich selbstständig und führen zu veränderten Handlungsverläufen, andere halten sich an den „Plot“ und da waren wir schon bei der Frage, ob man, das Wort habe ich genannt, nach der „Schneeflockenmethode“ Szene für Szene planen und dann in drei Tagen das Buch hinunterschreiben soll. Dann wird es langweilig, dem stimme ich, die das ja auch nicht tut, zu und Karin Fleischanderl meinte, daß man es  den Romanen ansehen würde, daß sie konstruiert worden sind.

Spannend war für mich, daß Gustav Ernst meinte, daß man merkt, wenn etwas im Plot nicht passt, wenn es langweilig ist, dann muß man Spannung einbauen.

Das berühmte „Show not tell“, wurde am Beispiel genannt, daß man nicht schreiben soll „Sie ist sehr ehrgeizig!“ sondern das in einer Szene zeigen und ein Herr im <publkum meinte, daß man nur in der Literatur darüber schreiben kann, während man in der bildenden Kunst und in der Musik, die Gefühle sowie so zeigen muß.

Am Schluß gings dann noch, um die Verlagsförderung und darum, daß man sich für die nächste Akademie noch anmelden kann. Da wird man, glaube ich, auch ausgewählt und Karin Fleischanderl meinte am Beginn, daß es Leute gibt, die das Schreiben nicht lernen können, während Gustav Ernst, da optimischer ist und ein Herr fragte, ob Adalbert Stifter heute wohl noch einen Verlag finden würde?

Was mich dann  die Fragen stellen ließ, wer das alles, was die Leute  in den Seminaren und Akademien schreiben wird?

Es gibt immer weniger Leser meinte ich, die ich ja derzeit am dreifachen Buchpreislesen bin, und da kann ich gleich anmerken, daß ich jetzt alle nominierten Bücher, sowohl in Print, als auch in E-Bookform habe und da sind ja einige Debuts dabei, die vielleicht auch in „Leonding“ oder im „Instiut für Sprachkunst“, wo es ja auch einige Absolventen auf der Liste gibt, konzipiert wurden und ich beschäftigje mich außer dem Lesen ja auch mit dem Schreiben, beziehungsweise korrigiere ich  derzeit an meinem zweiten „Literaturgeflüsterbuch“, wo es um „Meine Bücher und um meine Schreibartikel“ im Blog geht.

Das Buch habe ich übrigens vorhin angefragt, um mich auch damit zu beschäftigen und vielleicht mein „Fräulein No“ danach konzipieren kann. Mal sehen, ob es zu mir kommt und die „Magdalena Kirchberg“ kann ich denen, die es interessiert, flüstern, kann an die Druckerei gehen. Jedenfall habe ich das „Dummie“ schon durchgesehen.

2019-07-16

Mit der unsichtbaren Frau ins Cafe Westend

Filed under: Lesung — jancak @ 23:17
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Luis Stabauer

Luis Stabauer

Bruno Schernhammer

Bruno Schernhammer

Heute also wieder einmal eine Lesung, wo ich meine „Unsichtbare Frau“, die ja durch die Regierungsumbildung wieder aktuell geworden ist, vorstellen konnte.

Das erste Mal habe ich aus ihr die Nobelpreisszene, die ich ja sehr gern mag beim „Volksstimmefest“ gelesen und mir vorher im „Writersstudio“ zweimal Feedback geholt, dann habe ich beim „Bobop“ wozu mich der Rudi Lasselsberger eingeladen hat, daraus gelesen und beim Geburtstagsfest vier Szenen, eine Szene bei den „Wilden Worten“ im Jänner und im Mai dann noch einmal das volle Programm im Republikanischen Club. Heute habe ich meine fünfzehn Minuten auf die erste unsichtbaren FrauSzene und dann auf die in New York verteilt und das Cafe Westend war auch erstaunlich voll.

Ich bin ja vor zwei Monaten das erste Mal zu einer von Luis Stabauer und Erika Kronabitter, bei deren Geburtstagsfest ich auch die zene fürf vorgetragen habe, organisierten Lesung gegangen, um mir das Senaro anzuschauen, wo es auch sehr gut besucht war und dann vor einem Monat noch einmal, wo deutlich weniger Besucher waren, also habe ich auch mit einem Sommerschwund gerechnet, es ist aber wieder die Margit Heumann gekommen, die Doris Kloimstein, meine Hauptschulfreundin Christa U., der Chemiker Manfred und dann noch zwei Stammbesucherinnen, die ich eingeladen hab und dann noch das andere Publkum das vielleicht so oder zu den beiden anderen Lesern kamen.

Und die waren moderiert von Luis Stabauer, der 1957 geborene Bruno Schernhammer, der in der „Kramer Gesellschaft“ einen Roman über den Autobahnbau „Und alle winkten – Im Schatten der Autobahn“ herausgegeben hat, aus dem er vier Stellen las.

Eva Jancak

Eva Jancak

Christian Schwetz

Christian Schwetz

Der hat die Lesung begonnen, gefolgt von mir und dann kam der  1962 geborene Christian Schwetz, der sohn des zweiten Mannesm ,meiner Cousine Irmi, der las einen „Er- Ich“ genannten Text, der die Ereignisse in zwei Perspektiven schilderte und recht interessant, sowie ein wenig experimentell klang.

Jetzt gibt es eine Sommerpause bei den Westend-Lesungen, im Herbst geht es dann weiter, ich bin gespannt und habe heute die „Podium-Sommerlesereihe“ im Cafe Prückl versäumt.

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