Literaturgefluester

2019-05-14

Die unsichtbare Frau im RC

Filed under: Lesung — jancak @ 23:31
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Foto: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Foto: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Im Jänner bin ich ja zu der Frauen Lesung von Andreas Diefenbachers „Möchtler“ gegangen, habe da erfahren, daß der Autor mich und meinen Blog kannte, sein Leseexemplar bekommen und Sibylle Summer, der engagierten Organisatorin vom „Republikanischen Club“ meine „Unsichtbare Frau“ gezeigt, das da gerade erschienen war. Ich habe sie nicht gefragt, ob ich damit vielleicht im Club lesen kann, obwohl mich da schon Irene wondrasch, da zu einer GAV- Lesung eingeladen hat, sie hat mir aber gleich einen Termin gegeben und ich habe mich gefreut, natürlich selbstverständlich.

Denn die „Unsichbare Frau“ ist ja, obwohl selbst herausgegeben, ein wichtiges politisches Buch, aus dem ich schon beim „Volksstimmefest“ eine Szene glesen habe, bei der Lesung zu der mich der Rudi eingeladen hat, bei der „Poet-Nigth“, bei meiner Geburtstagslesung und auch bei dem „Wilden Worten“, weil ja das Eingangsgedicht wieder von Richard Weihs stammt und auch  bei Erika Kronabitters Geburtstagsfest.

Der Uli hat, weil er ja das Vorbild für den Alfons Tratschke war, sein Belegemembar bekommen und mir gefällt es, die ich ja die plitischen Entwicklungen von links und rechts sehr genau verfolge, auch sehr gut.

Dann hatte ich aber Zweifel wer zu der lesung kommen würde? Denn eine Einzellesung und bei denen, die ich in den letzten Jahren hatte, wie beispielsweise im „Reading Room“ hatte ich ja nie sehr viel Publkim. Ich habe die Lesung aber in meinen Blog angekündigt und immer wieder bei meinen aktuellen Artikeln darauf hingewiesen, mich aber, weil ich ja schon bei der Lesung aus der „Sophie Hungers“  im Cafe Amadeo, außer dem Veranstalter und dem Alfred keine Zuhörer hatte, darauf eingestellt, daß ich vielleicht mit der lieben Sibylle Summer allein ein Glas Wein trinken werde, denn der Alfred ist ja derzeit noch in Kuba, und die die mir in den letzten  Tagen auf die Lesung aufmerksam gemacht und sie dazu eingeladen habe, haben mir alle gesagt, „Leder leider keine Zeit, weil einen anderen Termin!“ Auch die Ruth, die ja meistens zu meinen Lesungen kommt, hat leider abgewinkt, also war ich ziemlich pessimistisch, als ich nach meiner fünf Uhr Stunde mit meiner Büchertasche in den Republikanischen Club, in die Rockhgasse aufgebrochen bin.

Foto: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Foto: © Republikanischer Club – Neues Österreich

Aber es ist so wie es ist und die Angela und der Josef hatten mir ihr Kommen versprochen, die Margit Heumann auch, also vielleicht  eine Handvoll Zuhörer und so war es dann auch, die Linda Christanell ist noch zusätzulich gekommen und eine Frau, die im ORFarbeitet, also zugegeben kein sehr großer Andrang.

Aber wie ich glaube eine sehr schöen Lesung und ich habe mich auch. wie beim Geburtstagsfest durch das Buch gelesen, mit dem Alfrons Tratschke begonnen, dann die unsichtbare Frau-Szene glesen, bei der ich mir auch beim  „Writer Tetreat des Writer Seminars“ von einer Psychologenkollegin Feedback holte, dann die Szene aus dem österreichischen Kultursinstitut mit der KehlmannFranzen lesung und dann die Nobelpreisszene, die ich ja sehr mag und mir auch beim „Writermarathon“ des „Writerstudios“ Feddback geholt habe.

Nachher und auch schon vorher gab es Wein und Knabbereien und eine intensive politische Diskussion und mein Resumee, es ist, wie es ist. Fünf Zuhörerinnen und einen Zuhörer und die liebe Veranstalterin.

Ich kann es nicht ändern und die „Unsichtbare Frau“ ist ein gutes und wahrscheinlich auch politisch wichtiges Buch und ich habe am Nachhauseweg auch gleich ein Exemplar in das kleine Bücherkastl bei der Buchhandlung Kuppitsch hineingelegt und wem es interessiert, ich korrigiere immer noch an der „Magdalena Kirchberg“ die mein nächstes Buch werden wird.

Dann kommt ein Buch über das Schreiben und wie es dann weitergeht, habe ich keine Ahnung, obwohl schon ein paar Ideen in meinen Notizbuch sthen.

2019-01-03

Die unsichtbare Frau

Filed under: Buchpromotion — jancak @ 08:56
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Alternativtext

Das neue Buch

Hurrah, hurrah, es ist da, mein fünfundvierzigstes selbstgemachtes Buch und das  erste im Jahr 2019, die „Unsichtbare Frau“, die den Wahlkampf von 2017 und die politische Wende, den Rechtsruck Österreichs, an Hand einer Bloggerin und ihren Blog „Die unsichtbare Frau“, beschreibt.

Frisch aus der Druckerei gekommen, kann ich es proudly präsentieren und die Gewinnspielfragen der Vorschau auflösen:

  1. Das Vorgängerbuch sind die Bloggeschichten „Besser später als nie“, die hier im Blog zum größtenteils aus Schreibimpulsen entstanden sind und die sich hier finden lassen. Das Buch ist eine unpolitische Geschichte, die allerdings Personen als Helden habt, die man auch hier, wie etwa Lilly Schmidt, die Bloggerin, finden kann.
  2.  Die Orte in denen das Buch spielt, sind Wien, hier geht die unsichtbare Frau des Nachts mit der Tarnkappe auf Kopf auf ihre Traumreisen, New York, wo die Bloggerin Lilly Schmidt ihre Amanda Siebenstern auf Reisen schickt, Stockholm wo Jonathan Larsen um seine Frau trauert und einen Nobelpreisvorschlag machen soll und dann noch Frankfurt, wo es ja die Buchmesse gibt und ein nicht genannter Ort in Deutschland, wo der rechte Blogger Alfons Tratschke zu Hause ist.
  3. Die beiden Schriftsteller die im österreichischen Kulturinstitut von New York auftreten, sind Jonathan Franzen und Daniel Kehlmann.

Hiermit ist das Gewinnspiel zu Ende. Leider hat sich keiner gefunden, der die Fragen auflösen und das Buch gewinnen wollte.

Deshalb wiederhole ich noch einmal den ersten Satz:

„Amanda Siebenstern fühlte sich müde und erschöpft, als sie nach Hause kam.“

Wer mir hierzu einen Absatz schreiben will, kann auch noch ein Buch gewinnen, habe ich zwei oder drei Absätze, stelle ich sie hier mit meinem Absatz hinein und man kann raten, was das Original und was die „Fälschung“ ist und auch ein Buch gewinnen.

Wer nicht raten will, kann sich an einer Leserunde über das Buch beteiligen. Dafür vergebe ich fünf Bücher und bitte um Kommentare und eine rege Diskussion.

Der liebe Uli, der das Vorbild für den Alfons Tratschke war, der hier ja schon seit zwei Jahren, wie der Alfons auf Lilly Schmidts Blog, kommentiert, wird sich sicher melden und seine Meinung sagen und vielleicht auch wie der Alfons über die „linksverseuchten Frauen“ schimpfen.

Aber vielleicht gefällt es ihm auch, ich bin gespannt und wer sich zuerst in das Buch ein wenig einlesen möchte, ist hier richtig.

Es hat sich einmal ein Kommentierer von mir gewünscht, mehr über die Lesung von Daniel Kehlmann und Jonathan Franzen zu erfahren. Falls er hier noch mitliest, das wäre jetzt die Gelegenheit.

2018-12-16

Vorschau auf „Die Unsichtbare Frau“

Wien im Herbst 2017 kurz vor der Wahl, bei der sich wieder eine blauschwarze Regierung bilden soll.

Lilly Schmidt, die in New York Kuratorin am österreichischen Kulturinstitut ist, schreibt einen Blogroman, in dem sie eine „Unsichtbare Frau“, die prekär beschäftigte Deutschlehrerin, Amanda Siebenstern, des Nächtens zu Donald Trump, Recep Erdogan, Wladimir Putin oder auch Minister Basti schickt, um ihnen die Leviten zu lesen, beziehungsweise sich in das Politgeschehen einzumischen.

Während das passiert wird sie sowohl von ihren Eltern, die wir aus „Besser spät als nie“ kennen, als auch von der vierundzwanzigjährigen Germanistikstudentin Slavenka Jagoda aus Bratislava oder Kosice besucht, die ihre Dissertation über die „Unsichtbare Frau“ und den Einfluß von Blogromanen schreiben will.

Außerdem gibt es den mit der gegenwärtigen Politik unzufriedenen Alfons Tratschke, dem alles zu „linksverseucht“ erscheint, einen Techniker und Hobbyschriftsteller, der die Frankfurter Messe besucht und der Nobelpreis für Literatur wird in diesem Jahr natürlich auch vergeben.

 

Hier also die Vorschau auf die „Unsichtbare Frau“, das Buch, das den Wahlkampf von 2017 beschreibt und demnächst an die Druckerei gehen wird.

Auf der Website gibts man das Probekapitel zu finden, hier wieder ein Gewinnspiel für die, die sich für das Buch interessieren und eines nach Erscheinen gewinnen wollen. Unten verlinke ich die Schreibberichte, die beim Rätsel helfen können. Also:

  1. Wie heißt das Buch, das man als das Vorgängerbuch bezeichnen könnte und was ist das besondere an ihm?
  2. Wie heißen die Orte in denen das Buch spielt?
  3. Wie heißen die beiden Schriftsteller die im österreichischen Kulturinstitut von New York lesen, als Slavenka Jagoda dort eintrifft?

Und hier der erste Satz des Buches:

„Amanda Siebenstern fühlt sich müde und erschöpft, als sie nach Hause kam.“

Wer möchte kann mir im Sinne eines „Mimikry-Spieles“ einen Absatz dazu schreiben. Wenn ich ein paar bekomme, stelle ich sie mit meinem Absatz in die Präsentation und man kann raten, was das „Original“ und was die „Fälschung“ ist und wieder ein Buch gewinnen.

Ich würde auch wieder gerne eine Leserunde veranstalten, wo man über das Buch diskutieren kann und vergebe dafür bis fünf Exemplare.

Wer daran interessiert ist, bitte melden. Rezensionsexemplare kann ich auch zur Verfügung stellen.

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2019-07-16

Mit der unsichtbaren Frau ins Cafe Westend

Filed under: Lesung — jancak @ 23:17
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Luis Stabauer

Luis Stabauer

Bruno Schernhammer

Bruno Schernhammer

Heute also wieder einmal eine Lesung, wo ich meine „Unsichtbare Frau“, die ja durch die Regierungsumbildung wieder aktuell geworden ist, vorstellen konnte.

Das erste Mal habe ich aus ihr die Nobelpreisszene, die ich ja sehr gern mag beim „Volksstimmefest“ gelesen und mir vorher im „Writersstudio“ zweimal Feedback geholt, dann habe ich beim „Bobop“ wozu mich der Rudi Lasselsberger eingeladen hat, daraus gelesen und beim Geburtstagsfest vier Szenen, eine Szene bei den „Wilden Worten“ im Jänner und im Mai dann noch einmal das volle Programm im Republikanischen Club. Heute habe ich meine fünfzehn Minuten auf die erste unsichtbaren FrauSzene und dann auf die in New York verteilt und das Cafe Westend war auch erstaunlich voll.

Ich bin ja vor zwei Monaten das erste Mal zu einer von Luis Stabauer und Erika Kronabitter, bei deren Geburtstagsfest ich auch die zene fürf vorgetragen habe, organisierten Lesung gegangen, um mir das Senaro anzuschauen, wo es auch sehr gut besucht war und dann vor einem Monat noch einmal, wo deutlich weniger Besucher waren, also habe ich auch mit einem Sommerschwund gerechnet, es ist aber wieder die Margit Heumann gekommen, die Doris Kloimstein, meine Hauptschulfreundin Christa U., der Chemiker Manfred und dann noch zwei Stammbesucherinnen, die ich eingeladen hab und dann noch das andere Publkum das vielleicht so oder zu den beiden anderen Lesern kamen.

Und die waren moderiert von Luis Stabauer, der 1957 geborene Bruno Schernhammer, der in der „Kramer Gesellschaft“ einen Roman über den Autobahnbau „Und alle winkten – Im Schatten der Autobahn“ herausgegeben hat, aus dem er vier Stellen las.

Eva Jancak

Eva Jancak

Christian Schwetz

Christian Schwetz

Der hat die Lesung begonnen, gefolgt von mir und dann kam der  1962 geborene Christian Schwetz, der sohn des zweiten Mannesm ,meiner Cousine Irmi, der las einen „Er- Ich“ genannten Text, der die Ereignisse in zwei Perspektiven schilderte und recht interessant, sowie ein wenig experimentell klang.

Jetzt gibt es eine Sommerpause bei den Westend-Lesungen, im Herbst geht es dann weiter, ich bin gespannt und habe heute die „Podium-Sommerlesereihe“ im Cafe Prückl versäumt.

2019-01-21

Drei Frauen lesen Andreas Tiefenbacher

Publikum

Publikum

Andreas TIEFENBACHER

Andreas TIEFENBACHER

Heute hätte ich eigentlich zu Ursula Krechel in die „Alte Schmiede“ gehen wollen, da aber der Alfred am Montag Altersteilzeit hat und ich an seinen arbeitsfreien Tagen gerne etwas mit ihm unternehmen will, er aber nicht so gerne in die „Alte Schmiede“ geht, habe ich ihn überredet mit ihm in den Republikanischen Club zu gehen da dort Judith Gruber- Rizy den oberösterreichischen Autor Andreas Tiefenbarer mit seinem „Möchtler“ präsentierte und mit Gabriele Schmoll und Vera Albert, die ich von den KAV-Supervisionen kenne und die eine Zeitlang einen Verlag hatte aus den siebzig Teilstücken gelesen hat.

Eine „Frauen lesen Frauen Veranstaltung“ wird es wohl nicht gewesen sein, da aber Judith Gruber-Rizy und Helmuth Rizy eine Reihe im Literaturhaus haben, wo am Mittwoch Christine Mack, Ines Oppitz und Herbert Christian Stöger vorgestellt werden, war das wohl eine Art Vorveranstaltung und ich habe den 1961 in Bad Ischl geborenen Andreas Tiefenbacher glaube ich schon einmal in der „Alten Schmiede“ gehört und vor zwei Jahren seinen bei „Wortreich“ erschienenen „Liebesdilettanten“ gelesen, der wie Judith Gruber-Rizy, die Veranstalterin sagte, eine Art Fortsetzung seines 1995 erschienenen Debuts ist, der wie der anwesenden Autor später betonte, eigentlich kein Roman ist, sonder aus siebzig Notizen, beziehungsweise siebzig Plagen besteht und der „Möchtler“ ist ein Jugendlicher, der stark an der Pollenallergie leidet, die damals in den sechziger und siebziger Jahren, wo er aufgewachsen ist, niemand erkannt hat und der auch immer unter seiner Schwäche litt, weil man im Salzkammergut, auch am Sonntag arbeiten, die Zimmer im Haus an die Fremden vermieten mußte und der kleine Hans wohl niemals so kräftig, wie sein Vater werden würde.

Er litt also unter den Sommer, wo er sich am liebsten in seinem Zimmer verkroch, während er im Winter aufblühte, dort am liebsten den ganzen Nachmittag im Freien und im Schnee verbrachte und sich auch gerne den Gletscher des Dachsteines ansah, wenn die Familie einen Sonntagsausflug machte und im Gasthaus zum Dachsteinblick einkehrte.

Gabriela SCHMOLL, Vera ALBERT, Judith GRUBER-RIZY

Gabriela SCHMOLL, Vera ALBERT, Judith GRUBER-RIZY

Der Autor erklärte dann einiges zu seinem Buch, das zwar der Verlag, aber nicht er selber, Roman nannte und meinte, daß, wie es erschienen ist, niemand erkannt hätte, daß es sich dabei, um einen parodistischen Antiheimatroman gehandelt hat. Da muß die Psychologin gestehen, daß sie das Ganze eigentlich  als eine sehr eindringliche autobiographisch Kindheitsschilderung gehalten hätte, was mir der Autor auf Nachfrage auch bestätigt hat.

Nachher gab es nicht nur Wein und die üblichen Knabbereien, sondern sogar belegte Weckerl und Kuchen, die offenbar von einem Buffet übergeblieben sind und Gespräche mit Vera Albert, Judith Gruber- Rizy, Elfriede Haslehner und einigen anderen. Bernhard Widder, Elfi Resch, Simon Kontas waren ebenfalls da.

Ich habe den „Möchtler“ weil ich ja so wenige Bücher habe, jetzt auch auf meiner Leseliste und besonders erfreulich einen Termin für meine „Unsichtbare Frau“ im Republikanischen Club am Dienstag den 14. Mai um 19 Uhr habe ich auch und lade jetzt schon alle daran interessierten sehr herzlich zur Lesung ein.

2018-02-18

Depressive Frauen

Filed under: Buchpromotion,Glosse — jancak @ 17:22
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Obwohl es mir ganz gut gelungen ist, wieder in den Veranstaltungsplan hineinzukommen und ich in der letzten Woche sogar auch wieder in der „Gesellschaft für Literatur“ war und auch genug zu Lesen habe, jetzt wieder ein Artikel bezüglich des Zehnjahresjubiläums, denn da habe ich meinen Lesern ja eine Serie zu meinen Büchern versprechen, um die hier ein wenig vorzustellen, weil sie sonst nicht zu entdecken sind, da ich sie mir ja selber drucken lasse und da zwar im Katalog der National- und der deutschen Bibliothek bin, aber sie jetzt nicht mehr an die Dokumentationsstelle für neuere Literatur ins Literaturhaus und auch nicht mehr an die GAV-Bibliothek schicke, nur immer eines in eines der offenen Schränke lege und da habe ich kürzlich im Netzt gesehen, wird das „Bibliotheksgespenst“ schon um zehn Euro im Netz angeboten. Ob der der Finder einen Käufer findet wird?

Wenn ihm mein Schreiben aber interessiert, kann er auf meinr Website nachsehen und die Probeakapiteln zu meinen Büchern lesen, es gibt die „Vorschauen“ und den Promotionsartikeln im Netz, die immer was zu den jeweiligen Büchern erzählen und auch ein paar spezielle Artikel zu den Themen, zu den Lieblingsbüchern, den Romananfängen und da man bei an die vierzig Büchern zu den Themen wahrscheinlich mehr als nur ein paar Worte verlieren kann, gibt es auch ein paar extra Artikel, obwohl meine Themen gar nicht so unterschiedlich sind und einem regelmäßigen Leser werden wahrscheinlich die depressiven Frauen auffallen, die meistens die Protagonistinnen sind.

Die Anna hat das, glaube ich, schon vor Jahren angesprochen, daß da oft eine arbeitslose oder sonst nicht Mitten im Leben stehende Frau, die Heldin ist, die im Lauf der Handlung eine Wende macht und meist ist die postiv und es geht gut aus. Die Heldin findet wieder Anschluß und Freude am Leben, bekommt einen Job, hat jemanden kennengelernt, der sich um sie kümmert, etcetera.

Zu positiv? Vielleicht, aber ich bin vom Brotberuf ja Psychologin und Psychotherapeutin und habe da meine Themen auch her, weil es ja öfter depressive Frauen sind, mit denen ich arbeite und was die eigene Depressivität betrrifft, ist es auch nicht gerade lustig an die fünfundvierzig Jahre zu schreiben und immer zu hören und zu denken, da bist du nicht gut genug, das schaffst du nicht, hör doch damit auf!

Das sehe ich, wenn ich nach Änderungen suche, leider wirklich nur als einzige Alternative und das will ich nicht und schreibe weiter, bin aber gerade jetzt wieder in einer Blockade, weil das, das  nützt ja eh nichts, so stark ist, daß ich nicht weiter mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ kommen, die ja auch eher eine depressive ist und die Magdalena, die nächste Protagonistin, von der es ja schon zwei Textproben gibt, wäre das ja auch.

Angefangen habe ich ja auch mit dem Schreiben über das erfolglose Schreiben, aber das ist ein weiterer Artikel, der demnächst kommt und mein veröffentlichter Debutroman die „Hierarchien“ beschäftigt sich nicht wirklich mit dem Thema Depression, sondern da habe ich mein Weggehen von der Klinik, wo ich vier Jahre halbtags Vertragsassistentin war, in die freie Praxis beschrieben und dort ist es mir ja nicht so gut gegangen.

Das Buch ist nicht sehr gut angekommen, was ich auch noch nicht so ganz verstehe, denn es war sehr ehrlich, aber natürlich ist das kein Kriterium für gute Literatur und sehr erhöht schreibe ich auch lnicht, obwohl mir das Buch, als ich es später gelesen habe, gar nicht so schlecht gefallen hat.

Aber ich wollte ja über die depressiven Frauen schreiben, obwohl man die vielleicht gar nicht immer so leicht von dem Thema „Älter werden“ und „Sterben“ abgrenzen kann und inwieweit, die Arbeitslogkeit mit der Depression korreliert, wäre auch eine interessante Frage, aber da fällt mir schon „Die begrenzte Frau“ ein, 2002 erschienen, Judith Gruber-Rizy hat den Beschreibungstext verfaßt und die wäre so ein Beispiel für eine depressive Frau

Die Archtiektin Agathe Zimmermann verliert ihren Job, hebt ihr Geld von der Bank ab und beschließt es auszugeben und danach in den Wald zu gehen und nicht mehr wiederzukommen.

Es kommt anders, denn sie lernt einen polnischen Sänger kennen, der vor der Staatsoper die Arie des Cavaradossi aus der „Toska“ singt und eine erfolglose Schriftstellerin, mit der sie in einem Bus Werbefahrten macht. Enen alten Mann in einer Hütte und einen Job bekommt sie dann auch.

Da wäre vielleicht das Muster, mit dem ich, wie vielleicht schon stimmen kann, viel zu wenig abgehoben und vielleicht auch zu schnell und unfertig meine Geschichten erzähle. Die Resonanz bleibt ja meistens aus, obwohl ich schon ein paar Rezensionen habe und es jetzt ja auch mit einer Leserunde versuchen möchte, aber dazu müßte ich Leser haben, die sich auf das Buch einlassen und mir Feef back geben möchte, was ja auch nicht so einfach ist.

Und 2003 war ich auch noch nicht so weit, denn da hat es das „Literaturgeflüster“ noch nicht gegeben und ich habe meine Bücher höchstens bei meinen Lesungen vorgestellt und ein Stückchen daraus gelesen.

Den Blog hatte ich dann schon, als 2010 „Sophie Hungers Krisenwelt“ erschienen ist und da gab es mit meiner ersten Kritikerin auch eine entsprechende Diskussion über die sprechenden Namen, weil es ja eine Schweizer Künstlerin gibt, die Sophie Hungers heißt, aber der Namen hat mir gefallen und meine Sophie Hunger, wie sie dann vorsorglich hieß,  ist auch eine freiberuflich arbeitende Lektorin, die ihre Aufträge verliert und, wie Andrea Stift in ihrerm Beschreibung schrieb, „um nicht in depressiven Stillstand zu verfallen, beschließt die Wirtschaftskrise in einer Art literarischen Winterschlaf zu verbringen.“

Und um eine wirkliche depressive Frau, fällt mir ein, ist es schon in dem früher erschienenen Roman „Die Radiosonate“ gegangen. Da ist die Josepha Stock, die ihren depressiven Alltag mit dem Radiohören verbringt und über ihre Todesarten nachdenkt, aber nicht die Hauptfigur, sondern eigentlich nur eine Episode. Die Hauptfigur wäre vielleicht, wo wir schon wieder beim anderen Thema und dem Alter Ego wären,  die erfolglose Schriftstellerin Elisa Eisenstein, die über Amanda Silberkandl und  Xaxer Mayrhofer, den beiden Radiomoderatoren, die aus Ö1 entstiegen sein könnten, einen ultimativen Roman schreiben will, der sie durch das „einsame Jahr“ begleitet.

Das Bücherlesen hatten wir schon 2009, bei der Sophie, obwohl es die Bücherschränke und die Idee mit dem Auflesen der ungelesenen Exemplare, erst später kam und da versucht ja die Thekla Morgenstern ihren Pensonsschock, man sieht meine Protagonistinnen werden schon älter, das Buch ist auch 2016 erschienen, damit zu überwinden und lernt dabei nicht nur die Fritzi Jelinek, die wir ja schon aus der „Absturzgefahr“ kennen, näher kennen, weil sie in ihre „Bibliotherapiegruppe“ geht, nein sie hilft auch der kleinen Yasmin Bilic aus ihren Sorgen mit ihrer Freundin Selma, die nicht mehr in die Schule kommt, weil sie dort kein Kopftuch tragen darf und da wäre wir schon beim nächsten Thema,  nämlich dem der „Flucht und Migration“ und da gibt es dann noch zwei Bücher, wo die depressiven Frauen nur am Rand vorkommen, aber da gibt es im Sommerbuch eine demente Oma und da wären wir schon bei einem anderen Thema, wo sich die Depression vielleicht mit dem Vergessen verbindet.

Denn die ehemalige Buchhändlerin Anna Mittlinger ist ja nicht depressiv, sondern hat eine Alzheimerdiganose bekommen, die sie ins Leben hinaustreibt und einen rumänischen Arzt kennenlernen läßt, aber die macht vielleicht auch ein  depressiv und so ist es wahrscheinlich auch, wenn man die Diagnose einer unheilbaren Krankheit bekommt, wie ich es die Journalistin Veronika Sieberer erleben ließ.

Da war mein Thema eigentlich die „Sterbehilfe“, weil ich mit dem Buch von Ernst Lothar nicht einverstanden war.

Es ist eine Behandlungsverweigerung daraus geworden und eigentlich ist die Veronika Sieberer, die ihren alten Nachbarn aus einer Krise heraushilt und seine Hüte aufträgt, auch gar nicht depressiv, sondern lebt ihr Leben selbstbestimmt bis zum Ende weiter, obwohl das Sterben ja sicher nicht so einfach ist.

Und das Thema „Alter werden“ und „Sterben“ gehört auch zu meinen Favoriten. Von ältereren Eltern aufgezogen, habe ich  schon einige Leute bis an ihr Ende begleitet, habe auch Sterbehilfeseminare gemacht und mich bei meinen psychologischen Unterricht an Krankenpflegeschulen mit diesem Thema beschäftigt, begleite manchmal Klienten durch diese Situation, werde selber älter und meine Pensionistennen, wie etwa die „Paula Nebel“, oder die alte Dame im „Novmbernebel“ sind auch rüstige Pensionistinnen, die dem Leben etwas abgewinnen und sich nicht unterkriegen lassen wollen.

„Beim Sterben sollte man zu Hause sein“ meinem zweiten „Nanowrimo“, an dem ich mich 2012 wieder beteiligte, ist sogar eine besonders betagte Frau die Heldin, nämlich die fünfundneunzigjährie Lea Weissensterner, die einen alten Herrn in einer Seniorenresidenz kennenlernt und seine Memoiren schreibt und besonders alte Menschen, nämlich neunzig bis hundertjährige kommen in meinen Texten auch immer wieder vor.

In den „Wiener Verhältnissen“ ist der Held ein jüdischer Schriftsteller, der Wien 1938 verlassen mußte und ich habe jetzt die depressiven Frauen verlassen, die mich aber, wie man sieht, immer wieder einholen und sich mit den arbeitslosen Frauen, den erfolglosen Schriftstellerinnen, den Älterwerdenden, an Krebs oder Alzheimer erkrankten etcetera, immer wieder überschneiden.

Interessante Themen, wie ich finde, und mich immer wieder, jetzt schon in über vierzig Bücher an sie heraunmache, damit vielleicht schon ein wenig ausgeschrieben bin, so daß ich schon länger „Nicht schon wieder eine depressve Frau!“, stöhne, mich aber dann doch immer wieder damit beschäftige und jetzt nur noch gespannt bin, ob es die „UnsichtbareFrau“, die ja wahrscheinlich auch ein wenig depressiv ist, obwohl sie jünger ist und an den blauschwarzen beziehungsweise prekären Verhältnissen leidet, in Buchform geben wird und im „Bibliotheksgespenst“ fällt mir ein, gibt es auch eine depressive Frau, nämlich die Lehrerin Therese Schwarzenberg, die ihrer Depression, beziehungsweise ihrer Freundin und ihrem Psychiater mit einem Bus von Wien zuerst nach Belgrad und dann über Graz, Linz und Salzburg bis nach Berlin fährt und dort von der realen Wirklichkeit nämlich den Anschlägen am Weihnachtsmarkt eingeholt, was eine auch depressiv machen kann oder eine solche weiterbestehen läßt.

Bei den depressiven Frauen hätten wir noch die „Karoline Wagner“ von 2006, da hat Erika Kronabitter den Text geschrieben, nachdem ich Szenen aus dem Buch 2005, bei der „Text und Kritikwerkstatt“ auf der Silvrettahöhe vorgetragen habe.

Da ist die Heldin eine  erfolglose Lebensberaterin, die in die Fängen des Nobelpreisbetrieb geträt, beziehungsweise eine sich versteckt haltende Frau beobachtet, die im Buch Larissa Lichtblau heißt, aber an die Nobelpreisträgerin von 2004 erinnern könnte, eine analphabetische Putzfrau und einen untergetauchten Zeitschriftenmagnaten gibt es auch und wir sind schon wieder im erfolgreichen oder erfolglosen Literaturbetrieb und nicht wirklich bei den depressiven Frauen und auch Mathilde Schmidt, die Frau aus der Pizzeria mit dem Glas Wein aus „Besser spät als nie“ ist das warhscheinlich nicht wirklich, zumindest nicht diagnostiziert.

Denn da hätten wir wahrscheinlich wirklich nur die Josepha Stock und die Thekla Morgenstein, aber beide sind höchstwhrscheinlich nie zu einem Psychiater gegangen.

Das taten nur Therese Schwarzenberg aus „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ und  Anna Augusta Augenstern aus den „Berührungen“ aber die ist  auch Autorin und will einen Roman schreiben, hat aber eine schlechte Kritik bekommen und geht deshalb zu Theo Hardenberg, der sie eigentlich auch mehr literarisch berät und da wäre noch die Selma aus der „Frau auf der Bank“, die selbsternannte Stadtsheriffa, die ist wahrscheinlich depressiv und geht ins AKH, hatte aber auch eine Psychose hinter sich.

Man sieht ganz schön verwirrend, der Schreiballtag einer erfolgfrei schreibenden Psychologin und Psychotheraueptun mit Überlappungen und Überschneiderugen.

Neugierig darauf geworden?

Da ich schon über vierzig selbstgemachte Bücher habe, habe ich jetzt sicher noch einiges vergessen.  Vergebe sie aber gerne, sofern sie noch nicht vergriffen sind, an die, die sich dafür interessieren, beziehungsweise  mir eine diesbezügliche Frage oder Kommentar schreiben möchten.

2017-06-17

Eine Frau auf Reisen

Lily hatte sich,  den Brief immer noch in der Hand, auf einen der Barhocker, den es vor ihrer kleinen Eßtheke im Küchenbereich ihres Lofts gab, gesetzt und starrte nachdenklich vor sich hin.

Die schulterlangen dunkelbolonden Haare fielen ihr unfrisiert ins Gesicht. Vor ihr stand der Becher mit Kaffee, auf der  Eßtheke lag ihr Handy und auf dem hatte sie vorhin einen Anruf von Slavenka Jagoda bekommen, die ihr mitteilte, daß sie gut in N.Y angekommen sei und ihr kleines Atelier, das es im Dachgeschoß des Instituts gab, bereits  bezogen hatte. Sie würde sie treffen und kennenlernen, wenn sie sich aufgerafft und angezogen hatte und ins Institut zu ihrer Arbeit fuhr.

Slavenka Jagoda, die dreiundzwanzigjährige Slavistin und Germanistin aus der Slowakei, die ein dreimonatiges Praktikum unter ihrer Leitung, im Kulturinstitut antreten würde.

Sie war also voll beschäftigt, sie einzuleiten und einzuführen und ihr auch die Schön-und Besonderheiten von N.Y zu zeigen, so daß sie abgelenkt war und  keine Zeit hatte, länger  an den seltsamen Brief, des seltsamen Rechtsanwalts von der seltsamen Tante, die eigentlich gar keine war, zumindestens hatte sie sie nie richtig kennengelernt, weil die Mami sie ja haßte, wie der Teufel das Weihwasser, was sie jetzt erst richtig verstand.

„Wui, da hatte sie  einen richtigen Roman erlebt oder könnte,, wenn sie nur literarisch genug begabt wäre, einen solchen darüber schreiben. Eigentlich zwei oder drei wahrscheinlich. Eine ganze Serie, wie das jetzt  im Bereich des Joung Aldults gang und gebe war und die Kids und die Fans sich darum rißen, denn die Großeltern hatten, weil sie nur ein Kind statt der bekommenen Zwillinge haben wollten, die ihr unbekannte Tante, der Mutter vorgezogen, die nur so weit mitlaufen lassen, daß es in der Schule nicht auffiel und das Jugendamt nicht antanzte und der hatte dann noch, als sie sich von ihren jugendlichen Traumen so weit emanzipiert hatte, daß es ihr gelungen war, von ihrer Haus- und Kindermädchentätigkeit bei den Zawriks auszureißen und sich in Berlin als Verlagssekretätrin zu etablieren, Tante Natalie, die inzwischen Psychoanalytikerin, wohl eine besondere Perfidie des Schicksals, geworden war, ihren Vater weggenommen, ihn statt ihr gehreiratet und der Dodel, so könnte man wohl sagen, hatte gar nicht gemerkt, daß er drei Monate später eine Natalie statt eine Mathilde geheiratet hatte, während, die nach Wien zurückgekehrt war und von ihrer Frauenärztin oder Arzt erfuhr, daß sie Mutter wurde.

Man könnte wahrlich einen Roman darüber schreiben und sie könnte es auch versuchen, war sie doch begabt, hatte  Literaturwissenschaften studiert, war Kuratorin im österreichischen Kulturinstitut in New York und einen Blog führte sie auch, in dem sie  ihre Gedanken und auch Skizzen in die Welt hinauszuschickte.

Und da hatte sie auch vor oder sogar schon damit begonnen, eine unsichtbare Frau zu erfinden, die ob dieses Umstandes keine Grenzen kannte und sich daher  nächtens in die Schlafzimmern von Donald Trump oder Wladimir Putin einfinden konnte, um ihnen die Leviten zu lesen.

Eine köstliche Idee war das und die erste Geschichte, die allerdings, weil jeder klein anfangen muß, statt vom US- Präsidenten nur vom österreichischen Außenminister Sebastian Kurz handelte, war schon geschrieben. Nur hatte ihre Heldin, ihre unsichtbare Frau noch keinen Namen oder vielleicht doch.

Wenn sie ehrlich war, konnte sie nicht leugnen, daß ihr vorhin, als die das Telfonat mit Slavenka Jagoda beendete, gedacht hatte, daß das ein schöner Name für ihre Protagonistin wäre.

Slavenka Jagoda, die Germanistin und Slavistin, die in Kosive in der Ostlowakei geboren wurde, in Bratislava Deutsch studierte und jetzt drei Monate Praktikantin in N.Ywar. Das war doch eine Frau auf Reisen und sie konnte ihre Heldein so oder auch natürlich anders nennen, damit die ihr noch unbekannte Slavenka, sie nicht klagen konnte. Sie konnte sie sich aber als Vorbild nehmen, um ihrer Protagonistin einen realistischen Background zu geben und da konnte sie sie immer noch Jelena Jasenska oder, wie auch immer nennen.

Da konnte sie sich Zeit lassen, sich das in Ruhe zu überlegen, mußte sich nicht treiben und hetzen,  wo sie doch eigentlich zu beschäftigt war, über so etwas Unwichtiges nachzudenken, hatte sie doch andere Sorgen.

Sie mußte sich anziehen und ins Institut fahren. Aber vorher mußte sie noch die Mami anrufen und ihr von dem Brief des verrückten Anwalts erzählen. Sie fragen, ob sie auch einen solchen bekommen hatte und sich erkundigen, ob das mit ihrem Vater und das ihr der von der jetzt verstorbenen Tante weggeschnappt worden war, stimmte?

Mußte fragen, ob sie auf das Begräbnis geben würde?. Sollte eigentlich selber nach Wien fliegen, um den unbekannten Vater kennenzulernen. Aber „Stop, halt, Lily reiß dich zusammen, bleib am Boden der Realität, sei nicht so schnell, dein Vater ist, wenn dich die Tante richtig informiert hat, Leiter des Starverlags in Berlin gewesen und, als solcher vor einiger Zeit in Pension gegangen. Er ist auch in Berlin wohnhaft und von ihrer unbekannten Psychoanalytikerin-Tante, die eigentlich, wenn man es recht betrachtete, eher eine Psychopoathin war und eine  gewissenlose Person, eine Borderlinepersönlichkeit höchstwahrscheinlich, seit siebenundzwanzig Jahren geschieden.“

Höchstwahrscheinlich wußte der, wenn er nicht auch einen Brief vom Anwalt bekommen hatte, gar nichts von der Tante Begräbnis, wußte er doch auch nicht von der Existenz einer Tochter.

Also sollte sie nach der Mami vielleicht ihn anrufen und „Hallo, Papi, ich bins, dein unbekanntes Töchterlein! Hast du nicht Lust mich in N.Y. zu besuchen, da ich leider aus Termingründen, weil ich  einen Blog beretreibe, im Institut kuratiere und auch Slavenka Jagoda in ihr Praktikum einführen muß, nicht nach Wien zum Begräbnis fahren kann, um dich kennenzulernen!“

Shit, halt aus, nichts davon und brav am Boden bleiben. Nur nicht schon wieder übertreiben! Die Mutter hatte ihr früher, als sie noch pubertierend und aufbgehrend  nach ihrem Vater verlangte und mehr von ihm wissen wollte, das ohnehin immer vorgeworfen, daß sie viel zu ungeduldig sei.

Also würde sie sich auch heute bezähmen, sich an den Riemen reißen, ins Schlafzimmer gehen, die Jeans und einen Pulli aus dem Kasten nehmen, die Jacke anziehen. Vorher aber die Mami anrufen und dazu veranlaßen auf das Begräbnis zu gehen, damit sie ihr berichten konnte, ob sie dort ihren Papi getroffen hatte und Slavenka Jagoda würde sich auch noch anrufen und sich mit ihr im Institut um elf verabreden, damit sie sie kennenlernen und herausfinden konnte, ob sie ein gutes Vorbild für die Heldin ihres Blogromans abgab.

2020-05-17

Das verflixte letzte Jahr

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 00:23
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Das letzte Jahr kann man wohl sagen, war wirklich besonders verrückt, beziehungsweise hat es Veränderungen gegeben, die man vorher wohl für unmöglich gehalten hat.

Vielleicht hat es schon 2015 mit der sogenannten Flüchtlingskrise begonnen, wo ich ja das erste Mal buchpreislesend, zu ein paar Demos und Veranstaltungen gegangen bin, sonst aber nicht besonders darin involviert war, beziehungsweise ein paar Schuldgefühle hatte, daß ich zwar viel darber geschrieben habe, aber selbst keine Zahnbürsten in Traiskirchen verteilt habe und auch mit keinen Flüchtlingskindern Deutsch lernte.

Dann kam 2016 die Bundespräsidentenwahl, wo  ja meistens der rote Kanditat gewonnen hat, mit Kurt Waldheim kam ein schwarzer und die sogenannte Waldheimaffaire 1986, da bin ich gerade in die GAV gekommen und habe aus meinem Hütteldorf und Heiligenstadt“ im NIG im Hörsaal 1 gelesen und kann mich erinnern, daß die damals noch eher junge Jutta Schutting den alten Hans Weigel hereinführte.

Es gab 2016 auch einen roten und einen schwarzen Kanditaten, Andreas Kohl war, glaube ich, der schwarze, der rote kam von der Gewerkschaft. Aber van der Bellen wäre der Favorit hat es geheißen, da habe ich mich noch gewundert und einen Norbert Hofer, der zuerst gar nicht kanditieren wollte, habe ich nicht gekannt.

Dann hatte der über dreißig Prozent, gefolgt von Alexander van der Bellen, SPÖ und ÖVP hatten je zehn und nach der Stichwahl, wo van der Bellen „arschknapp“ gewonnen hat, sind wir auf Urlaub nach Kroatien gefahren und als wir zurückkamen, haben wir schon von der Wahlanfechtung und der Wahlwiederholung gehört und ich hatte dann bis Weihnachten Angst, daß vielleicht doch Norbert Hofer gewinnen könnte, was ich als ungerecht empfunden hätte.

War dann nicht so und ich hatte in dieser Zeit schon einen rechten Kommentierer, den lieber oder vielleicht doch nicht so lieben Uli, jedenfalls hat er mich zur „Unsichtbaren Frau“ animiert und mich sonst eher  als unbelehrbar naiv bezeichnet und 2017 sind wir zehn jahre nach Ruths Radkarawane mit ihr zu ihren siebzigsten Geburtstag um den Bodensee geradelt und habe dabei, als wir so wieder nach Bregenz zurückkamen und die Erika Kronabitter dort trafen gehört, daß Sebastian Kurz die Partei übernommen  und Neuwahlen ausgerufen hat.

Da habe ich dann im Herbst  „Die unsichtbare Frau“ geschrieben, es kam zu schwarz blau zwei oder türkis blau und einem Innenmister Kickl, der alles umräumte und keinen Stein am anderen lassen wollte. H. C. Strache war Vizekanzler. Ich habe mich mit meinem Freund Uli über die Asylwerber gestritten, die jeden morden und vergewaltigen und über die „linksversifften Grünen“ die seiner Ansicht nach das Übel der Welt wären und bin am siebzehnten Mai 2019, als ich Probleme wegen einer nicht bewilligten Stunde hatte, , mit meinem Knöchelbruch noch nicht so gut zu Fuß zur KritLit aufgebrochen, habe ich dort geärgert, daß ich nicht lesen durfte, die „Unsichtbare Frau“ aber nicht mithatte, als ich das am Samstag vielleicht doch hätte können, weil Lesende ausgefallen sind, weil sich allle am Ballhausplatz befanden, denn es ist ja das „Ibiza Video“ aufgetaucht.

H. C Strache ist zurückgetreten, Neuwahlen wurden ausgerufen, eine Übergangsregierung mit Mißtrauensvotum und einer neuerlichen Umbildung, einer sogeanneten Expertenregierung, die dann den Rest des Jahres, während die Neuwahlen vorbereitet wurden, die Geschicke des Landes lenkten.

Verrückt verrückt und sehr ungewöhnlich. Der Alfred ist Tag und Nacht auf der Straße gestanden und hat für die „Grünen“ Zettel verteilt. Ich habe mich dann auch entschloßen, sie zu wählen, war mit dem Alfred auf der Wahlparty, wo man  Werner Kogler sehr zugejubelt hat und es was Gutes zu essen und zu trinken gab und Anfang Jänner die grün schwarze Regierung, von der man hörte, daß die grüne Handschrift trotz der grünen Justizministerin Alma Zadiz, den grünen Gesundheitsminister und dem Vizekanzler Kogler sehr fehlte und dann kam gleich Corona.

Das heißt in China und in Italien war es vielleicht schon seit November vorhanden, vielleicht auch schon unbemerkt bei uns und das hat eine große Angst- und Panikwelle ausgelöst und zu dystopischen Zuständen geführt, die vor einem Jahr noch undenkbar waren.

Ausgangsbeschränkungen, ein Meter Babyelefanten-Abstand und wenn man den nicht einhält, fünfhundert Euro Strafe, wenn man vielleicht lesend auf einer Parkband saß oder mit seinem Kind Fußball spielte. Nur mit Mund und Nasenschutz maskiert in die Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel und öffentliche Räume was ja insofern interessant ist, weil die letzte Regierung ja vor der Wahl noch schnell ein Vermummungsverbot beschlossen hat.

Also war ich am ersten Mai zwar unvermummt aber von solchen Teilnehmern, sowie maskierten Polizisten umgeben, auf dem, was ich für die Demo der Kommunisten gehalten habe und jetzt werden die Maßnahmen zwar langsam gelockert, das heißt, ab Freitag darf man dann mit Maske in ein Wirtshaus gehen und sich diese beim Essen auch hinunternehmen. Geht man aufs Klo setzt man sie sich wieder auf, obwohl die Viruszahlen inzwischen schon sehr niedrig sind und die Krankhäuser immer noch sehr leer, weil ja die anderen Operationen verschoben wurden, es schon eine Million Arbeitslose und Kurzarbeiter gibt und  Ex-Minister Kickl und die FPÖ deshalb zu einer Unterschriftaktion „Stopp den Corona Wahnsinn“ aufgerufen haben, die ich ja gerne unterschreiben würde, aber keine FPÖ-Sympathisantin bin und eigentlich auch nicht so gerne auf eine Demonstration gehe, wo sich außer mir der Chef der Identitären befindet, weil das die Einzigen sind, die zum Widerstand aufrufen, während es, um die „Grünen“ sehr still geworden ist.

Verrückt, verrückt, könnte man so sagen und zum Schreiben natürlich sehr inspirierend, aber wem soll ich das dann vorlesen, wenn es  keine Lesungen gibt und ich mich selber ja auch nicht so gerne mit Mundschutz in die „Alte Schmiede“ oder ins Literaturhaus setzen möchte.

2020-03-21

Indiebookday trotz Ausgangssperre

Heute ist wieder „Indiebookday“, die Aktion, die die unabhängigen Verlage, um auf sich und ihre Situation aufmerksam zu machen, erfunden haben, wo man die Buchgeschäfte stürmen und sich ein Buch, irgendeines, was man ohnehin haben will, wie es heißt, kaufen und ein Bild davon mit sich posten soll, 2013 eingeführt haben und ich seit dieser Zeit, glaube ich, auch davon berichtet habe, beziehungsweise sie auch ein bißchen dazu benützt habe, um auf mich und meine „Indiebooks“, die vielleicht, weil ja selbstgemacht, eigentlich keine sind, aufmerksam zu machen. Wer also ein Buch von mir posten will, sich bitte melden, ich werde es, solange die Post noch offen ist oder ich noch Marken habe, zuschicken.

Vor drei Jahren war ich auch auf einer diesbezüglichen Veranstaltung, wo in einer Buchhandlung mehrere Kleinverlage ihre Bücher präsentierten und ich ein solches auch  gewonnen, aber leider, leider noch nicht gelesen habe.

Ob heuer wieder eine solche Veranstaltung in Wien geplant war, weiß ich nicht, geben wird es solche, zuminestens live in den Buchhandlungen nicht, weil die ja, wie ich gestern hörte, bis Ostern geschloßen sind, was die und wahrscheinlich nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Verlage in vermutlich nicht  zu kleine Schwierigkeiten bringen wird.

Die gute Nachricht ist aber auch hier das Internet, der Online Buchhandel und daß das Lesen wahrscheinlich eine Beschäftigung ist, die aus der Trübsaal hilft und für Bekämpfung  der Langeweile sorgen kann.

Man kann sich also ein Buch online bestellen, man kann auch E-books lesen, was der Buchhandel vielleicht nicht  ganz so gerne mag, oder  vielleicht auch nicht,  auf jeden Fall kann man auch ein Bild von einem E-Book posten  und im Netz den Freunden mitteilen, welche Beute man Indiebookday für sich ergattert hat und wohl auch darüber diskutieren.

Eine Liste der unabhängigen Verlage gibt es sicher auf der „Indiebookseite“ oder im Netz zu finden, da sind für mich ja einige überraschende, wie „Kremyair & Scheriau“, den ich eigentlich für nicht so klein halte, dabei und durch dessen literarische Neuerscheinungen ich mich gerade gelesen habe.

„Picus“ bei dem Cornelia Travnieks „Feenstaub“, die übrigens daraus am Donnerstag in der „Seeseiten-Buchhandlung“ eine Online-Lesung hielt, ist ein unabängiger Verlag und wahrscheinlich auch „Haymon“, bei dem David Fuchs „Leichte Böden“ erschienen ist, das ich aber erst lesen muß.

Das für den „Leipziger Buchpreis“ nominierte Langgedicht „luna luna“ aus dem Schweizer „Secession-Verlag“  ist sicher auch dabei, aber auch „Droschl“, „Jung und Jung“ und die  deutschen Kleinverlage lassen sich auch dabei aufzählen.

Also Freunde kauft Bücher und wenn ihr selber schreiben wollt, könnt ihr euch  auch am „Quarantimo“ beteiligen, der von Ronny Rindler ausgerufen wurde, ich biete auch meine Leserunde an darüber zu diskutieren und verweise auf meine zwei letzten Bücher „Die unsichtbare Frau“ und „Magdalena Kirchberg schreibt einen Roman“, hin, wer mir dazu ein Bild oder einen Kommentar schicken will, ist willkommen und freut  mich sehr, ansonsten lese ich mich zwar gerade durch das letzte „Leipziger Buchpreis- Buch“ der Übersetzungsschiene und demnächst durch das zweite der Abteilung „Belletristik“, die beide nicht den Kriterien entsprechen, aber das ist mir ja, wie ich immer schreibe, ohnehin egal, denn ich lese mich ja, wie ich ebenfalls öfter schreibe, gerne durch den literarischen Gemüsegarten, lese sowohl Groß- als auch Kleinverlage, lese Selbstgemachtes und mich auch eigentlich quer durch alle Genres, so wird  bald ein Krimi kommen und ein Chicklit oder Liebesroman wartet, glaube ich, auch auf mich.

2019-12-31

Zurückgeschaut

Wieder geht ein Jahr zu Ende und 2019 war irgendwie ein ungewöhnliches Jahr, in dem einiges nicht so, wie geplant passierte, ich mir einen offenen Knöchelbruch und einen Gips zuzog, daher seit fast sechzig Jahren wieder einmal imKrankenhaus war, Großmutter wurde und, um auf den literarischen Bereich, um den es hier  hauptsächlich gehen soll, zwei Bücher heraussgebracht habe.

„Die Unsichtbare Frau“ und die „Magdalena Kirchberg“ sind erschienen, ich habe wieder einmal beim „Nanowrimo“ mitgemacht und da das „Fräulein No“ konzipiert, das noch korrigiert werden muß, weil ich ja noch an meinem zweiten „Literaturgeflüsterbuch“, wo es um „Mein Schreiben, meine Bücher“ geht, korrigiere, was das Jahr 2019 wirklich zu einem Romanjahr machte, habe ich ja das Jahr begonnen oder das letzte damit beendet, mich mit Jurenka Jurks Webinaren zu ihrer „Romanausbildung“ zu beschäftigen, woraus, glaube ich, die Idee entstand, mich mit meiner eigenen Romanproduktion zu beschäftigen und das, was sich ohnehin schon im Blog befindet, sozusagen literaturwissenschaftlich zusammenzufassen.

Wegen des Gips bin ich heuer nicht nach Leipzig gekommen, sondern habe mir das wieder von zu Hause über das Netz virtuell gegeben und am Osterspaziergang der LitGes war ich auch nicht. Das hätte ich wegen dem Gips vermutlich nicht geschafft, wäre aber wahrscheinlich auch so nicht hingekommen, weil da gleichzeitig das „Literatur und Wein Festival“ in Krems und Göttweig stattfand.

Wegen dem Gips habe ich eine etwa sechswöchige Veranstaltungspause gemacht und daduruch wieder mehr gelesen, obwohl es trotzdem insgesamt nur hundertdreiundsechzig Bücher geworden sind, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

Buchpreisgebloggt habe ich aber wieder und diesmal waren das sogar vier verschiedene Aktionen, nämlich die deutschen, die österreichischen und die Schweizer Buchpreisbücher, weil wir ja heuer statt auf der „Buch Wien“ auf der „Buch Basel“ waren und da die Vergabe des „Schweizer Buchpreises“ auch live verfolgten.

Das heißt auf der „Buch-Wien“ war ich schon, allerdings nur am Mittwoch bei der Eröffnung und dann am Donnerstag und da hat es heuer sogar eigene Bloggeraktionen gegeben und was das vierte Buchpreislesen betrifft, sind wir schon bei meinen Jurytätigkeiten angelangt, denn ich bin ja in zwei Juries, obwohl mir manche ja so gerne den Hobbyautorenstatus zuschreiben möchten, den ich für mich nicht gelten lasse, so bin ich seit 2007Jurorin beim „Ohrenschmaus“ dem „Literaturpreis für Menschen mit Lernschwierigkeiten“ und seit 2016 Mitglied des „Bloggerdebutpreises“ und habe mich da auch durch die Shortlist gelesen, so daß ich mich eigentlich für ziemlich belesen halte, was zwar auch niemand bemerkt, was aber  nichts macht.

Bei Veranstaltungen bin ich abgesehen vom März und dem halben April auch gewesen und meine üblichen Lesungen habe ich auch gehalten.

So habe ich wieder sowohl beim Volksstimmefest als auch bei der „Poet Night“ gelesen. Habe die „Unsichtbare Frau“ bei den „Wilden Worten“ vorgestellt und hatte mit ihr sogar eine Lesung im „Republikanischen Club“ und eine im Cafe Westend ja und bei Erika Kronabitters Geburtstagsfest  habe ich auch daraus gelesen.

Ein Begräbnis gab es leider auch, ist doch meine Arbeitskreisgefährtin Hilde Langthaler im Jänner gestorben, was auch einige Gedenkveranstaltungen mit sich brachte.

Mit der Ruth bin ich noch einmal durch den öffentlichen Raum gegangen und zwar haben wir da die „U-Bahnkunst“ betrachtet und in der Schweiz waren wir in diesem Jahr auch zweimal. Im November, wie schon erwähnt bei der „Buch-Basel“, im Sommer beim Filmfestival in Locarno, wo ich auch mein Schweizerlesen vertiefte und in Basel neben dem Literaturfestival auch fleißig an meinem siebenten „Nanowrimo“ beziehungsweise dem „Fräulein No“ geschrieben habe.

Das war es 2019, die Lia ist schon ein halbes Jahr und eine politische Veränderung mit einigen Demonstrationsbesuchen hat es auch gegeben. Meine Bücherberge sind auch wieder angewachsen, während es sonst, was das Schreiben betrifft, so ähnlich wie bisher war.

Das heißt, der Durchbruch ist mir wieder nicht gelungen und den „Nobelpreis“ hat was mich sehr freute und bei mir  keine Kontroverse erregte, Peter Handke gewonnen, von dem ich im neuen Jahr mindestens die „Obstdiebin“ lesen will.

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