Literaturgefluester

2018-10-11

Barbara Frischmuths Neuauflage

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:00
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Während in Frankfurt die Buchmessen-Parties starteten, von denen ich hörte, daß es heuer weniger geben soll, präsentierte in der „Alten Schmiede“ Barbara Frischmuth die Neuauflage ihres vor fünfundzwanzig Jahren bei „Residenz“ erschienenen „Machtnix oder der Lauf, den die Welt nahm“, und ich dachte, ich muß früh in die Schönlaterngasse kommen, damit es mir nicht wieder wie bei Philipp Weiss passiert, stand dann schon vor halb vor der Türe, die Videowand zur Übertragung in den Schmiedesaal war schon aufgestellt, sollte dann aber nicht nötig sein, denn es waren auch noch nach sieben Plätze frei.

Die Seele und der Literaturbetrieb sind ein weites Land und nicht so leicht zu ergründen, aber vielleicht ergötzen sich die Literaturinteressierten alle in Frankfurt und die anderen hatten anderes vor, was weiß man schon so genau, hat einmal vor Jahren Cornelia Travnicek zu mir gesagt, als ich ich sie zur Vorbesprechung unserer „Mittleren-Lesung“ einladen wollte.

Markus Köhle hat moderiert. Kurt Neumann war nicht zu sehen. Also vielleicht in Frankfurt oder krank und Markus Köhle hat also statt ihm, daran erinnert, daß Barbara Frischmuth schon sehr früh, so als  eine der ersten Leserinnen 1975 in der „AS“ gelesen hat. Daran konnte sie sich nicht mehr so genau erinnern und das Buch hat sie geschrieben, weil sie von dem Jugolslawien-Krieg Anfang der Neunzigerjahre sehr verstört war.

Es ist eine Art Märchen oder Parabel. Bildgeschichte steht auf dem ursprünglichen Buch. Ein Kind flieht vor dem Krieg, hat sein Haus, seine Eltern verloren, seinen Namen vergessen und will sich nicht mehr an die Geschehnisse erinnern.

So sagt es auf alles „Machtnix“ und wird dann so genannt. Es trifft auf eine zweifaltige Kröte, die immer „Ob du es glaubst oder nicht!“ sagt und auf der Suche nach Essen, stehlen sie einem toten Soldaten, den Tornister. Darin sind nicht nur Brot und Zigraretten, sondern auch eine Maus, die kurz darauf sechs Junge gebiert. Ein blindes Huhn stößt dazu, eine Blindgängerbombe, die Klein-Gottfried heißt und ein besoffenes Schwein.

Man sieht es ist sehr märchenhaft. Markus Köhle betonte aber, daß es kein Kinderbuch ist und fragte Barbara Frischmuth im anschließenden Gespärch nach der Entstehungsgeschichte der Neuauflage, die kam erst nach einer Dramatsierung und einer Aufführung im Theater am Saumarkt in Feldkirch zustande und das erste Buch hatte 1993 schlechte Kritiken bei der FAz, weil es damals noch nicht verstanden wurde. Jetzt aber, wie Markus Köhle betonte, vielleicht aber auch im Programm steht, sehr aktuell ist und ich bin, kann ich betonen, so was wie ein Fan von Barbara Frischmuth.

Zumindest habe ich mir in den Siebziger- und Achtzigerjahren, die meisten alten schönen Residenz-Ausgaben von ihr gekauft und eifrig gelesen. Sie hat die „Sternwieser-Trilogie“ geschrieben, die „Klosterschule“, später sich mit der Türkei und den arabischen Raum zum Beispiel in der“ Schrift des Freundes“ beschäftigt.

Die letzten Bücher von ihr habe ich nicht gelesen, war aber öfter in der „Alten Schmiede“ bei Lesungen. Sie hat die letzuten bücher glaube ich bei „Aufbau“ verlegt, auch einige Gartenbücher geschrieben und sich jetzt, wie sie Markus Köhle erzählte mit ihrer Kindheit beschäftigt und in dem im Frühjahr erscheinenden neuen Buch über die Jahre 1941 bis 1955 in Altaussee, wo die Nazi Größen herumspazierten, beschäftigt.

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2016-12-07

Fest für Barbara Frischmuth und Literaturpreise der Stadt Wien

Heute war wieder „MUSA“ mit Helmuth Butterweck und Renate Welsch und das sind die diesjährigen Preisträger der Stadt Wien.

Vor drei Jahren haben die Gustav Ernst Erwin Klein bekommen, 2014 Wilhelm Pevny und da war ich am Vormittag bei der Preisverleihung im Rathaus und am Abend im „MUSA“.

Voriges Jahr waren wir mit der Oma in Ungarn, da fielen die Veranstaltungen aus und ich mußte mich auch nicht heimlich ins Rathaus schleichen, weil es mir bisher ja nicht gelungen ist, eine Einladung zu den Preisverleihungen zu bekommen.

Heuer wollte ich wieder einfach so hingehen, habe aber vorige Woche in der „Alten Schmiede“ von Julia Danielczyk erfahren, die Preisverleihung war schon am neunten November und es war eher ein Zufall, daß 2013 und 2014, die beiden Veranstaltungen zeitgleich waren und dann bin ich noch darauf gekommen, daß in der „Gesellschaft für Literatur“ ein Fest zum fünfundsiebzigsten Geburtstag für Barbara Frischmuth gefeiert wurde.

Also bin ich dort hin und weil am Nachmittag einige meiner Stunden ausgefallen sind, bin ich auch ziemlich konzentriert über „Klara-Claire-Klarisse“ gesessen und habe das ganze laut lesend korrigiert, wo ich dann ja immer einen Haufen Fehler finde, obwohl ich ja schon fast dachte, ich wäre eigentlich fertig.

Und weil wir  morgen nach Harland fahren werden, hätte ich das Ganze, das inzwischen wieder seitenverschoben ist, gerne fertigkorrigiert, weil ich ja in Harland keinen funktionierenden Drucker habe, aber dann wäre ich in die „Gesellschaft“ warhscheinlich zu spät gekommen, was ja an sich nichts macht, weil die ja eher gegen viertel anfangen, aber vielleicht sind viele Leute habe ich vorsorglich gedacht und nach fünf abgebrochen, so daß ich gegen dreiviertel sechs im Palais Wilczek eintraf, da hinter Barabara Frischmuth und ihrer Beleitung die Stiegen hoch gestiegen bin und dann beim Eingang vor lauter Prominente fast nicht durchkonnte und alle Pätze schon besetzt oder für die Prominentz reserviertwar, so daß ich nur auf einen der aufgestellten Sessel im zweiten Raum Platz fand.

Da habe ich geschimpft und geschimpft und bin auch den Herrn Müller angegangen, der hat mir aber auch nicht einen der reservierten Plätze gegeben. Es sind zwar andere Leute einfach rücksichtslos nach vor gegangen und eigentlich habe ich gar nicht so schlecht gesehen und Peter Rosei und Julian Schutting sind auch hinter mir gesessen.

Zu Barbara Frischmuth habe ich ja, das habe ich wahrscheinlich schon geschrieben, eine besondere Beziehung, denn ich habe sie durch meine Studententage begleitet oder sie mich, ich habe mir damals sehr viele ihrer beim alten „Residenz“ erschienenen Bücher gekauft.

In den siebziger Jahren, als ich studierte, waren gerade die „Mystifikationen der Sophie Silber“ oder diese Trologie an der Reihe und zu meiner Promotion im Jäner 1980, wo ich ja trotzig alleine hinging, nachher alleine im „Hausboot“ das es längst schon nicht mehr gibt, essen war, habe ich mir Band zwei oder drei gekauft und bin am Abend mit meiner roten Rolle alleine ins Burgtheater gegangen, was nicht nötig gewesen wäre, weil meine Eltern wären schon gekommen und hätten mich sicher auch zum Essen eingeladen, aber damals war ich noch sehr widerständig, zu meiner Hochzeit 1987 habe ich das nicht mehr geschafft.

Aber ich wollte ja über meiner Beziehung zu Barbara Frischmuth schreiben, die damals mein großens Vorbild war, so, wie sie wollte ich wahrscheinlich schreiben und natürlich auch bei „Residenz“ verlegen.

Die „Klosterschule“ habe ich mir auch zu einem meiner Geburtstage gekauft und die „Ferienfamilie“ steht auf meiner 2017 Leseliste, weil im Bücherschrank gefanden und in meinen Studententagen war ich mal in Linz und dort in einer Buchhandlung und habe ein paar Seiten daraus gelesen.

Die 1941 in Altaussee geborene Autorin ist sicher in einige Phasen einzuteilen, die „Klosterschule“ ist, glaube, ich ihr erstes Werk.

Die sogenannte Sternwieser-Trilogie spielt in Wien und im Stadtpark, wo Barbara Frischmuth ja einige Zeit im dritten Bezirk lebte.

Sie hat in der Türkei studiert, davon handelt, glaube ich, „Das Verschwinden des Schattens in der Sonne“, das ich während unserers Amerikas Aufenthalts 1989 las.

„Hexenherz“, „Die Frau im Mond“,“Bindungen“, Rückkehr zum vorläufigen Ausgangspunkt“,“Einander Kind“, „Über die Verhältnise“ habe ich gelesen.

Später, als ich mir die Bücher nicht mehr kaufte, kam dann die „Agypten-Phase“, da war ich bei einigen Lesungen in der „Alten Schmiede“ und in der letzten Zeit, einige bei „Aufbau“ erschienen Gartenbücher.

Denn Barbara Frischmuth ist wieder nach Alt Aussee zurückgegangen, hat sich dort einen Garten gekauft und den jetzt besiedelt und als wir 1984 warhscheinlich einmal mit der sehr kleinen Anna ein Wochenende in Altaussee verbrachten. habe wir am Abend in dem Hotel wo wir übernachteten Barbara Frischmuth gesehen.

Wegen dieser „Rushdie“ Geschichte ist sie aus der GAV ausgetreten, da habe ich ihr einen Brief geschrieben, sie hat mir auch geantwortet und jetzt ist sie fünfundsiebzug geworden und Peter Klar, den ich vom Volksstimmefest her kenne hat mit Anna Babka ein Symposium und jetzt das Fest für sie verranstaltet, daz eine Reihe von Autoren für Statesmenst eingeladen, mich natürlich nicht, so daß ich mir nur hier meinen eigenen Frischmuth Text und meine eigene Frischmuth Laudatio halten kann, denn die offizielle hat Bodo Hell gehalten und es war auch gut, daß ich mein Korrigieren vorzeitig abgebrochen habe, denn die „Gesellschaft für Literatur“ war, wie schon beschrieben sehr voll.

Friederike Mayröcker hätte die erste sein sollen, die einen Text für die Jubilarin lesen sollte, sie hat aber krankheits bedingt wahrscheinlich abgesagt, so hat Elisabeth Klar ihren Text gelesen, dann kam Jochen Jung ihr Verleger vom „Residenz-Verlag“ und der hat, was sich später auch noch wiederholen sollte, eine Collage aus ihren Titel, sie hat ja eine ganze Anzal von Büchern. zusammengestellt.

Olga Flor die erste „Veza Canetti Preisträgerin“ hatte einen ähnlichen Einfall und erzählte, daß sie eine sehr frühe Frischmut Leserin war und Barbara Frischmuth ihrem Kind auch eines ihrer Kinderbǘcher überreichte oder widmete.

Dann kam Thomas Stangl, man sieht die Creme der Creme des Literaturbetriebes mit seinem „Otter-Textr“.

Andrea Grill gratulierte zum Geburtstag, Mieze Medusa hat das Buch „Über die Verhältnisse“ wieder mal aus ihren Regalen genommen und forderte zum Wiederlesen auf.

Elisabeth Reichert, die ich erst vorige Woche in der „Alten Schmiede“ hörte, hatte einen Text, dann kam der mir unbekannte  Gerhard Fuchs, vom „Franz Nabel Instiut“, mit dem ich mich später sehr intensiv unterhielt und Almut Tina Schmidt, die ich auch kützlich in der „Alten Schmiede“ hörte.

Eva Schörkhuber hatte einen eigenen Text und die Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl auch eine collage, in dem sie das Frischmuth-Gewächs erklärte.

Anna Weidenholzer schloß irgendwie an ihr letztes Buch an obwohl sie von der anderen Seite des Gebirges oder des Sees erzählte oder von einem erzählte, der ein Hotelzimmer mieten wollte, das er dan doch nicht bekam.

Der letzte vor der Laudatio war Markus Käöhle und Bodo Holl blieb dann eigentlich gar nicht mehr sehr viel über als sich zu wiederholen oder sich zusammenzufassen. Begann mit einem Spaziergang und machte dann eine Werkanayse bevor er zu der Litanei von  Muth und Frisch kam und alles aufzählte, was diesbezüglich zusammenghing.

Es wurde zu diesem Anlaß auch eine bei „Sonderzahl“ erschienene Anthologie herausgegeben, die Barbara Frischmuth überreicht wurde, die darüber sehr gerührt war, die man dann auch kaufen konnte.

Es gab im Anschluß Sekt zjum Anstoßen und als mich Margotr Heumann fragte, wo ich anschließend hingehen würde und sich dann mit ihrer Freundin zum Punschtrinken verabschiedet, fiel mir das „MUSa“ und das Brot, das ich dort zu einem Glas Rotwein noch essen könnte ein und bin losgezogen.

Auf die „Anthologie“ habe ich dabei vergessen, was mich ein wenig ärgerte, aber ich bin im „MUSA noch zur Lesung von Renate Welsh zurechtgekommen, die ja nach Christine Nöstlinger eine der größten Kinderbuchautorinnen ist, die wir in Österreich haben. Sie ist oder war auch die Vizepräsidentin der IG Autoren und eine sehr freundliche, engagierte Frau und sie las gerade von einem Findelkind und dessen Beziehung zu seinem Pflegevater.

Nachher gabs ein Gespräch mit Julia Danilczyk, die erzählte, daß Renate Welsh bei der Preisverleihung, wo ja gerade Donald Trump die US Wahl gewonnen hat, sehr niedrgeschlagen war.

Jetzt geht es ihr angesichts der Wahl von van Bellen, obwohl sich die Freiheitlichen ja schon zur nächsten Natrionalratswahl rüsten, viel besser und mit dem Manfred und der Angela habe ich mich nachher noch gut unterhalten und man wird es nicht glauben, im Bücherschrank, bei dem ich dann noch vorbei schaute, Renate Welshs „Spinat mitRädern“ gefunden. Das habe ich mir aus gegebenen Anlaß mitgenommen, obwohl ich nicht ganz sicher bin, ob ich es nicht schon in meinen Beständen habe.

2012-09-18

Saisoneröffnung mit Barbara Frischmuth

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:44

Jetzt ists also soweit, die Alte Schmiede ist in die achtunddreißigste Saison gegangen (ich erinnere mich noch an die Zeiten, als ich als Studentin im Durchgangskabinett in der Wattgasse im Bett lag und mein Vater kam mit dem Kurier oder Arbeiterzeitung herein und erzählte mir, da gibt es jetzt ein literarisches Quartier) und hat als auserwählte Neuerscheinung Barbara Frischmuth eingeladen, ihren bei Aufbau erschienenen neuen Roman „Woher wir kommen“ zu präsentieren.
Das waren noch Zeiten, als ihre Romane beim Jung und Jung Residenz erschienen sind und an Barbara Frischmuth erinnere ich mich natürlich auch.
Habe ich ja in der Wattgasse und später in der Otto Bauer Gasse Psychologie studiert und geschrieben und von den schönen alten Redisdenzausgaben mit den so charakteristischen Titelbildern habe ich mir auch einige gekauft und sie begierig gelesen, um herauszufinden, wie Barbara Frischmuth es macht, deren Stil mir immer sehr sympathisch war.
Nicht ganz die ersten Romane habe ich gelesen, einen Teil der Sternwieser Trilogie habe ich mir, kann ich mich erinnern, am Tage meiner Promotion gekauft, da war ich noch rebellisch genug, alleine hinzugehen, um meinem Vater eines auszuwischen, der sich nicht wichtig mit mir machen sollte, danach in die Buchhandlung auf der Ringstraße der Uni visavis, die heute ein Sub-Restaurant ist oder war und dann in das „Hausboot“ essen, das später ein Mc Donald wurde und jetzt ein Asia Noodle Shop ist und am Abend mit dem Buch und der Rolle ins Burgtheater.
Zu einem meiner Geburtstage habe ich mir die Taschenbuchausgabe der „Klosterschule“ gekauft und Balasz Nemeth hat Barbara Frischmuth zu einer Lesung in die Zwingli Kirche eingeladen, zur „Sophie Silber“ vielleicht, da hat sie ein Herr aufgefordert, fleißig zu sein und sie hat geantwortet “ das nächstes Buch der Trilogie ist schon fertig!“
Fleißig ist ein Wort, das zu Barbara Frischmuth passt, ist doch bei Residenz fast jedes Jahr ein Roman erschienen und in der sozialistischen Wochenzeitung „Frau“, die meine Mutter regelmäßig las, Artikel von ihr, wie schwer man es als Autorin hat, denn man kann sehr leicht vergessen werden. Das ist ihr zwar nicht passiert, wohl hat sie aber ihren Verlag verloren, über ihren Garten in Altaussee geschrieben und ein paar Romane in denen das Verhältnis zwischen Orient und Okzident eine Rolle spielt und ist zu Aufbau gegangen und als es mir in meinem Akademikertraining, das war 1980, im schulpsychologischen Dienst sehr schlecht ging, weil ich damals noch sehr schüchtern war, habe ich mir, bei in der Buchhandlung „Herzog“, die es auch nicht mehr gibt, glaube ich, „Das Verschwinden des Schatten in der Sonne“ gekauft, das ich mir neun Jahre später nach Amerika mitgenommen und gelesen habe.
Man sieht, ich fühle mich Barbara Frischmuth sehr verbunden.
„Die Frau im Mond“, „Hexenherz“, „Einander Kind“, etc, habe ich gelesen, bzw. die Sprache in dem Versuch studiert, auch so gut zu werden, es ist wahrscheinlich nicht gelungen und als Barbara Frischmuth wegen der Salman Rushdie Geschichte aus der GAV ausgetreten ist, habe ich ihr einen empörten Brief geschrieben, den sie auch beantwortet hat.
An eine Lesung in der Alten Schmiede, war es jetzt „Der Sommer in dem Anna verschwunden war“ oder „Vergiß Ägypten?“, wahrscheinlich auch zur Saisoneröffnung, erinnere ich mich, diese Romane habe ich nicht gelesen, weil ich ja später ein bißchen geizig wurde und mir keine so teuren Bücher mehr kaufte, wie ich es als Studentin noch tat.
So habe ich aber die schönen alten Residenzausgaben in Harland stehen und als die Anna sehr klein war, sind wir ein Wochenende nach Altaussee gefahren und haben Barbara Frischmuth prompt in dem Gasthof, wo wir wohnten, getroffen. Auch an die halbversäumte Lesung im Museum in St. Pölten, erinnere ich mich, weil ich im Regen mit dem Rad nach Harland, wie verabredet gefahren bin und sich der Alfred einbildete, ich hätte ihn angerufen und gesagt, ich würde in St. Pölten bleiben und jetzt also der neue Roman zur Saisoneröffnung, den ich schon in einigen Buchhandlungen liegen gesehen habe.
Ich bin natürlich frühzeitig in die Alte Schmiede gegangen und habe auch gleich einen Platz in der zweiten Reihe bekommen und über die Prominenz gestaunt, die erschienen ist.
Elfriede Czurda, Julian Schutting, ja sogar die Frau Mayröcker ist mit der Christel Fallenstein gekommen, man sieht die Alte Schmiede ist ein Geheimtip und es gibt noch Lesungen, wo die Schriftsteller zu den Lesungen der anderen Schriftsteller zusammentreffen.
Kurt Neumann hielt wieder einen fulminanten Vortrag über die Schreibweise und das Konzept des Romans, der drei Frauen, drei Jahre und drei Städte verbindet, das erschien mir ein bißchen bekannt, habe ich mich in der letzten Zeit ja auch sehr oft mit Müttern, Großmüttern und Enkeltöchtern beschäftigt und da kann ich gleich einwerfen, die „Wiedergeborene“ ist fertig korrigiert und kann an die Druckerei gehen. Bei Barbara Frischmuth ist es eine Mutter, eine Tochter und eine Großtante, es spielt in Alt Aussee, Istanbul und Wien und die Jahre sind 1944, 1989 und 2009. Man sieht, so schlecht bin ich gar nicht unterwegs, obwohl ich an die Sprachgewalt natürlich nicht herankomme, das ist schon klar.
Einen Dialogroman hat es Kurt Neumann, glaube ich, genannt und vom Erzählen über das Erzählen gesprochen, da sich die Protagonisten die Geschichte gegenseitig erzählen und es auch ein paar Klatschweiber gibt, die das übrige tun.
Barbara Frischmuth hat dann einige der Stellen gelesen, die, wo die Tochter ihren Schulfreund in dem Hotel der Mutter trifft und einem seiner drei Kinder eine Eistüte holt und das sich dann mit dem Apfeleis beschmiert, so etwas Ähnliches habe ich auch gerade in Arbeit und habe wieder gedacht, so ganz schlecht bin ich nicht und kann auch einwerfen, daß ich bei der Poet Night am Samstag wahrscheinlich eine Szene „Aus Kerstins Achterl“ lesen werde und zwar die, wo die Kerstin bei der Hochzeit von Traudl Obefwallner fotografiert. Es gibt aber auch die, wo der kleine Hektor die Susa Dworak zu einem dreitausend Kalorien Eisbecher zwingt und ihr dabei einen Vortrag über Anorexie hält.
Barabara Frischmuth hat aber weitergelesen, wie Martha, die Mutter, die Istanbul gelebt hat und ihre zwei Kinder dort geboren hat, ihre Freundin Lale besucht und im Lift stecken bleibt. Verschwundene Männer gibt es bei ihr auch. Die letzte Szene handelte von der Tante Lilofee, die 1944 ein Kind von einem Kriegsgefangenen bekommen oder es verloren hat.
Diskussion gab es nicht, denn da hatten sich schon die Autogrammjäger mit ihren Büchern angestellt und als ich, weil ich mir das Buch nicht kaufte, nach oben ging, kamen die mit den Büchern hinunter, die sich die Übertragung oben angeschaut haben. Elfriede Haslehner und Anita C. Schaub habe ich getroffen und bin sehr beschwingt nach Hause gegangen, wo ich noch anfügen kann, daß ich am Freitag und am Sonntag „Kerstins Achterl“ laut lesend korrigiert habe und dabei fast auf jeder Seite einen Fehler fand, aber auch die drei schönen Szenen, die mit dem Hektor im KHM zähle ich auch noch dazu, neben den drei, wo ich meinen Frust von der Jungautorenliteraturgala herunter schreibe, jetzt bin ich gespannt, wann ich damit fertig werde, eine Idee, wer mir den Text schreiben könnte, ist mir auch schon gekommen und zu meinem Geburtstagsfest, daß es genau am 9. 11. geben wird, werde ich daraus lesen.

2012-09-09

Änderungen und neuer Ideenschwung

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:02

Ich habe es schon geschrieben, in den Herbst scheine nicht nur ich mit Anlaufschwierigkeiten hineingekommen zu sein. Kunststück, ist es ja noch Sommer und in den letzten Tagen war es auch sehr heiß. Trotzdem die Sommerfrische ist beendet, die Klienten melden sich wieder und die Literaturveranstaltungen sollten beginnen. Sie tun es auch, nur die, von denen ich weiß, wie zum Beispiel zu der Manfred Rumpl Buchpräsentation konnte ich nicht gehen, weil ich das Wochenende wieder in Harland bin. Obwohl es nächste Woche keinen Rund um die Burg Lesemartathon geben wird, das habe ich auch schon geschrieben, der ist erst Anfang Oktober, wird vom Echo Media Haus Wien organisiert und bringt, wie es neue Veranstalter ja gerne machen, eine Menge Änderungen mit sich, wie ich schon gelesen habe. Programm scheint es noch keines zu geben. Aber und das hat mich getroffen, obwohl es eigentlich eine logische Veränderung ist. Es wird nicht mehr rund um die Uhr gelesen. Also keine Nächte mehr im Zelt, mit Proviant und Kaffee in der Thermosflasche und warmen Pullover, auf die ich ja so stolz war, als ich es endlich schaffte, non Stop zu bleiben. Ich war aber, die sieben oder acht Male als ich das tat, die Einzige, außer dem Personal, das heißt dem Fotografen und vielleicht Claudia Wittrich. Also ist diese Idee nicht sehr rationell und die, die um vier, fünf oder sechs Uhr früh vor ein paar schlafenden Gestalten gelesen haben, waren auch nicht zu beneiden.
Also ist es wahrscheinlich besser, daß es jetzt Programm von sechzehn Uhr bis zwei Uhr früh, wie bei der Poet Night gibt und dann wieder von neun bis eins.
Ein bißchen traurere ich meienem Veranstaltungserlebnis aber nach und das darf ich auch. Ansonsten mal sehen, wie es wird. Julia Rabinowich und Barabara Frischmuth habe ich schon entnommen, werden lesen und dann noch achtundzwanzig andere österreichische Autoren und ob das wieder im Zelt oder vielleicht im Burtheater ist, ist mir nicht so klar geworden.
Programm folgt, steht auf der Website, ich werde es verfolgen und berichten und dann der neue Ideenschwung, der betrifft natürlich mein eigenes Schreiben, das es ja auch gibt und das zumindestens für mich sehr wichtig ist, da bin ich ja immer noch sehr schnell unterwegs, obwohl die erste Wiener Woche wieder ein bißchen Trödeln mit sich brachte. Manchmal habe ich solche Phasen. Ich mag sie nicht besonders, denke mir aber inzwischen, sie werden schon ihren Grund haben und es macht ja nichts, wenn ich mir Zeit lasse, auf meiner Homepage und im Geflüster gibt es sicher einiges zu entdecken.
Trotzdem bin ich ab Donnerstag wieder hineingekommen. Noch ein Fehler bei der „Wiedergeborenen“ und bei „Kerstins Achterl“ schien das Szene für Szene zu korrigieren gar nicht mehr nötig zu sein, weil es ohnehin schon ziemlich fertig ist. Also werde ich es in den nächsten Wochen, das dauert dann immer ein bißchen länger als geplant, denn das Fehlerteufelchen ist ja hartnäckig, dem Alfred geben können. Im September oder im Oktober höchstwahrscheinlich und dann ist ja geplant, daß ich mich an das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ mache, aber im November ist wahrscheinlich wieder der Nanowrimo, wo ich ja 2009 begeistert mitmachte und ich habe wie meine Leser wissen es, dieses Frühjahr mehrmals geschrieben, das ich das gerne wieder einmal machen würde. An einen Korrigierdurchgang habe ich gedacht oder so, dann bin ich aber wieder schnell als geplant fertiggeworden und dachte, es passt nicht, jetzt denke ich es passt vielleicht schon. Nicht mit dem „Literaturgeflüster-Texte-Buch“, denn da sind sie 50.000 Worte ja schon vorhanden. Aber das kann ich ja noch etwas länger liegen lassen und stattdessen den Nanowrimo machen. Eine Idee für das nächste Buch, das habe ich auch schon angedeutet, gibt es ja schon, eine vielleicht ein bißchen verrückte, aber da könnte es einen Egon Wächter oder vielleicht bekommt er auch einen anderen Namen, geben, ein Herr mit 112, der sich in einer Anti Aging Seniorenresidenz mit Namen „Zum ewigen Leben“ aufhält und der trifft in einem Park die normal gealterte hundertfünfjährige Lea Weißensteiner, die an sich sterben will, aber das noch nicht kann, weil es noch einige Bücher aufzulesen gibt. Das ganze wird von der jungen slowakischen Krankenschwester Marica Horvath einem Reporter oder Schriftsteller erzählt.
Nicht ganz neu natürlich und die Wahrscheinlichkeit besteht, da ich ja schon ähnliche Themen bearbeitet habe, daß ich wieder abrutschen und in der Krise enden könne. Der November ist für mich auch keine sehr günstige Schreibezeit, weil ja die Buch Wien, mein Geburtstagsfest, beim Alpha Literaturpreis lassen sie mich wahrscheinlich nicht hinein, aber ich kann auch so darüber bloggen, ich werde also nicht sehr viel Zeit zum Schreiben haben, da ist wieder die Gefahr, daß ich dann schnell schnell die fünzigtausend Worte hinfetze, was ich ja kann, das ist nicht mein Problem und vielleicht nicht dort und so weiterkomme, wie ich es vielleicht sollte.
Die Idee wieder einmal mitzuschreiben, reizt mich aber und es ist ja nichts zu verlieren. Zu gewinnen auch nicht, ob ich jetzt die fünfzigtausend Worte hochlade oder nicht. Mal sehen, ich kann es mir ja offen lassen, schauen wie der Zeitplan ausszieht und es dann probieren, das Monat schreiben oder nicht und dannn weiterkorrigieren oder nicht. Da habe ich ja keinen Zwang und eigentlich ginge es sich ganz gut aus. In den letzten Jahren ist es sich nicht ausgegangen, weil ich mitten in den anderen Arbeiten war, in der „Absturzgefahr“ 2010, bei der „Frau auf der Bank“ 2011 deshalb habe ich auch nicht mitgemacht und 2009 kann ich mich erinnern, war ich mit dem Korrigieren der „Sophie Hungers“, glaube ich, auch noch nicht ganz fertig, habe unterbrochen und dann weitergemacht.
Ansonsten kann ich vermelden, daß ich letzte Woche außer, daß ich vier neuere bis ganz neue Bücher gelesen habe, doch auf einer Buchpräsentation war, zwar auf keiner literarischen, aber in der grünen Bildungswerkstatt wurde die „Unmutsverschuldung“, das Buch zu den größten heimischen Korruptionsfällen vorgestellt und die Politik ist ja auch ein Thema, das mich sehr interessiert.
Es gab ein tollen Buffet und eine Diskussion mit Kurt Kuchs vom News, Ulla Schmid vom Profil, Hedwig Schneid von der Presse, Herbert Sickinger und Peter Pilz, den Politexperten und es wurde über den Untersuchungsauschuß diskutiert, über den man vorher und nachher in den Medien hören konnte, daß er eingestellt werden soll, weil sich Kanzler Faymann nicht vorladen lassen will.

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