Literaturgefluester

2020-09-14

Woodstock revisted

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:39
Tags: , , ,

„Woodstock“ dieses legendäre Open Air Festival das von 15. -17 August 1969 in White lake stattfand, wo Janis Joplin, Jimmy Hendrix, etcetera, aufgetreten ist, ist an mir, wo ich damals den ersten Jahrgang der Straßergansse abgeschlossen hatte und vom Ferienlager der Kinderfreunde nahtlos zum Ferialpraktikum in die Pension Weiß in Küb am Semmering hinüberwechselte,ziemlich vorbei gegangen. Hatte und habe ich ja einen ziemlich konservativen Musikgeschmack, bin während meines Studium viel in die Oper gegangen und verbinde damit eigentlich nur eine Platte, die der Alfred öfter hört.

Bei anderen, Richard Weihs wahrscheinlich, dem 1956 in Wels geborenen Musiker und Autor ist das wahrscheinlich anders und so hat er heute zu seinen „Wilden Worten“ die ja seit Juni wieder stattfinden, die Ö1-Journalistin Sabine Nikolay eingeladen, die Corona bedingt etwas verspätet bei „Roesner“ ein Road story Book, das wahrscheinlich unter dem Ttel „Spielplatz der Mllionäre “ herausbringen wird, in dem sie sich auf Spurensuche nach dem legendären Festival begeben hat.

Begann mit dem „Chaos in Gatsch“ hat das Festival ja auf einer Wiese mit keinen oder schlechten Sanitäranlagen stattgefunden und schwenkte dann zu dem einsamen Schlüßelkind hin, das 1977 eine Janis Joplin Platte entdeckte und später mit Kind und Ehemann zu einem Ausstauschsemester nach Amerika kam, wo sie den Autor Robert Stone interviewte, der für viele Preise nomiert war. Sie las über die pschodelischen Drogen, die am Festival konsumiert, bezeihungsweise in den pschiatrischen Kliniken ausprobiert wurden, wobei sie zu Ken Kesey und seinem Roman „Einer flog über das Kuckucksnest“ kam.

Richard Weihs begleitete sie auf seiner Gitarre, im Publikum waren außer der Ruth und der Christa Nebenführ die etwas später kam, auch ein Musiker, der sehr viel über Woodstock wußte und ein Plakat von diesem Fest gab es auch.

Nachher kamen wieder die Wunschgedichte und da hatte ich mir das letzte Mal etwas zu Corona, der Maskenpflicht und der Ausgangssperre gewünscht, während mir diesmal ja der Satz von Kanzler Kurz durch den Kopf ging, daß er es mit seinen Gewissen nicht verantworten könne, Kinder aus dem Flüchtlingslager von Moria aufzunehmen, was mich ja sehr an George Orwell und seinem Neusprech erinnerte.

Mal sehen, was Richard Weihs daraus macht? Und ich habe ja, da die Coronamaßnahmen seit heute wieder verschärft sind und derzeit Maskenpflicht in nahezu allen Veranstaltungsorten gilt, schon fast befüchtet, ab nun in keine mehr zu kommen.

Die“ Wilden Worten“ finden aber im Oktober sogar zweimal statt.

2020-07-08

Nacht im Cafe Prückl

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:59
Tags: ,

Hurrah, hurrah, die Sommerlesereihe des Literaturkreises Podium im Cafe Prückl, die seit letzten Jahr von Brigit Schwaner organisiert wird, vorher waren es Christa Nebenführ und Claudia Erdheim findet auch heuer im Juli statt und hat sogar schon vorigen Mittwoch begonnen.

Da haben zu diesem Thema Andrea Grill und Christian Futscher gelesen und ich habe es leider versäumt, obwohl ich sehr leicht hingehen hätte können, weil ich ja auf der Schlußkundgebung des Schweigemarschs für „Kunst und Kultur“ am Karlsplatz war und das war, glaube ich, so um sieben aus und um acht beginnen die „Prückl-Veranstaltungen“, nur leider habe ich nichtsgewußt davon, weil ich erst am Donnerstag in der Buchhandlung Frick die Programmkarten gefunden habe.

Ich habe zwar die Ruth danach gefragt und sogar bei den GAV-Veranstaltungen diesbezüglich nachgeschaut, aber nichts gefunden und die „Alte Schmiede“ wo ja eigentlich immer die Auftaktveranstaltung stattfand und es daher im Programm stand, bin ich ja leider seit März nicht mehr gekommen.

Am Montag, diesmal sind die Veranstaltungen jeweils Montag und Mittwoch und nicht wie im Vorjahr, wo sie, glaube ich, Dienstag und Donnerstag waren, wo die mir unbekannte Martina Onjegbula und Lisa Fritsch gelesen haben, war ich in Harland, weil ich meine Sommerfrischenwochenenden eigentlich exakt einhalten will, aber heute ist es sich ausgegangen, da waren wir zwar auch in Harland, weil wir im Bootshaus den achtundachtzigsten Geburtstag von Alfreds Mutter gefeiert haben, sind aber, da ich ja morgen Stunden habe, zurückgefahren und zum Glück gibt es ja (noch) keine Maskenpflicht in Lokalen und so war es obwohl eine Indoorveranstaltung kein Problem und Desinfektionsmittel und der ausreichende Abstand war auch gewährt, obwohl einige bekannte Gesichter wie Lukas Cejpek, Angelika Kaufmann, Irene Wondratsch, Christian Katt, ecetera und sogar die Literaturbeauftragte der Stadt Wien Julia Danielcyck gekommen waren.

Margret Kreidl und Günther Kaip haben gelesen, Birgit Schwaner begann in ihrer Einleitung mit den Träumen und der Traumdeutung und das war auch das Thema des Abends und die 1964 in Salzburg geborene eher experimentelle Autorin Margret Kreidl ist mir auch keine Unbekannte, habe ich sie ja schon bei einigen Lesungen gehört und sie brachte eine Zusammenstellung aus ihren „Einfachen Erklärungen- Alphabet der Träume“, das ich, glaube ich, auch schon irgendwie gehört habe, dazu gab es auch ein Traumposter, das Margret Kreidl mit Lukas Cejpeks Hilfe präsentierte und ein paar Postkarten von ihr gab es auch am Büchertisch zu sehen.

Der 1960 in Linz geborene Günther Kaip von dem ich auch schon einige Lesungen gehört habe, der mir aber trotzdem noch ziemlich unbekannt ist, brachte eine Collage aus einigen seiner Büchern und las Miniaturen, die sich mit dem Thema Nacht beschäftigten und dann noch einige seiner „Kieselgedichte“.

Eine interessante experimentelle Zusammenstellung und am Montag kündigte Birgit Schwaner an, wird Linda Kreiss, die ebenfalls anwesend war einen ihrer Nepaltexte, sowie Klaus Haberl lesen und da werde ich zwar, weil der Alfred eine Sitzung hat, in Wien sein, aber wahrscheinlich doch ins Weinhaus Sittl zu einer Lesetheateraufführung über Andreas Okopenko gehen.

Warten wir es ab, ich habe mich jedenfalls mit Irene Wondratsch, die mir erzählte, daß sie diesen Sommer für einige Schreibwerkstätten nützen wird und mit Julia Danilcyck unterhalten, die ich fragte, ob sie mein Buch bekommen hat und das habe ich auch Irene Wondratsch gezeigt.

2019-10-19

Von der GAV-GV zum Badeschiff

Erika Kronabitter, Eva Jancak © Erika Kronabitter

Erika Kronabitter, Eva Jancak © Erika Kronabitter

Dieses Wochenende sind ja nicht nur die Publikumstage auf der Frankfurter-Messe, sondern auch die Generalversammlung der Grazer Autorinnen Autoren, 1973 in Graz als Abspaltungsversuch vom damaligen PEN gegründet und immer noch der größte österreichische Autorenverein, den wir haben, auch wenn die Gründungsmitglieder fehlen und nicht mehr Ernst Jandl, der, glaube ich, zu Zeiten meiner Aufnahme Präsident war, H. C. Artmann, den ich kaum dort gesehen habe, aber auch Marie Therese Kerschbaumer, Gert Jonke, Elfriede Gerstl, Friederike Mayröcker,  etcetera, zu den Generalversammlungen kommen.

Ich habe, glaube ich, schon geschrieben, daß ich 1987 in die GAV aufgenommen wurde. 1986 habe ich das erste Mal eingereicht, damals gab es noch die Vollversammlung und die Generalversammlungen haben das ganze Wochenende, das heißt bis Samstagmittag, stattgefunden.

Josef Haslinger war der Generalsekretär, später Gerhard Kofer, Heidi Pataki lange die Präsidentin, Rolf Schwendter war das auch, dann kam Petra Ganglbauer und jetzt ist, welch Überraschung Ilse Kilic die Präsidentin, die zu Zeiten meiner Aufnahme, die Sekrretärin war.

Die Zeiten ändern sich, jetzt hat die GAV siebenhundert Mitglieder, die GVs finden im Oktober an einem Samstag statt und vorher gibt es am Freitag nachmittag seit einigen Jahren den kulturpolitischen Arbeitskreis, wo verschiedene kulturrelevanten Themen diskutiert werden.

Ruth Aspöck hat den, glaube ich, einmal eingeführt. Jetzt machen ihn Ilse Kilic und Christa Nebenführ und die Lesung der Mitglieder, die im letzten Jahr aufgenommen wurden, die es eine Zeitlang anschließend in der „Alten Schmiede“ gab, gibt es auch nicht mehr.

Jetzt werden auch nur mehr alle zwei Jahre neue Mitglieder aufgenommen, so wurde heuer auch sehr lange über die Neuaufnahmen diskutiert.

Es gab viele Vetos, denn jedes Mitglied kann ein solches einlegen, wenn ihm ein Juryentscheid nicht gefällt, daher gibt es dann auch lange Diskussionen und Abstimmungen und die eingereichten Veranstaltungen. Inzwischen kann jedes Mitglied pro Jahr ein Veranstaltung einreichen und weil die Mitglieder mehr werden, die Subventionen aber gleichbleiben, gab es im letzten Jahr, wo keine neuen Mitglieder aufgenommen wurden, eine lange Diskussion darüber, was und wie eingespart werden kann.

Heuer gingen die Veranstaltungsvorschläge schneller vor sich, so daß nach den Berichten aus den Bundeslängern, denn wenn der Name auch „Grazer Autorenversammlung“ heißt, gibt es in jeden Bundesland eine eigene Regionalversammlung, die ihre eigenen Veranstaltungen machen, noch Zeit für allfälliges war und da wurde über eine eventuelle Namensumänderung diskutiert, da das „Graz“ im Namen vielleicht ein bißchen lästig und wiedersprüchig sein könnte.

Aber ich möchte nicht Mitglied einer „Allgemeinen österreichischen Autorenversammlung“, werden, denn die GAV, bei der ich ja schon sehr lange Mitglied bin, ist ein wichtiges Stück Identität für mich und man kann ja das „Gegründet in Graz!“, zusätzlich erklären.

Wird wohl so bleiben, zumindestens noch für die nächste Zeit, dann gab es wieder das Abendessen, diesmal im Cafe Prückl, wie im letzten Jahr, lange war es im Gasthaus Pfudl, aber diesmal hätte man sich wahrscheinlich aus Einsarungsgründen das Essen und das Trinken selber zahlen müßen und ich eße ja eigentlich nichts am Abend.

Erika Kronabitter, Christian Kargl © Erika Kronabitter

Erika Kronabitter, Christian Kargl © Erika Kronabitter

Zu Mittag war ich bei der „Nordsee“ und habe mir eine mittlere Portion Fisch und Chips besorgt und mir nachher beim „Heindl“ drei Maroni gekauft und außerdem hat mich die Gerlinde vom „Ohrenschmaus“, die ja dort nicht nur den „Preis“ organisert, sondern auch Lesungen der Einreichenden schon lange ins Badeschiff am Donaukanal eingeladen, wo es das“ Cafe Ohrenschmaus“ gibt und da gab es heute ein Fest oder ein Party, jedenfalls spielte die Tschuschenkapelle oder ein Musiker davon und um halb sechs hat Erika Kronabitter ihr neues, bei der „Edition Taschenspiel“ erschienenes Buch „Endlich Alles Richtig“ vorgestellt, so daß ich, die ja die Erika schon beim Artmann-Symposium am Donnerstag und am Freitag gesehen habe, darauf angesprochen  und eigentlich gedacht habe, daß ich mit ihr von der Sitzung zum Badeschiff gehen könnte, denn der Donaukanal ist ja nicht weit von der „Alten Schmiede“ entfernt.

Sie hatte aber ein Schreibcoaching und war gar nicht bei der GV obwohl sie Vorstandsmitglied ist, so bin ich nach der Verabschiedung durch die Präsidentin alleine hingegangen, bin gerade noch rechtzeitig zur Lesung gekommen, konnte auch einen Kaiserspitzer trinken, einen sehr guten Salat mit Grantäpfel und anderem und ein Stück Kuchen essen und dann noch mit der Erika mit einem Achterl Rot auf die sehr literarischen Woche anstoßen, in der ich viel in Wien erlebt habe und gar nicht nach Frankfurt gekommen bin und nächstes Jahr, das kann ich gleich anmerken, wird die GAV-GV wieder zeitgleich mit der Frankfurter-Buchmesse sein, also wird es vielleicht wieder etwas hektisch werden und bezüglich Leipzig, wo wir ja eigentlich immer regelmäßig fahren, gibt es das Problem auch, wenn auch vielleicht nicht mehr so regelmäßig, da es ja keine jährlichen Vollversammlungen mehr gibt und sich mein Messebesuch also höchstens mit der „Lyrik im März“ schneidet was auch nichts macht, da ich ja keine Lyrik schreibe, sondern mich nur an die Großveranstaltungen erinnern kann, die in den Achtzigerjahren im NIG im Hörsaal eins, stattgefunden habe, wo Rolf Schwendter gelesen habe, Gerald Bisinger sich sein Begräbnis vorstellte, Ernst Jandl, Gerhard Kofler auf Deutsch und auf Italienisch, Friederike Mayröcker, Marie Therese Kerschbaumer und und und die GAV ist ein Stück von mir auch wenn ich selten nach Graz komme, die ich nicht missen will, aber einmal war dort auch eine Vollversammlung und Dietmar Füssel ein sehr engagiertes oberösterreichisches GAV-Mitglied, hat mir auch seinen neuen Gedichtband übergeben, so daß ich wieder genügend Lesestoff habe und mich auch demnächst wieder ein bißchen auf das blaue Sofa setzen werden, um herauszufiden, was ich während der Neuaufnahmediskussion und den Badeschifflesungen in Frankfurt versäumt habe.

2019-09-09

Wilde Septemberworte

Harald Jöllinger

Harald Jöllinger

Harald Jöllinger

Harald Jöllinger

Nach der Sommerpause geht es weiter mit den „Wilden Worten“ die pünktlich jeden zweiten Montag des Monats stattfinden, diesmal mit Harald Jöllinger.

„Kenne ich nicht!“, habe ich zum Alfred gesagt und dann ein „Kremayr & Scheriau-Buch“ auf dem Tisch liegen sehen, eines der wenigen, die ich noch nicht hatte, denn eigentlich lese ich mich ja seit 2015, seit es die literarische Schiene des Verlags gibt, durch das Programm.

Aber man erlebt eben immer seine Überraschungen, Harald Jöllinger wurde 1973 in Mödling geboren, lebt in Maria Enzersdorf, sieht optisch ein  bißchen, wie Helmut Qualtinger aus, zumindest wurde er mit ihm verglichen und hat in „Marillen und Sauerkraut“ sein erstes Buch geschrieben.

„Gschupfte und grantige Geschichten voll schwarzen Humor“, steht in der Verlagsbeschreibung,  die „Leondinger Akademie“ hat er auch absolviert und beim „FM 4-Wortlaut“ einige Male gewonnen.

Drei solcher Geschichten hat er gelesen, von einem, der sich wegen der Strahlenbelastung mit Marillenschnaps vollfüllt und dann, die Schnecken Häuser tauschen sieht. Dann von einem. der sich von einer Vera einladen läßt, während sein Gummibaum unendliche Dimensionen annimmt, so daß er fast sein Schlafzimmer nicht mehr erreicht und dann von einer Fremdenführung durch die Stadt Horn und der Autor saß anschließend pheglmatisch da und beantwortete auf diese Art und Weise auch, die Fragen, ließ die Vergleiche mit dem Qualtinger an sich abprallen und sich von der Christa Nebenführ, die neuesten „Instagram-Eintragungen“ erklären.

Nachher gab es die Wunschgedichte, nur sieben wurden im Juni gewünscht. Vielleicht sind es diesmal mehr und das nächste Mal im Oktober wird Stefan Slupetzky mit seiner „Mischkulanz“, auftreten.

2019-07-02

Literatur und Geschichte

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:32
Tags: , ,

„Ferne Spiegel – Literatur und Geschichte“, lautet das Motto der heurigen „Podium-Sommerlesereihe“, die erstmals von Birgit Schwaner gestaltet wird. Gegründet wurde die Reihe von Claudia Erdheim und wurde bis letztes Jahr von Christa Nebenführ organisiert.

Die Auftaktveranstaltung findet immer in der „Alten Schmiede“ statt, die dann im Juli jeweils Dienstag und Donnerstag im Cafe Prückl forgesetzt werden.

Zu deen Auftaktveranstaltungen bin ich eigentlich immer gegangen, ins Cafe Prückl, da ich ja sehr sparsam bin, erst seit einigen Jahren und lesen würde ich auch gerne einmal wollen, aber Christa Nebenführ haben meine Texte ja nicht gefallen, bei Birigt Schwaner, die immer sehr freundlich ist und die einmal auch ein Buch von mir kaufte, habe ich zum Thema passend den Link zum „Schutzengelchen“ hingeschickt, das ja auch im ersten Weltkrieg spielt, dann hat es, leider, leider offenbar doch nicht so gepasst, obwohl, die heutigen Lesungen sehr abwechslungsreich waren und einer sich auch mit dem Frauenwahlrecht beschäftigt hat und Cornelia Travnicek,die ihn geschrieben hat, war wohl auch so angzogen, wie die Urgroßmutter, die mit einem Flugzeug nach Donetz reiste, aber gut, macht ja nichts oder ich kann es nicht verändern und ich bin wegen meiner sechs Uhr Stunde auch wieder ein bißchen zu spät gekommen oder gerade richtig zum Interview, das Birigt Schwaner mit Nils Jensen zur Geschichte des Podiums führte.

ich habe da auch eine, denn Alois Vogel, einer der Urväter des Literaturkreises, hat ja einmal meinen Slavica Text genommen und ich hatte auch noch später ein paar Texte in der Literaturzeitschrift, in der quadratischen, bei dem zweihundert Seiten Buch hat es dann nicht mehr geklappt und Nils Jensen erwähnte gerade den Namen Wilhelm Szabo, als ich meinen Platz in der zweiten Reihe erreichte.

Dan  kam Claudia Erdheim, die Sommerlesenreihebegründerin und sagte, daß sie früher hunderttausend Schillinge für die Veranstaltung zur Verfügung gehabt habe, da wird das Budget heute wohl ein wenig knapper sein und sie las aus ihrem Buch über das jüdische Leben in der Leopoldsstadt im, glaube ich, siebzehnten Jahrhundert.

Dann folgte wieder Nils Jensen und ging mit seinem Essay über Europa in die Gegenwart, da erwähnte er ein 1979 geschriebenes Gedicht und den Roman des vorletzten deutschen Buchpreisträgers, der ja mit seiner Fiktionalisierung sehr in die Patrouille der Rechten oder in den Fälscherverdacht gekommen ist und dann Cornelia Travnicek mit einer Abwandlung zu hundert Jahren Frauenwahlrecht.

Das wurde ja im letzten Jahr gefeiert und Cornelia Travnicek erzählte, daß vorher das allgemeine Männerwahlrecht eingeführt wurde und noch früher konnten nur Leute von Stand und Geld wählen, da waren dann einige Frauen dabei, die ihr Wahlrecht verloren haben.

Grund genug für Cornelia Travnicek den Spieß im Sinne der „Töchter Egalias“ umzudrehen und einen Karl in ein Wirtshaus zu schicken, wo ihm drei stramme Damen mit großen Hüten auf den Penis schauen und eine Frau Binder vergeblich versucht einem jungen Mann zu helfen, der durch das neue Wahlrecht seines verlieren wird.

Sehr spannend der Text,  hat mir wirklich sehr gefallen und jetzt kann ich gespannt sein auf die weiteren „Spiegelschriften“, am Dienstag werde ich mich ja wahrscheinlich mit Ausnahme des sechzehnten, wo ich im Cafe Westend lese, ins Prückl begeben und am Donnerstag zu den O-Tönen, wo die Großen der Literatur lesen und mir verraten werden, was vielleicht demnächst auf den kommenden Buchpreislisten stehen wird.

2019-06-03

Montagsgeflüster

Heute habe ich eigentlich wieder ins Literaturmuseum zu einer Frederic Morton-Lecture gehen wollen, aber der Alfred will lieber ins Kino, wo es den Film „Inland“ spielt, wo es um ehemalige SPÖ-Wähler geht, die inzwischen die FPÖ wählen, also in Zeiten wie diesen, wo gerade innerhalb von zwei Wochen die zweite Regierung angelobt wird, weil es kurz vor der EU-Wahl ein Video gab, das zum Rücktritt von Vizekanzler Strache führte, dann wurde Innenminister Kikl abgelöst, worauf die gesamte FPÖ-Regierung zurücktratt und es am Montag nach der EU-Wahl einen Mißbtrauensantrag an die Regierung sowie Kanzler Kurz gab, während wir am Donnerstag zuerst in den Museen und dann am Ballhausplatz auf der Demo waren, hat  Bundespräsident van der Bellen, eine neue Experten-Bundeskanzlerin angelobt, die jetzt ihr Übergangsteam zusammen hat und es gibt schon Spekulationen, daß die Grünen nach der Neuwahl im September oder so, der Termin steht noch nicht fest und da habe ich mich mit dem Alfred am Donnerstag sehr gestritten, weil der meinte, daß es gar nicht fix sei, daß es Neuwahlen gäbe, weil manche aus taktischen Gründen, die Expertenregierung länger im Amt haben wollen, ich will das nicht und denke, daß der Film ganz interessant sein wird, obwohl er mir wahrscheinlich nicht so viele neue Erkenntnisse bringen wird und eine Vorlesung zur Literatur über Frederic Morton, dessen „Eigkeitsgasse“, ja, das erste „Eine Stadt-ein Buch“ Exemplar war, so daß ich den 2015 in Wien verstorbenen Schriftsteller, den ich, glaube ich, anläßlich der Aktion auch gesehen habe, kennenlernen und lesen konnte.

Es gibt aber sicher einiges zu flüstern, was ich in den Turbulenzen der letzten Tage und Wochen vergessen habe und nicht dazugekommen bin.

Am Dienstag nach Ostern ist ja mein Gips heruntergekommen, so daß ich wenn auch Anfangs und vielleicht auch noch immer ein wenig mühsam, wieder zu Veranstaltungen gehen konnte.

Der Alfred ist gleich am nächsten Tag mit dem Karli auf große Kuba-Reise gegangen und vor zwei Wochen, als Österreich gerade von dem „Ibiza-Video“ erschüttert wurde, wieder zurückgekommen.

Dazwischen hat es unseren zweiten Spaziergang im öffentlichen Raum, der eigentlich eine U-Bahnfahrt war, gegeben, der von der VHS initiierte ist ja  ausgefallen, meine Lesung aus der „Unsichtbaren Frau“ hat es im Republikanischen Club mit nur sehr wenig Zuhörern gegeben, was ich eigentlich sehr schade finde, denn es ist ja ein sehr schönes und jetzt sehr aktuelles Buch, dafür wird es am 16. 7. im Cafe Westend eine kürzere Lesung draus geben und als ich vor zwei Wochen bei„Krit-Lit“ war und mich da länger mit Gernot Rgger unterhalten habe, hat mir der die heurigen „Bachmann-Leser“ auf seinem Handy gezeigt.

Daß die bekanntgegeben wurden, ist mir offenbar entgangen und der „Bachmann-Preis“ wird heuer wieder eine Woche früher, also ende Juni, wie das früher war, stattfinden.

Es lesen fünf oder sechs Österreicher hat mir Gernot Ragger gesagt, darunter sind mir Sarah Wipauer, die meinen Blog eine Zeit lang verfolgte und Lukas Meschik von dem ich schon was gelesen habe bekannt, die anderen Auserwählten nicht so sehr.

Das heißt von Birgit Birnbacher habe ich auch schon was gelesen und sie war auch sowohl für den Blogglerdebutpreis als auch für den „Alpha“ nominiert. Sonst stehen noch Ines birkhan, die ich vielleicht vom Sehen kennen könnte, Leander Fischer und Julia Jost als Österreicher auf der Liste, die ich, wie alle anderen Autoren erst kennenlernen muß, also sehr spannend, obwohl leider weit weg von mir, denn ich befinde mich ja sehr Abseits vom Literaturbetrieb und streite inzwischen eher mit dem Uli auf seinem Blog über die Politik herum, als daß ich hier einen ernsthaften literarischen Diskurs führte.

Schade, kann man aber nichts machen, die Politik ist aber auch interessant, beziehungsweise bedenklich und sonst war ich gestern mit dem Alfi wieder auf der Mostalm, zweimal auf der Demo und was die Literatur betrifft, korrigiere ich immer noch an der „Magdalena Kirchberg“ herum und scheine nicht und nicht damit fertig zu werden, was vielleicht auch etwas bedeutet, daß das nicht zu gehen scheint, weil ich mir dann immer denke „Soll so sein, es müßte aber von außen etwas kommen, was ermutigt und neuen Schwung und neue Richtug gibt!“

Aber da kommt ja nichts und, wenn ich endlich damit fertig bin,  ist vielleicht schon Sommer und ich in der Sommerfrische oder die ist vielleicht auch schon wieder aus, will ich ja ein neues „Literaturgeflüsterbuch mit meinen Texten übers Schreiben“ erstellen und dann was Neues schreiben, aber was, ich habe zwar schon eine Idee, finde sie aber inzwischen nicht mehr so interessant und schwanke zwischen dem „Das wird ja nichts!“ und „Ich bin schon ausgeschrieben!“, weil ich ja in meinen über vierzig selbstgemachten Büchern schon wirklich alles angeschrieben habe.“

Trotzdem hat mir das „Literaturgeflüster“ literarisches Selbstbewußtsein gebracht, ich habe mir eine „Wikidpedia-Seite“ erstellt und jetzt da alle meine Bücher drinnen, die die mir ein paar jahre ja herausgestrichen haben, weil, „Selbstgemachtes, nein das wollen wir nicht!“

Das hat sich inzwischen, wie ich immer schreibe, zwar sehr geändert, es schreiben jetzt wahrscheinlich wirklich alle Leute, die das wollen und stellen ihre Bücher bei „Amazon“ ein, angebich liegen die dann auch ganz vorne im Ranking, was mich immer noch ein wenig wundert, weil die Leute auch viel weniger lesen, in den Literaturbetrieb und auf Buchpreislisten, was für mich interessant wäre, kommt man damit aber, glaube ich, noch immer nicht und auf meinen Blog, wo ich meine Bücher, glaube ich, gut vorstelle, dümple ich damit nur dahin.

Soll so sein und macht auch nicht wirklich was, auf mein Selbstbewußtsein drückt es dich dann aber doch wieder aus, obwohl ich zu mir und meinem Schreiben stehe und denke macht ja nichts, wenn das niemanden interessiert, aber ein bißchen schade ist es natürlich doch.

Dann bleibt dann nur das Lesen über und seit ich Rezensionsexemplare bekomme und es die „Bücherschränke“ gibt, türmen sich bei mir die Bücher,  komme mit dem Lesen nicht mehr nach und würde es auch nicht schaffen, wenn ich ein zehn Mal so langes Leben hätte.

Da würde ich ganz gerne, wenn ich mit dem Korrigieren fertig bin, wieder einen Büchertag machen und einen Artikel darüber schreiben, beziehungweise meine Leseliste vielleicht wieder ein bißchen auffrischen. Mal sehen, wann und wie das wird, weil sich meinLeseenthusiasmus auch ein wenig verdümpelt hat und ich mir jetzt auch öfter denke, wozu soll ich das lesen, die anderen tun das bei mir ja auch nicht?

ich lese aber inzwischen Tolstois „Leidensweg“, erster Teil und finde das ganz interessant, den ersten Weltkrieg auch von der anderen, der russischen Seite, kennenzulernen und werde im Juni, weil jetzt keine oder weniger Rezensionsexemplare kommen, mich an meine „Backlist“ machen, die ja sehr interessante Schmankeln hat.

Das also zu meinem literarischen Alltag oder meinen „Literaturgeflüster“, wo es ja auch Eniges jenseits des Veranstaltungskalender zu vermelden gibt.

Im sommer wird es wahrscheinlich wieder die „O-Töne“ geben, da habe ich aber noch kein Programm gefunden und die Cafe Prückl- Sommerlesereihe, wo ich leider keinen Termin bekommen habe, obwohl ich mich bei Birgit Schwaner darum beworben habe, Christa Nebenführ, die das früher machte, war ja von meinem realistischen Schreiben nicht so begeistert und hat mir das auch sehr direkt gesagt,  nun ja, nun ja, auch das realistische Schreiben ist wichtig und ein bißchen Anerkennung drum herum wahrscheinlich auch. Und das Enkelkind wird wohl auch bald kommen, am neunten wäre der Geburtstermin und da ist ja Pfingsten und da werden wir wieder in Harland sein und nach Nußberg an der Traisen zum Pfingstmarkt radeln, denn das Radfahren ist ja kein Problem, nur das Stiegensteigen nach unten, ist noch ein bißchen schwer, aber das trifft wahrscheinlich auch in den anderen Bereichen so zu.

2018-08-30

Zweiter Wohnzimmertag

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:05
Tags: ,

Publikum

Publikum

Ilse Kilic

Ilse Kilic

Langsam trudeln die Literaturhaus, die „Gesellschaft für Literatur“ und die „AS-Programme“ ein, der „Alpha“ hat die erste Einladung zu seiner Preisverleihung im Oktober ausgeschickt. Eva Rossamann liest nächste Woche aus ihrem neuen Krimi in der Urania am Wochenende ist das Volksstimmefest, der liebe Rudi hat mich Ende September auch zu einer Lesung eingeladen und langsam beginnen auch die ersten Veranstaltung, wo es ja die zwei Sommermonate nichts als die O-Töne gegeben hat, die am Donnerstag ihre letzte Veranstaltung zum fünfundsiebzigsten Geburtstag von Peter Henisch mit seinem neuen Buch präsentieren und ich bin in den Sommermonate an den zwei Tagen, wo ich in Wien war, am Dienstag und am Donnerstag zuerst zum Filmfestival auf den Karlsplatz und dann zum Filmfestival am Rathausplatz gegangen, wo es ein Musikprogramm gegeben hat.

Diesen Mittwoch aber nicht, denn da hat das „Fröhliche Wohnzimmer“ ja zu seinem zweiten Wohnzimmertag aufgerufen und hat da die „Anthologie „Die Kunst sich in sechundzwanzig Richtingen gleichzeitig zu sträuben“ sowie das Lyrikheft Farbengedichte“ von Petra Ganglbauer, die die heurige „Veza Canetti-Preisträgerin“ ist, vorgestellt.

Petra Ganglbauer,

Petra Ganglbauer,

Thomas Havlik

Thomas Havlik

Beim ersten „Wohnzimmertag“ imJuni, wo der Alfred noch im Amerika war, bin ich gewesen. Diesmal bin ich mit dem Alfred hingegangen und es waren wieder die üblichen Verdächtigen, nämlich Ruth Aspöck,Hermann Hendrich, Susanne Toth, Birgit Schwaner, Christa Nebenführ,  etcetera da und Patricia Brooks, Petra Ganglbauer, Thomas Havlic, sowie Fritz Widhalm haben gelesen.

Ilse Kilic, die eine „Wohnzimmerhälfte, wie sie sich vorstellte, hat moderiert und Petra Ganglbauer hat die Lesung mit ihren Lyrikheft begonnen, wo es, wie der Titel schon sagt, um Farben ging. Dann kam ihr Text aus der Anthologie und noch etwas anderes, bevor es wieder zu den Farben ging und, ob der 1978 in Scheibs geborene, der in der „Litges“ den Poetry Slam moderierte oder das noch immer tut und den ich einmal bei den „Lockstoffen“ hörte, seinen Text aus der Anthologie gelesen hat, habe ich gar nicht so genau mitbekommen.

Patricia Brooks

Patricia Brooks

Fritz Widhalm

Fritz Widhalm

Er hat auf jeden Fall wieder genau performiert und vom Inhalt kann ich sagen, daß er wahrscheinlich ähnlich schwer zu verstehen war, wie der  Wortakrobat Hans Jörg Zauner dessen Gedenklesen zum ersten Todestag, ich ebenfalls Anfang Juli im Weinhaus Sittl hörte. Also war der Sommer gar nicht so literarisch ereignisreichlos, wie ich auf dem ersten Blick gedacht hatte und mit Paticia Brooks deren eher realistischen Roman aus dem „Wortreichverlag“ ich im Cafe Prückl, wo es ja ebenfalls eine Sommerlesereihe des Lteraturkreises „Podiums“ kam, ging es weiter und sie brachte ebenfalls ihren Text aus der Anthologie der etwas wenigerunverständlich und worträuscherisch war und dann eine Auswahl aus ihren Gedichgtbänden, sowohl aus dem Lyrikheft aus dem „Wohnzimmer“, als auch aus dem „Podium-Heftchen“ und Fritz Widhalm, der ja eigentlich, wie er bei der Schreibgruppe immer erzählte, mit Sechzig mit dem Scheiben aufhören wolllte, sich offenbar nicht daran gehalten hat mit seinem Anthologietext, wo es um das Schreiben ging, der schon 2002 für eine Veranstaltung vbin Lisa Spalt geschrieben wurde.

Dann ging es mit dem Alfred in den Hof, wo ich zwei Gespritze trank und mich lange mit dem „Arvoell Verleger“ und GAV-Mitglied Paul Jaeg ungerhielt, der mir vor einigen Tagen Dietmar Füssels neues Buch „Deppentango“ weghickte, der mir seine Ansichten über denLiteraturbetrieb und darüber, was Kunst ist oder nicht ist, darstellte und am Samstag gibt es wie beschriebe,n das Volksstimmegest, wo ich ein Stückchen aus der „Unsichtbaren Frau“ lesen werde und die „Volksstimme-Anthologie von 2016 „in Arbeit“ richtig, damit ich es nicht vergessen, ist zwar sehr verspätert, aber immerhin, vor ein paar Tagen auch zu mir gekommen.

2018-08-01

Zum letzten Mal lebenslang

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 01:20
Tags: , ,

In die Podiums-Sommerlesereihe, die Christa Nebenführ, wie sie betonte, heuer zum letzten Mal kuratiert und die im nächsten Jahr von Birgit Schwaner fortgeführt werden wird, bin ich ich dieses Jahr nur dreimal gekommen.

Beim Auftakt mit Ljuba Arnautovic, Harald Darer und Barbara Keller in die „Alte Schmiede“, dann war ich einmal im Cafe Prückl als Patricia Brooks und Gabriele Petricek ihren neuen mehr oder weniger experimentellen Romae vorsteltlen und jetzt gabs die Abschlußveranstaltung im Cafe Florianihof, vielleicht Ilse Kilic  und Fritz Widhalm zu Ehren, die dort in der Nähe ja ihr Glücksschweinmuseum haben mit drei weiteren Buchvorstelleungen, nämlich dem von Reinhardt Wegerth, Judith Gruber-Rizy und Petra Ganglbauer und als ich das Kaffeehaus in der Florianigasse, das sich, glaube ich, genau gebenüber dem Standesamt befindet, in dem ich geheiratet habe und wenn ich mich nicht irre, ein paar Mal bei dem Kinderbuchstammtisch in den Neunzigerjahren war, wo ich meine beiden Kinderbücher „Lore und Lena“ und „Mutter möchte zwanzig Kinder“ geschrieben habe, war es sehr heiß und sehr leer.

Die Leute, wie Ruth, Thomas Northoff, die Kilics und und sind draußen gesessen und wurden von Christa Nebenfuhr in den Saal geholt, wo schon Hermann Hendrich und Waltraud Haas wartete und Christa Nebenführ stellte, nachdem sie wieder auf den Folder hinweis, damit man sehen konnte, was man alles versäumt hat, ich beispielsweise Sisi Klocker, Thomas Stangl, Isabella Breier, Birgit Schwaner Barbara Rieger, Erwin Uhrmann, Christa Nebenführ, Dorothea Nürnberg beispielsweise und auch noch einige andere , den ersten Autor nämlich Reinhart Wegerth vor, der Jus studiert hat mit Nils Jensen und einigen anderen die Zeitschrift „Frischlfleisch und Löwenmaul in den Siebzigerjahren gegründet hat, wo ja eigentlich unser Arbeitskreis schreibender Frauen-Buch „Gewalt gegen Frauen- Frauen gegen Gewalt“ erscheinen hätte sollen und der unter anderen auch lange Redaktuer in der AS var und mich hier ein paar Mal zu den Textvorstellungen eingeladen hat, er hat auch einige Bücher geschrieben, eines habe ich gelesen und sein neues „Himmelsstiege“ behandelte ein sehr berührendes Thema nämlich den Krebstod seiner Frau, die er zwei Jahre lang durch alle Bhandlungen im AKH etcetera begleitet und das sehr lakonisch aufgeschrieben hat.

„Judith Gruber-Riyzs lebensveränderter Text „Eines Tages verschwand Karola“ habe ich ja schon gelesen und auf bei der Präsentation im der Buchhandlung Kuppitsch gehört und dann kam die GAV-Präsidentin Petra Ganglbauer 1958 in Graz geboren mit einer Liebeserkärung an diese Stadt, wo sie Graz mit allen seinen Sinnen, „Graz riecht nach Lebertran oder ist eine Schneekugel“ von allen seinen Seiten und die Erlebnisse, sowie die Bücher, die sie dort geschriebe hatte, beschrieb.

Drei sehr interessante und auch sprachlich und formal verschiedenen Texte also, die auch in sehr interessanten österreichischen Kleinverlagen erschienen sind, sehr interessant und sehr heiß, wie schon beschrieben und jetzt geht es weiter mit dem Sommer und im nächsten Jahr wird die Sommerlesereihe vielleicht ganz anders oder aber auch sehr ähnlich sein und natürlich wäre es sehr schön, wenn ich dort lesen könnte, denn ich habe ja  auch nicht ganz Uninteressantes zu bieten und jetzt auch wieder mit Elan und Schwung ein neues Projekt begonnen, das sich dort vielleicht präsentieren läßt.

2018-07-04

Lebenslange Sommerlesereihe

Die Sommerlesereihe der Literaturzeitschrift „Podium“, im Cafe Prückl, beziehungsweise in der „Alten Schmiede“ gibt es seit 1993.

Damals hat sie Claudia Erdheim eingeführt und zehn Jahre gemacht, dann kam Christa Nebenführ und organisierte und moderierte  bis heuer, denn im nächsten Jahr hat sie bei der Eröffnungsveranstaltung in der „Alten Scmiede“ angekündigt, wird es Birgit Schwaner übernehmen, die eher experimentelle Autorin, die, ich erst am Freitag im Amerlinghaus hörte und die mich immer freundlich grüßt und das heurige Motto, das den ganzen Monat jeweils am Dienstag und am Freitag meistens im Cafe Ürückl nur am Schluß wird im Cafe Florianihof gelesen, durchgeführt wird, heißt „lebenslang“.

Voriges Jahr war es das „Glück“, vor zwei Jahren war es „Literatur und Arbeit“, „unsterblich“, das Pendat ist es auch einmal gewesen, „Schlaf“ und die „Zahl 40“ und und und…

Ich bin weil ich ja bis vor zwei Jhren im sommer immer Sommerfrische in harland bei St. Pölten machte und nur Montag und Dienstag in Wien war, meistens nur zur Auftaktveranstaltung gegangen und habe auch ein bißchen Schwierigkeiten mit Christa Nebenführ, die mir ja einmal sehr deutlich sagte, daß ihr meine Texte nicht so gefallen würden.

Seit dem die Sommerfrische aber nur mehr aus verlängterten Wochenenden besteht, habe ich angefangen auch ein bißchen ins Cafe Prückl zu gehen, so war ich vor zwei Jahren glaube ich einmal und im letzten Jahr jeden Dienstag dort, heuer weiß ich es nicht so recht, weil es ja wieder das Filmfestival am Karlsplatz gibt und ich gesehen habe, daß ich am nächsten Dienstag bis acht Stunden habe und da würde ich zu spät kommen, während es sich für den Karlsplatz ausgeht.

Lebenslang also ein interessantes und auch sehr allfassendes Thema und zur Auftaktveranstaltung hat Christa Nebenführ in die „Alte Schmiede“ Ljuba Arnautovic, Harald Darer und Barbara Keller eingeladen und sagte, in ihrer Einleitung, daß sie heuer jeweils ihren persönlichen Bezug zu den lesenden Autoren nennen würde, im letzten Jahr hat sie, glaube ich, gesagt, um wieviele Jahre sie jünger oder älter als die Autoren ist.

So erzählte sie also, daß sie mit Ljuba Arnautovic in der Autorenwohnung am Grundlsee war, dort mit ihr sehr viel spazieren gegangen ist und sie ihr dabei die Handlung ihres kürzlich erschienen Romans, der eigentlich die Geschichte ihrer Familie ist, erzählte.

Da war ich ja bei der Präsentation in der „Gesellschaft für Literatur“ und die 1954 in Russland geborene Autorin hat so ziemlich dieselben Stellen, wie damals aus ihren Debut „Die Verborgenen“ gelesen, nämlich die mit den Kleidern an der Donau und den Besuch der Polizisten bei der alten Frau und dann noch die, wo die Brüder am 12. 2. 1934 auf ihre Eltern warteten und das war für mich, die ich das Buch ja noch immer nicht bekommen habe, sehr interessant und bei den O Tönen, das kann ich gleich verraten, wird Ljuba Arnautovic auch lesen und auf der Debutpreisliste steht sie auch. Vielleicht kommt sie da auf die Shortliste, da kann ich dann das Buch nochmals anfragen oder bekomme es als PDF zur Verfügung gestellt.

Harald Darer habe ich glaube ich in der „Kolik- Lounge“ im Schauspielhaus kennengelernt und von ihm „Herzkörper“ gelesen, sowie mir einmal bei einem Literaturhausflohmarkt „Schnitzeltragödie“ gekauft, aber noch nicht gelesen.

Christa Nebenführ hat einmal eine Rezension, ich glaube, über sein erstes Buch geschrieben und gelesen hat er aus einem Manuskript der „Blaumann“, wo es um eine Arbeitersiedlung, die nach Ungarn verlegten Fabriken und den ersten Mai geht und ein Text, der mich wieder einmal im Stil und der Machart an Thomas Bernhard erinnerte.

Die letzte Leserin, die 1944 geborene ehemalige Deutschlehrerin Barbara Keller, war einmal Schülerin bei Christa Nebenführs Schreibwerkstätten und hat 2016 den „Alois Vogel- Preis“ mit der Geschichte „Seine Geschichte“ gewonnen, wo es um einen Flüchtling geht, der seine Geschichte an Hand der Erlebnisse und der Toten mit denen er mit einem Schlauchboot über das Meer gefahren ist, immer wieder auf andere Art und Weise erzählt.

Sehr interessantder Auftakt zum Sommerlesen oder Sommerhören. Das Programm der anderen Juliveranstaltungen habe ich mir mitgenommen und bin nun gespannt zu welchen Lebenslang – Lesungen ich diesen Sommen  kommen werde.

2018-03-24

Vollversammlung zu fünfundvierzig Jahre GAV

Als ich in die GAV aufgenommen wurde, das war, glaube ich, 1987, wurde ich zu einer Vollversammlung, die, glaube ich wieder, im Mai stattfand, eingeladen. Damals war Josef Haslinger der Generalsekretär und stellte die neuen Mitglieder vor. Außer mir wurde damals, glaube ich, noch Ronald Pohl aufgenommen und die Vollversammlungen gab es eine Zeitlang im Frühling, ich glaube, zu einem bestimmten Thema und im Herbst die Generalversammlung. Damals gab es drei oder vierhundert Mitglieder inzwischen sind es schon siebenhundert, die jeweil bei den Generalversammlungen aufgenommen wurden und die Vollversammlungen wurden irgendwann, ich glaube wieder aus Kostengründen eingespart.

Das heißt vor zehn Jahren hat es eine in Graz gegeben, da habe ich noch nicht gebloggt und da habe ich mich damals, glaube ich, beschwert, daß mich das Literaturhaus nicht mehr meine Veranstaltungen machen läßt. Genützt hat das nicht viel und ich reiche inzwischen auch keine Veranstaltungen mehr ein, habe aber von 2001 bis 2009 den „Tag der Freiheit des Wortes“ organisiert und auch einige Frauenlesungen gemacht.

Es hat dann vor einigen Jahren noch eine Vollversammlung gegeben, nur leider war die zeitgleich mit Leipzig, also habe ich sie versäumt, diesmal ist es sich aber ausgegangen, weil schon wieder zurück aus Leipzig und beim „Tag der Lyrik“ der anderen großen GAV-Veranstaltung, die inzwischen oder auch schon immer Präsidentensache ist, bin ich gestern auch  gewesen.

Da kann ich vielleicht noch anmerken, daß es den „Tag der Lyrik“ einmal, ich glaube, 2007 in Leipzig gegeben hat. Wir waren mit der Ute dort, die Silvia Bartl hat den Büchertisch gemacht, ich habe aber noch nicht gebloggt, kann also nur aus dem Gedächtnis zitieren.

Und das Thema der heutigen Vollversammlung war die Positionierung der GAV, denn ein Verein, der fünfundvierzig Jahre besteht verändert sich und da ist es wohl sehr gut einmal darüber nachzudenken wer er ist und wohin er will?

Die GAV, die Grazer Autoren Autorinnenversammlung, die auch so heißt, weil sie sich 1973 in Graz gegründet, beziehungsweise vom damals sehr konservativen  PEN abgespaltet hat, war zu ihrer Gründung sehr avantargardistsisch, waren doch Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Friedrich Achleitner, Gerhard Rühm also Mitglieder der Wiener Gruppe Gründungsmitglieder. Sehr linkspolitisch war sie auch und inzwischen sind eine Reihe ihrer Gründungsmitglieder gestorben oder vielleicht auch ausgetreten und es waren heute bei der Vollversammlung in der „Alten Schmiede“ auch einige neue Gesichter, die ich nicht kannte.

Die große Prominenz könnte man so sagen, fehlt oder kommt nicht mehr, obwohl ja auch Clemens J. Setz, Olga Flor, Valerie Fritsch, Thomas Stangl und viele andere Mitglieder sind.Inzwischen sind Mgdalena Knapp-Menzel und Jopa Joakin im Sekretariat und Petra Ganglbauer ist die Präsidentin, die die Versammlung auch begrüßte und ein Eingangsstatement verlas, in dem sie auf die angesprochenen Probleme hinwies, bezeihungsweise darauf, daß die GAV kaum mehr in der Öffentlichkeit präsent und ihre Mitglieder vielleicht auch zu wenig selbstbewßt sind.

Danach gab es zwei Impulsreferate, eines kam von Stefan Schmitzer, der sich mit der „Positionierung des Schreibens in der politischen Wirklichkeit“ auseinandersetzte, beziehungsweise sehr kritische Fragen aufwarf, für wen die Autoren schreiben? Ob sie ihr Publikum erreichen und, ob es das ist, was die Leser auch lesen wollen?

In der Diskussion wurde dann auf den „bösen Amazon“ hingewiesen und die Selfpublisher, die ihre Texte da einfach einstellen können und die Rollen der Schreibschulen wurden auch diskutiert. Da gab es Widerstand, denn viele Autoren leben ja von den Schreibseminaren die sie veranstalten, aber wenn sie das Schreiben lehren, gibt es wieder mehr Konkurrenz und die Zahl der GAV- Mitglieder, die dann kommen und ihre Veranstaltungen machen, steigt an, könnte man so polemisch formulieren.

Das zweite Impulsreferat von Ilse Kilic und Christa Nebenführ vorbereitet, beschäftigte sich mit der Frage, warum ein Verein? Bezwiehungsweise damit, was ein Verein kann und was er will oder seine Mitglieder von ihm haben.

Da habe ich auch schon die Frage öfter gehört, was die GAV einem bringen könne? Nun für mich ist der der Kontakt zu anderen Mitgliedern. Ich habe, wie erwähnt eine Reihe von Veranstaltungen organisiert, werde manchmal noch immer zu solchen eingeladen und freue mich auch, wenn ich bei Veranstaltungen, die anderen Mitglieder treffe. Aber wie gesagt, inzwischen, da jetzt jetzt auch keine Neuaufnahmelesungen mehr gibt, kenne ich gar nicht mehr alle, sondern eigentlich nur die die in Wien lesen oder zu den Versammlungen kommen.

Danach gab es eine Mittagspause, die ich allein verbrachte, das heißt mir am Schwedenplatz Chickennoodles, ein Eis und einen Kaffee kaufte und in der „Frick-Abverkaufsbuchhandlung“, habe ich was mich sehr freut Natalka Sniadankos „Frau Müller hat nicht die Absicht mehr zu bezahlen“ um zwei Euro bekommen, die ich schon einmal in der „Gesellschaft für Literatur“ hörte. Den Rest der Zeit habe ich beim „Morava“ verbracht, wo es keinen Abverkauf gab, ich mich bei den Büchertischen aber umgesehen habe, was ich von den Neuerscheinungen schon gelesen habe, beziehungsweise welche noch zu mir kommen müssen.

Am Nachmittag ging es dann um die Regionalversammlungen. Jedes Bundesland hat ja eine eigene Regionalgruppe und ein kleines Budget, so daß es auch Veranstaltungen machen kann. So habe ich in den Achtzigerjahren, als wir von St. Pölten nach Wien pendelten, ja dort auch ein paar Veranstaltungen organisiert.

Ruth Aspöck moderierte die Veranstaltung und befragte die Regionalvertreter Patricia Brooks, die jetzt für NÖzuständig ist, Karin Ivancsics für das burgenland, Bernd Schuchter für Tirol, Martin G. Wanko für Graz, Josef  K. Uhl für Kärnten und Kurt Mitterndorfer für OÖ nach ihren Projekten, Plänen und Problemen.

Erika Kronabitter die Vorarlberg vertritt, fehlte, ebenfalls Christine Haidegger, die das für Salzburg macht, da hat Margot Koller ein bißchen was über die Situation erzählt und als Schwierigkeit scheint sich der Name zu erweisen, weil da die Subventionsgeber mahcnhal sagen, daß in in OÖ oder Salzburg keine Grazer-Veranstaltung untersützen möchten.

So kam der Wunsch nach einer Broschüre auf, die man den Politikern in die Hand drücken könnte. Es gibt,  glaube ich, schon eine und ein Buch über die GAV habe ich mir auch einmal gekauft und es kam sogar der Wunsch zu einer Umbenennung in „Österreichische Autorenversammlung“, wogegen ich sehr wäre, weil die GAV ist ja, da ich  nun schon lange Mitglied bei ihr bin, ein Stück meiner Identität, obwohl ich ja höchstens fünf oder sechsmal in meinem Leben in Graz war und auch schon die Frage hörte, ob ich aus Graz käme, wenn ich meine Veranstaltungszettel ausgeteilt habe.

Nächste Seite »

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.