Literaturgefluester

2019-05-14

Die unsichtbare Frau im RC

Filed under: Lesung — jancak @ 23:31
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Im Jänner bin ich ja zu der Frauen Lesung von Andreas Diefenbachers „Möchtler“ gegangen, habe da erfahren, daß der Autor mich und meinen Blog kannte, sein Leseexemplar bekommen und Sibylle Summer, der engagierten Organisatorin vom „Republikanischen Club“ meine „Unsichtbare Frau“ gezeigt, das da gerade erschienen war. Ich habe sie nicht gefragt, ob ich damit vielleicht im Club lesen kann, obwohl mich da schon Irene wondrasch, da zu einer GAV- Lesung eingeladen hat, sie hat mir aber gleich einen Termin gegeben und ich habe mich gefreut, natürlich selbstverständlich.

Denn die „Unsichbare Frau“ ist ja, obwohl selbst herausgegeben, ein wichtiges politisches Buch, aus dem ich schon beim „Volksstimmefest“ eine Szene glesen habe, bei der Lesung zu der mich der Rudi eingeladen hat, bei der „Poet-Nigth“, bei meiner Geburtstagslesung und auch bei dem „Wilden Worten“, weil ja das Eingangsgedicht wieder von Richard Weihs stammt und auch  bei Erika Kronabitters Geburtstagsfest.

Der Uli hat, weil er ja das Vorbild für den Alfons Tratschke war, sein Belegemembar bekommen und mir gefällt es, die ich ja die plitischen Entwicklungen von links und rechts sehr genau verfolge, auch sehr gut.

Dann hatte ich aber Zweifel wer zu der lesung kommen würde? Denn eine Einzellesung und bei denen, die ich in den letzten Jahren hatte, wie beispielsweise im „Reading Room“ hatte ich ja nie sehr viel Publkim. Ich habe die Lesung aber in meinen Blog angekündigt und immer wieder bei meinen aktuellen Artikeln darauf hingewiesen, mich aber, weil ich ja schon bei der Lesung aus der „Sophie Hungers“  im Cafe Amadeo, außer dem Veranstalter und dem Alfred keine Zuhörer hatte, darauf eingestellt, daß ich vielleicht mit der lieben Sibylle Summer allein ein Glas Wein trinken werde, denn der Alfred ist ja derzeit noch in Kuba, und die die mir in den letzten  Tagen auf die Lesung aufmerksam gemacht und sie dazu eingeladen habe, haben mir alle gesagt, „Leder leider keine Zeit, weil einen anderen Termin!“ Auch die Ruth, die ja meistens zu meinen Lesungen kommt, hat leider abgewinkt, also war ich ziemlich pessimistisch, als ich nach meiner fünf Uhr Stunde mit meiner Büchertasche in den Republikanischen Club, in die Rockhgasse aufgebrochen bin.

Aber es ist so wie es ist und die Angela und der Josef hatten mir ihr Kommen versprochen, die Margit Heumann auch, also vielleicht  eine Handvoll Zuhörer und so war es dann auch, die Linda Christanell ist noch zusätzulich gekommen und eine Frau, die im ORFarbeitet, also zugegeben kein sehr großer Andrang.

Aber wie ich glaube eine sehr schöen Lesung und ich habe mich auch. wie beim Geburtstagsfest durch das Buch gelesen, mit dem Alfrons Tratschke begonnen, dann die unsichtbare Frau-Szene glesen, bei der ich mir auch beim  „Writer Tetreat des Writer Seminars“ von einer Psychologenkollegin Feedback holte, dann die Szene aus dem österreichischen Kultursinstitut mit der KehlmannFranzen lesung und dann die Nobelpreisszene, die ich ja sehr mag und mir auch beim „Writermarathon“ des „Writerstudios“ Feddback geholt habe.

Nachher und auch schon vorher gab es Wein und Knabbereien und eine intensive politische Diskussion und mein Resumee, es ist, wie es ist. Fünf Zuhörerinnen und einen Zuhörer und die liebe Veranstalterin.

Ich kann es nicht ändern und die „Unsichtbare Frau“ ist ein gutes und wahrscheinlich auch politisch wichtiges Buch und ich habe am Nachhauseweg auch gleich ein Exemplar in das kleine Bücherkastl bei der Buchhandlung Kuppitsch hineingelegt und wem es interessiert, ich korrigiere immer noch an der „Magdalena Kirchberg“ die mein nächstes Buch werden wird.

Dann kommt ein Buch über das Schreiben und wie es dann weitergeht, habe ich keine Ahnung, obwohl schon ein paar Ideen in meinen Notizbuch sthen.

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2019-01-03

Die unsichtbare Frau

Filed under: Buchpromotion — jancak @ 08:56
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Alternativtext

Das neue Buch

Hurrah, hurrah, es ist da, mein fünfundvierzigstes selbstgemachtes Buch und das  erste im Jahr 2019, die „Unsichtbare Frau“, die den Wahlkampf von 2017 und die politische Wende, den Rechtsruck Österreichs, an Hand einer Bloggerin und ihren Blog „Die unsichtbare Frau“, beschreibt.

Frisch aus der Druckerei gekommen, kann ich es proudly präsentieren und die Gewinnspielfragen der Vorschau auflösen:

  1. Das Vorgängerbuch sind die Bloggeschichten „Besser später als nie“, die hier im Blog zum größtenteils aus Schreibimpulsen entstanden sind und die sich hier finden lassen. Das Buch ist eine unpolitische Geschichte, die allerdings Personen als Helden habt, die man auch hier, wie etwa Lilly Schmidt, die Bloggerin, finden kann.
  2.  Die Orte in denen das Buch spielt, sind Wien, hier geht die unsichtbare Frau des Nachts mit der Tarnkappe auf Kopf auf ihre Traumreisen, New York, wo die Bloggerin Lilly Schmidt ihre Amanda Siebenstern auf Reisen schickt, Stockholm wo Jonathan Larsen um seine Frau trauert und einen Nobelpreisvorschlag machen soll und dann noch Frankfurt, wo es ja die Buchmesse gibt und ein nicht genannter Ort in Deutschland, wo der rechte Blogger Alfons Tratschke zu Hause ist.
  3. Die beiden Schriftsteller die im österreichischen Kulturinstitut von New York auftreten, sind Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann.

Hiermit ist das Gewinnspiel zu Ende. Leider hat sich keiner gefunden, der die Fragen auflösen und das Buch gewinnen wollte.

Deshalb wiederhole ich noch einmal den ersten Satz:

„Amanda Siebenstern fühlte sich müde und erschöpft, als sie nach Hause kam.“

Wer mir hierzu einen Absatz schreiben will, kann auch noch ein Buch gewinnen, habe ich zwei oder drei Absätze, stelle ich sie hier mit meinem Absatz hinein und man kann raten, was das Original und was die „Fälschung“ ist und auch ein Buch gewinnen.

Wer nicht raten will, kann sich an einer Leserunde über das Buch beteiligen. Dafür vergebe ich fünf Bücher und bitte um Kommentare und eine rege Diskussion.

Der liebe Uli, der das Vorbild für den Alfons Tratschke war, der hier ja schon seit zwei Jahren, wie der Alfons auf Lilly Schmidts Blog, kommentiert, wird sich sicher melden und seine Meinung sagen und vielleicht auch wie der Alfons über die „linksverseuchten Frauen“ schimpfen.

Aber vielleicht gefällt es ihm auch, ich bin gespannt und wer sich zuerst in das Buch ein wenig einlesen möchte, ist hier richtig.

Es hat sich einmal ein Kommentierer von mir gewünscht, mehr über die Lesung von Daniel Kehlmann und Jonathan Franzen zu erfahren. Falls er hier noch mitliest, das wäre jetzt die Gelegenheit.

2018-12-16

Vorschau auf „Die Unsichtbare Frau“

Wien im Herbst 2017 kurz vor der Wahl, bei der sich wieder eine blauschwarze Regierung bilden soll.

Lilly Schmidt, die in New York Kuratorin am österreichischen Kulturinstitut ist, schreibt einen Blogroman, in dem sie eine „Unsichtbare Frau“, die prekär beschäftigte Deutschlehrerin, Amanda Siebenstern, des Nächtens zu Donald Trump, Recep Erdogan, Wladimir Putin oder auch Minister Basti schickt, um ihnen die Leviten zu lesen, beziehungsweise sich in das Politgeschehen einzumischen.

Während das passiert wird sie sowohl von ihren Eltern, die wir aus „Besser spät als nie“ kennen, als auch von der vierundzwanzigjährigen Germanistikstudentin Slavenka Jagoda aus Bratislava oder Kosice besucht, die ihre Dissertation über die „Unsichtbare Frau“ und den Einfluß von Blogromanen schreiben will.

Außerdem gibt es den mit der gegenwärtigen Politik unzufriedenen Alfons Tratschke, dem alles zu „linksverseucht“ erscheint, einen Techniker und Hobbyschriftsteller, der die Frankfurter Messe besucht und der Nobelpreis für Literatur wird in diesem Jahr natürlich auch vergeben.

 

Hier also die Vorschau auf die „Unsichtbare Frau“, das Buch, das den Wahlkampf von 2017 beschreibt und demnächst an die Druckerei gehen wird.

Auf der Website gibts man das Probekapitel zu finden, hier wieder ein Gewinnspiel für die, die sich für das Buch interessieren und eines nach Erscheinen gewinnen wollen. Unten verlinke ich die Schreibberichte, die beim Rätsel helfen können. Also:

  1. Wie heißt das Buch, das man als das Vorgängerbuch bezeichnen könnte und was ist das besondere an ihm?
  2. Wie heißen die Orte in denen das Buch spielt?
  3. Wie heißen die beiden Schriftsteller die im österreichischen Kulturinstitut von New York lesen, als Slavenka Jagoda dort eintrifft?

Und hier der erste Satz des Buches:

„Amanda Siebenstern fühlt sich müde und erschöpft, als sie nach Hause kam.“

Wer möchte kann mir im Sinne eines „Mimikry-Spieles“ einen Absatz dazu schreiben. Wenn ich ein paar bekomme, stelle ich sie mit meinem Absatz in die Präsentation und man kann raten, was das „Original“ und was die „Fälschung“ ist und wieder ein Buch gewinnen.

Ich würde auch wieder gerne eine Leserunde veranstalten, wo man über das Buch diskutieren kann und vergebe dafür bis fünf Exemplare.

Wer daran interessiert ist, bitte melden. Rezensionsexemplare kann ich auch zur Verfügung stellen.

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2019-07-16

Mit der unsichtbaren Frau ins Cafe Westend

Filed under: Lesung — jancak @ 23:17
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Luis Stabauer

Luis Stabauer

Bruno Schernhammer

Bruno Schernhammer

Heute also wieder einmal eine Lesung, wo ich meine „Unsichtbare Frau“, die ja durch die Regierungsumbildung wieder aktuell geworden ist, vorstellen konnte.

Das erste Mal habe ich aus ihr die Nobelpreisszene, die ich ja sehr gern mag beim „Volksstimmefest“ gelesen und mir vorher im „Writersstudio“ zweimal Feedback geholt, dann habe ich beim „Bobop“ wozu mich der Rudi Lasselsberger eingeladen hat, daraus gelesen und beim Geburtstagsfest vier Szenen, eine Szene bei den „Wilden Worten“ im Jänner und im Mai dann noch einmal das volle Programm im Republikanischen Club. Heute habe ich meine fünfzehn Minuten auf die erste unsichtbaren FrauSzene und dann auf die in New York verteilt und das Cafe Westend war auch erstaunlich voll.

Ich bin ja vor zwei Monaten das erste Mal zu einer von Luis Stabauer und Erika Kronabitter, bei deren Geburtstagsfest ich auch die zene fürf vorgetragen habe, organisierten Lesung gegangen, um mir das Senaro anzuschauen, wo es auch sehr gut besucht war und dann vor einem Monat noch einmal, wo deutlich weniger Besucher waren, also habe ich auch mit einem Sommerschwund gerechnet, es ist aber wieder die Margit Heumann gekommen, die Doris Kloimstein, meine Hauptschulfreundin Christa U., der Chemiker Manfred und dann noch zwei Stammbesucherinnen, die ich eingeladen hab und dann noch das andere Publkum das vielleicht so oder zu den beiden anderen Lesern kamen.

Und die waren moderiert von Luis Stabauer, der 1957 geborene Bruno Schernhammer, der in der „Kramer Gesellschaft“ einen Roman über den Autobahnbau „Und alle winkten – Im Schatten der Autobahn“ herausgegeben hat, aus dem er vier Stellen las.

Eva Jancak

Eva Jancak

Christian Schwetz

Christian Schwetz

Der hat die Lesung begonnen, gefolgt von mir und dann kam der  1962 geborene Christian Schwetz, der sohn des zweiten Mannesm ,meiner Cousine Irmi, der las einen „Er- Ich“ genannten Text, der die Ereignisse in zwei Perspektiven schilderte und recht interessant, sowie ein wenig experimentell klang.

Jetzt gibt es eine Sommerpause bei den Westend-Lesungen, im Herbst geht es dann weiter, ich bin gespannt und habe heute die „Podium-Sommerlesereihe“ im Cafe Prückl versäumt.

2019-01-21

Drei Frauen lesen Andreas Tiefenbacher

Publikum

Publikum

Andreas TIEFENBACHER

Andreas TIEFENBACHER

Heute hätte ich eigentlich zu Ursula Krechel in die „Alte Schmiede“ gehen wollen, da aber der Alfred am Montag Altersteilzeit hat und ich an seinen arbeitsfreien Tagen gerne etwas mit ihm unternehmen will, er aber nicht so gerne in die „Alte Schmiede“ geht, habe ich ihn überredet mit ihm in den Republikanischen Club zu gehen da dort Judith Gruber- Rizy den oberösterreichischen Autor Andreas Tiefenbarer mit seinem „Möchtler“ präsentierte und mit Gabriele Schmoll und Vera Albert, die ich von den KAV-Supervisionen kenne und die eine Zeitlang einen Verlag hatte aus den siebzig Teilstücken gelesen hat.

Eine „Frauen lesen Frauen Veranstaltung“ wird es wohl nicht gewesen sein, da aber Judith Gruber-Rizy und Helmuth Rizy eine Reihe im Literaturhaus haben, wo am Mittwoch Christine Mack, Ines Oppitz und Herbert Christian Stöger vorgestellt werden, war das wohl eine Art Vorveranstaltung und ich habe den 1961 in Bad Ischl geborenen Andreas Tiefenbacher glaube ich schon einmal in der „Alten Schmiede“ gehört und vor zwei Jahren seinen bei „Wortreich“ erschienenen „Liebesdilettanten“ gelesen, der wie Judith Gruber-Rizy, die Veranstalterin sagte, eine Art Fortsetzung seines 1995 erschienenen Debuts ist, der wie der anwesenden Autor später betonte, eigentlich kein Roman ist, sonder aus siebzig Notizen, beziehungsweise siebzig Plagen besteht und der „Möchtler“ ist ein Jugendlicher, der stark an der Pollenallergie leidet, die damals in den sechziger und siebziger Jahren, wo er aufgewachsen ist, niemand erkannt hat und der auch immer unter seiner Schwäche litt, weil man im Salzkammergut, auch am Sonntag arbeiten, die Zimmer im Haus an die Fremden vermieten mußte und der kleine Hans wohl niemals so kräftig, wie sein Vater werden würde.

Er litt also unter den Sommer, wo er sich am liebsten in seinem Zimmer verkroch, während er im Winter aufblühte, dort am liebsten den ganzen Nachmittag im Freien und im Schnee verbrachte und sich auch gerne den Gletscher des Dachsteines ansah, wenn die Familie einen Sonntagsausflug machte und im Gasthaus zum Dachsteinblick einkehrte.

Gabriela SCHMOLL, Vera ALBERT, Judith GRUBER-RIZY

Gabriela SCHMOLL, Vera ALBERT, Judith GRUBER-RIZY

Der Autor erklärte dann einiges zu seinem Buch, das zwar der Verlag, aber nicht er selber, Roman nannte und meinte, daß, wie es erschienen ist, niemand erkannt hätte, daß es sich dabei, um einen parodistischen Antiheimatroman gehandelt hat. Da muß die Psychologin gestehen, daß sie das Ganze eigentlich  als eine sehr eindringliche autobiographisch Kindheitsschilderung gehalten hätte, was mir der Autor auf Nachfrage auch bestätigt hat.

Nachher gab es nicht nur Wein und die üblichen Knabbereien, sondern sogar belegte Weckerl und Kuchen, die offenbar von einem Buffet übergeblieben sind und Gespräche mit Vera Albert, Judith Gruber- Rizy, Elfriede Haslehner und einigen anderen. Bernhard Widder, Elfi Resch, Simon Kontas waren ebenfalls da.

Ich habe den „Möchtler“ weil ich ja so wenige Bücher habe, jetzt auch auf meiner Leseliste und besonders erfreulich einen Termin für meine „Unsichtbare Frau“ im Republikanischen Club am Dienstag den 14. Mai um 19 Uhr habe ich auch und lade jetzt schon alle daran interessierten sehr herzlich zur Lesung ein.

2018-02-18

Depressive Frauen

Filed under: Buchpromotion,Glosse — jancak @ 17:22
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Obwohl es mir ganz gut gelungen ist, wieder in den Veranstaltungsplan hineinzukommen und ich in der letzten Woche sogar auch wieder in der „Gesellschaft für Literatur“ war und auch genug zu Lesen habe, jetzt wieder ein Artikel bezüglich des Zehnjahresjubiläums, denn da habe ich meinen Lesern ja eine Serie zu meinen Büchern versprechen, um die hier ein wenig vorzustellen, weil sie sonst nicht zu entdecken sind, da ich sie mir ja selber drucken lasse und da zwar im Katalog der National- und der deutschen Bibliothek bin, aber sie jetzt nicht mehr an die Dokumentationsstelle für neuere Literatur ins Literaturhaus und auch nicht mehr an die GAV-Bibliothek schicke, nur immer eines in eines der offenen Schränke lege und da habe ich kürzlich im Netzt gesehen, wird das „Bibliotheksgespenst“ schon um zehn Euro im Netz angeboten. Ob der der Finder einen Käufer findet wird?

Wenn ihm mein Schreiben aber interessiert, kann er auf meinr Website nachsehen und die Probeakapiteln zu meinen Büchern lesen, es gibt die „Vorschauen“ und den Promotionsartikeln im Netz, die immer was zu den jeweiligen Büchern erzählen und auch ein paar spezielle Artikel zu den Themen, zu den Lieblingsbüchern, den Romananfängen und da man bei an die vierzig Büchern zu den Themen wahrscheinlich mehr als nur ein paar Worte verlieren kann, gibt es auch ein paar extra Artikel, obwohl meine Themen gar nicht so unterschiedlich sind und einem regelmäßigen Leser werden wahrscheinlich die depressiven Frauen auffallen, die meistens die Protagonistinnen sind.

Die Anna hat das, glaube ich, schon vor Jahren angesprochen, daß da oft eine arbeitslose oder sonst nicht Mitten im Leben stehende Frau, die Heldin ist, die im Lauf der Handlung eine Wende macht und meist ist die postiv und es geht gut aus. Die Heldin findet wieder Anschluß und Freude am Leben, bekommt einen Job, hat jemanden kennengelernt, der sich um sie kümmert, etcetera.

Zu positiv? Vielleicht, aber ich bin vom Brotberuf ja Psychologin und Psychotherapeutin und habe da meine Themen auch her, weil es ja öfter depressive Frauen sind, mit denen ich arbeite und was die eigene Depressivität betrrifft, ist es auch nicht gerade lustig an die fünfundvierzig Jahre zu schreiben und immer zu hören und zu denken, da bist du nicht gut genug, das schaffst du nicht, hör doch damit auf!

Das sehe ich, wenn ich nach Änderungen suche, leider wirklich nur als einzige Alternative und das will ich nicht und schreibe weiter, bin aber gerade jetzt wieder in einer Blockade, weil das, das  nützt ja eh nichts, so stark ist, daß ich nicht weiter mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ kommen, die ja auch eher eine depressive ist und die Magdalena, die nächste Protagonistin, von der es ja schon zwei Textproben gibt, wäre das ja auch.

Angefangen habe ich ja auch mit dem Schreiben über das erfolglose Schreiben, aber das ist ein weiterer Artikel, der demnächst kommt und mein veröffentlichter Debutroman die „Hierarchien“ beschäftigt sich nicht wirklich mit dem Thema Depression, sondern da habe ich mein Weggehen von der Klinik, wo ich vier Jahre halbtags Vertragsassistentin war, in die freie Praxis beschrieben und dort ist es mir ja nicht so gut gegangen.

Das Buch ist nicht sehr gut angekommen, was ich auch noch nicht so ganz verstehe, denn es war sehr ehrlich, aber natürlich ist das kein Kriterium für gute Literatur und sehr erhöht schreibe ich auch lnicht, obwohl mir das Buch, als ich es später gelesen habe, gar nicht so schlecht gefallen hat.

Aber ich wollte ja über die depressiven Frauen schreiben, obwohl man die vielleicht gar nicht immer so leicht von dem Thema „Älter werden“ und „Sterben“ abgrenzen kann und inwieweit, die Arbeitslogkeit mit der Depression korreliert, wäre auch eine interessante Frage, aber da fällt mir schon „Die begrenzte Frau“ ein, 2002 erschienen, Judith Gruber-Rizy hat den Beschreibungstext verfaßt und die wäre so ein Beispiel für eine depressive Frau

Die Archtiektin Agathe Zimmermann verliert ihren Job, hebt ihr Geld von der Bank ab und beschließt es auszugeben und danach in den Wald zu gehen und nicht mehr wiederzukommen.

Es kommt anders, denn sie lernt einen polnischen Sänger kennen, der vor der Staatsoper die Arie des Cavaradossi aus der „Toska“ singt und eine erfolglose Schriftstellerin, mit der sie in einem Bus Werbefahrten macht. Enen alten Mann in einer Hütte und einen Job bekommt sie dann auch.

Da wäre vielleicht das Muster, mit dem ich, wie vielleicht schon stimmen kann, viel zu wenig abgehoben und vielleicht auch zu schnell und unfertig meine Geschichten erzähle. Die Resonanz bleibt ja meistens aus, obwohl ich schon ein paar Rezensionen habe und es jetzt ja auch mit einer Leserunde versuchen möchte, aber dazu müßte ich Leser haben, die sich auf das Buch einlassen und mir Feef back geben möchte, was ja auch nicht so einfach ist.

Und 2003 war ich auch noch nicht so weit, denn da hat es das „Literaturgeflüster“ noch nicht gegeben und ich habe meine Bücher höchstens bei meinen Lesungen vorgestellt und ein Stückchen daraus gelesen.

Den Blog hatte ich dann schon, als 2010 „Sophie Hungers Krisenwelt“ erschienen ist und da gab es mit meiner ersten Kritikerin auch eine entsprechende Diskussion über die sprechenden Namen, weil es ja eine Schweizer Künstlerin gibt, die Sophie Hungers heißt, aber der Namen hat mir gefallen und meine Sophie Hunger, wie sie dann vorsorglich hieß,  ist auch eine freiberuflich arbeitende Lektorin, die ihre Aufträge verliert und, wie Andrea Stift in ihrerm Beschreibung schrieb, „um nicht in depressiven Stillstand zu verfallen, beschließt die Wirtschaftskrise in einer Art literarischen Winterschlaf zu verbringen.“

Und um eine wirkliche depressive Frau, fällt mir ein, ist es schon in dem früher erschienenen Roman „Die Radiosonate“ gegangen. Da ist die Josepha Stock, die ihren depressiven Alltag mit dem Radiohören verbringt und über ihre Todesarten nachdenkt, aber nicht die Hauptfigur, sondern eigentlich nur eine Episode. Die Hauptfigur wäre vielleicht, wo wir schon wieder beim anderen Thema und dem Alter Ego wären,  die erfolglose Schriftstellerin Elisa Eisenstein, die über Amanda Silberkandl und  Xaxer Mayrhofer, den beiden Radiomoderatoren, die aus Ö1 entstiegen sein könnten, einen ultimativen Roman schreiben will, der sie durch das „einsame Jahr“ begleitet.

Das Bücherlesen hatten wir schon 2009, bei der Sophie, obwohl es die Bücherschränke und die Idee mit dem Auflesen der ungelesenen Exemplare, erst später kam und da versucht ja die Thekla Morgenstern ihren Pensonsschock, man sieht meine Protagonistinnen werden schon älter, das Buch ist auch 2016 erschienen, damit zu überwinden und lernt dabei nicht nur die Fritzi Jelinek, die wir ja schon aus der „Absturzgefahr“ kennen, näher kennen, weil sie in ihre „Bibliotherapiegruppe“ geht, nein sie hilft auch der kleinen Yasmin Bilic aus ihren Sorgen mit ihrer Freundin Selma, die nicht mehr in die Schule kommt, weil sie dort kein Kopftuch tragen darf und da wäre wir schon beim nächsten Thema,  nämlich dem der „Flucht und Migration“ und da gibt es dann noch zwei Bücher, wo die depressiven Frauen nur am Rand vorkommen, aber da gibt es im Sommerbuch eine demente Oma und da wären wir schon bei einem anderen Thema, wo sich die Depression vielleicht mit dem Vergessen verbindet.

Denn die ehemalige Buchhändlerin Anna Mittlinger ist ja nicht depressiv, sondern hat eine Alzheimerdiganose bekommen, die sie ins Leben hinaustreibt und einen rumänischen Arzt kennenlernen läßt, aber die macht vielleicht auch ein  depressiv und so ist es wahrscheinlich auch, wenn man die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bekommt, wie ich es die Journalistin Veronika Sieberer erleben ließ.

Da war mein Thema eigentlich die „Sterbehilfe“, weil ich mit dem Buch von Ernst Lothar nicht einverstanden war.

Es ist eine Behandlungsverweigerung daraus geworden und eigentlich ist die Veronika Sieberer, die ihren alten Nachbarn aus einer Krise heraushilt und seine Hüte aufträgt, auch gar nicht depressiv, sondern lebt ihr Leben selbstbestimmt bis zum Ende weiter, obwohl das Sterben ja sicher nicht so einfach ist.

Und das Thema „Alter werden“ und „Sterben“ gehört auch zu meinen Favoriten. Von ältereren Eltern aufgezogen, habe ich  schon einige Leute bis an ihr Ende begleitet, habe auch Sterbehilfeseminare gemacht und mich bei meinen psychologischen Unterricht an Krankenpflegeschulen mit diesem Thema beschäftigt, begleite manchmal Klienten durch diese Situation, werde selber älter und meine Pensionistennen, wie etwa die „Paula Nebel“, oder die alte Dame im „Novmbernebel“ sind auch rüstige Pensionistinnen, die dem Leben etwas abgewinnen und sich nicht unterkriegen lassen wollen.

„Beim Sterben sollte man zu Hause sein“ meinem zweiten „Nanowrimo“, an dem ich mich 2012 wieder beteiligte, ist sogar eine besonders betagte Frau die Heldin, nämlich die fünfundneunzigjährie Lea Weissensterner, die einen alten Herrn in einer Seniorenresidenz kennenlernt und seine Memoiren schreibt und besonders alte Menschen, nämlich neunzig bis hundertjährige kommen in meinen Texten auch immer wieder vor.

In den „Wiener Verhältnissen“ ist der Held ein jüdischer Schriftsteller, der Wien 1938 verlassen mußte und ich habe jetzt die depressiven Frauen verlassen, die mich aber, wie man sieht, immer wieder einholen und sich mit den arbeitslosen Frauen, den erfolglosen Schriftstellerinnen, den Älterwerdenden, an Krebs oder Alzheimer erkrankten etcetera, immer wieder überschneiden.

Interessante Themen, wie ich finde, und mich immer wieder, jetzt schon in über vierzig Bücher an sie heraunmache, damit vielleicht schon ein wenig ausgeschrieben bin, so daß ich schon länger „Nicht schon wieder eine depressve Frau!“, stöhne, mich aber dann doch immer wieder damit beschäftige und jetzt nur noch gespannt bin, ob es die „UnsichtbareFrau“, die ja wahrscheinlich auch ein wenig depressiv ist, obwohl sie jünger ist und an den blauschwarzen beziehungsweise prekären Verhältnissen leidet, in Buchform geben wird und im „Bibliotheksgespenst“ fällt mir ein, gibt es auch eine depressive Frau, nämlich die Lehrerin Therese Schwarzenberg, die ihrer Depression, beziehungsweise ihrer Freundin und ihrem Psychiater mit einem Bus von Wien zuerst nach Belgrad und dann über Graz, Linz und Salzburg bis nach Berlin fährt und dort von der realen Wirklichkeit nämlich den Anschlägen am Weihnachtsmarkt eingeholt, was eine auch depressiv machen kann oder eine solche weiterbestehen läßt.

Bei den depressiven Frauen hätten wir noch die „Karoline Wagner“ von 2006, da hat Erika Kronabitter den Text geschrieben, nachdem ich Szenen aus dem Buch 2005, bei der „Text und Kritikwerkstatt“ auf der Silvrettahöhe vorgetragen habe.

Da ist die Heldin eine  erfolglose Lebensberaterin, die in die Fängen des Nobelpreisbetrieb geträt, beziehungsweise eine sich versteckt haltende Frau beobachtet, die im Buch Larissa Lichtblau heißt, aber an die Nobelpreisträgerin von 2004 erinnern könnte, eine analphabetische Putzfrau und einen untergetauchten Zeitschriftenmagnaten gibt es auch und wir sind schon wieder im erfolgreichen oder erfolglosen Literaturbetrieb und nicht wirklich bei den depressiven Frauen und auch Mathilde Schmidt, die Frau aus der Pizzeria mit dem Glas Wein aus „Besser spät als nie“ ist das warhscheinlich nicht wirklich, zumindest nicht diagnostiziert.

Denn da hätten wir wahrscheinlich wirklich nur die Josepha Stock und die Thekla Morgenstein, aber beide sind höchstwhrscheinlich nie zu einem Psychiater gegangen.

Das taten nur Therese Schwarzenberg aus „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ und  Anna Augusta Augenstern aus den „Berührungen“ aber die ist  auch Autorin und will einen Roman schreiben, hat aber eine schlechte Kritik bekommen und geht deshalb zu Theo Hardenberg, der sie eigentlich auch mehr literarisch berät und da wäre noch die Selma aus der „Frau auf der Bank“, die selbsternannte Stadtsheriffa, die ist wahrscheinlich depressiv und geht ins AKH, hatte aber auch eine Psychose hinter sich.

Man sieht ganz schön verwirrend, der Schreiballtag einer erfolgfrei schreibenden Psychologin und Psychotheraueptun mit Überlappungen und Überschneiderugen.

Neugierig darauf geworden?

Da ich schon über vierzig selbstgemachte Bücher habe, habe ich jetzt sicher noch einiges vergessen.  Vergebe sie aber gerne, sofern sie noch nicht vergriffen sind, an die, die sich dafür interessieren, beziehungsweise  mir eine diesbezügliche Frage oder Kommentar schreiben möchten.

2017-06-17

Eine Frau auf Reisen

Lily hatte sich,  den Brief immer noch in der Hand, auf einen der Barhocker, den es vor ihrer kleinen Eßtheke im Küchenbereich ihres Lofts gab, gesetzt und starrte nachdenklich vor sich hin.

Die schulterlangen dunkelbolonden Haare fielen ihr unfrisiert ins Gesicht. Vor ihr stand der Becher mit Kaffee, auf der  Eßtheke lag ihr Handy und auf dem hatte sie vorhin einen Anruf von Slavenka Jagoda bekommen, die ihr mitteilte, daß sie gut in N.Y angekommen sei und ihr kleines Atelier, das es im Dachgeschoß des Instituts gab, bereits  bezogen hatte. Sie würde sie treffen und kennenlernen, wenn sie sich aufgerafft und angezogen hatte und ins Institut zu ihrer Arbeit fuhr.

Slavenka Jagoda, die dreiundzwanzigjährige Slavistin und Germanistin aus der Slowakei, die ein dreimonatiges Praktikum unter ihrer Leitung, im Kulturinstitut antreten würde.

Sie war also voll beschäftigt, sie einzuleiten und einzuführen und ihr auch die Schön-und Besonderheiten von N.Y zu zeigen, so daß sie abgelenkt war und  keine Zeit hatte, länger  an den seltsamen Brief, des seltsamen Rechtsanwalts von der seltsamen Tante, die eigentlich gar keine war, zumindestens hatte sie sie nie richtig kennengelernt, weil die Mami sie ja haßte, wie der Teufel das Weihwasser, was sie jetzt erst richtig verstand.

„Wui, da hatte sie  einen richtigen Roman erlebt oder könnte,, wenn sie nur literarisch genug begabt wäre, einen solchen darüber schreiben. Eigentlich zwei oder drei wahrscheinlich. Eine ganze Serie, wie das jetzt  im Bereich des Joung Aldults gang und gebe war und die Kids und die Fans sich darum rißen, denn die Großeltern hatten, weil sie nur ein Kind statt der bekommenen Zwillinge haben wollten, die ihr unbekannte Tante, der Mutter vorgezogen, die nur so weit mitlaufen lassen, daß es in der Schule nicht auffiel und das Jugendamt nicht antanzte und der hatte dann noch, als sie sich von ihren jugendlichen Traumen so weit emanzipiert hatte, daß es ihr gelungen war, von ihrer Haus- und Kindermädchentätigkeit bei den Zawriks auszureißen und sich in Berlin als Verlagssekretätrin zu etablieren, Tante Natalie, die inzwischen Psychoanalytikerin, wohl eine besondere Perfidie des Schicksals, geworden war, ihren Vater weggenommen, ihn statt ihr gehreiratet und der Dodel, so könnte man wohl sagen, hatte gar nicht gemerkt, daß er drei Monate später eine Natalie statt eine Mathilde geheiratet hatte, während, die nach Wien zurückgekehrt war und von ihrer Frauenärztin oder Arzt erfuhr, daß sie Mutter wurde.

Man könnte wahrlich einen Roman darüber schreiben und sie könnte es auch versuchen, war sie doch begabt, hatte  Literaturwissenschaften studiert, war Kuratorin im österreichischen Kulturinstitut in New York und einen Blog führte sie auch, in dem sie  ihre Gedanken und auch Skizzen in die Welt hinauszuschickte.

Und da hatte sie auch vor oder sogar schon damit begonnen, eine unsichtbare Frau zu erfinden, die ob dieses Umstandes keine Grenzen kannte und sich daher  nächtens in die Schlafzimmern von Donald Trump oder Wladimir Putin einfinden konnte, um ihnen die Leviten zu lesen.

Eine köstliche Idee war das und die erste Geschichte, die allerdings, weil jeder klein anfangen muß, statt vom US- Präsidenten nur vom österreichischen Außenminister Sebastian Kurz handelte, war schon geschrieben. Nur hatte ihre Heldin, ihre unsichtbare Frau noch keinen Namen oder vielleicht doch.

Wenn sie ehrlich war, konnte sie nicht leugnen, daß ihr vorhin, als die das Telfonat mit Slavenka Jagoda beendete, gedacht hatte, daß das ein schöner Name für ihre Protagonistin wäre.

Slavenka Jagoda, die Germanistin und Slavistin, die in Kosive in der Ostlowakei geboren wurde, in Bratislava Deutsch studierte und jetzt drei Monate Praktikantin in N.Ywar. Das war doch eine Frau auf Reisen und sie konnte ihre Heldein so oder auch natürlich anders nennen, damit die ihr noch unbekannte Slavenka, sie nicht klagen konnte. Sie konnte sie sich aber als Vorbild nehmen, um ihrer Protagonistin einen realistischen Background zu geben und da konnte sie sie immer noch Jelena Jasenska oder, wie auch immer nennen.

Da konnte sie sich Zeit lassen, sich das in Ruhe zu überlegen, mußte sich nicht treiben und hetzen,  wo sie doch eigentlich zu beschäftigt war, über so etwas Unwichtiges nachzudenken, hatte sie doch andere Sorgen.

Sie mußte sich anziehen und ins Institut fahren. Aber vorher mußte sie noch die Mami anrufen und ihr von dem Brief des verrückten Anwalts erzählen. Sie fragen, ob sie auch einen solchen bekommen hatte und sich erkundigen, ob das mit ihrem Vater und das ihr der von der jetzt verstorbenen Tante weggeschnappt worden war, stimmte?

Mußte fragen, ob sie auf das Begräbnis geben würde?. Sollte eigentlich selber nach Wien fliegen, um den unbekannten Vater kennenzulernen. Aber „Stop, halt, Lily reiß dich zusammen, bleib am Boden der Realität, sei nicht so schnell, dein Vater ist, wenn dich die Tante richtig informiert hat, Leiter des Starverlags in Berlin gewesen und, als solcher vor einiger Zeit in Pension gegangen. Er ist auch in Berlin wohnhaft und von ihrer unbekannten Psychoanalytikerin-Tante, die eigentlich, wenn man es recht betrachtete, eher eine Psychopoathin war und eine  gewissenlose Person, eine Borderlinepersönlichkeit höchstwahrscheinlich, seit siebenundzwanzig Jahren geschieden.“

Höchstwahrscheinlich wußte der, wenn er nicht auch einen Brief vom Anwalt bekommen hatte, gar nichts von der Tante Begräbnis, wußte er doch auch nicht von der Existenz einer Tochter.

Also sollte sie nach der Mami vielleicht ihn anrufen und „Hallo, Papi, ich bins, dein unbekanntes Töchterlein! Hast du nicht Lust mich in N.Y. zu besuchen, da ich leider aus Termingründen, weil ich  einen Blog beretreibe, im Institut kuratiere und auch Slavenka Jagoda in ihr Praktikum einführen muß, nicht nach Wien zum Begräbnis fahren kann, um dich kennenzulernen!“

Shit, halt aus, nichts davon und brav am Boden bleiben. Nur nicht schon wieder übertreiben! Die Mutter hatte ihr früher, als sie noch pubertierend und aufbgehrend  nach ihrem Vater verlangte und mehr von ihm wissen wollte, das ohnehin immer vorgeworfen, daß sie viel zu ungeduldig sei.

Also würde sie sich auch heute bezähmen, sich an den Riemen reißen, ins Schlafzimmer gehen, die Jeans und einen Pulli aus dem Kasten nehmen, die Jacke anziehen. Vorher aber die Mami anrufen und dazu veranlaßen auf das Begräbnis zu gehen, damit sie ihr berichten konnte, ob sie dort ihren Papi getroffen hatte und Slavenka Jagoda würde sich auch noch anrufen und sich mit ihr im Institut um elf verabreden, damit sie sie kennenlernen und herausfinden konnte, ob sie ein gutes Vorbild für die Heldin ihres Blogromans abgab.

2019-01-14

Wunschgedichtesammlung

Ich gehe ja schon sehr lang und regelmäßig zu den „Wilden Worten“, die Richard Weihs mit Franz Hütterer und Michaela Opferkuh, ich glaube, zuerst einmal im „Siebenstern“ kreirt hat. Die Idee ist, glaube ich wieder von Martin Auer gekommen, der das letzte Mal Gast dort war.

„Wilde Worte – Wunschgedichte und freie Wildbahn“ heißt der ganze Titel und die freie Wildbahn bedeutet, daß jeder, der, das will, im Anschluß lesen kann, während für den Beginn ein Gast eingeladen wird, ich war das 2009 mit der „Sophie Hungers und dem „Haus“.

Damals war noch Franz Hütterer dabei und für die freie Wildbahn finden sich nicht immer Leute, die ihre Texte lesen wollen, ich habe das einmal vor meiner offiziellen Lesung getan, konnte mich aber nicht mehr genau erinnern, ob das an dem Tag war, wo Judith Gruber-Rizy gelesen hat. Da war ich das erste Mal bei der Veranstaltung und  Publkum, bin ich regelmäßig da und fülle auch regelmäßig das Formular für das Wunschgedicht aus und irgendwann ist mir die Idee gekommen, daß ich die Worte, die man da darauf schreiben soll, die in dem Gedicht vorkommen sollen, passend für mein jeweiliges Work in Progress wählen kann, bei der „Anna“ war das dann das erste Mal.

Simon Konttas

Simon Konttas

Simon Konttas

Simon Konttas

Da ist das Gedicht

„Anna kämpft gegen ihr Vergessen an

Dr. Alzheimer saugt ihr Gedächtnis aus

wie weiland graf Dracula die Jungfrauen

und der Stahlenschutzstecker hilft kein Deut

gegen die Überhitzung ihrer alten Heizdecke,

die sie wieder einmal vergessen hat abzuschalten

Und während die allerletzte Erinnerung verglimmt

erhellt das lodernde Bett ihr ewiges Schlafzimmer.“

Als Sophie Reyer die Gästin war, war das Buch fertig und ich im Anschluß, weil man ja nur einmal als Gästin lesen kann, Buch und Gedicht in der freier Wildbahn vorgestellt und mir eifrig weiter gewünscht, so wie ich  auch in den Schreibgruppe immer Szenen für mein jweiliges Work on Progress geschrieben habe.

Als ich mit dem Alfred bei einer Führung im Literaturarchiv war, habe ich eigentlich im Anschluß in die „Alte Schmiede“ gehen wollen, aber die Führung hat zu lang gedauert und wir wären zu spät gekommen, während die „Wilden Worte“ ja erst um acht beginnen und dann ist, glaube ich, das schönste oder treffenste Wunschgedicht entstanden, das in den „Berührungen“ zu finden ist:

„Da steh ich da und steh auch voll daneben

mit Schreibblockaden kann ich aber leben

nur eines schmerzt mich dabei wirklich tief

so komm ich nie ins Literaturarchiv“

Da habe ich das Buch nach Fertigwerden Richard Weihs sozusagen als Belegexemplar übergeben. Es aber bei den „Wilden Worten“ nicht vorgestellt. Dafür aber am Volksstimmefest, als dort in Arbeit das Thema war. Da habe ich die Szene im Himmel mit Stefan Zweig, Heimito von Doderer und Anne Frank am Fest gelesen und vorher das Gedicht und bei der Benefizveranstaltung ums Amerlinghaus, dasselbe auch noch einmal.

Manchmal geht auch etwas schief, wenn man soviele Wunschgedichte wie Richard Weihs verfaßt. so ist das Gedicht zum „Bibliotheksgespenst“ eigentlich kein Gedicht, sondern ein Prosatext geworden, den ich dann als Beschreibungstext verwendet habe und bei der „Unsichtbaren Frau“ hat  Richard Weihs aus dem „Schäfchen“ ein „Schälchen“ gemacht, obwohl es ja das Schäfchen ist, das Amanda Siebenstern, die Tarnkappe aufsetzt und sie damit zu Minister Basti schickt.

Das Buch ist jetzt fertig und so ist mir die Idee gekommen, es bei den heutigen „Wilden Worten“, wo der in Finnland geborene Simon Konttas, der bei „Sisyphus“ und auch sonstwo einige Bücher herausgebracht hat, vierzehn unveröffentlichte Gedichte und den Teil einer Erzählung, wo ein Mann aus Rache, weil er nicht zur Hochzeit seiner Tochter eingeladen wurde, ihr einen bösen Strech spielt, gelesen hat, wieder in der „Wildbahn“ aufgetreten und das Buch vorzustellen, also das Gedicht:

„Wahlkampf im düsteren Reich der Schattenspieler

Die Kanditaten nehmen eh alles auf ihre Tarnkappe

Die Jury schlürft charmant ein Schälchen Schierling.

Schwarzblaue Schlagschatten fallen schräg zu Boden.

Zwischen den Wahlurnen aber geistert gespenstisch,

tief verschleiert, ohne ihren Gatten,

die unsichtbare Frau ohne Schatten.“

Dann habe ich die fünfte und erste Schäfchenszene gelesen, die ich ja bei dem „Writersretreat“, das ich weil ich über den Schreibmarathon, wo ja ein Teil des Rohkonzepts entanden ist, gebloggt habe, bekommen habe, meiner Schreibpartnerin vorgelesen habe und während des Marathons habe ich  die „Nobelpreisszene“, die auch im Blog zu finden ist, Feedback geholt und gelesen habe ich aus dem Buch, das ja  Anfang Jänner erschienen ist, wo man sich noch für die Leserunde melden kann, auch sehr viel.

Wer errät wo und was ich jeweils gelesen habe, hat auch noch die Chance ein Buch zu gewinnen.

Die Antworten sind, glaube ich, im Blog zu finden und für die „Magdalena Kirchberg“, mein derzeitig work on Progress, habe ich mir auch ein Gedicht von Richard Weihs gewünscht:

Eva Jancak

Eva Jancak

Eva Jancak

Eva Jancak

„Magdalena Kirchberg sag, was tust du da? Seit Stunden schon

sitzt du an der Kreuzung in deinem weißen BMW und bloggst

einen Roman von ungeheurer Menge in dein schwarzes Smartphon!

Sag siehst du nicht? Die Ampel springt von Rot auf Grün auf Rot

und bald schon, Magdalena Kirchberg, bald schon bist du mausetot.“

Diesmal war ich zwar nicht wunschlos, hatte aber kein Projekt und Buchwünsche, obwohl das Richard Weihs bei mir schon fast vermuten wird, sondern habe ein paar Farben aufgeschrieben und mir zu dem Titel „Farbenlehre“ den Beginn „Der alte Goethe“ gewünscht.

Und das Wunschgedicht vom letzten Mal, das Richard Weihs heute vorgelesen hat, hat auch mit Farben zu tun:

„Lebenshindernisse – Schau einmal, schau – Veilchen, karierte Bluse“

„Schau einmal, schau: Das Veilchen so blau, so blau!

Doch wenn ich noch ein Weilchen steh und schau,

verwelkt das Veilchen und wird grauslich grau.

 

Hör mir doch auf mit dem Gefühlsgedusel“

Du bist doch keine affektierte Muse:

Drum raus aus der karierten Bluse!

Wer nicht pariert, der ist nicht schlau:

Gleich hau ich dir ein Veilchen blau!“

Bin schon gespannt, was daraus wird. Es war jedenfalls spannend und auch sehr voll, scheint Simon Konttas doch seinen Fankreis mitgebracht zu haben. Es war aber auch Luis Stabauer da.

2019-01-06

Mein Schreiben – meine Bücher

Bei meinem Jahresrückblick beziehungsweise Neujahrsvorausschau bin ich darauf gekommen, daß ich ein bißchen mehr Feedback über mein Schreiben haben möchte und es mir vielleicht zu wenig ist, pro Jahr zwei bis drei Bücher herauszubringen, sie dann im Blog vorzustellen und danach mangels Ineresse ad Acta zu legen oder höchstens bei der „Poet Night“ oder am Volksstimmefest ein Stückchen daraus zu lesen, wo auch nicht viel Resonanz zurückkommt.

Eine Möglichkeit wäre ja das „Literaturgeflüster, das habe ich mir wohl schon vor zehneinhalb Jahren intuitiv gedacht, als ich nach und nach darauf begonnen habe, mein Schreiben und meine Bücher darauf vorzustellen, meine Bücher in einer „Vorschau“ und dann nach dem Erscheinen vorzustellen und nach und nach auch schreibbezogene Artikel zu verfassen.

2011 war ich auch schon in einer Krise und der Versuch herauszukommen war das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“, das 2013 herausgekommen ist und das ich vorigen April auch in der „Alten Schmiede“ vorstellen konnte und jetzt ist mir eingefallen, als ich das Miniseminar der Jurenka Jurk zu ihrer Romanausbildung gemacht habe, daß ich vielleicht ein „Literaturgeflüster II- Buch“ mit sämtlichen Schreibartikel herausbringen könnte.

Wieder ein Buch das vollständig im Netz zu finden ist, aber dann in Printform schön übersichtlich in der Hand liegt und leicht durchzublättern und nachzulesen ist.

Das wird dann vielleicht im Sommer oder statt des nächsten „Nanowrimos“ passieren, da ich bis dahin ja noch die Magdalena Kirchberg korrigiere, die dann wenn ich mich nicht verzählt habe, mein sechundvierzigsten selbstgemachtes Buch sein wird.

da es die Artikel aber schon gibt und ich sie nur noch heraussuchen muß, nütze ich die die Restweihnachtsferienzeit, die ich nach zwei Praxistagen schon wieder in  Wien verbringen, um sie mir herauszusuchen, um schon einmal einen Überblick herzustellen und meinen Lesern auch die Möglichkeit zu geben auf einen Blick festzustellen, was es da im Blog über mein Schreiben und meine Bücher gibt und da denke ich, fange ich am Besten mit dem Jänner 2012 an, wo ich schon einmal einen Einblick in meine sogenannten Indiebücher, die es bis dahin gegeben hat, zu geben.

Sogenannte Indie Bücher

„Die Radiononate oder das einsame Jahr“

Coverfragen und Schreibgedanken

„Das Haus“

Plotprobleme oder eine Handlung finden

„Sophie Hungers Krisenwelt“

Dreißig Fragen zu dreißig Büchern

„Heimsuchung oder halb eins“

Der Rätsel Lösung

„Mimis Bücher“

Themen finden

„Absturzgefahr“

Entwurf einer möglichen Laudatio oder Dankesrede

„Zwillingswelten“

Dialoge schreiben

„Die Frau auf der Bank oder dreimal S“

Bücherreihen oder zuviel der Ehre

„Die Widergeborene“

Lieblingsbücher

„Paul Nebel“

Romananfänge

„Kerstins Achterln“

Eigene Bücher lesen

„Beim Sterben sollte man zu Hause sein“

Themengebiete

„Literaturgeflüster-Texte-Buch“

Ein paar Romanfiguren

„Dreizehn Kapitel“

Bekannte Gestalten

„Brüderschaft“

Bücherschrankmotive

„Anna kämpft gegen das Vergessen“

Die dreizehn letzten Bücher

„Miranda Schutzengelchen“

Der fünfte Nanowrimo

„Im Namen des Vaters“

Depressive Frauen

„Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“

Schreibweisen

„Die ereignisreichen Sommerelebnisse vier präkerer Literaturstundentinnen“

Die Kinderbücher

„Paul und Paula“

Die politischen Bücher

„Nika, Weihnachtsfrau oder ein Dezember“

Regelmäßig schreiben

„Nicht berühren oder Notizen zur Romanentstehung“

Zeitmanagement

„Claire- Klara-Clarisse oder wilder Lavendel“

Änderungen in den Handlungsverläufen

„Vor dem Frühstück kennt dich keiner“

Negatives Feedback

„Besser spät als nie“

Spannungsbogen

„Die unsichtbare Frau“

Wunschgedichtesammlung

„Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“

Identitätsfragen

So das wär einmal eine kleine Vorschau, ob das so bleiben wird oder vielleicht noch etwas anderes dazu oder wegkommt weiß ich nicht, kommt auch auf die Seitenzahl und den Umfang an und, wie das mit den Vorschauen und den Buchvorstellungen wird, ob die noch dazu kommen, muß ich auch erst ausprobieren. Ist aber vielleicht ein guter Vorsatz für das neue Jahr und auch eine Möglichkeit mein literarisches Schreiben ein bißchen kennenzulernen

Auf der Website gibt es dann noch mehr und da ist bei den meisten Büchern auch ein Probekapitel zu finden.

2018-12-31

Wieder einmal Jahresrückblick

Es ist soweit, 2018 geht zu Ende und man kann sagen, es war auf der einen Seite, ein ganz gutes Jahr, gab es doch zwei literarische Höhepunkte und da waren, sowohl der April, als auch der November besonders intensiv.

Denn ich habe im April in der „Alten Schmiede“ zwar etwas verspätet, aber immerhin mein „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ vorgestellt, da war dann schon der „Hammer“ mit meinen und Ruths Texten zur „Kunst im öffentlichen Raum“ herausgekommen und am achtzehnten April gab es den ersten diesbezüglichen Spaziergang, wow, ein bißchen so, wie es eigentlich sein sollte und im November gab es noch einmal einen Spaziergang durch den neunten Bezirk und auf der „Buch-Wien“ habe ich im Rahmen  des „Ohrenschmauses“ ein Stückchen aus der „Mimi“ gelesen.

Ansonsten war ich im März wiedermal  in Leipzig und vorher in Essen bei der „Bloggerdebutpreisverleihung“, wo ich Klaus Cäsar Zehrer und Christian Bangel kennenlernte.

Danach gab es den Osterspaziergang der LitGes, wie gewohnt und auch die Lesung beim „Linken Wort“ beim „Volksstimmefest“, die Lesung bei der „Poet Night“ und mein „Literarisches Geburtstagsfest“, wo ich  jeweils mehr oder weniger ein Stück aus der „Unsichbaren Frau“ gelesen habe, dem Buch, in dem ich den Herbst 2017 im Rahmen des „Nanowrimo 2017“ beschrieben habe und daraus habe ich auch im „Bepop“ gelesen, die man, wenn man so will, auch als eine außertourliche Lesung bezeichnen kann, zu der mich der liebe Rudi eingeladen.

Buch ist in diesem Jahr nur eines herausgekommen, nämlich die Bloggeschichten „Besser spät als nie“, zu Jahresanfang, aber die Fortsetzungsgeschichte, „Die Unsichtbare Frau“ ist schon in der Druckerei und ich werde sie demnächst bekommen.

Geschrieben habe ich ab Sommer den Rohentwurf zur „Magdalena Kirchberg“, bei der ich jetzt beim Korrigieren bin und da habe ich vorher auch ein paar Artikel zum „Zeitmanagement“, „Regelmäßig schreiben“, „Konzeptänderungen“ etcetera verfaßt. Das war im Sommer.

Vorher ab Jahresbeginn habe ich wieder ein bißchen mein Schreiben vorgestellt, über meine „Kinderbücher“, die „Depressiven Frauen“, die „Politischen Bücher“, die „Bekannten Gestalten“, die „Schreib- und die Bücherschrankmotive“, etcetera, geschrieben.

Außer in Leipzig war ich wieder auf der „Buch-Wien“ und beim „Buchquartier“, bei vielen Veranstaltungen, wie den „Wilden Worten“, den „O-Tönen“,„Literatur und Wein“ in Göttweig und in Krems, beim „H .C. Artmann-Festival“, bei einigen Preisverleihungen, den „Bachmann-Preis“, den Tanja Maljartschuk gewonnen hat, hat es gegeben  und ich habe wieder tüchtig gelesen, wenn auch weniger als in früheren Jahren, ich habe Buchpreis gebloggt und mich durch die österreichische und die deutsche Liste gelesen.

Ansonsten dieses Jahr sehr viele Neuerscheinungen und in zwei Jurien bin ich nach wie vor auch.

Da gibt es schon länger den „Ohrenschmaus“, den Literaturpreis für Menschen mit Lernschwierigkeiten und seit 2016 juriere ich auch beim „Bloggerdebut-Preis“ mit, was mir großen Spaß macht, denn ich interessiere mich ja sehr für Literatur.

Reisen hat es auch gegeben, eher kleinere, denn ich bin ja im Gegensatz zum Alfred nicht sehr reiselustig, war aber heuer vor Leipzig, zwei Tage in Würzburg und zwei Tage in Essen, dann sind wir im Sommer zehn Tage in die Schweiz, nach Genf, Bern und Zürich gefahren, wo ich die Bücherschränke erforschte und einige Buchhandlungen besuchte und kurz danach sind wir noch ein paar Tage mit der Ruth um den Neusiedlersee gefahren.

Das waren die erfreuelichen oder die gewöhnlichen Dinge, zu den eher unerfreulichen würde ich die politischen Entwicklungen, den Rechtsruck, etcetra bezeichnen.

Es gibt wieder Donnerstagsdemonstrationen, da war ich auf vier und das ganze Jahr habe ich mich mit dem Uli gecatscht, was manchmal mehr, manchmal weniger erfreulich war, aber ich denke, man soll es wenigsten versuchen politische Korrektheit einzufordern, auch wenn das, wie es aussieht, ein Faß ohne Boden ist.

Das war im Großen und Ganzen 2018 und richtig, daß ich „zehn Jahre Literaturgeflüster“ mit Sekt und Torte gefeiert habe, das hätte ich jetzt fast vergessen!

Und zwei Workshops bei Stephan Teichgräber einen zum Thema „Utopie“ und einen zur „Revolution“ habe ich auch besucht, um mich ein wenig literaturwissenschaftlich weiterzubilden, während es, was wahrscheinlich auch ein wenig schade ist, die „Schreibgruppe“ seit Herbst nicht mehr gibt.

Verluste gibt es auch zu vermelden, so ist in diesem Jahr der „Büchner-Preisträger“  Wilhelm Genazino,  am 12. Dezemer in Frankfurt verstorben, den ich sowohl einmal in Gottweig bei der „Literatur und Wein“, im Literaturhaus und in der „Alten Schmiede“ hörte, sondern auch der ewige Nicht-Nobelpreisträger Philp Roth, der andere große Amerikaner Tom Wolfe am 14. Mai, Philip Kerr am 23. März und auch die österreichische Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger mit ihren ganz armen Kindern und Frauen, die eine hervorragende Oma  gegen Rechts gewesen wäre, die mit dem Krückstock, wie sie einmal am Ballhausplatz beim Johanna Dohnal- Gedenken verkündete, gegen die Nazi-Verharmloser angetreten wäre.

Und außerdem habe ich gerade erfahren, ist der israelische Schriftsteller Amos Oz von dem ich noch einiges zu lesen habe, vor drei Tagen gestorben.

Außerdem, hat es in diesem Jubuläumsjahr außer fünfundvierzig Jahre Matura und fünfundvierzig Jahre erfolgfrei schreiben, dem fünfundsechzigjährigen Geburtstag und Ende meines Diagnostikkassenvertrages, auch die Erinnerung an den März 1938, das Wien unterm Hakenkreuz, fünfzig Jahre 1968 und hundert Jahre Republik gegeben, was zu einigen literarischen Veranstaltungen und Büchern führte, die ich noch im nächsten Jahr lesen werde.

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